3 hochwirksame Tipps, um innere Ruhe zu finden

Innere Ruhe zu finden ist heutzutage alles andere als einfach.

  • Die Jobs werden immer anspruchsvoller.
  • Der Alltag wird immer hektischer.
  • Viele unserer Mitmenschen werden immer unentspannter.

Und nebenbei muss man ja noch sein Mittagessen auf Instagram teilen und die nächste Diät machen…

Vieler Menschen sind daher dauergestresst und unentspannt. Sie haben ihre innere Mitte verloren, leiden unter emotionaler Unausgeglichenheit und sind unzufrieden.

Falls es dir auch so geht, bist du hier goldrichtig.

Denn in diesem Artikel möchte ich dir 3 effektive Techniken zeigen, um mehr innere Ruhe zu erlangen, dein inneres Gleichgewicht zu finden und besser zu entspannen.

Lass uns aber zuerst eine sehr wichtige Frage klären: Was bedeutet innere Ruhe überhaupt?

Du kannst dir diesen Artikel als auch Podcast auf iTunes anhören oder direkt hier:

Was innere Ruhe wirklich ist

Menschen, die mehr innere Ruhe finden möchten wird manchmal vorgeworfen, dass sie vor der Realität flüchten und dass sie ihre Probleme ignorieren wollen.

Und sicherlich trifft das auf manche zu.

Doch wahre innere Ruhe bedeutet keinesfalls, der Realität zu entfliehen oder vor Problemen wegzulaufen.

Innere Ruhe ist vielmehr ein emotional stabiler Zustand, in dem du dich ausgeglichen, energievoll und positiv fühlst.

Du bist dann:

  • Selbstsicher.
  • Klar und fokussiert.
  • Leistungsfähig.
  • Ausgeglichen.

Das ist wohltuend, da Dinge zu ändern und Ziele umzusetzen grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns sind.1

Gleichzeitig kannst du in diesem entspannen Zustand aber auch gut entspannen, nichts tun und alleine sein.

Das Ganze ist somit ein emotional stabiler und positiver Zustand, in dem du sowohl leistungsfähig bist als auch gut entspannen kannst.

Übrigens: Auch der Buddhismus definiert innere Ruhe so ähnlich.

Was dich davon abhält, innere Ruhe zu finden

Wie entsteht Unruhe, Stress und Unausgeglichenheit?

Die kurze Antwort: Vor allem durch dein Denken.

Die westliche Welt ist eine verkopfte Gesellschaft. Ein Großteil unserer Zeit verbringen wir mit Denken (oder damit, bescheurte Selfies auf Instagram zu posten).

Obwohl uns unser Verstand ermöglicht, komplizierte und komplexe Probleme zu lösen, entstehen durch ihn leider auch mindestens genauso viele neue Probleme.

Ein Großteil unserer Probleme und Ängste ist nicht real, sondern nur ein Produkt unseres Verstandes.

Oder anders gesagt: Es sind Hirnficks.

Sorgen um die Zukunft, Schuldvorwürfe wegen der Vergangenheit oder negative Gedanken machen uns das Leben schwer. Danke, Verstand.

Häufig hat unsere Unruhe also nicht mit einem realen Problem zu tun, sondern entsteht durch irgendeiner unserer täglichen Hirnficks.

Du fragst dich gerade, was diese Hirnficks sind? Dachte ich mir.

Ich stelle dir gerne einige der Kollegen vor.

Dich mit anderen vergleichen

Sich zu vergleichen ist ein menschliches Bedürfnis.2 Häufig vergleichen wir uns allerdings nicht auf eine Art, die uns gut dastehen lässt, sondern auf eine, bei der wir schlecht aussehen.

So vergleichen wir uns nicht mit denen, die weniger oder gar nichts haben, sondern mit denen, die mehr haben. Das Gras ist beim Nachbarn immer grüner. Und seine Frau schöner. Und sein Haus größer. Der Arsch.

Die Meinung Anderer

Viele Menschen machen ihr Selbstbild und ihr Wohlbefinden von der Meinung Anderer abhängig. Das macht uns leider emotional unstabil, denn wir können nicht kontrollieren, wie andere auf uns reagieren.

