Die 4 Arten der Selbstsabotage (und wie du damit aufhörst)

Es mag komisch klingen, doch oft stehen wir uns selbst im Weg.

Wir sabotieren unsere Anstrengungen, wir tun unreflektierte Dinge oder wir treffen dumme Entscheidungen. Und damit sabotieren wir uns häufig selbst.

Das Problem an Selbstsabotage ist, dass sie uns oft nicht bewusst ist.

Es ist also gut möglich, dass du dich seit langer Zeit immer wieder selbst sabotierst, ohne dass du es weißt…

Falls du das Gefühl hast, dass du nicht dein volles Potential nutzt oder dich im Kreis drehst bist du hier richtig.

Denn in diesem Artikel erfährst du 4 eindeutige Anzeichen dafür, dass du dich selbst sabotierst. Und wie du damit aufhörst.

Du kannst dir den Artikel auch als Video anschauen:

Selbstsabotage #1: Du hörst auf, obwohl es gut funktioniert

Eine der häufigsten Arten der Selbstsabotage: Du hörst auf etwas zu tun, obwohl es für dich gut funktioniert. Lass mich das Ganze kurz erklären, weil es ein enorm wichtiger Punkt ist.

Bewusst oder unbewusst entwickeln wir mit der Zeit Strategien und Gewohnheiten, um im Leben voranzukommen und unsere Ziele zu erreichen.

Manche dieser Strategien und Gewohnheiten funktionieren gut und bringen uns weiter, manche anderen nicht.

Das Problem ist, dass Menschen oft etwas finden, was für sie funktioniert und dann damit aufhören. Aus Langeweile. Weil es ihnen nicht schnell genug geht. Weil sie glauben, es gibt eine Abkürzung. Oder einfach so, ohne wirklichen Grund.

Nehmen wir an, du möchtest ein paar Kilos abnehmen. Also fängst du an, drei Mal die Woche ins Fitnessstudio zu gehen und dich gesunder zu ernähren. Du isst kaum Süßigkeiten, trinkst keinen Alkohol mehr und isst dafür viel langweiliges aber gesundes Gemüse.

Nach einem halben Jahr hast du dein Ziel erreicht. Du bist überglücklich, fühlst dich sexy und hast das Gefühl, du kannst die Welt erobern.

Aber was passiert dann?

Du hörst auf, die Dinge zu tun, die für dich funktionieren. Du gehst nicht mehr zum Sport. Du trinkst wieder mehr Alkohol. Du isst wieder mehr Süßigkeiten, Pizzas und Burger, mit extra Speck und Käse.

Schneller als du bis drei Zählen kannst, hast du die 5 kg wieder drauf. Oder vielleicht sogar ein paar mehr.

Den gleichen Fehler begehen viele Menschen in allen möglichen Lebensbereichen.

  • In ihrer Beziehung.
  • Bei ihrer Gesundheit.
  • In ihrer Karriere.
  • Bei ihren persönlichen Zielen.

Sie finden etwas, was sie voranbringt und was ihnen gut tut und hören trotzdem damit auf. Und wenn du sie fragst, warum sie damit aufgehört haben, sagen sie oft: „Ach, weiß ich gar nicht so wirklich.“

Falls es dir auch so geht: Das ist Selbstsabotage hoch drei.

Selbstsabotage #2: Prokrastination

Prokrastination kann ein großes Anzeichen für Selbstsabotage sein. Warum schreibe ich dass es ein Anzeichen sein kann und nicht ein Anzeichen ist?

Weil bis zu einem gewissen Punkt jeder Mensch prokrastiniert und faul ist.

Ich würde mich zum Beispiel als einen ziemlich disziplinierten und auch produktiven Menschen bezeichnen. Aber auch ich schaffe nicht jeden Tag all das, was ich mir vornehme. Und genau so habe ich mal Tage, wo ich faul auf meiner Couch liege, Chips esse und mir überlege, welchen Film ich mir als nächstes anschaue.

Dennoch ist Prokrastination oft ein Anzeichen für Selbstsabotage. Und zwar immer dann, wenn du sehr regelmäßig prokrastinierst, wenn du wirklich wichtige Dinge aufschiebst und dadurch Probleme bekommst oder wenn dich deine Prokrastination davon abhält, deine Potenzial zu nutzen.

Ein Beispiel:

Nehmen wir an, du nimmst dir am Wochenende vor, altes Zeug ausmisten. Aber als es dann soweit ist, kriegst du einfach den Arsch nicht hoch. Du hast die Woche viel gearbeitet, hattest viel Stress und willst einfach nur entspannen.

Ist das Selbstsabotage? Nein. Es ist einfach nur menschlich, dass du nach einer langen und stressigen Woche entspannen willst. Und unter uns: Ob du dein altes Zeug heute ausmistest oder nächste Woche, macht keinen so großen Unterschied.

