Warum das „Gesetz der Anziehung“ Bullshit ist

Gesetz der AnziehungIch hasse das Gesetz der Anziehung.  Ja, jetzt ist es offiziell.

Ich werde mir mit diesem Artikel sicherlich ein paar Feinde machen, aber scheiß drauf. Es gibt Dinge, die müssen gesagt werden.

Das Gesetz der Anziehung führt dazu, dass Menschen Luftschlösser bauen, ihren Arsch nicht hochkriegen oder sich Dinge schön reden, die sie sich nicht schön reden sollten.

Bevor du mich gleich bei Facebook zur Sau machst und postest, was für ein engstirniger Idiot ich bin, lass mich noch etwas klarstellen. Das Gesetz der Anziehung kann auf verschiedene Arten und Weisen interpretiert werden.

Ich glaube nicht an das Gesetz der Anziehung. Doch ich glaube daran, dass uns Menschen tendenziell so behandeln, wie wir sie behandeln.

Ich habe in den verschiedensten Ländern immer wieder die Erfahrung gemacht, dass wenn wir zu anderen Menschen freundlich, gerecht und ehrlich sind, die meisten (nicht alle!) auch freundlich, gerecht und ehrlich zu uns sein werden.

Außerdem ist es so, dass wir uns generell zu ähnlichen Menschen hingezogen fühlen.

Wir fühlen uns also zu Menschen hingezogen, die ähnliche Einstellungen, Werte, Erwartungen, Interessen und soziale wie kommunikative Fähigkeiten haben wie wir selbst.1 Auch führen wir mit ähnlichen Menschen bessere Beziehungen.2

Das ist einer der Gründe, warum ich in meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre, dass du die Eigenschaften, die du dir an einem Partner wünschst, zuerst an dir selbst kultivieren solltest.

Wenn du also ein ehrlicher, liebevoller und emotional stabiler Mensch bist, wirst du viel eher einen ehrlichen, liebevollen und emotional stabilen Partner anziehen.

All das hat für mich nichts mit dem „Gesetz der Anziehung“ zu tun. Falls du es als Gesetz der Anziehung bezeichnest, dann sind wir einer Meinung, benutzen dafür nur andere Begriffe.

Da das nun vom Tisch ist, möchte ich dir erklären, warum das „Gesetz der Anziehung“ Bullshit ist und wie es Menschen schadet.

Die wichtigsten Punkte dieses Artikels kannst du dir auch in diesem Video anschauen:

Was besagt das “Gesetz der Anziehung“?

Das „Gesetz der Anziehung“ besagt letztendlich nichts anderes, als dass deine Gedanken deine Realität formen.

Wenn du also an das denkst, was du willst, wirst du das bekommen, was du willst. Und wenn du an das denkst, was du nicht willst, wirst du das bekommen, was du nicht willst.

Simpler ausgedrückt: Positive Gedanken ziehen Positives an und negative Gedanken ziehen Negatives an.

In populären Büchern über das Gesetz der Anziehung wie „The Secret“ oder „Wünschen und bekommen“ wird deshalb erklärt, dass das Universum dir all deine Wünsche erfüllen wird, wenn du ihm nur die richtigen Gedanken schickst.

Wenn du dir etwas wünschst, sollst du es dir bildlich vorstellen, vollkommen in das Gefühl eintauchen und diesen Wunsch dann ans Universum schicken. Und das liebe Universum wird dann Wege finden, dir deinen Wunsch zu erfüllen.

Hast du heute schon deine Bestellung an das Universum gemacht?

Gesetz der Anziehung

Wenn du dir also vorstellst, dass du reich und erfolgreich sein wirst, wird das Universum dafür sorgen, dass du reich und erfolgreich wirst. Wenn du dir vorstellst, wie du den perfekten Partner findest, wird das Universum dir den perfekten Partner schicken. Und wenn du dir vorstellst, wie du schlank und sexy bist, wird das Universum dafür sorgen, dass die Kalorien von McDonalds, Käsekuchen und XXL Mocca Frappuccinos bei dir nicht ansetzen. Oder so was in der Richtung.

Angebliche Beweise für das „Gesetz der Anziehung“

Verfechter des Gesetzes der Anziehung beziehen sich oftmals auf Prominente – Sportler, Schauspieler und Sänger – die dank des Gesetzes der Anziehung erfolgreich geworden sind.

Es wird dann erklärt, dass diese Menschen ihren Erfolg „visualisiert“ haben. Sie haben sich also bildlich ausgemalt, was sie erreichen wollen, und haben diese positiven Gedanken dann an das Universum geschickt.

Diese Beweisführung hat jedoch zwei Probleme.

Problem #1: Ursache und Wirkung

Das erste Problem ist, dass keiner beweisen kann, dass das „Visualisieren“ wirklich zum Erfolg geführt hat.

Nehmen wir an, ein Fußballer hat in der zweiten Halbzeit das Siegtor geschossen. Als er nach dem Spiel interviewt wird, sagt er, dass er in der Halbzeitpause visualisiert habe, wie er das Tor schießen würde.

Verfechter des Gesetzes der Anziehung werden jetzt behaupten, dass der Fußballer durch seine positiven Gedanken das Siegtor „angezogen“ hat.

Doch der springende Punkt ist der: Vielleicht hätte der Fußballer das Tor genauso geschossen, hätte er es nicht visualisiert. Vielleicht hätte er dann sogar zwei oder drei geschossen, wer weiß.

Wahrscheinlich ist es dir schon mal passiert, dass du auf Parkplatzsuche warst und in dem Moment, in dem du dir einen Parkplatz gewünscht hast, plötzlich einer frei wurde.

Das Gesetz der Anziehung! Es funktioniert! – denkst du dir.

Doch hast du nicht auch all die Male, an denen du nicht an einen Parkplatz gedacht hast, früher oder späten auch einen gefunden? Eben.

Ich hatte eigentlich nur einen Parkplatz visualisiert. Den Porsche hat das Universum einfach so dazu geliefert.

Gesetz der Anziehung

Laut dem Gesetz der Anziehung ist das Visualisieren unheimlich wichtig und ein Garant für Erfolg.

Und in manchen Fällen ist positives Visualisieren sicherlich hilfreich. Wenn ich zum Beispiel auf einem Seminar sprechen soll, dann stelle ich mir vorher vor, wie mein Vortrag super wird und das Publikum mich toll findet. Diese Vorstellung entspannt mich und gibt mir Selbstvertrauen.

