Was ist der Sinn des Lebens? So findest du deinen Lebenssinn

Was ist der Sinn des Lebens? Warum bin ich hier? Was soll das Ganze eigentlich? In diesem Artikel erfährst du, was der Sinn des Lebens ist, warum sich der Lebenssinn im laufe des Lebens ändert und was du tun kannst, um ein bedeutungsvolles Leben zu leben.

was ist der sinn des lebens lebenssinnEs ist die wohl größte und wichtigste Frage, die sich ein Mensch stellen kann:

Was ist der Sinn des Lebens?

Ohne einen Sinn erscheint unser Leben uns leer und bedeutungslos. Ganz egal, wie viel wir erreichen oder wie erfolgreich wir in den Augen anderer sind.

Du kannst also noch so reich, sexy und selbstbewusst sein, ohne einen tieferen Sinn im Leben wirst du vermutlich nicht glücklich sein. Nicht umsonst gibt es immer wieder weltberühmte oder superreiche Menschen, die sich das Leben nehmen.

Glück und Sinn gehören zusammen wie Bud Spencer und Terence Hill. Oder wie Kino und Popcorn. Oder wie Sonntag und Tatort. Such dir was aus.

Die Sache ist die: Glücksmomente, gute Gefühle und Spaß sind wichtige Bestandteile eines erfüllten Lebens. Doch sie sind bei Weitem nicht genug. Dein Leben braucht auch einen Sinn.

Anders als die meisten Tiere haben wir Menschen die Fähigkeit, über uns selbst nachzudenken.

Während ein Hund also restlos glücklich ist, wenn du ihm eine große Dose Chappi hinstellst und ihn hinter dem Ohr kraulst, sitzt du auf deiner Couch und machst dir Gedanken über den Sinn des Lebens.

Damit du generell glücklich bist, geht es also weniger darum, dass du dich immer gut fühlst, als darum, dass du ein sinnvolles Leben führst.

Du brauchst das Gefühl, dass du die Dinge aus einem bestimmten Grund tust. Dass dein Leben sinnvoll und bedeutungsvoll ist.

Einen Sinn im Leben zu finden ist deshalb eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben.

Was uns wiederum zu der großen Anfangsfrage führt: Was ist der Sinn des Lebens?

Die wichtigsten Punkt aus diesem Artikel erfährst du auch in diesem Video:

Was ist der Sinn des Lebens? Liebe, Glück, das Leben selbst?

Fragt man Menschen nach dem Sinn des Lebens, bekommt man häufig folgende Antworten:

  • Der Sinn des Lebens ist zu leben.
  • Seinen Träumen nachzugehen ist das Wichtigste.
  • Das Leben hat keinen Sinn.
  • Liebe ist der Sinn des Lebens!
  • Der Sinn des Lebens besteht darin, glücklich zu sein.
  • Der Sinn des Lebens? Ach scheiß drauf! Ist doch sowieso alles sinnlos. Und jetzt bring mir noch ein Bier.

Doch was ist die richtige Antwort? Und gibt es überhaupt eine richtige oder falsche Antwort?

Seit Jahrtausenden diskutieren große Denker, religiöse Lehrer, Philosophen und Betrunkene darüber, was der Sinn des Lebens ist.

Manch großer Denker behauptet, das Leben habe keinen tieferen Sinn. Im Buddhismus ist das Ziel des Lebens, unnötiges Leid zu vermeiden. Der griechische Philosoph Aristoteles sah den Sinn des Lebens im Menschsein selbst. Religiöse Anhänger sehen den Lebenssinn oftmals im Glauben. Und in dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis ist die Antwort eines Supercomputers auf die Frage nach dem Sinn des Lebens nach siebeneinhalb Millionen Jahren Rechenzeit schlichtweg die Zahl 42.

Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ist so unterschiedlich wie die Menschen, denen man die Frage stellt. Und das ist die wichtigste Erkenntnis.

Denn was der Sinn des Lebens ist, entscheidest letztendlich du.

