Warum positives Denken oft nach hinten losgeht

Positives Denken hat viele Vorteile. Ich würde mich selbst als einen ziemlich positiven Menschen bezeichnen. Doch anders als manch ein Experte behauptet, hat positives Denken nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile.

Häufig wird behauptet, dass positiv zu Denken der Schlüssel für mehr Glück und Zufriedenheit im Leben ist. Egal, was passiert ist, egal, was du vorhast und egal, wie es dir gerade geht: Denke positiv!

Mittlerweile ist ein ganzer Kult rund um das “positive Denken” entstanden.

Überdrehte Motivationsgurus behaupten, man solle das „Un-“ aus dem Wort „Unmöglich“ streichen. Esoterik-Ratgeber empfehlen, jegliche Art von negativen Gedanken zu vermeiden, um somit nur Positives anzuziehen. Und Erfolgstrainer fordern auf, sich ausschließlich auf das zu konzentrieren, was man will und die Möglichkeit des Scheiterns erst gar nicht zu erwägen.

Die Botschaft ist denkbar simpel: Denke positiv und du wirst glücklich und erfolgreich!

Diese hyper-optimistische „Ich schaffe alles und mir scheint immer die Sonne aus dem Arsch“-Einstellung geht jedoch oftmals gewaltig nach hinten los.

Denn um jeden Preis positiv zu Denken und alles Negative auszublenden führt paradoxerweise oft dazu, dass Menschen unglücklicher sind, sich nicht selbst akzeptieren1 und weniger Motivation haben.2

Positives Denken führt oftmals nicht zu mehr Glück und Erfolg im Leben sondern hält dich genau davon ab.

In diesem Artikel möchte ich genauer erklären, warum positives Denken häufig nach hinten losgeht – und warum der „negative Weg“ zum Glück die bessere Alternative ist.

Warum „positiv Denken“ nicht immer die Lösung ist

Verfechter des positiven Denkens behaupten, dass wir alles erreichen können, dass wir jegliches Leid aus unserem Leben eliminieren können und dass es möglich ist, immer glücklich zu sein. Doch das ist unrealistisch.

Leider ist das Leben nicht immer schön.

Wir versagen und erreichen unsere Ziele nicht. Wir wissen manchmal nicht weiter. Wir verlieren unseren Job. Wir werden krank. Wir werden von unserem Partner verlassen. Wir finden keinen Parkplatz. Und letztendlich werden wir alle sterben. (Ja, auch die größten Optimisten unter uns.)

Natürlich beeinflussen unsere Gedanken unser Leben. Doch viele Menschen überschätzen die Kraft des positiven Denkens.

Nur weil du positiv denkst wirst du nicht alles erreichen können oder immerzu glücklich sein. Genauso wenig kannst du durch positives Denken alles Negative in deinem Leben verhindern.

Und bitte verschone mich mit dem Gesetz der Anziehung. Deine Gedanken bestimmen nicht zu 100%, was du in deinem Leben anziehst.

Oder würdest du einem hungernden Kind in Afrika raten, dass es einfach mal ein wenig mehr Essen visualisieren soll?

Hungernde Kinder in Afrika und Kriegswaisen in Syrien haben sicherlich keine Hunger- oder Kriegsgedanken an das Universum geschickt. Genauso wenig hat jedes Vergewaltigungsopfer das Geschehen durch seine negativen Gedanken angezogen. Und krebskranke Menschen haben weder durch ihre Persönlichkeit ihre Krankheit angezogen,3 noch hat ihr emotionales Wohlbefinden („bleibe positiv“) einen Einfluss auf den Verlauf der Krankheit oder deren Heilungschancen.4

Im Jahr 2007 ist meine Tante an Krebs gestorben. Sie war eine tolle Mutter von drei Kindern, eine gute Ehefrau und ein lebensfroher Mensch. Verfickte Scheiße.

Deine Gedanken sind nicht für alles verantwortlich

positiv denken positives denken

Gedanken alleine für unsere Gesundheit, unseren Erfolg und unsere Realität verantwortlich zu machen ist sehr beschränkt. Es führt außerdem dazu, dass wir uns schuldig fühlen, wenn etwas Schlechtes passiert („meine negativen Gedanken haben das Unheil angezogen“).

Der springende Punkt ist der: Egal, wie wir denken, wir können nicht alles Negative im Leben vermeiden.

Doch das ist oft gar nicht das Problem. Das Problem entsteht, wenn wir Negatives nicht akzeptieren und um jeden Preis positiv denken wollen.

Mein Partner ist gerade fremdgegangen und jetzt fühle ich mich schlecht. Aber ich soll ja das Positive sehen! Oh, wie toll, die verfickte scheiß Sonne scheint …

Es ist der Anspruch, ständig positiv zu denken und immer gut drauf zu sein, der dich elend macht.

Wieso?

Weil die Erwartung, immer positiv zu denken, dazu führt, dass du dich verurteilst, wenn du mal nicht positiv denkst oder nicht gut drauf bist.

Du machst dich also herunter, weil du negative Gedanken hast oder dich nicht gut fühlst. Und diese Selbstkritik ist viel schlimmer, als die negativen Gedanken oder die schlechte Stimmung selbst.

Ich nenne das Problem die Positiv-Denken-Falle.

Wenn positiv Denken nach hinten losgeht: Die Positiv-Denken-Falle

Sicherlich kennst du das Gedankenspiel, in dem es darum geht, nicht an etwas zu denken:

Denke nicht an einen pinken Dildo!

Zack, schon denkst du an deinen pinken Dildo (und im nächsten Gedankengang wahrscheinlich daran, was du damit alles anstellen kannst. Du Ferkel.)

Je mehr du jetzt versuchst, nicht daran zu denken, desto stärker werden die Gedanken. Das liegt daran, dass wenn du Gedanken unterdrückst, diese eher wiederkehren.5

Und genau hier entsteht das erste Problem beim positiven Denken.

Du kannst nicht immer um jeden Preis positiv denken

Wenn du unbedingt positiv denken möchtest, wirst du negativen Gedanken unterdrücken. Das führt jedoch dazu, dass diese noch stärker werden und vermehrt auftauchen.

Und jetzt kommt das zweite Problem. Du verurteilst dich für deine negativen Gedanken, da du ja unbedingt positiv denken willst, es aber nicht schaffst.

„Ich verlange wirklich nicht viel von mir! Aber dass ich es noch nicht mal schaffe, ein wenig positiver zu denken, ist ja wohl der Gipfel! Ich bin so ein Versager und Nichtsnutz. Ich habe es echt nicht verdient, glücklich und erfolgreich zu sein …“

Dich für deine negativen Gedanken zu verurteilen führt wiederum dazu, dass du noch mehr negative Gedanken hast und dich noch beschissener fühlst.

Willkommen in der Positiv-Denken-Falle!

Dich für deine negativen Gedanken zu verurteilen ist dabei das viel größere Problem, als die negativen Gedanken selbst.

Wenn du die negativen Gedanken einfach nur als weitere Gedanken betrachtest, ohne zu werten und ohne sie unterdrücken zu wollen, werden sie früher oder später weiterziehen. Verurteilst du dich für deine negative Gedanken, kreierst du noch mehr negative Gedanken und verlierst dich in ihnen.

