Die Balance des Lebens

leben-in-balance-1Ich mag das Wort Balance nicht. Es erinnert mich zu sehr an die Magazine der Krankenkassen, die im Wartezimmer beim Arzt rumliegen und die einem ganz diskret eine Zusatzversicherung andrehen möchten. Doch in einer Welt, die immer schneller, komplexer und hektischer wird, ist Balance wichtig.

Viele Menschen widmen einem bestimmten Lebensbereich außerordentlich viel Zeit und Energie: der Arbeit, dem Aussehen, ihrer Beziehung, ihrem sozialen Ansehen, dem Nachtleben, den Computerspielen. Und dies führt häufig zu Problemen.

Es gibt genug Menschen, die glauben, dass 70 Stunden die Woche zu arbeiten OK ist. Oder Menschen, die vier Mal die Woche feiern gehen und für die eine Schachtel Zigaretten, eine Flasche Wodka und ein paar Lines Koks pro Abend dazugehören. Oder Menschen, die nur noch Augen für ihren Partner haben und ALLES mit ihm zusammen machen, sei es Sport, shoppen, ins Kino zu gehen, duschen, scheißen – und das alles am liebsten im Partnerlook.

Häufig widmen wir einem bestimmten Bereich in unserem Leben zu viel Energie und zu viel Zeit und vernachlässigen dafür andere wichtige Bereiche. Uns fehlt also die Balance im Leben.

Ach Anchu, ein Leben in Balance … Was für ein Schwachsinn! Was kommt als nächstes, die Partnersuche basierend auf deiner Schuhgröße?

Zugegeben, ein Leben in Balance klingt nicht gerade sexy. Doch scheiß auf sexy, schließlich bin ich kein Beautyblogger, der über Shampoos, Antifaltencremes und 400-Euro-Schuhe aus Krokodilleder schreibt. Und da ich auch nicht für eine Krankenkasse arbeite und dir eine Zusatzversicherung andrehen möchte, lass mich dir erklären, was es mit der Balance im Leben so auf sich hat.

Seitdem ich mich mit dieser Webseite selbstständig gemacht habe, gibt es immer wieder Phasen, in denen ich zehn oder mehr Stunden arbeite, häufig auch am Wochenende. In diesen Zeiten kommt vieles andere in meinem Leben zu kurz: Freunde, Familie, Sport, Freizeit.

Das Ganze funktioniert für ein paar Wochen. Doch lebe ich dieses Extrem zu lange, geht meine Motivation, meine Kreativität, meine Produktivität und vor allem auch meine Zufriedenheit den Bach runter. Und ähnlich geht es anderen Menschen.

Häufig leben wir zu einseitig und vernachlässigen wichtige Bereiche in unserem Leben. Und dann wundern wir uns darüber, dass wir energielos, unausgeglichen und gestresst sind, abends nicht einschlafen können und morgens nicht aus dem Bett kommen, Sorgen und Ängste uns auffressen und wir generell in etwa so entspannt sind wie ein Teenager bei seinem ersten Mal.

Durch Kaffee, Red Bull oder andere Muntermacher versuchen wir uns wach zu kriegen, nur um dann zu aufgedreht zum Einschlafen zu sein. Durch Facebook, Whatsapp, Instagram und Co haben wir das Gefühl, mit der ganzen Welt verbunden zu sein, doch unsere besten Freunde treffen wir nur ein Mal im Monat und unsere Familie mit etwas Glück an Weihnachten. Sport kennen wir nur aus dem Fernsehen und das letzte Mal, dass wir uns Zeit für uns selbst genommen haben, war damals, als das Internet nur Pickel überzogener Computernerds kannten.

Fühlen wir uns unzufrieden, unausgeglichen und unmotiviert und fehlt uns die Inspiration, der Antrieb oder die Kreativität, zweifeln wir oftmals an unseren Fähigkeiten, an unsere Entscheidungen oder an unseren Zielen. Dabei fehlt uns häufig nur ein wenig mehr Balance im Leben.

Leben in Balance? Ist das eine neue Sendung auf RTL II?

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Doch was genau bedeutet ein Leben in Balance?

