Was tun gegen Liebeskummer? 5 Tipps, die wirklich helfen

Was tun gegen Liebeskummer? In diesem Artikel erfährst du, was gegen Liebeskummer hilft. Ich erkläre dir 5 Tipps gegen Liebeskummer, die wirklich funktionieren und die ich selbst genutzt habe, um meinen Liebeskummer zu überwinden.

Was tun gegen Liebeskummer tipps gegen LiebeskummerLiebeskummer ist ein schreckliches Gefühl. Und manchmal ist es so heftig und tut so weh, dass man glaubt, es zerreißt einem das Herz und man kann nie wieder glücklich werden.

Auch mir ging es schon so.

Ich hatte zum Teil so heftigen Liebeskummer, dass ich dachte, ich könnte den Schmerz nicht mehr aushalten. Ich musste unaufhörlich an meine Ex-Freundin denken, war sehr wütend, extrem traurig und völlig am Boden zerstört.

Eine Zeit lang war mein Liebeskummer sogar so schlimm, dass ich glaubte, ich hätte eine Depression.

Geht es dir ähnlich?

Falls ja, mach dir keine Sorgen!

All das ist zwar sehr unangenehm, doch auch relativ normal. Es gibt kaum Situationen, in denen wir emotional aufgewühlter sind, als nach einer Trennung.

Falls du also gerade unter Liebeskummer leidest und dich fragst, was du gegen Liebeskummer tun kannst, bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel erfährst du nämlich die 5 besten Tipps gegen Liebeskummer. Alle 5 Tipps habe ich selbst gegen meinen Liebeskummer angewandt – und sie haben mir enorm geholfen.

Zur Übersicht eine kurze Auflistung der 5 Tipps.

Was tun gegen Liebeskummer?

  1. Erlaube dem Liebeskummer da zu sein.
  2. Vom Liebeskummer ablenken.
  3. Keinen Kontakt zum Ex-Partner.
  4. Nimm deinen Liebeskummer ernst.
  5. Mache dir bewusst, dass Liebeskummer nicht für immer ist.

Du kannst dir den Artikel auch als Video anschauen:

1. Was tun gegen Liebeskummer? Erlaube dem Liebeskummer, da zu sein!

Ja, du liest richtig. Das Beste, was du gegen Liebeskummer tun kannst, ist ihm erlauben, da zu sein!

Wenn es dir ähnlich geht wie mir früher, willst du deinen Liebeskummer wahrscheinlich unterdrücken. Du willst all den Schmerz, all die Enttäuschung und all die Wut nicht fühlen.

Das Problem? Gefühle zu unterdrücken funktioniert nicht!

Gefühle zu unterdrücken ist wie wenn du versuchst, einen Ball unter Wasser zu drücken. Früher oder später schießt das Ding mit voller Wucht an die Oberfläche. Und wenn du Pech hast, trifft es dich voll in die Fresse.

Was kann ich gegen Liebeskummer tun?

Statt deinen Liebeskummer zu unterdrücken, erlaube ihm, da zu sein. Akzeptiere deinen Liebeskummer also zu 100%.

Du wirst sehen, in dem Moment, in dem du deinen Liebeskummer und die Gefühle wie Wut, Trauer oder Schmerz akzeptierst, statt sie zu unterdrücken, verlieren sie ihre Kraft und lassen nach.

Deinen Liebeskummer zu akzeptieren ist besser, als ihn zu unterdrücken

Was tun gegen Liebeskummer tipps gegen Liebeskummer

Vielleicht denkst du dir:

Na toll Anchu. Das klingt ja schön und gut. Aber wie zum Teufel akzeptiere ich denn bitte diesen ekligen Liebeskummer?

Gut, dass du fragst!

Was mir in der Vergangenheit bei meinem Liebeskummer geholfen hat, ist mit ihm zu sprechen.

Du kannst deinem Liebeskummer zum Beispiel Folgendes sagen:

Hallo Liebeskummer. Ich mag dich zwar nicht und du bist gerade unheimlich heftig, aber ich erlaub dir, da zu sein. Du bist ein Gefühl wie jedes andere auch. Und so wie du gekommen bist, wirst du auch irgendwann wieder gehen. Bis dahin, sei mein Gast.

Ich weiß, mit deinem Liebeskummer zu sprechen klingt vielleicht verrückt. Doch in dem du mit ihm sprichst, wird es dir leichter fallen, deinen Liebeskummer zu akzeptieren und nicht gegen ihn anzukämpfen.

Wenn der Liebeskummer gerade zu heftig wird und du es nicht schaffst, ihn zu akzeptieren, hilft nur eines: Lenke dich ab!

2. Was tun gegen Liebeskummer? Ablenken!

Was tun gegen Liebeskummer? Die simple Antwort: Lenke dich ab!

Ich bin kein großer Fan davon, vor unangenehmen Gefühlen davonzurennen, da es dauerhaft keine Lösung ist.

Doch bei heftigem Liebeskummer ist es absolut OK, dass du dich von ihm ablenkst und auf andere Gedanken kommst.

Natürlich musst du selbst herausfinden, wie du dich am besten von deinem Liebeskummer ablenken kannst.

Doch hier sind einige Aktivitäten, die bei mir und vielen meiner Leser sehr gut funktioniert haben.

Mache Sport

Ich persönlich finde Sport die beste Ablenkung bei starkem Liebeskummer.