Genauso wie du dich morgens dazu entscheidest, rote statt schwarze Unterwäsche zu tragen, kannst du entscheiden, was der Sinn deines Leben sein soll.

Der Sinn des Lebens? Such dir was aus!

was ist der sinn des lebens lebenssinn

Was ist der Sinn des Lebens? Falsche Frage, Kumpel!

Falls du also auf der Suche nach dem Sinn des Lebens bist, solltest du dich nicht fragen, was der Sinn des Lebens ist. Das wird dich vermutlich nicht weiterbringen.

Stattdessen solltest du die Frage ein wenig umformulieren und dich Folgendes fragen:

Was gibt meinem Leben Sinn?

Statt also nach dem Sinn im Leben zu suchen, als wäre er eine verloren gegangene Socke geht es darum, dass du deinem Leben einen tieferen Sinn gibst.

Interessant, Anchu. Aber wie mach ich das? Wie kann ich meinem Leben einen Sinn geben?

Schön, dass du fragst.

Deinem Leben einen Sinn zu geben bedeutet vor allem, dass du ein Leben basierend auf deinen eigenen Werten führst.

Was der Sinn des Lebens mit deinen Werten zu tun hat

Kaum jemand kann mehr über den Sinn des Lebens sagen als Viktor E. Frankl. Frankl war ein jüdischer Psychologe, der von 1942 bis zum Kriegsende 1945 im Konzentrationslager saß.

Die Lebensbedingungen waren unmenschlich. Jeder Gefangene bekam zwei Stücke Brot – pro Woche. Eintausendfünfhundert Menschen waren in einer Baracke untergebracht, die für Zweihundert gedacht war. Dazu kam die brutale Kälte im Winter und Arbeit bis zur totalen Erschöpfung.

Frankl berichtete, wie ein kleiner Junge eines Tages zum Arzt gebracht wurde, weil seine Füße erfroren waren. Es gab keine Schuhe in seiner Größe, also musste er bei Schnee den ganzen Tag lang barfuß arbeiten. Der Arzt zog mit einer Pinzette den kompletten großen Zeh von seinem Fuß ab, bis nur der Knochen übrig blieb. Das Fleisch war komplett abgestorben.

Viele der Gefangenen konnten die täglichen Qualen nicht ertragen und begingen Selbstmord, in dem sie in die mit Starkstrom geladenen Stacheldraht-Zäune liefen.

In seinem Bestseller „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ schildert er die unmenschlichen Bedingungen im Konzentrationslager und gibt einen tiefen Einblick in die Psyche der Gefangenen.

Er erklärte, dass es weder die physische noch die psychische Stärke war, die darüber entschied, ob die Gefangenen am Leben blieben. Der alles entscheidende Faktor – abgesehen vom Zufall – war, ob die Gefangenen den Zugang zu etwas fanden, das ihnen sinnvoll erschien.

Die Gefangenen, die überlebten, waren die, die an etwas Größerem festhielten als sie selbst:

  • Die Verantwortung gegenüber einem geliebten Menschen, der vielleicht auf sie wartete.
  • Unvollständige Arbeit, die sie noch unbedingt erledigen wollten.
  • Anderen Menschen zu helfen oder ihnen etwas von ihrem Wissen weiterzugeben.

Es waren diejenigen Gefangenen, die sich mir ihren tiefsten Werten und etwas wirklich Wichtigem verbinden konnten, die überlebten.

Trotz all der Unmenschlichkeit und all des Grauens entschied sich auch Frankl immer wieder dazu, an etwas Bedeutungsvollem festzuhalten.

So half er im KZ anderen Gefangen. Auch der Gedanke, seine geliebte Frau irgendwann wieder in den Armen zu halten, trieb ihn an.

Frankl lebte unter unmenschliche Bedingungen, erlebte extreme Ungerechtigkeit und blickte täglich dem Tod ins Auge.

Doch in all dieser Unmenschlichkeit, in all diesen Qualen und in all dem Schmerz fand er trotzdem einen Sinn. Und dieser gab ihm die Kraft, den Mut und die Ausdauer, die er zum Überleben brauchte.

