Beziehungsaus – 5 Gründe, warum Beziehungen scheitern

Viele Beziehungen haben eines gemeinsam: sie enden irgendwann. Statt Konfetti, Sonnenuntergang und Happy End wartet oftmals das Beziehungsaus. Zugegeben, das ist eine bitterböse Aussage. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die meisten Menschen schon mindestens eine Trennung hinter sich haben. Ich wiederhole: mindestens.

BeziehungsausDie Vorstellung, dass wenn wir erst den richtigen Partner finden, bis ans Ende unserer Tage glücklich sind, ist äußerst verlockend. Die Realität ist allerdings häufig eine andere. Seit dem Jahr 2000 liegt die jährliche Scheidungsrate in Deutschland bei ca. 50%.1

Dabei ist ein Beziehungsaus selten schön und häufig so angenehm wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose. Nicht das ich schon mal eine Wurzelbehandlung ohne Narkose durchgemacht habe, aber ich gehe mal davon aus, dass sie nicht angenehm ist.

Ich persönlich leide nach jeder Trennung wie ein Hund und frage mich, warum es so einen Scheiß wie Gefühle überhaupt gibt. Doch selbst wenn die ersten Wochen und Monate nach einer Trennung für viele Menschen die Hölle sind, auch diese Phase geht irgendwann vorbei. Wirklich.

Doch wenn ein Beziehungsaus unangenehm ist und wir viel lieber Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy Ends haben, warum scheitern unsere Beziehungen dann so häufig?

Ich möchte dir darauf eine Antwort geben. Um genauer zu sein, sind es sogar fünf Antworten.

Ursachen für das Beziehungsaus

Jede Beziehung ist einzigartig und hat mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen:

  • Zu wenig Sex
  • Mangelnde Kommunikation
  • Verschiedene Vorstellungen bezüglich der Wandfarbe des Gästezimmers

Diese Art von Differenzen sind jedoch häufig nicht die Ursache für das Beziehungsaus, sondern nur die Symptome. Die eigentlichen Ursachen für das Beziehungsaus sind häufig andere. Ich wiederhole: häufig, nicht immer.

Was die fünf häufigsten Ursachen für ein Beziehungsaus sind, möchte ich im Folgenden erklären.

Sicherlich gibt es auch Beziehungen, deren Trennung eine ganz andere Ursache haben, doch es ist gut möglich, dass eine dieser fünf Ursachen auch der Grund für deine letzte Trennung ist. Und falls nicht, findest du vielleicht heraus, warum die Beziehung deiner besten Freundin gescheitert ist.

(Falls du gerade mit dem Gedanken spielst, deine Beziehung zu beenden, lies diesen Artikel:  7 klare Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest)

1. Zu viele Kompromisse bei der Partnerwahl

Einer der häufigsten Gründe, warum Beziehungen scheitern, ist, dass unser Partner schlichtweg nicht zu uns passt. Jede Beziehung erfordert zwar Kompromisse, sind jedoch die Differenzen zwischen zwei Menschen von Anfang an zu groß, wird es wahrscheinlich kein Happy End geben. Und auch kein Sonnenuntergang. Und nein, Konfetti auch nicht.

Das wir Beziehungen zu Menschen eingehen, die so gut zu uns passen wie Schokosoße zu Essiggurken, liegt häufig daran, dass wir emotional abhängig sind.

Wir sind unfähig alleine zu sein und brauchen die konstante Bestätigung und Anerkennung von einem Partner um uns gut zu fühlen. Wir suchen in unserem Partner nach Glück und Erfüllung, übersehen dabei aber, dass wir dafür selbst verantwortlich sind. Diese emotionale Abhängigkeit führt häufig dazu, dass wir uns auf jemanden einlassen, nur um nicht alleine zu sein, obwohl er nicht zu uns passt. Doch das führt zu ungesunden Beziehungen und Trennungen.

Führen wir eine Beziehung mit einem Menschen der nicht zu uns passt, liegt weniger ein Beziehungsproblem als ein Auswahlproblem vor.

2. Wir wollen für immer verliebt sein

Die Phase des Verliebtseins ist ein Ausnahmezustand unseres Gehirns. Das Verliebtsein selbst ist kein Gefühl, sorgt aber dafür, dass wir andere Gefühle verstärkt und vermindert wahrnehmen.2 Sind wir verliebt, werden ähnliche Gehirnbereiche aktiviert wie bei Drogensüchtigen. Menschen können tatsächlich auch süchtig nach dem Verliebtsein werden.3

Die Phase des Verliebtseins hält in der Regel sechs Monate bis drei Jahre an. In dieser Phase sind wir stark auf den Partner fixiert und sehen ihn wie auch die Beziehung häufig durch eine rosarote Brille mit Gläsern in Herzchenform.

Ich sehe überall Liebe!

Beziehungsaus 2

Ist dieser romantische Ausnahmezustand vorbei, sehen das viele Menschen als ein Zeichen dafür, dass es mit der Beziehung bergab geht. Doch letztendlich geht die Beziehung nur in eine neue Phase über, in der die romantische Verliebtheit einem Gefühl von Frieden, Zusammengehörigkeit und Ruhe weicht. Das Verliebtsein weicht dem Gefühl von Liebe, welche sich deutlich voneinander unterscheiden.4 Der Grund dafür ist, dass  unser Gehirn in dieser Phase von neuen Gehirnschaltkreisen vorangetrieben wird.5

Leider verwechseln viele Menschen das Verliebtsein mit Liebe und sehnen sich immer wieder nach diesem emotionalem Ausnahmezustand. Ist das Verliebtsein Gefühl vorbei und es ist Zeit, in eine neue Beziehungsphase überzugehen, beenden sie die Beziehung und suchen sich den Verliebtseinsrausch beim nächsten Partner. Man könnte sie als Verliebtseinjunkies bezeichnen.