Sport kann dir enorm dabei helfen, dich von deinem Liebeskummer abzulenken

Was tun gegen Liebeskummer tipps gegen Liebeskummer

Sport hilft dir dabei, in den Körper zu kommen und weniger nachzudenken – was bei starkem Liebeskummer äußerst gut tut.
Außerdem produzierst du beim Sport verschiedene Hormone (wie Endorphine und Serotonin), die dich glücklicher machen.

Welche Sportarten eigenen sich am besten?

Ich persönlich finde joggen und Fitnesstraining am besten. Aber letztendlich ist jede Art von Sport gut. Finde am besten etwas, was dir Spaß macht.

Treffe dich mit Freunden

Sich mit guten Freunden zu treffen kann Wunder bewirken. Aus zwei Gründen.

  • Zum einen kannst du dein Herz ausschütten, was sehr hilfreich sein kann.
  • Zum anderen könnt ihr einfach nur rumalbern oder zusammen was unternehmen, wodurch du auf andere Gedanken kommst.

Schau einen aufmunternden Film an

Sicherlich gibt es paar Filme, die dich aufmuntern und dir gute Gefühle machen. Genau das Richtige bei Liebeskummer!

Wenn du gerade sehr starken Liebeskummer hast, schau dir einen Film an, der dir gefällt und dich aufmuntert.

Hier ist eine Liste an Filmen, die mir gut tun und mich inspirieren:

  • Ziemlich beste Freunde
  • Die große Schönheit
  • Gladiator
  • Eat, pray, love

Das sind sehr verschiedene Filme. Welcher Film mir gerade gut tut, hängt davon ab, in welcher Stimmung ich gerade bin.

Alternativ kannst du natürlich auch ein gutes Buch lesen.

Obwohl ich zwar selbst sehr gerne lese, find ich bei heftigem Liebeskummer das Lesen zu anstrengend und schaue mir lieber einen guten Film an. Aber vielleicht ist es bei dir ja anders.

3. Was tun gegen Liebeskummer? Keinen Kontakt!

Was tun gegen Liebeskummer? Auf gar keinen Fall den Ex-Partner kontaktieren!

Viele Menschen, die unter starkem Liebeskummer leiden, kontaktieren ihren Ex. Doch das ist das Schlimmste, was du machen kannst.

Der Mensch, wegen dem du gerade Liebeskummer hast, ist nicht der Mensch, der dir helfen kann, deinen Liebeskummer zu überwinden.

Jeder Kontakt mit deinem Ex-Partner holt nur noch mehr Erinnerungen hoch und weckt vielleicht die Hoffnung, dass ihr doch wieder zusammenkommt. Und genau das solltest du vermeiden.

Was tun gegen Liebeskummer? Auf keinen Fall den Kontakt zum Ex-Partner suchen!

Was tun gegen Liebeskummer tipps gegen Liebeskummer

Ich beziehe mich jedoch hier nicht nur auf den persönlichen Kontakt, sondern auf jegliche Art von Kontakt.

Für dich heißt das:

  • Keinen Kontakt über WhatsApp oder SMS
  • Keinen Kontakt über Soziale Medien (Facebook, Instagram, Twitter, etc.)
  • Keine Anrufe
  • Ich möchte dir auch dringend davon abraten, Fotos von deinem Ex-Partner oder gemeinsame Fotos von euch anzuschauen. Denn auch das holt nur noch mehr Erinnerungen hoch.

Ich kann meinen Ex nicht vermeiden … Was soll ich tun?

In manchen Situationen ist es nicht möglich, den Kontakt zum Ex-Partner zu vermeiden.

Das ist der Fall, wenn ihr:

  • gemeinsame Kinder habt.
  • in der gleichen Firma arbeitet.
  • zusammen studiert oder in die gleiche Klasse geht.
  • den gleichen Freundeskreis habt.
  • etc.

In diesen Situationen solltest du versuchen, den Kontakt auf ein Minimum zu reduzieren.

Nur weil ihr den gleichen Freundeskreis habt, heißt das ja nicht, dass ihr euch weiterhin jedes Wochenende sehen müsst. Und auch wenn ihr in der gleichen Firma arbeitet, kannst du versuchen, deinem Ex-Partner aus dem Weg zu gehen.

Falls ihr Kontakt habt, um etwas Wichtiges zu besprechen, versuche sachlich zu bleiben und keine persönlichen Gespräche anzufangen.

Du musst deinem Ex-Partner nicht für immer und ewig aus dem Weg gehen. Doch solange du Liebeskummer hast, solltest du den Kontakt soweit wie möglich reduzieren.

4. Was tun gegen Liebeskummer? Nimm deinen Liebeskummer ernst!

Wenn du dir eine starke Erkältung eingefangen hast, bleibst du im Bett. Du gönnst dir Ruhe, erholst dich und wartest ab, bist du die Krankheit auskuriert hast (ich hoffe zumindest, dass du so mit einer Erkältung umgehst).

In manchen Fällen ist es sinnvoll, auch deinen Liebeskummer als eine Art heftige Erkältung zu betrachten.

Das heißt: Nimm deinen Liebeskummer ernst!

Was tun gegen Liebeskummer? Ihn ernst nehmen!

Liebeskummer kann sehr heftig sein. Nicht nur emotional und psychisch, sondern auch körperlich. Gönn dir als die Ruhe und Zeit, die du brauchst, um dich davon zu erholen. (Das gilt übrigens auch, falls du unglücklich verliebt bist).

Gerade wenn du starken Liebeskummer hast, solltest du sehr sanft zu dir sein und dich nicht allzu sehr herausfordern.