Frankl verlor im Konzentrationslager zuerst seinen Vater, dann seine Mutter und zuletzt auch seine Ehefrau. Doch er selbst überlebte die Qualen. 1947 heiratete er zum zweiten Mal. Die Ehe hielt bis zu seinem Tod im Jahr 1997. Frankl wurde 92 Jahre alt, schrieb 32 Bücher und erhielt 29 Ehrendoktortitel.

Die meisten von uns werden zum Glück nie solche traumatischen Erfahrungen machen. Doch unsere Werte spielen trotzdem eine enorm wichtige Rolle in unserem Leben.

Werte sind der Schlüssel zu einem sinnvollen Leben

Wenn du ein Leben lebst, das auf deinen Werten basiert, erscheint dir dieses sinnvoll, erfüllend und schön – selbst wenn dir Negatives widerfährt oder es nicht immer einfach ist.

Und das ist auch eines der großen Probleme unserer modernen Gesellschaft.

Jahrtausende lang lebten Menschen nach den Werten und Idealen ihres jeweiligen Stammes oder ihrer Religion. Und nach diesen Werte und Idealen zu leben gab den Menschen einen Sinn. Sie glaubten an etwas Größeres als sie selbst.

Doch heutzutage haben die meisten Menschen keine starken Werte mehr. Werte und Ideale wurden ersetzt durch Statussymbole, Konsum, Anerkennung und den Wunsch, sich immer gut zu fühlen.

Lebst du basierend auf deinen Werte, erscheint dir dein Leben sinnvoller

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Warum sind in der westlichen Welt so viele Menschen unzufrieden, obwohl sie sich ihren Einkauf nach Hause liefern lassen können, Autositze haben, die sie massieren, und ihr größtes Problem darin besteht, das passende Outfit für den veganen Brunch am Samstagvormittag zu finden?

Weil sie keine starken Werte haben. Ihnen fehlt das Warum.

Ja, es ist so simpel. Wenn Menschen nicht das Gefühl haben, ein bedeutungsvolles Leben zu führen, liegt das meistens daran, dass sie keine starken Werte haben.

Ihr Leben besteht darin, den neuesten Modetrends hinterherzulaufen, nach Mallorca in den Urlaub zu fliegen, Karriere zu machen, Selfies auf Social Media zu posten und 3,7 Mal die Woche Sex zu haben.

In dem Moment, in dem du entscheidest, nach deinen eigenen Werten zu leben, wird dein Leben automatisch auch mehr Sinn bekommen. Oder anders gesagt: Du gibst deinem Leben mehr Sinn.

Wenn ich beim Schreiben zum Beispiel nur daran denke, mehr Geld zu verdienen, fällt es mir verdammt schwer. Das Schreiben erscheint mir dann eintönig, sinnlos und mir fehlt die Motivation.

Wenn ich mir beim Schreiben jedoch bewusst mache, dass ich durch meine Worte andere Menschen inspiriere und ihnen helfen kann, erfüllt es mich.

Das Schreiben erscheint mir dann sinnvoll, weil ich mich mit meinen Werten verbinde und dadurch das Gefühl habe, etwas Wichtiges und Bedeutungsvolles zu tun.

Der Sinn des Lebens verändert sich

Oft glauben die Menschen, dass die Frage nach dem Sinn des Lebens eine einmalige Angelegenheit ist – wie ein wilder One-Night-Stand mit einem Unbekannten.

Doch die Frage nach dem Sinn im Leben taucht immer wieder auf. Denn der Sinn unseres Lebens verändert sich meistens im Laufe der Zeit.

Wieso?

Weil wir uns verändern.

Beeinflusst durch unser Umfeld und unsere Erfahrungen verändern sich unsere Ansichten, unsere Einstellung und unsere Werte.

In verschiedenen Lebensphasen legen wir deshalb auch auf verschiedene Dinge Wert. Und damit verändert sich auch oft unserer Lebenssinn.

