Als ich endlich meine Ex losließ

Mitte 2011 bin ich von Italien zurück nach Deutschland gezogen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich eine Art offene Beziehung mit meiner Freundin, die in Italien blieb – jedoch waren wir beide nicht mal Ansatzweise bereit dafür.

Es war zwar eine kurze, aber unheimlich intensive Beziehung. Wir waren in Italien damals beide frisch angekommen und kannten niemanden (sie kommt aus Brasilien). Wir hatten uns ein kleines Zimmer geteilt und sind zusammen kopfüber in eine für uns neue und fremde Kultur eingetaucht.

Anfang Februar 2012, ich war schon seit über einem halben Jahr zurück in Deutschland, sah ich dann Fotos von ihr und ihrem neuen Typen, lachend, sich küssend. Sie schienen glücklich. Ich war am Boden zerstört.

In dem Moment als ich die Fotos auf Facebook sah, war mir, als würde mir jemand mein Herz aus der Brust reisen und es vor meinen Augen langsam und genussvoll aufessen, während derjenige mir vergnügt beim Sterben zuguckt.

Ich fühlte stechenden Schmerz bei gleichzeitiger kompletter innerer Leere.

Dazu kam, dass ich gerade mein Praktikum in Koblenz vorzeitig gekündigt hatte und nicht mehr wusste, was ich wirklich in meinem Leben will. Ich war seit einer Woche wieder zurück in Berlin und hatte weder eine eigene Wohnung noch wirklich Geld.

Ich fühlte mich sehr verloren. Kein Zimmer in Aussicht, keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen wollte und meine (Ex)Freundin befand sich glücklich in den Armen eines anderen – und ich hatte es gesehen. (Gibt es eigentlich irgendetwas schmerzvolleres?)

Ich skypte mit ihr und sagte ihr, dass obwohl wir eine offene Beziehung hätten, ich es nicht aushalte sie glücklich mit einem anderen zu sehen und sie nicht aufhalten wollte. Unter Tränen wünschte ich ihr alles Gute und legte auf.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, drehten sich meine ersten Gedanken um sie – und ihren neuen Typen. Ich hatte schon bessere Starts in den Tag, zum Beispiel mit ihrem Kopf zwischen meinen Beinen.

Dann redete ich mir ein, dass es nichts gibt, was ein ausgiebiges Frühstück nicht wieder wettmacht. Also frühstückte ich erst mal ordentlich. Nur um 10min später alles wieder in die Kloschüssel zu kotzen.

Die Wochen nach der Trennung fühlte ich mich ausgesaugt und perspektivlos, wie ein Obdachloser, der gerade gemerkt hat, dass er seinen letzten Schluck Schnaps getrunken hat und die Flasche nun endgültig leer ist.

Alles fühlte sich zu diesem Zeitpunkt sinnlos und stumpf an. Ich hatte sogar an manchen Tagen das Gefühl, ich habe eine Depression. Es war nicht meine erste Trennung, aber so etwas hatte ich noch nie erlebt.

Jeder einzelne Gedanken drehte sich um sie. Es war wie ein Fluch, der mich nicht loslassen wollte. 

(Wie du deinen Ex-Partner loslassen kannst, erfährst du in diesem Artikel.)

Jede Frau, egal wie alt, wie jung, wie schön oder wie hässlich, erinnerte mich an sie und unsere Zeit. Und jeder Typ, an ihren Neuen.

Wenn ich Kinder sah, musste ich daran denken, dass wir auch mal Kinder hätten haben können. Wenn ich ein Fitnessstudio sah, musste ich daran denken, dass sie immer joggen gegangen war. Wenn ich eine Bar sah, erinnerte ich mich an unsere fröhlich feuchten Nächte zusammen in den Bars von Turin.

Es war, als gäbe es kein Entkommen von ihr.

Eines Tages in der S-Bahn, sah ich das Bild von ihr und ihrem Neuen vor meinen Augen. Ich musste mich sofort festhalten, denn sonst wäre ich einfach umgekippt. Danach dachte ich kurz daran, was passieren würde, wenn ich mich einfach vor die nächste S-Bahn schmeißen würde. Ich verdrängte den Gedanken jedoch wieder.

