Motivation zum Sport oder wie du deinen faulen Arsch endlich vom Sofa hochbekommst

Das Sportlichste, was du in letzter Zeit getan hast, ist von deiner Couch zum Kühlschrank zu laufen – und wieder zurück?

Ein vierter Stock ohne Aufzug ist dein persönlicher Albtraum?

Du fängst schon an zu schwitzen, wenn du nur an Sport denkst?

Dann bist du nicht alleine.

Viele Menschen sind unsportlich. Und viele nehmen sich vor, mehr Sport zu treiben. Die meisten scheitern bei dem Versuch jedoch kläglich …

Die Vorstellung, ein paar Kilos abzunehmen, fit zu sein und nackt gut auszusehen, ist verlockend. Aber die Couch, Paprika-Chips und Netflix sind verlockender.

Dabei ist der Grund, warum sich die meisten Menschen nicht dauerhaft zum Sport motivieren können, sehr simpel. Sport macht ihnen keinen Spaß und fühlt sich wie ein weiterer Zwang an.

Es gibt jede Menge Motivationstipps, um dauerhaft Sport zu machen. Einige davon sehen wir später noch. Aber die beste Motivation zum Sport ist Spaß.

Wenn dir Sport Spaß macht, wirst du regelmäßig Sport machen. Du wirst abnehmen, fit werden, nackt gut aussehen und vielleicht sogar eines dieser Instagram-Fitness Models werden, die 20 Millionen Fans haben und auf jedem Foto Sportklamotten oder Protein-Pulver bewerben.

Wenn du keinen Spaß am Sport hast, wird die Sache jedoch kompliziert. Zwar kannst du dich durch reine Willenskraft zum Sport motivieren, doch das funktioniert meistens nur ein paar Wochen lang. Oder nur ein paar Tage.

Der springende Punkt ist der: Das Leben wird immer hektischer, anstrengender und anspruchsvoller. Nach einem langen und harten Arbeitstag willst du wahrscheinlich nur noch abschalten, entspannen und dich wohl fühlen.

Dafür ist Sport zwar wunderbar geeignet, doch nur, wenn er dir Spaß macht. Wenn dir Sport keinen Spaß macht, ist es nur eine weitere unangenehme Aufgabe auf deiner sowieso schon zu langen To-do-Liste. Und die erste Aufgabe, die wegfällt, wenn du zu müde bist oder wenig Zeit hast.

Ich behaupte nicht, dass Spaß die einzige Möglichkeit ist, um dich dauerhaft zum Sport zu motivieren – doch es ist die einfachste.
Was größtenteils darüber entscheidet, ob du Spaß am Sport hast, ist die Sportart selbst.

Die wichtigsten Punkte des Artikels erfährst du auch in diesem Video:

Die richtige Sportart wählen

Die meisten unsportlichen Menschen wollen Sport machen um abzunehmen.

Deshalb:

  1. Melden sie sich im Fitnessstudio an,
  2. oder gehen joggen.

Diese zwei Aktivitäten können zwar Spaß machen (ich gehe zum Beispiel gerne ins Fitnessstudio), aber viele Menschen finden sie so eintönig und langweilig wie Fernsehwerbung für Waschmittel.

Wenn auch du keinen Spaß am Fitnessstudio oder am Joggen hast, dann probiere etwas anderes aus.

Quäle dich nicht mit einer Aktivität rum, die dir keinen Spaß macht. Es funktioniert dauerhaft wahrscheinlich nicht.

Hier eine kleine Liste an Sportarten, die du ausprobieren könntest:

  • Boxen
  • Yoga
  • Squash
  • Klettern
  • Fahrradfahren
  • Cheeseburger-Wettessen (kleiner Scherz)
  • Inline-Skaten
  • Basketball
  • Fußball
  • Tanzen
  • Tennis
  • Schwimmen
  • Playstation 4 (noch ein Scherz)

Probiere verschiedene Aktivitäten aus und finde heraus, was dir tendenziell am meisten Spaß macht und worin du gut bist.

Generell wird dir die Sportart am meisten Spaß machen, die dir am leichtesten fällt und für die du vielleicht sogar ein gewisses Talent hast. Wenn du etwas gut kannst oder es dir leicht fällt, bleibst du auch eher am Ball.

Beachte trotzdem, dass eine neue Sportart anfangs schwer fallen kann. Du bist noch untrainiert, hast keine Ausdauer und oftmals beherrschst du die Technik nicht so gut.

Gib einer neuen Sportart also eine faire Chance und probiere sie mindestens drei oder vier Mal aus, bevor du dich wieder zurück auf deine Couch verziehst und dich von Eiscreme ernährst.

Doch auch wenn du eine Sportart gefunden hast, die dir Spaß macht oder dir zumindest nicht vollkommen schrecklich vorkommt, wirst du leider nicht immer zu 100% motiviert zum Training sein.

Aus diesem Grund hat Onkel Anchu noch 6 kleine Sport-Motivationstricks parat.

6 Tricks, um dich dauerhaft zum Sport zu motivieren

1. Trainingsgruppe

Egal, ob du dich für das Fitnessstudio angemeldet hast, schwimmen gehst oder Rad fahren willst, suche dir Trainingspartner.
Wenn du dich mit anderen regelmäßig zum Sport verabredest, wirst du weniger kneifen und dich eher aufrappeln.

Außerdem macht Sport in Gemeinschaft mehr Spaß und ihr könnt euch gegenseitig motivieren.

2. Stell dir keine extra Hürden

Wenn du generell wenig Motivation zum Sport hast, mach dir das Leben nicht extra schwer.

Wenn du zum Beispiel weißt, dass du nach der Arbeit müde und unmotiviert bist, dann nimm deine Sportsachen schon morgens mit zur Arbeit und gehe direkt ins Fitnessstudio, anstatt vorher noch nach Hause zu gehen. Denn musst du erst nach Hause, um deine Sportsachen zu packen, wirst du sicherlich einige Gründe finden, um heute doch keinen Sport mehr zu machen.

Genauso sieht es aus, wenn du morgens Sport machen willst. Wenn du am Morgen Schwimmen oder Joggen gehen willst, lege dein Sportzeug schon am Abend vorher bereit.

Egal, welche Sportart du dir ausgesucht hast, eliminiere alle Hürden, die dich vom Sport abhalten könnten.

3. Belohne dich

Du bist gerade völlig unmotiviert, Sport zu machen? Dann motiviere dich, in dem du dir nach dem Sport eine Belohnung gönnst.

Das könnte zum Beispiel sein:

  • Ein leckeres Essen (im besten Fall gesund).
  • Einen tollen Film anzuschauen.
  • Eine Massage.
  • Shoppen zu gehen.
  • Den restlichen Tag faul rumzuliegen und Artikel auf anchukoegl.com lesen.

4. Habe einen festen Termin für Sport

Wenn du dir vornimmst, drei mal die Woche zu einer bestimmten Uhrzeit Sport zu machen, wird es dir deutlich leichter fallen, als wenn du dich jeden Tag aufs Neue entscheiden musst.

Ist Sport ein fester Termin, planst zu dir zu der Zeit nichts anderes ein und bist innerlich vorbereitet.

Du kannst dir zu Beispiel vornehmen, jeden Montag, Mittwoch und Freitag um 19 Uhr für eine Stunde Sport zu machen. Oder wenn du unter der Woche keine Zeit hast, dann jeden Samstag und Sonntag zu einer bestimmten Zeit.

5. Heute nur ganz leicht …

Du bist gerade völlig unmotiviert und kannst dir nicht vorstellen, dich auch nur ansatzweise anzustrengen?

Dann nimm dir vor, dass du heute nur ganz, ganz locker trainierst.

Du kannst zum Beispiel ins Fitnessstudio gehen und dir vornehmen, nur ein viertel des Pensums zu machen, das du sonst machst. Oder du ziehst dir deine Laufsachen an, aber nimmst dir vor, nur Spazieren zugehen.

Was das bringt?

In den Moment, in dem du dich bewegst und aktiv wirst, bekommst du mehr Energie. Und in den meisten Fällen endet es darin, dass du plötzlich doch noch Lust auf Sport bekommst und eine ordentliche Trainingseinheit machst.

6. Komm in die richtige Stimmung

Wenn du müde und energielos bist, wirkt die Idee Sport zu machen so reizvoll wie eine Darmspiegelung.

Versuche also, in die richtige Stimmung zu kommen. Du kannst zum Beispiel eine Kaffee trinken, energiegeladene Musik hören oder dir Motivationsvideos auf Youtube anschauen.

Du wirst überrascht sein, wie schnell du dadurch mehr Energie bekommst und sich deine Lust auf Sport steigert.

Fühle dich besser

Wenn du regelmäßig Sport machst, wirst du nicht nur besser aussehen, du wirst dich auch besser fühlen. Du wirst mehr Energie haben, besser entspannen können und generell ausgeglichener sein.

Genau aus diesem Grund wirst du Sport lieben. Sobald du eine Sportart gefunden hast, die dir gefällt, und du diese regelmäßig praktizierst, wirst du nicht mehr ohne Sport leben wollen.

Der Mensch ist nicht dazu gemacht, den ganzen Tag auf einem Bürostuhl zu sitzen und abends auf der Couch zu liegen. Unser Körper ist dazu gemacht, sich zu bewegen und sich anzustrengen.

Also, bewege deinen faulen Arsch von der Couch, suche dir eine Sportart, die dir Spaß macht und genieße es.

Und wenn du in ein paar Jahren eines dieser berühmten Instagram-Modells mit 20 Millionen Fans wirst, vergiss Onkel Anchu nicht und empfehle deinen Fans meine Artikel.

Dieser Artikel ist Teil einer Blogparade von Marathon Vorbereitung

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Welcher Beruf passt zu mir? Eine erstaunliche Antwort

welcher-beruf-passt-zu-mir-7Welcher Beruf passt zu mir? Diese Frage ist häufig schwieriger zu beantworten als die letzte Frage bei „Wer wird Millionär“.

Und nein, der Publikumsjoker wird dir diesmal nicht weiterhelfen.

Falls du kein Lottogewinner bist und auch keine reiches Erbe in Aussicht hast verbringst du wahrscheinlich einen Großteil deiner Zeit mit Arbeit. Und deshalb gibt es kaum etwas, das einen größeren Einfluss auf dein Leben hat, als deine Berufswahl. Nur die Marke deines Frühstücksmüslis ist unter Umständen noch ein wenig wichtiger…

Lange Zeit war ein Großteil der Menschheit von der bloßen Sicherung ihrer Existenz stark in Anspruch genommen. Die Frage nach dem passenden Beruf konnte sich deshalb kaum jemand stellen. Doch die Zeiten haben sich geändert und heutzutage können sich viele Menschen in der westlichen Welt dieser wichtigen Frage widmen.

Leider begehen viele Menschen bei der Berufswahl immer noch einen großen Denkfehler. Sie glauben, dass es in Ordnung ist, einer Arbeit nachzugehen, die ihnen nicht gefällt, so lange sie sich das Leben leisten können, das sie sich wünschen.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien beweisen allerdings, dass unser Einkommen kaum Einfluss auf die Zufriedenheit mit unserem Beruf hat. Auch die Korrelation zwischen Einkommen und wahrgenommen Glück ist laut Studien äußerst begrenzt.1

Trotz dieser Erkenntnisse entscheiden sich immer noch viele Menschen für einen Beruf aufgrund des Einkommens oder anderer externer Motive, wie zum Beispiel sozialer Anerkennung oder Sicherheit. Doch eine Berufswahl, die auf externen Motiven wie Geld, Anerkennung oder Sicherheit basiert, führt häufig zu Unzufriedenheit und viele bereuen ihre Wahl im Nachhinein. So erging es auch mir vor einiger Zeit …

In diesem Artikel wirst du deshalb erfahren, welche Faktoren wichtig sind, damit ein Beruf dich erfüllt, und wie du einen Beruf findest, der zu dir passt. Was ich allerdings nicht verraten werde ist die Marke meines Frühstücksmüslis … Ich bin ein Schuft, ich weiß.