Ein Leben in Balance

Ein Leben in Balance bedeutet, dass wir einen Ausgleich zwischen fünf wichtigen Lebensbereichen finden. Diese Lebensbereiche sind:

  1. Arbeit
  2. Soziale Kontakte
  3. Sinn
  4. Gesundheit und Fitness
  5. Freizeit

Ich fühle mich dauerhaft ausgeglichen, wenn ich regelmäßig allen fünf Lebensbereichen Zeit widme. Diese fünf Lebensbereiche sind nicht in Stein gemeißelt. Vielleicht ist dir ein weiterer Lebensbereich sehr wichtig, wie zum Beispiel … ähhh … Blumen gießen. Ich bin jedoch davon überzeugt, dass diese fünf Bereiche die mit Abstand wichtigsten sind. Und die meisten Menschen, mit denen ich darüber gesprochen habe, sehen das ähnlich.

Du denkst gerade, dass eine Balance zwischen diesen fünf Lebensbereichen zu simpel klingt, um einen großen Einfluss auf deine Lebensqualität zu haben? Das kann ich völlig nachvollziehen, denn mir geht es häufig ähnlich. Aber ist dir auch schon mal aufgefallen, dass es häufig die simplen und grundlegenden Dinge sind, die den größten Einfluss auf unser Leben haben? Eben.

Was es mit den fünf Lebensbereichen auf sich hat und warum gerade diese fünf so wichtig sind, erfährst du im Folgenden.

1. Arbeiten

Dieser Bereich ist besonders kritisch. Und zwar deshalb, weil die meisten Menschen viel zu viel arbeiten. Ich meine, wenn wir zur Arbeit fahren, acht Stunden arbeiten, zwischendrin noch Mittagspause machen und dann von der Arbeit wieder nachhause fahren, ist der Tag schon fast gegessen.

Ich frage mich häufig, welcher Idiot eigentlich entschlossen hat, dass acht Stunden die richtige Anzahl an Arbeitsstunden sind. Ich behaupte jetzt mal, dass sowieso kein Schwein acht Stunden, geschweige denn mehr, effizient am Tag arbeitet. Vor allem nicht als Angestellter.

Scheiße, morgen ist schon wieder Montag!

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Doch auch wenn die meisten Menschen zu viel arbeiten (müssen) – das Gegenteil, also gar nichts zu tun, ist für uns auch nicht gut. Unser Gehirn hat das Bedürfnis, Dinge zu beeinflussen, Dinge zu ändern, Ziele zu erreichen und effektiv zu sein.1 Den Rest deines Lebens faul an einem exotischen Strand zu liegen und Cocktails zu schlürfen wird dich wahrscheinlich auch nicht glücklich machen, selbst wenn du davon momentan träumst.

Die Balance in der Arbeitswelt zu finden ist schwer. Auch mir geht es so, obwohl ich mir frei einteilen kann, wann, wie und wo ich arbeite. Häufig habe ich Phasen, da arbeite ich fast gar nichts und mich überkommt das schlechte Gewissen. Dann wiederum habe ich Phasen, da arbeite ich viel zu viel und vernachlässige andere Bereiche in meinem Leben.

Falls es dir irgendwie möglich ist, versuche eine Balance zu finden. Nichts zu tun ist zu wenig, 70 Stunden die Woche zu arbeiten ist zu viel, ganz egal, wie gut man dich bezahlt.

2. Sozial sein

Ab und an alleine zu sein ist wichtig. Doch zu viel soziale Isolation tut uns nicht gut. Zu oft war ich vollkommen alleine und einsam in fremden Ländern, Tausende von Kilometer von Zuhause entfernt. Obwohl das äußerst interessante Erfahrungen waren, hat es mir nie gut getan, wenn ich zu lange alleine war.

Letztendlich sind wir soziale Wesen. Ob Familie, Freundschaften oder Partnerschaft, die Qualität unserer Beziehungen beeinflusst maßgeblich die Qualität unseres Lebens. Kein Wunder, dass unser persönliches Glücksempfinden auch davon abhängt, wie glücklich die Menschen in unserem sozialen Umfeld sind.2

E-Mails, Facebook, WhatsApp, Instagram und Co geben uns das Gefühl, dass wir kommunikativ sind. Doch häufig verbringen wir zu wenig Qualitätszeit mit den Menschen, die uns besonders am Herzen liegen. Doch Dabei ist gerade diese Zeit so enorm wichtig.

