Wie viel Drama brauchst du?

Sie war ein brasilianisches Feuerwerk an Weiblichkeit. Groß, schlank und mit Kurven genau an der richtigen Stelle.

Ich lernte sie in São Paulo kennen, wo ich vor einigen Jahren lebte. Anfangs sahen wir uns einmal die Woche, dann immer häufiger.

Schon unser erstes Mal war umwerfend. Und mit der Zeit wurde der Sex immer besser und besser. Alles andere jedoch nicht …

Wann immer wir uns sahen, gab es eine Menge Drama und Streit. Ihre unreflektierte Art, ihre Eifersucht und ihre Spielchen machten mich wahnsinnig. Ich bin ein entspannter Mensch, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt, doch diese Frau brachte mich mit Leichtigkeit aus der Fassung.

Trotzdem datete ich sie bis zum Tag meiner Abreise. Als wäre das nicht genug, überquerte ich ein Jahr später sogar extra den Atlantik, um sie wiederzusehen. Der Besuch war ein Desaster …

Meine Geschichte ist jedoch kein Einzelfall. In vielen Beziehungen ist Drama Normalität. Extreme Eifersucht, Fremdgehen, Manipulation, Machtspielchen und regelmäßige Trennungen mit darauffolgenden Wiedervereinigungen sind oftmals keine Ausnahmen, sondern Beziehungsalltag. Abgefuckt Scheiße, ich weiß.

Der Grund dafür ist simpel.

Viele Menschen brauchen das Drama. Sie brauchen es, da sich ihre Beziehung ansonsten langweilig und leer anfühlt. Ganz nach dem Motto: Lieber schlechte Gefühle, als gar keine Gefühle.

Drama, Baby!

Das ist auch der Grund, warum sich Menschen immer wieder auf toxische Beziehungen einlassen. In Extremfällen lassen sie sich sogar auf Partner ein, die sie emotional, psychisch oder körperlich misshandeln (dazu später mehr.)

Doch nicht nur in Beziehungen brauchen viele Menschen Drama. Auch beim ersten Kennenlernen.

Sie brauchen ein gewisses Drama, damit sie sich überhaupt von jemandem angezogen fühlen.

Das führt jedoch dazu, dass die sie freundlichen, ehrlichen, liebenswürdigen und vor allem beziehungsfähigen Menschen als unattraktiv und langweilig abstempeln, da sie nicht so aufregend und unberechenbar sind wie die sexy Drama-Queen oder der selbstsichere Bad Boy.

Das Letztere jedoch völlig ungeeignet für eine Beziehung sind, wollen sie nicht sehen …

Das Traurige an der Geschichte ist, dass sich die meisten Betroffenen über das Problem nicht bewusst sind. Ihnen geht es wie einem Alkoholiker, der vor dem Offensichtlichen die Augen verschließt und lieber noch einen großen Schluck gegen den Kummer nimmt.

Diese unbewusste Sucht nach Drama führt dazu, dass diese Menschen immer wieder an emotional ungesunde Partner geraten oder unbewusst für eine Menge Schmerz in ihren Beziehungen sorgen.

In meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre ich, dass wir Drama oft mit Liebe verwechseln und dass wir häufig erst lernen müssen, auf den Geschmack von liebevollen und gesunden Beziehungen zu kommen.

(Du hast deinen Traumpartner noch nicht gefunden und das Buch immer noch nicht gelesen? Worauf zum Teufel wartest du? Dass ich auf die Knie gehe und dich anflehe? Du kannst das Buch hier bestellen.)

Zu dieser Aussage haben sich viele Leser bei mir gemeldet und meinten, dass eine Beziehung ohne Drama und Spielchen doch vollkommen langweilig sei. Und genau das ist das Problem.

Viele Menschen glauben, Drama gehört zum Dating dazu, da es ansonsten langweilig und eintönig wird. Das ist so bescheuert, wie sich vor einem Marathon in den Fuß zu schießen. Drama und Spielchen machen unsere Beziehungen komplizierter, nicht interessanter.

Eine harmonische und gesunde Form von Anziehung muss keinesfalls langweilig sein. Den intimsten, emotionalsten und wildesten Sex können wir mit den Menschen haben, dir wir am besten kennen und denen wir am meisten vertrauen.

(Über das Thema habe ich übrigens auch ein Buch geschrieben. Nein, auch diesmal werde ich nicht auf die Knie gehen. Du kannst das Buch hier bestellen.)