Dieser Artikel besteht aus drei Teilen:

  1. Intrinsische Motivation
  2. Der Einfluss deines Umfelds
  3. Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?

Welcher Beruf passt zu mir? Intrinsische Motivation

Es gibt viele Faktoren die einen Einfluss darauf haben können, wie gut dir ein Beruf gefällt:

  • Das Arbeitsklima
  • Dein Chef
  • Die Arbeitszeiten
  • Die Qualität des Kaffees
  • Die Farbe Büroteppichs

Doch der mit Abstand wichtigste Faktor ist die intrinsische Motivation. Menschen, die einen Beruf intrinsisch motiviert wählen, sind nachweislich glücklicher, arbeiten bis zu drei mal motivierter und sind zufriedener mit ihrem Beruf.2

Doch was bedeutet überhaupt diese intrinsische Motivation? Das Wort intrinsisch kommt aus dem lateinischen und bedeutet so viel wie „von innen heraus“. Intrinsische Motivation bedeutet somit, dass wir etwas aus einer inneren Motivation heraus tun – weil wir daran Spaß haben, weil es uns sinnvoll erscheint oder weil es eine Herausforderung darstellt.

Ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation sind zum Beispiel Hobbys. Wir brauchen für die Aktivität keinen externen Anreiz, da die Aktivität selbst die Belohnung ist.

(Mehr zu dem Thema intrinsische und extrinsische Motivation erfährst du in diesem Artikel.)

Doch was bedeutet es genau, für einen Beruf intrinsisch motiviert zu sein? Schließlich gehen wir einer Arbeit ja nicht nach, weil uns langweilig ist oder wir so unheimlich nett sind, sondern weil wir Geld verdienen wollen. Und Geld ist ja ein externer Anreiz, somit also eine Form von extrinsischer Motivation.

Dass wir für eine Arbeit intrinsisch motiviert sind bedeutet, dass wir nicht nur wegen des Geldes arbeiten. Abgesehen von einem Gehalt interessiert uns die Arbeit, erscheint uns sinnvoll, stellt eine Herausforderung dar oder macht uns vielleicht sogar hin und wieder Spaß.

Ich bin zum Beispiel intrinsisch motiviert für das Schreiben. Das Schreiben von Artikeln und Büchern erscheint mir sinnvoll und stellt für mich immer wieder eine Herausforderung dar; ich gehe beim Schreiben vollkommen auf und vergesse häufig Zeit und Raum. Doch sicherlich würde ich nicht so verdammt viel Zeit und Energie ins Schreiben investieren, wenn es nicht auch mein Job wäre.

Ich bin für das Schreiben intrinsisch motiviert.

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Das heißt, ich bin für meine Arbeit intrinsisch motiviert, mache sie aber trotzdem wegen des Geldes. Ich denke, du verstehst, was ich dir mitteilen möchte.

Intrinsische Motivation ist sicherlich nicht der einzige Faktor, der einen erfüllenden Beruf ausmacht, doch es ist der mit Abstand wichtigste. Bevor ich mich mit dieser Webseite selbstständig gemacht habe, habe ich einige Monate in einem Start-up Unternehmen in Berlin gearbeitet.

Die Hierarchien waren flach, die Stimmung locker und das Arbeitsklima war super. Viele der Mitarbeiter waren befreundet und trafen sich auch in ihrer Freizeit. Das Büro war ein riesiges Loft und es gab einen Billardtisch, Kicker und alle möglichen Getränke umsonst. Nach 18 Uhr sogar Bier …

Doch obwohl die Rahmenbedingungen sehr gut waren, musste ich mich nach einigen Monaten regelrecht zur Arbeit quälen. Der Grund dafür: die Arbeit hat mich nicht interessiert, war monoton und stellte keine Herausforderung dar.

Gerade am Anfang des Prozesses der Berufsfindung kannst du somit die Frage „Welcher Beruf passt zu mir?“ gut durch die Frage „Für was bin ich intrinsisch motiviert?“ ersetzten.

Leider ist es häufig einfacher, einen doppelten Rückwärtssalto mit Schraube zu machen, als herauszufinden, für was wir intrinsisch motiviert sind und für was wir brennen. Auch ich habe lange gebraucht, bis ich es herausgefunden habe.

Falls du herausfinden möchtest, für welchen Beruf du intrinsisch motiviert sein könntest, kannst du dir folgende Frage stellen:

Was würdest du tun, wenn du mehr als genug Geld hättest?

Vielleicht sind deine ersten Gedanken: Strand! Hängematte! Cocktails! Nichts tun!

Das kann ich nachvollziehen. Doch falls du mal längere Zeit in deinem Leben nichts getan hast, dann wirst du wahrscheinlich wissen, dass das dauerhaft nicht erfüllend ist.

Wir Menschen haben einen natürlichen Drang, etwas zu tun. So sind Ziele umzusetzen, effektiv zu sein, Dinge zu ändern und Dinge zu beeinflussen grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns.3

Nichts tun macht also nicht glücklich! Zumindest die meisten von uns nicht.

Überlege also mal, was du mit deiner Zeit anstellen würdest, wenn du nicht mehr für Geld arbeiten würdest. Als ich nicht wusste, was ich beruflich machen wollte, habe ich mir diese Frage immer wieder gestellt – und mit der Zeit eine immer genauere Antwort bekommen.

Herauszufinden, für was du intrinsisch motiviert bist, ist der wichtigste Schritt, um einen für dich erfüllenden Beruf zu finden. Was uns leider häufig davon abhält und uns das Leben schwer macht, ist der Einfluss unseres Umfelds.

Der Einfluss deines Umfelds

Als Kinder sind wir frei. Wir tun Dinge, die uns Spaß machen, die uns interessieren und die für uns eine Herausforderung darstellen. Doch je älter wir werden, desto verkrampfter und ernster werden wir häufig. Wir hören auf, die Dinge zu tun, die uns interessieren und stattdessen funktionieren wir nur noch.

Das liegt zu einem großen Teil an unserer Gesellschaft. Es ist gut möglich, dass dir von klein auf erzählt wurde, dass es wichtig ist, einem guten und vernünftigen Job nachzugehen.

Falls du deinen Eltern und Verwandten also erklärt hast, dass du Lehrer, Arzt oder Pilot werden möchtest, waren sie wahrscheinlich zufrieden. Falls du aber voller Enthusiasmus verkündet hast, dass du Schauspieler, Kokosnuss-Sicherheitsbeauftragter oder Wasserrutschen-Tester werden möchtest, fanden sie das wahrscheinlich nicht so lustig …

Ich habe in meinem Leben viel zu häufig gehört, dass sich Menschen aufgrund ihres Umfelds gegen ihre Interessen entschieden haben. Anstatt das Studium oder den Beruf zu wählen, der sie interessiert, haben sie sich auf Rat ihrer Eltern, Verwandten oder Freunde für etwas „Vernünftiges“ entschieden. Und sind mit ihrer Entscheidung so unzufrieden wie die meisten Teenager mit ihrem Liebesleben.

Doch egal, wie wichtig dir deine Eltern, Verwandten oder Freunde sind, es geht hier um dein Leben. Es geht darum, dass du mit deiner Berufswahl zufrieden bist – nicht dein Papa, Onkel Ludwig oder dein scheiß Teddybär.

(Mehr über die Unzufriedenheit vieler Berufseinsteiger erfährst du in diesem Artikel des Spiegels.)

Ich behaupte nicht, dass du keine Tipps von anderen annehmen sollst. Ich behaupte auch nicht, dass du jegliche Vernunft über Bord werfen sollst, nur um deinem Traum nachzugehen. Doch ich behaupte, dass es mittlerweile genug Möglichkeiten gibt, um einen Beruf zu finden, der dich erfüllt und dir gefällt und mit dem du genug Geld verdienen kannst.

Geld sollte nicht die einzige Motivation für deine Arbeit sein.

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Und selbst wenn du dich gegen die Meinungen und Tipps deines Umfeldes entscheidest, im Nachhinein werden sie es dir wahrscheinlich nicht übel nehmen. Als ich mich dazu entschlossen habe, mein Studium abzubrechen und mich mit dieser Seite selbstständig zu machen, haben mir die meisten Menschen, die ich kannte, davon abgeraten. Jetzt, wo ich es „geschafft“ habe, sagen viele dieser Leute, dass ich damals die richtige Entscheidung getroffen habe. So sind wir Menschen nun mal …

Viele Multimillionäre sind Sportler, Künstler, Kreative oder machen etwas, das man noch nicht mal genau beschreiben kann. Sie sind ihrer Leidenschaft gefolgt und sind damit erfolgreich geworden. Doch sei dir sicher, dass viele von ihnen sich erst mal gegen die Ratschläge ihres Umfelds entschieden haben.

Falls du dich also gerade fragst, welcher Beruf zu dir passt und was du beruflich machen möchtest, sei dir bewusst darüber, dass dein Umfeld einen massiven Einfluss auf dich hat.

Aus diesem Grund rate ich dir, dich für eine Zeit von diesem Einfluss zu lösen. Du kannst dies als reines Gedankenspiel betreiben. Stelle dir vor, egal was du tust, dein Umfeld wird dich dabei unterstützen und dich für deine Entscheidung bewundern.

Löse dich für eine gewisse Zeit von der Meinung deines Umfelds und der Gesellschaft. Scheiß darauf, was andere als den richtigen Beruf empfinden und überlege mal, was du gerne machen würdest. Sei gedanklich frei. Ich bin mir sicher, du wirst einige interessante Erkenntnisse haben.

Welchen Preis bist du bereit zu zahlen?

Anders als wir manchmal glauben, hat in diesem Leben alles einen Preis. Dieser Preis kann häufig Energie, Zeit oder Geld bedeuten. Manchmal ist der Preis aber auch, dass wir auf etwas anderes verzichten müssen. Und das ist ein wichtiger Punkt, den du beachten solltest.

Egal mit welchem Beruf du liebäugelst, sei dir bewusst darüber, dass du für deine Wahl einen gewissen Preis zahlen wirst.

  • Falls du Arzt werden möchtest, stehen erst mal 10 Jahre Studium und Assistenz an.
  • Falls du Fitnessmodell werden möchtest, schreib die Pizzas, Partys und Eiscreme ab – dauerhaft.
  • Falls du einen sicheren Job als Beamter willst, vergiss Dinge wie Abwechslung und Herausforderungen und stelle dich auf eine Menge Monotonie ein.
  • Falls du dich selbstständig machen möchtest, wirst du gerade am Anfang einige schlaflose Nächte und finanzielle Sorgen kaum vermeiden können.

Ich bin mir sicher, dass mich einige Menschen wegen meines Berufs beneiden. Ich kann arbeiten, wann ich will und wo ich will. Doch dafür zahle ich einen Preis.

Ich kann dank meiner Arbeit leben, wo ich will. Doch dafür zahle ich einen Preis.

