Positiv denken lernen in 5 simplen Schritten (2019)

Die meisten Menschen wollen positiv denken.

Schließlich macht eine positive Einstellung Vieles im Leben leichter und schöner.

Doch kann man überhaupt positiv denken lernen?

Die kurze Antwort lautet: Ja!

Aber nur, wenn du es richtig machst …

Denn positives Denken bedeutet nicht, das Glas immer halb voll zu sehen, sich alles schön zu reden oder ausschließlich positive Gedanken zu haben.

Ganz im Gegenteil.

Denn dieses „falsche Verständnis“ von positivem Denken kann sogar gefährlich sein.

In diesem Artikel erfährst du deshalb, wie positives Denken wirklich funktioniert und wie du es dauerhaft schaffst, gute Gedanken zu erzeugen.

Zuerst betrachten wir jedoch, welche Fehler die meisten Menschen beim positiven Denken machen.

Positiv Denken lernen: Gefahren und Fehler

Wie glücklich und erfolgreich du bist, hängt maßgeblich von der Qualität deiner Gedanken ab.

Schon Buddha sagte:

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Doch das soll noch lange nicht bedeuten, dass du immer alles zu 100% positiv sehen musst – denn das kann auch nach hinten losgehen.

Leider ist mittlerweile ein ungesunder Kult rund um das „positive Denken” entstanden.

  • Überdrehte Motivationsgurus behaupten, man solle das „Un-“ aus dem Wort „Unmöglich“ streichen.
  • Esoterik-Ratgeber empfehlen, jegliche Art von negativen Gedanken zu vermeiden, um somit nur Positives anzuziehen.
  • Erfolgstrainer fordern auf, die Möglichkeit des Scheiterns erst gar nicht zu erwägen.

Durch dieses falsche Verständnis von positivem Denken glauben viele Menschen, sie müssten alle negativen Gedanken unterdrücken, sich immer alles schönreden und nur noch positive Gedanken zulassen.

Doch diese hyper-optimistische Ich-schaffe-alles-und-denke-immer-positiv Einstellung geht oftmals gewaltig nach hinten los.

Mit dem positiven Denken verhält es sich so, wie mit vielem Anderen im Leben: Es kommt auf die richtige Anwendung an.

Unrealistisches positives Denken macht wenig Sinn und kann sogar schädlich sein.

Gefahren des positiven Denkens

Eine große Gefahr ist, dass du reale Risiken und Gefahren unterschätzt:

  • Du gehst nicht zum Arzt, obwohl du einen Knoten in der Brust ertastet hast.
  • Du investierst dein letztes Geld in riskante Aktien.
  • Du fährst betrunken Auto.
  • Du versuchst dich selbstständig zu machen, ohne geprüft zu haben, ob es für deine Idee überhaupt einen Markt gibt.
  • Du bereitest dich nicht gut genug auf ein Vorstellungsgespräch vor.
  • Du hast ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Die Rechtfertigung für solche und ähnliche Entscheidungen lautet immer: „Es wird schon gut gehen.“

Ein Freund von mir reist seit Jahren ohne Versicherung um die Welt, weil er „weiß“, dass ihm nichts Schlimmes passieren wird.

Vor einiger Zeit war er in Mexico. Nach einem Saunagang wurde er ohnmächtig. Durch den harten Aufprall auf dem Boden zog er sich eine schwere Gehirnerschütterung zu, die ihn fünf Wochen lang ans Bett fesselte.

Reale Risiken wahrzunehmen bedeutet noch lange nicht, dass du ein Pessimist bist.

Ganz im Gegenteil.

Es zeugt von Weisheit und Erfahrung.

Das größte Problem: Die Positiv-Denken-Falle

Das größte Problem beim positiven Denken entsteht, wenn du zwanghaft versuchst, positive Gedanken zu erzeugen.

Ich nenne das Ganze die Positiv-Denken-Falle.

Sicherlich kennst du das Gedankenspiel, in dem es darum geht, nicht an etwas zu denken:

Denke nicht an einen Eisbär. Denke nicht an Schokokuchen. Denke nicht an Oral-Sex.

Und schwupps, schon denkst du genau daran.

Je mehr du jetzt versuchst, nicht daran zu denken, desto stärker werden die Gedanken. Das liegt daran, dass Gedanken eher wiederkehren, wenn du sie unterdrückst.1

Und genau hier entsteht das erste Problem beim positiven Denken.

Wenn du immer positiv denken möchtest, wirst du negativen Gedanken verdrängen. Das führt jedoch dazu, dass diese noch stärker werden und vermehrt auftauchen.

Und jetzt kommt das zweite Problem. Du verurteilst dich für deine negativen Gedanken.

„Ich verlange wirklich nicht viel von mir! Aber dass ich es noch nicht mal schaffe, ein wenig positiver zu denken, ist ja wohl der Gipfel! Ich bin so ein Versager und Nichtsnutz. Ich habe es echt nicht verdient, glücklich und erfolgreich zu sein …“

Dich für deine negativen Gedanken zu verurteilen führt wiederum dazu, dass du noch mehr negative Gedanken hast und dich noch beschissener fühlst.

Willkommen in der Positiv-Denken-Falle!

All das ist übrigens wissenschaftlich bestätigt.

Laut der modernen Psychologie führt zwanghaftes positives Denken dazu, dass Menschen unglücklicher sind, sich nicht selbst akzeptieren2 und weniger Motivation haben.3

Du kannst nicht nur positive Gedanken haben – und das ist ok

Je mehr du also versucht, um jeden Preis positiv zu denken, desto mehr negative Gedanken hast du.

Was ist also die Lösung?

Dass du locker lässt!

Wenn du die negativen Gedanken einfach nur als weitere Gedanken betrachtest, ohne zu werten und ohne sie unterdrücken zu wollen, werden sie früher oder später weiterziehen.

Verurteilst du dich für deine negativen Gedanken jedoch, kreierst du noch mehr negative Gedanken und verlierst dich in ihnen.

Mehr dazu in diesem Video:

Der springende Punkt ist der: Letztendlich haben wir viel weniger Einfluss auf unsere Gedanken als wir häufig glauben.

Wir können unsere Gedanken zwar beeinflussen, doch dieser Einfluss ist relativ gering. Forscher schätzen, dass wir im Durchschnitt zwischen 25.000 und 60.000 Gedanken pro Tag haben.

Doch weder du, noch ich, noch Batman können alle diese Gedanken kontrollieren.

Versuche also nicht krampfhaft, negative Gedanken in positive umzuwandeln.

Übe dich stattdessen darin, deine negativen Gedanken zu akzeptieren und zu beobachten.

Das wird dir viel mehr bringen als zwanghaft deine Gedanken verändern zu wollen.

Positiv Denken lernen in 5 Schritten

Wir haben jetzt gesehen, was positives Denken nicht bedeutet. Lass uns nun sehen, wie positives Denken wirklich funktioniert – und wie du es lernen kannst.

Die 5 Tipps kannst du dir auch als Video anschauen:

1. Fokussiere dich auf das, was du willst

Seit dem ich 15 Jahre alt bin, fahre ich Mountainbike (im Alter von 20 Jahren war ich sogar kurz davor, Profi zu werden).

Wenn du mit dem Mountainbike eine schwierige Abfahrt fährst, gibt es eine goldene Regel:

„Schaue dort hin, wo du hinfahren willst und NICHT auf die Hindernisse.“

Denn wenn du auf die Hindernisse schaust (Steine, Bäume, Schlaglöcher, etc.) fährst du genau dorthin.

Das soll nicht heißen, dass man die Hindernisse ignorieren soll. Es geht darum, alle Hindernisse wahrzunehmen, sich jedoch dann auf den Weg zu fokussieren, den man fahren möchte.

Vermutlich fährst du kein Mountainbike.

Doch die gleiche Regel gilt auch im Leben:

Nimm die Risiken und Hindernisse wahr, aber konzentriere dich auf das, was du willst.

Fokussiere dich auf, was du willst

Leider machen viele Menschen das Gegenteil.

Sie konzentriere sich auf das, was sie nicht wollen:

  • Ich will nicht mehr Single sein.
  • Ich möchte nicht mehr übergewichtig sein.
  • Ich will keinem Beruf mehr nachgehen, der mich nicht erfüllt.
  • Ich möchte nicht mehr so unsicher und schüchtern sein.

Diese Denkweise führt dazu, dass du dich auf das Negative in deinem Leben konzentrierst.

Deine Energie (mental wie emotional) folgt deinem Fokus. Wenn du ständig auf den Baum schaust, fährst du auch gegen den Baum.

Verstehe das nicht falsch. All das soll nicht heißen, dass du die Umstände in deinem Leben ignorierst.

Wenn du Single bist, bist du Single. Wenn du übergewichtig bist, bist du übergewichtig. Wenn du deinen Beruf so sehr hasst, wie die meisten Männer ihre Schwiegermutter, dann hasst du deinen Beruf.

Du sollst dir die Umstände in deinem Leben nicht schöner reden als sie sind.

Doch du sollst dich auf das konzentrieren, was du willst:

  • Ich möchte einen liebevollen Partner finden.
  • Ich will einen schlanken und attraktiven Körper haben.
  • Ich möchte einen erfüllenden Beruf finden.
  • Ich möchte selbstbewusst und offen auf andere zugehen.

Verändere deinen Fokus auf das, was du willst. Und du wirst automatisch positiver Denken (und es eher erreichen).

2. Es gibt keine Realität – Positiv Denken ist eine Entscheidung

Mach dir bewusst, dass die Dinge per se nicht positiv oder negativ sind.

