Schüchternheit überwinden in 5 einfachen Schritten

Du möchtest endlich deine Schüchternheit überwinden? Dann habe ich gute Neuigkeiten für dich: Das wirst du. Wie es dir am besten gelingt, verrate ich anhand von 5 praktischen Tipps in diesem Artikel.

Schüchternheit kann etwas Qualvolles sein.

  • Du bist auf einem Event und alle Leute amüsieren sich – nur du nicht, weil du dich nicht traust, mit fremden Menschen zu reden.
  • Du hast Schwierigkeiten damit, auf das andere Geschlecht zuzugehen, weil du dich vor einer Abfuhr fürchtest. Vielleicht bist du sogar verliebt, aber einfach zu schüchtern, den ersten Schritt zu machen und nach einem Date zu fragen.
  • Auf der Arbeit oder in der Uni bist du daher meist alleine unterwegs, aus Angst vor der Reaktion anderer Menschen auf dich.
  • In deinem Freundeskreis bist du der, der immer nur zuhört und den Witzen und Geschichten der anderen zuhört, nie jedoch selbst welche erzählt.

Wenn dir mindestens einer dieser Punkte vertraut vorkommt, dann bist du wahrscheinlich ein eher schüchterner Mensch.

Und auch, wenn deine Schüchternheit dich nicht in jeder Lebenssituation beeinträchtigen mag, verrät die Tatsache, dass du diesen Artikel angeklickt hast, eins:

Du möchtest deine Schüchternheit überwinden.

Du möchtest dich nicht mehr von deiner Angst vor Kontakt zurückhalten lassen und stattdessen entspannt auf neue Leute zugehen.

Kurz – du möchtest das Leben in vollen Zügen genießen.

Der Wunsch, weniger schüchtern zu sein, ist dabei sehr nachvollziehbar.

Deine Schüchternheit sorgt nämlich nicht nur dafür, dass du jede Menge interessante und Begegnungen in deinem Leben verpasst.

Sie kann dich auch daran hindern, für deine eigenen Werte und Grenzen einzustehen und dein volles Potential zu entfalten.

Deshalb gebe ich dir in diesem Artikel 5 Tipps, durch die du deine Hemmungen loswerden und deine Schüchternheit überwinden kannst.

Das sind die 5 Tipps gegen Schüchternheit:

  1. Höre auf, dir Horrorszenarien auszumalen
  2. Das Gefühl annehmen
  3. Kleine Schritte machen
  4. Akzeptiere, dass dich nicht jeder mögen wird
  5. Umgib dich mit den richtigen Leuten

1. Schüchternheit überwinden: Höre auf, dir Horrorszenarien auszumalen

Schüchternheit überwindenDieser Tipp ist sehr bedeutsam, wenn du deine Schüchternheit überwinden willst.

Wieso?

Weil Schüchternheit meistens in deinem Kopf entsteht.

Ein Beispiel:

Du bist auf einer Party, auf die dich eine Freundin eingeladen hat.

Schon einige Stunden vorher war dir etwas mulmig zumute, weil du genau wusstest, wie der Abend ablaufen würde. Du würdest dich vielleicht mit ein oder zwei neuen Leuten unterhalten. Und diese Gespräche würden etwas seltsam und holprig sein.

Abgesehen davon würdest du dich an deinem Drink festhalten und dich an die Person klammern, die du kennst: Deine Freundin.

Und genauso läuft der Abend dann auch ab. Wieder verlässt du die Party voller Enttäuschung. Vielleicht fragst du dich sogar, warum du nicht gleich zuhause geblieben bist.

Was war in diesem Beispiel der eigentliche Grund dafür, dass du keine anderen Menschen ansprechen konntest?

Und dass du so sehr Angst vor neuen Leuten hattest, dass dein Abend wieder im Frust geendet ist?

Ich verrate es dir:

Es waren deine Gedanken.

Gedanken wie…

  • So schüchtern, wie ich bin, mag mich hier doch eh keiner.
  • Wenn ich erstmal meinen Mund aufmache, merken die anderen, wie komisch oder unsicher ich bin.
  • Alle anderen sind viel cooler als ich.
  • Bestimmt blamiere ich mich wieder.
  • Ich habe ja eh nichts Interessantes zu sagen.

Und genau diese Gedanken – dein innerer Kritiker – sind es, die sich hinter dem Monster „Schüchternheit“ verstecken, dass dich immer wieder heimsucht.

Wie du das Monster besiegst

Wenn du deine Schüchternheit überwinden willst, versuche einmal, deinen Gedanken auf die Schliche zu kommen.