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Fangen wir damit an, dass ich das Risiko auf mich genommen habe, mein Studium abzubrechen und mich selbständig zu machen. Ich habe eineinhalb Jahre einen Großteil meiner Zeit und Energie in meine Webseite gesteckt, ohne dafür einen Cent zu sehen und ohne die Garantie zu haben, dass ich jemals einen Cent damit verdienen werde.

Ich musste das Schreiben lernen, mir viel Wissen über Psychologie und die menschliche Natur aneignen, Online-Marketing lernen und mich mit Software und Computer-Programmen herumprügeln – um nur einiges aufzuzählen.

Hinzu kommt, dass ich kein festes Einkommen habe, die meisten Menschen nicht nachvollziehen können, was ich beruflich mache und es mir häufig schwer fällt abzuschalten, da meine Gedanken, Gefühle und Erfahrungen ein Teil meiner Arbeit sind.

Trotzdem liebe ich meinen Beruf und ich bin gerne bereit, diesen Preis zu zahlen. Vielleicht wäre dir persönlich dieser Preis zu hoch. Vielleicht auch nicht. Das musst du entscheiden. Egal für welchen Beruf du dich entscheidest, du wirst einen gewissen Preis dafür zahlen.

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5 Lügen, die dich davon abhalten, Geld mit deiner Leidenschaft zu verdienen [Gastartikel]

leidenschaft lügenTreffen sich drei Freunde. Zwei von Ihnen sind Künstler. Der Dritte hat auch kein Geld.

Dieser alte Künstlerwitz wird gerne unter Musikern erzählt – und unter allen anderen, die es nicht schaffen, mit ihrer Kunst oder dem, was sie gerne tun, Geld zu verdienen.

Dieser Witz repräsentiert ein Paradigma, das sich durch unsere ganze Gesellschaft zieht.

Es besagt:

Du kannst mit deiner Leidenschaft kein Geld verdienen.

Das lehrt man uns schon in der Schule, in dem man uns sagt, etwas „Vernünftiges“ zu studieren und sich einen Job gemäß des Arbeitsmarktes auszuwählen.

Weiterhin wird noch eine Lüge weiterverbreitet: Die Lüge des armen Künstlers.

Denken wir mal an Gutenberg, den Erfinder des Buchdrucks. Er starb nicht nur arm, sondern mit einem enormen Schuldenberg – und erlebte den Siegeszug des Buches nicht.

Doch waren wirklich alle großen Künstler arm? Kann man wirklich mit einem normalen Job besser Geld verdienen als mit seiner Leidenschaft?

Nein.

Schauen wir uns mal die reichsten Menschen unserer Zeit an. Es sind allesamt Menschen, die ihrer Leidenschaft folgen: Musiker (Taylor Swift), Autoren (J.K. Rowling), Erfinder (Elon Musk) und Programmierer (Mark Zuckerberg).

Diese Menschen sind eben nicht den normalen Berufsweg gegangen, sondern sind ihrer Leidenschaft gefolgt – und sind damit steinreich geworden.

Was hält uns davon ab, unserer Leidenschaft zu folgen und mit ihr auch Geld zu verdienen?

Lügen.

Lügen, die sich in unseren Kopf gepflanzt haben. Falsche Vorstellungen, Klischees oder Paradigmen hindern uns daran, Geld mit dem zu verdienen, was wir gerne tun.

Ich entlarve jetzt die häufigsten Lügen und sage dir, was wirklich stimmt:

Lüge Nr.1: Ich brauche eine geniale Idee

Woran erkennt man einen erfolglosen Menschen?

Er ist auf der Suche nach einer „genialen Idee“.

Während er jahrelang diese geniale Idee auf seiner Couch „sucht“, überholen ihn weniger geniale Menschen, die einfach die Ärmel hochkrempeln und anfangen zu arbeiten.

Arme Menschen suchen immer die einzigartige Idee (und hoffen auch meist auf einen Sechser im Lotto).

Schauen wir auf die Fakten:

  • Bevor das iPhone kam, gab es schon Smartphones mit Touchscreen.
  • Bevor Starbucks kam, gab es schon Coffee-To-Go.
  • Bevor Google kam, gab es schon Internetsuchmaschinen.

Diese Milliardenkonzerne haben nicht etwas komplett neues erschaffen, sie haben einfach etwas Vorhandenes besser gemacht.

Ich kenne zig Menschen, die Ideen haben, aber keinen müden Euro damit verdienen.

Entscheidend ist also nicht die Idee, sondern die Ausführung.

In seinem Buch „The Millionaire Fastlane“ vergleicht MJ DeMarco das Geschäftsleben mit einem Schachspiel. (Anmerkung von Anchu: ich hab das Buch gelesen. Falls du dich selbstständig machen willst und die englische Sprache gut beherrscht, hol dir das Buch. Es lohnt sich.)

Der König ist nicht die Idee, sondern die Ausführung.

Die Idee ist höchstens der Läufer.

Um mit deiner Leidenschaft also endlich Geld zu verdienen, musst du eins tun:

Hör auf, eine geniale Idee zu suchen und fang an zu handeln. Sie nicht mega-originell – sei einfach besser.

Lüge Nr.2: Reiche Künstler verkaufen ihre Seele

Alle großen Künstler waren arm – das denken zumindest viele Menschen.

Irgendwie ist ein Bild des ehrenwerten, armen und tugendhaften Künstlers in unseren Köpfen entstanden.

Je ärmer, desto genialer.

Unbewusst eifern wir diesem Bild nach und werden am Ende auch arm – aber nicht zwingend genial.

Es wird Zeit, sich von diesem Bild zu trennen. Es wird Zeit, diese Lüge zu entlarven.

Wie ich schon erwähnt habe: Die reichsten Menschen unserer Zeit sind allesamt Menschen, die ihrer Leidenschaft folgen – und nicht dem Rat eines Karriereberaters.

Die Künstler im Mittelalter hatten oft zunächst ein Ziel: Einen Patronen finden, der sie finanziell sichert, damit sie ihrer Kunst nachgehen können. Leonardo Da Vinci hatte da zum Beispiel die Familie Medici und auch den König von Frankreich.

Geld schließt Kunst nicht aus. Geld macht Kunst möglich.

Lüge Nr.3: Ich bin der Künstler, mir ist egal, was andere sagen

Schreiben kann jeder.

Doch gelesen werden?

Das ist schon eine ganz andere Geschichte.

So kenne ich einige Autoren, die sich einen Dreck darum scheren, was Menschen gerade interessiert. Sie scheren sich nicht um Leserfeedback und auch nicht um Korrekturen von Lektoren oder anderen Autoren.

Sie leben in ihrem Elfenbeinturm und schreiben einfach.

Das Problem nur: Niemand kauft ihre Bücher.

Weil diese Autoren nicht für den Leser schreiben, sondern für sich.

Diesem Irrtum sind leider viele Menschen verfallen, die ihrer Leidenschaft nachgehen.

Sie denken sich: „Es ist mein Projekt, meine Leidenschaft, mein Business. Mir ist total egal, was die Leute da draußen sagen.“

Dabei übersehen sie leider eins: Wenn es bei deiner Leidenschaft nur um Selbstverwirklichung geht, aber nicht um die Verwirklichung der Träume anderer, dann wirst du arm bleiben.

Für immer.

Mit anderen Worten: Deine Leidenschaft und der Wunsch anderer müssen sich irgendwo überschneiden.

Du musst nicht nach der Pfeife anderer tanzen, aber du musst auf die Nöte und Probleme deiner (potenziellen) Kunden eingehen.

Wer den Markt komplett ignoriert, wird vom Markt ignoriert.

Da muss man sich nicht wundern, dass man drei Bücher im Jahr verkauft.

Alle großen Künstler haben diese Balance gefunden. Sie sind sich selbst treu geblieben, sind aber auch auf die Sorgen und Wünsche ihrer Zielgruppe eingegangen.

Wenn du Geld verdienen willst, dann musst du nur eins tun: Herausfinden, was Menschen wollen und es ihnen geben.

Finde einen Weg, es ihnen mit dem zu geben, was du liebst und siehe da: Schon verdienst du Geld mit deiner Leidenschaft.

Lüge Nr.4: Ich schaffe das alleine

Nun kommen wir zu einem ganz großen Brocken. Es ist die Lüge vom Einzelgänger.

Natürlich starten wir alle als Einzelkämpfer. Schließlich ist es unser Traum, unsere Leidenschaft.

Und sobald wir uns auf den Weg machen, mit unserer Leidenschaft Geld zu verdienen, merken wir, dass es doch nicht so leicht ist wie gedacht.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Man versucht es weiter alleine (was die Meisten tun) oder man holt sich einen Mentor (was die großen Künstler taten).

Die Meisten wollen keine Hilfe von außen, weil sie keine Kontrolle abgeben wollen oder weil sie Angst haben, ihre tolle Idee könnte geklaut werden.

Solche Einzelkämpfer kommen zwar auch ans Ziel – aber erst mit grauen Haaren und Falten im Gesicht.

Die großen Meister unserer Zeit sind einen anderen Weg gegangen: Sie blieben nicht allein.

Warren Buffett lernte das Investieren – seine große Leidenschaft – von Benjamin Graham.

Michaelangelo suchte sich einen reichen Geldgeber, der ihn finanziell unterstützte, damit er seiner Kunst nachgehen konnte.

Selbst der große Mozart brachte sich nicht alles selbst bei. Sein Vater war Klavierlehrer und unterrichtete ihn von klein auf.

Oft stehen wir uns mit unserem „Einzelgängerstolz“ selbst im Wege. Wir verhindern, dass uns andere Menschen auf ein neues Level heben können.

Es wird also an der Zeit, sich Hilfe zu suchen: Sei es ein Partner, ein Mentor oder ein Geldgeber.

Niemand ist eine Insel.

Auch nicht derjenige, der seiner Leidenschaft folgt.

Lüge Nr.5: Gute Produkte verkaufen sich von selbst

Kommen wir nun zur vielleicht fatalsten Lüge, die dich davon abhält, Geld mit deiner Leidenschaft zu verdienen.

„Gute Produkte verkaufen sich von selbst.“

Klar.

Und vor Gericht siegt immer die Wahrheit.

Beides ist Quatsch.

Vor Gericht gewinnt derjenige, der die bessere Akte hat. Denn der Richter trifft die Entscheidung anhand der Aktenlage.

Die Akte ist seine Wahrheit.

Genauso trifft der Kunde seine Entscheidung nicht anhand der Wahrheit, sondern anhand seines Wissens. Er kauft nicht das objektiv beste Produkt, sonder das subjektiv beste Produkt.

Er kauft anhand seiner Überzeugung und wenn er dein Produkt nicht kennt, kann er es auch nicht kaufen. So einfach. So wahr.

So traurig für viele, die daran scheitern, aus ihrem Traum ein vernünftiges Business zu machen.

Kommen wir zurück zu unserem Schachbrett.

Wenn die Ausführung der König ist, dann ist das Marketing die Königin.

Mozart saß nicht im Keller, musizierte und wurde plötzlich berühmt. Sein Vater karrte ihn von einem Fürsten zum nächsten und der kleine Mozart hatte als Jugendlicher schon mehr Konzerte gegeben als viele Erwachsene.

Wenn du mit deiner Leidenschaft Geld verdienen willst, dann musst du damit raus gehen.

Natürlich ist das zu Beginn unangenehm. Sobald du auf eine große Bühne kommst, machst du dich angreifbar. Dein Produkt könnte von der Presse zerfleischt werden.

Doch du musst dort angeln, wo die Fische sind und nicht in deiner Badewanne.

