Alleine sein macht dich glücklich und stark!

Vielen Menschen fällt es schwer, alleine zu sein.

Dabei ist es enorm wichtig.

Wenn du alleine Zeit verbringst, lernst du dich selbst besser kennen, entwickelst innere Stärke und entdeckst, dass du auch alleine glücklich sein kannst.

Ich bin 5 Jahre größtenteils alleine um die Welt gereist. Und ich verspreche dir: Alleine zu sein ist eine der wertvollsten Erfahrungen, die es gibt.

In diesem Artikel erfährst du:

  • Den Unterschied zwischen allein und einsam
  • Alleine glücklich sein: Entdecke dein wahres Ich
  • Lernen, alleine zu sein: 3 wertvolle Tipps

Ich fühle mich alleine – oder fühle ich mich einsam?

Zwischen alleine und einsam fühlen gibt es einen großen Unterschied.

Ich war in meinem Leben schon oft alleine und glücklich. Und ich war auch schon einsam und unglücklich.

Alleine zu sein kann ein sehr schöne und bereichernde Erfahrung sein. Einsamkeit ist es nicht.

Menschen sagen oft: „Ich fühle mich alleine“.

Was sie aber eigentlich meinen ist: „Ich fühle mich einsam“.

Denn ist alleine sein nicht das gleiche wie einsam zu sein.

Alleine zu sein und Einsamkeit ist nicht das Gleiche

Hier eine simple Unterscheidung:

Einsam sein

Ist das Gefühl, nicht dazuzugehören. Von keinem verstanden zu werden. Keinem anderen Menschen wichtig zu sein.

Einsamkeit ist eines der schrecklichsten Gefühle, die es gibt.

Wenn du deine Einsamkeit überwinden willst, lies diesen Artikel:

Einsamkeit überwinden mit diesen 3 Tipps

Alleine sein

Beschreibt einen Moment, in dem du nicht von Menschen umgeben bist und auch keinen Kontakt zu Menschen hast.

Alleine zu sein ist ein Zustand, den wir freiwillig wählen können.

Ein Zustand der uns stärkt und glücklich macht.

Alleine sein ist eine Entscheidung

Du kannst in einem Raum voller Menschen sein und dich trotzdem einsam fühlen.

Du kannst aber auch vollkommen alleine auf der Spitze eines Berges sein und dich unheimlich verbunden zu anderen Menschen fühlen.

Einsamkeit ist negatives und unangenehmes Gefühl. Alleine zu sein ist es nicht.

Vor allem aber ist alleine zu sein eine freie Entscheidung.

Du kannst dich jederzeit dazu entscheiden, alleine Zeit zu verbringen.

Einsamkeit ist hingegen ein Gefühl, für das du nicht frei entscheidest.

Alleine glücklich sein: Entdecke dein wahres Ich

Unsere Beziehungen sind enorm wichtig. Eine Vielzahl an Studien hat gezeigt: Je besser ein Mensch sozial eingebunden ist, desto glücklicher ist er.1

Doch nicht nur die Qualität unserer Beziehungen ist wichtig. Wie glücklich ein Mensch ist, hängt nämlich auch stark davon ab, wie glücklich die Menschen in seinem Umfeld sind.2

Das liegt daran, dass das Umfeld eines Menschen einen enormen Einfluss auf seine Einstellung, seine Glaubenssätze und seine Gewohnheiten hat.

Stell dir vor, dass die 3 Menschen, mit denen du am meisten Zeit verbringst, alle Vegetarier sind.

Die Wahrscheinlichkeit, dass du früher oder später auch auf Fleisch verzichten wirst, ist sehr hoch.

Unser Umfeld hat einen viel größeren Einfluss auf unsere Identität, unsere Glaubenssätze und unsere Entscheidungen, als uns häufig bewusst ist.

Und dieser Einfluss hält uns davon ab, unser wahres Ich zu entdecken.

