5 todsichere Tipps gegen Aufschieberitis

AufschieberitisWas ist das wohl größte Hindernis auf dem Weg der persönlichen Transformation?

Welches Phänomen sorgt tagtäglich dafür, dass Schüler, Studenten und Berufstätige auf der ganzen Welt in Panikatacken verfallen?

Ok, wahrscheinlich weißt du die Antwort schon. Du hast ja schließlich die Überschrift gelesen.

Gemeint ist das Prokrastinieren. Oder zu gut Deutsch: Aufschieberitis.

Wahrscheinlich kennst du eine oder mehrere dieser Situationen:

  • Du musst demnächst eine wichtige Hausarbeit abgeben.
  • Du solltest ein wichtiges Gespräch mit deinem Partner führen.
  • Seit Wochen möchtest du deinen Chef um eine Gehaltserhöhung oder Urlaubstagen bitten.
  • Seit langem willst du den Keller ausmisten.
  • Oder ganz klassisch: Du musst demnächst deine Steuererklärung machen.

Doch anstatt dich deiner Aufgabe zu widmen, lenkst du dich ab. Du fährst mit deinen Freunden zum Festival, sitzt stundenlang für Facebook rum, schaust die neuesten Serien auf Netflix an oder starrst einfach nur Löcher in die Luft.

Wenn du dich in dieser Beschreibung widerfindest, habe ich hier einen ganz besonderen Leckerbissen für dich. Denn ich kenne das Problem der Aufschieberitis nur allzu gut. In diesem Artikel lernst du, mit welchen 5 Methoden Aufschieberitis für mich zu einer Sache der Vergangenheit wurde.

Methode 1# gegen Aufschieberitis: Lege eine konkrete Uhrzeit für deine Aufgabe fest

Dieser Tipp ist sehr simpel und trotzdem effektiv.

Oft ist Aufschieberitis nämlich nichts weiter als schlechte Planung. Nehmen wir einmal das Beispiel der guten alten To Do Liste.

Egal ob du eine App benutzt oder lieber Zettel verwendest, das Problem ist das gleiche. To Do Listen haben keine Deadline.

Angenommen du schreibst dir also einfach auf eine Liste den Stichpunkt Hausarbeit.

Wie hoch ist dann die Wahrscheinlichkeit, dass du ausgerechnet jetzt und heute anfängst, wirklich an deiner Hausarbeit zu arbeiten?

Nicht sehr hoch. Zumindest, wenn du so ähnlich veranlagt bist, wie ich.

Ganz anders sieht es aus, wenn du dir jeden Tag einen festen Zeitblock aussuchst, an der du etwas für die Aufgabe, die du vor dir herschiebst tun möchtest. Und diesen Zeitblock dann in deinen Kalender einträgst.

Gute Planung ist sehr wichtig, wenn du produktiv sein möchtest.

Aufschieberitis

Mit den meisten Smartphone-Kalendern geht das übrigens sehr gut, da sich Termine auch als Wiederholungen erstellen lassen.

So vermeidest du, dass sich die Aufschieberitis trotz guter Absichten in deinen Alltag einschleicht. Und gleichzeitig schwirrt eine Aufgabe weniger in deinem Kopf herum.

Methode 2# gegen Aufschieberitis: Steh mit dem Weckerklingeln auf (am besten früh)!

Dieser Tipp mag auf den ersten Blick nicht viel mit Aufschieberitis und Prokrastination zu tun haben. Dennoch gibt es kaum eine Methode, die sich besser eignet, um produktiver in den Tag zu starten.

Ein weiser Mann sagte einst:

„Wie du den Tag beginnst, so beendest du ihn auch.“

Stelle dir folgendes Szenario vor:

Du stellst dir den Wecker um 7 Uhr morgens und stehst mit dem ersten Weckerklingeln auf, im Anschluss meditierst du und joggst dann eine Runde durch den Park.

Glaubst du, dass du danach noch ein Problem damit haben wirst, ein paar Seiten deiner Hausarbeit runterzuschreiben, den Bericht für die Arbeit fertigzumachen oder heute Abend noch ins Fitnessstudio zu gehen?

Ich schätze nicht.

Und genau deshalb ist es wichtig, dass du schon am Anfang des Tages den richtigen Impuls setzt.

Das heißt nicht, dass du ab jetzt jeden Morgen einen zweistündigen Drill starten sollst, der es mit dem Trainingsprogramm der Navy Seals aufnehmen kann.

Aufschieberitis

Es bedeutet viel mehr, dass du vielleicht einmal die Snooze-Funktion deines Weckers ausstellst. Und innerhalb von zwei Minuten aufstehst. Oder, dass du hin und wieder eine kalte Dusche nimmst. Oder wirklich morgens meditierst.

Nur so lernt dein Körper und deine Psyche, was es heißt, sich zu überwinden und auch früh am Morgen produktiv zu sein.

Und du wirst sehen: Für den Rest des Tages wird es dir viel leichter fallen, unbequeme Aufgaben zu erledigen.

Dass diese Methode funktioniert, zeigt alleine schon das Gegenbeispiel.

Kannst du dich noch an das letzte Mal erinnern, an dem du die bis in die Nacht hinein gefeiert hast?

Ich wette, am nächsten Tag hast du nicht besonders viel auf die Reihe gekriegt.

Starte also diszipliniert und rechtzeitig in den Tag, und die Aufschieberitis hat keine Chance.

Methode 3# gegen Aufschieberitis: Vermeide Ablenkungen

Sich abzulenken, ist heutzutage sehr einfach. Facebook, YouTube, Netflix und Spotify sind nur einige Wege, stundenlang sehr effektiv Zeit totzuschlagen.

Und das, ohne dass du dich auch nur einen Zentimeter von deinem PC oder dem Smartphone entfernen musst.

Jedes Smartphone bietet heute schier endlose Möglichkeiten, sich abzulenken.

Aufschieberitis

Das ist natürlich ein Problem. Wenn du nicht aufpasst, verschwendest du dein halbes Leben damit, dir Katzenvideos, Posts von Till Schweiger oder die neusten „sozialen Experimente“ anzuschauen. Oder was auch immer deine Lieblings Internet-Sünde ist.

Versteh mich nicht falsch.

Es ist vollkommen ok, sich ab und zu mal eine Auszeit zu gönnen. Wenn daraus aber ein zweistündiger YouTube-Marathon wird, wird es zum Problem. Besonders dann, wenn du eigentlich etwas anderes zu tun hast.

Mein Tipp, um diese Ablenkungen zu vermeiden:

Gib ihnen erst gar keinen Nährboden.

  • Du chattest gerne stundenlang auf Whatsapp? Schalte dein mobiles Internet für die Dauer deiner Arbeits-Session einfach einmal aus.
  • Du verlierst dich oft im Scrollen durch deinen Facebook-Feed? Dann melde dich doch einfach mal ein paar Tage lang gar nicht erst bei Facebook an. Oder zumindest erst, wenn du mit der Arbeit fertig bist.
  • Du weißt, dass du zu viel Zeit auf Netflix verschwendest? Kündige deinen Netflix Account. Das klingt krass, ist aber die einzige Lösung, wenn du weißt, dass du ansonsten nicht der Versuchung widerstehen kannst.

Willst du deiner Aufschieberitis also endgültig ein Schnippchen schlagen, verzichte in nächster Zeit auf sämtliche Ablenkungen.

Methode 4# gegen Aufschieberitis: Suche nach dem wahren Grund!

  • Wieso schiebst du es seit Monaten auf, dich mit deinem Freund hinzusetzen und dieses wichtige Gespräch zu führen?
  • Wieso kriegst du es nicht auf die Reihe, den Bericht für die Arbeit zu schreiben?
  • Wieso ist es jetzt schon wieder einen Monat her, dass du das letzte Mal im Fitnessstudio warst?

Weil ich nun einmal gerne Dinge aufschiebe, magst du jetzt sagen.

Aber was ist, wenn das gar nicht der eigentliche Grund ist?

Nicht immer ist Aufschieberitis das Kernproblem.