Deine Botschaft wird sich nicht von selbst verbreiten.

Denn seien wir mal ehrlich: Die Welt hat nicht auf dich gewartet.

Niemand sitzt zuhause und wartet nur darauf, dass du ihn anrufst. Das Leben der Menschen geht weiter. Und wenn du einen Platz im Leben der Menschen haben willst, dann musst du das Marketing zur Königin machen.

Nein, du sollst keine Kacke neu verpacken und besser vermarkten. Das Produkt, die Ausführung, bleibt immer noch der König.

Doch trenne dich von der Lüge, dass Marketing überbewertet ist – dann wirst du auch die ersten Euros ins Haus flattern sehen.

Aktiviere deinen Lügendetektor

Diese fünf Lügen solltest du immer im Hinterkopf behalten, damit du in Zukunft nicht wieder auf sie hereinfällst.

Sie lauern überall auf uns: Eltern, Lehrer, Kollegen und Arbeitgeber haben immer tolle Ratschläge parat.

Aber Vorsicht: Vielleicht versteckt sich dahinter eine dieser Lügen.

Aktiviere deinen Lügendetektor und gehe mit offenen Augen durchs Leben, dann wirst du mit deiner Leidenschaft auch Geld verdienen können. Vielleicht mehr als du dir erträumt hast.

(Du hast deine Leidenschaft noch nicht gefunden? Dann schau mal hier.)

Über den Autor

walter quadrat swWalter Epp ist selbständiger Blogger, Autor und begeistert vom Leben. Er folgt seiner Leidenschaft, lebt seinen Traum und motiviert andere, dies auch zu tun.

Genau darüber schreibt er auf seinem Blog:

endlichlebendig.de

Möchtest du einen erfüllenden Beruf finden?

Erfahre in meinem Ratgeber “Berufliche Selbstverwirklichung” wie du deine Leidenschaft findest, deine Stärken entdeckst und wie du einen Beruf findest, der dich erfüllt. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

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5 Gründe, die dich davon abhalten, den richtigen Beruf zu finden

Den richtigen Beruf finden startDen richtigen Beruf finden – das kann sich als komplizierter herausstellen, als nach einer ordentlichen Sauftour die eigene Haustür zu finden und aufzukriegen. Auch ich habe lange gebraucht, bis ich herausgefunden habe, was ich beruflich machen will. Doch die Mühe lohnt sich.

Den richtigen Beruf zu finden hat einen starken Einfluss auf unsere Lebensqualität und Zufriedenheit, schließlich verbringen wir einen großen Teil unserer Zeit mit arbeiten.

Doch obwohl Arbeiten ein großer Bereich in unserem Leben ist, gehen viele Menschen einem Beruf nach, der sie nicht erfüllt. Das ist so, als würde ich im Eisladen um die Ecke vier Kugeln Vanilleeis bestellen, obwohl mir Vanille gar nicht schmeckt.

Im Jahr 2015 hatten 68% der Mitarbeiter nur wenig emotionale Bindung zur ihrer Arbeit und verrichteten nur Dienst nach Vorschrift. Ganze 16% der Mitarbeiter waren sogar so unzufrieden mit ihrem Beruf, dass sie innerlich schon gekündigt hatten.1

Kein Wunder, dass so viele Menschen Montage hassen und die Tage bis zum Wochenende zählen wie ein Sträfling die Tage bis zu seiner Freilassung. Blöd nur, dass das Wochenende immer so verdammt schnell vorbei ist.

Es geht aber auch anders. Ich bin davon überzeugt, dass Arbeit erfüllend sein kann und – zumindest teilweise – Spaß machen kann. Seitdem ich den richtigen Beruf für mich gefunden habe, arbeite ich gerne. Klar, es gibt auch Scheißtage, doch generell genieße ich meinen Job. Ja, auch am Montagmorgen.

Den richtigen Beruf zu finden kann Vieles im Leben verändern. Allerdings ist es heutzutage häufig gar nicht so einfach, den richtigen Beruf zu finden. Fünf Gründe, die dich davon abhalten, den für dich richtigen Beruf zu finden erfährst du in diesem Artikel. Und nein, keiner der Gründe hat etwas mit Vanilleeis zu tun. Sorry. 

(Einen tollen Artikel zu dem Thema hat auch Anil von Gedankenpower geschrieben: Es reicht, ich kündige! 17 todsichere Signale, dass du im falschen Job sitzt.)    

1. Wir verfolgen die falschen Ziele

Ziele im Leben sind wichtig, das weiß mittlerweile jeder Neunjährige. Und wie wir sie erreichen können, erklärt gefühlt jeder zweite Blogger, Autor, Guru und Selbsthilfeexperte. Doch worauf leider nur wenige eingehen ist, dass es Ziele gibt, die es nicht wert sind, verfolgt zu werden.

Die meisten Menschen verfolgen externe Ziele. Sie wollen:

  • Mehr Geld
  • Ein größeres Auto
  • Ein schöneres Haus
  • Edlere Klamotten
  • Urlaub im 5 Sterne Hotel
  • Einen 43 Zoll 4k Fernseher, der dir morgens Kaffee kocht und nebenher die Steuererklärung erledigt (den will ich übrigens auch).

All das sind extrinsische Ziele, also Ziele, die im Außen liegen. Bei diesen Zielen geht es nicht um Wachstum, um Sinn oder um Kreativität, sondern um Besitz, Bestätigung und Ego. Und diese Einstellung überträgt sich auch auf unsere Arbeit.

Viele Menschen wählen ihren Beruf aus extrinsischen Gründen aus: Wegen des Gehalts, der vermeintlichen Sicherheit, der Anerkennung, der Bestätigung oder weil die Aussicht aus dem Büro so schön ist.

Dabei ist einer der wichtigsten Faktoren, um den richtigen Beruf zu finden, die intrinsische Motivation. Intrinsische Motivation bedeutet, dass wir etwas tun, weil wir darin einen Sinn sehen, weil es eine Herausforderung darstellt oder weil es uns Spaß macht und erfüllt. Sind wir für etwas intrinsisch motiviert, ist das Ausführen der Tätigkeit selbst die Belohnung.

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Falls du den richtigen Beruf finden für dich finden möchtest, überlege mal, für welche Aktivitäten du intrinsisch motiviert bist.

Und bevor du jetzt etwas falsch verstehst: dass du für einen Beruf eine gewisse intrinsische Motivation verspürst, soll nicht bedeutet, dass du für lau arbeitest. Die meisten von uns müssen Rechnungen begleichen, für eine Wohnung oder ein Haus aufkommen und unsere Pizzen selbst bezahlen.

Falls du mehr über intrinsische Motivation erfahren möchtest und warum sie eine so wichtige Rolle in unserem Leben spielt, dann lies dir diesen Artikel durch:

Intrinsische Motivation vs. extrinsische Motivation 

2. Den richtigen Beruf finden? Zu viel Auswahl!

Als ich studieren wollte, wurde ich vor lauter Optionen fast erschlagen.  Ähnlich wie mir damals geht es vielen jungen Menschen. Mittlerweile sprechen Psychologen sogar von der Quarterlife Crisis. Hierbei handelt es sich um die Sinnkrise junger Menschen, die dadurch entsteht, dass diese zu viele Möglichkeiten haben und deshalb nicht wissen, wo es beruflich hingehen soll.

(Mehr über die Quarterlife Crisis, ihre Ursachen und Wege aus der Krise erfährst du in diesem Artikel.)

Doch die vielen Auswahlmöglichkeiten betreffen nicht nur angehende Akademiker oder junge Menschen. Durch den technologischen Fortschritt und die Globalisierung der letzten Jahre haben wir heutzutage so viele Berufsmöglichkeiten wie nie zuvor. Uns stehen sozusagen alle Türen offen.

Doch zu viel Auswahl ist nicht immer etwas Positives, häufig ist sie belastend und lähmend. Wenn es im Supermarkt drei Packungen Cornflakes gibt, dann ist es relativ leicht zu wählen. Aber wenn es 37 Packungen gibt, sieht das anders aus … Und genauso ist mit der Berufswahl.

37 verschiedene Sorten Cornflakes verwirren mich

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3. Wir glauben noch immer an das Märchen des sicheren Jobs

Ich bin mir relativ sicher, dass auch du mit der Einstellung aufgewachsen bist, dass es wichtig ist, einen „sicheren“ und „guten“ Beruf zu finden.

Falls du deinen Eltern verkündet hast, dass du Zahnarzt, Anwalt oder Ingenieur werden möchtest, waren sie wahrscheinlich stolz. Hast du stattdessen behauptet, dass du Clown, Schlangenbeschwörer oder Surflehrer werden möchtest, fanden sie das wahrscheinlich weniger amüsant…

Noch immer glauben viele Menschen an das Märchen eines sicheren Jobs. Doch dabei übersehen sie, dass sich die Gesellschaft und die Arbeitswelt schneller verändert als die Haarfarbe eines Teenagers.

Vor einigen Wochen wurde der Brexit Realität. Die Folgen für die Europäische und Deutsche Wirtschaft kann noch keiner richtig abschätzen.

Die große Finanzkrise aus dem Jahr 2008 scheinen wir überwunden zu haben. Doch einige Finanzexperten sind sicher, dass die Krise erst der Anfang war und der globale Kapitalismus, so wie wir ihn kennen, früher oder später zusammenbrechen wird.

Selbst im finanziell stabilen Deutschland ist der Arbeitsmarkt turbulent. Firmen fusionieren, gehen Pleite oder machen drastische Einsparungen. Eine der ersten Schritte ist häufig die Mitarbeiterentlassung.

Als ich angefangen habe, Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren, waren Wirtschaftsingenieure auf dem Arbeitsmarkt sehr begehrt. Vor kurzem haben einige meiner Freunde ihr Masterstudium als Wirtschaftsingenieur beendet. Sie haben gute Noten, Auslandssemester und Praktika absolviert. Die meisten haben sich trotzdem verdammt schwer getan, einen Job zu finden, und viele haben nur eine zeitlich begrenzte Stelle bekommen. Über sechs Jahre Studium lassen grüßen …

Der wohl interessante Faktor auf dem Arbeitsmarkt ist jedoch der technologische Fortschritt. Heutzutage gibt es Berufe, die vor 20 Jahren noch unvorstellbar waren. Doch das ist erst der Anfang.

Der technologische Fortschritt wächst exponentiell. Und sobald ein Roboter, eine Software oder irgendeine Form von künstlicher Intelligenz einen Job günstiger und besser erledigen kann als ein Mensch, wird dieser überflüssig.

Ein Beispiel hierfür ist das autonome Fahren. Sobald dieses serienreif ist, werden Bus- und Taxifahrer sowie Chauffeure arbeitslos sein. Früher oder später wird es auch Schiffskapitäne und Piloten erwischen. In vielen Städten gibt es schon seit Jahren U-Bahnen, die fahrerlos funktionieren.

Doch auch Berufe, für die es viel Wissen benötigt, sind nicht sicher. Auch Ingenieure und Mediziner könnten schon in naher Zukunft durch Maschinen oder eine gewisse Form von künstlicher Intelligenz ersetzt werden.

Der technologische Fortschritt, der in den nächsten Jahren auf uns zukommen wird, kann die Menschheit radikal verändern. Es ist gut möglich, dass sich unsere Leben in nur 20 Jahren so drastisch verändern wird, dass es nichts mehr mit unserem jetzigen Dasein zu tun haben wird.

