Negative Gedanken loswerden: 5 wirksame Tipps, wenn du zu oft negativ denkst

5 Tipps gegen negatives DenkenNegative Gedanken können lähmend sein.

Sie belasten dich, rauben jegliche Lebensfreude und verzerren deine Sicht auf die Realität.

Häufig wird deshalb empfohlen, negative Gedanken durch positive zu ersetzen.

Das klingt in der Theorie super.

Funktioniert in der Praxis meistens jedoch nicht so gut (wie du vielleicht schon mal selbst gemerkt hast).

Du kannst nicht einfach negatives Denken in positives umwandeln, als wärst du eine magische Fee mit einem goldglitzernden Zauberstab.

Genauso wenig kannst du wie auf Knopfdruck deine negativen Denkweisen stoppen.

Im Folgenden erfährst du deshalb 5 psychologisch erprobte Tipps, um diese Art von Gedanken wirklich loszulassen. Außerdem erfährst du, wie du aufhörst, zu sehr über etwas nachzudenken.

Vorher werde ich dir jedoch noch erklären, was die eigentliche Ursache für negative Gedanken ist.

(Du hast gerade zu viele Fragen im Kopf und möchtest sofort wissen, wie du negative Gedanken loswerden kannst? Dann klicke hier und du kommst direkt zu den Tipps.)

Du kannst dir den Artikel auch als Video anschauen:

Die Ursache für negative Gedanken

Vielleicht glaubst du, dass das Leben unheimlich schön wäre, wenn du schlagartig all deine negativen Denkweisen loswerden würdest und dein Gedankenkarussell stoppen könntest.

Doch so paradox es erst mal klingen mag: Negative Gedanken haben auch eine wichtige Funktion.

Sie:

  • weisen dich auf mögliche Gefahren hin.
  • lassen dich Risiken besser einschätzen.
  • führen dazu, dass du dich auf wichtige Situationen (eine Prüfung, ein Bewerbungsgespräch, einen Auftritt, etc.) besser vorbereitest.
  • können dir helfen, die Welt „realistischer“ zu betrachten.

Ich weiß, negatives Denken kann sehr belastend sein. Vor allem, wenn du das Gefühl hast, nichts dagegen tun zu können (dazu später mehr).

Dennoch sind sie wichtig.

Ohne sie würdest du reale Gefahren nicht erkennen, Risiken unterschätzen und dich auf Herausforderungen nicht gut genug vorbereiten.

Warum Menschen so negativ denken

Einen gewissen Einfluss auf deine Gedanken haben dein Umfeld und deine Erziehung.

Sprich:

  • Eltern und Kindheit.
  • Freunde und Bekannte.
  • Dein Partner.
  • Erfahrungen in der Schule.
  • Medien.

Wenn deine Eltern dir zum Beispiel immer eingeredet haben, dass du nichts kannst, hast du vermutlich viele Selbstzweifel und traust dir wenig zu. Oder wenn du in der Schule und auch später oft abgewiesen wurdest, glaubst du jetzt vielleicht, dass andere dich nicht mögen.

Wir alle werden stark durch unsere Erfahrungen im Leben geprägt.

Doch selbst Menschen, die viele gute Erfahrungen im Leben hatten, kennen negative Gedanken, Selbstzweifel und Sorgen.

Gedankenstopp

Ich denke, ich lehne mich nicht all zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass jeder Mensch negative Gedanken hat.

Das hat mit der menschlichen Evolution zu tun. Lass mich das kurz erklären, da es ein wichtiger Punkt ist.

Die Ursache für schlechtes Denken liegt in der menschlichen Evolution

Vor Zehntausenden von Jahren war das Leben noch ein wenig gefährlicher als jetzt.

Während es heutzutage eine Tragödie ist, dass eine Amazon-Lieferung einen Tag zu spät kommt oder dass es das neue iPhone nicht mehr in deiner Lieblingsfarbe gibt, lauerten damals reale Gefahren:

  • Krankheiten.
  • Bittere Kälte.
  • Hungersnot.
  • Ein feindlicher Stamm.
  • Gefährliche Tiere.

Wären unsere Vorfahren in dieser Zeit immer nur vom Besten ausgegangen und hätten sie sich nie Sorgen gemacht, hätten sie nicht überlebt.

Zu viel Optimismus war damals tödlich.

Stell dir mal vor, unsere Vorfahren hätten das Rascheln im Busch nicht als Gefahr wahrgenommen.

