Positiv denken lernen (5 Tipps, die wirklich funktionieren)

Positives denken hat nachweislich viele Vorteile. So haben optimistische Menschen im Durchschnitt mehr Durchhaltevermögen, leiden weniger unter Stress und sind zufriedener.

In diesem Artikel erfährst du deshalb 5 Methoden, um ab jetzt positiver zu denken.

Die Methoden funktionieren gleichermaßen im Alltag wie auch bei Krisen und Herausforderungen. 

Wichtig! Es handelt sich hierbei nicht um oberflächliche Tipps im Sinne von „Sieh das Glas doch mal halb voll“ oder „Glaube einfach an dich selbst“. Diese Tipps sind zwar gut gemeint, helfen aber nicht weiter.

In diesem Artikel erfährst du hingegen psychologisch fundierte Methoden, die dir nachweislich dabei helfen werden, positiver zu denken und optimistischer zu werden.

Los gehts.

Wie positive Gedanken dein Leben beeinflussen

Wie glücklich und erfolgreich du bist, hängt maßgeblich von der Qualität deiner Gedanken ab.

Schon Buddha sagte:

„Wir sind, was wir denken. Alles, was wir sind, entsteht aus unseren Gedanken. Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.“

Ein Grund dafür ist, dass unsere Gedanken unsere Gefühle enorm beeinflussen.

Wie du eine Situation gedanklich bewertest beeinflusst massiv deine Gefühle. Um es zu vereinfachen:

  • Positive Gedanken = Positive Gefühle
  • Negative Gedanken = Negative Gefühle

Die Gleichung ist zwar ein wenig komplexer, doch generell ist sie gültig. Das bedeutet: je mehr positive Gedanken du hast desto besser, motivierter und glücklicher fühlst du dich in der Regel.

Doch positive Gedanken führen nicht nur dazu, dass du dich glücklicher fühlst. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen nämlich, dass ein positives Mindset dich langfristig auch erfolgreicher machen kann.

Und das ist ein Vorteil, den vielen Menschen nicht bewusst ist… Lass mich das Ganze kurz erklären bevor wir dann sehen, wie du positiver denken kannst.

Was negative Gefühle mit deinen Gedanken machen

Wissenschaftlern ist seit langem bewusst, dass negative Gefühle dazu führen, dass wir uns auf eine Flucht oder einen Kampf vorbereiten („Fight or Flight Mode“).

Stell dir vor, du läufst abends um 22 Uhr in einer dunklen Strasse Nachhause. Auf einmal steht ein schwarz gekleideter Mann vor dir und schaut dich bedrohlich an. Plötzlich bist du hellwach. All deine Sinne sind geschärft. Das einzige, was dir durch den Kopf geht: Wegrennen oder kämpfen? Dein voller Fokus liegt auf diesem Mann. Der Rest der Welt ist jetzt gerade egal…

Negative Gefühle verengen deinen Geist und fokussieren deine Gedanken extrem. Dein Fokus liegt nur noch auf dieser einen Situation.

In Extremsituationen kann diese Reaktion über Leben und Tod entscheiden… Doch in vielen Alltäglichen Situationen ist sie sie eher hinderlich.

Denn wenn du gestresst, müde, traurig oder wütend bist, denkst du auch „kleiner“.

Du siehst oft nur noch Probleme, Schwierigkeiten und all das, was in deinem Leben schief läuft. Dir erscheint vieles nur noch grau und trostlos. Du bist unfähig, das Positive zu sehen, um die Ecke zu denken oder andere Optionen wahrzunehmen.

In solchen Momenten fühlst dich nicht nur schlecht, sondern du denkst auch negativ. Das führt wiederum zu noch mehr negativen Gefühlen. Du bist dann also sozusagen gefangen in einer Spirale aus negativen Gedanken, schlechten Gefühlen und limitierenden Glaubenssätzen.

Lass uns nun sehen, was positive Gefühle mit deinem Verstand machen.

