Versuche nicht, glücklich zu sein

 Jeder Mensch wünscht sich Glück, Freude und Zufriedenheit. Doch der Weg zum Glück ist ziemlich paradox. Denn je mehr du versuchst, glücklich zu sein, desto unglücklicher bist du. Warum du so ist und wie du es trotzdem schaffst, dauerhaft glücklicher zu sein, erfährst du in diesem Artikel. 

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Worum geht es eigentlich im Leben? Viele Menschen behaupten, dass wichtigste im Leben ist glücklich zu sein.

Was ist aber, wenn genau das unser Problem ist?

Laut der modernen Glücksforschun, ist es paradoxerweise nämlich das ständige Streben nach Glück, das uns unglücklich macht.1

Bevor du aufhörst zu lesen und deinen veganen Bio-Pudding auf Instagram postest, lass mich das erklären.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass, je mehr du versuchst, glücklich zu sein, du umso unglücklicher bist? Oder dass, je mehr du dich fragst, ob es dir gut geht, du dich umso schlechter fühlst?

Das liegt daran, dass Glück kein Endziel ist.

Glück ist kein dauerhafter Zustand, der Eintritt, wenn du keine Probleme mehr hast oder all deine Ziele erreichst. Egal, wie du dich also anstellst, du kannst nicht permanent glücklich sein. 

Glück ist vielmehr ein Nebenprodukt, das entsteht, wenn du ein sinnvolles, engagiertes und bedeutungsvolles Leben führst. Oder anders gesagt: Du bist dann glücklich, wenn du nicht darüber nachdenkst.

Der amerikanische Bestseller-Autor Mark Manson – dem ich vor Jahren mal in einem Nachtklub in Brasilien über den Weg gelaufen bin – schreibt: „Glücklich zu sein ist wie der Versuch, cool zu sein. Je mehr du es probierst, desto weniger bist du es.“

Auch der Psychologe Martin Seligman sieht es ähnlich. Er erklärt zum Beispiel, dass Menschen zu Depressionen neigen, weil sie zu viel darüber nachdenken, wie es ihnen geht. Depressive Menschen sind somit häufig zu sehr auf ihr Inneres fokussiert.

Die Sache ist die: Je mehr du dich darauf fokussierst, glücklich zu sein, desto mehr fällt dir auf, dass du es nicht bist.

Das ist wie bei einem kleinen Kind, das sich eine Wunde zugezogen hat. Es weint oft erst dann, wenn es die Wunde sieht. Davor ist sie ihm gar nicht aufgefallen und es ist ihm wichtiger, zu probieren, wie seine Sandburg schmeckt.

Leute! Das ist die beste Sandburg, die ich je probiert habe!

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Du bist nicht auf der Erde, um glücklich zu sein

Vor einigen Tagen sah ich folgenden Spruch auf Instagram:

„Du bist auf der Erde, um glücklich zu sein.“

Solche und ähnliche Aussagen verschlimmern das Problem, das ich gerade eben erklärt habe. Sie lassen uns glauben, dass es im Leben wirklich darum geht, immer glücklich zu sein. Doch das ist schlichtweg nicht der Fall.

Die Evolution hat nämlich wenig Interesse daran, dass du immer glücklich bist.

Sieh es mal so: Vor Zehntausenden von Jahren war das Leben noch ein wenig gefährlicher als heute.

Während es heute eine Tragödie ist, wenn die Farbe deines Smartphones nicht zu der Farbe deiner Handtasche passt oder deine Fußballmannschaft das wichtigste Spiel der Saison verliert, waren die Zeiten damals noch ein wenig härter. Hungersnot, Kälte und Raubtiere waren ständige Gefahren.

Unser Gehirn hat sich damals deshalb vor allem auf eine Sache spezialisiert: Gefahren zu vermeiden und zu überleben.

Je besser wir Gefahren vermieden, desto länger lebten wir und desto mehr Kinder haben wir in die Welt gesetzt. Mit jeder Generation ist unser Gehirn also noch besser darin geworden, Gefahren zu erkennen und uns davor zu warnen.2

Du bist nicht auf der Erde, um ständig glücklich zu sein

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Wären wir damals ständig glücklich gewesen, hätten wir reale Gefahren unterschätzt und nicht genug vorgesorgt. Wir hätten in unseren Höhlen zwar eine glückliche Orgie nach den anderen gefeiert, aber wir wären auch ziemlich schnell ausgestorben.

Dein Gehirn hat kein Interesse daran, dass du immer glücklich bist

Jahrtausendelang hat es sich für den Menschen ausgezahlt, pessimistisch zu sein, vom Schlimmsten auszugehen und sich zu viele anstatt zu wenig Sorgen zu machen.

Das bedeutet, dass dein Gehirn nicht dafür gemacht ist, dass du dich immer gut fühlst und immer glücklich bist.

Deshalb ist es auch relativ egal, wie oft du morgens vor dem Spiegel Glücksaffirmationen wiederholst, wie sehr du in dich hineinfühlst, wie positiv du denkst oder wie viele deiner großen Lebensziele du erreichst, du wirst nicht immer glücklich sein.

Das ist auch der Grund, warum viele Ratgeber zum Thema glücklich sein oder viele der typischen Tipps für ein glückliches Leben wenig bringen.  

Natürlich ist der Gedanke schön, dass es im Leben darum geht, glücklich zu sein. Doch es ist eben nur ein Gedanke. Eine spirituelle Wunschvorstellung, die zwar herzerwärmend ist, aber in der realen Welt nach hinten losgeht.

Denn egal, wie du dich anstellst, du wirst nicht für immer glücklich sein. Und je schneller du das akzeptierst, desto besser wird es dir paradoxerweise gehen.

Glück, Glück, Glück! Instagram, Selfies und falsche Erwartungen an das Leben

Bedingt durch unsere Konsumgesellschaft und die ach-wie-geil-ist-mein-Leben-Social-Media-Welt glauben immer mehr Menschen, dass sie ständig glücklich sein müssten.

Ich meine, wenn du dich bei Facebook oder Instagram einloggst, sind doch alle glücklich! Während du acht Stunden am Tag einem langweiligen Job nachgehst und schon wieder an einer Diät gescheitert bist, haben andere gerade geheiratet, machen ein Yoga-Retreat auf Bali, haben sich gerade einen AMG gekauft, präsentieren ihren durchtrainierten Körper an einem exotischen Strand am anderen Ende der Welt oder sind von zuhause aus Bitcoin-Millionär geworden, während sie nebenher lustige Katzenvideos auf Youtube geschaut haben.

Was ist los Instagram? Habt ihr etwa kein Segelboot?

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In der heutigen Gesellschaft verfällt man schnell dem Glauben, dass etwas mit einem nicht stimmt, wenn man nicht ständig glücklich ist. Und das ist das große Problem.

Oh, nein! Ich bin heute morgen aufgewacht und ich habe mich nicht vollkommen glücklich gefühlt! Scheiße, mit mir stimmt irgendwas nicht. Ich muss sofort ein paar Glückszitate auf Facebook lesen und positiver Denken!

Es ist der ständige Anspruch, immer glücklich zu sein und uns ständig gut zu fühlen, der uns ins Elend treibt.

Auch dein Großvater Ferdinand fühlte sich Mitte der 1950er Jahre nicht jeden Tag gut. Als ihn seine Frau Gertrude beim Frühstück jedoch gefragt hat, wie es ihm geht, sagte er nur:

„Nicht gut. Aber scheiß drauf, die Kühe im Stall warten und die Kartoffeln werden sich auch nicht von alleine ernten. Was gibst eigentlich zum Abendessen?“

Dein Großvater Ferdinand gab einen Scheiß auf seine schlechte Laune und ging trotzdem auf den Acker. Für ihn gab es etwas, das wichtiger war, als glücklich zu sein. Und siehe da, nach ein paar Stunden oder spätestens nach ein paar Tagen ging es ihm besser.

Das Leben hatte eben seine Höhen und seine Tiefen. Und mal geht es einem besser und mal schlechter.