Mir fällt das besonders auf, da ich meistens von Zuhause aus arbeite. Wohne ich alleine und arbeite bis 17h, 18h oder 19h, fühle ich mich wie ein Roboter. Erst wenn ich vor die Türe gehe und mit anderen interagiere, fange ich an, mich wieder wie ein Mensch zu fühlen.

Gerade wenn du alleine wohnst und einem Job nachgehst, bei dem du viel vor dem Computer sitzt, solltest du darauf achten, dass du täglich in Kommunikation mit anderen Menschen trittst – im Idealfall mit guten Freunden, mit deinen Familienangehörigen oder mit deinem Partner.

Täglich Zeit mit Menschen zu verbringen, die dir am Herzen liegen, hat meines Erachtens einen riesen Einfluss auf unsere Zufriedenheit. Leider tun wir dies viel zu selten und vor allem viel zu kurz.

(Falls du das Gefühl hast, bei dir ist es eher umgekehrt und du verbringst zu viel Zeit mit anderen und hast zu wenig Zeit für dich, versuche, ein wenig mehr Zeit alleine zu verbringen. Hier findest du einen Artikel dazu.)

3. Sinn

Fragt man Menschen, was der Sinn des Lebens ist, lautet die Antwort häufig „glücklich zu sein!“. Egal, wie alt oder jung, wie erfolgreich oder nicht erfolgreich wir sind, wir alle wollen glücklich sein. Doch dieser Wunsch kann zu einem Problem werden.

Die moderne Glücksforschung ist zu der Erkenntnis gekommen, dass wir, wenn wir unserem individuellen Glück zu viel Bedeutung geben, letztendlich unglücklicher sind.3 Der Wunsch, immer glücklich zu sein, kann somit dazu führen, dass wir generell unzufriedener sind.4

Das Thema Glück ist komplex und von vielen Faktoren abhängig, aber Glück scheint mehr eine Art Nebenprodukt zu sein, das entsteht, wenn wir ein bedeutsames Leben führen. Wir Menschen brauchen somit einen Sinn im Leben und dieser Sinn sollte etwas sein, das größer ist als wir selbst. Anstatt immer nur an sich selbst zu denken und sich zu fragen, was einem noch fehlt um endlich glücklich zu sein, es ist wichtig, dass man an etwas tut, was einem sinnvoll erscheint.

Je mehr wir dem Glück hinterherrennen, desto weniger glücklich sind wir häufig. Vergessen wir stattdessen mal unseren Wunsch, glücklich zu sein und tun stattdessen Dinge, die uns sinnvoll erscheinen, fühlen wir uns häufig glücklich und zufrieden. Zugegeben, ist das ist jetzt ein wenig vereinfacht dargestellt, aber so oder so ähnlich funktionieren wir Menschen.

Konkret bedeutet das, dass es wichtig ist, dass du regelmäßig etwas tust, was dir sinnvoll erscheint. Dies kann bedeuten, dem Nachbarsjungen bei den Hausaufgaben zu helfen, die Einhörner vom Aussterben zu bewahren, einem gemeinnützigen Verein beizutreten, die örtliche Jugendfußballmannschaft zu trainieren oder spirituell zu wachsen.

Versuche, deinen Fokus ein wenig mehr auf das Geben zu legen, anstatt immer nur an das Nehmen zu denken. Und zwar in deinem eigenen Interesse. So macht es Menschen glücklich, Wohltätigkeitsorganisationen Geld zu geben – unabhängig von ihrem Herkunftsland, der Höhe des Betrags oder dem Grund der Spende.5

Ich zum Beispiel habe häufig das Gefühl, etwas Sinnvolles mit dem Schreiben zu tun. Das ist natürlich ideal, denn damit verbinde ich zwei Lebensbereiche. Ob meine Arbeit wirklich sinnvoll ist oder nicht, darüber kann man natürlich streiten, doch mir kommt sie meistens sinnvoll vor – und das ist der entscheidende Punkt.

(Wie du einen Beruf findest, der dir sinnvoll erscheint, erfährst du übrigens in diesem Artikel: Welcher Beruf passt zu mir?)

Ob du nun etwas Sinnvolles durch deine Arbeit tust, anderen Menschen behilflich bist oder Einhörner rettest, versuche täglich etwas zu tun, was dir sinnvoll erscheint und nicht nur in deinem eigenen Interesse liegt. Es ist toll, ein Geschenk zu bekommen, doch es macht noch mehr Freude, ein Geschenk zu machen.