Alleine sein als Weg der Selbsterkenntnis

In unserem Alltag sind wir umgeben von Lärm, Ablenkung und anderen Menschen.

Erst wenn du wirklich mal alleine bist, kannst du deine eigene Stimme wahrnehmen. Deine Bedürfnisse. Deine Wünsche. Deine Gedanken.

Wenn du dich bewusst dazu entscheidest, Zeit alleine zu verbringen, kann dies erst mal erschreckend sein.

Es ist nämlich gut möglich, dass du dich selbst und dein Leben hinterfragst:

  • Gefällt mir mein Beruf oder gehe ich ihm nur nach, weil ich das Gefühl der Sicherheit brauche?
  • Liebe ich meinen Partner wirklich oder sind wir nur noch aus Gewohnheit zusammen?
  • Tue ich Vieles nur, weil ich Angst davor habe, dass andere mich verurteilen?
  • Gehe ich so viel shoppen, weil ich vor etwas davonrenne?
  • Versuche ich seit Jahren, meiner Mutter alles Recht zu machen, und vergesse mich dabei selbst?

So wie du einen anderen Menschen besser kennenlernst, indem du mehr Zeit mit ihm verbringst, wirst du auch dich selbst besser kennenlernen, wenn du mehr Zeit alleine verbringst.

Das macht vielen Menschen Angst.

Sie haben Angst davor, ihr wahres Ich zu entdecken.

Doch diese Angst ist unberechtigt. Denn es gibt kaum etwas Schöneres.

Lerne, alleine glücklich zu sein

Viele Menschen sind enorm abhängig von anderen.

Sie brauchen die ständige Bestätigung, Anerkennung und Zuneigung von ihren Mitmenschen.

Und das ist ein Problem.

Es ist ein Problem, weil sie sich für diese Bestätigung anderer oft verbiegen.

Sie unterdrücken ihre Bedürfnisse, sagen nicht ihre Meinung und passen sich immer an.

Sie trauen sich nicht, echt zu sein.

Doch nur wenn du echt bist, kannst du echt leben. Echte Beziehungen führen. Echtes Glück erleben.

Wenn du alleine bist, wirst du unabhängiger

Wenn du Zeit alleine verbringst, wirst du unabhängiger.

Du entdeckst, dass du von anderen Menschen nicht abhängig bist. Dass du auch ohne sie leben kannst (selbst wenn es mit ihnen schöner ist). Und vor allem realisierst du, dass du der wichtigste Mensch in deinem Leben bist.

Die Wahrheit ist: Wir werden alleine geboren, wir leben alleine und wir werden alleine sterben.

Das klingt zuerst mal traurig. Doch das ist es nicht.

Indem du Zeit alleine verbringst merkst du, dass du gar nicht alleine bist. Denn du selbst kannst dir dein bester Freund sein.

Du selbst kannst dir die Nähe, den Respekt und die Anerkennung geben, die du so sehr von anderen möchtest.

Du kannst tatsächlich alleine glücklich sein. Und je glücklicher du alleine bist, desto glücklicher wirst du mit anderen sein.

Wenn du dich öfter dazu entscheidest, alleine zu sein, wirst du eine wichtige Einsicht haben:

Ich kann alleine sein – und mir geht es dabei gut.

Und das ist eine sehr transformative Erkenntnis.

Übrigens: Hier erfährst du noch weitere Tipps, um wirklich glücklich zu sein.

Lernen, alleine zu sein: 3 wertvolle Tipps

In einem wissenschaftliche Experiment wurden Probanden 6 bis 15 Minuten alleine in einem Raum gelassen.

Ihnen fiel es so schwer, alleine mit ihren Gedanken zu sein, dass einige sogar anfingen, sich kleine Elektroschocks zu geben, um sich vor der Langeweile abzulenken.3

Vielen Menschen fällt es enorm schwer, alleine zu sein. Vor allem, wenn sie nichts zu tun haben.

Dabei muss das Alleinsein nicht unangenehm sein.

Ganz im Gegengeil.

