Wieso du Angst vor Veränderung hast (Und was du dagegen tun kannst)

Du hast Angst vor Veränderung? Du weißt nicht, wo diese Angst herkommt – und möchtest sie überwinden? Dann lies weiter. Denn in diesem Artikel werden wir den Ursachen deiner Angst auf den Grund gehen.

Angst vor VeränderungEgal, ob wir einen neuen Job anfangen, uns in eine neue Beziehung begeben oder eine andere wichtige Entscheidung ansteht:

Fundamentale Veränderungen in unserem Leben zuzulassen fällt uns nicht immer leicht.

Genau aus diesem Grund habe ich den folgenden Artikel geschrieben.

Hinter unserer Angst vor Veränderung stecken nämlich in allererster Linie 3 Ursachen.

  1. Die menschliche Trägheit
  2. Die Angst, zu scheitern
  3. Die Angst vor Erfolg

Was es mit diesen 3 Ursachen auf sich hat und wie du dich ihnen stellen kannst, um deine Angst vor Veränderung zu überwinden – das erfährst du in den nächsten Absätzen.

Falls du hingegen wissen willst, wann du etwas verändern sollst, lies diesen Artikel:

Zeit für Veränderung

1. Angst vor Veränderung: Die menschliche Trägheit

Auch wenn wir Menschen die intelligentesten Wesen unseres Planeten ist, hat uns Mutter Natur einige „Programmierungen“ mit auf den Weg mitgegeben, die im 21. Jahrhundert etwas veraltet sind.

Die menschliche Trägheit ist eine dieser veralteten Programmierungen.

Doch bevor ich genauer auf uns Menschen eingehe, lass mich dir eine Frage stellen:

Weißt du, was „Homöostase“ ist?

Dieser aus der Wissenschaft stammende Begriff beschreibt nämlich die Tendenz vieler Organismen oder Systeme, einen bestimmten Grundzustand anzustreben und beizubehalten.

  • Ein Thermometer, das immer dieselbe Raumtemperatur wahrt, ist hierfür ein perfektes Beispiel.
  • Genauso ein Ökosystem, das eine Balance zwischen den Beständen verschiedener Tier- und Pflanzenarten wahrt, um optimal funktionieren zu können.
  • Oder halt der Mensch, der fast zu viele homöostatische Mechanismen besitzt, um sie alle zu nennen. Beispiele könnten hier die gleichmäßige Blutzufuhr des Gehirns oder die Aufrechterhaltung einer bestimmten Sauerstoffkonzentration in unserem Körper sein.

Das Ding ist: Eigentlich ist das Prinzip der Homöostase wunderbar. Würde es nicht existieren, wären wir kaum überlebensfähig.

Es gibt jedoch Bereiche in unserem Leben, da behindert uns unsere Homöostase mehr, als dass sie uns nützt.

Zum Beispiel, wenn es darum geht, neue, hilfreichere Glaubenssätze zu übernehmen oder einen positiveren Gefühlszustand zu erreichen.

In diesen Fällen sorgt unsere Trägheit dafür, dass wir an einer alten Verhaltensweise festhalten, die uns eigentlich gar nicht guttut.

Angst vor Veränderung

Und genauso verhält es sich mit Veränderungen.

In den meisten Verhältnissen haben wir schlicht und einfach deshalb Angst vor einer Veränderung, weil unser Organismus nicht auf Veränderung ausgerichtet ist.

Wenn du also echte Veränderungen in dein Leben integrieren möchtest, wirst du um diese zwei Schritte nicht herumkommen:

Schritt 1: Entwickle ein Bewusstsein für deine eigene Trägheit

Allein diesen Artikel zu lesen ist schon mal ein guter Anfang. Wenn du allerdings einen Schritt weitergehen und dich wirklich freimachen möchtest, solltest anfangen, deine eigene Homöstase zu verstehen.

Stelle dir dazu das nächste Mal, wenn eine Veränderung ansteht, folgende Fragen:

  • Welcher Zustand ist es, an den ich mich bereits gewöhnt habe?
  • Ist es ein bestimmtes Gefühl, eine bestimmte Art zu denken, ein bestimmtes Umfeld oder etwas ganz anderes?
  • Halte ich nur an diesem Zustand fest, weil ich ihn gewöhnt bin? Oder habe ich einen guten Grund dafür, daran festzuhalten?
  • Falls es keinen Grund – was könnte mir helfen, mich leichter davon zu trennen? Und meine Angst vor Veränderung loszulassen?

