Was ist Sex für dich?

Es war unser erstes Date, sie war einige Jahre jünger als ich und wir verstanden uns prächtig. Nach ein paar Gläsern Martini, pur natürlich und mit einem Schuss Limette, fragte sie mich:

„Anchu, was ist Sex für dich?“

Glanzvolle Frage, dachte ich mir – die Frau ist ganz nach meinem Geschmack. Bevor ich ihr überhaupt antworten konnte, erklärte sie mir, dass diese Frage auch mal Charles Bukowski in einem Interview gestellt wurde. Er antworte damals nur:

„Sex ist das was man macht, wenn man nicht schlafen kann.“

Sie sagte mir dann, sie habe seine Antwort nie so richtig verstanden. Sie war der Meinung, dass diese Antwort nicht zu seinen Büchern, nicht zu seinem Schreibstil passe.

Ich sagte ihr:

„Doch, es passt genau. Ich bin zwar nicht Bukowski, aber ich kann dir sagen, was für mich Sex ist. Und ich denke, dass Bukowski so was Ähnliches mit seiner Aussage meinte“.

In meinem Buch „Sex vom anderen Stern“ beschreibe ich, dass guter Sex unvergesslich ist, dass es Kunst ist, dass es Leben ist. Sex kann eine unglaubliche intensive Erfahrung sein, ähnlich wie ein Drogenrausch – surreal, befreiend, gefühlt unvergänglich und gleichzeitig bewegend, mitreißend und lebendig. Sex kann sogar lebensverändernd sein. Fakt ist jedoch:

Sex wird von den meisten maßlos überbewertet.

Überrascht, das gerade von mir zu hören? Viele Menschen geben Sex eine viel zu große Bedeutung. Dies machen häufig vor allem diejenigen, die weniger Sex haben, als sie gerne hätten. Denn, alles was knapp ist, gewinnt für uns an Bedeutung. Und bei vielen trifft das leider auch bei dem Thema Sex zu. Denn, mal ehrlich, wie viele Singles (und auch Paare) haben ein erfülltes Sex Leben? 10%? Vielleicht 25%? Grobe Schätzung, aber viel mehr werden es nicht sein. Und genau darin liegt der Unterschied und auch das ewige Paradox in der Bedeutung von Sex.

Wenn du genug Sex hast, dann verliert Sex nämlich an Bedeutung, gewinnt aber gleichzeitig an Leichtigkeit, Gelassenheit, Intensität und Freude. Es ist ähnlich wie mit dem Essen – du machst dir nur Sorgen darum, wenn nicht genug da ist. Wenn es da ist, denkst du nicht viel drüber nach, du isst einfach und lässt es dir schmecken.

Mit dem Sex ist es ähnlich. Wenn du nur alle 2 Monate zum Schuss kommst, dann bist du ausgehungert. Dann genießt du Sex weniger, denn du musst erst mal satt werden. Und somit rennst du Sex (und potenziellen Partnern) hinterher, nimmst Sex als diese eine, ganz besondere Sache war, siehst es vielleicht sogar verbissen – anstatt der Natur freien Lauf zu lassen.

Wenn du aber genug Sex hast, dann wird Sex einfach zu einer Sache mehr, die du genießt und die Spaß macht. So wie es Spaß macht, ein gutes Buch zu lesen. So wie es Spaß macht, feiern zu gehen, zu reisen, sich mit guten Freunden zu treffen. Keiner will immer nur Sex haben. So wie keiner immer nur lesen, feiern, reisen oder sich mit Freunden treffen will.

Trotzdem ist Sex ein wichtiger Teil meines Lebens. Für mich ist es sogar einer wichtigste Aspekte in einer Beziehung. Ich denke, dass kein Mensch ohne ein erfülltes Sexleben wirklich glücklich sein kann.

Und genau all das meinte Bukowski mit seiner Aussage „Sex ist das was man macht, wenn man nicht schlafen kann.“ Wenn man mit seinem Sexleben zufrieden ist, dann sieht man Sex als was ganz Natürliches und dann tut man es einfach. Man tut es, weil es sich gut anfühlt, weil man seine Gefühle ausdrücken will, weil man den anderen spüren will, weil man geil ist oder weil man nicht schlafen kann. Oder einfach nur so. Nur um Sex zu haben, weil es Spaß macht.

Besserer Sex

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(Der Ratgeber ist gleichermaßen für Frauen wie Männer geeignet.)


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11 Kommentare
  1. surry
    surry says:

    Der Kerngedanke ist und bleibt, wir leben in einer übersexten Welt, wir messen uns an dieser übersexten Welt und eigentlich sollten wir nur zur Normalität zurück kehren.