Es ist immer erst unsere Bewertung, die Dinge zu etwas Positivem oder Negativen macht.

Um es in den Worten der Schriftstellerin Anaïs Nin zu sagen:

“Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.”

Das bedeutet: Du kannst frei entscheiden, wie du die Dinge siehst!

Du entscheidest, wie du die Dinge siehst

Nehmen wir an, dass du deinen Job verloren hast.

Das ist ein Fakt. Mehr nicht.

Ob es etwas Negatives oder etwas Positives ist, entscheidest nämlich du.

Vielleicht denkst du dir gerade, was an einem Jobverlust denn bitte positiv sein kann.

Nun, da gibt es Einiges:

  • Du kannst dich darüber freuen, dass du jetzt erst mal ein paar Tage nicht arbeiten musst.
  • Du kannst diesen Jobverlust als einen Neustart sehen. Vielleicht möchtest du einem anderen Beruf nachgehen oder sogar in eine andere Stadt oder ein anderes Land ziehen.
  • Du überlegst, warum du rausgeschmissen wurdest und was du nächstes Mal besser machen kannst.

Die Medaille hat immer zwei Seiten

Egal, was deine Situation ist: Die Medaille hat immer zwei Seiten. Und du kannst dich entscheiden, ob du dir die negative oder die positive anschaust.

Vor einigen Jahren ist mein Vater ziemlich überraschend gestorben. Ist das etwas Positives oder gar Schönes?

Natürlich nicht.

Es ist verdammt traurig. Es gibt so viele Dinge, die ich ihm noch gerne gesagt und gezeigt hätte.

Doch hatte der Tod meines Vaters auch positive Seiten? Ja!

Sein Tod hat den Rest der Familie, also meine Mutter, meine kleinen Geschwister und mich wieder mehr zusammengeschweißt.

Mach dir ab jetzt IMMER bewusst, dass die Dinge weder negativ noch positiv sind. Es ist erst deine Bewertung der Situation, die sie gut oder schlecht machen.

Falls es dir also das nächste Mal schlecht geht oder dir etwas Negatives passiert, überlege kurz:

  • Was ist das Positive daran?
  • Was kann ich daraus lernen?
  • Was für einen versteckten Nutzen hat diese Situation?

Letztendlich kann man fast jeder Situation im Leben etwas Positives abgewinnen.

3. Konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst

Wenn es etwas in deinem Leben gibt, das dir zu schaffen macht, solltest du dich immer Folgendes fragen:

Kann ich an der Situation etwas verändern?

Falls ja, dann verändere etwas.

Falls nicht, dann lasse los.

Viele Menschen verschwenden Unmengen an Energie und Gedanken in Dinge, die sie nicht ändern können.

  • Sie machen sich Vorwürfe für etwas, das sie in der Vergangenheit getan haben.
  • Sie fühlen sich schlecht wegen ihrer Größe, ihrer Nationalität oder ihrer Hautfarbe.
  • Sie machen sich selbst herunter, weil andere unfreundlich zu ihnen waren (du kannst die Reaktionen anderer Menschen nicht kontrollieren).

Dich auf Umstände zu konzentrieren, die du nicht verändern kannst, ist ein großes Problem.

Denn in diesen Momenten agierst du nicht, sondern reagierst nur.

Und das führt automatisch zu negativen Gedanken.

Statt dich also auf das zu konzentrieren, was du nicht verändern kannst, konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst.

Dadurch wirst du viel schneller auf gute Gedanken kommen.

Was kannst du verändern?

Nehmen wir zum Beispiel an, dass du letzten Winter 5 Kilo zugenommen hast.

Wenn du dich jetzt auf die 5 Kilo Extragewicht konzentrierst, wirst du negativ denken.

Du wirst dich selbst heruntermachen. Paprika-Chips, Pizzas, Schokolade und Mojitos verfluchen. Alle Menschen hassen, die eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio haben (und sie auch nutzen).

Aber all das bringt dich nicht weiter!

Die Situation ist, wie sie ist.

Und jetzt geht es darum, dass du dich auf das fokussierst, was du verändern kannst (siehe Punkt 1).

Du kannst frei entscheiden, was du die nächsten Wochen, Monate und Jahre bezüglich deiner Situation machst.

Und genau darauf solltest du dich konzentrieren.

4. Achte auf dein Umfeld

Positiv Denken ist eine Entscheidung. Du kannst nämlich entscheiden, worauf du dich fokussierst und wie du eine Situation bewertest.

Dabei solltest du jedoch nicht unterschätzen, dass dein Umfeld einen riesen Einfluss auf deine Gedankenwelt hat.

Wenn du umgeben von Miesepetern bist und dir jeden Tag negative Nachrichten anschaust, ist es kein Wunder, dass du ein Pessimist bist und nur wenig positive Gedanken hast!

Es ist verdammt schwer, positiv zu denken, wenn dein ganzes Umfeld sich immer nur auf das Negative fokussiert.

Positives Umfeld = Positive Gedanken

Auf diese 3 Dinge solltest du deshalb ab jetzt achten:

Schaue weniger Nachrichten

Ich persönlich schaue seit Jahren gar keine Nachrichten mehr (informiert über das, was in der Welt passiert, bin ich trotzdem).

Was meinst du, was mit deinen Gedanken passiert, wenn du dir tagtäglich Nachrichten über Krisen, Gewalt, miese Wirtschaftslagen, Arbeitslosigkeit und Ähnliches anschaust?

Genau, sie werden sehr negativ beeinflusst.

Mach dir bewusst, dass Medien dich in erster Linie nicht informieren wollen. Sie wollen deine Aufmerksamkeit. Denn Aufmerksamkeit ist Geld.

Und in unserem Zeitalter der Informationsüberflutung braucht man für Aufmerksamkeit sehr reißerische und hochemotionale Nachrichten.

Vermeide Menschen, die dir nicht gut tun

Es gibt Menschen, die tun dir nicht gut. Sie sind negativ, schaden dir und rauben dir jegliche Lebensfreude.

Diese Menschen solltest du so gut wie möglich vermeiden!

Wer du bist und wie du denkst wird enorm von den Menschen in deinem Umfeld beeinflusst.

Wenn du dich also mit negativen Menschen umgibst, färbt das stark auf dich ab.

Vergiss nicht: Manchmal musst du Nein zu anderen sagen, um Ja zu dir selbst zu sagen.

Tue Dinge, die dir gut tun

Es gibt Dinge, die dir gut tun. Und von diesen Dingen solltest du mehr tun (außer sie beinhalten Schokolade oder Alkohol …).

Ich weiß zum Beispiel, dass mir folgende Dinge sehr gut tun:

  • Ins Fitnessstudio gehen.
  • 15 Minuten meditieren.
  • Mich mit guten Freunden treffen.

Weil mir diese Sachen gut tun, mache ich sie so gut wie täglich.

Extra: Positiv denken Übungen

Mach für die nächsten 10 Tage täglich mindestens eine Sache, die dir Spaß macht.

Das kann eine kleine Sache sein, wie Lesen, entspannt Musik hören oder Sport machen. Wichtig ist aber, dass du der Aktivität mindestens 30 Minuten nachgehst.

Achte darauf, wie die Aktivität deine Stimmung und deine Gedanken verändert.

5. Der schnellste Weg um positiver zu denken: Verändere deine Körperhaltung

Generell gilt: Deine Gedanken beeinflussen deine Gefühle. Und deine Gefühle beeinflussen dein Verhalten.

Aber das Ganze funktioniert auch andersherum.

Wenn du dein Verhalten änderst, ändern sich auch deine Gefühle und auch deine Gedanken.

Ein ganz simples Beispiel dafür ist Lächeln.

Wenn Menschen lächeln, sind sie automatisch fröhlicher, selbst wenn das Lächeln nicht echt ist!4

Deine Mundwinkel hochzuziehen führt also automatisch dazu, dass du dich besser fühlst.

Ein anderes Beispiel betrifft Botox.

Ja, du liest richtig.

Wenn Menschen Botox in die Stirn gespritzt wird, haben sie eine bessere Stimmung.

Das liegt daran, dass Botox die Mimik lähmt und die Menschen dadurch weniger Sorgenfalten machen können.5

Heißt das, dass ich dir gerade empfehle, dir Botox in die Stirn spritzen zu lassen (oder sonst irgendwo hin)?

Nein!

Was ich dir erklären möchte ist, dass deine Körperhaltung und Mimik einen riesen Einfluss auf deine Gedankenwelt hat!

Mittlerweile gibt es unzählige wissenschaftliche Tests, die zeigen, wie Körper und Verhalten unsere Gefühle und Gedanken beeinflussen.
Probiere es aus. Jetzt.

  1. Richte dich auf
  2. Ziehe deine Schultern nach hinten
  3. Drücke deine Brust raus
  4. Lächle
  5. Atme tief ein und wieder aus

Du fühlst dich anders. Stärker. Selbstbewusster. Energiegeladener.

Und das hat natürlich auch einen Einfluss auf deine Gedanken.

Du glaubst, du kannst die Welt erobern. Alles erreichen. Nichts kann dich stoppen.

Mach dir folgendes bewusst: Einer der schnellsten Wege, um mehr positive Gedanken zu erzeugen, ist deine Körperhaltung zu verändern.

Bewege dich mehr

Kennst du das, wenn du vollkommen in deinen negativen Gedanken gefangen bist? Wenn du so verkopft bist, dass du gar nicht mehr richtig wahrnimmst, was um dich herum passiert?

Weißt du, was dann am besten hilft?

Bewegung.