Dass du negative Gedanken unterdrückst und diese dadurch oftmals stärker werden ist jedoch nicht das einzige Problem des positiv Denkens. Ein weiterer ist falscher Optimismus.

Positiv Denken führt zu falschem Optimismus

positiv denken positives denkenSich übermäßige Sorgen zu machen und alles negativ zu sehen ist lähmend und raubt uns jegliche Lebensfreude. Doch um jeden Preis positiv zu Denken führt zu falschem Optimismus.

Es führt zum Beispiel dazu, dass du reale Risiken und Gefahren unterschätzt:

  • Du gehst nicht zum Doktor, obwohl du einen Knoten in der Brust hast.
  • Du investierst dein letztes Geld in hochriskante Aktien.
  • Du fährst betrunken Auto.
  • Du bereitest dich nicht gut genug auf ein Vorstellungsgespräch vor.
  • Du hast ungeschützten Geschlechtsverkehr.

Die Rechtfertigung für solche und ähnliche Entscheidungen: „Es wird schon gut gehen.“

Ein Freund von mir reist seit Jahren ohne Versicherung um die Welt, weil er „weiß“, dass ihm nichts Schlimmes passieren wird. Anfang dieses Jahres wurde er nach einem Saunagang ohnmächtig. Durch den harten Aufprall auf dem Boden zog er sich eine schwere Gehirnerschütterung zu, die ihn fünf Wochen lang ans Bett fesselte.

Falscher Optimismus führt jedoch nicht nur dazu, dass wir riskante Entscheidungen treffen. Es führt auch dazu, dass wir eher scheitern, weil wir uns unrealistische Ziele setzen.

Sorry, aber du kannst nicht alles erreichen

Viele Trainer und Erfolgsgurus behaupten, dass wir alles erreichen können und alle unsere Träume in Erfüllung gehen werden, wenn wir nur positiv genug Denken.

  • Streiche das „Un-“ aus das Wort „Unmöglich“.
  • Gebe niemals auf und du kannst alles erreichen!
  • Zweifel niemals an dir.

Solche Aussagen führen dazu, dass du dich kurzfristig gut und motiviert fühlst.

Das ist auch der Grund, warum „Du kannst alles erreichen“-Bücher und -Seminare gut ankommen. Du liest das Buch oder besuchst das Seminar und fühlst dich danach motiviert, positiv und voller Tatendrang. Doch langfristig ändert sich durch solche Bücher oder Seminare meistens gar nichts.

Das Problem ist, dass eine überoptimistische Einstellung dazu führt, dass du dir unrealistische Ziele setzt.

Wenn du zum Beispiel Mitte Zwanzig bist und 100 kg wiegst, wirst du kein Fußballprofi werden. Genauso wenig wirst du in einem Jahr Millionär werden, wenn du noch nicht mal eine Geschäftsidee hast.

Zwei Beispiele aus meinem Leben

Auch ich bin schon einige Male in meinem Leben Opfer der „Ich kann alles schaffen“-Mentalität geworden.

Seit meinem 15. Lebensjahr wollte ich Mountainbikeprofi werden – trotz Asthma. Mein Ziel hat mich dazu geführt, nach dem Abitur erst mal nicht zu studieren und mich auf das Radfahren zu fokussieren.

Zu dieser Zeit gab es in meinem Leben nichts anderes als Arbeiten und Radfahren. Für einen Hungerlohn habe ich täglich acht Stunden gearbeitet und nebenher noch 3-4 Stunden trainiert. Es war brutal hart, doch ich hielt an meinem Traum fest.

Ich war auch nicht schlecht, bin einige Profirennen mitgefahren und habe mein Rad und die Ausrüstung gestellt bekommen.

positiv denken positives denkenDoch mit Anfang Zwanzig musste ich mir letztendlich eingestehen, dass ich durch meine Krankheit einen Nachteil habe, den ich weder durch Talent noch Training kompensieren kann.

Positives Denken hatte mir damals nicht geholfen, sondern dazu geführt, dass ich lange Zeit einem unrealistischen Traum hinterhergerannt – oder besser gesagt hinterhergefahren – bin.

Doch ich hatte meine Lektion noch nicht ganz gelernt.

Im Jahr 2013 begann ich mit dem Bloggen. Ich hatte von Anfang an das Ziel, irgendwann davon leben zu können – auch wenn das nur wenige Blogger schaffen.

Als ich mit dem Bloggen anfing, wusste ich jedoch nicht, wie man schreibt. Ich hatte Ingenieurwesen studiert und außer einer grottenschlechten Bachelorarbeit noch nie einen längeren Text geschrieben.

Als wäre all das nicht schon Herausforderung genug, entschloss ich mich auch noch dazu, auf Englisch zu schreiben, da ich dadurch mehr potenzielle Leser erreichen konnte.

Den Menschen, denen ich von meinem Plan erzählte, rieten mir ab. Sie meinten, dass selbst in der eigenen Muttersprache gut zu schreiben nicht einfach ist. Ich verwies diese Kritik, denn in meinen Hinterkopf hallte das Motivationsmantra „Du kannst alles schaffen!“.

Nach sechs Monaten und einigen (schlechten) Artikel musste ich mir dann jedoch eingestehen, dass ich zwar gut Englisch spreche, aber meine Englischkenntnisse bei Weitem nicht ausreichen, um einen professionellen Blog zu betreiben.

Daraufhin fing ich an, auf Deutsch zu schreiben und mich systematisch mit dem Thema Bloggen und online Geld verdienen zu beschäftigten. Und nach Monaten harter Arbeit sah ich erste Erfolge.

Hätte ich mein Limit nicht erkannt, hätte ich wahrscheinlich noch ein oder zwei Jahre erfolglos auf Englisch weiter gebloggt und letztendlich frustriert mit dem Schreiben aufgehört.

Höre auf, zu glauben, dass du alles schaffen kannst und dass du niemals an dir zweifeln solltest.

Es ist genau diese überoptimistische Einstellung, die dich daran hindert, wirklich was in deinem Leben zu erreichen. Sie führt dazu, dass du deine Zeit und Energie in Ziele oder Projekte steckst, die überaus unrealistisch sind oder schlichtweg nicht deinen Stärken entsprechen.

Du kannst nicht alles erreichen. Doch wenn du dich auf deine Stärken konzentrierst, Herausforderungen intelligent angehst und deine Energie und Zeit sinnvoll investierst, kannst du verdammt viel erreichen.

Wie dir negatives Denken helfen kann

Positive Gedanken wie auch Optimismus können sehr motivierend und hilfreich sein. Doch das Leben ist komplex und die Antwort auf Probleme ist nicht immer positives Denken. Nicht selten ist negatives Denken die bessere Lösung.

Im Folgenden möchte ich dir einmal erklären, wie dir negatives Denken helfen kann.

Negativ visualisieren

Häufig wird einem dazu geraten, positiv zu visualisieren und sich vorzustellen, wie alles gut läuft.

Ob du nun eine öffentliche Rede halten sollst, auf ein Date gehst oder ein wichtiges Bewerbungsgespräch hast, du sollst dir vorstellen, dass alles glatt läuft.

Das führt jedoch zu mehreren Problemen.