Eine langfristige Beziehung ist keine Märchenwelt voller duftender Rosen und schillernder Regenbögen, in der wir mit unserem Partner auf einem Einhorn Richtung Sonnenuntergang reiten. Komm darüber hinweg.

3. Verschiedene Beziehungstypen

In den 50er Jahren entstand die Bindungstheorie. Hierbei handelt es sich um eine psychologische Theorie, die erklärt, warum und wie wir enge Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Die Bindungstheorie besagt, dass es verschiedene Beziehungstypen gibt und diese einen großen Einfluss darauf haben, zu welchen Menschen wir uns hingezogen fühlen und mit welchen typischen Beziehungsproblemen wir zu kämpfen haben.

Laut Psychologen gibt es vier verschiedene Beziehungstypen: Sicher, Vermeidend, Ängstlich und Ängstlich-Vermeidend.6

Zwar möchte keiner gerne in eine Schublade gesteckt und kategorisiert werden — schließlich wollen wir alle einzigartig und besonders sein — doch die Bindungstheorie wurde mittlerweile gut erforscht. Im Folgenden möchte ich die vier Beziehungstypen kurz erklären:

  1. Sicher
    Hierbei handelt es sich um Menschen, die kein Problem damit haben, Interesse und Zuneigung auszudrücken, mit Trennungen umzugehen und Nähe zuzulassen. Diese Menschen sind fähig alleine zu sein, Grenzen zu ziehen und ihrer Beziehung das richtige Maß an Bedeutung zuzuschreiben. Sichere Beziehungstypen geben die besten Partner ab.
  2. Vermeidend
    Vermeidende sind sehr unabhängige Menschen und ihr Freiraum ist ihnen extrem wichtig. Sie haben häufig Probleme mit zu viel Nähe und finden ausreden, sich nicht dauerhaft auf jemanden einzulassen. Männer tendieren eher zum Typ Vermeidend als Frauen.
  3. Ängstlich
    Ängstliche Beziehungstypen brauchen ständige Anerkennung und Bestätigung von ihrem Partner. Sie sind häufig besorgt um ihre Beziehung. Sie können nicht alleine sein, fühlen sich als Single nicht wohl und ihnen fällt es schwer, anderen zu vertrauen, selbst wenn diese Menschen ihnen nahe stehen. Ihr Verhalten ist häufig völlig irrational und sehr emotional. Frauen tendieren eher als Männer zum Typ Ängstlich.
  4. Ängstlich-Vermeidend
    Dieser Typ ist sozusagen das Schlechteste aus zwei Welten. Sie haben Angst vor Nähe und Bindung und gleichzeitig vertrauen sie auch keinem, der ihnen näher kommt. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ist Ängstlich-Vermeidend und diese Menschen haben häufig noch eine Menge andere emotionale Probleme.

Häufig treffen Eigenschaften von verschiedenen Beziehungstypen auf uns zu, wobei die Eigenschaften von einem Typ meistens hervorstechen. Jemand kann also zum Beispiel zu 70% vom Beziehungstyp Sicher sein, 20% vom Typ Ängstlich und 10% Vermeidend.

Der Beziehungstyp Sicher ist fähig, mit Ängstlichen wie auch Vermeidenden Menschen eine Beziehung zu führen, wobei er häufig Partner vom Typ Sicher bevorzugt. Ängstliche und Vermeidende Menschen kommen häufiger zueinander als Ängstliche mit Ängstlichen oder Vermeidende mit Vermeidenden. Ängstlich-Vermeidende hingegen haben häufig katastrophale Beziehungen mit anderen Ängstlich-Vermeidenden.

Den eigenen Beziehungstyp und den des (Ex)Partners zu kennen, kann Aufschluss darüber geben, warum die Beziehung gescheitert ist und kann uns dabei helfen, daraus zu lernen.  Zwar ist es ein langsamer und schwieriger Prozess, jedoch können wir durch Selbstreflexion unseren Beziehungstyp über die Zeit ändern.

4. Monogamie

In der westlichen Welt gehen viele davon aus, dass Monogamie der natürlichen Beziehungsform des Menschen entspricht. Laut einer wachsenden Anzahl an  Anthropologen und Evolutionsforschern ist Monogamie jedoch eine relative neue Beziehungsform. Vieles deutet darauf hin, dass Menschen Zehntausende von Jahren nicht monogam gelebt haben. Auch heutzutage ist Monogamie bei weitem nicht die einzige Beziehungsform, wenn auch die weitverbreitetste. (Mehr dazu in diesem Artikel der Welt.)

Monogamie ist also normal, ist sie aber auch natürlich? Ist der Mensch von Natur aus eher monogam oder polygam veranlagt? Die Antwort scheint irgendwo in der Mitte zu liegen.

