Die merkwürdige Kraft der Verletzlichkeit

Vor einigen Wochen war ich in Athen. Ich bin an einem Samstagabend angekommen und da ich keine Menschenseele kannte, bin ich abends  alleine in eine Bar.

Dort sprach ich eine süße Griechin an.

Keine Spielchen, keine Masken, kein Getue.

Wir verstanden uns auf anhieb gut und nach ein paar Stunden hatten wir das Gefühl, wir kennen uns seit Ewigkeiten. Sie vertraute mir ein großes Geheimnis an, das selbst ihre besten Freunde nicht kannten.

Doch warum? Warum vertraut sie mir nach ein paar Stunden so sehr und warum hatten wir beide das Gefühl, wir kennen uns seit Ewigkeiten?

Weil wir uns verletzlich gemacht haben.

Ich war offen und ehrlich, habe ihr von meinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten erzählt. Ich habe nichts zurückgehalten, nichts versteckt und alles riskiert. Ich habe jegliche Maske abgenommen. Und dadurch konnte sie es auch.

Verletzlich zu sein bedeutet, sich selbst und anderen einzugestehen, dass man nicht vollkommen ist. Wir haben nicht alle Antworten, wir sind nicht immer stark und souverän, wir haben Schwächen, wir fühlen uns manchmal verloren und wissen nicht mehr weiter. Das ist menschlich.

Du denkst gerade, dass du schon verletzlich bist? Ich meine hier nicht das Eingestehen von oberflächlichen Ängsten und Zweifel, die du ohne mit der Wimper zu zucken anderen erzählst.

„Ich muss schon zugeben, ich bin ganz schön nervös, wenn ich vor hundert Menschen eine Rede halten muss.“

Darauf scheiße ich. Das ist keine Verletzlichkeit. Verletzlichkeit ist, wenn du die Schattenseiten preisgibst, die du dir selbst kaum eingestehen kannst.

Klingt einschüchternd? Ja, das ist es auch. Doch es ist auch befreiend und der Schlüssel zu Selbstannahme und zu tiefen und bedeutungsvollen Beziehungen, egal, welcher Art.

Das Problem an Verletzlichkeit ist, dass wir die ungeschminkte Wahrheit und Offenheit anderer mögen, gleichzeitig fürchten wir uns aber davor, unsere eigene Wahrheit ans Licht zu bringen.

Wir glauben, unsere Ängste und Probleme sind einzigartig. Letztendlich teilen wir aber alle ähnliche Ängste, Zweifel und Sorgen, egal, ob wir Mann oder Frau, jung oder alt, reich oder arm, attraktiv oder unattraktiv sind. Doch das vergessen wir all zu oft und fürchten uns davor, dass wenn unser Gegenüber erst mal unsere dunklen Seiten und Schwächen kennt, Reißaus nehmen wird.

In den meisten Fällen passiert jedoch genau das Gegenteil.

Machen wir uns verletzlich und öffnen uns, wird es unser Gegenüber auch tun. Dadurch entsteht Vertrauen, Nähe und emotionale Verbundenheit.

Es sind die Schwächen, Ängste und Zweifel des anderen mit denen wir uns identifizieren können, weniger seine Stärken, sein Lebenslauf oder die Marke seiner Unterwäsche.

Die intimsten Dates, den intensivsten Sex, die schönsten Augenblicke und die größte Vertrautheit mit Frauen hatte ich, als ich mich verletzlich zeigte.

Machen wir uns verletzlich, versuchen wir nicht mehr, anderen etwas über uns vorzuenthalten. Wir versuchen nicht mehr, anderen ein bestimmtes Bild von uns zu vermitteln. Wir versuchen nicht mehr, andere zu beeindrucken.

Wenn wir uns verletzlich zeigen, nehmen wir unsere Masken ab, da wir nichts mehr verstecken müssen. Dadurch verringern sich auch viele unserer Ängste und Minderwertigkeitsgefühle im Umgang mit anderen.

Viele Männer haben Probleme damit, fremde Frauen anzusprechen. Es fehlt ihnen an Verletzlichkeit. Gestehen sie sich ein, dass sie nervös sind, dass sie Angst haben, dass sie sich eventuell gleich zum Idioten machen und dass sie keine Kontrolle darüber haben, wie die Frau reagieren wird,  können sie ihre Ansprechangst überwinden. Wollen sie hingegen furchtlos, cool und souverän sein, wird die Angst nur noch stärker.

Viele Frauen haben beim Sex Probleme sich fallen zu lassen. Auch ihnen fehlt es an Verletzlichkeit. Gestehen sie sich ein, dass sie nicht perfekt aussehen (wer tut das schon?), dass sie gerade die Kontrolle abgeben und dass sie von dem Mann verurteilt werden können, werden sie entspannter sein und sich mehr fallen lassen.

Frauen die sich verletzlich machen, genießen Sex mehr und haben leichter Orgasmen (dafür gibt es leider keine wissenschaftliche Quelle, du musst also meiner lächerlichen Erfahrung vertrauen).

Ich erinnere mich an eine Frau, die keinen Sex auf allen vieren wollte. Als ich sie fragte warum, war sie bestürzt. Nach geraumer Zeit vertraute sie mir an, dass sie sich auf allen vieren nicht sexy finde (was gibt es schöneres und erregenderes als eine Frau auf allen vieren?). Als sie mir das anvertraute, verschwand ihre Scham fast automatisch und ab dem Moment liebte sie Sex auf allen vieren.

Verletzlichkeit macht uns stark und selbstsicher, weil es uns die Angst vor unseren Schattenseiten nimmt. Wenn wir zu unseren Schwächen und Ängsten stehen, fürchten wir uns weniger davor, von anderen dafür verurteilt zu werden.

