7 Erkenntnisse, die mein Leben radikal verändert haben

Das Leben ist manchmal wunderschön. Und manchmal richtig beschissen.

Die schönen Momente sollten wir genießen.

Die schlechten annehmen.

Und die richtig schlechten überleben.

In den letzten Jahren habe ich viel erlebt. Ich war in über 50 Ländern. Ich hatte eine Lebenskrise. Ich habe einen geliebten Menschen verloren. Ich habe Drogen konsumiert. Ich habe mich selbstständig gemacht.

Diese Erfahrungen haben mich 7 wichtige Erkenntnisse über das Leben gelehrt. Und diese 7 Erkenntnisse haben mein Leben verändert.

Vielleicht verändern sie auch dein Leben …

1. Glaube nicht alles, was du denkst

Hast du schon mal solche Gedanken gehabt?

  • Ich habe das nicht verdient!
  • Ich schaffe das nicht.
  • Alle anderen sind intelligenter, attraktiver und erfolgreicher als ich.
  • Noch nicht mal mein scheiß Hamster kann mich leiden!
  • Ich bin ein totaler Versager.

Solche Gedanken rauben uns jegliche Energie, Lebensfreude und Selbstvertrauen.

Auch in meinem Kopf schwirren ab und an diese blödsinnigen Gedanken herum. Doch ich habe etwas sehr wichtiges über meine Gedankenwelt gelernt:

Ich glaube nicht alles, was ich denke!

Wir sind nicht unsere Gedanken. Höre also auf, dich mit ihnen zu identifizieren und glaube ihnen nicht alles.

Betrachte deine Gedanken wie die Meinungen anderer. Sie können stimmen, sie können dir weiterhelfen, sie können interessant sein.

Genauso gut können sie aber falsch sein, dir nicht weiterhelfen oder schlichtweg Bullshit sein.

Wenn du das nächste Mal negative Gedanken hast, glaube ihnen nicht. Es sind nur Gedanken, keine Fakten.

(Übrigens kann dich auch positives Denken unglücklich machen. Warum erfährst du in diesem Artikel: Warum dich positives Denken unglücklich macht.)

2. Auch das wird vorbeigehen

Der Buddhismus erinnert uns daran, dass nichts permanent ist.

Ähnlich sah es der griechische Philosoph Heraklit vor über 2500 Jahren, als er die Worte behauptete, dass alles fließt (Panta rhei). Diese zwei Wörter habe ich mir übrigens auf meinen rechten Unterarm tätowiert.

Egal, ob es dir richtig beschissen geht oder du den besten Tag deines Lebens hast, erinnere dich daran: Auch dies wird vorübergehen.

Nichts ist für immer. Nichts ist sicher. Nichts bleibt so wie es ist.

3. Sieh das große Ganze

Häufig fühlen wir uns schlecht und verlieren uns in negativen Gedanken und Gefühlen, weil wir uns auf Kleinigkeiten konzentrieren.

  • Du hast eine Schramme in dein neues Auto gefahren?
  • Du hast vor kurzem einen attraktiven Menschen kennengelernt, doch er meldet sich nicht?
  • Du hast das Gefühl, deine Brüste sind zu klein?
  • Du bist noch nicht da, wo du im Leben gerne wärst?
  • Dein Arbeitskollege war heute respektlos und unhöflich zu dir?
  • Dir ist dein 900€ Smartphone heruntergefallen und das Display ist kaputtgegangen?
  • Du bist beim Sex mit deiner Freundin nach zwei Minuten gekommen?

Dann zoome raus und betrachte die Dinge mit Abstand.

Wie wichtig sind diese Kleinigkeiten, wenn du dein Leben als Ganzes betrachtest?

Bist du gesund? Hast du ein Dach über dem Kopf? Gibt es Menschen, die dich lieben und für die du wichtig bist? Bist du generell zufrieden?

99% deiner Probleme und Sorgen verschwinden, wenn du sie in Relation zu deinem Leben als Ganzes betrachtest.

Also, scheiß drauf. Gib den Dingen nicht mehr Bedeutung als sie verdienen.

P.S. Deine Brüste sind genau richtig, so wie sie sind.

P.P.S. Auch ein 2-Minuten-Quickie kann toll sein (Dein Sexleben sollte nur nicht ausschließlich aus Quickies bestehen).

4. Loslassen, loslassen, loslassen

Gewisse Dinge laufen eben im Leben nicht so, wie wir sie uns wünschen.

Sorry, das ist totaler Bullshit …

Die meisten Dinge laufen im Leben nicht so, wie wir sie uns vorstellen.

Dein Ex-Partner verlässt dich, weil du zu laut und zu oft gefurzt hast, du hast nicht die Figur eines Fitnessmodels, ein weltberühmter Rockstar bist du auch nicht geworden und dein Arbeitskollege verdient mehr als du, obwohl er nichts macht, außer dreimalkluge Sprüche zu reißen.

Die Lösung? Loslassen und einen Scheiß drauf geben.

Kaum etwas wird dein Leben mehr verbessern, als loszulassen. Erwartungen, Hoffnungen, Träume, Menschen, Dinge, das Leben. Lasse los und du wirst freier und glücklicher.

(Was dich vom Loslassen abhält und wie du endlich loslassen kannst, erfährst du in diesem Artikel.)

5. Disziplin

In unser Gesellschaft dreht sich Vieles um Genuss und Spaß. Und das ist ein Problem.

Fastfood, Drogen, Alkohol, Prokrastination. Viele der Dinge, durch die wir uns jetzt gut fühlen, schaden uns langfristig.

In diesem Augenblick würde es mir mehr Spaß machen, lustige Katzenvideos auf Youtube anzuschauen, einen Blowjob zu bekommen oder ein Eis zu essen, anstatt diesen Artikel zu schreiben.

Doch das Schreiben dieses Artikels trägt langfristig mehr zu meiner Zufriedenheit bei als die anderen Dinge.

Durch Disziplin können wir auf kurzfristigen Genuss verzichten, um langfristig an unseren Zielen zu arbeiten. Und das macht uns langfristig zufriedener.

Mehr zu Thema Disziplin in diesem Artikel.

6. Je weniger Anerkennung du brauchst, desto mehr bekommst du sie

Wir alle brauchen Anerkennung von anderen. Das Paradoxe daran ist: Je weniger du auf Anerkennung angewiesen bist, desto mehr bekommst du sie.

Selbstsichere Menschen, die ihr Ding machen, die authentisch sind (was auch immer das heißen mag), die Klartext reden und die einen Scheiß auf die Meinung anderer geben, bekommen Anerkennung.

Unsichere Menschen, die sich verbiegen, die es jedem Recht machen wollen, die keine eigenen Meinung haben und die den Meinungen anderer viel zu viel Wert beimessen, bekommen sie nicht – obwohl sie alles dafür tun.

(In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Selbstwertgefühl stärken kannst.)

7. Du entscheidest, wie du auf die Umstände reagierst

Die meisten Menschen versuchen, Probleme, Enttäuschungen und unangenehme Erfahrungen zu vermeiden. Das funktioniert natürlich nicht.

Du kannst das Leben nicht kontrollieren. Doch du kannst kontrollieren, wie du auf die Ereignisse in deinem Leben reagierst. Und das verändert alles.

Nehmen wir an, dein Partner hat dich verlassen. Ein scheiß Gefühl, ja. Doch trotz allem Schmerz und trotz aller Enttäuschung kannst du entscheiden, wie du reagierst.

Du kannst in Selbstmitleid versinken und dir einreden, dass du nie wieder einen Partner finden wirst. Oder du nimmst deinen Liebeskummer an, machst etwas dagegen und gibst deinem Leben eine neue Perspektive.

Nicht die Umstände bestimmen dein Leben. Sondern wie du auf sie reagierst.

Lerne dich selbst besser kennen

In meinem Ratgeber „Innere Stärke“ erfährst du, wie du dich selbst besser kennenlernst, besser mit negativen Gefühlen umgehst und deine Ängste überwindest. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos als PDF herunterladen.

Das Leben ist ein Geben und Nehmen

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26 Kommentare
  1. Wendy
    Wendy says:

    Toller Artikel!
    Mir gefällt der Punkt mit der Bestätigung, das ist mir nämlich auch schon aufgefallen. Wenn ich einfach ich selbst bin und nicht versuche, anderen zu beeindrucken, mögen mich die Menschen am meisten.
    Mach weiter so, ich mag deine Artikel.

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Wendy,
      danke! Es freut mich, dass du diese Erkenntnis auch schon hattest!
      Und keine Sorge, soll schnell hält mich nichts vom Schreiben ab, ich werde weitermachen 😉
      LG

      Antworten
  2. Sabine
    Sabine says:

    Hi Anchu,
    ich wollte Dir einfach mal sagen, dass ich Deine Artikel klasse finde und jeden einzelnen davon mit Genuss und Vergnügen in mich aufsauge. Ich stimme Dir in allen Dingen zu und vor allem der Punkt „Loslassen“ ist, so denke ich, der Schlüssel zur Lösung aller Probleme 😉
    Ganz liebe Grüße,
    Sabine.

    Antworten
  3. Anne
    Anne says:

    Hallo Anchu,
    Ich war mal bei einer Therapie und viele Dinge, die du ansprichst, wurden auch dort angesprochen. Du bringst es auf den Punkt und erinnerst daran worauf es wirklich ankommt, Danke dafür!

    Ps. Ich liebe deinen direkten Schreibstil!!

    Antworten
  4. Barbara J. Schoenfeld
    Barbara J. Schoenfeld says:

    Hallo Anchu,
    du hast vollkommen Recht mit deinen sieben Erkenntnissen. Punkt für Punkt habe ich das jetzt in mein Leben integriert und es geht mir wesentlich besser als früher. Inzwischen übe ich daran, dass es mir egal ist, was andere von mir denken. Und dir brauche ich nicht zu sagen, wie toll das Gefühl ist. Du kennst das auch!
    Und übrigens, es ist niemals zu spät, diese Erkenntnisse auch wirklich umzusetzen, auch nicht im „zarten Alter“ von 62 🙂
    Herzliche Grüße
    Barbara

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Barbara,
      weniger Wert auf die Meinung anderer zu legen ist ein wichtiger Schritt zu mehr persönlicher Freiheit! Das ist echt super wichtig.
      Ich finde es fantastisch, wenn Menschen „in deinem Alter“ noch motiviert sind und bereit sind, zu ändern. Ich finde das wirklich bewundernswert.
      LG

      Antworten
  5. Tabbi
    Tabbi says:

    Hallo Anchu,

    ich schätze dich und deine Sachen sehr, und du zeigst mir immer wieder, warum das so ist! Für derlei „Erkenntnisse“ habe ich zwei Jahrzehnte gebraucht, leidvoll bin ich mit meinem Käse ebenso lang und oft dabei gewesen, wenn ich mit dem Gesicht voraus einen 1000-Meter-Flug auf dem Boden abbremsen durfte 🙂

    Kann nur allen sagen: So ist es, wie es Anchu beschriebt 😉

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tabbi,
      du hast 20 Jahre dafür gebraucht, ich ein bisschen weniger. Doch das ist ganz egal, denn auf dem Weg haben wir eine Menge gelernt. Und viele Menschen verstehen gewisse Dinge gar nicht – auch nicht nach 20 Jahren…
      LG

      Antworten
  6. Oliver
    Oliver says:

    Hi Anchu,

    ich habe mich so wiedererkannt, ja, regelrecht ertappt gefühlt. Deine 7 Punkte treffen absolut zu. Gerade bei den beiden Punkten „Loslassen“ und “ Sucht nach Anerkennung (von Frauen)“ erkenne ich mich total wieder, bzw. , sehe es als mein Trainingsfeld und Muster, hier mehr zu üben, es einfach zu machen. Seit der Mann-Sein Konferenz 2017 verschlinge ich deine Artikel. Ich mag deine direkte Schreibart, und wie gut du die Dinge auf den Punkt bringst.

    Ich beschäftige mich selbst seit zwei Jahren auf meinem Blog und in meinem ersten Buch ebenfalls um eine ganzheitliche (attraktive) Männlichkeit, die ich immer so definiere: Ein Mann mit Rückgrat und Herz! Der weiß, was er will, aber dabei auch gleichzeitig verletztlich und offen ist. Die Herzensoffenheit habe ich, wie viele „sanfte“ Männer, nun geht es um den Ausbau meines Rückgrats und der Stärkung meines kraftvollen (archaischen) Pols in mir!

    Mach weiter so!

    Liebe Grüße, Oliver

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Oliver,
      es freut mich, dass dir meine Artikel so gut gefallen. Dein Punkt ist interessant, da ich mich in den letzten Jahren eher in die andere Richtung bewegt habe – ich bin also ein wenig „weicher“ geworden. Je mehr ich die Balance finde zwischen „Krieger“ und „Herz“, desto besser fühle ich mich als Mann.
      LG

      Antworten
  7. Silke Weber
    Silke Weber says:

    Lieber Anchu Koegl,
    Gerade durch “ Zufall “ ( Ach nee..Zufälle gibt es ja nicht ♡) Deine Seite entdeckt und mit einem Lächeln im Gesicht durchgelesen.
    Die letzten Monate habe ich eine für mich schwierige Zeit durchgemacht.
    Vieles kommt mir sehr bekannt vor.
    Habe mich jedoch in der gleichen Weise, wie Du Vieles beschreibst, wieder auf einem guten Weg begeben und es wird täglich besser.
    Akzeptieren was kommt… Das Leben geniessen….aus Negativen Momenten lernen.
    Danke..werde deine Seite sicher öfter besuchen.
    Liebe Grüsse
    Silke

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Silke,
      schön, dass du dich in meinen Texten wiederfindest und dass sie dich inspirieren.
      Das Leben hat Höhen und Tiefen. Nur flach wäre auch irgendwie langweilig…
      LG

      Antworten
  8. TeteGina
    TeteGina says:

    Ciao Anchu, „unsere Gedanken nicht immer ernst nehmen und für wahr“; in der Tat: diese Gedanken sind im Prinzip in der „Vergangenheit“ gemacht worden aus unseren Erfahrungen und Erlebnisse und haben wir unsere Schlüsse gezogen (ich glaube der Fachausdruck heißt Konditionierung). Aber müssen diese gewonnenen Erkenntnisse aus der Vergangenenheit heute noch wahr sein!?Ich habe eins gelernt, wenn ich unvereingenommen auf die Dinge schaue, ohne das mein Hirn sofort anfängt zu vergleichen, dann reagiere ich spontan aus einem tiefen inneren Gefühl heraus . Und das fühlt sich definitiv besser an. Danke Anchu…ich mag deine Beiträge und die Art wie du schreibst, frisch, spontan, witzig und einfach geistreich….
    Saluti Tete

    Antworten
    • Anchu Kögl
      Anchu Kögl says:

      Hi Tete,
      das ist sicherlich was dran. Abgesehen davon, gibt es auch Gedanken, die einfach nur Blödsinn sind und auch nichts mit Erfahrungen aus der Vergangenheit zu tun haben.
      LG

      Antworten
  9. Matthias
    Matthias says:

    Hi Anchu,

    als ich begann zu lesen musste ich lächeln.

    Seit letzter Woche habe ich einen Satz in meine Morgenroutine eingebaut:
    „Ich überprüfe bewusst, ob wahr ist, was ich denke.“

    Und zack: Punkt 1 in Deiner Liste.

    Grüße

    Antworten

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