Vertrauen aufbauen

Vertrauen aufbauen in 3 simplen Schritten

Ob in Freundschaften, in Beziehungen oder gegenüber Arbeitskollegen: Vertrauen aufbauen zu können ist eine Fähigkeit, die dein Leben entspannter macht. Im folgenden Artikel lernst du, wie du diese Fähigkeit zurückerlangst – selbst dann, wenn dein Vertrauen stark erschüttert wurde.

Vertrauen aufbauenVertrauen bedeutet:

  • dich sicher und geborgen zu fühlen.
  • das Gute im Anderen zu sehen.
  • zu wissen, dass du dich deinen Mitmenschen gegenüber öffnen kannst.

Die Fähigkeit, zu vertrauen, ist uns in die Wiege gelegt worden. Schließlich kommen wir hilflos und bedürftig auf die Welt und sind darauf angewiesen, dass sich jemand um uns kümmert.

Vertrauen ist wichtig, wenn du:

  • eine stabile Beziehung aufbauen möchtest.
  • vorhast, in deinem Beruf voranzukommen.
  • ein entspanntes und zufriedenes Leben führen willst.

Kurz – Vertrauen ist rundum gut. Ohne Vertrauen machst du dir das Leben schwer.

Das Doofe ist jedoch:

Traumtische Erfahrungen unserer Kindheit und Jugend – genauso wie Situationen, denen wir später im Leben begegnet sind – haben jedoch mit der Zeit dafür gesorgt, dass wir Angst davor bekommen haben, anderen Menschen zu vertrauen.

Das mit der Zeit gewachsene Misstrauen beschützt uns nun zwar vor erneuten Verletzungen. Es verhindert aber auch, dass wir echte Verbindungen zu unseren Mitmenschen aufbauen.

Und so kommt der Moment, wo wir wieder Vertrauen aufbauen müssen.

Deshalb habe ich diesen Artikel geschrieben. Er soll dich dabei unterstützen, anderen Menschen wieder zu vertrauen. Er soll dir dabei helfen, dem Leben wieder zu vertrauen.

Bevor wir uns jedoch damit beschäftigen, wie du mehr Vertrauen entwickeln kannst, sollten wir uns zunächst die andere Seite anschauen:

Wo dein Misstrauen wirklich herkommt

Seit einigen Jahren gibt es einen Begriff, der in der Tiefenpsychologie gerne verwendet wird:

Urvertrauen.

Je sicherer du dich in der Welt und mit deinen Mitmenschen fühlst; je mehr Geborgenheit du empfindest; je mehr du davon überzeugt bist, dass du als Mensch grundsätzlich ok bist – desto mehr Urvertrauen hast du.

  • Haben deine Eltern sich dir gegenüber unfair oder tyrannisch verhalten, bekam dein Urvertrauen einen Knacks.
  • Hattest du als Kind Freunde, die zu dir standen und dich in schwierigen Situationen unterstützt haben, ist dein Urvertrauen gewachsen.
  • Wurdest du von deiner ersten Liebe stark enttäuscht, erlitt dein Urvertrauen eine Delle.

Wie gut du heute in der Lage bist, einzelnen Menschen zu vertrauen, ist vor allem davon abhängig, wie viel Urvertrauen du hast.

Vertrauen aufbauen

Wenn du Vertrauen aufbauen willst, wage einen Blick in deine Vergangenheit

Dein Urvertrauen ist deshalb das erste, woran du arbeiten solltest, wenn du wieder Vertrauen aufbauen möchtest.

Damit dein Urvertrauen wachsen kann, musst du zunächst jedoch herausfinden, wann und wie es beschädigt wurde. Oder anders ausgedrückt – du musst deinem Misstrauen auf den Grund gehen:

  • In welchen Situationen entsteht bei dir das Gefühl, dass du anderen Menschen nicht vertrauen kannst?
  • Wann fühlst du dich unsicher oder hilflos?
  • Welche Gedanken schießen dir in diesen Situationen durch den Kopf?
  • Was für Erfahrungen der Vergangenheit könnten dafür gesorgt haben, dass sich jene Gedanken in dir eingenistet haben?