4. Gesundheit und Fitness

Viele Menschen leben verdammt ungesund. Sport kennen sie nur aus dem Fernsehen, die zehn Minuten zur Arbeit fahren sie mit dem Auto oder den Öffentlichen, wenn es irgendwie möglich ist nehmen sie den Fahrstuhl oder die Rolltreppe, den Einkauf vom Supermarkt lassen sie sich nach Hause liefern und eine ausgewogene Ernährung bedeutet für sie, dass die Tiefkühlpizza mal mit Salami und mal ohne ist.

Ich könnte jetzt etliche Studien und wissenschaftliche Erkenntnisse recherchieren, die beweisen, warum eine gesunde Ernährung und Sport so unheimlich wichtig sind. Aber a) habe ich darauf keine Lust und b) weißt du sowieso, dass Ernährung und Sport wichtig sind.

Er ließt regelmäßig meinen Blog und weiß, dass Sport wichtig ist.

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Ich habe zu dem Thema Gesundheit und Fitness somit nichts zu sagen, was nicht schon Tausend mal gesagt wurde. Versuche, mehr Sport zu machen und dich gesünder zu ernähren. Einer der großen Tricks dabei ist, eine sportliche Aktivität zu finden, die dir Spaß macht und gesunde Gerichte zu entdecken, die dir auch schmecken. Denn alles mit reiner Willenskraft zu schaffen funktioniert dauerhaft nicht (wieso das so ist, erfährst du in diesem Artikel über Selbstdisziplin).

Und komm mir nicht mit der Ausrede von mangelnder Zeit. Zum einen braucht es nicht mehr Zeit, einen gesunden Salat vorzubereiten als eine Tiefkühlpizza in den Ofen zu schieben. Zum anderen finden wir immer Zeit für die Dinge, die uns wichtig sind.

Ich persönlich mache jeden morgen zehn Minuten Yoga und gehe durchschnittlich zwei Mal die Woche ins Fitnessstudio. An den Tagen, an denen ich keinen Sport mache, versuche ich 30 Minuten zu laufen (Spazierengehen). Ich finde es immer wieder aufs Neue erstaunlich, wie viel besser ich mich fühle, wenn ich mich ein wenig bewege.

5. Freizeit

Aufstehen, Facebook und E-Mails checken, Kaffee runter würgen, auf den Weg zur Arbeit machen, nochmal Facebook und E-Mails checken, arbeiten, Erledigungen machen, vielleicht noch kurz ins Fitnessstudio, Abendessen, zum 17. Mal Facebook und E-Mails checken, schlafen gehen. Und dann wieder alles von vorne.

Viele Menschen haben leider zu wenig Freizeit. Es ist jedoch wichtig, dass wir regelmäßig Zeit für uns haben. Und mit Freizeit meine ich, dass du in der Zeit nur das tust, worauf du Lust hast. Das kann bedeuten ein Buch zu lesen, einen Film zu schauen, Freunde zu treffen, Tischtennis zu spielen, shoppen zu gehen oder zu versuchen, eines der großen Rätsel der Mathematik zu lösen.

Auch wenn es bei all der Arbeit, all deinen To-Do-Listen und sonstigen Verpflichtungen nicht einfach ist: Versuche, dir regelmäßig Zeit für dich zu nehmen. Und tue in der Zeit nur Dinge, auf die du Lust hast und die dir ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ausnahmen

Ein Leben in Balance klingt schön, ist aber nicht immer realisierbar. Wer heutzutage Erfolg haben möchte, muss häufig Extremes leisten. Extrem viel arbeiten, extrem diszipliniert sein, auf extrem viel verzichten.

Um mich mit dieser Webseite selbstständig zu machen, habe ich knapp eineinhalb Jahre wie ein verrückter daran gearbeitet – häufig auch am Wochenende. Da war nicht viel mit Balance oder Ausgleich. Ähnlich geht es den meisten Menschen, die sich selbstständig machen oder zum Beispiel gerade ein Kind bekommen haben.

Es gibt Lebensabschnitte, da ist eine Balance nur schwer möglich – und das ist OK. Doch dauert diese Unausgeglichenheit zu lange an, gefährden wir dauerhaft unser Wohlbefinden und unter Umständen auch unsere Gesundheit. In diesem Sinne: Möge die Balance mit dir sein.

