Gedankenkarussell stoppen: Höre auf, dir zu viele Gedanken zu machen!

Zu wenig Nachdenken ist nicht gut. Zu viel Nachdenken jedoch auch nicht!

Dir zu viele Gedanken zu machen und ständig zu grübeln bringt dich nicht weiter.

Ganz im Gegenteil.

Zu viele Gedanken im Kopf sorgen für Stress, Angst und Unsicherheit.

Du zweifelst ständig, kannst die Vergangenheit nicht loslassen, machst dir andauernd Sorgen und hast vielleicht sogar Schlafstörungen.

Deshalb werde ich dir in diesem Artikel effektive Tipps zeigen, um dein Gedankenkarussell zu stoppen.

Lass uns zuerst jedoch sehen, was dich momentan davon abhält, kreisende Gedanken loszuwerden.

Warum du dir zu viele Gedanken machst

Unser Verstand ist eine außergewöhnliche Maschine. Ein absoluter Supercomputer.

Leider kommt dieses komplexe Ding jedoch ohne Gebrauchsanweisung.

Das kann zum Problem werden.

Und zwar dann, wenn du dir zu viele Gedanken machst, ständig grübelst und in deinem Kopf gefangen bist.

In solchen Momenten ist dein Verstand kein Supercomputer mehr, sondern deine Gedanken werden dir zur Qual.

Du bist gefangen in deinem Gedankenkarussell und drehst eine Runde nach der anderen.

Dir ist schon total schwindelig und du kannst nicht mehr, aber das Ding dreht sich einfach weiter …

Kennst du das?

  • Du kannst nicht aufhören, an eine blöde Situation zu denken, die dir passiert ist.
  • Du liegst abends im Bett, doch statt zur Ruhe zu kommen, machst du dir Sorgen über die Zukunft und bist am grübeln: Ob du genug Geld haben wirst, gesund bleibst, eine erfüllte Beziehung führen wirst …
  • Egal, was du vorhast, eine kleine Stimme in deinem Kopf sagt dir ständig, dass du das sowieso nicht schaffen wirst und es lieber lassen solltest.
  • Du machst dir ständig Gedanken darüber, was andere Menschen von dir halten: Dein Nachbar, deine Arbeitskollegen, die Menschen im Fitnessstudio.
  • Immer wieder hast du mit den gleichen negativen Gedanken zu kämpfen und wirst sie einfach nicht los.

Das Interessante?

Es sind immer wieder die gleichen Gedanken, die dich nicht loslassen.

Du drehst also die gleichen Runden im gleichen Gedankenkarussell.

Die 3 häufigsten Arten von kreisenden Gedanken

Wahrscheinlich hast du viele verschiedene negative Gedanken, Sorgen und Zweifel.

Doch die Gedanken, die dich in deinem Gedankenkarussell gefangen halten, sind meist diese drei Arten von Gedanken:

1. Gedanken um die Vergangenheit

Kennst du diese Gedanken?

  • Hätte ich mich doch damals nur für das andere Jobangebot entschieden.
  • Vor 5 Jahren war alles besser: Mein Job, meine Beziehung, die Wirtschaft …
  • Hätte ich mich doch einfach anders verhalten, dann hätte mich mein Partner nicht verlassen.

Kreisende Gedanken um die Vergangenheit halten viele Menschen im Gedankenkarussell gefangen.

Sie spielen die gleiche negative oder positive Geschichte immer wieder aufs Neue durch.

Falls es dir auch so geht: Wach auf!

Du kannst an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Egal, wie sehr du dir darüber den Kopf zerbrichst (wie du das schaffst, sehen wir gleich).

2. Gedanken um die Zukunft

Machst du dir häufig Sorgen um die Zukunft und grübelst viel?

  • Ob du genug Geld verdienen wirst?
  • Ob du es jemals schaffst, deine Hypothek abzuzahlen?
  • Wie die Gesellschaft wohl in 10 Jahren aussehen wird?
  • Ob du jemals den richtigen Partner finden wirst?

Es kann hin und wieder vorteilhaft sein, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, zu planen und vorzusorgen.

Dir jedoch zu viele Gedanken und Sorgen zu machen bringt dich keinen Zentimeter weiter.

Mach dir bewusst, dass die Zukunft nicht real ist. Sie ist noch nicht da und keiner kann vorhersagen, was genau passieren wird.

Selbst „simple“ Prognosen über die Zukunft wie die Wettervorhersage sind oft unzuverlässig.