Doch das heißt noch lange nicht, dass Visualisieren immer sinnvoll ist oder automatisch zum Erfolg führt.

Dir vorzustellen, wie du ein Ziel schon erreicht hast, führt nämlich dazu, dass du weniger motiviert bist, es auch wirklich zu verfolgen.3

Laut Psychologen liegt das daran, dass durch das Visualisieren unser Gehirn glaubt, wir haben unser Ziel schon erreicht – und wir dadurch weniger motiviert sind, etwas dafür zu tun.

Je mehr du dir also ausmalst, dass du deine Ziele schon erreicht hast, desto weniger Motivation verspürst du, auch wirklich etwas dafür zu tun.

Ich weiß nicht, wie es dir geht, doch ich habe diesen Effekt schon einige Male sehr deutlich gespürt.

Problem #2: Es wird nur darüber berichtet, wenn das Gesetz der Anziehung funktioniert

Der zweite Problem an der Beweisführung des Gesetzes der Anziehung ist, dass keiner darüber berichtet, wenn das Gesetz der Anziehung nicht funktioniert.

Kein Fußballer wird behaupten, dass er kein Tor geschossen hat, obwohl er es visualisiert hat.

Genauso wenig werden die Medien über Menschen berichten, die zwar an das Gesetz der Anziehung glauben, aber damit nicht erfolgreich geworden sind.

Heute zu Gast bei Markus Lanz: Anne Müller. Trotz ihres ungebrochenen Glaubens an das Gesetz der Anziehung ist seit 5 Jahren keiner ihrer Träume in Erfüllung gegangen. Anne, erzähle uns doch bitte mehr über dich und deine Geschichte …

Im Jahr 1997 war Schauspieler Jim Carey in der Talkshow von Oprah Winfrey.

In der Show erklärte er, wie er sich vor seinem Durchbruch selbst einen Check über 5 Millionen Dollar für „schauspielerische Leistungen“ ausgestellt hat. Das sollte ihm beim Visualisieren helfen.4

Dann erklärte er, wie er keine drei Jahre später 10 Millionen Dollar mit dem Film „Dumm und Dümmer“ verdient hat.

Er hat also 5 Millionen Dollar visualisiert und dann sogar doppelt so viel verdient! Das Publikum tobt und unter lautem Beifall erklärt Oprah, dass „Visualisieren“ funktioniert.

Was für ein imposanter Beweis für das Gesetz der Anziehung!

Machen wir nun einen Zeitsprung.

Im September 2015 nahm sich die Freundin von Jim CarreyCathriona White – das Leben.

Deren Mutter ist nun vor Gericht gezogen und beschuldigt Jim Carrey der Mitschuld am Tod ihrer Tochter. Er habe ihr angeblich nicht nur die Tabletten besorgt, die zu ihrem Suizid geführt haben, sondern sie auch regelrecht in den Selbstmord getrieben.5

Was sagt das Gesetz der Anziehung dazu?

Das Gesetz der Anziehung besagt schließlich nicht nur, dass wir durch positive Gedanken Positives anziehen, sondern auch, dass wir durch negative Gedanken Negatives anziehen.

Hat der erfolgreiche „Visualisierer“ Jim Carey also die Kontrolle über seine Gedanken verloren? Hat er den Suizid seiner damaligen Freundin visualisiert? Und selbst falls ihn keine Schuld an dem Tod seine Freundin trifft, hat er trotzdem die Anklage deren Mutter gedanklich herbeigewünscht?

Ich glaube kaum, dass Oprah Winfrey ihn dazu befragen möchte und mit ihm noch mal über das Gesetz der Anziehung sprechen will.

Warum das Gesetz der Anziehung Bullshit ist

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass wir durch unsere Gedanken unsere Realität kreieren.

Sportler visualisieren ihre Siege. Schauspieler ihren Erfolg. Und Lisa Müller ihren Traumpartner.

Gesetz der AnziehungDoch wenn die Dinge schief gehen, wenn Tragödien passieren und wenn Menschen sterben kommt die Logik hinter dem Gesetz der Anziehung gehörig ins Straucheln. Und dann möchte keiner mehr über das Gesetz der Anziehung sprechen.

Wir haben eben das Beispiel des Schauspielers Jim Carey gesehen. Vermutlich wird ihn keiner mehr bezüglich des Gesetzes der Anziehung interviewen.

Doch mal abgesehen davon: Würdest du persönlich Kriegswaisen aus Syrien, hungernden Kindern aus dritte Welt Ländern, Vergewaltigungsopfer oder krebskranken Menschen erklären, dass sie durch ihre negativen Gedanken ihr Unheil angezogen haben?

Ihr hungernden Kinder in Afrika solltet einfach mal ein wenig mehr Essen visualisieren! Das Universum kümmert sich dann schon darum …

Laut der Logik des Gesetzes der Anziehung sind diese Menschen selbst an ihrem Elend schuld. Sie sind in einer misslichen Lage, weil sie zu viele negative Gedanken an das Universum geschickt haben.

Doch zu behaupten, dass Menschen in Not ihr Leid durch negative Gedanken angezogen haben, ist nicht nur äußerst ignorant, ist es schlichtweg nicht wahr.

Studien haben zum Beispiel gezeigt, dass krebskranke Menschen weder durch ihre Persönlichkeit ihre Krankheit angezogen haben,6 noch dass ihr emotionales Wohlbefinden („bleibe positiv“) einen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit oder deren Heilungschancen hat.7

Leider erkranken auch „gute Menschen“ mit positiven Gedanken an Krebs.

Ich bezweifle außerdem sehr, dass Frauen oder Kinder, die Opfer einer Vergewaltigung geworden sind, diese mit ihren negativen Gedanken angezogen haben. Oder wie siehst du das?

Gesetz der Anziehung

Unsere Gedanken haben einen großen Einfluss auf unser Leben. Doch es ist ignorant und gefährlich zu behaupten, dass unsere Gedanken für alles in unserem Leben verantwortlich sind.

Das Leben ist zu komplex, um es mit dem Gesetz der Anziehung zu erklären. Manchmal widerfahren Menschen Wunder. Manchmal Tragödien. Doch das hat nicht immer mit ihren Gedanken zu tun.

Wir können nicht alles Negative im Leben allein durch „positive Gedanken“ vermeiden. Und genauso wenig ziehen wir jedes Unheil durch unsere negativen Gedanken an.

Wie dir das Gesetz der Anziehung schadet

Das Gesetz der Anziehung führt oftmals dazu, dass Menschen ihren Arsch nicht hochkriegen.