Ich überlegte, ob es anderen Menschen wohl auch so Scheiße geht, wenn sie Schluss machen. „Niemals“ dachte ich, keiner macht das durch, was ich gerade durchmache.

Was für ein Blödsinn. Wir alle Leiden, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Manche mehr, manche weniger, aber wir alle leiden. Aber anscheinend finden wir Menschen es beruhigend und irgendwie tröstend, uns selbst zu bemitleiden – und versuchen deshalb, uns in unserer eigenen Trauer zu ertränken.

Nichtsdestotrotz, das Leben ging weiter.

Ich finge an, täglich zu meditieren und mich in Achtsamkeit zu üben. Das half mir, mich meinen Emotionen bewusster zu werden und mich weniger mit ihnen zu identifizieren – ein damals großer und wichtiger Schritt.

Auch fing ich an viel zu lesen und mich mehr mit mir selbst zu beschäftigten. Ich fragte mich, was ich wirklich in meinem Leben machen will und wofür ich brenne.

Ich bin keine New-Age spirituell abgedrehter Pseudomönch, aber eine gewisse Selbstkenntnis und eine gute Selbstwahrnehmung halte ich für unerlässlich um wirklich eine Veränderung in unserem Leben herbeizuführen.

Es war also eine Zeit, in der ich mich hauptsächlich auf mich selbst konzentrierte. Ich lernte viel über Ernährung, las mehr, machte Sport, traf mich mehr mit Freunden. Ich übte mich in Selbstliebe.

All das half mir, ein Umfeld und ein Leben um mich herum aufzubauen das mir gefiel und welches mir positive Emotionen schenkte. Wie ich es auch in meinem E-Book Männliche Polarität erkläre, fing ich an, mir meine eigene, starke Realität aufzubauen.

Ich spürte, dass ich eine gewisse Kontrolle in meinem Leben habe und darüber, wie ich emotional auf äußere Umstände reagiere. Dadurch entdeckte ich ganz langsam eine neue Kraft in mir, ein tiefergehendes Selbstvertrauen. In der Zeit spürte ich, dass egal was in meinem Leben passiert, ich schon irgendwie damit klarkommen würde. Ich entdeckte, dass tief in mir, ein unzerstörbarer Kern ist.

Diese Entdeckung gab mir neue Kraft und Antrieb.

Dann lernte ich eine für mich unheimlich wichtige Frau kennen und fing wieder an, das Leben richtig zu genießen. Stück für Stück, ganz langsam.

Denn meine Ex war trotzdem noch da. Nur in Gedanken, aber dafür tagtäglich. Und das, obwohl ich sie auf Facebook und Skype blockiert hatte und seitdem ich schlussgemacht hatte, nichts mehr von ihr gehört hatte.

Im Juli 2012, also circa 6 Monate nach der Trennung, schrieb ich ihr dann eine E-Mail, um zu ihr zu sagen, dass ich vorhatte, nach Brasilien zu ziehen. Ihre Antwort kam rasch, war aber nicht unbedingt positiv – und schön schon gleich dreimal nicht.

Daraufhin schrieben wir zwei Tage einige E-Mails Hin und Her und klärten ein paar Dinge, die wir schon viel früher hätten klären sollen.

Nachdem ich die letzte E-Mail geschrieben hatte, ging ich joggen. Es war ein schöner Samstagnachmittag im Friedrichshainer Volkspark in Berlin.

Während ich joggte, mitten im Park, war er plötzlich da: Der Moment, auf den ich solange gewartet hatte.

Plötzlich lies ich sie los. Plötzlich war sie weg. Von einem Moment auf den anderen. Ich spürte es ganz deutlich.

Ich war so überwältigt, dass ich anhielt und die Kopfhörer abnahm.

Mir war sprichwörtlich ein Stein, oder besser gesagt, ein Fels vom Herzen gefallen. Als hätte ich den ganzen viel zu schweren und unnötigen Ballast, den ich monatelang ungewollt umher getragen hatte, endlich abgeworfen.