Doch in unserer modernen Gesellschaft ist es eine Tragödie, wenn man sich mal nicht gut fühlt. Wir fragen uns sofort, was mit uns nicht stimmt, was alles in unserem Leben falsch läuft und welches neue Aloe-Vera-Shampoo wir brauchen, damit wir wieder glücklich sind.

Das Problem ist also, dass wir zu sehr versuchen, glücklich zu sein. Das ist, wie wenn du deinen Partner mit deiner Liebe erdrückst. Je mehr Liebe du willst und je mehr du klammerst, desto mehr entfernt sich dein Partner.

Was bedeutet glücklich sein überhaupt? Und wie definiert man Glück?

Es ist schwer etwas zu finden, wenn man gar nicht weiß, wonach man sucht. Und das ist eines der großen Probleme vom Glück.

Denn was bedeutet es überhaupt, glücklich zu sein?

  • Bin ich glücklich wenn ich gerade geilen Sex hatte?
  • Macht mich eine Beförderung glücklicher?
  • Besteht ein glückliches leben einfach nur darin, die kleinen Momente zu genießen?
  • Oder ist man dann glücklich, wenn man generell mit sich und seinem Leben zufrieden ist?

Es ist schwer zu definieren, was glücklich sein wirklich bedeutet. Denn Dinge wie Spaß, Zufriedenheit, Entspannung, Lust und Freude beeinflussen unser Verständnis von Glück.

Und genau deshalb ist es auch kaum möglich, eine Anleitung zum glücklich sein zu geben. Glück ist zu schwammig, zu schwer greifbar und vor allem zu komplex.

Was jedoch sicher ist: positive Erlebnisse reichen nicht aus, um glücklich zu sein.

Glücklich zu sein ist nicht das gleiche wie sich gut zu fühlen

Durch unsere Konsumgesellschaft und Social-Media haben immer mehr Menschen ein verzerrtes Bild davon, was es bedeutet, glücklich zu sein.

So verwechseln viele Menschen Genuss, Spaß oder gute Gefühle mit langfristigem Glück. Doch sich gut zu fühlen und langfristig glücklich zu sein sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Egal, wie viel Spaß du auf einer Party hast, wie lecker ein Becher Häagen-Dazs Chocolate-Caramel Eiscreme schmeckt, wie angenehm ein Netflix-Abend ist oder wie geil sich Sex anfühlt, diese Dinge machen dich langfristig nicht glücklich.

Wäre das der Fall, bräuchtest du nur jeden Tag ein paar Lines Koks zu ziehen. Doch ich bezweifle, dass irgendein Junkie behaupten wird, dass er wirklich glücklich ist.

Angenehme Erlebnisse halten nicht lange an.

Sich kurzeitig gut zu fühlen ist nun mal nicht das Gleiche wie langfristiges Glück.

Genauso verhält es sich übrigens mit Konsumgüter. Denn auch materielle Dinge machen nicht glücklich. 

Um glücklich zu sein braucht man nicht viel – zumindest vom materiellen Aspekt her. 

Leider versucht uns die Konsumgesellschaft vom Gegenteil zu überzeugen. Laut der modernen Werbeindustrie brauchst du nur noch diese eine Uhr, dieses eine Kleid oder dieses eine Auto, um endlich glücklich zu sein. Und bei vielen Menschen funktioniert das Spiel.

Eines Tages werde ich wieder glücklich sein… Ich brauche nur noch ein eigenes Haus am See, einen fetten SUV, die Rolex und den Flachbildfernseher…

Das ist auch der Grund, warum wir in der westlichen Welt trotz all dem Wohlstand und dem Reichtum nicht glücklich sind. Wir rennen ständig irgendwelchen Konsumtrends und angenehmen Erlebnissen hinterher, doch fühlen uns dabei innerlich immer leerer.

Angenehme Erlebnisse, Luxus und Konsum machen dich nicht automatisch glücklich

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Das Interessante am Glück ist Folgendes: Nur weil du viele angenehme Erlebnisse in deinem Leben hast, heißt das noch lange nicht, dass du dauerhaft glücklich sein wirst.

Der springende Punkt ist der: Wir verfallen nur allzu oft dem Glauben, dass wir glücklich sein werden, wenn wir alles Negative vermeiden. Paradoxerweise ist jedoch genau das Gegenteil der Fall.

Der negative Weg zum Glück

Es mag merkwürdig klingen, doch alles Bedeutungsvolle im Leben ist mit irgendeiner Form von negativer Erfahrung verbunden. Und genau das ist auch das Problem mit all dem Sei-immer-glücklich-Scheiß, der Tausende Male auf Social Media geteilt wird.

Es sind oft die negativen Erfahrungen im Leben, die uns dabei helfen, langfristig glücklich zu sein und ein glückliches Leben zu führen.

  • Du bist deinen ersten Marathon gelaufen?
  • Du hast zwei Kinder großgezogen?
  • Du bist seit Jahren in einer glücklichen Beziehung?
  • Du hast dich erfolgreich selbstständig gemacht?
  • Du hast 10 Kilos abgenommen und siehst aus wie ein Fitnessmodel?
  • Du hast nach 6 Jahren Studium deinen Abschluss in der Tasche?

Alle diese und viele weitere Errungenschaften, die deinem Leben eine Bedeutung geben und auf die du stolz bist, sind mit negativen Erfahrungen verbunden. Du hast dich deinen Ängsten gestellt, auf Vieles verzichtet, Kompromisse gemacht, dich unangenehmen Situationen gestellt, bist gescheitert und über dich hinaus gewachsen.

All das hat sich in dem Moment wahrscheinlich nicht gut angefühlt, doch langfristig dafür umso mehr.

Wie führt man ein glückliches Leben?

In einem schicken Restaurant zu essen oder dir einen Porno anzuschauen sind angenehme Erlebnisse. Doch sie machen dich nicht langfristig glücklich.

Einen Marathon zu laufen, ein Kind großzuziehen oder dich mit deiner Leidenschaft selbständig zu machen ist hingegen alles andere als angenehm, doch es trägt zu deinem langfristigen Glück bei.

Diese Dinge machen dich stolz, geben deinem Leben Sinn und motivieren dich weiterzumachen, selbst wenn dir das Leben mal nicht zulächelt.

Es sind somit vor allem die Dinge, die uns schwer fallen, für die wir leiden und die uns an unsere Grenzen bringen, die unserem Leben eine Bedeutung geben.

Glücklich zu sein bedeutet nicht, dass du dich immer gut fühlst

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Mir geht es zum Bespiel mit dem Schreiben so. Schreiben erfüllt mich und erscheint mir sinnvoll, doch es ist alles andere als einfach. An vielen Tagen komme ich nicht weiter und liege nachts wach im Bett, weil ich versuche, ein neues Konzept zu verstehen. Oder ich arbeite tagelang an einem neuen Artikel, nur um dann zu merken, dass er völliger Schwachsinn ist.

Schon mehr als einmal habe ich mit dem Gedanken gespielt, mit dem Schreiben aufzuhören. Doch wenn ich dann einen Artikel fertig geschrieben habe oder sogar ein neues Buch veröffentliche, bin ich verdammt stolz auf mich.

Die Sache ist die: Nicht jede positive Erfahrungen ist gut für dich und nicht jede negative Erfahrung ist schlecht.

Den Menschen, denen es am besten geht und die am wenigsten Probleme haben, sind häufig die, die am unglücklichsten sind. Vielleicht hast du ja auch schon mal beobachtet, wie ein Teenager reicher Eltern in Tränen ausbricht, weil sie ihm das neue iPhone in der falschen Farbe geschenkt haben.

Alles Negative zu vermeiden macht dich nicht glücklich

Willst du dich immer gut fühlen und alles Negative vermeiden, wirst du nicht glücklicher werden, sondern eher unglücklicher.

Du wirst versuchen, jegliche Herausforderungen, Anstrengungen und Probleme zu vermeiden und stattdessen einem angenehmen Erlebnis nach dem anderen hinterherjagen. Und so sitzt du auf deiner Designer-Ledercouch vor einem 45-Zoll-Flachbildfernseher, lässt dir deinen Einkauf nach Hause liefern und wunderst dich darüber, warum du unglücklich bist.

