Wie werde ich glücklich? Eine überraschende Antwort

wie werde ich glücklich

Die Frage wie werde ich glücklich hab nicht nur ich mir gestellt, sondern so gut wie jeder großer Denker der letzten Jahrtausende. Allerdings ist die Frage nicht ganz so simpel zu beantworten, wie uns viele Lifestyle-Magazine vorgaukeln.

Frische Luft, gemäßigter Sport und Zeit mit guten Freunden zu verbringen ist toll, jedoch ist es nicht der Weg zu dauerhaftem Glück. Sorry Jolie, Petra und Men‘s Health.

Glück ist eine sehr subjektive Erfahrung, die von vielen Faktoren abhängt. Doch obwohl Glück subjektiv und komplex ist, hat die moderne Glücksforschung in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse gewonnen.

Die wohl wichtigste Erkenntnis ist, dass wir sehr schlecht darin sind, vorherzusagen, was uns glücklich machen wird.

Deshalb sind wir überrascht, dass uns die Beförderung, für die wir so hart gearbeitet haben, nicht ansatzweise so glücklich macht, wie wir dachten. Und das neueste SUV, für das wie einen Kredit aufgenommen haben, genauso wenig.

Das Problem bei der Beantwortung der Frage wie werde ich glücklich ist somit, dass wir häufig nicht wissen, was uns glücklich macht. Doch warum sind wir so schlecht darin, vorherzusagen, was uns glücklich oder unglücklich machen wird?

Zum einen tendieren wir zur Verlustaversion. Wir überschätzen häufig den Wert von etwas, das wir nicht haben, und unterschätzen den Rückschlag durch etwas, das wir verlieren.[1]

Wir überschätzen somit die Freude, die uns der Kauf eines neuen 65-Zoll Fernseher bereiten wird und wir unterschätzen den Schmerz, wenn dieser kaputt geht, nachdem wir ihn nach einem Streit mit unserem Partner aus dem 2. Stock geschmissen haben.

Zum anderen begehen wir einen systematischen Fehler, wenn wir uns ausmalen, was uns in Zukunft glücklich machen wird oder was uns in der Vergangenheit glücklich gemacht hat. Die Forschung von Harvard Psychologe Dan Gilbert hat das wiederholt gezeigt.

Das liegt daran, dass die Kapazitäten unseres Verstandes begrenzt sind. Wir können uns nicht an jeden einzelnen Moment der Vergangenheit erinnern und genauso wenig können wir uns die Zukunft exakt vorstellen. Unser Verstand macht sich nur ein grobes Bild und füllt dann automatisch die Lücken.

Wenn du dich an deine Studienzeit zurück erinnerst, kann es sein, dass dir nur Partys, Freizeit und Freunde fürs Leben einfallen. Den Lernstress, die Prüfungen und der andauernde Geldmangel tauchen in deiner Erinnerung kaum auf.

Der Verstand kann sich nicht an alle Details erinnern und füllt somit die Lücken automatisch auf. In deiner Erinnerung ist deine ganze Studienzeit durchweg toll gewesen, obwohl es sicherlich auch unangenehme Momente gab.

Unser Erinnerungsvermögen ist imperfekt. Deshalb ist es auch keine gute Idee unser jetziges Glück mit dem Glück aus damaliger Zeit zu vergleichen. Ähnlich imperfekt wie unser Erinnerungsvermögen, ist unsere Vorstellung von der Zukunft.

Vor einigen Jahren habe ich mir ausgemalt, wie glücklich ich sein werde, wenn ich erst selbständig bin und um die Welt reise. Nun bin ich selbstständig und reise um die Welt.

Ja, ich bin generell glücklicher als damals, doch es ist nicht alles nur Zuckerschlecken. Ich sehe meine Freunde und meine Familie nur selten, kulturelle Barrieren kosten Kraft, ich bin viel alleine, mein Job bietet wenig Sicherheit und ich verbringe unzählige Stunden vor dem PC. Doch als ich mir damals die Zukunft als Weltreisender ausmahlte, sah ich nur Palmen, Strand und exotische Cocktails, die von exotischen Frauen serviert werden.

Mein Verstand konnte sich nur gewisse Details vorstellen und füllte die Lücken automatisch. Ich war unfähig mir auch die Schwierigkeiten vorzustellen, die so ein Nomadenleben mit sich bringt.

Wie wir entscheiden

Wenn wir Entscheidungen treffen, stellen wir uns vor, wie wir uns fühlen werden. Wir versuchen dadurch vorherzusehen, welche Entscheidung unser Glück maximiert. Entscheiden für uns für einen Wohnort, einen Job oder einen Partner, stellen wir uns vor, wie es sich anfühlt wenn dieses eintrifft aber nicht jenes.[2]

Wir stellen uns also vor, wie es sich anfühlt in München statt in Oberostendorf zu wohnen, Investmentbanker statt Bio-Bauer zu werden oder mit Susie statt mit Clara zusammen zu sein. Doch weil wir uns die Zukunft lückenhaft vorstellen führt das häufig dazu, dass wir schlichtweg falsch einschätzen, was uns wie glücklich machen wird.

Du glaubst mir nicht ganz? Dann beantworte bitte diese Frage:

Was denkst du, würde dich glücklicher machen, ein Lottogewinn oder eine Lähmung?