Du kannst lernen, das Alleinsein zu genießen, da es eine sehr schöne wie auch bereichernde Erfahrung sein kann.

Im Folgenden 3 Tipps, mit denen es dir leichter fallen wird, Zeit alleine zu verbringen.

1. Das Date mir dir selbst

Kennst du die Vorfreude und das Kribbeln im Bauch, wenn du auf ein tolles Date gehst?

Selbst wenn dein letztes Date schon ein wenig her ist, bin ich mir sicher, dass du dich an das Gefühl erinnerst.

Nun, wie wäre es mit einem tollen Date mir dir selbst?

Überlege dir dafür einen konkreten Tag und eine konkrete Uhrzeit.

Was kann man alleine machen?

Suche dir am besten einen bestimmte Aktivität aus, die du während dem Date machen willst.

Hier ein paar Vorschläge:

  • Kaffee trinken
  • Einen Spaziergang machen
  • Ins Kino gehen
  • Durch die Stadt schlendern und neue Ecken entdecken
  • Essen gehen
  • Eine Galerie besuchen
  • In eine Bar gehen
  • Etwas kreieren (dazu mehr bei Punkt 3)

Falls es dir schwer fällt, alleine zu sein, leg auch vorher fest, wie lange das Date gehen soll. Dadurch wird es dir leichter fallen.

Ein bis zwei Stunden sind ein guter Anfang.

Steigere dich langsam

Je mehr du die Dates mit dir selbst genießt, desto länger dürfen sie gehen.

Wenn du zum Beispiel 2 Stunden alleine sehr genießt, dann steigere dich und verbringe mal einen ganzen Vormittag oder Nachmittag alleine.

Du kannst zum Beispiel alleine abends Essen gehen und dann noch ins Kino.

Oder du machst am Wochenende einen langen Spaziergang und gehst danach noch brunchen.

Wichtig!

Bei deinem Date mit dir selbst ist es enorm wichtig, dass du nicht die ganze Zeit auf Social Media bist, telefonierst oder chattest.

Es geht darum, dass du Zeit alleine verbringst und dich selbst besser kennenlernst.

Am besten schaltest du dein Smartphone also auf Flugmodus oder lässt es mal ganz Zuhause. (Verrückte Idee, ich weiß! Aber stelle dir vor, ich mach das auch hin und wieder und mir gut es wunderbar …)

2. Verreise mal alleine

Du genießt die Dates mit dir alleine?

Dann ist das nächste Level, mal alleine zu verreisen.

Ich bin 5 Jahre nonstop um die Welt gereist. Oft alleine.

Ich habe mich nie freier gefühlt, als wenn ich alleine in eine neue Stadt kam, die ich noch nicht kannte.

Es unglaubliches Gefühl.

Wenn du alleine verreist ist das eine völlig neue Erfahrung.

Nicht nur lernst du dich anders kennen, sondern du machst auch anders Urlaub.

Schließlich muss du keine Kompromisse eingehen und dich mit niemandem absprechen.

  • Du willst mal den ganzen Tag nur im Hotel verbringen?
  • Du möchtest um 6 Uhr morgens aufstehen, um den Sonnenaufgang zu sehen?
  • Du hast dir vorgenommen, jeden Tag eine lokale Spezialität zu essen?

Egal, was es ist, du musst dich mit keinem anderen absprechen.

Fange klein an!

Falls du das erste Mal alleine verreist, würde ich dir empfehlen, einen kurzen Trip zu machen.

Ein Wochenende oder ein paar Tage.

Gerne kannst du auch erst mal im deutschsprachigen Raum verreisen, was die Kommunikation deutlich einfacher macht.

Wenn du mal 1 bis 2 kurze Reisen im deutschsprachigen Raum gemacht hast, traue dir mehr zu!

Es gibt viele tolle Städte und Orte in Europa zu entdecken.

Und wenn du erst mal die Erfahrung gemacht hast, dass du auch alleine verreisen kannst, musst du nicht immer einem Reisepartner finden, wenn du mal in den Urlaub willst.

