Beziehungsaus – 5 Gründe, warum Beziehungen scheitern

Beziehungsaus

Viele Beziehungen haben eines gemeinsam: sie enden irgendwann. Statt Konfetti, Sonnenuntergang und Happy End wartet oftmals das Beziehungsaus.

Zugegeben, das ist eine bitterböse Aussage. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, dass die meisten Menschen schon mindestens eine Trennung hinter sich haben. Ich wiederhole: mindestens.

Die Vorstellung, dass wenn wir erst den richtigen Partner finden, bis ans Ende unserer Tage glücklich sind, ist äußerst verlockend. Die Realität ist allerdings häufig eine andere. Seit dem Jahr 2000 liegt die jährliche Scheidungsrate in Deutschland bei ca. 50%.1

Dabei ist ein Beziehungsaus selten schön und häufig so angenehm wie eine Wurzelbehandlung ohne Narkose. Nicht das ich schon mal eine Wurzelbehandlung ohne Narkose durchgemacht habe, aber ich gehe mal davon aus, dass sie nicht angenehm ist.

Ich persönlich leide nach jeder Trennung wie ein Hund und frage mich, warum es so einen Unsinn wie Gefühle überhaupt gibt. Doch selbst wenn die ersten Wochen und Monate nach einer Trennung für viele Menschen die Hölle sind, auch Liebeskummer geht irgendwann vorbei. Wirklich.

Doch wenn ein Beziehungsaus unangenehm ist und wir viel lieber Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy Ends haben, warum scheitern unsere Beziehungen dann so häufig?

Ich möchte dir darauf eine Antwort geben. Um genauer zu sein, sind es sogar fünf Antworten.

Ursachen für das Beziehungsaus

Jede Beziehung ist einzigartig und hat mit ihren ganz eigenen Problemen zu kämpfen:

  • Zu wenig Sex
  • Mangelnde Kommunikation
  • Verschiedene Vorstellungen bezüglich der Wandfarbe des Gästezimmers

Diese Art von Differenzen sind jedoch häufig nicht die Ursache für das Beziehungsaus, sondern nur die Symptome. Die eigentlichen Ursachen für das Beziehungsaus sind häufig andere. Ich wiederhole: häufig, nicht immer.

Was die fünf häufigsten Ursachen für ein Beziehungsaus sind, möchte ich im Folgenden erklären.

Sicherlich gibt es auch Beziehungen, deren Trennung eine ganz andere Ursache haben, doch es ist gut möglich, dass eine dieser fünf Ursachen auch der Grund für deine letzte Trennung ist. Und falls nicht, findest du vielleicht heraus, warum die Beziehung deiner besten Freundin gescheitert ist.

(Falls du gerade mit dem Gedanken spielst, deine Beziehung zu beenden, lies diesen Artikel:  7 klare Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest)

1. Zu viele Kompromisse bei der Partnerwahl

Einer der häufigsten Gründe, warum Beziehungen scheitern, ist, dass unser Partner schlichtweg nicht zu uns passt. Jede Beziehung erfordert zwar Kompromisse, sind jedoch die Differenzen zwischen zwei Menschen von Anfang an zu groß, wird es wahrscheinlich kein Happy End geben. Und auch kein Sonnenuntergang. Und nein, Konfetti auch nicht.

Das wir Beziehungen zu Menschen eingehen, die so gut zu uns passen wie Schokosoße zu Essiggurken, liegt häufig daran, dass wir emotional abhängig sind.

Wir sind unfähig alleine zu sein und brauchen die konstante Bestätigung und Anerkennung von einem Partner um uns gut zu fühlen. Wir suchen in unserem Partner nach Glück und Erfüllung, übersehen dabei aber, dass wir dafür selbst verantwortlich sind. Diese emotionale Abhängigkeit führt häufig dazu, dass wir uns auf jemanden einlassen, nur um nicht alleine zu sein, obwohl er nicht zu uns passt. Doch das führt zu ungesunden Beziehungen und Trennungen.

Führen wir eine Beziehung mit einem Menschen der nicht zu uns passt, liegt weniger ein Beziehungsproblem als ein Auswahlproblem vor.

2. Wir wollen für immer verliebt sein

Die Phase des Verliebtseins ist ein Ausnahmezustand unseres Gehirns. Das Verliebtsein selbst ist kein Gefühl, sorgt aber dafür, dass wir andere Gefühle verstärkt und vermindert wahrnehmen.2 Sind wir verliebt, werden ähnliche Gehirnbereiche aktiviert wie bei Drogensüchtigen. Menschen können tatsächlich auch süchtig nach dem Verliebtsein werden.3

Die Phase des Verliebtseins hält in der Regel sechs Monate bis drei Jahre an. In dieser Phase sind wir stark auf den Partner fixiert und sehen ihn wie auch die Beziehung häufig durch eine rosarote Brille mit Gläsern in Herzchenform.

Ich sehe überall Liebe!

Beziehungsaus 2

Ist dieser romantische Ausnahmezustand vorbei, sehen das viele Menschen als ein Zeichen dafür, dass es mit der Beziehung bergab geht. Doch letztendlich geht die Beziehung nur in eine neue Phase über, in der die romantische Verliebtheit einem Gefühl von Frieden, Zusammengehörigkeit und Ruhe weicht. Das Verliebtsein weicht dem Gefühl von Liebe, welche sich deutlich voneinander unterscheiden.4 

Der Grund dafür ist, dass  unser Gehirn in dieser Phase von neuen Gehirnschaltkreisen vorangetrieben wird.5

Leider verwechseln viele Menschen das Verliebtsein mit Liebe und sehnen sich immer wieder nach diesem emotionalem Ausnahmezustand. Ist das Verliebtseins-Gefühl vorbei und es ist Zeit, in eine neue Beziehungsphase überzugehen, beenden sie die Beziehung und suchen sich den Verliebtseinsrausch beim nächsten Partner. Man könnte sie als Verliebtseinjunkies bezeichnen.

Eine langfristige Beziehung ist keine Märchenwelt voller duftender Rosen und schillernder Regenbögen, in der wir mit unserem Partner auf einem Einhorn Richtung Sonnenuntergang reiten. Komm darüber hinweg.

3. Verschiedene Beziehungstypen

In den 50er Jahren entstand die Bindungstheorie. Hierbei handelt es sich um eine psychologische Theorie, die erklärt, warum und wie wir enge Beziehungen zu anderen Menschen aufbauen. Die Bindungstheorie besagt, dass es verschiedene Beziehungstypen gibt und diese einen großen Einfluss darauf haben, zu welchen Menschen wir uns hingezogen fühlen und mit welchen typischen Beziehungsproblemen wir zu kämpfen haben.

Laut Psychologen gibt es vier verschiedene Beziehungstypen: Sicher, Vermeidend, Ängstlich und Ängstlich-Vermeidend.6

Zwar möchte keiner gerne in eine Schublade gesteckt und kategorisiert werden — schließlich wollen wir alle einzigartig und besonders sein — doch die Bindungstheorie wurde mittlerweile gut erforscht.

Im Folgenden möchte ich die vier Beziehungstypen kurz erklären:

  1. Sicher
    Hierbei handelt es sich um Menschen, die kein Problem damit haben, Interesse und Zuneigung auszudrücken, mit Trennungen umzugehen und Nähe zuzulassen. Diese Menschen sind fähig alleine zu sein, Grenzen zu ziehen und ihrer Beziehung das richtige Maß an Bedeutung zuzuschreiben. Sichere Beziehungstypen geben die besten Partner ab.
  2. Vermeidend
    Vermeidende sind sehr unabhängige Menschen und ihr Freiraum ist ihnen extrem wichtig. Sie haben häufig Probleme mit zu viel Nähe und finden ausreden, sich nicht dauerhaft auf jemanden einzulassen. Männer tendieren eher zum Typ Vermeidend als Frauen.
  3. Ängstlich
    Ängstliche Beziehungstypen brauchen ständige Anerkennung und Bestätigung von ihrem Partner. Sie sind häufig besorgt um ihre Beziehung. Sie können nicht alleine sein, fühlen sich als Single nicht wohl und ihnen fällt es schwer, anderen zu vertrauen, selbst wenn diese Menschen ihnen nahe stehen. Ihr Verhalten ist häufig völlig irrational und sehr emotional. Frauen tendieren eher als Männer zum Typ Ängstlich.
  4. Ängstlich-Vermeidend
    Dieser Typ ist sozusagen das Schlechteste aus zwei Welten. Sie haben Angst vor Nähe und Bindung und gleichzeitig vertrauen sie auch keinem, der ihnen näher kommt. Nur ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung ist Ängstlich-Vermeidend und diese Menschen haben häufig noch eine Menge andere emotionale Probleme.

Häufig treffen Eigenschaften von verschiedenen Beziehungstypen auf uns zu, wobei die Eigenschaften von einem Typ meistens hervorstechen. Jemand kann also zum Beispiel zu 70% vom Beziehungstyp Sicher sein, 20% vom Typ Ängstlich und 10% Vermeidend.

Der Beziehungstyp Sicher ist fähig, mit Ängstlichen wie auch Vermeidenden Menschen eine Beziehung zu führen, wobei er häufig Partner vom Typ Sicher bevorzugt. Ängstliche und Vermeidende Menschen kommen häufiger zueinander als Ängstliche mit Ängstlichen oder Vermeidende mit Vermeidenden. Ängstlich-Vermeidende hingegen haben häufig katastrophale Beziehungen mit anderen Ängstlich-Vermeidenden.

Den eigenen Beziehungstyp und den des (Ex)Partners zu kennen, kann Aufschluss darüber geben, warum die Beziehung gescheitert ist und kann uns dabei helfen, daraus zu lernen.  Zwar ist es ein langsamer und schwieriger Prozess, jedoch können wir durch Selbstreflexion unseren Beziehungstyp über die Zeit ändern.

4. Monogamie

In der westlichen Welt gehen viele davon aus, dass Monogamie der natürlichen Beziehungsform des Menschen entspricht. Laut einer wachsenden Anzahl an  Anthropologen und Evolutionsforschern ist Monogamie jedoch eine relative neue Beziehungsform. Vieles deutet darauf hin, dass Menschen Zehntausende von Jahren nicht monogam gelebt haben. Auch heutzutage ist Monogamie bei weitem nicht die einzige Beziehungsform, wenn auch die weitverbreitetste.

Monogamie ist also normal, ist sie aber auch natürlich? Ist der Mensch von Natur aus eher monogam oder polygam veranlagt? Die Antwort scheint irgendwo in der Mitte zu liegen.

Die Forschung suggeriert, dass gewisse Menschen monogam veranlagt sind während andere zur Polyamorie neigen. Verantwortlich für diese Differenzen sind vermutlich verschiedene Gene und Hormone.7

Dabei gibt es keine Differenzen zwischen den Geschlechtern: Frauen sind nicht stärker auf Monogamie gepolt als Männer.8 Wissenschaftler haben herausgefunden, dass bis zu 10% der Väter nicht genetisch mit den Kindern verwandt sind, von denen sie glauben, dass es ihre eigenen sind.9

Es scheint also so, dass gewisse Menschen von Natur aus eher monogam sind und andere eher — na ja, eben ein wenig Abwechslung genießen.

Viele monogame Beziehungen leiden unter Seitensprüngen. Dass Menschen fremdgehen, hat verschiedene Gründe.

