Mit sich selbst im Reinen sein – mit diesen 3 Schritten klappt es

Wer möchte nicht gerne mit sich selbst im Reinen sein? Wie dir dies gelingt – wie du ein Gefühl von Gelassenheit, Erdung und Vertrauen entwickelst und innere Widerstände auflöst, erfährst du in diesem Artikel.

Kennst du das:

  • Hast du manchmal das Gefühl, innerlich zerrissen zu sein?
  • Ist dein Alltag von Stress, Unruhe und latenter Angst geprägt?
  • Bist du immer auf der Suche nach irgendetwas – ohne zu wissen, was es ist?
  • Leidest du einfach nur zu oft an Gefühlen, mit denen du nicht umgehen kannst?

Falls du dich in einer dieser Fragen wiedergefunden hast, bist du hier genau richtig.

In den nächsten Absätzen verrate ich dir anhand von 3 Schritten, wie du wieder mehr Gleichgewicht in dein Leben bringst. Und lernst, mit dir selbst im Reinen zu sein.

1. Mit sich selbst im Reinen sein: Fange wieder an, zu fühlen

Viele menschliche Probleme haben ihren Ursprung in unserer Unfähigkeit zu fühlen und wirklich unseren Körper zu spüren.

Wir leben so sehr in unserem Kopf, dass wir ein Gefühl für unsere Essenz verloren haben. Viele wertvolle Signale, die unser Körper uns sendet, werden entweder unterdrückt oder ignoriert.

Dieses Verhalten führt nicht nur dazu, dass wir ein unauthentisches, eingeengtes Leben führen. Es sorgt auch dafür, dass Krankheiten und psychische Beschwerden sich in unser Leben einschleichen.

Menschen, die mit sich selbst im Reinen sein können, sind sich dieses Phänomens bewusst. Sie haben daher eine starke Verbindung zu ihrer Intuition, zu ihren körperlichen Empfindungen und ihren Emotionen entwickelt.

Wie du dich auf deine Gefühle einlässt

Deine Gefühle anzunehmen, mag am Anfang schwer sein. Besonders, wenn du über Jahre hinweg das Gegenteil gewohnt bist.

Deshalb habe ich hier eine Anleitung für dich zusammengestellt, die dir helfen wird, mehr in deine Gefühle einzutauchen.

  1. Identifiziere das Gefühl.
    Fange an, dir bewusst zu machen, in welchen Situationen ein Gefühl in dir aufkommt. Meist macht sich dieses Gefühl zunächst als körperliche Empfindung bemerkbar – zum Beispiel als Druck in der Brust oder als Knoten im Hals. Zunächst wirst du mit diesem Schritt Probleme haben. Je häufiger du die Übung machst, desto leichter wird er dir jedoch fallen.
  2. Lasse dich vollständig auf das Gefühl ein.
    Besonders unangenehme Gefühle wirst du fast schon automatisch wegdrücken wollen. Gib diesem Impuls nicht nach. Lasse das Gefühl stattdessen zu. Atme hinein in das Gefühl und spüre, wie es dich vollständig erfasst. Es darf da sein. Es möchte da sein. Es ist gut, dass es da ist. Versuche nicht, das Gefühl zu interpretieren oder dich zu fragen, wo es herkommt. Bleibe bei der Körperempfindung und lasse es einfach zu.
  3. Beobachte, wie das Gefühl wieder verschwindet.
    Nimm nun ein paar tiefe Atemzüge. Stell dir vor, wie du das Gefühl bei jedem Einatmen durch deinen Körper zirkulieren lässt – und bei jedem Ausatmen aus deinem Körper hinauslässt. Jetzt, wo du das Gefühl angenommen hast, darf es auch wieder gehen.
Mit sich selbst im Reinen sein

Wirklich zu fühlen kann wunderschön sein – und gleichzeitig sehr beängstigend

Je geübter du darin wirst, Gefühle anzunehmen, desto unbeschwerter wird dein Leben.

Ein innerer Frieden wird sich dann in dir einstellen, da du den Dingen weniger Widerstand entgegenbringst. Gleichzeitig wirst du stärker mit deiner Intuition verbunden sein – und schneller spüren, wenn eine Sache für dich nicht richtig ist.