Was positive Gefühle mit deinen Gedanken machen

Barbara Fredrickson ist eine amerikanische Psychologin im Bereich der positiven Psychologie. Fredrickson führte ein Experiment durch, um herauszufinden, was positive Gefühle mit unseren Gedanken machen.

Das Ergebnis: wenn du positive Gefühle wie Freude, Zufriedenheit und Liebe spürst, siehst du mehr Möglichkeiten in deinem Leben. Positive Gefühle führen also dazu, dass du offener für Neues bist,  mehr Optionen wahrnimmst und generell optimistischer bist.

Vielleicht fragst du dich jetzt? Na und? Was habe ich davon?

Ganz einfach.

Dadurch, dass du offener bist und mehr Möglichkeiten siehst, probierst du mehr aus. Und das führt dazu, dass du neue Fähigkeiten erlernst, die sich später in deinem Leben auszahlen könnten.

Nehmen wir zum Beispiel an, dass du in deiner Nachbarschaft ein kostenloser Schreibkurs angeboten wird.

Eigentlich hast du dich nie für das Schreiben interessiert. Doch du bist gerade gut gelaunt (positive Gefühle führen dazu, dass wir offener sind) und trägst dich zu dem Kurs ein. Erstaunlicherweise macht dir das Schreiben viel Spaß. Nach dem Schreibkurs legst du dir ein Tagebuch zu und schreibst regelmäßig weiter. Zwei Jahre später startest du einen Blog. Der Blog wird so erfolgreich, dass ein Verlag auf dich zukommt. Du schreibst dein erstes Buch und es wird ein Bestseller…

Die vorher erwähnte Psychologin Barbara Fredrickson nennt das Ganze die „Erweitern und Aufbauen“-Theorie (“broaden and build” theory).Denn zum einen erweitern wir unseren Verstand und zum anderen bauen wir dadurch neue Fähigkeiten auf.

Du siehst also: deine Gedanken haben einen enormen Einfluss auf dein Leben.

Aus diesem Grund habe ich auch ein kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du, wie du in negativen Gedanken loslässt, positiver denkst und ein starkes Mindset entwickelst. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.

Positiv Denken lernen in 5 Schritten

Bevor ich dir die 5 Tipps erkläre, möchte ich doch auf einen großen Fehler aufmerksam machen, der Menschen oft davon abhält, positiver zu denken.

Dieser Fehler ist zwanghaft positiv denken zu wollen. Lass mich das erklären.

Sicherlich kennst du das Gedankenspiel, in dem es darum geht, nicht an etwas zu denken:

Denke nicht an einen Eisbär. Denke nicht an Schokokuchen. Denke nicht an sexy Unterwäsche.

Und schwupps, schon denkst du genau daran.

Je mehr du jetzt versuchst, nicht daran zu denken, desto stärker werden die Gedanken in vielen Fällen. Das liegt daran, dass Gedanken eher wiederkehren, wenn du sie unterdrückst.1

Und genau hier entsteht das erste Problem beim positiven Denken.

Wenn du immer nur gute Gedanken haben möchtest, wirst du versuchen, die negativen zu verdrängen. Das führt jedoch dazu, dass diese noch stärker werden und vermehrt auftauchen.

Und jetzt kommt das zweite Problem. Du verurteilst dich für deine negativen Gedanken.

„Ich verlange wirklich nicht viel von mir! Aber dass ich es noch nicht mal schaffe, ein wenig positiver zu denken, ist ja wohl der Gipfel! Ich bin so ein Versager und Nichtsnutz. Ich habe es echt nicht verdient, glücklich und erfolgreich zu sein …“

Dich für deine negativen Gedanken zu verurteilen führt wiederum dazu, dass du noch mehr negative Gedanken hast und dich noch beschissener fühlst. Willkommen in der Positiv-Denken-Falle!

All das ist übrigens wissenschaftlich bestätigt.

