Das Problem mit der großen Liebe

background-1122174_640Im September 2010 fing ich mein Austauschjahr in Italien an. Ich liebe dieses Land – die Menschen, die Sprache, die Kultur. Trotzdem war es eine schwierige Zeit für mich. Ich wusste nicht, was ich im Leben wollte, fühlte mich verloren und war unzufrieden mit mir selbst.

Damals wusste ich es nicht besser und dachte dass ich unzufrieden war, weil ich keine Frauen in meinem Leben hatte. Zwei Monate später lernte ich durch etwas Glück eine tolle Frau kennen: attraktiv, zärtlich, humorvoll, tiefgründig. Nach etwas hin und her fingen wir eine Beziehung an. Doch auch sie machte mich nicht glücklicher.

Das lag jedoch nicht an mangelnder Liebe oder daran, dass sie die falsche Frau für mich war.

Es lag größtenteils daran, dass ich mit mir und meinem Leben unzufrieden war. Damals konnte ich das jedoch nicht erkennen und suchte stattdessen den Fehler bei ihr. Ich war der Überzeugung, dass wenn sie die Richtige sei, sie mich auch glücklich machen musste.

Der Irrglaube, dass uns unser Partner glücklich machen muss, ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet. Das führt dazu, dass wir häufig falsche Erwartungen an eine Beziehung und an unseren Partner haben.

Wir sind davon überzeugt, dass wenn wir erst den richtigen Partner gefunden haben, alles besser wird. Egal, wie unzufrieden wir mit uns selbst und unserem Leben sind, der richtige Partner biegt das schon hin.

schloss-liebe-200x300Vielleicht sollten wir uns Fragen, in was für einer Gesellschaft wir leben, in der ein Schloss ein Symbol für Liebe ist.

Hast du erst die einzig wahre Liebe gefunden, wird alles gut, so scheint es. Und falls nicht, ist es nicht die wahre LiebeDas halte ich für einen falschen Glaubenssatz, der uns daran hindert, in einer Beziehung zu wachsen und der Entstehung von Liebe überhaupt eine Chance zu geben.

Doch diesem Trugschluss begegnen wir tagtäglich aufs neue: In der Werbung, in Magazinen, in Filmen, in unserem Bekanntenkreis.

Wir werden andauernd mit der überomantisierten Vorstellung von der großen Liebe und deren Auswirkungen auf unser ganzes Leben konfrontiert. Ich bin nicht gegen die Liebe, ganz im Gegenteil, aber der Glaube, dass ein einziger Mensch alles in unserem Leben ändern sollte, ist zwar romantisch, aber auch naiv – und unter Umständen auch ungesund.

Er führt dazu, dass wir weder die Verantwortung für unser Leben noch für unser Wohlbefinden übernehmen und es stattdessen auf den Partner abwälzen. So wie ich damals.

Immer wieder erfahre ich von Bekannten und Lesern, dass sie jetzt jemand kennengelernt haben und alles anders sei. In den meisten Fällen ist es das nicht.

Natürlich ist am Anfang, während man verliebt ist, alles wunderschön und rosarot. Doch diese Phase dauert nicht für immer. Das Verliebtsein ist letztendlich nichts anderes, als ein chemisch-hormoneller Prozess, der laut der Wissenschaft zwischen drei Monaten und drei Jahren anhält.

Wenn wir verliebt sind, sind wir in einem emotionalen Ausnahmezustand, ähnlich wie bei einem Drogenrausch. Sorry für die Antiromantik.

Ist diese High-Phase erst mal vorbei und wir haben nicht gelernt, Verantwortung für unser eigenes Leben und Wohlbefinden zu übernehmen, schieben wir unsere Unzufriedenheit schnell wieder auf unseren Partner.

Ein Teufelskreis, denn kein Partner kann dich dauerhaft glücklich machen, solange du mit dir und deinem Leben unzufrieden bist.

Das wollen jedoch nur die wenigsten sehen und so ist das weitverbreiteste Beziehungsmodell in unserer Gesellschaft die serielle Monogamie. Wir springen von einem Partner zum nächsten und hoffen bei jedem, dass er uns endlich das gibt, was wir zu missen glauben. Oder wir führen mit ihm eine On-Off Beziehung.

