Warum positive Affirmationen nicht funktionieren

positive affirmationenEs ist gut möglich, dass du schon mal was von positiven Affirmationen gehört hast.

Positive Affirmationen sollen dir dabei helfen, dich selbst in einem besseren Licht zu sehen.

Typische Affirmationen sind Dinge wie:

  • Ich bin glücklich.
  • Ich liebe mich selbst.
  • Ich kann alles schaffen.
  • Ich bin attraktiv.

Laut vieler Selbsthilfe-Experten sind positive Affirmationen ein schneller Weg um erfolgreicher, positiver, attraktiver und glücklicher zu werden.

Und seien wir ehrlich: Die Idee ist verlockend!

Nehmen wir an, du möchtest ein wenig selbstbewusster werden. Denn hey, ein wenig mehr Selbstbewusstsein schadet ja nicht, oder? Angeblich erreichst du das ganz einfach, in dem du jeden morgen nach dem Pissen kurz in den Spiegel schaust und voller Überzeugung sagst: Ich strotze nur so vor Selbstbewusstsein.

Positive Affirmationen werden häufig als „magische Pille“ angepriesen. Egal, welche Eigenschaft du dir wünschst, es reicht, wenn du sie dir oft genug einredest.

Doch wie die meisten „magischen Pillen“ hat auch diese einen Haken.

Es scheint nämlich, dass positive Affirmationen nur bei den Menschen funktionieren, die schon ein gutes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen haben – also bei Menschen, die diese Affirmationen nicht wirklich brauchen.

Bei unsicheren Menschen mit einem eher niedrigen Selbstwertgefühl funktionieren positive Affirmationen nicht. Oft bezwecken sie sogar das Gegenteil und führen dazu, dass sich diese Menschen noch schlechter fühlen.

Bist du also restlos von dir überzeugt und redest dir dann ein, wie toll, selbstsicher und unheimlich sexy du bist, hat das positive Auswirkungen auf deine Stimmung (auch wenn die Auswirkungen laut Studien nur sehr gering sind).

Ich hab mich umgeschaut: Wir sind die geilsten hier!

positive affirmationen

Bist du hingegen eher unsicher, ängstlich und hast ein niedriges Selbstwertgefühl, werden dir positive Affirmationen nicht weiterhelfen und wahrscheinlich sogar dazu führen, dass du dich noch schlechter fühlst.

In einer renommierten Studie stellte sich heraus, dass positive Affirmationen („ich bin eine liebenswürdige Person“) bei Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl durch die Bank dazu führte, dass sich diese schlechter als vorher fühlten.1

Diese Studie bestätigt, was viele Menschen beim Ausprobieren positiver Affirmationen selbst festgestellt haben: Dass sie nicht funktionieren.

Lesefaul? Die wichtigsten Punkte des Artikels erfährst du auch in diesem Video:

Warum positive Affirmationen nicht funktionieren

Warum funktionieren positive Affirmationen bei vielen Menschen nicht oder führen sogar dazu, dass sie sich schlechter fühlen?

Aus dem simplen Grund, dass wir einen inneren Konflikt verspüren, wenn wir uns etwas einreden, das nicht mit unseren Erfahrungen und unserem Selbstbild übereinstimmt.

Suggerierst du dir etwas, was du nicht glaubst, hast du das Gefühl, dich selbst zu belügen.

Und dieser innere Konflikt führt dann zu noch mehr negativen Gedanken, wodurch du dich letztendlich noch schlechter fühlst.

Nehmen wir an, du bist ein schüchterner und unsicherer Mensch. Redest du dir jetzt ein, dass du nur so vor Selbstvertrauen strotzt, wird sich wahrscheinlich eine kleine Stimme in deinem Kopf melden und dir widersprechen.

Dein Stimme wird sagen: Nein! Das stimmt doch gar nicht. Du bist nicht selbstsicher. Erzähle keinen Blödsinn, du Lügner!

Diese Stimme ist dein innerer Lügendetektor. Und dieser springt an, wenn du dir etwas einreden willst, was nicht mit deinem Selbstbild und deinen Erfahrungen übereinstimmt.

Rede dir nichts ein, was nicht stimmt

Mit Anfang zwanzig war ich im Umgang mit Frauen unsicher und nervös. Damals stellte ich mich öfter mal vor den Spiegel, schaute mir tief in die Augen und sagte: Ich bin ein attraktiver, interessanter und charmanter Mann, den Frauen wollen.

Diese Aussage fühlte sich jedoch falsch an. Jedes Mal sprang mein innerer Lügendetektor an und widersprach mir. Das lag daran, dass die positive Affirmation nicht meinem Selbstbild entsprach.

