Gelassenheit lernen in 3 simplen Schritten

Du möchtest Gelassenheit lernen? Vielleicht, weil du merkst, dass du dich von den kleinsten Dingen verrückt machen lässt? Oder weil du einfach ruhig und entspannt durchs Leben gehen willst?
 Dann habe ich hier einen Leckerbissen für dich. In diesem Artikel geht es nämlich darum, wie du am besten Gelassenheit lernen kannst.

gelassenheit lernen„Eine der besten Lektionen, die du in deinem Leben meistern kannst, ist, gelassen zu bleiben.“

Diese Worte stammen von Catherine Pulsifer, Autorin diverser Motivationsbücher.

Und sie beschreiben sehr treffend, was man in der Persönlichkeitsentwicklung sowie im generell Leben letztendlich immer wieder lernen muss:

In möglichst vielen Situationen, die einem begegnen, möglichst gelassen zu reagieren.

Die meisten Menschen, mich und höchstwahrscheinlich auch dich eingeschlossen, sind viel zu oft jedoch das genaue Gegenteil:

Gestresst, beunruhigt und um Dinge besorgt, die uns eigentlich kalt lassen sollten.

Die Ursachen für unsere Besorgnis und unseren Stress können dabei ganz unterschiedlich sein:

Oft fangen wir dann an, nach Wegen zu suchen, wie wir unsere Sorgen loswerden und unsere Gelassenheit zurückerlangen können.

Und scheitern.

Aber weißt du was? Gelassenheit lernen ist gar nicht so schwer.

Denn Gelassenheit ist nichts anderes als das Wahren in innerem Frieden – auch in schwierigen Situationen entspannt zu reagieren oder dich dann, wenn es mal etwas holprig wird, nicht gleich aus der Ruhe bringen zu lassen.

Weil Gelassenheit für ein ausgeglichenes und erfülltes Lebenso wichtig ist, werde ich dir in den nächsten Absätzen zeigen, wie du sie erlangst.

Und das nicht nur in einem Bereich oder einer Situation in deinem Leben, sondern in allen.

1. Gelassenheit lernen: Akzeptiere, was du nicht verändern kannst

Der Stoizismus ist eine philosophische Richtung, die ihre Ursprünge im antiken Griechenland hat.

Die Kernbotschaft dieser Philosophie ist genauso simpel wie genial:

Erkenne deinen Platz im kosmischen Ganzen und blicke deinem Schicksal mit Gelassenheit entgegen.

Diese Idee mag erstmal etwas abschreckend klingen.

Vielleicht magst du jetzt denken:

Mein Schicksal einfach annehmen? Das klingt ja erstmal ziemlich pessimistisch.

Interessanterweise ist genau das Gegenteil der Fall.

Gelassenheit lernen: nimm an, was du nicht verändern kannst.

gelassenheit lernen

Wenn du anfängst, die Dinge in deinem Leben zu akzeptieren, die du nicht ändern kannst, wirst du nämlich anfangen, dich auf das konzentrieren, was du ändern kannst.

  • Du machst dir um die Zukunft der Menschheit sorgen? Darum, dass der Klimawandel unseren Planeten ruinieren und die Menschheit ausrotten wird? Dann überlege dir, welche konkreten Maßnahmen du ergreifen kannst, um deinen Beitrag für das Wohlergehen unserer Umwelt zu leisten. Sorge dafür, dass du diese Maßnahmen in die Tat umsetzt und dann überlasse den Rest anderen Menschen.
  • Du weißt nicht, ob der nette Mann oder die nette Frau, die du letzte Woche gedatet hast, wirklich auf dich steht? Triff dich noch einmal mit ihm oder ihr und zeig dich von deiner besten Seite. Mehr als das kannst du auch nicht tun.
  • Du hast ein Vorstellungsgespräch und bist besorgt, dass du vollkommen versagst? Bereite dich gut vor und dann nimm vor dem Schlafengehen noch ein gemütliches Bad oder höre ein spannendes Hörbuch. Du hast alles gemacht, was in deiner Macht steht. Den Rest kannst du eh nicht beeinflussen.

Du wirst merken, wie sehr dir der stoizistische Ansatz dabei helfen kann, innerlich ruhiger zu werden.

Stephen Covey, ein internationaler Bestseller-Autor der Persönlichkeits-Entwicklung unterscheidet zwischen Circle of Concern (der Menge an Dingen, um die du dir Sorgen machst) und Circle of Control (der Menge an Dingen, die du unter Kontrolle hast).