Ich meine, schaue dir unsere Gesellschaft an. Wir haben von allem mehr als genug, doch trotzdem sind wir nicht besonders glücklich.

Verstehe mich nicht falsch.

Natürlich ist es wichtig, Spaß zu haben, das Leben zu genießen und gute Gefühle zu verspüren. Ohne diese Dinge wäre das Leben trist und das Beste, was wir tun könnten, wäre von der nächste Brücke zu springen.

Das Leben sollte kein ständiger Kampf sein und es wichtig, dass du regelmäßig Freude, positive Gefühle und Glücksmomente erlebst. Doch das, was deinem Leben Sinn gibt, worauf du stolz bist und was viel zu deinem Glück und beiträgt, sind oftmals die Errungenschaften, die mit negativen Erlebnissen verbunden sind.

Diese Dinge führen dazu, dass wenn du dein Leben betrachtest, behaupten kannst: Mir strahlt zwar nicht immer die Sonne aus dem Arsch, aber ich bin zufrieden.

Und genau das ist das Problem mit unserer modernen Gesellschaft.

Bedingt durch unendliche Konsummöglichkeiten und den Social-Media-Wahnsinn erwarten wir, immer glücklich zu sein. Wir versuchen, jegliche negativen Erfahrungen zu vermeiden und wollen uns ständig gut fühlen. Wahrscheinlich fragen wir uns in drei Jahren, warum wir uns noch selbst den Arsch abwischen müssen und ob es dafür nicht eine App gibt.

Doch je mehr wir versuchen, glücklich zu sein, desto unglücklicher werden wir.

Was ist also die Lösung?

Dass du akzeptierst, dass ein glückliches Leben nicht nur aus positiven Erfahrungen besteht.

Versuche also nicht, ständig glücklich zu sein und finde stattdessen etwas, wofür es sich lohnt, zu leiden. Etwas, was dir sinnvoll erscheint und dich stolz macht.

In dem Moment, in dem du nämlich einen Scheiß auf das Glück gibst und Dingen nachgehst, die dir wirklich sinnvoll erscheinen und dich stolz machen, schleicht sich das Glück früher oder später von ganz alleine durch die Hintertür wieder herein. Und genau das ist das Paradoxe am Glück: Je weniger du versuchst, glücklich zu sein, desto eher bist du es.

Dieser Artikel ist kleiner Auszug aus meinem Buch: Scheiß drauf! – Ein ungewöhnlicher Ratgeber für ein besseres Leben. Falls dir der Artikel gefallen hat, wirst du das Buch lieben. Du kannst es hier bestellen. 

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  1. Gruber J, Mauss IB, Tamir M. (2011). A Dark Side of Happiness? How, When, and Why Happiness Is Not Always Good. Perspect Psychol Sci. 2011 May;6(3):222-33. doi: 10.1177/1745691611406927.
  2. Russ Harris (2008). The Happiness Trap: How to Stop Struggling and Start Living: A Guide to ACT
73 Kommentare
  1. Jan
    Jan sagte:

    Ich habe mich schon seit Tagen auf diesen Artikel gefreut!
    Und wie immer, hast du mich nicht enttäuscht.
    Du hast nämlich vollkommen Recht: Wir suchen immer mehr Abkürzungen zum Glück und dabei verlieren und verirren wir uns immer mehr.
    Und auch mit dem Punkt, dass wir nicht auf der Welt sind, um immer glücklich zu sein gebe ich dir recht.
    Ich bin schon mega gespannt auf dein neues Buch. Deine bisherigen finde ich nämlich super. Weißt du schon, was es fertig sein wird?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Jan,
      das freut mich sehr zu hören!
      Ich denke, dass ich für das Buch noch so 2-3 Monate brauche. Hab bis jetzt knapp vier Kapitel von geplanten zehn geschrieben. Aber dann muss es ja noch Korrekturgelesen werden usw.
      Es freut mich auf jeden Fall, dass dir der Artikel gefällt.
      LG

      Antworten
  2. Katharina Koeck
    Katharina Koeck sagte:

    Hallo! Danke für deine Worte. Wir haben alle zuviel Zeit über UNS nachzudenken dass wir dabei aufs “Leben” vergessen. Nachdem ich schon länger in so einer “ich weiß nicht was mit mir los ist” Phase stecke kommt dein Artikel gerade recht. LG und viel Erfolg beim Schreiben Katharina

    Antworten
  3. Nina
    Nina sagte:

    Es sind einige Rechtschreibfehler drin ;)
    Ich finde den Text allerdings ziemlich negativ. Für mich kommt es gerade auf die kleinen Dinge an, die zum großen Glück dazugehören. Man muss etwas haben auf das man sich freuen kann. Aus kleinen Glücksmomenten können große werden. Deswegen teile ich die Ansicht nicht, dass, je mehr man versucht glücklich zu sein, man nur unglücklich wird (was ich aus deinem Text herausgelesen habe). Liebe allerdings deine Videos auf Youtube, viele Grüße!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Nina,
      das mit den Rechtschreibfehlern ist blöd – der Text ist nämlich Korrekturgelesen.
      Ich gebe dir recht, dass es oft die kleinen Dinge sind, die uns erfreuen. Aber meines Erachtens sind kleine Freuden eben nicht das gleiche, wie langfristiges Glück (auch wenn kleine Freuden wichtig sind.)
      LG

      Antworten
  4. Minelly
    Minelly sagte:

    Klasse Beitrag ?
    Du hast recht Anchu, für viele Menschen ist das wichtig, diese kleine Unterschiede zu verstehen. Es ist witzig, wie du das auf deine Weise machst ?

    Antworten
  5. Nadine
    Nadine sagte:

    Ich lese dich wahnsinnig gerne – direkt, frech und am Ende bringst du es immer auf den Punkt. Bleib genau bei deinem Schreibstil – viel Erfolg mit deinem Buch.
    Obwohl ich schon auch gerne mal ein Eis bei dir kaufen würde.
    Viele Grüße Nadine

    Antworten
  6. Paris
    Paris sagte:

    Hey Anchu, I like! Inbesonders die Aspekte zu Social Media, Selbstdarstellung, der Stress jemanden sein zu müssen. Keine Authentizität!..und der Blick zurück zu der Haltung unserer Grosseltern, die nicht die Wahl hatten -> just do it.
    Welche Transformation, welch ein Glück einem widerfährt, wenn man eine äusserlich betrachtet rein “negative” und heftige Erfahrung durchmacht und dann wie Phönix aus der Asche steigt, ist unbeschreiblich. Vielleicht kannst du dies noch in dein Buch einbinden;-)

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Paris,
      der Stress jemand zu sein – das bringt es auf den Punkt!
      Der Artikel ist nur eine Art Zusammenfassung des ersten Kapitels. Das Kapitel selbst (was soweit fertig ist) ist fast doppelt so lang und gehe darin viel auf den “Phoenix aus der Asche” ein ;-) Aber danke nochmal für die Erinnerung, dass das ein super wichtiger Punkt ist!
      LG

      Antworten
  7. Carmen
    Carmen sagte:

    Hallo Anchu,
    der Auszug aus deinem Buch hat mir wieder sehr gut gefallen.
    Witzig finde ich die Erkenntnis, das ich das Alles blind ‘unterschreibe’. Wir sprechen dieselbe Sprache. Das ist schon Grund genug, mich über jede Mail von dir zu freuen.
    Ich habe die letzten 12 Jahre viel mit ‘Lebensberatern’, Achtsamkeit, Selbstfürsorge etc., meist in Form von Büchern, ‘gearbeitet’.
    Und mir ist diese ganze ‘wir haben uns alle lieb Gesäusel’ und bla bla bla, echt gegen den Strich gegangen.
    Meinen ‘Durchbruch’ habe ich tatsächlich in einem Buch erlebt.
    Am Arsch vorbei geht auch ein Weg – Alexandra Reinwarth.
    Ich las es nur komplett, weil es einfach meinen Humor hatte und ich mich regelmäßig unter’m Tisch gekugelt habe.
    Heut kann ich sagen, dass diese Buch mich tatsächlich nachhaltig beeinflusst hat. Damit kehrte, sie sooooo lang vermisste Leichtigkeit zurück in mein Leben!
    Und mit dieser Erkenntnis ging es immer einen Schritt weiter….
    Ich habe mich noch nie, wirklich NIE über einen so langen Zeitraum, so zufrieden gefühlt.
    Ich danke dir also, für jeden Gedanken, jedes Wort, was du tapfer mit mir teilst.
    Mach weiter so, ich warte gerne noch ein wenig auf das Buch.
    Lieben Gruß,
    Carmen