Und das ist der springende Punkt.

Jeder Mensch hat ein gewisses Selbstbild, das sich über Jahre hinweg entwickelt hat. Dieses Selbstbild basiert unter anderem auf unseren Erfahrungen, unseren Glaubenssätzen, unseren Werten und unserem Umfeld. Dein Selbstbild ist zwar nicht in Stein gemeißelt, doch es lässt sich nicht von heute auf morgen ändern.

Wenn eine positive Affirmation also noch nicht mal ansatzweise deiner Erfahrung und deinem Selbstbild entspricht, wird sie wahrscheinlich nicht funktionieren. Dann kannst du dich genauso gut vor den Spiegel stellen und dir vollen Ernstes einreden, dass du ein Einhorn bist.

Wenn du also 30 kg über deinem Wunschgewicht bist und dir einredest, dass du schlank bist, wirst du das Gefühl haben, dich selbst zu belügen.

Genauso ist es, wenn du dich mit gequältem Lächeln davon überzeugen willst, dass du glücklich bist, obwohl dein Leben gerade den Bach runter geht und es dir verdammt dreckig geht.

positive affirmationen

Ob du dir nun suggerierst, dass du erfolgreich bist, dass du dich selbst liebst oder dass du unheimlich sexy und selbstbewusst bist – wenn es nicht deinen Erfahrungen und deinem Selbstbild entspricht, wirst du es nicht glauben können und dich dadurch wahrscheinlich noch schlechter fühlen.

Wenn positive Affirmationen nicht funktionieren, was tut es dann?

Vor einigen Jahren hatte ich eine heftige Panikattacke, die meiner Identität einen ordentlichen Knacks gab. Einige Wochen später dachte ich, dass mir positive Affirmationen vielleicht gut tun würden.

In einem ruhigen Augenblick ging ich also in mich sagte mir selbst: Ich liebe mich.

Kaum hatte ich den Satz gedanklich ausgesprochen, kaum wie aus dem Nichts eine Stimme die sagte: Nein, das tust du nicht.

Ich erschrak. Was zum Teufel war das denn? Hasse ich mich etwa selbst?

An sich hatte ich damals schon ein gutes und stabiles Selbstwertgefühl. Doch nach meiner Panikattacke aktivierte die Aussage Ich liebe mich meinen inneren Lügendetektor.

Daraufhin probierte ich neutralere Affirmationen wie Ich akzeptiere mich selbst. Diese funktionierten besser und fühlten sich stimmig an.

Neutrale Affirmationen

Der springende Punkt ist der: Positive Affirmationen können dir dabei helfen, dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Doch das klappt nur, wenn sie dir glaubwürdig erscheinen und du dabei nicht das Gefühl hast, dich selbst zu belügen.

Bei vielen Menschen funktionieren deshalb neutralere Affirmationen besser als positive Affirmationen.

Falls sich positive Affirmationen für dich merkwürdig anfühlen, dann probiere mal Aussagen, die dir realistisch und glaubwürdig erscheinen.

  • Statt dir einzureden, wie sehr du dich selbst liebst, kannst du sagen: Ich lerne gerade, mich selbst zu akzeptieren.
  • Statt dir einzureden, wie attraktiv und sexy du bist, kannst du sagen: Ich bin zwar kein Modell, aber mir gefallen meine Beine/Augen/Humor/Mitgefühl (oder was auch immer du an dir schätzt oder zumindest nicht schrecklich findest).
  • Statt dir einzureden, wie glücklich du bist, kannst du sagen: Mir ging es schon besser, aber mir ging es auch schon schlechter. Heute geht es mir ganz OK.
  • Statt dir einzureden, dass du alles schaffst, kannst du sagen: Jeden Tag glaube ich ein klein wenig mehr an mich.

Anstatt dir also Ideale einzureden, die zu weit von deinem jetzigen Selbstbild entfernt sind, bleibe realistisch und suggeriere dir Affirmationen, die dir glaubhaft erscheinen und die sich stimmig anfühlen. Dadurch vermeidest du das Gefühl, dich selbst zu belügen.

Stelle dich also bitte nicht morgens vor den Badezimmerspiegel und rede dir ein, dass du Batman bist. Außer du bist Batman.

Was besser funktioniert als Affirmationen

Wenn du Affirmationen intelligent nutzt, können sie dir helfen, dich in einem besseren Licht zu sehen. Ich bin jedoch generell kein großer Fan von Affirmationen.

Was ich für viel effektiver als Affirmationen und ständiges positives Denken halte, ist die eigenen Gedanken logisch zu hinterfragen.

Lass mich das erklären.