Ich möchte dir keine Geldgier vorwerfen, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass du den Lottogewinn bevorzugst. Doch im Durchschnitt sind nach einem Jahr Lottogewinner nicht glücklicher als Menschen, die durch einen Unfall gelähmt wurden.[3]

Lori und Reba Schappel sind Zwillinge, die seit ihrer Geburt am Kopf verbunden sind. Sie haben jede Sekunde ihres Lebens miteinander verbracht. Doch trotz der Schwierigkeiten, die ein Leben in andauernder Zweisamkeit mit sich bringt, sind sie glücklich, fröhlich, verspielt und optimistisch.[4]

Sie sind jedoch kein Einzelfall. Eine große Mehrheit der Zwillinge, die von Geburt an am Kopf verbunden sind, verweigert eine Operation um ihre Köpfe zu trennen.

Wenn ich mir vorstelle, gelähmt zu sein oder das mein Kopf mit dem eines anderen verbunden ist, fällt es mir schwer zu glauben, dass ich unter solchen Umständen glücklich sein könnte. Wahrscheinlich geht es dir ähnlich. Doch diese Menschen sind glücklich oder zumindest nicht unglücklicher, als Menschen ohne diese Schwierigkeiten.

Wie werde ich glücklich? Äußere Umstände haben kaum einen Einfluss

Anscheinend haben äußere Umstände kaum Einfluss auf unser Glück. So ergaben interkulturelle Studien, dass trotz Einkommensunterschiede, Naturkatastrophen, Geographie, Kultur und Geschlecht Menschen weltweit im Durchschnitt gleich glücklich sind.[5]

Auch auf meinen Reisen fasziniert mich immer wieder, dass viele Menschen trotz schwerer Lebensbedingungen relativ glücklich wirken.

Dass äußere Umstände relativ wenig Einfluss auf unser Lebensglück haben, liegt daran, dass wir Menschen zu einem stabilen und konstanten Glückslevel tendieren. Diese Tendenz ist auch unter den sperrigen Namen hedonistische Tretmühle bekannt.

Ob du dir jetzt einen Sportwagen kaufst, von deinem Ehepartner verlassen wirst, befördert wirst oder einen schweren Unfall hast, nach einer gewissen Adaptationszeit an die neuen Gegebenheiten, wirst du dich in etwa gleich glücklich fühlen wie vor dem Ereignis.

Das erklärt auch, warum Lottogewinner nach einem Jahr im Durchschnitt nicht glücklicher sind als Menschen, die durch einen Unfall gelähmt wurden. Ja, ich finde das auch krass.

Doch wenn äußere Umstände kaum Einfluss auf unser Glück haben und wir schlecht darin sind, vorherzusagen, was uns glücklich macht, wie zum Teufel wird man dann dauerhaft glücklich?

Ich habe eine Antwort, doch ich bin mir nicht sicher, ob sie dir gefallen wird …

Wie werde ich glücklich? Die Sache mit dem Glückslevel

Obwohl äußere Umstände kaum Einfluss auf unser Lebensglück haben, wenden viele Menschen unheimlich viel Kraft, Zeit und Ressourcen für diese auf.

Wir wollen ein größeres Haus als unser Nachbar, ein schickeres Auto als unser Arbeitskollege und Urlaub im 5-Sterne statt im 3-Sterne Hotel. Doch auch wenn uns diese Dinge nicht glücklicher machen, kann der Verzicht darauf es tun.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass weniger Konsum und Materialismus positiven Einfluss auf mein Glück hat. Das liegt größtenteils daran, dass ich mich mehr auf das Erleben statt auf das Besitzen fokussiere.

Alles, was ich momentan besitze, passt in einen Koffer. Zugegeben, das ist ziemlich radikal, doch was es mit dem Minimalismus auf sich hat, erfährst du in diesem Artikel.

Einige weitere Faktoren, die dein Glück beeinflussen können, sind:

  • Sonne. Wenn unsere Haut in Kontakt mit Sonnenstrahlen kommt, bildet unser Körper Vitamin D3, welches die Produktion des „Glückshormons“ Serotonin fördert
  • Sport. Gerade beim Heben schwerer Gewichte, produziert der Körper Hormone wie Testosteron, Endorphinund Adrenalin, die dir beim Entspannen helfen.
  • Anderen helfen. Wohltätigkeitsorganisationen Geld zu geben macht Menschen glücklicher, unabhängig von ihrem Herkunftsland, der Höhe des Betrags oder dem Warum der Spende.[6]
  • Beziehungen. Wir Menschen sind soziale Wesen. Die Qualität unser Beziehungen hat daher einen wichtigen Einfluss auf unser Glück und Wohlbefinden.

Es gibt noch weitere Faktoren, die dein Glück beeinflussen können. Doch um dauerhaft glücklicher zu sein, gibt es nur einen Weg: du musst dein durchschnittliches Glückslevel anheben.

Dein Glückslevel anheben

Wie vorher erklärt, tendieren wir zu einem konstanten Glückslevel, zu dem wir auch nach großen Veränderungen in unserem Leben häufig zurückkehren, egal, ob die Veränderungen positiv oder negativ waren.

Dieses Glückslevel ist von Mensch zu Mensch verschieden und laut Forschung hängt es zu 50% von unserer Genetik ab.[7] Ist deine Mutter ein klägliches Stückchen Elend, bist du auch dazu prädestiniert, ein klägliches Stückchen Elend zu sein. Sorry.