Positives zu visualisieren – dir vorzustellen, wie du zum Beispiel einen neuen Job bekommst oder eine Prüfung bestehst – kann dazu führen, dass du schlechtere Ergebnisse erzielst.6 Psychologen glauben, dass das daran liegt, dass wir durch positives Visualisieren fauler sind und uns schlechter vorbereiten, weil unser Gehirn glaubt, dass wir unser Ziel schon erreicht hätten.

Ein weiteres Problem, wenn wir uns nur auf das Positive fokussieren, ist, dass wir uns mehr und mehr einreden, dass ein Scheitern katastrophal wäre.

Wenn du auf ein Date gehst oder ein wichtiges Bewerbungsgespräch hast und dir einredest, dass du deinem Date unbedingt gefallen MUSST oder bei dem Bewerbungsgespräch AUF GAR KEINEN FALL versagen darfst, wirst du verdammt nervös und angespannt sein.

Siehst du jedoch ein, dass du sehr wohl scheitern kannst und dass du wenig Kontrolle über den Ausgang der Situation hast, wirst du deutlich entspannter sein.

Fokussierst du dich tatsächlich mal auf das Negative und malst dir das schlimmste Szenario aus, wird dir meistens auch bewusst, dass scheitern zwar unangenehm ist, doch keinesfalls katastrophal.

Und das kann dir viel Angst nehmen.

Als ich mein Studium abgebrochen habe, um mich mit dem Schreiben selbstständig zu machen, hat mich meine Angst vor dem Scheitern fast aufgefressen. Eines Tages habe ich mir dann wirklich mal ausgemalt, was das Schlimmste ist, was passieren könnte. Dadurch ist mir bewusst geworden, dass selbst wenn alles schief geht, es gar nicht so schlimm wäre.

Ein weiterer Vorteil des negativen Visualisieren ist, dass du besser vorbereitet bist, wenn die Dinge wirklich mal schief gehen.

Vor kurzem hat mir einer meiner besten Freunde erzählt, dass seine Freundin schwanger ist und dass er überlegt, einen großen Kredit aufzunehmen, um ein Haus zu bauen.

Zwar ist mir seine Freundin überaus sympathisch und ich habe das Gefühl, die beiden passen sehr gut zusammen, doch sie sind erst seit etwas über zwei Jahren zusammen.

Also habe ich meinem Freund meine Bedenken erklärt. Ich meinte zu ihm, dass ich ihm nur das Beste wünsche, doch dass es durchaus passieren könnte, dass die Beziehung nicht funktioniert. Und was wäre dann mit dem Haus und dem Kredit?
Er schaute mich an und lächelte:

„Man Anchu, du kennst mich doch. Darüber habe ich natürlich auch nachgedacht und mich erkundigt. Es wäre blöd, aber es gibt auch hierfür Lösungen.“

Darüber nachzudenken, dass etwas schief gehen könnte, ist nicht pessimistisch. Auch zieht es das Unheil nicht automatisch an, wie es das Gesetz der Anziehung erklärt.

Negativ zu visualisieren kann sehr motivierend sein, dir deine Angst nehmen und bereitet dich besser darauf vor, falls etwas schief läuft.

Der „negative Weg“ zum Glück

In dem du versuchst, alles Negative auszublenden, schwierige Situation und Probleme vermeidest und dir kontinuierlich vorstellst, was für ein tolles Leben du eines Tages führen wirst, kannst du dich kurzfristig gut fühlen.

Doch langfristig ist das keine gute Lebensstrategie.

Nenn mich einen Pessimisten, aber persönlich zu wachsen, erfolgreicher zu werden und generell zufriedener zu sein ist meistens ein schmerzhafter und schwieriger Prozess. Du musst dich deinen Problemen und Ängsten stellen, unangenehme Gefühle akzeptieren, alte Glaubenssätze hinterfragen und negative Erfahrungen wie Misserfolge als Teil des Lebens betrachten.

Und genau darin besteht der „negative Weg“ zum Glück.

  • positiv denken positives denkenStatt um jeden Preis positiv bleiben zu wollen, erlaube dir, negative Gedanken und schlechte Gefühle zu haben.
  • Statt alles Negative zu vermeiden, nehme es an.
  • Statt dir Probleme schön zu reden, begegne ihnen.
  • Statt immer optimistisch zu sein, visualisiere negativ.

Du wirst nicht glücklicher, in dem du alles Negative vermeidest. Du wirst glücklicher, in dem du das Negative als einen Teil des Lebens ansiehst und es annimmst.

Du kannst glücklich sein, obwohl du mal schlecht gelaunt oder demotiviert bist, dich nicht jeder mag, du gewisse Ziele nicht erreichst, eine Prüfung oder ein Bewerbungsgespräch in den Sand setzt, finanzielle Schwierigkeiten hast, Single bist oder nicht immer dein volles Potenzial lebst.

Das Leben ist nicht immer schön und fair. Doch je mehr du das akzeptierst, desto entspannter und zufriedener wirst du trotz aller Probleme und Schwierigkeiten sein.

Verstehe mich nicht falsch. Es geht nicht darum, den Teufel an die Wand zu malen, dich nur auf das Negative zu konzentrieren, immer zu jammern oder dich permanent selbst zu kritisieren. Genieße die schönen Momente im Leben, freue dich über Kleinigkeiten, sei dankbar, für das, was du hast und betrachte die Dinge positiv, wenn es Sinn ergibt.

Doch zu versuchen, immer glücklich zu sein und alles um jeden Preis positiv zu sehen, wird dich letztendlich ins Elend treiben.

Durch den Kult des Optimismus ist ein falsches Bild davon entstanden, was es heißt, glücklich zu sein. Menschen glauben, dass sie immer glücklich, positiv und motiviert sein können. Oder sie glauben, dass sie nur positiv genug denken müssen, um alles Negative im Leben zu vermeiden.

Es ist jedoch eine scheiß Illusion, dass dir jeden Tag die Sonne aus dem Arsch scheinen oder dir das Leben immer zulächeln wird.

Ja, das Leben ist manchmal wunderschön. Doch manchmal ist es auch richtig beschissen. Und egal, wie du dich anstellst, irgendwann ist es vorbei.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann ließ auch unbedingt Die “Halt deine Schnauze und macht etwas”-Regel, 5 Dinge, die dir am Arsch vorbei gehen sollten und Weißt du überhaupt, was Liebe ist?.