Auf einmal war sie keine mich krampfhaft verfolgende und nicht loslassende Erinnerung mehr, sondern nur noch ein schöner Rückblick in die Vergangenheit, ein ausgeträumter Traum.

Jetzt war sie nur noch ein kleiner Teil in meinem Herzen, ein Stück meiner Vergangenheit.

Ich schaute um mich und überlegte, wie schön das Leben ist. Ich sagte laut „Danke“ und rannte weiter.

Es war der wohl befreiendste Moment meines Lebens.

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24 Kommentare
  1. wollepelz
    wollepelz says:

    Hi,

    auch ich kenne das. Mit mir hat mal eine Frau, die ich sehr geliebt habe, per Facebook plötzlich mit mir Schluss gemacht und den Kontakt gänzlich abgebrochen. Ich habe sehr gelitten, denn meine Liebe war groß.

    Ich habe über zwei Jahre benötigt. 😉

    Mittlerweile bin ich froh, dass sie es beendet hat, weil ich nach langem Kampf doch wieder Kontakt zu ihr aufbauen konnte und sich mir auf einmal auch die negativen Seiten von ihr offenbart haben. Ich bin allerdings froh, dass ich doch noch einige Dinge – wenn auch einseitig – mit ihr klären konnte. Du schreibst ja auch von Dingen, die du längst mit ihr hättest klären müssen. Solche Dinge sind wichtig, um abschließen zu können.

    Trotzdem bin ich immer noch nicht soweit, wieder eine Beziehung führen zu können. Die Art und Weise, wie sie Schluss gemacht hat, war einfach zu heftig für mich.

    Ich wünsche Dir aber Glück für die Zukunft. Vielleicht klappt es ja noch mit Kindern. 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Wollepelz,
      ja, ich denke der Knackpunkt war bei mir auch, dass ich per E-Mail mit ihr dann noch die ungeklärten Dinge geklärt haben.
      2 Jahre ist schon eine lange Zeit… Du schreibst, dass du über sie hinweg gekommen bist. Warum denkst, bist du dann noch nicht bereit für eine neue Beziehung?
      Dass mit den Kindern hat noch ganz viel Zeit…:-P

      Antworten
  2. Charly Chees
    Charly Chees says:

    Hallo Anchu,

    herzliche Grüße aus Germany an das andere Ende der Welt 🙂

    Mensch Anchu, als ich deine Zeilen las dachte ich mir sofort,
    wir beide könnten Zwillinge sein.

    So eine Trennung ist echt starker Tobak und lässt besonders
    die meisten Männer leiden wie die Hunde.
    Es dauert ziemlich lange bis das eigene Ego nicht mehr auf Ex – Droge ist.

    Mir ging es ebenso wie dir ein absolut beschissener Zustand, ohne Frage…
    Ich versuche nun zukünftig eine gesunde Balance zwischen
    meinem eigenen Ich und dem Vertrauen zur Partnerin hinzubekommen.
    Eben Push and Pull.

    Ich bin 45 Jahre und mache immer mehr die Erfahrung das aufgrund der
    sozialen Vernetzung die Menschen / Partner schnell augetauscht werden.
    Ich lass das mal so stehen.

    Anchu, bist ne coole Socke. Blog und Seite TOP 🙂 Mach weiter so.

    Bleib gesund…

    Best Regards from germany

    Charly Chees

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Charly,
      Ich hab mich auch manchmal gefragt ob Frauen da weniger leidern – ich weiß es nicht. Ist im Endeffekt ja auch egal.
      Gut dass du das mit dem Ego erwähnst, denn es ist größtenteils nichts anderes. Ich denke es hat mir viel mehr weggetan sie in den armen eines anderen zu sehen, als das sie nicht mehr bei mir ist. Menschen sind schon komisch…
      Danke fürs Lob und Grüße zurück aus Buenos Aires!