(Lese auch: Wie du die Angst vor dem Alleinsein überwindest)

2. Mit sich selbst im Reinen sein: Erkenne, dass du genug bist

Mit sich selbst im Reinen sein bedeutet auch, mit sich selbst zufrieden zu sein.

Du kannst jedoch nicht mit dir zufrieden sein, wenn du glaubst, du musst erst noch dieses oder jenes erreichen.

  • Einen perfekten Partner anziehen.
  • Einen Traum-Job finden.
  • Ein eigenes Haus haben.
  • Ein sexy Körper.

Wir rennen oft Dingen hinterher, von denen wir uns mehr Zufriedenheit erhoffen.

Diese Dinge sollen uns ein Gefühl von Sicherheit geben oder unser Selbstwertgefühl stärken. Wir wollen uns anhand dieser Dinge beweisen, dass wir genug sind.

Viel zu lange dauert es oft, bis wir merken, dass kein Erfolg im Außen für diesen Beweis ausreicht.

Und wieso?

Weil unsere Grundannahme falsch ist.

Wir gehen davon aus, dass irgendetwas an uns nicht in Ordnung ist. Basierend auf dieser Annahme richten wir unser gesamtes Leben danach aus, dieses eine etwas in Ordnung zu bringen.

Was wir nicht merken: Anstatt uns besser zu fühlen, geht es uns dadurch meist nur noch schlechter. Denn mit jedem Schritt auf dem Weg zu einem besseren Selbst verstärken wir unsere Grundannahme, dass wir eigentlich nicht gut genug sind.

Wie du den Teufelskreis durchbrichst

  • Sage dir so oft es geht, dass du genug bist. Dass du nichts tun musst, um Liebe und Anerkennung verdient zu haben. Oder als Mensch wertvoll zu sein.
  • Immer, wenn du unbedingt eine Sache erreichen musst, frage dich: Wieso möchte ich diese Sache erreichen? Wieso ist sie mir so wichtig? Steckt dahinter vielleicht das Bedürfnis, mich selbst besser oder vollkommener zu fühlen? Was würde passieren, wenn ich diese Sache loslassen oder scheitern würde?
  • Vertraue darauf, dass es dir mit der Zeit gelingen wird, deine falschen Grundannahmen loszulassen. Sei dir aber auch bewusst, dass dies nicht von heute auf morgen geschehen wird. Schließlich bist du dein ganzes bisheriges Leben damit verbracht, Dingen hinterherzurennen, die dir ein Gefühl von Ganzheit vermitteln sollen. Es wird nicht einfach, auf einmal damit aufzuhören.
Mit sich selbst im Reinen sein

Sobald du fühlst, dass du genug bist, gehst du unbeschwerter durchs Leben

Auf rationaler Ebene zu erkennen, dass du genug bist, ist der erste Schritt.

Dies emotional zu begreifen und in deinem Unterbewusstsein zu verankern, ist sehr viel schwerer.

Ein Großteil deines Mangel-Gefühls stammt nämlich aus deiner Kindheit und Jugend. Die Erfahrungen, die du in dieser Zeit gemacht hast, haben in dir emotionale Wunden hinterlassen.

Und diese Wunden bestimmen heute noch dein Denken, Handeln und Fühlen.

Lies auch: Vertrauen aufbauen in 3 simplen Schritten

3. Mit sich selbst im Reinen sein: Schaue deinen Schattenseiten an

Menschen, die mit sich selbst im Reinen sein können, haben ein gewisses Maß an Integrität. Das bedeutet, dass ihre Worte, Gefühle, Gedanken und Handlungen übereinstimmen. Oder zumindest ungefähr in dieselbe Richtung gehen.

Wieso aber fällt es uns oft schwer, integer zu sein?

Weil wir in unserer Psyche mehrere Anteile haben, die oft gegeneinander arbeiten. Und die Anteile, derer wir uns nicht bewusst sind und die wir gleichzeitig an uns ablehnen, bereiten uns dabei die größten Schwierigkeiten.

Der bekannte Psychoanalytiker Carl Gustav Jung nannte diese Anteile unseren Schatten. Er war der Meinung, dass eine Leben in Frieden nur möglich sei, wenn wir diesen Schatten ans Licht holen, annehmen und in unsere Persönlichkeit integrieren.

Klingt etwas zu abstrakt? Ein Beispiel.