Häufig ist es sogar so, dass es dir umso weniger gelingt, je mehr du von anderen gemocht und respektiert werden willst.

Ja, einen Scheiß darauf zu geben, was andere denken, ist oft die beste Lösung.

Ein bisschen mehr “scheiß drauf” kann sehr entspannen sein

Perfektionismus

Willst du, dass die Dinge perfekt sind? Dann hast du ein Problem.

Denn weder ein Mensch, noch das Leben, noch sonst irgendetwas ist perfekt.

Und je mehr du nach Perfektion strebst, desto unentspannter bist du. Denn du rennst einem unrealistischen Zustand hinterher, den du nie erreichen wirst.

Die Vergangenheit

Weißt du was?

Doch daran kann ich nichts ändern. Ich bin nun mal fremdgegangen. Ich habe das Falsche studiert. Ich habe meinem Vater nicht mehr gesagt, dass ich ihn liebe.

Und das ist OK.

Es ist Vergangenheit. Das Leben geht weiter.

Egal, was du falsch gemacht hast oder was in der Vergangenheit schief gelaufen ist – du darfst loslassen.

Selbstbetrug

Das Streben nach einer positiven Selbstsicht zählt zu einem der stärksten menschlichen Bedürfnisse.3

Widerspricht etwas unserem persönlichen Selbstbild, so stellt das eine Bedrohung dar.

Das kann jedoch dazu führen, dass wir diese Bedrohung ausblenden oder die Fakten verzerren, um unser positives Selbstbild aufrecht zu erhalten.

Und das führt wiederum oft dazu, dass wie uns Problemen nicht stellen, sondern davor weglaufen.

Doch vermutlich ist dir auch schon mal aufgefallen, dass wegzulaufen dauerhaft keine Lösung ist.

Innere Unruhe kann auch ein Wegweiser sein

Wir haben gerade einige der typischen Hirnficks gesehen, die dich unentspannt, unsicher und unruhig machen.

Allerdings kann innere Unruhe auch ein wichtiger Wegweiser sein.

Unruhe kann auch ein Wegweiser sein

Ein Wegweiser, der dich darauf aufmerksam macht, dass es Zeit ist, etwas in deinem Leben zu ändern.

Wenn du zum Beispiel immer wieder enorm gestresst von deinem momentanen Job bist, ist es vielleicht Zeit, ihn zu ändern.

Oder wenn dein Partner dich immer wieder auf die Palme bringt, keine Einsicht zeigt und nicht mit sich reden lässt … Nun, dann ist vielleicht an der Zeit zu gehen.

Verstehe mich nicht falsch.

Es geht nicht darum, vor jeder kleinen Herausforderung wegzulaufen, als wäre sie ein Mörder in einem billig produzierten Horrorfilm. Doch manchmal ist die einzige sinnvolle Lösung im Leben Veränderung. Mehr dazu in diesem Artikel.

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Was hilft gegen innere Unruhe?

Im Folgenden 3 sehr effektive Methoden.

1. Innere Ruhe finden: Der neutrale Beobachter

Eine der schnellsten und effektivsten Wege, deine Anspannung zu mildern, ist, die Position eines neutralen Beobachters einzunehmen. Fragst du dich gerade, was das genau ist? Gut.

Schließe bitte deine Augen für 30 Sekunden und versuche an nichts zu denken.

Ich warte …

Lass mich raten. Du Schlingel hast deine Augen gar nicht geschlossen.

Falls du es doch getan hast, konntest du wahrscheinlich nicht an nichts denken.

Irgendwelche Gedanken kamen hoch.

Vielleicht hast du gedacht, dass du das hier gar nicht lesen solltest, weil du Wichtigeres zu tun hast. Oder du hast überlegt, was du auf deinem Date heute Abend anziehen sollst. Oder du hast dir gedacht, dass ich cooles Zeug schreibe (danke!).

Diese Stimme in deinem Kopf ist dein unbewusstes Denken. Leider können wir das unbewusste Denken kaum kontrollieren. Gedanken und Emotionen sprudeln aus uns hervor, wie Wasser aus einem Springbrunnen.