Einer ist, wie wir gerade gesehen haben, dass sie eher polyamor veranlagt sind. Ein weiterer ist sexuelle Unzufriedenheit. Sind wir mit dem Sex in der Beziehung nicht zufrieden, holen wir uns woanders das, was wir zu Hause nicht bekommen. Männer gehen im übrigen nicht häufiger fremd als Frauen, das Fremdgehen betrifft also beide Geschlechter gleichermaßen.10

Häufig werden Seitensprünge totgeschwiegen oder stillschweigend hingenommen und es wird so getan, als wäre alles in bester Ordnung. Es ist sicherlich alles andere als einfach, dieses pikante Thema anzusprechen, doch meines Erachtens gibt es erwachsenere Alternativen als Probleme unter den Beziehungsteppich zu kehren.

Zum einen können wir klären, ob unserem Partner sexuell etwas in der Beziehung fehlt. Zum anderen gibt es viele verschiedene Beziehungsmodelle, die eine Alternative zu einer monogamen Beziehungen darstellen. Dabei muss eine nicht monogame Beziehung nicht gleich bedeuten, dass wir mit jeden ins Bett hüpfen, auf den wir gerade Lust haben. Auch in offenen Beziehungen gibt es häufig gewisse Regeln.

5. Wir leben uns auseinander

Egal, wie gut unser Partner anfänglich zu uns gepasst hat, entwickeln wir uns danach in verschiedene Richtungen und die persönlichen Differenzen werden zu groß, kann das zum Beziehungsaus führen. Liebe überwindet vieles, aber nicht alles.

Es ist uns nicht immer bewusst und manchmal wollen wir es vermeiden, doch wir Menschen verändern uns mit der Zeit. Heraklit von Ephesus — auch als der weinende Philosoph bekannt — sagte schon 500 v. Chr.:

„Die einzige Konstante im Universum ist der Wandel.“

Erfahrungen die wir machen, neue Menschen die wir kennenlernen und vor allem die Probleme und Herausforderungen, mit denen wir zu kämpfen haben, führen dazu, dass wir uns entwickeln und verändern. Über die Zeit hinweg können sich unser Ziele, Werte, Ansichten und Interessen verändern und sind unter Umständen nicht mehr mit denen des Partners und der Beziehung kompatibel.

Vielleicht realisiert eine Frau mit Mitte vierzig, dass sie sich ihr Leben lang nur für andere aufgeopfert hat und entschliesst sich dazu, mehr auf ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zu achten. Diese große persönliche Veränderung hat natürlich auch Folgen für die Beziehung. Dem Mann wird das neue Verhalten seiner Frau merkwürdig,  fremd oder sogar selbstlos und egoistisch vorkommen.

Der Bewusstseinsprung dieser Frau hat zwei mögliche Konsequenzen:

  1. Der Mann versteht die persönliche Entwicklung und Entfaltung seiner Frau und unterstützt diese. Er wie auch die Beziehung entwickeln sich weiter. Es gibt Konfetti, Sonnenuntergänge und Happy End.
  2. Der Mann versteht die Entwicklung seiner Frau nicht. Er möchte nur, dass alles beim alten bleibt, was jedoch nicht mehr möglich ist. Die Beziehung wird wahrscheinlich enden.

Häufig ist es schwierig zu entscheiden, welche Kompromisse wir für eine Beziehung bereit sind einzugehen. Anders als uns die Werbeindustrie vormacht, können wir leider nicht alles haben.

Egal, in welche Richtung wir uns entwicklen, früher oder später erreichen wir sehr wahrscheinlich einen Punkt in der Beziehung, in der wir etwas aufgeben müssen, was uns wichtig ist. Oder uns zumindest wichtig erscheint.

Worauf du bereit bist, für eine Beziehung zu verzichten, musst du selbst entscheiden. Doch auch wenn wir in einer Beziehung Kompromissbereit sein sollten, dürfen wir für eine Beziehung niemals unsere eigene Integrität verletzen. Es gilt also den schmalen Grad zwischen Kompromissbereitschaft und dem Bewahren der persönlichen Integrität zu finden.

Ein Beziehungsaus ist immer auch eine Chance

Bei all den Schmerzen und der Trauer die ein Beziehungsaus mit sich bringt, birgt sich auch eine Chance zur Entwicklung. Betrachten wir unsere vergangene Beziehung etwas genauer können wir daraus viel über uns selbst und unser Verhalten lernen.

Statt unseren Expartner zu verfluchen und ihn als „egoistischen Typen“ oder „dumme Schlampe“ zu bezeichnen, sollten wir überlegen, was wir falsch gemacht haben und was wir das nächste Mal besser machen können. Ja, das bedeutet Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen. Werd erwachsen.

Vielleicht sollten wir anfangen, nicht mehr so viel Anerkennung und Bestätigung in unserem Partner zu suchen.

Vielleicht sollten wir unser Konzept von Liebe und Beziehung überdenken.

Vielleicht sollten wir überlegen, was für ein Beziehungstyp wir sind und ob wir uns verändern möchten.

Vielleicht sollten wir in Betracht ziehen, dass Monogamie für uns nicht zu funktionieren scheint.

Oder vielleicht sollten wir uns klarmachen, dass wir in einer Beziehung auch Kompromisse eingehen sollten und eventuell auf etwas verzichten müssen.

Letztendlich sehe ich das Thema Dating und Beziehung so: wir ziehen das an, was wir sind.

Sind wir zufrieden, selbstständig, eigenverantwortlich und emotional gesund, ziehen wir auch solche Partner an. Sind wir unzufrieden, abhängig, übernehmen keine Verantwortung und sind ein emotionales Wrack, dann ziehen wir — na ja, du weißt die Antwort.

Wir sollten also anfangen, an unserem eigenen Gefühlsleben zu arbeiten, offen und ehrlich zu kommunizieren und lernen, Grenzen zu setzen.

Dann werden wir auch den richtigen Partner anziehen und es wird Konfetti, Sonnenuntergänge und ein Happy End geben.

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Intrinsische Motivation vs. extrinsische Motivation: Was ist besser?

intrinsische motivation extrinsische motivation 1

Es gibt zwei große Arten von Motivation: Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation.

Die Unterschiede zwischen ihnen sind in etwa so drastisch wie zwischen einem 4 Gänge-Menü im edel Restaurant und einer 0,99€ Tiefkühlpizza.

Intrinsische Motivation treibt uns dauerhaft an, führt zu einem selbstbestimmten Leben und  macht uns zufriedener.

Extrinsische Motivation hingegen kann das Wohlbefinden senken, uns die Freude an der Tätigkeit nehmen und zu Gefühlen wie Angst, Stress oder innerer  Entfremdung führen.11

Falls du in dem was du tust, häufig keinen Sinn siehst und deine Motivation eher neben dir auf der Couch sitzt und dir deine Chips wegfrisst anstatt dich anzutreiben, wirst du diesen Artikel lieben. Versprochen.

In diesem Artikel wirst du erfahren:

  1. Was intrinsische Motivation genau ist
  2. Warum intrinsische Motivation der Schlüssel bei Motivationsproblemen sein kann
  3. Warum intrinsische Motivation eine Grundlage für Erfolg ist
  4. Wie du intrinsische Motivation entwickelst

Was ist intrinsische Motivation?

Intrinsische Motivation bedeutet, dass wir etwas tun, weil es uns erfüllt, weil es uns Spaß macht, weil es eine Herausforderung darstellt oder weil wir darin einen tieferen Sinn sehen.

Das heißt, der Antrieb für das wir tun, kommt von innen — deshalb auch der Begriff intrinsisch.

Ein gutes Beispiel für intrinsische Motivation stellen Hobbys dar. Wir erwarten dafür keine Belohnung, da das Ausführen der Aktivität die Belohnung ist.

Extrinsische Motivation bedeutet hingegen, dass wir etwas tun, um eine Belohnung zu erhalten (Geld, gute Noten, Lob, Anerkennung) oder eine Strafe zu vermeiden (Kündigung, schlechte Noten, Ärger, Demütigung).

Die Motivation, für das wir tun, liegt also im außen — deshalb der Begriff extrinsisch. Extrinsische Motivation kann kurzfristig funktionieren, ist aber dauerhaft keine gute Art der Motivation.

Gute Beispiele für extrinsische Motivation sind all die Dinge, die wir nicht tun würden, wenn es dafür keinen äußeren Anreiz geben würde.

Des öfteren treiben uns beide Arten der Motivation für etwas an.

Ich persönlich liebe zum Beispiel das Schreiben und fühle mich dazu intrinsisch motiviert. Aber ich würde garantiert nicht so viele Stunden vor meinem Laptop sitzen und schreiben, wenn ich davon nicht auch leben könnte.

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Intrinsische Motivation = selbstbestimmtes Leben

Je mehr intrinsisch motivierten Zielen wir nachgehen, desto selbstbestimmter, freier und autonomer handeln wir.

Oder anders ausgedrückt: wir arbeiten an unserer persönlichen Selbstverwirklichung — ein grundlegendes menschliches Bedürfnis, dass einen großen Einfluss auf unsere generelle Zufriedenheit hat.

So ist das Gefühl von Kontrolle – ob illusorisch oder real – eine Quelle für psychische Gesundheit.12 Des Weiteren spielt Autonomie eine wichtige Rolle für unser Wohlbefinden.13

Wir können zwar das Leben selbst nicht kontrollieren, doch das Gefühl von Kontrolle, Autonomie und Selbstbestimmtheit sind wichtige Faktoren für unser empfundenes Glück. Und da spielt intrinsische Motivation eine wichtige Rolle, denn je mehr intrinsisch motivierten Zielen wir nachgehen, desto mehr haben wir das Gefühl, selbstbestimmt zu leben.

Ich habe früher Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Während meines Studiums war ich jedoch häufig unzufrieden und unmotiviert, obwohl ich mich an die drei internationalen Studentenregeln gehalten habe:

  1. Ich habe viel gefeiert.
  2. Ich hatte einen unterbezahlten Nebenjob.
  3. Ich war immer pleite.

Das ich unzufrieden war, lag daran, dass ich für mein Studium nicht intrinsisch motiviert war. Ich habe mich damals aus extrinsischen Gründen für das Studium entschieden: hohe Gehaltsaussichten, vermeintliche Sicherheit, gesellschaftliche Anerkennung.

Die Ursache für Motivationsprobleme

Aufschieberitis, fehlende Disziplin und mangelnde Motivation ist einer der großen Volkskrankheiten unserer Gesellschaft.

Immer mehr Menschen leiden deshalb unter psychischen Problemen, sind übergewichtig oder haben Probleme damit, sich selbst zu beherrschen.

Kein Wunder, dass es unzählige Bücher und Ratschläge zum Thema Motivation, Selbstdisziplin und Zielsetzung gibt. Doch die meisten Autoren und „Gurus“ übersehen das Wesentliche.

Es geht häufig nämlich nicht darum, wie wir ein Ziel erreichen können, sondern warum wir es erreichen wollen.

Wofür brennst du?

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Viele Motivationsprobleme entstehen daraus, dass wir dauerhaft extrinsisch motivierte Ziele verfolgen.

Externe Anreize können uns kurzfristig antreiben, sind jedoch die falsche Wahl, wenn wir dauerhaft motiviert sein wollen. Extrinsische Motivation ist nur selten von Dauer und hält häufig nur solange an, wie die Belohnung auch attraktiv erscheint.