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    • Anchu
      Anchu says:

      Absolut. Wir machen aus etwas ganz natürlichem ein riesen Ding. Wir reden das Thema tot und machen uns viel zu viele Gedanken darüber, anstatt es einfach nur zu genießen.

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  2. Michael
    Michael says:

    Sehr geiles Thema,

    ich sage es mal so Freunde. Das Problem ist das in unser Welt die ja nur eine Wahrnehmung ist vorgemacht wird das in jeder Ecke wilden Sex herrscht. Wenn du unsere Werbung anschaust meint man es müsste überall in Deutschland nach Sex riechen. Dabei ist es wie hier erwähnt nur 10-20%.
    Wer führt den ein Sex Leben. Ein ausgefülltes. Deshalb ist der Markt Sex auch so begehrt.
    Ich finde Sex auch zu einem Bestandteil. Ich habe mal in meinen Vorträgen gesagt. Wenn die deutschen mehr Sex hätten würden sie nicht täglich so eine Fresse hin ziehen. Warum arbeiten die meisten nur ? Fragt euch mal.
    Ich mag Deutschland den man nicht alles Pauschalisieren. Nur ein goß teil ist einfach zu verkrampft. Und die heutigen Frauen wissen das und nützen das aus. Deshalb ist für mich klar werde ein starker Mann und zeige das du Eier hast. Wie das der Anchu schon sagte mit der Polarität zwischen Mann und Frau.

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Sehr gut Michael
      Würden wir alle ein gutes und erfülltes Sexleben haben, würde eine große Einnahmequelle wegbrechen. Viele der Dinge die wir machen ist doch nur darauf aus, dem andere Geschlecht gegenüber attraktiver zu sein und an Sex zu kommen – auch wenn uns das oft nicht bewusst ist.
      Wie schon Sigmund Freud schrieb: Wir Menschen haben nur zwei Urmotivationen: Unseren Sexdrang und das Bedürfnis danach, großartig zu sein.

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  3. Flo
    Flo says:

    Einfach mal 30-90 Tage auf Pornos (wichtig!) und Masturbation (davon halte ich persönlich viel, andere denken da anders) verzichten und schauen was passiert.
    In der Regel bekommt man eine sehr viel gesündere Sicht, vor allem auf Frauen.
    Pornos überreizen einfach das Gehirn und führen bei regelmäßigem Konsum zwangsläufig zu negativen Folgen. Siehe zb. yourbrainonporn.com

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  4. Sebastian
    Sebastian says:

    Ich schreibe gerade einen Aufsatz (kein Schulaufsatz 😉 😀 ) über Sex und deren Bedeutung in unserem Leben. Ich versuche möglichst viel Input zu holen und bin dabei auch auf diese Meinung gestoßen.

    Mein Fazit umfasst mehrere Punkte:
    – Sex ist überbewertet, vollkommen wenn es um das erste Mal geht oder den ersten Sex mit einem neuen Partner….
    – Sex ist für die meisten Menschen ein Grundbedürfnis. Sex ist also so wichtig wie das Essen/Trinken, ein Dach über dem Kopf oder das Wissen geliebt zu werden. Wodurch? Kinder bekommen und Fortpflanzen, das dürfte für viele stimmen. Viele Sagen es ist die Freude daran. Aber ist es nicht mehr eher eine Sucht? Aus Vergnügen sagen viele. Aber wie kann es Vergnügen sein, wenn ich es so oft habe und mache? Wenn ich jeden Tag mein Lieblingsessen zu mir nehme, wird es mir früher oder später auch nicht mehr so gut schmecken.
    – Mit jedem Sex gehe ich auch das Risiko ein, dass ein Kind entsteht. Und seien wir ehrlich, die einzige 100% Sicherheit zu verhüten ist, sich die Hoden oder Eierstöcke/Gebärmutter zu entfernen. Und möchte ich mit jedem Sexualpartner ein Kind haben?
    – Sex soll auch Spaß machen, wenn man ihn hat. Warum sollte ich auch etwas machen, wenn es mir keinen Spaß bringt 😉

    Aus meiner Sicht ist Sex wichtig im Leben. Sex ist etwas schönes, was jeder auf seine Art und Weise ausleben soll und darf. Allerdings ist Sex etwas so allgemeines, allgegenwärtiges und eine Sucht für die Menschheit, dass es den wahren, wirklichen Genuss nicht gibt. Wir sollten uns die Frage stellen, ob Sex nicht wirklich wieder etwas ist, was wir mit vollem Genuss machen, wenn wir ein Kind haben möchten oder es uns vorstellen können mit dem Partner ein Kind zu haben, wenn es doch mal trotz Verhütung schief geht. So heben wir das wirklich wichtige, was eine Beziehung, Partnerschaft, Ehe ausmacht auf eine ganz neue und hohe Ebene, die wir inzwischen vergessen haben.

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