Nehmen wir an, dass du als Kind immer sehr fleißig in der Schule warst. Du hast es geliebt, ein neues Buch auszupacken und interessante Dinge zu lernen. Während des Unterrichts hast du dich immer zuerst gemeldet und Hausaufgaben waren für dich eine Freude.

Wenn es in deinem Freundeskreis nun aber uncool war, etwas für die Schule zu machen oder sich überhaupt auch nur auf den Unterricht zu freuen, wird ganz schnell Folgendes passiert sein. Du wirst angefangen haben, den lernbegeisterten Teil in dir unterdrückt zu haben. Er ist dann Teil deines Schattens geworden.

Vielleicht stellst du bemerkst du nun, etliche Jahre später, wie du deine Neugier auf die Welt und deinen Wissensdurst vor anderen Menschen versteckst. Dass dein Schatten hier am Werk ist, ist dir nicht bewusst.

Mit sich selbst im Reinen sein

Du brauchst vor deinem Schatten keine Angst zu haben

An diesem Beispiel siehst du, wie sehr uns Kindheitserfahrungen prägen. Fange deshalb an, deinen Schatten anzuschauen:

  • Welche unangenehmen oder traumatischen Erfahrungen haben deine Kindheit und Jugend geprägt?
  • Welche Vorstellungen über dich und die Welt hast du von deinen Eltern, Freunden oder anderen Bezugspersonen übernommen?
  • Welche Verhaltensweisen, Emotionen oder Überzeugungen durftest du haben, welche nicht?
  • Hast du bestimmte Minderwertigkeitskomplexe?
  • Welche Werte wurden als positiv angesehen, welche verachtet?
  • In welchen Situationen wirst du heute immer wieder getriggert – sprich reagierst du viel emotionaler, als es für die Situation angemessen ist?
  • Wann fällt es dir schwer, Nein zu sagen?

Sobald du die verschiedenen Anteile in dir entdeckt hast, kannst du zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

1. Du lässt die Anteile in dir miteinander kommunizieren.

Diese Möglichkeit solltest du besonders dann in Betracht ziehen, wenn du feststellst, dass zwei Anteile in dir ganz unterschiedliche Absichten haben. Stelle dir dazu bildlich vor, wie deine verschiedenen Anteile aussehen könnten.

In unserem Beispiel gäbe es einen Teil, der Angst davor hat, seine Neugier zu zeigen. Diesen Anteil könntest du dir als verschrecktes kleines Kind vorstellen. Der andere Teil ist wesentlich stattlicher und imposanter. Es ist der Anteil, der sich auf das Leben freut, neugierig und gespannt ist.

Du kannst nun zwischen beiden Anteilen vermitteln, indem du dir innerlich anhörst, was sie dir zu sagen haben.

Möglicherweise wirst du dann feststellen, dass das ängstliche kleine Kind einfach nur in den Arm genommen werden möchte. In diesem Fall wird das verängstigte Kind aufhören, dich zurückzuhalten und deine Neugier zu bremsen, sobald du es liebevoll annimmst.

Mit sich selbst im Reinen sein

Gehe mit deinen inneren Anteilen so liebevoll um wie mit einem kleinen Kind

2. Du akzeptierst das Gefühl und löst es auf.

Genauso, wie du ganz alltägliche Gefühle auflöst, kannst du auch tiefsitzende emotionale Wunden loslassen. Gehe dazu einfach wie im ersten Schritt beschrieben vor.

Beachte allerdings, dass du dich zum Auflösen tiefsitzender Wunden in einem Umfeld befinden solltest, dass dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Versuche diesmal außerdem, zum Kern vorzudringen. Wenn du also einem Gefühl begegnest, frage dich, wann du dieses Gefühl zum letzten Mal gefühlt hast – und wann es zum ersten Mal in dir aufgekommen ist. Lasse dich erst dann vollständig in das Gefühl fallen und löse es schließlich auf.

Sei jedoch auch hier geduldig. Nicht jedes Gefühl lässt sich sofort auflösen. Besonders bei tiefen Wunden wirst du einige Male brauchen, bis das Gefühl vollständig verschwunden ist.

Mit sich selbst im Reinen zu sein ist nicht immer einfach. Dennoch ist es möglich.

Vor allem dann, wenn du mutig genug bist, dich auf den Weg zu dir selbst zu begeben. Und die unter deinen Wunden verborgene Lebensenergie und Gelassenheit wieder für dich entdeckst.

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