Zwei Freunde von mir wollen sich seit Langem mit einem online Business selbstständig machen.

Vor zwei Jahren waren sie beide vom Gesetz der Anziehung überzeugt. Sie glaubten damals, dass wenn sie sich erst im Inneren reich fühlen würden, der äußere Reichtum automatisch folgen würde.

Beide hatten damals relativ wenig Geld. Der Glaube an das Gesetz der Anziehung bewegte sie trotzdem dazu, in noblen Restaurants essen zu gehen, sich für fast 1000€ neue Klamotten zu kaufen und sich eine Luxuswohnung anzuschauen, die ein paar Millionen Euro kosten sollte.

Wieso?

Um ein „inneres Reichtumsgefühl“ zu entwickeln und dadurch automatisch Geld anzuziehen.

Sie glaubten, dass, wenn sie sich erst innerlich reich fühlen und genug Reichtumsgedanken entwickeln, das Universum dafür sorgen würde, dass sie auch reich werden.

Mal abgesehen davon, dass sie Geld ausgaben, welches sie nicht wirklich hatten und die Zeit der Immobilienmakler verschwendeten, hielt sie all der Blödsinn davon ab, wirklich was für ihr Business zu machen.

Und das ist der springende Punkt.

Das Gesetz der Anziehung führt häufig dazu, dass Menschen träumen, visualisieren und positive Gedanken an das Universum schicken, anstatt die Dinge zu tun, die sie wirklich weiterbringen.

Für meinen Erfolg etwas tun? So ein Quatsch! Ich visualisiere ihn einfach!

Gesetz der Anziehung

Als ich vor über vier Jahren mit meinem Blog angefangen habe, habe ich weder meinen Erfolg visualisiert noch habe ich Erfolgsgedanken an das Universum geschickt. Stattdessen habe ich gearbeitet. Und siehe da, seit über drei Jahren lebe ich von meinem online Business – und es wächst von Jahr zu Jahr.

Wenn du etwas in deinem Leben erreichen oder ändern möchtest, dann arbeite daran. Weniger visualisieren, weniger Gesetz der Anziehung, weniger Hokus-Pokus.

  • Statt dich schlank zu denken, mache Sport und iss gesünder.
  • Statt dir den Traumpartner zu visualisieren, lerne neue Menschen kennen.
  • Statt zu erwarten, dass dich das Universum mit Reichtum belohnt, gehe arbeiten.

Doch dass Menschen ihren Arsch nicht hochkriegen und nicht an ihren Zielen arbeiten ist bei Weitem nicht das einzige Problem des Gesetzes der Anziehung.

Das größere Problem ist, dass das Gesetz der Anziehung oftmals zu ungesunden Verhaltensweisen führt.

Das Gesetz der Anziehung besagt, dass du positiv denken musst und dich gut fühlen solltest, damit du auch Positives anziehst.

Gesetz der AnziehungDas kann aber dazu führen, dass du dir Probleme schön redest und versuchst, alles „Negative“ zu vermeiden.

Sich alles schön zu reden und alles Negative auszublenden mag kurzfristig dazu führen, dass du dich gut fühlst, doch langfristig geht diese Strategie nach hinten los.

Blendest du alle Probleme oder alle Risiken in deinem Leben aus, kann das dazu führen, dass du riskante Entscheidungen triffst („es wird schon gut gehen“), Konflikte in deinen Beziehungen ignorierst, trotz Beschwerden nicht zum Arzt gehst oder persönliche Probleme unter den Tisch kehrst.

Der springende Punkt ist der: Du wirst nicht glücklicher, in dem du alle Schwierigkeiten in deinem Leben vermeidest, sondern in dem du lernst, mit ihnen umzugehen. Und das ist nicht immer ein „positiver“ Prozess.

Verstehe meine Kritik an dem Gesetz der Anziehung nicht falsch. Sicherlich haben unsere Gedanken einen sehr großen Einfluss auf unser Leben. Und auch ergibt es wenig Sinn, alles negativ zu sehen oder immer nur an das zu denken, was du nicht willst. Du gehst ja schließlich auch nicht in ein Restaurant und erklärst dem Kellner, was du nicht willst.

Doch zu erwarten, dass ein paar gute Gedanken an das Universum abzuschicken die Lösung zu allem ist, bringt dich nicht weiter. Das Leben ist nun mal komplexer als das. Und deshalb musst du dich früher oder später den Problemen in deinem Leben stellen und für deine Träume und Ziele, na ja, du weißt schon, eben etwas tun.

Lerne dich selbst besser kennen

In meinem Ratgeber „Innere Stärke“ erfährst du, wie du dich selbst besser kennenlernst, besser mit negativen Gefühlen umgehst und deine Ängste überwindest. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

  1. Fischer, H. (2006). The Drive to Love: Neural Mechanism for Mate Selection. The New Psychology of Love. Binghampton, N. Y. 2006.
  2. Hill, C. T. & Rubin, Z. & Peplau, L. A. (1976). Breakups Before Marriage: The End of 103 Affairs. Journal of Social Issues DOI: 10.1111/j.1540-4560.1976.tb02485.x
  3. Kappes, H. B., & Oettingen, G. (2011). Positive fantasies about idealized futures sap energy. Journal of Experimental Social Psychology, 47(4), 719–729.
  4. Das Interview auf Youtube
  5. Artikel in der Welt
  6. Jimmie Holland. The Human Side of Cancer: Living with Hope, Coping with Uncertainty (2001). Harper Perennial
  7. Emotional Well-Being Does Not Predict Survival in Head and Neck Cancer Patients: A Radiation Therapy Oncology Group Study (2007). Coyne, J. C.; Pajak, T. F., Harris, J.; Konski, A.; Movsas, B.; Ang, K. & Bruner, D. W. CANCER; Published Online: October 22, 2007 (DOI: 10.1002/cncr.23080); Print Issue Date: December 1, 2007.
55 Kommentare
  1. Paula
    Paula says:

    Hallo Anchu,
    heftiger Artikel. Deine Beispiele sind zwar ziemlich krass, aber letztendlich zeigen sie die fehlende Logik hinter dem Gesetz der Anziehung auf. Wie du schreibst: Unsere Gedanken sind zwar wichtig, aber sie bestimmen eben nicht alles in unserem Leben. Ich würde auf jeden Fall keinem Menschen in Not erklären, dass er falsch „visualisiert“ hat…
    Danke für deine tolle Arbeit. Deine Artikel werden immer besser… Mach weiter so!