Versuche, in dem Moment deiner Schüchternheit zu beobachten, welche Gedanken oder Annahmen gerade in dir auftauchen.

Und dann fang an, diese zu hinterfragen.

Stimmt das, was ich in diesem Moment denke, wirklich?

Habe ich dafür irgendwelche Beweise?

Oder nehme ich es einfach nur an, weil ich in der Vergangenheit negative Erfahrungen in sozialen Situationen gemacht habe?

Oft wirst du merken, dass deine Gedanken dich auf eine völlig falsche Fährte lotsen.

Und dann kannst du anfangen, negative Grundannahmen durch positive zu ersetzen.

Annahmen wie:

  • Ich bin ein sympathischer Mensch und es gibt keinen Grund, wieso jemand mich nicht mögen sollte.
  • Klar mache ich auch manchmal Fehler, aber das ist normal und es passiert jedem. Deshalb nicht auf andere Leute zuzugehen, ist Unsinn.
  • Bestimmt fühlen sich die anderen auch manchmal etwas unsicher oder fehl am Platze. Sie zeigen es nur eben nicht – genauso wie man mir meine Schüchternheit ja auch nicht ansieht.

In vielen Fällen reicht dieser Gedankenwechsel bereits aus, um deiner Schüchternheit ein Schnippchen zu schlagen.

Schüchternheit überwinden: Hinterfrage deine Gedanken

Manchmal wirst du jedoch merken, dass deine Schüchternheit nicht sofort weggeht – auch wenn du angefangen hast, deine Gedanken zu beobachten und durch positivere zu ersetzen.

In diesem Fall hilft nur eins:

2. Schüchternheit überwinden: Nimm das Gefühl an

Auch wenn deine Schüchternheit ihren Ursprung in fehlgeleiteten Gedanken und Selbstannahmen hat, äußerst sie sich zuallererst als negatives Gefühl.

Und wie gehst du am besten mit einem negativen Gefühl um?

Du nimmst es an.

Ein negatives Gefühl, das du annimmst, verschwindet nämlich auch wieder.

Ein negatives Gefühl, das du nicht fühlen willst und gegen die das du Widerstand leistest, bleibt dafür umso länger bestehen.

Schüchternheit überwinden: Nimm deine Gefühle an

Schüchternheit überwinden

Das nächste Mal, dass du dich also in einer Situation befindest, in der du dich schüchtern fühlst, tue Folgendes:

Spüre, wie sich das im Gefühl in dem Moment anfühlt.
Welche Empfindungen in deinem Körper auftauchen und welche Gedanken das Gefühl begleiten.

Sage dir, dass es vollkommen ok ist, so zu fühlen, wie du dich gerade fühlst.

Umarme das Gefühl liebevoll, als wäre es ein kleines schutzloses Kind, das Wärme und Zuneigung braucht.

Und dann, falls du merkst, dass das Gefühl sich langsam auflöst, kannst du einen sanften Schritt nach vorne gehen, handeln und dadurch Stück für Stück sozialer werden.

Wie du diesen Schritt am besten gehst, erfährst du in dem nächsten Punkt.

3. Schüchternheit überwinden: Mach kleine Schritte

Es stimmt zwar, dass eine Auseinandersetzung mit deinen Gedanken und Gefühlen immer hilft, wenn du deine Schüchternheit überwinden willst.

Letztendlich wird dir dies aber nur gelingen, wenn du anfängst, dich – manchmal auch trotz negativer Gedanken und Gefühle – anderen Menschen anzunähern und dadurch positive Referenzerfahrungen zu machen.

Diese Referenzerfahrungen sind es, die dafür sorgen, dass du langfristig innere Ängste überwinden und Selbstbewusstsein aufbauen kannst.

Damit du nicht zu schnell wieder demotiviert bist oder dich zu stark überforderst, lohnt es sich allerdings, am Anfang kleine Schritte zu gehen:

  • Du willst lernen, mehr auf andere Menschen zuzugehen und Gespräche anzufangen?
 Fange klein an, zum Beispiel in dem du mit der Kellnerin Small-Talk über das Wetter führst.
  • Du bist auf eine Party eingeladen und weißt nicht, wie du ein Gespräch anfangen sollst? Fange mit einfachen Fragen an: Wo dein Gegenüber herkommt, durch wen er auf der Party ist und was er gerade in seinem Leben macht.
  • Du möchtest einen Schritt weitergehen und deine Schlagfertigkeit trainieren?
 Schließe dich einer Impro-Theatergruppe an.

Im Laufe der Zeit wirst du merken, dass es eigentlich gar nicht so schlimm ist, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen.