Ich habe zum Beispiel vor ein paar Tagen meinen Flug nach Minsk in Weißrussland gebucht.

Eventuell kommt ein Freund mit, aber er weiß es noch nicht. Das Tolle: Ich weiß, dass ich auch alleine eine Menge Spaß haben werden.

3. Kreiere etwas

Etwas zu erschaffen ist eines der wertvollsten Dinge, die du als Mensch tun kannst.

Und um etwas wirklich Schönes, Kreatives und Einzigartiges zu kreieren, musst du alleine sein.

Jeder große Künstler, Schriftsteller und Maler hat viel Zeit alleine verbracht.

Denn erst wenn du alleine bist, kannst du deine volle Kreativität entdecken und in einen Flow-Modus kommen.

Selbst wenn du dich nicht für einen kreativen Menschen hältst, fange an, etwas zu kreieren.

Du musst auch nicht gleich ein Buch schreiben, ein Lied komponieren oder ein Bild malen.

Es gibt viele andere Dinge, die du kreieren kannst:

  • Baue dir ein eigenes Möbelstück
  • Koche etwas besonderes
  • Stricke oder nähe ein Kleidungsstück
  • Lege dir einen kleinen Garten an (geht auch in einer Wohnung)
  • Schreibe ein Tagebuch

Genieße das alleine sein

Versuche jeden Tag ein bisschen Zeit alleine zu verbringen. Und genieß die Zeit.

Mach dir bewusst, dass dir in diesem Moment nichts fehlt. Dass alles gut ist, so wie es ist. Dass du nichts Weiteres brauchst, um glücklich zu sein.

Wenn du realisierst, dass du nichts von anderen brauchst, bist du innerlich frei. Und dann bist du auch bereit, echte und erfüllende Beziehungen mit anderen zu führen.

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Alleine sein macht dich glücklich und stark!
4.2 (84%) 5 vote[s]
  1. Siehe zum Beispiel Grant-Studie
  2. Fowler, J. H. & Christakis, N. A. Dynamic spread of happiness in a large social network: longitudinal analysis over 20 years in the Framingham Heart Study (2008). BMJ 2008;337:a233
  3. Wilson, T., Reinhard, D., Westgate, E., Gilbert, D., Ellerbeck, N., Hahn, C., Brown, C. & Shaked, A. (2014). Just think: The challenges of the disengaged mind. Science Vol. 345, S. 75-77
21 Kommentare

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  1. Eva
    Eva sagte:

    Ein schöner Artikel.

    …”alleine sein”, oder vielmehr mit sich selbst und bei sich sein…alles eine Sache der Blickrichtung. Manchmal erscheinen uns die einfachsten und selbstverständlichsten Sachen sehr schwierig.

    Lieben Gruß
    Eva

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Eva,
      danke. Ja, da geb ich dir recht. Häufig sind jedoch auch die selbstverständlichsten und “einfachsten” Dinge die wichtigsten und paradoxerweise die schwierigsten.
      LG

      Antworten
  2. Anna
    Anna sagte:

    Hallo lieber Anchu,

    ein echt toller Artikel über das Alleinsein. Ich konnte es jahrelang überhaupt nicht, habe regelrechte Panikanfälle bekommen. Mir ist die Decke auf den Kopf gefallen und ich musste die Zeit, in der ich alleine war, zu 100% durchtakten. Hat mir dann jemand für den Abend abgesagt, bin ich beinahe zusammengebrochen vor Verzweiflung. Ich hatte Angst davor, mich selbst kennenzulernen, weil ich befürchtete, es würde etwas Schlimmes ans Tageslicht kommen. Als ich aber durch Yoga und Meditation erfuhr, dass genau das Gegenteil der Fall ist, genieße ich das Alleinsein in vollen Zügen. Jetzt habe ich den Eindruck, dass ich mich von mir selbst entferne, wenn ich zu viel in Gesellschaft anderer Leute bin. Dann brauche ich dringend eine Auszeit mit mir selbst, um mir darüber klar zu werden, was eigentlich gerade geschieht. Gönne ich die mir nicht, greift mein Körper ein und ich werde müde oder krank.
    Ich glaube, es ist echt wichtig, das Alleinsein Schritt für Schritt zu üben. Und vielleicht mache ich tatsächlich mal alleine einen Ausflug in eine fremde Stadt?! :-)