Und wenn wir erst mal auf den Geschmack einer subtileren Form von Anziehung und Liebe gekommen sind, ist es auch außerhalb des Bettes nicht langweilig, sondern erfrischend leicht und kraftvoll.

Verstehe mich nicht falsch.

All das soll nicht bedeuten, dass es in einer gesunden Beziehung nie Streit und Konflikte gibt und dass alles so harmonisch ablaufen muss wie bei einem Seminar eines erleuchteten buddhistischen Gurus, bei dem Mantras für den Weltfrieden gesungen werden und sich alle von Luft und Liebe ernähren.

Doch die Konflikte aus einer gesunden Beziehung haben mit dem Dauerdrama und den Spielchen aus ungesunden Beziehungen wenig gemeinsam.

Warum verwechseln wir Liebe jedoch so häufig mit Drama?

Und warum brauchen so viele Menschen Spielchen und emotionales Auf und Ab, damit sie sich überhaupt von jemandem angezogen fühlen?

Das hat zwei Gründe.

1. Der Einfluss der Filmindustrie

Viele der Muster, Glaubenssätze und Vorstellungen, die wir über Anziehung, Beziehungen und Liebe haben, sind nicht unsere eigenen, sondern stark durch Filme und Fernsehserien beeinflusst.

Dass wir zum Beispiel rote Rosen oder ein selbstgeschriebenes Gedicht für romantisch halten, liegt vor allem daran, dass wir es wiederholt in Filmen oder Serien gesehen haben.

Kultserien wie Sex and the City haben nicht nur Trends aufgegriffen, sondern auch welche kreiert. Das Problem an Liebesfilmen und Serien ist, dass diese uninteressant und langweilig wären, würde es nicht unzählige Aufs und Abs, eine Menge Drama und viele Hindernisse geben.

Stelle dir folgenden Film vor:

Thomas und Claudia lernen sich abends in einer Bar kennen. Sie mögen sich und tauschen Telefonnummern aus. Sie haben daraufhin ein paar Dates und merken, dass sie ähnliche Werte und Ziele und viele Gemeinsamkeiten haben. Auf ihrem dritten Date gehen sie zusammen ins Bett. Das erste Mal ist okay, jedoch nicht weltbewegend. Die Wochen danach sehen sie sich immer häufiger, unternehmen viel und lernen sich besser kennen. Beiden behandeln sich liebevoll, mit Achtung und Respekt. Nachdem sie sich ein Monat gedatet haben, beschließen sie, ein Paar zu werden, da sie gut zueinander passen und sich mögen. Ende.
In diesem Film gibt es keinen Ex, der dazwischenfunkt, keine Zweifel, keine Missverständnisse, kein emotionales Auf und Ab, kein Drama. Es wäre der langweiligste Liebesfilm der Kinogeschichte.

Doch all das Drama, das emotionale Auf und Ab und all die Spielchen, die Filme so unterhaltsam machen, sorgen im echten Leben für jede Menge Kopfschmerzen und herbe Enttäuschungen.

Überlege mal kurz, wie oft du beim Kennenlernen oder in deiner Beziehung unbewusst einen Film nachgespielt hast. Wie oft hast du für Drama gesorgt, weil du irgendwie dachtest, dass es dazugehört?

Also, scheiß auf das Hollywood-Drama! Du versucht im deinem Leben ja auch nicht Batman nachzuspielen …

Hat hier jemand Batman gesagt?

2. Unsere Erziehung

Seit den 1960er Jahren gibt es die Bindungstheorie. Diese besagt, dass es vier Beziehungstypen gibt und unser Beziehungstyp stark durch die Beziehung zu unseren Eltern geformt wird. Das ist nicht verwunderlich, schließlich ist die Beziehung zu unseren Eltern unsere erste und prägendste menschliche Bindung.

Wie unsere Eltern miteinander umgegangen sind und vor allem wie sie mit uns umgegangen sind, hat einen großen Einfluss auf unser Konzept von Liebe, Geborgenheit und Fürsorge.

Bist du also in einem Haushalt aufgewachsen, bei dem es zum Beispiel viel Streit und Probleme gab oder deine Eltern emotional abwesend waren, ist es gut möglich, dass du genau diese Dinge mit Liebe, Geborgenheit und Fürsorge verbindest. Und dadurch suchst du unbewusst immer wieder nach ungesunden Beziehungen.