Manchmal ist es einfach nur das Sypmtom eines größeren Problems. Oft ist das Aufschieben lediglich der Hinweis darauf, dass eine Sache nicht die richtige für dich ist. Dass du sie eigentlich gar nicht machen willst.

Wenn das der Fall ist, solltest du dich nicht länger quälen. Und dich stattdessen dem eigentlichen Problem widmen.

Falls das Gespräch mit deinem Freund dir also so viel Kopfzerbrechen bereitet, frag dich einfach mal, wieso. Und höre auf die Stimme, die antwortet.

Wer weiß, vielleicht hast du ja gar nicht mit der Antwort gerechnet, die kommt. Oder du erkennst, dass es endlich Zeit ist, loszulassen und dich von deinem Freund zu verabschieden. Wie auch immer es sein mag, der Schlüssel ist die Ehrlichkeit dir selbst gegenüber.

Eine Sache muss ich allerdings noch sagen.

Ich möchte dir an dieser Stelle keine Ausrede liefern, deine Pflichten zu vernachlässigen oder dich den schwierigen Dingen im Leben nicht zu stellen. Vergiss nicht, dass du alles für alles in deinem Leben Verantwortung übernehmen solltest. 

Es gibt nämlich immer Momente, an denen du lieber vor einer Situation wegrennen möchtest. Und das, obwohl diese Situation sehr wichtig ist für deine Entwicklung. In diesem Fall ist es wahrscheinlich doch die Aufschieberitis, die von dir Besitz ergriffen hat.

(Hier erfährst du übrigens 5 Tipps, wie du deinen inneren Schweinehund überwinden kannst.)

Methode 5# gegen Aufschieberitis: Erwarte nicht zu viel von Dir selbst!

Aufschieberitis ist in gewissser Weise ein Mangel an Willenskraft.

Willenskraft wiederum ist wie ein Muskel, den du trainieren musst. Und zwar über einen langen Zeitraum hinweg. Kontinuierlich und in kleinen Schritten.

An deiner Aufschieberitis zu arbeiten geht also nur, wenn du dir nicht zu viel auf einmal vornimmst.

Erwarte also nicht gleich den perfekten Tag. Ein produktiver Vormittag reicht auch – fürs erste. Wenn es dir gelungen ist, an einigen Tagen bis zum Mittag hin produktiv zu sein, kannst du immer noch den nächsten Schritt wagen. Und dir ein bisschen mehr vornehmen.

Das wichtigste ist hierbei: Du darfst dich auch gerne hin und wieder belohnen.

Also doch auch mal ein Katzenvideo schauen. Oder zwei. Aber erst nach erledigter Arbeit.

Selbst eine Raubkatze darf ab und zu auf der faulen Haut liegen.

Aufschieberitis

Zum Abschluss: Schau auf das große Ganze!

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Fragen vorbereitet, die dich zum Nachdenken anregen sollen.

  • Welche Konsequenzen wird es für dich haben, wenn du die Dinge weiterhin aufschiebst, wie bisher?
  • Wo wirst du in zehn Jahren sein, wenn du weiterhin prokrastinierst und deine Komfortzone nicht verlässt?
  • Was könntest du alles schaffen, wenn du stattdessen endlich anfängst, die Dinge anzupacken?

Versuche, diese Fragen bitte ganz ehrlich für dich selbst zu beantworten.

Spätestens die letzte Frage dürfte dich gehörig aufgerüttelt haben. Wenn du dir nämlich vor Augen hältst, wie viel Zeit du pro Tag, pro Woche, pro Monat oder sogar pro Jahr durch Aufschieberitis verschwendest, dann erst wird dir das Ausmaß des Dramas bewusst.

Verschiebe die Dinge also nicht länger. Fang an, endlich deinen Weg zu gehen.

Arbeite jeden Tag ein bisschen auf deine Ziele hin. Tu jeden Tag etwas, dass deine ganz persönlichen Werte widerspiegelt. Auch wenn es nicht immer Spaß macht oder einfach ist.

Denn Zeit ist das kostbarste, was du hast. Nutze sie.

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