Laut der modernen Psychologie führt zwanghaftes positives Denken dazu, dass Menschen unglücklicher sind, sich nicht selbst akzeptieren2 und weniger Motivation haben.3

Je mehr du also versucht, um jeden Preis positiv zu denken, desto mehr negative Gedanken hast du.

Was ist also die Lösung?

Dass du locker lässt! Wenn du die negativen Gedanken einfach nur als weitere Gedanken betrachtest, ohne zu werten und ohne sie unterdrücken zu wollen, werden sie früher oder später weiterziehen.

Verurteilst du dich für deine negativen Gedanken jedoch, kreierst du noch mehr negative Gedanken und landest im Gedankenkarussell.

Wie du mit negativen Gedanken besser umgehst erfährst du in diesem Video:

Lass uns jetzt jedoch sehen, wie du in 5 Schritten das positive Denken lernen kannst. Denn eines steht fest: Optimismus lässt sich erlernen.

1. Fokussiere dich auf das, was du willst

Seit dem ich 15 Jahre alt bin, fahre ich Mountainbike (im Alter von 20 Jahren war ich sogar kurz davor, Profi zu werden).

Wenn du mit dem Mountainbike eine schwierige Abfahrt fährst, gibt es eine goldene Regel:

„Schaue dort hin, wo du hinfahren willst und NICHT auf die Hindernisse.“

Denn wenn du auf die Hindernisse schaust (Steine, Bäume, Schlaglöcher, etc.) fährst du genau dorthin. Das soll nicht heißen, dass man die Hindernisse ignorieren soll. Es geht darum, alle Hindernisse wahrzunehmen, sich jedoch dann auf den Weg zu fokussieren, den man fahren möchte.

Vermutlich fährst du kein Mountainbike. Doch die gleiche Regel gilt auch im Leben:

Nimm die Risiken und Hindernisse wahr, aber konzentriere dich auf das, was du willst.

  • Ich will nicht mehr Single sein.
  • Ich möchte nicht mehr übergewichtig sein.
  • Ich will keinem Beruf mehr nachgehen, der mich nicht erfüllt.
  • Ich möchte nicht mehr so unsicher und schüchtern sein.

Diese Denkweise führt dazu, dass du dich auf das Negative in deinem Leben konzentrierst. Deine Energie (mental wie emotional) folgt deinem Fokus. Wenn du ständig auf den Baum schaust, fährst du auch gegen den Baum.

Verstehe das nicht falsch. All das soll nicht heißen, dass du die Umstände in deinem Leben ignorierst.

Wenn du Single bist, bist du Single. Wenn du übergewichtig bist, bist du übergewichtig. Wenn du deinen Beruf so sehr hasst, wie die meisten Männer ihre Schwiegermutter, dann hasst du deinen Beruf.

Du sollst dir die Umstände in deinem Leben nicht schöner reden als sie sind. Doch du sollst dich auf das konzentrieren, was du willst:

  • Ich möchte einen liebevollen Partner finden.
  • Ich will einen schlanken und attraktiven Körper haben.
  • Ich möchte einen erfüllenden Beruf finden.
  • Ich möchte selbstbewusst und offen auf andere zugehen.

Verändere deinen Fokus auf das, was du willst. Und du wirst automatisch positiver Denken (und es eher erreichen).

2. Es gibt keine Realität – Positiv Denken ist eine Entscheidung

Mach dir bewusst, dass die Dinge per se nicht positiv oder negativ sind.

Es ist immer erst unsere Bewertung, die Dinge zu etwas Positivem oder Negativen macht. Um es in den Worten der Schriftstellerin Anaïs Nin zu sagen:

“Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.”

Das bedeutet: Du kannst frei entscheiden, wie du die Dinge siehst!

Nehmen wir an, dass du deinen Job verloren hast. Das ist ein Fakt. Mehr nicht. Ob es etwas Schlechtes oder etwas Gutes ist, entscheidest nämlich du. Vielleicht denkst du dir gerade, was an einem Jobverlust denn bitte positiv sein kann.

