Was du tun kannst, wenn du unglücklich verliebt bist

unglücklich verliebtSein wir ehrlich: unglücklich verliebt zu sein ist Scheiße.

Auch ich war einige Male in meinem Leben unglücklich verliebt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das eine Mal, als ich mich in die Sekretärin meiner Fahrschule verliebt hatte.

Ich war 18 Jahre alt, hatte noch ein paar mehr Haare auf dem Kopf als jetzt und machte gerade meinen Führerschein.

Ich rannte ihr über ein Jahr hinterher. Wenn sie mir auf meine SMS (ja, damals benutzte man noch SMS) antwortete, fühlte ich mich wie der König der Welt. Wenn sie mir nicht antwortete oder erst ein paar Stunden später, fühlte ich mich wie der letzte Dreck.

Selbst als ich meinen Führerschein schon hatte, besuchte ich sie noch regelmäßig in der Fahrschule, um mit ihr zu plaudern.

Am Valentinstag brachte ich ihr dann einen Strauß Rosen vorbei. An dem Strauß hing ein Kärtchen mit einer Einladung für ein Abendessen in einem schicken Restaurant. Ein Restaurant, das ich mir eigentlich nicht leisten konnte. Sie bedankte sich für die Rosen, sagte meine Einladung jedoch ab.

Ich war vollkommen am Boden zerstört…

Liebe ist das wohl schönste Gefühl der Welt (mal abgesehen davon, endlich pinkeln zu dürfen, wenn man seit Stunden wartet und schon befürchtet hat, die Blase würde gleich explodieren).

Doch wenn man unglücklich verliebt ist, wird die Liebe schnell zu etwas sehr Schmerzhaftem und Frustrierendem.

Unglücklich verliebt: Die häufigsten Gründe

Es gibt viele Gründe dafür, warum sich Menschen unglücklich verlieben.

Ich weiß nicht, aus welchem Grund du unglücklich verliebt bist. Aber es ist gut möglich, dass es einer der folgenden ist:

  • Du bist in deinen besten Freund oder Freundin verliebt, doch er oder sie nicht in dich.
  • Du bist in einen Menschen verliebt, der in einer Beziehung ist (oder sogar verheiratet).
  • Du bist in einen Menschen verliebt, dieser jedoch nicht in dich (wie bei mir damals).
  • Du bist in einer Beziehung und hast dich fremdverliebt, möchtest deinen Partner jedoch nicht verlassen.
  • Du bist in jemanden verliebt, doch ihr wisst beide, dass ihr nicht zusammenpasst (vielleicht hattet ihr sogar schon eine Beziehung und habt gemerkt, dass es einfach nicht funktioniert).

Zu wissen, warum du unglücklich verliebt bist, ist interessant. Doch viel wichtiger ist, was du dagegen tun kannst.

Unglücklich verliebt? Du hast nur zwei Möglichkeiten

Wenn du unglücklich verliebt bist, hast du letztendlich nur zwei Optionen:

  1. Du kannst deine Liebe gestehen und hoffen, dass sie erwidert wird.
  2. Du akzeptierst, dass dich der andere Mensch nicht liebt oder ihr keine Zukunft habt, und lässt los.

Klingt das zu simpel?

Du kannst dir die Haare ausreißen, 27 verschiedene Bücher über Liebe und Beziehungen lesen oder dir den Namen deines Angebeteten auf den Unterarm tätowieren – das sind deine beiden einzigen Optionen.

Du kannst deine Liebe gestehen oder loslassen. Oder beides.

Unglücklich verliebt? Dann hast du genau zwei Optionen.

unglücklich verliebt

In Folgenden werde ich dir die beiden Optionen etwas genauer erklären und wir werden sehen, worauf du achten solltest.

Am Ende des Artikels werde ich dir noch erklären, was du tun kannst, wenn du dich immer wieder unglücklich verliebst. Denn anders als du jetzt vielleicht glaubst, trägst du für deine „unglückliche Liebe“ eine gewisse Mitschuld.

Das willst du wahrscheinlich nicht hören, ich weiß. Aber irgendeiner muss es dir ja sagen …

Falls du heute ein wenig lesefaul bist:Was du beim Gestehen deiner Liebe und beim Loslassen beachten musst, erfährst du auch in diesem Video:

Unglücklich verliebt #1: Gestehe deine Liebe

Ich kenne dich nicht. Ich weiß also nicht, ob du deine Liebe schon gestanden hast oder nicht.

Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass viele Menschen, die unglücklich verliebt sind, ihre Liebe noch gar nicht gestanden haben.

Und das ist in den meisten Fällen ziemlich dumm.

Falls du also unglücklich verliebt bist und deine Liebe noch nicht gestanden hast, solltest du dir ernsthaft überlegen, es zu tun.

Bringt das ein gewisses Risiko mit sich? Sicherlich.

Wenn du deinem besten Freund/in gestehst, dass du dich verliebt hast und deine Liebe nicht erwidert wird, wird die Freundschaft wahrscheinlich darunter leiden – oder sogar daran zerbrechen. Oder wenn du deinem Arbeitskollegen deine Liebe gestehst, belastet das vielleicht euer Arbeitsverhältnis.

Doch deine Liebe zu gestehen hat auch zwei große Vorteile:

  1. Erst wenn du die Liebe gestehst, kann sie erwidert werden. Klingt total banal, ich weiß. Aber vielleicht bist du ja umsonst unglücklich verliebt. Es kann nämlich sein, dass dein Angebeteter ähnliche Gefühle für dich hat, aber sich auch nicht traut, den ersten Schritt zu machen.
  2. Du gewinnst Klarheit. Selbst wenn deine Liebe nicht erwidert wird, hast du zumindest die Gewissheit, dass es so ist. Du hörst also auf, Luftschlösser zu bauen und blickst der harten Wahrheit ins Auge. Das ist zuerst mal schmerzhaft, doch langfristig die bessere Lösung. Denn erst wenn du die Hoffnung aufgibst, kannst du auch loslassen.

Falls du deine Liebe gestehst, gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest.

Sei ehrlich und direkt

Ehrlichkeit ist nicht immer einfach. Gerade wenn es um starke Gefühle wie Liebe geht. Doch ehrlich und direkt zu sein sorgt für Klarheit.

Falls du deine Liebe gestehst, sei also ehrlich und direkt.

Vergiss halbherzige Geständnisse wie:

  • Ich glaube, ich mag dich …
  • Weißt du, ich sehe dich manchmal als Freund aber manchmal auch irgendwie als mehr.
  • Es kann sein, dass ich Gefühle für dich hab …

Gehe auch nicht davon aus, dass der andere weiß, dass du ihn liebst – falls du es ihm nicht eindeutig gesagt oder gezeigt hast.

Verstehe mich hier nicht falsch. Du sollst jetzt keinen 20-seitigen Liebesbrief schreiben oder ein selbstkomponiertes Lied vorsingen. Sei einfach nur ehrlich und direkt. Schließlich sind wir alle erwachsen.

Nicht hinterherrennen

Wenn du deine Liebe gestanden hast, renne dem anderen Menschen nicht hinterher.

Ihm jeden Tag Nachrichten zu schicken und ihn darin zu erinnern, dass du ihn liebst, hilft kein bisschen weiter. Alles für diesen Menschen zu tun und ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, auch nicht.

All das sind nur Symptome von emotionaler Abhängigkeit.

Letztendlich ist es so: je mehr du versuchst, einem Menschen zu gefallen und ihn in dich verliebt zu machen, desto weniger funktioniert es.

Du kannst die Liebe nicht erzwingen.

unglücklich verliebt

Ich weiß, es ist frustrierend, unglücklich verliebt zu sein. Aber wir können Gefühle nun mal nicht erzwingen. Und wenn du deine Liebe gestanden hast, ist es das Beste, dass du dich auf dich selbst fokussierst und sich nicht dein ganzes Leben um den Menschen dreht, in den du verliebt bist.

Sollte ich meine Liebe immer gestehen?

Wie du vielleicht schon zwischen den Zeilen gelesen hast, bin ich ein großer Fan von Ehrlichkeit.

Ehrlichkeit tut zwar oft weh, macht aber langfristig Vieles leichter.

Ich würde dir also dazu raten, deine Liebe zu gestehen. Aus dem simplen Grund, dass es dir gut tun und dabei helfen wird, loszulassen.

Aber wie ich schon erwähnt habe, kann das negative Konsequenzen haben.

  • Wenn du in einen Freund oder eine Freundin verliebt bist, kann das Geständnis die Freundschaft ruinieren.
  • Wenn du in deinen Arbeitskollegin oder deinen Chef verliebt bist, kann das denn Arbeitsalltag kompliziert machen.
  • Wenn du in den Partner eines Freundes von dir verliebt bist, kann darunter eure Freundschaft und deren Beziehung leiden.
  • Wenn du in einer Beziehung bist und jemand anderem deine Liebe gestehst, kann deine Beziehung darunter leiden.

Letztendlich musst du entscheiden, was du tust. Doch auszusprechen, dass du in jemanden verliebt bist, kann auch sehr befreiend sein.

Unglücklich verliebt #2: Loslassen

Falls du unglücklich verliebt bist und deine Liebe nicht erwidert wird, gibt es letztendlich nur eine Lösung: Loszulassen.

Es ist nicht einfach, doch letztendlich musst du akzeptieren, dass du die Liebe nicht kontrollieren kannst. Und nur weil du jemanden liebst, heißt das leider nicht automatisch, dass deine Liebe auch erwidert wird.

Eine unglückliche Liebe loszulassen ist jedoch nicht das Gleiche wie deinen Ex-Partner loszulassen.

Wenn du eine Trennung verarbeitest, versuchst du eine Beziehung loszulassen, die tatsächlich existiert hat. Bist du jedoch unglücklich verliebt, ist es in den meisten Fällen ja gar nicht erst zu einer Beziehung gekommen. Es geht also weniger darum, echte Erfahrungen und Erinnerungen loszulassen, als deine Wunschvorstellung und deine Luftschlösser.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Du kannst ja auch unglücklich verliebt in einen Menschen sein, mit dem du schon mal eine Beziehung hattest oder zumindest im Bett warst. Doch das ist eher selten der Fall.

Deshalb ist das Loslassen einer unglücklichen Liebe nicht exakt das Gleiche wie Liebeskummer – auch wenn es sich ähnelt.

Ich habe auf diesem Blog schon viel zum Thema Liebeskummer geschrieben. Und falls du unter Liebeskummer leidest, liest du dir am besten diesen Artikel durch.

Falls du jedoch unglücklich verliebt bist und mit dem Menschen nie eine Beziehung hattest, können dir folgende Tipps weiterhelfen.

Akzeptiere, dass es nicht die große Liebe ist

Wenn du unglücklich verliebt bist, glaubst du wahrscheinlich, dass er oder sie der richtige Mensch für dich ist. Doch das ist ein Trugschluss.

Solange ein Mensch nicht das Gleiche für dich empfindet, wie du für ihn, ist er nicht der Richtige.

unglücklich verliebt

Egal, wie stark du jemanden liebst, wird diese Liebe nicht erwidert, passt ihr beide nicht zusammen. Und je schneller du das akzeptierst, desto schneller kannst du loslassen.

Schluss mit der mentalen Masturbation

Was du jetzt lesen wirst, ist hart. Aber es ist wichtig, dass du das verstehst:

In den meisten Fällen ist eine einseitige Liebe keine wirkliche Liebe, sondern eine Idealisierung der Liebe.

Wenn du unglücklich verliebt bist, ist es gut möglich, dass du nicht wirklich einen Menschen liebst. Du liebst nur deine ideale Vorstellung dieses Menschen.

Du hast dich also mehr in die Idee verliebt, mit diesem Menschen zusammen zu sein, als in den Menschen selbst. In deiner Vorstellung ist dieser Mensch perfekt und ihr würdet eine Traumbeziehung führen – und in dieses Bild hast du dich verliebt.

Mach dir also bewusst, dass deine „Verliebtheit“ wahrscheinlich kein ehrliches und reales Gefühl ist, sondern eher eine Wunschvorstellung.

Scheiß auf Hoffnung

Hoffnung ist ein sehr machtvolles Gefühl. Es motiviert uns, trotz großer Herausforderungen weiterzumachen und kann uns schwierigen Momenten die nötige Kraft geben, um uns nicht vollkommen aufzugeben.

Doch Hoffnung kann auch nach hinten losgehen.

Denn solange wir auf etwas hoffen, können wir es nicht loslassen. Und das ist besonders der Fall, wenn du unglücklich verliebt bist.

Solange du die Hoffnung hast, deine Liebe könnte doch noch irgendwann und irgendwie erwidert werden, wirst du nicht loslassen.

Solange du noch Hoffnung hast, lässt du nicht los.

unglücklich verliebt
So weh es auch tut: Vergiss jegliche Hoffnung. Erst wenn du die Hoffnung aufgibst, wirst du loslassen und bereit sein für einen neuen Menschen.

Akzeptiere also, dass deine Liebe keine Chance hat. Und nein, die Hilfe eines afrikanischen Zauberers oder Wünsche ans Universum werden dir auch nicht weiterhelfen.

Wenn du dich immer wieder unglücklich verliebst

Natürlich kann es passieren, dass du dich einmal unglücklich verliebst. Doch passiert das immer wieder, ist das verdächtig.

Und falls du dich immer wieder unglücklich verliebst, hat das wahrscheinlich mit deinen Werten zu tun.

Du kannst die Liebe nicht vollkommen steuern. Doch deine Werte haben einen Einfluss darauf, zu wem du dich hingezogen fühlst.

Anziehung und Werte

Generell gilt, dass wir das attraktiv finden, was wir wertschätzen. Das bedeutet, dass du dich vor allem in die Menschen verliebst, die Eigenschaften besitzen, denen du viel Wert beimisst.

Viele Männer geben zum Beispiel dem Aussehen einer Frau besonders viel Wert und vernachlässigen dafür andere wichtige Eigenschaften.

Die liebevollen, treuen und zärtlichen Frauen lassen sie links liegen, da sie nicht so sexy aussehen wie die heiße Blondine mit operierten Brüsten und aufgeblasenen Lippen, deren Lebenssinn darin besteht, möglichst viele Follower auf Instagram zu haben.

Und dann beschweren sie sich darüber, dass sie sich immer in die „falschen Frauen” verlieben. Würden diese Männer auf andere Eigenschaften bei Frauen Wert legen, würden sie sich auch in andere Frauen verlieben.

Worauf legst du wert?

unglücklich verliebt

Das war jetzt ein Beispiel für Männer. Aber das Thema betrifft natürlich auch die Frauen.

Viele Frauen behaupten zum Beispiel, dass sie sich sexuell vor allem zu „bad boys“ und „Arschlöchern“ hingezogen fühlen.

Das ist jedoch oftmals ein Problem, denn diese Frauen wünschen sich einen verlässlichen Partner und wollen eine Beziehung, während die „bad boys“ nur Sex und Abenteuer wollen.

Diese Frauen machen dann den Fehler, die „bad boys“ umerziehen zu wollen oder sie mit Tricks und Spielchen in eine Beziehung zu kriegen. Manipulative Ratgeber, die Frauen genau das versprechen, gibt es ja leider genug.

Doch das endet meistens weniger gut und führt dazu, dass mir diese Frauen dann ellenlange E-Mails schreiben, in denen sie erklären, dass doch alle Männer Arschlöcher sind und nur Sex wollen und bla bla bla.

Was ist also die Lösung zu dem Dilemma?

Dass du anfängst, auf die „richtigen“ Werte bei anderen Menschen zu achten.

Wähle deine Werte weise

Vor einigen Jahren war ich ein ziemliches Party-Tier.

Ich war viel, oft und manchmal auch exzessiv feiern. Zu dieser Zeit fand ich es sehr attraktiv, wenn auch eine Frau viel gefeiert hat.

Mittlerweile gehe ich viel seltener feiern. Stattdessen gehe ich gerne gut essen, mache viel Sport, lese gerne, meditiere und – wär hätte es gedacht – schreibe viel.

Die Frauen, die ich früher attraktiv fand – also die Party-Mäuschen – finde ich mittlerweile ziemlich unattraktiv. Dafür finde ich jetzt Frauen anziehend, die einen gesunden Lebensstil verfolgen und deren Höhepunkt der Woche nicht die Partys am Wochenende sind.

Ich habe mich verändert, meine Werte und Prioritäten haben sich verändert und damit auch die Eigenschaften von Frauen, die auf mich attraktiv wirken. Und das ist der springende Punkt.

Überlege mal kurz, auf welche Eigenschaften du bei Menschen Wert legst.

Wenn du dir zum Beispiel eine Beziehung wünschst, wie wäre es dann damit, dass du auf Qualitäten wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Mitgefühl achtest? Oder wie wäre es mit Liebenswürdigkeit und Einfühlungsvermögen?

In dem du bewusst darauf achtest, was du an Menschen wertschätzt, hast du einen gewissen Einfluss darauf, zu wem du dich hingezogen fühlst.

Seit einigen Jahren konzentriere ich mich zum Beispiel nur noch auf die Menschen, die Ja zu mir sagen (nicht nur bezogen auf Dating). Ich renne also keinem mehr hinterher. Und das hat Vieles in meinem Leben geändert.

Ein falsches Verständnis von Liebe

Viele Dating-Probleme haben damit zu tun, dass Menschen ein falsches Verständnis von Dating, Anziehung und Liebe haben.

Bedingt durch unsere Konsumgesellschaft, Hollywood-Romanzen und manipulative Datingtipps erleben Menschen deshalb eine Enttäuschung nach der anderen. Und da du diesen Artikel liest, geht es dir wahrscheinlich ähnlich.

Aus diesem Grund habe ich einen kostenlosen Dating-Ratgeber zusammengestellt. Dort erkläre ich die 5 häufigsten Missverständnisse über Dating. Außerdem erfährst du, wie du durch deine ganz eigene Persönlichkeit attraktiver wirst und den richtigen Partner anziehst. Du kannst dir den Ratgeber kostenlos herunterladen.

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Warum gehen wir fremd, obwohl wir den Partner lieben?

Das ist ein Gastartikel von Melanie Mittermaier. Mehr über sie und ihre Arbeit erfährst du am Ende des Artikels. 

warum geht man fremd obwohl man den partner liebtSolche und noch heftigere Kommentare ernte ich beinahe jeden Tag auf meinem Blog und Youtube-Kanal:

  • 

„Fremdgeher sind Idioten!“
  • „Menschen, die fremdgehen, sind erbärmlich!“
  • „Trenn dich, wenn du es nicht schaffst, treu zu bleiben!“
  • „Fremdgehen ist Körperverletzung!“
  • „Sogar Vögel schaffen es, ein Leben lang treu zu bleiben!“

Manch einer vergleicht Fremdgehen mit Diebstahl. Andere sogar mit Mord.

Echt jetzt?



Immer wieder wünscht sich jemand, ich möge an einer tödlichen Krankheit verrecken und ein katholischer Kirchenvertreter hätte gern den Hexenhammer zurück, um Frauen wie mir den Garaus zu machen. Und all das im Namen der Liebe …


Fremdgehen ist eines der krassesten NoGos in unserer Gesellschaft

Fremdgehen ist ein riesiges Tabu-Thema. In der heutigen Zeit ist es keine Schande mehr, sich scheiden zu lassen. Die größere Schande ist es, einem untreuen Partner eine Affäre zu verzeihen und bei ihm oder ihr zu bleiben. Die Menschen trennen sich lieber vom Partner, als vom Treue-Ideal.

Doch warum gehen so viele Menschen fremd, obwohl sie damit ihre Beziehung auf’s Spiel setzen?



In diesem Artikel räume ich mit ein paar Halbwahrheiten und Mythen auf, die ich immer wieder höre, wenn es um Untreue geht. Und ganz ehrlich, früher habe ich genau die selben Behauptungen von mir gegeben und war keinen Deut besser.

Bis das Leben mir eine Lektion erteilt hat:

Eine wunderschöne, laue Vollmondnacht im Sommer 2013 hat meine damals heile (und monogame) Welt komplett auf den Kopf gestellt. Ein unschuldiger Blick in die blauen Augen meiner Jugendliebe bringt mich völlig um den Verstand.

Dieser Blick dauert sehr viel länger, als er sollte. Mir wird heißt und kalt zu gleich, die Schmetterlinge in meinem Bauch, die sich viele Jahre nicht blicken haben lassen, geben plötzlich Vollgas. In diesem Blick drücken sich Gefühle aus, die wir beide schon ewig nicht mehr gefühlt haben. Begehren, Sehnsucht, Neugierde – und Gefahr.

Ich bin fremdverliebt!

In den Tagen nach unserem zufälligen Treffen ist nichts mehr wie es war.

  • Ich kann nicht mehr essen.
  • Ich kann nicht mehr schlafen.
  • Ich kann nicht mehr denken.

Mein Gefühlshaushalt gleicht einer Achterbahn. Verliebtheit, Sehnsucht und Verlangen wechseln sich ab mit Schuldgefühlen, Zerrissenheit und riesiger Angst.

warum geht man fremd obwohl man den partner liebt

Was läuft hier gerade? Vor ein paar Wochen habe ich meinen 10. Hochzeitstag mit meinem Mann gefeiert. Wie kann es sein, dass ich mich so verliebe?

Jede SMS, die ich von ihm bekomme, hebt meine Welt auf eine rosarote Wolke im 7. Himmel. Und stürzt mich gleichzeitig und eine düstere Hölle des Verderbens. Mein erster Gedanke morgens nach dem Aufwachen ist er, mein letzter Gedanke am Abend auch.

Ein seltsames Gefühl, wenn der Ehepartner vertraut und völlig ahnungslos daneben liegt. Von dem heftigen Sturm, der in mir tobt, bekommt mein Mann nichts mit.

Ich will fremdgehen! Unbedingt!

Mein Kopfkino spielt Tag für Tag eine einzige Szene in unzähligen Varianten ab. Die leidenschaftliche Verschmelzung zweier Körper, die sich neugierig entdecken, sich Lust verschaffen und nach einem fulminanten Höhepunkt erschöpft und satt aufeinander sinken.

Fieberhaft überlege ich mir einen wasserdichten Plan, wie ich ihn wiedersehen kann, ohne dass seine Frau oder mein Mann es mitkriegen. Ich will ihn sehen, riechen, schmecken, fühlen und erkunden. Mir ist voll bewusst, was ich da tue und ich nehme es in Kauf.

Natürlich hoffe ich, dass es niemals auffliegen würde. Doch wenn, bin ich bereit die Konsequenzen zu tragen. Dieses Gefühl des unersättlichen Verlangens nach einem unbekannten Körper ist zu gut, als dass ich es ignorieren oder unterdrücken könnte.

Warum geht man fremd, obwohl man den Partner liebt?

Mein Mann war und ist die Liebe meines Lebens.

Ich könnte mir keinen großartigeren Partner an meiner Seite vorstellen. Natürlich haben wir auch unsere Herausforderungen und Krisen, jedoch sind wir sehr gut darin, sie gemeinsam zu meistern.

Zuerst habe ich unsere Beziehung analysiert und nach Fehlern gesucht. Denn ich war wie die meisten Menschen der Meinung, dass in einer guten Beziehung niemand den Wunsch nach fremder Haut hat. Mittlerweile weiß ich es besser. Das ist völliger Blödsinn!

Damals habe ich mich jedoch selbst verurteilt und mir die Peitsche auf den Rücken gehauen:

Was ist nur los mit mir? Wie kann ich meinem Mann sowas nur antun wollen? Ich bin der schlechteste Mensch auf dem Planeten und ich sollte in der Hölle schmoren!

Doch meine Gelüste, mein Verlangen und meine Neugierde haben mit meinem Mann überhaupt nichts zu tun. Es hat nichts mit meiner Ehe zu tun und ich wollte auch zu keinem Zeitpunkt mit dem anderen Mann durchbrennen. Hier geht es um etwas völlig anderes.

Die Grenzen der Monogamie

Anstatt meine Ehe in die Tonne zu hauen, habe ich angefangen zu recherchieren und mich zum ersten Mal in meinem Leben bewusst mit dem Thema Monogamie auseinander gesetzt. Ich habe unzählige Artikel und Bücher über Treue, Untreue und Polyamorie verschlungen.

Fremdgehen ist noch immer ein großes Tabu-Thema

warum geht man fremd obwohl man den partner liebt

Irgendwann hab ich meinem Mann von meiner Fremdliebe erzählt und ihn vorsichtig gefragt, ob er auch manchmal Lust auf andere Frauen hat.

Wir haben uns entschieden, unsere Beziehung offener und freier zu gestalten und auf die ewige Treue zu verzichten. Nach und nach habe ich mit Freunden und Bekannten darüber gesprochen und meinen Liebe-Leben Blog gestartet, weil mir klar war, dass viele Paare mit der ewigen Treue Probleme haben und irgendwann im Laufe des Lebens an die Grenzen der Monogamie stoßen.

Seither bin ich jeden Tag im Kontakt mit Menschen, die sich fremdverliebt haben, ihren Partner betrügen, betrogen wurden, oder als Geliebte ein trauriges Dasein fristen und den sehnlichsten Wunsch hegen, endlich wieder glücklich zu sein.

„Schatz! Es ist nicht so wie du denkst…“

Das mag wie eine billige Ausrede klingen, ist es aber nicht. In all der Zeit und in der Arbeit mit hunderten Klienten habe ich gelernt, dass es beim Fremdgehen um völlig andere Dinge geht als um pure Geilheit und Sex.

Es ist völliger Blödsinn, dass untreue Menschen schwach oder gestört sind. Es gibt immer Gründe, wenn ein Mensch eine Grenze überschreitet, von der er oder sie gedacht hat, das niemals zu tun.

Diese Gründe sind vielfältig und keineswegs auf Bosheit, Rücksichtslosigkeit oder Willensschwäche zurück zu führen. Die Verurteilungen können wir uns sparen. Sie verhindern weder Untreue, noch helfen sie raus aus dem Drama.

Es ist ein Irrtum, dass nur unglückliche Paare sich betrügen. Keine Beziehung ist perfekt und es ist nicht möglich, dass EIN Partner ein Leben lang all unsere Bedürfnisse erfüllt. Wir alle haben ein Bedürfnis nach Sicherheit UND nach Abenteuer. Nach Zusammengehörigkeit UND Autonomie. Nach dem Vertrauten UND dem Neuen.

Ewige Treue ist leicht mit dem/der Richtigen

Zuerst müssen wir mit einem Mythos aufräumen, der sich leider sehr hartnäckig hält.

„Liebe ist, wenn Treue Spaß macht.“

Am Beginn einer Beziehung fühlt sich das sicher so an. Wir haben nur Augen für diesen einen besonderen Menschen und sobald wir und für jemand anderen interessieren, war es nicht der/die Richtige. Was für ein Schwachsinn!

Fremdgehen hat oftmals nichts mit mangelnder Liebe zu tun!

warum geht man fremd obwohl man den partner liebt

In der westlichen Welt ist die serielle Monogamie die am meisten gelebte Beziehungsform.

Ewige Treue, bis das der Tod uns scheidet? Fehlanzeige. Stattdessen haben viele Menschen eine Beziehung nach der anderen.

Als treu gilt z.B. eine Frau, die in all ihren Beziehungen immer nur mit einem Mann gleichzeitig Sex hat. Aber diesen sofort verlässt, wenn ihr irgendwas nicht passt.



Nun stell dir vor, da wäre ein Mann, der seit 25 Jahren zu seiner Frau hält, sie pflegt, wenn sie krank ist, unterstützt, wenn ihre Eltern sterben, mit ihr Kinder groß zieht und für die Familie einen ungeliebten Job behält, damit er genug Geld verdient. Und dieser Mann hat in all den Jahren eine Affäre (aus welchen Gründen auch immer). Er wird als Betrüger abgestempelt.

Merkst du was? Wo ist denn die Liebe und die Treue, wenn es nicht einmal möglich ist, mit dem Partner eine Krise zu überstehen?

Warum geht man fremd? 5 Gründe…

Die Monogamie hat nix mit Liebe zu tun. Sie ist ein Konstrukt, um die Erbfolge zu sichern. Männer wollen sicher gehen, dass sie ihr Haus, ihr Land, ihr Vieh an einen leiblichen Nachkommen vererben.

Die Monogamie ist auch kein Naturgesetz wie etwa die Schwerkraft. Sie ist eine Entscheidung. Und wie das so ist mit Entscheidungen, dürfen wir sie ab und zu überdenken und möglicherweise revidieren.

Treue kann über 10, 20, 30 Jahre super funktionieren und dann nicht mehr. Warum?

1. Persönliche Krise (z.B. Midlife-Crisis)


Sabrina hat über Jahre nicht gemerkt, dass sie sich selbst aufgegeben hat. Sie war immer für ihre Familie da, hat perfekt funktioniert, aber ihre Lebensfreude verloren. Sie kann sich selbst kaum noch leiden. Als auch noch ihr Vater stirbt, ist sie am Ende ihrer Kraft.

Ihr Kollege, der ihr bisher kaum aufgefallen ist, fängt sie in dieser Zeit auf. Er macht ihr Komplimente, bringt ihr einen Kaffee vorbei und schaut sie immer wieder auf eine ganz besondere Art an, die ihr einen leisen Schauer über den Rücken laufen lässt.

Plötzlich fühlt sie ein sexuelles Verlangen, welches sie komplett abgeschrieben hatte. 

Mit ihm fühlt sie sich so sinnlich wie schon lange nicht mehr. Eine Frau wie Sabrina sucht keinen neuen Partner. Sie sucht ein neues ICH.

2. Lebendigkeit

Fast alle Paare, mit denen ich arbeite, bestätigen mir, dass sie in der Affäre eine Lebendigkeit fühlen, die in der Langzeitbeziehung verloren gegangen ist. Die Beziehung fühlt sich an wie ein gemütlicher Pullover. Perfekt um auf dem Sofa zu kuscheln.

warum geht man fremd obwohl man den partner liebt

Doch sie vergessen über die Zeit, sich ab und zu in unbequeme, enge und sexy Klamotten zu schmeißen und das Leben zu feiern und zu tanzen. Eine Affäre bietet genau das. Sie ist unbequemem, sexy, lebendig.

Lebendigkeit bedeutet auch Konflikte auszutragen, unbequeme Dinge anzusprechen, sich dem Partner mit allen Facetten zuzumuten. Liebe und Begehren sind zwei verschiedene Paar Schuhe.

Liebe ist „sein“, Begehren ist „haben wollen“.

Gibst du deinem Partner die Möglichkeit, dich haben zu wollen?

3. ADS – Abenteuer Defizit Syndrom

Sind wir frisch verliebt, gibt es immer Unsicherheiten und Ängste, ob das mit dieser Liebe was wird. Wir wollen schnellstmöglich dafür sorgen, dass wir uns sicher und geliebt fühlen und dass die Verliebtheit zu einer tiefen Liebe reift.

Leider verhindert eine gemütliche, tiefe Liebe jegliches Wachstum, Neugierde und Weiterentwicklung. Paare tun alles, um keine Verlustangst, Eifersucht oder andere negative Gefühle fühlen zu müssen. Sie hören auf, mit anderen Menschen zu flirten, lassen sich gehen, kümmern sich nicht um ihren „Marktwert“. 

Das ist LANGWEILIG!

Eine Affäre ist wie ein Überraschungsei: Spiel, Spaß, Spannung und Schokolade.

Diese ganz besonderen Gefühle, die in einem sexuellen Abenteuer automatisch aktiviert werden, brauchen in einer Langzeitbeziehung sehr viel Pflege und Arbeit. Die Kirschen in Nachbars Garten sind immer süßer und ewige Treue hat auch einen Preis.

4. Sexuelle Neigungen, Neugierde, Freiheit & Autonomie

Einer meiner Kunden liebt es, der dominante Part in einem BDSM Liebesspiel zu sein. Aber nicht mit seiner Frau. Sie ist seine Partnerin auf Augenhöhe, er will sie nicht erniedrigen. Auch nicht im sexuellen Spiel. Er hat lange diese Neigung unterdrückt und bekämpft. Ohne großen Erfolg.

Ich persönlich bin sexuell extrem neugierig und nicht alles kann und will ich mit meinem Mann zusammen erleben. Manchmal mag ich einen neuen Körper entdecken und mich in einer anderen Person spiegeln.

Die Gefühle von neu, aufregend und ungewohnt kann mein Mann nicht auslösen. Das ist uns beiden klar. Meistens will ich gar nicht wirklich Sex haben. Doch die Möglichkeit es tun zu können, wenn ich wollte, gibt mir ein enormes Gefühl von Freiheit.

Tatsächlich habe ich durch diese Freiheit sehr viel weniger den Drang, es wirklich auszuleben. Interessant, oder?

Autonomie ist für mich ebenfalls ein wichtiger Aspekt. Mein Leben, meine Regeln.

Ich hab keine Lust, am Ende meines Lebens zu bereuen, mich nach einer gesellschaftlichen Moral gerichtet zu haben und diese niemals hinterfragt zu haben. Ich will nicht bereuen, dass ich die Erwartungen ANDERER Menschen erfüllt habe und meine eigenen nicht.

5. Die Beziehung

Eine gute Beziehung verhindert Fremdgehen nicht. Eine schlechte begünstigt es aber.

Nicht alle, die untreu sind, haben ein schlechtes Gewissen. Manch einer fühlt sich im Recht, den Partner zu betrügen, weil Bedürfnisse in der Beziehung nicht angesprochen werden können, nicht erfüllt oder sogar als unangemessen zurück gewiesen werden.

Ich liebe es, wenn eine Affäre auffliegt, weil sie dem Paar die Möglichkeit gibt, an ihren Baustellen zu arbeiten, die sie lange verdrängt und unter den Teppich gekehrt haben. Plötzlich sind Gespräche möglich, die Jahre verweigert wurden. Plötzlich knistert es wieder im Ehebett und die Paare haben den Sex ihres Lebens.

Eine Beziehung ist immer dazu da, die Partner zu entwickeln, sich zu reiben und zu wachsen. Das tut weh und soll so sein. Eine Friede-Freude-Eierkuchen-Beziehung für immer gibt es nicht und das ist nicht die Idee von Beziehung.

Also? Warum gehen Menschen fremd?

Ein Seitensprung oder eine Affäre ist nichts weiter als eine Krise. Es hört sich abgedroschen an, doch es bedeutet immer auch eine Chance.

Anstatt sexuelle Exklusivität auf Biegen und Brechen einzufordern, und einen Regelbruch mit Trennung zu bestrafen, können Paare lernen, ihrer Beziehung gegenüber loyal und treu zu sein. Selbst wenn einer mal fremdgegangen ist.

warum geht man fremd obwohl man den partner liebt

Fremdgehen ist Teil des Lebens und wird es immer sein. Ob es uns passt oder nicht.

Regeln zu brechen ist Teil der menschlichen Natur, sonst wäre eine Entwicklung nicht möglich. Wir können ewig dagegen kämpfen und ein riesiges Drama daraus machen, wir können aber das Drama auch sein lassen.

Fremdgeher sind keine Idioten und auch nicht erbärmlich. Sich zu trennen ist feige, an einer Beziehung zu arbeiten ist mutig.

Wenn Untreue Körperverletzung ist, dann fehlt es himmelweit. Und nein, Vögel schaffen es auch nicht ein Leben lang treu zu sein. Das ist ein Mythos und wurde mittels Genforschung widerlegt.

Das Leben ist dazu da, um gelebt zu werden. Mit allen positiven und negativen Emotionen und Konsequenzen. Nichts ist schlimmer als ein nicht gelebtes Leben.

Über die Autorin Melanie Mittermaier

warum geht man fremd obwohl man den partner liebtMelanie unterstützt seit Jahren Einzelpersonen und Paare bei allen Schwierigkeiten, die vor, während und nach einer Affäre auftreten. Meist ist sie eine Art Feuerlöscher, der zum Einsatz kommt, wenn jemand betrogen wurde, selbst fremdgeht oder eine Geliebte am Ende ihrer Kräfte angelangt ist.

Mit ihrem Liebe-Leben-Blog und über YouTube inspiriert sie viele Tausend Menschen neue und ungewöhnliche Wege zu finden, um Untreue zu verarbeiten und ihre Partnerschaft lustig, erfüllt und glücklich zu leben.

Sie ist Mutter von zwei großartigen Kids, seit 14 Jahren glücklich verheiratet und kennt die Höhen und Tiefen einer ursprünglich monogamen Langzeitbeziehung aus eigener Erfahrung.

Ihr Lebensmotto lautet: Leben darf leicht gehen und Spaß machen. Liebe auch!

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3 Dinge, die du nicht von der großen Liebe erwarten solltest

Die große Liebe zu finden ist das wohl Schönste, was uns passieren kann.

Doch oftmals haben wir falsche Erwartungen an die Liebe. Und das macht Beziehungen kompliziert.

Wir erwarten, dass uns die große Liebe restlos glücklich macht, dass es niemals Beziehungsprobleme geben wird und dass wir ab jetzt nur noch auf der Sonnenseite des Lebens spazieren werden.

Für viele Menschen ist die große Liebe deshalb wie der Nebel beim Sonnenaufgang.

Er sieht schön aus, er regt zum Träumen an, aber er es ist nicht greifbar.

Er ist nur ein idyllischer Anblick, der schnell vorbeizieht.

Egal, wie du dich anstellst, der idyllische Morgennebel wird immer wieder auf’s Neue wegziehen. Die große Liebe hingegen kann bleiben. Zumindest wenn du Folgende drei Dinge im Hinterkopf behältst.

1. Erwarte nicht, dass dein Partner dich glücklich macht

Der wohl größte Irrglaube über die große Liebe ist, dass uns ein Partner glücklich machen muss.

Dieser Irrglaube ist in unserer Gesellschaft weit verbreitet.

Wir begegnen ihm tagtäglich auf’s Neue:

  • In der Werbung.
  • In Magazinen.
  • In Filmen.
  • In unserem privaten Umfeld.

Wir werden ständig mit einer über-romantisierten Vorstellung von der großen Liebe konfrontiert:

Wenn du erst die große Liebe gefunden hast, wird alles gut! Das Leben wird dir freundlich zulächeln, deine Probleme werden sich in Luft auslösen und du wirst jeden Tag glücklich sein!

Versteh mich nicht falsch. Ich bin nicht gegen die Liebe, ganz im Gegenteil. Ich meine, was gibt es Schöneres?

Doch der Glaube, dass ein einziger Mensch alles in unserem Leben ändern sollte, ist zwar romantisch, aber auch sehr naiv. Und unter Umständen ungesund.

Er ist ungesund, weil er dazu führen kann, dass du die Verantwortung für dein Leben und dein Wohlbefinden auf den Partner abwälzt:

Du bist dazu da, um mich glücklich zu machen! Und wenn du das nicht schaffst, dann bist du nicht die große Liebe. Also verpiss dich!

große liebe

Auch die große Liebe kann dich nicht dauerhaft glücklich machen, wenn du mit dir selbst nicht zufrieden bist.

Übernimm Verantwortung

Mach dir bewusst, dass kein Mensch auf dieser Welt dafür verantwortlich ist, dass du glücklich bist. Diese Verantwortung liegt ganz alleine bei dir.

Ich weiß, scheiß Erkenntnis. Aber das nennt man Erwachsenwerden.

Der springende Punkt ist der: Du kannst mit einem Partner an deiner Seite glücklich werden. Doch kein Partner kann dich dauerhaft glücklich machen, wenn du mit dir selbst und deinem Leben unzufrieden bist.

Das ist ein feiner, aber sehr wichtiger Unterschied. Und auch ich musste das erst lernen.

Mit Anfang Zwanzig machte ich ein Austauschjahr in Italien.

Ich liebe dieses Land – die Menschen, die Sprache, die Kultur und klar, das Essen.

Trotzdem war es eine schwierige Zeit für mich. Ich wusste nicht, was ich im Leben wollte, fühlte mich verloren und war unzufrieden mit mir selbst.

Dann lernte ich durch etwas Glück eine tolle Frau kennen: attraktiv, zärtlich, humorvoll, tiefgründig.

Nach einigen Wochen fingen wir eine Beziehung an. Doch auch sie machte mich nicht zufriedener. Das lag jedoch nicht an ihr oder an der Beziehung. Es lag daran, dass ich mit mir und meinem damaligen Leben unzufrieden war.

Ein Partner kann dir viel geben. Sehr viel. Doch er ist nicht für dein Glück verantwortlich.

2. Verwechselst du das Verliebtsein mit Liebe?

Ein weiterer Punkt, der der großen Liebe oftmals schadet, ist paradoxerweise das Verliebtsein.

Du weißt schon, die Phase, in der dein Partner einfach nur perfekt ist, ihr mindestens drei Mal am Tag Sex habt und vom Joggen, über das Shoppen bis hin zum Duschen alles gemeinsam macht.

Natürlich ist am Anfang, während man verliebt ist, alles wunderschön und rosarot. Doch egal, wie du dich anstellst, diese Phase dauert nicht für immer.

Das Verliebtsein ist letztendlich nichts anderes, als ein chemisch-hormoneller Prozess im Gehirn, der im Durchschnitt zwischen drei Monaten und drei Jahren anhält.

Wenn du verliebt bist, bist du also in einem emotionalen Ausnahmezustand, ähnlich wie bei einem Drogenrausch.

Doch genauso, wie ein Drogenrausch irgendwann vorbei ist, ist auch die alles-ist-rosarot-und-mein-Partner-ist-einfach-nur-perfekt-Phase früher oder später vorüber. Sorry für die Anti-Romantik.

große liebe

Die große Liebe hat mit der Verliebtseins-Phase nicht viel gemeinsam

Ist diese Verliebtseins-High-Phase erst mal vorbei, glauben viele Menschen, dass die Liebe erloschen sei. Dabei geht die Beziehung nur in eine neue, reifere und erwachsenere Phase über.

Mach dir also bewusst, dass Schmetterlinge im Bauch, intensivste Gefühle und extreme sexuelle Anziehung nicht allzu viel mit der großen Liebe zu tun haben.

All das sind Zustände, die auf das Verliebtsein zutreffen, sich früher oder später jedoch abschwächen. Und nein, das soll nicht heißen, dass du ab jetzt zu Drogen greifen sollst.

3. Auch die große Liebe rettet dich nicht vor Beziehungsproblemen

Stell dir vor, du hast vor einigen Jahren deinen Partner kennengelernt. Damals warst du davon überzeugt, dass es die große Liebe war.

Der Sex war fantastisch, das Zusammenleben harmonisch und ihr habt viel unternommen. Es war eine Traumbeziehung wie aus dem Bilderbuch.

Doch jetzt, einige Jahre später, sieht das anders aus.

  • Das Zusammenleben besteht größtenteils aus Routine.
  • Du oder dein Partner fühlen sich sexuell zu jemand anderem hingezogen oder ihr seid sogar fremdgegangen.
  • Der Sex ist nach Jahren nicht mehr so prickelnd wie in den ersten Monaten. Vor allem auch nicht mehr so häufig.
  • Gewisse Macken an deinem Partner, die du frühe niedlich fandst, nerven dich mittlerweile ganz gewaltig.

Heißt all das, dass dein Partner doch nicht die große Liebe ist? Nicht unbedingt!

Denn leider bewahrt dich auch die große Liebe nicht vor Beziehungsproblemen.

große liebe

Auch die große Liebe bewahrt dich nicht vor Beziehungsproblemen

Nur weil du dich also sexuell zu jemand anderem hingezogen fühlst, ihr nicht mehr so oft Sex habt, dich dein Partner manchmal nervt oder der Alltag langweiliger geworden ist, heißt das noch lange nicht, dass dein Partner nicht doch die große Liebe ist.

Es ist schlichtweg unreif zu erwarten, dass die Beziehung auch nach Jahren genauso prickelnd und aufregend ist wie am Anfang.

Eine große Mitschuld daran haben übrigens Liebesfilme.

Der Einfluss von Hollywood auf unser Konzept von Liebe

Unsere Vorstellung von Liebe, Anziehung und Beziehungen ist viel stärker durch Filme geprägt, als uns oft bewusst ist.

Wenn du mit einer attraktiven Person heftig rummachst, wirst du sexuell erregt. Das ist eine natürliche Reaktion deines Körpers.

Doch warum halten wir rote Rosen oder selbstgeschriebene Gedichte für romantisch? Warum nicht einen Sack Kartoffeln mit einer roten Schleife drum?

Weil wir es aus Filmen kennen.

Das Problem an der Geschichte?

Die meisten Filme drehen sich nicht um Beziehungsalltag, Sexkrisen oder Routine. Sie enden immer dann, wenn das Paar frisch verliebt ist und zusammenfindet.

Zwei meist sehr attraktive Menschen lernen sich kennen. Dann erleben sie ein paar Rückschläge: Ein Ex, der dazwischenkommt, ein großes Missverständnis und irgendetwas in der Richtung, um ein wenig Drama zu kreieren. Doch trotz aller Hindernisse und Rückschläge finden sie am Ende zusammen.

Und dann endet der Film.

Hier ein paar Beispiele für solche Filme:

  • Harry und Sally
  • Freunde mit gewissen Vorzügen
  • Was Frauen wollen
  • Keinohrhasen
  • Notting Hill

Selten erzählen Filme von all dem Scheiß, der in einer Beziehung auf uns wartet. Sexkrisen, Affären, Beziehungsroutine, Monotonie, Interessenkonflikte.

Diese Themen sind schlichtweg zu unsexy für einen Film. Außerdem erleben wir sie unserem eigenen Leben, wir müssen sie also nicht auch noch in einem Film sehen.

Doch genau diese Dinge erleben Millionen von Menschen rund um diesen Planten tagtäglich in ihren Beziehungen.

Beziehungsprobleme sind keine Ausnahmen, sondern schlichtweg die Normalität. Und das hat nichts mit der großen Liebe zu tun.

Serielle Monogamie statt große Liebe

Vieles von dem, was ich gerade erklärt habe, ist nicht schön. Und es entspricht nicht der romantischen Vorstellung von Liebe, die viele Menschen haben.

Doch was bringt dir eine romantische Illusion, wenn die Realität schlichtweg anders aussieht?

Das am weitesten verbreitete Beziehungsmodell in unserer (westlichen) Gesellschaft ist die serielle Monogamie.

Wir springen von einem Partner zum nächsten und hoffen bei jedem auf’s Neue, dass es endlich die große Liebe ist.

Doch statt ein Leben lang auf die große Liebe zu warten, sollten wir uns vielleicht Mal Gedanken darüber machen, ob wir nicht falsche Erwartungen an die Liebe haben.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann ließ auch Weißt du überhaupt, was Liebe ist?Warum emotionale Abhängigkeit deine Beziehungen zerstört und mein Buch Die Kunst des ehrlichen Datings.

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3 erstaunliche Tipps für ein geniales erstes Date

erstes date tippsDu hast einen interessanten Menschen kennengelernt. Und jetzt steht euer erstes Date an.

Du verspürst schon ein wenig Aufregung und willst natürlich  alles „richtig“ machen.

Und wahrscheinlich schiessen dir deshalb viele Fragen durch den Kopf:

  • Was sollte man beim ersten Date beachten? 
  • Was sagt man beim ersten Date eigentlich?
  • Was ziehe ich an? 
  • Gibt es eigentlich Regeln für’s erste Date? 
  • Wie begrüßt man sich beim ersten Date? Küsschen-Küsschen, Umarmung oder gibt man sich einfach nur die Hand? 
  • Wo trifft man sich eigentlich beim ersten Date?  

Dass du dich diese Dinge fragst ist toll. Es zeigt, dass dir das Date wichtig ist und du einen guten Eindruck hinterlassen willst.

Aber all diese Dinge sind letztendlich nur kleine Details.

Was dich wirklich attraktiver macht und dazu führt, dass dein erstes Date einzigartig wird, sind andere Dinge.

In diesem Artikel möchte ich dir deshalb drei Tipps für dein erstes Date geben, die dich attraktiver machen und dir ein unvergessliches und aufregendes Date bescheren werden.

Ich hoffe, du bist mutig genug, diese 3 Date-Tipps auch wirklich anzuwenden.

1. Erstes Date: Versuche nicht, deinem Gegenüber zu gefallen

Ja, du liest richtig. Versuche nicht, deinem Gegenüber zu gefallen.

Deinem Gegenüber um jeden Preis gefallen zu wollen funktioniert nämlich nicht und macht dich letztendlich unattraktiv.

Leider versuchen die meisten Menschen, beim ersten Date ihrem Gegenüber um jeden Preis zu gefallen (was auch der Grund ist, warum sie so viel negative Aufregung vor dem ersten Date verspüren.)

Wie sieht das bei dir aus?

  • Verstellst du dich?
  • Versuchst du dich so zu geben, wie du glaubst, dass es deinem Gegenüber gefallen wird?
  • Überlegst du, welche Geschichte oder welches Gesprächsthema wohl den meisten Eindruck hinterlassen wird?

Höre auf, deinem Date um jeden Preis gefallen zu wollen. Andere Menschen spüren, wenn du dich verstellst.

Wahrscheinlich hast du Angst davor, anzuecken und anderen Menschen nicht zu gefallen.

Doch genau darum geht es beim ersten Date!

Höre auf, deine Ecken und Kanten zu verstecken.

erstes date tipps

Attraktiv zu sein bedeutet nicht, jede Frau oder jeden Mann erobern zu können. Attraktiv zu sein bedeutet, die Menschen anzuziehen, die zu uns passen. Und das erreichst du, in dem du polarisierst.

Zu polarisieren heißt, die Lager zu spalten. Wenn du zu deinen Ansichten und Werten stehst und diese klar ausdrückst, wird es manchen gefallen und anderen nicht. Und das ist der springende Punkt.

Die schlimmste Reaktion, die man dir entgegenbringen kann, ist nicht Abneigung, sondern Gleichgültigkeit.

Gleichgültigkeit heißt, du bist lauwarm, du bist nicht greifbar, du hast keinen Charakter.

Gleichgültigkeit heißt, du erweckst keinerlei Emotionen in deinem Gegenüber. Dann bist du halt ganz „OK“, „in Ordnung“, oder vielleicht „nett“. Doch das bringt dich beim Dating nicht weiter.

Stehe zu deinen Werten und Ansichten. Sei mutig. Riskiere etwas.

Entweder dein Gegenüber ist begeistert oder ihr merkt, dass es nicht passt. Doch höre auf, jedem gefallen zu wollen. Es macht dich nur unattraktiv.

Lese hierzu auch: Die Lösung zu 99% deiner Dating-Probleme

2. Erstes Date: Stelle Fragen, die tiefer gehen

Beim ersten Date viele Fragen zu stellen ist völlig normal.

In dem wir Fragen stellen, erfahren wir mehr über unseren Gegenüber und lernen ihn besser kennen.

Allerdings gibt es Fragen, die zu faszinierenden und tiefgründigen Gesprächen führen, und es gibt Fragen, durch die wir nur an der Oberfläche bleiben.

Ein Beispiel:

Was arbeitest du?

Ich arbeite bei einem mittelständischen Unternehmen im Vertrieb.

Macht es dir Spaß?

Manchmal ja, manchmal nein.

Aha. Sind deine Kollegen nett?

Ja, mit einigen verstehe ich mich gut und mach auch mal privat was. Andere sind halt nur Arbeitskollegen.

Verstehe. Und von wann bis wann arbeitest du?

Mo-Fr, 9-18h.

Zugegeben, das war jetzt ein sehr trockenes Beispiel. Doch so oder so ähnlich sehen die Unterhaltungen bei vielen Dates aus. All diese Fragen führen aber nicht dazu, dass du dein Gegenüber besser kennenlernst.

Es sind logische Fragen auf die logische Antworten folgen.

Verstehe mich nicht falsch. Es ist in Ordnung, „normale“ Fragen zu stellen:

  • Was arbeitest du?
  • Hast du Geschwister?
  • Wo bist du geboren?
  • Was ist dein Lieblingsfilm?

Doch wenn ein Gespräch nur aus solchen Fragen besteht, ist dein erstes Date so langweilig wie ein Kanzlerduell.

Fragen, die tiefer gehen

Es geht also darum, Fragen zu stellen, die zu tieferen Gesprächsthemen führen. Zu Themen, die Menschen bewegen.

erstes date tippsPeinliche Momente, Kindheitsträume, Beziehungen, Ängste, Sehnsüchte, Freundschaften, Liebe, Abenteuer, Sex, der Sinn des Lebens, Sehnsüchte, unvergessliche Partys, der weltschönste Sonnenuntergang.

Ist die eigentlich gerade aufgefallen, dass ich das Wort Sehnsüchte zweimal aufgezählt habe? Ja? Du Fuchs.

Stelle also Fragen, mit denen du auf einer tiefen Ebene mehr über deinen Gegenüber erfährst.

Überlege dir, welche Fragen du stellen möchtest. Hier sind ein paar Beispielfragen:

  • Gibt es bestimmte Erfahrungen, die dein Leben nachhaltig verändert haben?
  • Wer ist der bedeutendste Mensch in deinem Leben?
  • Was war der beste Sex, den du je hattest?
  • Wann hast du das letzte Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?
  • Hast du ein Geheimnis, das keiner kennt?
  • Wie würdest du dich selbst in 3 Worten beschreiben?

Angst vor Stille

Viele Menschen fragen logische und oberflächliche Dinge, weil sie Angst vor Stille haben und ihnen nichts Besseres einfällt. Doch es ist nicht schlimm, wenn auf dem ersten Date ein wenig Stille entsteht.

Stille ist ein schönes Mittel um herauszufinden, ob ihr zueinander passt.

Menschen, mit denen wir uns lange und ununterbrochen unterhalten können, sind klasse. Menschen, mit denen wir uns lange unterhalten können und es auch in Ordnung ist, eine Zeit lang nichts zu sagen, sind traumhaft.

Du solltest bei deinem ersten Date keine oberflächlichen Fragen stellen, nur um damit ein paar Momente Stille zu vermeiden oder ein langweiliges Gespräch noch weiter in die Länge zu ziehen.

Worüber sollte man beim ersten Date nicht reden? 

Es gibt ein paar Themen, die du bei deinem ersten Date lieber nicht ansprichst oder nur sehr vorsichtig.

Diese sind:

  • Krankheiten.
  • Religion und Glaube.
  • Politik.
  • Ex-Partner.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen, aber generell ist es besser wenn du  um diese Gespräche beim ersten Date einen Bogen machst.

3. Erstes Date: Zeige dich verletzlich

Weißt du, was mein bestes erstes Date war? Oder zumindest eines meiner besten? Ein Date, bei dem ich mich gegenüber der Frau von Anfang an verletzlich zeigte.

Ich saß mit ihr bei einem Glas Weißwein in einer kleinen, verruchten Bar. Wir hatten uns über Filme, Reisen und sonstigen Nettigkeiten unterhalten. Dann fing ich an, darüber zu sprechen, wie alleine und manchmal auch einsam ich mich als Weltreisender fühle.

Ich erklärte ihr, dass es interessant sei, so viele Länder zu sehen und in verschiedene Kulturen einzutauchen, dass ich mich aber manchmal auch ganz schon verloren fühle und mir ein Zuhause wünsche.

Ich zeigte mich also verletzlich: Ich erklärte, was in mir vorgeht, was mich emotional bewegt und dass auch ich Probleme, Sorgen und Unsicherheiten habe.

Durch meine Initiative öffnete auch sie sich und machte sich verletzlich.

Wir sprachen über unsere Väter und unsere komplizierten Beziehungen zu ihnen, über Einsamkeit und über unsere Ängste.

Nach einigen Stunden waren wir uns sehr vertraut und hatte das Gefühl, uns schon lange zu kennen und uns alles erzählen zu können.

Mehr dazu auch in diesem kurzem Video von mir:

Verletzlichkeit führt zu Vertrauen

Falls du ein erstes Date hast, zeige dich verletzlich. Das bedeutet, dass du dich emotional öffnest und deinem Gegenüber auch von deinen Schwächen, Ängsten und Unsicherheiten erzählst.

Habe keine Angst davor, dich verletzlich zu zeigen.

erstes date tipps

Es wird dazu führen, dass ihr euch mehr vertraut und eine tiefe emotionale Verbindung zwischen euch entsteht.

Verstehe das Ganze jedoch nicht falsch.

Es geht nicht darum, deinem Gegenüber deine Probleme und Sorgen vor die Füße zu kotzen und ihn auf Knien anzuflehen, dir zu helfen. Das ist unattraktiv und kaum jemand fühlt sich zu so einem Menschen hingezogen.

Aber deinem Date zu erklären, dass auch du deine Baustellen hast und nicht alles in deinem Leben immer rund läuft, führt zu Vertrauen und Nähe.

Betrachte es mal so: Fast alle Menschen haben ähnliche Sorgen, Ängste und Probleme.

  • Wir werden verlassen.
  • Wir scheitern.
  • Wir wissen manchmal nicht, was wir im Leben wollen.
  • Wir alle haben gewisse Ängste.

Und genau diese Dinge verbinden uns.

Wenn ich mit einer Frau ein Date habe und sie mir stundenlang erzählt, wie toll ihr Job ist, wie toll ihr Leben ist und wie toll ihr scheiß Wohnzimmer aussieht, dann bewundere ich diese Frau vielleicht, aber ich lerne sie nicht wirklich kennen.

Wenn sie mir stattdessen erzählt, was ihre größte Angst ist, wovon sie schon als Kind träumte oder was der schönste Augenblick in ihrem Leben war, dann lerne ich sie auf einer tieferen Ebene kennen.

Es sind häufig die Unsicherheiten, Ängste und Träume, die uns mit einem anderen Menschen verbinden, nicht sein Gehalt, sein Auto oder seine scheiß Abiturnote.

In dem du dich verletzlich machst, gibst du auch dem anderen die Möglichkeit, sich verletzlich zu machen und sich dir zu öffnen.

Mehr zu dem Thema Verletzlichkeit, warum sie dich attraktiver macht und worauf du achten solltest, erfährst du in diesem Artikel.

NO-GOs beim ersten Date

Abgesehen von den bisherigen Tipps möchte ich noch kurz auf 3 NO-GOs eingehen – also Dinge, die du beim ersten Date unbedingt vermeiden solltest.

1. Smartphone

Ja, diese Dinger gehören zum Leben der meisten Menschen dazu, aber bei einem ersten Date haben sie nichts zu suchen.

Ich finde kaum etwas schrecklicher als eine Frau, die auf einem Date andauernd auf ihr Smartphone schielt oder sogar darauf herumtippt.

Unterhaltung oder Smartphone! Beides geht nicht.

erstes date tipps

Entweder wir unterhalten uns und lernen uns kennen oder du kümmerst dich um deine ultrawichtigen E-Mails, WhatsApp-Nachrichten und Facebook-Angelegenheiten. Aber beides geht nicht.

(Wichtige Anrufe entgegennehmen oder tätigen ist natürlich in Ordnung.)

2. Dauernörgeln

Wenn es eine Eigenschaft gibt, die jeden Mann und jede Frau unattraktiv macht, dann ist es nörgeln und sich beschweren.

Eine minutiöse Auflistung deiner Erkältungen aus dem letzten Jahr sind genauso unangebracht wie eine halbe Stunde über deine Arbeitskollegin oder deinen Ex herzuziehen.

Wenn du mit deinem Leben unzufrieden bist und es dir soooo schlecht geht, dann ändere etwas daran, aber lass es nicht and anderen aus – vor allem nicht auf einem Date.

3. Nur über dich zu reden

Es ist toll, wenn du von dir erzählst. Dadurch erfährt dein Gegenüber mehr über dich. Doch wenn du nur von dir erzählst, wirst du als ein egoistischer Narzisst wahrgenommen werden.

Wenn der andere etwas erzählt, solltest du zwei Dinge tun:

  • Ihm wirklich zuhören. Das bedeutet, dass du nicht nur darauf wartest, dass du mit dem Sprechen dran bist.
  • Nachfragen, um mehr von ihm zu erfahren und Interesse zu signalisieren.

Erstes date – und danach? So bereitest du das zweite Date vor

Häufig werde mir diese Fragen gestellt:

  • Wie verhalte ich mich nach dem ersten Date? 
  • Wann sollte ich nach dem zweitem Date fragen? 
  • Wie frage ich am besten nach dem zweitem Date?

Also: Wie verhält man sich nach dem ersten Date? 

Falls du ein tolles erstes Date hast, ist der beste Tipp, dich nicht verrückt zu machen. Wahrscheinlich hat der anderen Person das Date genauso gut gefallen wie dir.

Mach das Ganze also nicht komplizierter, als es ist. Warte ein paar Tage und schlage dann einfach ein neues Date vor.

Wenn die Person dich attraktiv und interessant findet, wird sie zusagen. Und falls nicht, dann passt es anscheinend nicht.

Wenn sich jemand nicht mehr bei dir meldet oder dich nicht mehr treffen will, dann liegt das in 99% der Fällen nicht daran, dass du dich zum falschen Zeitpunkt gemeldet hast oder die falsche Nachricht geschrieben hast.

Es liegt schlichtweg daran, dass dieser Mensch nicht an dir interessiert ist. Entspann dich also und mach dich nicht verrückt. Es hat noch nie gekappt, die Dinge zu erzwingen. Vor allem nicht beim Dating.

Keinen Erfolg beim Dating?

In meinem Dating-Ratgeber erfährst du: 

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Wie viel Drama brauchst du?

Sie war ein brasilianisches Feuerwerk an Weiblichkeit. Groß, schlank und mit Kurven genau an der richtigen Stelle.

Ich lernte sie in São Paulo kennen, wo ich vor einigen Jahren lebte. Anfangs sahen wir uns einmal die Woche, dann immer häufiger.

Schon unser erstes Mal war umwerfend. Und mit der Zeit wurde der Sex immer besser und besser. Alles andere jedoch nicht …

Wann immer wir uns sahen, gab es eine Menge Drama und Streit. Ihre unreflektierte Art, ihre Eifersucht und ihre Spielchen machten mich wahnsinnig. Ich bin ein entspannter Mensch, den nichts so schnell aus der Ruhe bringt, doch diese Frau brachte mich mit Leichtigkeit aus der Fassung.

Trotzdem datete ich sie bis zum Tag meiner Abreise. Als wäre das nicht genug, überquerte ich ein Jahr später sogar extra den Atlantik, um sie wiederzusehen. Der Besuch war ein Desaster …

Meine Geschichte ist jedoch kein Einzelfall. In vielen Beziehungen ist Drama Normalität. Extreme Eifersucht, Fremdgehen, Manipulation, Machtspielchen und regelmäßige Trennungen mit darauffolgenden Wiedervereinigungen sind oftmals keine Ausnahmen, sondern Beziehungsalltag. Abgefuckt Scheiße, ich weiß.

Der Grund dafür ist simpel.

Viele Menschen brauchen das Drama. Sie brauchen es, da sich ihre Beziehung ansonsten langweilig und leer anfühlt. Ganz nach dem Motto: Lieber schlechte Gefühle, als gar keine Gefühle.

Drama, Baby!

Das ist auch der Grund, warum sich Menschen immer wieder auf toxische Beziehungen einlassen. In Extremfällen lassen sie sich sogar auf Partner ein, die sie emotional, psychisch oder körperlich misshandeln (dazu später mehr.)

Doch nicht nur in Beziehungen brauchen viele Menschen Drama. Auch beim ersten Kennenlernen.

Sie brauchen ein gewisses Drama, damit sie sich überhaupt von jemandem angezogen fühlen.

Das führt jedoch dazu, dass die sie freundlichen, ehrlichen, liebenswürdigen und vor allem beziehungsfähigen Menschen als unattraktiv und langweilig abstempeln, da sie nicht so aufregend und unberechenbar sind wie die sexy Drama-Queen oder der selbstsichere Bad Boy.

Das Letztere jedoch völlig ungeeignet für eine Beziehung sind, wollen sie nicht sehen …

Das Traurige an der Geschichte ist, dass sich die meisten Betroffenen über das Problem nicht bewusst sind. Ihnen geht es wie einem Alkoholiker, der vor dem Offensichtlichen die Augen verschließt und lieber noch einen großen Schluck gegen den Kummer nimmt.

Diese unbewusste Sucht nach Drama führt dazu, dass diese Menschen immer wieder an emotional ungesunde Partner geraten oder unbewusst für eine Menge Schmerz in ihren Beziehungen sorgen.

In meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre ich, dass wir Drama oft mit Liebe verwechseln und dass wir häufig erst lernen müssen, auf den Geschmack von liebevollen und gesunden Beziehungen zu kommen.

(Du hast deinen Traumpartner noch nicht gefunden und das Buch immer noch nicht gelesen? Worauf zum Teufel wartest du? Dass ich auf die Knie gehe und dich anflehe? Du kannst das Buch hier bestellen.)

Zu dieser Aussage haben sich viele Leser bei mir gemeldet und meinten, dass eine Beziehung ohne Drama und Spielchen doch vollkommen langweilig sei. Und genau das ist das Problem.

Viele Menschen glauben, Drama gehört zum Dating dazu, da es ansonsten langweilig und eintönig wird. Das ist so bescheuert, wie sich vor einem Marathon in den Fuß zu schießen. Drama und Spielchen machen unsere Beziehungen komplizierter, nicht interessanter.

Eine harmonische und gesunde Form von Anziehung muss keinesfalls langweilig sein. Den intimsten, emotionalsten und wildesten Sex können wir mit den Menschen haben, dir wir am besten kennen und denen wir am meisten vertrauen.

(Über das Thema habe ich übrigens auch ein Buch geschrieben. Nein, auch diesmal werde ich nicht auf die Knie gehen. Du kannst das Buch hier bestellen.)

Und wenn wir erst mal auf den Geschmack einer subtileren Form von Anziehung und Liebe gekommen sind, ist es auch außerhalb des Bettes nicht langweilig, sondern erfrischend leicht und kraftvoll.

Verstehe mich nicht falsch.

All das soll nicht bedeuten, dass es in einer gesunden Beziehung nie Streit und Konflikte gibt und dass alles so harmonisch ablaufen muss wie bei einem Seminar eines erleuchteten buddhistischen Gurus, bei dem Mantras für den Weltfrieden gesungen werden und sich alle von Luft und Liebe ernähren.

Doch die Konflikte aus einer gesunden Beziehung haben mit dem Dauerdrama und den Spielchen aus ungesunden Beziehungen wenig gemeinsam.

Warum verwechseln wir Liebe jedoch so häufig mit Drama?

Und warum brauchen so viele Menschen Spielchen und emotionales Auf und Ab, damit sie sich überhaupt von jemandem angezogen fühlen?

Das hat zwei Gründe.

1. Der Einfluss der Filmindustrie

Viele der Muster, Glaubenssätze und Vorstellungen, die wir über Anziehung, Beziehungen und Liebe haben, sind nicht unsere eigenen, sondern stark durch Filme und Fernsehserien beeinflusst.

Dass wir zum Beispiel rote Rosen oder ein selbstgeschriebenes Gedicht für romantisch halten, liegt vor allem daran, dass wir es wiederholt in Filmen oder Serien gesehen haben.

Kultserien wie Sex and the City haben nicht nur Trends aufgegriffen, sondern auch welche kreiert. Das Problem an Liebesfilmen und Serien ist, dass diese uninteressant und langweilig wären, würde es nicht unzählige Aufs und Abs, eine Menge Drama und viele Hindernisse geben.

Stelle dir folgenden Film vor:

Thomas und Claudia lernen sich abends in einer Bar kennen. Sie mögen sich und tauschen Telefonnummern aus. Sie haben daraufhin ein paar Dates und merken, dass sie ähnliche Werte und Ziele und viele Gemeinsamkeiten haben. Auf ihrem dritten Date gehen sie zusammen ins Bett. Das erste Mal ist okay, jedoch nicht weltbewegend. Die Wochen danach sehen sie sich immer häufiger, unternehmen viel und lernen sich besser kennen. Beiden behandeln sich liebevoll, mit Achtung und Respekt. Nachdem sie sich ein Monat gedatet haben, beschließen sie, ein Paar zu werden, da sie gut zueinander passen und sich mögen. Ende.
In diesem Film gibt es keinen Ex, der dazwischenfunkt, keine Zweifel, keine Missverständnisse, kein emotionales Auf und Ab, kein Drama. Es wäre der langweiligste Liebesfilm der Kinogeschichte.

Doch all das Drama, das emotionale Auf und Ab und all die Spielchen, die Filme so unterhaltsam machen, sorgen im echten Leben für jede Menge Kopfschmerzen und herbe Enttäuschungen.

Überlege mal kurz, wie oft du beim Kennenlernen oder in deiner Beziehung unbewusst einen Film nachgespielt hast. Wie oft hast du für Drama gesorgt, weil du irgendwie dachtest, dass es dazugehört?

Also, scheiß auf das Hollywood-Drama! Du versucht im deinem Leben ja auch nicht Batman nachzuspielen …

Hat hier jemand Batman gesagt?

2. Unsere Erziehung

Seit den 1960er Jahren gibt es die Bindungstheorie. Diese besagt, dass es vier Beziehungstypen gibt und unser Beziehungstyp stark durch die Beziehung zu unseren Eltern geformt wird. Das ist nicht verwunderlich, schließlich ist die Beziehung zu unseren Eltern unsere erste und prägendste menschliche Bindung.

Wie unsere Eltern miteinander umgegangen sind und vor allem wie sie mit uns umgegangen sind, hat einen großen Einfluss auf unser Konzept von Liebe, Geborgenheit und Fürsorge.

Bist du also in einem Haushalt aufgewachsen, bei dem es zum Beispiel viel Streit und Probleme gab oder deine Eltern emotional abwesend waren, ist es gut möglich, dass du genau diese Dinge mit Liebe, Geborgenheit und Fürsorge verbindest. Und dadurch suchst du unbewusst immer wieder nach ungesunden Beziehungen.

Wurdest du in einem Haushalt erzogen, in dem sogar physischer Missbrauch und Gewalt vorkamen, es ist wahrscheinlich, dass du sogar diese Dinge mit Liebe verbindest.

Das ist auch einer der Hauptgründe, warum Menschen in Beziehungen geraten, in denen physische Gewalt an der Tagesordnung sind. Unbewusst halten sie dies für Liebe und Fürsorge.

Ganz schon schräg, ich weiß.

Kein Drama, Baby!

Ich habe mich jahrelang auf Drama und Spielchen eingelassen. Und es hat meinem Selbstbild und meinen Beziehungen enorm geschadet.

Die wichtigste Dating-Lektion, die ich gelernt habe, ist Nein zu Drama zu sagen und mich nicht auf Frauen einzulassen, die mir nicht gut tun – egal, wie attraktiv sie sind oder wie gut der Sex ist.

Und das Gleiche möchte ich dir ans Herz legen.

In dem Moment, in dem du Nein zu Drama und ungesunden Beziehungen sagst, sagst du Ja zu dir selbst. Du machst einen wichtigen Schritt Richtung Selbstliebe und dein Liebes- und Sexleben wird um ein Vielfaches schöner und einfacher.

Egal, ob du ein Mann oder eine Frau bist, sage ab jetzt nur noch Ja zu Menschen, die dir gut tun.

Und wenn du das Drama vermisst, schau dir einen scheiß Hollywood-Film an.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann ließ mein Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Du wirst es lieben.

Unglücklich Single?

Lernst du keine potenziellen Partner kennen oder gerätst du immer wieder an die falschen Partner? Dann lade dir meinen kostenlosen Dating-Ratgeber herunter und erfahre, wie du den richtigen Partner anziehst. Kein Spam. Nur geile Tipps.  

7 klare Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest

Wann sollte man eine Beziehung beenden?

Diese Frage ist in manchen Fällen schwieriger zu beantworten als die letzte Frage bei „Wer wird Millionär.“

Es gibt Beziehungen, die größtenteils aus Drama, Spielchen und emotionalem Auf und Ab bestehen. Beziehungen, in denen Liebe, Wertschätzung, Zärtlichkeit und Sex so selten vorkommen wie Ehrlichkeit bei einem Gebrauchtwagenhändler.

Hier heißt es Abschied nehmen. Die Beziehung beenden. Am besten gestern.

Es gibt aber auch Beziehungen, die basieren auf gegenseitiger Wertschätzung, auf gemeinsamen Zielen und auf Liebe. Beziehungen, in denen alles passt. Sie bieten uns Sicherheit und Halt, gleichzeitig lassen sie uns genug Freiraum, um uns persönlich zu entfalten.

Hier heißt es bleiben. Genießen, lieben, leben. Am besten für immer.

Da die Dinge jedoch selten schwarz oder weiß sind, gibt es auch Beziehungen, die sich irgendwo dazwischen befinden.

Beziehungen, in denen es zwar schöne Momente gibt, aber auch Zeiten, in denen wir den Partner hassen und es bereuen, diesen Menschen jemals in unser Leben gelassen zu haben.

Oder vielleicht war die Beziehung früher traumhaft, doch wir haben uns verändert. Vielleicht haben wir andere Ziele als unser Partner, andere Vorstellung von der Zukunft, andere Bedürfnisse. Und jetzt passt die Beziehung nicht mehr ganz.

Hier stellt sich die große Frage: Wann sollte man eine Beziehung beenden und wann lohnt es sich, für die Beziehung zu kämpfen?

Vor- und Nachteile abzuwägen funktioniert in diesen Fällen kaum. Schließlich ist eine Beziehung kein Autokauf, bei dem wir verschiedene Modelle anhand von Fakten und Preisen vergleichen können.

Doch das soll nicht heißen, dass es nicht einige Anzeichen dafür gibt, wann du eine Beziehung besser beenden solltest und wann es sich lohnt, weiterzumachen.

In diesem Artikel wirst du sieben dieser Anzeichen erfahren. Doch vorher werde ich noch auf das Thema Liebe eingehen.


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Wann solltest du eine Beziehung beenden? Die Sache mit der Liebe

Das Fundament einer Beziehung sollte Liebe sein. Zugegeben, für den Satz bekomme ich weder einen Nobelpreis noch wird er mich berühmt machen. Doch zu viele Menschen führen eine Beziehung aus anderen Gründen als aus Liebe.

Du fragst dich gerade, welche Gründen das sind? Hier ist eine kleine Auswahl:

  • Wir können nicht alleine sein.
  • Wir haben schon sehr viel in die Beziehung investiert.
  • Es ist bequem (wir haben uns an den Partner gewöhnt).
  • Wir bringen es nicht über das Herz, den anderen zu verlassen.
  • Wir haben gemeinsame Kinder, ein Haus, führen ein Geschäft zusammen, etc.
  • Wir sind finanziell abhängig.

beziehung beenden wann beziehung beendenFalls du deinen Partner nicht mehr liebst und nur noch aus den eben erwähnten oder ähnlichen Gründen eine mit ihm Beziehung führst, solltest du die Beziehung beenden – wenn es irgendwie möglich ist.

Warum? Weil dein Partner Besseres verdient hat – und du ebenfalls.

Doch Achtung! Verwechsle Liebe nicht mit dem Verliebtsein. Nur weil du keine Schmetterlinge mehr im Bauch hast, heißt das nicht, dass du deinen Partner nicht mehr liebst.

Das Verliebtsein und die erwachsene Liebe sind zwei verschiedene Dinge. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel: Was ist Liebe?

Kommen wir jetzt aber zu dem spannenden Teil. Eine Beziehung zu beenden, weil man den Partner nicht mehr liebt, ist fast immer sinnvoll. Ich denke, da stimmst du mir zu.

Im Umkehrschluss heißt das jedoch noch lange nicht, dass wir eine Beziehung nicht beenden sollten, nur weil wir unseren Partner lieben. Und das ist der springende Punkt.

Ja, Liebe ist das Fundament einer Beziehung. Doch genau so, wie ein Haus mehr als ein Fundament braucht, braucht eine Beziehung mehr als Liebe.

Wenn zwei Menschen zu verschieden sind, völlig andere Werte und Ziele haben, nicht bereit sind, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen oder sich nicht gut tun, bringt auch die Liebe nicht viel. Im Gegenteil: Sie macht das Beenden der Beziehung nur noch komplizierter.

Liebe ist ein guter Indikator für eine erfüllende Beziehung, jedoch nicht der einzige. Eine Beziehung kann ungesund sein oder nicht funktionieren, obwohl sich die Partner lieben. Leider.

Falls du dich also gerade fragst, ob du deine Beziehung beenden solltest oder nicht, sollte Liebe nicht die einzige Grundlage deiner Entscheidung sein. Denn in manchen Fällen ist es besser, die Beziehung zu beenden, obwohl ihr euch noch liebt.

Wenn Liebe jedoch kein verlässlicher Indikator dafür ist, dass wir die Beziehung weiterführen sollten, was ist es dann?

7 Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest

Letztendlich kannst nur du entscheiden, wann du eine Beziehung beenden solltest. Doch es gibt sieben klare Anzeichen, die dir bei deiner Entscheidung helfen können.

(Die 7 Anzeichen kannst du dir auch in diesem Video anschauen.)

1. Werden deine Bedürfnisse in der Beziehung erfüllt?

Es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen und unser Glück nicht von unserem Partner abhängig machen. Doch in eine Beziehung sollten unsere Grundbedürfnisse nach Nähe, Zärtlichkeit, Liebe, Sicherheit, Sex oder Ähnlichem erfüllt werden.

beziehung beenden wann beziehung beendenDie meisten Menschen haben zwar ähnliche Bedürfnisse in einer Beziehung, doch oft andere Prioritäten.

Für den einen ist Sicherheit vielleicht das Wichtigste, während der andere mindestens drei Mal pro Woche einen Kuschelabend braucht.

Falls deine Beziehung deine wichtigsten Bedürfnisse nicht oder nicht zufriedenstellend erfüllt, ist das kein gutes Zeichen.

Klar besteht eine Beziehung immer aus Kompromissen, doch wenn sie unsere grundlegenden Bedürfnisse nicht erfüllt, steht es um die Beziehung schlechter als um die Wirtschaft in Griechenland.

2. Kannst du deinen Partner so akzeptieren, wie er ist?

Leider ist es so, dass weder unsere Liebe noch unser gutes Zureden einen Menschen verändern werden. Ein Mensch ändert sich erst, wenn er das will. Das ist eine Erkenntnis, für die auch ich laaaaaaange gebraucht habe und die mir auch heute noch schwer fällt zu akzeptieren.

Zu erwarten, dass sich der Partner ändert, ist deshalb keine gute Ausgangslage für eine Beziehung. Erst wenn wir den Partner so akzeptieren und lieben wie er ist, kann die Beziehung dauerhaft funktionieren. Du gehst schließlich auch nicht zum Italiener und erwartest, dass er dir eine gute Schweinshaxe zubereitet.

Es ist toll, wenn sich unser Partner positiv verändert und entwickelt. Wir sollten dies jedoch nicht von ihm erwarten.

Einer der besten Indikatoren für Kompatibilität zwischen zwei Menschen ist deshalb, wie gut sie die Schwächen des anderen akzeptieren können.

Falls du vollkommen OK mit den Schwächen und den Schattenseiten deines Partners bist, ist das ein verdammt gutes Anzeichen.

3. Habt ihr gemeinsame Ziele und Werte?

Eines der wichtigsten Dinge in einer Beziehung ist, dass du und dein Partner ähnliche Werte und Ziele habt.

Eine Beziehung wird verdammt kompliziert, wenn ihr im Leben völlig andere Richtungen einschlagt und euch andere Dinge wichtig sind. Und nein, damit meine ich jetzt nicht, dass du lieber schnulzige Liebeskomödien schaust und dein Partner eher Thriller.

beziehung beenden wann beziehung beenden

Nehmen wir an, dass du ein konservativer Mensch bist, dem Sicherheit sehr wichtig ist. Dein Partner ist jedoch ein freiheitsliebender Abenteurer.

Während du das Ziel hast, möglichst schnell ein Häuschen im Grünen mit kleinem Gemüsegarten und blauem Gartenzaun zu kaufen, möchte dein Partner alles stehen und liegen lassen und so lange um die Welt reisen, bis das Geld ausgeht.

Zugegeben, ich habe gerade ein wenig stark in die Stereotypenkiste gegriffen, doch ich denke, du verstehst den Punkt.

Wenn zwei Menschen sehr verschieden sind, wird eine Beziehung zu einem wackeligen Drahtseilakt, bei dem beide Partner viele Kompromisse eingehen müssen. Und manchmal sind es zu viele.

4. Sexuelle Anziehung

Fühlst du dich zu deinem Partner noch sexuell hingezogen?

beziehung beenden wann beziehung beendenNein, ihr müsst nicht fünf Mal am Tag Sex haben, wie in den ersten Monaten des Kennenlernens, als ihr kaum die Finger voneinander lassen konntet und ein Quickie auf dem Küchenfußboden genauso alltäglich war wie das romantische Liebemachen.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass regelmäßiger Sex zu einer erfüllenden Beziehung dazu gehört – zumindest für die allermeisten Menschen.

Fühlst du dich sexuell gar nicht mehr zu deinem Partner hingezogen oder geht ihr seltener zusammen ins Bett als Jugendliche in die Kirche, ist das ein ziemlich schlechtes Zeichen. Außer ihr seid beide über 80 Jahre alt.

5. Gibt dir deine Beziehung Energie oder raubt sie dir Energie?

Unser Leben wird immer hektischer, anspruchsvoller und stressiger.

Bei der Arbeit wird von uns Höchstleistung, Durchsetzungsvermögen und Kreativität gefordert. Nach der Arbeit wollen wir dann zu Sprach- oder veganen Kochkursen, zur Bachata-Stunde oder ins Fitnessstudio. Und am Wochenende wollen wir was Besonderes erleben, um danach interessante Fotos auf Instagram und Facebook zu posten und Menschen zu beeindrucken, die wir nicht wirklich kennen.

Im Idealfall gibt uns eine Beziehung Energie und bietet uns Sicherheit und Halt. Doch in vielen Beziehungen, die ihren Zenit schon lange überschritten haben, ist genau das Gegenteil der Fall.

Jede Beziehung durchläuft bessere und schlechtere Phasen. Doch falls dir deine Beziehung dauerhaft mehr Energie nimmt, als sie dir Energie gibt, solltest du sie beenden.

Ein guter Indikator hierfür: Freust du dich deinen Partner wiederzusehen und bist du gerne mit ihm zusammen oder nicht?

6. Würdest du gehen, wenn es einfach wäre?

Eine Trennung ist selten einfach. Es schmerzt und es tut höllisch weh. Man muss es den Freunden, den Arbeitskollegen und der Familie erklären. Vielleicht hat man auch zusammen gewohnt und muss ausziehen, die Sachen packen, die gemeinsamen Fotos von der Wand nehmen.

All diese Hindernisse führen manchmal dazu, dass wir eine Beziehung nicht beenden, obwohl wir mit der Beziehung unzufriedener sind als ein Strassenmusiker mit seinem Einkommen.

Deshalb die Frage an dich:

Würdest du deinen Partner verlassen, wenn es einfach wäre, wenn keiner etwas dagegen hätte, wenn dich keiner kritisieren würde?

Wenn deine Antwort ja ist, dann solltest du deine Beziehung beenden. Sofort.

beziehung beenden wann beziehung beenden

7. Verlangt deine Beziehung zu große Kompromisse?

Jede Beziehung verlangt von uns gewisse Kompromisse. Vielleicht geht unser Partner früher als wir ins Bett. Vielleicht mag er Sex in einer ganz besonderen Stellung. Vielleicht er möchte er jeden Samstag unbedingt mit uns vegan brunchen gehen.

Diese und ähnliche Kompromisse einzugehen ist ein Tribut an die Beziehung und an die Liebe. Und das ist OK.

Problematisch wird es, wenn wir für unsere Beziehung unsere Träume aufgeben müssen oder unsere Integrität verletzen:

  • Wenn es dein Lebenstraum ist, in die USA auszuwandern, doch dein Partner nicht mitmacht.
  • Wenn du dir unbedingt Kinder wünschst, dein Partner jedoch nicht.
  • Wenn du für deinen Partner auf deinen Traumjob verzichtest.

Ich behaupte nicht, dass es sich für die wahre Liebe nicht lohnt, auf Vieles zu verzichten. Doch die wichtige Frage ist: Auf wie viel?

Das kannst letztendlich nur du entscheiden. Mache dir jedoch bewusst, dass eine erfüllende Beziehung zwar wichtig ist, es im Leben jedoch noch viele andere bedeutsame Dinge gibt.

Wenn eine Beziehung zu viele Kompromisse von dir verlangt, ist sie wahrscheinlich nicht die richtige für dich.

Wann solltest du eine Beziehung beenden? Die alles entscheidende Frage

Liebe, gemeinsame Ziele und Werte, Kompromissbereitschaft, sexuelle Anziehung, Akzeptanz des anderen – all das sind Indikatoren, die dir zeigen können, wie es um deine Beziehung steht.

Doch letztendlich zielen all diese Punkte auf eine einzige Frage hin:

Geht es dir mit der Beziehung besser oder schlechter?

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Warum du dich nicht auf eine On-Off Beziehung einlassen solltest

On-Off Beziehungen sind ungesund. Und in den allermeisten Fällen haben sie auch kein Happy-End.

On-Off Beziehungen charakterisieren sich durch regelmäßige Trennungen und Wiedervereinigungen. Die Betroffenen können also nicht mit dem anderen, aber auch nicht ohne ihn.

Befinden sich die Betroffen gerade in einer On-Phase und sind in einer Beziehung, überwiegen die Probleme und es gibt mehr Drama und emotionales Auf und Ab als in einem Hollywood-Liebesdrama. Trennen sie sich dann und gehen auf Distanz, sehen sie sich wieder nach dem anderen und die Liebe blüht wieder auf – oder das, was die Betroffenen in dem Moment für Liebe halten.

Mit einer On-Off Beziehung verhält es sich ein wenig wie mit Paprika Chips. Wir lieben diese scheiß Dinger zwar, aber sie sind ungesund und tun uns nicht gut.

In diesem Artikel möchte ich dir genauer erklären, warum On-Off Beziehungen ungesund sind, aus welchen Gründen sich Menschen trotzdem darauf einlassen und was du tun kannst, wenn du dich in einer On-Off Beziehung befindest.

Der Artikel ist in vier Abschnitte aufgeteilt:

  1. Warum On-Off Beziehungen ungesund sind
  2. Warum wir uns auf On-Off Beziehungen einlassen
  3. Wann du dich trennen solltest
  4. Was du tun kannst, um eine On-Off Beziehung loszulassen

Du bist heute lesefaul? Die wichtigsten Punkt erfährst du auch in diesem Video:

Warum On-Off Beziehungen ungesund sind

Über Jahre hinweg hatte ich eine Art On-Off Beziehung. Ich schreibe eine Art Beziehung, weil es weder eine richtige Beziehung war, noch eine Affäre. Es war also eine Art On-Off-Beziehung-Affäre.

Klingt verwirrend? War es auch!

Wir brachen mehrmals den Kontakt ab, um uns dann doch wieder zu versöhnen. Mal waren die Abstände zwischen den Trennungen und der Wiederversöhnungen kurz, mal lang. Einmal hatten wir über ein Jahr lang keinen Kontakt.

In all der Zeit hatten wir viele wunderschöne Momente, aber es gab auch eine Menge Drama, emotionales Auf und Ab und Streits.

Letztendlich beendeten wir die Geschichte endgültig, weil sie weder mir noch ihr gut tat.

Und das ist der Punkt, den was fast alle On-Off Beziehungen gemeinsam haben: Sie tun den Betroffenen nicht gut. Genau wie die scheiß Paprika Chips eben.

Der springende Punkt ist der: Wenn sich zwei Menschen trennen, tun sie es, weil die Beziehung nicht funktioniert.

Vielleicht lieben sie sich nicht mehr. Vielleicht haben sie sich in verschiedene Richtungen entwickelt. Vielleicht läuft es im Bett nicht mehr. Vielleicht stellt sich heraus, dass der eine ein Katzentyp und der andere ein Hundetyp ist. Was weiß ich.

Doch egal, was der Grund für die Trennung ist, in den meisten Fällen sehen beiden Partner früher oder später ein, dass sie nicht zusammen passen und ohne den anderen besser dastehen. Bei einer On-Off Beziehung fehlt diese Einsicht.

Befinden wir uns in einer On-Off Beziehung, dann akzeptieren wir nicht, dass die Beziehung nicht funktioniert. Wir akzeptieren nicht, dass der andere nicht zu uns passt, nicht das Gleiche will wie wir oder er uns nicht gut tut.

Stattdessen machen wir uns und dem anderen etwas vor, taumeln verloren und verwirrt zwischen Nähe und Distanz hin und her und glauben ernsthaft, dass bei der dreizehnten Versöhnung plötzlich alles anders sein wird.

On-Off Beziehungen führen zu drei großen Problemen:

  1. Es entstehen viele negative Gefühle
  2. Wir fühlen uns in der Beziehung unsicher
  3. Wir schleppen eine Menge emotionaler Ballast mit uns herum

1. Negative Gefühle

Bei On-Off Beziehungen gibt es viele Trennungen. Und obwohl die Wiedervereinigungen schön sind, sind die Trennungen schmerzhaft und schlecht für das Wohlbefinden.

Trennungsschmerzen zählen zu den intensivsten emotionalen Schmerzen.

Beim Trennungsschmerz werden im Gehirn die gleichen Schaltkreise wie bei physischem Schmerz aktiviert. Ausdrücke wie Trennungsschmerzen oder ein gebrochenes Herz sind also nicht aus der Luft gegriffen.1 Auch sind Trennungen mit psychischem Leid und verringertem Wohlbefinden assoziiert.2

Mit jeder Trennung tust du dir selbst ein bisschen mehr weh und dein Wohlbefinden verringert sich.

Doch nicht nur die häufigen Trennungen in On-Off Beziehungen sorgen für viel Leid. Auch die Beziehung selbst ist oftmals belastend.

Partner aus On-Off Beziehungen berichten mehr über negative Aspekte in ihrer Beziehung und weniger über die positiven als Partner aus stabileren Beziehungen.3

Auch haben Menschen in On-Off Beziehungen generell viele Zweifel, erleben viele Enttäuschungen, sind frustriert über ihre Beziehung und sind sich unsicher über ihren Beziehungsstatus.4

Kommt dir das bekannt vor? Wenn ich meine letzte On-Off Beziehung zurückdenke, ging es mir auf jeden Fall ähnlich.

2. Unsicherheit

Unser Leben wird immer schneller, hektischer und anspruchsvoller. Der Arbeitsalltag ist stressig, das Smartphone verlangt alle paar Minuten unsere Aufmerksamkeit, nach der Arbeit wollen wir noch Sport machen und die neueste Diät ausprobieren und im Fernsehen läuft auch nur Scheiß.

Kein Wunder, dass sich viele Menschen von einer Beziehung vor allem Sicherheit und Halt wünschen. Nicht umsonst spricht man vom sicheren Hafen der Ehe.

Es tut gut, einen Menschen an unserer Seite zu haben, dem wir (fast) alles erzählen können, der uns versteht und der uns unterstützt, wenn wir niedergeschlagen sind.

Klar ist eine Beziehung nicht immer Zuckerschlecken und bereitet uns hin und wieder mehr Kopfschmerzen als die Kreditkartenabrechnung am Ende des Monats. Doch bei gesunden Beziehungen überwiegen letztendlich die positiven Seiten.

Eine gesunde Beziehung bieten uns Dinge wie:

  • Rückhalt.
  • Sicherheit.
  • Kraft.
  • Stabilität.

Doch genau diese wichtigen Eigenschaften kann eine On-Off Beziehung nur bedingt bis gar nicht bieten. Die Ungewissheit, ob die Beziehung hält und der Partner uns wirklich liebt, mag anfangs für manch einen so prickelnd und aufregend wie ein Blinddate sein. Doch auf Dauer zermürbt es uns.

Kein Wunder, dass sich Partner aus On-Off Beziehungen wesentlich unsicherer in ihrer Beziehung fühlen als Partner aus stabileren Beziehungen.5

3. Alter Ballast

On-Off Beziehung haben einen anderen Charakter als stabilere Beziehungen. Wir kennen den Partner schon sehr gut und es existieren schon viele Beziehungsmuster.

Da die Beziehung jedoch schon mindestens ein Mal in die Brüche gegangen ist, sind viele der Vorkenntnisse und der Beziehungsmuster negativ angehaucht.

Nach jeder Trennung und Wiedervereinigung schleppen wir mehr und mehr emotionalen Ballast, Wut und Enttäuschung in die Beziehung. Kein Wunder, dass die Wiedervereinigung in einer On-Off Beziehung selten von Dauer ist.

Warum wir uns auf On-Off Beziehungen einlassen

Während meiner langjährigen On-Off Beziehung war mir bewusst, dass es weder mir noch meiner Partnerin gut tat. Und ähnlich geht es vielen anderen Betroffenen.

Sie spüren, dass ihnen die Beziehung emotional schadet und so ungesund ist wie illegal importierte billig Zigaretten aus China.

Doch wenn wir wissen, dass uns On-Off Beziehung nicht gut tun, warum lassen wir uns trotzdem auf sie ein?

Eine häufige Ursache ist Bindungsangst. Gerade wenn du derjenige bist, der die Beziehung immer wieder beendet.

Du wünschst dir zwar die Nähe und Sicherheit einer Beziehung, kannst damit aber dauerhaft nicht umgehen.

Falls du glaubst, dass das auf dich zutrifft, dann lies dir meinen Artikel über Bindungsangst durch. In dem Artikel erfährst du, was Bindungsangst genau ist und wie du sie überwindest. Hier ist der Artikel:

Bindungsangst überwinden

Doch Bindungsangst ist nur ein Grund, warum wir uns auf On-Off Beziehungen einlassen. Hier sind noch drei weitere Gründe:

1. Keine Alternativen

Die meisten Menschen tun sich schwer, potenzielle Partner kennenzulernen. Zwar gibt es heutzutage eine Menge Dating-Apps, doch häufig bringen sie nicht den erwünschten Erfolg.

Vor allem Menschen, die schüchtern sind oder sich nicht emotional öffnen können, haben bei der Partnersuche Probleme. Hinzu kommt, dass sich viele Menschen einreden, dass sie keine neuen Menschen kennenlernen können.

Tun wir uns mit dem Kennenlernen neuer Menschen schwer oder glauben wir, dass wir keinen neuen Partner kennenlernen werden, verharren wir in lieber in einer ungesunden Beziehung.

Ganz nach dem Motto: Lieber das, als alleine.

(Wie du einen passenden Partner finden kannst, erfährst du in diesem Artikel.)

2. Falsche Hoffnungen

Dass viele Menschen an einer ungesunden On-Off Beziehung festhalten, liegt teilweise auch an einem falschen Konzept von Liebe. Ich nenne es das Romantik-Problem.

So glauben einige Menschen zum Beispiel, dass wahre Liebe alles überwindet. Doch diese Annahme ist so unecht wie die Brüste der meisten Pornodarstellerinnen.

Ja, Liebe ist kraftvoll und lässt Menschen Unglaubliches tun. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass Liebe alle Differenzen überwindet.

Liebe ist das Fundament einer Beziehung. Damit eine Beziehung aber dauerhaft funktioniert, braucht es mehr als nur Liebe.

Wenn die Werte, die Gewohnheiten und die Ziele der Partner zu unterschiedlich sind, hilft auch die Liebe nicht. Noch komplizierter wird es, wenn einer der beiden Partner psychische Störungen hat oder unter Suchtproblemen leidet.

Wenn du und dein Partner euch immer wieder trennt und zwischen euch unüberwindbare Differenzen liegen, scheint ihr nicht kompatibel zu sein. Und sehr wahrscheinlich kann auch Liebe diese Differenzen nicht überwinden.

3. Wir verwechseln Drama mit Liebe

Dein Partner nervt dich mehr als die Werbeanrufe deines Mobilfunkanbieters. Er ist egoistisch, bringt dich zu Weißglut und die letzten schönen gemeinsamen Momente liegen weiter zurück als der Weltmeistertitel der deutschen Nationalelf.

(Das war übrigens im Jahr 2014, falls dich Fußball weniger interessiert als mich der Eurovision Song Contest.)

Du hast ein für alle Mal die Schnauze voll und ziehst einen Schlussstrich. Genug ist schließlich genug. Du trennst dich von deinem Partner, weil du weißt, dass es das Richtige ist.

Doch schon nach einigen Tagen vermisst du ihn unendlich. Alles erinnert dich an ihn. Du wachst morgens alleine im Bett auf und vermisst ihn. Du schläfst abends allein ein und wünschst dir, er würde neben dir liegen.

Plötzlich wird dir klar, dass du ihn doch noch liebst. Oder nicht?

Mal davon abgesehen, dass eine Beziehung mehr braucht als Liebe, verwechseln wir Liebe auch häufig mit Zuneigung, Gewöhnung und Anziehung. Nicht selten auch mit Drama und emotionalem Auf und Ab.Es ist nicht einfach, zwischen Liebe und anderen starken Gefühlen zu unterscheiden. Doch sei dir bewusst: Nur weil du deinen Partner nach der Trennung vermisst, muss das noch lange kein eindeutiges Zeichen für Liebe sein.

(In diesem Artikel erfährst du, was Liebe ist und was sie bedeutet)

Abgesehen davon ist die Unterscheidung auch gar nicht so wichtig. Wenn dir dein Partner nämlich nicht gut tut und die Beziehung nicht funktioniert, solltest du das Ganze beenden.

Auch wenn es nicht einfach ist, manchmal müssen wir Nein zur Liebe sagen um Ja zu uns selbst zu sagen.

On-Off Beziehung: Wann solltest du sie beenden?

Wie wir bis jetzt gesehen haben, spricht vieles gegen eine On-Off Beziehung. Deshalb würde ich den allermeisten Betroffenen zu einer Trennung raten.

Das ist sicherlich nicht einfach, doch langfristig die bessere Option.

Gibt es On-Off Beziehungen, die wir retten können? Ja. Und darauf möchte ich in diesem Abschnitt kurz eingehen.

Falls du derjenige bist, der die Beziehung immer wieder beendet, überlege dir, warum.

Überlege dir zum einen, warum du dich immer wieder trennst:

Zum anderen solltest du dir überlegen, warum du dich immer wieder auf die Beziehung einlässt:

  • Liebst du deinen Partner doch?
  • Kommst du mit dem Trennungsschmerz nicht klar?
  • Bist du unfähig, alleine zu sein?

Erst wenn du knallhart ehrlich zu dir selbst bist und dir die Gründe für dein Verhalten eingestehst, kannst du an deiner Situation etwas ändern.

Nehmen wir an, dass du immer wieder zu deinem Partner zurückkehrst, weil du nicht alleine sein kannst. Erst wenn du das erkennst, kannst du daran arbeiten.

Du kannst zum Beispiel lernen, weniger auf die Bestätigung deines Partners angewiesen zu sein und deine eigenen emotionalen Bedürfnisse besser zu erkennen. Einen Artikel dazu findest du hier.

Abgesehen davon gibt es noch zwei weitere Möglichkeiten, eine On-Off Beziehung zu retten.

1. Distanz in der Beziehung

In einer On-Off Beziehung ist es häufig der Fall, dass einer der Partner mehr Distanz braucht als der andere. Doch dieses Bedürfnis nach Distanz und Abstand muss nicht jedes Mal zu einer Trennung führen.

Auch in einer Beziehung kann das Bedürfnis nach Distanz erfüllt werden. Der Betroffene kann zum Beispiel ein Wochenende alleine verreisen (oder mit seinen Freunden), er kann in einem extra Zimmer schlafen, etc.

Das ist sicherlich nicht einfach und benötigt auch Einiges an Einsicht des Partners. Doch wenn die Beziehung abgesehen davon okay ist, ist dies eine Möglichkeit, eine On-Off Beziehung in eine gesunde Beziehung zu verwandeln.

2. Therapie

Wie wir schon gesehen haben, gibt es verschiedene Gründe, die zu On-Off Beziehungen führen.
Einige dieser Gründe können mit der Hilfe eines Psychologen oder Therapeuten überwunden werden.

Natürlich nur, wenn sich beide Partner dazu bereit erklären und offen für Vorschläge, Kritik und Veränderung sind.

On-Off Beziehung loslassen

Du hast alles versucht, um deine On-Off Beziehung noch zu retten. Doch jetzt bist du einem Punkt, an dem dir bewusst wird, dass die einzige Lösung eine Trennung ist (7 klare Anzeichen dafür findest du hier.)

Damit diese Trennung funktioniert, du deinen Partner loslässt und dich dauerhaft von ihm löst, solltest du aber auf einige Dinge achten. Denn falls du dich in einer On-Off Beziehung befindest, scheinen deine Trennungen bis jetzt ja weniger erfolgreich zu sein als die 12. Staffel Big Brother

Damit du die Beziehung loslassen kannst, musst du dir vor Augen halten, dass du dir eine andere Form von Beziehung wünschst. Eine Beziehung, die stabil ist. Eine Beziehung, die Wachstum, Intimität und Zweisamkeit bietet.Ja, wahrscheinlich liebst du deinen Partner. Und wahrscheinlich hattet ihr auch eine Menge schöner Momente. Doch eine gesunde Beziehung besteht nicht aus andauerndem Drama, emotionalem Auf und Ab und mehr Trennungen als du an einer Hand abzählen kannst.

Erst wenn du dich konsequent gegen diese ungesunde Form von Anziehung und Liebe entscheidest, wirst du dich dauerhaft lösen können.

Mache dir also bewusst, dass dir diese Form von Beziehung nicht gut tut und du etwas Besseres verdient hast.

Entscheidest du dich für eine Trennung, solltest du folgende zwei Punkte beachten:

1. Glorifiziere weder die Beziehung noch deinen Ex-Partner

Nach einer Trennung fühlen wir uns beschissen. Wir fühlen uns einsam, unglücklich, unser Herz schmerzt, wir haben das Gefühl, dass uns etwas Wichtiges fehlt und absolut alles erinnert uns an unseren Ex-Partner.

In dieser Phase tendieren wir dazu, die vergangene Zeit verzerrt zu betrachten. Wir betrachten die Zeit mit unserem Partner als wunderschön und in unserer Erinnerung ist der Ex-Partner makellos.

Doch damit machst du dir selbst etwas vor. In der Beziehung war nicht alles rosarot, dein Ex-Partner war nicht makellos und dass ich ihr euch getrennt habt, hatte handfeste Gründe.

Glorifiziere weder die Beziehung noch deinen Ex-Partner und mache dir immer wieder bewusst, dass es ernsthafte Gründe für das Beziehungs-Aus gab.

2. Meide jeglichen Kontakt

Viele Menschen machen den großen Fehler, nach einer Trennung mit dem Ex-Partner in Kontakt zu bleiben.
Es ist OK, nach einer Trennung gewisse Dinge zu organisieren (Sachen aus der Wohnung des anderen abholen, Schlüssel abgeben, etc.) und über die Gründe der Trennung zu sprechen.

Doch ist alles geklärt, dann sollte ein sauberer Schnitt gemacht werden.

Das bedeutet:

  • Kein Chatten (WhatsApp, SMS, Messenger, E-Mail, etc.)
  • Keine persönlichen Treffen
  • Nicht telefonieren oder skypen

Ich würde dir auch raten, deinen Ex-Partner auf WhatsApp und Facebook zu blockieren. So vermeidest du, dass du in einer Phase der Schwäche oder nach einen Kummer-Saufabend und 12 Drinks doch wieder Kontakt aufnimmst.

Den Kontakt zu deinem Ex-Partner zu meiden bedeutet auch, dass du dir keine Bilder von deinem Ex anschaust. Vor allem nicht die, auf denen ihr beide zusammen zu sehen seid und glücklich wirkt.

Nach vorne schauen

Eine Trennung von einem geliebten Menschen ist nie einfach, ob On-Off Beziehung oder nicht. Auch ich habe nach meinen Trennungen gelitten wie ein Hund.

(Falls du gerade mit Liebeskummer kämpfst, dann mache unbedingt bei meinem kostenlosen Liebeskummer-Kurs mit.)

Doch egal, wie schwer und schmerzhaft eine Trennung ist, in jeder Trennung steckt auch eine Chance für Wachstum.

Wir können aus den Fehlern der Vergangenheit lernen, uns selbst besser kennenlernen und neu entscheiden, welche Form von Beziehung und welchen Partner wir uns wünschen.

Leider lernen viele Menschen nicht aus ihren alten Beziehungen und begehen die gleichen Fehler immer wieder aufs Neue.

Hinzu kommt, dass viele Menschen ein falsches Verständnis von Anziehung und Liebe haben und beim Dating deshalb so wenig Erfolg haben wie beim Abnehmen mit der vermeintlichen Wunderdiät.

Damit du attraktiver wirst, den richtigen Partner anziehst und mit ihm eine gesunde Beziehung führst, habe ich einen kostenlosen Dating-Ratgeber zusammengestellt.

Unglücklich Single?

Lernst du keine potenziellen Partner kennen oder gerätst du immer wieder an die falschen Partner? Dann lade dir meinen kostenlosen Dating-Ratgeber herunter und erfahre, wie du den richtigen Partner anziehst. Kein Spam. Nur geile Tipps.  

Weißt du überhaupt, was Liebe ist?

Wir reden viel über die Liebe. Wir sehnen uns nach Liebe. Wir leiden wegen der Liebe.

Doch was ist Liebe? Und was bedeutet Liebe überhaupt?

Liebe ist wunderschön. Sie ist verbindend, inspirierend, heilend und letztendlich ist Liebe das, was uns Menschen zusammenhält.

Doch müsste ich die Frage „Was ist Liebe?“ mit einem Wort beantworten, würde meine Antwort „kompliziert“ lauten.

Wäre es mit der Liebe so einfach wie es uns kitschige Lieder, Romane und Filme weismachen wollen, dann würden nicht so verdammt viele Beziehungen den Bach runter gehen.

Nicht nur vermeintliche Traumpaare wie Brad Pitt und Angelina Jolie oder Barbie und Ken trennen sich. Das Beziehungs-Aus kann jeden treffen. Selbst Psychologen, Beziehungsexperten und Paartherapeuten – also Menschen, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen und sich damit auskennen – werden von Trennungen nicht verschont.

Dass so viele Beziehungen scheitern, liegt vor allem daran, dass wir falsche Vorstellungen davon haben, was wahre Liebe ist, was sie bedeutet und was wir von ihr erwarten können. Und genau darum geht es in diesem Artikel. 

Inhaltsverzeichnis:

Bist du gerade lesefaul? Hier sind die wichtigsten Punkte des Artikels als Video:

Was ist Liebe? Liebe vs. Verliebtsein

Viele Menschen verwechseln das Verliebtsein mit Liebe. Doch diese beiden Dinge haben in etwa so viel gemeinsam wie ein romantischer Liebesfilm und ein Porno.

Sicher, es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als verliebt zu sein.

Wenn wir frisch verliebt sind, sind wir in einem dauerhaften Glückszustand, sind energiegeladen und plötzlich macht alles Spaß, selbst das Anstehen vor dem nach Bier stinkenden Pfandgutautomaten im Supermarkt.

Doch das Verliebtsein und das Gefühl von Liebe unterscheiden sich deutlich voneinander.1

Was ist Liebe Was bedeutet liebe

Die Phase des Verliebtseins dauert im Durchschnitt zwischen sechs Monaten und drei Jahren an. Zwar ist das Verliebtsein selbst kein Gefühl, doch es führt dazu, dass wir andere Gefühle stärker oder schwächer wahrnehmen.2

In der Verliebtseinsphase sind wir stark auf den Partner und die Beziehung fixiert. Wir haben das Gefühl, unseren Seelenverwandten gefunden zu haben und können partout keine Schwächen an ihm sehen. Unser Partner scheint so perfekt zu sein, dass selbst seine Fürze für uns nach Chanel Nr. 5 riechen.

Das Gefühl des Verliebtseins ist sicherlich eines der schönsten Gefühle, die es gibt. Kein Wunder, dass Menschen danach süchtig werden können.3

Was bedeutet Liebe? Das Problem mit dem Verliebtsein

Das Problem an der Geschichte ist, dass viele Menschen das Verliebtsein mit Liebe verwechseln.

Neigt sich die Verliebtseinsphase dann dem Ende, glauben sie, dass es mit der Beziehung den Bach runter geht.

„Oh nein, wenn ich meinen Partner nach einem langen Arbeitstag abends wiedersehe, habe ich gar keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Unsere Liebe ist erloschen! Es wird Zeit, dass ich Tinder wieder installiere. Und der eine Arbeitskollege scheint auch nicht uninteressiert zu sein …“

In Wahrheit ist die Liebe nicht erloschen. Die Beziehung geht jedoch in eine neue Phase über, in der die romantische Verliebtheit dem Gefühl von wahrer Nähe und Zusammengehörigkeit weicht.

Leider verstehen viele Menschen diesen Wandel nicht und beenden ihre Beziehung, um sich den nächsten Verliebtseins-Kick zu holen.

Ja, verliebt zu sein ist ein schönes Gefühl und man fühlt sich während der Phase verdammt gut. Doch genauso wie das High nach ein paar Lines Koks ist auch das Verliebtseinsgefühl nicht von Dauer – auch wenn es deutlich länger anhält und um Einiges gesünder ist.

Mache dir bewusst, dass das Bild von einer lebenslangen romantischen Liebe vor allem eine Erfindung von Autoren und Filmproduzenten ist und nur selten die Realität widerspiegelt.

Wahre Liebe sieht in der Realität meistens weniger romantisch aus als es in Romanen oder Filmen dargestellt wird.

Lieben ohne verliebt zu sein ist somit nichts trauriges, sondern schlichtweg Realität. 

Sicherlich gibt es Paare, die auch nach Jahrzehnten noch von dem Verliebtsein oder der großen Liebe sprechen. Doch viel häufiger sprechen sie von Vertrauen, Nähe, Respekt, Verständnis oder sehen den Partner als einen guten Wegbegleiter.

(Falls dich das ganze Thema interessiert, kannst du in diesem Artikel der Welt nachlesen, was Liebe in unserem Gehirn auslöst.)

Was ist Liebe wirklich? Liebe ist egoistisch!

Stellt man Menschen die Frage „Was ist Liebe?“ bekommt man häufig zu hören, dass wahre Liebe bedeutet, den anderen bedingungslos anzunehmen.

Bedingungslose Liebe – das ist die wahre Liebe…

Diese Aussage entspricht der romantische Vorstellung von Liebe. Doch die Realität sieht anders aus, denn Liebe ist bis zu einem gewissen Punkt auch egoistisch.

Diese Aussage mag dich schockieren und ich bin mir sicher, dass mir hier einige Menschen widersprechen werden. Lass mich diesen Punkt deshalb erklären, bevor du mir den Titel des unromantischsten Menschen des Jahres verleihst.

Sicherlich müssen wir in einer Beziehung und bei der Liebe gewisse Kompromisse eingehen. Doch jeder Mensch hat bestimmte Erwartungen und Vorstellung von einer Beziehung. Und nur so lange diese erfüllt sind, lieben wir unseren Partner.

Es gibt Ausnahmen, doch generell lieben wir einen Menschen nur so lange, wie er auch unsere Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt.

In dem Moment, in dem unser Partner zum Beispiel unser Bedürfnis nach Vertrauen, Anerkennung, Sex, Zärtlichkeit, Sicherheit oder Ähnlichem nicht mehr erfüllt, schwindet meistens auch die Liebe.

Das ist weder verwerflich noch verwunderlich, sondern schlichtweg menschlich. Liebe besteht aus Erwartungen und dem Erfüllen dieser Erwartungen.

Bedingungslose Liebe ist vor allem ein romantische Wunschvorstellung.

Was ist bedingungslose Liebe? Eher eine romantische Wunschvorstellung

Nehmen wir zum Beispiel an, du verliebst dich in einen Menschen, weil er dir so gut zuhört, zärtlich und respektvoll ist, du mit ihm über alles sprechen kannst, er dich zum Lachen bringt und du mit ihm den besten Sex deines Lebens hast.

Nach einigen Jahren hat sich dieser Mensch nun geändert. Während du ihm etwas Wichtiges erzählst, tippt er lieber auf seinem Smartphone rum, Zärtlichkeit und Respekt kennt er nur noch aus dem Wörterbuch, wann ihr das letzte Mal zusammen gelacht habt, hast du vergessen und beim Sex ist es schon ein Höhepunkt, wenn sich dein Partner die Socken auszieht und das Ganze länger als fünf Minuten dauert.

Bedienungslose Liebe würde nun bedeuten, dass du ihn immer noch genauso liebst wie vorher.

Doch wie realistisch ist das?

Liebe und Bedürfnisse

Zu verstehen, dass bedingungslose Liebe mehr eine Wunschvorstellung als Realität ist, ist ein wichtiger Schritt zu besseren Beziehungen.

Denn je mehr zwei Partner auf ihre gegenseitigen Erwartungen eingehen, desto mehr Chance hat ihre Liebe.

  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass du einmal die Woche mit ihm zusammen joggen gehst, dann geht mit ihm joggen. Aber bitte tut es nicht im Partnerlook, das ist lächerlich.
  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass er dir alles erzählen kann, dann höre deinem Partner aufmerksam und verständnisvoll zu, ohne ihn zu verurteilen. Gebe ihm das Gefühl, dass er dir alles erzählen kann und du ein Ohr für ihn hast.
  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass du auf dein Äußeres achtest, dann tue es. Kauf dir neue Klamotten, gehe zum Friseur und trenne dich von deinem geliebten Bier formte diesen schönen Körper T-Shirt.

Du sollst nichts tun, was gegen deine eigenen Werte verstößt. Auch musst du dich nicht vollkommen für die Wünsche deines Partner aufopfern, schließlich besteht jede Beziehungen aus Kompromissen.

Versuche jedoch, die Erwartungen deines Partners so gut wie möglich zu erfüllen, denn dadurch nährst du auch seine Liebe für dich.

Den Ausdruck „Ich tue es dir zu liebe“ gibt es schließlich nicht umsonst.

Nein, auch wahre Liebe kann nicht alles überwinden

Schon mal Folgendes gehört?:

Liebe kann alles!

Der wahren Liebe wird nachgesagt, dass sie alles überwindet. Sie versetzt Berge, verändert Menschen und für sie lohnt es sich, bis zum bitteren Ende zu kämpfen.

Diese romantische Einstellung schadet jedoch. Denn auch die große Liebe kann nicht alle Hürden überwinden.

Schon als sich mein Vater und meine Mutter kennengelernt haben, war mein Vater Alkoholiker. Er war selbstständig und erfolgreich, doch jeden Abend betrank er sich. Seine Sucht beeinflusste maßgeblich die Beziehung und das Familienleben. Lange Zeit hat jedoch meine Mutter nicht aufgegeben und geglaubt, dass mein Vater für sie das Trinken aufgeben würde. Wahre Liebe überwindet schließlich alles, richtig? Pustekuchen.

Bis zu seinem Tod im Jahr 2014 hat mein Vater täglich getrunken. Er hat weder für die Liebe meiner Mutter noch für die Liebe seiner eigenen Kinder mit dem Trinken aufgehört. Nach etlichen Krisen hat ihn meine Mutter dann verlassen. In den letzten Jahren seines Lebens war mein Vater einsam, depressiv und der Alkohol hat ihn zerfressen.

Das Ergebnis: Alkohol 1 – Liebe 0.

Wie stark kann Liebe sein? Stark, aber sie überwindet nicht alles

Klar, Menschen mit einem Suchtproblem sind ein Fall für sich. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass sich ein Mensch erst ändert, wenn er das will – egal, wie sehr du ihn liebst.

Obwohl du es dir noch so sehr wünscht, du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Schreib dir das hinter die Ohren. Oder die modernere Variante: Lass es dir auf den Unterarm tätowieren.

Unerfüllte Liebe

Der Glaube, dass Liebe alles überwindet, führt auch dazu, dass Menschen jahrelang einem anderen Menschen hinterherrennen, der nicht an ihnen interessiert ist.

Sie hoffen, ihn mit ihrer Liebe anzustecken und ihn letztendlich doch zu erobern.

Klappt das manchmal? Ja. Aber äußerst selten.

Fragst du diesen einen Menschen, bei dem sich das jahrelange Kämpfen gelohnt hat, wird er dir sicherlich sagen:

„Zweifel nie an der wahren Liebe! Liebe überwindet alles!“

Dabei sollten wir jedoch nicht übersehen, dass auf den einen Menschen, bei dem sich das lange Kämpfen gelohnt hat, viele enttäuschte und einsame Frauen und Männer kommen, bei denen es sich nicht gelohnt hat. Und von diesen bekomme ich täglich eine Menge verzweifelter E-Mails …

Liebe kann Vieles bewirken und lässt Menschen außergewöhnliche Dinge tun. Doch Liebe überwindet nicht alles.

Zu hoffen, dass wir durch unsere Liebe einen Menschen verändern können oder jahrelang einem anderen Menschen hinterherzurennen ist so naiv wie zwei Wochen vor dem Sommerurlaub noch fünf Kilogramm abnehmen zu wollen.

Jemanden lieben, den man nicht haben kann, ist schrecklich

Es gibt Menschen, die uns nicht gut tun, obwohl sie uns lieben. Und es gibt Menschen, die uns nicht lieben, obwohl wir sie lieben. Und deshalb müssen wir manchmal Nein zur Liebe sagen, um Ja zu uns selbst zu sagen.

Eine Beziehung braucht mehr als Liebe

Eine Beziehung braucht mehr als nur Liebe. Liebe ist die Grundlage, das Fundament, auf dem eine Beziehung steht. Doch Liebe reicht nicht aus. Zwei Partner brauchen auch ähnliche Werte und Ziele. Ansonsten wird das Zusammenleben kompliziert.

Zwei Beispiele:

  1. Nehmen wir an, dass du ein extrovertierter Mensch bist, der gerne auf Partys geht. Du genießt es, neue Menschen kennenzulernen und trinkst gerne ausgefallen Cocktails mit komplizierten Namen, die mehr Kosten als ein Gebrauchtwagen. Dein Partner hingegen ist ein introvertierter und ruhiger Mensch, der abends lieber zuhause bleibt und Brettspiele spielt oder sich die neusten Serien auf Netflix anschaut. Allein dieser eine Unterschied wird immer wieder zu Diskussionen, Differenzen und Problemen bei der Abendplanung führen und das Zusammenleben kompliziert machen.
  2. Sagen wir, dein größter Wunsch ist es, Kinder zu kriegen. Nichts wünschst du dir mehr, als mit deinem Partner eine Familie zu gründen und einen schicken „Baby an Bord“ Aufkleber an die Heckscheibe deines Autos zu kleben. Dein Partner hingegen hält rein gar nichts von Nachwuchs und das Letzte, was er will, ist Windeln zu wechseln und Kindergeburtstage zu organisieren.

Das Dilemma aus dem ersten Beispiel könntest du durch Kompromisse und Rücksichtnahme vielleicht noch lösen. Aber beim zweiten Beispiel wird es schwierig. Beide Menschen stehen vor einer sehr komplizierten Entscheidung:

Den eigenen Wunsch für die Liebe des Partners opfern oder an seinem eigenen Wunsch festhalten und den Partner verlassen?

Nehmen wir an, dass die beiden sich für die Liebe entscheiden und auf Kinder verzichten. Beide verdienen gut und da sie keine Kinder haben genießen sie das Leben in vollen Zügen. Sie reisen viel, gehen in die Oper und lernen auf schicken Jet-Set-Partys andere kinderlose Paare kennen.

Nach einigen Jahren wird der Mensch, der auf seinen Kinderwunsch verzichtet hat, jedoch immer unzufriedener. All die Reisen und all die schicken Jet-Set-Veranstaltungen reizen ihn nicht mehr. Er spürt seinen Wunsch nach einer Familie immer stärker.

Liebe ist die Grundlage einer Beziehung. Doch damit eine Beziehung funktioniert, braucht es mehr als nur Liebe.

Lieben heißt loslassen können

Ich habe die Fragen „Was ist Liebe?“ und „Was bedeutet Liebe?“ in diesem Artikel nicht eindeutig beantwortet. 

Warum?

Weil du letztendlich selbst entscheiden musst, was Liebe für dich bedeutet.

Ich reise zum Beispiel seit mehrere Jahren um die Welt und habe keine festen Wohnsitz. Auch in meiner Kindheit bin ich mehrmals umgezogen. Es gibt somit keinen Ort auf dieser Welt, an dem ich mich wirklich Zuhause fühle. Für mich bedeutet Liebe deshalb auch, dass ich mich bei einer Frau Zuhause und geborgen fühle. Bei dir ist das vielleicht völlig anders.

Des Weiteren verändert sich unser Verständnis von Liebe auch meistens mit der Zeit und unseren Beziehungen.

Ein Teenager, der zum ersten Mal verliebt ist, wird nicht das gleiche Verständnis von Liebe haben wie ein Mensch, der seit über 40 Jahren verheiratet ist. 

Doch ganz egal, was Liebe für dich bedeutet, du solltest sie loslassen.

Manchmal schwindet die Liebe. Manchmal wird sie nicht erwidert. Manchmal tut sie uns nicht gut. Und manchmal fühlt es sich an, als würde uns jemand das Herz aus der Brust reissen und es vor unseren Augen verspeisen.

Doch du kannst die Liebe nicht festhalten oder kontrollieren. Du kannst sie nur loslassen.

Und je mehr du die Liebe loslässt, je weniger Anforderungen du an die Liebe stellst und je mehr die Liebe sein darf, statt sein muss, desto mehr Liebe wirst du in deinem Leben erfahren.

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Unglücklich Single?

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Partner finden: diese 3 merkwürdigen Gründe halten dich davon ab!

In diesem Artikel erfährst du 3 Gründe, dich davon abhalten, einen passenden Partner zu finden. Außerdem erfährst du ganz konkrete Tipps zur Partnersuche, so dass du den richtigen Partner anziehen kannst. 

Die Wahrheit ist: Die meisten Singles möchten einen Partner finden.

Zwar gibt durchaus glückliche Singles, doch letztendlich gibt es kaum etwas Schöneres als eine erfüllte Beziehung:

  • Gemeinsamens Frühstück im Bett.
  • Romantische Spaziergänge im Park.
  • Gemütliche Abende zusammen auf der Couch.
  • Peinliche Kosenamen.

Du weißt was ich meine, mein kleines Kuschelmonster.

Doch obwohl sich die meisten Singles eine Beziehung wünschen, fällt es vielen schwer, einen passenden Partner zu finden.

Einige haben das Problem, dass sie erst gar keine potenziellen Partner kennenlernen. Andere hingegen geraten immer wieder an die falschen Menschen und erleben eine herzzerreißende Enttäuschung nach der anderen.

Das führt dazu, dass immer mehr Singles ihr Glück beim Online-Dating versuchen (häufig erfolglos), viele Beziehungen kürzer sind als die Urlaubssaison auf Malle und nicht wenige Menschen sich mit dem Singledasein abgefunden haben.

Und das ist traurig.

Warum ist es so schwer einen Partner zu finden? Raus aus der Opferrolle!

Viele der Singles, die dauerhaft keinen Partner finden, schieben ihren Misserfolg anderen in die Schuhe und sehen sich als Opfer.

Sie behaupten Dinge wie:

  • Ich finde einfach keinen Partner, weil heutzutage doch sowie so alle beziehungsunfähig sind!
  • In meinem Alter ist es unmöglich noch einen Partner zu finden …
  • Wer will schon eine/n geschiedenen Frau/Mann mit zwei Kindern?!
  • Alle guten Männer/Frauen auf diesem Planeten sind vergeben …
  • Ich werde nie einen Partner finden!

Dann sind jedoch nichts als lahme Ausreden, denn die Sache ist viel simpler.

Egal, ob du jung oder alt, männlich oder weiblich bist: Falls du keinen Partner findest, hat das vor allem etwas mit dir zu tun.

Wenn sich das gerade wie eine Ohrfeige für dich anfühlt, dann hast du sie gebraucht. Gern geschehen.

Verstehe mich hier nicht falsch.

Sicherlich kann es mit höherem Alter oder in gewissen Lebenssituationen schwieriger sein einen Partner zu finden. Nach langer Beziehung einen neuen Partner zu finden ist zum Beispiel oft nicht einfach. 

Bestimmt sind auch manche Menschen beziehungsunfähig. Und sicherlich sind einige gute Männer und Frauen vergeben.

Doch all das bedeutet nicht, dass du keinen Partner finden kannst.

Dass du bei der Partnersuche keinen Erfolg hast, hat also andere Gründe.

Die drei häufigsten Gründe sind Folgende:

  1. Du hast ein falsches Bild von gesunder Anziehung.
  2. Du zeigst zu wenig Initiative.
  3. Du bist emotional Abhängig.

In diesem Artikel wirst du erfahren, was es mit jedem Punkt genau auf sich hat und warum dich diese drei Dinge davon abhalten, einen passenden Partner zu finden.

Problem #1 beim Partner finden: Ungesunde Anziehung

Viele Menschen glauben, dass je schneller und stärker sie sich zu jemandem hingezogen fühlen, desto besser dieser Mensch zu ihnen passt und desto stärker die Liebe ist. Doch das ist ein Trugschluss und eine schlechter Indikator für Kompatibilität.

Dass wir uns sofort nach dem ersten Kennenlernen sehr stark zu jemandem hingezogen fühlen oder uns Hals über Kopf in jemanden verlieben, ist häufig ein Anzeichen für ungesunde Anziehung.

Sind wir anfangs über beide Ohren in jemanden verliebt oder fühlen uns sehr stark zu jemandem hingezogen, sind wir häufig geblendet und sehen den anderen Menschen nicht wie er ist, sondern wie wir ihn sehen wollen.

Wir verlieben uns somit häufig nicht in einen Menschen, sondern in unsere Projektion von diesem Menschen. Wir biegen uns unser Gegenüber solange zurecht bis er unsere Phantasievorstellung des perfekten Partners erfüllt.

Ja, wir Menschen sind absolut spitze darin, uns selbst etwas vorzumachen.

Partner finden

Lernen wir jedoch einen Menschen kennen, für den wir nicht sofort Feuer und Flamme sind, können wir seine Werte, seine Persönlichkeit und seine Einstellung neutraler betrachten und besser abwägen, ob dieser Mensch gut zu uns passt.

Das mag so romantisch klingen wie ein Candle-Light-Dinner bei McDonalds, doch diese Dinge sind verdammt wichtig, wenn wir den richtigen Partner finden wollen.

Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben? In dem du es langsam angehen lässt!

Liebevolle, gesunde und langfristig leidenschaftliche Beziehungen fangen oft langsamer an.

Es herrscht anfangs kein Feuerwerk der Gefühle. Es fühlt sich zu erst nicht wie die große Liebe an. Und nicht alle unsere Gedanken drehen sich unaufhörlich darum, wie verdammt sexy, toll und perfekt unser Partner ist.

Die Frauen, die von ihren Werten und ihrer Einstellung am besten zu mir gepasst haben und mit denen ich die schönsten Beziehungen hatte, haben mich anfangs selten vom Hocker gehauen.

Es waren nicht die Frauen, bei denen ich nach dem ersten Kennenlernen, dem ersten Date oder dem ersten Sex dachte, dass es absolute Traumfrauen waren.

Es dauerte eine gewisse Zeit, bis ich mich stark zu ihnen hingezogen fühlte, bis Gefühle zwischen uns entstanden und bis mir auffiel, wie gut wir zueinander passen und wie gerne ich meine Zeit mit ihnen verbringe.

Große Anziehung bedeutet nicht gleich große Kompatibilität

Wir lassen uns häufig auf die Menschen ein, von denen wir uns am meisten angezogen fühlen und hoffen, dass früher oder später mal jemand dabei ist, der einen guten Partner abgibt.

  • Jemand, der ehrlich, loyal und liebevoll ist.
  • Jemand, der uns gut behandelt.
  • Jemand, der uns so annimmt, wie wir sind.

Leider ist das eher selten der Fall.

Es ist toll, wenn wir uns am stärksten zu den Menschen hingezogen fühlen, die auch am besten zu uns passen. Doch oft trifft eher das Gegenteil zu. Falls du einen passenden Partner finden möchtest, behalte das im Hinterkopf.

Die wichtigste Regel für gesunde Anziehung ist, deine Zeit und Energie nur in Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen. Was ich damit genau meine erfährst du in diesem Artikel von mir. Es ist einer der meistgelesenen:

Die simple Lösung für 99% deiner Dating-Probleme

Problem #2 beim Partner finden: Zu wenig Initiative

Wie finde ich den richtigen Partner für mich?

Die simple Antwort? Lerne mehr potentielle Partner kennen!

Es gibt das bekannte Sprichwort, dass die Liebe dann erscheint, wenn man nicht danach sucht.

Ich halte von dieser Aussage verdammt wenig.

Die besten Chancen einen neuen Partner zu finden hast du, wenn du aktiv etwas dafür machst.

Klar, du kannst in Jogginghose gemütlich auf der Couch verweilen und darauf hoffen, dass der perfekte Partner von alleine an der Tür klopft oder vom DHL Paketboten vorbei gebracht wird. Doch das ist, ähhhmmm, eher unwahrscheinlich.

Auch wenn wir es gerne anders hätten, die meisten Menschen passen schlichtweg nicht zu uns. Sie haben andere Werte und Ziele, sind nicht an uns interessiert oder sie tun uns nicht gut.

Versuchen wir, diese Menschen zu erobern oder zu verändern, dann endet das meistens in einer großen Enttäuschung. Oder in einer ungesunden Beziehung.

Da so viele Menschen auf einer romantischen Ebene schlichtweg nicht mit uns kompatibel sind, bin ich ein Verfechter davon, mehr neue Menschen kennenzulernen und auf mehr Dates zu gehen. Aus dem simplen Grund, weil die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zu dir passt, größer ist.

Lerne mehr potentielle Partner kennen!

Wenn du einmal im Jahr jemand Neues kennenlernst, dann sind die Chancen klein, dass dieser auch wirklich zu dir passt und an dir interessiert ist. Falls du jedoch regelmäßig neue Menschen kennenlernst, sieht das schon anders aus.

In diesem Video gehe ich ein wenig genauer darauf ein:

Deine Chancen den richtigen Partner zu finden wachsen, je mehr neue Menschen du kennenlernst und je mehr Dates du hast.

Zugegeben, das ist nicht ganz soooo romantisch, wie das Kennenlernen von Pärchen in schnulzigen Filmen oder Liebesromanen, in denen die Vögel singen, die Blumen am Straßenrand lächeln und Liebe auf den ersten Blick die Normalität ist.

Aber scheiß drauf, schließlich ist das kein Liebesroman, sondern ein Artikel über die Partnersuche. Und anders als Liebesfilme und kitschige Romane möchte ich dir keine falschen Vorstellungen von Anziehung und Dating geben, sondern dir dabei helfen, den richtigen Partner zu finden.

Wie finde ich den passenden Partner?

Lerne mehr neue Menschen kennen!

Spreche mehr fremde Menschen an, sei offener und gehe auf mehr Dates. Wenn du auf eine Party eingeladen wirst, gehe hin. Wenn es ein interessantes Event in deiner Stadt gibt, besuche es.Partner finden

Je sozialer du bist und je mehr Menschen du kennenlernst, desto besser.

Vielleicht wirst du nicht mit jedem Menschen, den du kennenlernst, eine romantische und sexuelle Anziehung verspüren. Doch selbst wenn der Funke nicht überspringt, werdet ihr vielleicht Freunde und du lernst durch diese Person neue Menschen kennen.

Mir ist es schon öfters passiert, dass ich eine Frau angesprochen habe und dass sie nicht auf einer romantischen Eben nicht an mir interessiert war. Doch wir haben uns angefreundet und durch sie habe ich wiederum andere tolle Menschen kennengelernt.

Je mehr Menschen du kennenlernst und datest, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du den passenden Partner findest.

Problem #3 beim Partner finden: Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, dass du stark von der Bestätigung anderer Menschen abhängig bist. Du machst dein Glück, dein Wohlbefinden und deine Stimmung von den Reaktionen anderer Menschen abhängig.

Emotional abhängige Menschen fehlt es an Integrität. Sie stehen nicht zu ihren Bedürfnissen, passen sich immer an und sagen nicht das, was sie denken und fühlen, sondern das, was andere hören wollen.

Emotionale Abhängigkeit ist eine der größten Probleme beim Dating, weil sie uns unattraktiv macht und davon abhält einen Partner zu finden. Emotional abhängige Menschen tun für andere alles, rennen ihnen hinterher und begegnen ihnen nicht auf Augenhöhe. Und das ist so attraktiv wie das Maurerdekolté eines schleimigen Gebrauchtwagenhändlers.

Ein typischen Beispiel

Nehmen wir an, du hast vor ein paar Tagen einen attraktiven Menschen kennengelernt und ihr habt Nummern getauscht. Heute hast du ihm eine Nachricht geschickt und ihm ein Date in der angesagtesten Bar der Stadt vorgeschlagen. Du hast die Nachricht schon vor 30 Minuten geschrieben aber noch keine Antwort bekommen. Jetzt schielst du alle drei Minuten auf dein Smartphone und hoffst auf eine Antwort. Du wirst immer nervöser, unentspannter und unzufriedener. Als nach zwei Stunden immer noch keine Antwort kommt schreibst du noch zwei Nachrichten hinterher und rufst dann noch an.

Das ist ein typisches Beispiel für emotionale Abhängigkeit. Du gibst einem Menschen, den du nicht wirklich kennst, viel zu viel Bedeutung. Oder anders gesagt, dein emotionales Investment ist viel zu groß.

Emotionales Investment

Emotionales Investment ist ein Konzept aus meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings.

Du fragst dich gerade, was emotionales Investment genau ist? Es ist nichts anderes, als die Zeit, Energie und Gefühle, dir wir in einen anderen Menschen investieren.

Wenn sich zwei emotional stabile Menschen kennenlernen, ist das emotionale Investment in den jeweils anderen erst mal relativ gering. Keiner braucht etwas vom anderen, sie stehen mit beiden Beinen im Leben und sie sind mit sich und ihrem Leben relativ zufrieden. Sie lernen sich besser kennen, doch sie fixieren sich nicht krampfhaft auf den anderen.

Je mehr sie sich kennenlernen und je näher sie sich kommen, desto mehr wächst das emotionale Investment in den jeweils anderen – sie widmen sich also zunehmend mehr Energie, Zeit und Gefühle.

Zu keinem Zeitpunkt ist jedoch das emotionale Investment von einem der beiden deutlich größer als das des anderen, das heißt, keiner rennt dem anderen hinterher. Es ist somit eine ausgeglichene und gesunde Form von Anziehung, bei der beide Menschen ihren Part dazu beitragen.

Emotionales Investment in der Kennenlernphase

Emotional abhängige Menschen dazu, beim Kennenlernen neuer Menschen zu viel Zeit, Energie und Gefühle in diese zu investieren. Ihr emotionales Investment ist also häufig deutlich größer als das des anderen – und teilweise auch völlig unangebracht.

Nach dem ersten Date einem Menschen einen 10 Seiten langen Liebesbrief zu schicken ist nicht romantisch, sondern völlig unangebracht und ein Zeichen für emotionale Abhängigkeit.

Genauso abschreckend und unattraktiv ist, wenn du einem Menschen 17 Nachrichten schickst und dann noch drei Mal anrufst.

Auch wenn du für einen Menschen, den du gerade erst kennengelernt hast, alles liegen und stehen lässt, deine Freunde versetzt oder deinen kompletten Terminkalender umschmeißt, ist das ein Zeichen für emotionale Abhängigkeit und unattraktiv.

Falls du wissen willst, was emotionale Abhängigkeit genau ist und wie du sie überwinden kannst, dann lese dir diesen Artikel durch:

Emotionale Abhängigkeit beim Dating

Der nächste Schritt

Ich habe dir in diesem Artikel drei Dinge erklärt, die viele Singles davon abhalten, den richtigen Partner zu finden. Abgesehen davon, gibt es natürlich weitere Dinge, die du beim Dating generell und insbesondere bei der Partnersuche beachten solltest.

Welche Dinge das sind, wie du attraktiver wirst und wie du die Menschen anziehst, die wirklich zu dir passen, erfährst du in meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Du wirst es lieben.  

Unglücklich Single?

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Die 5 besten Gesprächsthemen für ein Date

In diesem Artikel erfährst du, was die besten Gesprächsthemen für ein Date sind und welche Gesprächsthemen du besser vermeidest. Du wirst erfahren, was der Unterschied zwischen emotionalen und rationalen Gesprächen bei einem Date sind und du wirst auch lernen, wie du am Besten mit Gesprächspausen umgehst.

Gesprächsthemen für ein Date gibt es wie Sand am Meer.

Du kannst deinem Date zum Beispiel erzählen, dass du Olivgrün für eine schreckliche Farbe hältst … Oder dass einen Hamburger mit Gabel und Messer zu essen ein No-Go ist!

Doch auf einem Date viel und lange zu reden, heißt noch lange nicht, dass ihr euch besser kennenlernt.

Stelle dir zum Beispiel kurz vor, du bist auf einem ersten Date. Während ihr eure Cocktails schlürft, die vier verschiedene Farbschichten haben, erzählt dein Gegenüber dir vom Urlaub seines Schwagers auf Mallorca und nach welchen Kriterien er die Möbel in seinem Wohnzimmer ausgesucht hat.

Ihr unterhaltet euch zwar einige Stunden lang, aber wahrscheinlich wirst du nicht das Gefühl haben, dein Gegenüber wirklich besser kennengelernt zu haben. Und wahrscheinlich wirst du dich auch nicht zu ihm hingezogen fühlen.

Der springende Punkt ist der: Du kannst dich bei einem Date drei oder vier Stunden mit einem Menschen unterhalten und trotzdem das Gefühl haben, nichts über ihn zu wissen.

Du kannst dich aber in der gleichen Zeitspanne mit einem Menschen so unterhalten, dass ihr das Gefühl habt, euch schon Ewigkeiten zu kennen.

Es gibt also bessere und schlechtere Gesprächsthemen für ein Date. Die 5 interessantesten Gesprächsthemen für ein Date erfährst du in diesem Artikel. Doch vorher möchte ich dir noch etwas wichtiges erklären.

Gesprächsthemen beim Date: Es geht um die emotionale Verbindung

Zu wem wir uns hingezogen fühlen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa den Werten, dem Aussehen, den Kommunikationsfähigkeiten oder auch dem Lebensstil eines Menschen.

Doch der Faktor, der den wohl größten Einfluss darauf hat, wie gut und wohl wir uns in der Gegenwart von jemand anderem fühlen, ist die Stärke der emotionalen Verbindung.

Mein Gegenüber kann also rational betrachtet eine sehr gute Wahl sein, doch wenn ich zu ihm keine emotionale Verbindung habe – wenn zwischen uns also keine Chemie existiert – werde ich mich von ihm kaum angezogen fühlen.

Was bringt es dir, wenn dein Gegenüber aussieht wie ein Model und mit Kohle um sich schmeißt, ihr euch jedoch über nichts unterhalten könnt?

Emotionale Verbindung ist das Gefühl, mit jemanden viele Gemeinsamkeiten zu haben, von ihm verstanden zu werden und ihm alles anvertrauen zu können. Es ist das Gefühl, geborgen zu sein, nicht verurteilt zu werden und so akzeptiert zu werden, wie man ist.

Emotionale Anziehung ist eine wichtige Komponente beim Dating

Gesprächsthemen date

Durch emotionale Verbindung entsteht Nähe und Anziehung

Durch eine starke emotionale Verbindung entsteht Vertrauen, Nähe, Intimität und auch Anziehung.

Häufig wollen Männer zum Beispiel von mir wissen, wie sie einen One-Night-Stand oder Sex beim ersten Date haben können.

Mal davon abgesehen, dass ein One-Night-Stand oder Sex beim ersten Date vor allem von der Frau und ihrer Einstellung zu Sex abhängt, spielt die emotionale Verbindung eine wichtige Rolle.

Die meisten Frauen werden erst mit einem Mann schlafen, wenn sie das Gefühl haben, ihm vertrauen zu können und ihm emotional nahe zu sein. Viele der Frauen, die ich in meinem Leben gedatet habe, haben mir gesagt, dass sie sich noch von keinem Mann so gut verstanden fühlten oder sich ihm so nahe gefühlt haben.

Deshalb sind sie auch vergleichsweise schnell mit mir ins Bett oder haben im Bett Sachen mit mir gemacht, die sie mit anderen Männern nicht gemacht haben.

Doch davon mal abgesehen ist auch für mich als Mann der Sex und die Zeit, die ich mit einer Frau verbringe, viel schöner, intensiver und intimer, wenn ich mit der Frau eine starke emotionale Verbindung habe.

Zu manchen Menschen haben wir von Natur aus eine stärkere emotionale Verbindung als zu anderen – aus welchem Grund auch immer. Doch das soll nicht bedeuten, dass wir nicht Einiges dafür tun können, um eine stärkere emotionale Verbindung zu anderen Menschen aufzubauen.

Eine emotionale Verbindung zu unserem Gegenüber entsteht vor allem dadurch, dass wir uns emotional öffnen und uns verletzlich zeigen.

Wenn du auf einem Date über Dinge sprichst, die dich emotional bewegen, wird dich dein Gegenüber auf einer tieferen Ebene besser kennenlernen. Aus diesem Grund sind emotionale Gesprächsthemen für dein Date deutlich besser als rationale Gesprächsthemen.

Gesprächsthemen Date: Emotional vs. Rational

Bei rationalen Gesprächsthemen geht es oftmals um Fakten, Zahlen oder auch Daten. Emotionale Gesprächsthemen sprechen hingegen die Gefühlsebene an. Dadurch erfahren wir eher, was im Anderen vorgeht, wer dieser Mensch ist und was ihn bewegt.

Damit du den Unterschied besser verstehst, im Folgenden ein paar Beispiele für rationale und emotionale Fragen.

Fragen, die zu rationalen Gesprächsthemen führen:

  • Wo wurdest du geboren?
  • Hast du Geschwister?
  • Was ist dein Lieblingsessen?
  • Warst du schon mal in Paris?
  • Gehst du gerne ins Fitnessstudio?

Hier ein paar Fragen, die zu emotionale Gesprächsthemen führen:

  • Wer sind die wichtigsten Menschen in deinem Leben?
  • Wann hast du zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?
  • Gibt es etwas in deinem Leben, das du bereust?
  • Gibt es etwas, das dein Leben radikal verändert hat?

Wenn du mir erzählst, wo du geboren wurdest, dass Paris deine Lieblingsstadt ist oder welche Cornflakes du zum Frühstück isst, lerne ich dich nicht wirklich besser kennen. Denn durch diese Gesprächsthemen bleiben wir auf einer relativ logischen und auch unpersönlichen Gesprächsebene.

Wenn du mir stattdessen erzählst, was deine größte Angst ist, was der schwierigste Moment in deinem Leben war oder was dein größter Traum ist, dann habe ich das Gefühl, dich besser zu kennen.

Über Rio de Janeiro zu sprechen ist interessant, aber eher unpersönlich.

Gesprächsthemen date

Anstatt zum Beispiel nur zu erwähnen, dass wir vor zwei Jahren unseren Job gewechselt haben, sollten wir also auch darüber reden, wie wir uns zu dieser Zeit gefühlt haben.

Denn vielleicht hat dein Gegenüber noch nie seinen Job gewechselt, doch er hatte mit Sicherheit schon mal ähnlich wie du damals empfunden. Dadurch lernt der Andere dich besser kennen und wird sich viel eher mit dir identifizieren können, weil es ihm schon mal ähnlich ging.

Auf deinem Date emotionale Gesprächsthemen anzuschneiden und generell mehr auf einer Gefühlsebene zu kommunizieren führt dazu, dass ihr euch in kurzer Zeit intensiver und auch intimer kennenlernt. Dadurch merkt ihr relativ schnell, ob ihr zueinander passt und eine gewisse Kompatibilität aufweist oder ihr so schlecht zusammenpasst wie Essiggurken und Nutella.

Theoretisch kann man über jedes Thema persönlich und emotional sprechen. Doch es gibt Gesprächsthemen, mit denen das deutlich einfacher geht.

(Abgesehen von den Gesprächsthemen, solltest du bei einem ersten Date auch noch auf diese drei Dinge achten.)

Fünf gute Gesprächsthemen für Dates

Im Folgenden fünf Gesprächsthemen, die emotional sind und meist zu tiefgründigen Gesprächen führen.

1. Ängste

Jeder Mensch hat Ängste und oft sogar sehr ähnliche. Doch die meisten schämen sich dafür und reden nicht gerne darüber. Tun wir dies jedoch, dann entstehen  Vertrauen und Nähe.

Fragen zu dem Thema:

  • Wovor hast du am meisten Angst?
  • Hat dich Angst schon mal abgehalten, etwas wirklich Wichtiges zu tun?

2. Beziehungen

Das mit Wichtigste in unserem Leben sind unsere Beziehungen. Über Freundschaften, Familie oder Ex-Beziehungen (in der richtigen Dosis) zu sprechen ist automatisch emotional und persönlich.

Fragen zu dem Thema:

3. Erfahrungen

Peinliche, mutige, schrille, lustige oder lebensverändernde Erfahrungen sind geniale Gesprächsthemen.

Fragen zu dem Thema:

  • Was war dein bestes/schrecklichstes/coolstes Date?
  • Was ist das Peinlichste was dir je passiert ist?
  • Was war der schönste Moment deines Lebens?

4. Sex

Sex ist etwas sehr Intimes und auch Emotionales. Auf einem Date über Sex zu sprechen ist sicherlich nicht für jedermann etwas, es kann aber sehr interessant sein.

Wichtig ist, dass wir es auf respektvolle Weise tun und genug Empathie haben, um zu spüren, ob sich der andere bei dem Thema gerade wohl fühlt oder nicht.

Fragen zu dem Thema:

  • Was war der beste Sex deines Lebens?
  • Wie war dein erstes Mal?
  • Gibt es eine Sache, die dich besonders anmacht? (Wenn dein Gegenüber auf die Frage mit „Du“ antwortest, liegst du gut im Rennen …)

5. Entscheidungen

Jeder Mensch trifft in seinem Leben wichtige Entscheidungen. Zu verstehen, warum sich jemand für etwas oder gegen etwas entschieden hat, gibt einen Einblick in seine Persönlichkeit.

Fragen zu dem Thema:

  • Warum hast du dich für deinen Beruf / Studium entschieden?
  • Gibt es etwas, was du in deinem Leben gern anders machen würdest?

Das sind natürlich nicht die einzigen Themen, die zu emotionalen und interessanten Gesprächen führen können. Doch ich denke, du bekommst ein Gefühl für das, was ich dir mit diesem Artikel zeigen möchte.

Abgesehen davon, dass es gute Gesprächsthemen für ein Date gibt, gibt es auch gewisse Themen, die wir am besten vermeiden oder nur unter gewissen Umständen darüber sprechen. Mehr dazu im Folgenden.

Gesprächsthemen, die du auf einem Date besser vermeidest

Menschen sprechen bei Dates und Unterhaltungen im Allgemeinen oft über Dritte, die absolut nichts mit dem Gegenüber oder dem Gespräch zu tun haben.

Bei einem Date über Menschen zu sprechen, die der andere nicht kennt und die nicht zum Thema passen, ist langweilig und unangebracht.

Verstehe mich nicht falsch. Es ist sehr interessant, wenn du über die Beziehung zu deinem Bruder oder einem engen Freund erzählst. Auch ist es OK, wenn du mal kurz über das Leben oder den Charakter deiner engen Freunde oder deiner Familienmitglieder sprichst. Doch was der Mann deiner Cousine macht interessiert mich nicht die Bohne. Vor allem nicht, wenn du zehn Minuten über ihn redest.

Deine Cousine? Die war gestern mein Abendessen. Sorry.

Gesprächsthemen date

Ein weiteres Gesprächsthema, das du mit Vorsicht genießen solltest, ist das Thema Ex-Partner.

Es kann sehr interessant und intim sein, über den Expartner zu sprechen. Doch du solltest das nur tun, wenn du mit der Beziehung abgeschlossen hast und über ihn hinweg bist. Du solltest deinen Ex weder in den Himmel loben noch ihn völlig runtermachen.

Ersteres vermittelt dem Anderen den Eindruck, dass du deinen Expartner noch nicht überwunden hast. Letzteres ist schlichtweg unhöflich und respektlos.

Zu einer Beziehung gehören schließlich immer zwei – und zu behaupten, dass dein ExPartner an allem Schuld ist, entspricht schlichtweg nicht der Wahrheit.

Ein weiteres Thema, was ziemlich unsexy und unpassend ist, sind Krankheiten.

Deine letzte Darmspiegelung bis ins Detail zu erklären oder von deinen dreizehn Zahnartbesuchen im letzten Jahr zu sprechen ist auf einem Date schlichtweg unpassend. Außer du datest gerade einen Doktor oder eine Krankenschwester –  doch selbst in diesem Fall könnte ich mir vorstellen, dass sie auf einem Date nicht über das Thema sprechen möchten.

Da wir schon beim Thema unpassende Gesprächsthemen sind. Hier noch ein paar Verhaltensweisen, die unangebracht sind.

  • Andauernd nörgeln oder dich beschweren.
  • Alle fünf Minuten auf dein Smartphone schauen.
  • Den Anderen wiederholt unterbrechen oder ihm ins Wort fallen.
  • Versuchen, die Geschichten oder Errungenschaften des Anderen zu überbieten („Das ist doch gar nichts. Hör dir mal folgende Geschichte von mir an …“).

Was macht man bei Gesprächspausen?

Oft haben Menschen Angst vor Gesprächspausen bei einem Date.

Sie fürchten den Moment, bei dem beide nicht mehr wissen, was sie sagen sollen. Doch anders als du jetzt vielleicht glaubst, ist ein wenig Stille auf dem ersten Date nicht schlecht.

Pausen kreieren oftmals eine gewisse Spannung und dadurch auch häufig Anziehung. Es ist zum Beispiel schwer, jemanden zu küssen, wenn man unaufhörlich plappert.

Falls dir eine Pause zu lange oder zu unangenehm wird und du schlichtweg nicht weißt, was du sagen sollst, dann spreche die Pause einfach an. Du kannst zum Beispiel sagen, dass es doch irgendwie lustig ist, dass sich gerade zwei erwachsene Menschen gegenüber sitzen und beide nicht wissen, was sie sagen soll.

Doch wie gerade erwähnt, sind Pausen generell nichts Schlimmes.  Denn Stille ist toll, um herauszufinden, wie kompatibel man ist.

Menschen, mit denen man sich stundenlang unterhalten kann, sind toll. Menschen, mit denen man sich stundenlang unterhalten und dann auch noch die Stille genießen kann, sind fantastisch.

Unglücklich Single?

Lernst du keine potenziellen Partner kennen oder gerätst du immer wieder an die falschen Partner? Dann lade dir meinen kostenlosen Dating-Ratgeber herunter und erfahre, wie du den richtigen Partner anziehst. Kein Spam. Nur geile Tipps.