Ein Spaziergang. Joggen. Ins Fitnessstudio gehen. Tanzen. Liebe machen.

In dem Moment, in dem du deinen Körper bewegst, verändern sich auch deine Gedanken (zum Positiven).

Egal, wie negativ du denkst oder wie schlecht es dir geht: Wenn du 3-4 Minuten total ausgelassen zu deinem Lieblingssong tanzt, kannst du nicht anders, als dich besser zu fühlen.

Wenn du ständig mit negativen Gedanken zu kämpfen hast und es dir schwer fällt, positiver zu denken, fehlt dir vermutlich einfach mehr Bewegung.

Unser Körper ist nicht dazu gemacht, 8 Stunden auf einem Stuhl zu sitzen (geschweige denn ständig auf einen Bildschirm zu schauen).

Was wichtiger ist als positives Denken

Positives Denken kann dir dabei helfen, besser mit Herausforderungen umzugehen, neuen Mut zu sammeln und generell mehr Lebensfreude zu empfinden.

Doch es gibt eine Sache, die wichtiger ist, als positiv zu denken:

Negatives zu akzeptieren.

Um eine gutes Leben zu führen, musst du nicht immer alles positiv sehen. Es geht viel mehr darum, Negatives als einen Teil des Lebens zu sehen und zu lernen, wie du damit umgehst.

Und genau darin besteht der „negative Weg“ zum Glück.

  • Statt um jeden Preis positiv bleiben zu wollen, erlaube dir, negative Gedanken und schlechte Gefühle zu haben.
  • Statt alles Negative zu vermeiden, nehme es an.
  • Statt dir Probleme schön zu reden, begegne ihnen.
  • Statt vor der Angst davonzulaufen, stell dich ihr.

Du wirst nicht glücklicher, in dem du alles Negative vermeidest. Du wirst glücklicher, in dem du das Negative als einen Teil des Lebens ansiehst und es annimmst.

Durch den Kult des Optimismus ist ein falsches Bild davon entstanden, was es heißt, ein gutes Leben zu führen.

Menschen glauben, dass sie immer glücklich, positiv und motiviert sein müssen. Oder sie glauben, dass sie nur positiv genug denken müssen, um alles Negative im Leben zu vermeiden.

Das ist jedoch eine Illusion.

Ja, das Leben ist manchmal wunderschön. Doch manchmal eben auch nicht.

Und je mehr du akzeptierst, dass nicht immer alles positiv ist, desto besser wird es dir gehen.

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Positiv denken lernen in 5 simplen Schritten (2019)
4.4 (87.5%) 16 vote[s]
  1. Wenzlaff, R. M., & Wegner, D. M. (2000). Thought suppression. Annual Review of Psychology, 51(1), 59–91.
  2. Positive self-statements: power for some, peril for others (2009). Wood, J. V.; Perunovic, W. Q. & Lee, J. W. Psychol Sci. 2009 Jul;20(7):860-6. doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02370.x. Epub 2009 May 21.
  3. Positive fantasies about idealized futures sap energy (2011). Kappes, H. B. & Oettingen, G. Journal of Experimental Social Psychology 47 (2011) 719–729
  4. Strack F, Martin LL, Stepper S. (1988). Inhibiting and facilitating conditions of the human smile: a nonobtrusive test of the facial feedback hypothesis. J Pers Soc Psychol. 1988 May;54(5):768-77.
  5. Magid M, Reichenberg JS, Poth PE, Robertson HT, LaViolette AK, Kruger TH, Wollmer MA. (2014). Treatment of major depressive disorder using botulinum toxin A: a 24-week randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Clin Psychiatry. 2014 Aug;75(8):837-44. doi: 10.4088/JCP.13m08845.
86 Kommentare

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  1. Thomas
    Thomas sagte:

    Hallo Anchu,
    ich hab in letzter Zeit einiges von dir gelesen, aber mit dem Artikel schießt du wirklich den Vogel ab! Der Artikel ist richtig, richtig gut.
    Der Anspruch, immer alles positiv zu sehen hat mir noch nie gut getan. Jetzt verstehe ich aber, dass mit mir und meiner Sichtweise gar nicht so viel falsch ist.
    Und zu dem Gesetz der Anziehung: Danke! Mir geht dieses blöde Geschwafel von der Magie der Gedanken voll auf den Keks. Und das Beispiel mit dem Kind aus Afrika bringt das gut auf den Punkt, auch wenn es heftig ist. Vlt. kannst du darüber ja mal mehr schreiben.
    Auf jeden Fall danke für diesen Artikel.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Thomas,
      vielen Dank. Das freut mich wirklich zu hören, weil ich sehr lange an dem Artikel saß er mir persönlich auch sehr wichtig ist.
      Zum Gesetz der Anziehung werde ich bald was schreiben :-)
      LG

      Antworten
  2. Omar
    Omar sagte:

    Guter Artikel Herr Anchu.
    Meines Erachtens nach braucht man positive Handlungen die dann zu einem positivem Denken führen. Positive Handlung führt automatisch zu positivem Denken. Eine positive Handlung wäre Sport treiben weil der Körper dabei Glückshormone produziert. Diese positive Handlung – Sport – führt dazu das man “anders” positiv denkt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Omar,
      ich verstehe deinen Punkt und bin an sich bei dir. Aber:
      a) Nicht alle positiven Handlungen führen zu positiven Ergebnissen und
      b) Trotz positiver Handlungen kann Negatives passieren.
      LG

      Antworten
  3. Tina
    Tina sagte:

    Super Artikel!!!
    Spitzenmäßig!!!
    Einfach nur toll!
    Deine Texte werden immer besser, großes Kompliment. Ich bin früher auch in diese Falle getappt und lass es einfach sein. Und seitdem geht’s mir viel besser und bin wesentlich entspannter.
    Du bist ein super Typ, mach weiter so!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Tina,
      vielen, vielen Dank. Ich fühle mich geschmeichelt.
      Ich finde das Thema super interessant und werden in Zukunft mehr darüber schreiben. Ich denke, dass viele Menschen unzufrieden und unglücklich sind weil sie falsche Erwartungen haben und weil viele Ratgeber unrealistische “Träume” verkaufen.
      LG

      Antworten
  4. Michael
    Michael sagte:

    Hey Anchu,
    richtig richtig starker Artikel, Hut ab!
    Ich kann dir bei nahezu allen Punkten nur zustimmen, zumal es in meinem Bekanntenkreis schon Fälle gab die durch das andaurnde “Positive Denken” depressiv geworden sind – ich glaube neben sich die Welt inmer positiv auszumalen ist es viel wichtiger oftmals einfach alles so hinzunehmen wie es ist, zu handeln und einfach nach vorne zu sehen.

    Gruß Michael

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Michael,
      danke dir. Ja, das ist der große Punkt. Positiv zu sein kann manchmal sehr hilfreich und aufbauend sein. Aber letztendlich ist ein gesunder Realismus fast immer die beste Option…
      LG

      Antworten
  5. Jan
    Jan sagte:

    Hey Anchu,

    der Artikel spricht mir aus der Seele. Schluss mit diesem Quatsch, zumindest als generelle Empfehlung. Als ich vor einer Weile etwas länger über dieses Thema nachgedacht habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das Denken situationsabhängig variieren sollte (falls das möglich ist).Es gibt Situationen, in denen eine übertrieben positive Sicht der Dinge auch das Ergebnis positiv beeinflussen kann. Eine selbsterfüllende Prophezeiung sozusagen. Das ist zum Beispiel im Umgang mit anderen Menschen der Fall. Hier macht es meiner Meinung nach Sinn, die Dinge (übertrieben) positiv zu sehen, also zum Beispiel fest damit zu rechnen, dass man den Job bekommt. Durch die positive Ausstrahlung, die man dadurch gewinnt, erhöht sich die reale Erfolgsaussicht auf den Job. In allen anderen Situationen sollte man lieber realistisch sein. Dem freien Parkplatz ist egal was wir denken :D

    P.S.: Es gibt übrigens Menschen, die glauben, dass sie mit Gedankenkraft regelmäßig Naturkatastrophen wie zum Beispiel Zsunamis verhindern. Sie behaupten sogar, dass sie das wissenschaftlich beweisen können. Echt krass.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
    Jan

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Jan,
      danke dir! Ich sehe das ähnlich wie du. Wenn möglich, sollten wie das Denken variieren (also mal “positiv” und mal “negativ” visualisieren). In diesem Artikel bin ich jetzt stark auf die negative Seite eingegangen, weil viele andere immer wieder dazu raten, alles positiv zu sehen.
      Ich finde es gefährlich, wenn Menschen ihren Gedanken zu viel Kraft wiedergeben. Letztens hat mir eine Frau erzählt, dass ihr Denken verhindern kann, dass sie schwanger wird…
      LG

      Antworten
  6. leinad
    leinad sagte:

    Eigentlich ist das ganze doch einfach:
    Gedanken lassen sich nicht abstellen. Sie verhalten sich wie ein Radio in unserem Kopf welches 24/7 auf Sendung ist. Dieses Radio spielt die ganze Zeit über positive und negative Geschichten (Gedanken) der Playlist hoch und runter.

    Versucht man nun den negativen Radiosender mit einem positiven Radiosender zu übertrumpfen führt dies dazu das zwei Radiosender parallel laufen… hat schon mal jemand versucht zwei Radiosendern gleichzeitig zuzuhören? Richtig!
    Das funktioniert nicht.

    Einfacher und effektiver ist es die Gedanken als das wahrzunehmen was sie sind: Geschichten.