    Antworten
  2. Andreas
    Andreas says:

    Da wird wohl das hinduistische Konzept des Karma gründlich missverstanden. Ich kann nur mutmaßen, das Gesetz der Anziehung müsse richtigerweise besagen, ein verändertes Denken führe zu eigenen Einstellungsänderungen, diese zu Verhaltensänderungen und daraus ergeben sich schließlich andere Resultate.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Andreas,
      ich selbst glaube im weitesten Sinn an Karma – deshalb versuche ich auch, ein guter Mensch zu sein. Das was du erklärst, klingt sehr logisch und nachvollziehbar. Das hat aber wenig mit dem „Gesetz der Anziehung“ aus „The Secret“ oder „Wünschen und bekommen“ zu tun.
      LG

      Antworten
  3. Jan
    Jan says:

    Hey Anchu,

    Ein sehr schöner Artikel (mal wieder). Mir fiel gerade noch ein (nicht ganz ernst gemeinter) positiver Aspekt des Gesetz der Anziehung ein: Irgendjemand hat mal vorgeschlagen, dass die dummen Fleißigen (im Gegensatz zu den klugen Fleißigen, klugen Faulen und dummen Faulen) die gefährlichsten Menschen seien. Das Gesetz der Anziehung macht die Dummen fauler, wodurch die Welt insgesamt ungefährlicher wird 😉

    Viele Grüße,
    Jan

    Antworten
  4. Birge
    Birge says:

    Hi Anchu,

    man kann sich positiv motivieren und sich gut vorbereiten. Aber wie heißt es so schön? Ich bin nicht verantwortlich für das, was mir passiert, sondern wie ich darauf reagiere. Im Wesentlichen schreibt Bodo Deletz dasselbe. Manno, werden wir auch in diesem Punkt gehirngewaschen 🙁

    LG Birge

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Birge,
      das ist ein guter Punkt. Ich gebe mein Bestes, aber dann sollte ich loslassen…
      Es geht nicht um Gehirnwäsche. Aber heutzutage ist es wichtiger denn je, selbst nachzudenken und nicht alle Informationen einfach nur zu konsumieren und zu glauben.
      LG

      Antworten
  5. Heiner
    Heiner says:

    Hallo Anchu,
    das irreführendste am „Gesetz der Anziehung“ ist die Bezeichnung „Gesetz“, welche diesen esoterischen Glaubenssatz rein sprachlich auf eine Stufe mit einem Naturgesetz wie z.B. dem Gravitationsgesetz oder dem Ohmschen Gesetz stellt.
    Gruß,
    Heiner

    Antworten
    • Ano Nym
      Ano Nym says:

      auf der psychologischen Ebene ist es wirklich ein Gesetz. Das, was wir als Realität wahrnehmen, ist die Konstruktion des neuronalen Netzwerkes zwischen unseren Ohren. Diese Realität ist einmalig. Mit Blick auf die Grundlagen der Motivations- und Wahrnehmungspsychologie ist schnell erkennbar, dass wir sehen, was wir sehen wollen (und damit auch die Möglichkeiten, unsere gewünschten / bestellten Träume zu verwirklichen) leichter wahrgenommen werden als die Verwirklichungsmöglichkeiten von Zielen, die wir nicht „bestellt“ haben.

      Antworten
      • Anchu Kögl
        Anchu Kögl says:

        Du beziehst dich auf den Bestätigungsfehler? Dieser führt zum Glauben an das Gesetz der Anziehung (wir sehen, was wir sehen wollen und glauben, dass unsere Gedanken dafür verantwortlich sind), erklärt dieses jedoch nicht.
        LG

        Antworten
  6. Mialara
    Mialara says:

    Bisher fand ich deine Artikel wirklich gut. Leider kann ich bei diesem gar nicht zustimmen. Nirgendwo wird bei dem Gesetz der Anziehung gesagt, dass man plötzlich nichts dafür tun muss. Visualisieren ist ja nur ein Teil.
    Und mit etwas gesundem Menschenverstand denke ich, dass einem der Glaube an das Gesetz der Anziehung nicht schaden kann. Egal ob es funktioniert oder nicht, aber ich finde sich über seine Wünsche und Blockaden bewusst werden, etwas Dankbarkeit und Vertrauen in sein Schicksal hat noch keinem geschadet.
    Letztendlich wissen wir Menschen wahrscheinlich noch zu wenig über solche Themen um darüber urteilen zu können.
    Die Diskussion darüber ist genauso sinnlos wie darüber zu diskutieren, ob es einen Gott gibt oder nicht. Wie du geschrieben hast, man kann es weder beweisen noch widerlegen. Jeder muss selber entscheiden was er glaubt und was er daraus macht.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Mialara,
      doch das wird. In „The Secret“ zum Beispiel. In manchen Fällen ist der Glaube an „Gesetz der Anziehung“ hilfreich. Doch in machen Fällen nicht (z.B. bei Tragödien). Auf meiner Seite haben einige Menschen kommentiert, die Krebs hatten oder einen geliebten Menschen verloren haben. Und sie erklären, dass sie der Glaube an das Gesetz der Anziehung geschadet hat, weil sie sich schuldig fühlen.
      Womit du aber völlig recht hast, ist, dass wir Menschen gewisse Dinge nicht verstehen und auch nicht erklären können. Keiner kann beweisen, dass es Gott gibt. Es kann aber keiner Beweisen, dass es ihn nicht gibt.
      LG

      Antworten
  7. Max
    Max says:

    Du hast das Gesetz der Anziehung meiner Meinung nach nicht richtig verstanden. Das Gesetz besagt auch ganz deutlich, dass du in „Vorlage“ gehen musst, um etwas in dein Leben zu ziehen (etwas leisten, z. B. für die Gesellschaft). Zudem besagt es auch, dass du den freien Wille anderer nicht beeinflussen kannst und es Dinge / Mächte gibt, die du nicht beeinflussen kannst (z.B. Krieg). Es ist nicht alles unmittelbar „handelbar“, sonst wäre ja jeder Mensch ein kleiner Zauberer 😉 Was in „The Secret“ verkauft wird, verschweigt eben diese Dinge. Hicks und Shinn benennen aber diese Dinge klar. Das Beispiel deiner Freunde mit dem Online Business ist genau so ein Beispiel, wo sie nicht in „Vorlage“ gehen, sondern gierig sind. Sie machen es so falsch, wie in „The Secret“ vermittelt. Dein Artikel kann aber einen positiven Effekt haben: Die Träumer aufwecken. LG Max

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Max,
      ich bin der Meinung, dass man „Gesetz der Anziehung“ nicht ganz verstehen kann, weil es auf sehr verschiedene Arten definiert wird.
      Das größte Problem (und das betrifft auch das Buch von Hicks/Shinn) ist, dass das Gesetz der Anziehung in Menschen in Not nicht hilft und diesen Fällen die Logik des Gesetzes zusammenbricht.
      Aber das soll nicht heißen, dass ich Menschen rate, alles negativ zu sehen oder andere schlecht zu behandeln.
      LG

      Antworten
      • Ano Nym
        Ano Nym says:

        danke, @Max, für die Hinweise, an denen deutlich wird, dass dem Artikel von Anchu eine etwas breitere Recherche, bzw. eine differenziertere Darstellung gut getan hätte.