Nun, da gibt es Einiges:

  • Du kannst dich darüber freuen, dass du jetzt erst mal ein paar Tage nicht arbeiten musst.
  • Du kannst diesen Jobverlust als einen Neustart sehen. Vielleicht möchtest du einem anderen Beruf nachgehen oder sogar in eine andere Stadt oder ein anderes Land ziehen.
  • Du überlegst, warum du rausgeschmissen wurdest und was du nächstes Mal besser machen kannst.

Die Medaille hat immer zwei Seiten

Egal, was deine Situation ist: Die Medaille hat immer zwei Seiten. Und du kannst dich entscheiden, ob du dir die negative oder die positive anschaust.

Vor einigen Jahren ist mein Vater ziemlich überraschend gestorben. Ist das etwas Positives oder gar Schönes?

Natürlich nicht.

Es ist verdammt traurig. Es gibt so viele Dinge, die ich ihm noch gerne gesagt und gezeigt hätte. Doch hatte der Tod meines Vaters auch gute Seiten? Ja! Sein Tod hat den Rest der Familie, also meine Mutter, meine kleinen Geschwister und mich wieder mehr zusammengeschweißt.

Mach dir ab jetzt IMMER bewusst, dass die Dinge weder negativ noch positiv sind. Es ist erst deine Bewertung der Situation, die sie gut oder schlecht machen. Falls es dir also das nächste Mal schlecht geht oder dir etwas Negatives passiert, überlege kurz:

  • Was ist das Positive daran?
  • Was kann ich daraus lernen?
  • Was für einen versteckten positiven Nutzen hat diese Situation?

Letztendlich kann man fast jeder Situation im Leben etwas Positives abgewinnen.

3. Konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst

Wenn es etwas in deinem Leben gibt, das dir zu schaffen macht, solltest du dich immer Folgendes fragen:

Kann ich an der Situation etwas verändern?

Falls ja, dann verändere etwas.

Falls nicht, dann lasse los.

Viele Menschen verschwenden Unmengen an Energie und Gedanken in Dinge, die sie nicht ändern können.

  • Sie machen sich Vorwürfe für etwas, das sie in der Vergangenheit getan haben.
  • Sie fühlen sich schlecht wegen ihrer Größe, ihrer Nationalität oder ihrer Hautfarbe.
  • Sie machen sich selbst herunter, weil andere unfreundlich zu ihnen waren (du kannst die Reaktionen anderer Menschen nicht kontrollieren).

Dich auf Umstände zu konzentrieren, die du nicht verändern kannst, ist ein großes Problem. Denn in diesen Momenten agierst du nicht, sondern reagierst nur. Und das führt automatisch zu negativen Gedanken und inneren Blockaden.

Statt dich also auf das zu konzentrieren, was du nicht verändern kannst, konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst. Dadurch wirst du viel schneller auf gute Gedanken kommen.

Was kannst du verändern?

Nehmen wir zum Beispiel an, dass du letzten Winter 5 Kilo zugenommen hast.

Wenn du dich jetzt auf die 5 Kilo Extragewicht konzentrierst, wirst du negativ denken.

Du wirst dich selbst heruntermachen. Paprika-Chips, Pizzas, Schokolade und Mojitos verfluchen. Alle Menschen hassen, die eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio haben (und sie auch nutzen).

Aber all das bringt dich nicht weiter! Die Situation ist, wie sie ist. Und jetzt geht es darum, dass du dich auf das fokussierst, was du verändern kannst (siehe Punkt 1).

Du kannst frei entscheiden, was du die nächsten Wochen, Monate und Jahre bezüglich deiner Situation machst. Und genau darauf solltest du dich konzentrieren.

4. Achte auf dein Umfeld

Freunde können positive Gedanken auslösen

Positiv Denken ist eine Entscheidung. Du kannst nämlich entscheiden, worauf du dich fokussierst und wie du eine Situation bewertest.