    Ganz liebe Grüße
    Anna

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Anna,
      mir geht es ähnlich. Wenn ich nicht ab und zu alleine bin, dann merke ich es körperlich und auch emotional. Ist schon interessant, was der Körper uns für Rückmeldungen gibt, wenn wir darauf achten.
      Yoga und Meditation find ich gut und können beim alleine-sein üben helfen. Bei mir was es aber noch mehr das alleine Reisen… Ich denke, manchmal ist es am besten, einfach ins kalte Wasser zu springen..
      Ich kann dir das alleine reisen nur empfehlen. Fange mit einem kleinen Städtetrip an und dann kannst du dich steigern. Irgendwann ist auch die Weltreise kein Problem mehr.
      Liebe Grüße zurück!

      Antworten
  3. Fabian
    Fabian sagte:

    Hi Anchu,

    ein Freund hat mir deine Webseite empfohlen und ich bin jetzt schon ein Fan. Schlichtes Design. Fokus auf den Inhalt. Starke Texte. Toll!

    Zu dem Artikel. Wie Hemingway sagte:

    Writing, at its best, is a lonely life. For he does his work alone and if he is a good enough writer he must face eternity, or the lack of it, each day.

    Beste Grüße
    Fabian

    Antworten
  4. Lena
    Lena sagte:

    Hallo,
    ein toller Artikel, der so viel Wahrheit in sich trägt. Ich glaube, dass man erst entdecken muss, wie schön alleine sein eigentlich sein kann.
    Ich liebe es auch mal Zeiten alleine zu sein und nur Dinge für mich zu tun. Ich gehe gerne allein in ein Café um einen Kaffee trinken zu gehen oder ein Buch zu lesen!
    Alleine sein ist nicht schlecht und manchmal ist es einfach nur wundervoll.
    Liebe Grüße, Lena

    Antworten
  5. Corinna
    Corinna sagte:

    Wow, sehr sehr sehr toller Artikel!
    Ich habe schon immer viel Zeit mit mir alleine verbracht und mache es auch sehr gerne. Ich bin auch schon einige Male alleine verreist und genau in solchen Situation, in denen du total auf dich alleine gestellt bist, erkennst du dein wahres Potential.
    Aber für mich ist das schönste am alleine sein, dass ich die Zeit mit anderen (Partner, Freunde, Familie) sehr schätze und bewusst nur Zeit mit Menschen verbringe, die mir auch gut tun.

    Schöne Grüße
    Corinna

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Corinna,
      danke.
      Ich reise auch viel alleine und finde es immer wieder überraschend, wie viel ich dabei über mich selbst lerne. Und wie sehr ich mich dann, ähnlich wie du, nach Menschen sehne, die mir am Herzen liegen.
      LG

      Antworten
  6. Petra
    Petra sagte:

    Hallo Anchu, habe soeben Deinen Artikel und Deine Seite entdeckt. Schöne Seite und weiser Artikel…bin mit dem Thema “mit mir alleine sein” aufgewachsen. Fand das als Kind nicht immer toll, hat mir aber viel gebracht..im Nachhinein…ich habe es vielfach auch als Langeweile “bezeichnet”, die einem kreativen Denkfreiraum bietet (“Der Chinese sitzt, wenn er sitzt”). Gut alleine sein können “ist die halbe Miete”, um gelassen durchs Leben zu gehen…liebe Grüsse und vielleicht hast Du auch Lust, mal bei mir vorbei zu schauen…Petra

    Antworten
  7. Jana Wessendorf
    Jana Wessendorf sagte:

    Ein wunderbarer und auch wichtiger Artikel. Leider verwechseln viele Menschen Alleinsein und Einsamkeit. Für mich als mehr introvierte Person ist Alleinsein auch Erholung und gleichermassen notwendig, um wieder Energie zu sammeln. Eine Wanderung in aller Stille ist ein Segen für Körper und Sinne … nur Angst vor sich selbst haben, das darf man dabei nicht.