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carmen,
      vielen Dank für dein Kommentar! Solche und ähnliche Nachrichten erreichen mich in letzter Zeit öfters!
      Ich habe absolut nichts gegen Spiritualität oder Ratgebern von anderen – solange sie weiterhelfen. Aber so wie du es beschreibst geht es auch vielen anderen Menschen.
      Das Buch von Alexandra Reinwarth habe ich noch nicht gelesen. Werde ich aber nachholen! Ich bin gespannt darauf!
      LG und genieße weiterhin die Leichtigkeit im Leben ;-)

      Antworten
  8. Sven
    Sven sagte:

    Ich habe dein Artikel mit viel Freude gelesen und habe auch daraus und damit wieder festgestellt, das wir Menschen in der heutigen Zeit das „Leben“ leben verlernt haben. Denn das „Leben“ an sich schreibt die Geschichten….nicht wir…nur das „Leben“ allein! Nur wir wollen immer Kontrolle haben…über Alles! „Glück und Leben“ lässt sich nicht kontrollieren! Also lasst uns „Leben“! Mehr nicht…dann ist auch das „Glück“ da! Danke Anchu, weiter so und VG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Sven,
      genauso sehe ich das auch! Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir einfach verlernt haben, menschlich zu sein. Oder wie du sagst: Das Leben zu leben! Mit all seinen Höhen und Tiefen.
      Ich bin gespannt, wie sich die nächsten Jahre unsere Gesellschaft noch so entwickelt…
      LG

      Antworten
  9. Florian
    Florian sagte:

    Hallo Anchu,
    ja du hast recht. Unser Gehirn lässt uns durch Vergleiche immer denken, dass wir das brauchen was andere haben um glücklich zu sein. Ich erwähne nur mal die Geißens oder die ganzen Instagram-Profile, die uns etwas vorgaukeln. Meiner Meinung wird man viel zu sehr von außen beeinflusst.

    Ebenfalls finde ich den Ansatz richtig, wenn man “für etwas leidet” dies zu Glück führt. Gedanken an meinen ersten Marathon oder die unbegründete Angst vor der Abschlussarbeit in einer ganz fremden Gegend unter neuen Leuten erfüllen mich heute mit Stolz.
    Meist beschäftigen wir uns viel zu selten mit Dingen, die wir in der Vergangenheit erlebt haben und die uns langfristig glücklich und stolz machen.

    Ich denke, dass das Glücksbarometer ein ständiger Begleiter im Leben ist. Wenn man etwas verbockt, ist man unglücklich. Wenn alles gelingt ist man rund-um-glücklich.
    Somit glaube ich, dass man sich im Leben Schritt für Schritt neuen Herausforderungen stellen sollte. Somit laufe ich nun seit zweijähriger Laufabstinenz wieder einen Halbmarathon. Bestimmt nicht so flott wie die letzten vor der Verletzung, aber das kann ja noch werden!

    Viele Grüße

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Florian,
      ich denke, dass das Ganze Leben immer ein Pendeln zwischen glücklichen und weniger glücklichen Momenten ist.
      Ich finde es auf jeden Fall super, dass du wieder einen Halb-Marathon läufst. Ich bin letzten Sonntag zum ersten Mal seit über 2 Jahren wieder ein Mountainbike-Rennen gefahren. Ich war alles andere als gut, aber ich hab mich überwunden und daraufhin trainiert – und genau das, hat mich stolz und auch glücklich gemacht!
      Viel Erfolg beim Training!
      LG

      Antworten
  10. Karin
    Karin sagte:

    Hallo Anchu, ich habe mich auf deinen Artikel sehr gefreut =D Du gehst genau auf den Punkt. Ich würde mich noch riesig freuen, mehr vom Thema zu erfahren!! Mach weiter mit dem Buch!!

    Antworten
  11. Jens
    Jens sagte:

    Hallo Anchu,
    ich habe viele Deiner Artikel mit Genuss und Erkenntnisgewinn – dieser war nur quälend und anstrengend.
    Stolz auf eine eigene Leistung sein? Ein nettes Gefühl – und genauso belanglos, wie sich den neuesten BMW vor die Tür zu stellen.
    Etwas Dir sinnvolles Tun? Das tut der Hund auch, wenn er vor Deinem Haus (oder Koffer) einen Haufen hinterlässt.
    Für Glücksgefühle leiden? Da liegst Du tatsächlich völlig danben…
    Glück ist eine Haltung – und von Äußerlichkeiten schlicht befreit…
    Bist Du glücklich, Anchu?
    Ich wünsche es Dir. Nach Deinem Artikel drängt sich mir ein anderer Eindruck auf…
    Es gibt keine positiven oder negative Erfahrungen. Es gibt: Erfahrungen.
    Herzliche Grüße, Jens

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Jens,
      danke für deinen kritischen Kommentar. Wenn du dir die Kommentare unter diesem Artikel anschaust, siehst du, dass der Artikel die Meinung spaltet.
      Ich bin bei dir, dass es an sich nur Erfahrungen gibt. Wir selbst entscheiden dann, ob sie positiv oder negativ sind. Oder anders gesagt: Nichts ist per se gut oder schlecht (Darauf gehe ich dann im zweiten Kapitels meines neuen Buchs ein).
      Du meinst, dass Glück für dich nur eine Frage der Haltung ist. Kannst du das genauer erklären? Und noch wichtiger: glaubst du, wir können immer glücklich sein?
      LG

      Antworten
  12. Edyta
    Edyta sagte:

    Hallo Anchu,

    Ich bin erst vor kurzem auf deine Seite gestoßen. Ich finde dich und deine Texte super, nur manchmal sind Sie mir etwas zu “negativ” geschrieben. Wobei das sicherlich auch manchmal sein muss, damit einem wieder die Augen geöffnet werden.
    Zum Thema Glück und glücklich sein, ich finde man ist entweder glücklich oder man ist es nicht. Und wenn man es nicht ist, dann sollte man sich fragen woran das liegt und was das Problem ist. Ist es der Job? Dann sollte man etwas dagegen tun und ihn wechseln.
    Ich persönlich kann behaupten, dass ich glücklich bin. Ich habe eine Job, der mir Spaß macht (auch wenn ich nicht unbedingt viel Geld verdiene – aber das ist mir egal), ich hab einen Mann an meiner Seite, mit dem ich mein Glück teilen kann und wir ziehen bald in eine größere Wohnung. Das sind alles Dinge, dich mich zufrieden machen und somit glücklich. Auch Kleinigkeiten tragen dazu bei. Um es mit deinen Worten zu sagen, die “arschteure Lederjacke”, wenn ich Sie mir hart erarbeitet und letztendlich gegönnt habe. Immerhin hab ich es mir selbst ermöglicht :)
    Liebste Grüße

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Edyta,
      ich sehe deinen Punkt. Ich finde aber, dass es nicht ein entweder oder ist. Nur weil ich generell glücklich bin, heißt das nicht, dass es nicht auch schlechte Momente in meinem Leben habe. Andersherum gilt, dass weil ich generell unglücklich bin, das nicht heißt, dass es nicht aus schöne Momente in meinem Leben gibt.
      Es freut mich auf jeden Fall sehr, dass du glücklich bist. Und dass dir meine Artikel meistens gefallen, selbst wenn sie nicht immer vor Euphorie strotzen (obwohl ich mich selbst als einen ziemlich positiven und freudigen Menschen beschreiben würde).
      LG

      Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Matthias,
      danke dir! Das freut mich sehr zu hören. Das Buch wird es auch als Hörbuch geben. Und den Podcast zu diesem Artikel werden ich gleich aufnehmen. Ich trinke nur noch schnell eine Tasse Kaffee vorher – weil mich die gerade glücklich macht ;-)
      LG

      Antworten
  13. Tony
    Tony sagte:

    Hi Anchu,
    toller Artikel!
    Ich beobachte das bereits seit ein paar Jahren mit diesem Social-Media-Wahnsinn. Man sieht diese tollen Bilder von tollen Menschen vor einer tollen Kulisse und es scheint so, als könne man alles schöne einfach haben. Ständig happy sein, das Leben genießen.