        @Anchu dass, was unter dem „Gesetz der Anziehung“ in vielen Kulturen beschrieben wird (u.a. auch in der Bibel und der Bhagavat Gita) ist an sich sehr einfach und klar: Ich bin Miterschaffer / Schöpfer meiner Realität. Ich bin nicht Harry Potter oder Gandalf, sondern gestalte mit meinen Gedanken und Handlungen.
        Anders als Du sehe ich, dass genau für Menschen in Not die Haltung eigener Gestaltungsmöglichkeit ein zentraler Lösungsweg ist. Das zeigt die psychologische Traumaforschung sehr klar anhand von Überlebenden, bspw. von Konzentrationslagern.

        Antworten
  8. Kay
    Kay says:

    Da bin ich ganz deiner Meinung – nur träumen ist Quatsch, man muss auch handeln ! Positiv denken UND positiv handeln sind die Bringer.

    Ich finde, dass die folgende Weisheit alles, was das Gesetz der Anziehung, positives Denken u.ä. betrifft, am besten zusammenfässt:

    „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.
    Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.
    Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.
    Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.
    Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“

    Antworten
  9. Peter
    Peter says:

    Hallo Anchu,
    ich habe das Buch „The Secret“ nicht gelesen und beschäftige mich erst seit kurzem mit Visualisierungen. Meine Meinung dazu:
    Visualisierungen dass man reich ist, einen Porsche fährt oder auf einmal den allergeilsten Partner neben sich hat sind Bullshit – da bin ich deiner Meinung.

    Zu visualisieren wie man selbstbewusst auf der Bühne steht, einen Vortrag hält, eine Frau selbstbewusst und charmant anquatscht, in einer speziellen Situation locker bleibt oder auch dass man an etwas dran bleibt auch wenn es schwierig wird – diese Visualisierungen halte ich für sinnvoll.

    Kurz gesagt, kann man mMn das konkrete Ziel nicht visualisieren da es sowieso immer anders kommt, jedoch sehr wohl bestimmte Verhaltensmuster.
    Was meinst du dazu?
    LG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Peter,
      ich sehe das ähnlich. Etwas konkretes zu visualisieren, das man machen will, hilft oftmals die Angst zu überwinden. Zu viel herumträumen mindert hingegen oftmals die Motivation.
      Visualisieren ist also per se nicht schlecht oder gut. Es kommt schlichtweg darauf an, wie wir es nutzen.
      LG

      Antworten
  10. toxic
    toxic says:

    Guter Artikel. Ich liebe es wenn menschen sich trauen klartext zu sprechen. was im.leben passiert ist oft die folge von zufällen, ursache wirkungs zusammenhänge usw. das leben ist ein lotto spiel, bei dem die einen glückslos ziehen während andere trauerlos gezogen haben, hochgradig unfair aber so isses nun mal. man muss das beste draus machen, es ist trotzdem ein schönes spiel bevor man für immer ins nichts verschwindet

    Antworten
  11. Tina
    Tina says:

    Lieber Anchu!
    Ich bewundere deinen Mut, deine Authentizität und deine Bodenständigkeit. Ich finde deinen Artikel gut, weil er Menschen aufrufen kann, manche spirituelle oder esoterische Konzepte kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Schlussendlich muss jeder für sich selbst herausfinden was ihm gut tut und was nicht. „Ich weiß, daß ich nichts weiß“… Es gibt soviel zwischen Himmel und Erde, das wir uns wohl nie erklären können.
    Ich für mich habe einfach die Erfahrung gemacht, dass manche „negative“ Glaubenssätze tief in mir sitzen, dessen ich mir nicht einmal bewusst bin. Da hat auch viel positives Denken und Visualisierung nicht geholfen. Weil der unbewusste Glaube an ihnen viel stärker war und somit mein Selbstsabotageprogramm fleißig am Werken war.

    Ich love you and your blog!!! Coole Sache.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tina,
      ich bin völlig bei dir. Es gibt Dinge, die können wir nicht erklären. Doch wenn Menschen immer wieder behaupten, dass man Dinge nur visualisieren muss und sie dadurch in Erfülllung gehen, „muss“ ich widersprechen.
      LG
      p.s. Danke für die Liebe 🙂

      Antworten
  12. Nityananda Prabhu
    Nityananda Prabhu says:

    Hey Anchu,
    dein Artikel ist gut formuliert und es freut mich das du an Karma glaubst, karma gibt es auch im Christentum „was du säest, das wirst du ernten“. In den Veden geht man tiefer in die Karma Lehre, dort gibt es Karma (gutes Tun), Vikarma (böses Tun) und Akarma (Tun, welches Reaktion hervorruft). Es ist richtig das wenn man gutes tut, auch später die Früchte genießen kann und für böses Tun eben die Strafe über sich ergehen lassen muss. „Gott bestraft, die kleinen Dinge sofort.“ Mit Gott ist das Karmagesetz gemeint, ob du glücklich oder unglücklich bist das liegt alles in deiner Verantwortung. Dein Denken und dein Handeln erschaffen deine Zukunft, lange Rede kurzer Sinn: „Du entscheidest.“.
    Karma Yoga ist die Praxis von Akarma also selbstloses Handeln, du tust etwas ohne Anhaftung an die Resultate/Ergebnisse/Früchte.
    Und da das Karmagesetz über den Tod hinaus existiert, kann sein das man für die Taten aus früherem Leben bezahlen muss. Mit dem Tod wird man nicht befreit von seinem Karma, egal ob gut oder schlecht aber das Problem ist wir können uns daran nicht erinnern deswegen beklagen immer so viele wenn Sie plötzlich von Tragödien heimgesucht werden, nur Unwissenheit schützt nicht vor das Gesetz.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Nityananda,
      die Definition von Akarma gefällt mir. Tun und nichts erwarten. Zwar glaube ich im entferntesten Sinne an Karma, aber nicht an die Wiedergeburt. Was aber nicht heißen soll, dass ich nicht versuche, ein guter Mensch zu sein und gute Taten zu vollbringen.
      LG