Die Forschung suggeriert, dass gewisse Menschen monogam veranlagt sind während andere zur Polyamorie neigen. Verantwortlich für diese Differenzen sind vermutlich verschiedene Gene und Hormone.7

Dabei gibt es keine Differenzen zwischen den Geschlechtern: Frauen sind nicht stärker auf Monogamie gepolt als Männer.8 Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bis zu 10% der Väter nicht genetisch mit den Kindern verwandt sind, von denen sie glauben, dass es ihre eigenen sind.9

Es scheint also so, dass gewisse Menschen von Natur aus eher monogam sind und andere eher — na ja, eben ein wenig Abwechslung genießen.

Viele monogame Beziehungen leiden unter Seitensprüngen. Dass Menschen fremdgehen, hat verschiedene Gründe. Einer ist, wie wir gerade gesehen haben, dass sie eher polyamor veranlagt sind. Ein weiterer  ist sexuelle Unzufriedenheit. Sind wir mit dem Sex in der Beziehung nicht zufrieden, holen wir uns woanders das, was wir zu Hause nicht bekommen. Männer gehen im übrigen nicht häufiger fremd als Frauen, das Fremdgehen betrifft also beide Geschlechter gleichermaßen.10

Häufig werden Seitensprünge totgeschwiegen oder stillschweigend hingenommen und es wird so getan, als wäre alles in bester Ordnung. Es ist sicherlich alles andere als einfach, dieses pikante Thema anzusprechen, doch meines Erachtens gibt es erwachsenere Alternativen als Probleme unter den Beziehungsteppich zu kehren.

Zum einen können wir klären, ob unserem Partner sexuell etwas in der Beziehung fehlt. Zum anderen gibt es viele verschiedene Beziehungsmodelle, die eine Alternative zu einer monogamen Beziehungen darstellen. Dabei muss eine nicht monogame Beziehung nicht gleich bedeuten, dass wir mit jeden ins Bett hüpfen, auf den wir gerade Lust haben. Auch in offenen Beziehungen gibt es häufig gewisse Regeln. Mehr über das Thema erfährst du in diesem Artikel über offene Beziehungen.

5. Wir leben uns auseinander

Egal, wie gut unser Partner anfänglich zu uns gepasst hat, entwickeln wir uns danach in verschiedene Richtungen und die persönlichen Differenzen werden zu groß, kann das zum Beziehungsaus führen. Liebe überwindet vieles, aber nicht alles.

Es ist uns nicht immer bewusst und manchmal wollen wir es vermeiden, doch wir Menschen verändern uns mit der Zeit. Heraklit von Ephesus — auch als der weinende Philosoph bekannt — sagte schon 500 v. Chr.:

„Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel.“

Erfahrungen die wir machen, neue Menschen die wir kennenlernen und vor allem die Probleme und Herausforderungen, mit denen wir zu kämpfen haben, führen dazu, dass wir uns entwickeln und verändern. Über die Zeit hinweg können sich unser Ziele, Werte, Ansichten und Interessen verändern und sind unter Umständen nicht mehr mit denen des Partners und der Beziehung kompatibel.

Vielleicht realisiert eine Frau mit Mitte vierzig, dass sie sich ihr Leben lang nur für andere aufgeopfert hat und entschliesst sich dazu, mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten. Diese große persönliche Veränderung hat natürlich auch Folgen für die Beziehung. Dem Mann wird das neue Verhalten seiner Frau merkwürdig,  fremd oder sogar selbstlos und egoistisch vorkommen.

Der Bewusstseinsprung dieser Frau hat zwei mögliche Konsequenzen:

  1. Der Mann versteht die persönliche Entwicklung und Entfaltung seiner Frau und unterstützt diese. Er wie auch die Beziehung entwickeln sich weiter. Es gibt Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy End.
  2. Der Mann versteht die Entwicklung seiner Frau nicht. Er möchte nur, dass alles beim alten bleibt, was jedoch nicht mehr möglich ist. Die Beziehung wird wahrscheinlich enden.

Häufig ist es schwierig zu entscheiden, welche Kompromisse wir für eine Beziehung bereit sind einzugehen. Anders als uns die Werbeindustrie vormacht, können wir leider nicht alles haben. Egal, in welche Richtung wir uns entwicklen, früher oder später erreichen wir sehr wahrscheinlich einen Punkt in der Beziehung, in der wir etwas aufgeben müssen, was uns wichtig ist. Oder uns zumindest wichtig erscheint.

Worauf du bereit bist, für eine Beziehung zu verzichten, musst du selbst entscheiden. Doch auch wenn wir in einer Beziehung Kompromissbereit sein sollten, dürfen wir für eine Beziehung niemals unsere eigene Integrität verletzen. Es gilt also den schmalen Grad zwischen Kompromissbereitschaft und dem Bewahren der persönlichen Integrität zu finden.

Ein Beziehungsaus ist immer auch eine Chance

Bei all den Schmerzen und der Trauer die ein Beziehungsaus mit sich bringt, birgt sich auch eine Chance zur Entwicklung. Betrachten wir unsere vergangene Beziehung etwas genauer können wir daraus viel über uns selbst und unser Verhalten lernen.

Statt unseren Expartner zu verfluchen und ihn als egoistischen Arschloch oder dumme Schlampe zu bezeichnen, sollten wir überlegen, was wir falsch gemacht haben und was wir das nächste Mal besser machen können. Ja, das bedeutet Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Werd erwachsen.