Das Level an Motivation von Mitarbeitern ist zum Beispiel dreimal stärker an intrinsische Motive gekoppelt als an extrinsische.14

Intrinsische Motivation ist die natürliche Art von Motivation

Von Geburt an sind wir Menschen aktiv, neugierig und wissbegierig. Wir haben einen großen Drang, Dinge zu entdecken und zu lernen.

Dazu reicht es, kleine Kinder zu beobachten. Sie brauchen keinen äußeren Anreiz um zu spielen, lernen und zu entdecken. Sie sind für vieles intrinsisch motiviert.

Doch so geht es nicht nur Kindern. Dinge zu ändern und zu beeinflussen, Ziele umzusetzen und Effektiv zu sein sind grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns.15 Wir Menschen haben einen natürlichen Drang zum Handeln.

Falls du schon mal eine Zeit lang keine Ziele hattest und nichts getan hast, wirst du wissen, dass es dauerhaft nicht erfüllend ist.

Auch wenn wir nur allzu gerne von Palmen, Strand und Cocktails mit bunten Schirmchen träumen, langfristig nichts zu tun macht uns nicht glücklich.

Schon Albert Einstein behaupte, dass das Leben wie Fahrradfahren sei. Bleiben wir stehen, verlieren wir das Gleichgewicht.

Wir alle sind für gewisse Dinge intrinsisch motiviert. Doch nicht jeder Mensch ist gleicht stark motiviert oder ist für die gleichen Dinge zu begeistern.

Ich habe zum Beispiel eine intrinsische Motivation für das Schreiben und deshalb fällt es mir leicht. Doch ich verspüre keine intrinsische Motivation um irgendein Musikinstrument zu lernen oder zu singen (oder Wirtschaftsingenieurwesen zu studieren, wie sich herausgestellt hat).

Unsere Motivationsprobleme haben ihre Grundlage also häufig darin, dass wir uns falsche Ziele setzen oder diese aus dem falschen Grund verfolgen. Und dann wundern wir uns darüber, dass wir unmotiviert sind.

Während meines Studiums hatte ich nie die Motivation zu lernen. Ich habe mit dem lernen immer bis zum letzten Moment gewartet und gehofft, dass das rankommt, was ich in den letzten Tagen vor der Klausur gelernt hatte.

Doch das lag nicht an fehlender Disziplin oder daran, dass ich ungern etwas neue lerne, sondern an fehlender intrinsischer Motivation. Mir fällt es zum Beispiel nicht schwer, ein 600 Seiten Buch über Psychologie zu lesen.

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Genauso wenig fällt es mir schwer, den Sonntag über zu Hause zu sitzen und zu schreiben anstatt mit meinen Jungs am Grill zu schwitzen und ein Dosenbier nach dem nächsten zu vernichten (was nicht heißen soll, dass ich das nicht auch manchmal tue).

Mein Studium fand ich hingegen so interessant und aufregend wie eine 179 Seiten lange Steuererklärung.

Rennst du den falschen Zielen hinterher?

Falls du keine Motivation zum studieren, arbeiten, Sprachen lernen, Sport machen oder sonstigem hast, könnte das daran liegen, dass du keine intrinsische Motivation für diese Dinge verspürst. Denn es gibt Leute, die machen diese Dinge gerne. Ja, auch das Arbeiten.

Verstehe mich nicht falsch. Selten sind wir für etwas nur intrinsisch oder nur extrinsisch motiviert. Häufig motivieren uns beide Arten von Motivation.

Doch je mehr wir für etwas intrinsisch motiviert sind, desto mehr Antrieb haben wir generell.

Ich behaupte nicht, dass wenn wir intrinsisch motivierten Zielen nachgehen, immer zu 100% motiviert sind.

Es gibt Tage, da krieg ich meinen Hintern nicht hoch und schaffe es nicht, meinen inneren Schweinehund zu überwinden. Des Weiteren spielen auch Ängste, Disziplin und Gewohnheiten eine große Rolle, wenn es darum geht, unsere Ziele zu verfolgen.

Nur weil du für etwas intrinsisch motiviert bist, heißt das also nicht, dass du nicht manchmal antriebslos oder frei von Ängsten, Unsicherheiten und Zweifeln sein wirst.

Begehe auch nicht den Fehler, intrinsische Motivation als Ausrede zu nutzen, um dir das nichts tun schön zu reden:

Ich würde ja etwas tun, aber hey, ich fühle mich für nichts intrinsisch motiviert.

Dann lerne dich selbst besser kennen, überwinde deine Ängste, riskiere etwas und probiere neue Dinge aus. Früher oder später wirst du herausfinden, was dich intrinsisch motiviert. Und wenn es das Eiskunstlaufen ist.

Intrinsische Motivation ist sicherlich nicht die Lösung aller Motivationsprobleme. Aber ich halte sie für die große Grundlage dauerhafter Motivation.

9 konkrete Methoden um dich zu selbst zu motivieren erfährst du hier: Selbstmotivation

Intrinsische Motivation ist eine Grundlage für Erfolg

Viele Blogger und sogenannte Erfolgsautoren behaupten, dass wir alles erreichen können. Ich halte die Aussage für sehr kritisch.

Wir können zwar vieles lernen und mit genug Übung können wir darin sogar einigermaßen gut werden, doch es wird immer Dinge geben, die uns mehr Spaß machen und uns leichter fallen als andere.

Ich kann mich also mein Leben lang auf meine Schwächen konzentrieren und versuchen, diese einigermaßen auszugleichen — zum Beispiel mein mangelndes musikalisches Talent. Ich kann mich stattdessen aber auch auf meine Stärken konzentrieren und diese weiter ausbauen.

Warum sollte ich Jahre damit verbringen, eine professionelle Karriere als Sänger anzustreben, wenn ich nun mal so beschissen singe, wie Pornodarsteller schauspielern? Mit genug Übung und nach Jahren harter Arbeit kann ich eventuell ein Mittelmäßiger Sänger werden. Jedoch ist es sinnvoller, wenn ich mich stattdessen auf meine Stärken konzentriere — und damit beziehe ich mich nicht auf meine Fähigkeiten in Bett.

Aus diesem Grund sollten wir genau überlegen, in welche Aktivitäten wir unsere Zeit  und Energie investieren.

Ich werde kein Sänger werden — und das ist in Ordnung.

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Jeder Mensch, der in einen bestimmten Bereich überdurchschnittlich viel Erfolg hat, musste sich dafür gewaltig den Hintern aufreissen.

Ob Schriftsteller, Sänger, Sportler, große Denker oder Geschäftsmann, sie alle mussten auf viel verzichten, um das zu erreichen, was sie erreicht haben. Und dafür braucht man ein gewisses Maß an intrinsischer Motivation.

Ich behaupte nicht, dass jeder Mensch, der etwas großartiges und beeindruckendes geleistet hat, vollkommen intrinsisch motiviert war. Doch bei den meisten von ihnen hat intrinsische Motivation eine große Rolle gespielt.

Ich werde kaum ein weltberühmter Sänger werden, wenn ich mich jeden Tag zum singen überwinden muss und ich daran keinen Spaß habe.

Wenn ich mich hingegen auf die Dinge konzentriere, für dich ich intrinsisch motiviert bin, wird es mir leichter fallen, darin wirklich gut zu werden. Statt mittelmäßig singen zu lernen, versuche ich also wirklich gut zu schreiben (ob mir das gelingt oder nicht, liegt natürlich im Auge des Betrachters.)

Darin sehe ich auch das größte Problem unseres Bildungssystems. Es ist eindimensional und begrenzt.

Ist ein Kind unbegabt in Mathematik und Logik, ist es gut möglich, dass es nur einen Hauptschulabschluss erhält — und das Gefühl hat, es sei unfähiger als die anderen Schüler. Doch wäre das Bildungssystem nicht so starr und würde stattdessen die wahren Talente des Kindes fördern, würde aus ihm vielleicht ein neuer Picasso, Tolstoi oder Beethoven werden.

Diese Einstellung reflektiert sich auch in der Berufswelt wieder. Ein Großteil der Geschichte war der Mensch durch die bloße Sicherung seiner Existenz stark in Anspruch genommen. Die Frage, ob Arbeit erfüllend und sinnvoll ist, konnte er sich nicht stellen. Doch die Zeiten haben sich geändert. In der westlichen Welt haben heutzutage viele den Luxus, sich zu Fragen, ob ihre Arbeit erfüllend ist und ihnen sinnvoll erscheint.

Trotz diesem Luxus entscheiden sich viele Menschen nicht für einen intrinsisch motivierten Beruf, sondern lassen sich von extrinsischen Motiven wie Geld, sozialer Anerkennung oder vermeintlicher Sicherheit leiten. Und sind damit unglücklich. Ca. 60% der Befragten einer europaweiten Studie würden einen anderen Beruf wählen wenn sie noch ein Mal von vorne anfangen könnten.

(Wie du einen intrinsisch motivierten Beruf findest und warum das so wichtig ist, erfährst du hier.)

Und jetzt kommt der wichtige Punkt: Ich denke, wir können intrinsische Motivation bis zu einem gewissen Punkt entwickeln. Zumindest für manche Dinge.

Intrinsische Motivation entwickeln

Für gewisse Dinge sind wir intrinsisch motiviert, für andere nicht. So interessiere ich mich für Psychologie, interessiere mich aber nicht die Bohne für Modelleisenbahnen. Vielleicht geht es dir ja genau andersherum — und das ist vollkommen in Ordnung.

Doch obwohl wohl wir uns für gewisse Dinge mehr interessieren als für anderen, denke ich, dass wir bis zu einem gewissen Punkt intrinsische Motivation entwickeln können. Und als Beispiel möchte ich das Thema Fitness und Ernährung nehmen, da viele Menschen damit zu kämpfen haben.

Der Weg zu einem attraktiven und gesunden Körper ist simpel, aber nicht einfach. Simpel, weil es nicht viel mehr als regelmäßigen Sport und gesunde Ernährung benötigt. Es ist aber nicht einfach, weil, na du weißt schon, 321 Fernsehkanäle, Tiefkühlpizzen und Chips. Und am Wochenende kommen noch die 2×1 Cocktailangebote unserer Lieblingsbar hinzu.

Doch warum fällt es vielen Menschen so schwer, regelmäßig Sport zu machen und sich gesund zu ernähren?

Weil sie es aus dem falschen Grund tun. Die meisten Menschen wollen abnehmen und einen attraktiven Körper haben, um anderen zu gefallen und dem gesellschaftlichen Bild für Attraktivität zu entsprechen. Sie sind also extrinsisch motiviert.

Um regelmäßig Sport zu machen und dich gesund zu ernähren, musst du deshalb lernen, diese Dinge deiner Willen wegen zu tun. Du solltest also die Aufmerksamkeit von außen nach innen lenken.

intrinische Motivation extrinsische Motivation 7Statt dich zum Sport zu quälen, versuche eine Sportart zu finden, die dir Spaß macht und worauf du dich schon am Vortag freust.

Lerne lecker und gesund zu kochen, so dass sich gesundes Essen nicht mehr wie ein Verzicht anfühlt.

Statt durch einen attraktiven Körper Bestätigung von außen zu wollen, gib dir selbst die Bestätigung, weil du dich Schritt für Schritt zu dem Menschen entwickelst, der du sein möchtest. Mache Sport, weil du einen gesunden und attraktiven Körper möchtest. Nicht um andere zu beeindrucken, sondern weil du dir wichtig bist.