„Das wird schon nichts Gefährliches sein!“

Blöd nur, wenn es ein Raubtier oder ein Krieger eines verfeindeten Stammes war!

Es hat sich für unsere Vorfahren also ausgezahlt, sich viele Sorgen zu machen, zu zweifeln und vom Schlimmsten auszugehen.

Dadurch wurde mit jeder Generation unser Gehirn noch besser im „negativen Denken“.

Schlechtes Denken entwickelte sich mit der Evolution

Durch die Evolution ist unser Gehirn sehr gut im negativen Denken

Das ist auch der Grund, warum wir Menschen uns oft Sorgen machen, Angst vor Dingen haben, die keine realen Gefahren darstellen und zu viel an uns selbst zweifeln.

All das soll nun nicht bedeutet, dass du nicht lernen kannst, besser mit negativen Gedanken umzugehen – denn das kannst du. Doch du wirst nie alle deine negativen Gedanken loswerden können.

Ich weiß, es gibt eine Menge Ratgeber-Autoren, die genau das versprechen.

Doch das ist Blödsinn.

Du kannst nie all deine Gedanken unter Kontrolle bringen. Im Gegenteil.

Dein Denken kontrollieren zu wollen führt nur dazu, dass du noch mehr negative Denkweisen hast.

(Auch interessant: Mentale Stärke trainieren)

Gedanken kontrollieren – warum es nach hinten losgeht

Forschern zufolge hat der Mensch im Schnitt 50.000 bis 60.000 Gedanken pro Tag.

Viele dieser Gedankenimpulse sind unbewusst. Sie sprudeln aus dir empor, wie Wasser aus einem Springbrunnen.

Der Knackpunkt?

Du hast viel weniger Einfluss auf deinen Gedankenfluss als du glaubst. Du kannst deine Gedanken zwar beeinflussen, doch dieser Einfluss ist relativ gering.

Das ist letztendlich nur logisch.

Wie willst du denn bitte 50.000 oder mehr Gedankenimpulse pro Tag kontrollieren?

Da scheint es leichter, am Strand von Mallorca alle Sandkörner zu zählen…

Würdest du versuchen, jeden einzelnen Gedanken zu kontrollieren, wärst du mit nichts anderem beschäftigt. Und ich bezweifle stark, dass du das willst.

Abgesehen davon kommt noch hinzu, dass Gedankenströme zu ändern oder kontrollieren zu wollen in den meisten Fällen nur dazu führt, dass diese noch stärker werden.

Gedankenströme zu verdrängen funktioniert nicht

Dein Verstand ist wie ein freches Kind. Je mehr du ihm sagst, was es etwas unterlassen soll, desto mehr Spaß macht es ihm, genau das zu tun.

Konkret bedeutet das:

Je mehr du versuchst, nicht an etwas zu denken, desto stärker wird der Gedanke in der Regel.

Das liegt daran, dass Gedanken eher wiederkehren, wenn du diese unterdrückst.1

Das ist auch einer der Gründe, warum positives Denken bei vielen Menschen dazu führt, dass sie sich noch schlechter fühlen.

Wenn du positiver denken möchtest, wirst du versuchen, deine negativen Gedanken zu verdrängen, zu verändern oder sie anderweitig loszuwerden.

Dadurch fokussierst du dich jedoch noch mehr auf sie, wodurch sie in den meisten Fällen noch stärker werden.

Warum positives Denken oft dazu führt, dass du noch negativer denkst, erkläre ich auch in diesem kurzen Video:

Zusammengefasst: Dein Wunsch, positiver zu denken, führt dazu, dass du dich verstärkst auf deine negativen Denkweisen konzentrierst und sie dadurch noch stärker werden. Ironie des Schicksals.

Da viele Menschen in diese “Positiv-Denken-Falle” geraten, habe ich dazu auch einen eigenen Artikel geschrieben.

Wenn du wissen willst, wie positives Denken wirklich funktioniert, lies ihn dir durch:

Artikel: Positiv Denken

Negativgedanken in den Griff bekommen

Ja, das Leben wäre viel einfacher, wenn jeder von uns sein Denken zu 100% steuern könnte. Doch das können wir nicht.

Wahrscheinlich denkst du dir jetzt:

Das ist ja alles schön und gut Anchu! Aber wie befreie ich mich jetzt von negativen Gedanken? Und wie kann ich das Gedankenkarussell in meinem Kopf stoppen?