Vielleicht sollten wir anfangen, nicht mehr so viel Anerkennung und Bestätigung in unserem Partner zu suchen. Vielleicht sollten wir unser Konzept von Liebe und Beziehung überdenken. Vielleicht sollten wir überlegen, was für ein Beziehungstyp wir sind und ob wir uns verändern möchten. Vielleicht sollten wir in Betracht ziehen, dass Monogamie für uns nicht zu funktionieren scheint. Oder vielleicht sollten wir uns klarmachen, dass wir in einer Beziehung auch Kompromisse eingehen sollten und eventuell auf etwas verzichten müssen.

Letztendlich sehe ich das Thema Dating und Beziehung so: wir ziehen das an, was wir sind. Sind wir zufrieden, selbstständig, eigenverantwortlich und emotional gesund, ziehen wir auch solche Partner an. Sind wir unzufrieden, abhängig, übernehmen keine Verantwortung und sind ein emotionales Wrack, dann ziehen wir — na ja, du weißt die Antwort.

Wir sollten also anfangen, an unserem eigenen Gefühlsleben zu arbeiten, offen und ehrlich zu kommunizieren und lernen, Grenzen zu setzen. Dann werden wir auch den richtigen Partner anziehen und es wird Konfetti, Sonnenuntergänge und ein Happy End geben.

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  1. Statista (2015). Scheidungsquote in Deutschland von 1960 bis 2013
  2. Aron, A.; Fisher, H.; Mashek, D.J.; Strong, G.; Li, H. & Brown, L. L. (2005). Reward, motivation, and emotion systems associated with early-stage intense romantic love. J Neurophysiol. 2005 Jul;94(1):327-37. Epub 2005 May 31.
  3. Brizendine, L. (2008). Das weibliche Gehirn: Warum Frauen anders sind als Männer.
  4. Wulf, C. & Mees, U. (2009). Liebe und Verliebtsein. In V. Brandstätter & J. H. Otto (Hrsg.), Handbuch der Allgemeinen Psychologie – Motivation und Emotion (S. 596-604)
  5. Leckman, j. F. & Mayes, L. C. (1999). Preoccupations and behaviors associated with romantic and parental love. Perspectives on the origin of obsessive-compulsive disorder. Child Adolesc Psychiatr Clin N Am 1999 Jul;8(3): 635-65
  6. Bartholomew, K., Kwong, M. J., & Hart, S. D. (2001). Attachment. In Handbook of personality disorders: Theory, research, and treatment (pp. 196–230). New York, NY, US: Guilford Press.
  7. Gray, P. B.; Campbell, B. C.; Marlowe, F. W.; Lipson, S. F. & Ellison, P. T. (2004). Social variables predict between-subject but not day-to-day variation in the testosterone of US men. Psychoneuroendocrinology. 2004 Oct;29(9):1153-62.
  8. Hrdy, S. B. (1997). Raising Darwin’s consciousness : Female sexuality and the prehominid origins of patriarchy. Hum Nat. 1997 Mar;8(1):1-49. doi: 10.1007/s12110-997-1003-9.
  9. Baker, R.R., & Bellis, M.A. (1993). Human sperm competition: Ejaculate adjustment by males and the function of masturbation. Animal Behaviour, 46, 861–885
  10. Ragnar Beer  (2008). Studie im Projekt „Theratalk“ der Göttinger Georg-August-Universität
25 Kommentare
  1. Jasna
    Jasna says:

    Wir ziehen eben nicht das an was wir sind. Hat sich in keiner meinen Beziehungen bestätigt. Ich persönlich ziehe bisher immer das an was ich nicht bin, um auf diese Art und Weise zu entdecken wer ich bin und was ich brauche. Man muss tiefer schauen… Uns wird seit Kindheit vorgaukelt wer wir sind. Danach gibt es nur die Entauschungen weil man mit fremden Maßstäben lebt und keine persönliche Erfühlung findet. Mit dem Entäuschungen lernen wir wer wir sind und machen keine faule Kompromisse mehr nur um andere ( die wir nicht sind und nicht sein können) zufrieden zu stellen. Eben dann in intime Beziehungen reinzutreten wenn wir mit anderen wirklich zufrieden sind. Sonst halt Freundschaft bzw. Bekantschaft aber keine Intimitäten einer partnerschaftlichen Beziehung. Wie lang der warte Zeit wird spielt in dieser Ewigkeit keine Rolle. Wielleicht eben nicht in diesem Leben, vielleicht im zehnten Leben danach. So meiner Erfahrung nach… Liebe Grüße Jasna

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Jasna,
      dann haben wir schlichtweg andere Erfahrung gemacht. Das wir aber generell dazu tendieren, Menschen mit ähnlichen Werten, Ansichten und Lebensstilen anzuziehen wie wir sie haben, ist mittlerweile auch wissenschaftlich bestätigt.
      LG

      Antworten
    • Ben
      Ben says:

      Da bin ich bei dir, Jasna.

      Ich glaube ihr habt aber beide „Recht“. 😉

      Denn klar verlieben wir uns oft, weil wir ein wenig mehr so sein/werden wollen wie unser Partner.