Wenn du für etwas intrinsische Motivation entwickeln möchtest, versuche an der Aktivität Spaß zu entwickeln, darin einen tieferen Sinn zu sehen und es als Chance zu persönlichem Wachstum zu nehmen.

Intrinsische Motivation zu entwickeln ist keine magische Pille mit sofortiger Wirkung. Die magische Pillen, die dich in 10 Tagen schlank, reich und glücklich machen, sind mir aufgrund hoher Nachfrage leider ausgegangen.

Ich denke, wir können nur bis zu einem Punkt intrinsische Motivation entwickeln und sollten das auch nur für Dinge tun, die wirklich wichtig für unser Wohlbefinden und unsere Zufriedenheit sind. Deshalb auch das Beispiel mit dem Sport und der Ernährung.

Handelt es sich Lebensbereiche wie zum Beispiel Berufsfindung, persönliche Selbstverwirklichung oder auch Hobbys, halte ich es für sinnvoller, wenn wir uns selbst besser kennenlernen und herausfinden, was uns von Natur aus intrinsisch motiviert, anstatt krankhaft zu versuchen, intrinsische Motivation zu entwickeln. Und aus diesem Grund werde ich auch nie Sänger werden.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Wie du in 4 einfachen Schritten attraktiver auf andere wirkst

Du kannst mit relativ einfachen Mitteln stark beeinflussen, wie attraktiv du auf andere Menschen wirkst.

Keine Sorge, hiermit meine ich nicht, dass du zum Chirurgen sollst um dir neue Brüste, neue Lippen oder ein Sixpack formen lassen sollst.

In diesem Artikel werde ich dir erklären, welche 4 Dinge du tun kannst, um attraktiver auf andere zu wirken.

Doch vorher eine wichtige Frage: warum solltest du überhaupt attraktiver werden wollen?

Attraktivität hat einen großen Einfluss darauf, wie deine Mitmenschen auf dich reagieren. Obwohl wir gerne das Gegenteil behaupten, wir sind alle oberflächlich.

Schon nach 100 Millisekunden bilden wir uns einen ersten Eindruck bezüglich Attraktivität, Kompetenz, Aggressivität oder Vertrauens­würdigkeit einer anderen Person.[1] Generell nehmen wir attraktive Menschen als geselliger, intelligenter, dominanter, mental gesünder und sozial kompetenter war.[2] Das Phänomen ist auch unter dem Namen „Beauty is good“ bekannt.

Deine wahrgenommene Attraktivität hat also nicht nur einen großen Einfluss auf dein Datingleben, sondern auch auf andere Lebensbereiche.

Leider machen viele Menschen zu wenig aus sich selbst und wirken unattraktiver, als sie eigentlich sind. Deshalb möchte ich dir erklären, was du tun kannst, um attraktiver zu wirken und attraktiver zu werden

In 4 Schritten attraktiver wirken

Die ersten beiden Tipps die ich dir vorstelle sind schnell anwendbar. Durch sie wirst du vor allem attraktiver wirken.

Die letzten beiden Tipps brauchen etwas mehr Zeit und Aufwand (gerade der vierte Tipp, der etwas ungewöhnlich ist). Durch sie wirst du langfristig etwas verändern und somit nicht nur attraktiver wirken, sondern auch dauerhaft attraktiver werden.

1. Attraktiver wirken: Lächeln

Laut einer kanadischen Studie aus dem Jahr 2011 wirken Frauen die lächeln attraktiver und lächelnde Männer unattraktiver.[3] Heißt das also, Frauen sollten lächeln und Männer böse reingucken? Nein.

Wenn du flirtest oder auf neue Menschen zugehst, solltest du generell lächeln, egal, ob du eine Frau oder ein Mann bist. Lächeln symbolisiert Freude, Spaß und gute Absichten.

Kaum jemand wird dich böse abweisen, wenn du lächelst und freundlich „Hallo“ sagst.

Nachdem ich über das Thema Flirten und Dating ein ganzes Buch geschrieben habe, kann ich jeden Menschen nur ans Herz legen, beim Flirten zu lächeln. Das macht das Ganze einfacher und erfolgsversprechender.

Ein weiteres Argument für das Lächeln: selbst durch ein künstlich aufgesetztes lächeln bauen wir Stress ab und können unsere Stimmung verbessern.[4]

2. Attraktiver wirken: Klamotten, Styling, Frisur

Wir Menschen lassen uns leicht täuschen. So hat ein anziehender Kleidungsstil die gleichen positiven Effekte auf die wahrgenommene Attraktivität eines Menschen wie angeborene physische Attraktivität.[5]

Durch stilvolle und zu dir passender Kleidung, einer guten Frisur und eventuell Make-up kannst du zu einem neuen Menschen werden. Und diese Optionen solltest du unbedingt nutzen.

Du bist nicht ganz überzeugt? Hier ein kleines Experiment von mir:

bin ich attraktiv attraktiver werden attraktiver wirken 3

Zwischen dem linken und dem rechten Bild liegen ca. 6 Wochen. Das ist die Zeit, die ich gebraucht habe, um mir einen Bart wachsen zu lassen. Was sind die Unterschiede auf deinen beiden Bildern? Brille, Bart, Haare und die Kleidung. Und bevor komische Fragen kommen, nein, ich benutze kein Make-up.

Es lohnt sich somit, für eine professionelle Stilberatung und einen guten Friseur Geld auszugeben. Sie können aus dir einen neuen Menschen machen.

Und falls du der Meinung bist,  andere sollten dich so mögen, wie du bist, habe ich eine Frage an dich: Warum willst du dir das Leben schwer machen?

Auch wenn du das Beste aus dir machst, können dich andere immer noch so mögen wie du bist. Du machst es ihnen nur einfacher (warum, habe ich am Anfang des Artikels erklärt).

3. Attraktiver werden: Kraftsport und Ernährung

Ein Werbespruch des Knäckebrot-Herstellers Wasa lautet: „Du bist, was du isst.“

Gar nicht so dumm. Ich lege noch eins drauf und behaupte: „Du bist, was du isst und wie du trainierst.“ Zugeben, klingt nicht ganz so locker wie der von Wasa, ist aber zutreffender.

Gehe regelmäßig ins Fitnessstudio und esse gesund und du wirst früher oder später einen attraktiven Körper bekommen. Mal ganz davon abgesehen, dass du gesünder leben wirst.

Beim Krafttraining solltest du dich vor allem auf die großen Grundübungen mit konzentrieren: Kniebeugen, Kreuzheben, Bankdrücken, Klimmzüge, Rudern, Schulterdrücken (immer auf die richtige Technik achten).

Auch als Frau solltest du diese Übungen machen. Du musst keine Angst davor haben, ein Muskelprotz zu werden. Das wird nicht passieren. Die besten Ärsche meines Lebens habe ich bis jetzt in Brasilien gesehen. Und dort machen die Frauen regelmäßig Kniebeugen mit viel Gewicht. Höre auf, Body-Pump, Body-Aerobic und Body-weiß-was-ich-was zu machen und trainiere ordentlich. Dann siehst du auch Resultate.

Noch wichtiger als das Training ist jedoch deine Ernährung. Du kannst mir der richtigen Ernährung Gewicht zunehmen oder Gewicht verlieren. Ich habe im Jahr 2012 in 8 Wochen 7 Kg. verloren, in dem ich größtenteils auf Kohlenhydrate verzichtet habe.

Diese Art der Ernährung nennt Paleo-Diät (alternativ auch Steinzeit-Diät). Ich ernähre mich auch noch jetzt größtenteils nach diesen Prinzipien, weil es mir gut tut.

Sich gesund zu ernähren ist größtenteils Gewöhnung. Deine Geschmacksnerven verändern sich und nach einer gewissen Zeit, schmeckt dir gesundes Essen besser als Fast Food. Auch wenn ich wahnsinnig genieße, ab und zu mal Pizza, Burger oder Döner zu essen.

Hier findest du mehr Infos zu der Paleo-Diät:

Warum du durch Paleo abnimmst 

Was auch sehr effektiv zur Gewichtsreduzierung ist und was ich seit langem mache, ist Halbtagsfasten. Das heißt, ich esse 16 Stunden pro Tag gar nichts und dafür dann 3 Mahlzeiten in einem 8 Stunden Fenster.

Bei mir sieht das dann so aus:

  • 13h Mittagessen
  • 17h Snack
  • 21h Abendessen

Zwischen 21h und 13h des Folgetages faste ich. In diesen 16 Stunden nehme ich keine Kalorien zu mir (schwarzer Kaffee und Tee sind erlaubt). Der Körper gewöhnt sich relativ schnell daran und nach etwas Zeit verspürt man keinen Hunger während des Fastens.

Ich fühle mich morgens ohne Frühstück unheimlich produktiv und genieße es, einen leeren Magen zu haben. Und natürlich verbrennt man in der Zeit jede Menge Fett.

Es gibt verschieden Arten des Fastens. Einen guten Überblick der verschiedenen Möglichkeiten und der Vorteile des Fastens findest du hier.

20141223_144736So sah ich im zum Beispiel im Winter 2014 aus.

Damals habe ich weniger als 3 Stunden pro Woche trainiert.

Für jemanden der einigermaßen schreiben kann und ab und an mal einen sinnvollen Satz von sich gibt, gar nicht so schlecht, wie ich finde.

4. Attraktiver werden: Kommunikation

Wie attraktiv dich andere Menschen generell wahrnehmen hängt stark davon ab, wie attraktiv du kommunizierst.

  • Sprichst du laut und deutlich?
  • Hast du eine aufrechte Körperhaltung?
  • Weißt du, wie Humor funktioniert?
  • Kannst du gute Geschichten erzählen?

Du kannst lernen, attraktiver zu kommunizieren – und dadurch wirst du natürlich auch attraktiver von anderen wahrgenommen werden.

In meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings erkläre ich ein ganzes Kapitel lang, wie du durch ein paar Tricks attraktiver kommunizierst und von anderen auch attraktiver wahrgenommen wirst.

Falls dich die Themen Dating, Attraktivität, Flirten und Kommunikation interessieren, ließ das Buch. Du wirst es lieben. Du kannst das Buch hier bestellen.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

[1] Willis, J. & Todorov, A. (2006). First impressions: Making up ypur mind after 100-ms exposure to a face. Psychological Science, 17, S. 592-598.
[2] Feingold, A. (1992). Good-looking people are not what we think. Psychological Bulletin, 111, s. 304-341.
[3] Tracy, J. L. & Beall, A. T. (2011). Happy guys finish last, says new study on sexual attractiveness. Emotion. 2011 Dec;11(6): S. 1379-1387.
[4] Kraft T. & Pressman, S. (2012). Grin and bear it! Smiling facilitates stress recovery. Psychological Science , 23, S. 1372-1378
[5] Lennon, S. J. (1990), Effects of Clothing Attractiveness on Perceptions. Home Economics Research Journal, 18: S. 303–310

Fragen zum kennenlernen: 7 Fragen, die alles verändern

Fragen zum kennenlernen gibt es viele. Doch die meisten dieser Fragen haben wir schon zu oft gehört.

Auch sind diese Fragen oft sehr sachlich und bringen uns daher emotional nicht wirklich näher.

Wie du vielleicht zwischen den Zeilen liest, gibt es also bessere und schlechtere Fragen zum kennenlernen neuer Menschen.

Die guten Fragen sind die, durch die eine emotionale Verbundenheit entsteht.

Wenn du mir erzählst, was dein Beruf ist, welches Müsli du frühstückst und was die Marke deiner Unterwäsche ist, lerne ich dich nur sachlich besser kennen.