Also, hör auf, dir stundenlang den Kopf über die Zukunft zu zerbrechen. Du weißt sowieso nicht, was passieren wird.

3. Gedanken darüber, was andere von dir denken

Was denkt wohl dein Nachbar über dich?

  • Und Sandra aus dem Büro?
  • Und dein Onkel Ludwig?
  • Und deine Schwiegermutter?

Du kannst es nicht wissen. Und es sollte dir genauso egal sein, wie die neueste Folge Dschungelcamp.

Was andere über dich denken, ist ihr Problem. Nicht deins.

Kreisende Gedanken loswerden

Lass mich raten: Du möchtest deine Gedanken kontrollieren.

Du würdest gerne auf Knopfdruck kreisende Gedanken loswerden, dein Grübeln stoppen und endlich Ruhe in den Kopf bringen.

Was ist, wenn ich dir sage, dass genau dieser Wunsch dein Problem ist?

Du liest richtig.

Der Drang, deine Gedanken zu kontrollieren und negative Gedanken loszuwerden, macht in vielen Fällen alles schlimmer.

Lass mich dir erklären, wieso.

Gedanken kontrollieren geht meistens nach hinten los

Vermutlich kennst du das Spiel, bei dem es darum geht, nicht an etwas zu denken.

Denke nicht an deinen Chef in einem Clownskostüm und schon denkst du an deinen Chef in Clownskostüm mit roter Nase und zu großen Schuhen.

Und je mehr du versuchst, nicht daran zu denken, desto stärker wirst du vermutlich daran denken.

Psychologische Studien haben gezeigt, dass ein Gedanke umso stärker wird, je mehr wir versuchen, ihn zu unterdrücken.

Und genau hier liegt die Crux, wenn du versuchst, deine Gedanken zu kontrollieren.

Du wirst versuchen, nicht an etwas zu denken oder den Gedanken krampfhaft umzuformen, wodurch er nur noch stärker wird und sich dein Gedankenkarussell noch schneller dreht.

Mehr dazu auch in diesem Video:

Die wichtigste Regel, um deine Gedankenschleifen zu stoppen, ist deshalb ein bisschen paradox:

Versuche nicht, deine Gedanken zu kontrollieren.

Vielleicht denkst du dir jetzt:

„Na super! Und wie soll ich mein Gedankenkarussell stoppen, wenn ich meine Gedanken nicht kontrollieren kann?“

Genau darum geht es jetzt.

Gedankenkarussell stoppen: 7 effektive Tipps

Das sind die 7 effektivsten Tipps, um dein Gedankenkarussell zu stoppen.

Mein Vorschlag: Probiere einfach die verschiedenen Techniken aus und schau, was für dich am besten funktioniert.

1. Komm in Bewegung

Weißt du, was die meisten Menschen enorm unterschätzen?

Wie viel Einfluss Bewegung auf unsere Gedanken und Gefühle hat.

Wenn du anfängst, dich zu bewegen, ändern sich deine Gedanken und Gefühle. Immer.

Vor allem, wenn du zu viele Gedanken hast und dich darin verlierst, kann Bewegung Wunder bewirken.

 

Je extremer die Bewegung, desto mehr ändert sich deine Gedankenwelt.

  • Milde Intensität (Zum Beispiel ein Spaziergang)
  • Mittlere Intensität (Zum Beispiel langsames Joggen oder entspanntes Radfahren)
  • Extreme Intensität (wild tanzen, Sprints oder schwere Gewichte im Fitnessstudio heben).

Probiere Folgendes aus: Wenn du das nächste Mal in einer negativen Gedankenschleife bist, komm in Bewegung.

  • Wenn du zuhause bist, mache dein Lieblingslied an und tanz wie ein Verrückter.
  • Wenn du im Büro bist, lauf ein bisschen durch die Büroräume und gehe kurz an die frische Luft, um dich mal zu strecken.
  • Wenn du sportlich bist, gehe eine Runde joggen.

Du wirst sehen, wenn du in Bewegung kommst, werden sich auch deine Gedanken ändern.

2. Gedanken aufschreiben

Kennst du das?

  • Du hast wiederkehrende Sorgen.
  • Du denkst immer an die gleichen negativen Geschichten.
  • Du kannst abends vor lauter Nachdenken oft nicht einschlafen.

Was dir enorm helfen wird, ist deine Gedanken aufzuschreiben.

