Das unbemerkte Problem der Gleichberechtigung

Bemerkung: Das ist ein Artikel zu einem polarisierenden Thema. Meine Meinung basiert auf Konzepten aus meinem Buch, meinen Reisen in über 40 Ländern und wissenschaftlichen Studien. Konstruktive Kritik ist immer willkommen, doch unter einer Bedingung: Lese den ganzen Artikel.

interracial-213698_640Noch immer gibt es gewisse Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts in unserer Gesellschaft. In den meisten Fällen betrifft es Frauen, jedoch nicht ausschließlich. Auch Männer sind von sexueller Diskriminierung betroffen. Doch auch wenn in Deutschland noch gewisse Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts vorkommen, ist die Gleichberechtigung weit fortgeschritten. Das ist vorbildlich.

Die wachsende Gleichberechtigung in Deutschland hat aber auch einen bedeutsamen Nebeneffekt: Die Differenzen zwischen männlich und weiblich verwaschen. Das mag gut für die Gleichberechtigung sein, schadet jedoch unserem Liebesleben.

Die Beschwerde, die ich von Männern am häufigsten zu hören bekomme, ist, dass viele deutsche Frauen nicht mehr weiblich seien. Die Beschwerde, die ich von Frauen am häufigsten zu hören bekomme, ist, dass viele deutsche Männer nicht mehr männlich seien.

Es ist kaum möglich, Männlichkeit und Weiblichkeit zu definieren und eine klare Unterscheidung zu machen, ohne stark zu generalisieren oder in Stereotype zu verfallen. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass wir alle etwas Männliches und etwas Weibliches in uns haben.

Männlichkeit und Weiblichkeit kann man schwer beschreiben, doch dafür kann man sie umso besser spüren. So wie wir spüren, dass jemand sauer oder traurig ist, obwohl er uns erzählt, dass alles in Ordnung sei, können wir die Männlichkeit eines Mannes und die Weiblichkeit einer Frau wahrnehmen. Auch können wir in gewissen Momenten unsere eigene Männlichkeit und Weiblichkeit besonders stark spüren.

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum mit persönlichen Präferenzen und Neigungen, gerade bei der Partnerwahl. Doch trotzdem fühlen sich die meisten Menschen sexuell zu ihrem entgegengesetzten Pol angezogen. Das heißt, viele Frauen finden an Männern vor allem die männliche Seite anziehend und viele Männer an Frauen die weibliche. Selbst bei homosexuellen Paaren gibt es häufig einen „männlicheren“ und einen „weiblicheren“ Partner.

Ein Großteil der Männer fühlt sich stärker von Frauen angezogen, die zärtlich, sinnlich und hingabevoll sind, als von dominanten, lieblosen und bestimmenden Frauen.

Ich persönlich liebe starke und selbstsichere Frauen. Mit einem unsicheren Mäuschen ohne eigenen Ansichten kann ich nicht viel anfangen. Von den meisten Männern, die ich kenne, habe ich ähnliches gehört. Doch wenn eine Frau um jeden Preis versucht dominanter, stärker und unabhängiger als ich zu sein, fühle ich mich von ihr nicht angezogen, egal, wie attraktiv sie äußerlich sein mag.

Ähnlich geht es jedoch vielen Frauen. Die meisten Frauen fühlen sich sexuell eher zu einem dominanteren und selbstsicheren Mann hingezogen, als zu einem zögerlichen, passiven und hypersensiblen Frauenversteher, der sich in seinen eigenen Gefühlen verliert. Frauen wollen nicht gefragt werden, ob sie geküsst werden wollen, sondern wollen geküsst werden.

Warum ich mir da so sicher bin? Ich bin mittlerweile um die halbe Welt gereist, war mit Frauen aus den verschiedensten Ländern im Bett, hatte One-Night-Stands, offene Beziehungen und Dreier. Scheiße, ich habe ein 330-Seiten Buch darüber geschrieben, was für einen Mann Frauen wollen. Ich hoffe doch, dass ich weiß, worüber ich schreibe.

(Es gibt zwar viele Datingratgeber für Männer im deutschsprachigen Raum, jedoch bin ich einer der wenigen, der sein Buch unter echten Namen veröffentlicht hat.)

Auch viele weiblichen Sexfantasien drehen sich um Dominanz und Vergewaltigung. Eine der ersten Frauen, die das herausfand, ist die US-Amerikanerin Nancy Friday. Sie veröffentlichte 1973 das damals schockierende Buch Befreiung zur Lust: Frauen und ihre sexuellen Phantasien (Das viele Frauen Vergewaltigungsfantasien haben bedeutet auf gar keinen Fall, dass sie vergewaltigt werden wollen. Zwischen Phantasie und Realität gibt es einen großen Unterschied.)

Frauen behaupten häufig, dass sie Männer wollen, die zu ihren Gefühlen stehen und auch ausdrücken. Dem stimme ich zu. Doch sie wollen keinen Mann, der emotionaler und sensibler als sie selbst ist und sich in seinen Gefühlen verliert.

(Mehr dazu in diesem Artikel zum Thema Männer verstehen.)

Die amerikanische Wissenschaftlerin Brené Brown hat bei ihren Untersuchungen herausgefunden, dass viele Frauen ihre Männer zwar darum bitten, sie in ihr Inneres schauen zu lassen und Ängste zuzugeben, aber gleichzeitig können sie es nicht ertragen, wenn die Männer es dann tun.[1]

Ich bin trotzdem der Meinung, dass emotionale Verbundenheit und wahre Nähe erst entsteht, wenn wir uns dem anderen Gegenüber verletzlich zeigen. Das gilt für Männer wie für Frauen. (In diesem hoch gelobten Artikel über Verletzlichkeit erfährst du mehr darüber.)

Doch sind Männer zu sensibel, zu passiv und zu zögerlich, klappt es mit den Frauen meistens nicht. So wie viele sehr dominante, bestimmende und lieblose Frauen ihre Probleme haben, einen Mann zu finden.

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Was ich hier über die Anziehung von Frauen und Männer erkläre ist heikel und ich möchte nicht, dass du mich falsch verstehst. All das beschriebene soll nicht bedeuten, dass Männer nicht zärtlich, empathisch oder gefühlvoll sein dürfen. Vertrauen und emotionale Verbundenheit sind wichtig für erfüllende Beziehungen. Auch soll es nicht bedeutet, dass Frauen nicht selbstischer und selbstbestimmt sein dürfen und eine eigene starke Meinung vertreten sollen.

Doch so wie viele Frauen nicht von Männern angezogen fühlen, die sensibler und gefühlvoller als sie selbst sind und sich in ihren eigenen Gefühlen verlieren, fühlen sich viele Männer nicht von Frauen angezogen, die dominanter und bestimmender als sie selbst sind.

Ist das sexistisch? Ist das ein Rückschritt für unsere moderne Gesellschaft? Ist das einschränkend für die persönliche Entfaltung eines jeden Individuums? Mag sein. Doch egal, wie fortgeschritten unsere Gesellschaft und wir als Individuen sind (sind wir das?), dürfen wir eines nicht übersehen:

Sexuelle Anziehung ist nicht rational, sondern weitestgehend emotional.[2]

Wir können nicht entscheiden, zu wem wir uns sexuell hingezogen fühlen. Dein Verstand kann dich so laut anschreien wie er will und dich mit unzähligen rationalen Argumenten und Gegenargumenten bombardieren, er hat kaum Einfluss darauf, ob du dich zu jemand sexuell hingezogen fühlst oder nicht.

Und genau diese sexuelle Anziehungskraft basiert häufig auf den Differenzen zwischen den Geschlechtern. Ein Großteil der Männer fühlt sich sexuell von weiblichen Frauen angezogen, viele Frauen von männlichen Männern.

Männer und Frauen haben vieles gemeinsam. Doch bei allen Gemeinsamkeiten und aller Gleichberechtigung dürfen wir nicht vergessen, dass Männer und Frauen unterschiedlich sind. Viele Unterschiede sind überflüssige Klischees (Frauen können nicht Autofahren, Männer denken nur an Sex, usw.) doch gewisse Unterschiede sind fakt.