Wenn ich stattdessen erfahre, was deine größten Ängste sind, wovon du träumst, wer der wichtigste Mensch in deinem Leben ist und was du so von dir gibst, wenn du kurz vor einem Orgasmus bist, dann werden wir uns wirklich kennenlernen.

Das soll nicht heißen, dass du nicht auch mal sachliche Fragen stellen kannst. Ein wo kommst du her, was machst du oder wie viele Geschwister hast du, gehen absolut in Ordnung. Nur sollten es eben nicht ausschließlich sachliche Fragen sein.

Daher lautet die Grundregel beim kennenlernen neuer Menschen: stelle möglichst emotionale Fragen. Generell sind positive Fragen besser als schlechte, da sie eher positive Emotionen hervorrufen. Aber es kommt auch immer auf die Situation und auf das Vertrauen an.

7 Fragen zum kennenlernen

Fragst du dich gerade, warum ausgerechnet 7 Fragen? Gut, ich will es dir verraten. Allerdings steckt hinter der Antwort keine moderne, psychologisch fundierte Verhaltenserkenntnis. Sorry.

Es gibt schon (zu) viele Artikel über „10 Dinge, die bla bla bla.“ Du kennst sicherlich einige davon. Falls nicht, hier ist ein Artikel von mir mit 10 Zitaten. Ein Zitat stammt von mir selbst, alle anderen sind wirklich gut.

10 Fragen zum Kennenlernen würde also zu abgedroschen klingen. Mehr als 10 Fragen brauchst du nicht und 5 Fragen ist etwas wenig. Also was dazwischen. 7 ist doch eine super Zahl. Falls du was gegen 7 hast, erkläre mir bitte warum.

Genug des Blödsinns. Hier sind meine 7 (Lieblings) Fragen zum kennenlernen neuer Menschen. Die Reihenfolge sagt nichts über besser oder schlechter aus.

  1. Was ist deine größte Angst?
  2. Was würdest du tun, wenn du nur noch ein Monat zu leben hättest?
  3. Was glaubst du, haben wir gemeinsam? (Ich halte das für eine der besten Fragen zum romantischen kennenlernen, weil man sich auf Gemeinsamkeiten fokussiert.)
  4. Warum tust du, was du tust? (Das ist eine Frage, die man sich auch selbst stellen sollte. Die Antwort kann aber durchaus unschöne Wahrheiten ans Licht bringen.)
  5. Gibt es etwas, von dem du schon lange träumst, es zu tun? Warum hast du es noch nicht getan?
  6. Was war der beste Sex deines Lebens? Wieso? (Die Sexualität eines Menschen sagt sehr viel über sein Inneres aus.)
  7. Wann hast du zum letzten Mal in Gegenwart einer anderen Person geweint?

Bonusfrage: Wenn du unter allen Menschen auf der Welt wählen könntest, wen würdest du gerne zum Essen einladen? (Wenn dein Gegenüber „dich“ antwortet, bist du auf einem guten Weg…)

Es gibt sicherlich noch viele andere gute Fragen, die du bei ersten Dates oder generell beim kennenlernen neuer Leute stellen kannst. Doch ich denke, diese 7 Fragen sind schon mal ein guter Anfang.

Suche dir am besten zwei oder drei aus und probiere sie aus. Falls du jemand noch kaum kennst, würde ich aber nicht sofort mit der Sexfrage anfangen…

(Hier ist noch ein Artikel, in dem du die besten Gesprächsthemen für Dates erfährst.)

Die richtigen Menschen kennenlernen und anziehen

Indem du interessante und emotionale Fragen stellst, wirst du deinem Gegenüber besser kennenzulernen, ihr werdet euch emotional näher kommen und wahre Anziehung kann entstehen. Doch das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange.

Wahre Vertrautheit, Nähe und Intimität entsteht aus der Bestätigung, die du dir selbst gibst. Erst wenn du glaubst, dass du es Wert bist, respektiert und geliebt zu werden, wirst du die richtigen Menschen kennenlernen und auch anziehen.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Minimalismus oder warum alles, was ich besitze, in einen Koffer passt

Minimalismus bedeutet, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Ich bin da ein wenig extrem. Alles, was ich besitze, passt in einen mittelgroßen Koffer. Da ich kontinuierlich auf Reisen bin, besitze ich weder ein Auto noch eine Wohnung. Und nein, ich bin auch kein stolzer Besitzer einer Yacht.

Momentan besitze ich:

  • Drei T-Shirts und sechs Hemden.
  • Drei lange und zwei kurze Hosen.
  • Drei paar Schuhe (Schick, Alltag und Sport).
  • Zwei Pullover, einen Mantel, ein Sakko, eine Mütze und einen Schal.
  • Socken und Unterwäsche.
  • Laptop, Stativ, Smartphone, Kindle und einige weniger Bücher, die es nicht als E-Book gibt.
  • Einen Kulturbeutel.
  • Ein paar Kleinigkeiten.

Das ist weniger, als die meisten Menschen für ein Wochenendtrip einpacken. Sich auf derart wenig zu reduzieren ist sicherlich nicht für jeden etwas.

Ich werde dir also nicht empfehlen, den Großteil deiner Besitztümer zu verkaufen und aus einem Koffer zu leben. Genauso wenig werde ich dir raten, in eine abgelegene Hütte auf einem Berg zu ziehen und dich von dem zu ernähren, was dir Mutter Natur schenkt.

Allerdings möchte ich dich dazu anregen, ein wenig überflüssiges Zeug loszuwerden, weniger zu konsumieren und dafür mehr zu erleben. Es wird dir gut tun.

Minimalismus: Meine Geschichte

Ich entschloss mich im Oktober 2012 dazu, überflüssigen Krempel zu verkaufen und zu verschenken.

  • Klamotten, die ich nicht mehr anzog.
  • Bücher, die ich gelesen hatte.
  • Dinge, die ich nicht mehr benützte.

Zuerst löste ich mich nur von wenigem, dann geriet ich in einen Rausch und mistete immer mehr aus. Nach einigen Wochen hatte ich durch die Verkäufe überraschenderweise fast 500€ verdient. Mit dem Geld kaufte ich kurze Zeit später ein One-Way-Ticket nach Brasilien.

Minimalismus ist für mich mittlerweile selbstverständlich. Doch als ich damals ausmistete, war das anders.

Ich dachte, dass mir etwas Bedeutsames fehlen würde und ich den Verkauf gewisser Gegenstände bereuen könnte. Doch mit dieser Einschätzung lag ich zu 100% falsch.

Bis heute habe ich nichts von dem, was ich verkauft oder verschenkt habe, vermisst. Nicht ein einziges Mal. Auch nicht die Dinge, von denen ich dachte, dass sie einen emotionalen Wert für mich haben. Diese Erkenntnis hat mich zutiefst beeindruckt.

Wir hängen emotional an vielen Gegenständen, weil wir glauben, dass sie uns definieren und ein Teil von uns sind, doch letztendlich sind sie uns vollkommen egal. Und das ist verdammt befreiend.

Was dich vom Minimalismus abhält

Weniger zu besitzen und minimalistischer zu leben wird dir gut tun. Doch das ist manchmal gar nicht so einfach.

Vielleicht hast du auch schon mal versucht auszumisten und gemerkt, dass du alles noch irgendwie und irgendwann mal gebrauchen könntest. Das hässliche Tigerkostüm vom Karneval 2007 weggeben? Und wenn ich es doch noch mal anziehe? Oder vielleicht wenn ich mal Kinder habe?

Dass es uns so schwer fällt von Dingen zu trennen liegt an dem Phänomen der Verlustaversion. Dieses Phänomen bezeichnet die menschliche Tendenz, Verluste höher zu gewichten als Gewinne. Menschen erwarten zum Beispiel, dass der Verlust von einem Dollar mehr Einfluss hat als der Gewinn von einem Dollar.16

Sei es die Trennung des Partners, der Verlust von 5€ oder eben das Ausmisten des alten Tigerkostüms von 2007 (oder bist du als Spiderman gegangen?), Verluste kreieren emotionalen Schmerz. Deshalb ist es so schwer uns von Dingen zu trennen, auch wenn wir sie nicht mehr brauchen. Und damit meine ich nicht deinen Partner.

Dinge, die du getrost ausmisten kannst

Alles, was du doppelt oder dreifach besitzt oder weniger als drei oder vier Mal im Jahr benutzt, kannst du getrost ausmisten – du wirst nichts davon vermissen. Hier eine Liste mit üblichen Verdächtigen:

  • Klamotten. Wahrscheinlich ziehst du immer die gleichen vier Hosen und Oberteile an. Alles, was du weniger als vier Mal im Jahr anhast, kann weg.
  • Schuhe. Du brauchst keine 20 Paar. Nein, auch nicht wenn du weiblich bist.
  • Fernseher. Raubt dir jede Menge Zeit und hält dich davon ab, dein Leben zu leben. Ausgewählte Filme kannst du auf DVD oder im Kino gucken.
  • CD’s. Wir leben im 21. Jahrhundert. Wie wär`s mit Digitalisierung?
  • Bücher. Ich lese fast ausschließlich auf meinem Kindle. Das spart Geld, Zeit und Ressourcen.
  • Auto. Manche brauchen ihr Auto, andere lieben es. Doch vielleicht kannst du darauf verzichten.

Du wirst sehen, es ist ein tolles Gefühl sich von überflüssigen Besitz zu lösen. Doch warum häuft sich überhaupt so viel Zeugs an?

Minimalismus vs. Konsumgesellschaft

Wir leben in einer Gesellschaft die sich immer stärker über Konsum und Besitz definiert.

Früher dachte ich, dass meine Besitztümer einen Teil meiner Identität ausmachen. Kaufte ich mir damals eine neue Jacke, fragte ich mich, welche wohl am besten meine Persönlichkeit widerspiegelt.

Genau das ist es, was Brad Pitt im Kultfilm Fight Club kritisiert:

“Du bist nicht deine Arbeit. Du bist nicht wieviel Geld du am Konto hast. Du bist nicht das Auto das du fährst. Du bist nicht der Inhalt deiner Geldbörse. Du bist nicht deine Cargohosen. Du bist der singende und tanzende Abschaum der Welt.”

Identität durch Besitz ist eine weit verbreitete Epidemie. Doch es ist auch der Motor unserer Wirtschaft.

Unternehmen investieren Milliarden in Marketing um dich glauben zu lassen, dass das, was du brauchst, ihr Produkt ist. Doch sobald du es gekauft hast, gibt es wieder ein neues Produkt, was dir noch mehr Glück, Freiheit, Attraktivität und Coolness verspricht. Du bist mit deinem Leben nicht zufrieden? Wird wohl daran liegen, dass du noch das alte iPhone 5 hast.

Mit jedem neuen Produkt was du kaufst, hast du das Gefühl, ein bisschen mehr zu dem Menschen zu werden, der du sein willst. Jedes neues Produkt verspricht dir ein wenig mehr von dem, was du dir so sehnlich wünschst.

Doch dieses Rennen kannst du nur gewinnen, indem du aussteigst. Bei mir hat die Konsumfalle jahrelang funktioniert. Ich glaubte, dass wenn ich erst den Look, die Uhr und den Duft aus den Magazinen habe, zu dem Mann werde, der ich schon immer sein wollte. Werbung beeinflusst uns alle.

Ich konsumiere, also bin ich.

