Warum emotionale Abhängigkeit deine Beziehungen zerstört

Emotionale Abhängigkeit ist eine der Hauptursachen für viele Dating-Probleme. Beim Kennenlernen neuer Menschen macht dich emotionale Abhängigkeit unattraktiv und in Beziehungen hindert dich die Abhängigkeit vom Partner daran, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. In diesem Artikel erfährst du, was emotionale Abhängigkeit genau bedeutet, zu welchen konkreten Problemen sie führt, und wie du deine emotionale Abhängigkeit überwindest.

Emotionale Abhängigkeit ist ein Arschloch. Sie hält viele Menschen davon ab, einen neuen Partner anzuziehen und gesunde Beziehungen zu führen. Beziehungen, die auf gegenseitiger Wertschätzung, Liebe und Anerkennung basieren.

Ganz egal, ob du Mann oder Frau, jung oder alt, groß oder klein bist: Emotionale Abhängigkeit ist eine der Hauptursachen für viele Dating- und Beziehungsprobleme.

Doch was ist emotionale Abhängigkeit überhaupt?

Was diese verflixte Emotionale Abhängigkeit ist

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, dass wir ein ungesundes Maß an Bestätigung und Anerkennung von anderen Menschen brauchen.

Wir sind unfähig, unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen und machen dadurch unser Glück, unser Wohlbefinden, unseren Selbstwert und unsere Gemütsverfassung stark von anderen Menschen abhängig.

Das führt häufig dazu, dass wir keine Grenzen haben, uns für andere verbiegen und unsere wahren Bedürfnisse verschweigen, da wir anderen unbedingt gefallen und es ihnen recht machen wollen.

Sind wir emotional abhängig, brauchen wir etwas von anderen Menschen. Und weil wir etwas brauchen, geben wir uns oft nicht wie wir sind, sondern so, wie wir glauben, dass andere es gerne hätten. Wir verstellen uns, passen uns an und verstecken bestimmte Seiten von uns.

Verstehe mich hier nicht falsch. Wir alle brauchen positives Feedback und Bestätigung von unseren Mitmenschen. Doch wenn wir anderen um jeden Preis gefallen wollen und es ihnen immer recht machen, wird das zu einem Problem. Zu einem GROßEN PROBLEM.

Bevor ich dir erkläre, wie du emotional unabhängig werden kannst, lass uns betrachten, zu welchen Problemen emotionale Abhängigkeit führt. 

Emotionale Abhängigkeit in der Kennenlernphase

Beim Kennenlernen neuer Menschen führt emotionale Abhängigkeit dazu, dass wir viel mehr in andere Menschen investieren, als sie in uns. Wir investieren somit deutlich mehr Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen als sie in uns.

Wenn du das Gefühl hast, anderen immer hinterherzurennen und dass du deutlich mehr an ihnen interessiert bist als sie an dir, ist das ein deutliches Zeichen für emotionale Abhängigkeit. Hier sind ein paar weitere Beispiele:

  • Bist du am Boden zerstört, wenn du jemandem eine Nachricht schickst und dieser dir nicht innerhalb von 10 Minuten antwortet?
  • Schickst du anderen 7 Nachrichten, obwohl sie dir immer nur eine schreiben?
  • Verliebst du dich regelmäßig in Menschen, die du kaum kennst?
  • Wirfst du deinen kompletten Terminkalender über den Haufen, sagst deinen besten Freunden ab und lässt deinen armen Hamster alleine zu Hause verhungern, nur um dich mit jemanden zu treffen, den du kaum kennst?
  • Hast du schon mal jemanden nach dem ersten Date ein dreizehn Seiten langen Liebesbrief geschickt? Oder ein Gedicht? Oder einen selbst geschriebenes Lied?
  • Stellst du dir regelmäßig vor, wie es wäre, mit jemandem eine Beziehung zu führen, Kinder zu kriegen oder mit ihm zusammen zu leben, obwohl du diesen Menschen gar nicht wirklich kennst?

All das sind eindeutige Indizien für emotionale Abhängigkeit. Du investierst ein unangebrachtes Maß an Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen. Oder anders gesagt: Du rennst anderen Menschen hinterher. Und genau das macht dich unattraktiv.

Emotionale Abhängigkeit

Heißt das, dass emotional abhängige Menschen nie einen Partner finden? Natürlich nicht. Doch wenn sie einen finden, führen sie meistens ungesunde Beziehungen.

Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen

Emotionale Abhängigkeit führt zu ungesunden, da abhängigen Liebesbeziehungen. Warum?

  • Zum einen lassen sich emotional abhängige Menschen oft aus den falschen Gründen auf eine Beziehung ein. Ich kenne Männer, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, um regelmäßig Sex zu haben. Und ich kenne Frauen, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, weil sie nicht alleine sein können.
  • Zum anderen bauen emotional abhängige Menschen häufig ihre Identität und ihren Selbstwert auf dem Partner auf. Sie definieren sich über ihren Partner und ihre Beziehung, was häufig dazu führt, dass sie alles für den Partner tun, unfähig sind, Grenzen zu ziehen und sich in ihrer Beziehung verlieren.

Emotionale Abhängigkeit führt somit häufig zu destruktiven Beziehungen, die so gesund sind wie ein Gin-Tonic und zwei Lines Koks zum Frühstück.

In diesen Beziehungen sind Spielchen, Manipulation, Abhängigkeiten und Drama an der Tagesordnung. Es sind Beziehungen, in denen es nicht um Wachstum, Intimität und Liebe geht, sondern um Macht und Kontrolle.

Emotionale Abhängigkeit: Symptome und typische Eigenschaften

Emotional abhängige Menschen tendieren dazu, extrem nett zu sein. Sie glauben, wenn sie nur nett und fürsorglich genug im Umgang mit anderen Menschen sind, diese schon irgendwann merken werden, dass sie die richtigen Partner für sie sind.

Was sie dabei jedoch übersehen, ist, dass sie nicht nett sind, um nett zu sein, sondern weil sie glauben, dass sie so einen Partner finden. Dadurch unterdrücken sie eigene Bedürfnisse, haben keine Grenzen und passen sich immer an. Es ist somit ein manipulatives Nett-sein, eine Form von passiver Aggressivität.

Wenn emotional abhängige Menschen extrem nett sind, hat das nichts oder nur wenig mit Freundlichkeit und Nächstenliebe zu tun. Sorry, falls sich das für dich gerade wie eine Ohrfeige anfühlt.

Emotionale Abhängigkeit bei Männern

Bei Männern führt dieses extreme Nett-sein häufig dazu, dass sie ihre eigene Sexualität unterdrücken und für Frauen alles tun. Sie sind die klassischen „Netten Kerle“, die zwar Frauen kennenlernen, jedoch immer wieder in der Freundschaftsecke landen.

Nein, du musst kein Arschloch sein, um attraktiv für Frauen zu werden. Doch deine Sexualität zu unterdrücken, dich zu verbiegen und für Frauen alles zu tun, ist der falsche Weg.

Bist du emotional abhängig von Frauen?

Emotionale Abhängigkeit

Ich kann davon selbst ein Liedchen singen, da es mir lange Zeit so ging. Früher hatte ich kaum Erfolg bei Frauen, obwohl ich mir unbedingt eine Freundin wünschte. Ich sah Frauen in Cafés, auf Partys, beim Shoppen oder im Fitnessstudio und dachte mir: „Für so eine Frau würde ich alles tun!“. Und genau das tat ich damals.

In dieser Zeit hatte ich mich in die Aushilfssekretärin aus der Fahrschule verguckt, in der ich damals meinen Führerschein machte. Von ihr kamen nie wirkliche Anzeichen von Interesse, trotzdem brachte ich ihr zum Valentinstag Rosen mit und lud sie in ein Luxusrestaurant zum Abendessen ein – den Tisch hatte ich schon reserviert.

Das Abendessen hätte ich mir nicht wirklich leisten können. Ich schreibe hätte, denn sie sagte meine Einladung damals ab. Als ich fragte wieso, erklärte sie mir, dass sie schon wüsste, wie es ungefähr werden würde und dass sie darauf keine Lust habe!

Natürlich verbarg ich meinen Ärger und meine Enttäuschung und sagte ihr nur, dass dies kein Problem sei und dass wir vielleicht ein anderes Mal gehen könnten …

Ich habe damals viel mehr in sie investiert als sie in mich, hab mich für sie verbogen und stand nicht zu meinen Ansichten. Ein Musterbeispiel für emotionale Abhängigkeit beim Kennenlernen neuer Menschen.

Emotionale Abhängigkeit bei Frauen

Emotional abhängige Frauen haben seltener das Problem, dass sie keine Bettpartner finden.

Das liegt schlichtweg daran, dass die Hemmschwelle für Sex bei den allermeisten Männern niedriger ist als bei Frauen. Doch nur weil diese Frauen Männer anziehen, heißt das noch lange nicht, dass sie keine Dating-Probleme haben.

Bei ihnen ist es nämlich häufig so, dass sie extrem klammern, sich unterwürfig verhalten und so viel Nähe und Bestätigung brauchen, dass jeder halbwegs vernünftige Mann Reißaus nimmt. Oder aber sie geraten immer wieder an Männer, die sie ausnutzen oder mit ihnen spielen, da sie keine Grenzen setzen.

Vor einigen Jahren datete ich eine professionelle Volleyballspielerin. Sie war einige Jahre jünger als ich. Wir haben uns insgesamt viermal getroffen und beim letzten Date zusammen in ihrem Bett geschlafen, allerdings hatten wir keinen Sex.

Bei ihr spürte ich ganz genau, dass sie sich einsam fühlte und sich nach Zuneigung und Liebe sehnte.

Sie sehnte sich jedoch nicht nach meiner Zuneigung, nicht nach meiner Liebe, sondern nur nach irgendeiner Zuneigung, nach der Liebe von irgendjemandem. Nachdem ich morgens bei ihr im Bett aufgewacht war, beendete ich die Geschichte und ging.

Ich beendete das Ganze, weil ich wusste, dass dies keine gesunde Form von Anziehung war und es weder mir noch ihr gut tat.

Eigenschaften von emotionaler Abhängigkeit

Das extreme Nett-sein ist nicht die einzige Ausprägung von emotionaler Abhängigkeit.

Auch wenn Menschen um jeden Preis stark und unabhängig erscheinen wollen ist das häufig ein Form von emotionaler Abhängigkeit – diese kommt jedoch seltener vor.

Generell gilt: solange du dich für die Bestätigung und Anerkennung anderer verstellst – egal in welcher Form – bist du emotional abhängig, denn du basierst dein Selbstbild auf den Meinungen anderer.

Hier sind einige Eigenschaften, die häufig auf emotional abhängige Menschen zutreffen:

  • Sie sind stark auf die Bestätigung und Anerkennung von anderen Menschen angewiesen.
  • Sie sagen nicht das, was sie denken, sondern das, was andere hören wollen.
  • Sie stehen nicht zu ihrer Sexualität oder können diese nicht ausdrücken.
  • Sie haben keine festen Werte, keine klare Meinung und oft keinen eigenen Standpunkt.
  • Jede Entscheidung ist für sie in Ordnung.
  • Sie passen sich immer an.
  • Ihre eigenen Bedürfnisse stellen sie hinter die der anderen.
  • Sie sind davon überzeugt, dass wenn sie nur nett und fürsorglich genug sind, sie von anderen Menschen dafür geliebt und respektiert werden.
  • Sie investieren viel mehr Zeit, Energie und Emotionen in andere Menschen, als diese in sie.
  • Sie verwechseln Liebe mit Abhängigkeit.

Das Romantik-Problem

Emotionale Abhängigkeit hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist eine allzu romantische Vorstellung von Anziehung und Liebe. Ich nenne es das „Romantik-Problem“.

Ich habe an sich nichts gegen Romantik. Wirklich nicht. Doch durch meine Arbeit wird mir immer wieder bewusst, wie schädlich eine überromantisierte Sicht der Dinge beim Dating ist. Dafür verantwortlich sind vor allem Liebesfilme und herzzerreißende Romane, die uns ein ziemlich verzerrtes Bild der Realität geben.

Durch das Romantik-Problem glauben viele Menschen, dass wahre Liebe alles überwindet oder dass, wenn sie nur lange genug um einen Menschen kämpfen, dieser schon irgendwann merken wird, dass sie der richtige Partner für ihn sind. Dazu kann ich nur völlig überzeugt „Bullshit“ antworten.

Weder kann wahre Liebe alles überwinden noch solltest du jahrelang einem Menschen hinterherrennen, der nicht an dir interessiert ist (dazu später mehr).

Ja, Liebe ist wichtig und eine treibende Kraft des Lebens. Doch Liebe kann nicht alles überwinden und auch ist Liebe – anders als die Beatles in ihrem weltbekannten Lied „All You Need Is Love“ singen – nicht das Einzige, was wir brauchen. Sorry, liebe Beatles.

(Was wahre Liebe ist und was du für die Liebe tun kannst, erfährst du ihn diesem ausführlichen Artikel.)

Emotionale Abhängigkeit

Abhängigkeit oder Liebe?

Je unterschiedlicher wir sind, desto komplizierter ist das Zusammenleben. Und manchmal gibt es zwischen zwei Menschen Differenzen, die schlichtweg zu groß sind.

Leider glauben wir allzu oft, dass wir mit unserer Liebe und Hingabe einen Menschen verändern können. Doch ein Mensch wird sich nur ändern, wenn er das will – egal, wie sehr wir ihn lieben. Ich kenne das aus meiner eigenen Familie.

Schon als sich mein Vater und meine Mutter kennenlernten, war mein Vater Alkoholiker. Er war zwar selbstständig und erfolgreich, doch jeden Abend trank er. Meine Mutter hatte jahrelang geglaubt, dass er für sie das Trinken aufgeben würde. Pustekuchen. Bis zum seinem Tod im Jahr 2014 hat mein Vater täglich getrunken.

Er hat weder für die Liebe meiner Mutter, noch für die Liebe der Mutter meiner Halbgeschwister noch für die Liebe seiner eigenen Kinder mit dem Trinken aufgehört. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er alleine und einsam, da er den Alkohol über alles andere gestellt hatte.

Ein Mensch ändert sich erst, wenn er das will. Egal, wie sehr du ihn liebst. Schreib dir das hinter die Ohren. Oder die moderne Variante: lass es dir auf den Unterarm tätowieren.

Eine allzu romantische Einstellung kann dazu führen, dass wir jahrelang einem Menschen hinterherrennen, der nicht an uns interessiert ist. Lohnt sich diese Mühe manchmal? Ja, aber äußerst selten.

Fragst du diesen einen Menschen, bei dem es sich gelohnt hat, wird er dir sicherlich sagen: „Zweifel nie an der wahren Liebe! Liebe überwindet alles!“

Dabei übersehen wir allzu gerne, dass auf den einen, bei dem sich das lange Warten gelohnt hat, viele enttäuschte und einsame Frauen und Männer kommen, bei denen es sich nicht gelohnt hat. Woher ich das weiß? Ich bekomme regelmäßig E-Mails von ihnen.

Zu guter Letzt ist eine allzu romantische Sicht der Dinge der Grund, warum wir erwachsene und gesunde Liebe mit dem Verliebtsein verwechseln und somit völlig falsche Erwartungen an unsere Beziehungen stellen. Doch zwischen Liebe und dem Verliebtsein gibt es deutliche Unterschiede und diese sollten wir uns bewusst machen.