Dabei solltest du jedoch nicht unterschätzen, dass dein Umfeld einen riesen Einfluss auf deine Gedankenwelt hat. Wenn du umgeben von Miesepetern bist und dir jeden Tag negative Nachrichten anschaust, ist es kein Wunder, dass du ein Pessimist bist und nur wenig positive Gedanken hast!

Es ist verdammt schwer, positiv zu denken, wenn dein ganzes Umfeld sich immer nur auf das Negative fokussiert.

Auf diese 3 Dinge solltest du deshalb ab jetzt achten:

  • Schaue weniger Nachrichten – Sie können dein positives Denken direkt negativ beeinflussen

Ich persönlich schaue seit Jahren gar keine Nachrichten mehr (informiert über das, was in der Welt passiert, bin ich trotzdem).

Was meinst du, was mit deinen Gedanken passiert, wenn du dir tagtäglich Nachrichten über Krisen, Gewalt, miese Wirtschaftslagen, Arbeitslosigkeit und Ähnliches anschaust?

Genau, sie werden sehr negativ beeinflusst. Mach dir bewusst, dass Medien dich in erster Linie nicht informieren wollen. Sie wollen deine Aufmerksamkeit. Denn Aufmerksamkeit ist Geld. Und in unserem Zeitalter der Informationsüberflutung braucht man für Aufmerksamkeit sehr reißerische und hochemotionale Nachrichten.

  • Vermeide Menschen, die dir nicht gut tun und dir dein positives Denken rauben können

Es gibt Menschen, die tun dir nicht gut. Sie sind negativ, schaden dir und rauben dir jegliche Lebensfreude.

Diese Menschen solltest du so gut wie möglich vermeiden!

Wer du bist und wie du denkst wird enorm von den Menschen in deinem Umfeld beeinflusst. Wenn du dich also mit negativen Menschen umgibst, färbt das stark auf dich ab. Vergiss nicht: Manchmal musst du Nein zu anderen sagen, um Ja zu dir selbst zu sagen.

  • Tue Dinge, die dir gut tun und positives Denken fördern

Es gibt Dinge, die dir gut tun. Und von diesen Dingen solltest du mehr tun (außer sie beinhalten Schokolade oder Alkohol …).

Ich weiß zum Beispiel, dass mir folgende Dinge sehr gut tun:

  1. Ins Fitnessstudio gehen.
  2. 15 Minuten meditieren.
  3. Mich mit guten Freunden treffen.

Weil mir diese Sachen gut tun, mache ich sie so gut wie täglich.

5. Der schnellste Weg um positiver zu denken: Verändere deine Körperhaltung

Generell gilt: Deine Gedanken beeinflussen deine Gefühle. Und deine Gefühle beeinflussen dein Verhalten.

Aber das Ganze funktioniert auch andersherum. Wenn du dein Verhalten änderst, ändern sich auch deine Gefühle und auch deine Gedanken.

Ein ganz simples Beispiel dafür ist Lächeln.

Wenn Menschen lächeln, sind sie automatisch fröhlicher, selbst wenn das Lächeln nicht echt ist!4

Deine Mundwinkel hochzuziehen führt also automatisch dazu, dass du dich besser fühlst.

Ein anderes Beispiel betrifft Botox. Ja, du liest richtig.

Wenn Menschen Botox in die Stirn gespritzt wird, haben sie eine bessere Stimmung.

Das liegt daran, dass Botox die Mimik lähmt und die Menschen dadurch weniger Sorgenfalten machen können.5

Heißt das, dass ich dir gerade empfehle, dir Botox in die Stirn spritzen zu lassen (oder sonst irgendwo hin)? Nein! Was ich dir erklären möchte ist, dass deine Körperhaltung und Mimik einen riesen Einfluss auf deine Gedankenwelt hat!