Der Sinn des Lebens wird sich für dich verändern, da du dich veränderst

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Als Jugendlicher besteht dein Lebenssinn vor allem darin, cool zu sein, den Führerschein zu machen und zum ersten Mal Sex zu haben.

Falls du gerade Anfang Zwanzig bist und deine Ausbildung oder dein Studium beendet hast, ist dir vermutlich besonders wichtig, einen guten Job zu bekommen und Karriere zu machen.

Hast du hingegen gerade dein erstes Kind bekommen, dreht sich in deinem Leben verdammt viel um deinen Nachwuchs und du wirst versuchen, eine möglichst gute Mutter oder ein guter Vater zu sein. So behaupten viele Eltern zum Beispiel, dass ihre Kinder einen großen Teil ihres Lebensinns ausmachen.

Falls du schon ein wenig älter bist und die letzten 30 Jahre in eine große Karriere gesteckt hast oder in die Erziehung deiner Kinder, werden sich deine Prioritäten, Ansichten und auch dein Lebenssinn wieder verändern.

Und wenn du 85 bist, besteht dein Lebenssinn vermutlich darin, dich morgens alleine anzuziehen und zum Bingo zu gehen.

Große Veränderungen im Leben, Schicksalsschläge oder Sinnkrisen werden deinen Lebenssinn immer wieder beeinflussen oder sogar verändern. Und das ist OK.

So wie du dich veränderst, verändert sich auch das, was deinem Leben Sinn gibt.

Warum Glück kein guter Lebenssinn ist

Viele Menschen glauben, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein.

Und obwohl du selbst entscheiden kannst, was der Sinn deines Lebens ist, ist Glück keine gute Wahl. Lass mich das erklären.

Vermutlich ist dir auch schon aufgefallen, dass Glück schwer greifbar ist.

Denn wie definiert man das Glücklichsein?

  • Bin ich glücklich wenn ich gerade shoppen war und die perfekte Hose gefunden habe?
  • Besteht das Glück darin, generell zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein, obwohl nicht immer alles perfekt ist?
  • Ist pures Glück nicht all die Momente, in denen ich einfach nur mein Leben genieße und nicht darüber nachdenke, ob ich gerade glücklich bin?

Glück ist kaum zu definieren, weil die Grenzen zu Spaß, Genuss, Gelassenheit oder Zufriedenheit fließend sind.

Doch mal ganz davon abgesehen, dass wir das Glücklichsein nur schwer definieren können, gibt es auch keinen klar definierten Weg zum Glück. Es gibt keine simple 5-Schritte-Anleitung.

Falls du zum Beispiel abnehmen möchtest, weißt du, was tun solltest (das Schwierige liegt in der Umsetzung):

  • Mach regelmäßig Sport.
  • Iss weniger und gesünder.
  • Mach einen großen Bogen um Chips, Süßigkeiten, All-you-can-eat-Buffets und 2×1 Cocktail-Angebote.

Doch wie sieht das mit dem Glücklichsein aus?

Das Glücks-Paradoxon

Das Paradoxe am Glück ist, dass du, je mehr Bedeutung du dem Glücklichsein gibst, wahrscheinlich umso unglücklicher bist.

Je mehr du also versuchst, glücklich zu sein, desto weniger bist du es.1 Das ist auch der Grund, warum Menschen, deren Ziel es ist, glücklich zu sein, in der Regel unglücklicher sind.2

Die Sache ist die: Glück ist kein Endziel, dass du erreichst, wenn du deine drei wichtigsten Lebensziele errungen oder dein größtes Problem gelöst hast.

Ein Sixpack, mehr Erfolg beim anderen Geschlecht oder Geld ohne Ende sind noch lange keine Garantie für mehr Glück. Eine Weltreise, ein eigenes Haus oder mehr Selbstbewusstsein auch nicht.

Glück ist kein Endziel

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Es gibt Menschen, die all ihre Ziele erreichen, erfolgreich sind, gut aussehen und trotzdem unglücklich sind. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die alles verloren haben und trotzdem glücklich sind.