      Gleichzeitig ist es unglaublich wichtig aus meiner Erfahrung um eine „echte Beziehung“ zu führen, dass eine gewisse gemeinsame Realität existiert. Nicht umsonst sind berühmte Schauspieler oft mit anderen berühmten Schauspielern zusammen, Künstler mit Künstlern und Schriftsteller mit Schriftstellern. Ich glaube hier spielt es eine Rolle, dass wir uns wenn wir ähnliche Erfahrungen machen einfach besser verstehen können als Partner gegenseitig – und das ist jedenfalls für mich in einer Beziehung enorm wichtig dieser Teil des „mich-verstanden-fühlens.“

      Cheerio ihr zwei und cooler Artikel, Anchu!

      Ben

      Antworten
      • Anchu Kögl
        Anchu Kögl says:

        Hi Ben,

        danke.

        Das ist eine schöne Ergänzung. Häufig bewundern wir gewisse Eigenschaften an unserem Partner, die wir nicht haben. Doch wie du auch sagst, suchen wir uns meistens Partner, die eine ähnliche Realität haben wie unsere. Auch passiert es selten, dass zwei Menschen in einer Beziehung landen, die ein völlig anderes Bewusstseinslevel haben.

        LG

        Antworten
        • Michael
          Michael says:

          Hallo

          Also ich stehe ganz klar hinter Anchu´s Meinung.

          Mich interessieren ausschließlich Frauen, die mir größenteils ziemlich ähnlich sind. Weil wie soll ich mich letztlich auch mit einem Partner verstehen, der eine völlig andere Weltanschauung hat, und für den ganz andere Dinge im Leben zählen?
          Das führt häufig zu gegenseitigem Unverständnis und letztlich zu Frust und dem Ende der Beziehung. Man möchte in einer Beziehung verstanden werden und auch selbst sein Gegenüber verstehen, das wird bei grundverschiedenen Menschen aber nie klappen.

          MfG.

          Antworten
          • Anchu Kögl
            Anchu Kögl says:

            Ja.
            Ich denke, dass es auch oft genau diese großen Differenzen zwischen zwei Menschen sind, die eine Beziehung unnötig komplizieren.
            Ausnahmen gibt es natürlich immer – sicherlich gibt es auch Paare, die an sich grundverschieden sind und eine schöne Beziehung führen.

    • Manfred
      Manfred says:

      Es stimmt wohl beides. Gleich und Gleich gesellt sich gern und Gegensätze ziehen sich an. Meine Erfahrung entspricht der von Anchu. Ich hatte einige Beziehungen und 2 gescheiterte Ehen. Meine 1. Ehe war ein Fehler, meine 2. nicht. Es ist daran gescheitert, dass wir beide zu dumm waren es richtig zu machen. Genau wie Anchu sagt. Es war zu wenig Sex und mangelnde Kommunikation. An der Wandfarbe des Gästezimmers ist es nicht gescheitert:). Und ich absolut davon überzeugt, dass man nur als „sicherer“ Beziehungstyp in der Lage ist eine dauerhaft „erfolgreiche Beziehung zu führen. Aber an diesen Punkt muss man erst einmal kommen. Ich habe dafür immerhin 56 Jahre gebraucht. Aber soll ja auch Menschen geben, wie Anchu, die es früher kapieren.

      Antworten
      • Anchu Kögl
        Anchu Kögl says:

        Hi Manfred,

        konntet ihr euch auf eine gemeinsame Wandfarbe fürs Gästezimmer einigen und seit ihr das Problem entgangen, da ihr kein Gästezimmer habt? 🙂

        Das ich über diese Themen schreibe, bedeutet nicht, dass ich nicht meine eigenen Baustellen habe. Auch ich arbeite daran, mich mehr und mehr zu einem sicheren Beziehungstyp zu entwickeln.

        Manfred, lieber spät als nie! Immerhin hast du jetzt schon viele erkannt. Viele Menschen fehlt diese Einsicht vollkommen.

        LG

        Antworten
    • Frank-Rüdiger Wasserscheidt
      Frank-Rüdiger Wasserscheidt says:

      Meine Erfahrung mit dem Prinzip „Gleiches zieht Gleich an
      (oder auch 4. hermetisches Prinzip/ Resonanzprinzip) ist,
      daß mir genau das im Aussen wieder gespiegelt wird,
      was ich im Inneren als Schatten weg gesperrt und vergessen habe
      (Schattenprinzip Debbie Ford).
      Besonders bei meiner Partnerwahl .
      Weil ich es selbst nicht lebe
      Und daher im anderen suche.

      Antworten
  2. Marcel
    Marcel says:

    Hi Anchu,

    sehr gelungener Artikel. Meines Erachtens besonders diese Kleinigkeit:

    „Das Verliebtsein weicht dem Gefühl von Liebe, welche sich deutlich voneinander unterscheiden.“

    Mir ist es schon passiert, dass Aufgrund dieser Tatsache meine letzte Beziehung und auch, meiner Einschätzung, schon die von Freunden auseinander gegangen sind. Leider sehr schade wie ich finde und daher auch nicht zu unterschätzen.

    Grüße aus Berlin

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Marcel,
      danke.
      Während Liebe sicherlich eines der schönsten und wichtigsten Dinge in unserem Leben sind, führt sie auch häufig zu falschen Erwartungen, falschen Vorstellungen und Enttäuschungen.
      LG

      Antworten
  3. the BEAT
    the BEAT says:

    Hey Anchu-ich finde es toll, wie Du Dich mit dem Thema auseinandersetzt! Meine beziehungsspezifische, vielfältige Erfahrung sieht so aus: Der Mensch ist eine Einheit aus Körper, Geist und Seele. Dazu kommt die universelle Tatsache, dass wir Alle Eins und Eins Alle sind. Alles was ich aussende, strahlt auf mich zurück, auch die unangenehmen Dinge eben.