Erfüllung in einem Partner zu suchen, ist jedoch nicht nur der Grund, warum unsere Beziehung häufig ungesund sind. Doch es ist auch der Grund, warum so viele Männer keine Freundin finden, obwohl sie sich eine wünschen. In der Hoffnung, eine Frau könnte sie glücklich machen, sind sie schon fast automatisch emotional abhängig und dadurch unattraktiv. (Warum emotionale Abhängigkeit unattraktiv ist und wie du eine Freundin findest, erfährst du hier.)

Zwar macht emotionale Abhängigkeit auch Frauen unattraktiv, jedoch finden diese noch eher einen Partner, als ein emotional abhängiger Mann. Das liegt daran, dass viele Männer sich auf eine Beziehung einlassen, nur um regelmäßig Sex zu haben. Traurig aber wahr. (Wie du als Frau attraktiver wirst und die Männer anziehst, die du dir wünscht, erfährst du hier.)

Solltest du dich momentan in einer Beziehung befinden, die nicht optimal verläuft oder bist du auf der Suche nach einem Partner, frage dich zu allererst, was du für dich selbst tun kannst. Finde heraus, wie du mit dir und deinem Leben zufriedener wirst. Je mehr du zu dem Menschen wirst, der du sein möchtest, desto zufriedener wirst du sein und desto eher wirst einen zu dir passenden Partner finden.

Zwar sind wir Menschen soziale Wesen und brauchen den Kontakt zu anderen, aber unser Glück in anderen – vor allem einem Partner – zu suchen, ist der falsche Weg. Und hat nicht viel mit Liebe zu tun.

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30 Kommentare
  1. Paul
    Paul says:

    Ich war erst mal ein bisschen geschockt über deine Aussagen. Aber nach etwas Überlegung habe ich gemerkt, dass du in vielem Recht hast. Auch ich habe in meinen Beziehungen oft nach Erfüllung und Glück in meiner Partnerin gesucht – was nicht geklappt hat.
    Danke für die ehrlichen Worte, Anchu.

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  2. toxic
    toxic says:

    Guter Artikel. Ich muss aber sagen, dass wir wie auch im Artikel soziale Wesen sind und unser Wohlbefinden (die botenstoffe im gehirn werden dann ausgeschüttet) hängt entschieden auch davon ab, was für soziale Kontakte wir haben. Ein einzelner kann ich noch so sehr gut um sich kümmern, ohne andere wirds eben nicht wirklich klappen. Deshalb wundert es mich nciht so sehr ,dass wir oft das Glück bei anderen suchen, denn wir fühlen uns glücklich, wenn wir gelingende Beziehungen zu anderen haben können. Es ist dieser Drang von anderen unbedingt akzeptiert werden zu wollen, weshalb wir nicht zu uns stehen und für andere verbiegen..und genau diese Illusion wiederum verhindert dass man anziehend wirkt, denn man ist bedürftig. Es ist ein wenig zum Haare raufen

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Toxic,
      ich verstehe, was du sagen willst, jedoch sind das zwei paar Schuhe.
      Das Eine ist, dass wir soziale Wesen sind und Kontakt zu anderen brauchen – auf freundschaftlicher wie auch sexueller/romantischer Ebene.
      Etwas andere ist aber, woraus wir unseren Selbstwert ziehen. Um ein selbstsicher, attraktiver und auch zufriedenerer Mann zu sein, solltest du deine Bestätigung größtenteils aus dir selbst ziehen. Das erreichst du unter anderem, in dem du dein Leben so lebst, wie du es dir wünscht und zu dem Mann wirst, der du sein willst.
      Denn je mehr du anderen gefallen wirst und deren Bestätigung brauchst, desto weniger wirst du ihnen oft gefallen.

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  3. Nils Terborg
    Nils Terborg says:

    Hi Anchu,

    danke dir für deinen tollen Beitrag!