Glück ist ein Nebenprodukt, das vor allem dadurch entsteht, dass du ein sinnvolles und bedeutungsvolles Leben lebst. Und genau deshalb sollte Glück nicht der Sinn deines Lebens sein.

Was ist der Sinn des Lebens, wenn ich doch sowieso irgendwann sterbe?

Manche Menschen glauben, das Leben habe keinen Sinn, weil es früher oder später sowieso zu Ende ist. Dabei verhält es sich genau andersherum!

Es mag paradox klingen, doch es ist der Tod, der deinem Leben einen Sinn gibt.

Stelle dir vor, du wärst unsterblich. Du hättest keinen Ansporn mehr, überhaupt etwas zu tun. Schließlich würde es keine Konsequenzen haben, etwas zu tun oder es nicht zu tun. Vermutlich würdest du die Dinge immer auf morgen verschieben, in der Gewissheit, dass du ja ewig Zeit hast.

Wärst du unsterblich, würde dein Leben an Sinn und Intensität verlieren.

Die schönen Dinge sind schön, weil sie endlich sind. Warum genießt du Sex, ein leckeres Abendessen oder einen interessanten Film?

Weil du weißt, dass sie nur eine bestimmte Dauer haben. Es ist das absehbare Ende, das die Dinge interessant, sinnvoll und intensiv macht.

Der Tod ist die ultimative Deadline, die deinem Leben mehr Sinn verleihen kann

was ist der sinn des lebens lebenssinn

Wir verbinden mit dem Tod meistens Angst, Trauer und Schmerz. Doch letztendlich ist es der Tod, der unserem Leben einen Sinn gibt.

Deshalb solltest du dich öfter an deine eigene Sterblichkeit erinnern.

Wie der Tod helfen kann, deinem Leben einen Sinn zu geben

Es hat sich herausgestellt, dass Menschen, die sich mehr Gedanken über den Tod machen, ihr Leben als sinnvoller betrachten.3

Warum?

Weil der Tod die ultimative Deadline ist, die sie daran erinnert, worum es in ihrem Leben gehen soll. Der Gedanke an die eigene Sterblichkeit führt dazu, dass Menschen sinnvolle Ziele im Leben verfolgen.

Und genau deshalb es ist so machtvoll, wenn du dir immer wieder bewusst machst, dass du früher oder später sterben wirst.

Was würdest du zum Beispiel noch tun wollen, wenn du nur noch ein Jahr zu Leben hättest?

  • Was würdest du noch erleben wollen?
  • Was würdest du der Nachwelt hinterlassen wollen?
  • Mit welchen Menschen würdest du deine Zeit verbringen?
  • Beim würdest du dich entschuldigen?
  • Zu wem sagen, dass du ihn liebst?

Dich regelmäßig daran zu erinnern, dass du nicht für immer leben wirst, ist der beste Weg, um ein sinnvolles Leben zu leben.

Stelle dir vor, schon bei deiner Geburt wüsstest du, wann du sterben wirst. Du hättest einen fixen Todeszeitpunkt, so wie ein Vanillejoghurt ein Verfallsdatum hat.

Dein Leben wäre sinnvoller!

Du würdest dir genauer überlegen, was du in deinem Leben tun möchtest, was du von der Welt sehen willst, wie dich Menschen in Erinnerung behalten sollen und was du der Nachwelt hinterlassen wirst.

Doch keiner von uns weiß, wann sein Ende kommt. Und das führt dazu, dass wir Leben, als wären wir unsterblich.

Wir reiben uns an Kleinigkeiten auf, verschieben unsere Träume in die Zukunft und schaffen es nicht, das Schöne im Alltäglichen zu sehen. Stattdessen regen wir uns darüber auf, dass wir im Stau stehen, kein teures Auto besitzen und es schon wieder an der Zeit ist, sich die Schamhaare zu entfernen.

Stell dir nur mal vor, wie intensiv du alles wahrnehmen würdest, wenn du wüsstest, du stirbst nächste Woche.