Ich habe dir bei Punkt 2 zum Beispiel dazu geraten, Sport zu treiben, um dich von deinem Liebeskummer abzulenken. Wenn du jedoch merkst, dass du keine Kraft hast und Sport nur noch mehr Stress für dich bedeutet, dann lass es bleiben!

Falls es möglich ist, versuche auch bei der Arbeit einen Gang runterzuschalten und dich ein wenig zu schonen.

Generell gilt: Tue so viele Dinge wie möglich, die dir gut tun. Jetzt ist der falsche Zeitpunkt, um dich herauszufordern und dich zu pushen.

Behandle deinen Liebeskummer wie eine Erkältung: Kuriere dich aus und erhole dich. Denn wenn du dich trotz Erkältung herausforderst und dir keine Ruhe gönnst, schleppst du die Krankheit umso länger mit dir rum.

5. Was tun gegen Liebeskummer? Nach vorne schauen!

Nein, ich werde dir jetzt nicht dazu raten, das Glas halb voll zu sehen oder dich sogar über deinen Liebeskummer zu freuen.

Liebeskummer ist ein scheiß Gefühl. Punkt.

Doch ich möchte, dass du dir bewusst machst, dass Liebeskummer nicht für immer ist.

Mach dir bewusst, dass dein Liebeskummer nicht für immer ist!

Was tun gegen Liebeskummer tipps gegen Liebeskummer

Wahrscheinlich geht es dir momentan richtig dreckig. Und wahrscheinlich bist du gerade so tief im Schmerz und der Enttäuschung drin, dass du dir nicht vorstellen kannst, dass es dir jemals wieder besser gehen wird. Doch das ist natürlich Unsinn.

Egal, wie stark dein Liebeskummer ist und egal, wie dreckig es dir geht, irgendwann wird es dir wieder besser gehen. Und das im Hinterkopf zu bewahren kann dir viel Kraft geben.

Mach dir also bewusst, dass dein jetziger Schmerz und deine Trauer nur eine Phase sind, die früher oder später vorbeiziehen werden.

Du bist weder der erste noch der letzte Mensch mit Liebeskummer. Und ja, du wirst dich früher oder später in einen neuen Menschen verlieben können.

Was du noch tun kannst

Ich habe dir in diesem Artikel 5 Tipps gegen Liebeskummer genannt.

Hier nochmal die kurze Auflistung zu Erinnerung.

Was tun gegen Liebeskummer:

  1. Deinen Liebeskummer akzeptieren.
  2. Vom Liebeskummer ablenken.
  3. Keinen Kontakt zum Ex-Partner.
  4. Deinen Liebeskummer ernst nehmen.
  5. Dir bewusst machen, dass Liebeskummer nicht für immer ist.

Da ich selbst unter sehr heftigem Liebeskummer litt und das Problem viele meiner Leser betrifft, habe ich auch einen kostenlosen Kurs zum Thema Liebeskummer erstellt.

In dem Kurs wirst du Schritt für Schritt lernen, wie du deinen Liebeskummer überwindest, deinen Ex-Partner loslässt und endlich wieder glücklich wirst.

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Beziehungsaus – 5 Gründe, warum Beziehungen scheitern

Beziehungsaus

Viele Beziehungen haben eines gemeinsam: sie enden irgendwann. Statt Konfetti, Sonnenuntergang und Happy End wartet oftmals das Beziehungsaus.

Zugegeben, das ist eine bitterböse Aussage. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die meisten Menschen schon mindestens eine Trennung hinter sich haben. Ich wiederhole: mindestens.

Die Vorstellung, dass wenn wir erst den richtigen Partner finden, bis ans Ende unserer Tage glücklich sind, ist äußerst verlockend. Die Realität ist allerdings häufig eine andere. Seit dem Jahr 2000 liegt die jährliche Scheidungsrate in Deutschland bei ca. 50%.1

Dabei ist ein Beziehungsaus selten schön und häufig so angenehm wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose. Nicht das ich schon mal eine Wurzelbehandlung ohne Narkose durchgemacht habe, aber ich gehe mal davon aus, dass sie nicht angenehm ist.

Ich persönlich leide nach jeder Trennung wie ein Hund und frage mich, warum es so einen Scheiß wie Gefühle überhaupt gibt. Doch selbst wenn die ersten Wochen und Monate nach einer Trennung für viele Menschen die Hölle sind, auch Liebeskummer geht irgendwann vorbei. Wirklich.

Doch wenn ein Beziehungsaus unangenehm ist und wir viel lieber Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy Ends haben, warum scheitern unsere Beziehungen dann so häufig?

Ich möchte dir darauf eine Antwort geben. Um genauer zu sein, sind es sogar fünf Antworten.

Ursachen für das Beziehungsaus

Jede Beziehung ist einzigartig und hat mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen:

  • Zu wenig Sex
  • Mangelnde Kommunikation
  • Verschiedene Vorstellungen bezüglich der Wandfarbe des Gästezimmers

Diese Art von Differenzen sind jedoch häufig nicht die Ursache für das Beziehungsaus, sondern nur die Symptome. Die eigentlichen Ursachen für das Beziehungsaus sind häufig andere. Ich wiederhole: häufig, nicht immer.

Was die fünf häufigsten Ursachen für ein Beziehungsaus sind, möchte ich im Folgenden erklären.

Sicherlich gibt es auch Beziehungen, deren Trennung eine ganz andere Ursache haben, doch es ist gut möglich, dass eine dieser fünf Ursachen auch der Grund für deine letzte Trennung ist. Und falls nicht, findest du vielleicht heraus, warum die Beziehung deiner besten Freundin gescheitert ist.