    Wenn ich dich lese, habe ich immer einen Gedanken:
    Du hast absolut Recht mit dem, was du schreibst. Auch wenn mir das nicht gefällt. Ich finde, wir brauchen eine andere Gesellschaft, in dem das ganze hin und her zwischen Mann und Frau nebensächlich wird. Aber so lange das noch nicht der Fall ist, halte ich deine Texte für eine hilfreiche Goldgrube 🙂

    LG, Nils

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Nils,
      danke.
      Ich denke nicht, dass wir eine Gesellschaft brauchen, in dem wir das Mann- und Frausein hinter uns lassen – denn ich bin ich davon überzeugt, dass die sexuelle Anziehung auf Reibung und Unterschieden lebt (Polaritäten). Lassen wir das Mann- und Frausein hinter uns, landen wir im Geschlechterchaos wo es nur noch ein geschlechtslosen Neutrum gibt.
      Es geht viel mehr darum, die Differenzen zwischen Mann und Frau zu erkennen, lernen damit umzugehen und uns dadurch auch viel mehr auf die vielen Gemeinsamkeiten konzentrieren zu können.
      LG

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  4. Jan
    Jan says:

    Hi Anchu, sehr interessanter Artikel. Ich bin vollkommen deiner Meinung. Viele denken, dass alle ihre Probleme auf einmal weg sind, wenn sie einen Partner gefunden haben. Ich habe selber gemerkt, dass das leider nicht so ist. Man muss einfach selber an seinen Problemen arbeiten. Wenn man selber glücklich und mit der eigenen Situation zufrieden ist, dann ist es auch viel einfacher, in seiner Beziehung glücklich zu sein. Du hast mich auf jeden Fall mal wieder zum Nachdenken gebracht und ich sollte vielleicht nicht jeden Fehler bei meiner Freundin suchen, sondern erst einmal bei mir selber anfangen. Danke!

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Jan,
      danke, es freut mich, dass dich der Artikel zum Nachdenken bewegt.
      Nicht jeden Fehler bei dem anderen zu suchen, ist ein guter Ansatz, aber man sollte auch die Balance halten.
      Wir sollten nicht die Erfüllung in einem anderen suchen und uns um unseren eigenen „Mist“ kümmern. Trotzdem müssen wir aber auch erkennen, wenn etwas in der Beziehung selbst falsch läuft oder die Partnerin einfach nicht die Richtige für uns ist. Wie so oft, ist es weder Schwarz noch weiß, sondern grau. Weder die ganze Schuld auf den Partner zu schieben, noch alle Last auf sich zu nehmen, bringt uns weiter.
      Die Balance zu finden, hat meines Erachtens viel mir Selbstkenntnis und Ehrlichkeit zu sich selbst zu tun.
      LG

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  5. Michael
    Michael says:

    Hallo Anchu,
    guter Beitrag. Eines ist völlig gut erklärt von dir das Frauen die emotional abhängig sind immer was zum F…….. bekommen.
    Da es da Frauen einfacher haben. Den Männer sind da eben anders wie Frauen. Alleine schon die Triebe spielen da eine funktionelle Rolle.
    Das du sagst das man sein Glück nicht in Frauen suchen soll ist völlig richtig. Nur sollte man auch eine Partnerin finden wo es passt. Und die Frauen die heute nur wollen und keine Pflichten mehr tragen wollen können nicht zur Partnerschaft beitragen. Die Liebe gibt es schon wenn beide an sich arbeiten. Nur leider sind eben viele Frauen heute nicht mehr gewollt für den Mann Opfer zu bringen. Und das muss man eben in der Partnerschaft. Sonst sollte man alleine bleiben.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Michael,
      Du hast Recht, das man in einer Beziehung bestimmte Kompromisse eingehen muss. Doch das trifft für beide zu. Oft geht man jedoch auch Kompromisse ein, weil man nicht zu seinen Bedürfnissen steht, aus Angst, keinen Partner zu finden oder verlassen zu werden.
      Ich denke, es ist gibt generell wenig Menschen, die wirklich zu einem passen: sei es nun Mann oder Frau.
      Viele Grüße

      Antworten
  6. Melanie Mittermaier
    Melanie Mittermaier says:

    Hi Anchu,

    klare Worte, sehr cool!