Wenn ich mich verletzlich mache, öffne ich mich emotional, lerne meine Schattenseiten kennen, bin ehrlich zu mir selbst und mache mein Selbstbild nicht von anderen abhängig. Ich zeige mein Innerstes und kann damit leben, wenn es anderen nicht gefällt.

Mit dem Schreiben dieses Artikels mache ich mich gerade verletzlich.

Ich zeige, was in mir vorgeht und jeder kann mich und meinen Artikel öffentlich kritisieren. Natürlich wünsche ich mir, dass dir der Artikel gefällt. Doch tut er das nicht, kann ich damit leben. Ich muss weder dir noch jemand anderem etwas beweisen.

Vor kurzem erhielt ich eine E-Mail von einem jungen Mann, der mit seiner jetzigen Freundin noch keinen Sex hatte, da er sehr verunsichert ist. Er hat nur wenig sexuelle Erfahrung und seine Freundin war vor ihm mit einem erfahrenen Mann zusammen. Jetzt hat er Angst, es ihr nicht so gut „besorgen“ zu können wie der andere Typ. Auch hier ist der Schlüssel Verletzlichkeit.

Warum nicht die eigene Unsicherheit zugeben und offen darüber reden? Das würde sein Leistungsdruck verringern und die Intimität und die Vertrautheit schlagartig um 2395 Punkte erhöhen. Warum 2395 Punkte? Mir ist nichts besseres eingefallen.

Ich halte Verletzlichkeit für eine der wichtigsten Eigenschaften beim Dating wie auch in der Liebe. Doch Verletzlichkeit betrifft letztendlich jegliche Art menschlicher Beziehung – auch die zu uns selbst.

Ich habe zum Beispiel einige Male vor großem Publikum geredet. Meistens habe ich am Anfang öffentlich zugegeben, dass ich nervös bin. Danach war die Nervosität weg.

verletzlichkeit

Der Schritt zu mehr Verletzlichkeit fällt uns jedoch schwer. Vielen Männern, weil es eine der größten männlichen Ängste ist, schwach zu wirken. Den Frauen geht es mittlerweile ähnlich. Die moderne Frau will unabhängig, eigenständig und zielstrebig wirken. Sich verletzlich zu zeigen, passt nicht zu ihrem Selbstbild.

Frauen beschweren sich häufig, dass sich Männer emotional nicht öffnen. Doch sind es mittlerweile auch viele Frauen, die damit Probleme haben. Verletzlichkeit betrifft Männer wie auch Frauen, vor allem aber die Beziehung zwischen ihnen.

Erst wenn wir den Schritt wagen unsere Schwächen, Zweifel und Unsicherheit ehrlich und offen zuzugeben, werden wir unsere Masken abnehmen. Und erst dann entsteht wahre Intimität, Nähe und Vertrautheit.

Wenn mir eine Frau den ganzen Abend erzählt, wie eigenständig sie ist, was sie alles erreicht hat und wie perfekt ihr Leben ist, landen wir vielleicht am Ende des Abends im Bett. Doch das Gefühl, diesen Menschen zu kennen, das Gefühl, ihr nahe und verbunden zu sein, werde ich nicht haben.

Ähnlich wird es ihr ergehen. Vielleicht geht sie mit mir ins Bett. Weil ich interessant bin, weil wir Spaß haben oder weil sie Lust darauf hat. Doch mache ich mich nicht verletzlich, wird es kaum eine emotionale Bindung geben.

Verstehe Verletzlichkeit jedoch nicht falsch. Anderen die Ohren voll zu heulen und ihnen deine Probleme vor die Füße zu kotzen, ist keine Verletzlichkeit. Dich andauernd zu beschweren, weil dein Leben nicht wie in einem Disney-Märchen verläuft und vieles Scheiße ist, ist Opferdasein.

Zwischen Opferdasein und Verletzlichkeit gibt es aber einen großen Unterschied.

Das Opfer belügt sich selbst, nörgelt, will Mitleid und hat nicht vor, etwas zu ändern. Ein Mensch, der sich verletzlich macht, ist sich seinen Schwächen bewusst, akzeptiert diese und übernimmt dafür Verantwortung.

Je schwerer es dir fällt, dich verletzlich zu zeigen, desto größer ist deine Unsicherheit und deine Furcht, von anderen verurteilt zu werden und nicht in Ordnung zu sein. Doch in dem Augenblick, wo du dich verletzlich machst, schwindet gleichermaßen auch diese Furcht.

Wann fängst du an, dich verletzlich zu zeigen?

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82 Kommentare
  1. Michaela
    Michaela says:

    Lieber Anchu!

    Toller Artikel und ich kann auch aus Frauensicht total zustimmen.

    Es gibt stets zwei Seiten einer Medaille: um stark zu sein musst du wissen wie es sich anfühlt schwach und voller Hingabe zu sein. Und umgekehrt.

    Die Masken, die wir manchmal gerne aufsetzen um unseren verletzlichen Kern nicht zu zeigen verhindern, dass wir wirklich lebendige und leidenschaftliche Beziehung zulassen können.

    Und wer wünscht sich schon auf Dauer farblose Beziehungen, die nur an der Oberfläche kratzen!?

    Alles Liebe,
    Michaela

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Michaela,
      danke.
      Ja, die blöden Masken verhindern einiges. Manchmal die Tiefgründigkeit in einer schon bestehenden Beziehung, andere Male hindern sie uns überhaupt daran, jemand kennenzulernen. Unsere Masken abzusetzen lohnt sich, ist aber auch nicht immer einfach.
      Ich tue es auf jeden Fall immer mehr, weil ich keine farblosen und oberflächlichen Beziehung will. Weder romantische noch freundschaftliche.
      LG

      Antworten
      • Adriana
        Adriana says:

        Hallo Anchu,

        habe eine Frage: ich habe in meiner Beziehung meinem Partner meine Verlustangst mitgeteilt . Ich hatte das Gefühl das er sich mit meiner Ehrlichkeit etwas überfordert gefühlt hat. Und nicht ..nachgerückt ist. Obwohl auch er Angst hatte mich zu verlieren. Ist ja auch nicht wirklich attraktiv, oder?Gegenseitige Verlustangst. Oder das ich mich mit meiner beruflichen Situation oder den Ereignissen überfrachtet gefühlt habe und ihm nicht gesagt habe das es so ist weil ich stark wirken wollte. Ich habe das Gefühl das wir alle in Beziehungen immer das „Maximum an Attraktion“ haben müssen ansonsten kippt alles, das gesamte Gefüge. Aber niemand ist vor Jobverlust, Attraktivitätsverlust etc. gefeit und wie du sagtest es soll ja nicht oberflächlich sein sondern auch ich strebe Tiefgründigkeit an. Magst du etwas dazu sagen? Darüber würde ich mich sehr freuen. Gruss. A.

        Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Adriana,
          gib ein wenig Zeit, dass zu verdauen. Und wie in dem Artikel erklärt: Verletzlichkeit bedeutet, sich zu öffnen, ohne zu erwarten, dass der andere es auch tut. Nur weil du dich öffnest, kannst du nicht erwarten, das er es auch tut.
          Ich bin der Meinung, dass gerade unsere Schwächen, Ängste und Imperfektionen uns zu attraktiven und guten Partnern machen. Maximum an Attraktion – davon halte ich nicht viel. Ich werde darüber bald mehr schreiben, beziehungsweise schreibe gerade daran.
          LG

          Antworten
  2. toxic
    toxic says:

    Danke für diesen hervorragenden Artikel. Es ist tatsächlich eins deiner besten, weil es absolut ins schwarze trifft –
    ich denke die meisten probleme im leben rühren genau daher, dass wir stets versucheen irgendwas zu verstecken, sei es unsicherheiten,ängste, sorgen, probleme, und dadurch übernehmen sie kontrolle über unser leben. ich habe selber gemerkt, umwieviel positiver die reaktionen der frauen ausfallen, wenn ich einfach mal mich öffne und sage was ich wirklich denke „ich bin nervös und weiß nicht was ich zu dir sagen soll“. der grund warum das so gut ankommt ist glaube ich dass es die bedrohlichkeit wegnimmt und unser gegenüber weiß, dass diese fremde person auch nur ein mensch ist mit sorgen,ängsten etc. ein anderer flirtcoach der das nun genauso sieht ,sagte in einem interview, dass er sich 6 jahre irrwege hätte ersparen können ,wenn er gleich gewusst hätte, wie mächtig diese ehrlichkeit ist, vom ansprechen bis hin zu sex und beziehungen. allerdings finde ich das richtig schwer, diese ehrlichkeit und verletztlichkeit zu demonstrieren, weil es weh tun kann, auch die ablehnungsgefahr steigt, wenn ich gleich sag dass ich sie vögeln möchte. dennoch auf langer sicht gesehen hast du absolut recht, dass der weg der ehrlichkeit am gesündesten und gewinnbringendsten ist, merke aber auch wie die frauen sich eine maske aufsetzen aufgrund schlechter erfahrungen. meine frage ist, ob du mir sagen kannst wie ich diese verletztlichkeit verwenden kann, um meine eigenen ängste zu besiegen? gruß

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Toxic,
      danke für das Lob.
      Ja, natürlich haben auch Frauen diese Masken. Wir allen haben sie und wagen es leider nur selten, sie abzulegen. Doch wenn wir es tun, macht es das Leben leichter.
      Wenn du schreibst, du willst deine Ängste besiegen, dann schreibst du schon von einen Kampf. Du gegen deine Ängste. Doch deine Ängste sind ein Teil von dir. Ängste sind hilfreich, da sie uns zum einen schützen und zum anderen uns das zeigen, was uns am wichtigsten ist. Der Weg der uns am meisten Angst macht, ist meistens genau der, den wir gehen sollten.
      Verletzlichkeit bedeutet diese Ängste anzunehmen und nicht gegen sie zu kämpfen. Es bedeutet, sie zu verstehen, sie zu akzeptieren und sogar zu würdigen. Doch gleichzeitig heißt auch, in die Angst einzutauchen und die Dinge, vor denen wir Angst haben, trotzdem zu machen. Verletzlichkeit impliziert auch, uns einem Risiko zu stellen. Zum Beispiel, das Risiko von anderen kritisiert, verurteilt oder abgelehnt zu werden.
      Ich hoffe das hilft weiter.
      LG

      Antworten
  3. sabine
    sabine says:

    lieber anchu,
    einer deiner besten artikel für mich. interessant wie das thema verletzlichkeit gerade überhaupt durchs netz geistert. ich hab auch schon und auch immer wieder darüber geschrieben. für mich war der ted-talk von brene brown damals ein wahrer opener dazu. ich nenne es herzmut – die courage sich zu zeigen. genug der scham … 😉

    Antworten
  4. toxic
    toxic says:

    Danke für die Antwort. Ja da hast du recht, das risiko von anderen kritisiert und abgelehnt zu werden ist immer vorhanden, egal was man macht. Ich wüsste gerne von jemanden wie dir, der ja durch das ganze gegangen ist, ob ablehnungen oder kritik nach der zeit egal werden, quasi ob man sich abhärtet dagegen, wenn man sich dauernd damit konfrontiert oder ob es wie am ersten tag immernoch das selbstwertgefühl runtermacht? mein ziel ist es unter anderem, mich etwas unabhängiger zu machen von der akzeptanz anderer, daher frag ich. LG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Ablehnung und Kritik sind immer unangenehm. Ich kenne niemanden persönlich, dem das nicht so geht. Wenn mich eine schöne Frau ablehnt oder ich in Kommentaren oder E-Mails beschimpft werde, was immer mal wieder vorkommt, ist das unangenehm. Aber mittlerweile hängt mein Selbstwertgefühl nicht mehr davon ab. Ich weiß, nicht jeder kann mich mögen. Und wenn mich jemand nicht mag, sagt das Nichts über meinen Wert als Person aus. Ich denke, dass ich ein wichtiger Schritt zu mehr Selbstliebe und Freiheit.
      LG

      Antworten
  5. Nils Terborg
    Nils Terborg says:

    Hi Anchu,

    schöner Artikel!

    „Verletzlichkeit macht uns stark und selbstsicher, weil es uns die Angst vor unseren Schattenseiten nimmt.“

    Den Satz finde ich gut. Klar, es braucht Überwindung, um sich einmal zu zeigen. Danach macht es aber vieles einfacher und das Gefühl, mutig gewesen zu sein baut den Selbstwert und das Selbstbewusstsein weiter auf 🙂

    LG, Nils

    Antworten
  6. Stefanie
    Stefanie says:

    Lieber Anchu,
    bisher kannte ich dich und deinen Blog noch nicht.
    Mir gefällt dein Stil zu schreiben sehr. Natürlich triffst du mich auch mit dem Inhalt.
    Freue mich auf mehr von dir 😉
    Liebe Grüsse von Stefanie

    Antworten
  7. Sabine Zettl
    Sabine Zettl says:

    hui, hui, hui …

    bin schwer angetan. sehr gut und offen kommuniziert. wenn die masken fallen wird es manchmal gruselig, dreckig und überraschend.
    allemal aber authentisch und wer die masken mal hat fallen lassen und dann auch noch das glück hatte, dass das gegenüber das im gleichen moment, im gleichen maße auch im stande war zu tun, der ist nicht nur beim sex, dem himmel, damit meine ich sich selbst, einen klitzekleinen schritt naeher gekommen. ich traue mich immer öfter und erlebe belebendes. nur manchmal, da wollen sie partout nicht weichen, diese masken….let s keep up the good work !

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Sabine,
      wir alle haben unserer Masken. Vor allem haben wir oft verschieden Masken. Für die Arbeit, für die Freunde, die Familie, vor dem Partner. Auch ich habe meine Masken und bin nicht fähig, sie immer abzunehmen. Doch das ist in Ordnung, wir wachsen langsam.
      Ich denke, dass wenn man die Masken fallen lässt, der andere es meistens auch tut, weil er es spürt. Es hat meiner Meinung nach also gar nicht so viel mit Glück zu tun.
      LG

      Antworten
  8. Monika
    Monika says:

    Hallo Anchu,
    ich danke dir für diesen großartigen Artikel und hoffe, dass ihn viele, viele Frauen und Männer lesen. Ich sehe auch meine Masken bewusster und „spiele“ mit dem Thema Nähe und Distanz, sehr spannend. In meiner Arbeit mit Klienten ist Angst das Thema überhaupt. Ein Satz der mir sehr gut gefällt ist : “ Da wo die Angst ist, da geht es lang ….“ und das hast du excellent beschrieben. Angst wahrnehmen, darüber sprechen und dann mutig weiter gehen. Das kann man auf alle Lebensbereiche übertragen, denn die Angst hindert uns, die schönsten und erfolgreichsten Erlebnisse zu bekommen. In diesem Sinne, schreib weiter so wundervoll, verletzlich und doch stark 🙂 LG

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Monika,
      vielen Dank.
      Ich stimmte dir voll und ganz zu. Angst hindert uns oft daran, das Leben zu leben, was wir uns wünschen. Doch gerade deshalb ist Angst, wie du beschreibst, ein sehr guter Wegweiser. Es zeigt uns die Dinge, die uns am wichtigsten sind.
      LG

      Antworten
  9. Veronika Krytzner
    Veronika Krytzner says:

    Lieber Anchu

    ein toller Artikel (empfehle ich gerne gleich mal weiter). Verletzlichkeit ist auch eines meiner Lieblingsthemen zum Schreiben, aber auch eines, welches mich persönlich betrifft. Ich habe gebraucht zu verstehen, dass Verletzlichkeit ein Stärke ist und keine Schwäche, dass mich Mauern nicht vor Verletzungen und Schmerz schützen. Je offener und verletzlicher ich mich zeige, desto stärker ruhe ich in mir. Dass Verletzlichkeit in den letzten Jahren so ein großes Thema geworden ist, zeigt wie sehr wir uns wieder nach echten Verbindungen sehnen und nicht nach oberflächlichen Hülsen. Für mich ist die Brene Brown eine großartige Inspirationen und die Kurse mit ihr ein Meilenstein in meinem Leben. Deswegen passend zum Abschluss ein Zitat von ihr „Deine Verletzlichkeit zu umarmen ist ein Wagnis, jedoch bei Weitem nicht so gefährlich wie Liebe, Zugehörigkeit und Freude aufzugeben – die Erfahrungen, durch die am verletzlichsten bist. Nur, wenn du mutig die Dunkelheit erforschst, wirst du die unendliche Kraft deines Lichtes entdecken.“
    Von Herzen liebe Grüße
    Veronika

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Veronika,
      danke fürs weiterempfehlen. Ja, auch ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass Verletzlichkeit keine Schwäche ist, sondern wahre Stärke und das Leben häufig einfacher und intensiver macht. Doch auch mir fällt es immer wieder schwer, mich wirklich zu öffnen.
      Ich habe das Buch über Verletzlichkeit von Brené Brown gelesen. Es ist eine tolle Inspiration. Sind ihre Kurse online?
      LG

      Antworten
  10. Claudia
    Claudia says:

    Hallo Anchu,

    toller Artikel. Denn das Thema Verletzlichkeit ist ein ganz wichtiges Thema.
    Vor allem die Abgrenzung zwischen Opferhaltung und Verletzlichkeit ist auch bei mir in den Beratungen ein ganz wichtiges Thema.

    Verletzlichkeit ist einfach sexy, weil es Stärke zeigt und Ehrlichkeit ausstrahlt.

    Kann dir da nur zustimmen.

    Herzliche Grüße
    Claudia

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Claudia,
      danke.
      Ich finde gut, dass du da konkret auf die Differenzierung eingehst. Den manche verwechseln Verletzlichkeit und Opferhaltung und verlieren sich in Hilflosigkeit und Jammern, was keinen weiterbringt.
      Liebe Grüße zurück!

      Antworten
  11. Kendra
    Kendra says:

    Hallo Anchu, ich schließe mich den anderen an: Echt sehr schöner Artikel, sehr berührend. Danke – ich finde, es kann von solchem Zeug nicht genug geben! 🙂 Was mir besonders gefallen hat, ist deine Unterscheidung zwischen „sich verletzlich zeigen“ und „Opferdasein“. Ich glaube, da gibt es viel Verwirrung und Missverständnisse. Wenn ich das jetzt so bei dir lese, bekomme ich selbst noch mehr Klarheit darüber.

    Liebe Grüße, Kendra

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Kendra,
      danke dir.
      Ja, manchmal ist es nicht leicht, da eine Linie zu ziehen und zu unterscheiden. Zu dem Thema Verletzlichkeit kann ich dir die Bücher von Brené Brown empfehlen. Sie schreibt auch viel über Scham.
      Liebe Grüße zurück

      Antworten
  12. Stephanie
    Stephanie says:

    Hallo Anchu,

    ein sehr schöner Artikel. Bin auch dabei, mich in und mit meiner Verletzlichkeit mehr und mehr zu öffnen und dieser Weg gefällt mir sehr gut. Treffe allerdings (selten) schon mal auf Menschen, die sehr schnell Persönliches aus ihrem Leben schildern, ich daraufhin auch ehrlich von meinen Ängsten, Gefühlen berichte. Zunächst fühlt es sich für mich nach Nähe an, in der Folge fühlt es sich eher so an, als sei das Preisgeben dieser „vermeintlichen“ Schwächen nur Mittel zum Zweck gewesen. Häufig spüre ich auch schon vorher eine Ambivalenz, manchmal leider auch erst, wenn es zu spät ist. Ich werde dennoch meinen Weg weiter gehen und vermutlich wird sich die Anzahl der „Nieten“ 😉 verringern, wenn ich auf meinem Weg noch klarer werde. Liebe Grüße Stephanie

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi stephanie,
      es klingt so, als würdest du etwas verlieren, wenn du dich öffnest und der andere nicht, oder dies nur zum Mittel zum Zweck tut. Doch du verlierst nichts, ganz im Gegenteil du machst durch deine Ehrlichkeit und Offenheit ein Geschenk. Es ist doch relativ egal, ob das dein Gegenüber annimmt, oder?
      LG

      Antworten
  13. Reinhard
    Reinhard says:

    Hallo Anchu,

    Ich finde Deinen Artikel sehr interessant.

    Meine Theorie: Verletzlichkeit zu zeigen ist deswegen so schwer, weil man Angst hat vor dem Tiefen Glücksgefühl, das man bei echter Begegnung erfahren kann. Das habe ich die letzte Zeit immer wieder bei mir festgestellt.

    Würde mich sehr interessieren, wie andere darüber denken 🙂

    Lg
    Reinhard

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Reinhard,
      das ist ein interessanter Punkt. Ich bin auch der Meinung, dass wir häufig Angst davor haben „erfolgreich zu sein“. Erfolgreich kann auch bedeuten, wirklich glücklich zu sein und bedeutungsvolle Beziehungen zu haben. Ich habe dazu schon einen Entwurf gemacht und werde in den nächsten Wochen den Artikel was veröffentlichen.
      LG

      Antworten
        • Anchu Kögl
          Anchu Kögl says:

          Hi Nora,
          Vielleicht liegt es daran, dass es allgemein mehr mutige Frauen als Männer gibt. Vielleicht liegt es daran, dass du in deinem Bekanntenkreis mehr mutige Frauen als Männer kennengelernt hast. Vielleicht liegt es daran, dass du mehr mutige Frauen als Männer sehen willst (das soll keine Unterstellung sein). Letztendlich weiß ich es nicht und ich finde es ehrlich gesagt auch nicht wichtig. Wie schon im Artikel beschrieben, wir alle haben unsere Ängste und Zweifel und den allermeisten, und hier beziehe ich mich mit ein, fällt es schwer sich zu öffnen und die Masken abzulegen. Und dabei möchte ich andere Menschen unterstützen, egal ob Mann, Frau oder irgendwas dazwischen.
          LG

          Antworten
  14. ehrlichgesagt
    ehrlichgesagt says:

    Lieber Anchu,

    ich finde das auch nicht wichtig, darum geht es mir auch nicht wirklich. Ich habe geschrieben, dass ich es gut finde, dass du Männer ermutigst, ihre „schwachen“ Seiten zu zeigen, weil du ein Mann bist und weil deine Texte vor allem Männer ansprechen. Du machst ihnen vor, wie das geht. Bzw. eigentlich machst du es nicht wirklich vor, du schreibst ja nicht über deine eigenen Schwächen, du sagst nur, wie es auf das andere Geschlecht wirkt, wenn man/ frau es tut. Aber auch das hat einen Effekt.
    Wie du vielleicht gesehen hast, geht es auf meinem Blog auch um Ehrlichkeit. Ich schreibe sehr offen über mich, über meine Gefühle, meine Ängste, Unsicherheiten, Wünsche und Schwächen. Ich schreibe anonym und dennoch befürchte ich bei manchen Posts, dass sich gleich der Erdboden unter mir auftut, wenn ich auf „veröffentlichen“ klicke. Meine Texte werden vor allem von Frauen gelesen, weil ich eine Frau bin und ich stelle fest, dass ich daher vor allem Frauen Mut mache, ebenfalls zu sich zu stehen und sich mit all dem anzunehmen und zu zeigen, was sie ausmacht. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das ungemein befreiend und entspannend wirkt.

    LG 🙂

    Antworten
  15. Sebastian
    Sebastian says:

    Hallo Anchu,
    Wieder mal ein toller Artikel,bin deinem Kurs schon eine Weile dabei und möchte mich mal auf diesem Weg auch bei dir bedanken!
    Ich muss leider zugeben das ich bisher noch nicht so viel in die Praxis umgesetzt habe,da ich (glaube ich zumindest) noch Zeit gebraucht habe.Bin nun seit 1 Jahr Single nach langjähriger Beziehung und so langsam hab ich das allein sein satt und fühle mich bereit etwas daran zu ändern.Ich möchte noch los werden das gerade die „kleinen“ Dinge wie laut sprechen oder der Fau in die Augen zu schauen sich schon ein bischen gebessert haben und ich mehr darauf achte.Klappt nicht immer aber es wird besser.
    Um nochmal auf deinen Artikel einzugehen möchte ich sagen das ich im Prinzip keine Probleme habe mich zu öffnen bzw.ehrlich zu sein,kommt bei mir so gut wie immer von allein.Bei einem Date kann ich meine Maske ganz gut ablegen,mein großes Problem ist eher das ich im Altag also z.B. auf der Arbeit,oder wenn ich zum einkaufen gehe usw. dann meist wie ein Ritter unterwegs bin! 😉
    Das ist mal mehr,mal weniger je nach dem wie ich mich grad fühle bzw. zu mir stehe.
    Morgen ist dann der Tag der Wahrheit,denn dann werde ich zum ersten mal seit langer Zeit was wagen was ich schon lang nicht mehr gemacht habe.Es gibt da eine Frau(gehe 1x die Woche da einkaufen) wo ich schon seit einiger Zeit ein Auge drauf geworfen habe.(war bis jetzt noch nicht bereit)
    Ich hoffe ich werde „gut genug“ sein um eine chance auf ein Date zu bekommen.Ansonsten werde ich weiter ziehen!(drück mir die Daumen) 🙂
    Sry wenn ich so vom Thema abkomme,aber das musste ich einfach mal los werden.
    Mach weiter so

    Lg Sebastian

    Antworten
  16. Simon
    Simon says:

    Servus Anchu,

    Interessant, dass ich genau heute den artikel lese, wo mein Fazit aus dem Wochenende wirklich genau das Gegenteil war.
    Zeig dich eben nicht mehr verletztlich ! Denn da war ein hübsches Mädchen, in einer Wg und ich hätte gerne was mit ihr gehabt. War auch lange zeit des abends souverän doch mit dem alkohol schwindet die konzentration und man redet nicht mehr so gut.

    Meine Schwester hatte mir auch bestätigt, dass frauen keinen waschlappen wollen der erzählt, wo es im schlecht geht sondern einen souveränen sicheren typen.

    Antworten
  17. Thomas
    Thomas says:

    Hallo Anchu,

    ein toller Artikel und du triffst den Nagel auf den Kopf. Gerade das, was uns verletzlich macht, macht uns auch so liebenswürdig. Manchmal fällt es nicht leicht, ganz offen zu sein und seine Verletzlichkeit zu zeigen, doch im Nachhinein ist es das immer wert.

    Gruß
    Thomas

    Antworten
  18. Kritara
    Kritara says:

    Hey Anchu,

    vielen Dank für den Artikel! Ich konnte mich in so vielen Sachen wiederfinden und mir gefällt dein Sprachstil total gut! Immer wieder eine Freude von dir zu lesen!!!

    Liebe Grüsse aus Neuseeland! Kritara

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Kritara,
      das freut mich hu hören.
      Ich war noch nie in Neuseeland, will aber hin. Ich hab ein Maori Tattoo, das mir ein Neuseeländer gestochen hat.
      Liebe Grüße zurück aus Buenos Aires

      Antworten
  19. Kerstin
    Kerstin says:

    Schön geschrieben, ja. Aber aus eigener Erfahrung frage ich mich… wie passt die Verletzlichkeit in unsere heutige Zeit? Versteh mich nicht falsch, ich sehe das alles genau wie Du, habe aber selbst die Erfahrung gemacht, dass Verletzlichkeit gern als Schwäche oder „Mangel an Stärke/Lebensfähigkeit“ gesehen wird. Und dementsprechend, in meinem Fall von Männern, ausgenutzt wird. Einerseits ist es eine tolle Sache, eben weil es mich sexuell offen und genussfreudig macht, sobald es aber um tiefergehende Ängste oder Gefühle geht, wird diese Verletzlichkeit als Schwäche gesehen oder als Mittel, die „richtigen“ Knöpfe zu drücken. Da frag ich mich, ob die auf der männlichen Seite gezeigte Verletzlichkeit nicht doch nur Show war und vorgetäuscht und weiß beim nächsten Mal nicht, ob ich dieses Risiko noch einmal eingehen und mich öffnen soll, oder lieber die Maske aufsetze, die mir vermeintliche Sicherheit gibt.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Kerstin,
      dieses Bedenken höre ich öfter. Doch der Punkt ist, dass du nichts verlierst, wenn du dich verletzlich machst, auch wenn der andere sich nicht öffnet. Denn, was meinst du mit ausnutzen? Manipulierbar bist du nicht, weil du dich verletzlich machst sondern weil du nicht zu deinen Werten stehst und keine Grenzen hast.
      LG

      Antworten
  20. derhanfi
    derhanfi says:

    Leider teile ich dich deine Meinung überhaupt nicht. Wovon du erzählst, das klappt nur bei Wesen mit Empathie. Ich wünsche es keinem und hoffe dass es dir auch nicht passiert, aber bei Psychopathen hilft dir das nicht weiter. Ich weiß selber wovon ich rede, und gerade wenn du dann verletztlich bist, wird es dich zerstören.
    Ich rede hier auch nicht von einem Spezialfall. Statistik gesehen, gibt es von denen sogar sehr viele. Es kommt halt immer darauf an, in welchen Kreisen (beruflich) man verkehrt.

    Antworten
  21. Eva
    Eva says:

    Jaaaa, das Zusammenspiel zwischen Menschen birgt Wunderbares…vor allem, wenn die mosaikartigen Komponenten wie Vertrauen, Authentizität und auch Verletzlichkeit ihren Lauf nehmen können. Ich bin dafür. Als besonders wichtig empfinde ich hierbei das Bewusstsein für das eigene Ich, ein tief verwurzeltes Vertrauen in mich selbst und den annehmend ungetrübten Blick für die eigenen Wesenseinheiten…

    Ein Artikel, der zum Nachdenken anregt.

    Danke!
    Eva

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Eva,
      ja, das sehe ich genauso. Erst wenn man sich selbst kennt und weiß, was einem wichtig ist und was die eigenen Bedürfnisse sind, kann man sich wirklich fallen lassen und auf den anderen einlassen.
      Liebe Grüße

      Antworten
  22. Ivo Juric
    Ivo Juric says:

    Hallo Anchu,

    bevor ich auf den Artikeln näher eingehe finde ich es von dir persönlich stark dieses „heikle“ Thema anzusprechen.
    Der Artikel fasst alle wesentlichen Punkte zusammen, allerdings fehlt mir das „Worst-Case“ Szenario.

    Zusammengefasst:
    „Wie gehe ich damit um, wenn die ehrliche Verletzlichkeit gegen einen selbst gerichtet wird?“

    Du hast vollkommen Recht das der größte Teil sich dir gegenüber auch emotional öffnen wird. Besonders enstehen bei Männern wahre Freundschaften wenn man durch Ehrlichkeit über seine Schwächen das „Konkurenzdenken“ aufhebt.

    Auf der anderen Hand sollte man sich allerdings genau überlegen wieviel man wirklich von sich preisgibt. Wenn der andere dann darauf eingeht und auch von sich erzählt und authentisch klingt kann eine feste emotionale Bindung entstehen.

    Antworten
  23. Steffi
    Steffi says:

    Hallo Anchu…
    I habe nun schon mehrere Ratgeber von dir gelesen… Es klappt bis jetzt alles gut zwischen mir und ihm… Nur habe i das Gefühl desto mehr i mich öffne u fallen lasse.. Desto weniger ist er noch an der Beziehung interessiert.

    wie kommt das ? Lg

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Steffi,
      so etwas ist immer sehr schwer zu beurteilen. Vielleicht kann er sich nicht fallen lassen? Vielleicht hat er Angst vor Nähe? Das sind alles nur Vermutungen. Das beste wäre, das Thema mal anzusprechen.
      LG

      Antworten
  24. Friederike
    Friederike says:

    Ich will nur mal ganz kurz dazu sagen, was ich erlebt habe. Ich bin offen, verstecke mich nicht hinter einer Maske,zeige mich verletzlich und werde verletzt. Massiv! Und das von einem Mann, von dem ich glaubte, dass wir soviel gemeinsam haben und uns sehr gut verstehen.
    Irgendwas muss ich ja dann falsch gemacht haben.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Friederike,
      dass wir uns verletzlich zeigen, bedeutet nicht, dass wir nicht auch verletzt werden können.
      Des Weiteren hast du nichts falsch gemacht – ganz im Gegenteil. In dem du dich verletzlich gemacht hast, hast du gemerkt, dass der Mann wohl doch nicht der Richtige für dich ist. Das ist eine gute, wenn auch sicherlich schmerzvolle, Erkenntnis.
      LG

      Antworten
  25. Martin
    Martin says:

    Hi Anchu
    Ich mag den Artikel und finde ihn gut nur stell dir einmal eine Frage: Warum macht das denn fast niemand ? Ich meine zu sagen du könntest damit leben wenn dich jemand ablehnt ist auch wieder eine Kpferklärung. DIe Realität ist aber dass es weh tut. Und wenn du damit angenommen wurdest ist das gut aber viele, die meisten, ich auch, haben eher ws anderes erlebt bereits als kleines Kind teilweise. Und es ist alles, sorry, typisches Männerding, weiß ich ;), so rationalisiert. so aus dem Kopf. „Ja du kannst halt ach verletzt werden aber scheiß drauf“ – Wenns so einfach wäre würde es jeder machen.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Martin,
      ich habe nirgendwo behauptet, dass es einfach ist. Sich verletzlich zu machen bedeutet persönliches Wachstum – wir müssen lernen, uns weniger von den Meinungen anderer zu beeinflussen lassen.
      Natürlich werden dich einige Menschen ablehnen, wenn du dich verletzlich machst. Aber das ist in meiner Erfahrung meistens nur schmerzhaft, weil man selbst noch ein Problem mit dem eigenen Thema hat und sich selbst nicht vollkommen akzeptiert, so wie man ist.
      LG

      Antworten
  26. Christian
    Christian says:

    Verletzlichkeit ist genau mein Thema! Weil ich ebenfalls festgestellt habe, was dadurch möglich wird. Unglaubliche Verbindung. Viel Lebensintensität. Seit dem beschäftige ich mich damit, wie ich verletzlicher werden kann.
    Ich möchte zudem noch ergänzen wie wichtig es ist die Verletzlichkeit nicht als Masche oder Methode anzuwenden. Ich finde die „Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg“ auch wunderbar – sie gibt auch eine Menge Hilfestellung bezüglich der eigenen Gefühle und Bedürfnisse an die Hand.
    Dein Artikel ist gut – für meinen Geschmack beschäftigt er sich jedoch zu stark mit Männer/Frauen-Verbindungen und Sex. Alles fantastisch – es gibt zusätzlich einen riesigen Bereich jenseits von dem. Ich möchte den Artikel gerne bei Facebook teilen – es ist mir jedoch unangenehm. Ich habe Angst, dass es falsch bewertet werden könnte und ich als jemand erscheine, dem es dabei vor allem um den sexuellen Bereich geht.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Christian,
      Verletzlichkeit ist wirklich ein sehr interessantes Thema. Ich werde darüber in Zukunft mehr schreiben, nicht nur bezogen auf Mann/Frau und Sexualität.
      Der Artikel kam bis jetzt sehr gut an und wurde sehr häufig geteilt. Natürlich verstehe ich, dass du in nicht Teilen willst. Doch ihn zu Teilen würde auch wiederum implizieren, dass du dich verletzlich machst 🙂 Du machst dich verwundbar, angreifbar und zeigst den Menschen, was dich bewegt – mit dem Risiko, dass sie sich dafür verurteilen. Und genau das ist ja ein Teil von Verletzbarkeit.

      Antworten
  27. Mavie
    Mavie says:

    Hallo Anchu,

    die in deinem Artikel beschriebenen Vorteile der Verletzlichkeit sind mMn zutreffend. Allerdings gibt es auch Schattenseiten:
    Man kann sich der falschen Person gegenüber verletzlich zeigen. Sie wird das neue Wissen nur zu gerne nutzen. Das passiert dann bspw. um denjenigen, der sich offen zeigte zu manipulieren (oder dies zumindest zu versuchen). Oder es wird als „Waffe“ im Streit lautstark um die Ohren gehauen („du hast/bist doch…“). Oder die Person, der man sich öffnete, erzählt es munter weiter („weisst du, was X gesagt/getan/erlebt hat…“). Der Super-Gau ist dann erreicht, wenn sie so „nett“ ist, das Ganze im Internet publik zu machen. Das lässt sich oft nur schwer oder gar nicht mehr löschen. Im Prinzip könnte man sagen: „ja, da bist du mit der eigenen Verletzlichkeit noch nicht im Reinen“. Jedoch: es gibt Sachen, die möchte man nicht mit aller Welt teilen. Ganz gleich wie sehr man für sich dazu steht.
    Natürlich sind das hier Ausnahmen. Aber diese habe ich schon erlebt und sage nur: „Augen und Ohren auf, WEM man WAS erzählt!“

    VG

    Antworten
  28. Arno Nym
    Arno Nym says:

    Wenn sich vor jemandem mit einer Borderlinepersönlichkeitsstörung verletzlich zeigt, egal ob Mann oder Frau, kann diese Offenheit sehr nach hinten los gehen und man erlebt sein blaues Wunder. Das kann sehr bitter werden.

    Antworten
    • Ylander
      Ylander says:

      Verletzlichkeit wird oftmals mit Verletzbarkeit verwechselt. Dabei ist ist Verletzlichkeit genau das Gegenteil von Verletzbarkeit.
      Wer verletzlich ist, hat innerlich komplett losgelassen, ist innerlich komplett offen, frei und durchlässig, ohne Blockaden, hat keine innere Mauer umsich herum. Und Verletzlichkeit bedeutet auch Achtsamkeit, Feinfühligkeit, hohe Aufmerksamkeit.
      Wer wirklich verletzlich ist, ist nicht verletzbar.
      Von daher sollte auch die Begegnung mit Menschen mit Borderlinestörung (blödes Wort!) oder ausgeprägter narzisstischer Persönlichkeit kein Problem darstellen.

      Antworten
      • Anchu Kögl
        Anchu Kögl says:

        Hi Ylander,
        schöne Ergänzung und gute Wortwahl. Ich gebe dir vollkommen recht: Verletzlichkeit und Verletzbarkeit sind zwei völlig verschiedene Dinge und je verletzlicher wir uns zeigen, desto weniger verletzbar sind wir, da wir keine Angriffsfläche bieten.
        LG

        Antworten
  29. Sabine
    Sabine says:

    Lieber Anchu,
    dieser Artikel ist einer der besten, die ich je gelesen habe und ich kann Dir nur zu 100% zustimmen. Es liegt soviel Wahres in diesen Zeilen, man muss nur den Mut haben, zuzulassen und umzusetzen. Meine Erfahrung drückst Du in Worten aus.
    Vielen, vielen Dank dafür.
    LG, Sabine.

    Antworten
  30. Ben
    Ben says:

    Das Thema „Verletzlichkeit“ ist sehr interessant. Ich kann dir nur zustimmen. Zu seinen Schwächen/Ängsten zu stehen lässt diese kleiner werden.

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Trackbacks & Pingbacks

  1. […] auch durch den gesamten Prozess des Flirtens hindurchziehen. Anchu Kögl hat zu dem Thema Verletzlichkeit einen sehr schönen Beitrag […]

  2. […] Bloggerkollege Anchu Kögl hat zum Thema Verletztlichkeit einen großartigen Artikel verfasst! […]

  3. […] dir die Verletzlichkeit in der Situation genau bringt, beschreibt hier auch mein Bloggerkollege Anchu Kögl – und ja, […]

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