Schön, dass du fragst.

Der große Schlüssel, um diese negativen Impulse loszuwerden, ist, dich nicht mit ihnen zu identifizieren.

Gedanken sind nur Gedanken! Höre auf, dich mit ihnen zu identifizieren

So überraschend es klingen mag: Was du denkst, ist nicht das Problem.

Das Problem ist, dass du dich mit Gedankenströmen identifizierst und ihnen alles glaubst.

In der westlichen Welt sind wir sehr auf unseren Verstand fixiert. Wir halten unsere Gedanken für die Wahrheit– oder schlimmer noch, wir halten sie für uns selbst.

Doch die Wahrheit ist: Weder entsprechen sie immer der Wahrheit, noch bist du sie.

Du kannst dich jetzt zum Beispiel vor den Spiegel stellen und dir gedanklich einreden, dass du Mark Zuckerberg bist. Oder Batman. Oder ein Außerirdischer mit 3 Augen, 4 Armen und nur einem Bein. Aber es entspricht nicht der Realität.

Ich bin bei Weitem nicht der Erste, der behauptet, dass die Identifikation mit unseren Gedanken zu viel Leid führt.

Schon viele spirituelle Lehrer, Philosophen und große Denker vor mir haben das erkannt.

Einer der bekanntesten ist wohl Eckhard Tolle.

In seinem weltberühmten Buch „Jetzt“ erklärt er, dass viele Menschen unnötig leiden, weil sie Sklaven ihres eigenen Denkens sind.

Und er hat Recht.

So überraschend es für dich jetzt vielleicht klingen mag – letztendlich kannst du selbst entscheiden, ob du deinen Gedankenimpulsen glaubst oder nicht.

Du kannst entscheiden, ob du deinen Gedanken glaubst

Oft vergessen wir, dass unsere Gedankenflüsse nur Annahmen, Bilder und Geschichten in unserem Kopf sind – und diese müssen keinesfalls der Wahrheit entsprechen.

Doch ein Gedanke ist nur ein Gedanke.

Manchmal entspricht er der Wahrheit, oft genug jedoch nicht.

Negative Gedanken loswerden

Ein Gedanke ist nur ein Gedanke

Hast du schon mal Folgendes gedacht:

  • Ich bin nicht gut genug.
  • Meine Meinung ist nicht wichtig.
  • Ich werde das niemals schaffen.
  • Warum sind alle anderen besser als ich?
  • Keiner mag mich.
  • Ich bin unattraktiv.
  • Ich muss immer nett sein.

Nun, keiner dieser Denkweisen entspricht der Realität. Es ist nur eine Meinung, die du über dich selbst hast.

Und genau so, wie du Aussagen eines Gebrauchtwagenhändlers nicht immer glauben solltest, solltest du auch deinen eigenen Gedankenströmen nicht immer glauben.

Wie du das schaffst? Durch die Technik des neutralen Beobachters.

Negatives Denken loslassen durch den neutralen Beobachter

Was denkst du jetzt gerade?

  • Ob mir dieser Artikel wohl weiterhilft?
  • Dieser Anchu Kögl hat zwar keine Haare, schreibt aber echt geile Artikel … (Danke!)
  • Welche Serie soll ich mir bloß heute Abend anschauen?
  • Hat Amazon schon mein neues Aloe-Vera-Shampoo geliefert?
  • Ich bin ein totaler Versager und kann gar nichts.

Egal, was du gerade denkst: Du hast gerade deine eigenen Gedanken beobachtet!

Diese Fähigkeit wird in der Psychologie wie auch im Buddhismus das „bewusste Selbst“ genannt. Und darin liegt der Schlüssel im Umgang mit negativen Gedankenströmen.

Du kannst deine Gedanken nicht kontrollieren, aber du kannst sie loslassen

Wie schon erklärt, ist ein Großteil deiner Gedankenströme unbewusst und du kannst diese kaum kontrollieren.

Was du allerdings sehr wohl kontrollieren kannst, ist dein bewusstes Denken. Wann immer du willst, kannst du deine eigenen Gedanken beobachten.

In dem Moment, in dem du dein Denken beobachtest, verlieren sie einen Großteil ihrer Macht.

Du kreierst eine gewisse Distanz zwischen dir und deinen Gedankenströmen und hörst auf, dich mit ihnen zu identifizieren.

