Verantwortung übernehmen: Die “Halt deine Schnauze und macht etwas”-Regel

Verantwortung übernehmenUm deine Ziele zu erreichen, selbstbestimmt zu leben und glücklich zu sein, musst du Verantwortung übernehmen.

Verantwortung für deine Entscheidungen. Verantwortung für deine Gedanken. Verantwortung für deine Misserfolge.

Das mag erst mal einschüchternd klingen. Doch letztlich ist es der Schlüssel zu einem glücklichen und freien Leben.

Wie du die volle Verantwortung für dein Leben übernimmst, erkläre ich dir in diesem Artikel.

Los geht’s.

Eigenverantwortung: Was es wirklich bedeutet, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen

Eigenverantwortung

Menschen, die unglücklich sind, übernehmen in der Regel keine Verantwortung für ihr Leben.

Das heißt:

  • Sie machen andere dafür verantwortlich, dass sie unglücklich sind.
  • Statt Probleme proaktiv anzugehen, jammern sie nur und versinken in Selbstmitleid.
  • Sie glauben, dass die Umstände dafür verantwortlich sind, dass sie ihre Ziele nicht erreichen.
  • Sie sind der Meinung, dass sie in ihrem Leben nichts mehr ändern können.

All das führt dazu, dass sie anderen Menschen und den äußeren Umständen die Macht über ihr Leben geben. Genauso wie dein dreijähriges Kind.

Keine besonders gute Lebensphilosophie, wenn du mich fragst…

Menschen, die glücklich sind, sind in der Regel auch eigenverantwortlich.

Eigenverantwortung übernehmen: Wie funktioniert das?

Eigenverantwortung bedeutet, dass du für alles in deinem Leben die Verantwortung übernimmst:

  • Deine Beziehungen
  • Deine finanzielle Situation
  • Deine Gesundheit
  • Dein Glück
  • usw.

Versteh das nicht falsch. Das heißt nicht, dass du für alles in deinem Leben die Schuld trägst. Denn das tust du nicht. Jedoch trägst du die volle Verantwortung dafür, wie du auf die Situationen und Umstände in deinem Leben reagierst.

Stell dir vor, du arbeitest in einem großen Unternehmen. Das Management hat entschieden, dass Kosten gespart werden müssen. Also werden 20% aller Mitarbeiter gekündigt. Auch du.

Bist du daran schuld?

Natürlich nicht!

Aber du bist dafür verantwortlich, wie du auf die neue Situation reagierst.

  • Du kannst in Selbstmitleid versinken. Dann redest du dir ein, dass das Leben ungerecht ist und du so etwas nicht verdient hast, weil du ja so ein guter Mensch bist…
  • Du kannst Verantwortung übernehmen. Du akzeptierst deine neue Situation, versuchst das Beste daraus zu machen und gehst wieder auf Jobsuche.

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, welche Einstellung dich weiter bringt und welche nicht…

Was dich davon abhält, Verantwortung zu übernehmen

Das Problem mit der Selbstverantwortung ist Folgendes: Es ist leichter, Ausreden zu finden, als die Dinge anzupacken. Es ist einfacher, zu jammern, anderen die Schuld zu geben oder zu sagen, dass man nichts ändern kann.

Verantwortung zu übernehmen impliziert deshalb, sich selbst einzugestehen, dass man nicht vollkommen ist. Dass man Fehler gemacht hat. Dass man nicht so gut, clever oder tüchtig ist, wie man gerne wäre. Und das ist erst mal schmerzhaft.

Denn solange du keine Verantwortung übernimmst, kannst du dir etwas vormachen.

  • Es ist nicht meine Schuld, dass ich dick bin. Es ist meine Veranlagung.
  • Ich kann nichts dafür, dass ich keinen Job finde! Der Arbeitsmarkt braucht einfach keine Menschen wie mich.
  • Es liegt nicht an mir, dass ich keinen Partner finde. Mit über 50 kann man einfach keinen Partner mehr finden.

Um Verantwortung zu übernehmen, musst du dir eingestehen, dass du alleine für dein Leben, deine Entscheidungen und deine Umstände verantwortlich bist.

Und wie du das schaffst, erkläre ich dir jetzt.

Verantwortung übernehmen: Die „Halt deine Schnauze und mach etwas“-Regel

Eigenverantwortung übernehmen

Jeden Tag kriege ich eine Menge E-Mails. E-Mails, in denen mir Menschen erklären, dass sie kein Selbstvertrauen haben, dass sie keinen Partner finden oder dass sie vollkommen pleite sind.

E-Mails, in denen mir Menschen schreiben, dass sie sich selbstständig machen wollen oder dass sie um die Welt reisen möchten. Und ab und an bekomme ich E-Mails, in denen mir Menschen mitteilen, dass sie Krebs haben, dass sie über Selbstmord nachdenken oder dass sie ihr Kind oder ihren Partner verloren haben.

Doch so grundverschieden all diese Geschichten auch sind, sie alle haben eines gemeinsam: Diese Menschen wollen etwas an ihrer Situation ändern.

Sie wollen ein Ziel erreichen, ein Problem lösen oder sie wollen sich besser fühlen. Und genau an dieser Stelle vermasseln es die meisten.