    Sprich: Akzeptieren der Gedanken. Dadurch verschwinden sie nicht, nein, aber man nimmt ihnen die Kraft. Mit der Zeit entschärft man dadurch die Gedanken und diese beeinflussen uns weniger. Dabei ist es total irrelevant ob die Gedanken wahr oder unwahr sind. Viel wichtiger ist es ob diese Geschichten uns Helfen unsere Ziele zu erreichen, unsere Aufgaben zu bewältigen etc. etc.

    Beispielsweise:
    “Ich bin ein Versager”
    => “Ich habe gemerkt das ich denke, das ich ein Versager bin”
    => Hilft mir dieser Gedanke weiter meine Ziele zu erreichen? Nein.

    Es geht dabei allerdings nicht darum (negative) Gedanken loszuwerden sondern darum (negative) Gedanken, wie der Name schon suggeriert, zu entschärfen.
    Die Gedanken sind da, ich lasse mich aber nicht mehr von ihnen beeinflussen sondern nehme diese als das wahr was sie sind: Geschichten die u.U. mir nicht weiterhelfen.

    LG
    leinad

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Leinad,
      das mit dem Radio finde ich einen sehr schönen Vergleich. Wenn uns in der Schule beigebracht werden würde, besser mit Gedanken umzugehen und uns nicht mit diesen zu identifizieren, würde es viele Probleme auf dieser Welt nicht geben…
      LG

      Antworten
  7. Cakir
    Cakir sagte:

    Hey Anchu,
    das Gesetzt der Anziehung ist eines der meist falsch verstandenden “Naturgestzte”.
    Das Buch “The Secret” erklärt das Gesetzt der Anziehung größtenteils falsch. Es gibt viel Bullshit zu dem Thema.
    Das Gesetzt der Anziehung besagt NICHT, das wenn man positiv denkt positives anzieht, sondern es besagt: “gleiches zieht gleiches an”
    Also, es bringt dir nichts, wenn du positiv denkst, solange du dich noch im negativen Emotionalen Zustand wie, Depression, Frustration etc. befindest.
    Du ziehst in dem Moment DAS an, was du im Inneren spürst.
    Es gilt also ersteinmal seinen Emotionalen Zustand zu steigern, bevor überhaupt positive gedanken wirklich auch Resultate erzielen können. Seinen negativen Emotionalen Zustand kann man NICHT durch positive gedanken anheben, sondern nur durch innere Arbeit.
    Das Thema ist relativ komplexer, als man denkt.
    Ich kann dir das Buch “wünschen und bekommen” von Esther Hicks empfehlen.
    Eines der wenigen Bücher, welches das Gesetzt der Anziehung erklärt, sprich wie es auch wirklich funktioniert.
    Habe mich mit dem Thema lange auseinandergesetzt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Cakir,
      ich habe das Buch von Hicks gelesen – und halte davon gänzlich wenig. Ich verstehe den Grundgedanken – gleiches zieht gleiches. Diese Annahme kann erst mal sehr sinnvoll sein und trifft auch oft zu. So neigen Menschen dazu, ähnliche Menschen wie sich selbst sympathischer zu finden. Auch in meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre ich, dass wir die besten Beziehungen mit ähnlichen Menschen führen. Doch jetzt kommt das große Aber: Ich finde es gefährlich, wenn wir alles auf unseren emotionalen Zustand zurückführen. Das führt zu dazu, dass ich depressive oder traurige Menschen noch schlechter fühlen. Außerdem führt der Glaube an das Gesetz der Anziehung oft dazu, dass Menschen ihren Arsch nicht hochkriegen und an ihren Zielen arbeiten.
      Ich werde darüber demnächst einen extra Artikel schreiben.
      LG

      Antworten
      • Cakir
        Cakir sagte:

        Du hast das Gesetzt der Anziehung falsch verstanden.
        Wie gesagt, es gibt viel Bullshit zu dem Thema.
        Traurige, depressive Menschen werden vom positivem denken nicht viel profitieren, warum?
        Weil es aus einem Mangel kommt.
        Bsp: Ein frustrierter Mann will unbedingt Frauen flachlegen und er versucht durch seine Gedanken das ganze auszumalen.
        Höchstwahrscheinlich wird er sich beim denken des wunsches schlecht fühlen, weil er sich im schlechten negativen Zustand befindet. Das Gesetzt der Anziehung wird dafür sorgen, dass er weiterhin Mangel erhält, sprich weiterhin keine Weiber.
        Denn Mangel zieht Mangel an.
        Jemand aber der sich im guten Emotionalen Zustand befindet und sich Frauen wünscht, und beim denken des wunsches sich gut fühlt und auch weiß, dass er früher oder später das bekommt, was er sich wünscht, wird das Gesetzt der Anziehung ihm auch das geben.
        Weil er nicht aus einem Mangel kommt.
        Kurz: Wir müssen unseren Emotionalen Zustand anheben
        Das funktioniert aber NUR, wenn wir an uns arbeiten, unsere Themen erlösen UND auch die Ziele beschreiten, das Gesetzt der Anziehung, wird dann sozusagen “nachhelfen”
        Wer also glaubt, man muss nur Zuhause sitzen und visualisieren und einfach nur positiv denken. Der wird gänzlich Enttäuscht.
        Ich kann es dir hier nicht in paar Sätzen erklären, ich kenne dennoch Leute die mit dem Gesetzt der Anziehung aktiv arbeiten und auch erfolg damit haben. (auch ich)
        Dein Artikel wird eventuell Gegenwind auslösen,
        aber
        dann würde sich das ganze auch besser aufklären.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl sagte:

          Ich denke, wir meinen ähnliches. In meinem Artikel möchte ich den Teil des “Gesetz der Anziehung” kritisieren, der Richtung The Secret geht – weil ich es für gefährlich und schädlich halte. Mal schauen, ob ich den richtigen Winkel und die richtigen Worte finde.
          LG

          Antworten
  8. Markus Grau
    Markus Grau sagte:

    Danke für deine Worte Anchu, sehr wichtige und hoffentlich wegweisende Gedanken. Hin zu mehr realistischer Freude und der Annahme des wirklichen Lebens.
    Wie Du schreibst ist besonders, was Du schreibst mindestens auch :-)

    Freue mich auf unser Wiedersehen.
    Liebe Grüße übern´ Teich

    Antworten
  9. Heiner
    Heiner sagte:

    Hallo Anchu,
    danke für den Artikel. Irgendwo hab ich das schon mal gelesen … erinnert mich sehr an die alten Stoiker Epiktet, Seneca und Marcus Aurelius. Die gingen sogar soweit, die Meditation über den eigenen Tod zu empfehlen. Weil wenn man weiss, dass am Ende des Lebens sowieso 100% aller Menschen tot sind, kann man der Rest auch mit großer Gelassenheit und Spaß am Leben angehen – was Schlimmeres kann sowieso nicht kommen.
    Viele Grüße,
    Heiner

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Heiner,
      ja, ich habe für den Artikel ein wenig von den alten Stoiker inspirieren lassen. Ich finde es faszinierend, was für eine Weisheit diese “Jungs” schon vor über 2000 Jahren hatten. Über den Tod und die Beschäftigung damit möchte ich demnächst auch was schreiben.
      LG

      Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Daniela,
      toll, dass du bei diesem Artikel das Gefühl hast, verstanden zu werden!
      Ich habe einfach das Gefühl, dass viel Tipps im Bereich Persönlichkeitsentwicklung nach hinten losgehen.
      LG

      Antworten
  10. Chris
    Chris sagte:

    Once again, Chapeau!

    Es gibt wohl kaum einen “Personal Developper” (entschuldigung für das furchtbare Wort), der nicht eine Zeit lang bedingungslosem positiven Denken hinterher gejagt ist.

    Bei mir war es “the Power of your subconscious Mind” von Dr. Joseph Murphy, dass mir vor 4-5 Jahren den Kopf verdreht hat. Ein Klassiker!

    Ich will nicht sagen, dass mich das Buch nicht unterm Strich sehr positiv beeinflusst hat, aber es hat mich eine ganze Zeit und zahlreiche Erfahrungen gebraucht, um von dem völlig realitätsentfesselten Gedankengut wieder runterzukommen!

    Dein Artikel kommt also für meinen Geschmack ein paar Jahre zu spät ;-)

    Nach wie vor begeistert bin ich von bewusster Dankbarkeit (5 Minuten jeden Morgen), weil es sich wirklich positiv auf meine Sichtweise und meine Laune über den Tag auswirkt.

    Liebe Grüße
    Chris

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Chris,
      danke.
      Auch ich bin jeden Morgen nach dem Meditieren kurz dankbar. Dankbarkeit und Meditation sind zwei Sachen, die mir extrem weitergeholfen haben. Der ganze Rest war eher kontraproduktiv. Aber auch Dankbarkeit funktioniert oftmals anders, als wir Denken. Gibt ein paar interessante Studien dazu. Ich werde versuchen, darüber bald etwas zu schreiben.
      LG
      p.s. Diesen Artikel hätte auch ich selbst vor ein paar Jahren gebraucht ;-)

      Antworten
      • Chris
        Chris sagte:

        Ich stimme dir voll zu! Dankbarkeit und Meditation am Morgen sind auch für mich die wichtigsten Dinge nach dem Aufstehen!

        Auf deinen Artikel zum Thema Dankbarkeit bin ich sehr gespannt!