Wenn du deine negativen Gedanken einfach nur beobachtest – ohne sie zu verurteilen, zu ändern oder sie in positives Denken transformieren zu wollen – werden sie früher oder später weiterziehen.

Loswerden von schlechten Gedanken durch Beobachtung

Wann immer du das nächste Mal eine negative Denkweise hast, begebe dich in die Position des neutralen Beobachters. Anstatt dein Denken zu bewerten, dich in ihm zu verlieren oder dich dafür zu verurteilen, beobachte einfach nur.

Du wirst sehen, dass es dich viel weniger beeinflusst als bisher!

Funktioniert das immer? Nein!

Manchmal ist ein Gedanke sehr hartnäckig. Auch ich schaffe es nicht immer, meine Gedanken neutral zu beobachten.

Doch zum Glück gibt es noch 5 weitere sehr effektive Tipps gegen negative Gedanken.

5 wirksame Tipps gegen negative Gedanken

Die Grundlage, um besser mit negativen Denkweisen umzugehen, haben wir bereits gesehen:

Identifiziere dich nicht mit deinen Gedanken und lerne, sie neutral zu beobachten.

Je besser du das kannst, desto weniger wird dich negatives Denken belasten.

Davon abgesehen werden dir diese 5 Tipps helfen.

1. Negative Gedanken loswerden: Erkenne deine wiederkehrenden negativen Denkweisen

Viele unsere schlechten Gedanken wiederholen sich. Jeder von uns hat also mentale Geschichten, die wir uns immer wieder erzählen.

Zum Beispiel die „Ich bin nicht gut genug“-Geschichte, die „Das schaffe ich nicht“-Geschichte oder die „Ich werde meinen Job verlieren, mein Partner wird mich verlassen und ich werde an einer schrecklichen Krankheit sterben“-Geschichte.

Tauchen diese Geschichten auf, kannst du deinem Verstand dafür danken.

Los werden von wiederkehrenden Gedanken

Nehmen wir zum Beispiel an, du möchtest regelmäßig ins Fitnessstudio gehen, um abzunehmen.

Jetzt redet dir dein Verstand Folgendes ein: „Das schaffst du sowieso nicht. Du hast es schon so oft versucht und bist immer gescheitert. Du verschwendest nur deine Zeit.“

Das Beste, was du jetzt tun kannst, ist, deinem Verstand zu danken: „Danke Verstand. Danke für die Ich-schaffe-das-nicht-Geschichte.“

In dem du deinem Verstand dankst, wird dir bewusst, dass es nur eine mentale Geschichte ist und du verlierst dich nicht darin.

2. Negative Gedanken loswerden: Widersprich negativen Gedankenimpulsen logisch

Wenn du das nächste Mal schlecht denkst, hinterfrage logisch.

Nehmen wir als Beispiel den Gedanken „Ich bin nicht selbstbewusst“.

Hinterfrage diesen nun logisch:

  • Was heißt es überhaupt, selbstbewusst zu sein?
  • War ich in meinem Leben noch nie selbstbewusst und mutig?
  • Sind Menschen oft selbstbewusster als ich, weil sie einfach in einer gewissen Sache mehr Erfahrung habe?

Und nun finde logische Antworten auf deine Fragen.

3. Negative Gedanken loswerden: Mach dir bewusst, dass es nur ein Gedanke ist

Was auch sehr hilfreich sein kann, um dich weniger mit deinem Gedankenstrom zu identifizieren, ist, deine Gedankenimpulse umzuformen.

Nehmen wir zum Beispiel den Gedanken „Ich bin wertlos“.

Forme nun „Ich bin wertlos“ zu „Ich habe gerade den Gedanken, dass ich wertlos bin“ um.

Das wird dir dabei helfen, mehr Distanz zu deinen Gedanken zu gewinnen und dir bewusst zu machen, dass es einfach nur ein Gedanke ist.

Negativ Denken ist of realitätsfern

Gedanken entsprechen nicht immer der Realität

Das funktioniert natürlich nicht nur mit „Ich bin …“- Gedanken, sondern auch mit anderen negativen Denkweisen wie:

  • Das schaffe ich nicht.
  • Ich bin nichts wert.
  • Damit vergeude ich nur meine Zeit.
  • Es wird sich sowieso nichts ändern.
  • Ich bin nicht liebenswürdig.

Schiebe vor jede negative Denkweise ein „Ich habe gerade den Gedanken, dass …“.

Dadurch gewinnst du mehr und mehr Distanz zu deinen Gedanken und identifizierst dich weniger mit ihnen.