Du wirst feststellen, dass dein Misstrauen lediglich ein Gefühl ist, dass sich in Reaktion auf bestimmte Lebenserfahrungen in deinem Körper festgesetzt hat. Sobald du merkst, dass dein dieses Gefühl im Grunde gar keine Daseinsberechtigung hat – dass es praktisch gar keinen Grund gibt, nicht zu vertrauen – wirst du anfangen, entspannter durchs Leben zu gehen.

Und das Urvertrauen in dir wird wieder wachsen.

Fühle es, so oft es geht

Auch wenn dein Misstrauen nur ein Gefühl ist:

Ignorieren solltest du es trotzdem nicht.

Zustände wie diese können Folgen deines mangelnden Urvertrauens sein. Da du nun weißt, dass dein Misstrauen eigentlich nicht berechtigt ist, könntest der Versuchung erliegen, jene Gefühle einfach zu ignorieren. Frei nach dem Motto:

„Diese Gefühle lügen mich ja eh nur an.“

Wenn du dies tust, passiert jedoch Folgendes:

1. Das Gefühl bleibt bestehen

Ein Gefühl, das du nicht spüren möchtest oder einfach ignorierst, nistet sich nur noch tiefer deinem Körper ein.

Kleine Anspannungen, Atemnot oder ein Drücken in der Brust werden somit zu ständigen Begleitern deines Alltags.

Und dadurch wird dein (unbewusster) Wunsch, das Gefühl zu beseitigen, zu einer Garantie dafür, dass das Gefühl bleibt.

Vertrauen aufbauen

Deine negativen Gefühle sind wie Schatten: Davon, dass du sie ignorierst, gehen sie auch nicht weg.

2. Du fängst an, das Gefühl auszuagieren

Ein Gefühl, das du nicht spüren möchtest oder einfach ignorierst, formt deine Realität.

Wenn du deine Anspannung einfach ignorierst, fängst du irgendwann an, zu glauben, dass die Welt um dich herum wirklich unsicher und angsteinflößend ist. Schließlich sendet dir dein Körper ja kontinuierlich Warnsignale.

Die rationale Erkenntnis, dass dein Misstrauen nicht berechtigt ist, hilft dir da auch nicht weiter. Emotionen beeinflussen deine Wahrnehmung nämlich deutlich stärker als bewusste Gedanken.

In Reaktion auf dein unangenehmes Gefühle fängst du deshalb nun an, aktiv zu werden – in der Hoffnung, dadurch wieder ein Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Geborgenheit herzustellen:

  • Du suchst dir einen guten, sicheren Job.
  • Du flüchtest dich in Statussymbole.
  • Du verschließt dich gegenüber jenen Menschen, denen du dich eigentlich öffnen solltest.
  • Du minimierst jede Art von Risiko in deinem Leben.

Das Paradoxe ist nun jedoch – anstatt dich sicherer zu fühlen, wirst du nun nur noch misstrauischer.

Wieso?

Weil jede dieser Handlungen auf der falschen Annahme beruhen.

Die Kraft liebevoller Annahme

Je mehr Zeit und emotionale Energie du in den Versuch steckst, wieder vertrauen zu können, desto stärker wird deine Überzeugung, dass du jetzt noch nicht vertrauen kannst.

Nimm dir einen Moment Zeit, um diese Wahrheit in all ihrer Tiefe zu verstehen.

Und dann verpflichte dich, dein Gefühl des Misstrauens und der Unsicherheit von nun an vollständig anzunehmen. Und zwar ohne darauf reagieren zu müssen.

Indem du das Gefühl nämlich einfach da sein lässt, gibst du ihm die Erlaubnis, wieder zu verschwinden. Du nimmst es ernst – aber nicht zu ernst. Du bekommst paradoxerweise Abstand von dem Gefühl, obwohl du es direkt spürst.

Vertrauen aufbauen

Sobald du dem Gefühl des Misstrauens erlaubst, da zu sein, nimmt seine Macht über dich ab

Du kannst dein Urmisstrauen mit einem kleinen weinenden Kind vergleichen.