Doch die positive Nachricht ist, dass du die restlichen 50% beeinflussen kannst. Das heißt, du kannst dein durchschnittliches Glückslevel Stück für Stück erhöhen. Das ist jedoch ein langsamer und unspektakulärer Prozess. Du kannst nicht von heute auf morgen dein Glückslevel von 5.3 Punkte auf 8.8 Punkte erhöhen. Das ist schlichtweg unmöglich.

Jedoch kannst du heute 0,01% glücklicher als gestern sein. Das mag für dich so unbedeutend sein, wie die neueste Staffel Dschungelcamp, doch über Wochen, Monate und Jahre hinweg addieren sich diese 0,01% und machen einen großen Unterschied.

Du kannst dein Glückslevel stetig aber kontinuierlich anheben

wie werde ich glücklich

Und wie erhöhst du nun dein Glückslevel dauerhaft? Während verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, ist der mit Abstand wichtigste, dass du das Gefühl von Kontrolle hast.

Glück und das Gefühl von Kontrolle

Effektiv zu sein, Dinge zu ändern, Dinge zu beeinflussen und Ziele umzusetzen sind grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns.[8]

Darum sind Menschen, die die Kontrolle über ihr Leben verlieren, oftmals unglücklich, hilflos und hoffnungslos und werden depressiv.[9] Das Gefühl von Kontrolle – ob real oder illusorisch – ist eine Quelle für psychische Gesundheit.[10]

Stelle dir Glück wie eine Reise vor. Die meisten Menschen glauben, dass sie ein tolles Reiseziel glücklich machen wird. Doch Harvard Psychologe Dan Gilbert erklärt, dass unser Glück nicht von unserem Reiseziel abhängt, sondern von dem Gefühl der Kontrolle, das wir während der Reise haben.

Egal, was du erreicht hast, was du besitzt oder wer du bist, wie glücklich du dich durchschnittlich fühlst, hängt größtenteils mit dem Gefühl von Kontrolle zusammen. Deshalb gibt es unglückliche Multimillionäre, die sich das Leben nehmen, und Menschen, die glücklich sind, obwohl sie so gut wie alles verloren haben.

Je mehr du das Gefühl von Kontrolle hast, desto höher ist dein durchschnittliches Glückslevel und desto glücklicher wirst du sein.

Mein Glückslevel ist höher als vor ein paar Jahren. Doch das liegt weniger daran, dass ich um die Welt reise, von meinem Blog leben kann oder dass ich erfolgreicher mit Frauen bin.

All das waren große Ziele von mir und ich habe sie erreicht. Doch es ist weniger das Erreichen meiner Ziele, was mich glücklicher gemacht hat, sondern vielmehr das gestiegene Gefühl von Kontrolle in meinem Leben. Ich lasse mein Leben weniger von Ängsten und Zweifel beeinflussen, lebe nach meinen eigenen Werten und versuche für alles Verantwortung zu übernehmen.

Verstehe mich nicht falsch. Du kannst das Leben nicht kontrollieren. Unvorhergesehene Dinge passieren und schlechte Erfahrungen werden dir genauso wenig erspart bleiben wie negative Gefühle. Doch auch wenn du die Umstände nicht immer kontrollieren kannst, kannst du immer entscheiden, wie du darauf reagierst.

In dem du Verantwortung für alles übernimmst, dich deinen Ängsten stellst, ehrlich zu dir selbst bist und nach eigenen Werten lebst, wirst du das Gefühl von Kontrolle erlangen. Du wirst das Vertrauen entwickeln, dass du mit der Welt fertig wirst und du wirst selbstbestimmt entscheiden, wo die Reise hingeht. Und genau das, macht dich dauerhaft glücklicher.

Innere Stärke

Werde glücklicher, indem du entscheidest, wie du auf deine Lebensumstände reagierst. Sei ehrlich zu dir selbst, übernehme Verantwortung und lerne, mit deinen Ängsten und negativen Gefühlen umzugehen. Wie du das genau machst, erfährst du in meinem Ratgeber Innere Stärke. Der Ratgeber hat 21 Seiten und die Ansätze sind psychologisch basiert. Du kannst ihn dir kostenlos als PDF herunterladen.

[1] Kahneman, D., & Tversky, A. (1984). Choices, values, and frames. American Psychologist, 39(4), S. 341.
[2] Karnio, R. & Ross, M. (1996) The motivational Impact of Temporal Focus: thinking about the Future and the Past. Annual Review of Psychology, S. 593 – 620
[3]Brickman, P., Coates, D., & Janoff-Bulman, R. (1978). Lottery winners and accident victims: Is happiness relative? Journal of Personality and Social Psychology, 36(8), S. 917.
[4] Segal, N. L. (1999). Entwined Lives: Twins and What They Tell Us About Human Behaviour
[5] Diener, E., Ng, W., Harter, J., & Arora, R. (2010). Wealth and happiness across the world. Journal of Personality and Social Psychology, 99(1), S. 52–61.
[6] Aknin, L. B., Dunn, E. W., & Norton, M. I. (2012). Happiness runs in a circular motion: Evidence for a positive feedback loop between prosocial spending and happiness. Journal of Happiness Studies, 13(2), 347–355
[7] Bouchard Jr, T. J., & Loehlin, J. C. (2001). Genes, evolution, and personality. Behavior Genetics, 31(3), S. 243–273.
[8] Bandura, A. (1977) Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change. ) Psychological Review 84, S. 191-215 und Bandura, A. (1982) Self-Efficacy: Mechanism in Human Agency. Amercian Psychologist 37, S. 122-147
[9] Seligman, M. E . P. (1975). Helplessness: On Depression, Development, and Death.
[10] Taylor, S. E. & Brown, J. D. (1988) Illusion and Well-Being: A Social-Psychological Perspective on Mental Health. Psychological Bulletin 103, S. 193-210.