      Antworten
  13. Jean - Paul Kluck
    Jean - Paul Kluck says:

    Hi Anchu,

    war wieder eine Freude den Artikel zu lesen.
    Was hier in der Diskussion missverstanden wird ist wohl ein Glaubenssatz der in dem “ Gesetz “ vermittelt wird. Ich werde ( auch wenn ich in Vorlage gehe ) nicht alles erreichen können was ich möchte …… sollte klar sein. Aber ich werde im Umkehrschluss nur erreichen können was ich mir vorstellen kann. Wenn Bill Gates , Elon Musk oder Steve Jobs sich Ihren Erfolg nicht hätten vorstellen können ……. Wäre es ( für mich ) nicht vorstellbar das sie Ihn erreicht hätten.

    Gruß.

    Jean

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Jean,
      interessanter Gedanke. Ich möchte auch nicht, dass jemand diesen Artikel falsch versteht. Unsere Gedanken sind verdammt wichtig und haben einen großen Einfluss auf unser Leben. Nur sind sie eben nicht für alles verantwortlich, was wir anziehen oder nicht anziehen.
      LG

      Antworten
  14. Marion
    Marion says:

    Hallo Anchu,
    erst mal toller Artikel.

    es ist in sofern schon richtig was du schreibst, wenn man darüber nachdenkt, das sich sicherlich kein Kind dieser Erde ausgesucht hat in Ruanda geboren zu sein. Dennoch behaupte ich, das so einige Menschen an ihrem Stress und Elend selbst Schuld sind, einfach deshalb, weil sie weder achtsam, Verantwortungsbewusst noch im hier und jetzt Leben, und Entscheidungen von anderen treffen lassen, weil sie sich (wenn auch unbewusst) gerne als Opfer fühlen. Den Verantwortung zu übernehmen ist den meisten doch recht lästig. Somit haben diese Menschen den Ärger vielleicht nicht bewusst visualisiert aber sind dennoch selber schuld, wenn er dann da ist.

    Ich glaube aber an den Satz, Energie folgt der Aufmerksamkeit und die Aufmerksamkeit der Energie. Wenn man sich hängen lässt und jammert muss man sich nicht wundern, wenn es einem immer schlechter geht. Wer nicht überzeugt ist, und nicht daran glaubt, von dem was er macht, der wird scheitern. Wenn man sich bemüht und dann auch noch daran glaubt, was man macht, bin ich davon überzeugt, das jeder die Möglichkeit hat, sein Leben positiv zu verändern.
    Das nicht irgendwann Geldscheine vom Himmel regnen, sollte man als Kind schon wissen 😉

    Antworten
  15. Andre
    Andre says:

    Hi Anchu. Ich liebe es deine inspirierenden Worte zu lesen 🙂 kein Bullshit. Einfach mal Real-Talk.
    Da muss ich dir vollkommen recht geben…
    von nichts – kommt nichts !

    Lg Andre

    Antworten
  16. Franz
    Franz says:

    Hallo Ancho
    Für mich gibt es die Vorstellungskraft, d.h. das was ich mir (regelmässig) vorstelle,
    hat die Tendenz Wirklichkeit zu werden – ohne etwas zu tun geht es aber nicht,
    so wie ein Samenkorn in den Boden gesteckt werden muss und dann braucht es noch die Sonne und den Regen (oder Bewässerung) damit aus dem Samen eine Pflanze wird.
    Das Gesetz der Anziehung hat für mich etwas mit dem Prinzip der Resonanz zu tun, das heisst, dass ich Menschen anziehe, die gleich „denken, ticken, schwingen“ wie ich.
    Für mich gibt es im Leben oft eine grosse Unbekannte – das Unbewussste.
    Ich gehe davon aus, dass uns das Unbewusste eben nicht bewusst ist und daher haben wir wohl keine Ahnung, was wir denken oder uns vorstellen, weil wir uns dies aus den unterschiedlichsten Gründen ausblenden, verdrängen oder vor langer Zeit verinnerlicht haben.
    Ich glaube vieles im Leben ist vergleichbar, dass wir mit dem Allerwertesten in eine Kreissäge geraten und wir erklären sollen, welcher Zahn uns am meisten geritzt hat, könnten wir dies auch nicht sagen, wenn wir gesehen hätten, wie die Kreissäge uns verletzt hat.
    Ein spontaner Gruss aus der sCHweiz – Franz

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Franz,
      ich bin auch davon überzeugt, dass wir „ähnliche“ Menschen anziehen. Es gibt auch Studien, die das Gleiche herausgefunden haben (Habe ich im Artikel verlinkt). Dein Beispiel mit der Kreissäge ist interessant, bin bei dem Gedanken aber kurz zusammengezuckt 🙂
      LG

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  17. ariane
    ariane says:

    hallo anchu
    ich finde du betrachtest so das gestz der anziehung zu isoliert. natürlich funktioniert es nicht ohne sich zu bewegen. aber das sich genaue vorstellen von visionen träumen und ideen und, ich meine wirklich genau zu spüren wenn sich die zellen des körpers zusammen ziehen, wenn da was nicht stimmt, dann merkt man auch das es nicht wirklich der testarossa,oder die neuen schuhe ist den man haben will, und das was die psychologen usw. glaubenssätze nennen. also das genaue visionieren bringt einen dazu wege zu sehen die natürlich gegangen werden müssen. bei mir funktioniert es ab und an manchmal merke ich aber auch leider erst hinterher dass ich senf ins sahnehäubchen bestellte. dumm aber es hat seine gründe wenn man nur ehrlich genug zu sich selbst ist also sich bis ins kleinste spüren kann.
    das glaube ich zu dem thema ach ja und natürlich loslassen können vertrauen haben manchmal auch geduld denn das universum hat seine eigene uhr.es gibt rhythmen.
    liebe grüße ariane