Wenn du das nächste Mal negative Gedanken hast wie „ich bin wertlos“, „ich bin unattraktiv“ oder „ich bin unglücklich“ frage dich, ob sie mit der Realität übereinstimmen.

Nehmen wir als Beispiel den Gedanken „ich bin wertlos.“

Du kannst dich zu erst einmal fragen, was wertlos überhaupt bedeutet:

  • Bist du keinem Menschen auf dieser Welt wichtig?
  • Kannst du dich selbst nicht leiden?
  • Behandeln dich andere nicht so, wie du es dir wünscht?

Schon das Hinterfragen nimmt dem Gedanken ein wenig Kraft, weil du dich durch das logische Hinterfragen weniger mit ihm identifizierst.

Der nächste Schritt ist, Gegenbeispiele zu diesem Gedanken zu finden:

  • Ich kann nicht vollkommen wertlos sein, weil es Menschen gibt, denen ich wichtig bin (Partner, Familie, Freunde, etc).
  • Es stimmt auch nicht, dass ich immer alles an mir schrecklich finde. Es gab Momenten in meinem Leben, da war ich stolz auf mich und war mit mir zufrieden.
  • Es stimmt zwar, dass mich Menschen manchmal nicht fair behandeln. Aber das geht auch anderen Menschen so. Und wenn ich überlege, gibt es auch viele Menschen die mich sehr gut behandeln und sehr freundlich zu mir sind.

Wenn du deine negativen Gedanken und Glaubenssätze hinterfragst, wirst du fast immer logische und reale Gründe finden, die dagegen sprechen. Und weil diese real und logisch sind, erscheinen sie dir wahrscheinlich auch glaubhaft.

Und falls dir das logische Hinterfragen deiner negativen Gedanken nicht weiterhilft, kannst du dich immer noch dazu entscheiden, deinen Gedanken nicht zu glauben.

Genau so, wie du den überschwänglich strahlenden Mitarbeiter von Unicef in der Fußgängerzone ignorierst, kannst du auch deine Gedanken ignorieren.

Deine Gedanken sind keine Fakten. Du kannst also selbst entscheiden, ob du einem Gedanken glauben willst oder nicht. Und gewisse Gedanken sollten dir schlichtweg am Arsch vorbeigehen.

Lerne dich selbst besser kennen

In meinem Ratgeber “Innere Stärke” erfährst du, wie du dich selbst besser kennenlernst, besser mit negativen Gefühlen umgehst und deine Ängste überwindest. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

  1. Positive self-statements: power for some, peril for others (2009). Wood, J. V.; Perunovic, W. Q. & Lee, J. W. Psychol Sci. 2009 Jul;20(7):860-6. doi: 10.1111/j.1467-9280.2009.02370.x. Epub 2009 May 21.
21 Kommentare
  1. Julius
    Julius says:

    Hallo Anchu,
    das was du beschreibst, habe ich intuitiv auch schon gemacht. Schön, dass nochmal von dir bestätigt zu bekommen.
    Abgesehen davon: Super Artikel. Dein Schreibstil und dein Humor werden immer besser. Ich freue mich auf jeden neuen Artikel von dir, selbst wenn mich das Thema selbst wenig interessiert.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Julius,
      danke dir! Immer schön zu hören sowas! Ich habe auch das Gefühl, dass sich in letzter Zeit bei meinem Schreibstil einiges getan hat. Ich schreibe ja mittlerweile auch schon seit ein paar Jahren…
      LG

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  2. Jonny
    Jonny says:

    Dafür gibt es dann ja Afformationen… Wenn man schon so tief drinnen steckt, dass Affirmationen nicht helfen bzw Kontraproduktiv sind.

    Haben mir damals sehr, sehr geholfen und mich wieder aufgebaut.

    Afformationen nutze ich heute noch. Mittlerweile aber mehr dafür, um in Bereichen, in denen ich noch nicht sicher bin, genau dies herauszufinden.

    Nehmt euch die 5 Minunten Zeit, sucht in Google danach und testet es einfach. Meine Empfehlung: Am besten direkt vor dem Schlafen gehen bzw im Bett… Am nächsten Tag hat es schon oft klick gemacht und meine Firma bzw die Idee, die ich gerade umsetze, ist genau so entstanden.