(Falls du gerade mit dem Gedanken spielst, deine Beziehung zu beenden, lies diesen Artikel:  7 klare Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest)

1. Zu viele Kompromisse bei der Partnerwahl

Einer der häufigsten Gründe, warum Beziehungen scheitern, ist, dass unser Partner schlichtweg nicht zu uns passt. Jede Beziehung erfordert zwar Kompromisse, sind jedoch die Differenzen zwischen zwei Menschen von Anfang an zu groß, wird es wahrscheinlich kein Happy End geben. Und auch kein Sonnenuntergang. Und nein, Konfetti auch nicht.

Das wir Beziehungen zu Menschen eingehen, die so gut zu uns passen wie Schokosoße zu Essiggurken, liegt häufig daran, dass wir emotional abhängig sind.

Wir sind unfähig alleine zu sein und brauchen die konstante Bestätigung und Anerkennung von einem Partner um uns gut zu fühlen. Wir suchen in unserem Partner nach Glück und Erfüllung, übersehen dabei aber, dass wir dafür selbst verantwortlich sind. Diese emotionale Abhängigkeit führt häufig dazu, dass wir uns auf jemanden einlassen, nur um nicht alleine zu sein, obwohl er nicht zu uns passt. Doch das führt zu ungesunden Beziehungen und Trennungen.

Führen wir eine Beziehung mit einem Menschen der nicht zu uns passt, liegt weniger ein Beziehungsproblem als ein Auswahlproblem vor.

2. Wir wollen für immer verliebt sein

Die Phase des Verliebtseins ist ein Ausnahmezustand unseres Gehirns. Das Verliebtsein selbst ist kein Gefühl, sorgt aber dafür, dass wir andere Gefühle verstärkt und vermindert wahrnehmen.2 Sind wir verliebt, werden ähnliche Gehirnbereiche aktiviert wie bei Drogensüchtigen. Menschen können tatsächlich auch süchtig nach dem Verliebtsein werden.3

Die Phase des Verliebtseins hält in der Regel sechs Monate bis drei Jahre an. In dieser Phase sind wir stark auf den Partner fixiert und sehen ihn wie auch die Beziehung häufig durch eine rosarote Brille mit Gläsern in Herzchenform.

Ich sehe überall Liebe!

Beziehungsaus 2

Ist dieser romantische Ausnahmezustand vorbei, sehen das viele Menschen als ein Zeichen dafür, dass es mit der Beziehung bergab geht. Doch letztendlich geht die Beziehung nur in eine neue Phase über, in der die romantische Verliebtheit einem Gefühl von Frieden, Zusammengehörigkeit und Ruhe weicht. Das Verliebtsein weicht dem Gefühl von Liebe, welche sich deutlich voneinander unterscheiden.4 

Der Grund dafür ist, dass  unser Gehirn in dieser Phase von neuen Gehirnschaltkreisen vorangetrieben wird.5

Leider verwechseln viele Menschen das Verliebtsein mit Liebe und sehnen sich immer wieder nach diesem emotionalem Ausnahmezustand. Ist das Verliebtseins-Gefühl vorbei und es ist Zeit, in eine neue Beziehungsphase überzugehen, beenden sie die Beziehung und suchen sich den Verliebtseinsrausch beim nächsten Partner. Man könnte sie als Verliebtseinjunkies bezeichnen.

Eine langfristige Beziehung ist keine Märchenwelt voller duftender Rosen und schillernder Regenbögen, in der wir mit unserem Partner auf einem Einhorn Richtung Sonnenuntergang reiten. Komm darüber hinweg.

3. Verschiedene Beziehungstypen

In den 50er Jahren entstand die Bindungstheorie. Hierbei handelt es sich um eine psychologische Theorie, die erklärt, warum und wie wir enge Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Die Bindungstheorie besagt, dass es verschiedene Beziehungstypen gibt und diese einen großen Einfluss darauf haben, zu welchen Menschen wir uns hingezogen fühlen und mit welchen typischen Beziehungsproblemen wir zu kämpfen haben.

Laut Psychologen gibt es vier verschiedene Beziehungstypen: Sicher, Vermeidend, Ängstlich und Ängstlich-Vermeidend.6

Zwar möchte keiner gerne in eine Schublade gesteckt und kategorisiert werden — schließlich wollen wir alle einzigartig und besonders sein — doch die Bindungstheorie wurde mittlerweile gut erforscht.

Im Folgenden möchte ich die vier Beziehungstypen kurz erklären:

  1. Sicher
    Hierbei handelt es sich um Menschen, die kein Problem damit haben, Interesse und Zuneigung auszudrücken, mit Trennungen umzugehen und Nähe zuzulassen. Diese Menschen sind fähig alleine zu sein, Grenzen zu ziehen und ihrer Beziehung das richtige Maß an Bedeutung zuzuschreiben. Sichere Beziehungstypen geben die besten Partner ab.
  2. Vermeidend
    Vermeidende sind sehr unabhängige Menschen und ihr Freiraum ist ihnen extrem wichtig. Sie haben häufig Probleme mit zu viel Nähe und finden ausreden, sich nicht dauerhaft auf jemanden einzulassen. Männer tendieren eher zum Typ Vermeidend als Frauen.
  3. Ängstlich
    Ängstliche Beziehungstypen brauchen ständige Anerkennung und Bestätigung von ihrem Partner. Sie sind häufig besorgt um ihre Beziehung. Sie können nicht alleine sein, fühlen sich als Single nicht wohl und ihnen fällt es schwer, anderen zu vertrauen, selbst wenn diese Menschen ihnen nahe stehen. Ihr Verhalten ist häufig völlig irrational und sehr emotional. Frauen tendieren eher als Männer zum Typ Ängstlich.
  4. Ängstlich-Vermeidend
    Dieser Typ ist sozusagen das Schlechteste aus zwei Welten. Sie haben Angst vor Nähe und Bindung und gleichzeitig vertrauen sie auch keinem, der ihnen näher kommt. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ist Ängstlich-Vermeidend und diese Menschen haben häufig noch eine Menge andere emotionale Probleme.