      Antworten
      • Antje
        Antje says:

        Und ich frage mich immer, ob die Männer immer grundsätzlich weniger leiden als ich oder Frauen.;-) Das Einzige, was mir inzwischen hilft ist nach leider zu vielen Erlebnissen dieser Art, dass ich auch aus dieser Geschichte wieder irgendwie mehr oder weniger heil herauskomme. Das war beim ersten Mal noch nicht der Fall…

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Antje,
          das Gleiche habe ich auch schon von Männern gehört… Ich denke, da gibt es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern und es kommt auf den einzelnen Menschen an.
          LG

          Antworten
  3. Sergej Ryan Fischer
    Sergej Ryan Fischer says:

    Viele sehen in dem Ende einer Beziehung den Weltuntergang. Sie leiden monatelang darunter und haben das Gefühl, nie wieder glücklich werden zu können. Doch dies sind alles Anzeichen dafür, dass man mit sich selber nicht im Reinen ist. Wahrscheinlich war dies auch die Wurzel des Übels, wieso letztlich auch die Beziehung beendet wurde.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Das ist ein bisschen sehr pauschal finde ich.
      Der Schmerz nach einer Trennung ist sehr real, ganz egal, ob man mit sich „im reinen“ ist oder nicht.
      Doch ist jede Trennung auch wieder eine Chance zum Wachsen, ja.

      Antworten
  4. Kilian
    Kilian says:

    Hallo Anchu!

    oh mann, mir geht es sehr ähnlich wie von dir beschrieben. Nachdem Sie Schluss gemacht hat (und sofort einen neuen hatte), habe auch ich angefangen mit Mediation und mich so richtig um mich gekümmert.

    Es ist jetzt ziemlich genau ein Jahr her und ich habe auch wieder eine wundervolle Freundin, aber der befreiende Moment ist bei mir leider noch nicht eingetreten. Immer wieder plagen mich Gedanken an Sie und ich habe es satt. Bisher vermeide ich jeden Kontakt und habe Ihr damals gesagt, dass ich nichts mehr hören möchte.

    Meinst du ich sollte den Kontakt wieder aufbauen und dass es helfen kann? Leider weiß ich nicht was es noch zu klären geben sollte 🙁

    Danke ;-),
    Kilian

    Antworten
  5. Thomas
    Thomas says:

    Ich versuche mal kurz meine Geschichte zu erzählen:

    Vor 1,7 Jahren hat sich meine Exfreundin von mir zu recht gertennt, weil ich mich zu wenig um sie gekümmert habe.
    Im Bett lief es nicht mehr und ich war oft froh, wenn sie aus der Tür war.
    Ich habe damals starke Tabellten genommen, die einen müde und antriebslos machen, ich empfand alles sehr anstrengend.
    Nachdem sie sehr unter mir gelitten hatten (sie hatte mich abgöttisch geliebt) hatte sie dann nach 1,5 Jahren die Beziehung beendet.
    Es war mit ziemlich egal. Nach einem Jahr bekam ich plötzlich das extreme Verlangen sie zurück haben zu wollen, da ich glaube, dass sie mir Signale geben würde… Als ich es versuchte gab sie mir einen Korb. Ich nahm es hin und gut wars.
    Jetzt nach einem weitern Jahr habe mir immernoch doch Hoffnungen gemacht.
    Dann habe ich vor einer Woche erfahren, dass sie einen neuen Freund hat. Ein Typ der 20 Jahre älter ist (denke um die 45).

    Das war für mich ein krasser Schlag.
    Ich kann sein einer Woche nichts mehr essen und denke permanent an sie.
    Meine Gefühle für sie sind 1000 mal strärker als in der Beziehung.
    Sie hat mir gesagt, dass sie nichts mir für mich empfindet, aber es mit ihrem Freund wohl auch nicht so läuft und sie sich vorstellen kann, auch wieder alleine zu sein. Sie redet so, als hätte sie mich nie geliebt… Wahrscheinlich als Schutz.
    Jedenfalls komm ich gar nicht mehr klar, heule den ganzen Tag rum und finde mich wertlos.
    Dabei war ich früher doch so ein Machotyp (ich bin Sternzeichen Löwe, sie auch), ein Macher, ein Player. Nichts mehr davon ist übrig.
    Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass sie mein Zustand ändern kann…
    Jetzt noch ein weiters Problem: Ich sehe sie jeden Tag, denn sie arbeitet in meiner Firma und versuche neutral ihr gegenüber zu treten…
    Dann mach ich mir immer wieder Hoffnungen und drehe mich im Kreis…