Vor einiger Zeit hatte ich einen Dreier mit zwei heterosexuellen Frauen. Obwohl beide Frauen ausdrücklich nicht auf Frauen standen, fühlten sie sich in dem Moment stark zueinander hingezogen. Sie küssten, fingerten und leckten sich gegenseitig und fanden es sehr erregend. Wie du dir vielleicht vorstellen kannst, war ich davon nicht weniger erregt und hatte gegen ihre Liebkosungen rein gar nichts einzuwenden.

Doch das ist kein Einzelfall. Viele Frauen fühlen sich bis zu einem gewissen Punkt zu anderen Frauen hingezogen, bei Männer trifft das selten zu.

Studien ergaben, dass heterosexuelle Frauen beim Anblick von nackten Frauen oder beim Anschauen von lesbischer Pornografie sexuell ähnlich erregt werden, als wenn sie einen nackten Mann oder heterosexuelle Pornografie anguckten. Sie verneinten zwar ihre Erregung beim Anblick von nackter Frauen oder Lesbischer Pornografie, doch wurde der Blutstrom im Genitalbereich gemessen und lieferte ein eindeutiges Ergebnis. Die sexuelle Erregung von Frauen ist von Natur aus bisexuell. Das ist bei Männern nicht der Fall. Heterosexuelle Männer wurden in der Studien weder von anderen nackten Männer noch von Schwulenpornos sexuell erregt.[3]

Die weibliche Sexualität ist im Vergleich zu der männlichen wenig erforscht, doch es scheint so, als seien Frauen sexueller als Männer.

Weiterhin wurde nachgewiesen, dass Frauen generell negative wie auch positive Emotionen stärker wahrnehmen als Männer.[4] Dass Frauen also emotionaler als Männer sind, ist nicht nur ein Klischee.

Das sind nur zwei kleine Beispiele für bestehende Unterschiede zwischen Männer und Frauen. Ob die Unterschiede ausschließlich biologischer Natur sind oder ob auch die Erziehung eine Rolle spielt, ist eine Debatte, über die sich die Wissenschaft streitet.

Verhalten sich Männer und Frauen verschieden, weil sie anders erzogen werden oder weil sie biologisch unterschiedlich sind? Die Frage ist nicht endgültig geklärt. Vermutlich trifft beides zu.

Doch wichtiger ist, dass wenn die Differenzen zwischen männlich und weiblich verschwinden oder sich zu sehr vermischen, was zum Teil ein Nebeneffekt der Gleichberechtigung zu sein scheint, wir in ein sexuelles Nimmerland geraten.

Manchmal habe ich das Gefühl, dass sich in Deutschland Männer und Frauen immer mehr einen sexuellen Neutrum annähern, eine Art geschlechtslosem Wesen. Frauen, die nicht mehr stolz auf ihre Weiblichkeit sind und Männer, die sich für ihre Männlichkeit schämen. Förderlich für die Gleichberechtigung, doch tödlich für unser Liebesleben.

Das Problem hatten übrigens auch Barbie und Ken. Es soll angeblich der Grund für die Trennung des Traumpaares gewesen sein.

Barbie

Das Männer „weiblicher“ und Frauen „männlicher“ werden, hat viel mit den großen sozialen Veränderungen der letzten 50 Jahre zu tun.

Auf der einen Seite wachsen immer Männer ohne Vater auf, ich gehöre dazu. Viele Männer sind sogar schon die zweite Generation, die ohne Vater aufwächst. Auch mein Vater ist schon ohne Vater aufgewachsen, da er diesem im zweiten Weltkrieg verloren hat. Doch selbst wenn ein Junge mit Vater aufwächst, sieht er diesen häufig nur selten, da er viel Zeit mit arbeiten verbringt. Des Weiteren ist das Erziehungssystem in Deutschland stark weiblich geprägt. So sind fast 90% der Kindergärtner weiblich.[5] Dadurch haben viele Jungs in jungen Jahren kaum männliche Vorbilder und werden größtenteils von Frauen erzogen. Das hat oftmals negative Auswirkungen auf die männliche Identität.

Auf der anderen Seite wollen viele Frauen heutzutage Karriere machen. Doch um das gleiche Gehalt, den gleichen Respekt und die gleiche Anerkennung wie ein männlicher Kollege zu erhalten, müssen sie sich häufig wie Männer verhalten. Oft müssen sie sogar noch stärker als Männer auftreten, da sie nur so in einer männlich geprägten Geschäftswelt bestehen können. Und dadurch verlieren sie auch häufig einen Teil ihrer Weiblichkeit. Das wird sich erst ändern, wenn die Gesellschaft versteht, dass die Berufswelt durch weibliche Eigenschaften bereichert wird und Frauen aufhören können, ihre Kompetenz andauernd unter Beweis stellen zu müssen. Doch an dem Punkt sind wir noch nicht. Leider.

Ich war mittlerweile in über 40 Ländern. In einigen nur ein paar Tage, in anderen über mehrere Wochen beziehungsweise Jahre. Was ich interessant finde, ist der Zusammenhang zwischen schwindender Geschlechteridentität und wachsender Gleichberechtigung.

Viele Länder in Süd- und Osteuropa haben einige gesellschaftliche Probleme. Die Länder in Südamerika sowieso. Doch unmännliche Männer und unweibliche Frauen? Eher weniger.

In vielen dieser Länder ist jedoch die Gleichberechtigung nicht so weit fortgeschritten. In Spanien gibt es keine Debatte über Ampelmännchen und Ampelfrauen. In Kolumbien gibt es noch nicht mal Ampeln. Zugegeben, das ist eine fiese Übertreibung. Kolumbien ist ein faszinierendes Land.

Eine Ukrainerin erklärte mir vor einiger Zeit, dass für viele Frauen, die in der Ukraine auf dem Land leben, ein guter Partner ein Mann ist, der seine Frau nicht schlägt. Ich war noch nicht in der Ukraine, aber ich bezweifle, dass Yaroslav und Vladyslav nach der zweiten Flasche Wodka darüber diskutieren, ob es nun Frau Professor oder Frau Professorin heißt.

Viele Länder sind von der Gleichberechtigung noch weit entfernt. Das ist die traurige Realität, die mir auf meinen Reisen begegnet ist. Jedoch gibt es in den meisten dieser Ländern weniger Probleme bezüglich der Geschlechteridentität. Männer fühlen sich männlich und Frauen weiblich. Und beide finden sich gut, auch wenn sie sich nicht immer mit dem nötigen Respekt behandeln.

Die Frage, die offen bleibt, und auf die ich noch keine Antwort habe, ist, ob die totale Gleichberechtigung und gleichzeitige Akzeptanz der Identitätsunterschiede zwischen Mann und Frau überhaupt möglich ist. Ich hoffe es.

In Deutschland werden Männlichkeit und Weiblichkeit immer öfter als Stereotypen abgestempelt und haben negative Konnotationen. Jedoch sind es keine überflüssigen Etikettierungen aus einer vergangen Ära die wir verstecken müssen. Männlichkeit und Weiblichkeit ist etwas Natürliches und Schönes. Es ist etwas, worauf Männer und Frauen stolz sein sollten. Egal, in welchem Land.

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[1] Brown, B. 2013. Verletzlichkeit mach stark: Wie wir unsere Schutzmechanismen aufgeben und innerlich reich werden
[2] Ben-Ze’ev, A. 2009. Die Logik der Gefühle
[3] Berger, D. 2014. What do women want?: Adventures in the Science of Female Desire
[4] Diener, Ed; Sandvik, Ed; Larsen, Randy J. 1985 Developmental Psychology, Vol 21(3). Age and sex effects for emotional intensity.
[5] Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2014 4. Auflage. Männliche Fachkräfte in Kindertagesstätten

57 Kommentare
  1. Anna
    Anna says:

    Hi Anchu,
    ich hab den Artikel aufmerksam gelesen. Zu erst war ich etwas schockiert, doch je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr stimme ich dir zu. Ist schon interessant was du schreibst. Das mit dem Quellenangaben finde ich übrigens super!