Häufig treffen Eigenschaften von verschiedenen Beziehungstypen auf uns zu, wobei die Eigenschaften von einem Typ meistens hervorstechen. Jemand kann also zum Beispiel zu 70% vom Beziehungstyp Sicher sein, 20% vom Typ Ängstlich und 10% Vermeidend.

Der Beziehungstyp Sicher ist fähig, mit Ängstlichen wie auch Vermeidenden Menschen eine Beziehung zu führen, wobei er häufig Partner vom Typ Sicher bevorzugt. Ängstliche und Vermeidende Menschen kommen häufiger zueinander als Ängstliche mit Ängstlichen oder Vermeidende mit Vermeidenden. Ängstlich-Vermeidende hingegen haben häufig katastrophale Beziehungen mit anderen Ängstlich-Vermeidenden.

Den eigenen Beziehungstyp und den des (Ex)Partners zu kennen, kann Aufschluss darüber geben, warum die Beziehung gescheitert ist und kann uns dabei helfen, daraus zu lernen.  Zwar ist es ein langsamer und schwieriger Prozess, jedoch können wir durch Selbstreflexion unseren Beziehungstyp über die Zeit ändern.

4. Monogamie

In der westlichen Welt gehen viele davon aus, dass Monogamie der natürlichen Beziehungsform des Menschen entspricht. Laut einer wachsenden Anzahl an  Anthropologen und Evolutionsforschern ist Monogamie jedoch eine relative neue Beziehungsform. Vieles deutet darauf hin, dass Menschen Zehntausende von Jahren nicht monogam gelebt haben. Auch heutzutage ist Monogamie bei weitem nicht die einzige Beziehungsform, wenn auch die weitverbreitetste. (Mehr dazu in diesem Artikel der Welt.)

Monogamie ist also normal, ist sie aber auch natürlich? Ist der Mensch von Natur aus eher monogam oder polygam veranlagt? Die Antwort scheint irgendwo in der Mitte zu liegen.

Die Forschung suggeriert, dass gewisse Menschen monogam veranlagt sind während andere zur Polyamorie neigen. Verantwortlich für diese Differenzen sind vermutlich verschiedene Gene und Hormone.7

Dabei gibt es keine Differenzen zwischen den Geschlechtern: Frauen sind nicht stärker auf Monogamie gepolt als Männer.8 Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bis zu 10% der Väter nicht genetisch mit den Kindern verwandt sind, von denen sie glauben, dass es ihre eigenen sind.9

Es scheint also so, dass gewisse Menschen von Natur aus eher monogam sind und andere eher — na ja, eben ein wenig Abwechslung genießen.

Viele monogame Beziehungen leiden unter Seitensprüngen. Dass Menschen fremdgehen, hat verschiedene Gründe.

Einer ist, wie wir gerade gesehen haben, dass sie eher polyamor veranlagt sind. Ein weiterer ist sexuelle Unzufriedenheit. Sind wir mit dem Sex in der Beziehung nicht zufrieden, holen wir uns woanders das, was wir zu Hause nicht bekommen. Männer gehen im übrigen nicht häufiger fremd als Frauen, das Fremdgehen betrifft also beide Geschlechter gleichermaßen.10

Häufig werden Seitensprünge totgeschwiegen oder stillschweigend hingenommen und es wird so getan, als wäre alles in bester Ordnung. Es ist sicherlich alles andere als einfach, dieses pikante Thema anzusprechen, doch meines Erachtens gibt es erwachsenere Alternativen als Probleme unter den Beziehungsteppich zu kehren.

Zum einen können wir klären, ob unserem Partner sexuell etwas in der Beziehung fehlt. Zum anderen gibt es viele verschiedene Beziehungsmodelle, die eine Alternative zu einer monogamen Beziehungen darstellen. Dabei muss eine nicht monogame Beziehung nicht gleich bedeuten, dass wir mit jeden ins Bett hüpfen, auf den wir gerade Lust haben. Auch in offenen Beziehungen gibt es häufig gewisse Regeln.

Mehr über das Thema erfährst du in diesem Artikel: Warum gehen wir fremd, obwohl wir den Partner lieben?

5. Wir leben uns auseinander

Egal, wie gut unser Partner anfänglich zu uns gepasst hat, entwickeln wir uns danach in verschiedene Richtungen und die persönlichen Differenzen werden zu groß, kann das zum Beziehungsaus führen. Liebe überwindet vieles, aber nicht alles.

Es ist uns nicht immer bewusst und manchmal wollen wir es vermeiden, doch wir Menschen verändern uns mit der Zeit. Heraklit von Ephesus — auch als der weinende Philosoph bekannt — sagte schon 500 v. Chr.:

„Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel.“

Erfahrungen die wir machen, neue Menschen die wir kennenlernen und vor allem die Probleme und Herausforderungen, mit denen wir zu kämpfen haben, führen dazu, dass wir uns entwickeln und verändern. Über die Zeit hinweg können sich unser Ziele, Werte, Ansichten und Interessen verändern und sind unter Umständen nicht mehr mit denen des Partners und der Beziehung kompatibel.