Doch wer hat diese Gedanken gerade beobachtet? Aha!

Das bewusste Selbst

Das, was deine eigenen Gedanken und Gefühle beobachtet, nennt man in der Psychologie und im Buddhismus das „bewusste Selbst“. Und das kannst du kontrollieren.

Wann immer du willst, kannst du die Position des Beobachters deiner eigenen Gedanken und Gefühle einnehmen.

Gedanken und vor allem Emotionen werden umso stärker, je mehr Aufmerksamkeit sie bekommen. Deshalb funktioniert es auch nicht, an etwas nicht zu denken oder etwas nicht fühlen zu wollen.

In dem Moment, wo du zum neutralen Beobachter wirst, verlieren deine Gedanken und Gefühle allerdings einen Großteil ihrer Macht.

Wenn du dich das nächste Mal angespannt, gestresst oder gereizt fühlst, nimm die neutrale Beobachterposition ein.
Beobachte, was für Gedanken und Gefühle du hast und woher sie kommen.

  • Was ist die Ursache für deine innere Unruhe?
  • Wie fühlt sie sich in deinem Körper an?
  • Welche Gedanken löst sie aus?

Versuche nicht zu werten, sondern nur zu beobachten. Du wirst sehen, es wird deine Stimmung und deine Einstellung verändern.

(Eine ausführlichere Erklärung darüber, was genau der neutrale Beobachter ist und wie du ihn bestmöglich für dich nutzt, erfährst du in meinem Ratgeber Innere Stärke. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos als PDF herunterladen.

2. Innere Ruhe finden: Komme in deinen Körper

Wie vorher kurz erklärt, entstehen die meisten unserer Unruhen durch (falsches) Denken.

Der neutrale Beobachter wird dir helfen, weniger zu denken und dafür zu beobachten. Mit ein wenig Übung klappt das sehr gut.

Eine weitere gute Technik ist „in den Körper zu kommen“.

In den Körper zu kommen bedeutet nicht viel mehr, als den Verstand mal etwas ruhen zu lassen, weniger zu denken und dafür mehr zu fühlen.

Gerade wenn die Gedanken nicht zur Ruhe kommen ist es das Beste, sich auf den Körper zu konzentrieren.

Das klingt jetzt vielleicht etwas Shanti-Shanti, doch es bewirkt wunder.

Innere Unruhe bekämpfen: Eine simple Übung

Wenn du das nächste Mal angespannt, gestresst oder gereizt bist, probiere Folgendes:

  1. Atme fünfmal tief in den Bauch und konzentriere dich nur auf deine Atmung.
  2. Fokussiere deine Aufmerksamkeit darauf, wie sich deine Füße auf dem Boden anfühlen. Spüre, wie sich der Boden anfühlt: Druck, Temperatur, Beschaffenheit. Im besten Fall tust du das ohne Schuhe. Es geht aber auch mit.
  3. Stehe auf, und bewege dich für drei Minuten. Konzentriere dich ganz auf deinen Körper. Wie fühlen sich deine Füße und Beine beim Laufen an? Und dein Rücken? Deine Brust? Dein Nacken? Konzentriere dich auf deine Körperempfindungen.

Ich weiß, diese drei Schritte klingen banal und nichtssagend. Doch ich fresse einen Besen, wenn dir diese drei Schritte nicht dabei helfen, weniger zu denken und mehr innere Ruhe zu finden.

Je entspannter nämlich dein Körper ist, desto entspannter ist in der Regel auch dein Geist. Genau deshalb sind auch Massagen oder Ähnliches so wohltuend und entspannend.

Wenn dein Körper zur Ruhe kommt, wirst du wahrscheinlich auch dein seelisches Gleichgewicht wiederfinden und innere Anspannung abbauen.

P.S. Auch Yoga kann dir dabei helfen. Denn auch hier kommst mehr in deinen Körper und denkst weniger.

P.P.S. Schau dir auch noch den Artikel Stress abbauen von meinem Bloggerkollegen Robert. Er gibt in dem Artikel ein Menge sehr sinnvoller und ausführlicher Tipps.