Du würdest dich nicht mehr darüber aufregen, dass du im Stau stehst oder dass die Bahn 10 Minuten Verspätung hat. Du würdest es nicht als alltäglich hinnehmen, dass es Menschen gibt, die dich lieben. Du würdest jede einzelne Sekunde voll auskosten und das Leben in all seinen Facetten genießen.

Und genau deshalb, solltest du öfter an den Tod denken.

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  1. Gruber J, Mauss IB, Tamir M. (2011). A Dark Side of Happiness? How, When, and Why Happiness Is Not Always Good. Perspect Psychol Sci. 2011 May;6(3):222-33. doi: 10.1177/1745691611406927.
  2. Schooler, Jonathan & Ariely, Dan. (2018). The pursuit and assessment of happiness may be self-defeating.
  3. King LA, Hicks JA, Abdelkhalik J. (2009). Death, life, scarcity, and value: an alternative perspective on the meaning of death. Psychol Sci. 2009 Dec;20(12):1459-62. doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02466.x. Epub 2009 Oct 30.
24 Kommentare
  1. Richard
    Richard sagte:

    Ein toller Artikel, wie immer Anchu!
    Ich verfolge dich schon länger und man merkt einfach, wie deine Artikel immer mehr Tiefe bekommen.
    Es ist schön zu sehen, wie du dich entwickelst und dadurch immer reflektierter und besser schreibst.
    Zu diesem Artikel: Das mit dem Tod hatte ich so nicht auf dem Schirm, klingt aber völlig einleuchtend. Darüber werde ich mir auf jeden Fall demnächst ein paar Gedanken machen…
    Mach weiter so!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Richard,
      danke dir! Schön, dass dir das mit der Tiefe auffällt. Denn das gleiche Gefühl habe ich auch…
      Das mit den Gedanken an den Tod hat mir auf jeden Fall schon oft dabei geholfen, mehr Klarheit und Fokus zu gewinnen.
      LG

      Antworten
  2. Gustav
    Gustav sagte:

    Hi Anchu.
    Geiler Artikel!
    Ich persönlich sehe glücklich zu sein schon als Ziel für mich. Aber ich unterscheide zwischen “glücklich sein” und “mich gut fühlen”.
    Wenn ich einen leckeren Donut esse oder einen Actionfilm gucke, fühle ich mich gut, aber ich bin nicht unbedingt glücklich. Und wenn ich einen super anstrengenden Tag hinter mir hab und fix und fertig mit Muskelkater im Bett liege, fühle ich mich zwar halb tot und schwach, aber ich kann glücklich und zufrieden sein.
    Dieses “glücklich sein” ist ein Ziel von mir. Und ich merke immer wieder, dass ich dafür auch ab und zu den Weg gehen muss, bei dem ich mich nicht “gut fühle”.
    Danke für den Artikel, hat mich wieder mal zum Nachdenken angeregt :)

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Gustav,
      ich verstehe genau, was du meinst. Denn auch in meinem neuen Buch “Scheiß drauf!” schreibe ich viel darüber. Negative Erfahrungen sind wichtig und machen uns langfristig oftmals glücklicher.
      LG

      Antworten
  3. Jean - Paul
    Jean - Paul sagte:

    Hi Anchu,

    wirklich schöner Artikel. Ein guter Freund rät mir immer ” frag nie nach dem Sinn des Lebens ” ich mach´s natürlich trotzdem und bin meistens auch nicht schlauer. Deshalb habe ich für mich entschieden das der Sinn des Lebens …. leben ist, so habe ich es Dir auch bei Deiner Umfrage auf FB mitgeteilt und es hat seinen Weg in Deinen Artikel gefunden :) Die Sinn stiftenden Maßnahmen die Du beschreibst finde ich gut und werde die mal in nächtlicher Runde bei meinen Kumpels mit einfließen lassen. Mach weiter so, und Du hast Recht ! Der Sinn Deines Lebens scheint die Inspiration Deiner Mitmenschen. Viel Erfolg weiterhin dabei !