Im Gegenteil – oft macht es sogar ziemlich viel Spaß.

Schüchternheit überwinden: Verstecken nützt dir nichts!

Schüchternheit überwinden

Je häufiger du merkst, dass die Annahmen, die du über dich und deine Mitmenschen hattest, eigentlich gar nicht stimmen, desto mutiger wirst du in sozialen Situationen.

Und desto leichter wird es dir fallen, deine Schüchternheit zu überwinden.

Irgendwann wirst du gar nicht mehr nachvollzeihen können, wieso du jemals schüchtern und verklemmt warst

4. Schüchternheit überwinden: Akzeptiere, dass nicht jeder dich mag

Was aber, wenn du anfängst, deine Schüchternheit zu überwinden – und merkst, dass nicht jeder Mensch, dem du begegnest, dich mit einem Lächeln und offenen Armen begrüßt?

Wenn du einem anderen Menschen deine Liebe oder Zuneigung gestehst und diese nicht erwidert wird?

Wenn du merkst, dass eine Person, die du auf eine furchtbar nette Art und Weise angesprochen hast, sehr schroff reagiert oder dich sogar beleidigt?

Wenn sich jemand dir gegenüber schlicht und einfach mies verhält?

In diesen Situationen solltest du dir folgende zwei Dinge bewusst machen:

  1. Jegliche Form von Abweisung oder unangebrachtem Verhalten eines anderen Menschen dir gegenüber sagt mehr über diesen Menschen aus als über dich.
  2. Wenn dir jemand eine Abfuhr erteilt bzw. dich doof anmacht, kann dies drei Gründe haben: Entweder die Person hat einen schlechten Tag, ihr beide passt einfach nicht zusammen oder sie ist schlicht und einfach bescheuert.

Schüchternheit überwinden: Nicht jeder Mensch wird dich mögen – egal, wie du dich anstellst

Schüchternheit überwinden

Das Beste, was du machen kannst, wenn dich jemand einfach unangemessen behandelt, ist, so gelassen wie möglich zu bleiben und weiterhin deinen Weg zu gehen.

Letztendlich wirst du im Laufe der Zeit merken, dass es jene Menschen gibt, mit denen du besser harmonisierst und solche, die du besser meidest.

Du wirst außerdem merken, dass soziale Situationen immer wieder komisch sein können und manchmal einfach etwas holprig verlaufen.

Je mehr du mit diesen Situationen vertraut bist, desto entspannter wirst du jedoch auch mit solchen Momenten umgehen können.

5. Schüchternheit überwinden: Umgib dich mit den richtigen Leuten

Nehmen wir einmal an, du hast bereits angefangen, auf andere Menschen zuzugehen und dir einen kleinen oder mittelgroßen Freundeskreis aufzubauen.

Dein Selbstbewusstsein in sozialen Situationen ist jetzt höher als noch vor einigen Wochen oder Monaten.

Nun möchtest du jedoch endgültig deine Schüchternheit überwinden.

Damit dir dies gelingt, ist vor allem eines wichtig:

Das richtige Umfeld.

Denn wie der Motivationssprecher Jim Rohn es bereits passend formuliert hat:

„Wir sind das Resultat der fünf Menschen, mit denen wir die meiste Zeit verbringen.“

Menschen, mit denen Du dich am besten umgeben solltest

Am besten solltest du dich mit Freunden umgeben, die offen und herzlich sind.

  • Freunde, bei denen dich wohlfühlst.
  • Freunde, mit denen du zusammen Spaß haben kannst.
  • Freunde, die extrovertiert sind und dich in einer positiven Art und Weise motivieren, ebenfalls auf andere Leute zuzugehen.

Ich kann mich noch genau an die Zeit erinnern, in der ich angefangen habe, aktiv Frauen anzusprechen.

Was glaubst du, hat mir in dieser Zeit besonders weitergeholfen?

Es waren die Freunde, die mir einen kleinen Stupser gegeben haben, wenn ich mal wieder die Augen auf eine attraktive Dame fixiert hatte – mich aber gleichzeitig nicht getraut habe, den ersten Schritt zu machen.

Solche Freunde sind es, die dir helfen, deine Schüchternheit zu überwinden und langfristig selbstbewusster zu werden.

Ich weiß: Am Anfang wird es dir vielleicht etwas schwerer fallen, dich mit solchen Leuten zu umgeben. Langfristig sollte dies jedoch dein Ziel sein.

Und dann wird Schüchternheit für dich eine Sorge der Vergangenheit sein.

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Schüchternheit überwinden in 5 einfachen Schritten
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