    Das bedeutet nichts anderes, als dass das Resonanzprinzip von Ursache und Wirkung für Jeden hier auf dieser wunderschönen Welt gilt! Ich bin also immer genau mit dem Menschen zusammen, von dem ich was lernen könnte oder eben auch Erfahrung weitergeben kann, sofern mein Gegenüber bereit ist, diese auch anzunehmen und aus Beziehungskonfliktsituationen zu lernen.

    Es ist doch das vom Verstand kreierte Ego, welches bei diesem Entwicklungsprozess oft im Weg steht und die Dreieinigkeit „überstimmt“ bzw. beiseite schiebt. Es braucht schon eine hohe Bewusstseinsstufe, dass nach dem Verliebtsein eine tiefere Liebe entsteht und beide Partner den höheren Sinn, den Wert der Beziehung auch schätzen und pflegen. Oft ist es einfach auch so, dass Liebe rein aus sexueller Anziehung entsteht und dann verblasst wie ein Papyrus im prallen Sonnenlicht.

    Viele Menschen erkennen daher auch nicht den Unterschied zwischen wirklicher Liebe und einander „gern“ haben und huschen dann internetmässig von einem Date zum anderen mit der Hoffnung, dass Ihnen der aktuelle Bettpartner ihre Defizite auf persönlicher Ebene reduzieren kann und das Glück bzw. die Zufriedenheit bringt, die ihnen fehlt.

    Ausserdem werden Liebes-Sexbeziehungen viel zu viel Bedeutung gegeben und darum kann’s oft anstrengend werden, was wiederum zu vermeidbaren Trennungen führt. Wenn die Menschen sich die Erfüllung unabhängig von einem Partner geben, sich also wirklichen Sinn und Bedeutungsvolles im Leben schenken, dann hört der Beziehungsknatsch auf, weil eben Anderes wichtiger ist … 🙂 Wie das in der Praxis funktioniert? Wenn es wirklich interessiert und bereit ist, in Gemeinschaft, Liebe und Solidarität miteinander zu leben, kann sich gerne bei mir melden … 🙂

    Hey Anchu, bist Mal in der Schweiz Nähe Bern? Dann sitze ich doch gerne mit Dir zusammen und bespreche das Thema en Detail mit Dir persönlich … 🙂 Big Greetz-the BEAT

    Antworten
  4. Sebastian
    Sebastian says:

    „Ich persönlich leide nach jeder Trennung wie ein Hund“

    Auch wenn es jetzt blöd klingt, aber schön, das von dir zu hören!
    Ich frage mich momentan, wie man die Kraft aufbringen kann, wieder auf Frauen zuzugehen, wenn es (jedesmal) tiefe Wunden gibt. Es braucht doch Zeit, bis diese heilen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Sebastian,

      das stimmt, es braucht Zeit. Und die Zeit nehme ich mir (meistens).

      Doch auch wenn es weh tut, macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, sich emotional zu verschließen und sich nicht mehr auf neue Menschen einzulassen.

      Wie können negative Gefühle und Erfahrungen nicht vermeiden, aber wir können lernen, besser damit umzugehen.

      LG

      Antworten
  5. Stefan Jesse
    Stefan Jesse says:

    Hi Anchu,
    du schreibst wunderbar tiefgehende Artikel in einer Weise, die jeder versteht… 🙂

    Es gibt sicherlich die Einteilung der Psychologie in verschiedene Beziehungs- oder Bindungstypen. Doch ich beobachte immer wieder, dass wir fast alle starke, innere Verletzungen in unserer Kindheit erlitten haben. Die einen mehr, die anderen weniger. Den einen sind sie bewusster, den anderen weniger. Es gibt scheinbar Beziehungen, die sicher erscheinen, nach außen, doch bei genauerem Hinsehen wirkt diese Sicherheit manchmal „arrangiert“.

    Meine Vermutung ist, dass wir uns viel weniger bewusst einen Partner aussuchen können, als wir denken. Denn unsere innere Struktur bestimmt, auf wen wir „abfahren“.., Denn unsere sogenannte „bessere Hälfte“ repräsentiert oft unsere eigene „Schattenseite“, also den von uns nicht gelebten Anteil. Denn nur so können wir ihm begegnen, denn „freiwillig“ wollen wir ihn oft nicht sehen… 🙂

    Und richtig, wie du es schreibst: Es gibt keinen „Ponyhof“ und keine „romantischen Ritte auf einem Einhorn in den glühend-roten Sonnenuntergang“. Keine (lebbare) Liebe bleibt konstant romantisch und konfliktfrei…

    Es kommen IMMER und bei Beiden alle und vor allem alte Ängste hoch… Und je mehr und je tiefer der Partner einen berührt, desto intensiver können eben auch die Ängste sein. Doch es sind immer die ALTEN Ängste und Schmerzen, die da angerührt werden, der Partner ist in der Regel nur der Auslöser, nie der Verursacher! . Und eben das ist sinnvoll, obwohl es auf den ersten Blick so „schmerzhaft sinnlos“ erscheint… Doch nur der Kontakt mit diesem Partner kann uns ja unsere Ängste bewusst machen, sodass wir nicht nur wissen, dass wir sie haben, sondern unsere Ängste auch spüren! Und das ist wichtig. Denn nur, was wir spüren, können wir auch auflösen.