Die Illusion von Selbstverwirklichung durch Konsum ist gut für die Wirtschaft, hat jedoch negative Auswirkungen auf unser Wohlbefinden. So führt die Unersättlichkeit unserer Konsumwünsche nachweislich zu Unzufriedenheit.17 Doch diese Unzufriedenheit ist erwünscht, schließlich führt sie häufig zu weiterem Konsum.

Zufriedene Menschen, die ihre Identität nicht durch Besitz definieren, sind der Schrecken der Konsumwirtschaft. Ich kaufe mittlerweile fast nur noch Gegenstände, wenn ich sie wirklich brauche. Wenn ich mir eine neue Hose besorge, dann weil die alte kaputt ist oder nicht mehr passt. H&M wünscht sich sicherlich andere Kunden.

Shoppen als Hobby

Zu dem Problem, dass sich immer mehr Menschen durch Konsum definieren und sich davon mehr Glück erhoffen, kommt hinzu, dass Shoppen immer mehr zu einer Freizeitbeschäftigung wird.

Einkaufen dient zur Stimmungsverbesserung, Ablenkung oder zur Kompensation für irgendetwas anderes.18

Unzufrieden mit dem Beruf? Beziehungskrach? Seit zwei Jahren keinen Sex mehr? Egal, ist doch gerade Schlussverkauf!

Ist shoppen für dich ein Hobby?

Minimalismus und minimalistisch leben

Verstehe mich nicht falsch. Ich bin nicht gegen jegliche Art von Konsum. Ich werde nicht für immer das Nomadenleben führen, dass ich momentan führe.

Ich werde mir irgendwann eine Wohnung oder ein Haus zulegen, sie mit Möbel füllen, ein paar Bilder an die Wand hängen und ein Auto vor die Tür stellen.

Doch materielle Dinge sind eben nur materielle Dinge. Ein Auto bringt mich von A nach B, es definiert mich jedoch nicht. Genauso wenig ein Haus, eine Jeans oder ein Smartphone.

Minimalismus: Dinge machen, statt Dinge besitzen

Es geht beim Minimalismus somit nicht nur darum, weniger zu konsumieren und zu besitzen, sondern zu verstehen, was das wirklich bedeutungsvolle in deinem Leben ist und auf das Überflüssige zu verzichten. Mache mehr von dem, was dir gut tut und verzichte soweit wie möglich auf den Rest.

Anstatt dich auf Besitztümer zu konzentrieren, solltest du dich auf Erlebnisse fokussieren. Letztere formen wirklich deine Identität und machen dich zufriedener – selbst wenn sie Geld kosten. Geld in Erlebnisse zu investieren macht glücklicher als Geld für materielle Dinge auszugeben.19 Eine Weltreise wird dich ein Leben lang bereichern, ein neues Auto nicht. Außer du nutzt das Auto für eine Weltreise.

Materielle Dinge haben ihre Daseinsberechtigung, jedoch können sie das wirklich wichtige im Leben nicht kompensieren. Ein erfülltes Leben besteht daraus, Dinge zu machen, nicht Dinge zu besitzen.

  • Statt dir eine Designerjeans für 290€ zu kaufen, besorge dir ein Flugticket und verbringe ein Wochenende in einer fremden Stadt.
  • Statt am Wochenende Shoppen zu gehen, lerne eine neue Sprache, lerne ein Musikinstrument spielen oder lerne neue Leute kennen. Oder mache alles auf einmal.
  • Statt vor deinem Fernseher zu vergammeln, triff dich mit Freunden und unternimmt etwas.
  • Statt dich zu fragen, welcher Klamottenstil am besten deine Persönlichkeit ausdrückt, arbeite an deiner Persönlichkeit und lerne dich selbst besser kennen.
  • Statt dir ein neues Auto zu kaufen, plane eine Weltreise.

Die Erkenntnis, dass es ums erleben und nicht ums besitzen geht, kann dein Leben verändern. Als ich die Erkenntnis hatte, habe ich mich dazu entschlossen, mich selbstständig zu machen und um die Welt zu reisen anstatt eine Karriere als Wirtschaftsingenieur anzustreben.

Habe ich meine Entscheidung bereut? Nein, nicht ein einziges Mal. Ich besitze zwar nicht viel, aber ich fühle mich verdammt reich.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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10 erstaunliche Zitate, die dein Leben verändern werden – oder auch nicht

Zitate gibt es wie Sand am Meer. Die meisten sind so unbedeutend wie die Marke deiner Unterwäsche.

Doch einige wenige beinhalten unheimlich viel Tiefe und Wahrheit.

Das sind zehn davon.

Zitat #1

„Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet.“

David Hume

Zitat #2

„Nichts bewahrt uns so gründlich vor Illusionen wie ein Blick in den Spiegel.“

Aldous Huxley

Wir rennen häufig vor uns selbst und der Wahrheit davon. Mehr dazu weiter unten.

Zitat #3

„Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“

Reinhold Niebuhr

Zitat #4

„Das, was du bist, hallt so laut in meinen Ohren, dass ich nicht hören kann, was du sagst.“

Ralph Waldo Emerson

Zitat #5

„Die Strafe dessen, der sich sucht, ist, dass er sich findet.“

Nicolás Gómez Dávila

Zitat #6

„Wie zum Teufel soll ein Mensch es genießen, um 06.30h von einem Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden, aus dem Bett zu springen, sich anzuziehen, Essen reinzuwürgen, zu kacken, zu pissen, sich die Zähne zu putzen, sich die Haare zu richten und sich durch ein Verkehrschaos hindurch zu einem Ort zu kämpfen, wo er eine Menge Kohle für einen anderen Macht und dann noch von ihm erwartet wird, dass er dafür dankbar ist?“

 Charles Bukowski

Zitat #7

„Verstand ohne Gefühl ist unmenschlich; Gefühl ohne Verstand ist Dummheit.“

Egon Bahr

Zitat #8

„Lebe dein Leben. Ansonsten lebt es dich“

Anchu Kögl

Findest du es überheblich, dass ich mich selbst zitiere? Dann ist das nächste Zitat genau das Richtige für dich:

Zitat #9

„Ich bin wie ich bin. Die einen kennen mich, die anderen können mich.“

Konrad Adenauer

Menschen respektieren uns, wenn wir uns selbst respektieren. Erst wenn du aufhörst dich für andere zu verbiegen und ihnen um jeden Preis gefallen zu wollen, werden dich Menschen so akzeptieren, wie du bist.

Zitat #10

„Wir sehen die Dinge nicht, wie sie sind, wir sehen sie so, wie wir sind.“

Anais Nin

In diesem Zitat steckt  eines der wichtigsten Erkenntnisse, um uns selbst zu ändern und eine bessere Selbsterkenntnis zu erlangen.

Fast (alles) im Leben ist Mindset

Je besser dein Mindset ist, desto besser ist dein Leben.

Denn dein Mindset beeinflusst jeden Bereich deines Lebens: Deine Beziehungen, deine Gesundheit, deine Karriere, deine Ziele.

Aus diesem Grund habe ich einen kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du 4 Mindsets, die dich im Leben enorm voranbringen werden.

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Die merkwürdige Kraft der Verletzlichkeit

Vor einiger Zeit war ich in Athen. Ich bin an einem Samstagabend angekommen und da ich keine Menschenseele kannte, bin ich abends  alleine in eine Bar.

Dort sprach ich eine süße Griechin an.

Keine Spielchen, keine Masken, kein Getue.

Wir verstanden uns auf anhieb gut und nach ein paar Stunden hatten wir das Gefühl, wir kennen uns seit Ewigkeiten. Sie vertraute mir ein großes Geheimnis an, das selbst ihre besten Freunde nicht kannten.

Doch warum? Warum vertraut sie mir nach ein paar Stunden so sehr und warum hatten wir beide das Gefühl, wir kennen uns seit Ewigkeiten?

Weil wir uns verletzlich gemacht haben.

Ich war offen und ehrlich, habe ihr von meinen Ängsten, Zweifel und Unsicherheiten erzählt. Ich habe nichts zurückgehalten, nichts versteckt und alles riskiert. Ich habe jegliche Maske abgenommen. Und dadurch konnte sie es auch.

Verletzlich zu sein bedeutet, sich selbst und anderen einzugestehen, dass man nicht vollkommen ist. Wir haben nicht alle Antworten, wir sind nicht immer stark und souverän, wir haben Schwächen, wir fühlen uns manchmal verloren und wissen nicht mehr weiter. Das ist menschlich.

Du denkst gerade, dass du schon verletzlich bist? Ich meine hier nicht das Eingestehen von oberflächlichen Ängsten und Zweifel, die du ohne mit der Wimper zu zucken anderen erzählst.

„Ich muss schon zugeben, ich bin ganz schön nervös, wenn ich vor hundert Menschen eine Rede halten muss.“

Aber das ignoriere ich. Das ist keine Verletzlichkeit. Verletzlichkeit ist, wenn du die Schattenseiten preisgibst, die du dir selbst kaum eingestehen kannst.

Klingt einschüchternd? Ja, das ist es auch. Doch es ist auch befreiend und der Schlüssel zu Selbstannahme und zu tiefen und bedeutungsvollen Beziehungen, egal, welcher Art.

Das Problem an Verletzlichkeit ist, dass wir die ungeschminkte Wahrheit und Offenheit anderer mögen, gleichzeitig fürchten wir uns aber davor, unsere eigene Wahrheit ans Licht zu bringen.

Wir glauben, unsere Ängste und Probleme sind einzigartig. Letztendlich teilen wir aber alle ähnliche Ängste, Zweifel und Sorgen, egal, ob wir Mann oder Frau, jung oder alt, reich oder arm, attraktiv oder unattraktiv sind. Doch das vergessen wir all zu oft und fürchten uns davor, dass wenn unser Gegenüber erst mal unsere dunklen Seiten und Schwächen kennt, Reißaus nehmen wird.

In den meisten Fällen passiert jedoch genau das Gegenteil.

Machen wir uns verletzlich und öffnen uns, wird es unser Gegenüber auch tun. Dadurch entsteht Vertrauen, Nähe und emotionale Verbundenheit.

Es sind die Schwächen, Ängste und Zweifel des anderen mit denen wir uns identifizieren können, weniger seine Stärken, sein Lebenslauf oder die Marke seiner Unterwäsche.

Die intimsten Dates, den intensivsten Sex, die schönsten Augenblicke und die größte Vertrautheit mit Frauen hatte ich, als ich mich verletzlich zeigte.

Machen wir uns verletzlich, versuchen wir nicht mehr, anderen etwas über uns vorzuenthalten. Wir versuchen nicht mehr, anderen ein bestimmtes Bild von uns zu vermitteln. Wir versuchen nicht mehr, andere zu beeindrucken.

Wenn wir uns verletzlich zeigen, nehmen wir unsere Masken ab, da wir nichts mehr verstecken müssen. Dadurch verringern sich auch viele unserer Ängste und Minderwertigkeitsgefühle im Umgang mit anderen.

Viele Männer haben Probleme damit, fremde Frauen anzusprechen. Es fehlt ihnen an Verletzlichkeit. Gestehen sie sich ein, dass sie nervös sind, dass sie Angst haben, dass sie sich eventuell gleich zum Idioten machen und dass sie keine Kontrolle darüber haben, wie die Frau reagieren wird,  können sie ihre Ansprechangst überwinden. Wollen sie hingegen furchtlos, cool und souverän sein, wird die Angst nur noch stärker.