Mehr dazu findest du in diesem Artikel:

Beziehungsaus – 5 Gründe, warum Beziehungen scheitern

Wege aus der emotionalen Abhängigkeit

Ich habe relativ lange gebraucht, um meine emotionale Abhängigkeit zu überwinden. Doch auf dem Weg aus der Abhängigkeit habe ich viel über Dating und Anziehung gelernt.

Letztendlich gibt es verschiedene Dinge, die dir dabei helfen werden, deine emotionale Abhängigkeit zu überwinden.

Ein wichtiger Punkt ist sicherlich dein Selbstwert. Je mehr Wert du dir selbst gibt, desto eher wirst du Grenzen setzten und deine eigenen emotionalen Bedürfnisse respektieren.

Ich werde hier nicht auf das Thema Selbstwert eingehen, weil es die Länge dieses Artikels sprengen würde. Doch einen guten Artikel über das Thema Selbstwert und Selbstliebe findest du hier.

Abgesehen von deinem Selbstwert gibt es drei andere Punkte, die beim überwinden deiner emotionalen Abhängigkeit eine große Rolle spielen. Diese sind:

  1. Grenzen und emotionale Bedürfnisse
  2. Zufriedenheit
  3. Eine neue Dating-Regel

Und wie du Fuchs dir sicherlich denken kannst, werde ich im Folgenden auf alle drei Punkte eingehen.

1. Grenzen und emotionale Bedürfnisse

Einer der wichtigsten Schritte aus der Abhängigkeit ist anzufangen, Grenzen zu setzen, deine eigenen emotionalen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie zu respektieren. Mach dir bewusst, dass andere Menschen dich nicht weniger mögen werden, nur weil du mal Nein sagst und deinen eigenen Bedürfnisse Priorität gibst – ganz im Gegenteil.

Menschen, die keine Grenzen haben und alles für andere tun, werden häufig als schwach und unattraktiv wahrgenommen. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben und je besser es dir geht, desto besser werden auch deine Beziehungen sein.

Egal, ob beim Kennenlernen neuer Menschen oder in einer Beziehung, fange an, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen und deine Bedürfnisse zu respektieren.

Das kann erst mal ein schwieriger Schritt sein, weil du es bis jetzt nie wirklich getan hast, weil es dir egoistisch vorkommt oder weil du glaubst, dass andere dich dafür hassen werden. Doch in den meistens ist das Gegenteil der Fall.

Vor allem falls du emotional unabhängig vom Partner werden möchtest ist das Setzen von Grenzen ein sehr wichtiger Schritt. 

2. Zufriedenheit

Häufig sind emotional abhängige Menschen mit ihrem Leben unzufrieden. Sie haben das Gefühl, ihnen fehlt etwas Wichtiges im Leben und allzu oft glauben sie, dass dies ein Partner wäre.

Sie sind davon überzeugt, dass ein Partner sie 487% glücklicher machen würde und sie glauben, wenn sie nur endlich einen Partner finden, wäre ihr Leben perfekt und sie hätten keine Probleme mehr. Doch mit dieser Überzeugung schießen sie sich selbst in den Fuß.

Die Sache ist die: Je zufriedener du mit dir und deinem Leben bist, desto attraktiver wirst du generell wahrgenommen und desto eher wirst du neue Menschen anziehen.

Vor allem aber wirst du aufhören, deutlich mehr Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen zu investieren als sie in dich.

Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich sehr zufrieden bin. Klar, es läuft nicht alles perfekt und ich habe noch viele Ziele, aber ich bin generell zufrieden. Ich haben einen Job, der mir gefällt, ich reise viel, ich mache regelmäßig Sport und lebe gesund, ich habe viele gute Freunde und vor allem habe ich gelernt, mich so anzunehmen, wie ich bin. (Sorry übrigens, das ich dir auf die Nase binde, wie verdammt cool mein Leben ist.)

Wenn ich jetzt eine attraktive Frau kennenlerne, stellt das nicht mein Leben auf den Kopf. Mein Leben wird durch sie nicht unendlich viel besser. Und genau das ist der springende Punkt.

Dein Glück nicht von anderen abhängig zu machen ist enorm wichtig

Emotionale Abhängigkeit

Je weniger deine Zufriedenheit und dein Glück davon abhängt, einen passenden Partner zu finden, desto bessere Chancen hast du, einen Partner zu finden.

Verstehe mich hier nicht falsch. Eine gesunde und liebevolle Beziehung ist das wohl Schönste und Beste, was uns passieren kann. Doch wenn du glaubst, erst diese Beziehung führen zu müssen, bevor du das Leben genießen und zufrieden sein kannst, wird es dir schwer fallen, so eine Beziehung zu führen.

Auch gilt: Je zufriedener du generell bist, desto besser wird deine Beziehung sein. Du wirst nicht erwarten, dass dein Partner dich glücklich macht und dadurch wirst du automatisch weniger von ihm abhängig sein. Stattdessen kannst du ihm auf Augenhöhe begegnen.

3. Eine neue Dating-Regel

Wenn ich all den Jahren eines über Dating gelernt habe, dann, dass es sich nicht lohnt, Zeit und Energie in Menschen zu investieren, die nicht Ja zu dir sagen.

  • Du flirtest seit geraumer Zeit mit einem attraktiven Arbeitskollegen und versuchst ihn auf ein Treffen zu kriegen, aber irgendwie redet er sich immer raus?
  • Seit einigen Wochen schreibst du mit einer attraktiven Frau hin und her, doch jedes Mal wenn du ein Treffen vorschlägst, weicht sie aus oder antwortet nicht?
  • Du warst mit jemandem im Bett und seitdem antwortet er dir nicht mehr oder nur zögerlich?
  • Du datest seit einiger Zeit jemanden und wünschst dir mit ihm eine Beziehung, doch immer wenn du ihm emotional näher kommst oder das Thema Beziehung ansprichst, macht er einen Rückzieher?

All das sind Beispiele für Menschen, die nicht Ja zu dir sagen. Und in meiner Erfahrung lohnt es sich nicht, deine Zeit und Energie in diese Menschen zu investieren.

Zum einen lohnt es sich nicht, weil wir beim Versuch, diese Menschen zu erobern, uns häufig auf Spielchen und Manipulation einlassen und jegliche Selbstachtung verlieren. Zum anderen lohnt es sich nicht, weil sich diese Menschen in den allermeisten Fällen doch nicht für uns entscheiden.

Einen der besten Dating-Tipps, die ich dir geben kann, ist, deine Zeit nur in Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen. Beim Dating geht es nicht darum, mit Tricks, Lügen und Spielchen andere Menschen von dir zu überzeugen, sondern die Menschen anzuziehen, die genauso sehr mit dir zusammen sein wollen wie du mit ihnen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Wenn dir der Artikel gefallen hat, wirst du das Buch lieben.   

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Die simple Lösung für 99% deiner Dating-Probleme

Viele Menschen sind mit ihrem Dating-Leben frustriert. Statt romantisches Kennenlernen, Frühstück im Bett und glücklich bis ans Ende ihrer Tage bietet ihnen das Dating-Menü vor allem Enttäuschungen, Frust und Drama.

Kein Wunder, dass mir Männer und Frauen täglich E-Mails schicken, in denen sie mir ihre Dating-Probleme schildern und mich um Hilfe bitten. Nicht selten haben diese E-Mails die Länge eines Romans …

Ganz egal, ob du mir eine dieser E-Mails geschickt hast oder nicht, in diesem Artikel werde ich dir die Lösung für die meisten deiner Dating-Probleme erklären. Und keine Sorge, dieser Artikel hat nicht die Länge eines Romans.

Die allermeisten Dating-Probleme haben die gleiche Ursache. Ich weiß, das klingt jetzt wie ein billiger Spruch von der Titelseite eines Lifestyle-Magazins. Doch lass mich das kurz erklären:

Egal, ob du Mann oder Frau, jung oder alt, dick oder dünn bist – die meisten deiner Dating-Probleme entstehen, weil du deine Zeit und Energie in Menschen investierst, die nicht Ja zu dir sagen.

  • Du flirtest seit Monaten mit diesem attraktiven Arbeitskollegen und versuchst ihn auf ein Date zu kriegen, aber irgendwie sagt er doch nie zu?
  • Du schreibst seit Wochen mit dieser heißen Blondine hin und her, doch immer wenn du ein Treffen vorschlägst, antwortet sie nicht oder weicht aus?
  • Du hast seit Jahren eine Affäre mit einem verheirateten Menschen und er hat dir schon vor langer Zeit versprochen, dass er sich scheiden lässt, um mit dir ein neues Leben anzufangen, doch es passiert nichts?
  • Du warst mit jemandem im Bett und jetzt meldet er sich nicht mehr oder nur noch sporadisch?

All diese Menschen sagen nicht eindeutig Ja zu dir. Und wenn ich in all den Jahren eines über Dating gelernt habe, dann, dass es sich nicht lohnt, unsere Zeit und Energie in Menschen zu investieren, die nicht Ja zu uns sagen.

Ich meine das verdammt ernst. Hör auf, Menschen erobern zu wollen, die nicht Ja zu dir sagen. Es lohnt sich nicht.

Zum einen lohnt es sich nicht, weil wir uns damit häufig auf Spielchen einlassen, manipulieren, uns falsche Hoffnungen machen, unsere eigenen Grenzen übertreten und jegliche Selbstachtung und Integrität verlieren. Zum anderen lohnt es sich nicht, weil in 99% der Fälle all die Mühe umsonst ist, da sich diese Menschen letztendlich doch nicht für uns entscheiden. Wir können nun mal kaum kontrollieren, ob uns ein bestimmter Mensch attraktiv findet oder nicht. Und vor allem sollten wir das auch nicht.

Leider behauptet ein Großteil der Dating-Industrie genau das Gegenteil. So werden dir konkrete Methoden oder Verhaltenstipps empfohlen, mit denen du angeblich beeinflussen kannst, was andere Menschen wollen oder fühlen. Du weißt schon, all dieser Scheiß im Stil von „mach dich rar, zeige gemischte Signale, mache den anderen Menschen eifersüchtig, lass ihn zappeln, sei Alpha, warte mit dem anrufen so und so viele Tage, schreibe dieses aber nicht jenes“ und bla, bla, bla.

Diese Tipps funktionieren in 99% der Fälle nicht. Tu dir selbst den Gefallen und lass den Scheiß. Die Sache ist nämlich sehr simpel: Entweder jemand ist an dir interessiert oder er ist es nicht.

Entweder jemand ist an dir interessiert oder er ist es nicht.

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Hast du auch schon mal jemanden kennengelernt, Telefonnummern ausgetauscht, dich gemeldet aber keine Antwort bekommen? Ja? Ich auch. Es ist ein scheiß Gefühl.

Aber weißt du was? Wenn sich jemand nicht bei dir meldet, dann liegt es zu 99% nicht daran, dass du dich am falschen Tag meldest, die falsche Uhrzeit für ein Treffen vorschlägst, ein Fragezeichen statt einem Ausrufezeichen benutzt oder ein Smiley zu viel, zu wenig oder das falsche scheiß Smiley schickst.

Falls dir jemand nicht antwortet, dann liegt das in 99% der Fälle daran, dass er nicht an dir interessiert ist. Und daran kannst du kaum was ändern.

Entweder jemand will dich treffen oder eben nicht. Es macht kaum einen Unterschied, wann oder wie du dich meldest. Nein, das bedeutet nicht, dass du als erste Nachricht ein Nacktfoto, einen Heiratsantrag oder ein selbstgeschriebenes Gedicht schicken sollst. Aber ich denke, du verstehst, was ich dir sagen will.

Ich habe Frauen aus den verschiedensten Kulturen und in den verschiedensten Ländern gedatet. Jede dieser Frauen war ab dem ersten Kennenlernen an mir interessiert. Falls ich mich bei ihnen gemeldet und ein Treffen vorgeschlagen habe, haben sie geantwortet. Egal, ob ich mich ein, zwei, drei oder sieben Tage nach dem ersten Kennenlernen gemeldet habe. Egal, ob ich mich per Text-Nachricht, E-Mail, Facebook oder Anruf gemeldet habe. Diese Frauen waren an mir interessiert und wollten mich treffen. Punkt.

Auf der anderen Seite war ich noch mit keiner Frau auf einem Date, die nach dem  ersten Kennenlernen nur halb an mir interessiert war. Ich hab also noch keine Frau gedatet, die mir nach dem ersten Kennenlernen nur manchmal zurückgeschrieben hat, sich erst zwei Wochen später meldete oder „Lol“ oder „Ich weiß nicht“ geantwortet hat, falls ich ein Treffen vorgeschlagen habe. Keine einzige! Und glaub mir, ich habe unzählige Stunden überlegt, wann ich mich melden sollte, ob ich besser eine Nachricht schreibe oder anrufe und was genau ich noch tun könnte, um sie doch noch auf ein Date zu kriegen. Alles umsonst.

Falls du dir also auch schon mal den Kopf darüber zerbrochen hast, wann du dich am Besten bei jemandem melden solltest und wie genau du dich am Besten melden solltest, lass es. Es ist scheiß egal, ob du anrufst oder eine Nachricht mit Zwinkersmiley oder normalen Smiley schickst, entweder jemand will dich treffen oder er will es nicht.

Melde dich, wie du willst. Von mir aus auch per Flaschenpost.

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Doch es geht hier nicht nur um Telefonnummern und die ersten Dates. Es geht um jede Phase des Datings. Entweder jemand sagt Ja zu dir oder er ist deine Zeit und Energie nicht Wert.

Sagen wir, du hast seit geraumer Zeit mit einem Menschen eine Affäre. Nun hast für diesen Menschen Gefühlte entwickelt und möchtest eine Beziehung mit ihm. Das Problem: Immer wenn du das Thema ansprichst, dich emotional öffnest oder mehr Zeit mit diesem Menschen verbringen möchtest, geht dieser auf Distanz.

Jetzt kannst du all diese bescheuerten Dating-Tipps anwenden und selbst auf Distanz gehen, ihn eifersüchtig machen oder andere Spielchen spielen, um ihn doch noch in eine Beziehung zu kriegen. Vielleicht klappt es sogar. Doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird dies eine ungesunde Beziehung und früher oder später gibt es eine Menge Drama und Enttäuschungen.

Und dann erhalte ich von dir eine E-Mail in der Länge eines Romans, in der du mir erklärst, dass doch alle Männer Arschlöcher oder alle Frauen dumme Schlampen sind, das Beziehungen doch sowieso scheiße seien und dass du ab jetzt alleine und einsam in einer Höhle auf einem Berg leben wirst. 

In meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings gehe ich noch detaillierter auf dieses Thema ein. Ich erkläre, dass wenn wir ungesunde Beziehungen vermeiden, wir langfristig attraktiver werden, weil sich unser Selbstbild verbessert und wir Integrität ausstrahlen.

(Du hast deinen Traumpartner noch nicht gefunden und das Buch immer noch nicht gelesen? Worauf zum Teufel wartest du? Dass ich auf die Knie gehe und dich anflehe? Du kannst das Buch hier bestellen.)