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Anna,
      das freut mich zu hören. Es ist sicherlich ein polarisierendes Thema und es gibt keine Schwarz oder Weiß Antwort. Doch ich finde das Thema persönlich sehr interessant und wollte schon seit längerem etwas darüber schreiben.
      LG

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  2. toxic
    toxic says:

    Hi Anchu, in deinem Artikel steht : „Die weibliche Sexualität ist im Vergleich zu der männlichen wenig erforscht, doch es scheint so, als seien Frauen sexueller als Männer“ Warum muss ich das immer öfters lesen und mir den Kopf schütteln? Egal wo ich hinsehe, aus Erfahrung heraus sehe ich eindeutig dass schon Jungs in der Pubertät eindeutig sexueller orientiert sind als die Mädchen und haufenweise Pornos konsumieren, während die Frauen noch nichtmal den Begriff „cumshot“ kennen..wenn du drauf hinaus willst, dass frauen sex mehr genießen würden, würd ich zustimmen, aber ich finde dass männer eindeutig sexueller geprägt sind und oftmals sex im hinterkopf haben als frauen. Ansonsten stimm ich dir überall zu, die Gesellschaft mit ihrer erfundenen Regeln, von denen unsere Instinkte noch gar nichts wissen, machen es uns schwer, aufeinander zuzugehen. Wenn ich dran denke, wie viele heiße frauen ich draußen auf der straße laufen sehe und mir gedanken zeitgleich kommen wie „das kannst du doch nicht tun, sie einfach ansprechen..“bla bla

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Toxic,
      der Satz, dass Frauen sexueller als Männer sind, ist etwas vage. Es geht um die Natur. Dass viele Frauen anscheinend weniger sexuell orientiert sind als Männer hat meiner Meinung nach viel damit zu tun, dass sie von der Gesellschaft schnell verurteilt werden. Das passiert Männern nicht.

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    • Gia
      Gia says:

      Wenn ich mich, mein Sexleben und das meiner Freundinnen anschaue, dann kann ich dem absolut nicht zustimmen, dass wir weniger sexuell sein sollen. Oft sind wir Frauen es, die nicht auf ihre Kosten kommen, weil Mann nicht will oder wenig offen ist für neues. Oder sich keine Mühe gibt während man sich selbst ins Zeug legt… Ich denke Menschen sind einfach verschieden und es lassen sich kaum alle Frauen und alle Männer über einen Kamm scheren. 😉

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  3. Anna
    Anna says:

    Ich habe brav den ganzen Artikel gelesen und möchte einige Punkte herausgreifen, in der umgekehrten Reihenfolge ihres Erscheinens:

    „Eine Ukrainerin erklärte mir vor einiger Zeit, dass für viele Frauen, die in der Ukraine auf dem Land leben, ein guter Partner ein Mann ist, der seine Frau nicht schlägt.“ Ich verstehe die Aussage dieses Satzes nicht ganz. Ist das jetzt ein Zeichen für besondere Männlichkeit, seine Frau (nicht) zu schlagen? Mir ist nicht ganz klar, was dieser Satz im Gesamtzusammenhang des Artikels zu bedeuten hat.

    „Oft müssen sie sogar noch stärker als ein Mann auftreten, da sie einen fehlenden Penis kompensieren müssen.“ Nein, Frauen müssen keinen fehlenden Penis kompensieren. Ein Penis arbeitet bei den meisten Jobs nicht aktiv mit. Der Grund, warum Frauen in vielen Jobs stärkere Leistungen zeigen müssen als Männer, um das gleiche Ziel zu erreichen, sind Vorurteile, sowohl von anderen Frauen, vor allem aber von Männern.

    „Doch selbst wenn ein Junge mit Vater aufwächst, sieht er diesen häufig nur selten, da er viel Zeit mit arbeiten verbringt.“ Es wäre also gut, wenn Jungen ihre Väter öfter sehen könnten, um ihre Männlichkeit anhand eines Vorbildes auszurichten, wenn ich dich richtig verstehe. Das spricht doch eigentlich nur für Gleichberechtigung: Wenn Vater und Mutter jeweils in Teilzeit arbeiten, könnten beide Zeit mit ihren Kindern verbringen und sowohl Jungen wie auch Mädchen hätten Rollenvorbilder beider Geschlechter.

    Noch eine Anmerkung zu deiner Quelle Diener, Sandvik und Larsen (1985): In der Studie hat sich zwar gezeigt, dass Frauen eine höhere emotionale Wahrnehmung haben als Männer, allerdings traf dies nur auf junge Frauen zu; mit steigendem Alter glichen sich die Werte an. Man kann daraus also nicht pauschal generalisieren, dass Frauen „emotionaler sind“.

    Auch an der These, dass alle Frauen bisexuell sind, die meisten Männer aber nicht, habe ich so meine Zweifel (eine populärwissenschaftliche Quelle ist mir da nicht Beweis genug) – auch hier ist mir nicht ganz klar, wo der Zusammenhang mit Gleichberechtigung besteht? Werden Männer durch Gleichberechtigung auch bisexueller? Fände ich als Frau eigentlich ganz attraktiv, das würde die Möglichkeiten im Bett doch durchaus erweitern.

    Alles in allem kann ich diversen Punkten in deinem Artikel zustimmen, zum Beispiel, dass Sexualität vor allem eine emotionale Sache ist. Allerdings hat das für mich rein gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun. Ich denke gerade in einer gleichberechtigten Gesellschaft ist es Menschen möglich, ihre sexuellen Neigungen frei auszuleben, fernab von Stereotypen. Diese Vorstellung finde ich wesentlich reizvoller, als mein Leben lang die sinnliche Weiblichkeit zu verkörpern, nur um von einem supermännlichen Typen finanziell versorgt zu werden. Ich wünsche mir Partner, die zu ihrer Sexualität stehen und mich trotzdem tagsüber Karriere machen lassen, ohne gleich Minderwertigkeitskomplexe zu bekommen. Was dann abends im Bett passiert, ist ja wieder eine ganz andere Sache. DAS ist für mich Gleichberechtigung.

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Anna,
      danke für die konstruktive Kritik. Ich denke aber, du hast den Sinn des Artikel falsch verstanden oder ich hab zu unkonkret geschrieben.

      Zu deinen Anregungen:
      Das mit der Ukrainerin soll nur dastehen, wie weit Weg andere Länder noch von der Gleichberechtigung sind.
      “Oft müssen sie sogar noch stärker als ein Mann auftreten, da sie einen fehlenden Penis kompensieren müssen.” Das ist eine ironische Anspielung gegen die Männerwelt gewesen. Das Frauen auf Grund von Vorurteilen mehr behaupten müssen, steht im gleichen Absatz.
      Zu dem Vaterthema: Ja, da ist die Gleichberechtigung sehr hilfreich.
      Das nur junge Frauen „emotionaler“ sind, wusste ich nicht, danke für den Hinweis.
      Zu der Bisexualität von Frauen gibt es mittlerweile mehrere wissenschaftliche Studien. Die, die ich zitiert habe, stammt von der amerikanischen Sexualwissenschaftlerin Meredith Chivers. Das hat nichts mit Gleichberechtigung zu tun sondern ist Beispiel für einen Unterschied zwischen Mann und Frau.

      Ja, an sich sollte die Gleichberechtigung dazu führen, dass Menschen ihre Sexualität frei ausleben. Das passiert auch teilweise. Auf der anderen Seite stehen eben viele Menschen nicht mehr zu ihrer Sexualität oder schämen sich dafür – das ist die eigentliche Kritik.

      Antworten
  4. Anna
    Anna says:

    Hallo Anchu,

    danke für deine Antwort – ich denke ich verstehe dein Kernargument jetzt besser. Allerdings habe ich nach wie vor Probleme mit der Verknüpfung zum Thema Gleichberechtigung. Könnte es nicht sein, dass in einer patriarchalisch geprägten Gesellschaft eher Männer die Chance haben/hatten, zu ihrer Sexualität zu stehen? Ich denke gerade der Umgang vieler Frauen war früher extrem schambehaftet. Oder nimm als Beispiel die Anti-Baby-Pille: Die war gleichzeitig ein großer Schritt Richtung sexueller Entfaltung UND Gleichberechtigung, da sie eine gezielte Familienplanung ermöglicht und somit beiden Partnern die Chance gibt, Familie und Karriere besser zu koordinieren.