Viele Frauen haben beim Sex Probleme sich fallen zu lassen. Auch ihnen fehlt es an Verletzlichkeit. Gestehen sie sich ein, dass sie nicht perfekt aussehen (wer tut das schon?), dass sie gerade die Kontrolle abgeben und dass sie von dem Mann verurteilt werden können, werden sie entspannter sein und sich mehr fallen lassen.

Frauen die sich verletzlich machen, genießen Sex mehr und haben leichter Orgasmen (dafür gibt es leider keine wissenschaftliche Quelle, du musst also meiner lächerlichen Erfahrung vertrauen).

Ich erinnere mich an eine Frau, die keinen Sex auf allen vieren wollte. Als ich sie fragte warum, war sie bestürzt. Nach geraumer Zeit vertraute sie mir an, dass sie sich auf allen vieren nicht sexy finde (was gibt es schöneres und erregenderes als eine Frau auf allen vieren?). Als sie mir das anvertraute, verschwand ihre Scham fast automatisch und ab dem Moment liebte sie Sex auf allen vieren.

Verletzlichkeit macht uns stark und selbstsicher, weil es uns die Angst vor unseren Schattenseiten nimmt. Wenn wir zu unseren Schwächen und Ängsten stehen, fürchten wir uns weniger davor, von anderen dafür verurteilt zu werden.

Wenn ich mich verletzlich mache, öffne ich mich emotional, lerne meine Schattenseiten kennen, bin ehrlich zu mir selbst und mache mein Selbstbild nicht von anderen abhängig. Ich zeige mein Innerstes und kann damit leben, wenn es anderen nicht gefällt.

Mit dem Schreiben dieses Artikels mache ich mich gerade verletzlich.

Ich zeige, was in mir vorgeht und jeder kann mich und meinen Artikel öffentlich kritisieren. Natürlich wünsche ich mir, dass dir der Artikel gefällt. Doch tut er das nicht, kann ich damit leben. Ich muss weder dir noch jemand anderem etwas beweisen.

Vor kurzem erhielt ich eine E-Mail von einem jungen Mann, der mit seiner jetzigen Freundin noch keinen Sex hatte, da er sehr verunsichert ist. Er hat nur wenig sexuelle Erfahrung und seine Freundin war vor ihm mit einem erfahrenen Mann zusammen. Jetzt hat er Angst, es ihr nicht so gut „besorgen“ zu können wie der andere Typ. Auch hier ist der Schlüssel Verletzlichkeit.

Warum nicht die eigene Unsicherheit zugeben und offen darüber reden? Das würde sein Leistungsdruck verringern und die Intimität und die Vertrautheit schlagartig um 2395 Punkte erhöhen. Warum 2395 Punkte? Mir ist nichts besseres eingefallen.

Ich halte Verletzlichkeit für eine der wichtigsten Eigenschaften beim Dating wie auch in der Liebe. Doch Verletzlichkeit betrifft letztendlich jegliche Art menschlicher Beziehung – auch die zu uns selbst.

Ich habe zum Beispiel einige Male vor großem Publikum geredet. Meistens habe ich am Anfang öffentlich zugegeben, dass ich nervös bin. Danach war die Nervosität weg.

verletzlichkeit

Der Schritt zu mehr Verletzlichkeit fällt uns jedoch schwer. Vielen Männern, weil es eine der größten männlichen Ängste ist, schwach zu wirken. Den Frauen geht es mittlerweile ähnlich. Die moderne Frau will unabhängig, eigenständig und zielstrebig wirken. Sich verletzlich zu zeigen, passt nicht zu ihrem Selbstbild.

Frauen beschweren sich häufig, dass sich Männer emotional nicht öffnen. Doch sind es mittlerweile auch viele Frauen, die damit Probleme haben. Verletzlichkeit betrifft Männer wie auch Frauen, vor allem aber die Beziehung zwischen ihnen.

Erst wenn wir den Schritt wagen unsere Schwächen, Zweifel und Unsicherheit ehrlich und offen zuzugeben, werden wir unsere Masken abnehmen. Und erst dann entsteht wahre Intimität, Nähe und Vertrautheit.

Wenn mir eine Frau den ganzen Abend erzählt, wie eigenständig sie ist, was sie alles erreicht hat und wie perfekt ihr Leben ist, landen wir vielleicht am Ende des Abends im Bett. Doch das Gefühl, diesen Menschen zu kennen, das Gefühl, ihr nahe und verbunden zu sein, werde ich nicht haben.

Ähnlich wird es ihr ergehen. Vielleicht geht sie mit mir ins Bett. Weil ich interessant bin, weil wir Spaß haben oder weil sie Lust darauf hat. Doch mache ich mich nicht verletzlich, wird es kaum eine emotionale Bindung geben.

Verstehe Verletzlichkeit jedoch nicht falsch. Anderen die Ohren voll zu heulen und ihnen deine Probleme vor die Füße zu kotzen, ist keine Verletzlichkeit. Dich andauernd zu beschweren, weil dein Leben nicht wie in einem Disney-Märchen verläuft und vieles Mist ist, ist Opferdasein.

Zwischen Opferdasein und Verletzlichkeit gibt es aber einen großen Unterschied.

Das Opfer belügt sich selbst, nörgelt, will Mitleid und hat nicht vor, etwas zu ändern. Ein Mensch, der sich verletzlich macht, ist sich seinen Schwächen bewusst, akzeptiert diese und übernimmt dafür Verantwortung.

Je schwerer es dir fällt, dich verletzlich zu zeigen, desto größer ist deine Unsicherheit und deine Furcht, von anderen verurteilt zu werden und nicht in Ordnung zu sein. Doch in dem Augenblick, wo du dich verletzlich machst, schwindet gleichermaßen auch diese Furcht.

Wann fängst du an, dich verletzlich zu zeigen?

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Ex-FreundIn vergessen – Diese 3 Dinge helfen WIRKLICH

Ex FreundIn vergessen – in diesem Artikel erfährst du 3 Dinge, die du sofort anwenden kannst, um deine Ex Freundin oder deinen Ex Freund zu vergessen und die Vergangenheit loszulassen. Diese Tipps sind gleichermaßen für Männer wie für Frauen.

Ich habe lange gebraucht, bis ich meine letzte Ex Freundin losgelassen habe. Die erste Zeit nach der Trennung war die Schlimmste.

Meine Ex wollte mir einfach nicht aus dem Kopf gehen.

Egal was ich tat, egal wo ich war, ich konnte meine Ex Freundin nicht vergessen oder aufhören, an die gemeinsame Zeit zu denken.

  • Jede Frau, die ich kennenlernte oder sah, verglich ich auf irgendeine Art und Weise mit ihr.
  • Wenn ich Sport machte, musste ich daran denke, dass sie auch gerne Sport gemacht hatte.
  • Wenn ich ein Film schaute, musste ich daran denken, dass wir auch immer zusammen Filme geschaut haben.

Es war wie ein Fluch. Meine Ex Freundin zu vergessen und nach vorne zu blicken war damals mein größter Wunsch. Doch erst nach zirka 10 Monaten ließ ich sie endlich los. Es war der wohl befreiendste Moment meines Lebens.

Es gab damals 3 Dinge, die mir sehr dabei geholfen haben, meine Ex Freundin loszulassen und nach vorne zu blicken. Und diese 3 Dinge möchte ich dir natürlich nicht vorenthalten …

Ex FreundIn vergessen #1: Jegliche Art von Kontakt meiden

Den Kontakt zum Ex Partner zu vermeiden klingt einleuchtend aber viele Männer und Frauen tun es trotzdem nicht. Mit „Kontakt vermeiden“ meine ich jeglichen Kontakt. Das bedeutet:

  1. Keine persönlichen Treffen
  2. Keine SMS oder Whatsapp Nachrichten
  3. Nicht telefonieren oder skypen
  4. Kein Facebook oder sonstiges Chatten

Sehr wichtig: blockiere deine Ex FreundIn auf Facebook. Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist irgendwelche Fotos von ihr und einem neuen zu sehen – mir ist es passiert und es fühlte sich an, als würde mir jemand das Herz aus der Brust reißen und es vor meinen Augen genüsslich aufessen.

Des Weiteren solltest du dir keine sonstigen Fotos von euch oder ihr anschauen. Weder Fotos von euch zusammen noch Fotos, auf denen nur dein Ex zu sehen ist. Es klingt vielleicht hart, aber je weniger Dinge dich an sie erinnern, desto besser. Zumindest für eine gewisse Zeit.

Wenn es dir nicht möglich ist, jeglichen Kontakt zu meiden (gemeinsame Kinder, zusammen in einer Klasse, etc.) versuche den Kontakt so gering wie möglich zu halten.

Ex FreundIn vergessen #2: Glorifiziere nicht die Vergangenheit

Mache dir bewusst, dass ihr aus einem bestimmten Grund nicht mehr zusammen seid: Dein Ex Partner ist nicht der richtige Mensch für dich. Egal ob dein Ex Partner oder du schlussgemacht hast, irgendetwas hat nicht gepasst. Vergiss das nicht.

Du solltest auch aufpassen, dass du die vergangene Zeit nicht verzerrt betrachtest. Nach der Trennung tendieren wir dazu, die/den Ex FreundIn und die gemeinsame Zeit als wunderschön und fantastisch in Erinnerung zu bewahren.

Doch in Wirklichkeit war meistens nicht alles so rosarot, wie wir es uns einreden. Mach dir also bewusst, dass es auch schlechte Momente gab und dass längst nicht alles perfekt war. Glorifiziere nicht die Vergangenheit.

Ex FreundIn vergessen #3: Lenke dich ab

Ich bin kein Fan davon, negativen Gefühlen aus dem Weg zu gehen. Es ist besser, dass wir uns ihnen stellen und lernen, mit ihnen umzugehen. Doch gerade am Anfang einer Trennung ist der Schmerz häufig so intensiv, dass wir das Gefühl haben, unser Herz wird gerade mit einem Presslufthammer bearbeitet.

Ein wenig Ablenkung kann da manchmal Wunder helfen.

Das schlimmste was du nach einer Trennung machen kannst, ist zu Hause rumzusitzen und Trübsal zu blasen. Treff dich mit Freunden, mache mehr Sport, gehe deinen Hobbys nach, fange das Projekt an, von dem du schon so lange träumst oder setze dir neue Ziele.

Egal was, aber mach etwas!

Sei auch offen für neue Menschen! Dein/e Ex-FreundIn ist jetzt Vergangenheit und es ist Zeit, nach vorne zu schauen.

Nichts spricht gegen eine Affäre oder dagegen, dich ein bisschen auszutoben. Nur solltest du dich nicht sofort Hals über Kopf in die nächste Beziehung stürzen …

Zwei Dinge, die du beachten musst

Auch wenn du diese 3 Tipps anwendest – wozu ich dir rate – sollten dir 2 Dinge klar sein:

  1. Es dauert häufig bis zu einem Jahr (in manchen Fällen sogar mehr) bis du aufhörst, täglich an deinen Ex-Partner zu denken. Bei mir waren es das letzte Mal knapp zehn Monate.
  2. Es ist möglich, dass dein Ex Partner bald wieder einen neuen Partner hat – akzeptiere dies und verurteile deinen Ex Partner nicht dafür. Ihr seid jetzt getrennt und was er mit seinem Leben anstellt, sollte dir egal sein. Deshalb ist es auch so wichtig, nicht mehr mit ihm auf Facebook befreundet zu sein. Vermeide auch, gemeinsame Bekannte nach ihr/ihm auszufragen. Lasse los.