        Liebe Grüße
        Chris

        Antworten
  11. Jan
    Jan sagte:

    Bei diesem Artikel bin ich diesmal geteilter Meinung: Ja, positives Denken allein bringt nichts, positiv handeln wäre schon besser. Da aber der Großteil der Gedanken unterbewußt ist und damit stärker, ist es entscheidend, was sich dort abspielt. Und wenn dort weiterhin negative Gedanken und Glaubenssätze vorherrschen, nützen positive Gedanken an der Oberfläche nichts, das ist tatsächlich nur Verdrängung und macht das Problem nur größer.
    Was jedoch die Aussagen zum Gesetz der Anziehung betreffen, das sehe ich inzwischen völlig anders. Die genannten Beispiele auf Seite 2 (Kind in Afrika, (krebs-)kranke Menschen etc. haben sehr wohl mit dem einzelnen Menschen zu tun; es können jedoch nur sehr wenige Menschen den Einzelfall überblicken, für die Meisten bleibt es rätselhaft und damit unverständlich. Außerdem müssen frühere Leben dabei immer mit berücksichtigt werden: warum werde ich in bestimmte Verhältnisse hineingeboren?
    Es geht dabei nicht um Schuld, aber um Verantwortung. Hierzu gibt es ein wunderbares Buch des russischen Heilers und Hellsichtigen Sergej Lazarev, sehr zu empfehlen, das öffnet einem die Augen, worin die eigene Verantwortung besteht.

    Antworten
      • Jan
        Jan sagte:

        Hallo Anchu,

        es geht nicht um Schuld, aber um Verantwortung. Und die Frage ist berechtigt und notwendig, warum es einem so geht, wie es einem geht. Es ist unverantwortlich, die Frage dazu nicht zu stellen und anderen im Glauben zu lassen, es hätte nichts mit ihnen zu tun. Wie soll denn sonst Heilung möglich werden, wenn ich die Ursachen nicht erkennen darf oder sie leugnen will? Wiederholte Erdenleben sind eine Tatsache, ob Du daran glaubst oder nicht. Und dort liegt nicht sämtliche Verantowrtung, sondern auch in diesem Leben, weil wir immer neu entscheiden können.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl sagte:

          Um etwas zu “heilen” müssen wir nicht immer die Ursachen kennen. Das ist auch einer der Gründe, warum klassische Psychotherapie (“Was ist denn damals in deiner Kindheit passiert”) oft weniger Erfolge hat als andere Ansätze.
          Es ist nicht immer sinnvoll, in der Scheiße rumzurühren. Oftmals ist es sinnvoller, nach vorne zu schauen.
          Wiederholte Erdenleben sind eine Tatsache – Nein. Tatsachen sind nachweisbar (Wasser kocht bei 100 Grad). Es ist OK, wenn du an Wiedergeburt glaubst. Aber es ist keine Tatsache, weil es nicht nachweisbar ist.

          Antworten
          • Jan
            Jan sagte:

            Hallo Anchu,
            jetzt driftest Du ein bischen ab.
            Tatsachen scheren sich nicht darum, ob die Menschen etwas schon wissenschafltich beweisen können. das war bei der runden Erde so, bei Miroben im Wasser etc. und vielem anderen auch.
            Was die Ursachen von Krankheiten und Leid betrifft, man muß nicht in der Scheiße rühren, aber solange ich bei vielem nicht die Ursache kenne (das muß ja nicht gerade über klassische Psychologie gehen, da gebe ich Dir völlig recht), tappen wir oft im Dunkeln. Wem willst Du die Verantwortung für Leid zusprechen? Der Umwelt einem strafenden und willkürlich handelnden Gott oder dem Schicksal oder dem Zufall (dann bist Du immer das arme Opfer). Hier greifen mehrere Schöpfungsgesetze: Das Gesetz der Anziehung der Gleichart, das Gesetz der Wechselwirkung und das Gesetz der Schwere.
            Viele Grüße
            Jan

          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl sagte:

            Hi Jan,
            wir werden hier nicht auf einen grünen Ast kommen, weil wir die Welt durch andere Augen sehen – und das ist OK.
            Zum konkreten Beispiel für Kinder in Afrika: Daran haben zu einem großen Teil die westlichen Länder schuld, als sie im 19. und 20. Jahrhundert Afrika eingenommen haben. Generell haben die meisten von uns eine Mitschuld an der Armut in anderen Ländern. Ich kann mir nicht bei H&M ein T-Shirt für 5€ kaufen und erwarten, dass der Arbeiter in Bangladesh dafür fair bezahlt wird.
            Der Reichtum und der Überfluss den wir im Westen haben baut zu einem großen Teil darauf auf, dass es andern dreckig geht. Die Realität ist nicht immer schön.
            LG

  12. Barbara
    Barbara sagte:

    Danke Anchu – wie immer – auf den Punkt gebracht und jetzt gerade tut mir das so gut!! Ich habe drei Krebserkrankungen über- bzw. erlebt – und mich kotzt das so an, wenn mir Menschen erklären, ich hätte mir das alles selbst “angezogen” – ich bin jedoch definitiv Genträgerin und habe mich deswegen letztes Jahr entschlossen, mich operieren zu lassen – und dann fiel ich in ein tiefes Loch, weil ich dieses Jahr als Folge der Strahlentherapie meine linke Brustwarze verloren habe und dann das Implantat entfernt werden musste. Was habe ich mich angestrengt positiv zu bleiben die letzten Jahre – erst jetzt erkenne ich, dass mich so zu fühlen wie ich mich gerade fühle völlig okay ist. Fertig. Und dass ich trotzdem ein positiver Mensch bin auch wenn ich mich zwischendurch Scheiße fühle… ich danke dir von Herzen! :-)

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Barbara,
      vielen, vielen Dank für dein Kommentar! Du bist eine Betroffene und kannst anderen klarmachen, dass man nicht alles selbst anzieht – das finde ich sehr wichtig! Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie und hoffe, dass du weiterhin deinen Weg gehst.
      LG
      p.s. Bei der Aussage, dass Menschen ihren Krebs nicht durch ihre Persönlichkeit anziehen gibt es einen Quellenverweis zu einem Buch. Vielleicht interessiert dich das.

      Antworten
  13. Frank
    Frank sagte:

    Hallo Anchu,

    wieder mal ein super Artikel mit soo viel Wahrheit. Gut das du diesen Weg des Schreibens gegangen bist. Da ich selbst Biker bin hat mich auch die Geschichte von dir sehr berührt. Danke.

    Grüße aus Norwegen jetzt
    Frank

    Antworten
  14. TeteGina
    TeteGina sagte:

    Ciao Anchu, danke für diesen wunderbaren Artikel…wurde Zeit, dass jemand über “positives Denken”mal schreibt bzw. sich mal schön darüber “auskotzt”. Was hat mich dieser Scheiss auch schon an Energie gekostet. Bleib positiv, nur keine schlechten Gedanken – irgendwann dachte ich mir, was soll der Scheiss?? Ich bin, wie ich bin. Ich fühle und denke nicht immer positiv – nein im Gegensatz ich denke sogar sehr oft destruktiv. Was du auch in deinem Beitrag beschreibst; ich male mir zuerst die Katastrophen aus. Na und!? Jeder Flug ein Absturz. Die Cocktails am Strand habe ich auch so genossen :-). Ich lasse einfach alles geschehen, was aus meinem Inneren kommt und “angeschaut” werden will. Was auch immer das ist ..ich akzeptiere es. Gedanken sind Gedanken (Resultate unserer Erfahrungen). Manche schon längst überholt und manche einfach nur “Wichtigtuer”….deshalb vertraue ich eher meinem Bauchgefühl und meiner Wahrnehmung. Mach weiter so Anchu…sei splendido! ;-)

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Ciao Tete,
      grazie mille!
      Ja, dieser ständiges “bleibe positiv” ist nervig und – wie im Artikel erklärt – oftmals destruktiv. Solange wir uns nicht in negativen Gedanken verlieren und uns nicht mit ihnen identifiziere, sind sie nicht weiter schlimm.
      LG
      p.s. Cocktails am Strand schmecken aber auch immer am besten ;-)

      Antworten
  15. Bene
    Bene sagte:

    Hallo Anchu,

    Ich finde deine Beiträge echt gut, aber hier bin ich ehrlich gesagt nicht deiner Meinung. Schon weil “positiv denken” für mich nicht korrekt dargestellt wird…

    Positiv Denken oder besser gesagt eine positive Grundeinstellung zu haben bedeutet doch nicht, ein komplett unrealistisches und verzerrtes Weltbild zu haben. Es bedeutet auch nicht sich die größte Niederlage noch schön zu reden oder zu singen und zu tanzen obwohl grad alles beschissen ist. Eine positive Denkweise hat viel mehr einen entscheidenden Einfluss darauf, wie man aus Niederlagen hervorgeht. Hier werden vor Allem die Parallelen zu Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen deutlich.

    Wer positiv denkt ist weiß Gott nicht vor jeglichem Unheil bewahrt, aber er gewährt sich selbst einen gewissen Handlungsspielraum, um Verantwortung zu übernehmen und sich selbst wieder aus dem Elend rauszuarbeiten. In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Beispiele die zeigen, zu was durchweg negatives Denken führen kann.

    Da ist das Leben eines Bekannten, das geprägt ist von Angst und Gehemmtheit weil er selbst der Meinung ist, er kann/schafft dieses oder jenes nicht. Das Ergebnis: Ein lethargisches in den Tag hineinleben, weil es ja sowieso nichts bringt, an Dingen zu arbeiten oder sich Ängsten zu stellen. In einem Club machen Fremde einen großen Bogen um ihn weil er sein Inneres nach Außen trägt und unsympathisch und schlecht gelaunt wirkt. Dabei ist er eigentlich der liebste Mensch.