Mittlerweile gibt es unzählige wissenschaftliche Tests, die zeigen, wie Körper und Verhalten unsere Gefühle und Gedanken beeinflussen.
Probiere es aus. Jetzt.

  1. Richte dich auf
  2. Ziehe deine Schultern nach hinten
  3. Drücke deine Brust raus
  4. Lächle
  5. Atme tief ein und wieder aus

Du fühlst dich anders. Stärker. Selbstbewusster. Energiegeladener.

Und das hat natürlich auch einen Einfluss auf deine Gedanken. Du glaubst, du kannst die Welt erobern. Alles erreichen. Nichts kann dich stoppen.

Mach dir folgendes bewusst: Einer der schnellsten Wege, um mehr positive Gedanken zu erzeugen, ist deine Körperhaltung zu verändern.

Bewege dich mehr

Kennst du das, wenn du vollkommen in deinen negativen Gedanken gefangen bist? Wenn du so verkopft bist, dass du gar nicht mehr richtig wahrnimmst, was um dich herum passiert?

Weißt du, was dann am besten hilft?

Bewegung.

Ein Spaziergang. Joggen. Ins Fitnessstudio gehen. Tanzen. Liebe machen.

In dem Moment, in dem du deinen Körper bewegst, verändern sich auch deine Gedanken (zum Positiven).

Egal, wie negativ du denkst oder wie schlecht es dir geht: Wenn du 3-4 Minuten total ausgelassen zu deinem Lieblingssong tanzt, kannst du nicht anders, als dich besser zu fühlen.

Wenn du ständig mit negativen Gedanken zu kämpfen hast und es dir schwer fällt, positiver zu denken, fehlt dir vermutlich einfach mehr Bewegung. Unser Körper ist nicht dazu gemacht, 8 Stunden auf einem Stuhl zu sitzen (geschweige denn ständig auf einen Bildschirm zu schauen).

Positive Gedanken erzeugen: 3 Extra-Tipps

Ich möchte dir im Folgenden noch kurz erklären, wie du aktiv positive und gute Gedanken erzeugen kannst.

Probiere die 3 „Techniken“ einfach aus und schau, was für dich am besten funktioniert (bei mir ist es vor allem Nummer 3).

1. Positive Gedanken erzeugen durch Tagträumen

Ich muss zugeben, dass ich persönlich kein großer Fan vom visualisieren bin. Aber es ist sehr wirkungsvoll, um kurzfristig positive Gedanken zu erzeugen…

Wenn du also ganz aktiv gute Gedanken erzeugen willst, dann nimm dir ein paar Minuten Zeit um zu träumen.

Mal dir aus, wie glücklich du bist, wenn du deine großen Ziele erreichst. Wenn du zum Beispiel den perfekten Partner gefunden hast, in einem tollen Haus (oder Schloss!) am See wohnst, einen Sportwagen fährst, ein weltbekannter Instgram-Influencer bist oder was auch immer dein Traum ist.

Wichtig!

Deiner Vorstellungskraft sind hierbei keine Grenzen gesetzt. Mal dir einfach dein Traumleben aus und bleibe für ein paar Minuten bei der Vorstellung.

Ich bin mir sicher, dass du danach deutlich mehr positive Gedanken hast!

2. Erinnere dich an schöne Momente

Viel zu oft vergessen wir, was wir schon alles erreicht und erlebt haben. Stattdessen sehen wir nur, was uns noch fehlt und was wir nicht haben.

Eine simple Technik um positive Gedanken zu erzeugen, ist dich an schöne Momente zu erinnern.

  • Momente, in denen du glücklich und stolz warst.
  • Momente, in denen du einfach nur dankbar dafür warst, ein so tolles Leben zu führen.
  • Momente, in denen du umgehen von warst, die du liebst.

Probiere es am besten aus. Schließ deine Augen und erinnere dich für ein paar Minuten an ein tolles Erlebnis. An deine Beförderung. Einen tollen Urlaub. Eine heiße Liebesnacht. Was auch immer.