Vielleicht realisiert eine Frau mit Mitte vierzig, dass sie sich ihr Leben lang nur für andere aufgeopfert hat und entschliesst sich dazu, mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten. Diese große persönliche Veränderung hat natürlich auch Folgen für die Beziehung. Dem Mann wird das neue Verhalten seiner Frau merkwürdig,  fremd oder sogar selbstlos und egoistisch vorkommen.

Der Bewusstseinsprung dieser Frau hat zwei mögliche Konsequenzen:

  1. Der Mann versteht die persönliche Entwicklung und Entfaltung seiner Frau und unterstützt diese. Er wie auch die Beziehung entwickeln sich weiter. Es gibt Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy End.
  2. Der Mann versteht die Entwicklung seiner Frau nicht. Er möchte nur, dass alles beim alten bleibt, was jedoch nicht mehr möglich ist. Die Beziehung wird wahrscheinlich enden.

Häufig ist es schwierig zu entscheiden, welche Kompromisse wir für eine Beziehung bereit sind einzugehen. Anders als uns die Werbeindustrie vormacht, können wir leider nicht alles haben.

Egal, in welche Richtung wir uns entwicklen, früher oder später erreichen wir sehr wahrscheinlich einen Punkt in der Beziehung, in der wir etwas aufgeben müssen, was uns wichtig ist. Oder uns zumindest wichtig erscheint.

Worauf du bereit bist, für eine Beziehung zu verzichten, musst du selbst entscheiden. Doch auch wenn wir in einer Beziehung Kompromissbereit sein sollten, dürfen wir für eine Beziehung niemals unsere eigene Integrität verletzen. Es gilt also den schmalen Grad zwischen Kompromissbereitschaft und dem Bewahren der persönlichen Integrität zu finden.

Ein Beziehungsaus ist immer auch eine Chance

Bei all den Schmerzen und der Trauer die ein Beziehungsaus mit sich bringt, birgt sich auch eine Chance zur Entwicklung. Betrachten wir unsere vergangene Beziehung etwas genauer können wir daraus viel über uns selbst und unser Verhalten lernen.

Statt unseren Expartner zu verfluchen und ihn als egoistischen Arschloch oder dumme Schlampe zu bezeichnen, sollten wir überlegen, was wir falsch gemacht haben und was wir das nächste Mal besser machen können. Ja, das bedeutet Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Werd erwachsen.

Vielleicht sollten wir anfangen, nicht mehr so viel Anerkennung und Bestätigung in unserem Partner zu suchen.

Vielleicht sollten wir unser Konzept von Liebe und Beziehung überdenken.

Vielleicht sollten wir überlegen, was für ein Beziehungstyp wir sind und ob wir uns verändern möchten.

Vielleicht sollten wir in Betracht ziehen, dass Monogamie für uns nicht zu funktionieren scheint.

Oder vielleicht sollten wir uns klarmachen, dass wir in einer Beziehung auch Kompromisse eingehen sollten und eventuell auf etwas verzichten müssen.

Letztendlich sehe ich das Thema Dating und Beziehung so: wir ziehen das an, was wir sind.

Sind wir zufrieden, selbstständig, eigenverantwortlich und emotional gesund, ziehen wir auch solche Partner an. Sind wir unzufrieden, abhängig, übernehmen keine Verantwortung und sind ein emotionales Wrack, dann ziehen wir — na ja, du weißt die Antwort.

Wir sollten also anfangen, an unserem eigenen Gefühlsleben zu arbeiten, offen und ehrlich zu kommunizieren und lernen, Grenzen zu setzen.

Dann werden wir auch den richtigen Partner anziehen und es wird Konfetti, Sonnenuntergänge und ein Happy End geben.

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Ex-FreundIn vergessen – Diese 3 Dinge helfen WIRKLICH

Ex FreundIn vergessen – in diesem Artikel erfährst du 3 Dinge, die du sofort anwenden kannst, um deine Ex Freundin oder deinen Ex Freund zu vergessen und die Vergangenheit loszulassen. Diese Tipps sind gleichermaßen für Männer wie für Frauen.

Ich habe lange gebraucht, bis ich meine letzte Ex Freundin losgelassen habe. Die erste Zeit nach der Trennung war die Schlimmste.

Meine Ex wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Egal was ich tat, egal wo ich war, ich konnte meine Ex Freundin nicht vergessen oder aufhören, an die gemeinsame Zeit zu denken.

  • Jede Frau, die ich kennenlernte oder sah, verglich ich auf irgendeine Art und Weise mit ihr.
  • Wenn ich Sport machte, musste ich daran denke, dass sie auch gerne Sport gemacht hatte.
  • Wenn ich ein Film schaute, musste ich daran denken, dass wir auch immer zusammen Filme geschaut haben.

Es war wie ein Fluch. Meine Ex Freundin zu vergessen und nach vorne zu blicken war damals mein größter Wunsch. Doch erst nach zirka 10 Monaten ließ ich sie endlich los. Es war der wohl befreiendste Moment meines Lebens.