Den besten Dating-Tipp, den ich dir deshalb geben kann, ist, deine Zeit und Energie in die Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen. Menschen, die sich für dich  entscheiden. Menschen, für die du eine Priorität bist. Menschen, die genauso mit dir zusammen sein wollen wie du mit ihnen. Und diesen Tipp kannst du auf viele Dating-Situationen anwenden:

Dann sei ehrlich, direkt und offen. Schlage deinem Arbeitskollegen ein Date vor, sage deinem Ex, dass du ihn wiederhaben möchtest, mache deinem/r besten Freund/in klar, dass du mehr als nur Freundschaft möchtest und diesem Jemand sagst du, dass du eine Beziehung mit ihm willst.

Als Antwort wirst du dann entweder ein Ja bekommen oder etwas anderes. Und falls du kein klares Ja bekommst, höre auf, diesem Menschen hinterherzurennen. Dieser Mensch möchte nicht mit dir zusammen sein. Vergiss Dating-Spielchen, manipulative Verhaltensweisen und all den anderen Scheiß – es funktioniert in den allermeisten Fällen sowieso nicht. 

Wir haben kaum Einfluss darauf, ob uns eine konkrete Person attraktiv findet oder nicht, ob sie uns kennenlernen will oder nicht oder ob sie mit uns zusammen sein will oder nicht. 

Deshalb geht es beim Dating nicht darum, mit Tricks und Spielchen einen Menschen von uns zu überzeugen, sondern die Menschen anzuziehen, die von Anfang an Ja zu uns sagen. Menschen, die genauso an uns interessiert sind, wie wir an ihnen. Erst dann ziehen wir die richtigen Menschen an und bilden die Grundlage für wahre Liebe

Tu dir also selbst einen Gefallen und investiere deine Zeit, Energie und Gefühle in die Menschen, die Ja zu dir sagen. Vielleicht löst das nicht 99% deiner Dating-Probleme, doch es wird Vieles einfacher, harmonischer und schöner machen. Und falls dir dieser Tipp nicht gefällt, kannst du immer noch einsam und allein in eine Höhle auf einem Berg ziehen.

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Offene Beziehung: Vorteile, Nachteile und Herausforderungen [Gastartikel]

14218099_10210678776429641_1819275117_nDas Thema offene Beziehung ist ziemlich emotional, da dieses Beziehungsmodell manche begeistert und gleichzeitig enorm gegen die Werte vieler anderer verstößt. Das führt dazu, dass sich häufig zwei quasi verfeindete Lager gegenüberstehen die dann beispielsweise auf Facebook Diskussionen führen, die schnell arg unsachlich werden.

Ich finde:

Der Ansatz, die perfekte (Beziehungs)Lösung für alle zu suchen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt! Generell schadet es also nicht, spannenden Themen tolerant gegenüberzutreten und sie zunächst unvoreingenommen zu betrachten.

Wenn du dir noch unsicher bist, ob eine offene Beziehung für dich passen könnte, ist das zudem der beste Weg zu einer nachhaltigen Entscheidung, mit der du dich gut fühlst – und im Optimalfall auch dein Partner.

Ein klarer Blick auf reale Herausforderungen

Ich werde das Modell der offenen Beziehung also weder loben, noch schlecht reden. Stattdessen werde ich einen genauen Blick darauf werfen und dir einen Überblick über die realen Herausforderungen geben, die dich erwarten – inklusive möglicher Lösungsansätze.

Alle Erfahrungen und Lösungsansätze stammen dabei aus meiner Arbeit mit Klienten, die sich selbst mit offenen Beziehungen befasst haben und die ich auf diesem Weg begleiten durfte.

Vorab noch eine kurze Bemerkung: Wenn du bis zum Ende liest, wirst mit einem eBook belohnt, mit dem du den nächsten Schritt kannst: Ganz konkret herausfinden, ob eine offene Beziehung zu dir passt!

Offene Beziehung: Chancen und potenzielle Vorteile

Auch wenn das Modell einer offenen Beziehung stark polarisiert: Da es Menschen gibt, die diesen Weg gehen und damit glücklich sind, muss es auch Begeisterungspotenzial und handfeste Vorteile geben. Hier ein kurzer Überblick über drei Punkte, die in Gesprächen dazu häufig angeführt werden:

  1. Zuerst erscheint die Möglichkeit extrem verheißungsvoll, auch mit anderen Menschen außer dem Partner Sex haben zu können, ohne auf die Vorteile einer Partnerschaft verzichten zu müssen
  2. Den meisten Menschen ist intuitiv klar, dass Seitensprünge auch trotz bester Absichten passieren können, da Menschen fehlbar sind. In einer offenen Beziehung fehlt dann die Gefahr, dass ein Seitensprung die Beziehung zerstören kann
  3. Vor allem rationalere Geister finden oft, dass es ethisch nicht korrekt sei, anderen Menschen vorzuschreiben, mit wem sie Sex haben dürfen. Wer so denkt und konsequent bleiben möchte, kommt natürlich nicht darum herum, ein erzwungenes oder implizites Treueversprechen á la „du hast aber ausschließlich mit mir Sex und ich auch nur mit dir“ auszuschließen

Auf der Seite der Vorteile einer offenen Beziehung gibt es also definitiv ein paar Einträge zu verbuchen. Aber wie sieht es auf der Seite der Risiken aus?

Mythen und scheinbare Risiken

Potenzielle Risiken werden (leider) meistens von Leuten hervorgebracht, die dem Thema von vornherein mit Ablehnung begegnen. Daraus entstehen dann häufig oberflächliche Vorurteile und Stereotypen. Hier eine kleine Auswahl:

  • Menschen in offenen Beziehungen gehen sich fremd, das zerstört die Liebe!
  • Niemand findet es in Ordnung, wenn der Partner Sex mit anderen hat. Da lässt sich sowieso immer einer unterbuttern, der das dann dem Partner zuliebe erträgt.
  • Nur Menschen mit Bindungsangst führen eine offene Beziehung – insgeheim suchen die doch sowieso nach einem Partner, der noch besser passt.
  • Sexualität sollte nur innerhalb der Partnerschaft ausgelebt werden, alles andere ist unmoralisch.

Der Standpunkt, einer offenen Beziehung ablehnend gegenüber zu stehen, ist natürlich absolut in Ordnung. Für Menschen, die sich ernsthaft Gedanken darüber machen, ob eine offene Beziehung gut zu ihren Bedürfnissen passen könnte, wäre eine andere Perspektive zu Risiken allerdings hilfreicher:

Nämlich die von Leuten, die das Thema aus eigener Erfahrung kennen, die den Weg der offenen Beziehung seit einiger Zeit gehen und die bereits mit real auftretenden Hürden konfrontiert wurden.

Herausforderungen einer offenen Beziehung

Gehen wir also einen Schritt von den Mythen weg und werfen wir stattdessen einen Weg auf reale Risiken.

Diese sind etwas schwieriger herauszufinden, da im Vergleich zur Gesamtbevölkerung recht wenige Menschen offen lieben. Die größte Studie zu diesem Thema geht von ungefähr einem Prozent der Paare aus, in deren Beziehung sexuelle Treue explizit keine Rolle spielt (Quelle: https://www.theratalk.de/studie_offene_partnerschaft_beziehung.html).

Der Blick auf die tatsächlichen Herausforderungen ist also aufschlussreicher. Gehen wir die wichtigsten kurz durch:

Herausforderung #1: Eifersucht

So gut wie niemandem, der in einer hochzivilisierten Gesellschaft aufwächst, fällt der Gedanke leicht, dass der eigene Partner auch andere Menschen begehrenswert findet. Ganz zu schweigen von der Vorstellung, dass der eigene Partner mit einem solchen Menschen auch tatsächlich noch Sex haben könnte!

Aus meiner Sicht hat das drei wesentliche Gründe:

  1. Die wenigsten Menschen wachsen in dem Bewusstsein auf, sehr wertvoll und bedingungslos liebenswert zu sein (daher auch die häufige Tendenz des Klammerns)
  2. Wir bekommen ein mindestens durchwachsenes, oft sogar sehr negatives Bild von Sexualität vermittelt: In einer Partnerschaft ist Sex mittlerweile auch ohne den direkten Zweck der Nachwuchszeugung anerkannt, aber man spricht trotzdem noch nicht offen darüber, erst Recht nicht mit Außenstehenden. Sex außerhalb der Partnerschaft ist – so die Norm – nach wie vor etwas Schmutziges und Verbotenes. Trotz sexueller Revolution: So liberal, wie wir uns selbst gerne sehen, sind wir da noch nicht
  3. Kapitalismus und Besitzdenken sind zwar vor allem ein politisches Thema, machen auch vor der Liebe nicht halt: Unseren (antrainierten) Wunsch danach, Materielles besitzen zu wollen, übertragen viele mindestens unbewusst auf den Partner, der ihnen dann ganz allein gehören soll. Der Gedanke, dass der Partner sich frei für oder gegen sexuelle Treue entscheiden darf, ist für viele schwer zu ertragen

Wer sich nun auf eine offene Beziehung einlässt, tut gut daran, der Eifersucht einiges an geistigen Kapazitäten zu widmen – denn ohne Klärung dieses Themas, wird die offene Beziehung scheitern. Entweder, weil die Frequenz an Konflikten, für die Eifersucht garantiert sorgt, irgendwann so hoch wird, dass schöne Erlebnisse mit dem Partner in der Wahrnehmung unter den Tisch fallen.

Oder, weil irgendwann einer der Partner die quälende Eifersucht dem anderen Partner und der Beziehung zuliebe still erträgt (siehe auch Herausforderung #5!).

Wie lässt sich Eifersucht in einer offenen Beziehung überwinden?

Die Antwort auf diese Frage findet sich ebenfalls in den drei vorhin genannten Punkten, zu denen eine individuelle und stimmige Lösung gefunden werden muss. Beispiele:

  1. Wer es schafft, sich zu mehr Selbstliebe und Selbstwertgefühl zu verhelfen, fühlt sich weniger bedroht, wenn klar wird, dass der Partner auch andere Menschen interessant findet (was sowieso meistens der Fall ist). Ob dann mit einem gesunden Selbstwertgefühl auch die Beziehung geöffnet werden soll, ist natürlich eine andere Frage. Auch konventionelle Beziehungen profitieren aber von einer Beschäftigung mit Selbstliebe
  2. Wer einen Weg findet, Sexualität als etwas zu sehen, was sich aktiv gestalten lässt, kommt sowohl mit deren destruktiven, als auch mit deren positiven Seite klar. Das ebnet den Weg zu der Perspektive von Mitfreude: Wenn Sex außerhalb der Partnerschaft nicht länger etwas Negatives ist, lassen sich sogar Vorteile in der intimen Begegnung des Partners mit anderen Menschen sehen (Zufriedenheit des Partners, gemeinsamer Gewinn an Erfahrungen, Verteilung der Bedürfnisse auf mehrere Menschen)
  3. Wer sich bewusst macht, dass der Partner nicht Teil des persönlichen Besitzes ist, kann leichter loslassen, einfacher Konflikte zulassen und Herausforderungen in der Beziehung konstruktiv begegnen. Auch hiervon profitiert jede Art von Beziehung

Zusammengefasst: Soll die offene Beziehung langfristig andauern, führt der einzige Weg weg von Eifersucht und hin zur Mitfreude. Eifersucht direkt zu überwinden, ist dabei aber ein schwieriges Unterfangen – mehr Sinn macht es, sich der Beseitigung von deren Ursachen zu widmen.

Herausforderung #2: Die Vorgeschichte des Seitensprungs

Die spannendere Frage ist aber, aus welchen Gründen in monogamen Beziehungen Seitensprünge stattfinden. Nicht immer ist das lediglich ein mehr oder weniger legitimer Wunsch nach sexueller Abwechslung. Auch andere Faktoren können hier mit hineinspielen, die dann in einer offenen Beziehung genauso vorkommen können:

  • Der Wunsch nach Selbstbestätigung. In offenen Beziehungen führt das bisweilen dazu, dass die sexuellen Freiheiten sehr stark genutzt werden und die eigentliche Beziehung Gefahr läuft, vernachlässigt zu werden. Die Motivation ist verständlich, aber hilfreicher ist es natürlich, sich mit den Ursachen auseinanderzusetzen, die der starke Wunsch nach Selbstbestätigung hat, anstatt sich mit den anstrengenden Folgen zu beschäftigen
  • Eine dysfunktionale Paarsexualität. Wenn es im Bett nicht mehr läuft, hilft es auch nur kurzfristig weiter, sich mit anderen auszuleben. Ich nehme hier natürlich Absprachen aus, in denen einer der Partner aus gesundheitlichen Gründen keinen sexuellen Kontakt eingehen kann und dem Partner das aber nicht verwehren möchte
  • Die Suche nach einem Trennungsgrund. Auch diese versteckte Agenda steckt häufig hinter einem Seitensprung. Und übrigens auch häufig hinter der Forderung nach einer offenen Beziehung, denn wenn man es darauf anlegt, lässt sich hier natürlich ein enormes Konfliktpotenzial zünden

Es gibt natürlich noch viele weitere Ursachen für Seitensprünge, die auch in offenen Beziehungen für Probleme sorgen können. Generell gilt daher: Fast jedes Problem, das in einer herkömmlichen Beziehung vorkommt, kann auch in einer offenen Beziehung auftauchen. Sei es Eifersucht, eine schwierige Kommunikation, Arbeitslosigkeit oder Krankheit eines Partners.

Eine offene Beziehung ist ein Beziehungsmodell, niemals aber eine Problemlösung!

Herausforderung #3: Schlechtes Zeitmanagement

Wer pro Woche drei Dates unterbekommen möchte (s. auch Selbstbestätigung im oberen Punkt), berufliche Ambitionen hat und gleichzeitig noch Quality Time mit dem Partner verbringen möchte, stößt hier schnell an sein Limit.

Auch hier hilft es also, klare Prioritäten zu setzen und einen guten Draht zu den eigenen, wirklichen Bedürfnissen zu haben. Auch die verschiedenen Lebensbereiche wie Arbeit, Freunde, Familie und Hobbys sollten sich im Einklang befinden.

Wer sich unsicher ist, ob der eigene Entwicklungsgrad (in der Psychologie übrigens als Differenzierung bezeichnet) genügt, dem empfehle ich einen selbstkritischen Rundumblick und den Hinweis, dass es durchaus ein Zeichen von Rücksichtnahme auf sich selbst sein kann, die Öffnung der Beziehung zumindest etwas zu verschieben.

Übrigens möchte ich damit nicht sagen, dass Paare in offenen Beziehungen in irgendeiner Art grundsätzlich weiter entwickelt oder reifer wären, als Paare in monogamen Beziehungen.

Herausforderung #4: Entfremdung der Partner

Funktioniert etwa das Zeitmanagement nicht oder kann Partner das hohe Bedürfnis nach Selbstbestätigung des anderen Partners nicht erfüllen, entfernen sich die Partner in einer offenen Beziehung bisweilen voneinander.

Das führt dann zu einem Verlust von Intimität. Der eigene Partner kommt einem immer häufiger unbekannt vor, körperliche Nähe scheint weniger selbstverständlich und auch das gegenseitige Vertrauen leidet.

Gerade auf sexueller Ebene bemerken Betroffene das häufig. Denn die Art von Sex, die auf spontaner Erregung und Attraktion beruht, wird zwar mit anderen ausgelebt, funktioniert aber auf Dauer nicht (alleine) in einer langfristigen Partnerschaft.