    Freue mich, wenn ihr mir antwortet. THX

    Antworten
  6. irgendjemand
    irgendjemand says:

    Hallo Anchu!
    Danke erstmal für Deine Super Seiten! Ich habe mich in diesen Problemen heillos verstrickt und verzweifelt eine Klärung gesucht und gefunden. Danke!
    Bei mir verquicken sich „bestens“ die Angst und die Ex: Vor ca drei Jahren hatte ich, emotional höchst bedürftig und am Boden, die Gelegenheit, einen Mann kennenzulernen, und aus Angst (weil ich mich klein, abhängig, häßlich usw. fühlte) ausgeschlagen. Was für ein Fehler! Ich konnte ihn nicht vergessen und habe ihn wieder kontaktiert (er war nicht weg und existiert noch :-)) Inzwischen hat er mit einer anderen Frau ein Kind bekommen, sie hat ihn verlassen, läßt ihn für den Unterhalt schuften und hat ihn in einen gerichtlichen Sorgerechtsprozeß gebracht. Er leidet wie ein Hund und scheint sie noch zu mögen, zumal sie gleich nebenan wohnt und sie alle zwei Tage das Kind austauschen. Ich fühle Schuld und schäme mich in Grund und Boden, dass ich vor drei Jahren nicht „Hey! Ja! Ich will Dich!“ gesagt habe. Ich hätte ihn gut behandelt. Nun sind von uns beiden die Herzen gebrochen und ich sehe keine Rettung.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi,
      ich hab das Gefühl, du versuchst für seine Gefühle die Verantwortung zu übernehmen…
      Falls du keine Rettung siehst, dann bin ich der Meinung, du solltest die Tür zu machen und eine neue öffnen.
      LG

      Antworten
  7. Lire
    Lire says:

    Hallo Anchu,

    ich hatte nun über 2 Jahre lang eine On-Off-Beziehung. Er war sich immer nicht so sicher, ob die Gefühle bei ihm für eine Beziehung reichen. Nachdem wir uns dann aus diesem Grund getrennt haben, hat er mich jedoch vermisst und wollte mich zurück, war auch ziemlich emotional und hat sich bemüht, sodass wir wieder zusammengekommen sind. Ich habe die Zeit mit ihm immer sehr sehr genossen und konnte mich, weil ich so sehr an ihm hing, nicht von ihm lösen. Nach unserem letzten Off hat er mich nun aber nicht mehr genug vermisst und es ist ihm leichter gefallen als sonst, ohne mich weitlerzuleben. Relaziv zeitgleich zu dieser nun wohl endgültigen Trennung habe ich mein erstes Staatsexamen abgeschlossen und wusste nicht genau, wie ich in meinem Leben nun beruflich weitermachen soll, welchen Weg ich jetzt einschlagen soll. Meine Schwester ist seit ungefähr eineinhalb Jahren schwer krank und auch die Beziehung zu meiner Familie ist sehr schlecht. Wegen des Examensstresses habe ich das wohl ziemlich verdrängt und nach dem Examen kam das alles gemeinsam mit der Trennung und dem Gefühl von beruflicher Orientierungslosigkeit und Stagnation sehr hoch. Es fühlt sich manchmal fast wie Depression an und wenn ich irgendetwas nicht erreiche oder mir irgendwas misslingt, fühle ich mich wertlos und als Versagerin. Es hat sich eine wahnsinnige Leere, Sinnlosigkeit, Persoektivlosigkeit und Einsamkeit in mir breit gemacht. Und das Gefühl, karrieretechnisch auf der Stelle zu treten, zu stagnieren (obwohl dem objektiv wohl nicht so ist, aber das jetzt auch hier auszuführen, würde den Rahmen sprengen). Ich wünsche mir so sehr, von ihm geliebt zu werden und ihn als meinen Partner zu haben, wieder etwas zusammen zu machen und die schönen Momente im Alltag zu genießen, ins Kino zu gehen und zu kuscheln. Ohne ihn scheint alles deutlich sinnloser und leerer. Die Trennung ist mittlerweile 3 Monate her, ich muss zugeben, dass ich ihm anfangs nach der Trennung sehr hinterhergelaufen bin und ihn auch jetzt noch zurück haben möchte. Davor hatte ich eine objektiv viel ernstere und gefestigtere Beziehung, ich habe mich aber getrennt und die Trennung sehr, sehr schnell und gut verarbeitet und jemand Neues (die Person, wegen der ich jetzt Liebeskummer habe) gefunden. Ich habe das Gefühl, mit 23 (bzw. jetzt 24) den ersten richtigen Liebeskummer zu haben.