    Mir gibt es keinerlei Befriedigungen die überarbeiteten Fotos anzuschauen und es ist völlig paradox, dass die Leute damit Geld verdienen, weil – und nur weil! – sich viele andere Leute diese Bilder anschauen (und entsprechend irgendwelche Unternehmen ihre Werbung platzieren können – reinstes Product Placement).
    Das muss man sich mal durch den Kopf gehen lassen.

    Wie Du sagst, ist Glück ein Nebenerfolg. Es kommt und es geht und es ist m.E. verdammt wichtig auch mal scheiße drauf sein zu dürfen. Sonst wird man zu einem unreflektierten Menschen und gerät in das Hamsterrad von der nächsten Injektion von Glückshormonen zur nächsten zu hasten (Kaufrausch, Drogenkonsum, allg. Suchtverhalten).
    Und am Ende ist man unfrei. Dabei wollte man doch genau das Gegenteil..

    Wenn Du mich fragst, ist dies nicht nur paradox, sondern vor allem Besorgnis erregend.
    Insbesondere entsteht der Eindruck, dass solch ein Verhalten auch von der Gesellschaft (jedenfalls teilweise) erwartet wird. Und dies gilt es zu verhindern! Wenn unreflektierte Menschen unser Zukunftsgut sind, dann gute Nacht!

    So ich geh mir jetzt mir völlig unbekannte Menschen angucken, weil ich glücklich sein will! (stupidity wins. always.)

    LG
    Tony

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Tony,
      danke für dein Kommentar! D
      as mit Instagram und Co. ist echt krass. Ich habe vor ein paar Tagen eine Doku auf Youtube gesehen, wie ein Reporter sich Instagram-Fans kauft und sein Profil künstlich aufwertet. Nach ein paar Wochen haben ihn die ersten Firmen angeschrieben und gefragt, ob er nicht für Geld ihre Produkte bewerben will.
      Ich finde diese Sucht nach guten Gefühlen und ständigem Glücklich-sein auch beunruhigend. Und wenn man sich die Statistiken anschaut, dann scheint die Gesellschaft auch wirklich unglücklicher und ungesünder zu werden (die Anzahl an Menschen, die unter psychischen Krankheiten leiden nimmt ständig zu). Auf der anderen Seite sehe ich auch immer mehr Menschen, die sich darüber bewusst werden.
      Wir werden sehen, wie sich die Gesellschaft in Zukunft entwickelt. Das einzige, was jeder von uns tun kannst, ist einen kleinen Beitrag dazu beizutragen. Ich versuche das mit diesem Blog. Wenn ich damit einige Tausend Menschen erreiche und positiv beeinflussen kann, macht mich das glücklich!
      LG

      Antworten
  14. Elvira
    Elvira sagte:

    Hallo Anchu,
    Danke für deine Gedanken und deine klaren Worte. Ich bin vollkommen bei dir, dass Glück ein Nebenprodukt ist.
    Deine Art, dich auszudrücken, spricht mich sehr an, besonders auch in deinen Podcasts. Für mich sind es klare, unmissverständliche und liebevolle Aussagen, Angebote, Einladungen, von denen ich mitnehme, was ich nutzen kann und was mir sinnvoll erscheint :-)
    Ich beschäftige mich auch mit spirituellen Themen und Schriften und sehe da keinen Widerspruch o.ä. zu deinen Gedanken, eher im Gegenteil… Die Essenz ist, dem Handeln und Wirken einen Sinn zu geben. Das Glücksgefühlt stellt sich dann von allein ein ;-)
    Ich freue mich sehr auf dein Buch :-) !!! Vlg Elvira

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Elvira,
      vielen Dank für dein Kommentar! Ich frage mich selbst immer wieder, wie spirituell ich bin.
      Und letztendlich finde ich immer wieder spirituelle Aussagen, die sich sehr mit dem Überschneiden, was ich denke (und schreibe).
      Auch in meinem neuen Buch ziehe ich wieder Vergleiche zum Buddhismus.
      Womit ich persönlich wenig Anfangen kann, sind sehr esoterische Themen und Aussagen. Aber jeder ist anders und sieht die Welt auf seine Art und Weise!
      LG

      Antworten
  15. TeteGina
    TeteGina sagte:

    Ciao Anchu, nachdem deine letzten Beiträge mich nicht sonderlich berührt haben, hat es dieser Beitrag umso mehr geschafft. “Chapeau” besonders diese Zeilen bringen es auf den Punkt.
    “Doch das, was deinem Leben Sinn gibt, worauf du stolz bist und was viel zu deinem Glück und beiträgt, sind oftmals die Errungenschaften, die mit negativen Erlebnissen verbunden sind.Versuche also nicht, ständig glücklich zu sein und finde stattdessen etwas, wofür es sich lohnt, zu leiden. Etwas, was dir sinnvoll erscheint und dich stolz macht.”
    Wow – nicht nur das dieser Beitrag mal wieder keck, nüchtern und direkt geschrieben ist, ich mag die Tiefe darin. Du hast dir sehr viele Gedanken gemacht (bestimmt nicht immer gute) und es hat sich gelohnt. Schreibe weiter..du hast einen genialen Schreibstil (ganz und gar nicht mit Perwoll gewaschen ;-).
    Und noch was fällt mir zum glücklichsein ein: wie sollen wir denn permanent happy sein!?? Hand aufs Herz “irgendwas ist doch immer”….je früher man das erkennt, um so besser. Das Glück schleicht sich unerwartet ein. Buona giornata e bocca al lupo :-) Tete
    Ach schick uns doch mal Eiscreme, d as wäre mal eine sehr nette Geste ;-)

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Tete,
      es freut mich sehr, dass dir gerade dir der Artikel gefallen hat – schließlich hast du schon viel von mir gelesen! Ja, in der Tat stecken hinter dem Artikel (und meinem neuen Buch) sehr viele Gedanken. Es sind nicht nur die vielen Wochen, die ich an diesem Artikel gesessen haben. Sondern dahinter verbergen sich die Erkenntnis aus all den Jahren die ich jetzt schreibe und aus vielen Büchern, die ich in der Zeit gelesen haben.
      Mal schauen, ob ich aus dieser Grundidee auch ein gutes und hilfreiches Buch schreiben kann.
      Wir werden sehen!
      LG
      p.s. An der Sache mit dem Eis muss ich noch ein wenig arbeiten ;-)

      Antworten
  16. A.
    A. sagte:

    Lieber Anchu,

    mir gefällt der Artikel sehr gut. Er beschreibt genau das Problem unserer heutigen Kapital-Konsum-Gesellschaft: Mehr, mehr, mehr! Aber mehr Geld, Besitz und Wohlstand macht nicht immer glücklich. Das wurde übrigens auch einmal soziologisch untersucht. Es ist wichtig, sich auch einmal gerade schlechte Tage einzugestehen und nicht immer nur zu versuchen zwanghaft glücklich zu sein/werden…
    Anstatt an seinen Problemen zu arbeiten, sie zu erkennen, das schlechte Gefühl zu lassen und das beste aus dem Tag zu machen, zB. einfach weiter arbeiten gehen und weiter leben. Bei Ablenkung kann sich die Laune wieder steigern . Im übrigen arbeiten Therapeuten viel mit Ablenkung. Wenn Menschen Schwierigkeiten haben, eine ärgerliche Angelegenheit für den Moment zu belassen und es handelt sich nur um einen schlechten Moment, ein schlechtes Gefühl, dann lenken Therapeuten das Gespräch nach kurzer Zeit auf andere Themen, die speziell positive Emotionen hervor rufen.
    Das Problem wird wahr genommen, für den Moment verarbeitet und danach wird ein Gespräch weiter geführt..