3. Innere Ruhe finden: Du musst gar nichts!

Weißt du, warum du oft unzufrieden, genervt, ängstlich, traurig oder sogar depressiv bist?

Weil du eine Menge „Muss“ in deinem Kopf hast.

Du liest richtig. Viel Anspannung, Stress und Unzufriedenheit entsteht durch absurde Anforderungen an dich selbst.

Du redest dir also immer wieder ein, eine Menge Dinge tun zu müssen:

  • Ich muss erfolgreich sein und Karriere machen.
  • Ich muss ein guter Mensch sein.
  • Ich muss es meinen Eltern recht machen.
  • Ich muss selbstsicher sein.
  • Ich muss einen Partner finden.
  • Ich muss außergewöhnlich sein.
  • Ich muss Sport machen und abnehmen.
  • Ich muss mich selbst lieben.
  • Ich muss glücklich sein.
  • Ich muss nett zu anderen sein.

All diese und viel weitere „Muss“ machen dir das Leben schwer.

Sie rauben dir jegliche Lebensfreude, führen zu viel Druck und lassen dich minderwertig fühlen.

Es sind häufig deine völlig übertriebenen Erwartungen an das Leben, an dich selbst und an andere Menschen, die dich ins Elend treiben.

Ich nenne das ganze gerne „mentale Masturbation“.

Vergiss nicht: Du musst gar nichts!

Die meisten Dinge, die du glaubst, tun zu müssen, sind selbstauferlegte Ketten. Denn in Wahrheit musst du gar nichts!

Keiner kann dich zu etwas zwingen. Klar, wenn du nicht zur Arbeit gehst, verlierst du deinen Job. Und wenn du deine Miete nicht zahlst, wirst du rausgeschmissen.

Aber deshalb heißt das noch lange nicht, dass du diese Sachen tun musst. Keiner zwingt dich dazu.

Versteh mich nicht falsch. Ich empfehle dir keinesfalls, nicht mehr zu Arbeit zu gehen, deine Miete nicht zu zahlen oder zum Beispiel nicht mehr für deine Kinder da zu sein.

Ich möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du in Wahrheit nichts musst und dass du immer eine Wahl hast.

Selbst, wenn dir jemand eine Pistole an den Kopf hält und dich zu etwas zwingen will, hast du noch immer eine Wahl.

Und das ist eine verdammt befreiende Erkenntnis.

Der Weg zum inneren Frieden: Mach dich nicht verrückt

Wie wir gesehen haben, ist deine innere Unruhe oft das Resultat deiner „Hirnficks“.

Du machst dir zu viele Sorgen, vergleichst dich mit anderen und regst dich über Kleinigkeiten auf.

In meinem Ratgeber Innere Stärke wirst du deshalb lernen, wie du deine innere Mitte findest, deine selbstauferlegten Ketten ablegst und entspannter wirst.

Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen. Aber Vorsicht! Du bist danach vermutlich sehr entspannt und ausgeglichen …

  1. Bandura, A. (1977) Self-Efficacy: Toward a Unifying Theory of Behavioral Change. ) Psychological Review 84, S. 191-215 und Bandura, A. (1982) Self-Efficacy: Mechanism in Human Agency. Amercian Psychologist 37, S. 122-147
  2. Gilbert, D. T. et al 1995. When comparison arise. Journal of Personality and Social Psychology, 69, 227-236
  3. Werth, L. & Mayer, J. 2008. Sozialpsychologie
32 Kommentare

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  1. Tobias
    Tobias sagte:

    Hi Anchu,
    das mit dem meditieren ist ja schön und gut. Aber soweit ich verstanden habe, arbeitest du von zu Hause und kannst dir morgens die Zeit nehmen in Ruhe zu meditieren. Ich arbeite und schaffe das nicht.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Tobias,
      ich habe früher auch “normal” gearbeitet und trotzdem meditiert. Ich bin halt 15 Minuten früher aufgestanden. Außerdem: du kannst auch nach der Arbeit meditieren. Wichtig ist nur, dass du es regelmäßig machst (am besten täglich).
      LG

      Antworten
    • Martje
      Martje sagte:

      Hi Tobias,
      wenn ich meine, dass ich für etwas keine Zeit habe und dann meinen neutralen Beobachter darauf ansetze, kommt fast immer dabei heraus, dass es mir einfach nicht wichtig genug ist.
      Ich denke, dass jeder in seinem Alltag irgendwo 15 Minuten einsparen kann, entweder mit sowieso sinnfreien Aktivitäten (fernsehen, snoozen, …) oder sogar sinnvollen Tätigkeiten wie lesen oder Sport treiben.
      Wenn mir Meditation wichtiger ist als schlafen oder Sport treiben, dann nehme ich mir die Zeit.
      Glücklicherweise (?) gibt es in meinem Tagesablauf immer noch genug sinnfreie Tätigkeiten, die ich langsam aber sicher umwandle und besser nutze ;-)

      Alles Liebe,
      Martje

      Antworten
      • Michel
        Michel sagte:

        Guter Punkt, Martje,

        wenn ich Bock auf etwas habe, dann mache ich das auch. Und es ist ja bei der Meditation nicht so, dass man jeden Tag 3-5 Stunden dafür freischaufeln muss. Einfach ein paar Minuten machen, jeden Tag und fertig. Und wenn es gefällt bzw. gut tut, kann man es ausweiten, wie man mag.

        Antworten
    • Michel
      Michel sagte:

      Tobias, “In Ruhe zu meditieren”… das klingt immer so, als wenn man 2 Stunden mehr Zeit pro Tag braucht. Ist überhaupt nicht so. Jeden Tag ein paar Minuten die Augen schliessen und den Atem verfolgen bringt sicherlich mehr, als sich 1 mal pro Woche für 2 Stunden in die Stille zu zwingen.

      Antworten
  2. Ben
    Ben sagte:

    Hallo Anchu,

    vielen Dank für den offenen und hilfreichen Artikel. Offen bspw. wegen dem Punkt “Die Vergangenheit”. Das hat mir stark imponiert.
    Hilfreich wegen dem “neutralen Beobachter”. Zwar kenne ich die Technik bereits, aber sie kam mir durch deinen Artikel wieder ins Gedächtnis und zwar zur rechten Zeit.
    Jetzt gerade hatte ich negative Gefühle von Neid und Zweifel. Diese haben mich innerlich beunruhigt. Wie du schreibst ging ich also auf die Suche nach der Ursache und denke, dass es die Angst vor Misserfolg ist, die mich dann zweifeln lässt und das Gefühl von Neid auf manche andere wachsen lässt. Zum Glück kann man diese Gefühle durch Techniken wie deine beschriebenen verarbeiten. Wichtig ist aber glaube ich auch, dass man diese Gefühle erst mal annimmt und nicht gleich sagt: “Scheiße! Ich darf das jetzt nicht fühlen! Ich darf nicht XY sein, denn das ist böse. Ich bin böse.”. Das setzt einen enorm unter Druck und verstärkt die Unruhe.
    Vielmehr sollte man sich eingestehen, dass man eben nur ein Mensch ist und Menschen eben Gefühle haben. Wie sinnlos sie teilweise auch sein mögen.
    Super Artikel zur rechten Zeit.
    Danke Anchu.

    Gruß,
    Ben

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Ben,
      danke für dein Lob.
      Ja, Annahme und Akzeptanz ist sehr wichtig. Solange wir etwas nicht fühlen oder denken wollen, füttern wir die Gefühle und Gedanken weiter. Erst wenn wir sie annehmen und uns eingestehen, diese negativen Gefühle und Gedanken zu haben, können wir sie loslassen. Mir geht es da wie dir: ich schaffe es auch nicht immer. Doch je mehr ich mich damit beschäftige, desto besser klappt es.
      LG

      Antworten
  3. Carola
    Carola sagte:

    Hallo Anchu!
    toller Artikel! Auch ich stehe eine halbe Stunde füher auf um mir Zeit zum Meditieren zu nehmen und um gelassen und ruhig den Tag angehen zu können. Wenn ich dann doch untertags angespannt oder gestresst bin, versuche ich mich, so wie Du beschrieben hast, auf mich zu konzentrieren – körperlich und geistig. Einen gute Technik für mich ist auch, meine Tätigkeiten zu beobachten: zB wenn ich Wäsche aufhänge, nehme ich einen Socken, eine Unterhose, ein T-Shirt und konzentriere mich auf jedes einzelne Teil. Welche Farbe hat es, wem gehört es, ist es verzogen, kaputt – es gelingt mir somit fast immer, aus meinem Gedankenkarussell auszusteigen und wieder meine innere Ruhe zu finden. Und so funktioniert das mit ein wenig Übung, mit allen Tätigkeiten, die ich so am Tag ausführe! Und ist einmal der Geist beruhigt, stellen sich of neue Ideen oder Lösungen ein, oder ich kann einfach loslassen!
    Ich wünsche Dir einen schönen Abend!
    lg Carola

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Carola,
      ja, das ist ein guter Punkt. Letztendlich kann man ja fast jede Aktivität zur “Meditation” machen, wenn man ihr genug Achtsamkeit schenkt, wie du so schön erklärst.
      Hasst du auch Erfahrung mit Yoga?
      LG

      Antworten
  4. Michael
    Michael sagte:

    Hi!
    Schönes und wichtiges Thema!
    Danke Anchu das du das aufgreifst!!
    Ich möchte hier noch etwas anstoßen: Gedanken sind folgen und keine Ursachen. “Sorgen um die Zukunft, Schuldvorwürfe wegen der Vergangenheit und negative Annahmen” sind folgen von ungelöster/integrierter Ladung im Emotionalkörper. Solange wir so Verstandes gebunden sind können wir das nicht erkennen erst wenn wir wieder Emotionalkörperbewusstsein erlangt haben ist das möglich. Wenn wir deshalb vollkommen ursächlich an die Sache herangehen wollen müssen wir die unbewussten Ladungen lösen/integrieren und dann kommmt alles andere von automatisch.. da es dem Pfad des Bewusstsein folgt (von emotional zu mental zu physisch). Ich schreibe das hier aus langer direkter Erfahrung…(nach einem sogenannten Erwachen). Aber wenn man den Mechanismus kennt ist das ganze einfach zu lernen aber nicht einfach durchzuführen…… aber viel effektiver als Meditation da es ursächlich löst und man ganz anders in die Welt hinausgeht.
    Die Arbeit von Michael Brown ist das mit Abstand beste in diese Richtung (engl. “the presence Process”; deutsch “Die Kraft gelebter Gegenwart”; englisch ist es aber deutlich besser). Gut ist auch von David Hawkins “letting go” (auf deutsch “Loslassen”).

    Allen das Beste
    Michael

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Michael,
      interessanter Punkt. Emotionalkörperbewusstsein – handelt es sich hier auch um emotionale Blockaden im Körper? Ich lese gerade das Buch “Der Emotionscode” von Dr. Bradley Nelson. Er erklärt, dass negative Gedanken und negative Glaubenssätze wie auch körperliche Probleme oft durch festgesetzte Emotionen im Körper entstehen.

      Antworten
  5. Michael
    Michael sagte:

    Hi Anchu!
    Schön das du antwortest!
    Ja, das ist auch ein gutes Buch. Obwohl ich noch keines gesehen habe das solche Effekte wie das von MIchael Brown erzeugt (die vermehrte Bewusstwerdung nach dem Prozess). Ich habe mal gelesen das jemand Michael Brown den Einstein des Emotionalkörpers genannt hat und er recht damit. Wir haben einen fleischlichen Körper, einen mentalen (wo wir Gedanken erzeugen) und einen emotionalen/energetischen (wo wir gefühle und später Energien fühlen können).
    Bewusstsein bewegt sich von unkonkret (reines Sein) zu konkret. Das heißt von Sein, zu energetisch/emotional, zu mental zu physisch/materiell. Wie bei einem Kind. Erst ist es pure Emotion, dann kommt das mentale in der Schule dann der fleischliche Körper. Mit 21 sind wir dann vollkommen physisch/mental gebunden. In unserer Zeit im Bauch unserer Mutter und denn ersten 7 Jahren unseres Lebens werden wir emotional geprägt (emotional imprinting). Das heißt das unser Emotionalkörper mit energetischen Mustern “tatowiert” wird. Das wäre unser Schicksal oder Karma. Diese Emotionen sind sehr sehr unangenehm und werden deshalb von uns bewusst und unbewusst unterdrückt während wir uns ins mentale flüchten (sachen analysieren etc.). Das sind dann Blockaden wie du schon geschrieben hast. Diese Blockaden zeigen sich mental als negative Selbstbilder, Glaubenssätze etc. und körperlich als Symptome von Krankheiten….und in unserem Leben als Umstände die wir schwierig nennen.
    Was dann passiert ist das wir diese Gefühle und Energien immer wieder in unserem Leben erfahren aber jedesmal in anderen äußeren Umständen und da wir so Verstandesmäßig unterwegs sind haben wir die Wahrnehmung das wir immer etwas neues erfahren. Das passiert die ganze Zeit. Jedesmal wenn uns etwas emotional unangehm berührt sind das “emotionale Erinnerungen” die nicht durch das äußere Ereignis erzeugt werden sondern nur ausgelößt werden (getriggert).
    Wenn wir uns also ent…..wickeln dann bewegen wir uns von physich zu mental (ändern Dinge die uns nicht pasen, nehmen positive Glaubenssätze an) und dann zum emotionalen. Das emotionale ist das “tor” zu den tieferen oder weiteren Schichten des Seins. Ursächlich für unsere Lebenserfahrung ist der geprägte Zustand des Emtionalkörpers bis da ne gewisse Menge aufgelöst wurde, dann kommt das Sein.(tiefer Frieden, echte bedingunslose Liebe, Stille etc.). Emotionalkörperbewusstsein ist eifnach das wir nicht mehr mental sind sondern uns der Gefühle und Energien richtig vollkommen bewusst sind während wir unser Leben leben. Das offenbart dann auch die Wahrheit dessen was ich gerade versucht habe zu erklären.
    Hoffe das macht Sinn für dich! :-)
    wenn nicht einfach nachfragen. Wobei ich dir Mr. Browns Arbeit ans Herz legen möchte (gibt auch ein paar Youtube vidoes). Der bringt das besser in Worte als ich.

    Eine schöne Zeit
    Michael

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Michael,
      es klingt interessant, auch wenn mir persönlich etwas zu spirituell. Ich habe mir gerade eine Leseprobe von “Die Kraft gelebter Gegenwart” von Michael Brown runtergeladen und werde da mal reinlesen. Wenn es mir gefällt, lese ich das Buch. Ich bin auf jeden Fall gespannt.
      LG und danke für die Erklärungen und den Buchtipp.

      Antworten
  6. Michael
    Michael sagte:

    Gerne! :-)
    Falls dir das Buch gefällt und du gut englisch kannst solltest du es auf jeden Fall in englisch lesen. das deutsche ließt sich deutlich weniger flüssig.

    dir alles gute Anchu!
    Michael

    Antworten
  7. Joschka
    Joschka sagte:

    Hallo Anchu,
    ich verfolge deinen Blog schon etwas länger. ich mag was du schreibst und ich mag deine Ansichten.
    Ich habe einmal in einem Buch – ich glaube es war Jetzt – die Kraft der Gegenwart – eine schöne Übung gelesen, die mir auch immer sehr hilft, wenn ich gerade einmal “runterkommen” möchte.
    Sie ist der von Carola sehr ähnlich.
    Ich kommentiere in meinen Gedanken dann alles, was ich sehe.
    Das fühlt sich zwar anfangs ein wenig blöd an – ein Auto, ein Baum, Laub, Plastikfolie, Bordstein, ein Riss, Gras…
    aber wie oben geschrieben, komme ich dadurch immer sehr schnell aus meinen Gedanken heraus und bin total im Jetzt.
    LG Joschka

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Joschka,
      ja, ich mache es ähnlich. Ich versuche, einfach nur zu beobachten und achtsam zu sein. Ist es sehr simpel und trotzdem sehr effektiv. Das Buch habe ich auch gelesen, ist ein Klassiker zu diesem Thema. Ich fand aber das zweite Buch von Eckhard Tolle, “Eine neue Erde”, noch besser.
      LG

      Antworten
  8. Marcel
    Marcel sagte:

    Hey Anchu,

    ein toller Beitrag…und genau zur richtigen Zeit. Bei mir ist grad wieder Bahnhof im Kopf. Hast du einen guten Tipp für ein Tantra Seminar? Nach einiger Zeit trockner Sitzmeditation und Achtsamkeitspraxis würd ich gern mal eine schöne Erfahrung von achtsamer Sinnlichkeit machen.