Lerne dich selbst besser kennen

In meinem Ratgeber “Innere Stärke” erfährst du, wie du dich selbst besser kennenlernst, besser mit negativen Gefühlen umgehst und deine Ängste überwindest. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

  1. Positive self-statements: power for some, peril for others (2009). Wood, J. V.; Perunovic, W. Q. & Lee, J. W. Psychol Sci. 2009 Jul;20(7):860-6. doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02370.x. Epub 2009 May 21.
  2. Positive fantasies about idealized futures sap energy (2011). Kappes, H. B. & Oettingen, G. Journal of Experimental Social Psychology 47 (2011) 719–729
  3. Jimmie Holland. The Human Side of Cancer: Living with Hope, Coping with Uncertainty (2001). Harper Perennial
  4. Emotional Well-Being Does Not Predict Survival in Head and Neck Cancer Patients: A Radiation Therapy Oncology Group Study (2007). Coyne, J. C.; Pajak, T. F., Harris, J.; Konski, A.; Movsas, B.; Ang, K. & Bruner, D. W. CANCER; Published Online: October 22, 2007 (DOI: 10.1002/cncr.23080); Print Issue Date: December 1, 2007.
  5. Wenzlaff, R. M., & Wegner, D. M. (2000). Thought suppression. Annual Review of Psychology, 51(1), 59–91.
  6. Kappes, H. B., & Oettingen, G. (2011). Positive fantasies about idealized futures sap energy. Journal of Experimental Social Psychology, 47(4), 719–729.
53 Kommentare
  1. Thomas
    Thomas says:

    Hallo Anchu,
    ich hab in letzter Zeit einiges von dir gelesen, aber mit dem Artikel schießt du wirklich den Vogel ab! Der Artikel ist richtig, richtig gut.
    Der Anspruch, immer alles positiv zu sehen hat mir noch nie gut getan. Jetzt verstehe ich aber, dass mit mir und meiner Sichtweise gar nicht so viel falsch ist.
    Und zu dem Gesetz der Anziehung: Danke! Mir geht dieses blöde Geschwafel von der Magie der Gedanken voll auf den Keks. Und das Beispiel mit dem Kind aus Afrika bringt das gut auf den Punkt, auch wenn es heftig ist. Vlt. kannst du darüber ja mal mehr schreiben.
    Auf jeden Fall danke für diesen Artikel.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Thomas,
      vielen Dank. Das freut mich wirklich zu hören, weil ich sehr lange an dem Artikel saß er mir persönlich auch sehr wichtig ist.
      Zum Gesetz der Anziehung werde ich bald was schreiben 🙂
      LG

      Antworten
  2. Omar
    Omar says:

    Guter Artikel Herr Anchu.
    Meines Erachtens nach braucht man positive Handlungen die dann zu einem positivem Denken führen. Positive Handlung führt automatisch zu positivem Denken. Eine positive Handlung wäre Sport treiben weil der Körper dabei Glückshormone produziert. Diese positive Handlung – Sport – führt dazu das man “anders” positiv denkt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Omar,
      ich verstehe deinen Punkt und bin an sich bei dir. Aber:
      a) Nicht alle positiven Handlungen führen zu positiven Ergebnissen und
      b) Trotz positiver Handlungen kann Negatives passieren.
      LG

      Antworten
  3. Tina
    Tina says:

    Super Artikel!!!
    Spitzenmäßig!!!
    Einfach nur toll!
    Deine Texte werden immer besser, großes Kompliment. Ich bin früher auch in diese Falle getappt und lass es einfach sein. Und seitdem geht’s mir viel besser und bin wesentlich entspannter.
    Du bist ein super Typ, mach weiter so!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tina,
      vielen, vielen Dank. Ich fühle mich geschmeichelt.
      Ich finde das Thema super interessant und werden in Zukunft mehr darüber schreiben. Ich denke, dass viele Menschen unzufrieden und unglücklich sind weil sie falsche Erwartungen haben und weil viele Ratgeber unrealistische “Träume” verkaufen.
      LG

      Antworten
  4. Michael
    Michael says:

    Hey Anchu,
    richtig richtig starker Artikel, Hut ab!
    Ich kann dir bei nahezu allen Punkten nur zustimmen, zumal es in meinem Bekanntenkreis schon Fälle gab die durch das andaurnde “Positive Denken” depressiv geworden sind – ich glaube neben sich die Welt inmer positiv auszumalen ist es viel wichtiger oftmals einfach alles so hinzunehmen wie es ist, zu handeln und einfach nach vorne zu sehen.

    Gruß Michael

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Michael,
      danke dir. Ja, das ist der große Punkt. Positiv zu sein kann manchmal sehr hilfreich und aufbauend sein. Aber letztendlich ist ein gesunder Realismus fast immer die beste Option…
      LG

      Antworten
  5. Jan
    Jan says:

    Hey Anchu,

    der Artikel spricht mir aus der Seele. Schluss mit diesem Quatsch, zumindest als generelle Empfehlung. Als ich vor einer Weile etwas länger über dieses Thema nachgedacht habe, bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass das Denken situationsabhängig variieren sollte (falls das möglich ist).Es gibt Situationen, in denen eine übertrieben positive Sicht der Dinge auch das Ergebnis positiv beeinflussen kann. Eine selbsterfüllende Prophezeiung sozusagen. Das ist zum Beispiel im Umgang mit anderen Menschen der Fall. Hier macht es meiner Meinung nach Sinn, die Dinge (übertrieben) positiv zu sehen, also zum Beispiel fest damit zu rechnen, dass man den Job bekommt. Durch die positive Ausstrahlung, die man dadurch gewinnt, erhöht sich die reale Erfolgsaussicht auf den Job. In allen anderen Situationen sollte man lieber realistisch sein. Dem freien Parkplatz ist egal was wir denken 😀

    P.S.: Es gibt übrigens Menschen, die glauben, dass sie mit Gedankenkraft regelmäßig Naturkatastrophen wie zum Beispiel Zsunamis verhindern. Sie behaupten sogar, dass sie das wissenschaftlich beweisen können. Echt krass.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg,
    Jan

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Jan,
      danke dir! Ich sehe das ähnlich wie du. Wenn möglich, sollten wie das Denken variieren (also mal “positiv” und mal “negativ” visualisieren). In diesem Artikel bin ich jetzt stark auf die negative Seite eingegangen, weil viele andere immer wieder dazu raten, alles positiv zu sehen.
      Ich finde es gefährlich, wenn Menschen ihren Gedanken zu viel Kraft wiedergeben. Letztens hat mir eine Frau erzählt, dass ihr Denken verhindern kann, dass sie schwanger wird…
      LG

      Antworten
  6. leinad
    leinad says:

    Eigentlich ist das ganze doch einfach:
    Gedanken lassen sich nicht abstellen. Sie verhalten sich wie ein Radio in unserem Kopf welches 24/7 auf Sendung ist. Dieses Radio spielt die ganze Zeit über positive und negative Geschichten (Gedanken) der Playlist hoch und runter.

    Versucht man nun den negativen Radiosender mit einem positiven Radiosender zu übertrumpfen führt dies dazu das zwei Radiosender parallel laufen… hat schon mal jemand versucht zwei Radiosendern gleichzeitig zuzuhören? Richtig!
    Das funktioniert nicht.

    Einfacher und effektiver ist es die Gedanken als das wahrzunehmen was sie sind: Geschichten.

    Sprich: Akzeptieren der Gedanken. Dadurch verschwinden sie nicht, nein, aber man nimmt ihnen die Kraft. Mit der Zeit entschärft man dadurch die Gedanken und diese beeinflussen uns weniger. Dabei ist es total irrelevant ob die Gedanken wahr oder unwahr sind. Viel wichtiger ist es ob diese Geschichten uns Helfen unsere Ziele zu erreichen, unsere Aufgaben zu bewältigen etc. etc.

    Beispielsweise:
    “Ich bin ein Versager”
    => “Ich habe gemerkt das ich denke, das ich ein Versager bin”
    => Hilft mir dieser Gedanke weiter meine Ziele zu erreichen? Nein.

    Es geht dabei allerdings nicht darum (negative) Gedanken loszuwerden sondern darum (negative) Gedanken, wie der Name schon suggeriert, zu entschärfen.
    Die Gedanken sind da, ich lasse mich aber nicht mehr von ihnen beeinflussen sondern nehme diese als das wahr was sie sind: Geschichten die u.U. mir nicht weiterhelfen.