    Die Jagd nach dem Glück. Wir streben nach Glück, aber Glück erreicht man nicht immer und manchmal muss man negative Emtionen für den Moment zulassen, damit man innerlich wieder ausgeglichener ist. Es ist Gift für die Psyche, wenn man nicht auch einmal schlechte Tage zulässt.

    Meine Freundin steckt gerade in einer fiesen Phase ihrer Ehe mit einer wahrscheinlichen Scheidung. Da kann ich ihr nicht einfach sagen: Kopf hoch! Das wird schon wieder! Ich ließ zu, dass sie wochenlang an manchen Tagen immer wieder eine Zeit lang trauerte, sich ärgerte, etc. ….
    Die negativen Gefühle waren im Vordergrund. Und was passierte nach einer Weile? Nach einer Zeit ging es ihr langsam wieder besser und sie näherte sich dem Gefühl des Glücklichseins wieder…

    Ps.: Bring ein praktisches Beispiel in deinem Buch, was den Leser wirklich emotional mitfiebern lässt. Sonst kann es sein, dass der Rat nur sehr begrenzt verstanden wird. (Die Kehrseite von Zuvielmiesepetrigkeit macht auch unglücklich..)

    LG
    A.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi A.,
      danke für dein aufschlussreiches Kommentar! Auf das mit dem Ablenken werde ich auch stark eingehen, weil es oftmals eine gute Lösung ist. Und ja, ich werde in dem Buch viele praktische und lustige Beispiele bringen – fiktiv wie auch aus meinem Leben. Ich komme mit dem Schreiben ganz gut voran, nur mit der Struktur ist es ein wenig schwer. Das Thema ist einfach super komplex und spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle…
      LG

      Antworten
  17. Philip
    Philip sagte:

    Hey Anchu,
    Du solltest dich auf jeden Fall als Eisverkäufer probieren wenn du die Möglichkeit hast!
    Aber bitte höre deswegen auf keinen Fall mit dem schreiben auf ;)

    Ich beschäftige mich unabhängig von deinem Content auch selbst viel mit den von dir beschriebenen Themen und finde deine Artikel und Bücher einfach super weil sie sehr direkt, rational und pragmatisch sind und nicht irgendwelche ominösen Techniken oder ähnliches beschreiben die einem sofort alle Sorgen etc. nehmen. Sowas ist Schwachsinn und ich finde es immer etwas traurig wenn Menschen solchen selbsternannten Glücksgurus bzw. Glücksphilosophien hinterher rennen (für mich hat das fast schon etwas Sektenartiges).
    Vor 1,5 Jahren hab ich angefangen dich zu lesen, ich bin mittlerweile 18 und hatte damals eine recht schwierige und instabile Phase wie vermutlich viele in diesem Alter und ich würde sagen, dass dein Input mir definitiv wichtige Impulse gegeben hat verschiedene Unsicherheiten und Ängste auszumerzen und mir geholfen hat ein ausgeglichener und zufriedener Mensch werden.
    Wollte ich an dieser Stelle mal gesagt haben, hab auch mal eine Zeit lang geblogt und weiß, wie sehr einen so Rückmeldungen freuen können :)

    Ansonsten mach weiter so!
    Grüße aus T-hailand.

    P.S.: Solltest du einen Eisladen aufmachen, lass es mich wissen!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Philip,
      in der Tat freue ich mich sehr über dein Kommentar! Und ja, du triffst es ganz gut auf den Punkt. In manchen Fällen hat es schon echt etwas Sektenartiges an sich…
      Genieße Thailand! Ist ein tolles Land und eine interessante Kultur.
      LG

      Antworten
  18. Marius alias Gee
    Marius alias Gee sagte:

    Zitat:”Egal, wie viel Spaß du auf einer Party hast,(…) diese Dinge machen dich langfristig nicht glücklich. Wäre das der Fall, bräuchtest du nur jeden Tag ein paar Lines Koks zu ziehen. Doch ich bezweifle, dass irgendein Junkie behaupten wird, dass er wirklich glücklich ist.” – Ich schätze deine Artikel sehr, aber da ich in meiner Vergangenheit mal solch eine Phase hatte, möchte ich da gerne etwas zu sagen: Beim Konsum solcher Drogen gibt es tatsächlich einen enormen Glücksschub, der allerdings auf Langzeitkonsum auch immer schwächer wird, weil der Körper eine gewisse Resistenz gegen die Substanzen entwickelt. Nachdem der Rausch abgeklungen ist, folgt nicht selten ein Absturz oder gar tiefste Depression, weil dein Hirn innerhalb kürzester Zeit verdammt viele Glückshormone verballert hat und der Speicher leer ist. Das ist ja auch das gefährliche an solchen Drogen, denn sehr viele Konsumenten “legen nach” um wieder einen Schub zu bekommen. Dadurch wird der Körper aber noch schneller resistent gegen die Substanzen der Droge und ein wahrer Teufelskreis beginnt. Den Ausstiegt daraus zu schaffen, hat aber auch einen Glücksschub zur Folge :) Auch wenn das eigentlich eine Kritik ist, weil du Äpfel mit Dirnen.. ehm, Birnen verglichen hast, glaube ich doch, dass es hier trotzdem Parallelen gibt. Denn wer mit aller Gewalt dutzende Tätigkeiten (Sex, Party, Extremsport etc.) ausübt, um “glücklicher” zu sein, wird irgendwann danach auch wieder “runter kommen” und dadurch vielleicht sogar noch viel unglücklicher sein, als davor.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Marius,
      ich stimme deiner Erklärung zu. Aber ich sehe darin kein Widerspruch zu meinem Artikel.
      “Egal, wie viel Spaß du auf einer Party hast,(…) diese Dinge machen dich langfristig nicht glücklich”. Das gleiche behauptest du.
      Drogen geben dir ein schnelles Glückshigh, doch danach muss dein Gehirn die künstlich produzierten Glückshormone wieder ausgleichen und senkst die Serotonin-Porduktion.
      LG

      Antworten
  19. Marie
    Marie sagte:

    Hi Anchu! Vielen Dank für den wunderbaren Artikel! Mir gefällt besonders, wie du zeigst, dass vorübergehende angenehme Gefühle nichts mit nachhaltigem Glück zu tun haben. Und dein Artikel beweist, dass es sich lohnt, sich für etwas anzustrengen: Auf diese Art entstehen Artikel wie dieser, die aufrütteln und berühren und die Tiefe haben. ?

    Du schreibst davon, wie viel mehr wir Menschen das zu schätzen wissen, das nicht leicht zu haben ist. Für das wir sogar leiden müssen. Dazu gibt es Studien, die sich mit scheinbar extremen Fällen beschäftigen.

    Bei amerikanischen Studentenverbindungen (und einigen afrikanischen Stämmen) werden Initiationsriten durchgeführt, die anstrengend, schmerzhaft, demütigend und widerlich sind. Und manchmal gefährlich – es gibt immer mal wieder schwere Verletzungen und sogar Todesfälle. Trotzdem halten sie sich hartnäckig. Versuche, sie abzuschaffen, scheitern regelmäßig, wie Robert Cialdini in seinem Buch „Psychologie des Überzeugens“ beschreibt.

    Warum? Weil hier das Prinzip wirkt, das du auch beschreibst: Die Studenten wissen es ganz besonders zu schätzen, zu dieser Gruppe zu gehören, weil sie sich so sehr dafür anstrengen mussten. Sie überzeugen sich selbst, dass diese Gruppe es wert ist. Das muss sie sein, denn sonst wäre all ihr Leid sinnlos.