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Ariane,
      sicherlich bin ich nicht der feinfühligste Mensch auf diesem Planeten. Ich spüre z.B. nicht, dass sich meine Zellen zusammenziehen.
      Auch bin ich nicht völlig gegen das Visualisieren – in dem Artikel erkläre ich ja, dass ich die Technik selbst benutze.
      Ich wollte mit dem Artikel vor allem zeigen, dass unsere Gedanken nicht für alles in unserem Leben verantwortlich ist.
      LG

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  18. Andrea
    Andrea says:

    Hi Anchu, für diesen Artikel kann ich Dir 1000 % zustimmen. Auch mir bereitet das „Gesetz der Anziehung“ und vor allen Dingen wie Menschen damit versucht wird ihr Schicksal zu erklären, mehr als Bauchschmerzen. Ich glaube sogar, dass ein Mensch, der an sich schon sehr unsicher ist und häufig vielleicht auch Schuldgefühle hat, dadurch erst recht noch verrückt gemacht werden kann. Vor allen Dingen, wer hat den schon immer seine Gedanken im Griff. Genau so einen Mist finde ich es, wenn Opfer von Gewalttaten gesagt wird, sie wären an ihrem Schicksal selbst schuld. Mit dem „Gesetz der Anziehung“, könnte ja jeder, der einem anderen schadet, praktisch frei gesprochen werden. Denn das Opfer ist ja selbst schuld. Ich glaube zwar, dass man erfolgreicher ist, wenn man auf das, was man erreichen will den Fokus richtet, und häufig ist es auch so, dass einem plötzlich Dinge begegnen, die einem seinem Ziel näher bringen. Aber ich glaube nicht, dass es am Gesetz der Anziehung liegt, sondern daran, dass die eigene Aufmerksamkeit einfach auf bestimmte Dinge gerichtet wird, die man ohne das Ziel gar nicht wahrgenommen hat. Ich kann mir auch vorstellen, dass es ganz gut ist, sich vorzustellen, wie ein bestimmter erfolgreicher Zustand, sich anfühlt, doch auch dann wird die Vorstellung alleine nicht reichen, ohne dass man seinen Hintern hoch bekommt. Ich finde es sehr gut, dass Du Deinen Standpunkt zu diesem Thema hier geschrieben hast.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Andrea,
      ich stimme dir in jedem Punkt zu. Menschen fühlen sich oftmals schlechter, wenn sie ein Tragödie erlebt haben UND an das Gesetz der Anziehung glauben – weil sie sich dann selbst für das Elend verantwortlich machen.
      Und das man sich generell eher auf das fokussieren soll, was man möchte, stimmt auch. Du gehst ja auch nicht in ein Restaurant und sagst dem Kellner, was du nicht willst.
      LG

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  19. Carl
    Carl says:

    Ich muss dir in einigen Punkten einfach recht geben.
    Zu Hause am Schreibtisch zu sitzen, oder in der Waagerechten zu liegen, und sich alle möglichen Erfolge auszudenken, usw hat bei mir noch nie funktioniert.

    Es gibt in diesem Leben ausgesprochen Machtertypen. Die zb eignen sich nicht sonderlich gut für ausgeklügelte Konzepte. Dieser Typ muss „tun“ um auf Ideen zu kommen. Oder anders ausgedrückt, er muss arbeiten, an der Sache dran bleiben um auf Ideen zu kommen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Carl,
      ich bin selbst jemand, der eher ein Macher ist. Wenn ich viel tue, viel erlebe, viel schreibe, habe ich auch bessere Ideen. Vom nichts tun kommt nichts – zumindest nicht in meiner Erfahrung.
      LG

      Antworten
      • Carl
        Carl says:

        Geht mir genau so. Und ich finde DAS ist eine Art Grundgesetz. Wenn Leute arbeiten, wenn Menschen mit „try&error“ arbeiten, machen sie konrkete handfeste Erfahrungen in der Realität, die unbezahlbar sind. Die meisten dieser Erfahrungen kann man sich nicht „ausdenken.“ Natürlich sind nicht all diese Erfahrungen gut,… wer viel riskiert, erlebt auch einges an schlechten vielleicht sogar lebensgefährlichen Seiten der Realität. Bloss diese Erfahrungen machen einen reifer,… wenn man Glück hat, auch gefestigter. Sie tragen am meisten zum dem bei, was man einen selbtständig denkenden Menschen nennt….

        Antworten
      • Carl
        Carl says:

        Allerdings habe ich ein konkrete Frage an dich.
        Ich hab schon alles Mögliche im Leben gemacht, von Kunst bis zu zahlosen Jobs. Aber nie, bis heute ist mir diese EINE Sache klargworden, die ich als „mein Ding“, als die eine Sache bezeichnen würde, die zu mir passt.
        Inzwischen habe ich nahezu aufgegeben.
        Ist es vielleicht nicht wichtiger rauszufinden, wer man IST, als
        irgenwie im Nebel rumzustochern….?

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        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Was ist, wenn es auch nicht wichtig ist, herauszufinden, wer man ist? Wir ändern uns sowieso ständig. Ich denke, es ist wichtiger, ok damit zu sein, dass man nicht exakt weiß, wer man ist und was man will. Denn je klarer wir uns definiere, desto begrenzen wir uns auch. Das ist ein Thema, worüber ich demnächst schreiben möchte.
          LG

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  20. Maja ¸ღ¸☆´
    Maja ¸ღ¸☆´ says:

    Deinen Artikel empfinde ich als wohltuenden, aufrüttelnden „Gegenspieler“ zu denen, die das Gesetzt der Anziehung anpreisen, als wäre es der Schlüssel zum Glück. Wenn jetzt jemand denkt _“Ok, hab mir’s doch fast gedacht, dass es nichts bringt, mit diesem Gedanken konzentrieren…“ und sich wieder auf dem Sofa zurücklehnt oder sich weiter durch den Tag treiben lässt, ist das aber auch nicht das, was du wolltest, oder?
    Ich beobachte meine Gedanken gern. Spannend, was ich da insgeheim manchmal glaube oder mir vorstelle. Da ein bisschen die Weichen stellen hilft mir oft, meine Stimmung in eine andere Richtung fliessen zu lassen oder meine Sichtweise zu erweitern.
    Und zum Visualisieren: Irgendwie kann ich nur das in meinem Alltag wahrnehmen, worauf ich meine „Antennen“ ausgerichtet habe. Da spiele ich manchmal mit… Lächeln sammeln zum Beispiel. Dann ist mein Fokus darauf ausgerichtet, ich guck die Leute garantiert anders an, lächle selber und schon… *pling*
    So macht Anziehung Spass! 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Maja,
      wenn es jemanden erfüllt, nur auf der Couch rumzuhängen, soll er es für mir aus tun. Nur zu erwarten, dass ich auf der Couch rumliegen kann und nur ein paar positive Gedanken an das Universum schicken muss ist lächerlich.
      Ja, es macht sicherlich Sinn, auf seine Gedanken zu achten und sich öfters mal vorzustellen, was man will. Das mache ich ja auch regelmäßig.
      LG

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  21. Chris
    Chris says:

    Hallo Anchu,

    ich habe ja schon seit deinem letzten Artikel über das positive Denken gespannt auf diesen Artikel hier gewartet. Und wie nicht anders zu erwarten triffst du (mMn) den Nagel wieder voll auf den Kopf.