Es gab damals 3 Dinge, die mir sehr dabei geholfen haben, meine Ex Freundin loszulassen und nach vorne zu blicken. Und diese 3 Dinge möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten …


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Ex FreundIn vergessen #1: Jegliche Art von Kontakt meiden

Den Kontakt zum Ex Partner zu vermeiden klingt einleuchtend aber viele Männer und Frauen tun es trotzdem nicht. Mit “Kontakt vermeiden” meine ich jeglichen Kontakt. Das bedeutet:

  1. Keine persönlichen Treffen
  2. Keine SMS oder Whatsapp Nachrichten
  3. Nicht telefonieren oder skypen
  4. Kein Facebook oder sonstiges Chatten

Sehr wichtig: blockiere deine Ex FreundIn auf Facebook. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist irgendwelche Fotos von ihr und einem neuen zu sehen – mir ist es passiert und es fühlte sich an, als würde mir jemand das Herz aus der Brust reißen und es vor meinen Augen genüsslich aufessen.

Des Weiteren solltest du dir keine sonstigen Fotos von euch oder ihr anschauen. Weder Fotos von euch zusammen noch Fotos, auf denen nur dein Ex zu sehen ist. Es klingt vielleicht hart, aber je weniger Dinge dich an sie erinnern, desto besser. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Wenn es dir nicht möglich ist, jeglichen Kontakt zu meiden (gemeinsame Kinder, zusammen in einer Klasse, etc.) versuche den Kontakt so gering wie möglich zu halten.

Ex FreundIn vergessen #2: Glorifiziere nicht die Vergangenheit

Mache dir bewusst, dass ihr aus einem bestimmten Grund nicht mehr zusammen seid: Dein Ex Partner ist nicht der richtige Mensch für dich. Egal ob dein Ex Partner oder du schlussgemacht hast, irgendetwas hat nicht gepasst. Vergiss das nicht.

Du solltest auch aufpassen, dass du die vergangene Zeit nicht verzerrt betrachtest. Nach der Trennung tendieren wir dazu, die/den Ex FreundIn und die gemeinsame Zeit als wunderschön und fantastisch in Erinnerung zu bewahren.

Doch in Wirklichkeit war meistens nicht alles so rosarot, wie wir es uns einreden. Mach dir also bewusst, dass es auch schlechte Momente gab und dass längst nicht alles perfekt war. Glorifiziere nicht die Vergangenheit.

(Hier erfährst du übrigens, was wahre Liebe wirklich bedeutet.)

Hier ein Video zu dem Thema. Das Video ist ein wenig älter und damals habe ich das Video nur für Männer gemacht. Doch die Tipps sind für Frauen genauso gültig.

Weiterlesen

Als ich endlich meine Ex losließ

Mitte 2011 bin ich von Italien zurück nach Deutschland gezogen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich eine Art offene Beziehung mit meiner Freundin, die in Italien blieb – jedoch waren wir beide nicht mal Ansatzweise bereit dafür.

Es war zwar eine kurze, aber unheimlich intensive Beziehung.

Wir waren in Italien damals beide frisch angekommen und kannten niemanden (sie kommt aus Brasilien). Wir hatten uns ein kleines Zimmer geteilt und sind zusammen kopfüber in eine für uns neue und fremde Kultur eingetaucht.

Anfang Februar 2012, ich war schon seit über einem halben Jahr zurück in Deutschland, sah ich dann Fotos von ihr und ihrem neuen Typen, lachend, sich küssend. Sie schienen glücklich. Ich war am Boden zerstört.

In dem Moment als ich die Fotos auf Facebook sah, war mir, als würde mir jemand mein Herz aus der Brust reisen und es vor meinen Augen langsam und genussvoll aufessen, während derjenige mir vergnügt beim Sterben zuguckt.

Ich fühlte stechenden Schmerz bei gleichzeitiger kompletter innerer Leere.

Dazu kam, dass ich gerade mein Praktikum in Koblenz vorzeitig gekündigt hatte und nicht mehr wusste, was ich wirklich in meinem Leben will. Ich war seit einer Woche wieder zurück in Berlin und hatte weder eine eigene Wohnung noch wirklich Geld.

Ich fühlte mich vollkommen verloren. Kein Zimmer in Aussicht, keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen wollte und meine Ex-Freundin befand sich glücklich in den Armen eines anderen – und ich hatte es gesehen. (Gibt es eigentlich irgendetwas schmerzvolleres?)

Ich skypte mit ihr und sagte ihr, dass obwohl wir eine offene Beziehung hätten, ich es nicht aushalte sie glücklich mit einem anderen zu sehen und sie nicht aufhalten wollte. Unter Tränen wünschte ich ihr alles Gute und legte auf.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, drehten sich meine ersten Gedanken um sie – und ihren neuen Typen. Ich hatte schon bessere Starts in den Tag, zum Beispiel mit ihrem Kopf zwischen meinen Beinen.

Dann redete ich mir ein, dass es nichts gibt, was ein ausgiebiges Frühstück nicht wieder wettmacht. Also frühstückte ich erst mal ordentlich. 10min später kotze ich alles wieder in die Kloschüssel.

Die Wochen nach der Trennung

Die Wochen nach der Trennung fühlte ich mich ausgesaugt und perspektivlos. Wie ein Obdachloser, der gerade gemerkt hat, dass er seinen letzten Schluck Schnaps getrunken hat und die Flasche nun endgültig leer ist.

Alles fühlte sich zu diesem Zeitpunkt sinnlos und stumpf an. Ich hatte sogar an manchen Tagen das Gefühl, ich habe eine Depression. Es war nicht meine erste Trennung, aber so etwas hatte ich noch nie erlebt.