    Ich kann einfach mit der Gedankenkette „Gleichberechtigung macht alle gleicher, deswegen gibt es weniger sexuelle Anziehung“ wenig anfangen. Ja, es gibt gewisse Unterschiede zwischen Männern und Frauen und im Bett machen die viel Spaß [gleichgeschlechtliche Paare lasse ich aus meiner Argumentation jetzt mal raus]. Aber im beruflichen Alltag sollte Qualifikation zählen und nicht, was man zwischen den Beinen hat.

    Daher finde ich, die beiden Themen sollten getrennt diskutiert und nicht leichtfertig in einen Topf geworfen werden. Und wie oben schon angedeutet: Gleichberechtigung und Entfaltung der Sexualität sind für mich kein Widerspruch, im Gegenteil.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Anna,
      ich verstehe deinen Ansatz.
      Die Medaille hat zwei Seiten. Die weibliche Sexualität wurde Jahrtausendelang unterdrückt bzw. wird es immer noch zum Teil (Frauen die sich ausleben sind schlampen: http://anchukoegl.com/du-kleine-schlampe/). Das sollte durch die Gleichberechtigung besser sein. Teilweise ist es das: Frauen können außerehelich Sex haben, werden nicht mehr zwangsverheiratet, usw. Keiner schreibt dir vor, die dein Liebesleben auszusehen hat.
      Doch zum anderen ist mir eben aufgefallen, dass die Gleichberechtigung einige auch gleicher macht. Männer, die sich nicht mehr trauen, Frauen anzusprechen oder zu küssen, weil sie glauben, dass die Frau das jetzt selbst entscheiden will (Was aber in meiner Erfahrung eben viele dann noch nicht wollen.). Oder Frauen, die Männer nur noch als Samenspender sehen, weil sie ihnen ansonsten nicht viel abgewinnen können.
      Diese „Probleme“ in der Annäherung, beim Dating und teilweise auch beim Sex gibt es in anderen Kulturen weit weniger. Sicherlich spielen da viele Faktoren eine Rolle, doch die Gleichberechtigungsdebatte ist meiner Meinung nach eine davon.

      In diesem Artikel gibt es keine konkrete Lösung. Viel mehr erkläre ich einen Zusammenhang der mir aufgefallen ist.

      Antworten
  5. Leonard Baumgardt
    Leonard Baumgardt says:

    Hey Anchu,

    spannender Artikel!

    Was mich doch noch interessieren würde:

    Du hast geschrieben, was dich zu diesem Artikel inspiriert hat waren auch deine Erfahrungen mit Frauen aus anderen Ländern. Du sagtest sinngemäß, du hättest selbst erlebt, wie viel weiblicher Frauen in anderen Ländern sind, im Vergleich zu Frauen aus Deutschland.

    Wir sind uns, glaube ich, einige, dass es sowieso nie „die Frauen“ gibt. In deinem Buch hast du ja auch einige Beispielgeschichten mit deutschen Frauen drin, die ganz und gar nicht „unweiblich“ wirken. Und trotzdem würd’s mich interessieren: Was sind ein paar Beispiele dafür, wie eine Frau in einem anderen Land sich dir gegenüber „weiblicher“ verhalten hat, als es eine deutsche Frau womöglich getan hätte?

    Wer in Deutschland lebt, der kennt Frauen ja nur so, wie deutsche Frauen sind. Wie der Fisch, der nicht begreift, dass um ihn herum Wasser ist, weil ihm die Distanz dazu fehlt.

    Viele Grüße,
    Leo

    P.S. Wegen der anderen Sache (Digistore): Ich meld‘ mich!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Leo,
      schön von dir zu hören.
      Natürlich ist der Artikel eine Generalisierung. Es gibt an sich nicht die weibliche Frau oder die deutsche Frau, genauso wenig wie es den männlichen Mann gibt.
      Die Differenzen zwischen weiblichen und unweiblichen Frauen sind – wie im Artikel beschrieben – schwer zu beschreiben. Es ist mehr das Gefühl, dass ich als Mann in der Gegenwart von einer Frau habe. Ich werde trotzdem versuchen, einige konkretere Beispiele zu geben. Natürlich muss ich hier generalisieren und es gibt immer Ausnahmen.

      – Bei deutschen Frau habe ich öfter das Gefühl, sie wollen mir unbedingt ihre Unabhängigkeit und Stärke unter Beweis stellen.
      – Deutsche Frauen kommen mir häufig „unemotional“ vor. Was zum Teil auch daran liegt: http://anchukoegl.com/verletzlichkeit/
      – Viele deutsche Frauen (wie auch Männer) tun sich beim Flirten schwer. Kleinigkeiten wie Blicke, gewisse Gesten oder auch kleine Berührungen vermisse ich da manchmal.

      LG

      Antworten
      • Alex
        Alex says:

        Das kann ich nur wortwörtlich unterschreiben. Ich hatte bisher zwar nur Erfahrungen mit deutschen und russischen Frauen, aber die Unterschiede waren gewaltig und lagen genau in diesen filigranen Momenten.

        Antworten
      • Leonard Baumgardt
        Leonard Baumgardt says:

        Wow. Da sprichst du etwas aus, das ich so auch schon empfunden habe — aber du legst den Finger drauf. Sehr spannend. Kann ich alles unterschreiben. Wenn du ’ne Liste machen müsstest mit den Ländern, in denen Frauen noch am ehesten „unbekümmert weiblich“ leben, was wären für dich nach deinen Reisen bis jetzt die Top 3?

        Antworten
  6. Björn
    Björn says:

    Finde den Artikel sehr zutreffend!

    Was man noch ergänzen kann: Als Mann ist es durchaus möglich, die weibliche Seite in einer Frau „herauszulocken“. Andersherum wahrscheinlich genauso.

    Antworten
  7. Claudia
    Claudia says:

    Super Artikel, Anchu!

    Ich finde es sehr wichtig, dass Frauen für sich definieren, was für SIE weiblich ist und Männer, was für SIE männlich ist. Mann- und Frau-Sein geht auch in einer emanzipierten und gleichberechtigten Welt.

    Deshalb widme ich mich dem Thema Frau-Sein auch beruflich.

    Schließlich geht eine ungelebte Geschlechtlichkeit auf die Psyche!

    Deshalb: Danke, Anchu, für dein Statement!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Claudia,
      das Mannsein und Frausein in einer emanzipierten Welt geht, glaube ich auch. Doch es ist sicherlich nicht einfach.
      Und ja, das Unterdrücken der eigenen Gechlechtigkeit und Sexualität ist sicherlich nicht gut.
      Danke für deine Arbeit, sie ist wichtig!

      Antworten
  8. Alex
    Alex says:

    Hallo,
    Ich möchte da nun auch mal meinen Senf zugeben. Diese ganze Debatte „Männlich/Weiblich-Wie/Wann/Warum“ geht mir langsam ziemlich auf den Sack! Warum müssen wir Männer uns dauernd anhören „sei männlicher, geh auf die Frau zu aber… mach es so, denn so passt es ihr nicht, und so kommt es nicht an?!“ Die westliche Konsumwelt und ihre sch*** Oberflächlichkeit macht unsere/die Frauen doch erst kaputt! Die laufen 5x in der Woche ins Fitnessstudio und kaufen dauernd neuen Kram aus der Werbung und machen alles mögliche mit, um rein äußerlich „hui“ zu sein. Aber fast keine Frau arbeitet an ihrem Inneren (so wie wir Männer es ja tun müssen, keine altmodische Denkweise/Gleichberechtigung usw.). Und wenn ich dann eine Frau anschaue/mustere (nich so auf ecklig ((„obwohl, na und, ich bin ein Mann und „du“ bist geil, sabber ;)) guckt die dann so dämlich aus der Wäsche von wegen „warum schaut der so, hab ich was im Gesicht, oh Gott ich bin so verunsichert, ich guck lieber weg“. (Manche, leider sogar viele und ich bin nich hässlich) Frauen sind passiver und wir Männer müssen den ersten Schritt machen, is klar. Aber langsam bringt das alles kein Spaß mehr. Die meisten sind so unselbstbewusst, das die entweder weggucken oder dir n dummen Spruch drücken. Will hier nich auf verzweifelten Hater machen, aber ich finde die Frauenwelt könnte mal langsam aufhören, mit dem ganzen Schönheitswahn und den Diäten und dem ganzen Gehabe.
    Und ich für meinen Teil mache es mittlerweile schön altmodisch und Geier jeder Frau die ich persönlich!!! attraktiv finde hinterher (auch wenn sie mir entgegen kommt) schaue ihr auf die Beine, Schuhe, Hüften, Hintern und Brüste.
    Neulich hat zum Beispiel eine eine Umfrage oder so für UNICEF gemacht und ich meinte, nachdem ich ihr etwas zugehört habe, ganz ehrlich; „du, ich hab neulich schon gespendet (stimmt echt) und ich hab dir nur zugehört weil du süß bist.“ Schon war Körperkontakt von ihrer Seite aus da.
    Also was soll das ganze Gehabe Leute?
    Ich grab so lange jedes Mädchen an bis es klappt: Mit egal ob das irgendeine ecklig findet oder meint ich bin ne männliche H***. Mann kann keine Frau ins Bett kriegen und/oder evtl seinen Soulmate treffen, wenn man nicht voll auf Kontakt geht! Und ich kann ziemlich gut kochen und Wäsche waschen/zusammenlegen, also Gleichberechtigung is für mich nichmal n Thema… Is normal… Aber ich bin der Hahn im Korb und krähe so laut ich kann und manchmal hat die Frau einfach mal zu machen, was ich sage!! Und dann is auch wieder gut. Danke.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Alex,
      danke für dein Kommentar.
      Das Frauen nicht an ihrem Inneren arbeiten stimmt nicht. Ich persönlich kenne viele bewusste Frauen und auch mein Blog wird von Hälfte Frauen gelesen.
      Viele Männer verwechseln bei Frauen Schönheit mit Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl. Das eine muss mit dem anderen nichts zu tun haben. Und auch wenn schöne Frauen gewisse Vorteile haben können (Partnerwahl), haben sie es nicht einfach. Sie werden zu oft schlichtweg nur auf ihr Äußeres reduziert.
      LG

      Antworten
  9. Kowsky
    Kowsky says:

    Hey Anchu,

    Danke für den Artikel, der viele Anregungen zum Nachdenken gibt. Mein Lösungsansatz wäre, dass die Männer klarer zu Ihren Wünschen in der Gleichberechtigungsdebatte stehen müssten. Wie beim erfolglosen Dating laufen zu viele Männer ihren Frauen hinterher. So gibt es eine Fülle von Diskussionen zum Thema Teilzeit- vs Vollzeitjob bei Frauen, in Bezug auf Männer findet diese Debatte so gut wie gar nicht statt. In der Praxis sieht das dann so aus, dass Frauen sich unter Ihren gegebenen Rahmenbedingungen ständig hinterfragen, ob sie im richtigen Arbeitszeitmodell arbeiten und entsprechende Optimierungen vornehmen. Männer arbeiten oft unreflektiert Vollzeit, oft ein Leben lang. Das Resultat: paradoxerweise sind die Frauen durch die Vielzahl der unterschiedlichen Ratschläge weiterhin unsicher und latent mit ihrer Situation unzufrieden. Die Männer hingegen trauen sich erst gar nicht ihre Situation zu überdenken oder gar zu ändern, sondern diskutieren lieber zum x-ten mal über die Verbesserung der Rolle der Frau. Und das tut mir jetzt für uns Männer leid, aber Dasist dann gänzlich unmännlich

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Kowsky,
      einfach ist die Sache nicht. Ohne konkret zu werden, ich sehe das große Problem darin, dass sich viele Männer wie Frauen mittlerweile als Opfer der Gleichberechtigung sehen – und das bringt beide nicht weiter.

      Antworten
      • Kowsky
        Kowsky says:

        Hier über Opfer zu sprechen ist mir zu negativ und stellt auch nicht den Zusammenhang zwischen der Gleichberechtigung und der Anglechung der Verhaltensweisen her. Was ich vor allem meine ist, das die Frauen die Diskussion aktiv führen, während die Männer eher passiv sind und sich mit der Rolle abfinden, die übrig bleibt. Oder kennst Du eine Zeitschrift, die vor allem Männer lesen und die das Thema besprechen würde? Ich denke, das Frauen einen selbstbewussten, einen Standpunkt vertretenden Mann bevorzugen würden und sie dadurch seine Männlichkeit spüren.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Es ist ein Problem, weil anstatt Verantwortung zu übernehmen, wir mit de Finger auf die anderen zeigen und behaupten, sie seien Schuld. Die Männer behaupten, die Frauen seien nicht mehr weiblich. Doch dass es vlt. auch daran lieht, dass sie weniger männlich sind, wollen sie nicht einsehen – und umgekehrt.
          Das Frauen einen Mann bevorzugen, der einen klaren Standpunkt hat, stimmt. Und ja, es gibt gewisse „Männerbewegungen“, auch wenn sie noch nicht bei der großen Masse angekommen sind.
          LG

          Antworten
          • Marjdbjkas.rfg
            Marjdbjkas.rfg says:

            „Weil anstatt“ ist falsch. Es klingt nicht schön und ist von der deutschen Grammatik her auch inkorrekt.
            „Das Frauen einen Mann…“ schreibt man mit doppel ’ss, auch hier nochmal der Hinweis auf die inkorrekte Sprachbeherrschung.
            Und mit „lieht“ meinen sie wahrscheinlich „liegt“, aber ist nach ihren vielen Fehlern auch nicht mehr schlimm.

            Mit freundlichen Grüßen 10L!!

          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Danke für die Hinweise auf die Fehler. Manchmal rutsch da leider was durch, egal, wie oft ich drüber lese. Dies ist allerdings der falsche Blog um rumzutrollen. Verbesserungsvorschläge sind willkommen, deine kleinen Sticheleien nicht.
            LG

  10. Nils Terborg
    Nils Terborg says:

    Hi Anchu,

    der Artikel gefällt mir, auch wenn ich natürlich (mal wieder 🙂 ) nicht zu 100% deiner Meinung bin. Wenn wir uns das nächste mal sehen, würde ich gerne mit dir über das Thema Stereotype und Sozialisation reden – da gibt es ein paar wichtige Punkte und ich denke, dass wir unterscheiden müssen zwischen Mann und Frau auf der einen Seite und den sozialen Konstrukten Männlichkeit – Weiblichkeit auf der anderen Seite.

    Spannend wird das definitiv, denn auch die Fachwelt ist sich da noch lange nicht einig. Schließlich ist das Thema hochemotional, politisch brisant und es steckt die alte Nature-vs-Nurture-Debatte dahinter 🙂

    Wann sehen wir uns? 😉

    LG, Nils

    Antworten
  11. Liese
    Liese says:

    Hi Anchu,
    ich finde dieser Artikel interessant, obwohl es gibt bestimmte Schablonen zwischen den Zeilen. Interessant für mich sind,
    1) wo du erwähnst dass mit dem „Frauen sind insgesamt sexueller.“ Ein sehr prickelnder Satz-und provoziert sofort so einen Satz wie „Na, aber Männer lesen Porn von Anfag an, und Frauen nicht…“ was mir zeigt, dass nicht nur die Sexualität zwischen beiden Geschelchten anderes ist, sondern die Wahrnehmung beiderseits. Öfter sind Frauen etwas bedroht von der Zwang mancher Männer haben, Pornos zu schauen. Dass hat sich zum Bespiel denke ich nicht geändert mit der Gleichberechtigung.
    Für mich trefft mehr präzis so einen Satz: „Frauen sind eher generell mehr sinnlich.“ Schau Menschen beim Tanzen an.