Sicher würdest du das Kind trösten. Aber du würdest trotzdem nicht dem Trugschluss unterliegen, dass die Welt gerade am Untergehen ist, nur weil das Kind weint.

Akzeptiere das Gefühl des Misstrauens. Sei dir bewusst, dass dieses Gefühl zwar seine Berechtigung hat. Aber dennoch nichts darüber aussagt, wie die Dinge wirklich sind.

Erlaube es dir dadurch, eine neue Realität zu erschaffen – eine Realität, in der du vertrauen und dich sicher fühlen kannst.

Denn eine Sache ist gewiss:

  • Je mehr du dich selbst spürst…
  • Je mehr du in Kontakt mit dir und deiner Intuition kommst…
  • Je bewusster du durchs Leben gehst…
  • Je häufiger du dich für den Weg des inneren Wachstums entscheidest…

Desto mehr Vertrauen wirst du langfristig aufbauen.

In den folgenden Abschnitten habe ich ein paar Tipps für dich, die dir auf deinem Weg zu einem gestärkten Urvertrauen helfen können.

1. Vertrauen aufbauen – Halte dich von Dingen fern, die dein Vertrauen untergraben

Es gibt viele Einflüsse, die dein Vertrauen Stück für Stück zerstören:

  • Nachrichten, die immer nur negative Neuigkeiten bringen
  • Freunde, die dich ausnutzen
  • Menschen, die nicht konform mit deinen Werten sind

Wenn du wieder Vertrauen aufbauen möchtest, solltest du solche Einflüsse meiden.

Je bewusster du die Welt um dich herum wahrnimmst, desto stärker spürst du, welch enormen Einfluss die Dinge, mit denen du dich täglich umgibst, auf deine Psyche haben.

Und gegen diesen Einfluss kannst du dich kaum wehren.

Finde jedoch deshalb heraus, welche Einflüsse, denen du täglich ausgesetzt bist, dein Vertrauen in andere Menschen und die Welt untergraben.

Denn nur, wenn du weißt, was dir schadet, kannst du es auch aus deinem Leben verbannen.

Vertrauen aufbauen

Es gibt Menschen, von denen du dich besser fernhältst, wenn du ein gesundes Vertrauen aufbauen willst

Wenn deine täglichen Erfahrungen dir das Gefühl vermitteln, dass deine Mitmenschen dich anlügen und das in der Welt nur Schlechtes passiert – wie willst du dann dein Vertrauen zurückgewinnen?

Siehst du.

Erst wenn du dich von den Dingen trennst, die dein Urvertrauen immer wieder beschädigen, kannst du endlich ein gesundes Vertrauen aufbauen.

Und das machst du am besten, indem du mehr und mehr positive Erfahrungen in dein Leben holst:

  • Mit welchen Menschen fühlst du dich sicher und geborgen?
  • Welche Erfahrungen haben dir in der Vergangenheit bewiesen, dass du der Welt vertrauen kannst?
  • Welche (möglicherweise auch sportlichen) Aktivitäten helfen dir, ein Gefühl von Sicherheit, Vertrauen und Selbstbewusstsein in deinem Körper zu spüren?

Was auch immer dein Vertrauen am effektivsten stärkt – mach mehr davon.

Letztendlich entscheidest nämlich du, welchen Einflüssen du dich aussetzt. Fang deshalb an, dir ein Leben aufzubauen, dass sich für dich gut und richtig anfühlt. Ein Leben, in dem du ohne Schwierigkeiten wieder Vertrauen aufbauen kannst.

Und wo wir schon bei bewussten Entscheidungen sind:

2. Vertrauen aufbauen – Triff eine Entscheidung

Zu vertrauen ist letztendlich immer eine Entscheidung.

Entweder du vertraust. Oder du vertraust nicht.

Wenn du also Vertrauen aufbauen möchtest, erkenne zunächst, dass die Erfahrungen deiner Vergangenheit keine Fesseln sind, die dich an einem Ort des Misstrauens festhalten. Erkenne, dass du selbst darauf Einfluss nehmen kannst, wie viel Vertrauen du deinen Mitmenschen entgegenbringst.