    LG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Marcel,
      ich würde mal Tantraseminar (dein Stadt) googlen und dir dann zu den jeweiligen Seminaren Erfahrungsberichte durchlesen. Auf jeden Fall lohnt sich so ein Seminar.
      LG

      Antworten
  9. Andrea Bauer
    Andrea Bauer sagte:

    Hallo Anchu! Wieder ein toller Beitrag! :)
    Ich mache sehr viel mit meiner Atmung, wenn ich merke, ich bin unruhig, aufgeregt, meine Gedanken drehen sich im Kreis, dann atme ich ganz bewusst in den Bauch und konzentriere mich nur aufs Atmen, das macht mich total ruhig! Das habe ich beim autogenen Training gelernt und funktioniert recht einfach! Prinzipiell versuche ich sowieso Dinge bewusst wahrzunehmen, Blumen, Bäume, den Himmel usw, das macht mich auch ruhiger! Schönen Tag noch! LG Andrea

    Antworten
  10. Carl
    Carl sagte:

    Ich beziehe mich grade nicht ausdrücklich auf den obigen Artikel .
    Denn ich habe einen Wunsch.

    Als ich mich fragte, was an Artikeln noch fehlt,
    fiel mir auf, das es noch keinen über MUT gibt. Und ggf. über Männlichkeit.
    Mut und Männlichkeit werden hautzutage starkt diskreditiert. Ich frage mich warum?
    Deshalb meine Bitte….schreib mal einen darüber, wie du Mut definierst und wann du ihn sinnvoll findest? Würde mich freuen.

    Antworten
  11. DasBewusstsein
    DasBewusstsein sagte:

    Hi Anchu,
    ein wirklich guter Artikel.
    Es ist sehr wichtig seine innere Ruhe zu finden um nicht durch den ganzen Stress im Alltag kaputt zu gehen.
    Dein Tipp mit ” Du musst gar nichts ” finde ich wunderbar. Wenn ich dran denke wie oft ich am Tag gesagt habe das ich dieses und jenes muss. Unglaublich. Jetzt sehe ich das alles ein wenig lockerer, einfach mal abschalten und das Leben genießen.

    Beste Grüße

    Antworten
  12. Sascha
    Sascha sagte:

    Die Sache ist doch so, dass man überall und ständig bewertet wird. Und auch wir bewerten ständig. Hat man jetzt ein ausgewöhnliches Defizit z.B. Segelohren oder niedriger IQ oder unterdurchschnittliche Körpergröße als Mann, dann wird man in genau diesem Punkt als minderwertig angesehen (Ausschuss). So und genau das wird bei einem Menschen der diese tatsächliche Minderwertigkeit ins Zentrum seiner Eigenbewertung rückt, zum Minderwertigkeitskomplex. Oftmals t ndiert man dazu seine eigenen Mängel als viel gravierender anzusehen als sie von aussen wahrgenommen werden. Die plastische Chirugie lebt genau von diesem Umstand.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Sascha,
      da ist was dran. Aber ob wir entscheiden, ob wir den Bewertungen anderer Achtung schenken. Abgesehen davon, sind viele dieser Bewertungen gar nicht real – es ist nur das, was wir denken, dass andere über uns denken.
      LG

      Antworten
  13. Amelie
    Amelie sagte:

    Herzlichen Dank für den Ausdruck “Hirnficks”. Der hat mich herzlich zum Lachen gebracht und ich werde mich daran erinnern, wenn ich mir das nächste mal unnötig Gedanken mache, dass es nur wieder ein Hirnfick ist :)
    Liebe Grüße!

    Antworten