Du wirst sehen, dass du danach automatisch gute Gedanken hast.

3. Habe mehr Spaß

Was ist der einfachste Weg, um positive Gedanken zu kreieren? Genau! Habe mehr Spaß.

Der Springende Punkt ist der:

Unsere Gedanken und Gefühle beeinflussen sich stark gegenseitig.  Wenn du also Spaß hast und dich amüsierst, wirst auch automatisch gute Gedanken haben.

Mein Tipp: Mach für die nächsten 10 Tage täglich mindestens eine Sache, die dir Spaß macht.

Das kann eine kleine Sache sein, wie Lesen, entspannt Musik hören oder Sport machen. Oder dich mit einem guten Freund zu treffen oder eine lustige Serie anzuschauen. Wichtig ist, dass du der Aktivität mindestens 30 Minuten nachgehst.

Achte dann mal darauf, wie die Aktivität deine Stimmung und deine Gedanken verändert. Ich bin mir sicher, dass du überrascht sein wirst, wie viel mehr positive Gedanken du haben wirst.

Was wichtiger ist als positives Denken

Positives Denken kann dir dabei helfen, besser mit Herausforderungen umzugehen, neuen Mut zu sammeln und generell mehr Lebensfreude zu empfinden.

Doch es gibt eine Sache, die wichtiger ist, als positiv zu denken:

Negatives zu akzeptieren.

Um eine gutes Leben zu führen, musst du nicht immer alles positiv sehen. Es geht viel mehr darum, Negatives als einen Teil des Lebens zu sehen und zu lernen, wie du damit umgehst.

Und genau darin besteht der „negative Weg“ zum Glück.

  • Statt um jeden Preis positiv bleiben zu wollen, erlaube dir, negative Gedanken und schlechte Gefühle zu haben.
  • Statt alles Negative zu vermeiden, nehme es an.
  • Statt dir Probleme schön zu reden, begegne ihnen.
  • Statt vor der Angst davonzulaufen, stell dich ihr.

Du wirst nicht glücklicher, in dem du alles Negative vermeidest. Du wirst glücklicher, in dem du das Negative als einen Teil des Lebens ansiehst und es annimmst.

Durch den Kult des Optimismus ist ein falsches Bild davon entstanden, was es heißt, ein gutes Leben zu führen. Menschen glauben, dass sie immer glücklich, positiv und motiviert sein müssen. Oder sie glauben, dass sie nur positiv genug denken müssen, um alles Negative im Leben zu vermeiden.

Das ist jedoch eine Illusion.

Ja, das Leben ist manchmal wunderschön. Doch manchmal eben auch nicht.

Und je mehr du akzeptierst, dass nicht immer alles positiv ist, desto besser wird es dir gehen.

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  1. Wenzlaff, R. M., & Wegner, D. M. (2000). Thought suppression. Annual Review of Psychology, 51(1), 59–91.
  2. Positive self-statements: power for some, peril for others (2009). Wood, J. V.; Perunovic, W. Q. & Lee, J. W. Psychol Sci. 2009 Jul;20(7):860-6. doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02370.x. Epub 2009 May 21.
  3. Positive fantasies about idealized futures sap energy (2011). Kappes, H. B. & Oettingen, G. Journal of Experimental Social Psychology 47 (2011) 719–729
  4. Strack F, Martin LL, Stepper S. (1988). Inhibiting and facilitating conditions of the human smile: a nonobtrusive test of the facial feedback hypothesis. J Pers Soc Psychol. 1988 May;54(5):768-77.
  5. Magid M, Reichenberg JS, Poth PE, Robertson HT, LaViolette AK, Kruger TH, Wollmer MA. (2014). Treatment of major depressive disorder using botulinum toxin A: a 24-week randomized, double-blind, placebo-controlled study. J Clin Psychiatry. 2014 Aug;75(8):837-44. doi: 10.4088/JCP.13m08845.