Und dann entscheide dich für das Vertrauen.

Sobald du dies tust, wirst du merken, wie sich dein Leben verändert:

Du wirst anfangen, jenen Menschen, die dein Vertrauen verdient haben, eine Chance zu geben. Und diese Menschen werden dein Vertrauen mit Ehrlichkeit und Intimität belohnen.

Natürlich wird es auch weiterhin Menschen geben, die dein Vertrauen missbrauchen. Die dich verletzen und die dafür sorgen, dass du wieder mit dem Zweifeln anfängst.

Wenn dies passiert, kannst du Folgendes tun:

  1. Zieh die Konsequenzen aus ihrem Verhalten. Führe ein ernstes Gespräch mit ihnen, beschränke den Kontakt oder brich ihn komplett ab.
  2. Bleib bei dem Schmerz, den jener Vertrauensbruch in dir verursacht. Geh durch ihn durch, anstatt ihn zu ignorieren.
  3. Erinnere dich dann daran, dass du dich bewusst dafür entschieden hast, zu vertrauen. Dass du bewusst in Kauf genommen hast, dass dein Vertrauen auch mal auf die Probe gestellt wird.
  4. Und dann triff die Entscheidung, weiterhin zu vertrauen.
Vertrauen aufbauen

Weder Zufall noch Schicksal: Zu vertrauen ist eine bewusste Entscheidung

Du magst jetzt vielleicht das Gefühl haben, dass das oben beschriebene Verhalten ziemlich naiv ist.

Vertrauen und Naivität sind jedoch zwei vollkommen verschiedene Dinge:

Der, der naiv ist, wundert sich, wenn er verletzt oder enttäuscht wird. Anstatt in Reaktion auf seinen Schmerz zu wachsen und dazuzulernen, zieht er sich wieder in die Unbewusstheit zurück. Und wird dann so oft enttäuscht, bis er sich vor lauter Misstrauen irgendwann vollständig verschließt.

Der, der vertraut, weiß hingegen, dass er Gefahr läuft, verletzt oder enttäuscht zu werden. Wenn er dies passiert, zieht er zwar die Konsequenzen aus der Verletzung. Er weiß dann, welchen Menschen er besser den Rücken kehren sollte.

Dennoch entscheidet er sich langfristig für den Weg des Vertrauens und der Liebe. Denn er weiß, dass dies der Weg ist, der ihn nachhaltig glücklich machen wird.

Wenn du vertrauen Aufbauen willst, triff eine Entscheidung. Vertraue, ohne naiv zu sein. Spüre, wie die Wunden deiner Vergangenheit dadurch Stück für Stück heilen.

3. Vertrauen aufbauen – Öffne dich

Wenn du Vertrauen aufbauen willst, musst du dich früher oder später verletzlich zeigen.

Sobald du nämlich anfängst dich denen, die dein Vertrauen verdient haben, zu öffnen, wirst du feststellen, dass deine Mitmenschen viele deiner Sorgen und Probleme teilen.

Du wirst in Verbindung mit ihnen gehen. Nicht selten wird dein Vertrauen dann dadurch belohnt, dass sich andere dir gegenüber verletzlich zeigen. Eh du dich versiehst, hast du um dich herum eine Atmosphäre der wohligen Intimität geschaffen.

Und dadurch ist in dir genau jenes Gefühl von Zusammenhalt und Geborgenheit entstanden, nach dem du dich so sehr gesehnt hast.

Nun kann es auch vorkommen, dass du Menschen falsch einschätzt. Dass du dich Leuten anvertraust, nur um dann festzustellen, dass diese Leute dein Vertrauen missbrauchen.

Meine Erfahrung ist jedoch, dass dies nur ausgesprochen selten passiert.

Vertrauen aufbauen

Und wenn es doch passiert, weißt du nun immerhin, was zu tun ist:

Zieh die Konsequenzen aus dem Vertrauensmissbrauch, ohne dich in generelles Misstrauen zurückzuziehen.