Jeder einzelne Gedanken drehte sich um sie. Es war wie ein Fluch, der mich nicht loslassen wollte. 


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Jede Frau, egal wie alt, wie jung, wie schön oder wie hässlich, erinnerte mich an sie und unsere Zeit. Und jeder Typ, an ihren Neuen.

  • Wenn ich Kinder sah, musste ich daran denken, dass wir auch mal Kinder hätten haben können.
  • Wenn ich ein Fitnessstudio sah, musste ich daran denken, dass sie immer joggen gegangen war.
  • Wenn ich eine Bar sah, erinnerte ich mich an unsere fröhlich feuchten Nächte zusammen in den Bars von Turin.

Es war, als gäbe es kein Entkommen von ihr.

Eines Tages in der S-Bahn, sah ich das Bild von ihr und ihrem Neuen vor meinen Augen. Ich musste mich sofort festhalten, denn sonst wäre ich einfach umgekippt. Danach dachte ich kurz daran, was passieren würde, wenn ich mich einfach vor die nächste S-Bahn schmeißen würde. Ich verdrängte den Gedanken jedoch wieder.

Ich überlegte, ob es anderen Menschen wohl auch so Scheiße geht, wenn sie Schluss machen. „Niemals“ dachte ich, keiner macht das durch, was ich gerade durchmache.

Was für ein Blödsinn! 

Wir alle Leiden, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Manche mehr, manche weniger, aber wir alle leiden. Anscheinend finden wir Menschen es jedoch beruhigend und irgendwie tröstend, uns selbst zu bemitleiden – und versuchen deshalb, uns in unserer eigenen Trauer zu ertränken.

Das Leben ging weiter

Ich finge an, täglich zu meditieren und mich in Achtsamkeit zu üben. Das half mir, mich meinen Emotionen bewusster zu werden und mich weniger mit ihnen zu identifizieren – ein damals großer und wichtiger Schritt.

Auch fing ich an viel zu lesen und mich mehr mit mir selbst zu beschäftigten. Ich fragte mich, was ich wirklich in meinem Leben machen will und wofür ich brenne.

Ich bin keine New-Age spirituell abgedrehter Pseudomönch, aber eine gewisse Selbstkenntnis und eine gute Selbstwahrnehmung halte ich für unerlässlich um wirklich eine Veränderung in unserem Leben herbeizuführen.

Es war also eine Zeit, in der ich mich hauptsächlich auf mich selbst konzentrierte. Ich lernte viel über Ernährung, las mehr, machte Sport, traf mich mehr mit Freunden. Ich übte mich darin, mich selbst zu lieben. 

All das half mir, ein Umfeld und ein Leben um mich herum aufzubauen das mir gefiel und welches mir positive Emotionen schenkte.

Ich spürte, dass ich eine gewisse Kontrolle in meinem Leben habe und darüber, wie ich emotional auf äußere Umstände reagiere. Dadurch entdeckte ich ganz langsam eine neue Kraft in mir, ein tiefergehendes Selbstvertrauen.

In der Zeit spürte ich, dass egal was in meinem Leben passiert, ich schon irgendwie damit klarkommen würde. Ich entdeckte, dass tief in mir, ein unzerstörbarer Kern ist.

Diese Entdeckung gab mir neue Kraft und Antrieb.

Eine neue Bekanntschaft

Dann lernte ich eine für mich unheimlich wichtige Frau kennen und fing wieder an, das Leben richtig zu genießen. Stück für Stück, ganz langsam.

Denn meine Ex war trotzdem noch da. Nur in Gedanken, aber dafür tagtäglich. Und das, obwohl ich sie auf Facebook und Skype blockiert hatte und seitdem ich schlussgemacht hatte, nichts mehr von ihr gehört hatte.

Im Juli 2012, also circa 6 Monate nach der Trennung, schrieb ich ihr dann eine E-Mail, um zu ihr zu sagen, dass ich vorhatte, nach Brasilien zu ziehen. Ihre Antwort kam rasch, war aber nicht unbedingt positiv – und schön schon gleich dreimal nicht.

Daraufhin schrieben wir zwei Tage einige E-Mails Hin und Her und klärten ein paar Dinge, die wir schon viel früher hätten klären sollen.

Nachdem ich die letzte E-Mail geschrieben hatte, ging ich joggen. Es war ein schöner Samstagnachmittag im Friedrichshainer Volkspark in Berlin.

Während ich joggte, mitten im Park, war er plötzlich da: Der Moment, auf den ich solange gewartet hatte.

Plötzlich lies ich sie los. Plötzlich war sie weg. Von einem Moment auf den anderen. Ich spürte es ganz deutlich.

Ich war so überwältigt, dass ich anhielt und die Kopfhörer abnahm.

Mir war sprichwörtlich ein Stein, oder besser gesagt, ein Fels vom Herzen gefallen. Als hätte ich den ganzen viel zu schweren und unnötigen Ballast, den ich monatelang ungewollt umher getragen hatte, endlich abgeworfen.

Auf einmal war sie keine mich krampfhaft verfolgende und nicht loslassende Erinnerung mehr, sondern nur noch ein schöner Rückblick in die Vergangenheit, ein ausgeträumter Traum.

Jetzt war sie nur noch ein kleiner Teil in meinem Herzen, ein Stück meiner Vergangenheit.

Ich schaute um mich und überlegte, wie schön das Leben ist. Ich sagte laut „Danke“ und rannte weiter.

Es war der wohl befreiendste Moment meines Lebens.

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