Du wirst merken, dass allein ein Bewusstsein dafür, woran du gerade festhältst, schon eine befreiende Wirkung haben kann.

Schritt 2: Just do it!

Wenn du aufmerksam meine Artikel liest, wirst du hier gemerkt haben, dass ich diesen Spruch schon einmal verwendet habe.

Und das nicht ohne Grund.

Einfach aktiv zu werden, auch wenn man Angst hat, ist nämlich einer der besten Wege, um deine Angst zu überwinden.

Angst vor Veränderung

Wieso?

Weil du oft nur mit einer gewissen Menge an Anstrengung aus deiner eigenen Trägheit losreißen kannst.

  • Du willst in eine neue Stadt ziehen und hast Angst davor? Trickse deine Angst aus, indem du anfängst zu planen, bevor sich die Stimme in deinem Kopf zu Wort melden kann.
  • Du hast in der Bahn einen interessanten Menschen gesehen? Sag einfach mal „Hallo“.
  • Du möchtest dich selbstständig machen? Leg los und fange an, eine Stunde pro Tag in dein Vorhaben zu investieren.

Du wirst merken, dass diese Schritte dir helfen werden, dich deiner Angst vor Veränderung zu stellen.

2. Angst vor Veränderung – Angst, zu scheitern?

Auch wenn die eigene Trägheit der wahrscheinlich häufigste Grund für unsere Angst vor Veränderung ist, gibt es noch einen weiteren, der fast genauso häufig eine Rolle spielt:

Die Angst zu scheitern.

Angst vor Veränderung

Zum Beispiel dann, wenn es darum geht, auf andere Menschen zuzugehen.

Oder darum, eine eigene Idee umzusetzen.

Ob die Angst vor Veränderung bei dir darin begründet liegt, dass du dich fürchtest zu scheitern, kannst du schnell herausfinden. Und zwar, indem du dir folgende Fragen stellst:

Wenn du an die bevorstehende Veränderung in deinem Leben denkst – tauchen dann Horrorszenarien auf? Oder ist es ein warmes, schönes Gefühl, das dich überflutet?

Ist ersteres der Fall, liegt das wahrscheinlich daran, dass du Angst hast, zu scheitern.

Was aber kannst du jetzt tun, um deiner Angst vor dem Scheitern entgegenzuwirken?

1. Stelle dir das Schlimmste vor

Diesen Punkt habe ich bereits in mehreren Artikeln angesprochen. Nichtsdestotrotz mache ich es hier noch einmal. Einfach, weil es fast keine bessere Methode gibt, um mehr Entspannung in dein Leben zu bringen.

Das nächste Mal, dass du Angst vor einer Veränderung bzw. vor dem Scheitern hast, nimm dir einen Stift und ein Blatt Papier. Nun schreibe so detailliert wie möglich auf, was die schlimmsten Folgen sind, die diese Veränderung mit sich bringen könnte.

Als nächstes drehst du das Blatt um. Du schreibst nun auf die Rückseite für jede schlimme Eventualität auf, wie du in diesem Fall vorgehen könntest, um den Schaden zu minimieren. Oder adäquat mit der Situation umzugehen.

Dies ist die Kurzform einer Methode, die Fear Setting genannt wird. Sie ist durch Tim Ferriss, einen der bekanntesten Autoren der Persönlichkeitsentwicklung, bekannt geworden.

Schnell wirst anhand dieser Methode feststellen, dass die Dinge meistens gar nicht so schlimm sind, wie du es dir vorgestellt hast.

Und dass es für nahezu jede Katastrophe eine positive Lösung gibt.

2. Erschaffe positive Bilder in deinem Kopf

Jetzt, wo du dich mit der negativen Seite der Veränderung befasst hast, ist die positive dran. Damit gelingt es dir in vielen Fällen nicht nur, die Angst zu scheitern zu minimieren.

Du kannst deine Angst sogar in Vorfreude verwandeln.