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  3. fabi
    fabi says:

    guten Morgen Anchu,

    ich muss dir Recht geben mit deinem Artikel. Gelegentlich höre ich noch Affirmationen, die ich selber eingesprochen und formuliert habe. Eine davon lautet ungefähr: Ich spreche eine Frau, die mir gefällt überall an. Das Ergebnis ist dabei vollkommen egal. Dabei achte ich neutral auf meine Gedanken und Emotionen. Ich bin stolz auf mich, weil ich handle… oder so ähnlich…

    Der springende Punkt ist der. Früher war ich sehr schüchtern und es wäre für mich quasi unmöglich gewesen eine fremde Frau anzusprechen…
    Ich hätte mir die Affirmation tausendmal reinziehen können und mich dabei wahrscheinlich immer schlechter gefühlt…

    Heute entspricht die Affirmation der Realität. Andererseits brauche ich sie jetzt nicht um handlungsfähig zu werden, allerdings fühlt sie sich richtig und gut an…

    Von daher volle Zustimmmung

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  4. Dimi
    Dimi says:

    Hi Anchu,
    du kannst mich korrigieren, falls ich falsch liege, aber es kommt mir so vor, dass es eine magische Verbindung zwischen den Affirmationen und dem allmächtigen Gesetz der Anziehung gibt 🙂 Die äußert sich darin, dass es irgendwie immer Dinge sind, die so extrem bequem erscheinen, dass es erstens die Versuchung immens ist, diese sofort als eigene Glaubenssätze zu übernehmen und zweitens es verdammt schwierig ist, die zumindest mal zu hinterfragen. Ich wundere mich nur, ob es von einer Gruppe von Menschen (die müssen nicht unbedingt zum selben Zeitalter gelebt haben) stammt, denen es bewusst ist, was sie für Schaden bei manchen Leuten anrichten können oder sie sind/waren ja quasi Träumer, die das ehrlich glaubten, so wie es einmal alle glaubten, dass die Erde flach ist.
    LG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Dimi,
      ja, auch ich sehe da eine Art Verbindung. Ich denke jedoch nicht, dass positive Affirmationen oder Grundaussagen des Gesetz der Anziehung immer falsch sind. Sie werden nur oft falsch interpretiert und als magische Lösung für alles empfohlen – und das schadet vielen.
      LG

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  5. Andre Mertins
    Andre Mertins says:

    Hi Anchu. Die selbe Erfahrung habe ich damals auch schon mal erlebt, dass ich mich nach positiven Affirmationen schlechter gefühlt habe, als vorher. Durch dieses selber belügen.
    Dein Artikel hat das sehr gut zusammengefasst und für mehr Klarheit gesorgt. Psychologie finde ich schon immer sehr interessant.

    Lg Andre

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Andre,
      ja, es ist interessant, dass viele Menschen diese Erfahrungen machen. Wie erklärt, positive Affirmationen können funktionieren, aber eben nur, wenn sie uns glaubhaft erscheinen.
      LG

      Antworten
  6. Heidi Kaubisch
    Heidi Kaubisch says:

    Hey Anchu,
    da hast du ja nochmal grad so die Kurve gekriegt in deinem Artikel 😉 Ich bin der Meinung, Affirmationen wirken schon, aber nur dann wenn sie sich angenehm und richtig anfühlen. Alles andere würde tatsächlich nicht funktionieren, weil es für den Verstand nicht glaubhaft wäre. Wer sie aber richtig anwendet, d.h. so formuliert, dass sie mit einem guten Gefühl einhergehen, dann können sie auch Wirkung entfalten.
    Viele Grüße,
    Heidi

    Antworten
  7. Frank Prohofsky
    Frank Prohofsky says:

    Hi Anchu,
    als ich mich vor vier Jahren schwersten Herzens trotz tief sitzender Verlustangst aus einer Affäre mit einer narzisstischen Drama-Queen löste, fiel ich ins tiefste Loch meines bisherigen Lebens. Da war kein Fitzelchen Selbstbewusstsein mehr vorhanden. Im Zuge meiner Selbstfindung beschäftigte ich mich dann auch u.a. mit Affirmationen und bestellte mir damals eine CD mit “Silent Subliminals“.
    Das sind gesprochene Affirmationen, die in einem Frequenzbereich aufgenommen wurden, welcher für das menschliche Ohr nicht hörbar ist. Aber angeblich sollen die Worte ins Unterbewusstsein dringen und dann zu einer positiven Veränderung im Gehirn führen. Ich spielte diese CD bei jeder Gelegenheit, ging mit ihr zu Bett, las mir die Affirmationen aus dem Booklett laut vor, drei verfickte Monate lang.
    Seitdem bin ich Mr. Superlover. Ne im Ernst, hat natürlich nix gebracht. Aber wie ich schon mal schrieb, ich probierte damals alles aus, von dem ich mir irgendwie ein Weiterkommen erhoffte und ging dadurch auch ziemliche Irrwege.
    Auf dem Markt der Persönlichkeitsentwicklung tummeln sich viele Coaches. Und im Prinzip bieten sie alle das Selbe an, auch Affirmationen. Nur die Verpackung ist bei jedem anders.
    Keep rockin’.
    Frank