Hier gerät daher schnell eine liebevolle, auf Intimität und Nähe basierende Sexualität aus dem Blick, was das zugrundeliegende Problem der Entfremdung natürlich weiter verschärft.

Herausforderung #5: Fehlender Austausch über Bedürfnisse

Viele Paare, die vor der Entscheidung stehen, eine offene oder eine monogame Beziehung zu führen, glauben, dass dies eine Entscheidung für die Ewigkeit wäre.

Ich denke, dass die Vereinbarungen, die ein Paar über das Modell der Partnerschaft trifft, vor allem den Zweck haben sollten, den Bedürfnissen der beiden gerecht zu werden. Da sich Bedürfnisse ändern, ist es wichtig, sich auch regelmäßig über diese auszutauschen.

Insofern empfehle ich, von vorneherein die Möglichkeit anzusprechen, dass die offene Beziehung nicht zwangsweise immer offen bleiben muss. Denn bisweilen passiert es, dass einer der Partner die Offenheit aufgrund von Verlustangst dem anderen Partner zuliebe erträgt – was natürlich keine Grundlage für eine langfristige Beziehung mit zwei gesunden Partnern sein kann.

Herausforderung #6: Das Gewöhnungsmoment

Klar, am Anfang ist eine offene Beziehung etwas Aufregendes. Oft verspüren beide Partner ein Kribbeln, wie man es von Verliebtheit oder sexueller Erregung kennt. Und ein solches Experiment erfordert Mut und kann Partner zusammenschweißen.

Diese Stimmung hält natürlich nicht ewig an – was dann zum Problem wird, wenn die Partner es versäumt haben, die eigene Beziehung auch über andere Faktoren, als über die Offenheit definiert zu haben. Wesentliche Punkte können zum Beispiel sein:

  • Gemeinsame Werte wie Respekt, Ehrlichkeit, Verantwortung
  • Ähnliche Charaktereigenschaften wie Neugier, Aufgeschlossenheit, Veränderungsbereitschaft
  • Sich überschneidende Interessen in Bereichen wie Sport, Musik, Kunst, Freizeit
  • Eine kompatible Zukunfts- oder Beziehungsvision – wie denken die Partner über Kinder, Familie, Zusammenwohnen?

Es spricht natürlich nichts dagegen, den spannenden Anfang einer offenen Beziehung in vollen Zügen auszukosten. Aber nach einer gewissen Zeit dürfen auch andere Aspekte der Beziehung wieder eine Rolle spielen.

Fazit

Ich habe dir keinen Einblick in die Herausforderungen einer offenen Beziehung gegeben, um Angst zu verbreiten, im Gegenteil. Aber wer eine nachhaltige Entscheidung treffen will, kann sich diese durch ein paar Infos und Erfahrungsberichte einfacher machen – und ist dadurch schlicht besser vorbereitet. Insofern empfehle ich als ergänzende Maßnahme auch immer, sich mit Paaren auszutauschen, die schon länger in einer offenen Beziehung leben – etwa in einschlägigen Foren.

Wenn die wichtigsten Dinge dann geklärt sind, steht für diejenigen, die immer noch interessiert sind, eine Entscheidung an. Falls das bei dir der Fall ist, möchte ich dir zwei Dinge ans Herz legen:

  1. Hier kannst du dir meinen 5-Minuten-Impuls herunterladen: Offene Beziehung: So klärst du in 4 Schritten, ob sie zu dir passt!
  2. Da eine offene Beziehung gerade zu Beginn viel Mut erfordert, ist auch Anchus Kurs eine sinnvolle Begleitung: Hier geht’s zum Ängste-überwinden-Kurs

Egal, wie du dich entscheidest, ich wünsche dir auf jeden Fall viel Spaß auf dem Weg zu deiner glücklichen, aber nicht zu perfekten Beziehung!

Dein Nils

Über den Gastautor

14256503_10210678713068057_122791359_nNils Terborg ist ein Um-die-Ecke-Denker, der vor allem scheinbar klaren Dingen gerne auf den Grund geht. In seinen Büchern, Artikeln und Coachings begleitet er Menschen dabei, Einklang zwischen Denken und Fühlen zu bringen und so zur glücklichen, aber nicht zu perfekten Beziehung zu finden.

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Artikelbild: © Daniel Ernst

Sex beim ersten Date? Auf diese 4 Dinge musst du unbedingt achten

sex beim ersten dateSex beim ersten Date halten viele Menschen für eine schlechte Idee. Vor allem wenn man ernste Absichten hat.

Blödsinn, behaupte ich.

Sex beim ersten Date hat viele Vorteile und mindert auch nicht deine Chancen auf eine Beziehung. Ganz im Gegenteil, es steigert sie sogar. Doch dazu später mehr.

Wir betrachten uns gerne als eine zivilisierte, bewusste und fortgeschrittene Gesellschaft. Wir waren auf dem Mond spazieren, im Supermarkt können wir zwischen 47 verschiedenen Arten von Corn-Flakes wählen und dank Facebook wissen wir, dass Melanie gerade Urlaub auf Mallorca macht, obwohl wir gar nicht wissen, wer diese Melanie eigentlich ist.

Warum zum Teufel sollten wir dann nicht auch Sex beim ersten Date haben?

Es ergibt keinen Sinn, sich an antiquierte Datingregeln aus dem 19. Jahrhundert zu halten. Oder fährst du noch mit einer Kutsche zur Arbeit?

Doch noch immer befolgen viele Frauen die klassische Datingregel 174-3b:

„Wenn er dir wichtig ist, dann habe bloß kein Sex beim ersten Date. Lass ihn zappeln. Am besten du schreibst ihm auch erst mal nicht sofort zurück und machst dich rar.“

Durch dieses Verhalten wollen sich Frauen interessanter machen. Letztendlich verunsichern sie damit jedoch viele Männer, die irrtümlicherweise glauben, die Frau habe schlichtweg kein Interesse an ihnen.

Des Weiteren gibt es nur noch wenige Männer, die eine Frau verurteilen, wenn sie sich auf Sex beim ersten Date einlässt. Immer mehr Männer sehen das als ein Zeichen für ein gesundes Selbstvertrauen und einen entspannten Umgang mit der eigenen Sexualität. Und wenn der Mann wirklich ein Problem damit hat, solltest du dich als Frau fragen, ob du so einen Mann überhaupt wiedersehen möchtest.

Auch viele Männer halten sich noch an eine “alte Datingregel”:

„Falls du mit der Frau eine Beziehung möchtest, dann zeige ihr nicht, dass du an Sex interessiert bist. Warte lieber ein wenig länger und mach ihr klar, dass sie dir wichtig ist.“

Was wie ein nobler Gedanke klingt, führt häufig dazu, dass Männer zu lange warten, bis sie den ersten Schritt machen. Dadurch landen sie häufig in der Freundesecke statt im Schlafzimmer der Frau. Viele Männer können ein Lied davon singen. Selbst wenn du dir mit einer Frau eine Beziehung wünscht, solltest du nicht zu lange warten, bevor du Interesse zeigst. Denn tust du es nicht, wirst du wahrscheinlich nur ihr neuer bester Freund. Oder der zweitbeste.

Ich behaupte nicht, dass du bei jedem deiner ersten Dates Sex haben solltest. Doch ich behaupte, dass wenn es passt, nichts dagegen spricht. Im Gegenteil, es hat sogar einige Vorteile.

Sex beim ersten Date: 4 Vorteile

Anders als viele glauben, verringert Sex beim ersten Date nicht die Chancen auf eine Beziehung. Es kann uns sogar dabei helfen, schneller einen Menschen zu finden, der wirklich zu uns passt.

Im Folgenden möchte ich dir erklären warum.

1. Entspannterer Umgang

Sex ist eines der intimsten Dinge, die wir mit einem anderen Menschen teilen können. Nach dem Sex ist der Umgang mit dem Gegenüber generell entspannter, vertrauter und intimer als vorher.

Vor dem ersten Sex wollen wir bloß nichts falsch machen und das führt häufig zu einer angespannten Stimmung. Das ändert sich nach dem ersten Sex.

Sex beim ersten Date 3

Nachdem wir den anderen körperlich nackt gesehen haben, fällt es uns häufig leichter, uns emotional nackt zu zeigen. Wir reden eher über persönliche Dinge wie Wünsche, Schwächen oder auch Ängste. Wir zeigen uns eher authentisch und sind ehrlicher, weil wir weniger Angst davor haben, etwas falsches zu sagen oder etwas falsch zu machen.

Sex hilft uns also dabei, uns emotional zu öffnen und lässt das Vertrauen und die Intimität zwischen uns und der anderen Person um 3246 Punkte wachsen. Mindestens.

2. Die Erwartungen sinken

Das erste Mal Sex mit einem neuen Menschen bringt häufig hohe Erwartungen mit sich. Oftmals werden diese Erwartungen mit der Zeit nur noch größer. Je länger wir mit dem ersten Mal also warten, desto größer sind häufig die Erwartungen.

Das Problem dabei ist, dass hohe Erwartungen häufig dazu führen, dass wir uns unter Druck setzen, angespannt sind, uns nicht fallen lassen können und letztendlich den Sex nicht genießen. Das ist wie mit Sylvester. Man plant die Party Wochen wenn nicht Monate im voraus und häufig ist es dann doch nichts besonderes, weil die Erwartungen viel zu groß sind.

Haben wir hingegen Sex beim ersten Date, sind unsere Erwartungen wahrscheinlich geringer. Und genau das führt häufig dazu, dass wir uns besser fallen lassen können und den Sex mehr genießen. Die besten Parties sind meistens die spontanen.

Manche werden werden hier widersprechen und behaupten, dass sie Zeit brauchen und dem anderen erst vertrauen müssen, bevor sie sich beim Sex fallen lassen können. Ich bin der Meinung, dass Vertrauen und Nähe kaum davon abhängen, wie lange wir jemanden kennen, sondern davon, wie verletzlich wir uns zeigen.

Öffnen wir uns emotional und zeigen unsere Ängste und Schwächen, entsteht Nähe und Vertrauen, auch wenn es das erste Date ist. Unterhalten wir uns hingegen nur über die Lage der Politik, nervige Arbeitskollegen und spanische Kochrezepte, werden wir uns auch nach fünf Dates nicht Nahe sein.

(Mehr zum Thema Verletzlichkeit erfährst du in diesem Artikel.)

3. Sex ist ein wichtiger Faktor in einer Beziehung

Sexuelle Kompatibilität ist ein wichtiger Faktor in einer Beziehung. Nicht umsonst ist sexueller Frust ein häufiger Trennungsgrund. Auch wenn Sex mit der Zeit meistens besser wird, sollte von Anfang an eine gewisse sexuelle Chemie vorhanden sein. Es gibt Menschen, die passen sexuell einfach nicht zusammen, egal, wie versiert die Frau oder der Mann im Bett sind.

Und ich bin der Meinung, dass es besser ist, lieber früher als später herauszufinden, ob die sexuelle Chemie stimmt oder nicht. Stell dir vor, ihr hattet siebzehn tolle Dates, du hast dich mittlerweile über beide Ohren verliebt und siehst in deinem Gegenüber schon den Menschen, mit dem du alt werden möchtest, nur um dann herauszufinden, dass es im Bett gar nicht passt.

Schade, oder?

4. Vermeiden der Freundschaftsecke

Je länger wir mit dem ersten Sex warten, desto größer ist die Chance, dass uns der andere „nur“ als Freund sieht. Wie schon am Anfang des Artikels erklärt, können vor allem viele Männer ein Lied davon singen. Und aus der Freundschaftsecke wieder rauszukommen ist schwer.

Worauf du noch achten solltest

Ob du nun Sex beim ersten Date hast oder nicht, überlasse ich ganz dir. Allerdings möchte ich dir dazu raten, offen, direkt und ehrlich zu kommunizieren.

Vor einiger Zeit unterhielt ich mich auf einer Party lange mit einer Frau. Irgendwann guckte sie mir tief in die Augen, dann umarmte sie mich und sagte mir: „Anchu, ich finde dich toll und ich freu mich, dich kennengelernt zu haben.“ Ich war begeistert.

Ich bin der Meinung, dass es kaum etwas attraktiveres gibt, als einen Menschen, der ehrlich und offen seine Gefühle ausdrücken kann. Des Weiteren macht es Dating einfacher und unkomplizierter, weil wir die Menschen anziehen, mit denen wir kompatibel sind.

Verwandle dich nach dem Kuss bloß nicht in einen Prinzen. Ich mag dich so, wie du bist.

sex beim ersten date 2

Leider raten die meistens klassischen Datingtipps einem genau das Gegenteil. Viele Tipps sind im Stil von:

  • Wenn er/sie dir nicht genug Aufmerksamkeit gibt, mach dir rar.
  • Gib am Anfang gemischte Signale, damit er/sie nicht genau weiß, was du willst.
  • Kein Sex beim ersten Date.
  • Melde dich mindesten 3 Tage nicht.
  • Mache ihn/sie eifersüchtig.
  • Usw.

Diese Tipps können am Anfang funktionieren. Dein Gegenüber wird dich vielleicht jagen wollen oder falls du dich rar machst, wird er sich wundern, warum du dich nicht meldest. Doch das Problem an diesen Tipps ist, dass du damit Menschen anziehst, die Spielchen spielen. Es ist doch logisch: wenn du Spielchen spielst — und diese Tipps sind nichts anderes — dann ziehst du damit Menschen an, die auch Spielchen spielen.

Wenn du stattdessen ehrlich und offen kommunizierst, wirst du die Menschen anziehen, die zu dir passen. Und dir jede Menge Drama, Stress und Zeit sparen.

(Weitere Tipps für das erste Date erfährst du in diesem Artikel: Erstes Date – 4 ungewöhnliche Tipps.)

Wenn dir dein Gegenüber zum Beispiel zu wenig Aufmerksamkeit gibt, dann mach dich nicht rar oder versuche nicht, ihn eifersüchtig zu machen. Frage dich stattdessen, was für dich wichtig ist und was du dir wünscht und sage es ihm. Wenn er dir das geben kann, super. Wenn nicht, dann ziehe weiter. So einfach.

Es geht nicht darum, durch Spielchen und Tricks einen Menschen dazu zu bringen, sich so zu verhalten, wie wir uns das wünschen, sondern einen Menschen anzuziehen, der so wie er ist, zu uns passt.

Deshalb spricht auch nichts gegen Sex beim ersten Date, selbst wenn wir uns eine Beziehung wünschen. Wenn zwei Menschen kompatibel sind und sich auf eine Beziehung einlassen möchten, dann werden sie das tun, auch wenn sie beim ersten Date Sex hatten.

Wenn sich ein Mann oder eine Frau nach dem ersten Sex nicht meldet, liegt das es in den seltensten Fällen am Zeitpunkt des Sex. Meistens sind es andere Gründe. Vielleicht wollte er/sie nur einmalig Sex. Vielleicht war der Sex nicht gut. Vielleicht ist noch eine dritte Person im Spiel. Oder vielleicht hat deinem Gegenüber auch einfach nur deine Schlafzimmerdeko nicht gefallen.

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3 Dinge, die du wissen musst, um deine Bindungsangst zu überwinden

In diesem Artikel erfährst du die häufigsten Symptome von Bindungsangst (Angst vor Nähe) und drei verschiedene Wege, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst.