Wir leben in einer Zeit des Umbruchs, in der kaum einer abschätzen kann, was die Zukunft bringen wird. Einen Beruf, der heute noch vermeintlich sicher ist, wird es in fünf Jahren vielleicht gar nicht mehr geben.

Mehr zu diesem Thema erfährst du in der ZDF Doku “Schöne neue Welt”. Du kannst dir die knapp einstündige Doku hier anschauen.

4. Wir haben Angst

Ängste bestimmen unser Leben. Es ist gut möglich, dass dir das momentan nicht bewusst ist, doch Ängste steuern maßgeblich unser Tun und Handeln. So führen Ängste zum Beispiel dazu, dass wir die Realität verzerrt wahrnehmen und gewisse Situationen meiden.2

Ängste spielen aber auch eine große Rolle, wenn es darum geht, den richtigen Beruf zu finden. Statt bei der Berufswahl auf unser Herz zu hören, versuchen wir eher Ängste zu vermeiden.

Eine der größten Ängste ist sicherlich die Versagensangst. Was ist:

  • Wenn ich mit meinem Traumberuf kein Geld verdienen kann?
  • Wenn ich es nicht schaffe, mich selbstständig zu machen?
  • Wenn mich nach dem Studium keiner einstellt?

Eine weitere große Angst auf dem Weg zum richtigen Beruf ist die Angst, andere zu enttäuschen. Häufig haben die Eltern gewisse Erwartungen an uns und unsere Berufswahl. Diese zu brechen ist nicht immer einfach.

Als ich angefangen habe, diesen Blog zu schreiben, war meine Hauptmotivation Angst. Ich hatte mein Studium abgebrochen und mit einem Blog Geld zu verdienen, den es noch gar nicht gab … Ich hatte Angst zu versagen und nie einen Cent zu verdienen, Angst, vor Freunden und Familie wie ein Idiot dazustehen, Angst davor, dass mein Traum zerplatzt und – paradoxerweise – Angst davor, dass ich Erfolg habe.

Doch egal, was für Ängste dich davon abhalten, den richtigen Beruf zu finden, du kannst sie überwinden. Angst ist zwar ein unangenehmes Gefühl, doch sie muss dich deshalb nicht davon abhalten, das zu tun, was du möchtest. Wie man so schön sagt:

„Mut bedeutet nicht, keine Angst zu verspüren, sondern etwas zu tun, obwohl man Angst hat.“

Wie du deine Ängste überwinden kannst sowie einige Beispiele zu berufsbezogenen Ängsten erfährst du in diesem Artikel:

Ängste überwinden – Ein praktischer Leitfaden

5. Wir sind nicht bereit, auf etwas zu verzichten

Die Werbeindustrie und die Medien machen uns weis, dass wir immer alles sofort haben können. Doch genau das Gegenteil ist der Fall.

Jede Entscheidung in diesem Leben hat einen Preis, den wir zahlen müssen. Egal, was du in diesem Leben erreichen möchtest und was deine Ziele sind, du musst dafür auf etwas anderes verzichten. Das Leben ist kein scheiß Wunschkonzert.

Mein Job ermöglicht es mir, morgens auszuschlafen. Und eine Woche gar nicht zu arbeiten. Oder zwei. Mein Job ermöglicht es mir, um die Welt zu reisen und mich da aufzuhalten, wo ich gerade Lust habe, die Sonne scheint oder die Erdbeeren besonders lecker schmecken. Mein Job ermöglicht es mir, nachmittags um 15 Uhr nur in Unterhose bekleidet mit der Arbeit anzufangen.

Arbeiten mal anders: E-Mails checken, wie es sein sollte

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Doch für alle diese Freiheiten zahle ich einen Preis.

  • Ich verbringe verdammt viel Zeit vor meinem Rechner. Alleine. Meistens angezogen. Es gibt Tage, da verlasse ich das Haus nicht und spreche mit keiner Menschenseele. Das ist hart, da ich jemand bin, der gerne unter Menschen ist.
  • Ich kann nur schwer abschalten und den Job vergessen, weil meine Gedanken, Ansichten und Erfahrungen Teil meines Berufs sind.
  • Ich muss Entscheidungen treffen, bei denen mir keiner wirklich Rat geben kann. Was bringt meinem Business gerade am meisten? Soll ich versuchen mehr Leser zu gewinnen? Sollte ich vielleicht in Werbung investieren? Oder soll ich lieber ein neues Produkt kreieren? Und falls Produkt, besser ein Buch oder einen Videokurs? Scheiße, ich kriege Kopfschmerzen …

Ich weiß, andere “Experten” behaupten, dass wenn du deine Leidenschaft erst gefunden hast, dir die Blumen am Strassenrand tagtäglich freundlich Grüßen, deine Fürze nach Channel N° 5 riechen und du nie wieder das Gefühl hast, zu arbeiten. Nenn mich daher einen Pessimisten, doch ich behaupte, dass es nicht den perfekten Job gibt. Es wird früher oder später immer irgendetwas an deinem Beruf geben, was nicht perfekt ist. Und irgendetwas, worauf du verzichten musst.

Wenn mir Menschen erzählen, dass sie mit ihrem Job unzufrieden sind und den für sie richtigen Beruf finden möchten, frage ich, was ihnen wichtig ist. Und häufig sehe ich da Konflikte.

Wenn du dir einen Job wünscht, der Abwechslung, Herausforderung und viel Freiheit bietet, gleichzeitig aber nicht zu überfordernd ist und auch noch viel Sicherheit und Stabilität bietet, entsteht ein Wertekonflikt. Wenn du dann noch ein überdurchschnittliches Gehalt für eine Teilzeitstelle mit flexiblen Arbeitszeiten erwartest, wird es ziemlich kompliziert.…

In deinem Beruf, wie auch in deinem Leben, kannst du nicht alles haben.

Um den richtigen Beruf zu finden, überlege dir, welche zwei oder drei Eigenschaften dir an deinem Job am wichtigsten sind und auf welche anderen du getrost verzichten kannst. Vielleicht legst du ja keinen Wert darauf, in Unterhose zu arbeiten.

Generell gilt: Frage dich, was du willst.

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Intrinsische Motivation vs. extrinsische Motivation: Was ist besser?

intrinsische motivation extrinsische motivation 1

Es gibt zwei große Arten von Motivation: Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation. Die Unterschiede zwischen ihnen sind in etwa so drastisch wie zwischen einem 4 Gänge-Menü im edel Restaurant und einer 0,99€ Tiefkühlpizza.

Intrinsische Motivation treibt uns dauerhaft an, führt zu einem selbstbestimmten Leben und  macht uns zufriedener. Extrinsische Motivation hingegen kann das Wohlbefinden senken, uns die Freude an der Tätigkeit nehmen und zu Gefühlen wie Angst, Stress oder innerer  Entfremdung führen.1

Falls du in dem was du tust, häufig keinen Sinn siehst und deine Motivation eher neben dir auf der Couch sitzt und dir deine Chips wegfrisst anstatt dich anzutreiben, wirst du diesen Artikel lieben. Versprochen.

In diesem Artikel wirst du erfahren:

  1. Was intrinsische Motivation genau ist
  2. Warum intrinsische Motivation der Schlüssel bei Motivationsproblemen sein kann
  3. Warum intrinsische Motivation eine Grundlage für Erfolg ist
  4. Wie du intrinsische Motivation entwickelst

Was ist intrinsische Motivation?

Intrinsische Motivation bedeutet, dass wir etwas tun, weil es uns erfüllt, weil es uns Spaß macht, weil es eine Herausforderung darstellt oder weil wir darin einen tieferen Sinn sehen.

Das heißt, der Antrieb für das wir tun, kommt von innen — deshalb auch der Begriff intrinsisch.

Ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation stellen Hobbys dar. Wir erwarten dafür keine Belohnung, da das Ausführen der Aktivität die Belohnung ist.

Extrinsische Motivation bedeutet hingegen, dass wir etwas tun, um eine Belohnung zu erhalten (Geld, gute Noten, Lob, Anerkennung) oder eine Strafe zu vermeiden (Kündigung, schlechte Noten, Ärger, Demütigung).

Die Motivation, für das wir tun, liegt also im außen — deshalb der Begriff extrinsisch. Extrinsische Motivation kann kurzfristig funktionieren, ist aber dauerhaft keine gute Art der Motivation.

Gute Beispiele für extrinsische Motivation sind all die Dinge, die wir nicht tun würden, wenn es dafür keinen äußeren Anreiz geben würde.

Des öfteren treiben uns beide Arten der Motivation für etwas an.

Ich persönlich liebe zum Beispiel das Schreiben und fühle mich dazu intrinsisch motiviert. Aber ich würde garantiert nicht so scheiße viele Stunden vor meinem Laptop sitzen und schreiben, wenn ich davon nicht auch leben könnte.

Ich für das Schreiben intrinsisch motiviert.

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Intrinsische Motivation = selbstbestimmtes Leben

Je mehr intrinsisch motivierten Zielen wir nachgehen, desto selbstbestimmter, freier und autonomer handeln wir.

Oder anders ausgedrückt: wir arbeiten an unserer persönlichen Selbstverwirklichung — ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, dass einen großen Einfluss auf unsere generelle Zufriedenheit hat.

So ist das Gefühl von Kontrolle – ob illusorisch oder real – eine Quelle für psychische Gesundheit.2 Des Weiteren spielt Autonomie eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden.3

Wir können zwar das Leben selbst nicht kontrollieren, doch das Gefühl von Kontrolle, Autonomie und Selbstbestimmtheit sind wichtige Faktoren für unser empfundenes Glück. Und da spielt intrinsische Motivation eine wichtige Rolle, denn je mehr intrinsisch motivierten Zielen wir nachgehen, desto mehr haben wir das Gefühl, selbstbestimmt zu leben.

Ich habe früher Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Während meines Studiums war ich jedoch häufig unzufrieden und unmotiviert, obwohl ich mich an die drei internationalen Studentenregeln gehalten habe:

  1. Ich habe viel gefeiert.
  2. Ich hatte einen unterbezahlten Nebenjob.
  3. Ich war immer pleite.

Das ich unzufrieden war, lag daran, dass ich für mein Studium nicht intrinsisch motiviert war. Ich habe mich damals aus extrinsischen Gründen für das Studium entschieden: hohe Gehaltsaussichten, vermeintliche Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung.

Die Ursache für Motivationsprobleme

Aufschieberitis, fehlende Disziplin und mangelnde Motivation ist einer der großen Volkskrankheiten unserer Gesellschaft. Immer mehr Menschen leiden deshalb unter psychischen Problemen, sind übergewichtig oder haben Probleme damit, sich selbst zu beherrschen.

Kein Wunder, dass es unzählige Bücher und Ratschläge zum Thema Motivation, Selbstdisziplin und Zielsetzung gibt. Doch die meisten Autoren und „Gurus“ übersehen das Wesentliche.

Es geht häufig nämlich nicht darum, wie wir ein Ziel erreichen können, sondern warum wir es erreichen wollen.

Wofür brennst du?

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Viele Motivationsprobleme entstehen daraus, dass wir dauerhaft extrinsisch motivierte Ziele verfolgen.

Externe Anreize können uns kurzfristig antreiben, sind jedoch die falsche Wahl, wenn wir dauerhaft motiviert sein wollen. Extrinsische Motivation ist nur selten von Dauer und hält häufig nur solange an, wie die Belohnung auch attraktiv erscheint.