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Merkwürdig, dass sie dich nicht über Nacht transformiert haben. Wahrscheinlich hast du die CD nur falsch eingelegt 🙂
      Ich meine, es ist doch relativ logisch dass diese ganzen Wunderpillen nicht funktionieren. Wäre persönliche Weiterentwicklung und Erfolg so einfach, dann wären doch allem extrem selbstsicher und erfolgreich…
      Ich hoffe, meine Verpackung ist ehrlich und sexy 😛
      LG

      Antworten
  8. Hatem
    Hatem says:

    Hallo Anchu,
    zuerst einmal finde ich deinen Bericht toll und es stimmt, Affirmationen wirken auch bei mir nicht gut – Es stimmt man kann sich Alles durch Wiederholung einreden bzw. sich selbst belügen. Wir sehen ja Alle manche Menschen die falsche Gedanken über sich denken. Menschen die viel tun und sich wertlos fühlen aber auch Menschen die in der Gesellschaft nichts beitragen und sich wertvoll fühlen. Also ist es das eigene Denken – und man kann es beeinflussen. Was du über überprüfen geschrieben hast, fand ich “super” denn genauso wie sich “wertlos” fühlen kann man sich mit der Zeit Alles einreden, wenn man den Blick so einrichtet.
    Was besser als Affirmationen wirkt sind sogenannte Afformationen (erkannt durch Noah St. John) – im Grunde ist die Meinung, dass das Gehirn nicht einfach Reize aufnimmt, sondern auf Fragen die Antworten sucht. Man braucht also eher sich die passenden Fragen zu fragen um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Wenn ich jemanden frage “Warum siehst du heute so gut aus?” dann lenke ich die Aufmerksamkeit auf “gut aussehen” und gebe ihm nicht viel Möglichkeiten – AUSSER Derjenige denkt sehr stark, dass er schlecht aussieht. In diesem Fall würde besser wirken: Warum siehst du mit jedem Tage besser aus?
    Also ich persönlich nutze täglich die Afformationen und frage mich immer, dass was ich erreichen will und zwar so dass es “mit jedem Tage mehr wird”.
    Also wenn es um Selbstliebe geht: “Warum liebe ich mich mit jedem Tage mehr” etc. …
    Gleichzeitig nutze ich die Überprüfung meiner Gedanken indem ich mich immer 2 Dinge zur negativen Einstellung prüfe. Diese sind

    -Welchen Vorteil habe ich, wenn ich es glaube

    dann bei der Überprüfung suche ich auch die Gegenseite.
    Im Bespiel mit Selbstliebe wäre es:
    Welchen Vorteil habe ich, wenn ich mich “nicht” liebe:
    Antwort wäre z.B.: ich muss mich nicht um mich kümmern, ich muss mich nicht wichtig nehmen, ich kann Anderen die Schuld geben, … dann prüfe ich diese Gedanken, ob Sie mir wirklich Vorteile bringen:
    Ist es wirklich vorteilhaft, wenn ich mich nicht um mich kümmern muss? Dann schaue ich genauer und erkenne, dass ich dadurch eher Nachteile habe, …

    Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch Alles tut, was er für gut hält, also was ihm Vorteile bringt – das Problem dabei ist, wenn die Gedanken verworren sind, glaubt man, dass die Nachteile nicht solche sind sondern sieht sie als Vorteile.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Hatem,
      ich habe noch keine Afformationen ausprobiert. Bis einige dieses Wort schon vor dir in den Kommentaren erwähnt haben, wusste ich auch davon nicht viel.
      Wenn es für dich funktioniert, super!
      LG

      Antworten
  9. Korbologe
    Korbologe says:

    Hej Anchu,
    das aktuelle Selbstbild ist durch jahrelange Beobachtung und Erfahrungen zustande gekommen, auch wenn diese manchmal durch Filter verfälscht sind. Daher erscheint es mir logisch, das ein paar Wochen morgendlicher Faxen vor dem Spiegel nicht viel ausrichten können. Leider wird einem genau das immer wieder versprochen. Vielen Dank für deinen Mut zum Pragmatismus! Ich empfehle deinen Beitrag gerne weiter.
    LG – Korbologe

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Korbologe,
      gerne! Wie erklärt, wir können unser Selbstbild ändern. Aber eben nicht von heute auf morgen, in dem wir uns ein paar Minuten ein paar nette Dinge vor dem Spiegel einreden…
      LG

      Antworten

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