4. Negative Gedanken loswerden: Auf weniger negativen Input achten

Ich schaue seit 5 Jahren so gut wie keine Main-Stream-Nachrichten (und bekomme trotzdem sehr gut mit, was in der Welt passiert).

Wieso?

Weil Nachrichten ein sehr negativ verzerrtes Bild der Realität bieten.

Tagtäglich gibt es nur Horrornachrichten.

Sicherlich läuft auf der Welt nicht alles super. Doch glaubt man den Nachrichten, stehen wir kurz vor der Klimakatastrophe, der dritte Weltkrieg steht vor der Tür und jeder zweite Mensch ist ein Attentäter, Vergewaltiger oder Betrüger.

Gehe ich jedoch auf die Straße, ist keine Spur von Krieg, Kinder spielen und viele Menschen sind freundlich und hilfsbereit.

Mach dir bewusst, dass viele Medien dich negativ beeinflussen. Achte also auf deinen Medienkonsum (das gilt übrigens auch für Filme und Social Media).

5. Negative Gedanken loswerden: Lenke dich ab

Du möchtest auf andere Gedanken kommen? Dich von negativem Denken befreien? Störende Gedankenimpulse loswerden?

Dann lenke dich ab!

Wenn du gerade sehr verkopft bist und sich das Gedankenkarussell immer schneller dreht, ist es am besten, etwas anderes zu tun.

Diese Aktivitäten helfen sehr gut:

  • Mache Sport oder bewege dich.
  • Schau dir einen aufmunternden Film an.
  • Tue etwas, was dir Spaß macht (Lesen, Tanzen, Karate, Kochen, usw.).
  • Rufe einen guten Freund an und rede mindestens 10 Minuten mit ihm.
  • Überlege dir, wie du einem anderen Menschen eine Freude machen kannst.

Am besten finde ich zum Beispiel Sport. Wenn ich ins Fitnessstudio, zum Joggen gehe oder eine Runde Mountainbike fahre, sind meine schlechten Gedanken verschwunden.

Joggen oder Fitnesstraining hilft übrigens auch nachweislich, besser mit negativen Gefühlen umzugehen.2

Auch jeder Feierabendjogger wird dir ein Liedchen davon singen können, wie gut ihm der Sport tut.

Wichtig! Dich von negativen Gedankenströmen abzulenken bedeutet nicht, dass du vor Problemen in deinem Leben davonrennen sollst.

Ein besserer Umgang mit negativen Gedankenimpulsen

Du kannst leider nicht alle schlechten Gedanken loswerden. Negative Gedankenimpulse und Gefühle gehören zum Leben dazu wie Pickel zur Jugend.

Und das ist ok.

Weder musst du dein gesamtes Denken unter Kontrolle bringen, noch musst du dich von allen negativen Gedanken befreien.

Es reicht, wenn du lernst, besser mit deinen Gedankenimpulsen umzugehen. Sie zu beobachten. Sie zu hinterfragen. Ihnen nicht immer zu glauben. Und zu verstehen, dass es nur Gedankenimpulse sind.

Keine Frage: Unser Verstand ist ein mächtiges Instrument. Doch nicht in allen Situationen ist Denken hilfreich.

Und manchmal ist es schlichtweg das Beste, lockerzulassen und nicht auf all unsere Denkweisen zu hören.

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Negative Gedanken loswerden: 5 wirksame Tipps, wenn du zu oft negativ denkst
4.8 (96%) 5 vote[s]
  1. Wenzlaff, R. M., & Wegner, D. M. (2000). Thought suppression. Annual Review of Psychology, 51(1), 59–91.
  2. Doyne EJ, Ossip-Klein DJ, Bowman ED, Osborn KM, McDougall-Wilson IB, Neimeyer RA. (1987) Running versus weight lifting in the treatment of depression. J Consult Clin Psychol. 1987 Oct;55(5):748-54.
9 Kommentare

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  1. Sylvia
    Sylvia sagte:

    Hallo Anchu,
    vielen Dank für diesen Artikel!
    Ich finde ihn sehr, sehr hilfreich.
    Vor allem ist es toll, dass du erklärst, dass jeder Mensch negative Gedanken hat und dass sie zum Leben dazugehören.
    Das find ich sehr beruhigend.