Das Level an Motivation von Mitarbeitern ist zum Beispiel dreimal stärker an intrinsische Motive gekoppelt als an extrinsische.4

Intrinsische Motivation ist die natürliche Art von Motivation

Von Geburt an sind wir Menschen aktiv, neugierig und wissbegierig. Wir haben einen großen Drang, Dinge zu entdecken und zu lernen. Dazu reicht es, kleine Kinder zu beobachten. Sie brauchen keinen äußeren Anreiz um zu spielen, lernen und zu entdecken. Sie sind für vieles intrinsisch motiviert.

Doch so geht es nicht nur Kindern. Dinge zu ändern und zu beeinflussen, Ziele umzusetzen und Effektiv zu sein sind grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns.5 Wir Menschen haben einen natürlichen Drang zum Handeln.

Falls du schon mal eine Zeit lang keine Ziele hattest und nichts getan hast, wirst du wissen, dass es dauerhaft nicht erfüllend ist.

Auch wenn wir nur allzu gerne von Palmen, Strand und Cocktails mit bunten Schirmchen träumen, langfristig nichts zu tun macht uns nicht glücklich.

(Was uns hingegen nachweißlich glücklich macht, erfährst du in diesem Artikel.)

Schon Albert Einstein behaupte, dass das Leben wie Fahrradfahren sei. Bleiben wir stehen, verlieren wir das Gleichgewicht.

Wir alle sind für gewisse Dinge intrinsisch motiviert. Doch nicht jeder Mensch ist gleicht stark motiviert oder ist für die gleichen Dinge zu begeistern. Ich habe zum Beispiel eine intrinsische Motivation für das Schreiben und deshalb fällt es mir leicht. Doch ich verspüre keine intrinsische Motivation um irgendein Musikinstrument zu lernen oder zu singen (oder Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren, wie sich herausgestellt hat).

Unsere Motivationsprobleme haben ihre Grundlage also häufig darin, dass wir uns falsche Ziele setzen oder diese aus dem falschen Grund verfolgen. Und dann wundern wir uns darüber, dass wir unmotiviert sind.

Während meines Studiums hatte ich nie die Motivation zu lernen. Ich habe mit dem lernen immer bis zum letzten Moment gewartet und gehofft, dass das rankommt, was ich in den letzten Tagen vor der Klausur gelernt hatte.

Doch das lag nicht an fehlender Disziplin oder daran, dass ich ungern etwas neue lerne, sondern an fehlender intrinsischer Motivation. Mir fällt es zum Beispiel nicht schwer, ein 600 Seiten Buch über Psychologie zu lesen.

Einige der Bücher, die ich momentan lese

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Genauso wenig fällt es mir schwer, den Sonntag über zu Hause zu sitzen und zu schreiben anstatt mit meinen Jungs am Grill zu schwitzen und ein Dosenbier nach dem nächsten zu vernichten (was nicht heißen soll, dass ich das nicht auch manchmal tue).

Mein Studium fand ich hingegen so interessant und aufregend wie eine 179 Seiten lange Steuererklärung.

Rennst du den falschen Zielen hinterher?

Falls du keine Motivation zum studieren, arbeiten, Sprachen lernen, Sport machen oder sonstigem hast, könnte das daran liegen, dass du keine intrinsische Motivation für diese Dinge verspürst. Denn es gibt Leute, die machen diese Dinge gerne. Ja, auch das Arbeiten.

Verstehe mich nicht falsch. Selten sind wir für etwas nur intrinsisch oder nur extrinsisch motiviert. Häufig motivieren uns beide Arten von Motivation. Doch je mehr wir für etwas intrinsisch motiviert sind, desto mehr Antrieb haben wir generell.

Ich behaupte nicht, dass wenn wir intrinsisch motivierten Zielen nachgehen, immer zu 100% motiviert sind. Es gibt Tage, da krieg ich meinen Arsch nicht hoch und schaffe es nicht, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Des Weiteren spielen auch Ängste, Disziplin und Gewohnheiten eine große Rolle, wenn es darum geht, unsere Ziele zu verfolgen.

Nur weil du für etwas intrinsisch motiviert bist, heißt das also nicht, dass du nicht manchmal antriebslos oder frei von Ängsten, Unsicherheiten und Zweifeln sein wirst.

Begehe auch nicht den Fehler, intrinsische Motivation als Ausrede zu nutzen, um dir das nichts tun schön zu reden:

Ich würde ja etwas tun, aber hey, ich fühle mich für nichts intrinsisch motiviert.

Fick dich. Lerne dich selbst besser kennen, überwinde deine Ängste, riskiere etwas und probiere neue Dinge aus. Früher oder später wirst du herausfinden, was dich intrinsisch motiviert. Und wenn es das Eiskunstlaufen ist.

(Hier ein Artikel, der dir dabei helfen wird, herauszufinden, was du willst: Was will ich?)

Intrinsische Motivation ist sicherlich nicht die Lösung aller Motivationsprobleme. Aber ich halte sie für die große Grundlage dauerhafter Motivation. Und für die Grundlage für Erfolg.

Intrinsische Motivation ist eine Grundlage für Erfolg

Viele Blogger und sogenannte Erfolgsautoren behaupten, dass wir alles erreichen können. Ich halte die Aussage für sehr kritisch.

Wir können zwar vieles lernen und mit genug Übung können wir darin sogar einigermaßen gut werden, doch es wird immer Dinge geben, die uns mehr Spaß machen und uns leichter fallen als andere.

Ich kann mich also mein Leben lang auf meine Schwächen konzentrieren und versuchen, diese einigermaßen auszugleichen — zum Beispiel mein mangelndes musikalisches Talent. Ich kann mich stattdessen aber auch auf meine Stärken konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Warum sollte ich Jahre damit verbringen, eine professionelle Karriere als Sänger anzustreben, wenn ich nun mal so beschissen singe, wie Pornodarsteller schauspielern? Mit genug Übung und nach Jahren harter Arbeit kann ich eventuell ein Mittelmäßiger Sänger werden. Jedoch ist es sinnvoller, wenn ich mich stattdessen auf meine Stärken konzentriere — und damit beziehe ich mich nicht auf meine Fähigkeiten in Bett.

Aus diesem Grund sollten wir genau überlegen, in welche Aktivitäten wir unsere Zeit  und Energie investieren.

Ich werde kein Sänger werden — und das ist in Ordnung.

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Jeder Mensch, der in einen bestimmten Bereich überdurchschnittlich viel Erfolg hat, musste sich dafür gewaltig den Arsch aufreissen.

Ob Schriftsteller, Sänger, Sportler, große Denker oder Geschäftsmann, sie alle mussten auf viel verzichten, um das zu erreichen, was sie erreicht haben. Und dafür braucht man ein gewisses Maß an intrinsischer Motivation.

Ich behaupte nicht, dass jeder Mensch, der etwas großartiges und beeindruckendes geleistet hat, vollkommen intrinsisch motiviert war. Doch bei den meisten von ihnen hat intrinsische Motivation eine große Rolle gespielt.

Ich werde kaum ein weltberühmter Sänger werden, wenn ich mich jeden Tag zum singen überwinden muss und ich daran keinen Spaß habe.

Wenn ich mich hingegen auf die Dinge konzentriere, für dich ich intrinsisch motiviert bin, wird es mir leichter fallen, darin wirklich gut zu werden. Statt mittelmäßig singen zu lernen, versuche ich also wirklich gut zu schreiben (ob mir das gelingt oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters.)

Darin sehe ich auch das größte Problem unseres Bildungssystems. Es ist eindimensional und begrenzt.

Ist ein Kind unbegabt in Mathematik und Logik, ist es gut möglich, dass es nur einen Hauptschulabschluss erhält — und das Gefühl hat, es sei unfähiger als die anderen Schüler. Doch wäre das Bildungssystem nicht so starr und würde stattdessen die wahren Talente des Kindes fördern, würde aus ihm vielleicht ein neuer Picasso, Tolstoi oder Beethoven werden.

Diese Einstellung reflektiert sich auch in der Berufswelt wieder. Ein Großteil der Geschichte war der Mensch durch die bloße Sicherung seiner Existenz stark in Anspruch genommen. Die Frage, ob Arbeit erfüllend und sinnvoll ist, konnte er sich nicht stellen. Doch die Zeiten haben sich geändert. In der westlichen Welt haben heutzutage viele den Luxus, sich zu Fragen, ob ihre Arbeit erfüllend ist und ihnen sinnvoll erscheint.

Trotz diesem Luxus entscheiden sich viele Menschen nicht für einen intrinsisch motivierten Beruf, sondern lassen sich von extrinsischen Motiven wie Geld, sozialer Anerkennung oder vermeintlicher Sicherheit leiten. Und sind damit unglücklich. Ca. 60% der Befragten einer europaweiten Studie würden einen anderen Beruf wählen wenn sie noch ein Mal von vorne anfangen könnten.

(Wie du einen intrinsisch motivierten Beruf findest und warum das so wichtig ist, erfährst du hier.)

Und jetzt kommt der wichtige Punkt: Ich denke, wir können intrinsische Motivation bis zu einem gewissen Punkt entwickeln. Zumindest für manche Dinge.

Intrinsische Motivation entwickeln

Für gewisse Dinge sind wir intrinsisch motiviert, für andere nicht. So interessiere ich mich für Psychologie, interessiere mich aber nicht die Bohne für Modelleisenbahnen. Vielleicht geht es dir ja genau andersherum — und das ist vollkommen in Ordnung.

Doch obwohl wohl wir uns für gewisse Dinge mehr interessieren als für anderen, denke ich, dass wir bis zu einem gewissen Punkt intrinsische Motivation entwickeln können. Und als Beispiel möchte ich das Thema Fitness und Ernährung nehmen, da viele Menschen damit zu kämpfen haben.

Der Weg zu einem attraktiven und gesunden Körper ist simpel, aber nicht einfach. Simpel, weil es nicht viel mehr als regelmäßigen Sport und gesunde Ernährung benötigt. Es ist aber nicht einfach, weil, na du weißt schon, 321 Fernsehkanäle, Tiefkühlpizzen und Chips. Und am Wochenende kommen noch die 2×1 Cocktailangebote unserer Lieblingsbar hinzu.

Doch warum fällt es vielen Menschen so schwer, regelmäßig Sport zu machen und sich gesund zu ernähren?

Weil sie es aus dem falschen Grund tun. Die meisten Menschen wollen abnehmen und einen attraktiven Körper haben, um anderen zu gefallen und dem gesellschaftlichen Bild für Attraktivität zu entsprechen. Sie sind also extrinsisch motiviert.

Um regelmäßig Sport zu machen und dich gesund zu ernähren, musst du deshalb lernen, diese Dinge deiner Willen wegen zu tun. Du solltest also die Aufmerksamkeit von außen nach innen lenken.

intrinische Motivation extrinsische Motivation 7Statt dich zum Sport zu quälen, versuche eine Sportart zu finden, die dir Spaß macht und worauf du dich schon am Vortag freust.

Lerne lecker und gesund zu kochen, so dass sich gesundes Essen nicht mehr wie ein Verzicht anfühlt.

Statt durch einen attraktiven Körper Bestätigung von außen zu wollen, gib dir selbst die Bestätigung, weil du dich Schritt für Schritt zu dem Menschen entwickelst, der du sein möchtest. Mache Sport, weil du einen gesunden und attraktiven Körper möchtest. Nicht um andere zu beeindrucken, sondern weil du dir wichtig bist.

Wenn du für etwas intrinsische Motivation entwickeln möchtest, versuche an der Aktivität Spaß zu entwickeln, darin einen tieferen Sinn zu sehen und es als Chance zu persönlichem Wachstum zu nehmen.