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Jean-Paul,
      es freut mich, dass dir der Artikel gefällt. Ja, letztendlich sollte jeder seinen eigenen Lebenssinn finden. Und wenn deiner einfach nur “leben” ist, ist das doch super!
      LG und danke für deine Teilnahme an der “Umfrage”!

      Antworten
  4. TeteGina
    TeteGina sagte:

    Ciao Anchu, dein aktueller Beitrag mi piace molto, voallem die Betrachtungsweise mit dem Tod. Ich habe mich gestern noch mit meinem Freund darüber unterhalten. Er meinte – ewig leben wäre doch nur dann attraktiv, wenn wir alle 50 Jahre einen “Reset Knopf” auslösen könnten. Heißt: alle bisher gemachten Erfahrungen streichen bzw.wieder auf Null setzen und von Neuem beginnen, alles andere wäre doch sonst irgendwann quälend langweilig – oder?
    Ich mag ein Zitat besonders gerne von Cary Grant, was den Sinn des Lebens betrifft: “Meine Lebensformel ist recht einfach. Ich stehe morgens auf und gehe abends zu Bett. Dazwischen beschäftige ich mich, so gut ich kann.” Ciao Ciao Anchu ich wünsche dir für heute noch einen sinnvollen Tag :-) Tete
    Und dieses Zitat von ihm finde ich auch genial: “Jeder wäre gerne Cary Grant. Sogar ich wäre gerne Cary Grant.” ;-)

    Antworten
  5. Zoë Renner
    Zoë Renner sagte:

    Hi Anchu,
    für mich ist der Ausspruch “der Sinn des Lebens ist es, dem Leben einen Sinn zu geben” immer sehr präsent – und ich finde, diesen Sinn kann man tatsächlich jedes Jahr, jeden Monat, jeden Tag neu formulieren. Je nach dem, was man erlebt, was einen gerade prägt, wie sich die Prioritäten verschieben. Hauptsache, man hat das Gefühl, seine Zeit möglichst sinnvoll zu nutzen. Sehr guter Artikel! :)
    Liebe Grüße
    Zoë

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Zoë!
      Das finde ich eine super Einstellung. Denn tatsächlich kann sich der Sinn des Leben nicht nur über die Jahre verändern, sondern sogar wöchentlich oder auch täglich. Auch wenn ich der Meinung bin, dass ein tatsächlicher Lebenssinn sich nicht jede Woche komplett ändert, sondern über die Zeit hinweg entwickelt – genauso wie wir.
      LG

      Antworten
  6. Ingo
    Ingo sagte:

    Hi Anchu,
    ich denke, wer sich richtig mit sich selbst und seinen Ego´s beschäftigt, hat gar keine Zeit mehr, sich nach dem Sinn des Lebens zu fragen. Bezüglich des Todes lautet meine Devise, es gibt keine Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit! Toller Artikel und sehr gut geschrieben, finde ich.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Ingo,
      danke für dein Lob. Ich denke, jeder sollte sich die Zeit nehmen und sich nach Sinn des Lebens fragen. Aus dem simplen Grund, dass es unser Leben besser machen kann. Aber das ist natürlich nur meine Meinung…
      LG

      Antworten
  7. Marcel Azeroth
    Marcel Azeroth sagte:

    Schöner Artikel!
    Frankls Leben/Buch ist wirklich unglaublich krass. Für mich immer noch unvorstellbar, wie er in dieser Situation war und dennoch seinen Frieden mit schließen konnte. Besonders hängen geblieben ist mir der Absatz, in dem er sagt, dass wir immer das Leben fragen, was sein Sinn ist, aber es genau umgekehrt ist. Das Leben fragt uns, was unser Sinn ist. Damals musste ich das Buch erstmal weglegen und eine halbe Stunde die Wand anstarren, um meine Gedanken zu sortieren.