    LG
    leinad

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Leinad,
      das mit dem Radio finde ich einen sehr schönen Vergleich. Wenn uns in der Schule beigebracht werden würde, besser mit Gedanken umzugehen und uns nicht mit diesen zu identifizieren, würde es viele Probleme auf dieser Welt nicht geben…
      LG

      Antworten
  7. Cakir
    Cakir says:

    Hey Anchu,
    das Gesetzt der Anziehung ist eines der meist falsch verstandenden “Naturgestzte”.
    Das Buch “The Secret” erklärt das Gesetzt der Anziehung größtenteils falsch. Es gibt viel Bullshit zu dem Thema.
    Das Gesetzt der Anziehung besagt NICHT, das wenn man positiv denkt positives anzieht, sondern es besagt: “gleiches zieht gleiches an”
    Also, es bringt dir nichts, wenn du positiv denkst, solange du dich noch im negativen Emotionalen Zustand wie, Depression, Frustration etc. befindest.
    Du ziehst in dem Moment DAS an, was du im Inneren spürst.
    Es gilt also ersteinmal seinen Emotionalen Zustand zu steigern, bevor überhaupt positive gedanken wirklich auch Resultate erzielen können. Seinen negativen Emotionalen Zustand kann man NICHT durch positive gedanken anheben, sondern nur durch innere Arbeit.
    Das Thema ist relativ komplexer, als man denkt.
    Ich kann dir das Buch “wünschen und bekommen” von Esther Hicks empfehlen.
    Eines der wenigen Bücher, welches das Gesetzt der Anziehung erklärt, sprich wie es auch wirklich funktioniert.
    Habe mich mit dem Thema lange auseinandergesetzt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Cakir,
      ich habe das Buch von Hicks gelesen – und halte davon gänzlich wenig. Ich verstehe den Grundgedanken – gleiches zieht gleiches. Diese Annahme kann erst mal sehr sinnvoll sein und trifft auch oft zu. So neigen Menschen dazu, ähnliche Menschen wie sich selbst sympathischer zu finden. Auch in meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre ich, dass wir die besten Beziehungen mit ähnlichen Menschen führen. Doch jetzt kommt das große Aber: Ich finde es gefährlich, wenn wir alles auf unseren emotionalen Zustand zurückführen. Das führt zu dazu, dass ich depressive oder traurige Menschen noch schlechter fühlen. Außerdem führt der Glaube an das Gesetz der Anziehung oft dazu, dass Menschen ihren Arsch nicht hochkriegen und an ihren Zielen arbeiten.
      Ich werde darüber demnächst einen extra Artikel schreiben.
      LG

      Antworten
      • Cakir
        Cakir says:

        Du hast das Gesetzt der Anziehung falsch verstanden.
        Wie gesagt, es gibt viel Bullshit zu dem Thema.
        Traurige, depressive Menschen werden vom positivem denken nicht viel profitieren, warum?
        Weil es aus einem Mangel kommt.
        Bsp: Ein frustrierter Mann will unbedingt Frauen flachlegen und er versucht durch seine Gedanken das ganze auszumalen.
        Höchstwahrscheinlich wird er sich beim denken des wunsches schlecht fühlen, weil er sich im schlechten negativen Zustand befindet. Das Gesetzt der Anziehung wird dafür sorgen, dass er weiterhin Mangel erhält, sprich weiterhin keine Weiber.
        Denn Mangel zieht Mangel an.
        Jemand aber der sich im guten Emotionalen Zustand befindet und sich Frauen wünscht, und beim denken des wunsches sich gut fühlt und auch weiß, dass er früher oder später das bekommt, was er sich wünscht, wird das Gesetzt der Anziehung ihm auch das geben.
        Weil er nicht aus einem Mangel kommt.
        Kurz: Wir müssen unseren Emotionalen Zustand anheben
        Das funktioniert aber NUR, wenn wir an uns arbeiten, unsere Themen erlösen UND auch die Ziele beschreiten, das Gesetzt der Anziehung, wird dann sozusagen “nachhelfen”
        Wer also glaubt, man muss nur Zuhause sitzen und visualisieren und einfach nur positiv denken. Der wird gänzlich Enttäuscht.
        Ich kann es dir hier nicht in paar Sätzen erklären, ich kenne dennoch Leute die mit dem Gesetzt der Anziehung aktiv arbeiten und auch erfolg damit haben. (auch ich)
        Dein Artikel wird eventuell Gegenwind auslösen,
        aber
        dann würde sich das ganze auch besser aufklären.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Ich denke, wir meinen ähnliches. In meinem Artikel möchte ich den Teil des “Gesetz der Anziehung” kritisieren, der Richtung The Secret geht – weil ich es für gefährlich und schädlich halte. Mal schauen, ob ich den richtigen Winkel und die richtigen Worte finde.
          LG

          Antworten
  8. Markus Grau
    Markus Grau says:

    Danke für deine Worte Anchu, sehr wichtige und hoffentlich wegweisende Gedanken. Hin zu mehr realistischer Freude und der Annahme des wirklichen Lebens.
    Wie Du schreibst ist besonders, was Du schreibst mindestens auch 🙂

    Freue mich auf unser Wiedersehen.
    Liebe Grüße übern´ Teich

    Antworten
  9. Heiner
    Heiner says:

    Hallo Anchu,
    danke für den Artikel. Irgendwo hab ich das schon mal gelesen … erinnert mich sehr an die alten Stoiker Epiktet, Seneca und Marcus Aurelius. Die gingen sogar soweit, die Meditation über den eigenen Tod zu empfehlen. Weil wenn man weiss, dass am Ende des Lebens sowieso 100% aller Menschen tot sind, kann man der Rest auch mit großer Gelassenheit und Spaß am Leben angehen – was Schlimmeres kann sowieso nicht kommen.
    Viele Grüße,
    Heiner

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Heiner,
      ja, ich habe für den Artikel ein wenig von den alten Stoiker inspirieren lassen. Ich finde es faszinierend, was für eine Weisheit diese “Jungs” schon vor über 2000 Jahren hatten. Über den Tod und die Beschäftigung damit möchte ich demnächst auch was schreiben.
      LG

      Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Daniela,
      toll, dass du bei diesem Artikel das Gefühl hast, verstanden zu werden!
      Ich habe einfach das Gefühl, dass viel Tipps im Bereich Persönlichkeitsentwicklung nach hinten losgehen.
      LG

      Antworten
  10. Chris
    Chris says:

    Once again, Chapeau!

    Es gibt wohl kaum einen “Personal Developper” (entschuldigung für das furchtbare Wort), der nicht eine Zeit lang bedingungslosem positiven Denken hinterher gejagt ist.

    Bei mir war es “the Power of your subconscious Mind” von Dr. Joseph Murphy, dass mir vor 4-5 Jahren den Kopf verdreht hat. Ein Klassiker!

    Ich will nicht sagen, dass mich das Buch nicht unterm Strich sehr positiv beeinflusst hat, aber es hat mich eine ganze Zeit und zahlreiche Erfahrungen gebraucht, um von dem völlig realitätsentfesselten Gedankengut wieder runterzukommen!

    Dein Artikel kommt also für meinen Geschmack ein paar Jahre zu spät 😉

    Nach wie vor begeistert bin ich von bewusster Dankbarkeit (5 Minuten jeden Morgen), weil es sich wirklich positiv auf meine Sichtweise und meine Laune über den Tag auswirkt.

    Liebe Grüße
    Chris

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Chris,
      danke.
      Auch ich bin jeden Morgen nach dem Meditieren kurz dankbar. Dankbarkeit und Meditation sind zwei Sachen, die mir extrem weitergeholfen haben. Der ganze Rest war eher kontraproduktiv. Aber auch Dankbarkeit funktioniert oftmals anders, als wir Denken. Gibt ein paar interessante Studien dazu. Ich werde versuchen, darüber bald etwas zu schreiben.
      LG
      p.s. Diesen Artikel hätte auch ich selbst vor ein paar Jahren gebraucht 😉

      Antworten
      • Chris
        Chris says:

        Ich stimme dir voll zu! Dankbarkeit und Meditation am Morgen sind auch für mich die wichtigsten Dinge nach dem Aufstehen!

        Auf deinen Artikel zum Thema Dankbarkeit bin ich sehr gespannt!

        Liebe Grüße
        Chris

        Antworten
  11. Jan
    Jan says:

    Bei diesem Artikel bin ich diesmal geteilter Meinung: Ja, positives Denken allein bringt nichts, positiv handeln wäre schon besser. Da aber der Großteil der Gedanken unterbewußt ist und damit stärker, ist es entscheidend, was sich dort abspielt. Und wenn dort weiterhin negative Gedanken und Glaubenssätze vorherrschen, nützen positive Gedanken an der Oberfläche nichts, das ist tatsächlich nur Verdrängung und macht das Problem nur größer.
    Was jedoch die Aussagen zum Gesetz der Anziehung betreffen, das sehe ich inzwischen völlig anders. Die genannten Beispiele auf Seite 2 (Kind in Afrika, (krebs-)kranke Menschen etc. haben sehr wohl mit dem einzelnen Menschen zu tun; es können jedoch nur sehr wenige Menschen den Einzelfall überblicken, für die Meisten bleibt es rätselhaft und damit unverständlich. Außerdem müssen frühere Leben dabei immer mit berücksichtigt werden: warum werde ich in bestimmte Verhältnisse hineingeboren?
    Es geht dabei nicht um Schuld, aber um Verantwortung. Hierzu gibt es ein wunderbares Buch des russischen Heilers und Hellsichtigen Sergej Lazarev, sehr zu empfehlen, das öffnet einem die Augen, worin die eigene Verantwortung besteht.

    Antworten
      • Jan
        Jan says:

        Hallo Anchu,

        es geht nicht um Schuld, aber um Verantwortung. Und die Frage ist berechtigt und notwendig, warum es einem so geht, wie es einem geht. Es ist unverantwortlich, die Frage dazu nicht zu stellen und anderen im Glauben zu lassen, es hätte nichts mit ihnen zu tun. Wie soll denn sonst Heilung möglich werden, wenn ich die Ursachen nicht erkennen darf oder sie leugnen will? Wiederholte Erdenleben sind eine Tatsache, ob Du daran glaubst oder nicht. Und dort liegt nicht sämtliche Verantowrtung, sondern auch in diesem Leben, weil wir immer neu entscheiden können.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Um etwas zu “heilen” müssen wir nicht immer die Ursachen kennen. Das ist auch einer der Gründe, warum klassische Psychotherapie (“Was ist denn damals in deiner Kindheit passiert”) oft weniger Erfolge hat als andere Ansätze.
          Es ist nicht immer sinnvoll, in der Scheiße rumzurühren. Oftmals ist es sinnvoller, nach vorne zu schauen.
          Wiederholte Erdenleben sind eine Tatsache – Nein. Tatsachen sind nachweisbar (Wasser kocht bei 100 Grad). Es ist OK, wenn du an Wiedergeburt glaubst. Aber es ist keine Tatsache, weil es nicht nachweisbar ist.

          Antworten
          • Jan
            Jan says:

            Hallo Anchu,
            jetzt driftest Du ein bischen ab.
            Tatsachen scheren sich nicht darum, ob die Menschen etwas schon wissenschafltich beweisen können. das war bei der runden Erde so, bei Miroben im Wasser etc. und vielem anderen auch.
            Was die Ursachen von Krankheiten und Leid betrifft, man muß nicht in der Scheiße rühren, aber solange ich bei vielem nicht die Ursache kenne (das muß ja nicht gerade über klassische Psychologie gehen, da gebe ich Dir völlig recht), tappen wir oft im Dunkeln. Wem willst Du die Verantwortung für Leid zusprechen? Der Umwelt einem strafenden und willkürlich handelnden Gott oder dem Schicksal oder dem Zufall (dann bist Du immer das arme Opfer). Hier greifen mehrere Schöpfungsgesetze: Das Gesetz der Anziehung der Gleichart, das Gesetz der Wechselwirkung und das Gesetz der Schwere.
            Viele Grüße
            Jan

          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Hi Jan,
            wir werden hier nicht auf einen grünen Ast kommen, weil wir die Welt durch andere Augen sehen – und das ist OK.
            Zum konkreten Beispiel für Kinder in Afrika: Daran haben zu einem großen Teil die westlichen Länder schuld, als sie im 19. und 20. Jahrhundert Afrika eingenommen haben. Generell haben die meisten von uns eine Mitschuld an der Armut in anderen Ländern. Ich kann mir nicht bei H&M ein T-Shirt für 5€ kaufen und erwarten, dass der Arbeiter in Bangladesh dafür fair bezahlt wird.
            Der Reichtum und der Überfluss den wir im Westen haben baut zu einem großen Teil darauf auf, dass es andern dreckig geht. Die Realität ist nicht immer schön.
            LG

  12. Barbara
    Barbara says:

    Danke Anchu – wie immer – auf den Punkt gebracht und jetzt gerade tut mir das so gut!! Ich habe drei Krebserkrankungen über- bzw. erlebt – und mich kotzt das so an, wenn mir Menschen erklären, ich hätte mir das alles selbst “angezogen” – ich bin jedoch definitiv Genträgerin und habe mich deswegen letztes Jahr entschlossen, mich operieren zu lassen – und dann fiel ich in ein tiefes Loch, weil ich dieses Jahr als Folge der Strahlentherapie meine linke Brustwarze verloren habe und dann das Implantat entfernt werden musste. Was habe ich mich angestrengt positiv zu bleiben die letzten Jahre – erst jetzt erkenne ich, dass mich so zu fühlen wie ich mich gerade fühle völlig okay ist. Fertig. Und dass ich trotzdem ein positiver Mensch bin auch wenn ich mich zwischendurch Scheiße fühle… ich danke dir von Herzen! 🙂

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Barbara,
      vielen, vielen Dank für dein Kommentar! Du bist eine Betroffene und kannst anderen klarmachen, dass man nicht alles selbst anzieht – das finde ich sehr wichtig! Ich wünsche dir ganz viel Kraft und Energie und hoffe, dass du weiterhin deinen Weg gehst.
      LG
      p.s. Bei der Aussage, dass Menschen ihren Krebs nicht durch ihre Persönlichkeit anziehen gibt es einen Quellenverweis zu einem Buch. Vielleicht interessiert dich das.

      Antworten
  13. Frank
    Frank says:

    Hallo Anchu,

    wieder mal ein super Artikel mit soo viel Wahrheit. Gut das du diesen Weg des Schreibens gegangen bist. Da ich selbst Biker bin hat mich auch die Geschichte von dir sehr berührt. Danke.

    Grüße aus Norwegen jetzt
    Frank

    Antworten
  14. TeteGina
    TeteGina says:

    Ciao Anchu, danke für diesen wunderbaren Artikel…wurde Zeit, dass jemand über “positives Denken”mal schreibt bzw. sich mal schön darüber “auskotzt”. Was hat mich dieser Scheiss auch schon an Energie gekostet. Bleib positiv, nur keine schlechten Gedanken – irgendwann dachte ich mir, was soll der Scheiss?? Ich bin, wie ich bin. Ich fühle und denke nicht immer positiv – nein im Gegensatz ich denke sogar sehr oft destruktiv. Was du auch in deinem Beitrag beschreibst; ich male mir zuerst die Katastrophen aus. Na und!? Jeder Flug ein Absturz. Die Cocktails am Strand habe ich auch so genossen :-). Ich lasse einfach alles geschehen, was aus meinem Inneren kommt und “angeschaut” werden will. Was auch immer das ist ..ich akzeptiere es. Gedanken sind Gedanken (Resultate unserer Erfahrungen). Manche schon längst überholt und manche einfach nur “Wichtigtuer”….deshalb vertraue ich eher meinem Bauchgefühl und meiner Wahrnehmung. Mach weiter so Anchu…sei splendido! 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Ciao Tete,
      grazie mille!
      Ja, dieser ständiges “bleibe positiv” ist nervig und – wie im Artikel erklärt – oftmals destruktiv. Solange wir uns nicht in negativen Gedanken verlieren und uns nicht mit ihnen identifiziere, sind sie nicht weiter schlimm.
      LG
      p.s. Cocktails am Strand schmecken aber auch immer am besten 😉

      Antworten
  15. Bene
    Bene says:

    Hallo Anchu,

    Ich finde deine Beiträge echt gut, aber hier bin ich ehrlich gesagt nicht deiner Meinung. Schon weil “positiv denken” für mich nicht korrekt dargestellt wird…

    Positiv Denken oder besser gesagt eine positive Grundeinstellung zu haben bedeutet doch nicht, ein komplett unrealistisches und verzerrtes Weltbild zu haben. Es bedeutet auch nicht sich die größte Niederlage noch schön zu reden oder zu singen und zu tanzen obwohl grad alles beschissen ist. Eine positive Denkweise hat viel mehr einen entscheidenden Einfluss darauf, wie man aus Niederlagen hervorgeht. Hier werden vor Allem die Parallelen zu Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen deutlich.

    Wer positiv denkt ist weiß Gott nicht vor jeglichem Unheil bewahrt, aber er gewährt sich selbst einen gewissen Handlungsspielraum, um Verantwortung zu übernehmen und sich selbst wieder aus dem Elend rauszuarbeiten. In meinem Bekanntenkreis gibt es zwei Beispiele die zeigen, zu was durchweg negatives Denken führen kann.

    Da ist das Leben eines Bekannten, das geprägt ist von Angst und Gehemmtheit weil er selbst der Meinung ist, er kann/schafft dieses oder jenes nicht. Das Ergebnis: Ein lethargisches in den Tag hineinleben, weil es ja sowieso nichts bringt, an Dingen zu arbeiten oder sich Ängsten zu stellen. In einem Club machen Fremde einen großen Bogen um ihn weil er sein Inneres nach Außen trägt und unsympathisch und schlecht gelaunt wirkt. Dabei ist er eigentlich der liebste Mensch.

    Eine andere Bekannte denkt ähnlich negativ. Bei ihr ist es so dass sie ihrer Aussage nach schon immer ein Opfer war. Diese Opferrolle bestimmt ihr Leben. An ihr sieht man sehr deutlich wie negative Gedanken sich auf Handlungen und Aktionen anderer auswirken. Zum Beispiel: Durch ihr negatives Denken war sie aus lächerlichen Gründen der Meinung, dass bestimmte Menschen aus ihrem Freundeskreis sie nicht mehr mögen, was überhaupt nicht so war. Deshalb nahm sie eine Art Abwehrhaltung ein und begann insgeheim den Menschen gewisse Dinge zu unterstellen. Dies führte dazu das besagte Menschen meine Bekannte irgendwann wirklich nicht mehr leiden konnten, weil sie sich ständig Vorwürfe anhören durften und feindseelig von ihr behandelt wurden. Somit sorgte sie unterbewusst selbst dafür, dass das, was sie befürchtete auch eintritt.

    Deshalb bin ich sehr wohl der Meinung, dass unsere Gedanken einen sehr großen Einfluss darauf haben, wie wir unsere Realität wahrnehmen. Vor allem emotionale Menschen sollten ihren negativen Gedanken meiner Meinung nach nicht zu viel Raum schenken, weil das häufig nicht gut endet.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Bene,
      ich verstehe deine Kritik.
      Ich behaupte nicht, dass immer alles negativ zu sehen eine Lösung ist. Dauerhaft negative Gedanken zu haben ist schädlich.
      Der Punkt ist der: Was du als positives Denken verstehst klingt für mich sehr gesund und realistisch. Doch nicht alle interpretieren positives Denken auf diese Art und Weise.
      Du schreibst: “Positiv Denken oder besser gesagt eine positive Grundeinstellung zu haben bedeutet doch nicht, ein komplett unrealistisches und verzerrtes Weltbild zu haben. Es bedeutet auch nicht sich die größte Niederlage noch schön zu reden oder zu singen und zu tanzen obwohl grad alles beschissen ist.” Ja, das sehe ich auch so. Aber es gibt genug Bücher und Experten, die so etwas in der Richtung behaupten und damit Menschen unrealistische Vorstellungen machen. Wenn du dir die Kommentare von anderen Lesern durchließt, wird dir auffallen, dass genau das der springende Punkt bei vielen ist.
      LG

      Antworten
  16. Maja ¸ღ¸☆´
    Maja ¸ღ¸☆´ says:

    Ein sehr guter Artikel, ich danke dir Anchu! 🙂
    Du hast das Thema sehr detailliert und ganzheitlich beleuchtet. Positiv denken kann tatsächlich eine Falle sein, ganz viel Druck und Stress auslösen und mich von mir als Ganzes abspalten. Mich hat die Vorstellung des “worst case” auch schon oft wieder runter geholt.
    Dennoch liebe ich es, mich bewusst zu entscheiden, was ich über eine Situation denke – und entscheide mich gerne für positive Gedanken, einfach weil sich diese besser anfühlen. In den meisten Situationen passt das.
    Und wenn es nicht passt, dann ist’s auch gut. Authentisch sein heisst für mich, alle Facetten meines Lebens da sein zu lassen. Und einfach neugierig bleiben, was da draus wohl noch werden wird, hat sich in “verschissenen” Situationen schon oft gelohnt… *lach*

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Maja,
      erst mal Danke. Ich würde mich selbst auch eher als Optimisten beschreiben – das heißt, auch ich denke oft positiv und sehe das Gute. Doch bei all den Menschen, die behaupten, mann MUSS positiv Denken war es mir wichtig, mal auf die Nachteile der Positiv-Denken-Bewegug einzugehen.
      LG

      Antworten
  17. Carl
    Carl says:

    Ja, damit haben sie schon viele auf dem falschen Fuss erwischt.
    Als ich mal in einer verzweifelten Lage war, habe ich dieses positive-Denken- Ding aktzeptiert, und mich komplett überfordert. Das Ergebnis war Krankenhaus, 6 Tage Koma usw. Heute bin ich sehr kritisch, dieser Sache gegenüber.
    Es ist wirklich besser, eine Erfolgswahrscheinlichkeit anzunehmen. Sagen wir, du schätzt die Chancen eines Erfolges als ca 50% oder drüber, dann kann man die Sache angehen. Das ist jedoch nur ein Beispiel.
    Negative Gedanken stammen oft aus dem Körper, oder unbewussten Regionen der Seele, und haben immer eine konkrete Ursache. Es sind Warnsignale. Überhört man sie, ist man selber schuld.