Ex FreundIn vergessen: Schau nach vorne

Ich weiß, die Zeit kurz nach einer Trennung ist hart. Alles erinnert einen an den Ex-Partner. Man zweifelt an Vielem – an sich selbst, an seinen Entscheidungen, manchmal sogar an dem Sinn des Lebens. Aber bessere Zeiten werden kommen, versprochen.

Versuche trotz allem, das Positive zu sehen.

Übrigens: Anders als du jetzt vielleicht glaubst, gibt es eine Menge Techniken und Tricks, die dir dabei helfen werden, deine/n Ex FreundIn zu vergessen und deinen Liebeskummer zu überwinden.

Was diese Techniken und Tricks sind, erfährst du in meinem kostenlosen Ratgeber.

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RIP Helmut Abeln (mein Vater)

Mein Vater war ein Lebemann. Er hat insgesamt sieben Kinder mit vier verschiedenen Frauen gezeugt, einige davon fast parallel. Das erste Kind zeugte er, als er 20 Jahre alt war, das Letzte, mit 59 Jahren.

Er war Alkoholiker und Kettenraucher. Ab meinem fünften Lebensjahr sah ich meinen Vater nur noch selten und er hat mir, meiner Mutter, meinen Geschwistern und einer anderen Familie viel Schmerz und Leid zugefügt.

Es war nicht leicht, mit dreizehn Jahren mitzubekommen, wie meine Mutter in Tränen ausbrach, weil sie gerade erfahren hatte, dass es noch eine andere Frau gibt, mit dem ihr Mann zwei Kinder in einem ähnlichen Alter wie ihre eigenen hat.

Es war nicht leicht, zu realisieren, dass mein Vater den Alkohol einem glücklichen Familienleben bevorzugte.

Es war nicht leicht, zuzugucken, wie sich in den letzten Jahren mein Vater mehr und mehr selbst zerstörte und sein Leben den Bach runterging, während ich und andere Menschen nur zugucken konnten (Ich habe alles probiert, um ihm zu helfen, musste aber letztendlich Abstand nehmen, denn ansonsten wäre ich selbst daran kaputt gegangen).

Trotz alle dem, war mein Vater für mich ein Vorbild und ich habe ihn immer geliebt. Ich bewunderte seinen Humor, seinen außerordentlichen Intellekt, seine Aufrichtigkeit und seine Lebensfreude. Er betrachtete die Dinge anders als die meisten Menschen, blickte hinter den Vorhang und erkannte Zusammenhänge, die anderen verborgen blieben.

Als ich 21 und er 69 Jahre alt war, rauchten wir zusammen einen Joint. Wir lachten uns dann über eine Kartoffel kaputt, die die Form eines Herzens hatte – oder eines Frauenhinterns, kam ganz auf die Betrachtungsweise an. Und genau das lernte ich von ihm: Weiterlesen

Als ich endlich meine Ex losließ

Mitte 2011 bin ich von Italien zurück nach Deutschland gezogen. Ab dem Zeitpunkt hatte ich eine Art offene Beziehung mit meiner Freundin, die in Italien blieb – jedoch waren wir beide nicht mal Ansatzweise bereit dafür.

Es war zwar eine kurze, aber unheimlich intensive Beziehung.

Wir waren in Italien damals beide frisch angekommen und kannten niemanden (sie kommt aus Brasilien). Wir hatten uns ein kleines Zimmer geteilt und sind zusammen kopfüber in eine für uns neue und fremde Kultur eingetaucht.

Anfang Februar 2012, ich war schon seit über einem halben Jahr zurück in Deutschland, sah ich dann Fotos von ihr und ihrem neuen Typen, lachend, sich küssend. Sie schienen glücklich. Ich war am Boden zerstört.

In dem Moment als ich die Fotos auf Facebook sah, war mir, als würde mir jemand mein Herz aus der Brust reisen und es vor meinen Augen langsam und genussvoll aufessen, während derjenige mir vergnügt beim Sterben zuguckt.

Ich fühlte stechenden Schmerz bei gleichzeitiger kompletter innerer Leere.

Dazu kam, dass ich gerade mein Praktikum in Koblenz vorzeitig gekündigt hatte und nicht mehr wusste, was ich wirklich in meinem Leben will. Ich war seit einer Woche wieder zurück in Berlin und hatte weder eine eigene Wohnung noch wirklich Geld.

Ich fühlte mich vollkommen verloren. Kein Zimmer in Aussicht, keine Ahnung was ich mit meinem Leben machen wollte und meine Ex-Freundin befand sich glücklich in den Armen eines anderen – und ich hatte es gesehen. (Gibt es eigentlich irgendetwas schmerzvolleres?)

Ich skypte mit ihr und sagte ihr, dass obwohl wir eine offene Beziehung hätten, ich es nicht aushalte sie glücklich mit einem anderen zu sehen und sie nicht aufhalten wollte. Unter Tränen wünschte ich ihr alles Gute und legte auf.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, drehten sich meine ersten Gedanken um sie – und ihren neuen Typen. Ich hatte schon bessere Starts in den Tag, zum Beispiel mit ihrem Kopf zwischen meinen Beinen.

Dann redete ich mir ein, dass es nichts gibt, was ein ausgiebiges Frühstück nicht wieder wettmacht. Also frühstückte ich erst mal ordentlich. 10min später kotze ich alles wieder in die Kloschüssel.

Die Wochen nach der Trennung

Die Wochen nach der Trennung fühlte ich mich ausgesaugt und perspektivlos. Wie ein Obdachloser, der gerade gemerkt hat, dass er seinen letzten Schluck Schnaps getrunken hat und die Flasche nun endgültig leer ist.

Alles fühlte sich zu diesem Zeitpunkt sinnlos und stumpf an. Ich hatte sogar an manchen Tagen das Gefühl, ich habe eine Depression. Es war nicht meine erste Trennung, aber so etwas hatte ich noch nie erlebt.

Jeder einzelne Gedanken drehte sich um sie. Es war wie ein Fluch, der mich nicht loslassen wollte. 

Jede Frau, egal wie alt, wie jung, wie schön oder wie hässlich, erinnerte mich an sie und unsere Zeit. Und jeder Typ, an ihren Neuen.

  • Wenn ich Kinder sah, musste ich daran denken, dass wir auch mal Kinder hätten haben können.
  • Wenn ich ein Fitnessstudio sah, musste ich daran denken, dass sie immer joggen gegangen war.
  • Wenn ich eine Bar sah, erinnerte ich mich an unsere fröhlich feuchten Nächte zusammen in den Bars von Turin.

Es war, als gäbe es kein Entkommen von ihr.

Eines Tages in der S-Bahn, sah ich das Bild von ihr und ihrem Neuen vor meinen Augen. Ich musste mich sofort festhalten, denn sonst wäre ich einfach umgekippt. Danach dachte ich kurz daran, was passieren würde, wenn ich mich einfach vor die nächste S-Bahn schmeißen würde. Ich verdrängte den Gedanken jedoch wieder.

Ich überlegte, ob es anderen Menschen wohl auch so mies geht, wenn sie Schluss machen. „Niemals“ dachte ich, keiner macht das durch, was ich gerade durchmache.

Was für ein Blödsinn! 

Wir alle Leiden, wenn eine Beziehung zu Ende geht. Manche mehr, manche weniger, aber wir alle leiden. Anscheinend finden wir Menschen es jedoch beruhigend und irgendwie tröstend, uns selbst zu bemitleiden – und versuchen deshalb, uns in unserer eigenen Trauer zu ertränken.

Das Leben ging weiter

Ich finge an, täglich zu meditieren und mich in Achtsamkeit zu üben. Das half mir, mich meinen Emotionen bewusster zu werden und mich weniger mit ihnen zu identifizieren – ein damals großer und wichtiger Schritt.

Auch fing ich an viel zu lesen und mich mehr mit mir selbst zu beschäftigten. Ich fragte mich, was ich wirklich in meinem Leben machen will und wofür ich brenne.

Ich bin keine New-Age spirituell abgedrehter Pseudomönch, aber eine gewisse Selbstkenntnis und eine gute Selbstwahrnehmung halte ich für unerlässlich um wirklich eine Veränderung in unserem Leben herbeizuführen.

Es war also eine Zeit, in der ich mich hauptsächlich auf mich selbst konzentrierte. Ich lernte viel über Ernährung, las mehr, machte Sport, traf mich mehr mit Freunden. Ich übte mich darin, mich selbst zu lieben.

All das half mir, ein Umfeld und ein Leben um mich herum aufzubauen das mir gefiel und welches mir positive Emotionen schenkte.

Ich spürte, dass ich eine gewisse Kontrolle in meinem Leben habe und darüber, wie ich emotional auf äußere Umstände reagiere. Dadurch entdeckte ich ganz langsam eine neue Kraft in mir, ein tiefergehendes Selbstvertrauen.

In der Zeit spürte ich, dass egal was in meinem Leben passiert, ich schon irgendwie damit klarkommen würde. Ich entdeckte, dass tief in mir, ein unzerstörbarer Kern ist.

Diese Entdeckung gab mir neue Kraft und Antrieb.

Eine neue Bekanntschaft

Dann lernte ich eine für mich unheimlich wichtige Frau kennen. Und fing wieder an, Glücksmomente zu erleben und das Leben zu genießen. Stück für Stück, ganz langsam.

Denn meine Ex war trotzdem noch da. Nur in Gedanken, aber dafür tagtäglich. Und das, obwohl ich sie auf Facebook und Skype blockiert hatte und seitdem ich schlussgemacht hatte, nichts mehr von ihr gehört hatte.

Im Juli 2012, also circa 6 Monate nach der Trennung, schrieb ich ihr dann eine E-Mail, um zu ihr zu sagen, dass ich vorhatte, nach Brasilien zu ziehen. Ihre Antwort kam rasch, war aber nicht unbedingt positiv – und schön schon gleich dreimal nicht.

Daraufhin schrieben wir zwei Tage einige E-Mails Hin und Her und klärten ein paar Dinge, die wir schon viel früher hätten klären sollen.

Nachdem ich die letzte E-Mail geschrieben hatte, ging ich joggen. Es war ein schöner Samstagnachmittag im Friedrichshainer Volkspark in Berlin.

Während ich joggte, mitten im Park, war er plötzlich da: Der Moment, auf den ich solange gewartet hatte.

Plötzlich lies ich sie los. Plötzlich war sie weg. Von einem Moment auf den anderen. Ich spürte es ganz deutlich.

Ich war so überwältigt, dass ich anhielt und die Kopfhörer abnahm.

Mir war sprichwörtlich ein Stein, oder besser gesagt, ein Fels vom Herzen gefallen. Als hätte ich den ganzen viel zu schweren und unnötigen Ballast, den ich monatelang ungewollt umher getragen hatte, endlich abgeworfen.

Auf einmal war sie keine mich krampfhaft verfolgende und nicht loslassende Erinnerung mehr, sondern nur noch ein schöner Rückblick in die Vergangenheit, ein ausgeträumter Traum.

Jetzt war sie nur noch ein kleiner Teil in meinem Herzen, ein Stück meiner Vergangenheit.

Ich schaute um mich und überlegte, wie schön das Leben ist. Ich sagte laut „Danke“ und rannte weiter.

Es war der wohl befreiendste Moment meines Lebens.

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