44 Kommentare
  1. Tobias
    Tobias says:

    Hi Anchu,
    sehr interessanter und schön geschriebener Artikel. Ich muss zugeben ich finde es schon überraschend, dass äußere Einflüsse so wenig Einfluss auf unser Glück haben. Gerade in unserer Gesellschaft wird ja schon ziemlich viel Wert darauf gelegt. Da sieht man mal, wie viel bei uns „falsch läuft“.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tobias,
      danke. Ja, es ist schon faszinierend, dass wir so viel Mühe und Zeit in Dinge investieren, die uns nicht glücklicher und relativ unwichtig sind. Ich denke, dass dies auch ein Grund dafür ist, dass Menschen in ärmeren Ländern nicht weniger glücklicher sind. Sie haben zwar weniger, konzentrieren sich aber dadurch auf die „wichtigen“ Dinge im Leben.
      LG

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  2. Philipp
    Philipp says:

    Ein sehr interessanter Artikel! Du hast aber meine ich die Studie unter 3 falsch interpretiert. Schau Dir mal die Tabelle auf Seite 5 hier an: http://pages.ucsd.edu/~nchristenfeld/Happiness_Readings_files/Class%203%20-%20Brickman%201978.pdf

    Danach sind Menschen nach dem Unfall durchaus unglücklicher als Lottogewinner (Level 3 bei „Victims“ im Vergleich zu Level 4 bei den „Winner“) und auch unglücklicher als die Kontrollgruppe ohne einschneidendes Erlebnis. Erstaunlich ist natürlich trotzdem, dass sie sich weiterhin als relativ glücklich einschätzen (die Skala ging von 0 bis 5), aber so wie Du die Aussage bringst, gibt es die Studie nicht her.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Philipp,
      ich schreibe im Durchschnitt. Daher habe ich mich auf die durchschnittliche Werte bezogen, sprich die Tabelle ganz rechts. Dort gibt es kaum Differenzen zwischen den drei Gruppen.
      Doch egal, wie man die Ergebnisse interpretiert, interessant ist, dass die Unfallopfer auch im aktuellen Moment ihr Glück als überdurchschnittlich angaben. Dazu die Autoren der Studie:
      „It should be noted, however, that the paraplegic rating of present happiness is still above the midpoint of the scale and that the accident victims did not appear nearly as unhappy as might have been expected.“
      LG

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  3. Christina Schindler
    Christina Schindler says:

    Hi Anchu,

    ich kann dir größtenteils zustimmen. Besonders das, dass wir einen konstanten Glückslevel haben, den wir stetig steigern müssen habe ich selbst erfahren.

    Allerdings gibt es da eine Sache, die mich immer wieder ein wenig ärgerlich macht.
    „…laut Forschung hängt es zu 50% von unserer Genetik ab…“ Das ist absoluter Bullsh*t, verzeih mir meine Ausdrucksweise.
    Zum einen hat man nun schon mehrfach festgestellt, dass wir unsere Gene durch unser Verhalten beeinflussen und verändern können. Zum anderen stimmt auch meine Erfahrung nicht damit überein.

    Meine Mutter ist so ein klägliches Elend und ich war es lange Zeit auch. Sie hat es mir ja schließlich so beigebracht.
    Früher habe ich das auch geglaubt, dass ich das irgendwie geerbt habe und nichts daran ändern kann. Aber heute, nach einigen Jahren, in denen ich aktiv an mir gearbeitet habe, kann ich tatsächlich behaupten, dass ich die meiste Zeit über wirklich glücklich, zumindest inspiriert und voller Energie bin.

    Dieses „Es liegt in den Genen“ ist in meinen Augen nur eine weitere Ausrede, die einen daran hindern kann etwas aus sich und seinem Leben zu machen. Bitte entmutige deine Leser nicht mit solchen Aussagen. Denn der Körper ist immernoch ein Mysterium, welches die Menschen nicht gänzlich verstehen. Deine Gene machen dich nicht. Du machst dich selbst.

    Liebe Grüße
    Tina

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tina,
      ich verweise hier auf eine wissenschaftliche Quelle. Du schreibst: „Zum einen hat man nun schon mehrfach festgestellt, dass wir unsere Gene durch unser Verhalten beeinflussen und verändern können.“ Kannst du mir eine Quelle nennen, wo ich das nachlesen kann?
      Unsere Genetik hat einen Einfluss. Deshalb übertragen sich auch Krankheiten wie Depression häufig von Generation zu Generation.
      Das mit der Genetik soll aber keine Ausrede sein. Es geht hier um 50%, nicht um 100%. Das heißt, egal, wie „schlecht“ deine genetischen Voraussetzungen sind, du hast immer noch einen großen Einfluss und kannst selbst über dein leben bestimmen.
      LG

      Antworten
      • Julia Gruber
        Julia Gruber says:

        Sehr spannendes Thema, und dass das Glück von innen kommt und nicht von aussen, das würde ich zu 100% unterschreiben. Mir gefällt dein Ansatz, mehr Gewicht aufs Erleben als aufs Besitzen zu legen.
        Allerdings gebe ich Tina auch recht, der Einfluss der Genetik wurde früher überschätzt und da gibt es ganz bestimmt viele Quellen, wo du das nachlesen kannst, und zwar unter dem Stichwort „Epigenetik“. Ich gebe auch zu bedenken, dass die Quelle, die du anführst zu den 50% aus dem Jahre 2001 stammt! In Sachen Genetik hat sich aber sehr vieles getan in den letzten Jahren, deswegen könnte es sein, dass diese 14 Jahre alte Quelle nicht mehr so relevant ist.
        Die Epigenetik sagt aus, dass wir mit unserem Verhalten und auch beispielsweise mit unserer Ernährung tatsächlich unsere Gene beeinflussen können, und deshalb ist es eben nicht so, dass wir unsere Gene als schicksalsgegeben hinnehmen müssen.
        Wenn du magst, lies mal diesen zum Thema Glück passenden Artikel: http://www.energeticsinstitute.com.au/page/epigenetics_of_human_happiness.html, darin steht geschrieben: „The inherent Epigenetic mechanisms allow our basic inherited genes to be modified when copied or transcribed so that up to 30,000 variations from a single inherited gene sequence may be produced. The old science of our hardwired genes producing exact copies of themselves as a fixed fate are wrong or discredited facts. We are not victims to our inheritance at all.“
        Auch eine gute Quelle zum Thema Epigenetik ist übrigens Bruce Lipton.
        Und übrigens glaube ich auch nicht, dass der Weg zum Glücklichsein so langsam und in winzigen Schrittchen passieren muss 🙂 dazu hätte ich auch noch eine Quelle zum nachlesen, falls es dich interessiert!
        Danke für deinen tollen Artikel, er hat mich zum Nachdenken gebracht!

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Julia,
          die Quelle zu den 50% ist aus dem Jahr 2001.
          Wie und wie sehr wir unsere Genetik beeinflussen können, weiß ich nicht. Ich hab zu dem Thema noch nicht viel gelesen und muss mich erstmal schlau machen 🙂
          Nicht das Glücklichsein passiert langsam, sondern sein dauerhaftes Glückslevel zu erhöhen. Spontanes Glück ist nicht das gleiche wie unser durchschnitliches Glückslevel. Natürlich kann ich durch gewisse Ereignisse von heute auf morgen viel glücklicher sein. Ein neuer Partner oder Beruf, Urlaub oder eben auch ein Lottogewinn haben Einfluss auf mein momentanes Glück. Doch wir Menschen gewöhnen uns eben sehr schnell an die neuen Gegebenheiten und nach einer gewissen Zeit fühlen wir uns kaum glücklicher als vorher.
          Es gibt immer Ausnahmen, doch ich bin der Meinung, dass das Anheben unseres Glückslevels ein langsamer Prozess ist. Doch ist nicht schlimm, der Weg ist das Ziel.
          LG

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        • Christina Schindler
          Christina Schindler says:

          Danke Julia für die Quelle. Ich nehme an ich brauche nun keine mehr raus zu suchen. 🙂
          Es ist auf jeden Fall eine extrem interessante Erkenntnis, die unsere eigene Entwicklung bahnbrechend voran bringen kann. Es lohnt sich also auf jeden Fall mal rein zu schauen Anchu.

          Liebe Grüße
          Tina

          Antworten
          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Hi Tina,
            werde ich tun!
            Das ich durch meine Ernährung meine Gene verändern kann wusste ich nicht. Das Ernährung aber einen großen Einfluss darauf hat, wie ich mich fühle und wie viel Energie ich habe, habe ich schon gemerkt.
            LG

  4. Claudia
    Claudia says:

    Hi Anchu,
    toller Artikel! Das, was du schreibst, korreliert auch wunderbar mit den Ergebnissen der Langzeitstudie aus Neuseeland zum Einfluss der Selbstkontrolle auf weitere Lebensparameter: Diejenigen, die als Kinder den Marshmallow-Test erfolgreich gemeistert hatten, waren als Erwachsene signifikant gesünder, erfolgreicher etc, etc.. Deine Ausführen zur „Kontrolle über das Leben haben“ würde ich daher um den Aspekt „Kontrolle über sich selbst haben“ ergänzen – ich glaube fast, dass der wahre Schlüssel da liegt.
    Und es ist ja wirklich ein tolles Gefühl, dadurch eine gute Balance aus Agieren und Reagieren finden zu können.
    Viele Grüße
    Claudia

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Claudia,
      ja, ich kenne die Studie. Der Artikel ist schon ziemlich lang, deshalb bin ich nicht so genau darauf eingegangen, was es nun genau heißt, das Gefühl von Kontrolle zu haben. Doch in dem Ratgeber „Ein starkes Selbst“ gehe ich dafür umso mehr darauf ein. Und dort erkläre ich auch das, was du meinst: „Kontrolle über sich selbst haben“ und wie gut uns das tut.
      LG

      Antworten
  5. Sergej Ryan Fischer
    Sergej Ryan Fischer says:

    Toller Artikel Anchu!