    2) Wenn ich höre was Du sagst über deinem Vater, und von den Erfahrung andere Männer auch-bringt es mir immer wieder zu den Punkt-„Wieso schreiben Männer nicht öfter über ihre Beziehung zu ihrem Dad-und wie dieser Mensch ihn geprägt hat?“ Als Frau, mit ziemlich ein Paar Beziehungen hinter mir-habe ich so oft die Wracke von diese zweifelhafte, gewaltätige und schlechte/non existent Verbindung und Erziehung gesehen. Diese „Role Models“ sind absolut einer der großer Einflüße auf unsere ganze Gesellschaft: die Beziehung zwischen Vater und Sohn.
    Schau mal z.B. Kurt Cobain, usw….ein Vater kann seinen Sohn alleine durch dieser Art länger, leise Ablehnung -oder einfach die grausame Abwesenheit- zum Selbstmord oder starker Suchtzustand bringen. Und dass hat natürlich Rieseln weiter auf die Frauen-die dann reagieren zu diese Zustand, der eigentlich gar nicht mit ihr zu tun hat.
    Jemand bitte schreiben darüber. Ich habe die Ergebnisse viele diese gescheiterte Verbindungen zweiterhand erlebt.
    And it ain’t pretty. Maybe stop looking just at women vs men and please look at what men do to each other. It’s a painful wreckage.

    Antworten
  12. Luchs
    Luchs says:

    Hallo Anchu,
    ich habe beruflich und hobbymäßig sehr viel mit Frauen zu tun, von Hausfrauen bis zu Managerinnen und Doktorinnen. Ich bin standardmäßig im Flirtmodus und ich denke, dass ich männlich auftrete. Ich bin noch nie harsch abgewiesen worden. Allerdings lasse ich mir auch nichts gefallen und bin auch mal bereit, für das was ich einstehe, mich mal mit einer Frau anzulegen. Was ich aber festgestellt habe, ist dass Frauen immer positiv reagieren, wenn ein Mann einfach mal locker ist, keine Angst hat mal Blödsinn zu reden oder einen Fehler zu machen. Ich sehe das als Einladung für die Frau ungefähr so: „Ich bin locker und an dir interessiert, ich trete als Mann auf wenn du willst lass dich in deine weibliche Energie fallen und wir können mal sehen, was aus uns wird“. Das kann ein toller Flirt sein, ein nettes Gespräch, ein One Night Stand oder eine Beziehung fürs Leben. Die Einladung kann sie nun annehmen oder ablehnen. So zu agieren setzt allerdings ein gewisses Selbstbewusstsein und eine gewisse Geisteshaltung (im engl. mindset) voraus und daran sollten wir Männer arbeiten. Natürlich kann man nicht bei jeder Frau landen, das ist ja auch nicht schlimm. Dann ist es halt die Nächste. Und wenn es die nicht ist, dann wieder die Nächste. Und wenn es keine ist, auch ok. Ich denke wir sollten aus dem Mangelbewußtein herauskommen und in ein Überflussdenken kommen (e gibt genug Frauen). Ich kann verstehen wenn Männer denken, dass es keine weiblichen Frauen mehr gibt und sich zurückziehen und nur noch ihr Ding machen. Scheint derzeit in Amerika ein Riesenproblem zu sein, dass die Männer keine Beziehungen mehr eingehen wollen. Gut finde ich es nicht. Ich bin ein Mann, bin es gerne und stehe dazu. Und ich habe festgestellt, dass im Internet viel geschrieben wird. Wenn man aber real vor der Frau steht, selbstbewußt auftritt und locker ist, wird man wahrscheinlich feststellen, dass da doch weibliche Energie vorhanden ist.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Luchs,
      ich stimme dir zu. Gerade das mit dem Überflussdenken sehe ich genauso. Natürlich gibt es auch in Deutschland noch sehr weibliche Frauen. Des Weiteren, wie du sehr schön erkennt hast, kann sich die Frau auch besser in ihrer Weiblichkeit fallen lassen, wenn der Mann zu seiner Männlichkeit steht. Doch trotzdem gibt es gesellschaftliche Veränderungen, sonst würde ja auch nicht so viel darüber geschrieben werden. Artikel über die „verlorene Männlichkeit“ oder die „unabhängige Frau“ gibt es ja auch in den großen deutschen Medien.
      LG

      Antworten
  13. Liese
    Liese says:

    Eine Bessenheit über Sex ist auch übrigens einer Art Sucht. Ich habe dass auch in der letzter Zeit als Nebensatz von einen Mann gehört-leider genau diese Stimmung-„na ja,wann es nicht klappt dann kommt die Nächste….und dann, schatz mal was…..auch die Nächste. Ich schau die nicht mehr in den Augen!“ Sag dass laut. Frauen spüren es. Es törnt richtig ab. I mean, it is the biggest TURN OFF you can give to a woman. Ihr das Gefühl zu geben dass sie nur eine kurzfristige Ablenkung ist…einer „Langweile Abschalter.“ In diesen Fall ist Porn hinter geschlossener Türen sicher höflicher.

    Antworten
    • Luchs
      Luchs says:

      Hi Liese,
      du scheinst da leider was mißverstanden zu haben. Es geht nicht darum reihenweise mit Frauen zu schlafen, sondern es geht darum eine potentielle Parterin zu finden, zumindest hier. Angenommen, ich sehe dich, deine Gestik, dein Aussehen, deine Körpersprache und denke ja, ganz nett und spreche dich an. Wir kennen uns nicht. Nehmen wir weiter an, du bist überhaupt nicht interessiert, aus welchem Grund auch immer. Wie reagierst du auf mein Ansprechen? Wahrscheinlich wirst du mir jetzt antworten: Das kann ich so nicht sagen, das kommt darauf an. Exakt. Wenn du in dem Moment schlecht gelaunt bist und ich dann noch bedürftig und mit einer miserablen Körperhaltung rüberkomme, wirst du möglicherweise Mühe haben, höflich zu bleiben. Wenn ich sympathisch rüberkomme, ist vielleicht ein interessanter Flirt drin. Wie auch immer du reagierst, Tatsache für mich bleibt in dieser Situation, dass du nicht an mir als Mann interessiert bist. Das ist völlig ok. Meine Reaktion darauf: Mit dieser Frau hat es wohl nicht sein sollen, ok, dann klappt es vielleicht mit der nächsten. Das ist alles, mehr wollte ich damit nicht sagen. Viele Männer nehmen das aber persönlich und reagieren dann auf die unterschiedlichste und sehr häufig ungesunde Weise auf eine Ablehnung. Hier sollte ein Mann an seinem Mindset arbeiten, denn Ablehnung kann niemals persönlich gemeint sein, denn die Frau kennt mich ja gar nicht. Dass ich es verursacht!!!! habe, ist klar. Schliesslich hatte ich die Frau ja angesprochen.

      Antworten
  14. Ute
    Ute says:

    Gleichberechtigung heißt für mich: Gleiches Recht für beide Partner.
    Was die Weiblichkeit und Männlichkeit angeht, so kann ich mich Deiner Meinung und Erfahrung anschließen.

    Was bei der Weiblichkeit hier immer wieder auffällt, sind die vielen Dogmen,die durch Unterdrückung und Unterstellung geschürt wurden.
    Was lernt das kleine Mädchen als 1.? Das Sex nur der Fortpflanzung dient.
    Dann kommt dann, das sie ja nicht mit Jedem rummachen sollte.
    So kann Frau das sicher noch weiter ausführen.

    Doch eine wirkliche Frau kennt Ihren Körper und Ihre Sinnlichkeit, die Sexualität und Ihre Wünsche.
    Frauen die aus dem Klischee heraustreten und sich in Ihrer Weiblichkeit zeigen, sind wirklich etwas besonderes.

    Doch auch die männlichen Männer sind mittlerweile selten geworden.
    Sie trauen sich nicht mehr, über Ihre Wünsche und Ziele Ihrer Sexualität zu sprechen…und schon gar nicht mit einer potenziellen Partnerin, aus Angst vor Ablehnung.Das führt dann zum Fremdgehen und anders Ausleben. Wobei hier auch viele Myten daran hindern, das wirkliche Potenzial der Sexualität zu zu lassen.

    Dabei sollte doch eigentlich im Zeitalter der Gleichberechtigung dieses Tabu mittlerweile gebrochen sein.
    Wie viele Paare gibt es, die die Gleichberechtigung nutzen?