    Die alten Ängste sitzen in uns, meist aus den Zeiten der Kindheit.. Unerlöst. Und so lange wir selbst sie nicht anrühren, erscheint es uns, als wären wir von Ihnen befreit. Doch wir sind es nicht. Diese alten Ängste sind die „Dämonen“, die unseren allerheiligsten Schatz bewachen, von dem wir so lange nicht wissen, dass er in uns auf uns wartet, bis wir befreit in unserer ganzen Fülle erblühen… Doch vorher müssen wir die „Dämonen besiegen“, das heisst, unsere Ängste erlösen… Und das kann nicht im Kampf geschehen, sondern bedarf anderer Qualitäten. Ruhe, Annahme, Geduld, Zuversicht und Selbst-Liebe sind einige davon.

    Da wir selber unsere alten Ängste nicht sehen wollen, oder können, BRAUCHEN wir „Hilfe“, um dennoch konfrontiert zu werden. Denn sonst würden wir ewig fliehen und es käme nie zu einer Erlösung in uns selbst! Da kommt die Liebe, bzw das Verliebtsein ins Spiel… Denn nur ein intensives Hingezogen-fühlen zu einem Menschen löst einerseits diese Ängste aus und bewirkt andererseits, dass wir nicht SOFORT die Flucht ergreifen, sondern uns (mit unserer Angst) auseinandersetzen… (Auch die schnelle „Flucht“ geschieht allzuoft, wir haben es selbst erlebt)

    Doch wir können nur zu wahrhaft liebenden Menschen werden, wenn unsere Ängste erlöst sind! Liebe kann nur angstfrei seiend bestehen! Liebe und Angst schließen einander aus!
    Es gibt nur Angst. Oder Liebe.

    Deshalb ist es so wichtig, unsere Ängste zu erlösen. Deshalb ist es so wichtig, es auch zuzulassen, auf Menschen zu treffen, die einen tief und schmerzhaft berühren. Auch wenn unsere Vorstellung(!) immer von dem Wunsch nach „Harmonie und Problemfreiheit“ geprägt ist und wir glauben, wenn das nicht gegeben sei, dann sei es nicht „richtig“ und wor müssten uns sofort jemand anders suchen.
    Doch das stimmt eben nicht immer. Natürlich gibt es Grenzen, die sofortigen Abbruchs bedürfen, wie Gewalt und vorsätzliche Machtmanipulation.
    Doch wenn wir wirklich erlöste Liebende werden wollen, so geht dies nicht, indem wir einfach nur einer „Idee von Partnerschaft folgen“. Denn Liebe ist Transformation. Und Transformation ist Wandlung. Und Wandlung ist Entwicklung. Und Entwicklung geschieht immerfort nur gegen einen Widerstand. Evolution ist Ordnung. Und Ordnung entsteht als Gegenkraft aus dem Chaos. Liebe ist Licht (in das Dunkel zu bringen)

    Somit werden wir in intensiven Liebesbeziehungen IMMER mit unseren größten, alten Ängsten konfrontiert werden! Immer! Oder aber wir entscheiden uns für eine „Liason“, die uns nicht tief berührt, somit keinen Schmerz auslöst, uns jedoch auch niemals Glück und Erfüllung schenken wird.

    Wir wollen immer Schmerz vermeiden. Das ist vollkommen natürlich und evolutionsbiologisch so in uns angelegt. Deshalb glauben wir, wenn Beziehungen schmerzhaft werden, dass sie „nicht gut für uns“ seien, oder der Partner nicht gut für uns sei. Doch da gilt es, genau hinzuschauen. Manchmal ist es auch genau andersherum.

    Wir suchen alle nach „dem Einen, oder der Einen“, der, oder die uns glücklich macht… Den, oder die gibt es nicht. Doch es gibt den Einen, oder die Eine, mit dem oder der wir die Chance haben, das wahrhaft große Abenteuer zu bestehen, gemeinsam durch unsere Ängste hindurchzugehen, bis sie in uns erlöst sind, sodass die „Dämonen“ die Tore zu unserem tiefsten Schatz wieder freigeben, und wir unser Glück in uns selbst wiederfinden…

    Dazu braucht es Mut. Und ein scharfes Schwert. Nicht im Außen, sondern im Innen. Um klar trennen zu können.

    Das ist das Abenteuer Liebe, zu dem wir aufgerufen sind und das nur bestehen kann, wer vertrauensvoll seinem Herz hinaus in die unabsehbare Weite des Lebens folgt.

    Antworten
    • Sagittaria
      Sagittaria says:

      Hi Stefan,
      Deine Worte haben mich tief bewegt. Ich befasse mich gerade sehr intensiv mit all den Themen, da auch ich vor wenigen Wochen verlassen wurde, von einem „Vermeider“, wie ich glaube. Wir hatten eine enorm intensive Beziehung, die Anziehungskraft war von der ersten Sekunde an überwältigend, ich habe es als karmisch empfunden. Aber in jedweder Situation, in der der besagte Spiegel zum Einsatz kam, ergriff er die Flucht. Ich glaube seine tiefsitzenden Ängste zu kennen, aber er lässt mich nicht an sich ran… Vor dem Spiegel läuft er davon. Ich bin überzeugt davon, dass wir das Glück tatsächlich nicht im Außen finden, aber für unsere persönliche Entwicklung benötigen wir dieses Spiegeln im Anderen. Aber offenbar ist er dafür womöglich noch nicht bereit…

      Ich kann nur allen wünschen, dass sie ihr Herz öffnen. Man vergibt sich sonst so viel echte Nähe, Freundschaft und Liebe. Ich musste das auch lernen, habe aber dadurch nur gewonnen – auch wenn es einen verletzbarer macht.