    Deine Ansichten kann ich nur bestätigen. Da dieses Thema für die Partnersuche und ebenso für die persönliche Selbstverwirklichung ungemein wichtig ist, habe ich ebenso einen Artikel zum Thema Glück verfasst:

    http://mr-right-finden.de/wie-werde-ich-gluecklich-10-grossartige-ratschlaege/

    Den Punkt mit der Sonne fehlt mir noch, erkenne es aber immer wieder, dass mich ein Tag an der Sonne immer wieder ein Stück weit glücklicher macht! 🙂

    Liebe Grüße
    Sergej

    Antworten
  6. Daniel
    Daniel says:

    Hey Anchu!

    Das ist vielleicht bisher der hilfreichste Artikel den du geschrieben hast. Ich habe für mich entdeckt, dass alles andere in meinem Leben von meinem persönlichen Glück abhängt. Wenn ich glücklich bin, konträr zum „glücklich fühlen“ was ja nur kurzweilig ist, habe ich das Gefühl mit allem auf der Welt verbunden zu sein. Ich weiß und akzeptiere, dass ich ein Teil von allem bin und alles ein Teil von mir. Aus dieser Verbundenheit erwächst in mir ein tiefes Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten. Ich weiß, dass ich mein Leben komplett selbst in der Hand habe und das mir nichts einfach so „passiert“ sondern eine Reaktion auf eine Aktion meinerseits ist.

    Ich finde es wichtig, dass du persönliche Verantwortung hier mit rein bringst. Die glücklichsten Menschen die ich bisher getroffen habe, haben sich niemals als Spielball sondern immer als Spieler gefühlt. Konträr schieben die meisten Miesepeter die ich kenne die Verantwortung für alles in ihrem Leben auf andere. Übernehme Verantwortung für dein Leben und du wirst (mit viel Geduld) ein Leben nach deinen Vorstellungen leben. Die Welt ist schließlich nur das was wir von ihr denken.

    Freue mich auf den nächsten Artikel von dir!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Daniel,
      das freut mich zu hören.
      Ja, mir geht es das ähnlich wie dir. Wenn ich generell glücklich bin, sehe ich fast alles in einem anderem Licht. Früher hatte ich noch mehr Schwankungen, mittlerweile ist mein Glückslevel relativ konstant.
      LG

      Antworten
  7. Sassy
    Sassy says:

    Hi Anchu,
    schöner Artikel-sehr lesenswert. Im Alltag ist man sich dessen immer nicht so bewusst und macht eben so ’sein Ding‘. Ich seh mich selbst als sehr glücklichen und dankbaren Menschen an (schau dir an wo wir hier Leben und welche Möglichkeiten wir haben, es fehlt uns an nichts), dennoch hat ja jeder so seinen Rucksack zu tragen…ob jetzt gesundheitlich, privat, beruflich was auch immer…und ich werde mir jetzt genaus JETZT, weils es bei mir grad mal wieder aktuell ist (da ich leider immernoch oft in ‚alte Muster‘ falle oder noch falsche Glaubenssätze aus der Kindheit in mir tragen), deinen folgenden Satz:“In dem du Verantwortung für alles übernimmst, dich deinen Ängsten stellst, ehrlich zu dir selbst bist und nach eigenen Werten lebst, wirst du das Gefühl von Kontrolle erlangen. Du wirst das Vertrauen entwickeln, dass du mit der Welt fertig wirst und du wirst selbstbestimmt entscheiden, wo die Reise hingeht.“ sehr zu Herzen nehmen und versuchen, dass auch entsprechend umzusetzen :)! Danke dafür

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Sassy,
      danke.
      Du siehst die Dinge ähnlich wie ich. Auch wenn ich oft in meinen Alltagstrott falle, versuche ich mir bewusst zu machen, was für unglaubliche Möglichkeiten wir doch haben. Darüber sollten wir jeden Tag dankbar sein.
      Ja, dieser Satz hat es in sich. Ich schaffe auch nicht immer, für alles Verantwortung zu übernehmen und mich meinen Ängsten zu stellen, doch je mehr ich es machen, desto besser fühle ich mich.
      LG

      Antworten
  8. Michael
    Michael says:

    Hallo Anchu,
    sehr schöner Beitrag von dir und dein Ebook kann ich nur empfehlen. Das kann ich so bestätigen das eben Konsum nicht glücklich macht auf Dauer zumindest. Ich weiß noch ganz genau als ich meinen BMW abgemeldet habe. Davor dachte ich ohne Auto das geht doch nicht. Was denken die anderen. Wenn ich ehrlich bin das Auto belastete mich zum Schluss mehr als es mich glücklich machte.
    Es kostet viel. Sprit und Versicherung. Muss das sein. So wie du es sagst Anchu ich erlebe lieber als mir Besitz an zu schaffen.
    Was mein Wunsch noch wäre ein kleines Häuschen in Italien oder im schönen Schwarzwald. Ansonsten kann ich jetzt schon sagen das ich glücklich bin. Den Geld und Luxus kann auch belasten. Sonst müsste jeder Millionär glücklich sein. Warum ist nicht jeder Millionär glücklich ? Ganz einfach weil das viele Geld und der Besitz belasten kann. Alleine schon die ganze Verwaltung. Dazu kommt das jeder was von dir will ? Was ? Geld natürlich. Wenn man sagt die armen sagen nur Geld mache nicht glücklich weil sie keins haben. Das glaube ich nicht unbedingt. Den mal ehrlich lieber bin ich arm und glücklich wie reich und scheiß depressiv. Schau dir nur die ganzen Stars an. Vor der Kamera glänzen sie alle und Privat ? Das kannst dir ja selbst beantworten.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Michael,
      ein Haus wünsche ich mir auch irgendwann. Das verbinde ich einfach mit einem Zuhause. Aber das Geld nicht notwendigerweise glücklich macht und manchmal belastet stimmt. Man spricht ja nicht umsonst von dem goldenen Käfig. Auch der mittlerweile weltbekannte Satz von Brad Pitt aus Fight Club bringt es auf den Punkt: Alles was du besitzt besitzt irgendwann dich.
      LG