    Schräg, oder? Aber so funktionieren wir Menschen. Der Punkt ist, und darum geht es in dem Buch, dass wir aufpassen sollten, wenn uns jemand etwas andrehen will und auf dieses Muster anspielt: auf das Bedürfnis, etwas Besonderes zu sein. Denn dafür sind wir offenbar bereit, sehr, sehr weit zu gehen. (Außer natürlich Leute, die sich lieber gar nicht anstrengen wollen ? ).

    Wie du schreibst: Finde etwas, wofür es sich lohnt, zu leiden.

    LG
    Marie

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Marie,
      danke für dein Lob! Und vielen Dank für die interessante Ergänzung und das Beispiel.
      Es ist in der Tat sehr interessant, wie paradox wir Menschen manchmal sind.
      Vlt. fällt es mir auch gerade deshalb so schwer, mein Buch zu schreiben. Meistens gibt es nicht nur eine Lösung oder eine Ursache.
      Aber irgendwie macht genau das, dass Leben so interessant.
      LG

      Antworten
  20. Kevin Ludwig
    Kevin Ludwig sagte:

    Hay Anchu,

    cooler Artikel. Lustigerweiße habe ich gestern die letzten Seiten von Mark Manson’s Buch gelesen. Vieles überschneidet sich und erscheint objektiv betrachtet sehr logisch. Ich denke, dass du und Mark auf einer Wellenlänge seid, was die Direktheit angeht. Euer Kontakt scheint also gut gewesen zu sein. :-)

    LG
    Kevin

    PS: Erstmal auf Instagram Bilder von meinem nicht vorhandene AMG posten :D

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Kevin,
      ich hab sein Buch tatsächlich noch nicht gelesen, kann mir aber vorstellen, dass es sehr gut ist. Es gibt noch einige andere Autoren und Bücher, die auch über den “negativen Weg” zum Glück schreiben und von denen ich einiges mitnehmen konnte. Letztendlich haben aber schon die Stoiker vor über 2000 Jahren vieler dieser Konzepte behandelt – die wussten den ganzen Scheiß damals schon :-)
      LG
      p.s. Nimm irgendeinen AMG, das ist auf Instagram egal :-p

      Antworten
  21. Carine
    Carine sagte:

    Hallo Anchu,
    wie wahr! Ich sehe das auch so, vielleicht mit einer kleinen Abweichung: Ich würde nicht von negativen Erlebnissen sprechen und vom Leiden, sondern eher davon, dass es sich um Situationen handelt, in denen ich mich anstrengen musste, vielleicht auch über meinen Schatten springen musste (raus aus der Komfortzone!). Gerade dieser Einsatz schenkt mir Glücksmomente, die lange nachhallen und auch später immer wieder abrufbar sind.
    Herzlich,
    Carine

    P.S. gibts keine Newsletter mehr. Ich habe schon lange keine Mails mehr bekommen und bin nur aus Neugier wieder mal auf deinem Blog gelandet.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carine,
      ja, leider und Schmerz sind in der Tat starke Wörter. Aber was du meinst ist letztendlich das gleiche, nur benutzt du andere Begriffe. Ich habe dich nicht in meinem E-Mail System gefunden. Vielleicht hast du dich ja mal ausgetragen und bekommst deshalb keine E-Mails mehr!
      LG

      Antworten
  22. Goni
    Goni sagte:

    Hallo Anchu,

    Vielen Dank für den Artikel. Ich sehe vieles genau so und bin sehr gespannt auf das Buch. Dem Glück hinterher zu jagen und versuchen es durch schöne Erlebnisse und Dinge immer öfter in unser Leben zu lassen, macht uns bestimmt nich dauerhaft glücklicher. Jedoch denke ich es braucht mehr als nur den Sinn und sich für etwas einzusetzen, um glücklicher zu werden. Ich nenne diesen Zustand lieber Zufriedenheit, weil “Glück” so abgedroschen ist und es für micht eher für ein kurzfristige Höhengefühl steht oder dafür in einer Situation “Glück zu haben”.

    Zufriedenheit sehe ich eher als Grundzustand, der auch dann bleiben kann, wenn nicht alles rosig ist und während wir für etwas hart arbeiten. Sie bewirkst, dass ein generelles Daumen-Hoch-Gefühl vorhanden bleibt. Ich glaube Sinn zu finden ist für viele Menschen ein ganz zentraler Punkt, um dies zu erreichen. Doch es braucht unter anderem auch eine gewisse Gelassenheit, ein starkes Selbstbild und ein gutes soziales Umfeld.

    Ich finde es zusätzlich auch ganz wichtig sich neben dem “Sich-für-etwas-den-Arsch-Aufreissen” viel Gutes zu tun, sich etwas zu gönnen und so viele schöne Erlebnisse ins Leben zu bringen wie möglich. Nicht, um permanentes Glück zu erfahren, sondern einfach nur weil es sich gut anfühlt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Goni,
      ich gebe dir absolut recht! Glück besteht aus verschiedenen Komponenten. Sinn ist eine davon, andere sind Spaß, gute Gefühle und auch ein gutes Umfeld. In dem Buch werde ich auf all diese Punkt eingehen. In einem Artikel kann eben nicht alles erwähnen :-)
      LG

      Antworten
  23. Stephan
    Stephan sagte:

    45-Zoll-Fernseher? Mit so was Mickrigem gebe ich mich nicht zufrieden ;-)
    Ein sehr schöner Artikel!
    Glück ist nicht das Ziel, Glück findet man auf dem Weg. Und Glück kann man nun mal nicht schätzen, wenn es nicht auch das Gegenteil gäbe.
    Ich persönlich mag die schlechten Zeiten gar nicht, aber sie sind bisher immer vorbeigegangen und die Zeit danach war umso schöner. Diese schweren Zeiten sind auch wichtig, um die Kleinigkeiten schätzen zu lernen und seine Prioritäten mal wieder einzuordnen. Diese kann man dann in den Glücks-Phasen viel besser genießen.
    Viele Grüße
    Stephan

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Stephan,
      45 Zoll ist auch wirklich klein, damit kann man einfach nicht glücklich sein ;-)
      Du hast es erkannt. Damit es positive Gefühle geben kann, braucht es auch Negative. Ohne Nacht kein Tag…
      LG

      Antworten
  24. Maik
    Maik sagte:

    Hallo,
    Ich finde die Schwierigkeit besteht eher darin zu erkennen / unterscheiden ob man grad mal eine schlechte Phase hat (schweiß drauf) oder ob das ein Anzeichen ist, dass eine Veränderung dringend nötig ist.
    Wenn man ständig darüber nachdenkt und man eben etwas angelesenes psychologisch Wissen besitzt, fällt es umso schwerer die Situation einzuschätzen.
    Bsp: habe ich jetzt Bindungsangst oder ist sie wirklich nicht die Richtige. Man hinterfragt sein Unbehagen und weiß nicht weiter, da man weiß, dass es auch an der Bindungsangst liegen könnte. Es könnte aber auch wirklich die Falsche sein. Aber wie finde ich das heraus?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Maik,
      das ist in der Tat manchmal schwierig. Ich denke, da hilft nur Erfahrung, Intuition und Ausprobieren. Kein anderer kann dir diese Frage beantworten außer du selbst…
      LG

      Antworten
  25. GABI
    GABI sagte:

    Hallo Anchu, meine Lebenserfahrung gibt dir vollkommen Recht. Wenn ich zurückblicke auf meine 53 Lenze kann ich ganz klar sagen : es geht um die Meilensteine im Leben und darum, ganz bei sich selbst zu sein, ohne andere beeindrucken zu wollen. Erst dann weiß man doch, was man wirklich im Leben braucht und will.
    Schmuck, Schuhe, Handtaschen……warum brauchen manche Frauen extra Schränke oder sogar Zimmer für diesen ganzen Schrott? Weil jedes verdammte paar Schuhe nämlich genauso lang glücklich macht , bis sie die nächsten Schuhe sehen, die sie UNBEDINGT haben müssen. Ich habe diesen ganzen Scheiss verkauft und mir davon tolle Outdoorklamotten gekauft und lebe jetzt ein Leben für das ich geschaffen bin. Draussen, bei jedem Wetter mit meinen Huskys. Ich will jetzt nicht allzu weit ausholen, aber ich tue immer wieder Dinge im Leben oder gehe Schritte , die Mut erfordern und mega anstrengend sind. Zb eine Arktisexpedition mit Hundeschlitten, ein neuer Job nach 25 Jahren Intensivstation…. .im Moment lerne ich Norwegisch und plane für einige Jahre dort auf einer Intensivstation zu arbeiten. (Mein Liebeskummerprojekt?) Am Ende wird der Liebeskummer zu einer der tollsten Erfahrungen in meinem Leben führen. (So jedenfalls ist der Plan) Auch eine seit kurzem diagnostizierte Autoimmunkrankheit wird mich nicht aufhalten !!! DAS sind die Dinge die mich glücklich machen….auch ich habe verzweifelte Momente , fühle mich manchmal klein, schwach, unzulänglich. Aber immer nur temporär. Ich würde sagen…..ich bin ein glücklicher Mensch. Genug von mir, ich finde deinen Artikel gut, richtig gut. Scheiss auf 2,3 Rechtschreibfehler. Liebe Grüsse..Gabi ?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Gabi,
      nach deinem Kommentar fühle ich mich mit meiner Ansicht nur noch mehr bestätigt! Das was du schreibst, ist bewundernswert. Du scheinst mehr erlebt zu haben, als die meisten Menschen… Ich wünsche dir auf jeden Fall bei all deinen Projekten viel Glück und Erfolg. Ich war auch mal eine Zeit lang in Norwegen, war aber nicht ganz so meine Welt!
      LG
      p.s. Ich persönlich scheiß nicht so auf die Rechtschreibfehler, weil der Artikel nämlich Korrektugelesen wurde…

      Antworten
  26. Silvia Liebmann
    Silvia Liebmann sagte:

    Hallo Anchu,
    früher bin ich auch diesen kleinen Glücksmomenten hinterher gelaufen und habe gemeint eine neue Tasche hier oder ein schicker Urlaub da würde mich glücklich machen. Heute habe ich erkannt das es so etwas wie ein Rezept zum Glück nicht gibt. In meiner Zeit in Afrika ist mir aufgefallen das Menschen die so viel weniger haben, oftmals nicht einmal ein richtiges Dach über dem Kopf, so viel glücklicher sind als wir. Wie kann das sein? Sie nehmen das Leben wie es kommt. Man kann nicht immer alles ändern oder beeinflussen aber man kann entscheiden wie man die Dinge sieht und auch dem beschissensten Tag kann man etwas positives abgewinnen. Glück ist kein Dauerzustand aber Unglück auch nicht.
    Ich finde deinen Ratgeber gut. Panisch versuchen glücklich zu sein reitet einen nur noch mehr ins Unglück.
    LG Silvia

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Silvia,
      ich war zwar nicht in Afrika, dafür lange Zeit in Südamerika. Und ich habe ähnliche Erkenntnisse gehabt.
      Und genau darüber schreibe ich auch gerade in meinem neuen Buch. Mal schauen, wie es ankommt, wenn es fertig ist.
      LG

      Antworten
  27. Susanne
    Susanne sagte:

    Danke dafür, Anchu. Endlich mal was anderes als diese ständige Rennerei nach dem Glück. Ein (für mich) völlig neuer Blickwechsel. Ich kanns kaum erwarten, Dein Buch zu lesen. Eis verkaufen kannste später immer noch. Mach das hier mal fertig. LG, Susanne
    PS: Die App zum Hintern abwischen hat der Welt noch gefehlt!!!

    Antworten
  28. Sabrina
    Sabrina sagte:

    also ich fand sei en Artikel sehr zutreffend.ich könnte es sehr gut nachvollziehen da ich im Moment selbst in so einer Situation stecke und auf der Suche nach meinem Glück bin.mach weiter so!!!
    p.s. bleib beim Schreiben ????

    Antworten
  29. Carl
    Carl sagte:

    Es gibt ein Video mit Joseph Beuys auf “youtube”,wo er über seine elementare Lebenskrise berichtet, nachdem er von einer Frau verlassen wurde.
    Beuys fiel in eine tiefe Depresseion, die so schwerwiegend war, das Freunde befürchteten er würde seinem Leben ein Ende setzen.
    Beuyswurde von dem Ehepaar “van der Grinten” auf ihren Bauernhof eingeladen, um dort zur Ruhe zu kommen. Beuys arbeitet nach einer Weile auf dem Hof mit, (obwohl er weit davon entfernt war, gesund zu sein) und kam schlisslich, auch nach Gesprächen mit der Bäurin dahinter, das er wieder aufstehen WOLLEN muss. EGAL wie er sich fühle….

    Ich fand das bemerkenswert….. er hat sich auf diese Weise so gut es ging
    selbst “geheilt”, indem er einfach den altbekannten Weg der Selbstüberwindung gegangen ist,…. wie so viele Menschen vor ihm….

    Antworten
  30. Philipp
    Philipp sagte:

    Hallo Anchu,
    als Leser deines ersten Buches und Käufer deiner Kurse , fehlt deinen Büchern zwei Dinge:
    Erstens die gedruckte Form damit ich nicht dauernd vor dem Smartphone sitzen muss um es zu lesen und insbesondere beim jetzigen Buch würde ich mich freuen wie du außerhalb der Mainstreamziele die Fernsehen und Medien prägen um glücklich sein, ein erfülltes Leben führen kann.
    Zb ohne Freundin oder außerhalb vom Nachtleben Spass haben kann.
    Gibt es eine Mail wenn dein Buch raus kommt?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Philipp,
      Zu 1). Ich höre das öfters. Doch die gedruckte Variante anzubieten bedeutet für mich so viel mehr Aufwand und auch Kosten. Warum ließt du das Buch nicht auf einem Kindle oder anderen E-Book Reader?
      Zu 2). In dem neuen Buch wird es ganz stark darum gehen, sich auf die eigenen Werte zu konzentrieren und selbst zu entscheiden, wie man sein Leben lebt. Genau aus dem Grund, den du auflistest. Die Medien und die Mainstreamgesellschaft erklären dir alle, wie du leben solltest. Doch das musst letztendlich du selbst entscheiden.
      LG

      Antworten
  31. Carl
    Carl sagte:

    Ob ich glücklich sein will, oder nicht, darüber habe ich mir selten oder nie Gedanken gemacht. Ich glaube, mich hat was ganz anderes angetrieben. Ich habe mich in meiner Jugend oft gefragt, WOZU das alles???? Was soll das alles bedeuten, was die Leute “Leben” nennen,. Und ich muss zugeben, oft oder meist ANGST vor dem Leben gehabt zu haben. Es lag möglicherweise an einer ungeklärten Familiensitutation, die von den Kriegserlebnissen des Vaters überschattet waren, über die er nie gesprochen hat……

    Vielleicht gehört ihr, du Anchu, und andere zur ersten Generation, deren Eltern nicht mehr zu der Kriegsgeneration gehörten, und so könnt ihr anders ins Leben starten, als wir damals.
    Damals stand für Jugendliche alles im Zeichen der Revolte,…..

    heute habe ich den Eindruck, Heranwachsende wollen entweder sofort reich werden, auf Knopfdruck glücklich sein, oder sich im Staatsdienst absichern. Es gibt auch immer noch die Abenteurlustigen, die die halbe Welt bereisen ( auf der Suche nach einer Antwort..?)

    Was Viele heute nicht kapieren, ist, das sie sehr verwöhnt worden sind – die Konsumgesellschaft alle Arten von Ablenkungs- und Glücksmomenten bereit hält – die Frage ist aber nach wie vor, ob ein Mensch durch kurzfristig befriedigte Gefühle Glück erfährt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carl,
      mein Vater wurde 1940 geboren, also mitten im Krieg.
      Worin du den Sinn des Leben siehst und an welche Stelle du das Glück setzt, musst du selbst entscheiden.
      Auf jeden Fall bin ich nicht der Meinung, dass kurzfristig befriedigte Gefühle glücklich machen – aber das erkläre ich ja auch in dem Artikel.
      LG

      Antworten

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