Lerne dich selbst besser kennen

In meinem Ratgeber „Innere Stärke“ erfährst du, wie du dich selbst besser kennenlernst, besser mit negativen Gefühlen umgehst und deine Ängste überwindest. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

Fußnoten

  1. Bandura, A. (1977) Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change. ) Psychological Review 84, S. 191-215 und Bandura, A. (1982) Self-Efficacy: Mechanism in Human Agency. Amercian Psychologist 37, S. 122-147
  2. Fowler, J. H. & Christakis, N. A. Dynamic spread of happiness in a large social network: longitudinal analysis over 20 years in the Framingham Heart Study (2008). BMJ 2008;337:a233
  3.  Mauss, I. B., Tamir, M., Anderson, C. L., & Savino, N. S. (2011). Can seeking happiness make people unhappy? Paradoxical effects of valuing happiness. Emotion. 2011 Aug;11(4):767.
  4.  Brett Q. Ford, Amanda J. Shallcross, Iris B. Mauss, Victoria A. Floerke, and June Gruber (2014). Desperately seeking happiness: valuing happiness is associated with symptoms and diagnosis of depression. J Soc Clin Psychol. 2014; 33(10): 890–905.
  5. Aknin, L. B., Dunn, E. W., & Norton, M. I. (2012). Happiness runs in a circular motion: Evidence for a positive feedback loop between prosocial spending and happiness. Journal of Happiness Studies, 13(2), 347–355
20 Kommentare
  1. Jonas
    Jonas says:

    Hallo Anchu,
    ich hab deinen Blog erst vor ein paar Tagen entdeckt. Ich finde deinen frechen und direkten Schreibstil super! Der Artikel hat mich auch sehr gut gefallen. Und ja, du hast recht, oft sind es die simplen Dinge und die Grundlagen, die den größten Unterschied machen. Ich mache zum Beispiel viel Krafttraining und da gilt das gleiche Prinzip.

    Antworten
  2. Mischa
    Mischa says:

    Moin Anchu,

    da hast du wieder einen rausgehauen! Und danke vor allem für die lustigen Bilder, die runden das Werk großartig ab 🙂

    Den von dir mehrfach erwähnten Punkt „Social Media“ halte ich persönlich für den Schlüssel zur Balance. Was dort an sinnloser Zeit vertrödelt wird, wäre in jedem der erwähnten 5 Bereich gut aufgehoben. Ob ich mich da ausschließe? Leider nein 😉

    Freu mich auf unser ausbalanciertes Treffen demnächst!

    Liebe Grüße
    Mischa

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Mischa,
      danke dir. Social Media… oh ja! Da verbringe ich, oder besser gesagt verplempere ich, auch noch viel zu viel Zeit. Es ist aber auch nicht einfach, wenn man am Computer arbeitet und den ganzen Tag nur einen Klick davon entfernt ist.
      Ich freue mich auch. Bis bald!

      Antworten
      • Jan
        Jan says:

        Hi Anchu,

        hast du mal daran gedacht, eine Software, wie zum Beispiel Freedom zu benutzen? Ich mache das seit einer Weile. Die Software verhindert, dass ich vor 18 Uhr bestimmte Webseiten aufrufe. Natürlich kann man das alles ganz individuell einstellen.

        Das wirklich coole an der Software ist aber nicht, dass ich die Seiten nicht mehr aufrufen kann, sondern, dass ich gar nicht mehr den Wünsch verspüre, diese vor 18 Uhr aufzurufen. Der Kopf ist endlich frei!

        Viele Grüße,
        Jan

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Jan,
          nein, habe ich noch nicht. Das „Problem“ bei mir ist teilweise, dass ich Facebook für die Arbeit nutze – immer weich ich zum Beispiel etwas auf meiner Fanseite poste.Klingt aber trotzdem gut, ich werde mir das Ganze mal anschauen.
          LG

          Antworten
          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Hi Erik,
            danke für den Tipp. Buffer kenne ich. Doch ich sollte ja nicht nur Artikel Posten, sondern auch Kommentare der Leser beantworten. Trotzdem Danke!
            LG