Wurdest du in einem Haushalt erzogen, in dem sogar physischer Missbrauch und Gewalt vorkamen, es ist wahrscheinlich, dass du sogar diese Dinge mit Liebe verbindest.

Das ist auch einer der Hauptgründe, warum Menschen in Beziehungen geraten, in denen physische Gewalt an der Tagesordnung sind. Unbewusst halten sie dies für Liebe und Fürsorge.

Ganz schon schräg, ich weiß.

Kein Drama, Baby!

Ich habe mich jahrelang auf Drama und Spielchen eingelassen. Und es hat meinem Selbstbild und meinen Beziehungen enorm geschadet.

Die wichtigste Dating-Lektion, die ich gelernt habe, ist Nein zu Drama zu sagen und mich nicht auf Frauen einzulassen, die mir nicht gut tun – egal, wie attraktiv sie sind oder wie gut der Sex ist.

Und das Gleiche möchte ich dir ans Herz legen.

In dem Moment, in dem du Nein zu Drama und ungesunden Beziehungen sagst, sagst du Ja zu dir selbst. Du machst einen wichtigen Schritt Richtung Selbstliebe und dein Liebes- und Sexleben wird um ein Vielfaches schöner und einfacher.

Egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist, sage ab jetzt nur noch Ja zu Menschen, die dir gut tun.

Und wenn du das Drama vermisst, schau dir einen scheiß Hollywood-Film an.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann ließ mein Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Du wirst es lieben.

Dieser Ratgeber kann dein Leben verändern … Oder sowas in der Richtung

Eigentlich sollte ich dir hier jetzt erklären, wie du jede Frau oder jeden Mann verführen kannst, ganz egal, wie du aussiehst und wie alt du bist und bla bla bla. Aber das ist Bullshit. Du kannst nicht jeden Menschen erobern! Doch du kannst durch deine ganz eigene Persönlichkeit attraktiver werden und ab jetzt Menschen daten, die wirklich zu dir passen. In meinem kostenlosen Dating-Ratgeber erfährst du wie. Kein Spam. Nur geile Tipps. 

36 Kommentare
  1. Sebastian
    Sebastian says:

    Hallo Anchu,
    ich bin der zutiefst dankbar für diesen Artikel … Mir ist jetzt zum ersten Mal bewusst geworden, dass ich eine gewisse Sucht nach Drama habe und mit meinem Verhalten unbewusst immer gewisse Filme nachgespielt habe. Wie krass!
    Ich werde in Zukunft viel bewusster darauf achten. Und dein Buch hole ich mir auch!

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  2. Feli
    Feli says:

    Schöner Artikel, Anchu. Kennst du die 6 Bedürfnisse nach Tony Robbins:
    https://alignedfuture.com/2016/03/11/six-core-needs-why-do-i-do-that/

    Wir Menschen streben zwar grundsätzlich nach Sicherheit, andererseits brauchen wir auch die Unsicherheit, den Nervenkitzel. Ich widerspreche dir, wenn du behauptest, dass Sex am besten in vertrauten Beziehungen ist. Die sexuelle Anziehung wird durch Unsicherheit verstärkt. Und deswegen ist der Sex am Anfang einer Beziehung auch am besten und häufigsten. Frag‘ mal bei den langjährigen und ach so vertrauten Ehepaaren nach 😉 Am Ende ist’s halt dann mehr Freundschaft als Sex. Und das war’s dann. Meiner Meinung nach werden die meisten Beziehungen wegen mangelnder Anziehung auf mindestens einer Seite geschieden – weil es dann einer nicht mehr ohne Sex aushält und ausbricht. Oder man arrangiert sich dann halt mit Geliebten, Puffs etc. Wir sprechen uns, wenn du deine erste mehrjährige Beziehung hinter dir hast 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Feli,
      das wir Nervenkitzel und Abenteuer brauchen ist klar. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass die Grundlage für guten Sex Vertrauen ist. Auch macht Liebe und tiefe Gefühle Sex deutlich interessanter als Unsicherheit – wenn wir uns darauf einlassen können. Und ich wiederhole nochmal: weniger Drama heißt nicht, dass Paare plötzlich beste Freunde werden und die Anziehung flöten geht. Doch das eine, hat mit dem anderen in meiner Erfahrung wenig zu tun.
      LG

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    • Eva
      Eva says:

      Hi Feli,
      Das genau ist der Casus Knacktus 😉
      Echte Nähe und Vertrautheit heisst -aus reiferer Sichtweise mit 45, nach 16 Jahren Ehe geschieden und mit 3 Kindern: radikale Offenheit und Ehrlichkeit. Oft wird Vertrauen in langen Beziehungen mit Alltagsroutine verwechselt.
      Paare, die keinen (erfüllenden) Sex mehr haben, sprechen oftmals nicht mehr wirklich miteinander.
      Keiner traut sich an mutige neue Fragen heran.
      Dafür braucht es geistigen Input. Die meisten langjährigen Beziehungen sterben nicht an Sexlosigkeit sondern an Mutlosigkeit und an der Fahrlässigkeit, mit der wir uns vom Alltag übermächtig bestimmen lassen.
      Und damit meine ich nicht „Drama“….sondern den Mut zur Tat und radikalen Ehrlichkeit.
      Das kann völlig gelassen und undramatisch ablaufen.
      Liebe Grüße von Eva, gerade aus London zurück und knapp dem Anschlag entkommen. No more Drama Please!

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      • Feli
        Feli says:

        Na ja, das mit der radikalen Offenheit hat auch so seine Schwachstellen. Es klingt halt so blöd, wenn man dem Partner sagt, dass er inzwischen so vertraut wie der leibliche Bruder ist (oder er sagt dir, dass er in dir seine vertrauteste Schwester sieht), aber dass leider die sexuelle Anziehung inzwischen perdu ist.

        Die Basis für eine (sexuelle aktive) Partnerschaft ist Anziehung, nicht Vertrautheit. Klar, Vertrauen muss auch da sein – aber zu viel Vertrautheit macht uns zu Schwesterliebe und Brüderlein und das bedeutet Flaute im Bett. Und – falls einer noch gerne sexuell aktiv wäre – das Ende der Beziehung oder offene oder heimliche Arrangements mit Dritten. So einfach ist das.

        Was Anchu hier mit „Drama“ umschreibt, ist das Spiel aus Nähe und Distanz, das sexuelles Feuer entfacht.

        Wer allerdings zu viel Drama hatte, sehnt sich wie Anchu nach Ruhe. Dann kann er sich aber langfristig in Richtung „Tote Hosen“ orientieren 😉

        Ich kenne genug Leute, die sich nach Verletzungen und Drama mit Partnern einlassen, die weniger Drama versprechen und auf die Dauer auch nicht glücklich werden, weil dann eben die Anziehung fehlt. Letztlich eine Quadratur des Kreises.

        Das Problem besteht ja auch darin, dass in unserer Gesellschaft so entscheidende Dinge wie Kinderaufzucht und Hausbau auf etwas so Instabilem wie der sexuellen Anziehung (genannt „romantische Liebe“) fußen. Das kann einfach nicht gutgehen und tut es auch im Regelfall nicht. Das versteht man aber vielleicht erst mit einiger Lebenserfahrung.

        Alles mit einem oder einer für immer ist schwierig. Da finde ich die Lösung der Mosuo aus Ostasien am besten: Kinderaufzucht im Verband der Blutsverwandten und Sexpartner sind die „Besuchsväter“, welche die Frauen besuchen. Hat man keinen Bock mehr aufeinander, dann geht weder die Familie kaputt noch verlieren die Kinder die Bezugsperson. Das ist doch mal ein tragfähiges Konzept.

        Liebe Grüße und viel Glück, lieber Anchu… du hast die ganze Litanei ja noch vor Dir 😉

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Feli,
          ich verstehe deinen Punkt. Zu viel „Brüderlichkeit“ und „Freundschaft“ killt die sexuelle Anziehung. Aber das Drama, auf dich mich in diesem Artikel beziehe, ist nicht die Lösung. Oder glaubst du, dass Machtspielchen, Fremdgehen, extreme Eifersucht und ähnliche ungesunde Verhaltensweisen die Lösung für sexuelle langweile sind?
          Und zum Thema Sex: Ja, die Basis für eine sexuelle Aktive Partnerschaft ist Anziehung. Aber die Grundlage für wilden, hemmungslosen und lebensverändernden Sex ist Entspannung. Falls dich meine Gedanken und Theorien dazu wirklich interessieren, schau dir mein Buch zu dem Thema etwas genauer an: http://anchukoegl.com/lustvoller-sex/
          LG