Dadurch gewinnst du Klarheit und kannst sie besser loslassen.

Ich sage immer: Aufs Papier, raus aus dem Kopf.

Probiere es aus. Schreib einfach mal das auf, was du denkst.

Und keine Sorge: Es müssen weder zusammenhängende Sätze sein, noch stilistisch einwandfrei.

Es geht nur darum, dass du deine Gedanken auf Papier bringst.

3. Zähle 3 Dinge auf, für die du dankbar bist

Gibt es eine Art Abkürzung, um sich besser zu fühlen?

Ja!

Es ist Dankbarkeit.

Du kannst nicht dankbar und gleichzeitig unglücklich, ängstlich oder bedrückt sein.

Um dein Gedankenkarussell zu stoppen probiere also Folgendes: Denke an 3 Dinge, für die du dankbar bist.

Das können sehr simple Dinge sein. Du kannst z.B. dankbar dafür sein, dass du:

  • Abends gute Freunde treffen wirst
  • Eine tolle Familie hast
  • Ein leckeres Mittagessen essen wirst
  • Einen guten Job hast
  • Heute Abend deine Lieblingsserie anschauen wirst

Schließe einfach deine Augen, atme tief ein und aus und denke kurz an 3 Dinge, für die du dankbar bist.

Du wirst sehen, wie sich deine Gedanken (und Gefühle) verändern.

4. Gib deinen Gedanken einen Namen

Viele deiner negativen Gedanken wiederholen sich. Du erzählst dir also immer wieder die gleichen negativen „Geschichten“.

Zum Beispiel die „Das kann ich nicht“-Geschichte.

Oder die „Alle andere sind besser als ich“-Geschichte.

Oder die „Mein Partner wird mich verlassen, ich werde gefeuert werden und ich werde den Rest meines Leben einsam, arm und unglücklich sein“-Geschichte.

Identifiziere die häufigsten Geschichten, die du dir selbst erzählt. Und dann gib ihnen Titel.

Wenn dein Verstand das nächste Mal anfängt, dir die Geschichte zu erzählen, danke ihm dafür!

Nehmen wir zum Beispiel an, du redest dir oft ein, dass deine Arbeitskollegen kompetenter sind als du und dass du deshalb nie befördert werden wirst.

Du kannst der Geschichte zum Beispiel den Titel „Ich-werde-nie-befördert-werden“ geben.

Wenn du das nächste Mal anfängst, daran zu denken, sage einfach:

„Danke Verstand. Danke für die ‚Ich-werde-nie-befördert-werden’-Geschichte.“

Das mag total banal klingen.

Doch indem du deinem Verstand dankst, wird dir bewusst, dass es nur eine mentale Geschichte ist und keine Tatsache.

Und dadurch wirst du dich weniger in deinen Gedankenschleifen verlieren.

Dieser Artikel könnte dich auch interessieren: Mentaltraining

5. Komm ins Hier und Jetzt

In unserer immer schneller werdenden Gesellschaft haben viele Menschen eine Sache verlernt:

Im Hier und Jetzt zu sein.

Ständig drehen sich unsere Gedanken um die Zukunft oder um die Vergangenheit.

Dein Gedankenkarussell liebt das. Dadurch kann es sich noch schneller drehen und noch mehr negative Gedanken finden.

Mehr Dinge, die du falsch gemacht hast. Mehr Sorgen über die Zukunft. Mehr Sachen, die mit dir angeblich nicht stimmen.

Was dein Gedankenkarussell jedoch gar nicht mag ist, wenn du voll und ganz in den jetzigen Moment eintauchst.

Probiere es mal für 2-3 Minuten aus:

Wenn du Kaffee trinkst, konzentriere dich ganz darauf. Wie schmeckt der Kaffee? Wie heiß ist er? Wie fühlt es sich an, wenn er deinen Hals herunterläuft?

Wenn du auf dem Sofa liegst, dann tue auch das zu 100%. Wie fühlt sich das Sofa an? Ist dein Körper entspannt oder angespannt? Ist die Temperatur angenehm?

 

Wenn du in der U-Bahn sitzt, fokussiere dich darauf. Was für Menschen siehst du? Wie laut ist es? Sitzt du bequem?

Versuche, voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein. Oft bewirkt es wahre Wunder.

6. Einmal umdenken, bitte!

Was viele Menschen oft vergessen: Die Dinge sind per se nicht positiv oder negativ.

Es ist immer erst deine gedankliche Bewertung, die die Dinge zu etwas Positivem oder Negativen macht.