      Antworten
  9. Ludwig
    Ludwig says:

    Hallo Anchu,

    einfach wunderbar Deine Artikel aus dem Herzen geschrieben ins Herz getroffen. Ich bin fasziniert, wie Du diese Sachverhalte mit Herzblut und klarem Verstand zu Papier bringst. Herzlichen Glückwunsch und weiter so Anchu! Schön, daß es solche Menschen, wie Du gibt!

    Liebe Grüße Ludwig

    Antworten
  10. Steffi
    Steffi says:

    Hallo Anchu,
    den Artikel finde ich wirklich total klasse. Neben den Studien, die du hier beschreibst und auch in den vorgenannten Kommentaren schon benannt wurden, finde ich vor allem den Ansatz der Kontrolle total nachvollziehbar und traf in meinem Punkt wirklich den richtigen Nerv!
    Ich habe für mich selber die Feststellung gemacht, dass grade ein sich-der-Situation-ausgeliefert-fühlen bei mir die größte Unzufriedenheit bringt. Erst nachdem ich aktiv mein Leben wieder mehr in die Hand genommen habe und das Ruder für Zukunftsvisionen und Zielrichtung neu gesetzt habe kehrte auch die Zufriedenheit stetig wieder zurück. Und dabei geht es gar nicht darum von den äußeren Faktoren her ein besseres und wohlhabenderes Leben zu führen. Du hast das wirklich schön benannt und mir hierdurch verdeutlicht womit dies zu tun hat! Danke dafür!
    Ich denke trotzdem, dass ein Lottogewinn mein Glückslevel noch ein Stückchen mehr heben würde, aber das ist ein anderes Thema! 😉
    Viele Grüße,
    Steffi

    Antworten
  11. Lan
    Lan says:

    Der Artikel bringt es auf den Punkt! Glück hängt nicht von externen Einflüssen ab, sondern von unserer inneren Einstellung. Eigentlich eine ganz logische Erkenntnis, die leider noch nicht so viele verinnerlicht haben.
    Tolle Artikel, Anchu! Endlich mal jemand, der es auf den Punkt bringt.
    Liebe Grüße,
    Lan

    Antworten
  12. Andreas
    Andreas says:

    Hallo Anchu,

    toller Post! Sehr inspirierend, ich hatte viele Probleme in den letzten Monaten und befand mich mental in keiner guten Verfassung. Ich hoffe mit Hilfe deiner Tipps kann ich etwas an meiner Lebensart verbessern. Danke!

    Antworten
  13. Christian Hoffmann
    Christian Hoffmann says:

    Hallo Anchu.
    Dein Artikel über Glück ist immer ein aktuelles Thema. Super.
    Nach einem Unfall b.z.w. Krankheit hat mich meine Tochter im Spital gefragt , das ich mehr im Jetzt leben soll und mich Danach mehr auf glückliche Dinge oder Dinge schaun soll die Spass machen . War zu diesen Zeitpunkt ratlos , da ich auf der Stelle keine Antwort wusste … (Du kennst ja das Hamsterrad)
    Das ist das Dilemma das man in den Medien und Kirche fast NICHTS über das Thema Glück hört.
    D.h. das Thema ist für alle persönlich sehr wichtig, aber in der Gesellschaft anscheinend nicht …
    lg Chris

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Chris,
      das ist eine inspirierende Geschichte.
      Ich denke, dass das Problem der Gesellschaft eher das ist, dass wir dauerhaftes Glück und Zufriedenheit mit Spaß und sofortiger Belohnung verwechseln.
      Wir rennen einer sofortigen Belohnung nach der anderen hinterher (neues Auto, was leckeres zu essen) und glauben, dass das Glück ist.
      LG

      Antworten
  14. Kieran
    Kieran says:

    Bezüglich der Sonne und Vitamin D!

    Hier in Deutschland steht die Sonne nur über eine gewisse Zeit optimal vom Winkel her, sodass unsere Haut genügend Vitamin D aufnehmen kann. In der Savanne sieht das natürlich ganz anders aus. Darum ist es auch so wichtig, Vitamin D zu supplementieren. Besonders wichtig für die Eisenaufnahme!