    Eine andere Bekannte denkt ähnlich negativ. Bei ihr ist es so dass sie ihrer Aussage nach schon immer ein Opfer war. Diese Opferrolle bestimmt ihr Leben. An ihr sieht man sehr deutlich wie negative Gedanken sich auf Handlungen und Aktionen anderer auswirken. Zum Beispiel: Durch ihr negatives Denken war sie aus lächerlichen Gründen der Meinung, dass bestimmte Menschen aus ihrem Freundeskreis sie nicht mehr mögen, was überhaupt nicht so war. Deshalb nahm sie eine Art Abwehrhaltung ein und begann insgeheim den Menschen gewisse Dinge zu unterstellen. Dies führte dazu das besagte Menschen meine Bekannte irgendwann wirklich nicht mehr leiden konnten, weil sie sich ständig Vorwürfe anhören durften und feindseelig von ihr behandelt wurden. Somit sorgte sie unterbewusst selbst dafür, dass das, was sie befürchtete auch eintritt.

    Deshalb bin ich sehr wohl der Meinung, dass unsere Gedanken einen sehr großen Einfluss darauf haben, wie wir unsere Realität wahrnehmen. Vor allem emotionale Menschen sollten ihren negativen Gedanken meiner Meinung nach nicht zu viel Raum schenken, weil das häufig nicht gut endet.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Bene,
      ich verstehe deine Kritik.
      Ich behaupte nicht, dass immer alles negativ zu sehen eine Lösung ist. Dauerhaft negative Gedanken zu haben ist schädlich.
      Der Punkt ist der: Was du als positives Denken verstehst klingt für mich sehr gesund und realistisch. Doch nicht alle interpretieren positives Denken auf diese Art und Weise.
      Du schreibst: “Positiv Denken oder besser gesagt eine positive Grundeinstellung zu haben bedeutet doch nicht, ein komplett unrealistisches und verzerrtes Weltbild zu haben. Es bedeutet auch nicht sich die größte Niederlage noch schön zu reden oder zu singen und zu tanzen obwohl grad alles beschissen ist.” Ja, das sehe ich auch so. Aber es gibt genug Bücher und Experten, die so etwas in der Richtung behaupten und damit Menschen unrealistische Vorstellungen machen. Wenn du dir die Kommentare von anderen Lesern durchließt, wird dir auffallen, dass genau das der springende Punkt bei vielen ist.
      LG

      Antworten
      • Juliane
        Juliane sagte:

        Es geht nicht darum, immer positiv zu denken. Negative Gedanken sind vollkommen in Ordnung, sie gehören zum Leben dazu. Jeder darf sie haben.
        Es geht darum, sich nicht im negativen Gedankenstrudel zu verlieren, dadurch geht es niemanden besser. Wichtig ist, dass man mehr “positive Gedanken” hat, als negative.
        Mit positiven Gedanken ist auch nicht gemeint, dass man nächste Woche 10.000€ im Lotto gewinnt, das Abitur allein durch gute Gedanken – ohne zu lernen – schafft oder plötzlich ein roter Ferrari vor der Tür steht.
        Es geht darum, sich mehr auf das Gute im Leben zu konzentrieren und dafür dankbar zu sein, was man hat. Selbst wenn es gerade scheisse läuft, es gibt etwas positives, bzw. etwas, für das man dankbar sein kann. Jeden Tag.
        Strom, Gas, Wasser, Badezimmer, Wohnung, Haus, Gesundheit, Organe, Füße, Menschen, Geld, Internet, Flugzeuge …( Früher habe ich das als selbstverständlich angesehen und konnte nur schwer wirklich (!) dankbar dafür sein. Jetzt habe ich eine andere Sichtweise, mit der es mir deutlich besser geht. )
        DAS sind die positiven Gedanken, von denen die Rede ist und das ist meiner Meinung nach das große Gesetz der Anziehung.
        Ich dachte immer, dass ich ein dankbarer Mensch wäre. Ich war höflich, habe mich immer bedankt mich und gefreut, wenn mir jemand etwas gutes getan hat. Dabei geht es um so viel mehr.
        Positives Denken allein reicht nicht und es macht auch nicht glücklich.
        Es gibt viel zu viele Bücher, Filme und Ratgeber, die “das Gesetz der Anziehung” mMn völlig falsch widergeben. The Secret gehört definitiv dazu.
        Interessanterweise habe ich knappe 10 Jahre später das Buch “The Power” gekauft, ebenfalls von Rhonda Byrne.
        Witzig, dass es die selbe Autorin ist aber trotzdem Welten zwischen den Büchern liegen.

        Durch diese vielen Ratgeber werden Menschen unrealistische Vorstellungen gemacht. Welche, durch die man sich , trotz “Anwendung”, sogar noch schlechter fühlt. Ging mir jahrelang genauso und diese “positiv denkenden Optimisten” gingen mir gehörig auf den Senkel.

        Ich überlege gerade, wie ich es ausdrücken kann, ohne dass es so nach Belehrung und Kritik etc. klingt.
        Auch wenn du ganz klar schreibst, dass du ein positiver Mensch bist und du ausdrücken nur willst, dass positives denken alleine nicht reicht, finde ich, dass man deinen Artikel auch falsch verstehen könnte.
        Weil das “positive Denken” aus meiner Sicht falsch ausgelegt wird. Das fällt mir vor allem durch einige der Kommentare auf.
        Noch vor einem Jahr hätte ich dir zugestimmt und für den Artikel Blumen und Pralinen geschickt, nun weiß ich aber, dass ich es einfach falsch verstanden habe, bzw. die falschen Lektüren gelesen habe.

        LG

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl sagte:

          Hi Juliane,
          jeder Artikel kann falsch verstanden werden. Letztendlich nimmt jeder von uns Informationen durch seine eigene Brille an Erfahrungen, Werten und bereits vorhanden Ansichten war. Hinzu kommt, dass man in einem Artikel – selbst einem langen wie diesen – ein so komplexes Thema nich von allen Seiten betrachten kann.
          LG

          Antworten
  16. Maja ¸ღ¸☆´
    Maja ¸ღ¸☆´ sagte:

    Ein sehr guter Artikel, ich danke dir Anchu! :)
    Du hast das Thema sehr detailliert und ganzheitlich beleuchtet. Positiv denken kann tatsächlich eine Falle sein, ganz viel Druck und Stress auslösen und mich von mir als Ganzes abspalten. Mich hat die Vorstellung des “worst case” auch schon oft wieder runter geholt.
    Dennoch liebe ich es, mich bewusst zu entscheiden, was ich über eine Situation denke – und entscheide mich gerne für positive Gedanken, einfach weil sich diese besser anfühlen. In den meisten Situationen passt das.
    Und wenn es nicht passt, dann ist’s auch gut. Authentisch sein heisst für mich, alle Facetten meines Lebens da sein zu lassen. Und einfach neugierig bleiben, was da draus wohl noch werden wird, hat sich in “verschissenen” Situationen schon oft gelohnt… *lach*

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Maja,
      erst mal Danke. Ich würde mich selbst auch eher als Optimisten beschreiben – das heißt, auch ich denke oft positiv und sehe das Gute. Doch bei all den Menschen, die behaupten, mann MUSS positiv Denken war es mir wichtig, mal auf die Nachteile der Positiv-Denken-Bewegug einzugehen.
      LG

      Antworten
  17. Carl
    Carl sagte:

    Ja, damit haben sie schon viele auf dem falschen Fuss erwischt.
    Als ich mal in einer verzweifelten Lage war, habe ich dieses positive-Denken- Ding aktzeptiert, und mich komplett überfordert. Das Ergebnis war Krankenhaus, 6 Tage Koma usw. Heute bin ich sehr kritisch, dieser Sache gegenüber.
    Es ist wirklich besser, eine Erfolgswahrscheinlichkeit anzunehmen. Sagen wir, du schätzt die Chancen eines Erfolges als ca 50% oder drüber, dann kann man die Sache angehen. Das ist jedoch nur ein Beispiel.
    Negative Gedanken stammen oft aus dem Körper, oder unbewussten Regionen der Seele, und haben immer eine konkrete Ursache. Es sind Warnsignale. Überhört man sie, ist man selber schuld.

    Des weiteren: nicht alles, was man im Leben WILL oder anstrebt, ist auch automatisch gut für einen. Nehmen wir mal an, du bist über fünfzig, und lernst eine
    25J. blonde langbeinige Schöhnheit, deine Traumfrau kennen. Die Beziehung das kann ich dir aus eigener Erfahrung flüstern, wird dich überfordern. Da gibts keine Gnade.
    Wenn man nicht grade Hugh Hefner heisst, und in Geld schwimmt, wird so eine Frau dich killen.
    Was ich daraus gelernt habe? Nun, es gib auch ein ZU GUT deiner Wünsche, und deren Erfüllung. Auch Lottogewinner können ein Lied davon singen, vom Schicksal zu positiv bedacht worden zu sein. Sie können mir all dem Geld- Segen nicht umgehen, weil sie den Umgang mit Geld nicht gewachsen sind.

    Schliesslich. Was ist das: positiv- negativ?
    Das sind sehr schwammige Begriffe. Feuer zum Beispiel kann als Kaminfeuer sehr gute Dienste leisten. Wenn es dir in Form eines Brandes den Dachstuhl abbrennt hat es dir offensichtlich geschadet.