    Antworten
  2. Iljana
    Iljana sagte:

    Hallo Anchu!
    Der Artikel ist wirklich sehr hilfreich.
    Allerdings habe ich Schwierigkeiten mit Punkt 3. – wer bin ich denn, wenn ich nicht meine Gedanken bin?

    Und zu Punkt 4 – Nachrichten schaue ich schon länger nicht mehr, habe auch keinen Fernsehanschluss – aber was ist mit anderen Menschen? Menschen, die viel jammern oder über andere lästern oder sich in der Opferrolle befinden usw. – ich lasse so etwas schnell auf mich abfärben :-( Ich weiß dann manchmal nicht, ob es besser wäre mich von diesen Menschen zu distanzieren – es gibt jede Menge davon in meinem Umfeld, ganz besonders auf meiner Arbeit… Wie ist das bei dir?

    LG Iljana

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Iljana,
      wer wir sind? Das ist eine philosophische Frage.
      Ich würde antworten: Bewusstsein.
      Zu dem Thema kann ich dir das Buch “Jetzt” von Eckhard Tolle empfehlen.
      Zu deinem Umfeld: Klar! Nimm Abstand von negativen Menschen. Und verbringe mehr Zeit mit Menschen, die dich aufbauen und dich motivieren.
      LG

      Antworten
    • Thomas
      Thomas sagte:

      Ja, ja…das Missverständnis des positiven Denkens!
      1: Postives Denken, hat nichts damit zu tun, negative Gedanken zu unterdrücken.
      2: Postives Denken ist zum Einen, das Hinterfragen eines negativen Gedankens…
      3: Ein Gedanke (zum Beispiel Bilder im Kopf) und Denken sind zwei Paar Schuhe.

      Iljana:
      Wenn Du der Meinung bist, dass Du Deine Gedanken bist, dann kannst Du sicher sagen welcher Gedanke als Nächstes kommt…

      Antworten
  3. Emily
    Emily sagte:

    Hallo Anchu!

    Deinen Artikel finde ich sehr interessant.
    Aber was meinst du mit „negativen Gedanken“? Es geht doch letztendlich um Gedanken unter denen ich leide. Ich weiß nicht, ob die Beschreibung „negative Gedanken“ dies verdeutlicht. Ich leide ja nicht unter allen Gedanken, die zu Trauer, Wut, oder Enttäuschung führen. Ich finde „ungesunde Gedanken“ trifft es eher.
    Ich habe vor ca. 1,5 Jahren das erste Mal davon gehört, dass wir nicht unsere Gedanken sind, sondern Gedanken haben. In mir ist ein großes Durcheinander entstanden, vielleicht auch eher Verzweiflung oder Panik – durch Gedanken wie z.B. „Oh je, ich verstehe das nicht. Was soll ich bloß tun. Das ist so furchtbar. Wenn ich das nicht verstehe verschwende ich mein Leben. Aber ich versteh das einfach alles nicht.“ Auch jetzt als ich deinen Artikel gelesen habe und gelesen habe, dass wir aufhören sollen uns mit unseren Gedanken zu identifizieren.
    Ich frage mich, wer ich denn ohne meine Gedanken bin. Und wie erkenne ich, ob meine Gedanke stimmen oder nicht. Ich weiß gar nicht mehr, was ich noch glauben soll. Und diese Gedanken finde ich sehr belastend. Ich zweifle mittlerweile an jede Menge meiner Gedanken – wenn ich z.B. jemanden nicht mag/unsympathisch finde, wenn ich etwas nicht will usw. – ich vertraue meinen Gedanken kaum noch, weil ich ständig einen unwahren Gedanken vermute.

    Ganz liebe Grüße
    Emily

    Antworten
  4. Daniel
    Daniel sagte:

    Hallo Anchu,
    deinen Satz “Gehe ich jedoch auf die Straße, ist keine Spur von Krieg, Kinder spielen und viele Menschen sind freundlich und hilfsbereit.” finde ich ziemlich unreflektiert und zeigt nur deine Sicht als privilegierter Westeuropäer.
    Auch deine Medien-Schelte geht mir ein bisschen zu sehr in die Richtung “Lügenpresse”.
    Ansonsten netter Artikel.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Daniel,
      danke für dein Feedback. Es wäre merkwürdig, wenn Menschen mit allem übereinstimmen, was ich schreibe.
      Deshalb: Nimm dir aus meinen Artikel (wie diesem zum Beispiel) die Informationen, die du gut findest. Und ignoriere den Rest…
      LG

      Antworten