Generell werden die Folgen deiner wachsenden Verletzlichkeit sehr positiv sein. Es wird dich überraschen, wie viele Menschen auf einmal noch sympathischer und menschlicher werden, wenn du ihnen das Geschenk eines Einblickes in deine Innenwelt machst.

Fang deshalb an, dich zu öffnen, wenn du wieder Vertrauen aufbauen willst.

Vertrauen aufbauen – Sei selbst vertrauen erweckend

Ist dir schonmal aufgefallen, wie eng dein eigenes Wahrnehmung damit zusammenhängt, wie du die Welt um dich herum behandelst?

  • Wenn du selbst gütig und großzügig bist, fängst du an, die Güte und Großzügigkeit deiner Mitmenschen zu erkennen.
  • Wenn du deine Mitmenschen verurteilst, kommst du nicht umhin, auch dich selbst (bewusst oder unbewusst) als verurteilenswert zu empfinden.
  • Wenn du reist, liest, Abenteuer erlebst und vielen Interessen nachgehst, wird deine Neugier für die Wunder des Lebens nie erlöschen. Wenn dein Alltag jedoch lediglich aus leidenschaftslosen Routinen besteht, wirst du immer das Gefühl haben, dass das Leben vorhersehbar und langweilig ist.

Was du in die Welt gibst, kommt von der Welt zu dir zurück. Und dadurch erschaffst du gewissermaßen deine eigene Realität.

Genauso ist es mit dem Vertrauen.

Je mehr du zu einem Menschen wirst, dem andere Vertrauen können, desto mehr Menschen ziehst du in dein Leben, denen du vertrauen kannst.

Gib deinen Mitmenschen einen Grund, dir zu vertrauen. Denn dann fällt es dir auch leichter, zu glauben, dass du anderen vertrauen kannst.

Vertrauen aufbauen

Würdest du dir selbst vertrauen?

Oder anders formuliert:

Wenn du momentan noch Schwierigkeiten hast, anderen zu vertrauen, ist das ein Anzeichen dafür, dass du selbst noch nicht ganz vertrauenswürdig bist.

  • Dass du hin und wieder nicht zu deinem Wort stehst.
  • Dass du den Menschen, die dir nahestehen, nicht immer sagst, was dir durch den Kopf geht.
  • Dass auch du hin und wieder deine Mitmenschen verletzt und ausnutzt.

Und dies ist ok.

Wer von uns ist schon perfekt?

Wenn du dem Vertrauen aufbauen möchtest, solltest du dennoch ein Gespür dafür bekommen, wie viel Vertrauenswürdigkeit du selbst ausstrahlst.

Denn erst, wenn andere dir vertrauen können – erst, wenn du dir selbst vertrauen kannst – wirst du wirklich wieder Vertrauen aufbauen können.

2 Kommentare

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  1. Katrin
    Katrin sagte:

    “Wenn du reist, liest, Abenteuer erlebst und vielen Interessen nachgehst, wird deine Neugier für die Wunder des Lebens nie erlöschen. Wenn dein Alltag jedoch lediglich aus leidenschaftslosen Routinen besteht, wirst du immer das Gefühl haben, dass das Leben vorhersehbar und langweilig ist.”

    Grgh. Über so etwas stolpere ich immer. Weil ich folgendes ganz stark empfinde: Ob ein Leben langweilig ist, kann ich von außen betrachtet gar nicht feststellen. Ich war mal mit einer Bekannten auf einer Städtereise und total entsetzt, wie schnell sie jede Sehenswürdigkeit quasi ‘abgehakt’ hat. Umgekehrt habe ich meinen letzten Wanderurlaub mit nicht viel mehr als Rhein und Berge als sehr erfüllend empfunden. Ich erkenne in vielen Aktivitäten oft nicht Abenteuer, sondern Hektik. Aber gut: Vielleicht bin ich nur zu langsam, um das positiv zu sehen. ;-) Jedenfalls könnte mein Leben von außen betrachtet langweiliger wirken, als ich es selbst sehe. (Und vielleicht ist umgekehrt so manches Leben langweiliger, als es von außen betrachtet ausschaut.) :-D

    Okay, lesen tue ich viel. Wenn das auch zählt, bin ich es zufrieden. ;-)

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