    Des weiteren: nicht alles, was man im Leben WILL oder anstrebt, ist auch automatisch gut für einen. Nehmen wir mal an, du bist über fünfzig, und lernst eine
    25J. blonde langbeinige Schöhnheit, deine Traumfrau kennen. Die Beziehung das kann ich dir aus eigener Erfahrung flüstern, wird dich überfordern. Da gibts keine Gnade.
    Wenn man nicht grade Hugh Hefner heisst, und in Geld schwimmt, wird so eine Frau dich killen.
    Was ich daraus gelernt habe? Nun, es gib auch ein ZU GUT deiner Wünsche, und deren Erfüllung. Auch Lottogewinner können ein Lied davon singen, vom Schicksal zu positiv bedacht worden zu sein. Sie können mir all dem Geld- Segen nicht umgehen, weil sie den Umgang mit Geld nicht gewachsen sind.

    Schliesslich. Was ist das: positiv- negativ?
    Das sind sehr schwammige Begriffe. Feuer zum Beispiel kann als Kaminfeuer sehr gute Dienste leisten. Wenn es dir in Form eines Brandes den Dachstuhl abbrennt hat es dir offensichtlich geschadet.

    Mittlerweile versuche ich an Probleme und Lebensfragen mehr wissenschaftlich, analytisch ranzugehen. Eine gewisse Objektivität walten zu lassen. Obwohl das nicht einfach ist. Du musst dich vor allem selber kennen, oder kennenlernen.
    Wenn du dich selber besser einschätzen kannst, triffst du auch bessere Entscheidungen. Aber das wussten schon die alten Griechen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Carl,
      du hast ein paar gute Punkte. Nicht alles, was wir uns wünschen, ist auch gut für uns. Das ist das alte Dilemma: oftmals wissen wir nicht, was wir wirklich wollen.
      Mittlerweile sind auch viele Psychologen der Meinung, dass das, was den meisten Menschen am meisten hilft, realistisches Denken ist. Also weder alles positiv zu sehen noch den Teufel immer an die Wand zu malen.
      LG

      Antworten
  18. Carl
    Carl says:

    man könnte noch viel mehr dazu sagen: zB wie das positive Denken entanden ist?! Amerika. Spriitueller Hintergrund, Gott, usw.
    Heute nimmt man eine “Quelle” oder das “Unviersum” an, als übergeordnetes Prinzip an.
    Alles etwas seltsam. Ich sehe es schon kommen, das Menschen in Zukunft fast auschliesslch noch auf Fakten vertrauen. Weil die Vielzahl der Ideologien einfach so total zugenommen hat.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Carl,
      das ist ein sehr guter Punkt, den ich mich persönlich noch gar nicht gefragt habe.
      Auch ich bin der Meinung, dass Menschen in Zukunft immer “realistischer” werden, weil immer weniger auf irgendeinen Gott oder dem Universum vertrauen.
      LG

      Antworten
  19. Carl
    Carl says:

    Okay Anchu.
    Ich mein das so: für alle Lebenshaltungen und Einstellungen gibt es eine geistige Grundlage. Erst bei den frühen Motivationgurus, wie Murphey und Norman Vincent Pale bin ich fündig geworden. Dort ist die Grundlange für das PD. noch ganz klar Gott. Dazu gehört auch eine Art Weg, der mit Vergebung und dem Loslassen aller hassenden und negativen Geanken in Bezug auf deinen Nächsten zu tun hat.

    In- und für sich selbst genommen, sind das schlüssige Systeme.

    Das Problem ist vielmehr, das sie sich nicht lückenlos auf jeden Mensch anwenden lassen – denn es gibt auch genug ungläubige Menschen. Wie willst du aber mit Hilfe eines geistigen Prinzips einen prinzipiell ungeistig eingestellten Menschen helfen?
    Ich behaupte mal: das ist unmöglich!
    Was heute als Postitives Denken verkauft wird, bezieht sich meist auf die “Seelenstimmung” ,… schön, aber wie das Wetter ändert sich die Seelenstimmung manchmal stündlich, oder minütlich. Seelenstimmungen sind vor allen Dingen keine verlässlichen Parameter, um eine Lage, oder dich selber einzuschätzen. Du kannst dich zB sehr schlecht fühlen, obwohl oder weil du etwas Richtiges oder Notwendiges tust…
    Die meisten Antworten, die von Suchern kommen, die auch schon mit dem positiven Denken zu tun hatten, zeigen, das sehr unreflektiert damit umgegangen wird, was
    Denken, Fühlen, Geist, Quelle, Materie usw überhaupt sind. Bzw WAS genau die Adressse positiven Denkens ist. So lassen die meisten Antworten darauf schliessen, das die Leute vage eine “Seelenstimmung” damit meinen. Diese Haltung reicht alsout nicht aus, um überhaut mit dem positiven Denken zu operieren – es ist dann ungefähr wie ein Instrument: ein scharfes Messer beispielsweise, das in die Hände von Amateuren kommt. Schliesslich nur Unheil anrichtet.
    Positives Denken “kann” funktionieren, nur gehört ein sehr klarer und reiner Lebensweg dazu, den die allermeisten Menschen heute weder haben, noch anstreben, noch als Vergangeheit gelebt haben.
    Für diese Fälle sind rationale Wege weit besser,…schätze ich mal…

    Grüsse, Carl

    Antworten
  20. Constanze
    Constanze says:

    Guten Tag Anchu!

    Wirklich ein toller Artikel und so modern und frech geschrieben…Danke.
    Ich habe auch schon mehrere Test´s gemacht, mit dem positiv Denken und den Dingen die man damit anziehen möchte. In vielen Situation war es ganz deutlich, das es was mit Loslassen zu tun hat. In dem Moment wo ich dachte, die können mich alle mal und ja, ich habe heute scheiß Laune…genau dann, ist das, was ich mir wünschte passiert. Der Anruf kam und ich hatte den Job z.Bsp. Ganz ohne positiv Denken.. ; )
    Ich teste weiter und vermute es ist eine Sache der Balance und des Nichtbewertens die uns im natürlichen Zustand hält, der gesund ist. Weil auf Krampf positiv Denken vollkommen unnatürlich ist. Lg Constanze

    Antworten

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