Intrinsische Motivation zu entwickeln ist keine magische Pille mit sofortiger Wirkung. Die magische Pillen, die dich in 10 Tagen schlank, reich und glücklich machen, sind mir aufgrund hoher Nachfrage leider ausgegangen.

Ich denke, wir können nur bis zu einem Punkt intrinsische Motivation entwickeln und sollten das auch nur für Dinge tun, die wirklich wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit sind. Deshalb auch das Beispiel mit dem Sport und der Ernährung.

Handelt es sich Lebensbereiche wie zum Beispiel Berufsfindung, persönliche Selbstverwirklichung oder auch Hobbys, halte ich es für sinnvoller, wenn wir uns selbst besser kennenlernen und herausfinden, was uns von Natur aus intrinsisch motiviert, anstatt krankhaft zu versuchen, intrinsische Motivation zu entwickeln. Und aus diesem Grund werde ich auch nie Sänger werden.

Möchtest du innerlich stärker werden?

 
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Disziplin lernen: Ein Leitfaden für mehr Selbstdisziplin

In diesem detaillierten Leitfaden erfährst du 3 konkrete Techniken, durch die du Disziplin lernen kannst und eine starke Selbstdisziplin aufbaust. 

Disziplin ist eine der Eigenschaften, die mit am meisten zu unserem Wohlbefinden beitragen.1

Menschen mit starker Disziplin sind im Durchschnitt glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben.2

Disziplin lernen fällt uns jedoch häufig schwer und oftmals sind wir das Gegenteil von diszipliniert.

Anstatt den Aktivitäten nachzugehen, die uns unseren Zielen näher bringen, vertreiben wir uns die Zeit lieber mit Happy-Hour-Cocktails, lustigen Katzenvideos auf Youtube oder einer Tüte Chips und der 127. Staffel Dschungelcamp.

Mangelnde Disziplin ist zu einer Art Volkskrankheit mutiert. Unsere Gesellschaft wird immer übergewichtiger, leidet unter psychischen Problemen und immer mehr Menschen fällt es schwer, sich selbst zu beherrschen. Eine der Hauptursachen dafür ist mangelnde Selbstdisziplin. Gerade heutzutage ist es somit wichtig, Disziplin zu lernen.

Durch Disziplin sind wir fähig, auf gewisse Dinge zu verzichten, weil es etwas gibt, das uns wichtiger ist.

  • Wir verzichten auf Schlaf, weil wir an der Selbstständigkeit arbeiten.
  • Anstatt abends Fernsehen zu schauen, gehen wir noch ins Fitnessstudio (angeblich ist die 127. Folge Dschungelcamp auch gar nicht mehr so interessant).
  • Wir essen ein paar Biokarotten anstatt einem 500g. Becher Cookies und Cream von Häagen Dazs.
  • Wir beherrschen uns und hören unserem Partner aufmerksam zu, obwohl er uns zur Weißglut bringt und wir ihn am liebsten %§@!&#!!! zubrüllen wollen.

Obwohl uns der Verzicht auf gewisse Dinge häufig so schwer fällt, ist es genau diese Disziplin und Selbstbeherrschung, die uns zu zufriedeneren und auch erfolgreicheren Menschen macht. Das zeigen auch wissenschaftliche Studien immer wieder aufs Neue.

Disziplin lernen: Was du aus diesen bekannten Studien lernen kannst

So verglichen Psychologen die Noten von Studenten. Bei über 30 verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften war Disziplin die einzige Eigenschaft, bei der die Psychologen einen direkten Zusammenhang zu den Noten feststellen konnten.3

Bevor ich mich wieder interessanten Dingen wie Cocktails, lustigen Katzenvideos oder dem Dschungelcamp zuwende, möchte ich dir noch ein weiteres Experiment vorstellen, das eindrucksvoll zeigt, warum Disziplin lernen so wichtig ist. Es handelt sich hierbei um den „Marshmallow-Test“, eines der bekanntesten Experimente der Sozialpsychologie.

Zwischen 1968 und 1974 führte der Psychologe Walter Mischel Experimente zum Belohnungsaufschub mit etwa vier Jahre alten Kindern durch.

Den Kindern wurde ein Marshmallow vor die Nase gelegt und gesagt, dass sie entweder jetzt ein Marshmallow haben könnten oder aber zwei Marshmallows, wenn sie solange warten, bis der Versuchsleiter zurückkommt (was im Durchschnitt ca. 15 Minuten dauerte).4

Die Kinder waren also folgendem Dilemma ausgesetzt:

Ein Marshmallow jetzt oder zwei Marshmallows später?

Doch damit war diese Studie nicht zu Ende. Ganze 14 Jahre später wurden die mittlerweile erwachsenen Kinder nochmal analysiert. Mit faszinierenden Erkenntnissen über die Auswirkungen von Selbstdisziplin:

  • Die Kinder, die damals geduldig 15 Minuten warteten und somit zwei Marshmallows bekamen, waren zu sozial kompetenten und selbstbewussten Menschen geworden. Sie waren in der Lage, Belohnungen aufzuschieben, wenn sie dadurch ihren Zielen näher kamen und konnten gut mit Rückschlägen umgehen.
  • Die damals ungeduldigen Kinder hingegen waren neidischer, unsicherer, unentschlossener und hatten — unabhängig von ihrer Intelligenz, —schlechtere Schulnoten als die Kinder, die 15 Minuten warteten.5

Ähnliche Ergebnisse hatte eine andere psychologische Studie, bei der tausend Kinder von Geburt an bis zum 32. Lebensjahr untersucht wurden.

Diejenigen, die länger auf Befriedigung warten konnten (also mehr Disziplin hatten), waren im Durchschnitt gesünder, akademisch erfolgreicher, finanziell stabiler aufgestellt und waren mit ihrem Leben allgemein zufriedener.6

Um es zusammenzufassen: Disziplin hat einen sehr großen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit — mehr als Cocktails, lustige Katzenvideos oder die 127. Folge Dschungelcamp. Und vermutlich auch mehr als ein 500g. Becher Cookies und Cream von Häagen Dazs.

Schmeckt zwar, macht dich aber kein bisschen glücklicher. 

Disziplin lernen selbstdisziplin 2

Doch wie genau können wir Disziplin lernen und welche Faktoren haben einen Einfluss auf unsere Disziplin?

Disziplin setzt sich maßgeblich aus diesen 3 Faktoren zusammen:

  1. Zielsetzung
  2. Willenskraft
  3. Gewohnheiten

Und wie du Fuchs dir wahrscheinlich schon gedacht hast, gehe ich im Folgenden auf diese drei Faktoren etwas genauer ein. Man reiche mir zwei Marshmallows.

1. Disziplin lernen – Zielsetzung

Wie wir soeben gesehen haben, bedeutet Disziplin größtenteils, dass wir auf etwas verzichten, da uns etwas anderes wichtiger ist. Damit die Gleichung funktioniert, muss es aber wirklich auch etwas geben, das uns wichtiger ist. Das sind Ziele.

Damit du Disziplin lernen kannst, brauchst du also ein Ziel. Und das ist ein kritischer Punkt.

Viele Autoren und Blogger schreiben darüber, wie wichtig Ziele und Zielsetzung sind. Doch die meisten übersehen dabei das Wesentliche. Sie erklären zwar das wie, vergessen aber das warum.

disziplin lernen selbstdisziplin lernen 3

Die wichtige Frage ist nicht, wie du ein Ziel erreichen kannst, sondern warum du es erreichen willst. Ich bin der Meinung, dass wir kaum mit mangelnder Motivation oder fehlender Disziplin zu kämpfen haben, solange wir für etwas intrinsisch motiviert sind.

Intrinsische Motivation bedeutet, etwas zu tun, weil wir daran Spaß haben, darin einen Sinn sehen oder die Tätigkeit eine Herausforderung darstellt. Sind wir intrinsisch motiviert, ist also die Tätigkeit selbst die Belohnung.

Anders ist es, wenn wir für etwas extrinsisch motiviert sind. Extrinsische Motivation bedeutet, dass wir etwas tun, um eine Belohnung zu erhalten (Geld, Anerkennung, Gute Noten) oder eine Bestrafung zu vermeiden (Kündigung, schlechte Noten).

Falls es dein Ziel ist, Jura zu studieren, kann dir eine intelligente Zielsetzung dabei helfen, dein Ziel zu erreichen. Doch der viel wichtigere Aspekt ist:

Warum willst du überhaupt Jura studieren?

Weil es dir Spaß macht und dich interessiert, dich erfüllt und du darin einen Sinn siehst? (Intrinsische Motivation)

Oder weil du viel Geld verdienen willst, die Gesellschaft es als einen guten Job betrachtet oder du deine Eltern glücklich machen willst? (Extrinsische Motivation)

Extrinsisch motivierte Ziele zu verfolgen ist besser als gar keine Ziele zu verfolgen. Doch letztendlich sind es vor allem die intrinsisch motivierten Ziele die deinem Leben mehr Sinn und Richtung geben. Und die dazu führen, dass du motivierter und auch disziplinierter wirst.

(Mehr über intrinsische Motivation erfährst du in diesem Artikel.)

Der nächste Faktor, der einen großen Einfluss auf deine Disziplin hat, ist Willenskraft.

2. Disziplin lernen — Willenskraft

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, was Willenskraft bedeutet. Jedoch möchte ich dir erklären, wie du deine Willenskraft stärken und intelligenter nutzen kannst.

Willenskraft funktioniert ähnlich wie ein Muskel. Beanspruchen wir unsere Willenskraft regelmäßig, wächst sie und wird stärker. Beanspruchen wir sie nicht, ist unsere Willenskraft schwach.

Deine Willenskraft trainierst du, in dem du regelmäßig etwas tust, was dich Überwindung und Willenskraft kostet:

  • Jeden Tag kalt zu duschen.
  • Noch 10 Minuten weiterzulesen, obwohl du nicht mehr willst.
  • Im Büro auf Süßigkeiten zu verzichten, obwohl du sie vor der Nase hast.
  • Noch 5 Minuten weiter joggen, obwohl du nicht mehr kannst.
  • Statt zwei Marshmallows nur eines zu essen (außer du musst auf das zweite 15 Minuten warten…).

Wenn ich zum Beispiel einen Artikel wie diesen schreibe, erreiche ich häufig einen Punkt, an dem ich nicht mehr schreiben will.

Ich werde müde, meine Konzentration schwindet und oftmals hakt der Artikel an gewissen Stellen. In dem Moment möchte ich mit dem Schreiben aufhören. Doch anstatt diesem Gefühl nachzugeben, überwinde ich mich oftmals und schreibe noch 15 bis 30 Minuten länger. Und mich immer wieder aufs Neue zu überwinden stärkt dauerhaft meine Willenskraft.

Genauso wie es jedoch nur wenig bringt, deine Muskeln einmalig zu überstrapazieren, bringt es auch nicht viel, deine Willenskraft einmalig extrem ans Limit zu bringen. Falls du deine Willenskraft stärken möchtest, musst du regelmäßig etwas dafür tun. Lieber täglich ein bisschen, als einmal ganz viel. Weiterlesen

6 Gründe, warum eine Karriere dich nicht glücklich machen kann [Gastartikel]

warum-eine-karriere-dich-nicht-gluecklich-machen-kann_sharing-picEine steile Karriere.

Davon träumt doch insgeheim jeder.

Aber kann man wirklich durch eine Karriere die Glückseligkeit erlangen?

Ich glaube nicht. Und ich habe hier 6 Gründe für dich gesammelt, warum eine Karriere dich nicht glücklich machen kann!