Wie dir dies gelingt?

Nimm dir ein paar ruhige Minuten Zeit, um dir auf einem Blatt alle positiven Dinge zu notieren, die passieren könnten, wenn die Veränderung in deinem Leben eintritt.

Wenn du in einem neuen Job einsteigst, könnten das zum Beispiel eine bessere Bezahlung oder freundliche Arbeitskollegen sein sowie ein Umfeld, in dem du dich kreativ entfalten kannst.

Nachdem du dies getan hast, gehe die Liste noch einmal durch. Setze dich jetzt auf deinen Sessel oder einen Stuhl und schließe deine Augen.

Stelle dir nun für fünf bis zehn Minuten vor, wie sich diese positiven Veränderungen in deinem Leben anfühlen würden.

Versuche sie dir so bildlich wie möglich vorzustellen und mit allen Sinnen lebendig werden zu lassen.

Angst vor Veränderung

Du wirst erstaunt sein, wie diese Übung deine Wahrnehmung verändern kann.

Aber aufgepasst: Es gibt Veränderungen, zu denen sich nur sehr schwer ein positives Bild im Kopf kreieren lässt.

Falls du merkst, dass du also mit dem zweiten Teil der Übung deine Schwierigkeiten hast, versuche es nicht zu erzwingen. Und beschränke dich stattdessen auf den ersten Schritt.

3. Angst vor Veränderung – Angst vor Erfolg?

Dieser letzte Punkt wird dich vielleicht etwas verwirren.

Wieso sollte man Angst vor Erfolg haben?

Auf diese Frage gibt es mehrere Antworten. Der erste Teil der Antwort ist sehr eng mit dem Thema Homöostase verbunden.

Oft ist es eine Veränderung in unserem Leben auch eine Chance für neue Lernerfahrungen und Wachstum. Denn nicht selten verändern sich damit die Dinge zum Positiven.

Das Problem ist: Hin und wieder hält uns unser eigenes Selbstbild davon ab, diesen nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu gehen. Und stattdessen haben wir Angst vor Veränderung.

Angst vor Veränderung

Nehmen wir mal an, dass du als Kind nicht besonders gut in der Schule warst. Sowohl deine Eltern als auch andere Klassenkameraden haben es dich wissen lassen, dass sie dich als Versagerin sehen.

Da die Meinungen deines Umfeldes zu dieser Zeit noch eine sehr große Bedeutung für dich hatten, hast du sie einfach als Wahrheit angenommen.

Und das Selbstbild eines Versagers kreiert.

Nun – viele Jahre später – gibt es keinen mehr, der dich als Versager bezeichnet.

Dein Selbstbild jedoch ist geblieben.

Und genau das hält dich nun davon ab, eine Unternehmung zu starten, die nicht mit diesem Bild übereinstimmt. Zum Beispiel könnte dies die Gründung eines eigenen Business‘ sein.

Natürlich handelt es sich hierbei lediglich um ein Beispiel.

Aber vielleicht wirst du auch in deinem Leben eigene Beispiele für ein Selbstbild finden, dass dich in mancherlei Hinsicht zurückhält.

Der wichtigste Schritt, um deine Angst vor Erfolg zu mindern, ist, diese erst einmal zu erkennen. Fange deshalb an, Innenschau zu betreiben.

  • Welche Erfahrungen haben dich geprägt?
  • Welches Selbstbild könnte aus diesen Erfahrungen entstanden sein?
  • Wie hält dich dieses Selbstbild jetzt zurück – und sorgt dafür, dass du Angst vor Veränderung hast?
  • Wie kannst du es schaffen, diesen Teil deines Selbstbildes loszulassen? Und neue Erfahrungen in deinem Leben willkommen zu heißen?

Ob du dich deiner Angst stellst und Veränderung zulässt oder nicht – einer Sache solltest du dir bewusst sein:

Die meisten Menschen ärgern sich viel häufiger über die Dinge, die sie nicht gemacht haben, als über die, die sie in Angriff genommen haben.

Falls also ein neues Kapitel in deinem Leben ansteht – sei mutig. Und stell dich deiner Angst vor Veränderung.

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Wieso du Angst vor Veränderung hast (Und was du dagegen tun kannst)
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