Vielleicht klingt es für dich überraschend, doch du kannst frei entscheiden, wie du die Dinge siehst!

Und das ist eine gute Technik, um deine Gedanken zu ändern.

Wenn du dir das nächste Mal Sorgen machst, negativ denkst und dein Gedankenkarussell nicht stoppen kannst, versuche umzudenken.

Mach dir ein Spiel daraus, die Dinge mal ganz anders zu betrachten.

Nehmen wir an, du stellst deinem Chef eine neue Idee vor. Du hast lange an der Idee gearbeitet und glaubst, dass sie der Firma mehr Geld bringen würde.

Er findet die Idee jedoch schwachsinnig.

Daraufhin bist du gekränkt und glaubst, du wärst ein Versager.

Und jetzt geht es darum, die Idee mal anders zu betrachten.

  • Vielleicht hat dein Chef die Idee so runtergemacht, weil er sie genial findet und neidisch auf dich ist, weil ihm so etwas nicht eingefallen ist.
  • Vielleicht sieht dein Chef einfach nicht das Potenzial deiner Idee, weil er zu konservativ ist.
  • Vielleicht ist deine Idee absolut genial, passt aber nicht in diese Firma.

Ich behaupte nicht, dass einer dieser Punkte wahr sein muss! Doch es sind alles Möglichkeiten.

Und je mehr du dich darin trainierst, Dinge auf verschiedene Arten zu sehen, desto weniger bist du in deinen Gedankenschleifen gefangen.

Mach dir also ab jetzt ein Spiel daraus, die Dinge immer wieder neu zu interpretieren.

Lies hier für auch: Positiv denken lernen

7. Erinnere dich an etwas Schönes aus der Vergangenheit

Du bist total niedergeschlagen. Hast gar keine Energie. Alles erscheint dir negativ und sinnlos. Dein Gedankenkarussell wird immer stärker.

Dann erinnere dich an eine schöne Erfahrung aus deiner Vergangenheit.

Mach die Augen zu und stelle dir vor, du bist wieder in der Situation. Mal es dir mit allen Details aus.

Denke zum Beispiel an deinen letzten Urlaub. Wie hast du dich gefühlt, also du völlig entspannt am Meer lagst, vollgefressen, mit einem leckeren Drink in der Hand? Wie war es, auszuschlafen und überhaupt keinen Stress zu haben?

 

Denke in allen Details daran und erinnere dich, wie gut du dich damals gefühlt hast.

Oder denke zum Beispiel an deine letzte prickelnde Liebesnacht. Was hatte dein Partner an, bevor du ihn ausgezogen hast? Wie hat er dich geküsst? Wie hat sich sein Körper angefühlt? Wie gut hat sich alles angefühlt?

(Bist du jetzt ein bisschen erregt? Super. Genieße es!)

Wenn du intensiv genug an eine positive Erinnerung denkst, werden deine Gedanken automatisch positiver werden.

Gedankenkarussell stoppen: Lerne, „besser“ zu denken

Die Wahrheit ist: Deine Gedanken entscheiden über dein Leben.

Viele Menschen glauben jedoch irrtümlicherweise, dass sie deshalb immer positiv denken müssen und alles Negative vermeiden sollten.

Aber das stimmt nicht.

Negative Gedanken und Erfahrungen gehören zum Leben dazu, wie die Aufregung beim ersten Mal.

Es geht nicht darum, immer positiv zu denken. Sondern darum, „besser“ zu denken.

Dinge rationaler zu betrachten. Deine Gedankengänge zu verstehen. Deine negativen Gedanken logisch zu hinterfragen. Herausforderungen in einem neuen Licht zu sehen.

Siehe es mal so: Dein Verstand ist wie ein Muskel.

Du kannst ihn dazu trainieren, besser zu denken.

Darum geht es übrigens in meinem Newsletter. Trage dich ein und du lernst negative Gedanken loszulassen, weniger zu zweifeln und positiver zu denken:

Bist du ein Sklave deiner Gedanken?

Hole dir meine 33 exklusiven Tipps um besser zu denken. Du wirst negative Gedanken loslassen, Selbstzweifel überwinden und ein starkes Mindset aufbauen. Die Tipps sind garantiert kostenlos. Und garantiert gut. 

Gedankenkarussell stoppen: Höre auf, dir zu viele Gedanken zu machen!
5 (100%) 1 vote[s]
0 Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.