    Die Gehirnvergiftung (laut Rüdiger Dahlke) der Verliebtheitsphase endet schnell und wenn sich dann zwei Menschen wie Einbeinige aneinander klammern wird es nicht witzig.

    Es macht viel mehr Spaß, mit jemandem zusammen zu sein, der die volle Verantwortung für sich, sein Leben und auch seine Gefühle übernommen hat. Und auch mein Leben ist viel cooler, wenn ich es selbst in der Hand habe.

    Herzlichst
    Melanie

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Melanie,
      da geb ich dir vollkommen Recht. Der Vergleich mit den beiden Einbeinigen gefällt mir – denn so sieht es in vielen Beziehungen aus. Beide sind voneinander abhängig und somit fällt es ihnen schwer, für ihre wahren Bedürfnisse einzustehen.
      Liebe Grüße

      Antworten
  7. UTE BENECKE
    UTE BENECKE says:

    Hi Anchu,
    schöner Artikel, ich kann dem nur zustimmen.
    Doch nicht immer schafft man es, dass alle „Punkte“ quasi erfüllt sind. Da finde ich es sehr hilfreich, sich dessen einfach bewusst zu sein. Sich bewusst sein in welchem Zustand man sich gerade befindet und was die Bedürfnisse sind. Ohne es zu werten. Und vielleicht auch einfach mal dazu stehen, dass es gerade so ist. Denn durch Annahme von dem was ist, kann sich viel ändern.
    Herzliche Grüße
    Ute

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Ute,
      du hast Recht. Klar läuft im Leben nicht immer alles so wie man will. Auch ich schwebe nicht immer auf Wolke 7. Und Bewusstheit dafür, kann schon helfen, mit diesen „Problemen“ besser umzugehen. Doch fehlt eben diese Bewusstheit, suchen wir das, was uns fehlt (oder das was wir glauben, das uns fehlt) schnell bei anderen.
      Liebe Grüße zurück,
      Anchu

      Antworten
  8. toxic
    toxic says:

    Hi Anchu, ich verstehe. Quasi soll es mir nix ausmachen wenn manche mich schlecht finden und manche gut, ich soll nicht abhängig davon sein und mich gut fühlen, weil ich einfach lebe. es geht also darum, ein leben zu leben, das auch so gut ist, selbst ohne frau. wenn ichs richtig verstehe

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Ganz genau!
      Das ist für viele Männer nicht einfach und war auch lange für mich schwer. Wenn du aber dein Leben ohne Frau genießen kannst, bist du unabhängig und dadurch auch automatisch attraktiver.

      Antworten
  9. Sergej Ryan Fischer
    Sergej Ryan Fischer says:

    Genau diese Problematik erkennt man immer wieder in vielen Beziehungen wieder. Der Glaube, dass man nun endlich Mr. Right gefunden hat, nun alles besser wird und man nun einen Sinn im Leben sieht, ist meist nur eine Phase des „Verliebt sein“. Es ändert nicht die Tatsache, dass man eventuell unzufrieden mit sich selber und seinem Leben ist. Genau dieses Problem sollte man lösen, da kann auch der perfekte Partner keine Wunder vollbringen.

    Antworten
  10. Max Davis
    Max Davis says:

    Diese Aussage unterstütze ich auch. Es geht in einer Partnerschaft nicht darum den anderen ständig glücklich zu machen, sondern man muss sich selber glücklich machen. Klingt egoistisch aber so ist das. Allerdings wissen viele gar nicht was sie persönlich mit Glück verbinden. 5 Tage die Woche zu arbeiten um dann am Wochenende endlich die Zeit zu haben sich voll laufen zu lassen ist für mich kein Glück, auch nicht mit Partnerin 😀

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Max,
      richtig. Ich finde, das ist gesunder Egoismus.
      Was einen glücklich macht, muss jeder selbst herausfinden. Allerdings hat es viel mit selbstbestimmten Leben zu tun. Wenn es also deine freie Wahl ist, von Mo-Fr zu arbeiten, ist alles gut.
      LG