Aber fangen wir ganz von vorne an:

Warum denken eigentlich so viele Menschen, dass sie durch ihre Karriere glücklich werden können?

Warum suchen so viele Menschen ihr Glück in einer Karriere?

Das hat uns Martin Luther eingebrockt.

Er befreite nämlich den Begriff der “Berufung” von der Beschränkung auf kirchliche Ämter.

Jeder konnte nun seine Berufung finden. Und die Menschen gingen davon aus, dass dies der Fall sei, wenn man in seinem Beruf gut ist.

Die Karriere hat also einen religiösen Ursprung.

Das ganze ist dann zu einem Selbstläufer geworden. Religiöse Hintergründe haben in unserem Zeitalter die wenigsten. Was die Karriereleiter heute für viele so attraktiv macht ist eine Mischung aus Geld, Ansehen, Status und Macht.

Die “Berufung” ist also nicht mehr wegen der Tätigkeit an sich, sondern wegen der Vorteile, die sie mit sich bringt, so erstrebenswert.

Und genau das ist das Kernproblem dabei:

“Bevor man eine Leiter besteigt, sollte man sich vergewissern, ob sie an der richtigen Wand lehnt.”

(Sprichwort aus Italien)

Wenn ein Beruf nicht um seiner selbst willen ausgeübt wird, sondern wegen indirekter Vorteile, dann führt das zu den folgenden 6 Problemen, die dich unzufrieden und unglücklich machen können:

6 Gründe, warum eine Karriere dich nicht glücklich machen kann

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10 erstaunliche Zitate, die dein Leben verändern werden – oder auch nicht

Ich bin kein Mensch, der seine Wohnung mit schlauen Sprüchen dekoriert. Das liegt größtenteils daran, dass ich keine eigene Wohnung habe, da ich um die Welt reise.

Jedoch gibt es gewisse Zitate, mit denen würde ich meine Wohnung dekorieren, wenn ich eine hätte. Denn diese Zitate sagen mehr aus als ganze Bücher.

Das sind zehn davon.

Zitat #1

„Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.“

David Hume

Zitat #2

„Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusionen wie ein Blick in den Spiegel.“

Aldous Huxley

Wir rennen häufig vor uns selbst und der Wahrheit davon. Mehr dazu weiter unten.

Zitat #3

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Reinhold Niebuhr

Zitat #4

„Das, was du bist, hallt so laut in meinen Ohren, dass ich nicht hören kann, was du sagst.“

Ralph Waldo Emerson

Das ist eine der Grundaussagen aus meinem Buch: Du kannst anderen Leuten nichts vormachen, denn deine Wahrheit scheint immer durch.

Zitat #5

„Die Strafe dessen, der sich sucht, ist, dass er sich findet.“

Nicolás Gómez Dávila

Zitat #6

„Wie zum Teufel soll ein Mensch es genießen, um 06.30h von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden, aus dem Bett zu springen, sich anzuziehen, Essen reinzuwürgen, zu kacken, zu pissen, sich die Zähne zu putzen, sich die Haare zu richten und sich durch ein Verkehrschaos hindurch zu einem Ort zu kämpfen, wo er eine Menge Kohle für einen anderen Macht und dann noch von ihm erwartet wird, dass er dafür dankbar ist?“

 Charles Bukowski

Bist auch du gefangen im Hamsterrad und weißt nicht, was du beruflich machen willst?

Hier findest du darauf eine sehr konkrete Antwort, auch wenn sie dir vielleicht nicht gefällt

Zitat #7

„Verstand ohne Gefühl ist unmenschlich; Gefühl ohne Verstand ist Dummheit.“

Egon Bahr

Zitat #8

„Lebe dein Leben. Ansonsten lebt es dich“

Anchu Kögl

Findest du es überheblich, dass ich mich selbst zitiere? Dann ist das nächste Zitat genau das Richtige für dich:

Zitat #9

„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

Konrad Adenauer

Menschen respektieren uns, wenn wir uns selbst respektieren. Erst wenn du aufhörst dich für andere zu verbiegen und ihnen um jeden Preis gefallen zu wollen, werden dich Menschen so akzeptieren, wie du bist.

Zitat #10

„Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.“

Anais Nin

In diesem Zitat steckt  eines der wichtigsten Erkenntnisse, um uns selbst zu ändern und eine bessere Selbsterkenntnis zu erlangen.

Was außerdem noch wichtig ist, damit du dich selbst besser kennenlernst, mutiger mit deinen Ängsten umgehst und aufhörst, andere wie auch dich selbst zu belügen, erfährst du in meinem Ratgeber Innere Stärke. Die Prinzipien aus dem Ratgeber sind psychologisch basiert. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen. Er wird dein Leben verändern – oder auch nicht.

Arbeiten nur um Geld zu verdienen? Verschwende nicht dein Leben

taxes-226718_640Lange Zeit war ein Großteil der Menschheit durch die bloße Sicherung ihrer Existenz stark in Anspruch genommen. Die Frage, ob Arbeit sinnvoll und erfüllend ist, wurde nicht gestellt. Man war zufrieden, wenn man genug zu essen hatte, ein Dach über dem Kopf und älter als 50 Jahre alt wurde.

Die Zeiten haben sich geändert, zumindest größtenteils in der westlichen Welt. Viele von uns haben heutzutage den Luxus, sich die Frage nach erfüllender Arbeit stellen zu können.

Oft ist es uns nicht bewusst, doch wir haben die Möglichkeit, eine Arbeit zu finden, die uns sinnvoll erscheint, emotional erfüllt und sich finanziell lohnt. Noch weniger ist uns jedoch bewusst, dass wir zu einer Minderheit gehören, die diese Chance hat. Und deshalb sollten wir sie unbedingt nutzen.

Doch viele Menschen fühlen sich von dieser Freiheit eher bedrückt, als erfreut. Mittlerweile sprechen Psychologen sogar von der Quarterlife-Crisis. Das ist die Krise zwischen dem 21. Und 29. Lebensjahr, größtenteils verursacht durch die schier endlosen Wahlmöglichkeiten, die wir heutzutage haben. Soll ich eher Ingenieurwesen, Space Master, Namenskunde oder International Business studieren? An der Uni, FH oder als duales Studium? In Deutschland oder im Ausland? Ich könnte allerdings auch eine Ausbildung machen. Oder soll ich doch lieber in einem Start-up anfangen und Teil eines jungen und dynamischen Teams werden?

Auch scheiß drauf, ich gehe erst mal in die Bar.

Die Möglichkeiten sind schier endlos. Doch das ist für viele nicht befreiend, sondern eine Last. Hinzu kommt, dass wir durch unser Umfeld und dessen Werte stark beeinflusst werden. Das Thema Sicherheit und Geld spielen bei der Studien- und Berufswahl noch immer eine große Rolle. Mach doch was Vernünftiges, halt es im Hinterkopf. Dadurch entscheiden sich viele für ein Studium oder einen Beruf der sie nicht wirklich interessiert. Und bereuen es.

Eine europaweite Studie ergab, dass 60% der Befragten einen anderen Beruf wählen würden, wenn sie noch ein Mal von vorne anfangen könnten.

Die endlosen Möglichkeiten, der Einfluss der Gesellschaft und fehlende Selbsterkenntnis, führt häufig dazu, dass wir ein Studium oder Beruf wählen, der uns nicht erfüllt. Viele halten krampfhaft an einer weit verbreiteten Einstellung fest:

Es ist in Ordnung, einer Arbeit nachzugehen die mich nicht erfüllt, solange ich mir das Leben leisten kann, was ich will. 

Diese Einstellung zählt für mich zu den größten Denkfehler unserer modernen Gesellschaft. Doch wieso sollte wir einer Arbeit nachgehen, die uns nicht erfüllt, wenn wir dir Möglichkeit haben, auch mit erfüllender Arbeit Geld zu verdienen? Das ist eine simple Frage, doch denke mal kurz darüber nach.

Der Einfluss des Gehalts auf die berufliche Zufriedenheit liegt nachweislich bei unter 2%. Doch nicht nur das, auch der Einfluss des Gehalts auf unser wahrgenommenes Glück ist beschränkt. Autor Roman Krznaric behauptet, dass das Fehlen einer eindeutigen positiven Korrelation zwischen steigendem Einkommen und wachsendem Glück eine der größten Erkenntnisse der modernen Sozialwissenschaften ist.

Viele Menschen wissen das intuitiv, ändern aber trotzdem nichts. Sie lassen sich von den gesellschaftlichen Werten leiten, anstatt ihren eigenen zu folgen und sich beruflich selbst zu verwirklichen.

Ach Anchu, es sind doch nur acht Stunden am Tag! Falsch.

Direkt oder indirekt verbringen wir den Großteil des Tages mit Arbeiten. Zu den acht Arbeitsstunden, falls es nicht mehr sind, summieren sich Hin- und Rückfahrt sowie die Mittagspause schnell zu weiteren zwei Stunden. Was ist also der eigentliche Deal, den wir eingehen? Wir tauschen fünf gegen zwei. Fünf Tage etwas zu tun, dass uns nicht erfüllt, um zwei Tage frei zu haben. Nicht unbedingt clever.

Seit dem das Buch „Die 4-Stunden-Woche“ von Tim Ferriss erschienen ist, träumt so manch einer von einem passiven Online-Einkommen. Ich selbst arbeite online. Doch vier Stunden Arbeitszeit pro Woche? Das ich nicht lache. Vier Stunden Arbeit hab ich wie die meisten anderen vor dem Mittagessen hinter mir. Doch selbst wenn du es schaffst nur vier Stunden pro Woche zu arbeiten, was willst du den Rest der Zeit machen?

Jeden Tag Strand und Cocktails kotzen dich irgendwann genauso an wie Meetings und nervende Arbeitskollegen. Gut, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben. Doch nichts tun macht uns nicht glücklicher, häufig bewirkt es sogar eher das Gegenteil.

Das Problem ist nicht viel zu arbeiten, sondern dauerhaft etwas zu tun, was uns nicht erfüllt.

Zugegeben, auf diesen simplen Satz bin ich ziemlich stolz, doch poetischer hat es schon über 100 Jahre vor mir der Schriftsteller Fjodor Dostojewski ausgedrückt. Er schrieb, es sei die schrecklichste Strafe für den Menschen, lebenslang zu einer Arbeit verurteilt zu sein, die ihm vollkommen zweck- und sinnlos erscheint.

Du wurdest zu nichts verurteilt. Du hast die freie Wahl, auch wenn du dir darüber vielleicht gerade nicht bewusst bist. Doch arbeitest du nur, um Geld zu verdienen, verschwendest du dein Leben.

Du hast die Möglichkeit, dich beruflich selbst zu verwirklichen. Das ist ein Luxus, den deine Großeltern wahrscheinlich nicht hatten. Das ist ein Luxus, von dem die Favelabewohner in Brasilien nicht mal träumen können. Das ist ein Luxus, den für den Obdachlosen vom Bahnhof surreal ist.

Du hast diesen Luxus. Schmeiße diese einmalige Chance nicht über Bord.

Einfach mal Scheiß drauf sagen!

 
Ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Leben besser verläuft, wenn du öfters Mal Scheiß drauf sagst? Scheiß auf die Meinung anderer. Auf negative Gedanken. Auf die Angst. Auf all die Kleinigkeiten, die nicht wirklich wichtig sind. Lade dir meinen kostenlosen Ratgeber Innere Stärke herunter und lerne, öfter mal Scheiß drauf zu sagen.