          Antworten
          • Feli
            Feli says:

            Du bist wirklich niedlich. Entspannung ist so ungefähr das Gegenteil von sexueller Erregung 🙂

            Du bist halt viel jünger als ich und hast das ganze Gedöns mit Ehe, Kinder, Hypothek noch nicht mal angefangen. Wir sprechen uns dann in 10-20 Jahren wieder 😉 Ich wollte dir nur ein paar unschöne Erfahrungen ersparen, aber zur Jugend gehört halt auch dieser unzerstörbare Idealismus 😉

          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Hi Feli,
            nein. Die Grundlage jeglicher sexueller Erregung ist Entspannung. Erst wenn ein Mensch entspannt ist, kann er sich auch erregen. Ein unentspannter Mann bekommt keine Erektion, eine unentspannte Frau keinen Orgasmus.
            Das mir mit Kinder und Ehe noch einiges bevor steht ist mir klar. Ich freue mich auf die Herausforderung.
            LG

        • Eva
          Eva says:

          Unreflektierte Treueversprechen, besitzergreifende Monogamie-Erwartungen und Forever-Gelulle sind das Todesurteil vieler Beziehungen. Und ja…auch genauso genervt, wie Du die „ganze Lithanei“ umschreibst, auch das ist oftmals ein Todesurteil vieler Beziehungen. Haus, Kinder, Verbindlichkeiten….all das verkörpert exakt das Lebensmodell, das uns allen als DAS Lebensmodell verkauft wird. Das kann aber jedes Paar so gestalten, wie es das möchte….wenn es denn WIRKLICH miteinander reden würde 🙂 wie oft käme dann eher zu Tage, dass viele vielleicht etwas anderes leben möchten.
          Und zu Sex in langen Beziehungen: jede/r ist frei alles so zu gestalten, dass die Anziehung wieder da ist! Und wenn sie halt mal ausserhalb der Beziehung ist. Daraus wird auch immer ein Drama gemacht.

          Antworten
          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Hi Eva,
            in der Tat ist Monogamie ein kompliziertes Thema. Ich habe für das „Dilemma“ selbst noch keine endgültige Lösung gefunden. Aber ich denke es hilft schon, wenn man akzeptiert, dass 20, 30 oder sogar 40 Jahre Monogamie nicht für alle funktioniert…
            LG

  3. Jean - Paul Kluck
    Jean - Paul Kluck says:

    wow …… Deine Artikel treffen den Nagel so auf den Kopf.
    2,5 Jahre habe ich den Scheiß Hollywood Kram jetzt durch …….
    Dumm nur das ich Sie immer noch liebe.
    Aber ich werde mir das Buch auch zulegen ! Vielleicht komme ich dann ja auch emotional von Ihr weg .

    Danke & Gruß.

    Jean – Paul

    Antworten
  4. Claudio
    Claudio says:

    Hey anchu,

    Ich hatte dir mal eine email geschrieben leider darauf keine antwort bekommen. Jetzt möchte ich dich hier fragen.Du hast in deinem neuen buch eine geschichte mit einer frau erzählt. „Die dich voll gestresst hatte beim einkaufen du sie gegen die wand gedrückt hast geküsst und dann war sie ruhig.“ Bzw sagtest du noch zu ihr du kleines misstück du kommst jetzt mit. Ich finde diese stelle in deinem buch nicht mehr wollte dich mal fragen in welchen kapitel diese nochmal vor kam. Möchte das buch wegen der story nicht noch einmal komplett durch lesen.

    Liebe grüße

    Claudio

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Claudio,
      ich weiß es auch nicht mehr genau, denke in Kapitel eins oder zwei. Mach das PDF auf und gib bei der Suchfunktion ein Stichwort ein. Ich bin mir sicher, dass du es findest 😉 Übrigens ist die Frau aus dem Buch die aus dem jetzigen Artikel.
      LG

      Antworten
  5. Silviana Tabita
    Silviana Tabita says:

    Lieber Anchu,
    danke für diesen erfrischenden Artikel!

    Ich kann es aus ganzem Herzen bestätigen: wenn ich ohne Drama liebe, geht die Beziehung viel mehr in die Tiefe. Wir transformieren gemeinsam unsere ungesunden Muster und werden von Tag zu Tag ein Stückchen freier. Und dank tantrischer Energiearbeit ist auch das körperliche Miteinander der totale Hammer.