    Es wurde in Deinem Artikel auch der 3er angesprochen. Eine sinnliche Erfahrung und Bereicherung für alle Teilnehmer.
    Wobei ich als Frau auch die Erfahrung machen durfte, 2 Männer zu genießen, die sich ganz mir als Frau gewidmet haben.
    Sie berühren sich nicht gegenseitig und küssen sich auch nicht. Da haben Männer oft die Hämmschwelle, als schwul zu gelten, wobei das zu sehen, sicher auch als Frau, sehr erregend sein kann.

    Ein weiteres Thema wäre dann wohl Anal…zwinker
    Fast jeder Mann möchte auch diesen Eingang der Frau nutzen (die wenigsten wissen, wie es geht), doch Ihr eigener ist Tabu (Sie wissen nicht, was Ihnen entgeht).

    Ja, wir Frauen können mulitiple Orgasmen erleben und auch wir können abspritzen.
    Doch das können Männer auch.
    Da haben wir die Gleichberechtigung!!!

    Für mich ist partnerschaftliche Gleichberechtigung ehr die Ergänzung,
    Männlichkeit und Weiblichkeit, wie beim Yin und Yang Zeichen.
    Jede Freiheit die ich mir nehme, gestehe ich auch meinem Partner zu.
    Es gibt so viele Möglichkeiten einen Orgasmus zu erleben und zu genießen.
    Ich kann nur jedem raten, traut Euch, immer wieder etwas neues zu erleben…
    Zeigt Euch, wie Ihr wirklich seit.
    Äußert Euere Wünsche und Träume und setzt sie in Taten um.
    Nur so macht man die Erfahrung, ob man das wirklich mag und genießt.
    Das gilt in der Gleichberechtigung von Frau und Mann gleichermaßen…

    Wer nicht genießt, wird ungenießbar…

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Ute,
      eine schöne Ergänzung.
      Das Potential der weiblichen Sexualität macht vielen Männer angst und deshalb wurden Frauen und ihre Sexualität Jahrtausendelang unterdrückt.
      Bei viele anderen Punkten stimme ich voll und ganz zu. Männer haben Angst als schwul zu gelten. Doch der anale Bereich ist natürlich auch für Männer sehr lustvoll, wenn sie offen dafür sind.
      Auch Männer können multiple Orgasmen haben, müssen das aber eher trainieren als Frauen. Z.B indem sie die sexuelle Erregung „umkehren“ und nach innen abspritzen und/oder durch Training des PC-Muskel.
      Ich denke, dass Sex und Sexualität auch immer ein sehr guter Indikator für die persönliche Entwicklungsstandpunkt eines Menschen ist und daher viel über einen Menschen ausagen kann.
      LG und danke für das tolle Kommentar!

      Antworten
  15. Baumi
    Baumi says:

    ich habe mich schon lange von der deutschen (un)weiblichkeit verabschiedet, frauen aus vielen anderen ländern ohne grosse gleichberechtigung kleiden sich stilvoller, haber schönere haarschnitte, sehen einfach adretter aus und wissen noch was man(n) wirklich mag.
    mein fazit: bei mir nur noch ausländerinnen!!!

    Antworten
  16. Christin
    Christin says:

    Danke Anchu, für Deinen mal wieder sehr interessanten Artikel. Ich freue mich immer sehr, wenn jemand klare und offene Worte findet und nicht vor den möglichen Reaktionen zurückschreckt.
    Das Thema beschäftigt mich seit einer Weile ebenfalls immer wieder, wenn auch noch spezieller in die Richtung „Erwartungen“ und was diese mit den Menschen machen.
    Mir fällt auf, dass gerade auch Männer in „klassischen Beziehungen“ es immer schwerer haben „die“ Rolle ausüben. Sie sollen nicht nur der Hauptverdiener sein und Vollzeit arbeiten, sondern auch gleichzeitig viel zu Hause sein, die Kinder versorgen, erziehen und bespaßen, im Haushalt eine große Rolle übernehmen, dabei auch Intuition und Emotionalität beweisen und gleichzeitig auch weiterhin die Rolle des „klassischen“ Mannes erfüllen.

    Dabei musste ich in der letzten Zeit immer mehr verwundert den Kopf schütteln, wenn mir teils überzogene und auch unerfüllbare Erwartungen von manch einer (Ehe-)Frau begegnet sind. Bei den Männern unter meinen engen Freunden, erlebe ich hier teils eine immer größere Verunsicherung. Darauf bezogen, ob sie vielleicht einfach nicht gut, fleißig und engagiert genug sind, weil es nie reicht.
    Bitte lyncht mich nicht gleich. Ich sage natürlich nicht, dass das immer und in jeder Beziehung so ist. Ich möchte auch nicht sagen, dass Frauen hier die „Bösen“ sind. Die Rollen werden insgesamt immer schwieriger auszufüllen. Längst ist es nicht mehr „normal“ oder genug, wenn eine Frau Hausfrau und Mutter sein will.
    Ich erlebe diese Thematik als einen weiteren Effekt auf die „Problematik“ aus Anchus Artikel.
    Menschen leben oder lebten immer sehr stark in Rollen. Dadurch entstehen auch Regeln und Anhaltspunkte für „richtiges“ / „gutes“ Verhalten. Innerhalb solcher lässt es sich auch für den einen oder anderen leichter, sicherer und dazu auch einerseits sogar freier bewegen. Regeln und Rollen bringen insofern auch ein gewisses Maß an Sicherheit und Freiheit mit sich. Auch wenn das Wort Freiheit hier widersprüchlich klingen mag.
    Ich möchte mich hierbei selbst nicht ausschließen. Es ist teilweise eine Gradwanderung, eine selbstbewusste, starke Frau zu sein und dabei nicht an Weiblichkeit einzubüßen. An dieser Stelle auch danke an Ute für den tollen Kommentar!

    Bringt also die Gleichberechtigung auch eine Verwirrung in Bezug auf die eigene Identität – und dadurch im Miteinander – mit sich?
    Ich finde es eine spannende Frage, ob und wie das aufgelöst werden kann bzw. wie sich das weiter entwickeln wird.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Christin,
      du hast einen fundamentalen Punkt erwähnt: „Die Rollen werden insgesamt immer schwieriger auszufüllen“.
      Egal, ob Mann oder Frau, unsere sozialen Rollen werden immer anspruchsvoller und komplexer. Die Frage ist, wo das hinführen wird. Ich persönlich habe (noch) keine Antwort gefunden.
      LG

      Antworten
  17. Lan
    Lan says:

    Hi Anchu,
    wirklich toller Artikel! Dieses Thema beschäftigt mich schon seit längerem, jedoch habe ich davon nichts im Netz gefunden. Ich habe selber das Problem, dass ich desöfteren zu männlich wirke aufgrund einer schwierigen Kindheit. Ich merke, dass ich dadurch Schwierigkeiten mit Männern habe, würde es gerne ändern, weiß aber nicht wie. Schließlich gehört es irgendwie zu meiner Persönlichkeit dazu, die sich seit Jahren entwickelt hat.
    Nichts desto trotz, wirklich schöner und vor allem ehrlicher Artikel.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Lan,
      danke. Ich denke, dass es letztendlich einfach ein momentanes Problem unserer Gesellschaft ist. Falls du etwas ändern möchtest, beschäftige dich doch mal ein wenig mit dem Thema Weiblichkeit. Da gibt es sicherlich auch Blogs und Bücher zu.
      LG

      Antworten
  18. Astrid
    Astrid says:

    Hi Anchu!
    Danke für den tollen Artikel! Ganz ehrlich: stimme Dir in allen Punkten zu. Auch bei uns in Österreich ist es nicht anders. In den letzten Jahren kann man auch bei uns kaum mehr männliche Männer und weibliche Frauen finden, leider! Auch meinem Mann und mir ging’s ähnlich. Ich war lange Jahre viel zu männlich und mein Mann zu weiblich. Inzwischen haben wir gelernt, unser Mannsein bzw. Frausein anzunehmen und siehe da: wir hatten noch nie so tollen Sex 😉 Danke Dir immer für Deine tollen Artikel!
    LG. Astrid

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Astrid,
      ich schreibe zwar Deutschland, aber vieles bezieht sich auch auf andere Länder in der westlichen Welt.
      Ja, es ist wirklich schade dass das Mann- und Frausein langsam abhanden kommt. Deshalb freut es mich umso mehr, dass ihr es hinbekommen habt.
      Könntest du kurz erklären, wie ihr das geschafft habt?
      LG

      Antworten
  19. Sebastian
    Sebastian says:

    Super Artikel.
    Das Buch von Daniel Bergner (3) gibt es jetzt auch auf deutsch unter dem Titel „Die versteckte Lust der Frauen“. Es ist sehr zu empfehlen, zwar mit weniger Fantasie-Beispielen wie bei Nancy Friday, aber auf eine andere Art und Weise ähnlich gut.