    LG
    Kieran

    Antworten
  15. ilona m.
    ilona m. says:

    Ich bin glücklich dich gefunden zu haben.
    Ich bin auf dem richtig weg…ich bin in keiner/noch nicht ☺Beziehung und bin glücklich.
    Ich finde mich und die Zeit die ich habe machen mich glücklich.
    Nicht über alles den Kopf zu zerbrechen. ..mach mich glücklich.
    Danke für dein Blog

    Antworten
  16. Sabrina
    Sabrina says:

    Hi 🙂
    Nun habe ich schon ein paar Sachen von dir gelesen und finde auch diesen Artikel toll. Aber…da hätte ich vielleicht ein paar Denkanstöße. Ich selbst litt bis vor kurzen 19 Jahre am Depressionen. Die letzten zwei Jahre waren meine persönliche Hölle. Aber das Leben hat mir eins gelehrt. Sei einfach du! Drück dich aus. Bleib dir treu und wenn du unzufrieden bist, habe den Mut was zu ändern. Mit deinen Worten bekämpft du die Symptome von Unglücklich sein. Das ist gut. Den wir müssen uns entwickeln. Erfahrungen sammeln. Auch negative Erlebnisse gehören dazu. Manchmal ist Schmerz ein Wegweiser. Aber die Ursache ist damit nicht aus der Welt. Dass wir nicht wirklich wissen, wer wir sind. Sind wir die Summe unserer Erfahrungen? Unsere Rollen? Wir sind immer auf der Suche. Das Gehirn und der Körper sind nicht dafür geschaffen, dauerhaft glücklich zu sein. Das würden wir nicht ertragen können. Wer bin ich, um das zu beurteilen..ja. Aber stelle dir Mal das vor. Ewig glücklich?

    Liebe Grüße

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Sabrina,
      ich bin kein Hirnforscher und kein Wissenschaftler… Ich schreibe aus persönlicher Erfahrung und das, was die aktuelle Forschung so erkannt hat. Das wir Menschen nicht dazu gemacht sind, immer glücklich zu sein sehe ich genauso. Es gibt sogar Studien, die zeigen, dass auch negative Gefühle wichtig sind. In diesem Artikel erkläre ich nur, dass ein großer Faktor für das glücklichsein eben das Gefühl von Kontrolle und Selbstbestimmtheit ist. Das ist allerdings bei weitem nicht der einzige. Und vielleicht sind bei dir ja auch wieder ganz andere Faktoren wichtig. Es freut mich auf jeden Fall, dass du nach 19 Jahre eine schwere Krankheit überwunden hast!
      Liebe Grüße

      Antworten
  17. Jörg
    Jörg says:

    Hallo Anchu,

    ich befinde mich zurzeit, denke ich mal, in einer Lebenskrise.
    Es kommt auch darauf an wie dein Leben bislang verlaufen ist. Warst du überwiegend der Hund, oder doch der Baum?
    Was mich betrifft war ich überwiegend der Baum, weil man von Schicksalsschlägen und ähnlichem nicht verschont bleibt.
    Wie ich finde gibt es eine Kiste mit glücklichen und unglücklichen Menschen. Wenn man in der falschen steckt, hat man halt Pech gehabt.
    Sein jetziges Leben zu ändern um glücklicher zu werden kann auch dazu führen unglücklicher zu werden. Vielleicht ist lebt man ein glückliches Leben, weiß es jedoch nicht, weil man es nicht zu schätzen weiß oder ähnliches.

    Ich wäre gerne glücklich oder besser noch zufrieden. Vielleicht bin ich irgendwann mal der Hund…….
    LG

    Antworten
  18. Jens-Uwe
    Jens-Uwe says:

    Lieber Anchu, wieder ist Dir ein interessanter, leicht verständlicher Beitrag gelungen. Gratuliere! Dass Lottogewinner nach einem Jahr so glücklich sind wie Gelähmte kann man diskutieren (darf man hier wirklich den Durchschnitt nehmen und sind die kleinen Unterschiede nicht doch bedeutsam???), aber ich habe ein anderes ebenso überraschendes Beispiel: Vor ein paar Jahren wurde Stephen Hawking gefragt, wann er glücklicher war, heute als total gelähmter oder als er noch gesund war. Seine Antwort: Natürlich heute. (Wenn Du Lust hast noch etwas darüber zu lesen, schicke ich Dir gerne mein Buch zum Thema Glück. An welche Adresse?)
    Liebe Grüße Jens-Uwe

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Jens-Uwe,
      danke. Dass Lottogewinner nach einem Jahr so glücklich sind wie Gelähmte kann man wirklich diskutieren – es hängt davon ab, wie man die Studie interpretiert. Doch unabhängig davon, ob sie nun gleich glücklich sind oder die gelähmte ein wenig unglücklicher, ist es ein überraschendes Ergebnis.
      Das Buch über Hawkin klingt interessant. Wie du vielleicht weißt, reise ich permanent um die Welt und habe keine fixe Adresse (trotzdem vielen Dank für das Angebot.) Gibt es das Buch auch als Kindle oder PDF? Ich würde es nämlich gerne Lesen.
      LG

      Antworten
  19. Barbara
    Barbara says:

    Danke lieber Anchu, toll geschrieben und zum Thema Genetik haben andere hier schon genug kommentiert – ja, Glückslevel kontinuierlich anheben ist ein Prozess, der Zeit braucht – doch mir macht dieser Prozess unglaublich viel Spass! Und auch dass Erleben/ Empfinden wichtiger ist als Besitzen finde ich stimmt. Obwohl mich mein altes cabrio schon auch ganz schön glücklich macht, doch dies vor allem, weil ich beim Fahren mit offenem Dach so viel Freiheit empfinde – hier sind Besitz und Empfinden/Erleben für mich im Einklang. Danke für deine Artikel – ich lese sie unwahrscheinlich gerne!!! 🙂

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Barbara,
      mein teures Mountainbike macht mich auch verdammt glücklich. Da geht es mir wie dir mit dem Cabrio. Geld und Besitz per se macht weder glücklich noch unglücklich. Es kommt immer darauf an, was man damit macht.
      LG

      Antworten

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