    Es ist genug Spannung und Abwechslung vorhanden, wenn man immer authentisch aus dem Herzen lebt. Keine Lügen, keine Spielchen, keine Manipulation. Eine echte Herausforderung, denn oft lügen wir Frauen aus Angst vor der Reaktion, aus Angst, dass der Partner dies oder das nicht händeln kann. Aber wahrhaftig zu sein, bringt ab und zu ganz schön Adrenalin ins Spiel. Und das ist nie langweilig! Das Leben ist spannender als jede Soap! Mut zum So-Sein anstatt zum Schein oder Drama.

    Bis bald, alles Liebe von Silviana Tabita

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Silviana,
      danke für dein erfrischendes Kommentar 😉 Ich bin auch der Meinung, dass nichts so interessant und aufregend (und manchmal schmerzhaft) ist wie Ehrlichkeit. Doch Ehrlichkeit befreit uns und gibt unseren Beziehungen Tiefe.
      Übrigens sind es nicht nur Frauen, die aus Angst heraus lügen oder Spielchen. Das geht vielen Männern genauso…
      LG

      Antworten
  6. philipp
    philipp says:

    da hat einer verstanden um was es in der liebe geht 😉 ich finde du hast deine Einstellungen ganz schön geändert, oder? ich finde das super, früher ging es dir eher darum ja nicht zu nett zu sein und du hast für mich eine große härte und strenge ausgestrahlt, nun bist du (im positiven sinne) weicher geworden. sehe ich das richtig?

    beste grüße und alles gute,
    philipp

    Antworten
      • philipp
        philipp says:

        spannend. wenn nett sein von herzen kommt finde ich es wunderbar doch wenn man es nur tut um eine frau zu „bekommen“ ist es manipulativ. es gibt in der tat leider viele menschen die liebe mit Machtkämpfen, drama, dominanzgehabe oder ähnlichem verwechseln. auch ein ständiges nervöses kribbeln muss für einige dabei sein. für mich hat liebe mit Achtsamkeit, Respekt, Ehrlichkeit, vertrauen und sich fallen lassen zu tun. weniger mit Spielchen, nicht verfügbar sein oder sonstigem. das ist keine echte Anziehung sondern drama-anziehung. leider können das viele menschen nicht unterscheiden da sie in der Kindheit keine echte liebe und Zuwendung erhalten haben, und somit gar nicht wissen wie sich das anfühlt. siehst du das ähnlich oder wie ist deine Meinung hierzu?

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Philipp,
          ja, ich sehe das ähnlich. Wie in dem Artikel erklärt, zum einen verwechseln Menschen Liebe mit Drama weil sie es so aus der Kindheit kennen, zum anderen weil es uns in Filmen und Romanen vorgelebt wird.
          LG

          Antworten
  7. Igor (7 KONTINENTE)
    Igor (7 KONTINENTE) says:

    Anchu, ich kann dem nur zustimmen! Hatte gerade die letzten Tage mit meinem Cousin über das gleiche diskutiert und ohne deinen Artikel gelesen zu haben, war sie Schlussfolgerung das leider oft (vor allem Frauen) das uns vermittelte Bild unbewusst unsere Taten bestimmt. Das was wir bei anderen sehen oder eben in diesen scheiss Filmen, empfingen wir als „normal“. Freut mich, dass du meine Ansicht teilst.
    PS: Bevor jemand den Finger erhebt: Ich liebe Frauen, doch leider stehen sie viel eher auf das Hollywood Ding und neigen eher zu emotionalen Einflüssen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Igor,
      schön, dass ihr die gleichen Erkenntnisse habt. Das sich Frauen eher an schnulzigen Hollywood-Filmen orientieren würde ich auch sagen. Dafür orientieren sich Männer mehr an Rambo oder James Bond und unterdrücken ihre Gefühle…
      LG

      Antworten
  8. Gerd
    Gerd says:

    Lieber Anchu,

    so habe ich das noch nie gesehen, aber das ergibt absolut Sinn.
    Und ich denke, dass ich unbewusst auch so drauf war. Ich habe mich von Filmen abgewandt und meine Erziehung hinterfragt. Die Entwicklung in unserer Beziehung hin zu mehr Selbst-ver-antwortung für jeden Einzelen und damit für mehr gemeinsame Freiheit.

    Danke,
    Gerd

    Antworten

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