    Das Grundproblem ist genau das, wie es Anchu beschreibt. Gleichberechtigung ist wichtig und gut, aber wenn es sich auch auf das Sexuelle bezieht, verlieren beide, Mann und Frau. Frauen wollen im Bett NICHT gleichberechtigt sein.

    Beim Ansprechen gilt das gleiche. Ich als Mann muss die Frau ansprechen. Immer und ausnahmslos. Das hat nicht nur mit der gesellschaftlichen Prägung unserer Zeit zu tun, sondern auch mit der Natur von Mann und Frau. Schaut in die Tierwelt, da ist es genauso und da gibt es keine gesellschaftlichen Normen: Auch dort „bewirbt“ sich der Mann bei der Frau.

    Antworten
  20. Emmanuel
    Emmanuel says:

    Hi Anchu,

    Sehr gut verfasster Artikel. Du befindest dich auf der selben Linie als Maximilian Pütz und Arne Hoffmann die die geschlechterdebatte in Deutschland vorantreiben. Nur ein wichtiges Merkmal neben der Gesellschaft und der Erziehung fehlt noch und das wurde bisher noch von den meisten Pickup Artists ausser Acht gelassen, die biologische Komponente:

    So belegen diverse Studien (https://www.endocrine.org/news-room/press-release-archives/2006/testosterone_lvls_in_men_decline) dass der Testosterongehalt in Männern kontinuierlich nachlässt. Und wie jeder weiss ist dieses Sexualhormon mit für das Verhalten vom Mann verantwortlich. Weniger Testosteron = weniger (positive und negative) agression, weniger dominantes verhalten und auch weniger sex drive. Die Gründe dafür sind vielfältig (fettleibigkeit, weichmacher, etc) die den Oestrogenspigel in die Höhe treiben und die Männer langfristig auch biologisch verweiblicht. Im Umkehrschluss bedeutet es dass die Frauen biologisch gesehen wohl weniger schnell vermännlichen als umgekehrt. Es scheint wirklich so als ob die gesamte Umwelt sich gegen die Männerwelt verschworen hätte ;-). Vielleicht interessiert es dich ja in dieser Hinsicht mal zu recherchieren und deine Theorie zu vervollständigen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Emmanuel,
      ich lese immer wieder etwas über das Thema, da ich sehr interessant finde. Das Testosteronlevel sinkt mit dem alter, ja. Doch kann es Mann auch wieder ankurbeln, bzw. Verhaltensweisen führen dazu.
      So hat man herausgefunden, dass bei Männer im mittleren Alter und sinkenden Testosteronlevel ein Seitensprung die Tesostosteronproduktion wieder ankurbelt (ähnlich passiert übrigens auch bei Frauen). Das soll kein Tipp zum fremdgehen sein, sondern nur der momentane Stand der Wissenschaft.
      LG

      Antworten
  21. Christof
    Christof says:

    Hallo Anchu,
    ich finde den Artikel richtig gut!
    Vor einigen Monaten erkannte ich die Ursache vieler meiner Identitätsprobleme. Meine Entwicklung und Erziehung war geprägt von Gleichberechtigung. Ich spürte immer den Mann in mir, aber verbot es mir selber ihn auszuleben. Jetzt wo es für mich selber okay ist zu zeigen wer ich bin, habe ich ein viel stärkeres Selbstwertgefühl aufbauen können. Und viele der alten, immer wieder kehrenden Fragen in Bezug auf Frauen haben sich in Luft aufgelöst.
    Klar geworden ist mir durch deinen Artikel das es den Frauen ähnlich geht! Lieblos und bestimmend! Passt bei einigen die ich kenne und wahrscheinlich ist genau das ihr Problem. Was sie nur noch nicht erkannt haben. Deshalb hab ich den auch gleich geteilt und werde über die Inhalte auch mal in Gespräche einfließen lassen. 😉
    Weiter so und beste Grüße
    Christof

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Christof,
      ich kenne das, denn mir ging es teilweise ähnlich.
      Ich denke, dass viele Männer sich ein wenig verloren fühlen und ihre Männlichkeit unterdrücken, aber vielen Frauen geht es eben mittlerweile ähnlich. Danke fürs Teilen!
      LG

      Antworten
  22. Michael
    Michael says:

    Ein sehr guter Artikel Anchu. Und ich sage dir wo das in Deutschland hin führt zum totalen Chaos. Dieser Schaden wird nicht durch Krieg zerstören sondern durch den Geschlechter Kampf. Wir werden in den nächsten 20,30 Jahren massive Probleme bekommen.
    Und eines kann ich dir sagen wenn wir Männer nicht bald Widerstand leisten…werden wir hier alt aussehen.
    Dann heißt es in die Länder auswandern wo die Welt noch in Ordnung ist.
    Und soll ich die ehrlich sagen was ich sogar als professioneller Trainer sage. Wir brauchen keine Gleichberechtigung mehr.
    Wir brauchen nichts mehr von dem. Würde man in Deutschland eine Umfrage machen würden viele Männer angeben das sie die Schnauze voll haben von dem Mist.
    Aus mit der Gleichberechtigung das Fass ist voll. Frauen sind schon lange Frei und Gleichberechtigt. Das was heute läuft ist ein Krieg gegen den Mann. Und das muss uns endlich bewusst werden. Daher bringt auch das ganze Flirten lernen und Techniken und bla bla nichts mehr. Du bist einer von wenigen Trainer die auch das auch sehen. Daher bist du für mich ein guter Coach den du siehst auch das ganze Objektiv und auch alle Probleme und nicht nur das dumme Geschwätz von Frauenversteher die sagen es läge nur an den Männer.

    Antworten
  23. Philipp
    Philipp says:

    Die amerikanische Wissenschaftlerin Brené Brown hat bei ihren Untersuchungen herausgefunden, dass viele Frauen ihre Männer zwar darum bitten, sie in ihr Inneres schauen zu lassen und Ängste zuzugeben, aber gleichzeitig können sie es nicht ertragen, wenn die Männer es dann tun.[1]

    Das klingt so, als wer es nicht gut sich verletzlich zu machen, bzw dass Frauen nicht damit umgehen können.
    Aber ohne sich zu öffnen und sich verletzlich zu machen, kann doch keine nähe entstehen ?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Philipp,
      ich denke, es wichtig sich verletzlich zu machen und sich zu öffnen. Sich verletzlich zu zeigen macht dich als Mann attraktiver und führt zu mehr Vertrauen. Allerdings bin auch der Meinung, dass viele Frauen nicht damit umgehen können, wenn ein Mann:
      a) Emotionaler als sie selbst ist
      b) Sich in seinen eigenen Gefühlen verliert
      Ich hoffe, das erklärt das „Dilemma“.
      LG

      Antworten
  24. Horst Schwarz
    Horst Schwarz says:

    Lieber Anchu, schreibt doch deine Diskussionsthemen demnächst in einem Textverarbeitungsprogramm mit automatischer Fehlerkorrektur, bevor du sie dann per „Copy – Paste“ hier postest.
    Das erspart mir und allen Anderen, die an erster Stelle den den Themen interessiert sind, diese vielen Berufsnörgler, deren Beiträge nicht wirklich konstruktiv sind, sondern nur der Selbsterhöhung dienen. Danke!

    Antworten

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