Alle Menschen haben Ziele. Und alle Menschen haben Probleme. Doch die wenigsten sind bereit, etwas zu tun, um ihre Situation zu ändern. Und genau das ist ihr Problem.

Anstatt Verantwortung zu übernehmen und an ihrer Situation zu arbeiten, jammern sie, beschweren sich über die Ungerechtigkeit des Lebens oder finden eine Oscar-reife Ausrede nach der anderen. .

Nein, Besserwisser Anchu Kögl behauptet nicht, dass das Leben immer einfach oder gar gerecht ist. Doch er behauptet, dass wir immer Verantwortung übernehmen können und sich dadurch unsere Situation früher oder später verbessern wird. Und genau das ist der verflixte Punkt, den so viele Menschen nicht verstehen wollen.

Es ist gut möglich, dass du gerade ein bestimmtes Problem in deinem Leben hast oder ein konkretes Ziel erreichen willst:

  • Vielleicht fühlst du dich gerade verloren und siehst keinen Sinn mehr in deinem Leben.
  • Vielleicht möchtest du dich endlich selbstständig machen, hast aber Angst davor.
  • Vielleicht möchtest du seit langem einen Partner finden, weißt aber nicht wie.
  • Vielleicht willst du einfach nur Geld sparen, um dir deine Brüste vergrößern zu lassen.

Ganz egal, was dein Problem ist oder welches Ziel du erreichen willst: Höre auf darüber zu reden, davon zu träumen, dich zu beklagen oder in Selbstmitleid zu versinken und mach etwas. In den allermeisten Situationen ist nämlich genau das die Lösung.

Aus diesem Grund möchte ich dir die „Halt deine Schnauze und macht etwas“-Regel vorstellen. Diese Regel ist sehr simpel, aber äußerst effektiv.

Die Regel sieht vor, dass du weniger von deinen Zielen und Problemen sprichst und dafür mehr machst. Anstatt von deinem Ziel zu träumen oder über dein Problem zu jammern, überlegst du dir, was du tun kannst. Und dann tust du es.

Denn genau das bedeutet es, Verantwortung zu übernehmen.

Die „Halt deine Schnauze und mach etwas“-Regel mag dir vielleicht ein wenig rudimentär vorkommen. Doch sie funktioniert verdammt gut. Und zwar aus zwei Gründen.

1. Erst wenn du etwas unternimmst, wird sich etwas ändern

Wenn du etwas in deinem Leben verändern willst, musst du dafür etwas tun. Und es ist sehr wahrscheinlich, dass je mehr du verändern willst, du umso mehr dafür tun musst.

Einige der Menschen, die ich kenne, haben verdammt viel erreicht. Ich kenne Menschen, die eine schwere Krankheit überwunden haben. Ich kenne Online-Unternehmer, die siebenstellig verdienen. Ich kenne Spitzensportler. Und ich kenne Menschen, die früher extrem schüchtern waren und nun ein bombenfestes Selbstvertrauen haben.

Sie alle haben eines gemeinsam. Sie sind Macher. Sie lassen Taten lauter sprechen als Worte. Sie haben für ihre Ziele gekämpft und sind ihre Probleme und Ängste angegangen, anstatt vor ihnen davon zu laufen.

  • Du willst abnehmen? Halt deine Schnauze und mach etwas.
  • Du willst dich selbständig machen? Halt deine Schnauze und mach etwas.
  • Du möchtest glücklicher werden? Halt deine Schnauze und mach etwas.
  • Du möchtest einen Partner finden? Halt deine Schnauze und mach etwas.
  • Du bist finanziell pleite? Halt deine Schnauze und mach etwas.

Ok, Anchu. Ich sehe deinen Punkt. Wenn ich ein Ziel habe, soll ich meine Schnauze halten und mehr machen. Das leuchtet mir ein. Aber was ist, wenn ich ein großes Problem habe oder es mir richtig dreckig geht? Wenn ich zum Beispiel eine geliebte Person verloren haben, mich nicht selbst annehmen kann oder ich eine schwere Krankheit habe?

In diesen Fällen mag die Situation komplizierter erscheinen, doch letztendlich gilt die gleiche Regel: Halt deine Schnauze und mach etwas.

Statt in Selbstmitleid zu versinken und zu jammern, schaue nach vorne. Finde heraus, was du tun kannst, um deine Situation zu verbessern. Mach eine Therapie, probiere Meditation, lerne loszulassen, verändere die Perspektive auf dich selbst.

Sicherlich gibt es Probleme und Lebensphasen, die richtig beschissen sind. Doch selbst in solchen Momenten kannst du dich fragen: Was kann ich tun, damit es mir 0,1% besser geht?

Und genau darum geht es. Weniger Selbstmitleid. Mehr Eigenverantwortung.

2. Wenn du etwas unternimmst, wird es dir besser gehen

Viele unserer negativen Gedanken und Gefühle entstehen dadurch, dass wir uns auf die äußeren Umstände fokussieren. Wir fokussieren uns zum Beispiel auf eine Krankheit, auf unsere finanziell missliche Lage, auf unser langjähriges und ungewolltes Singledasein oder darauf, dass andere erfolgreicher sind als wir.