Bindungsangst überwindenDie meisten Menschen wünschen sich eine erfüllte Beziehung. Tiefsinnige Gespräche, intensive Liebesnächte, romantische Sonnenuntergänge, Frühstück im Bett – du weißt, was ich meine. Doch nicht wenige Menschen haben auch genau davor Angst.

Diese Form von Angst bezeichnet man als Bindungsangst oder auch Angst vor Nähe. Bindungsangst bedeutet, dass wir uns nach Nähe und Liebe sehnen, damit aber dauerhaft nicht umgehen können. Ja, wir Menschen sind kompliziert.

Falls du eine gewisse Angst vor Nähe hast, dir aber eine erfüllte Beziehung wünschst, ist es wichtig, dass du deine Bindungsangst überwindest. Denn Menschen mit Bindungsangst sabotieren häufig unbewusst ihre Beziehungen oder suchen sich immer wieder emotional nicht verfügbare Menschen aus, so dass eine Beziehung erst gar nicht zustande kommt.

Wie die meisten Ängste, können wir auch unsere Bindungsangst überwinden. Dies impliziert vor allem, dass wir loslassen. Loslassen von alten Mustern, von falschen Erwartungen und vor allem von Ängsten. Denn hinter der Bindungsangst stecken häufig andere Ängste, wie zum Beispiel:

  • Angst davor, verletzt oder enttäuscht zu werden.
  • Angst davor, etwas zu verpassen.
  • Angst, nicht gut genug zu sein.

In diesem Artikel möchte ich dir erklären, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst.

Erfahre:

  • Die verschiedenen Symptome von Bindungsangst
  • Die vier Ursachen für Bindungsangst
  • Drei Wege, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst

Bindungsangst: Symptome

Wenn man ein Problem lösen möchte, ist der erste und häufig schwierigste Schritt zu realisieren, dass man eines hat. Bevor du deine Bindungsangst überwinden kannst, musst du also erst mal verstehen, dass dich das Thema überhaupt betrifft – und das ist manchmal gar nicht so simpel. Im Folgenden deshalb einige typische Symptome für Bindungsangst:

Eines der häufigsten und auch eindeutigsten Symptome von Bindungsangst ist, dass wir immer wieder an Menschen geraten, die emotional nicht verfügbar sind. Wir suchen uns also intuitiv Menschen aus, die sich gar nicht auf Nähe einlassen können oder wollen, damit wir uns gar nicht erst mit unserer Bindungsangst konfrontieren müssen.

Bindungsangst überwinden 5

Ich höre häufig von Leuten, dass sie sich immer in Menschen vergucken, die schon vergeben sind.

Woran liegt das?

Antwort A: Alle guten, interessanten und attraktiven Männer und Frauen auf dieser Welt sind bereits vergeben. Sorry, für dich ist leider niemand mehr übrig.

Du lachst? Diese Aussage – leicht abgewandelt – höre ich öfter.

Antwort B: Die Betroffenen haben eine gewisse Bindungsangst und „verlieben“ sich deshalb unbewusst immer wieder in Menschen, die emotional nicht oder nur bedingt verfügbar sind.

Müsste ich mich für eine Antwort entscheiden, ich würde B wählen.

Ein ähnliches Muster lässt sich erkennen, wenn du dich immer wieder in Menschen verliebst, die nicht an dir interessiert sind. Sicherlich kann das ab und an passieren – wer war denn bitte nicht schon mal unglücklich verliebt? – aber wenn dieses Muster immer und immer wieder auftritt, würde ich mir Gedanken darüber machen.

Wie schon erwähnt, der erste Schritt, um deine Bindungsangst überwinden zu können, ist zu verstehen, dass es dich betrifft.

Weitere Symptome für Bindungsangst können sein:

  • Extrem hohe Erwartungen an den Partner zu haben.
  • Unter sexuellen Problemen zu leiden.
  • Das Schwanken zwischen dem Bedürfnis nach extremer Nähe und großer Distanz.
  • Immer wieder in einer On-Off Beziehungen zu landen.
  • Über eigene Gefühle nicht reden zu können/wollen.
  • Angst davor, sich festzulegen, verlassen zu werden oder etwas zu verpassen.
  • Viele wechselnde Beziehungspartner zu haben.

Ich schreibe, dass dies Symptome für Bindungsangst sein können, keinesfalls müssen. Es ist nicht einfach, eine Grenze zu ziehen zwischen Bindungsangst und gesunden Ansprüchen an einen Partner und der Beziehung.

Lasse ich mich nicht auf eine Beziehung ein, weil ich nicht den richtigen Partner kennenlerne oder weil ich Bindungsangst habe?

Das ist unter Umständen schwieriger zu beantworten als die letzte Frage bei „Wer wird Millionär?“. Und Joker gibt es diesmal keine.

Nur weil du in den letzten drei Jahren in keiner festen Beziehung warst und einige (oder viele) Affären hattest, muss das noch lange nicht heißen, dass du unter Bindungsangst leidest. Es ist auch gut möglich, dass der richtige Partner schlichtweg nicht dabei war oder du dich in einer Lebensphase befindest, in der es dir gerade gut tut, Single zu sein und herauszufinden, was du eigentlich willst. Und wie man so schön sagt: Alleine zu sein heißt noch lange nicht, dass man auch einsam ist.

Genauso wenig schließt eine Beziehung Bindungsangst aus.

Nur weil du seit drei Jahren in einer Beziehung bist, muss das also noch lange nicht bedeuten, dass du keine Bindungsangst hast. Es gibt Beziehungen, in denen herrscht eine Gefühlskälte ähnlich der Außentemperatur am Nordpol und wahre Nähe kommt so selten vor wie ein motiviertes Gesicht unter Fließbandarbeitern am Montagmorgen.

Danke Anchu! Jetzt bin ich noch verwirrter als vorher!

Gern geschehen!

Wie kannst du also herausfinden, ob du von Bindungsangst betroffen bist?

Ein guter Indikator für Bindungsangst sind sich wiederholende Muster. Wenn du dich zum Beispiel – wie vorher erklärt – immer wieder in Menschen verliebst, die emotional nicht oder nur bedingt verfügbar sind.

Oder wenn du in jeder deiner vergangenen Beziehungen nach einer gewissen Zeit oder vor einer wichtigen Entscheidung (z.B. dem Zusammenziehen) einen Rückzieher gemacht hast.

Ähnlich sieht es aus, wenn all deine Beziehungen am gleichen Grund gescheitert sind oder aus dem gleichen Grund gar nicht zustande gekommen sind.

Falls du dir eine erfüllte Beziehung wünschst und diese immer wieder an den ähnlichen Mustern scheitert oder aus ähnlichen Gründen gar nicht zustande kommt, ist es wahrscheinlich, dass du eine gewisse Bindungsangst hast.

Trifft das auf dich zu, dann geht es darum, die Ursachen deiner Bindungsangst zu verstehen und ihnen entgegenzusteuern. Wie du das genau machst und wie du deine Bindungsangst überwinden kannst, sehen wir im Folgenden.

Bindungsangst überwinden: Die vier Ursachen der Angst vor Nähe

Falls du deine Bindungsangst überwinden möchtest, ist es wichtig, dass du deren Ursachen verstehst. Denn genau so, wie Bindungsangst verschiedene Symptome hat, gibt es auch verschiedene Ursachen. Und was dem einen dabei helfen kann, seine Bindungsangst zu überwinden, ist für den anderen so nützlich wie die Wettervorhersage von letzter Woche.

Sicherlich gibt es viele verschiedene Ursachen für Bindungsangst. Im Folgenden möchte ich auf die vier eingehen, die mir bei mir selbst wie anderen immer wieder aufgefallen sind.

1. Angst, verlassen oder enttäuscht zu werden

Die meisten Menschen haben schon mindestens eine Trennung hinter sich. Und wenn es dir ähnlich wie mir geht, leidest du nach jeder Trennung wie ein Hund.

Trennungsschmerzen zählen zu den intensivsten emotionalen Schmerzen. Beim Trennungsschmerz werden im Gehirn die gleichen Schaltkreise wie bei physischem Schmerz aktiviert. Ausdrücke wie Trennungsschmerzen oder ein gebrochenes Herz sind also nicht aus der Luft gegriffen.1

Abgesehen vom Trennungsschmerz wurden manche Menschen in ihrer Beziehung auch stark enttäuscht. Ihr Ex-Partner hat ihnen etwas vorgespielt, sie getäuscht oder betrogen.

Es scheint auf den ersten Blick verständlich, dass manche Menschen nach Trennungen oder schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit ihr Herz verschließen und behaupten, sie wollen so etwas nie wieder erleben. Doch leider ist das auf Dauer keine Lösung, ganz im Gegenteil.

Sich emotional nicht auf jemanden einzulassen oder keine Nähe zuzulassen, weil man Angst davor hat, verletzt oder enttäuscht zu werden, ist wie zu behaupten, dass man gar nicht erst leben will, da man sowieso irgendwann stirbt.

Bindungsangst überwinden 2

Es geht im Leben nicht darum, negativen Erfahrungen und Gefühlen aus dem Weg zu gehen – das ist unmöglich –, sondern zu lernen, mit ihnen umzugehen.

(Wie du besser mit negativen Erfahrungen und Gefühlen umgehst, erfährst du in diesem Artikel.)

Es sind nun mal genau die Menschen, die wir am meisten lieben, die uns auch am meisten enttäuschen können. Doch der Preis, sich nicht vollkommen auf einen Menschen einzulassen und sich nicht emotional zu öffnen, ist größer als das Risiko, dass wir eventuell verlassen, verletzt und enttäuscht werden.

Mache dir bewusst, dass es langfristig erfüllender ist, wenn du dich emotional öffnest und dich auf einen Menschen einlässt, anstatt eine lauwarme Beziehung zu führen, weil du Angst hast, verletzt zu werden.

Es gibt im Leben keine Sicherheit und auch keine Garantie. Doch akzeptieren wir das, macht paradoxerweise genau diese Unsicherheit und Vergänglichkeit das Leben häufig so schön.

2. Mangelnde Selbstliebe/Selbstwertgefühl

Wenn du überzeugt davon bist, du seist nicht liebenswert, wirst du es nicht zulassen können, dass dich jemand liebt. Schließlich glaubst du tief in dir, du hast diese Liebe nicht verdient. Das kann dazu führen, dass du Nähe, Zärtlichkeit und Liebe nur in homöopathischen Mengen verträgst.

Menschen, die sich selbst nicht lieben und akzeptieren können, tendieren dazu, ihre Beziehungen zu sabotieren, damit sie ihr Selbstbild bestätigen können.

„Mein Partner hat mich verlassen, da er mich nicht liebt. Ich wusste es doch, ich bin eben einfach nicht liebenswert.“

Ist mangelnde Selbstliebe die Ursache für deine Bindungsangst, ist es relativ klar, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst: Stärke dein Selbstwertgefühl.

Du kannst lernen, dich selbst anzunehmen, Grenzen zu setzen und deine Wünsche und Gefühle adäquat zu äußern.

Da das Thema Selbstliebe relativ umfangreich ist und diesen Artikel sprengen würde, möchte ich dir folgenden Artikel dazu empfehlen:

Sich selbst lieben: so schaffst du es!

3. Eltern und Erziehung

Häufig verbinden wir Liebe und das Gefühl von Geborgenheit mit dem, was wir aus unserer Kindheit kennen. Waren unsere Eltern distanziert und gab es zu Hause viel Drama, dann verbinden wir Distanz und Drama mit dem Gefühl von Liebe und Geborgenheit.

Dadurch ist es wahrscheinlich, dass wir uns immer wieder Beziehungen aussuchen, in denen viel emotionale und/oder physische Distanz herrscht und die von Drama beherrscht sind.

Doch bevor du jetzt deinen Eltern unschöne Dinge an den Kopf wirst oder ihnen ihren Ruhestand sabotierst, verwende deine Energie lieber darauf, deine Bindungsangst zu überwinden. Davon wirst du und auch deine Eltern mehr haben.

Waren deine Erfahrungen in der Kindheit ähnlich wie oben beschrieben, hilft nur Bewusstsein. Mache dir immer wieder aufs Neue klar, dass du eine erfüllte, glückliche und harmonische Beziehung möchtest und dass du die emotionale Distanz und das Drama aus deiner Kindheit nicht brauchst.

Je mehr Bewusstsein du dafür entwickelst, desto öfter wirst du merken, dass du gerade versuchst, deine Beziehung zu sabotieren und das nachzuleben, was du eventuell aus deinem Elternhaus und deiner Kindheit kennst.

4. Angst, etwas zu verpassen

Das Leben wird immer schnelllebiger und wir haben immer mehr Möglichkeiten. Ob Urlaubsort, Job oder die Marke unser Cornflakes: Wir haben häufig mehr Möglichkeiten zur Auswahl als wir handhaben können. Und das betrifft auch die Partnerwahl.

Viele Menschen plagt der Zweifel, ob es nicht doch noch einen besseren Partner gibt. Vielleicht schon beim nächsten Barbesuch, bei der nächsten Yogastunde, auf der nächsten Singleplattform, beim nächsten Date. Wir haben Angst, etwas zu verpassen und vor allem haben wir häufig Angst, uns festzulegen.

Zugegeben, dieser Punkt ist kompliziert. Denn ich bin der Meinung, dass einer der häufigsten Trennungsgründe der ist, dass wir uns auf einen Menschen einlassen, der nicht wirklich zu uns passt. Sich bei der Partnerwahl also Zeit zu lassen und nicht den Erstbesten zu nehmen, der gerade um die Ecke kommt, halte ich für sinnvoll.

(Andere häufige Trennungsgründe erfährst du in diesem Artikel.)

Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Menschen beschließen, dass sie sich eine Zeit lang sexuell ausleben möchten. Eine Zeit lang wechselnde Sexualpartner zu haben kann einem dabei helfen herauszufinden, was man an einem Partner schätzt und was man sich von einer Beziehung erwartet. Achtung, ich schreibe, dass es helfen kann, nicht muss.

Doch egal, wie lange wir uns mit der Partnerwahl Zeit lassen wollen, wie sehr wir an unser sexuellen Freiheit hängen und wie viele andere potenzielle Partner es gibt, irgendwann müssen wir uns für einen Menschen entscheiden. Zumindest, wenn wir eine monogame Beziehung führen wollen. Und diese Entscheidung fällt vielen Menschen schwer.

Mache dir also bewusst, dass immer mehr geht. Mehr Freiheit, mehr Sex, mehr Geld, mehr Partys, mehr Reisen, mehr Abenteuer. Die Maxime unserer Gesellschaft lautet nun mal „höher, schneller und weiter“.

Bindungsangst überwinden 3

Doch anders als uns die Werbung verspricht, können wir nicht alles haben. Und falls du dir eine Beziehung wünscht, wirst du auf gewisse Dinge verzichten müssen.

Bindungsangst überwinden: Drei Tipps

Wir haben gerade eben vier häufige Ursachen für Bindungsangst gesehen und wie das Verständnis dafür dir dabei helfen kann, deine Bindungsangst zu überwinden.

Im Folgenden möchte ich noch weitere drei Tipps aufzeigen, die dir helfen können, deine Bindungsangst zu überwinden.

1. Mache eine Therapie

Falls du eine sehr starke Bindungsangst hast oder das Gefühl hast, dass du sie alleine nicht überwinden kannst, mache eine Therapie. Häufig verzeichnen Angsttherapien gute Erfolge.

In einer Therapie kannst du lernen, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, Wünsche und Gefühle adäquat zu äußern, Grenzen zu setzen, dich selbst anzunehmen, usw.

2. Offene Beziehung

Letztendlich scheitern viele Beziehung am Anspruch der absoluten Treue. Sicherlich hat auch eine offene Beziehung ihre Nachteile, aber wenn deine Bindungsangst größtenteils ihren Ursprung darin hat, dass du eine gewisse sexuelle Freiheit möchtest, ist eine offene Beziehung eventuell eine gute Option für dich.

(Ein Leserartikel in der Zeit zu dem Thema findest du hier.)

3. Nimm das Tempo heraus

Falls du Bindungsangst hast, ist das Letzte, was du in einer Beziehung brauchst, Druck und Stress. Wenn du erst seit zwei Monaten in einer Beziehung bist, solltest du also nicht gleich planen zusammenzuziehen.

Stattdessen rede offen mit deinem Partner über deine Bindungsangst und mache ihm bewusst, dass du eine gewisse Angst vor Nähe hast und es deshalb langsam angehen möchtest. Klarheit, Ehrlichkeit und Transparenz werden dir dabei helfen, dass dich dein Partner versteht und ihr die nötigen Maßnahmen treffen könnt, bevor du dich wieder total zurückziehst.

Allerdings ist es wichtig, dass du dich nicht selbst belügst und immer wieder auf Abstand gehst, wenn deine Angst zu groß wird. Etwas langsam anzugehen bedeutet nicht, stehen zu bleiben. Wie schon erwähnt, wenn du das Gefühl hast, du bekommst deine Bindungsangst nicht alleine in den Griff, kann eine Therapie helfen.

Unglücklich Single?

Lernst du keine potenziellen Partner kennen oder gerätst du immer wieder an die falschen Partner? Dann lade dir meinen kostenlosen Dating-Ratgeber herunter und erfahre, wie du den richtigen Partner anziehst. Kein Spam. Nur geile Tipps.  

Wie du ganz einfach attraktive Frauen kennenlernen kannst

Frauen kennenlernen 1Attraktive Frauen kennenzulernen ist nicht schwer. Wirklich nicht.

Das Problem ist jedoch, dass viele Männer beim Frauen kennenlernen einiges falsch machen …

Aus diesem Grund lernen sie:

a) keine Frauen kennen oder

b) nicht die Frauen, die sie sich wünschen.

Ich reise seit über 4 Jahren um die Welt, war mit Frauen aus den verschiedensten Länder im Bett und habe zu dem Thema Anziehung und Verführung ein ganzes Buch geschrieben.

Und in diesem Artikel möchte ich dir erklären, wie du die Frauen kennenlernen kannst, die du dir wünschst. Du wirst ganz genau erfahren, was du tun musst, um attraktive Frauen kennenzulernen.

Dieser Artikel wird dir weiterhelfen. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob er dir auch gefallen wird …

Frauen kennenlernen: Das Problem mit den meisten Dating-Tipps

Im Internet gibt es abgesehen von Katzenvideos, Facebook und Pornografie auch jede Menge Tipps zum Thema Frauen kennenlernen — doch die meisten davon sind schlichtweg scheiße. Viele der Ratschläge zum Thema Frauen kennenlernen sind logische Schritt-für-Schritt Anleitungen:

Mache A, dann sage B und dann passiert C.

Diese Tipps funktionieren jedoch nur selten und häufig schaden sie Männern sogar, weil sie das Kennenlernen von Frauen zu einem objektbezogenen und logischen Prozess machen.

Die meisten Single-Männer wollen wissen, wie sie Frauen kennenlernen können

Frauen kennenlernen 8

Doch das Kennenlernen von Frauen ist kein logischer Prozess. Sexuelle Anziehung ist nicht rational, sondern emotional.1

Ob sich eine Frau von dir angezogen fühlt oder nicht, hängt davon ab, wie sich eine Frau in deiner Gegenwart fühlt. Und wie sich eine Frau in deiner Gegenwart fühlt, hängt davon ab, wie du dich selbst wahrnimmst und wie du dich in ihrer Gegenwart verhältst.

Attraktiver im Umgang mit Frauen zu werden impliziert deshalb zwei Dinge:

  1. dich selbst besser kennenzulernen,
  2. offen und ehrlich deine Gedanken, deine Gefühle und deine Sexualität auszudrücken.

Keine Sorge. Was damit genau gemeint ich, erfährst du im Folgenden.


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Frauen kennenlernen — was wollen Frauen eigentlich?

Vom Pickel überzogenen und dauermasturbierenden Jugendlichen, über den Steroide spritzenden Muskelprotz aus dem Fitnessstudio bis hin zum S-Klasse fahrenden Geschäftsmann hat sich so gut wie jeder Mann schon einmal die Frage gestellt, was Frauen wollen.

Meine Antwort darauf: Ich kann es dir nicht genau sagen. Und ich würde keinem trauen, der das Gegenteil behauptet.

Jede Frau und jede Begegnung ist einmalig. Und ob sich eine Frau emotional und sexuell zu dir hingezogen fühlt oder nicht, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab.

Einige dieser Faktoren können wir nicht beeinflussen:

  • Genetik
  • Größe
  • Persönliche Vorlieben einer Frau
  • Eisprung der Frau (ja, auch das hat einen Einfluss darauf, wie Frauen auf dich reagieren.)

Dann gibt es Faktoren, die können wir beeinflussen:

  • Selbstvertrauen
  • Lifestyle
  • Fitnesslevel
  • Stil, Pflege und Körperhygiene

Ein kleines Beispiel:

Wenn du einem Beruf nachgehst, den du liebst, gut aussiehst, sechs Sprachen sprichst, viermal im Jahr verreist und deine beste Freunde Schauspieler und andere VIPs sind, wirst du wahrscheinlich von Frauen generell als interessant, attraktiv und faszinierend wahrgenommen.

Wenn du stattdessen Hartz-IV empfängst, ungepflegt bist und dir täglich vier Stunden Serien im Internet anguckst während du drei Tüten Chips vernichtest, wirst du sehr wahrscheinlich nicht für interessant, attraktiv und faszinierend gehalten.

Ich denke, du verstehst, was ich dir damit sagen will.

Gerade beim Thema Stil und Fitness haben viele Männer Nachholbedarf. Nein, eine Frau wird sich nicht in dich verlieben oder mit dir ins Bett, nur weil du eine 199€ Prada-Hemd trägst. Aber gut auszusehen hilft.

Hier ein kleines persönliches Beispiel:

Frauen kennenlernen 2
Auch wenn es dir schwerfällt zu glauben, der Mann auf beiden Fotos bin ich. Zwischen den Fotos liegen ca. 6 Wochen – die Zeit, die ich gebraucht habe, um mir einen Bart wachsen zu lassen.

Glaubst du, es macht einen Unterschied, wenn ich eine Frau anspreche und aussehe wie auf dem linken Bild und eine Frau anspreche und aussehe wie auf dem rechten Bild? Natürlich macht es einen Unterschied.

Doch letztendlich sind dein Beruf, dein Lifestyle und deine Klamotten eher nebensächlich. Worauf es letzten Endes hinausläuft, ist, wie du dich im Umgang mit Frauen verhältst.

Frauen kennenlernen: wie verhältst du dich?

In meiner Erfahrung finden die meisten Frauen – unabhängig von Alter, Kultur und Einkommen – Männer mit einem hohen sozialen Status attraktiv.

Auch Forschungen haben gezeigt, dass Männer mit einem hohen sozialen Status generell mehr Frauen anziehen.2

Jedoch geht es hier weniger um den Status im Sinne von Geld, einem schickem Auto oder einer Uhr im Wert eines Kleinfamilienhauses. Es gibt schließlich genug reiche Männer, die keine Frauen kennenlernen – zumindest nicht auf einer romantischen und sexuellen Ebene.

Frauen kennenlernen: Dein Verhalten

Was die meisten Frauen an Männern mit einem hohen Status anziehend finden, ist ihr Verhalten. Männer mit hohem Status haben oft gewisse Eigenschaften, die auf viele Frauen anziehend wirken:

  • Sie sind selbstsicher.
  • Sie sind dominant.
  • Sie sind mutig.
  • Sie nehmen sich das, was sie wollen, ohne um Erlaubnis zu fragen.

Frauen kennenlernen 3Dieses Verhalten strahlt Männlichkeit, Stärke und Macht aus und wirkt auf die meisten Frauen anziehend, auch wenn sie es nicht immer zugeben. Doch was liegt hinter diesem Verhalten?

Ein hoher sozialer Status bedeutet letzten Endes, dass du deiner persönlichen Meinung mehr Wert gibst als der Meinung anderer.

Stopp! Verstehe mich nicht falsch. Das bedeutet auf keinen Fall, dass du dich auf Kosten anderer besser darstellst, dich als etwas Besseres siehst oder andere herablassend behandelst. Es bedeutet nur, dass dein Selbstbild nicht auf den Meinungen anderer basiert.

Statt dich andauern zu hinterfragen, was wohl andere von dir denken und wie du andere dazu bringst dich zu mögen, drückst du frei aus was du denkst, fühlst und willst – ohne dich dafür zu entschuldigen oder zu schämen. Das ist hoher Status und das wirkt attraktiv und selbstsicher.

Im Umgang mit Frauen beutetet das:

  • Du willst nicht deren Bestätigung und Anerkennung.
  • Du kannst Nein sagen und hast klare Grenzen.
  • Du verstellst dich nicht, um Frauen zu gefallen.
  • Du versuchst nicht, sie zu beeindrucken.
  • Du sagst das, was du denkst und fühlst – ohne dich dafür zu schämen.
  • Du kannst Frauen führen.
  • Du nimmst dir das, was du willst, ohne dich dafür zu entschuldigen.
  • Du stehst zu deinen sexuellen Wünschen und Bedürfnissen.

Diese Punkte beschreiben das Gegenteil von emotionaler Abhängigkeit. Ein Mann mit hohem Status steht zu sich, zu seiner Meinung und zu seiner Sexualität. Er entschuldigt sich nicht, er schämt sich auch nicht für sein Verlangen nach einer Frau und er kann dieses klar ausdrücken.

Zeig Interesse

Das, was die meisten Männer unattraktiv macht, ist ihre Angst davor, ihr wahres Interesse an einer Frau zu zeigen. Doch genau das ist es, was Frauen häufig attraktiv finden.

So wie uns eine optisch attraktive Frau anzieht und erregt, erregt es eine Frau, wenn sie das ehrliche und authentische Verlangen eines Mannes spürt.

Keine Frau will unterdrückt, überrannt, kleingehalten werden oder als sexuelles Objekt gesehen werden. Doch bist du als Mann zu passiv, zurückhaltend, schüchtern und zeigst kein sexuelles Interesse an einer Frau, wirst du sehr wahrscheinlich in der Freundschaftsecke landen. Und lass mich raten – das ist dir auch schon passiert…

Sei nicht zu brav im Umgang mit Frauen

Frauen kennenlernen 4

Entschuldige, dass ich mich selbst zitiere, aber der Satz, der wohl am besten zusammenfasst, was Frauen wollen, ist dieser:

“Frauen wollen nicht gefragt werden, ob sie geküsst werden wollen, sondern sie wollen geküsst werden.” 

Im Folgenden einige Beispiele von unattraktivem Verhalten und attraktivem Verhalten beim Frauen kennenlernen:

  • Du tust für eine Frau alles, nur um sie glücklich zu machen – UNATTRAKTIV.
  • Obwohl die Frau im Gespräch mit ihren Freundinnen ist, unterbrichst du sie freundlich aber auf deutliche, laute und selbstsichere Art und Weise – ATTRAKTIV.
  • Du hast das Gefühl, eine Frau mag dich. Du versuchst sie daher zu küssen, ohne sie zu fragen – ATTRAKTIV.
  • Du siehst eine Frau und sagst ihr, dass du sie attraktiv findest und gerne kennenlernen würdest – ATTRAKTIV.
  • Du stimmst einer Frau immer zu, obwohl du eigentlich einer anderen Meinung bist – UNATTRAKTIV.
  • Du rufst eine Frau zwei mal an aber sie geht nicht ran. Dann schreibst du ihr noch 3 Nachrichten – UNATTRAKTIV.
  • Du willst einer Frau um jeden Preis gefallen – UNATTRAKTIV.
  • Du öffnest dich einer Frau emotional und erzählst ihr von deinen großen Ängsten — ATTRAKTIV.

Ich denke, du bekommst ein Gefühl dafür, was attraktives und was unattraktives Verhalten ist.

Ich habe auf den meisten meiner ersten Dates Sex, hatte Dreier mit zwei Frauen und ich habe Frauen gedatet, die viele Männer auf der Stelle heiraten würden. Dabei stand ich immer zu meiner Meinung, meinen Emotionen und meinem Verlangen und habe mich dafür nicht entschuldigt oder geschämt.

Ich war also ein Mann von Status– nicht weil ich Geld oder Macht hatte, sondern weil ich Frauen als emotional offener, ehrlicher und authentischer Mann begegnet bin.

Doch genau das fällt vielen Männer im Umgang mit Frauen so schwer. Sie begegnen Frauen nicht wie ein Mann, sondern wie ein Kuscheltier.

Anstatt offen, ehrlich und authentisch auf Frauen zuzugehen, sind die meisten Männer verklemmt, zurückhaltend, passiv und wollen Bestätigung und Anerkennung. So einen Mann finden Frauen nicht attraktiv und mit so einem Mann wollen sie auch keine Beziehung.

Frauen kennenlernen: Offene und ehrliche Kommunikation

Bei der menschlichen Kommunikation geht es weniger um das, was wir sagen, als das, was wir damit erreichen wollen.

Ein kleines Beispiel:

Erzählst du einen Witz, um die Frau zum Lachen zu bringen oder sie zu beeindrucken, wird sie das auf einer emotionalen Ebene spüren. Sie spürt, dass du eine gewisse Reaktion von ihr willst. Das ist unattraktiv.

Erzählst du hingegen einen Witz, weil du ihn lustig findest und weil dir gerade danach ist, wird sie wahrscheinlich lachen und den Witz gut finden. Sie spürt, dass du sie nicht beeindrucken willst und keine bestimmte Reaktion von ihr erwartest. Das ist attraktiv.

Frauen kennenlernen: Komplimente

Viele Dating-Ratgeber geben den Tipp, dass man attraktiven Frauen keine Komplimente machen soll. Im besten Fall neckt man sie, um ihren Status zu verringern. Das ist manipulativer Blödsinn.

Ich mache attraktiven Frauen häufig Komplimente. Und es funktioniert. Aber genauso wie in dem Beispiel mit dem Witz, kommt es auf die Motivation an, mit der du Komplimente machst.

Machst du Frauen Komplimente, um damit etwas Bestimmtes zu erreichen– zum Beispiel, dass sie dich mögen– spüren sie das. Du bist also auch hier wieder emotional abhängig und dadurch unattraktiv.

Machst du einer Frau jedoch ein ehrlich gemeintes Kompliment, ohne damit irgendetwas bestimmtes erreichen zu wollen, ist das authentisch, ehrlich und attraktiv.

Und hier liegt das Problem. Viele Männer wollen eine Frau gar nicht wirklich kennenlernen. Lass mich das erklären.

Wenn ein Mann eine fremde Frau ansprichst, dann möchte er meistens eines der folgenden Dinge erreichen:

  • Er möchte nicht abgewiesen werden.
  • Er wünscht sich Bestätigung und Anerkennung als Mann.
  • Er will vor seinen Freunden eine gute Figur machen.
  • Er möchte sich selbst etwas beweisen.

Möchtest du von Frauen jedoch Bestätigung und Anerkennung oder versuchst du, Frauen zu beeindrucken, werden sie dich wahrscheinlich als unattraktiv wahrnehmen.

(Wie du Frauen richtig ansprichst, erfährst du in diesem Artikel.)

Begegne Frauen offen, ehrlich und direkt.

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Wenn du stattdessen ehrlich, authentisch und offen deine Gedanken und Emotionen ausdrückst, wird sie dich wahrscheinlich als einen attraktiven Mann wahrnehmen– was natürlich nicht bedeutet, dass sie sofort mit dir schlafen wird.

Aus diesem Grund werden dich auch manche Frauen mögen, obwohl du stundenlang nur Blödsinn erzählst. Es geht um die Motivation und die Emotionen die hinter deiner Kommunikation liegen.

Sich einem fremden Menschen, in diesem Fall einer fremden Frau, zu öffnen, mag angsteinflößend klingen, denn es bedeutet, sich angreifbar und verletzlich zu machen. Doch in den meisten Fällen wirst wir du dafür nicht verurteilt, abgewiesen oder gedemütigt werden – ganz im Gegenteil.

(Was Verletzlichkeit bedeutet und warum sie dich attraktiver macht, erfährst du hier.)

Nicht jede Frau wird dich lieben und mit dir hinter der nächsten Ecke einen Quickie schieben, nur weil du ehrlich, authentisch und offen deine Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse ausdrückst. Doch in den allermeisten Fällen werden sie dich dafür respektieren und du wirst seltener abgewiesen werden, als wenn du eine gewisse Maske aufsetzt und versuchst jemand zu sein, der du nicht bist.

Wie du tolle Frauen kennenlernen kannst

Es mag kurzfristig schwieriger und schmerzvoller sein, dich mit deiner Identität als Mann, mit deinen Emotionen und deiner Sexualität auseinander zu setzen, als ein paar Techniken und Sprüche zu lernen, um Frauen kennenzulernen.

Langfristig ist es die persönliche Weiterentwicklung jedoch die bessere (und einzige) Lösung, falls du attraktive und selbstbewusste Frauen kennenlernen und daten möchtest. Vor allem, falls du eine Freundin finden möchtest.

Es gibt immer Ausnahmen, aber wenn du Frauen kennenlernst, in dem du manipulierst, lügst und ihnen etwas vormachst, wirst du Frauen anziehen, die manipulieren, lügen und dir etwas vormachen – falls du überhaupt welche kennenlernst.

Wir Menschen tendieren also dazu, andere Menschen mit ähnlichen Ansichten, Werten und Einstellungen anzuziehen, die unseren eigenen ähneln.

Der Grund dafür ist, dass ähnliche Menschen auf uns sympathischer wirken, wir uns leichter in sie hineinversetzen können und sie in einem besseren Licht sehen.3

Der beste Weg, um ein attraktiver Mann zu werden und selbstbewusste, erwachsene und attraktive Frauen kennenzulernen, ist, dich persönlich weiterzuentwickeln.

Wenn du dich zu einem attraktiven, selbstsicheren, humorvollen, sexuellen und positiven Mann entwickelst, wirst du auch genau solche Frauen anziehen.

Werde zu dem Mann, der du sein möchtest. Dann kommen auch die Frauen.
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Fange an, an dir zu arbeiten und werde zu dem Mann, der du immer sein wolltest. Entwickle deine Identität als Mann und erschaffe dir ein Leben, auf das du stolz bist. Und tue das nicht wegen der Frauen, sondern für dich.

Je mehr du in dich selbst investierst, desto besser wird dein Selbstbild sein, desto selbstsicherer wirst du werden und desto mehr Wert wirst du deiner eigenen Meinung geben. Und dadurch wirst du mehr Frauen kennenlernen und daten.

Wie geht es weiter?

Was der Grund dafür ist, dass du in Frauen nach Bestätigung und Anerkennung suchst, nicht zu dir, deiner Meinung und Sexualität stehst und so nervös und schüchtern im Umgang mit Frauen bist, erfährst du in meinem Dating-Ratgeber.

Wenn du zu einem Mann werden willst, der selbstbewusste, attraktive und wertschätzende Frauen anziehst wie H&M die Teenager, lese den Ratgeber. Du kannst ihn dir kostenlos als PDF herunterladen.

Warum die meisten Dating-Tipps nicht funktionieren

 
Was du zu einer Frau sagst, ist unwichtig! Wie selbstbewusst du bist, ist unwichtig! Was du ihr schreibst, ist unwichtig!
 
Ob dich eine Frau attraktiv findet und mit dir auf ein Date geht, hängt von anderen Faktoren ab. In meinem Dating-Ratgeber erfährst du, welche 5 Faktoren das sind.
 
Lade dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunter und werde jetzt zu einem unwiderstehlichen Mann.

Blogparade

Dieser Artikel ist Teil einer Blogparade, bei dem es um das Thema Männlichkeit und Weiblichkeit geht. Es haben über 70 Autoren und Experten zu diesen beiden Themen Artikel geschrieben. Ein Übersicht aller Artikel findest du hier. Im Folgenden findest du sechs ausgewählte Artikel dieser Blogparade, in denen es vor allem um das Kennenlernen von Frauen und Attraktivität als Mann geht:

10 Fragen, die du bei deinem ersten Date stellen solltest

Fragen beim ersten Date zu stellen ist toll. Fragen helfen dir, mehr über dein Gegenüber zu erfahren und ihn besser kennenzulernen.

Allerdings gibt es interessante und weniger interessante Fragen…

… es gibt Fragen, durch die du dein Gegenüber besser kennenlernst und die zu tiefen und faszinierenden Gesprächen führen. Und es gibt Fragen, die zu Gesprächsthemen führen, die so langweilig sind wie Zahnpasta-Werbung sind.

Welche Fragen beim ersten Date zu interessanten und tiefergehenden Gesprächen führen, dich von anderen Mitstreitern abheben und dazu führen, dass du dein Gegenüber auf einer tiefen und emotionalen Ebene besser kennenlernst, erfährst du in diesem Artikel.

Fragen beim ersten Date nur um Stille zu vermeiden?

Gerade beim ersten Date stellen viele Menschen Fragen größtenteils deshalb, weil sie gerade nicht wissen, über was sie reden sollen.

Ab und an irgendeine Frage zu stellen weil dir gerade nichts besseren einfällt, ist in Ordnung. Doch eine langweilige und oberflächliche Frage nach der anderen zu stellen ist so interessant, wie eine Briefmarkensammlung. Sorry, falls du leidenschaftlicher Briefmarkensammler bist.

Anders als du jetzt vielleicht glaubst, ist ein wenig Stille auf dem ersten Date auch nicht schlecht.

Stille kreiert eine gewisse Spannung und dadurch auch häufig Anziehung (Anziehung entsteht mehr durch Blickkontakt, Spannung, Stimmlage und Berührungen als durch endlose Unterhaltungen)

Des Weiteren ist Stille toll, um herauszufinden, ob ihr kompatibel seit oder so gut zueinander passt, wie Essiggurken auf eine Schwarzwälder Kirschtorte. Menschen, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann, sind toll. Menschen, mit denen man sich stundenlang unterhalten und dann noch die Stille genießen kann, sind fantastisch.

Worauf ich hinaus will ist, dass deine Fragen beim ersten Date kein Lückenfüller sein sollten, nur um ein wenig Stille zu vermeiden oder ein ohnehin schon langweiliges Gespräch am Laufen zu halten. Die Fragen, die du deinem Gegenüber stellst, sollten dir dabei helfen, dein Gegenüber auf einer tiefen Ebene besser kennenzulernen.

Beim Dating geht es nicht darum, dein Gegenüber zu beeindrucken, Spielchen zu spielen oder dich rar zu machen, sondern herausfinden, ob dein Gegenüber zu dir passt – oder nicht. Das mag zuerst in etwa so aufregend klingen, wie ein Bingonachmittag im Seniorenheim, doch diese Herangehensweise erspart dir eine Menge Enttäuschung, Drama und ungesunde Beziehungen.

Ein Großteil unser Datingprobleme entstehen, weil wir versuchen, die falschen Menschen zu erobern und ans uns binden. Und mit falsch meine ich nicht, dass diese Menschen schlechte Wesen sind, sondern nur, dass sie nicht zu uns passen. Essiggurken sind lecker. Schwarzwälder Kirschtorte auch. Und trotzdem passen sie nicht zusammen. (Wie du die richtigen Menschen anziehst, erfährst du hier.)

Fragen beim ersten DateBeim Daten (warum gibt es kein vernünftiges deutsches Wort dafür?) geht es größtenteils darum,  herauszufinden, wie gut du und dein Gegenüber kompatibel seid. Und dabei können dir emotionale Fragen helfen, denn indem du diese Fragen beim ersten Date stellst, wirst du dein Gegenüber auf einer tiefen Ebene besser kennenlernen.

Du fragst dich gerade, was emotionale Fragen sind? Dachte ich mir.

Fragen beim ersten Date: sachliche vs. emotionale Fragen

Sachliche Fragen sind Fragen wie:

  • Wo kommst du her?
  • Wie viele Geschwister hast du?
  • Was ist dein Lieblingseis?
  • Wie gut gefällt dir Barcelona?
  • Sammelst du auch gerne Briefmarken?

Die meisten Fragen, die wir stellen und gestellt bekommen, sind sachlich. Diese Fragen haben wir schon oft gehört und durch sie kommen wir selten auf ein tiefes und emotionales Thema zum Sprechen. Wir bleiben somit auf einer Sachebene.

Wenn ihr euch das ganze Date über Eiscreme, Ponys und die Paarungshäufigkeit von Nacktschnecken unterhaltet, quatsch ihr zwar viel, lernt euch aber nicht wirklich besser kennen.

Wenn ich stattdessen erfahre, wer der wichtigste Mensch in deinem Leben ist, wovon du träumst, was deine größten Ängste sind und was das peinlichste, mutigste, schrillste oder lustigste ist, was du je erlebt hast, dann lerne ich dich auf einer tieferen Ebene kennen.

Fachliche Fragen sind logisch. Sie beziehen sich auf Fakten und Daten. Emotionale Fragen sind emotional (wer hätte es gedacht). Sie sprechen die Gefühlsebene an und dadurch erfahren wir eher, was in dem anderen vorgeht.

Emotionale Fragen beim ersten Date zu stellen führt dazu, dass ihr euch in kurzer Zeit intensiv und auch intim kennenlernt. Dadurch merkt ihr relativ schnell, ob ihr gut zueinander passt und eine gewisse Kompatibilität aufweist oder ob ihr eher die Kombination Essiggurke/Schwarzwälder Kirschtorte abgibt. Guten Appetit…

(Hier findest du einen extra Artikel über die besten Gesprächsthemen für Dates. Und hier noch ein Artikel darüber, was du bei einem ersten Date machen kannst.)

Falls du dich gerade fragst, was emotionale genau Fragen sind, hier eine Liste mit 10 solcher Fragen:

  1. Wovon träumst du? Wovon hast du am meisten Angst?
  2. Was war der beste Sex deines Lebens? Warum?
  3. Mit welchem Menschen – egal, ob lebendig, tot, fiktiv oder real – würdest du gerne mal Kaffee trinken gehen?
  4. Wer ist der wichtigste Mensch in deinem Leben?
  5. Wenn du ein Tier wärst, welches wärst du? Und warum?
  6. Wann hast du zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?
  7. Was ist das peinlichste/mutigste/schrillste/lustigste/tollste, was dir je passiert ist?
  8. Was würdest du in deinem Leben rückblickend anders machen?
  9. Gab es eine Erfahrung oder einen Augenblick, der dein Leben radikal verändert hat?
  10. Wer war der Held deiner Kindheit?

Das sind 10 ziemlich willkürliche Fragen, doch ich denke, du verstehst den Unterschied zwischen diesen Fragen und sachlichen Fragen wie was für eine Schuhgröße hast du?

Fragen beim ersten Date (2)

Emotionale Fragen führen dazu, dass wir mehr von unserem Inneren preisgeben und den Dingen, die uns bewegen. Und das führt zu Vertrauen, Verbundenheit und letztendlich auch zu besserem Sex.

(Warum das so ist, erfährst du in diesem Artikel über Verletzlichkeit.)

Verstehe mich nicht falsch. Nicht alle Fragen beim ersten Date müssen emotional und tiefgründig sein, denn das wäre auf Dauer anstrengend und nervig. Auch „normale“ Fragen wie wie viele Geschwister hast du, was ist dein Lieblingseis und wie gefällt dir dein Beruf sind vollkommen in Ordnung.

Falls du deinen Gegenüber jedoch auf einer tiefen Ebene kennenlernen möchtest, dir eine starke emotionale Bindung wünschst und dich von anderen Männern und Frauen abheben möchtest, stelle emotionale und tiefgehende Fragen.

Damit deine Dates erfolgreich verlaufen und zu erfüllendem Sex, Affären oder Beziehungen führen, ist jedoch mehr von Nöten, als nur die richtigen Fragen zu stellen.

Attraktiver werden und die richtigen Menschen anziehen

Die richtigen Menschen anzuziehen und ein erfülltes Sex- und Liebesleben zu führen, impliziert häufig, dass wir uns weiterentwickeln. Auch wenn Frauen und Männer häufig verschiedene Datingprobleme haben, ist die Ursache in den meisten Fälle die gleiche: emotionale Abhängigkeit.

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, dass du die Bestätigung von anderen Menschen brauchst, um dich gut zu fühlen. Das führt häufig dazu, dass wir keine klaren Grenzen haben, uns auf Spielchen einlassen und nicht für unsere eigenen Bedürfnisse einstehen.

Zwar gibt es gewisse Eigenschaften und Verhaltensweisen, die Männer wie Frauen an ihrem Gegenüber attraktiv finden, letztendlich ist Anziehung aber ein Spiegel unserer selbst. Wir tendieren dazu, Menschen mit ähnlichen  Einstellungen, Gewohnheiten  und Werten wie unsere eigenen anzuziehen.

Falls du also immer wieder an die falschen Frauen und Männer gerätst, liegt das nicht daran, dass alle Männer egoistische Arschlöcher und alle Frauen zickige Schlampen sind, sondern daran, dass du die falschen Menschen anziehst. Entschuldigung für die Ehrlichkeit.

Wie du zu einem attraktiven und interessanten Menschen wirst, die richtigen Menschen anziehst und das erfüllte Liebesleben führst, dass du wir wünscht, erfährst du in meinem Datingratgeber. Du kannst ihm dir kostenlos als PDF herunterladen.

Keinen Erfolg beim Dating?

In meinem Dating-Ratgeber erfährst du: 

  • Warum du beim Dating niemals deine Gefühle   verbergen darfst.
  • Wie du durch deine ganz eigene Persönlichkeit attraktiver wirst.
  • Wo du potentielle Partner kennenlernen kannst.

Trage jetzt deine E-Mail Adresse ein und du bekommst den Ratgeber kostenlos als PDF zugeschickt.