Wenn du Gelassenheit lernen willst, sollte die erste Menge nie größer sein als die zweite.

Apropos Sorgen: Zum Stoiker zu werden bedeutet auch, sich nicht unnütz über Dinge Gedanken zu machen, die eigentlich gar nicht von allzu großer Bedeutung sind.

(Leseempfehlung: Mit sich selbst im Reinen sein)

Wie du diese Haltung in deinen Alltag integrieren kannst

Das nächste Mal, dass du dir wegen irgendeiner Sache den Kopf zerbrichst oder dir aus irgendeinem Grund Sorgen machst, stelle dir einfach einmal folgende Frage:

Was ist das schlimmste, das in dieser Situation passieren kann?

Nehmen wir mal folgendes Beispiel:

Du streitest dich mit deinem Chef und hast jetzt Angst, er könnte aus diesem Streit Konsequenzen ziehen.

Was ist das schlimmste, dass dir in dieser Situation passieren könnte?

Du könntest deinen Job verlieren.

Das ist nicht schön, aber ein Weltuntergang ist es auch nicht!

In dieser Situation kannst du überlegen, welche Alternativen du ergreifen kannst, falls du wirklich gefeuert wirst.

Beispielsweise dich bei Jobbörsen anzumelden, dich weiterbilden zu lassen, über einen Zeitraum Sozialhilfe zu empfangen und dir dein eigenes Business aufzubauen. Gerade in Deutschland ist es ziemlich unwahrscheinlich, dass du nach einem verlorenen Job auf der Straße landest.

Sobald du dir diese Alrternativen vor Augen hältst, wirst du sofort mehr mehr innere Ruhe und Zufriedenheit finden.

Was du aus diesem Beispiel über Gelassenheit lernen kannst

Wenn wir uns über eine Sache Gedanken machen und uns sorgen, sind es meist diffuse Horrorszenarien, die in unserem Kopf auftauchen. Horrorszenarien, die verhindern, dass dass wir wahre Gelassenheit entwickeln.

Und der Mehrheit der Fälle ist die Realität gar nicht so schlimm, wie wir es uns in unserem Kopf ausmalen.

Wahrscheinlich ist es in den meisten Fällen, in denen du dir Sorgen machst, nicht anders.

gelassenheit lernenWenn dir also das nächste Mal ein schwammiges Horrorszenario durch den Kopf geistert, versuche einmal ganz genau zu definieren, was wirklich allerschlimmstenfalls passieren kann.

Und wenn du das ermittelt hast, überlege dir für diesen Fall einen Schlacht-Plan. Am besten ist es, du schreibst diesen auf dem Computer oder auf einem Zettel auf.

Ziemlich bald wirst du merken, dass du fast immer Wege finden kannst, mit einer schwierigen Situation umzugehen.

Und dann wirst du schneller als du denkst Gelassenheit lernen.

(Notiz am Rande: Auch NLP Seminare können dir dabei helfen, den Dingen gelassener zu begegnen. Es gibt viele Anbieter, ich kann dir jedoch diese NLP Seminare in Wien empfehlen.)

2. Gelassenheit lernen: Erweitere deine Komfortzone

Sich auf einer theoretischen und gedanklichen Ebene dem Thema Gelassenheit zu nähern, ist ein sehr mächtiger Ansatz.

Oft reicht dieser Ansatz jedoch nicht aus.

Manchmal ist es einfach nötig, praktische Erfahrungen zu sammeln.

Erfahrungen, die uns etwas mehr Überwindung abverlangen, als wir es gewohnt sind.

Erfahrungen, die uns zeigen, dass die meisten Dinge, vor denen wir uns fürchten oder von denen wir gestresst sind, eigentlich gar keine Gefahr für uns darstellen.

Erfahrungen, die wir nur dann machen, wenn wir anfangen, außerhalb unserer Komfortzone zu leben.

Gelassenheit lernen: Wage dich aus der Komfortzone, um dauerhaft entspannt zu bleiben

gelassenheit lernen

Je mehr herausfordernde und schwierige Situationen du erlebst, desto weniger werden dich zukünftige Situationen aus der Bahn bringen.

  • Denkst du, dass ein Navy Seal sich davor fürchtet, in einer Großstadt nachts alleine nach Hause zu fahren?
  • Denkst du, dass du Angst vor einem 10 Meter Turm hast, wenn du schon einmal aus einem Flugzeug gesprungen bist?
  • Denkst du, dass du zögern wirst, dich in einem Seminar zu Wort zu melden, wenn du bereits vor hunderten von Leuten eine Rede gehalten hast – zum Beispiel bei TED oder einem anderen großen Event?