Anders sieht es aus, wenn du nächste Woche ein wichtiges Bewerbungsgespräch hast und dich nicht darauf vorbereitest. Oder wenn du wichtige Deadlines bei deinem Job verpasst. Oder wenn du jeden Tag mehrere Stunden auf Youtube oder Social Media verplemperst, anstatt an deinen Zielen zu arbeiten. In solchen Fällen ist deine Prokrastination eine ganz klare Form der Selbstsabotage.

Wenn du bei wichtigen Dingen oder so häufig prokrastinierst, dass du nicht vorankommst, sabotierst du dich selbst.

Wie du damit aufhörst, erfährst du hier: Selbstmotivation

Selbstsabotage #3: Das Hochstapler-Syndrom

Das Hochstapler-Syndrom beschreibt das Gefühl, dass du etwas nicht verdient hast.

Vielleicht wurdest du vor kurzem befördert. Oder du hast einen tollen Partner gefunden. Oder du hast abgenommen. Oder du bist momentan einfach nur grundlos glücklich.

Wenn du unter dem Hochstapler-Syndrom leidest, gönnst du dir deinen Erfolg und dein Glück nicht. Du fühlst dich wie ein Verräter, weil es dir gut geht und du etwas geschafft hast. Es ist gut möglich, dass du dich auch schuldig fühlst, weil es dir besser geht als deinen Freunden, deinen Geschwistern oder deinen Eltern.

Dieses Gefühl, etwas nicht verdient zu haben, führt oft zur Selbstsabotage.

Wenn du zum Beispiel glaubst, du hast die Beförderung nicht verdient, fängst du an, dumme Fehler zu machen, deine Kollegen schlecht zu behandeln oder du kommst häufig zu spät. Falls man dich darauf anspricht, spielst du die Anschuldigungen herunter oder behauptest, dass du dein Verhalten selbst nicht nachvollziehen kannst. Im schlimmsten Fall sabotierst du dich solange, bis man gezwungen ist, dich zu feuern oder dich zu versetzen.

Oder nehmen wir an, du hast einen tollen Partner gefunden. Wenn du glaubst, er/sie ist zu gut für dich und du hast das nicht verdient, fängst du an, das Ganze zu sabotieren. Du fängst immer wieder sinnlosen Streit an. Du gehst fremd. Du wirst enorm eifersüchtig. Du sabotierst die Beziehung solange, bis deinem Partner nichts anderes übrig bleibt, als die Beziehung zu beenden.

Wenn du dann die Beförderung verlierst oder dein Partner dich verlässt, denkst du dir:

„Ich wusste es doch. Ich habe das einfach nicht verdient. Dieser Job oder dieser Partner war einfach außerhalb meiner Liga.“

Das Hochstapler-Syndrom ist Selbstsabotage auf Steroiden.

Selbstsabotage 4#: Limitierende Glaubenssätze

Was hält viele Menschen davon ab, mehr aus ihrem Leben zu machen, ihre Ziele zu erreichen und ihre Träume zu verfolgen? Limitierende Glaubenssätze.

Wie sieht das bei dir aus:

  • Redest du dir oft ein, dass du etwas nicht schaffst oder etwas nicht kannst?
  • Gibt es Dinge, die du noch gar nicht probiert hast und dir trotzdem sagst, dass du sie nicht kannst?
  • Probierst du Dinge oft halbherzig aus, scheiterst dann und behauptest, dass du es einfach nicht drauf hast?

Dann mach dir bewusst, dass das Selbstsabotage ist.

Zu behaupten, dass du etwas nicht kannst, ohne es probiert zu haben oder Dinge immer nur halbherzig auszuprobieren, ist nicht fair. Du betrügst dich selbst und gibst dir noch nicht mal die Möglichkeit, etwas Neues zu lernen und deine Ziele zu erreichen.

Ich bin keiner von denen, die behaupten, dass wir alles erreichen können. Denn das ist Blödsinn. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir viel mehr erreichen können, als wir häufig glauben.

Dafür musst dich aber anstrengen. Auf gewisse Dinge verzichten. Aus deinen Fehlern lernen. Und mehr Zeit und Energie investieren, als du vermutlich glaubst.

Doch all das wirst du nicht tun, wenn du von Anfang behauptest, dass du etwas nicht kannst oder Dinge immer nur halbherzig tust.

Wie kann man Selbstsabotage beenden?

Es sind vor allem deine negativen Gedanken, Selbstzweifel und limitierenden Glaubenssätze, mit denen du dich immer wieder selbst sabotierst.

Diese mentalen Blockaden halten dich davon ab, im Leben voranzukommen, deine Ziele zu erreichen und generell erfolgreicher zu werden.

Die Positive Nachricht: Du kannst lernen, deine mentalen und emotionalen Blockaden zu überwinden. Dass du dich bis jetzt selbst sabotiert hast bedeutet also nicht, dass du es auch in Zukunft weiter tun musst.

Vergiss nicht: Deine Vergangenheit beeinflusst dich zwar, aber sie definiert dich nicht.

Aus diesem Grund habe ich einen kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du 4 simple Mindsets, durch die du deine inneren Blockaden überwinden wirst und deine Selbstsabotage beendest.

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