Wie du in 4 einfachen Schritten attraktiver auf andere wirkst

Du kannst mit relativ einfachen Mitteln stark beeinflussen, wie attraktiv du auf andere Menschen wirkst.

Keine Sorge, hiermit meine ich nicht, dass du zum Chirurgen sollst um dir neue Brüste, neue Lippen oder ein Sixpack formen lassen sollst.

In diesem Artikel werde ich dir erklären, welche 4 Dinge du tun kannst, um attraktiver auf andere zu wirken.

Doch vorher eine wichtige Frage: warum solltest du überhaupt attraktiver werden wollen?

Attraktivität hat einen großen Einfluss darauf, wie deine Mitmenschen auf dich reagieren. Obwohl wir gerne das Gegenteil behaupten, wir sind alle oberflächlich.

Schon nach 100 Millisekunden bilden wir uns einen ersten Eindruck bezüglich Attraktivität, Kompetenz, Aggressivität oder Vertrauens­würdigkeit einer anderen Person.[1] Generell nehmen wir attraktive Menschen als geselliger, intelligenter, dominanter, mental gesünder und sozial kompetenter war.[2] Das Phänomen ist auch unter dem Namen „Beauty is good“ bekannt.

Deine wahrgenommene Attraktivität hat also nicht nur einen großen Einfluss auf dein Datingleben, sondern auch auf andere Lebensbereiche.

Leider machen viele Menschen zu wenig aus sich selbst und wirken unattraktiver, als sie eigentlich sind. Deshalb möchte ich dir erklären, was du tun kannst, um attraktiver zu wirken und attraktiver zu werden

In 4 Schritten attraktiver wirken

Die ersten beiden Tipps die ich dir vorstelle sind schnell anwendbar. Durch sie wirst du vor allem attraktiver wirken.

Die letzten beiden Tipps brauchen etwas mehr Zeit und Aufwand (gerade der vierte Tipp, der etwas ungewöhnlich ist). Durch sie wirst du langfristig etwas verändern und somit nicht nur attraktiver wirken, sondern auch dauerhaft attraktiver werden.

1. Attraktiver wirken: Lächeln

Laut einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2011 wirken Frauen die lächeln attraktiver und lächelnde Männer unattraktiver.[3] Heißt das also, Frauen sollten lächeln und Männer böse reingucken? Nein.

Wenn du flirtest oder auf neue Menschen zugehst, solltest du generell lächeln, egal, ob du eine Frau oder ein Mann bist. Lächeln symbolisiert Freude, Spaß und gute Absichten.

Kaum jemand wird dich böse abweisen, wenn du lächelst und freundlich „Hallo“ sagst.

Nachdem ich über das Thema Flirten und Dating ein ganzes Buch geschrieben habe, kann ich jeden Menschen nur ans Herz legen, beim Flirten zu lächeln. Das macht das Ganze einfacher und erfolgsversprechender.

Ein weiteres Argument für das Lächeln: selbst durch ein künstlich aufgesetztes lächeln bauen wir Stress ab und können unsere Stimmung verbessern.[4]

2. Attraktiver wirken: Klamotten, Styling, Frisur

Wir Menschen lassen uns leicht täuschen. So hat ein anziehender Kleidungsstil die gleichen positiven Effekte auf die wahrgenommene Attraktivität eines Menschen wie angeborene physische Attraktivität.[5]

Durch stilvolle und zu dir passender Kleidung, einer guten Frisur und eventuell Make-up kannst du zu einem neuen Menschen werden. Und diese Optionen solltest du unbedingt nutzen.

Du bist nicht ganz überzeugt? Hier ein kleines Experiment von mir:

bin ich attraktiv attraktiver werden attraktiver wirken 3

Zwischen dem linken und dem rechten Bild liegen ca. 6 Wochen. Das ist die Zeit, die ich gebraucht habe, um mir einen Bart wachsen zu lassen. Was sind die Unterschiede auf deinen beiden Bildern? Brille, Bart, Haare und die Kleidung. Und bevor komische Fragen kommen, nein, ich benutze kein Make-up.

Es lohnt sich somit, für eine professionelle Stilberatung und einen guten Friseur Geld auszugeben. Sie können aus dir einen neuen Menschen machen. Hierzu zwei Quellen:

Stilberatung für Frauen

Stilberatung für Männer

Und falls du der Meinung bist,  andere sollten dich so mögen, wie du bist, habe ich eine Frage an dich: Warum willst du dir das Leben schwer machen?

Auch wenn du das Beste aus dir machst, können dich andere immer noch so mögen wie du bist. Du machst es ihnen nur einfacher (warum, habe ich am Anfang des Artikels erklärt).

Weiterlesen

Fragen zum kennenlernen: 7 Fragen, die alles verändern

Fragen zum kennenlernen gibt es viele. Doch die meisten dieser Fragen haben wir schon zu oft gehört.

Auch sind diese Fragen oft sehr sachlich und bringen uns daher emotional nicht wirklich näher.

Wie du vielleicht zwischen den Zeilen liest, gibt es also bessere und schlechtere Fragen zum kennenlernen neuer Menschen.

Die guten Fragen sind die, durch die eine emotionale Verbundenheit entsteht.

Wenn du mir erzählst, was dein Beruf ist, welches Müsli du frühstückst und was die Marke deiner Unterwäsche ist, lerne ich dich nur sachlich besser kennen.

Wenn ich stattdessen erfahre, was deine größten Ängste sind, wovon du träumst, wer der wichtigste Mensch in deinem Leben ist und was du so von dir gibst, wenn du kurz vor einem Orgasmus bist, dann werden wir uns wirklich kennenlernen.

Das soll nicht heißen, dass du nicht auch mal sachliche Fragen stellen kannst. Ein wo kommst du her, was machst du oder wie viele Geschwister hast du, gehen absolut in Ordnung. Nur sollten es eben nicht ausschließlich sachliche Fragen sein.

Daher lautet die Grundregel beim kennenlernen neuer Menschen: stelle möglichst emotionale Fragen. Generell sind positive Fragen besser als schlechte, da sie eher positive Emotionen hervorrufen. Aber es kommt auch immer auf die Situation und auf das Vertrauen an.

7 Fragen zum kennenlernen

Fragst du dich gerade, warum ausgerechnet 7 Fragen? Gut, ich will es dir verraten. Allerdings steckt hinter der Antwort keine moderne, psychologisch fundierte Verhaltenserkenntnis. Sorry.

Es gibt schon (zu) viele Artikel über „10 Dinge, die bla bla bla.“ Du kennst sicherlich einige davon. Falls nicht, hier ist ein Artikel von mir mit 10 Zitaten. Ein Zitat stammt von mir selbst, alle anderen sind wirklich gut.

10 Fragen zum Kennenlernen würde also zu abgedroschen klingen. Mehr als 10 Fragen brauchst du nicht und 5 Fragen ist etwas wenig. Also was dazwischen. 7 ist doch eine super Zahl. Falls du was gegen 7 hast, erkläre mir bitte warum.

Genug des Blödsinns. Hier sind meine 7 (Lieblings) Fragen zum kennenlernen neuer Menschen. Die Reihenfolge sagt nichts über besser oder schlechter aus.

  1. Was ist deine größte Angst?
  2. Was würdest du tun, wenn du nur noch ein Monat zu leben hättest?
  3. Was glaubst du, haben wir gemeinsam? (Ich halte das für eine der besten Fragen zum romantischen kennenlernen, weil man sich auf Gemeinsamkeiten fokussiert.)
  4. Warum tust du, was du tust? (Das ist eine Frage, die man sich auch selbst stellen sollte. Die Antwort kann aber durchaus unschöne Wahrheiten ans Licht bringen.)
  5. Gibt es etwas, von dem du schon lange träumst, es zu tun? Warum hast du es noch nicht getan?
  6. Was war der beste Sex deines Lebens? Wieso? (Die Sexualität eines Menschen sagt sehr viel über sein Inneres aus.)
  7. Wann hast du zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?

Bonusfrage: Wenn du unter allen Menschen auf der Welt wählen könntest, wen würdest du gerne zum Essen einladen? (Wenn dein Gegenüber „dich“ antwortet, bist du auf einem guten Weg…)

Es gibt sicherlich noch viele andere gute Fragen, die du bei ersten Dates oder generell beim kennenlernen neuer Leute stellen kannst. Doch ich denke, diese 7 Fragen sind schon mal ein guter Anfang.

Suche dir am besten zwei oder drei aus und probiere sie aus. Falls du jemand noch kaum kennst, würde ich aber nicht sofort mit der Sexfrage anfangen…

(Hier ist noch ein Artikel, in dem du die besten Gesprächsthemen für Dates erfährst.)

Die richtigen Menschen kennenlernen und anziehen

Indem du interessante und emotionale Fragen stellst, wirst du deinem Gegenüber besser kennenzulernen, ihr werdet euch emotional näher kommen und wahre Anziehung kann entstehen. Doch das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange.

Wahre Vertrautheit, Nähe und Intimität entsteht aus der Bestätigung, die du dir selbst gibst. Erst wenn du glaubst, dass du es Wert bist, respektiert und geliebt zu werden, wirst du die richtigen Menschen kennenlernen und auch anziehen.

Wie du eine bessere Beziehung zu dir selbst wie auch zu anderen Menschen aufbaust, erfährst du in meinem Ratgeber Innere Stärke. Du kannst ihn dir hier kostenlos als PDF herunterladen:

Das unbemerkte Problem der Gleichberechtigung

Bemerkung: Das ist ein Artikel zu einem polarisierenden Thema. Meine Meinung basiert auf Konzepten aus meinem Buch, meinen Reisen in über 40 Ländern und wissenschaftlichen Studien. Konstruktive Kritik ist immer willkommen, doch unter einer Bedingung: Lese den ganzen Artikel.

interracial-213698_640Noch immer gibt es gewisse Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts in unserer Gesellschaft. In den meisten Fällen betrifft es Frauen, jedoch nicht ausschließlich. Auch Männer sind von sexueller Diskriminierung betroffen. Doch auch wenn in Deutschland noch gewisse Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts vorkommen, ist die Gleichberechtigung weit fortgeschritten. Das ist vorbildlich.

Die wachsende Gleichberechtigung in Deutschland hat aber auch einen bedeutsamen Nebeneffekt: Die Differenzen zwischen männlich und weiblich verwaschen. Das mag gut für die Gleichberechtigung sein, schadet jedoch unserem Liebesleben.

Die Beschwerde, die ich von Männern am häufigsten zu hören bekomme, ist, dass viele deutsche Frauen nicht mehr weiblich seien. Die Beschwerde, die ich von Frauen am häufigsten zu hören bekomme, ist, dass viele deutsche Männer nicht mehr männlich seien.

Es ist kaum möglich, Männlichkeit und Weiblichkeit zu definieren und eine klare Unterscheidung zu machen, ohne stark zu generalisieren oder in Stereotype zu verfallen. Des Weiteren bin ich der Meinung, dass wir alle etwas Männliches und etwas Weibliches in uns haben.

Männlichkeit und Weiblichkeit kann man schwer beschreiben, doch dafür kann man sie umso besser spüren. So wie wir spüren, dass jemand sauer oder traurig ist, obwohl er uns erzählt, dass alles in Ordnung sei, können wir die Männlichkeit eines Mannes und die Weiblichkeit einer Frau wahrnehmen. Auch können wir in gewissen Momenten unsere eigene Männlichkeit und Weiblichkeit besonders stark spüren.

Jeder Mensch ist ein einzigartiges Individuum mit persönlichen Präferenzen und Neigungen, gerade bei der Partnerwahl. Doch trotzdem fühlen sich die meisten Menschen sexuell zu ihrem entgegengesetzten Pol angezogen. Das heißt, viele Frauen finden an Männern vor allem die männliche Seite anziehend und viele Männer an Frauen die weibliche. Selbst bei homosexuellen Paaren gibt es häufig einen „männlicheren“ und einen „weiblicheren“ Partner.

Ein Großteil der Männer fühlt sich stärker von Frauen angezogen, die zärtlich, sinnlich und hingabevoll sind, als von dominanten, lieblosen und bestimmenden Frauen.

Ich persönlich liebe starke und selbstsichere Frauen. Mit einem unsicheren Mäuschen ohne eigenen Ansichten kann ich nicht viel anfangen. Von den meisten Männern, die ich kenne, habe ich ähnliches gehört. Doch wenn eine Frau um jeden Preis versucht dominanter, stärker und unabhängiger als ich zu sein, fühle ich mich von ihr nicht angezogen, egal, wie attraktiv sie äußerlich sein mag.

Ähnlich geht es jedoch vielen Frauen. Die meisten Frauen fühlen sich sexuell eher zu einem dominanteren und selbstsicheren Mann hingezogen, als zu einem zögerlichen, passiven und hypersensiblen Frauenversteher, der sich in seinen eigenen Gefühlen verliert. Frauen wollen nicht gefragt werden, ob sie geküsst werden wollen, sondern wollen geküsst werden.

Warum ich mir da so sicher bin? Ich bin mittlerweile um die halbe Welt gereist, war mit Frauen aus den verschiedensten Ländern im Bett, hatte One-Night-Stands, offene Beziehungen und Dreier. Scheiße, ich habe ein 330-Seiten Buch darüber geschrieben, was für einen Mann Frauen wollen. Ich hoffe doch, dass ich weiß, worüber ich schreibe.

(Es gibt zwar viele Datingratgeber für Männer im deutschsprachigen Raum, jedoch bin ich einer der wenigen, der sein Buch unter echten Namen veröffentlicht hat.)

Auch viele weiblichen Sexfantasien drehen sich um Dominanz und Vergewaltigung. Eine der ersten Frauen, die das herausfand, ist die US-Amerikanerin Nancy Friday. Sie veröffentlichte 1973 das damals schockierende Buch Befreiung zur Lust: Frauen und ihre sexuellen Phantasien (Das viele Frauen Vergewaltigungsfantasien haben bedeutet auf gar keinen Fall, dass sie vergewaltigt werden wollen. Zwischen Phantasie und Realität gibt es einen großen Unterschied.)

Frauen behaupten häufig, dass sie Männer wollen, die zu ihren Gefühlen stehen und auch ausdrücken. Dem stimme ich zu. Doch sie wollen keinen Mann, der emotionaler und sensibler als sie selbst ist und sich in seinen Gefühlen verliert.

(Mehr dazu in diesem Artikel zum Thema Männer verstehen.)

Die amerikanische Wissenschaftlerin Brené Brown hat bei ihren Untersuchungen herausgefunden, dass viele Frauen ihre Männer zwar darum bitten, sie in ihr Inneres schauen zu lassen und Ängste zuzugeben, aber gleichzeitig können sie es nicht ertragen, wenn die Männer es dann tun.[1]

Ich bin trotzdem der Meinung, dass emotionale Verbundenheit und wahre Nähe erst entsteht, wenn wir uns dem anderen Gegenüber verletzlich zeigen. Das gilt für Männer wie für Frauen. (In diesem hoch gelobten Artikel über Verletzlichkeit erfährst du mehr darüber.)

Doch sind Männer zu sensibel, zu passiv und zu zögerlich, klappt es mit den Frauen meistens nicht. So wie viele sehr dominante, bestimmende und lieblose Frauen ihre Probleme haben, einen Mann zu finden.

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