    Beste Grüsse, Jana

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Jana,
      ich habe schon öfters von introvertierten Menschen gehört, dass sie gerne alleine sind und diese Zeit auch brauchen. Andere Menschen hingegen laden sich in Gegenwart anderer Menschen auf. Das ist schon interessant.
      LG

      Antworten
  8. Felix
    Felix sagte:

    Es ist ein grosser Unterschied ob man alleine sein MUSS (weil man beispielsweise verlassen wurde) oder ob man mal allein sein WILL.
    Und das Alleineseinmüssen ist eine Qual und nichts anderes; vor allem wenn man genau das Gegenteil will und zwar mit der Frau, die einen so sehr verletzt hat.

    Antworten
  9. Stefff
    Stefff sagte:

    Ich bin auch sehr gerne allein und kann es auch, ich kann nach dem Aufwachen gerne zwei Stunden weiter daliegen und in mich hören, oft schreibe ich meine Gedanken auf oder begebe mich in eine geführte Meditation.
    Was mich aber beschäftigt: wenn ich mich selber entdeckt und kennengelernt habe, möchte ich das auch mit einer anderen Person teilen. Und da widerum muss ich zu meinem Glück gezwungen werden… wenn es nach mir ginge, könnte das Leben “allein” noch ewig dauern (okay, abgesehen vom Kontakt mit Kollegen auf der Arbeit). Jedoch fehlt mir der Antrieb/die eigene Überzeugung, eine Partner zum Teilen zu suchen. Vielleicht ist das aber auch nur die Überzeugung meiner Umwelt, dass man jemanden braucht. Was, Du bist schon sooo lange Single? Wenn Du noch Kinder bekommen willst, musst Du Dich aber beeilen… etc. Ja, eigentlich haben sie Recht. Aber uneigentlich ist es mir im Moment nicht so wichtig, als dass ich aus meiner Haut möchte. (Ist das vielleicht zu vergleichen mit unglücklichen Partnerschaften, die wg. Kind + Haus + der heilen Fassade “von außen” stabil zusammengehalten werden?)
    Auf jeden Fall empfinde ich das Leben zunehmend komplexer, weil die Kräfte so ungleich verteilt scheinen – der eine hat, was er nicht mehr möchte, was andere aber gerne hätten? Was bewahrt uns davor, dass sich das Gewünschte als nicht passend entpuppt?
    Wie kann ich ganz bei mir sein, ohne introvertiert zu sein und meine Mitmenschen von mir deswegen fernzuhalten?

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl sagte:

      Hi Stefff,
      mir fallen dazu zwei Dinge ein:
      1. Entweder, du bist wirklich gerne alleine und möchtest dein Leben nicht teilen. Problem hier, ist dass dein Umfeld anscheinend gewisse Erwartungen an dich stellt.
      2. Du redest dir ein, dass du keinen brauchst, weil du Angst davor hast, dich zu öffnen und eventuell zurückgewiesen zu werden.
      Was von beidem zutrifft, musst du für dich alleine herausfinden. Oder vlt. ist es auch etwas ganz anderes…
      LG

      Antworten
  10. Ilaria
    Ilaria sagte:

    … da erinnere ich mich an das Buch “Die Wolfsfrau” in der die Bedeutung von alleine sein angesprochen wurde. Es kommt demzufolge von “all eins sein” bzw. “alone – all one”, was dem ganzen einen neuen Anstrich verpasst und gut zu deinen Worten passt.

    Antworten