    Antworten
  8. Michael Beckmann
    Michael Beckmann says:

    Hey Anchu, vielen Dank für den wirklich gelungenen Artikel!

    Du schreibst: „Daraufhin schrieben wir zwei Tage einige E-Mails Hin und Her und klärten ein paar Dinge, die wir schon viel früher hätten klären sollen.“

    Darf ich fragen, was das für Dinge waren, die ihr geklärt habt?
    Kannst Du sagen, was letztendlich dazu geführt hat, dass Du sie loslassen konntest? Ich glaube, dass die Sachen, die ihr per E-Mail geklärt habt, einen großen Teil dazu beigetragen haben, dass Du sie endlich loslassen konntest. Deswegen würde es mich wirklich interessieren und Du könntest mir wirklich damit helfen, denn ich bin momentan in einer ähnlichen Situation.

    Vielen Dank, Dein Michael

    Antworten
  9. Jens19iu
    Jens19iu says:

    Hallo Anchu ich komme gerade frisch aus einer Beziehung die seit Monaten nicht gut lief viel streit um nichts ich hatte letzteschon Jahr mich mit einer alten Bekannten getroffen und meine ex hat mir nie geglaubt das da nichts gelaufen ist Monate lange wurde ich unter Druck gesetzt und mir nach spioniert ich vor Tatsachen gestellt die ich nicht gemacht habe ich gabereits meine ganze Persönlichkeit auf für sie wurde zu ihremachen Spielball sie fuhr mit ihrem besten freund eine woche weg das war die Hölle für mich sie kam wieder schlief mit mir und gab mir Hoffnung auf einen neuen Anfang den sie aber nie für sich machte ich schüttete ihr mein ganzes Herz aus und gab mich ihr hin sie sagte Dinge zu mir die mich so tief berührten das ich sie für immer in mein Herz geschlossen hatte ich war süchtig und abhängig von ihr mit ihr zu schlafen war für mich ein welt wunder sie hat alles mit mir gemacht was ein Mann sich vorstellen kann und Wünscht dann vor 2 Monaten war der Streit wieder schlimm sie kramte alles wieder auf und stellte alles in Frage ging abends weg kam nicht nach hause trank viel Alkohol und schlief oft bei ihrem besten freund vor 3 Wochen sagte sie zu mir Sie sei verwirrt und müsste für sich sein um heraus zu finden was los ist Ich ging durch die buchstäblich Hölle ich hab sie jeden Tag zu getextet angerufen bin zu ihr gefahren in unsere Wohnung weil ich um etwas kämpfen wollte was lange verloren war vor 4 Tagen hat sie mir erzählt das sie mit ihrem besten freund zusammen ist und total verliebt ist in ihn bei mir wäre alles scheiße gewesen und sie hätte keine Nähe mehr gespürt was völliger Schwachsinn ist gestern bin ich aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen und habe die gebrauchten xxl Kondome gefunden obwohl sie mir gesagt hatte das sie ihn nicht anfassen kann ich Weiss jetzt warum der viele Alkohol der lässt die Hemmungen fallen dann geht es leichter wir haben jetzt seht schlimmen Streit es ist echt brutal wie sie mit mir um geht was sie mir an den Kopf wirftp und mit was sie mich konfrontiert ich bin dabei mich selbst zu verlieren sie war die liebe meines Lebens der Mittelpunkt aller zeit für mich warum behandelt sie mich wie ein atückisch Dreck

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