  3. Daniela
    Daniela says:

    Lieber Anchu,
    ich möchte mich Jonas anschließen: auch mir gefällt dein lockerer Schreibstil und die frechen Witze.
    In diesem Sommer stand ich unter extremer Spannung und war total gestresst. Als ich angefangen habe, deine Artikel zu lesen, ging es mir viel besser. Es hilft ungemein, sich selbst besser kennenzulernen. Erst dann kann man etwas verändern. Es hilft nichts, wenn andere Leute auf einen einreden. Die Erkenntnis muss selbst kommen. Ich meinen Augen, leitest du den Weg zur Selbsterkenntnis sehr gut ein. Vielen Dank!
    Beste Grüße
    Daniela

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Daniela,
      danke dir. Ja, du hast es erfasst. Letztendlich ist so gut jeder Tipp oder Ratschlag dazu da, ein wenig mehr über sich selbst und seine Entscheidungen zu reflektieren. Und falls ich dir da behilflich sein kann, freut mich das sehr!
      LG

      Antworten
  4. Sabine
    Sabine says:

    Hi Anchu,
    und noch ein Artikel, dem ich mich absolut anschließe. Wobei ich finde, dass zu den fünf genannten wichtigen Lebensbereichen ein weiterer Lebensbereich wie zum Beispiel „Blumen gießen …“ erheblich zur „Balance des Lebens“ beiträgt, gerade, wenn man mutig ist und sich auch verletzlich zeigt …
    Dein Schreibstil gefällt mir übrigens ungemein 😉
    LG,
    Sabine.

    Antworten
  5. Marius
    Marius says:

    Social-Media wurde hier schon angesprochen und es ist für mich wirklich jedes mal wieder auf’s neue überraschend, wie viel Zeit man dort verplempern kann, ohne es sofort zu bemerken! Ich mache deshalb, seit knapp 3 Jahren schon, regelmäßig „offline-phasen“ also eine Art Social-Media-Urlaub, wo ich mich für mehrere Tage und manchmal sogar mehrere Wochen komplett ausklinke und mich dort nicht (also wirklich überhaupt nicht) einlogge. In den ersten Tagen ist es meist extrem komisch, weil man gewohnt ist ‚mal eben kurz‘ zu gucken, was es neues gibt. Aber nach einer Weile beginnt man die Zeit wirklich sinnvoller zu nutzen 🙂 Ich kann nur jedem empfehlen, das auch mal zu machen! Kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr nicht nur ‚FB-Freunde‘ sondern auch tatsächlich echte, wirkliche Freunde in eurer Liste habt, die ihr nicht jeden Tag real sehen können, dann ist es besser vorher eine kleine Ankündigung zu schreiben, dass man offline bleiben wird. Ansonsten kann es sein, dass man nach dem Login dutzende besorgte PN’s lesen muss und allen versichern muss, dass man tatsächlich noch lebt 😀 Und noch eine kleine Warnung: Wenn ihr euch nach mehreren Wochen offline-Zeit das erste mal wieder einklinkt, kann das ganze sehr überfordernd wirken, da man diese Reizüberflutung nicht mehr gewohnt ist 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Marius,
      ich hab die exakt gleichen Erfahrungen gemacht. Dieses wie auch letztes Jahr habe ich bei Seminaren teilgenommen, bei denen striktes Internetverbot herrschte. Es war die erste Tage etwas komisch, da ich dachte, ich verpasse etwas. Doch je länger ich offline war, desto besser habe ich mich gefühlt. Und wenn ich mich dann nach 10 Tagen zum ersten mal wieder einloggte, war ich völlig überfordert… Ich denke, dass in den nächsten Jahren mehr und mehr Menschen etwas Abstand von der Online-Welt nehmen werden. Das ist gut für das allgemeine Wohlbefinden, allerdings weniger gut für meinen Blog 😉
      LG

      Antworten
  6. Sebastian
    Sebastian says:

    Sehr guter Artikel, Anchu!

    Das ist ein Thema, welches sehr wichtig ist, aber bisher habe ich in dieser Art wie du es beschreibst noch nirgendwo davon gelesen. Es kann einem sehr leicht passieren, dass man sich bei an sich guten Dingen Scheuklappen aufsetzt, ohne es selbst zu merken. Nehmen wir als Beispiel Meditation. Meditieren ist gut, wichtig und richtig. Ich lese also zB ein Buch zu diesem Thema und fange an zu meditieren. Das beginnt dann, mein Leben in einer Art und Weise zu bestimmen, die zu extrem ist. Vor lauter meditieren vergesse ich dann zB rauszugehen und mich meinen Ängsten zu stellen. Oder ich lese ein Selbsthilfebuch nach dem anderen und wundere mich, warum es mir trotzdem immer schlechter geht. Das kann daher kommen, weil ich mich nur noch um den Bereich „geistige / spirituelle Weiterentwicklung“ kümmere, aber vergesse, zwischendurch mal einen draufzumachen und mich gehen zu lassen.

    Oder das Thema Ernährung: ich beginne mich gut/gesund zu ernähren, steigere mich aber so sehr rein, dass ich mir nicht mal einen Cheatday pro Woche genehmige, an dem ich nur Müll esse und den ganzen Tag im Bett liege und fern sehe. Und dann wundere ich mich, warum mir trotz der ganzen guten Ernährung kein zufriedeneres Leben gelingt…

    Oder die Themen Arbeit, Aussehen, Freundschaften, Beziehungen, oder, oder, oder… Alles wichtige Themen, solange sie gemäßigt bleiben.

    Besonders für diejenigen unter uns, die zu Extremen neigen, ist das Thema „Balance“ also ungemein wichtig.
    Nochmals vielen Dank, dass du es so klar dargestellt hast. Habe bisher wie gesagt noch nirgendwo was dazu gelesen, obwohl es so wichtig ist.

    LG
    Sebastian

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Sebastian,
      du hast es erfasst und zwei sehr schöne Beispiele gebracht. Zu viel des Guten ist eben meistens nicht mehr so gut. Tomaten sind sicherlich gesund, aber jeden Tag 2 KG. zu essen ist es nicht mehr.
      Freut mich, dass die der Artikel gefällt.
      LG

      Antworten
  7. Bettina
    Bettina says:

    Hallo Anchu,

    danke dir für diesen hilfreichen und übersichtlichen Artikel!

    Ich beschäftige mich mit einem Leben im Einklang, was ja wiederum Balance benötigt, aber auf die fünf Bereiche, die du ansprichst, habe ich noch nie geachtet. Wenn ich aber darüber nachdenke, sind es tatsächlich die Bereiche, die immer wieder erfüllt werden wollen. Auch von mir.

    Bei mir hakt es mit der Balance vor allem an der wenigen Zeit für mich. Ich widme oft meine gesamten Freizeit meinem Blog und gönne mir nur wenig Ruhe. Selbst wenn ich es möchte, kommen oft Gedanken oder Ideen auf, die sich in den Vordergrund drängen. Ich meditiere nun täglich nach dem Aufstehen, um gelassener zu werden und Zeit für mich zu haben. Zwar nicht lang, aber es ist regelmäßige und wertvolle Zeit, die schon spürbare Veränderungen bringt 🙂

    Es braucht nicht immer große Veränderungen habe ich festgestellt, manchmal reichen kleine und dauerhafte, um mehr in Balance zu kommen.
    Und wie du sagst, gibt es solche und solche Phasen. Man sollte jedoch immer die Grenzen im Auge behalten, damit man nicht so sehr aus dem Gleichgerät gerät, dass man fällt.

    Möge die Balance auch mit dir sein 😉

    Liebe Grüße
    Bettina

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Bettina,
      sicherlich ist Zeit der Faktor, der uns am meisten daran hindert, im Balance zu sein. Doch wie du schreibst, manchmal reichen auch schon ein paar kleine Veränderungen aus.
      Als ich diesen Blog gestartet habe, hatte ich allerdings knapp eineinhalb Jahre gar keine Balance – allerdings hat sich der Aufwand gelohnt, denn jetzt kann ich von dem Schreiben leben.
      LG und viel Erfolg

      Antworten
  8. Elisa
    Elisa says:

    Lieber Anchu,

    ich habe dich soeben dank Norman von Vernünftig Leben entdeckt und freue mich wie ein Guppy. Ich liebe deinen Schreibstil und deine lockere Art. Das gepaart mit sehr hilfreicher Information – der Blogger Himmel auf Erden für mich. Danke! Ich werde dich nun genauer unter die Lupe nehmen und auf jeden Schritt achten, den du tust, um ja nichts zu verpassen und mich von dir inspirieren zu lassen. Big sister is watching you 🙂 Sei herzlich gegrüßt!

    Antworten

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