      Viele Grüße und lieben Dank auch an Dich, Anchu!

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  6. Psychologe
    Psychologe says:

    Das nenne ich Küchenpsychologie! Alter Falter, wer wissenschaftlich erforscht haben soll, dass unterschiedliche Bindungstypen so oder anders gut zusammenpassen, müsstest aber bitte mal belegt werden!
    Überhaupt: wie auf dieser Seite psychologische Forschung im totalen Freistil mit subjektiven Eindrücken zu einem Pseudoratgeber vermengt wird – insbesondere natürlich verdichtet in dem Versprechen nach dem Lesen des 35€-Ratgebers jede Frau der Welt vögeln zu können, ganz gleich wie hässlich man ist – ist schon schamlos!

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Die Bindungstheorie ist mittlerweile gut erforscht. Das kannst du gerne googlen. In dem Wikipedia Artikel findest du auch einige Quellen zum Nachlesen. Hier ist der Artikel: https://de.wikipedia.org/wiki/Bindungstheorie
      Und falls es dich wirklich interessiert, hier noch ein wissenschaftliches Buch dazu:
      http://www.amazon.de/Die-Bindungstheorie-Grundlagen-Forschung-Anwendung/dp/3608946284

      Ich merke aber, du willst anscheinend nur ein wenig Frust ablassen und pöbeln. Falls du mein Buch oder meine Artikel wirklich Lesen würdest, würdest du nicht schreiben, dass ich behaupte, dass ein Mann jede Frau haben kann. Ich schreibe nämlich genau das Gegenteil.

      Und auch in diesem Artikel unter Punkt 1 erkläre ich, dass die wenigsten Menschen zueinander passen und das es darum geht, jemanden zu finden, der wirklich zu einem passt.

      Ich schreibe aus dem Leben. Ich schreibe über Erfahrungen, die echte Menschen im echten Leben machen. Und einiges davon deckt sich mit der Forschung. Deshalb die Quellen.
      LG
      p.s. Falls mich nicht alles täuscht, hast du schon mal meine „Küchenpsychologie“ in einem Artikel kritisiert. Wenn dich meine Artikel nicht ansprechen, warum liest du sie dann? Hast du mit deiner Zeit nichts besseres anzustellen?

      Antworten
      • Sunshine
        Sunshine says:

        Hallo Anchu,
        vielen Dank für Deine tollen Beiträge und Inspirationen. Lasse Dich nicht ärgern von solchen mießepetrigen Patronen – die haben selbst noch viel zu lernen in ihrem Leben, aber manche lernen es natürlich auch nie.
        Anfrage: Wenn man auch auf andere Kommentare antwortet – kann/darf man da auch E-Mail-Adr. zwecks evtl. Austausch hinterlassen?
        Liebe Grüße
        Sunshine

        Antworten
  7. Ümit
    Ümit says:

    Nach dem ganzen saß ich wirklich 8minuten vor mir hin und habe darüber nachgedacht, was ich denn grade gelesen habe. Selten lese ich solch lange Artikel, jedoch schockierten mich die Zahlen zu beginn wirklich extrems. Die Scheidungsrate bei ca. 50%, seit dem Jahr 2000 ist wirklich unfassbar hoch…
    Die Problematik wurde hier daher sehr gut aufgefasst und erklärt! Was ein richtiger Schritt in die richtige Richtung ist! Top gemacht!

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    • Eine Soziologin :-)
      Eine Soziologin :-) says:

      Naja, dass die Scheidungsrate in den letzten Jahren so stark angestiegen ist, hängt aber auch mit anderen sozioökonomischen Faktoren zusammen (z.B. damit, dass Frauen nun stärker emanzipiert sind und beispielsweise berufstätig sind und damit nicht mehr finanziell abhängig von ihrem Ehemann). Darüber hinaus werden geschiedene heutzutage nicht mehr so stark stigmatisiert. Hinzu kommt noch, dass ganz viele Leute überhaupt nicht mehr heiraten, die aber vielleicht sehr gute Beziehungen führen, während diejenigen, die dennoch heiraten oft diejenigen sind, die es eher unüberlegt tun. Das beeinflusst Statistiken natürlich auch.
      Ich glaube, das heutzutage Beziehungen und Ehen einfach ehrlicher sind als früher, nicht, dass die sie wirklich schlechter geworden sind. Früher hat man halt geheiratet und dann war das so. Aber wie oft waren diese Ehen schlecht und man hatte sich einfach nichts mehr zu sagen, ist nur aus Bequemlichkeit und Anstand zusammen geblieben? Aber dennoch gebe ich dir Recht: Es gibt generell einen Trend dahin, dass wir zwar immer mehr Möglichkeiten haben, uns aber wieder rum nicht festlegen wollen (Das fängt bei der Wahl des Shampoos an und hört bei Beziehungen auf :-), wobei das nachweislich unglücklich macht. Lieben Gruß

      Antworten

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