Die Antwort auf jede dieser Fragen dürfte ein klares Nein sein.

Alles diese Situationen verdeutlichen eine Tatsache:

Nahezu jede Art von Überwindung macht uns entspannter.

Wichtig ist deshalb, dass du dich hin und wieder forderst und dich deinen Ängsten stellst, anstatt dir ein ruhiges Leben zu wünschen, dass dich von jeder nur möglichen Herausforderung verschont.

Nur so wirst du auf Dauer Gelassenheit lernen.

Wie genau du dich am besten überwindest, erfährst du in diesem Artikel.

3. Gelassenheit lernen: Sei präsent

Ganz am Anfang habe ich bereits die Horrorszenarien erwähnt, die wir in unseren Gedanken heraufbeschwören, während wir uns um eine bestimmte Sache sorgen.

Was ich noch nicht erwähnt habe:

Es gibt noch eine ganz andere Methode, um mit diesen Horrorszenarien fertig zu werden.

Diese besteht darin, erst gar keine Horrorszenarien entstehen zu lassen.

Meist sind es nämlich unsere Gedanken, die einen direkten Einfluss auf unsere Gefühle haben.

  • Denken wir Gedanken, die negativ sind, fühlen wir uns gestresst, ängstlich und unausgeglichen.
  • Denken wir hilfreichere Gedanken, fühlen wir uns motiviert, optimistisch und sind gut gelaunt.
  • Denken wir gar nichts, ist das einzige, was in uns übrig bleibt, ein Gefühl von Stille, Liebe und Harmonie.

Der als letztes beschriebene Zustand überkommt uns vor allem dann, wenn wir total im Moment aufgehen und alle Gedanken, die uns vorher beschäftigt haben einfach verblassen.

In welchen Situationen ist dies der Fall?

  • Wenn wir in sexueller Ekstase mit unserem Partner verschmelzen.
  • Wenn wir uns mit nichts weiter als einem Seil an den Knöcheln von einer 100 Meter hohen Brücke stoßen.
  • Oder … wenn wir meditieren.

Das Problem ist: Du kannst nicht jedes Mal, wenn du gestresst bist oder dir Sorgen machst, Sex haben oder einen Bungee-Jump wagen. Zudem wäre dieses Verhalten ziemlich gesundheitsschädlich und naja – etwas zwanghaft.

Der letzte Punkt hingegen ist schon etwas besser in deinen Alltag integrierbar.

Gelassenheit, Entspannung und Meditation sind nämlich Begriffe, die fast nicht voneinander zu trennen sind.

Nur die Ruhe:
Meditation kann dir helfen, gelassenheit zu lernen

gelassenheit lernen

Gelassenheit lernen durch Meditation

Suche dir einen Ort in deiner Wohnung heraus, an dem du dich entspannen und zur Ruhe kommen kannst.

Nimm eine Sitzposition ein, die sich entspannt anfühlt, während gleichzeitig dein Kopf und deine Wirbelsäule gerade bleiben – zum Beispiel auf einem Stuhl, einem Meditationsbänkchen oder deiner Bettkante.

Stelle dir einen Timer. Zunächst bietet es sich an, mit 5 oder 10 Minuten zu anzufangen, mit der Zeit kannst du natürlich auch länger meditieren.

Wenn du den Timer startest, fange an, langsam und bewusst ein- und auszuatmen.

Versuche zunächst, den Fokus lediglich bei deinem Atem zu lassen. Wenn du merkst, dass du in Gedanken oder Sorgen abdriftest oder von einer sonstigen Regung abgelenkt wirst, versuche, diese zu beobachten. Lenke dann deine Aufmerksamkeit wieder zurück auf deinen Atem.

Wiederhole diesen Prozess bei jeder Art von Ablenkung, bis dein Timer klingelt.

Wenn du regelmäßig meditierst, wirst du bereits nach einigen Tagen oder Wochen merken, wie du von mehr Ruhe und Gelassenheit erfasst bist.

Je mehr du meditierst, desto weniger wirst du dich von den Wogen des Lebens stressen lassen.

Dir eine tägliche Meditationsroutine zuzulegen, ist daher eine sehr sinnvolle Idee.

Natürlich gibt es noch viele andere Methoden, zu meditieren und achtsamer durch den Alltag zu gehen.

Am besten ist es, wenn du dir langfristig die Methode heraussuchst, die dir am meisten zusagt.

Schon bald wirst du dann selbst in den schwierigsten Lebenssituationen ruhig und gelassen sein.

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