      Antworten
  11. maria helena
    maria helena says:

    hi anchu, ich bin gerade über deine website und diesen Artikel gestolpert und ich stimme dir in sehr vielen Dingen zu! Es stimmt, im grunde ist Verliebtsein nichts anderes als reine Biochemie. Ich habe genaus darüber einen Artikel auf meinem Blog geschrieben, schau doch mal vorbei 🙂 http://gegenwind.me/2015/06/28/i-changed-my-opinion-about-love/
    Und was ich sehr wichtig finde, dass du sagst, dass durch den richtigen Partner nicht alles besser wird! Ja zu Anfang sieht alles toll und rosig aus, aber früher oder später holt einen das selbst, das man vorhr schon nicht leiden konnte und von dem man mit dem Wunsch nach einem Partner loskommen wollte, immer wieder ein. Echte Liebe funktioniert auf Dauer nicht ohne dass man sich auch selbst liebt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Maria,
      Ja,andere Menschen sind immer auch ein Spiegel unserer selbst – gerade der Partner. Und wenn wir uns selbst nicht lieben, respektieren und annehmen, dann können es auch andere nicht.
      LG

      Antworten
  12. Maria Helena
    Maria Helena says:

    das ist so so wahr ! manbemerkt oft nicht dass man versucht mit DEM Traumpartner seine eigene Unsicherheit und Unzufriedenheit zu betäuben. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass bevor man eine Beziehung mit einem anderen Menschen eingeht man sich erstmal über seine Beziehung zu sich selbst bewusst werden sollte, denn dann funktionierts auch mit anderen besser.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Maria,
      ich sehe das genauso. Alles fängt mit der Beziehung zu einem selbst an. Ist diese liebevoll und wertschätzend klappt es auch viel leichter und besser mit einem Partner.
      LG

      Antworten
  13. Raphael
    Raphael says:

    Hey Anchu
    Ich muss dir ehrlich sagen dein Artikel treibt mir die Tränen in die Augen. Ich habe mich seit der Pubertät gestresst, dass ich doch auch endlich eine Freundin oder Sex haben möchte. Ich habe mein Leben künstlich schlechter gemacht als es war, und als ich dann nach endlich eine Beziehung hatte, habe ich nach 5 Monaten, als bei mir die ersten handfesten Zweifel kamen, aufgegeben. Wir haben uns beide etwas vorgemacht. Sie hatte zuerst ihre Gefühle für mich verdrängt, und wollte zuerst keine Beziehung eingehen. Ich nahm das wiederum als Schlag gegen mein Ego hin, und habe mich zuerst abgelenkt von ihr. Dann kamen wir nach langem hin und her doch zusammen und ich dachte mir: „Ich mag sie und sie ist süss, das reicht doch“. Jedenfalls war ich nach 5 Monaten wieder genau gleich unzufrieden im Leben, und ausserdem hatte ich eine Tiefphase in meinen Gefühlen für sie. Ich dachte die beste Lösung wäre mich zu trennen, um „Erfahrungen“ nachzuholen. Die Chancen die ich dann noch gehabt hätte um es zu kitten, habe ich aus Angst nicht genutzt. Ich konzentriere mich jetzt erstmal auf mich selber, wenn ich wieder bereit für andere Frauen bin werd ich es schon merken, Frauen als Trostpflaster zu nutzen ist genau so scheisse wie eine Beziehung eingehen nur um auch mal eine gehabt zu haben.
    Gruss Raphael

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Raphael,
      das ist eine wichtige Erkenntnis, die du das hast. Eine Beziehung kann nicht alles in deinem Leben glatt bügeln. Je zufriedener du mit dir und deinem Leben bist, desto schöner und erfüllender wird die Beziehung sein, die du dann führst. Denn dann gehst du eine Beziehung mit einem Menschen ein, weil du es willst und nicht weil du es brauchst. Das macht einen großen Unterschied.

      Antworten
  14. Pit
    Pit says:

    Kennst du das Buch „Matery of love“?

    Wenn ja, was hältst du von dem Buch bzw könntest du ein buch Empfehlung dass auf die Thematik noch mehr eingeht? (Wir sind selbst verantwortlich für unser Glück)

    LG

    Pit aus Wien

    Antworten

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