    Mittlerweile versuche ich an Probleme und Lebensfragen mehr wissenschaftlich, analytisch ranzugehen. Eine gewisse Objektivität walten zu lassen. Obwohl das nicht einfach ist. Du musst dich vor allem selber kennen, oder kennenlernen.
    Wenn du dich selber besser einschätzen kannst, triffst du auch bessere Entscheidungen. Aber das wussten schon die alten Griechen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carl,
      du hast ein paar gute Punkte. Nicht alles, was wir uns wünschen, ist auch gut für uns. Das ist das alte Dilemma: oftmals wissen wir nicht, was wir wirklich wollen.
      Mittlerweile sind auch viele Psychologen der Meinung, dass das, was den meisten Menschen am meisten hilft, realistisches Denken ist. Also weder alles positiv zu sehen noch den Teufel immer an die Wand zu malen.
      LG

      Antworten
  18. Carl
    Carl sagte:

    man könnte noch viel mehr dazu sagen: zB wie das positive Denken entanden ist?! Amerika. Spriitueller Hintergrund, Gott, usw.
    Heute nimmt man eine “Quelle” oder das “Unviersum” an, als übergeordnetes Prinzip an.
    Alles etwas seltsam. Ich sehe es schon kommen, das Menschen in Zukunft fast auschliesslch noch auf Fakten vertrauen. Weil die Vielzahl der Ideologien einfach so total zugenommen hat.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carl,
      das ist ein sehr guter Punkt, den ich mich persönlich noch gar nicht gefragt habe.
      Auch ich bin der Meinung, dass Menschen in Zukunft immer “realistischer” werden, weil immer weniger auf irgendeinen Gott oder dem Universum vertrauen.
      LG

      Antworten
  19. Carl
    Carl sagte:

    Okay Anchu.
    Ich mein das so: für alle Lebenshaltungen und Einstellungen gibt es eine geistige Grundlage. Erst bei den frühen Motivationgurus, wie Murphey und Norman Vincent Pale bin ich fündig geworden. Dort ist die Grundlange für das PD. noch ganz klar Gott. Dazu gehört auch eine Art Weg, der mit Vergebung und dem Loslassen aller hassenden und negativen Geanken in Bezug auf deinen Nächsten zu tun hat.

    In- und für sich selbst genommen, sind das schlüssige Systeme.

    Das Problem ist vielmehr, das sie sich nicht lückenlos auf jeden Mensch anwenden lassen – denn es gibt auch genug ungläubige Menschen. Wie willst du aber mit Hilfe eines geistigen Prinzips einen prinzipiell ungeistig eingestellten Menschen helfen?
    Ich behaupte mal: das ist unmöglich!
    Was heute als Postitives Denken verkauft wird, bezieht sich meist auf die “Seelenstimmung” ,… schön, aber wie das Wetter ändert sich die Seelenstimmung manchmal stündlich, oder minütlich. Seelenstimmungen sind vor allen Dingen keine verlässlichen Parameter, um eine Lage, oder dich selber einzuschätzen. Du kannst dich zB sehr schlecht fühlen, obwohl oder weil du etwas Richtiges oder Notwendiges tust…
    Die meisten Antworten, die von Suchern kommen, die auch schon mit dem positiven Denken zu tun hatten, zeigen, das sehr unreflektiert damit umgegangen wird, was
    Denken, Fühlen, Geist, Quelle, Materie usw überhaupt sind. Bzw WAS genau die Adressse positiven Denkens ist. So lassen die meisten Antworten darauf schliessen, das die Leute vage eine “Seelenstimmung” damit meinen. Diese Haltung reicht alsout nicht aus, um überhaut mit dem positiven Denken zu operieren – es ist dann ungefähr wie ein Instrument: ein scharfes Messer beispielsweise, das in die Hände von Amateuren kommt. Schliesslich nur Unheil anrichtet.
    Positives Denken “kann” funktionieren, nur gehört ein sehr klarer und reiner Lebensweg dazu, den die allermeisten Menschen heute weder haben, noch anstreben, noch als Vergangeheit gelebt haben.
    Für diese Fälle sind rationale Wege weit besser,…schätze ich mal…

    Grüsse, Carl

    Antworten
  20. Constanze
    Constanze sagte:

    Guten Tag Anchu!

    Wirklich ein toller Artikel und so modern und frech geschrieben…Danke.
    Ich habe auch schon mehrere Test´s gemacht, mit dem positiv Denken und den Dingen die man damit anziehen möchte. In vielen Situation war es ganz deutlich, das es was mit Loslassen zu tun hat. In dem Moment wo ich dachte, die können mich alle mal und ja, ich habe heute scheiß Laune…genau dann, ist das, was ich mir wünschte passiert. Der Anruf kam und ich hatte den Job z.Bsp. Ganz ohne positiv Denken.. ; )
    Ich teste weiter und vermute es ist eine Sache der Balance und des Nichtbewertens die uns im natürlichen Zustand hält, der gesund ist. Weil auf Krampf positiv Denken vollkommen unnatürlich ist. Lg Constanze

    Antworten
  21. Nati
    Nati sagte:

    Hallo Anchu,

    Ein wirklich toller Artikel, der das Thema “Optimismus” realistisch darstellt! Mich beschäftigt das ganze gerade auch, habe leider im Leben eine Scheisse nach der anderen durchgemacht und hauptsächlich Pech gehabt. Und jetzt raten mir alle Menschen(allesamt keine Pechvogel wie ich), trotzdem positiv zu denken. Und ich fühle mich dabei, als würde ich mir selber etwas vorspielen, wenn ich mir denke: “hey, es läuft zwar immer alles schief, aber wow: heute scheint die Sonne! Das löst alle Probleme!” …Ich habe das Gefühl, solche Tipps immer von Leuten zu bekommen, die gar nicht wissen, wie sich sowas anfühlt, wenn in allen Lebensbereichen Sachen scheisse laufen.
    Deshalb DANKE für deinen ehrlichen Artikel. Ich denke, mit übertrieben optimistischer Haltung belügt man sich selber. Man kann lernen, Negatives als Teil des Lebens zu akzeptieren und sich auch negative Gedanken zuzugestehen. Es ist leider nicht alles “Friede, Freude, Eierkuchen”, nur weil ich versuche, alles negative auszublenden…

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Nati,
      es freut mich, dass dir der Artikel gefällt. Interessanterweise hat der Artikel auch vielen Lesern gefallen, denen es besser als dir geht. Es erging einfach wenig Sinn, sich alles immer schön zu reden und das Negative um jeden Preis zu vermeiden. Ich schreibe auch gerade an einem neuen Buch über das Thema.
      LG

      Antworten
  22. Ivi
    Ivi sagte:

    Eeenndlich! Endlich sieht es mal jemand wie ich! Dieser Positiv-Kult ist ja sowas von nervig und naiv. ..ich dachte schon, ich bin dir einzige Mensch auf diesem Planeten dem das auffällt. Alles was du dazu schreibst spricht mir aus der Seele! Danke…ich fühle mich so erleichtert!

    Antworten
  23. Traugott Schmied
    Traugott Schmied sagte:

    positiv denken ist keine verkramfte verblödung , sondern die Hoffnung auf eine ” bessere Zeit ” ! Komme aus einer ” ärmlich erbärmlichen Zeit” aber die hat mir auch
    gelehrt , dankbar + zufrieden mein Schicksal anzunehmen ! Nicht die Geduld zu verlieren! Seelisch gesund zu bleiben , dient auch dem Körper ! Heute mit 79 Jahren , hab ich alles was ich brauche-Milionär wollte ich auch nicht! Nur manchmal noch höhre im Traum die ” Stalinorgel ” jaulen + sag Danke , las gut sein! Leichte klassische Musik ist mir lieber ! Negatives Denken ist Selbsbetrug !
    Du änderst nichts + wirst nie Glücklich oder zufrieden ! Das wage ich gesagt zu haben + nun mach was willst Du oder nicht !! Wo viel Licht ist auch viel Schatten !
    ist auch ein Götz Zitat! mit fr. Gruß ……………traugott

    Antworten
  24. Livia
    Livia sagte:

    Hi
    Schöner Artikel!
    Ich bin auch auf meiner Entwicklungsreise und habe so manchen Ratgeber gelesen. Um meine Wahrheit zu finden brauchte ich viele Meinungen. Dein Text spiegelt so ziemlich auch mein Ergebnis über das Leben. Du schreibst über Meditation und Dankbarkeit. Weißt du, mein drittes und allerwichtigstes „Werkzeug“ war es zu verzeihen.
    Z.b. Hatte ich eine destruktive, jahrelange Beziehung. Nach dem Ende gab ich ihm die Schuld, das ich nun so kalt geworden bin, anderen nicht mehr vertrauen konnte und und und…
    Ich hab das ewig mit mir rumgetragen. Selbst als ich Jahre später glücklich verheiratet, Mutter von zwei Söhnen war.
    Erst als ich mich damit auseinander gesetzt habe, ihm verziehen habe, ihm für diese Erfahrung gedankt habe und mir selbst gesagt habe, dass es vorbei ist und es keinen Einfluss mehr haben braucht, bin ich frei.
    Positives und negatives hält sich immer die Waage. Alles negative bringt neue Situationen hervor, Scheitern ist immer auch ein Nährboden für Möglichkeiten für die wir vorher blind waren. In diesem Sinne
    Beste Grüße

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Livia,
      ich schreibe über das ganze Thema auch gerade ein Buch. Hier ist schon mal ein kleiner Auszug davon: https://anchukoegl.com/gluecklich-sein/
      Verzeihen ist ähnlich wie Dankbarkeit und Mediation und ein guter Weg, um loszulassen. Es freut mich auf jeden Fall zu hören, dass du deinem Ex-Partner verzeihen konntest und dadurch auch fähig warst, ihn loszulassen. Mir ging das ein bisschen ähnlich mit meinem verstorbenen Vater.
      LG

      Antworten
  25. Laura
    Laura sagte:

    Hallo Anchu,

    endlich fühle ich mich verstanden. Leider ging vor kurzem meine Beziehung in die Brüche, weil ich mit der übertriebenen Positiv Denkweise nicht mehr klar kam. Mein Ex ging auf Seminare wie z. B. von B. Sch. oder Chr. Bisch. (ich schreibe die Namen mal nicht aus). Er ist mittlerweise so unrealistisch, dass ich mir schon sorgen mache. Und das “Gesetz der Anziehung” ist für Ihn auch das A. und O.

    Gruß

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Laura,
      das tut mir leid… Aber ich kann dich gut verstehen. Ich bin selbst ein relativ positiver Mensch. Aber wenn Menschen komplett unrealistisch drauf sind, ständig alles bejubeln und immer alles positiv sehen ist mir das sehr suspekt.
      LG

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      • Laura
        Laura sagte:

        Ja es ist wirklich sehr schade, da wir eine schöne Zeit zusammen hatten, aber als Frau muss man in die Zukunft sehen und benötigt Sicherheit. Verlassen hat aber er mich da er in den Seminaren lern Neider und Missgönner abzuservieren. Er “weiß” er ist in 10 Jahren selbstständig und finanziell Frei. Viel Reden aber nichts dahinter. Er meint alles kommt zugeflogen und wird super easy. Das wird ihm auf diesen Seminaren gelernt. Noch dazu ist sein Freund bei einer bekannten Finanzberater-Firma tätig und meiner Meinung nach erhalten dort ebenfalls alle eine Gehirnwäsche. Nach 2 Wochen Trennung bin ich aber auch erleichtert mich nicht mehr mit diesen Träumereien auseinandersetzten zu müssen.

        Danke für diesen tollen Bericht. Hab auch die anderen durchgelesen. Sprechen mir aus der Seele.

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  26. Carl
    Carl sagte:

    Ich glaube, es ist eine Art Ersatzreligion geworden. Ich hör es inzwischen überall. Ironischerweise oft bei Leuten, die komplett abgestürzt sind – so kannte ich einen Schizophrenen, mit dem ich mal eine Art gemeinnütziges Projekt starten wollte. Leider war der Kerl komplett durchgeknallt, was ich aber erst nach einer Weile deutlicher merkte.
    Er hatte so starke körperliche und geistige Einschränkungen, das man mit ihm einfach nichts planen konnte. jeden nun berechtigen Einwand meinerseits wischte er mit der Bemerkung vom Tisch, ich sein einfach zu negativ. Ich bekam also permanent den schwarzen Peter zugeschoben. Er stand schuldlos da; dabei war er der Verrückte, der einen Klops nach dem anderen brachte.

    So macht man sich die Sache verdammt einfach.

    An dem Beispiel kann man schon sehen, das da irgendwas nicht stimmt.

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carl,
      ja, wie im Artikel beschrieben, ist die Positiv-Denken-Bewegung zu einer Art Kult geworden. Und wie du schreibst, oft schwärmen die davon, die mit ihrem Leben am wenigstens klarkommen…
      LG

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      • Carl
        Carl sagte:

        Um bei meinem Beispiel zu bleiben: der Junge hätte zuerst an seine offensichtlichen Schwächen arbeiten müssen, um besser klarzukommen. – Ich respektiere jeden guten Willen, nur reicht der eben nicht aus.
        Die guten alten Dinge wie Sachverstand, Kompetenz, überhaupt FÄHIGKEITEN, egal welcher Art helfen einem im Leben weiter. Auch ein gewisse DEMUT hätte weitergholfen: nämlich auf eine konstruktive Kritik so zu reagieren, dass er hätte einlenken müssen, um mir in dem Fall recht zu geben, und seine Änderungsbreitschaft zu signalisieren. Dann hätte es weitergehen können.
        Ich bin natürlich selber nicht fehlerfrei, aber mit zwei verschiedenfarbenen Badelatschen einem Popel in der Nase und alkoholgeschwängertem Atem zu einem Treffen mit einem Architekten zu erscheinen, ist eben mehr als nur ein Stilbruch. Sowas geht nicht.

        Was lernt man daraus. Man muss zeurst mal den Mist, das Falsche ausräumen, bevor man das Gute anstrebt.
        Tut man das nicht, so schleppt man das Schlechte immer weiter und zerstört zum Schluss damit sogar das Gute ,
        denke ich jedenfalls…..

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      • Carl
        Carl sagte:

        P.S für mich selber ersetze ich jetzt oft den Begriff “positiv” oder negativ mit konstruktiv oder destruktiv.

        Das macht für mich mehr Sinn, als diese klischeehafte Wiederholung von “positiv”, den man wie Kaugummi wirklich auf jede Situation anwenden kann.

        Grüsse….

        Antworten
  27. Peter
    Peter sagte:

    Hallo Anchu, ich kann mich nur anschließen an deine Meinung. Zumal, positiv denken verursacht meist ein Gefühl, dass man etwas Verbotenes tut. Ich beschäftige mich auch schon eine Weile damit. Meine Erkenntnisse hab ich in einem Buch zusammengefasst. Viele Top-Leute dabei Vera Birkenbihl, Prof Spitzer, Hützer, Häusel etc. Wenn du willst, schick ich dir gerne gratis das PDF. Vielleicht ist was für dich dabei. Einfach eine Mail schicken.

    Antworten
  28. Johannes Fischer
    Johannes Fischer sagte:

    Hi Anchu,
    wirklich ein wahres Wort! Ich war/bin auch so ein Typ der sich selbst fertig macht wenn ich mal nicht gut drauf bin, schlechte Laune habe und mich dafür auch noch verurteile!! Ich fragte mich immer wieder, wie kann es sein, dass Leute immer gut drauf sind und immer positive Gedanken haben?? Die gibt es nicht!
    Ich versuche durch Selbstreflexion von Zeit zu Zeit meine Gedanken und die dadurch entstehenden Empfindungen bewusst wahrzunehmen und sie einfach zuzulassen. Manchmal lösen sie sich dadurch schnell auf manchmal eben nicht! Ok, dann muss ich akzeptieren das ich einen miesen Tag habe aber trotzdem versuchen meine schlechte Laune nicht an meiner Frau, Kinder, Kollegen auszulassen.
    Beste Grüße
    Johannes

    Antworten
  29. Ulrich
    Ulrich sagte:

    Hallo, habe erst heute Ihre interessante Seite gelesen. Mit positivem oder negativem Denken laden wir uns eine geteilte Welt auf. Das wird solange so bleiben, bis wir mit unserem Denken über Gut und Böse hinausgelangt sind in eine geistige Welt.
    Wie soll das funktionieren?
    Gehen Sie in die Stille und bitten Sie Ihren Schöpfer um geistige Dinge. Bitten Sie um Vernunft und Erkenntnis. Das hat mit weitergeholfen. Und das kann auch jedem anderen Menschen helfen.
    Gruß Ulrich

    Antworten
  30. Conny
    Conny sagte:

    Der Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Überall kommt der Satz: denk positiv, stell es dir vor und es wird. Nix wird, denn vieles im Leben kann man anpacken, aber es hängt oft von anderen Menschen einiges ab u. a. Und auch Jammern hat mal seine Berechtigung, deswegen bin ich trotzdem dankbar für viele Dinge und kann mich freuen. Und ich meine auch, nur weil ich jetzt denke, nee, ist nicht, deswegen kann ich trotzdem Glück haben.

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    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Conny,
      ja, so ähnlich sehe ich das auch!
      Es freut mich auf jeden Fall, dass dir der Artikel zu spricht.
      Falls du glaubst, Bekannte von dir sollten ihn lesen, kannst du ihn natürlich gerne weiterleiten!
      LG

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  31. Lea Bubeck
    Lea Bubeck sagte:

    Hallo Anchu,

    Vielen lieben Dank für deinen tollen Artikel. Du hast völlig recht damit, dass hier im letzten Jahr ein totaler Hype entstanden ist und sich selbst weiter zu entwickeln zu einem weiteren Muss geworden ist, statt etwas, das man aus eigenen Beweggründen und für sich selbst oder aus einer Situation heraus tut. Wenn ich hin und wieder in diese Falle tappe, hilft es mir dies bewusst zumachen, auch, dass ich mich hierfür gerade extrem kritisiere und Angst bekomme, dass mein Leben eine totale Katastrophe wird und es mir nie besser gehen kann, weil ich es nicht hinbekomme. Dann versuche ich erst tief Ein und Auszuatmen. Der Gedanke, dass ich dies teilweise schon meine Leben lang gemacht habe und bestimmte Dinge früher auch nicht konnte und ich trotzdem gute und schöne Momente hatte macht mir bewusst, dass es selbst, wenn ich mich nicht “verbessere” tolle Zeiten gab. Das bringt Erleichterung und Gelassenheit. Ich finde es dann zwar immer noch nicht toll aber halt ok. Und das reicht wahrscheinlich auch.
    Das heißt nicht, dass ich es beim nächsten Mal nicht wieder versuche anders und vielleicht besser mit einer Situation umzugehen, aber es nimmt den Druck raus.

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  32. hong blogger
    hong blogger sagte:

    Positiv Denken funktioniert nur dann, wenn du es willst, nicht, wenn du es erzwingst. Um die Macht vom positiven Denken zu nutzen, musst du erstmal lernen, richtig mit dem Negativen umzugehen.

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