    Cheers,

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Marcel,
      es ist schon eine Weile her, dass ich das Buch gelesen habe. Aber ich erinnere mich, dass es auch mir ein paar Mal zu heftig und ich eine Lesepause einlegen musste.
      Krasses Buch.
      LG

      Antworten
  8. Carl
    Carl sagte:

    Frankl wird oft und gern zitiert, wenn es um diese Frage geht.
    Aber auch Frankl hinterlässt eine Lücke bzw eine Frage, die schwer zu beantworten ist.
    Was ist zB wenn der geliebte Mensch, für den du dich engagiert hast, oder der dir Lebenssinn gibt, sich als Arschloch entpuppt. Ausserdem ist er sterblich, und mit ihm stirbt dann auch deine Lebenaufgabe.?
    Was, wenn all deine erfüllten Lebenaufgaben sich zum Schluss als endlich, oder für andere als relativ nebensächlich enpuppen?

    Frankls Aussagen befriedigen nicht bis in Letzte . Er hat sich bei seinen Aussagen am tatsächlichen Leid einer unmittelbar physisch erfahrbaren Situation orientiert. Das aber tut jeder, absolut jeder, der sich in einer verlgeichbaren Lage befindet…
    Ich muss bei solche Sachen immer an Hemmingway denken. Er hatte alles, was ein Mensch sich für ein befriedigendes Leben nur wünschen konnte. Ruhm. Frauen. Erfolg. Ja er hat die Literaur erneuert oder neu begründet.
    Als er jedoch merkte, das sein Gehirn nachliss, er nur noch sporadisch schreiben konnte, und oft genug auch Mist fabrizierte, hat er es nicht mehr ausgehalten, und sich das Hirn in den Drink geballert. Eine letzte Heldentat? Mutig? Sinnvoll? Er hatte ja alles in der Hand, was das Leben sinnvoll machen kann?!
    Warum hat er sich von Depressionen überwältigen lassen, und auch das letzte Stadium des Lebens nicht aktzeptieren können?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Zu Hemmingway: Meine Vermutung – Weil er unfähig war, sich selbst neu zu erfinden. Er hatte eine sehr starre Identität und als die bröckelte, brach alles zusammen. Er war also nicht fähig, seinem Leben eine neue Richtung zu geben.
      Und das gleiche Konzept dient auch als Antwort zu Frankl. Wenn du auf das falsche Pferd gesetzt hast, sei fähig, umzusatteln. Was dich definiert, kontrolliert dich…
      LG

      Antworten
      • Carl
        Carl sagte:

        Hmmm.- Gut geantwortet. Obwohl du auf meine Frankl Kritik nicht direkt eingangen bist. Okay lassen wir es dabei. Das mit Frankl hat bei mir auch was mit einer persönlichen Erfahrung zu tun…..

        Das mit Hemmingway hat mich länger beschäftigt, ich weiss das es bei dem Thema nicht direkt um deinen Artikel geht, und könnte deiner Antwort zustimmen,…wenn mir bei Hemmingway nicht immer ein Rest Un- oder Missbehagen zurückblieb, wenn ich seine Texte gelesen habe. Irgendwann wurde mir klar, das irgendwas unterschwellig grausames, unerbittlich Hartes in allen Texten mitschwingt, so dass ich nie länger als ein paar Kurzgeschichten durchhielt.

        Antworten
  9. Ingo Gorges
    Ingo Gorges sagte:

    Hallo Anchu, danke für den tollen Artikel. Es ist wirklich die Frage des Warum. Warum stehe ich morgens auf? Warum mache ich dies, warum mache ich das usw. Ich denke, wer immer wie die Kinder nach dem warum fragen, der findet seinen Weg. Liebe Grüße Ingo

    Antworten
  10. Roland S.
    Roland S. sagte:

    Hi Anchu.
    Eine kleine Info zu dem Buch “Per Anhalter durch die Galaxis”
    Die Zahl 42 ist im Ascii code ein Stern. Also ein Asterix, welches “kann für alles eingesetzt werden” bedeutet.
    Damit ist die 42 kein Witz sondern das was man daraus macht.
    Lg Roland

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Roland,
      danke, das ist ja mal eine super interessante Info! Höre ich zum ersten Mal, obwohl ich über die Antwort 42 einiges recherchiert habe…
      Scheinen also nicht allzu viele zu wissen!
      LG

      Antworten

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