    Über das „Gesetz“ der Anziehung brauchen wir nicht sprechen, da bin ich voll bei dir. Allerdings bin ich mir hinsichtlich der Visualisierungsmethode noch unschlüssig. Ich finde hin und wieder vermischt du Visualisierung und Gesetz der Anziehung etwas, während ich denke, dass die Visualisierung unabhängig von einem Glauben an ein Gesetz genutzt werden kann.

    Mich würde zu Folgendem deine Meinung interessieren: Nehmen wir an jemand Visualisiert sich etwas NICHT-materialistisches. Er visualisiert sich eine Verhaltensweise. Sagen wir ein Mann traut sich nicht Frauen anzusprechen und visualisiert, wie er es doch tut und es am Ende alles gar nicht so grausam ist, wie seine Gedanken es ihm zunächst vorgegaukelt haben. Er visualisiert auch, wie er ziemlich souverän mit der Situation umgeht.

    Denkst du es wird diesem Mann helfen seine Ansprechangst zu reduzieren? Denkst du es wird ihm helfen in der Situation dann auch TATSÄCHLICH souveräner zu sein (Stichwort Referenzerfahrungen).

    Das finde ich spannend. Und wie gesagt: Völlig losgelöst von einem Glauben an ein Gesetz oder eine Macht, die den gewünschten Erfolg herbei zaubert.

    Mich würde deine Meinung dazu interessieren.

    Herzliche Grüße
    Chris

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Chris,
      das ist eine gute Frage. Eventuell kann es helfen. Ich bin jedoch der Meinung, dass es bessere Methoden gibt, seine Angst zu überwinden. Gerade beim Thema Frauen ansprechen denke ich es, dass der beste mitten durch die Angst ist. Sich „einfach“ mal trauen und es machen. Die Erfahrung, die du sammelst wenn du dich wirklich mal überwindest bringt die tausend mal mehr, als es endlos zu visualisieren.
      LG

      Antworten
  22. Angelika
    Angelika says:

    Hi Anchu, ein sehr guter Artikel, der wirklich viele Aspekte beleuchtet. Das Leben ist nun mal facettenreich. Du schreibst über das „Gesetz der Anziehung“ und wie die Menschen damit umgehen. Aber ist es nicht mit vielen Erkenntnissen so? Wir denken manchmal, wir könnten Ereignisse so interpretieren, dass wir daraus ein Gesetz des Ablaufes machen und dies für jede ähnliche Situation gilt. Und dann passiert das genaue Gegenteil, obwohl die Vorboten der Situation die gleichen waren. Also müssen wir uns doch auf Überraschungen einstellen und lernen, damit umzugehen. Das ist wohl der „richtige“ Weg. Und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Wir können nicht alles bekommen, was wir wollen, positive oder negative Gedanken ziehen nicht unbedingt solche Ereignisse an. Wichtig ist, wie gehen wir damit um. Ein kranker Mensch wird nicht unbedingt gesünder, wenn er nur daran glaubt, aber er hat eine höhere Lebensqualität aufgrund seiner Gedanken. Und das Beispiel mit den Vergewaltigungsopfern (übrigens auch Männer!) ist sehr gut. Sie haben nicht diese Situationen vorhergesehen geschweige denn durch ihre Gedanken herbeigeführt. Und gerade Opfer von Gewalttaten brauchen dann Hilfe, eben weil sie nicht allein durch die Kraft ihrer Gedanken wieder Mut und Hoffnung schöpfen. Ein ewiges Thema, doch es ist schön, mal wieder zum Denken angestoßen zu werden. Danke!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Angelika,
      ja, es ist mit vielen Erkenntnissen so. Häufig versuchen wir das Unkontrollierbare zu kontrollieren und das Unverständliche zu verstehen – und machen uns dadurch das Leben schwer…
      LG

      Antworten
  23. Ano Nym
    Ano Nym says:

    Hallo Anchu,
    ein spannendes Thema – nur warum so flach dargestellt?
    Ich teile Deine Ablehnung dessen, was in der Esoterik-Landschaft aus „Dem Gesetz“ (es ist wirklich ein Gesetzt, wie leicht erkennbar wird, wenn man die aktuelle Forschung in Medizin, Psychologie, Neurowissenschaften und Quantenphysik dazu berücksichtigt) gemacht worden ist. Umso wichtiger wäre gewesen, seriöse Ruhe durch die umfassende Darstellung in die Diskussion zu bringen. Die Darstellung persönlicher Befindlichkeiten und drastisch-reißerischer Beispiele scheint mir wenig geeignet, einen hilfreichen Beitrag für die Leser zu geben.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Ich habe an Anfang des Artikels erklärt, dass es verschiedene Arten und Weisen gibt, das Gesetz der Anziehung zu verstehen. Was ich in diesem Artikel kritisiere ist das „Wunsch ans Universum Gesetz der Anziehung“. Und nein, trotz Berücksichtigung der modernen Forschung ist kein Gesetz erkennbar, dass gleiches immer gleiches anzieht (falls du eine wirklich seriöse Quelle hast, die das Gegenteil darstellt, darfst du sie gerne posten – ich würde mich freuen, mehr darüber zu lesen.)
      Und verstehst du genau unter reißerischen Beispielen? Ich habe verschiedene Beispiele gebracht: Fußballer, Parkplätze, Krebskranke, Vergewaltigungsopfer, Freunde von mir. Ist die Parkplatzsuche zu reißerisch? Oder das Beispiel meiner Freunde?
      Gegen des Artikels empfehle ich zum einen weniger zu träumen und mehr zu machen und zum anderen, nicht vor seinen persönlichen Problemen davonzulaufen. Das erscheint dir nicht hilfreich?
      LG

      Antworten

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