Wir glauben, wir hätten keine Kontrolle über unsere Lage. Dadurch werden wir zum Spielball unserer negativen Gedanken, unserer Ängste und Unsicherheiten.

Was ist die Lösung? Du kennst die Antwort: Halt die Schnauze und mach etwas!

In dem Moment, in dem du anfängst, aktiv etwas zu tun, wirst du dich besser fühlen. Du gewinnst Klarheit und dein Fokus verlagert sich von dem, was du nicht kontrollieren kannst (die Umstände), auf das, was du kontrollieren kannst (deine Taten). Und diese Einstellung führt automatisch dazu, dass du Verantwortung übernimmst.

Ab und an schaue ich mir an, was meine Online-Konkurrenz so macht. Und dann sehe ich, dass einige von ihnen mehr Leser haben als ich, mehr Produkte, mehr Instagram-Fans und mehr verdienen.

Früher habe ich mich dann tagelang schlecht gefühlt. Ich habe mir dann eingeredet, dass ich nicht gut genug schreibe, dass ich zu wenig schreibe und dass ich es einfach nicht so drauf habe wie die anderen. Dann bin ich in Selbstmitleid versunken, habe gejammert oder mir eingeredet, dass die anderen einfach mehr Glück haben. Doch nichts von dem hat mich weitergebracht.

Was mach ich heute? Ich halte meine Schnauze und mach etwas.

Wenn ich sehe, was die Konkurrenz besser macht oder dass sie schneller wächst als ich, überlege ich mir, was ich konkret an meinem Schreibstil und meinem Business verbessern kann. Und in dem Moment, in dem ich anfange etwas zu tun, geht es mir besser.

Ich höre auf, mich zu vergleichen und in Selbstmitleid zu versinken. Stattdessen übernehme ich Verantwortung und konzentriere mich auf das, was ich aktiv tun kann. Und das verändert alles.

Ein konkretes Beispiel

Nehmen wir an, dass du gerade finanzielle Probleme hast. Dein Konto ist so leer wie die Staatskasse von Griechenland und du hast keinen blassen Schimmer, wie du nächsten Monat deine Miete zahlen sollst.

Du machst dir nun tierische Sorgen, beschwerst dich darüber, wie ungerecht das Leben ist oder du machst dich dafür fertig, dass du in so einer misslichen Lage bist und in deinem Leben nichts gebacken bekommst. Dann gehst du abends in die Bar und bestellst sieben Drinks, um deinen Kummer und deine Sorgen zu vergessen.

Ergebnis? Du hast am nächsten Tag noch weniger Geld, du fühlst dich noch schlechter, da verkatert, und an deiner Situation hat sich nichts geändert.

Wenden wir nun die „Halt deine Schnauze und mach etwas“-Regel an:

Du hörst auf, dich auf die Umstände zu fokussieren, und denke stattdessen darüber nach, was du machen kannst. Du überlegst, dir einen Nebenjob zu suchen, überflüssige Dinge zu verkaufen oder mehr zu sparen. Da du schnell Geld brauchst, entscheidest du dich dafür, überflüssige Dinge zu verkaufen. Und siehe da, in ein paar Tagen verdienst du ein paar Hundert Euro.

(Das ist übrigens keine Utopie. Als ich 2013 Student war, habe ich überflüssigen Krempel verkauft und in drei Wochen über 500€ verdient, womit ich mir ein One-Way-Ticket nach Brasilien gekauft habe.)

Ergebnis der Aktion? Du fühlst dich besser, weil du dich auf etwas konzentrierst, worauf du Einfluss hast und du hast Geld verdient und damit etwas an deiner prekären Lage geändert. Bam bam bam.

Aber meine Situation ist anders…

Wenn mich Menschen um Rat fragen und ich ihnen eine Lösung vorschlage, kommt oftmals folgender Einwand:

„Danke für den Tipp Anchu. Aber weißt du, meine Situation ist anders …“

Vielleicht ist dein Ziel oder dein Problem besonders kompliziert oder einzigartig. Doch du kannst immer etwas an deiner Situation ändern – und wenn es nur deine Einstellung zur Situation ist.

Ich war in meinem Leben schon vollkommen pleite. Ich steckte in einer großen Lebenskrise. Ich hatte eine schlimme Panikattacke, als ich am anderen Ende der Welt war. Ich hatte Liebeskummer, der mich fast um den Verstand gebracht hat. Ich hatte lange Zeit Erektionsstörungen. Ich habe unerwartet einen geliebten Menschen verloren.

Doch in jeder dieser Situationen habe ich etwas getan, um meine Situation zu verbessern.

Egal, was du erreichen willst, egal, was dein Problem ist: Finde heraus, was du tun kannst, um dein Ziel zu erreichen oder dein Problem zu überwinden. Und dann halt deine Schnauze und mache etwas.

Welche 4 grundlegenden Glaubenssätze dir dabei helfen werden, endlich Verantwortung zu übernehmen, erfährst du in meinem Ratgeber Mindset. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos als PDF herunterladen: