5 Dinge, die dir am Arsch vorbeigehen sollten

Oft sind wir unzufrieden, weil wir unwichtigen Dingen zu viel Wert beimessen. Der Meinung anderer. Geld. Dem Aussehen unseres Partners. Der Anzahl unserer Facebook-Freunde.

Es gibt jedoch auch weniger offensichtliche Dinge im Leben, denen wir zu viel Wert einräumen. Und das führt dazu, dass wir uns so beschissen fühlen wie ein Teenager, der gerade einen Korb von seiner großen Flamme bekommen hat.

In diesem Artikel erfährst du 5 Dinge, denen du wahrscheinlich viel zu viel Wert beimisst.

Je mehr dir diese Dinge ab jetzt am Arsch vorbeigehen, desto besser.

1. Der richtige Moment

Scheiß egal, was deine Pläne sind – fange jetzt damit an. Es gibt keinen richtigen Moment. Und du wirst auch nie bereit sein.

  • Ich habe mich nie bereit gefühlt, ein Buch zu schreiben.
  • Ich habe mich nie bereit gefühlt, auf einer Konferenz zu sprechen.
  • Ich habe mich nie bereit gefühlt, alleine um die Welt zu reisen.

Trotzdem habe ich es getan.

Du möchtest Kinder kriegen? Dich selbstständig machen? Einen Dokumentarfilm drehen? Mit dem Rauchen aufhören? Dich im Fitnessstudio anmelden? Dir die Brüste vergrößern lassen? Deiner besten Freundin deine große Liebe gestehen?

Dann mache es jetzt.

Warte nicht länger auf den richtigen Moment, denn er wird nicht kommen.

Übrigens: Anzufangen ist nur ein wichtiger Punkt, um im Leben voranzukommen und deine Ziele zu erreichen. Genauso wichtig ist, dass du das richtige Mindset hast.

Aus diesem Grund habe ich auch ein kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du 4 Mindsets für mehr Selbstbewusstsein, Motivation und Erfolg im Leben. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.

2. Nachrichten

Ja, du liest richtig. 99% der Nachrichten sollten dir am Arsch vorbeigehen.

Wieso?

Weil dir Nachrichten ein verzerrtes Bild der Welt geben.

Glaubt man den Nachrichten, ist die Welt ein verdammt gefährlicher Ort. Wenn es nicht gerade irgendwo einen Terroranschlag gibt oder sich die Menschen wegen ihres Glaubens, ihrer Hautfarbe oder Ölvorkommen die Köpfe einschlagen, stehen wir kurz vor dem finanziellen Kollaps, eine große Naturkatastrophe wartet um die Ecke oder mutierte Laborraten planen, die Weltherrschaft an sich zu reißen und die Menschheit für wissenschaftliche Experimente zu missbrauchen.

Jeden einzelnen Tag gibt es in Horrornachrichten.

Das liegt jedoch nicht daran, dass die Welt ein gefährlicherer Ort geworden ist, sondern daran, dass schlechte Nachrichten die besseren Schlagzeilen abgeben.

Die letzten 70 Jahre waren im Vergleich zu der restlichen menschlichen Geschichte so gewaltlos und friedvoll wie nie zuvor.1

Im Mittelalter waren Krieg und Gewalt in Europa nicht außergewöhnlich, sondern so alltäglich wie ein Seitensprung bei Hollywood-Pärchen.

Obwohl unserer Planet überbevölkert ist und die Ressourcen sehr ungerecht verteilt sind, kommen die meisten mehr oder weniger friedvoll miteinander aus.

Die größten Konflikte zwischen Deutschland und Spanien spielen sich heutzutage auf dem Fußballplatz ab. Oder morgens um acht, wenn Dieter in Sandalen und Socken mit seinem Hotelhandtuch die Liege am Pool in Mallorca für sich beanspruchen will.

Noch ist Dieter nicht da …

Die Welt ist ein weitaus sichererer Ort, als die Medien uns weismachen wollen. Und genau deshalb sollte dir ein Großteil der Nachrichten am Arsch vorbeigehen.

Ich verzichte zum Beispiel seit über drei Jahren auf jegliche Form von Nachrichten. Trotzdem habe ich nichts Wichtiges verpasst.

3. Was andere erreicht haben

Deine Freundin Susi hat drei Kinder, du keines.

Dein Kumpel Andreas fährt den neuen Audi A8, du nur einen verrosteten Golf.

Dein Nachbar ist Abteilungsleiter in einem internationalen Konzern, du bist Kellner beim Italiener um die Ecke.

Anchu Kögl war in über 50 Ländern, du warst in der neunten Klasse mal ein Wochenende in Paris.

Es sollte dir scheiß egal sein, was andere in ihrem Leben erreicht haben. Es wird immer jemanden geben, der mehr Geld verdient als du, der mehr gereist ist, der mehr Sexpartner hatte, der eine exklusivere Uhr besitzt, der besser aussieht, der mehr Instagram-Follower hat oder dessen Partner attraktiver als deiner ist.

Und das ist OK.

Höre auf, dich zu vergleichen. Konzentriere dich stattdessen auf deine Stärken, auf deine Träume und auf das, was du schon erreicht hast.

P.S. Fick dich, falls du mehr Instagram-Follower hast als ich.

4. Motivation und Inspiration

Die meisten Menschen warten auf Motivation und Inspiration, anstatt einfach mal anzufangen.

Manche Menschen warten auf die eine große Geschäftsidee, die die Welt verändern wird. Andere fangen einfach mit einer mittelmäßigen Idee an und werden damit erfolgreich.

Manche Menschen warten auf den inneren Antrieb, um endlich ins Fitnessstudio zu gehen. Andere gehen einfach jeden Montag, Mittwoch und Freitag.

Manche Menschen warten darauf, dass sie endlich mal den Mut haben, ihren Arbeitskollegen nach einem Date zu fragen. Andere machen es einfach.

Motivation und Inspiration erscheint häufig erst, nachdem wir etwas angefangen haben, selten vorher.

Das ist auch der große Unterschied zwischen Amateuren und Profis. Amateure warten auf Motivation und Inspiration, Profis fangen einfach an. Die meisten Künstler, Schriftsteller, Profisportler und Topmanager fragen sich nicht, ob sie gerade Lust haben oder inspiriert sind – sie machen einfach.

Ich werde häufig gefragt, woher ich meine Inspiration zum Schreiben nehme. Meine Antwort ist immer dieselbe: Ich setze mich an meinen Rechner und fange an zu schreiben.

Es ist mir egal, ob ich müde bin, uninspiriert, traurig, es regnet oder ich schlecht geschlafen habe. Ich setze mich hin und fange an zu schreiben. Und in den allermeisten Fällen kommt auch irgendwann die Motivation und die Inspiration.

In über vier Jahren ist es mir erst drei oder vier Mal passiert, dass ich gar nichts schreiben konnte, obwohl ich es probiert habe.

Würde ich nur an den Tagen schreiben, an denen ich inspiriert bin, würde ich pro Jahr zweieinhalb Artikel schreiben – wenn überhaupt.

Motivation und Inspiration sollte dir am Arsch vorbeigehen. Konzentriere dich stattdessen auf deine Disziplin.

5. Gesellschaftliche Erwartungen

Jeder Mensch steht vor dem Dilemma, individuell zu sein und trotzdem zu einer sozialen Gruppe zu gehören.

Zum einen möchtest du dich also von anderen unterscheiden und etwas Besonderes sein. Zum anderen willst du aber auch dazugehören und möchtest, dass andere dich so akzeptieren, wie du bist.

Dieses Phänomen führt dazu, dass sich jede Gesellschaft aus verschiedenen Subkulturen zusammensetzt: Start-Up-Unternehmer, Studenten, Weltreisende, alleinerziehende Eltern, Punks, Spitzensportler, Künstler, Topmanager, Otto-Normal-Verbraucher oder Aussteiger – um nur einige zu nennen.

So gut wie jeder von uns ist Teil einer oder mehrerer Subkulturen. Und jede dieser Subkulturen stellt gewisse Erwartungen an ihre Angehörigen.

Selbst wenn du ein Punk bist und angeblich auf alles einen Fick gibst, lasten Erwartungen auf dir. Erwartungen an dein Aussehen, an dein Verhalten, an deine Einstellung. Du kannst nicht einfach morgens im Hemd ankommen, keinen Alkohol mehr trinken und den anderen erklären, dass du jetzt für ein Eigenheim sparst und Delfine retten möchtest.

Probleme entstehen, wenn wir unsere eigene Integrität verletzen und unsere Bedürfnisse vernachlässigen, um den Erwartungen einer bestimmten Subkultur zu entsprechen.

  • Wenn du dein Privatleben opferst, um viel Geld zu verdienen, nur weil es deine Freunde auch tun.
  • Wenn du Jura studierst, nur um den Erwartungen deiner Eltern gerecht zu werden.
  • Wenn du nach deinem Abitur eine Weltreise machst, weil es alle deine Klassenkameraden tun.
  • Wenn du heiratest, weil es bei dir im Dorf jeder macht.
  • Wenn du auf Kinder verzichtest, weil all deine Bekannten auch kinderlos sind.

Anstatt um jeden Preis den Erwartungen anderer zu entsprechen, solltest du dich auf deine eigenen Werte und Ziele konzentrieren. Das Umfeld, das zu dir passt, wird sich dann von allein ergeben.

Lebe nach deinen eigenen Werten und Vorstellungen, nicht nach denen anderer.

Müssen vs. können

Die meisten Dinge, die wir glauben tun zu müssen, sind selbstaufgelegte Ketten. Das ist uns jedoch kaum bewusst, da wir sie nie hinterfragen.

Was glaubst du fälschlicherweise tun zu müssen?

  • Du musst Karriere machen? Was passiert, wenn du es nicht tust?
  • Du musst es deinen Eltern und Bekannten recht machen? Was passiert, wenn du es nicht tust?
  • Du musst nett und freundlich sein? Was passiert, wenn du es nicht tust?
  • Du musst eine Liebesbeziehung führen? Was passiert, wenn du es nicht tust?
  • Du musst dich humorvoll und interessant geben? Was passiert, wenn du es nicht tust?
  • Du musst Diät machen und Sport treiben? Was passiert, wenn du es nicht tust?

Du solltest immer wieder überprüfen, was du wirklich möchtest und was du glaubst, tun zu müssen.

Wenn du zu lange nur Dinge tust, die du tun musst, glaubst du irgendwann, dass du sie auch tun möchtest. Und das ist eine traurige Verwechslung.

Scheiß drauf!

Ist dir schon mal aufgefallen, dass dein Leben besser verläuft, wenn du öfters Mal Scheiß drauf sagst?

Scheiß auf die Meinung anderer, auf negative Gedanken, auf die Angst und auf all die Kleinigkeiten, die nicht wirklich wichtig sind.

Weil dein Leben besser wird, wenn du öfters mal einen Scheiß gibst, habe ich den Ratgeber Mindset geschrieben. 

Darin erfährst du, wie du besser mit negativen Gedanken und Gefühlen umgehst, dich weniger mit anderen vergleichst und innerlich stärker wirst. 

Du kannst ihn dir hier kostenlos herunter laden:

7 Erkenntnisse, die mein Leben radikal verändert haben

Verändere auch du dein LebenDas Leben ist manchmal wunderschön. Und manchmal richtig beschissen.

Die schönen Momente sollten wir genießen.

Die schlechten annehmen.

Und die richtig schlechten überleben.

In den letzten Jahren habe ich viel erlebt. Ich war in über 50 Ländern. Ich hatte eine Lebenskrise. Ich habe einen geliebten Menschen verloren. Ich habe Drogen konsumiert. Ich habe mich selbstständig gemacht.

Diese Erfahrungen haben mich 7 wichtige Erkenntnisse über das Leben gelehrt. Und diese 7 Erkenntnisse haben mein Leben verändert.

Vielleicht verändern sie auch dein Leben …

1. Glaube nicht alles, was du denkst

Hast du schon mal solche Gedanken gehabt?

  • Ich habe das nicht verdient!
  • Ich schaffe das nicht.
  • Alle anderen sind intelligenter, attraktiver und erfolgreicher als ich.
  • Noch nicht mal mein eigener Hamster kann mich leiden!
  • Ich bin ein totaler Versager.

Solche Gedanken rauben uns jegliche Energie, Lebensfreude und Selbstvertrauen.

Auch in meinem Kopf schwirren ab und an diese blödsinnigen Gedanken herum. Doch ich habe etwas sehr wichtiges über meine Gedankenwelt gelernt:

Ich glaube nicht alles, was ich denke!

Wir sind nicht unsere Gedanken. Höre also auf, dich mit ihnen zu identifizieren und glaube ihnen nicht alles.

Betrachte deine Gedanken wie die Meinungen anderer. Sie können stimmen, sie können dir weiterhelfen, sie können interessant sein.

Genauso gut können sie aber falsch sein, dir nicht weiterhelfen oder schlichtweg Bullshit sein.

Wenn du das nächste Mal negative Gedanken hast, glaube ihnen nicht. Es sind nur Gedanken, keine Fakten.

(Übrigens kann dich auch positives Denken unglücklich machen. Warum erfährst du in diesem Artikel: Warum dich positives Denken unglücklich macht.)

2. Auch das wird vorbeigehen

Der Buddhismus erinnert uns daran, dass nichts permanent ist.

Ähnlich sah es der griechische Philosoph Heraklit vor über 2500 Jahren, als er die Worte behauptete, dass alles fließt (Panta rhei). Diese zwei Wörter habe ich mir übrigens auf meinen rechten Unterarm tätowiert.

Egal, ob es dir richtig beschissen geht oder du den besten Tag deines Lebens hast, erinnere dich daran: Auch dies wird vorübergehen.

Nichts ist für immer. Nichts ist sicher. Nichts bleibt so wie es ist.

3. Sieh das große Ganze

Häufig fühlen wir uns schlecht und verlieren uns in negativen Gedanken und Gefühlen, weil wir uns auf Kleinigkeiten konzentrieren.

  • Du hast eine Schramme in dein neues Auto gefahren?
  • Du hast vor kurzem einen attraktiven Menschen kennengelernt, doch er meldet sich nicht?
  • Du hast das Gefühl, deine Brüste sind zu klein?
  • Du bist noch nicht da, wo du im Leben gerne wärst?
  • Dein Arbeitskollege war heute respektlos und unhöflich zu dir?
  • Dir ist dein 900€ Smartphone heruntergefallen und das Display ist kaputtgegangen?
  • Du bist beim Sex mit deiner Freundin nach zwei Minuten gekommen?

Dann zoome raus und betrachte die Dinge mit Abstand.

Wie wichtig sind diese Kleinigkeiten, wenn du dein Leben als Ganzes betrachtest?

Bist du gesund? Hast du ein Dach über dem Kopf? Gibt es Menschen, die dich lieben und für die du wichtig bist? Bist du generell zufrieden?

99% deiner Probleme und Sorgen verschwinden, wenn du sie in Relation zu deinem Leben als Ganzes betrachtest.

Also, ignoriere sie. Gib den Dingen nicht mehr Bedeutung als sie verdienen.

P.S. Deine Brüste sind genau richtig, so wie sie sind.

P.P.S. Auch ein 2-Minuten-Quickie kann toll sein (Dein Sexleben sollte nur nicht ausschließlich aus Quickies bestehen).

4. Loslassen, loslassen, loslassen

Gewisse Dinge laufen eben im Leben nicht so, wie wir sie uns wünschen.

Sorry, das ist totaler Bullshit …

Die meisten Dinge laufen im Leben nicht so, wie wir sie uns vorstellen.

Dein Ex-Partner verlässt dich, weil du zu laut und zu oft gefurzt hast, du hast nicht die Figur eines Fitnessmodels, ein weltberühmter Rockstar bist du auch nicht geworden und dein Arbeitskollege verdient mehr als du, obwohl er nichts macht, außer dreimalkluge Sprüche zu reißen.

Die Lösung? Loslassen und ignorieren.

Kaum etwas wird dein Leben mehr verbessern, als loszulassen. Erwartungen, Hoffnungen, Träume, Menschen, Dinge, das Leben. Lasse los und du wirst freier und glücklicher.

(Was dich vom Loslassen abhält und wie du endlich loslassen kannst, erfährst du in diesem Artikel.)

5. Disziplin

In unser Gesellschaft dreht sich Vieles um Genuss und Spaß. Und das ist ein Problem.

Fastfood, Drogen, Alkohol, Prokrastination. Viele der Dinge, durch die wir uns jetzt gut fühlen, schaden uns langfristig.

In diesem Augenblick würde es mir mehr Spaß machen, lustige Katzenvideos auf Youtube anzuschauen, einen Blowjob zu bekommen oder ein Eis zu essen, anstatt diesen Artikel zu schreiben.

Doch das Schreiben dieses Artikels trägt langfristig mehr zu meiner Zufriedenheit bei als die anderen Dinge.

Durch Disziplin können wir auf kurzfristigen Genuss verzichten, um langfristig an unseren Zielen zu arbeiten. Und das macht uns zufriedener.

Mehr zu Thema Disziplin in diesem Artikel.

6. Je weniger Anerkennung du brauchst, desto mehr bekommst du sie

Wir alle brauchen Anerkennung von anderen. Das Paradoxe daran ist: Je weniger du auf Anerkennung angewiesen bist, desto mehr bekommst du sie.

Selbstsichere Menschen, die ihr Ding machen, die authentisch sind (was auch immer das heißen mag), die Klartext reden und die einen Scheiß auf die Meinung anderer geben, bekommen Anerkennung.

Unsichere Menschen, die sich verbiegen, die es jedem Recht machen wollen, die keine eigenen Meinung haben und die den Meinungen anderer viel zu viel Wert beimessen, bekommen sie nicht – obwohl sie alles dafür tun.

(In diesem Artikel erfährst du, wie du dein Selbstwertgefühl stärken kannst.)

7. Du entscheidest, wie du auf die Umstände reagierst

Die meisten Menschen versuchen, Probleme, Enttäuschungen und unangenehme Erfahrungen zu vermeiden. Das funktioniert natürlich nicht.

Du kannst das Leben nicht kontrollieren. Doch du kannst kontrollieren, wie du auf die Ereignisse in deinem Leben reagierst. Und das verändert alles.

Nehmen wir an, dein Partner hat dich verlassen. Ein mieses Gefühl, ja. Doch trotz allem Schmerz und trotz aller Enttäuschung kannst du entscheiden, wie du reagierst.

Du kannst in Selbstmitleid versinken und dir einreden, dass du nie wieder einen Partner finden wirst. Oder du nimmst deinen Liebeskummer an, machst etwas dagegen und gibst deinem Leben eine neue Perspektive.

Nicht die Umstände bestimmen dein Leben. Sondern wie du auf sie reagierst.

Gefällt dir, was du liest? Dann hole dir mein neues Buch: Scheiß drauf! – Ein ungewöhnlicher Ratgeber für ein besseres Leben. Du wirst es lieben!

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Das Leben ist ein Geben und Nehmen

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7 klare Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest

Wann sollte man eine Beziehung beenden?

Diese Frage ist in manchen Fällen schwieriger zu beantworten als die letzte Frage bei „Wer wird Millionär.“

Es gibt Beziehungen, die größtenteils aus Drama, Spielchen und emotionalem Auf und Ab bestehen. Beziehungen, in denen Liebe, Wertschätzung, Zärtlichkeit und Sex so selten vorkommen wie Ehrlichkeit bei einem Gebrauchtwagenhändler.

Hier heißt es Abschied nehmen. Die Beziehung beenden. Am besten gestern.

Es gibt aber auch Beziehungen, die basieren auf gegenseitiger Wertschätzung, auf gemeinsamen Zielen und auf Liebe. Beziehungen, in denen alles passt. Sie bieten uns Sicherheit und Halt, gleichzeitig lassen sie uns genug Freiraum, um uns persönlich zu entfalten.

Hier heißt es bleiben. Genießen, lieben, leben. Am besten für immer.

Da die Dinge jedoch selten schwarz oder weiß sind, gibt es auch Beziehungen, die sich irgendwo dazwischen befinden.

Beziehungen, in denen es zwar schöne Momente gibt, aber auch Zeiten, in denen wir den Partner hassen und es bereuen, diesen Menschen jemals in unser Leben gelassen zu haben.

Oder vielleicht war die Beziehung früher traumhaft, doch wir haben uns verändert. Vielleicht haben wir andere Ziele als unser Partner, andere Vorstellung von der Zukunft, andere Bedürfnisse. Und jetzt passt die Beziehung nicht mehr ganz.

Hier stellt sich die große Frage: Wann sollte man eine Beziehung beenden und wann lohnt es sich, für die Beziehung zu kämpfen?

Vor- und Nachteile abzuwägen funktioniert in diesen Fällen kaum. Schließlich ist eine Beziehung kein Autokauf, bei dem wir verschiedene Modelle anhand von Fakten und Preisen vergleichen können.

Doch das soll nicht heißen, dass es nicht einige Anzeichen dafür gibt, wann du eine Beziehung besser beenden solltest und wann es sich lohnt, weiterzumachen.

In diesem Artikel wirst du sieben dieser Anzeichen erfahren. Doch vorher werde ich noch auf das Thema Liebe eingehen.

Wann solltest du eine Beziehung beenden? Die Sache mit der Liebe

Das Fundament einer Beziehung sollte Liebe sein. Zugegeben, für den Satz bekomme ich weder einen Nobelpreis noch wird er mich berühmt machen. Doch zu viele Menschen führen eine Beziehung aus anderen Gründen als aus Liebe.

Du fragst dich gerade, welche Gründen das sind? Hier ist eine kleine Auswahl:

  • Wir können nicht alleine sein.
  • Wir haben schon sehr viel in die Beziehung investiert.
  • Es ist bequem (wir haben uns an den Partner gewöhnt).
  • Wir bringen es nicht über das Herz, den anderen zu verlassen.
  • Wir haben gemeinsame Kinder, ein Haus, führen ein Geschäft zusammen, etc.
  • Wir sind finanziell abhängig.

beziehung beenden wann beziehung beendenFalls du deinen Partner nicht mehr liebst und nur noch aus den eben erwähnten oder ähnlichen Gründen eine mit ihm Beziehung führst, solltest du die Beziehung beenden – wenn es irgendwie möglich ist.

Warum? Weil dein Partner Besseres verdient hat – und du ebenfalls.

Doch Achtung! Verwechsle Liebe nicht mit dem Verliebtsein. Nur weil du keine Schmetterlinge mehr im Bauch hast, heißt das nicht, dass du deinen Partner nicht mehr liebst.

Das Verliebtsein und die erwachsene Liebe sind zwei verschiedene Dinge. Mehr dazu erfährst du in diesem Artikel: Was ist Liebe?

Kommen wir jetzt aber zu dem spannenden Teil. Eine Beziehung zu beenden, weil man den Partner nicht mehr liebt, ist fast immer sinnvoll. Ich denke, da stimmst du mir zu.

Im Umkehrschluss heißt das jedoch noch lange nicht, dass wir eine Beziehung nicht beenden sollten, nur weil wir unseren Partner lieben. Und das ist der springende Punkt.

Ja, Liebe ist das Fundament einer Beziehung. Doch genau so, wie ein Haus mehr als ein Fundament braucht, braucht eine Beziehung mehr als Liebe.

Wenn zwei Menschen zu verschieden sind, völlig andere Werte und Ziele haben, nicht bereit sind, auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen oder sich nicht gut tun, bringt auch die Liebe nicht viel. Im Gegenteil: Sie macht das Beenden der Beziehung nur noch komplizierter.

Liebe ist ein guter Indikator für eine erfüllende Beziehung, jedoch nicht der einzige. Eine Beziehung kann ungesund sein oder nicht funktionieren, obwohl sich die Partner lieben. Leider.

Falls du dich also gerade fragst, ob du deine Beziehung beenden solltest oder nicht, sollte Liebe nicht die einzige Grundlage deiner Entscheidung sein. Denn in manchen Fällen ist es besser, die Beziehung zu beenden, obwohl ihr euch noch liebt.

Wenn Liebe jedoch kein verlässlicher Indikator dafür ist, dass wir die Beziehung weiterführen sollten, was ist es dann?

7 Anzeichen, dass du deine Beziehung beenden solltest

Letztendlich kannst nur du entscheiden, wann du eine Beziehung beenden solltest. Doch es gibt sieben klare Anzeichen, die dir bei deiner Entscheidung helfen können.

(Die 7 Anzeichen kannst du dir auch in diesem Video anschauen.)

1. Werden deine Bedürfnisse in der Beziehung erfüllt?

Es ist wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen emotionalen Bedürfnisse zu erfüllen und unser Glück nicht von unserem Partner abhängig machen. Doch in eine Beziehung sollten unsere Grundbedürfnisse nach Nähe, Zärtlichkeit, Liebe, Sicherheit, Sex oder Ähnlichem erfüllt werden.

Die meisten Menschen haben zwar ähnliche Bedürfnisse in einer Beziehung, doch oft andere Prioritäten.

Für den einen ist Sicherheit vielleicht das Wichtigste, während der andere mindestens drei Mal pro Woche einen Kuschelabend braucht.

Falls deine Beziehung deine wichtigsten Bedürfnisse nicht oder nicht zufriedenstellend erfüllt, ist das kein gutes Zeichen.

Klar besteht eine Beziehung immer aus Kompromissen, doch wenn sie unsere grundlegenden Bedürfnisse nicht erfüllt, steht es um die Beziehung schlechter als um die Wirtschaft in Griechenland.

2. Kannst du deinen Partner so akzeptieren, wie er ist?

Leider ist es so, dass weder unsere Liebe noch unser gutes Zureden einen Menschen verändern werden. Ein Mensch ändert sich erst, wenn er das will. Das ist eine Erkenntnis, für die auch ich laaaaaaange gebraucht habe und die mir auch heute noch schwer fällt zu akzeptieren.

Zu erwarten, dass sich der Partner ändert, ist deshalb keine gute Ausgangslage für eine Beziehung. Erst wenn wir den Partner so akzeptieren und lieben wie er ist, kann die Beziehung dauerhaft funktionieren. Du gehst schließlich auch nicht zum Italiener und erwartest, dass er dir eine gute Schweinshaxe zubereitet.

Es ist toll, wenn sich unser Partner positiv verändert und entwickelt. Wir sollten dies jedoch nicht von ihm erwarten.

Einer der besten Indikatoren für Kompatibilität zwischen zwei Menschen ist deshalb, wie gut sie die Schwächen des anderen akzeptieren können.

Falls du vollkommen OK mit den Schwächen und den Schattenseiten deines Partners bist, ist das ein verdammt gutes Anzeichen.

3. Habt ihr gemeinsame Ziele und Werte?

Eines der wichtigsten Dinge in einer Beziehung ist, dass du und dein Partner ähnliche Werte und Ziele habt.

Eine Beziehung wird verdammt kompliziert, wenn ihr im Leben völlig andere Richtungen einschlagt und euch andere Dinge wichtig sind. Und nein, damit meine ich jetzt nicht, dass du lieber schnulzige Liebeskomödien schaust und dein Partner eher Thriller.

Nehmen wir an, dass du ein konservativer Mensch bist, dem Sicherheit sehr wichtig ist. Dein Partner ist jedoch ein freiheitsliebender Abenteurer.

Während du das Ziel hast, möglichst schnell ein Häuschen im Grünen mit kleinem Gemüsegarten und blauem Gartenzaun zu kaufen, möchte dein Partner alles stehen und liegen lassen und so lange um die Welt reisen, bis das Geld ausgeht.

Zugegeben, ich habe gerade ein wenig stark in die Stereotypenkiste gegriffen, doch ich denke, du verstehst den Punkt.

Wenn zwei Menschen sehr verschieden sind, wird eine Beziehung zu einem wackeligen Drahtseilakt, bei dem beide Partner viele Kompromisse eingehen müssen. Und manchmal sind es zu viele.

4. Sexuelle Anziehung

Fühlst du dich zu deinem Partner noch sexuell hingezogen?

Nein, ihr müsst nicht fünf Mal am Tag Sex haben, wie in den ersten Monaten des Kennenlernens, als ihr kaum die Finger voneinander lassen konntet und ein Quickie auf dem Küchenfußboden genauso alltäglich war wie das romantische Liebemachen.

Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass regelmäßiger Sex zu einer erfüllenden Beziehung dazu gehört – zumindest für die allermeisten Menschen.

Fühlst du dich sexuell gar nicht mehr zu deinem Partner hingezogen oder geht ihr seltener zusammen ins Bett als Jugendliche in die Kirche, ist das ein ziemlich schlechtes Zeichen. Außer ihr seid beide über 80 Jahre alt.

5. Gibt dir deine Beziehung Energie oder raubt sie dir Energie?

Unser Leben wird immer hektischer, anspruchsvoller und stressiger.

Bei der Arbeit wird von uns Höchstleistung, Durchsetzungsvermögen und Kreativität gefordert. Nach der Arbeit wollen wir dann zu Sprach- oder veganen Kochkursen, zur Bachata-Stunde oder ins Fitnessstudio. Und am Wochenende wollen wir was Besonderes erleben, um danach interessante Fotos auf Instagram und Facebook zu posten und Menschen zu beeindrucken, die wir nicht wirklich kennen.

Im Idealfall gibt uns eine Beziehung Energie und bietet uns Sicherheit und Halt. Doch in vielen Beziehungen, die ihren Zenit schon lange überschritten haben, ist genau das Gegenteil der Fall.

Jede Beziehung durchläuft bessere und schlechtere Phasen. Doch falls dir deine Beziehung dauerhaft mehr Energie nimmt, als sie dir Energie gibt, solltest du sie beenden.

Ein guter Indikator hierfür: Freust du dich deinen Partner wiederzusehen und bist du gerne mit ihm zusammen oder nicht?

6. Würdest du gehen, wenn es einfach wäre?

Eine Trennung ist selten einfach. Es schmerzt und es tut höllisch weh. Man muss es den Freunden, den Arbeitskollegen und der Familie erklären. Vielleicht hat man auch zusammen gewohnt und muss ausziehen, die Sachen packen, die gemeinsamen Fotos von der Wand nehmen.

All diese Hindernisse führen manchmal dazu, dass wir eine Beziehung nicht beenden, obwohl wir mit der Beziehung unzufriedener sind als ein Strassenmusiker mit seinem Einkommen.

Deshalb die Frage an dich:

Würdest du deinen Partner verlassen, wenn es einfach wäre, wenn keiner etwas dagegen hätte, wenn dich keiner kritisieren würde?

Wenn deine Antwort ja ist, dann solltest du deine Beziehung beenden. Sofort.

beziehung beenden wann beziehung beenden

7. Verlangt deine Beziehung zu große Kompromisse?

Jede Beziehung verlangt von uns gewisse Kompromisse. Vielleicht geht unser Partner früher als wir ins Bett. Vielleicht mag er Sex in einer ganz besonderen Stellung. Vielleicht er möchte er jeden Samstag unbedingt mit uns vegan brunchen gehen.

Diese und ähnliche Kompromisse einzugehen ist ein Tribut an die Beziehung und an die Liebe. Und das ist OK.

Problematisch wird es, wenn wir für unsere Beziehung unsere Träume aufgeben müssen oder unsere Integrität verletzen:

  • Wenn es dein Lebenstraum ist, in die USA auszuwandern, doch dein Partner nicht mitmacht.
  • Wenn du dir unbedingt Kinder wünschst, dein Partner jedoch nicht.
  • Wenn du für deinen Partner auf deinen Traumjob verzichtest.

Ich behaupte nicht, dass es sich für die wahre Liebe nicht lohnt, auf Vieles zu verzichten. Doch die wichtige Frage ist: Auf wie viel?

Das kannst letztendlich nur du entscheiden. Mache dir jedoch bewusst, dass eine erfüllende Beziehung zwar wichtig ist, es im Leben jedoch noch viele andere bedeutsame Dinge gibt.

Wenn eine Beziehung zu viele Kompromisse von dir verlangt, ist sie wahrscheinlich nicht die richtige für dich.

Wann solltest du eine Beziehung beenden? Die alles entscheidende Frage

Liebe, gemeinsame Ziele und Werte, Kompromissbereitschaft, sexuelle Anziehung, Akzeptanz des anderen – all das sind Indikatoren, die dir zeigen können, wie es um deine Beziehung steht.

Doch letztendlich zielen all diese Punkte auf eine einzige Frage hin:

Geht es dir mit der Beziehung besser oder schlechter?

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Was ist Liebe wirklich?

3 Wahrheiten über Lieben & Verliebtsein

Wir reden viel über die Liebe. Wir sehnen uns danach. Wir leiden wegen ihr.

Doch was ist Liebe überhaupt? Und was genau bedeutet es, wirklich und wahrhaftig zu lieben?

Liebe ist wunderschön. Sie ist verbindend, inspirierend, heilend und letztendlich ist sie das, was uns Menschen zusammenhält.

Doch müsste ich die Frage „Was ist Liebe?“ mit einem Wort beantworten, würde meine Antwort „kompliziert“ lauten.

Wenn es bloß so einfach wäre, wie es uns kitschige Lieder, Romane und Filme weismachen wollen, dann würden nicht so verdammt viele Beziehungen den Bach runter gehen.

Nicht nur vermeintliche Traumpaare wie Brad Pitt und Angelina Jolie oder Barbie und Ken trennen sich. Das Beziehungs-Aus kann jeden treffen. Selbst Psychologen, Beziehungsexperten und Paartherapeuten – also Menschen, die sich beruflich mit dem Thema beschäftigen und sich damit auskennen – werden von Trennungen nicht verschont.

Dass so viele Beziehungen scheitern, liegt vor allem daran, dass wir falsche Vorstellungen davon haben, was wahre Liebe ist, was sie bedeutet und was wir von ihr erwarten können. Und genau darum geht es in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis:

Bist du gerade lesefaul? Hier sind die wichtigsten Punkte des Artikels als Video:

Was ist Liebe? Liebe vs. Verliebtsein

Viele Menschen verwechseln das Verliebtsein mit Liebe. Doch diese beiden Dinge haben in etwa so viel gemeinsam wie ein romantischer Liebesfilm und ein Porno.

Sicher, es gibt kaum ein schöneres Gefühl, als verliebt zu sein.

Wenn wir frisch verliebt sind, sind wir in einem dauerhaften Glückszustand, sind energiegeladen und plötzlich macht alles Spaß, selbst das Anstehen vor dem nach Bier stinkenden Pfandgutautomaten im Supermarkt.

Doch das Verliebtsein und das Gefühl von Liebe unterscheiden sich deutlich voneinander.2

Was bedeutet Liebe wirklich?

Die Phase des Verliebtseins dauert im Durchschnitt zwischen sechs Monaten und drei Jahren an. Zwar ist das Verliebtsein selbst kein Gefühl, doch es führt dazu, dass wir andere Gefühle stärker oder schwächer wahrnehmen.3

In der Verliebtseinsphase sind wir stark auf den Partner und die Beziehung fixiert. Wir haben das Gefühl, unseren Seelenverwandten gefunden zu haben und können partout keine Schwächen an ihm sehen. Unser Partner scheint so perfekt zu sein, dass selbst seine Fürze für uns nach Chanel Nr. 5 riechen.

Das Gefühl des Verliebtseins ist sicherlich eines der schönsten Gefühle, die es gibt. Kein Wunder, dass Menschen danach süchtig werden können.4

Was bedeutet Liebe? Das Problem mit dem Verliebtsein

Das Problem an der Geschichte ist, dass viele Menschen das Verliebtsein mit Liebe verwechseln.

Neigt sich die Verliebtseinsphase dann dem Ende, glauben sie, dass es mit der Beziehung den Bach runter geht.

„Oh nein, wenn ich meinen Partner nach einem langen Arbeitstag abends wiedersehe, habe ich gar keine Schmetterlinge mehr im Bauch. Unsere Liebe ist erloschen! Es wird Zeit, dass ich Tinder wieder installiere. Und der eine Arbeitskollege scheint auch nicht uninteressiert zu sein …“

In Wahrheit ist die Liebe nicht erloschen. Die Beziehung geht jedoch in eine neue Phase über, in der die romantische Verliebtheit dem Gefühl von wahrer Nähe und Zusammengehörigkeit weicht.

Leider verstehen viele Menschen diesen Wandel nicht und beenden ihre Beziehung, um sich den nächsten Verliebtseins-Kick zu holen.

Sie lieben sichJa, verliebt zu sein ist ein schönes Gefühl und man fühlt sich während der Phase verdammt gut. Doch genauso wie das High nach ein paar Lines Koks ist auch das Verliebtseinsgefühl nicht von Dauer – auch wenn es deutlich länger anhält und um Einiges gesünder ist.

Mache dir bewusst, dass das Bild von einer lebenslangen romantischen Liebe vor allem eine Erfindung von Autoren und Filmproduzenten ist und nur selten die Realität widerspiegelt.

Wahre Liebe sieht in der Realität meistens weniger romantisch aus als es in Romanen oder Filmen dargestellt wird.

Lieben ohne verliebt zu sein ist somit nichts trauriges, sondern schlichtweg Realität.

Sicherlich gibt es Paare, die auch nach Jahrzehnten noch von dem Verliebtsein oder der großen Liebe sprechen. Doch viel häufiger sprechen sie von Vertrauen, Nähe, Respekt, Verständnis oder sehen den Partner als einen guten Wegbegleiter.

(Falls dich das ganze Thema interessiert, kannst du in diesem Artikel der Welt nachlesen, was Liebe in unserem Gehirn auslöst.)

Was ist Liebe wirklich? Liebe ist egoistisch!

Stellt man Menschen die Frage „Was ist Liebe?“ bekommt man häufig zu hören, dass wahre Liebe bedeutet, den anderen bedingungslos anzunehmen.

Bedingungslose Liebe – das ist die wahre Liebe…

Diese Aussage entspricht der romantische Vorstellung von Liebe. Doch die Realität sieht anders aus, denn Liebe ist bis zu einem gewissen Punkt auch egoistisch.

Diese Aussage mag dich schockieren und ich bin mir sicher, dass mir hier einige Menschen widersprechen werden. Lass mich diesen Punkt deshalb erklären, bevor du mir den Titel des unromantischsten Menschen des Jahres verleihst.

Sicherlich müssen wir in einer Beziehung und bei der Liebe gewisse Kompromisse eingehen. Doch jeder Mensch hat bestimmte Erwartungen und Vorstellung von einer Beziehung. Und nur so lange diese erfüllt sind, lieben wir unseren Partner.

Es gibt Ausnahmen, doch generell lieben wir einen Menschen nur so lange, wie er auch unsere Erwartungen und Bedürfnisse erfüllt.

In dem Moment, in dem unser Partner zum Beispiel unser Bedürfnis nach Vertrauen, Anerkennung, Sex, Zärtlichkeit, Sicherheit oder Ähnlichem nicht mehr erfüllt, schwindet meistens auch die Liebe.

Das ist weder verwerflich noch verwunderlich, sondern schlichtweg menschlich. Liebe besteht aus Erwartungen und dem Erfüllen dieser Erwartungen.

Bedingungslose Liebe ist vor allem ein romantische Wunschvorstellung.

Was ist bedingungslose Liebe? Eher eine romantische Wunschvorstellung

Bedingungslose Liebe

Nehmen wir zum Beispiel an, du verliebst dich in einen Menschen, weil er dir so gut zuhört, zärtlich und respektvoll ist, du mit ihm über alles sprechen kannst, er dich zum Lachen bringt und du mit ihm den besten Sex deines Lebens hast.

Nach einigen Jahren hat sich dieser Mensch nun geändert. Während du ihm etwas Wichtiges erzählst, tippt er lieber auf seinem Smartphone rum, Zärtlichkeit und Respekt kennt er nur noch aus dem Wörterbuch, wann ihr das letzte Mal zusammen gelacht habt, hast du vergessen und beim Sex ist es schon ein Höhepunkt, wenn sich dein Partner die Socken auszieht und das Ganze länger als fünf Minuten dauert.

Bedingungslose Liebe würde nun bedeuten, dass du ihn immer noch genauso liebst wie vorher.

Doch wie realistisch ist das?

Liebe und Bedürfnisse

Zu verstehen, dass bedingungslose Liebe mehr eine Wunschvorstellung als Realität ist, ist ein wichtiger Schritt zu besseren Beziehungen.

Denn je mehr zwei Partner auf ihre gegenseitigen Erwartungen eingehen, desto mehr Chance hat ihre Liebe.

  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass du einmal die Woche mit ihm zusammen joggen gehst, dann geht mit ihm joggen. Aber bitte tut es nicht im Partnerlook, das ist lächerlich.
  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass er dir alles erzählen kann, dann höre deinem Partner aufmerksam und verständnisvoll zu, ohne ihn zu verurteilen. Gebe ihm das Gefühl, dass er dir alles erzählen kann und du ein Ohr für ihn hast.
  • Wenn es deinem Partner wichtig ist, dass du auf dein Äußeres achtest, dann tue es. Kauf dir neue Klamotten, gehe zum Friseur und trenne dich von deinem geliebten Bier formte diesen schönen Körper T-Shirt.

Du sollst nichts tun, was gegen deine eigenen Werte verstößt. Auch musst du dich nicht vollkommen für die Wünsche deines Partner aufopfern, schließlich besteht jede Beziehungen aus Kompromissen.

Versuche jedoch, die Erwartungen deines Partners so gut wie möglich zu erfüllen, denn dadurch nährst du auch seine Liebe für dich.

Den Ausdruck „Ich tue es dir zu liebe“ gibt es schließlich nicht umsonst.

Nein, auch wahre Liebe kann nicht alles überwinden

Schon mal Folgendes gehört?:

Liebe kann alles!

Der wahren Liebe wird nachgesagt, dass sie alles überwindet. Sie versetzt Berge, verändert Menschen und für sie lohnt es sich, bis zum bitteren Ende zu kämpfen.

Diese romantische Einstellung schadet jedoch. Denn auch die große Liebe kann nicht alle Hürden überwinden.

Schon als sich mein Vater und meine Mutter kennengelernt haben, war mein Vater Alkoholiker. Er war selbstständig und erfolgreich, doch jeden Abend betrank er sich. Seine Sucht beeinflusste maßgeblich die Beziehung und das Familienleben. Lange Zeit hat jedoch meine Mutter nicht aufgegeben und geglaubt, dass mein Vater für sie das Trinken aufgeben würde. Wahre Liebe überwindet schließlich alles, richtig? Pustekuchen.

Bis zu seinem Tod im Jahr 2014 hat mein Vater täglich getrunken. Er hat weder für die Liebe meiner Mutter noch für die Liebe seiner eigenen Kinder mit dem Trinken aufgehört. Nach etlichen Krisen hat ihn meine Mutter dann verlassen. In den letzten Jahren seines Lebens war mein Vater einsam, depressiv und der Alkohol hat ihn zerfressen.

Das Ergebnis: Alkohol 1 – Liebe 0.

Wie stark kann Liebe sein? Stark, aber sie überwindet nicht alles

Was bedeutet es, wahrhaftig jemanden zu lieben?

Klar, Menschen mit einem Suchtproblem sind ein Fall für sich. Doch das ändert nichts an der Tatsache, dass sich ein Mensch erst ändert, wenn er das will – egal, wie sehr du ihn liebst.

Obwohl du es dir noch so sehr wünscht, du kannst einen anderen Menschen nicht ändern. Schreib dir das hinter die Ohren. Oder die modernere Variante: Lass es dir auf den Unterarm tätowieren.

Unerfüllte Liebe

Der Glaube, dass Liebe alles überwindet, führt auch dazu, dass Menschen jahrelang einem anderen Menschen hinterherrennen, der nicht an ihnen interessiert ist.

Sie hoffen, ihn mit ihrer Liebe anzustecken und ihn letztendlich doch zu erobern.

Klappt das manchmal? Ja. Aber äußerst selten.

Fragst du diesen einen Menschen, bei dem sich das jahrelange Kämpfen gelohnt hat, wird er dir sicherlich sagen:

„Zweifel nie an der wahren Liebe! Liebe überwindet alles!“

Dabei sollten wir jedoch nicht übersehen, dass auf den einen Menschen, bei dem sich das lange Kämpfen gelohnt hat, viele enttäuschte und einsame Frauen und Männer kommen, bei denen es sich nicht gelohnt hat. Und von diesen bekomme ich täglich eine Menge verzweifelter E-Mails …

Liebe kann Vieles bewirken und lässt Menschen außergewöhnliche Dinge tun. Doch Liebe überwindet nicht alles.

Zu hoffen, dass wir durch unsere Liebe einen Menschen verändern können oder jahrelang einem anderen Menschen hinterherzurennen ist so naiv wie zwei Wochen vor dem Sommerurlaub noch fünf Kilogramm abnehmen zu wollen.

Jemanden lieben, den man nicht haben kann, ist schrecklich

Liebe tut manchmal weh

Es gibt Menschen, die uns nicht gut tun, obwohl sie uns lieben. Und es gibt Menschen, die uns nicht lieben, obwohl wir sie lieben. Und deshalb müssen wir manchmal Nein zur Liebe sagen, um Ja zu uns selbst zu sagen.

Was ist Liebe? Eine Beziehung braucht mehr als Liebesgefühle!

Eine Beziehung braucht mehr als nur Liebe. Liebe ist die Grundlage, das Fundament, auf dem eine Beziehung steht. Doch Liebe reicht nicht aus. Zwei Partner brauchen auch ähnliche Werte und Ziele. Ansonsten wird das Zusammenleben kompliziert.

Zwei Beispiele:

  1. Nehmen wir an, dass du ein extrovertierter Mensch bist, der gerne auf Partys geht. Du genießt es, neue Menschen kennenzulernen und trinkst gerne ausgefallen Cocktails mit komplizierten Namen, die mehr Kosten als ein Gebrauchtwagen. Dein Partner hingegen ist ein introvertierter und ruhiger Mensch, der abends lieber zuhause bleibt und Brettspiele spielt oder sich die neusten Serien auf Netflix anschaut. Allein dieser eine Unterschied wird immer wieder zu Diskussionen, Differenzen und Problemen bei der Abendplanung führen und das Zusammenleben kompliziert machen.
  2. Sagen wir, dein größter Wunsch ist es, Kinder zu kriegen. Nichts wünschst du dir mehr, als mit deinem Partner eine Familie zu gründen und einen schicken „Baby an Bord“ Aufkleber an die Heckscheibe deines Autos zu kleben. Dein Partner hingegen hält rein gar nichts von Nachwuchs und das Letzte, was er will, ist Windeln zu wechseln und Kindergeburtstage zu organisieren.

Das Dilemma aus dem ersten Beispiel könntest du durch Kompromisse und Rücksichtnahme vielleicht noch lösen. Aber beim zweiten Beispiel wird es schwierig. Beide Menschen stehen vor einer sehr komplizierten Entscheidung:

Den eigenen Wunsch für die Liebe des Partners opfern oder an seinem eigenen Wunsch festhalten und den Partner verlassen?

Nehmen wir an, dass die beiden sich für die Liebe entscheiden und auf Kinder verzichten. Beide verdienen gut und da sie keine Kinder haben genießen sie das Leben in vollen Zügen. Sie reisen viel, gehen in die Oper und lernen auf schicken Jet-Set-Partys andere kinderlose Paare kennen.

Nach einigen Jahren wird der Mensch, der auf seinen Kinderwunsch verzichtet hat, jedoch immer unzufriedener. All die Reisen und all die schicken Jet-Set-Veranstaltungen reizen ihn nicht mehr. Er spürt seinen Wunsch nach einer Familie immer stärker.

Liebe ist die Grundlage einer Beziehung. Doch damit eine Beziehung funktioniert, braucht es mehr als nur Liebe.

Lieben heißt loslassen können

Ich habe die Fragen „Was ist Liebe?“ und „Was bedeutet Liebe?“ in diesem Artikel nicht eindeutig beantwortet.

Warum?

Weil du letztendlich selbst entscheiden musst, was Liebe für dich bedeutet.

Ich reise zum Beispiel seit mehrere Jahren um die Welt und habe keine festen Wohnsitz. Auch in meiner Kindheit bin ich mehrmals umgezogen. Es gibt somit keinen Ort auf dieser Welt, an dem ich mich wirklich Zuhause fühle. Für mich bedeutet Liebe deshalb auch, dass ich mich bei einer Frau Zuhause und geborgen fühle. Bei dir ist das vielleicht völlig anders.

Des Weiteren verändert sich unser Verständnis von Liebe auch meistens mit der Zeit und unseren Beziehungen.

Ein Teenager, der zum ersten Mal verliebt ist, wird nicht das gleiche Verständnis von Liebe haben wie ein Mensch, der seit über 40 Jahren verheiratet ist.

Doch ganz egal, was Liebe für dich bedeutet, du solltest sie loslassen.

Manchmal schwindet die Liebe. Manchmal wird sie nicht erwidert. Manchmal tut sie uns nicht gut. Und manchmal fühlt es sich an, als würde uns jemand das Herz aus der Brust reissen und es vor unseren Augen verspeisen.

Doch du kannst die Liebe nicht festhalten oder kontrollieren. Du kannst sie nur loslassen.

Und je mehr du die Liebe loslässt, je weniger Anforderungen du an die Liebe stellst und je mehr die Liebe sein darf, statt sein muss, desto mehr Liebe wirst du in deinem Leben erfahren.

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Partner finden: diese 3 merkwürdigen Gründe halten dich davon ab!

In diesem Artikel erfährst du 3 Gründe, dich davon abhalten, einen passenden Partner zu finden. Außerdem erfährst du ganz konkrete Tipps zur Partnersuche, so dass du den richtigen Partner anziehen kannst. 

Die Wahrheit ist: Die meisten Singles möchten einen Partner finden.

Zwar gibt durchaus glückliche Singles, doch letztendlich gibt es kaum etwas Schöneres als eine erfüllte Beziehung:

  • Gemeinsamens Frühstück im Bett.
  • Romantische Spaziergänge im Park.
  • Gemütliche Abende zusammen auf der Couch.
  • Peinliche Kosenamen.

Du weißt was ich meine, mein kleines Kuschelmonster.

Doch obwohl sich die meisten Singles eine Beziehung wünschen, fällt es vielen schwer, einen passenden Partner zu finden.

Einige haben das Problem, dass sie erst gar keine potenziellen Partner kennenlernen. Andere hingegen geraten immer wieder an die falschen Menschen und erleben eine herzzerreißende Enttäuschung nach der anderen.

Das führt dazu, dass immer mehr Singles ihr Glück beim Online-Dating versuchen (häufig erfolglos), viele Beziehungen kürzer sind als die Urlaubssaison auf Malle und nicht wenige Menschen sich mit dem Singledasein abgefunden haben.

Und das ist traurig.

Warum ist es so schwer einen Partner zu finden? Raus aus der Opferrolle!

Viele der Singles, die dauerhaft keinen Partner finden, schieben ihren Misserfolg anderen in die Schuhe und sehen sich als Opfer.

Sie behaupten Dinge wie:

  • Ich finde einfach keinen Partner, weil heutzutage doch sowie so alle beziehungsunfähig sind!
  • In meinem Alter ist es unmöglich noch einen Partner zu finden …
  • Wer will schon eine/n geschiedenen Frau/Mann mit zwei Kindern?!
  • Alle guten Männer/Frauen auf diesem Planeten sind vergeben …
  • Ich werde nie einen Partner finden!

Dann sind jedoch nichts als lahme Ausreden, denn die Sache ist viel simpler.

Egal, ob du jung oder alt, männlich oder weiblich bist: Falls du keinen Partner findest, hat das vor allem etwas mit dir zu tun.

Wenn sich das gerade wie eine Ohrfeige für dich anfühlt, dann hast du sie gebraucht. Gern geschehen.

Verstehe mich hier nicht falsch.

Sicherlich kann es mit höherem Alter oder in gewissen Lebenssituationen schwieriger sein einen Partner zu finden. Nach langer Beziehung einen neuen Partner zu finden ist zum Beispiel oft nicht einfach. 

Bestimmt sind auch manche Menschen beziehungsunfähig. Und sicherlich sind einige gute Männer und Frauen vergeben.

Doch all das bedeutet nicht, dass du keinen Partner finden kannst.

Dass du bei der Partnersuche keinen Erfolg hast, hat also andere Gründe.

Die drei häufigsten Gründe sind Folgende:

  1. Du hast ein falsches Bild von gesunder Anziehung.
  2. Du zeigst zu wenig Initiative.
  3. Du bist emotional Abhängig.

In diesem Artikel wirst du erfahren, was es mit jedem Punkt genau auf sich hat und warum dich diese drei Dinge davon abhalten, einen passenden Partner zu finden.

Problem #1 beim Partner finden: Ungesunde Anziehung

Viele Menschen glauben, dass je schneller und stärker sie sich zu jemandem hingezogen fühlen, desto besser dieser Mensch zu ihnen passt und desto stärker die Liebe ist. Doch das ist ein Trugschluss und eine schlechter Indikator für Kompatibilität.

Dass wir uns sofort nach dem ersten Kennenlernen sehr stark zu jemandem hingezogen fühlen oder uns Hals über Kopf in jemanden verlieben, ist häufig ein Anzeichen für ungesunde Anziehung.

Sind wir anfangs über beide Ohren in jemanden verliebt oder fühlen uns sehr stark zu jemandem hingezogen, sind wir häufig geblendet und sehen den anderen Menschen nicht wie er ist, sondern wie wir ihn sehen wollen.

Wir verlieben uns somit häufig nicht in einen Menschen, sondern in unsere Projektion von diesem Menschen. Wir biegen uns unser Gegenüber solange zurecht bis er unsere Phantasievorstellung des perfekten Partners erfüllt.

Ja, wir Menschen sind absolut spitze darin, uns selbst etwas vorzumachen.

Partner finden

Lernen wir jedoch einen Menschen kennen, für den wir nicht sofort Feuer und Flamme sind, können wir seine Werte, seine Persönlichkeit und seine Einstellung neutraler betrachten und besser abwägen, ob dieser Mensch gut zu uns passt.

Das mag so romantisch klingen wie ein Candle-Light-Dinner bei McDonalds, doch diese Dinge sind verdammt wichtig, wenn wir den richtigen Partner finden wollen.

Wie finde ich den richtigen Partner fürs Leben? In dem du es langsam angehen lässt!

Liebevolle, gesunde und langfristig leidenschaftliche Beziehungen fangen oft langsamer an.

Es herrscht anfangs kein Feuerwerk der Gefühle. Es fühlt sich zu erst nicht wie die große Liebe an. Und nicht alle unsere Gedanken drehen sich unaufhörlich darum, wie verdammt sexy, toll und perfekt unser Partner ist.

Die Frauen, die von ihren Werten und ihrer Einstellung am besten zu mir gepasst haben und mit denen ich die schönsten Beziehungen hatte, haben mich anfangs selten vom Hocker gehauen.

Es waren nicht die Frauen, bei denen ich nach dem ersten Kennenlernen, dem ersten Date oder dem ersten Sex dachte, dass es absolute Traumfrauen waren.

Es dauerte eine gewisse Zeit, bis ich mich stark zu ihnen hingezogen fühlte, bis Gefühle zwischen uns entstanden und bis mir auffiel, wie gut wir zueinander passen und wie gerne ich meine Zeit mit ihnen verbringe.

Große Anziehung bedeutet nicht gleich große Kompatibilität

Wir lassen uns häufig auf die Menschen ein, von denen wir uns am meisten angezogen fühlen und hoffen, dass früher oder später mal jemand dabei ist, der einen guten Partner abgibt.

  • Jemand, der ehrlich, loyal und liebevoll ist.
  • Jemand, der uns gut behandelt.
  • Jemand, der uns so annimmt, wie wir sind.

Leider ist das eher selten der Fall.

Es ist toll, wenn wir uns am stärksten zu den Menschen hingezogen fühlen, die auch am besten zu uns passen. Doch oft trifft eher das Gegenteil zu. Falls du einen passenden Partner finden möchtest, behalte das im Hinterkopf.

Die wichtigste Regel für gesunde Anziehung ist, deine Zeit und Energie nur in Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen. Was ich damit genau meine erfährst du in diesem Artikel von mir. Es ist einer der meistgelesenen:

Die simple Lösung für 99% deiner Dating-Probleme

Problem #2 beim Partner finden: Zu wenig Initiative

Wie finde ich den richtigen Partner für mich?

Die simple Antwort? Lerne mehr potentielle Partner kennen!

Es gibt das bekannte Sprichwort, dass die Liebe dann erscheint, wenn man nicht danach sucht.

Ich halte von dieser Aussage verdammt wenig.

Die besten Chancen einen neuen Partner zu finden hast du, wenn du aktiv etwas dafür machst.

Klar, du kannst in Jogginghose gemütlich auf der Couch verweilen und darauf hoffen, dass der perfekte Partner von alleine an der Tür klopft oder vom DHL Paketboten vorbei gebracht wird. Doch das ist, ähhhmmm, eher unwahrscheinlich.

Auch wenn wir es gerne anders hätten, die meisten Menschen passen schlichtweg nicht zu uns. Sie haben andere Werte und Ziele, sind nicht an uns interessiert oder sie tun uns nicht gut.

Versuchen wir, diese Menschen zu erobern oder zu verändern, dann endet das meistens in einer großen Enttäuschung. Oder in einer ungesunden Beziehung.

Da so viele Menschen auf einer romantischen Ebene schlichtweg nicht mit uns kompatibel sind, bin ich ein Verfechter davon, mehr neue Menschen kennenzulernen und auf mehr Dates zu gehen. Aus dem simplen Grund, weil die Wahrscheinlichkeit, dass jemand zu dir passt, größer ist.

Lerne mehr potentielle Partner kennen!

Wenn du einmal im Jahr jemand Neues kennenlernst, dann sind die Chancen klein, dass dieser auch wirklich zu dir passt und an dir interessiert ist. Falls du jedoch regelmäßig neue Menschen kennenlernst, sieht das schon anders aus.

Deine Chancen den richtigen Partner zu finden wachsen, je mehr neue Menschen du kennenlernst und je mehr Dates du hast.

Zugegeben, das ist nicht ganz soooo romantisch, wie das Kennenlernen von Pärchen in schnulzigen Filmen oder Liebesromanen, in denen die Vögel singen, die Blumen am Straßenrand lächeln und Liebe auf den ersten Blick die Normalität ist.

Aber egal, schließlich ist das kein Liebesroman, sondern ein Artikel über die Partnersuche. Und anders als Liebesfilme und kitschige Romane möchte ich dir keine falschen Vorstellungen von Anziehung und Dating geben, sondern dir dabei helfen, den richtigen Partner zu finden.

Wie finde ich den passenden Partner?

Lerne mehr neue Menschen kennen!

Spreche mehr fremde Menschen an, sei offener und gehe auf mehr Dates. Wenn du auf eine Party eingeladen wirst, gehe hin. Wenn es ein interessantes Event in deiner Stadt gibt, besuche es.Partner finden

Je sozialer du bist und je mehr Menschen du kennenlernst, desto besser.

Vielleicht wirst du nicht mit jedem Menschen, den du kennenlernst, eine romantische und sexuelle Anziehung verspüren. Doch selbst wenn der Funke nicht überspringt, werdet ihr vielleicht Freunde und du lernst durch diese Person neue Menschen kennen.

Mir ist es schon öfters passiert, dass ich eine Frau angesprochen habe und dass sie nicht auf einer romantischen Eben nicht an mir interessiert war. Doch wir haben uns angefreundet und durch sie habe ich wiederum andere tolle Menschen kennengelernt.

Je mehr Menschen du kennenlernst und datest, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du den passenden Partner findest.

Problem #3 beim Partner finden: Emotionale Abhängigkeit

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, dass du stark von der Bestätigung anderer Menschen abhängig bist. Du machst dein Glück, dein Wohlbefinden und deine Stimmung von den Reaktionen anderer Menschen abhängig.

Emotional abhängige Menschen fehlt es an Integrität. Sie stehen nicht zu ihren Bedürfnissen, passen sich immer an und sagen nicht das, was sie denken und fühlen, sondern das, was andere hören wollen.

Emotionale Abhängigkeit ist eine der größten Probleme beim Dating, weil sie uns unattraktiv macht und davon abhält einen Partner zu finden. Emotional abhängige Menschen tun für andere alles, rennen ihnen hinterher und begegnen ihnen nicht auf Augenhöhe. Und das ist so attraktiv wie das Maurerdekolté eines schleimigen Gebrauchtwagenhändlers.

Ein typischen Beispiel

Nehmen wir an, du hast vor ein paar Tagen einen attraktiven Menschen kennengelernt und ihr habt Nummern getauscht. Heute hast du ihm eine Nachricht geschickt und ihm ein Date in der angesagtesten Bar der Stadt vorgeschlagen. Du hast die Nachricht schon vor 30 Minuten geschrieben aber noch keine Antwort bekommen. Jetzt schielst du alle drei Minuten auf dein Smartphone und hoffst auf eine Antwort. Du wirst immer nervöser, unentspannter und unzufriedener. Als nach zwei Stunden immer noch keine Antwort kommt schreibst du noch zwei Nachrichten hinterher und rufst dann noch an.

Das ist ein typisches Beispiel für emotionale Abhängigkeit. Du gibst einem Menschen, den du nicht wirklich kennst, viel zu viel Bedeutung. Oder anders gesagt, dein emotionales Investment ist viel zu groß.

Emotionales Investment

Emotionales Investment ist ein Konzept aus meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings.

Du fragst dich gerade, was emotionales Investment genau ist? Es ist nichts anderes, als die Zeit, Energie und Gefühle, dir wir in einen anderen Menschen investieren.

Wenn sich zwei emotional stabile Menschen kennenlernen, ist das emotionale Investment in den jeweils anderen erst mal relativ gering. Keiner braucht etwas vom anderen, sie stehen mit beiden Beinen im Leben und sie sind mit sich und ihrem Leben relativ zufrieden. Sie lernen sich besser kennen, doch sie fixieren sich nicht krampfhaft auf den anderen.

Je mehr sie sich kennenlernen und je näher sie sich kommen, desto mehr wächst das emotionale Investment in den jeweils anderen – sie widmen sich also zunehmend mehr Energie, Zeit und Gefühle.

Zu keinem Zeitpunkt ist jedoch das emotionale Investment von einem der beiden deutlich größer als das des anderen, das heißt, keiner rennt dem anderen hinterher. Es ist somit eine ausgeglichene und gesunde Form von Anziehung, bei der beide Menschen ihren Part dazu beitragen.

Emotionales Investment in der Kennenlernphase

Emotional abhängige Menschen dazu, beim Kennenlernen neuer Menschen zu viel Zeit, Energie und Gefühle in diese zu investieren. Ihr emotionales Investment ist also häufig deutlich größer als das des anderen – und teilweise auch völlig unangebracht.

Nach dem ersten Date einem Menschen einen 10 Seiten langen Liebesbrief zu schicken ist nicht romantisch, sondern völlig unangebracht und ein Zeichen für emotionale Abhängigkeit.

Genauso abschreckend und unattraktiv ist, wenn du einem Menschen 17 Nachrichten schickst und dann noch drei Mal anrufst.

Auch wenn du für einen Menschen, den du gerade erst kennengelernt hast, alles liegen und stehen lässt, deine Freunde versetzt oder deinen kompletten Terminkalender umschmeißt, ist das ein Zeichen für emotionale Abhängigkeit und unattraktiv.

Der nächste Schritt

Ich habe dir in diesem Artikel drei Dinge erklärt, die viele Singles davon abhalten, den richtigen Partner zu finden. Abgesehen davon, gibt es natürlich weitere Dinge, die du beim Dating generell und insbesondere bei der Partnersuche beachten solltest.

Welche Dinge das sind, wie du attraktiver wirst und wie du die Menschen anziehst, die wirklich zu dir passen, erfährst du in meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Du wirst es lieben.  

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Warum emotionale Abhängigkeit deine Beziehungen zerstört

Emotionale Abhängigkeit ist die Hauptursache für viele Dating-Probleme. Beim Kennenlernen neuer Menschen macht dich emotionale Abhängigkeit unattraktiv und in Beziehungen hindert dich die Abhängigkeit vom Partner daran, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. In diesem Artikel erfährst du, was emotionale Abhängigkeit genau bedeutet, zu welchen konkreten Problemen sie führt und wie du deine emotionale Abhängigkeit überwinden kannst.

Emotionale Abhängigkeit ist ein Arschloch.

Sie hält viele Menschen davon ab, einen neuen Partner anzuziehen und gesunde Beziehungen zu führen. Beziehungen, die auf gegenseitiger Wertschätzung, Liebe und Anerkennung basieren.

Ganz egal, ob du Mann oder Frau, jung oder alt, groß oder klein bist:

Emotionale Abhängigkeit ist die Hauptursache für viele Dating- und Beziehungsprobleme.

Doch was ist emotionale Abhängigkeit überhaupt?

Was ist emotionale Abhängigkeit?

Emotionale Abhängigkeit bedeutet, dass du ein ungesundes Maß an Bestätigung und Anerkennung von anderen Menschen brauchst.

Du bist unfähig, deine eigenen emotionalen Bedürfnisse zu befriedigen und machst dadurch dein Glück, dein Wohlbefinden, deinen Selbstwert und deine Gemütsverfassung stark von anderen Menschen abhängig.

Das führt häufig dazu, dass du keine Grenzen hast, dich für andere verbiegst und deine wahren Bedürfnisse verschweigst, da du anderen unbedingt gefallen möchtest und es ihnen recht machen willst.

Bist du emotional abhängig, brauchst du etwas von anderen Menschen. Und weil du etwas brauchst, gibst du dich nicht wie du bist, sondern so, wie du glaubst, dass andere es gerne hätten. Du verstellst dich, passt dich an und versteckst bestimmte Seiten von dir.

Verstehe mich hier nicht falsch.

Wir alle brauchen positives Feedback und Bestätigung von unseren Mitmenschen. Doch wenn du anderen um jeden Preis gefallen möchtest und es ihnen immer recht machen willst, wird das zu einem Problem. Zu einem GROßEN PROBLEM.

Bevor ich dir erkläre, wie du emotional unabhängig werden kannst, lass uns betrachten, zu welchen Problemen emotionale Abhängigkeit führt.

Emotionale Abhängigkeit in der Kennenlernphase

Beim Kennenlernen neuer Menschen führt emotionale Abhängigkeit dazu, dass du viel mehr in andere Menschen investierst, als sie in dich.

Du investierst somit deutlich mehr Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen als sie in dich.

Wenn du das Gefühl hast, anderen immer hinterherzurennen und dass du deutlich mehr an ihnen interessiert bist als sie an dir, ist das ein deutliches Zeichen für emotionale Abhängigkeit.

Hier sind ein paar weitere Beispiele:

  • Bist du am Boden zerstört, wenn du jemandem eine Nachricht schickst und dieser dir nicht innerhalb von 10 Minuten antwortet?
  • Schickst du anderen 7 Nachrichten, obwohl sie dir immer nur eine schreiben?
  • Verliebst du dich regelmäßig in Menschen, die du kaum kennst?
  • Wirfst du deinen kompletten Terminkalender über den Haufen, sagst deinen besten Freunden ab und lässt deinen armen Hamster alleine zu Hause verhungern, nur um dich mit jemanden zu treffen, den du kaum kennst?
  • Hast du schon mal jemanden nach dem ersten Date ein dreizehn Seiten langen Liebesbrief geschickt? Oder ein Gedicht? Oder einen selbst geschriebenes Lied?
  • Stellst du dir regelmäßig vor, wie es wäre, mit jemandem eine Beziehung zu führen, Kinder zu kriegen oder mit ihm zusammen zu leben, obwohl du diesen Menschen gar nicht wirklich kennst?

All das sind eindeutige Indizien für emotionale Abhängigkeit.

Du investierst ein unangebrachtes Maß an Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen. Oder anders gesagt: Du rennst anderen Menschen hinterher.

Und genau das macht dich unattraktiv.

Emotional abhängig

Emotional abhängig? Ich doch nicht!

Heißt das, dass emotional abhängige Menschen nie einen Partner finden? Natürlich nicht. Doch wenn sie einen finden, führen sie meistens ungesunde Beziehungen.

Emotionale Abhängigkeit in Beziehungen

Emotionale Abhängigkeit führt zu ungesunden, da abhängigen Liebesbeziehungen.

Warum?

  • Zum einen lassen sich emotional abhängige Menschen oft aus den falschen Gründen auf eine Beziehung ein. Ich kenne Männer, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, um regelmäßig Sex zu haben. Und ich kenne Frauen, die sich nur auf eine Beziehung einlassen, weil sie nicht alleine sein können.
  • Zum anderen bauen emotional abhängige Menschen häufig ihre Identität und ihren Selbstwert auf dem Partner auf. Sie definieren sich über ihren Partner und ihre Beziehung, was häufig dazu führt, dass sie alles für den Partner tun, unfähig sind, Grenzen zu ziehen und sich in ihrer Beziehung verlieren.

Emotionale Abhängigkeit führt somit häufig zu destruktiven Beziehungen, die so gesund sind wie ein Gin-Tonic und zwei Lines Koks zum Frühstück.

In diesen Beziehungen sind Spielchen, Manipulation, Abhängigkeit, und Drama an der Tagesordnung. Es sind Beziehungen, in denen es nicht um Wachstum, Intimität und Liebe geht, sondern um Macht und Kontrolle.

Emotionale Abhängigkeit: Symptome und typische Eigenschaften

Emotional abhängige Menschen tendieren dazu, extrem nett zu sein. Sie glauben, wenn sie nur nett und fürsorglich genug im Umgang mit anderen Menschen sind, diese schon irgendwann merken werden, dass sie die richtigen Partner für sie sind.

Was sie dabei jedoch übersehen, ist, dass sie nicht nett sind, um nett zu sein, sondern weil sie glauben, dass sie so einen Partner finden. Dadurch unterdrücken sie eigene Bedürfnisse, haben keine Grenzen und passen sich immer an. Es ist somit ein manipulatives Nett-sein, eine Form von passiver Aggressivität.

Wenn emotional abhängige Menschen extrem nett sind, hat das nichts oder nur wenig mit Freundlichkeit und Nächstenliebe zu tun. Sorry, falls sich das für dich gerade wie eine Ohrfeige anfühlt.

Emotionale Abhängigkeit bei Männern

Bei Männern führt dieses extreme Nett-sein häufig dazu, dass sie ihre eigene Sexualität unterdrücken und für Frauen alles tun. Sie sind die klassischen „Netten Kerle“, die zwar Frauen kennenlernen, jedoch immer wieder in der Freundschaftsecke landen.

Nein, du musst kein Arschloch sein, um attraktiv für Frauen zu werden. Doch deine Sexualität zu unterdrücken, dich zu verbiegen und für Frauen alles zu tun, ist der falsche Weg.

emotionale abhängigkeit lösen

Viele Männer sind emotional abhängig von Frauen

Ich kann davon selbst ein Liedchen singen, da es mir lange Zeit so ging. Früher hatte ich kaum Erfolg bei Frauen, obwohl ich mir unbedingt eine Freundin wünschte. Ich sah Frauen in Cafés, auf Partys, beim Shoppen oder im Fitnessstudio und dachte mir: „Für so eine Frau würde ich alles tun!“. Und genau das tat ich damals.

In dieser Zeit hatte ich mich in die Aushilfssekretärin aus der Fahrschule verguckt, in der ich damals meinen Führerschein machte. Von ihr kamen nie wirkliche Anzeichen von Interesse, trotzdem brachte ich ihr zum Valentinstag Rosen mit und lud sie in ein Luxusrestaurant zum Abendessen ein – den Tisch hatte ich schon reserviert.

Das Abendessen hätte ich mir nicht wirklich leisten können. Ich schreibe hätte, denn sie sagte meine Einladung damals ab. Als ich fragte wieso, erklärte sie mir, dass sie schon wüsste, wie es ungefähr werden würde und dass sie darauf keine Lust habe!

Natürlich verbarg ich meinen Ärger und meine Enttäuschung und sagte ihr nur, dass dies kein Problem sei und dass wir vielleicht ein anderes Mal gehen könnten …

Ich habe damals viel mehr in sie investiert als sie in mich, hab mich für sie verbogen und stand nicht zu meinen Ansichten. Ein Musterbeispiel für emotionale Abhängigkeit beim Kennenlernen neuer Menschen.

Emotionale Abhängigkeit bei Frauen

Emotional abhängige Frauen haben seltener das Problem, dass sie keine Bettpartner finden.

Das liegt schlichtweg daran, dass die Hemmschwelle für Sex bei den allermeisten Männern niedriger ist als bei Frauen. Doch nur weil diese Frauen Männer anziehen, heißt das noch lange nicht, dass sie keine Dating-Probleme haben.

Bei ihnen ist es nämlich häufig so, dass sie extrem klammern, sich unterwürfig verhalten und so viel Nähe und Bestätigung brauchen, dass jeder halbwegs vernünftige Mann Reißaus nimmt. Oder aber sie geraten immer wieder an Männer, die sie ausnutzen oder mit ihnen spielen, da sie keine Grenzen setzen.

Emotional abhängig vom Partner

Emotionale Abhängigkeit betrifft Frauen genauso wie Männer

Vor einigen Jahren datete ich eine professionelle Volleyballspielerin. Sie war einige Jahre jünger als ich. Wir haben uns insgesamt viermal getroffen und beim letzten Date zusammen in ihrem Bett geschlafen, allerdings hatten wir keinen Sex.

Bei ihr spürte ich ganz genau, dass sie sich einsam fühlte und sich nach Zuneigung und Liebe sehnte.

Sie sehnte sich jedoch nicht nach meiner Zuneigung, nicht nach meiner Liebe, sondern nur nach irgendeiner Zuneigung, nach der Liebe von irgendjemandem. Nachdem ich morgens bei ihr im Bett aufgewacht war, beendete ich die Geschichte und ging.

Ich beendete das Ganze, weil ich wusste, dass dies keine gesunde Form von Anziehung war und es weder mir noch ihr gut tat.

Eigenschaften von emotionaler Abhängigkeit

Das extreme Nett-sein ist nicht die einzige Ausprägung von emotionaler Abhängigkeit.

Auch wenn Menschen um jeden Preis stark und unabhängig erscheinen wollen ist das häufig ein Form von emotionaler Abhängigkeit – diese kommt jedoch seltener vor.

Generell gilt: solange du dich für die Bestätigung und Anerkennung anderer verstellst – egal in welcher Form – bist du emotional abhängig, denn du basierst dein Selbstbild auf den Meinungen anderer.

Hier sind einige Eigenschaften, die häufig auf emotional abhängige Menschen zutreffen:

  • Sie sind stark auf die Bestätigung und Anerkennung von anderen Menschen angewiesen.
  • Sie sagen nicht das, was sie denken, sondern das, was andere hören wollen.
  • Sie stehen nicht zu ihrer Sexualität oder können diese nicht ausdrücken.
  • Sie haben keine festen Werte, keine klare Meinung und oft keinen eigenen Standpunkt.
  • Jede Entscheidung ist für sie in Ordnung.
  • Sie passen sich immer an.
  • Ihre eigenen Bedürfnisse stellen sie hinter die der anderen.
  • Sie sind davon überzeugt, dass wenn sie nur nett und fürsorglich genug sind, sie von anderen Menschen dafür geliebt und respektiert werden.
  • Sie investieren viel mehr Zeit, Energie und Emotionen in andere Menschen, als diese in sie.
  • Sie verwechseln Liebe mit Abhängigkeit.

Das Romantik-Problem

Emotionale Abhängigkeit hat verschiedene Ursachen. Eine davon ist eine allzu romantische Vorstellung von Anziehung und Liebe. Ich nenne es das „Romantik-Problem“.

Ich habe an sich nichts gegen Romantik. Wirklich nicht.

Doch durch meine Arbeit wird mir immer wieder bewusst, wie schädlich eine überromantisierte Sicht der Dinge beim Dating ist. Dafür verantwortlich sind vor allem Liebesfilme und herzzerreißende Romane, die uns ein ziemlich verzerrtes Bild der Realität geben.

Durch das Romantik-Problem glauben viele Menschen, dass wahre Liebe alles überwindet oder dass, wenn sie nur lange genug um einen Menschen kämpfen, dieser schon irgendwann merken wird, dass sie der richtige Partner für ihn sind. Dazu kann ich nur völlig überzeugt „Bullshit“ antworten.

Weder kann wahre Liebe alles überwinden noch solltest du jahrelang einem Menschen hinterherrennen, der nicht an dir interessiert ist (dazu später mehr).

Ja, Liebe ist wichtig und eine treibende Kraft des Lebens. Doch Liebe kann nicht alles überwinden und auch ist Liebe – anders als die Beatles in ihrem weltbekannten Lied „All You Need Is Love“ singen – nicht das Einzige, was wir brauchen. Sorry, liebe Beatles.

klammern Beziehung

Abhängigkeit oder Liebe?

Je unterschiedlicher wir sind, desto komplizierter ist das Zusammenleben. Und manchmal gibt es zwischen zwei Menschen Differenzen, die schlichtweg zu groß sind.

Leider glauben wir allzu oft, dass wir mit unserer Liebe und Hingabe einen Menschen verändern können. Doch ein Mensch wird sich nur ändern, wenn er das will – egal, wie sehr wir ihn lieben. Ich kenne das aus meiner eigenen Familie.

Schon als sich mein Vater und meine Mutter kennenlernten, war mein Vater Alkoholiker. Er war zwar selbstständig und erfolgreich, doch jeden Abend trank er. Meine Mutter hatte jahrelang geglaubt, dass er für sie das Trinken aufgeben würde. Pustekuchen. Bis zum seinem Tod im Jahr 2014 hat mein Vater täglich getrunken.

Er hat weder für die Liebe meiner Mutter, noch für die Liebe der Mutter meiner Halbgeschwister noch für die Liebe seiner eigenen Kinder mit dem Trinken aufgehört. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er alleine und einsam, da er den Alkohol über alles andere gestellt hatte.

Ein Mensch ändert sich erst, wenn er das will. Egal, wie sehr du ihn liebst. Schreib dir das hinter die Ohren. Oder die moderne Variante: lass es dir auf den Unterarm tätowieren.

Eine allzu romantische Einstellung kann dazu führen, dass wir jahrelang einem Menschen hinterherrennen, der nicht an uns interessiert ist. Lohnt sich diese Mühe manchmal? Ja, aber äußerst selten.

Fragst du diesen einen Menschen, bei dem es sich gelohnt hat, wird er dir sicherlich sagen: „Zweifel nie an der wahren Liebe! Liebe überwindet alles!“

Dabei übersehen wir allzu gerne, dass auf den einen, bei dem sich das lange Warten gelohnt hat, viele enttäuschte und einsame Frauen und Männer kommen, bei denen es sich nicht gelohnt hat.

Woher ich das weiß? Ich bekomme regelmäßig E-Mails von ihnen.

raus aus der abhängigkeit vom partner

Zu guter Letzt ist eine allzu romantische Sicht der Dinge der Grund, warum wir erwachsene und gesunde Liebe mit dem Verliebtsein verwechseln und somit völlig falsche Erwartungen an unsere Beziehungen stellen.

Doch zwischen Liebe und dem Verliebtsein gibt es deutliche Unterschiede und diese sollten wir uns bewusst machen. Mehr dazu findest du in diesem Artikel:

Was ist Liebe? 3 überraschende Wahrheiten über die Liebe

Emotionale Abhängigkeit überwinden: 3 Tipps, die funktionieren

Ich habe relativ lange gebraucht, um meine emotionale Abhängigkeit zu überwinden. Doch auf dem Weg aus der Abhängigkeit habe ich viel über Dating und Anziehung gelernt.

Letztendlich gibt es verschiedene Dinge, die dir dabei helfen werden, deine emotionale Abhängigkeit zu überwinden.

Ein wichtiger Punkt ist sicherlich dein Selbstwert. Je mehr Wert du dir selbst gibt, desto eher wirst du Grenzen setzten und deine eigenen emotionalen Bedürfnisse respektieren.

Ich werde hier nicht auf das Thema Selbstwert eingehen, weil es die Länge dieses Artikels sprengen würde. Doch einen guten Artikel über das Thema Selbstwert und Selbstliebe findest du hier.

Abgesehen von deinem Selbstwert gibt es drei andere Punkte, die beim überwinden deiner emotionalen Abhängigkeit eine große Rolle spielen. Diese sind:

  1. Grenzen und emotionale Bedürfnisse
  2. Zufriedenheit
  3. Eine neue Dating-Regel

Und wie du Fuchs dir sicherlich denken kannst, werde ich im Folgenden auf alle drei Punkte eingehen.

1. Grenzen und emotionale Bedürfnisse

Einer der wichtigsten Schritte aus der Abhängigkeit ist anzufangen, Grenzen zu setzen, deine eigenen emotionalen Bedürfnisse wahrzunehmen und sie zu respektieren.

wie löst man sich aus emotionaler abhängigkeit

Je mehr du dich selbst respektierst, desto mehr respektieren dich andere

Mach dir bewusst, dass andere Menschen dich nicht weniger mögen werden, nur weil du mal Nein sagst und deinen eigenen Bedürfnisse Priorität gibst – ganz im Gegenteil.

Menschen, die keine Grenzen haben und alles für andere tun, werden häufig als schwach und unattraktiv wahrgenommen. Du bist der wichtigste Mensch in deinem Leben und je besser es dir geht, desto besser werden auch deine Beziehungen sein.

Egal, ob beim Kennenlernen neuer Menschen oder in einer Beziehung, fange an, Grenzen zu setzen, Nein zu sagen und deine Bedürfnisse zu respektieren.

Das kann erst mal ein schwieriger Schritt sein, weil du es bis jetzt nie wirklich getan hast, weil es dir egoistisch vorkommt oder weil du glaubst, dass andere dich dafür hassen werden. Doch in den meistens ist das Gegenteil der Fall.

Vor allem falls du emotional unabhängig vom Partner werden möchtest ist das Setzen von Grenzen ein sehr wichtiger Schritt.

2. Zufriedenheit

Häufig sind emotional abhängige Menschen mit ihrem Leben unzufrieden. Sie haben das Gefühl, ihnen fehlt etwas Wichtiges im Leben und allzu oft glauben sie, dass dies ein Partner wäre.

Sie sind davon überzeugt, dass ein Partner sie 487% glücklicher machen würde und sie glauben, wenn sie nur endlich einen Partner finden, wäre ihr Leben perfekt und sie hätten keine Probleme mehr. Doch mit dieser Überzeugung schießen sie sich selbst in den Fuß.

Die Sache ist die: Je zufriedener du mit dir und deinem Leben bist, desto attraktiver wirst du generell wahrgenommen und desto eher wirst du neue Menschen anziehen.

Vor allem aber wirst du aufhören, deutlich mehr Zeit, Energie und Gefühle in andere Menschen zu investieren als sie in dich.

Ich bin an einem Punkt in meinem Leben, an dem ich sehr zufrieden bin. Klar, es läuft nicht alles perfekt und ich habe noch viele Ziele, aber ich bin generell zufrieden. Ich haben einen Job, der mir gefällt, ich reise viel, ich mache regelmäßig Sport und lebe gesund, ich habe viele gute Freunde und vor allem habe ich gelernt, mich so anzunehmen, wie ich bin. (Sorry übrigens, das ich dir auf die Nase binde, wie verdammt cool mein Leben ist.)

Wenn ich jetzt eine attraktive Frau kennenlerne, stellt das nicht mein Leben auf den Kopf. Mein Leben wird durch sie nicht unendlich viel besser. Und genau das ist der springende Punkt.

Aus emotionaler Abhängigkeit lösen

Dein Glück nicht von anderen abhängig zu machen ist enorm wichtig

Je weniger deine Zufriedenheit und dein Glück davon abhängt, einen passenden Partner zu finden, desto bessere Chancen hast du, einen Partner zu finden.

Verstehe mich hier nicht falsch. Eine gesunde und liebevolle Beziehung ist das wohl Schönste und Beste, was uns passieren kann. Doch wenn du glaubst, erst diese Beziehung führen zu müssen, bevor du das Leben genießen und zufrieden sein kannst, wird es dir schwer fallen, so eine Beziehung zu führen.

Auch gilt: Je zufriedener du generell bist, desto besser wird deine Beziehung sein. Du wirst nicht erwarten, dass dein Partner dich glücklich macht und dadurch wirst du automatisch weniger von ihm abhängig sein. Stattdessen kannst du ihm auf Augenhöhe begegnen.

3. Eine neue Dating-Regel

Wenn ich all den Jahren eines über Dating gelernt habe, dann, dass es sich nicht lohnt, Zeit und Energie in Menschen zu investieren, die nicht Ja zu dir sagen.

  • Du flirtest seit geraumer Zeit mit einem attraktiven Arbeitskollegen und versuchst ihn auf ein Treffen zu kriegen, aber irgendwie redet er sich immer raus?
  • Seit einigen Wochen schreibst du mit einer attraktiven Frau hin und her, doch jedes Mal wenn du ein Treffen vorschlägst, weicht sie aus oder antwortet nicht?
  • Du warst mit jemandem im Bett und seitdem antwortet er dir nicht mehr oder nur zögerlich?
  • Du datest seit einiger Zeit jemanden und wünschst dir mit ihm eine Beziehung, doch immer wenn du ihm emotional näher kommst oder das Thema Beziehung ansprichst, macht er einen Rückzieher?

All das sind Beispiele für Menschen, die nicht Ja zu dir sagen. Und in meiner Erfahrung lohnt es sich nicht, deine Zeit und Energie in diese Menschen zu investieren.

Zum einen lohnt es sich nicht, weil wir beim Versuch, diese Menschen zu erobern, uns häufig auf Spielchen und Manipulation einlassen und jegliche Selbstachtung verlieren. Zum anderen lohnt es sich nicht, weil sich diese Menschen in den allermeisten Fällen doch nicht für uns entscheiden.

Einen der besten Dating-Tipps, die ich dir geben kann, ist, deine Zeit nur in Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen.

Beim Dating geht es nicht darum, mit Tricks, Lügen und Spielchen andere Menschen von dir zu überzeugen, sondern die Menschen anzuziehen, die genauso sehr mit dir zusammen sein wollen wie du mit ihnen.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Wenn dir der Artikel gefallen hat, wirst du das Buch lieben.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Was will ich wirklich? Mit dieser Methode findest du es heraus

Finde heraus, was du im Leben wirklich willst

Die Frage „Was will ich?“ ist eine der wichtigsten Fragen, die du dir im Leben stellen kannst.

Sie ist so wichtig, weil sie maßgeblich darüber entscheidet, welche Ziele im Leben du verfolgst…

Leider leiden immer mehr Menschen unter dem „Ich weiß nicht, was ich will“-Problem.

Hast auch du dir schon mal folgende Fragen gestellt?

  • Was will ich wirklich?
  • Was soll ich mit meinem Leben machen?
  • Was will ich vom Leben?

In dem wir uns diese Frage stellen, versuchen wir, unserem Leben eine Richtung zu geben.

Das Problem an der Geschichte ist, dass wir oft nicht genau wissen, was wir wollen.

Auch ich hatte schon einige Phasen in meinem Leben, in denen es mir so ging.

Ich dachte mir dann: „Mist! Ich weiß überhaupt nicht, was ich will…“

So habe ich zum Beispiel vier Jahre Wirtschaftsingenieurwesen studiert. Nur um dann zu merken, dass es nicht das ist, was ich wirklich will.

In diesem Artikel möchte ich dir erklären, warum das so ist.

Du wirst erfahren, warum du nicht weißt, was du willst – und was der einzige Weg ist, um es herauszufinden.

Der Artikel besteht aus drei Teilen:

  1. Was soll ich mit meinem Leben machen? Das Auswahlproblem.
  2. Was will ich vom Leben? Oder: was macht mich eigentlich glücklich?
  3. Wie finde ich heraus, was ich will? Mit dieser Methode

Was soll ich mit meinem leben machen? Das Auswahlproblem

Stelle dir vor, im Supermarkt würde es nur drei Sorten Marmelade geben. Erdbeere, Himbeere und Feige (für die Feinschmecker unter uns).

Bei drei Sorten wäre eine Wahl einfach, oder?

Stattdessen müssen wir uns jedoch zwischen Erdbeer-Vanille, Rhabarber-Kirsch, Pfirsich-Mango-Ananas-Limone oder irgendeiner anderen der 127 Geschmacksrichtungen entscheiden.

Und das ist verdammt schwer.

Was will ich wirklich?

Nun, so ähnlich wie mit der Marmelade ist mit unserem Leben.

Egal, ob es um den Beruf, die Liebe, den Wohnort, den Glauben, die Lebenseinstellung oder die Marke unser Socken geht, wir haben verdammt viele Möglichkeiten.

Keiner schreibt uns vor, wie wir zu Leben haben. Doch mit dieser Freiheit sind wir häufig überfordert.

Denn wenn ich fast alles tun kann, was will ich dann tun?

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen von dem Ich weiß nicht, was ich will!“-Problem betroffen sind!

Hinzu kommt, dass in der modernen Gesellschaft Selbstfindung nicht erwünscht ist.

Selbstfindung ist nicht erwünscht

Zu dem Auswahlproblem kommt hinzu, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben, in der Schlenker nicht erwünscht sind.

Schon in der fünften Klasse wird darüber entschieden, ob wir gut genug für das Gymnasium sind oder nicht. Dann folgt im besten Fall Abitur, Studium und große Karriere in einer großen Firma.

Raum für Selbstfindung und ausprobieren ist kaum vorhanden. Und es ist auch nicht erwünscht.

Dies führt dazu, dass viele Menschen eine geringe Selbsterkenntnis haben.

Statt sich zu fragen, was ihre Werte sind und was sie mit ihrem Leben anstellen wollen, rennen sie von einem Termin zum nächsten, haken einen Punkt nach dem anderen auf ihrer To-Do-Liste ab und konsumieren was das Zeug hält.

Denn sie glauben, dass sie zum absoluten Glück nur noch diese eine Hose, Uhr, Auto, Ledercouch oder sonst etwas brauchen…

Was will ich wirklich im Leben?

Selbstfindung?! Für den Mist habe ich keine Zeit…

Die Frage „Was will ich?“ fällt vielen Menschen schwer zu beantworten, weil sie (zu) viel Auswahl haben und über zu wenig Selbsterkenntnis verfügen. Doch es gibt noch ein weiteres Problem.

(Lies hierzu auch: Wer bin ich?)

Was will ich vom Leben? Oder: was macht mich eigentlich glücklich?

Wenn du dir die Frage „Was will ich?“ stellst, versuchst du letztendlich herauszufinden, was dich glücklich macht.

Du willst einen Porsche, einen neuen Job, einen attraktiven Partner, ein Haus im Grünen oder größere Brüste, weil du glaubst, dass dich diese Dinge glücklicher machen.

Die Frage „Was will ich?“ könnte wir also so gesehen durch die Frage „Was macht mich glücklich?“ ersetzen.

Und genau hier liegt das Problem.

Wir schätzen schlecht ein, was uns glücklich macht

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Glücksforschung ist nämlich, dass wir Menschen sehr schlecht darin sind, vorherzusagen, was uns glücklich machen wird.

Oft glauben wir, dass wenn wir erst dieses oder jenes erreichen, sooooo viel glücklicher sein werden.

Wir glauben, dass unser Glückslevel um 3247 Punkte steigen wird, wenn wir mehr Geld besitzen, befördert werden, mehr Erfolg bei anderen Geschlecht haben, das neue Auto kaufen, eine eigene Wohnung besitzen oder endlich aussehen wie eines dieser Unterwäsche Models von Calvin Klein.

Doch nach einer anfänglichen Glückshoch fühlen wir uns nach dem Erreichen unseres Ziels meist kaum glücklicher als vorher. Warum das so ist, erfährst du in diesem Artikel.

Nicht selten passiert es sogar, dass wir nach dem Erreichen unseres Ziels merken, dass wir eigentlich doch was völlig Anderes wollen.

  • Du hast fünf Jahre staubtrockenes BWL studiert, nur um dann zu merken, dass du doch lieber Surflehrer werden möchtest.
  • Du hast ein Kredit für ein Haus auf dem Land aufgenommen und dann ist dir bewusst geworden, dass dich das idyllische Landleben ankotzt und du Smog, schlecht gelaunte Menschen und überfüllte U-Bahnen vermisst.
  • Du hast monatelang versucht, diesen einen Menschen zu erobern und als du es endlich geschafft hast, ist dir aufgefallen, dass du lieber den Rest deines Lebens mit Durchfall und Kopfschmerzen leben würdest als einen Tag länger mit dieser Person zusammen zu sein.

All das ist 100% menschlich. Wir alle schätzen verdammt schlecht ein, was uns glücklich macht.

Warum du falsch einschätzt, was dich glücklich macht

Ich bin mir sicher, dass wenn du dich an deinen letzten Urlaub zurück erinnerst, du größtenteils positive Erinnerungen hast. Du denkst an Sonne, Strand, Meer und Entspannung.

Doch wahrscheinlich gab es auch Dinge, die dich genervt haben: Überteuerte Preise, unfreundliche Kellner, deutsche Touristen in Socken und Sandalen.

An diese Dinge erinnerst du dich jedoch nicht, weil der menschliche Verstand lückenhaft ist. Wir können uns weder an alle Details in der Vergangenheit erinnern noch können wir uns die Zukunft vollständig ausmalen.

Unser Gehirn begeht also einen systematischen Denkfehler. Und laut Glücksforscher Dan Gilbert führt genau der dazu, dass wir falsch einschätzen, was uns glücklich macht.

Ein Beispiel aus meinem Leben

Als ich zum Beispiel die Idee für diesen Blog hatte, habe ich mir ausgemalt, wie glücklich ich sein werde, wenn ich erst von meinem Blog leben kann und um die Welt reisen werde. In meiner Vorstellung war alles rosa-rot.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass das Ganze auch negative Seiten hat. Doch das hat es.

Ich verbringe zum Beispiel viel Zeit alleine, kulturelle Barrieren kosten Kraft und einen großen Blog zu betreiben und immer wieder informative Artikel zu schreiben führt zu einem gewissen Druck. Doch all das konnte ich mir damals nicht vorstellen.

Was will ich vom Leben

Um die Welt zu reisen hat nicht nur Vorteile…

Wenn wir uns die Frage „Was will ich?“ stellen, stellen wir uns vor, wie wir uns in Zukunft fühlen werden, wenn dieses aber nicht jenes eintrifft.5

Wir stellen uns also vor, wie wir uns fühlen werden, wenn wir mit Sandra statt mit Anne zusammen sind, Hot-Dog Verkäufer statt Versicherungsvertreter sind, in Köln statt in Dresden leben oder Kinder haben statt kinderlos zu sein.

Doch da wir uns die Zukunft lückenhaft vorstellen, schätzen wir häufig falsch ein, was uns in welchem Maß glücklich macht. Und genau aus diesem Grund investieren wir häufig viel Zeit und Energie, um unsere Ziele zu erreichen, nur um dann zu merken, dass es doch nicht das ist, was wir wollen.

Doch bevor du dir jetzt ein Arschgeweih tätowieren lässt oder nach Las Vegas fährst, um die Bedienung aus deinem Lieblingscafé zu heiraten: es gibt einen Weg, wie du herausfindest, was du willst. Oder so etwas in der Richtung.

Was will ich wirklich im Leben? Nur so findest du es heraus!

Es gibt verschiedene Dinge, die dir dabei helfen können, herauszufinden, was du willst:

  • Dir eine Auszeit nehmen.
  • Mehr (gute) Bücher lesen.
  • Mehr Zeit alleine verbringen.
  • Dir gewisse Fragen stellen: „Was würde ich tun, wenn Geld keine Rolle spielt?“; „Was würde ich tun, wenn ich wüsste, ich werde Erfolg haben?“, usw.

(Einige gute Tipps zur Selbstfindung erfährst du in diesem tollen Beitrag von meinem Bloggerkollegen Anil: Selbstfindung: Wie du herausfindest, was du wirklich willst.)

Doch egal, wie sehr du dich mit dir selbst beschäftigst und dich fragst, was du wirklich willst, du wirst in deinem Kopf keine definitive Antwort finden.

Aus dem simplen Grund, dass die Realität fast immer anders aussieht, als das, was wir uns vorstellen.

Vielleicht träumst du davon, deinen Bürojob zu kündigen und auf einer kleinen Trauminsel Surflehrer zu werden.

In deiner Vorstellung sieht das fantastisch aus und du kannst es kaum erwarten. Doch wenn du dann erst mal Surflehrer auf der Trauminsel bist, fällt dir auf, dass dich Palmen, Sonne, Strand und Wellen langweilen. Oder du merkst, dass du den Winter, die deutsche Kultur und deine Freunde und Familie vermisst. Oder was auch immer.

Es gibt deshalb nur einen Weg um herauszufinden, was du willst.

Was will ich wirklich? Du musst es ausprobieren!

Um WIRKLICH herauszufinden, was du willst, musst du es ausprobieren.

Es tut mir leid, dass ich dir im modernen Zeitalter von selbstfahrenden Autos und Rund-um-die-Uhr Pizzalieferservice keine bessere Lösung anbieten kann, aber so ist es nun mal.

Du kannst dich jahrelang hinterfragen, dir deine Werte aufschreiben, Selbsthilfe-Bücher lesen und traumhaft schöne Luftschlösser bauen – erst wenn du etwas ausprobierst, wirst du wissen, ob es wirklich das ist, was du willst.

In diesem Video erkläre ich, warum es so wichtig ist, dass du deine Ideen ausprobierst.

Bevor du dich für etwas entscheidest, probiere es aus

Bevor du also eine wichtige Entscheidung in deinem Leben triffst, versuche das Ganze vorher irgendwie auszuprobieren:

  • Bevor du deinen gut bezahlten Beraterjob von heute auf morgen kündigst, um Yogalehrer zu werden, gib doch erst mal Yogastunden am Wochenende oder nach Arbeitsschluss.
  • Falls du dir nicht sicher bist, was du studieren willst, dann besuche ein Semester lang verschiedene Vorlesungen bevor du dich für einen Studiengang einschreibst. In den meisten Unis kannst du dich einfach in einen Hörsaal setzen, da es keine Anwesenheitskontrolle gibt.
  • Bevor du in eine neue Stadt ziehst, fahre erst mal zwei Wochen oder einen Monat dorthin und versuche in der Zeit einem möglichst alltäglichen Leben nachzugehen.Falls es dir irgendwie möglich ist, versuche das, was du willst, auszuprobieren.

Auch wenn die Erfahrungen nicht die exakt Gleichen sind, können sie dir einen ersten Hinweis darauf geben, ob du in der richtigen Richtung unterwegs bist.

Ok, Anchu, ich verstehe. Das mit dem Ausprobieren klingt irgendwie einleuchtend. Aber was zum Teufel mache ich, wenn ich etwas nicht ausprobieren kann? Ich meine, ich kann ja kein Kind kriegen und falls mir das Elterndasein nicht gefällt, es einfach wieder umtauschen …

Das ist ein guter Einwand.

Was du tun kannst, wenn du etwas nicht ausprobieren kannst

Es ist in der Tat nicht immer einfach oder manchmal schlichtweg unmöglich, gewisse Dinge auszuprobieren. Falls das wirklich der Fall ist, dann kannst du immer noch mit anderen Menschen über ihre Erfahrungen sprechen.

  • Überlegst du Kinder zu kriegen, dann rede mit anderen Eltern über Vor- und Nachteile.
  • Überlegst du Surflehrer zu werden, dann spreche mit anderen Surflehrern.
  • Möchtest du dir ein neues Auto kaufen, dann rede mit Besitzern dieses Modells.

Spreche mit diesen Menschen offen und ehrlich, erkundige dich über Vor- und Nachteile und frage, ob sie glauben, dass diese Wahl auch die Richtige für dich sein könnte.

Natürlich können uns andere Menschen nicht sagen, was wir wollen. Doch in dem wir andere Menschen über ihre Erfahrungen ausfragen, erhalten wir häufig nützliche Informationen, neue Ansichten und andere Perspektiven.

Und je mehr Informationen und Erfahrungswerte wir haben, desto bessere Entscheidungen können wir treffen.

In deinem Kopf wirst du keine Antwort finden

Zugegeben, etwas irgendwie auszuprobieren oder andere Menschen über ihre Erfahrungen auszufragen klingt nicht unbedingt nach den raffiniertesten Tipps.

Doch es ist immer noch effektiver als sich Listen mit Lebenswerten zu machen, endlose Nächte wach im Bett zu liegen und zu überlegen, was man mit seinem Leben anstellen möchte oder sich täglich auszumalen, wie glücklich man erst sein wird, wenn endlich dieser einer Traum in Erfüllung geht.

Auf die Frage „Was will ich wirklich?“ wirst du in deinem Kopf keine endgültige Antwort finden. 

Du kannst nur ausprobieren, Fehler machen, falsche Entscheidungen treffen und daraus lernen.

Und je mehr du ausprobierst, je mehr Fehler du machst und je mehr falsche Entscheidungen du triffst, desto mehr lernst du.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Die simple Lösung für 99% deiner Dating-Probleme

Viele Menschen sind mit ihrem Dating-Leben frustriert.

Statt romantisches Kennenlernen, Frühstück im Bett und glücklich bis ans Ende ihrer Tage bietet ihnen das Dating-Menü vor allem Enttäuschungen, Frust und Drama.

Kein Wunder, dass mir Männer und Frauen täglich E-Mails schicken, in denen sie mir ihre Dating-Probleme schildern und mich um Hilfe bitten.

Nicht selten haben diese E-Mails die Länge eines Romans …

Ganz egal, ob du mir eine dieser E-Mails geschickt hast oder nicht, in diesem Artikel werde ich dir die Lösung für die meisten deiner Dating-Probleme erklären.

Und keine Sorge, dieser Artikel hat nicht die Länge eines Romans.

Die Ursache für 99% aller Dating-Probleme

Die allermeisten Dating-Probleme haben die gleiche Ursache.

Ich weiß, das klingt jetzt wie ein billiger Spruch von der Titelseite eines Lifestyle-Magazins. Doch lass mich das kurz erklären.

Egal, ob du Mann oder Frau, jung oder alt, dick oder dünn bist – die meisten deiner Dating-Probleme entstehen, weil du deine Zeit und Energie in Menschen investierst, die nicht Ja zu dir sagen.

  • Du flirtest seit Monaten mit diesem attraktiven Arbeitskollegen und versuchst ihn auf ein Date zu kriegen, aber irgendwie sagt er doch nie zu?
  • Du schreibst seit Wochen mit dieser heißen Blondine hin und her, doch immer wenn du ein Treffen vorschlägst, antwortet sie nicht oder weicht aus?
  • Du hast seit Jahren eine Affäre mit einem verheirateten Menschen und er hat dir schon vor langer Zeit versprochen, dass er sich scheiden lässt, um mit dir ein neues Leben anzufangen, doch es passiert nichts?
  • Du warst mit jemandem im Bett und jetzt meldet er sich nicht mehr oder nur noch sporadisch?

All diese Menschen sagen nicht eindeutig Ja zu dir. Und wenn ich in all den Jahren eines über Dating gelernt habe, dann, dass es sich nicht lohnt, unsere Zeit und Energie in Menschen zu investieren, die nicht Ja zu uns sagen.

Ich meine das verdammt ernst.

Hör auf, Menschen erobern zu wollen, die nicht Ja zu dir sagen. Es lohnt sich nicht.

Zum einen lohnt es sich nicht, weil wir uns damit häufig auf Spielchen einlassen, manipulieren, uns falsche Hoffnungen machen, unsere eigenen Grenzen übertreten und jegliche Selbstachtung und Integrität verlieren.

Zum anderen lohnt es sich nicht, weil in 99% der Fälle all die Mühe umsonst ist, da sich diese Menschen letztendlich doch nicht für uns entscheiden.

Wir können nun mal kaum kontrollieren, ob uns ein bestimmter Mensch attraktiv findet oder nicht. Und vor allem sollten wir das auch nicht.

Leider behauptet ein Großteil der Dating-Industrie genau das Gegenteil.

So werden dir konkrete Methoden oder Verhaltenstipps empfohlen, mit denen du angeblich beeinflussen kannst, was andere Menschen wollen oder fühlen.

Du weißt schon, all dieser Unsinn im Stil von „mach dich rar, zeige gemischte Signale, mache den anderen Menschen eifersüchtig, lass ihn zappeln, sei Alpha, warte mit dem anrufen so und so viele Tage, schreibe dieses aber nicht jenes“ und bla, bla, bla.

Diese Tipps funktionieren in 99% der Fälle nicht. Tu dir selbst den Gefallen und lass den Quatsch.

Die Sache ist nämlich sehr simpel: Entweder jemand ist an dir interessiert oder er ist es nicht.

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Wenn dir jemand nicht zurückschreibt…

Hast du auch schon mal jemanden kennengelernt, Telefonnummern ausgetauscht, dich gemeldet aber keine Antwort bekommen? Ja? Ich auch.

Es ist ein mieses Gefühl.

Aber weißt du was?

Wenn sich jemand nicht bei dir meldet, dann liegt es zu 99% nicht daran, dass du dich am falschen Tag meldest, die falsche Uhrzeit für ein Treffen vorschlägst, ein Fragezeichen statt einem Ausrufezeichen benutzt oder ein Smiley zu viel, zu wenig oder das falsche Smiley schickst.

Falls dir jemand nicht antwortet, dann liegt das in 99% der Fälle daran, dass er nicht an dir interessiert ist. Und daran kannst du kaum was ändern.

Entweder jemand will dich treffen oder eben nicht. Es macht kaum einen Unterschied, wann oder wie du dich meldest.

Nein, das bedeutet nicht, dass du als erste Nachricht ein Nacktfoto, einen Heiratsantrag oder ein selbstgeschriebenes Gedicht schicken sollst. Aber ich denke, du verstehst, was ich dir sagen will.

Ich habe Frauen aus den verschiedensten Kulturen und in den verschiedensten Ländern gedatet.

Jede dieser Frauen war ab dem ersten Kennenlernen an mir interessiert.

Falls ich mich bei ihnen gemeldet und ein Treffen vorgeschlagen habe, haben sie geantwortet. Egal, ob ich mich ein, zwei, drei oder sieben Tage nach dem ersten Kennenlernen gemeldet habe.

Egal, ob ich mich per Text-Nachricht, E-Mail, Facebook oder Anruf gemeldet habe.

Diese Frauen waren an mir interessiert und wollten mich treffen. Punkt.

Auf der anderen Seite war ich noch mit keiner Frau auf einem Date, die nach dem  ersten Kennenlernen nur halb an mir interessiert war.

Ich hab also noch keine Frau gedatet, die mir nach dem ersten Kennenlernen nur manchmal zurückgeschrieben hat, sich erst zwei Wochen später meldete oder „Lol“ oder „Ich weiß nicht“ geantwortet hat, falls ich ein Treffen vorgeschlagen habe.

Keine einzige!

Und glaub mir, ich habe unzählige Stunden überlegt, wann ich mich melden sollte, ob ich besser eine Nachricht schreibe oder anrufe und was genau ich noch tun könnte, um sie doch noch auf ein Date zu kriegen. Alles umsonst.

Falls du dir also auch schon mal den Kopf darüber zerbrochen hast, wann du dich am Besten bei jemandem melden solltest und wie genau du dich am Besten melden solltest, lass es.

Es ist vollkommen egal, ob du anrufst oder eine Nachricht mit Zwinkersmiley oder normalen Smiley schickst, entweder jemand will dich treffen oder er will es nicht.

Es geht nicht nur um Telefonnummern

Doch es geht hier nicht nur um Telefonnummern und die ersten Dates. Es geht um jede Phase des Datings. Entweder jemand sagt Ja zu dir oder er ist deine Zeit und Energie nicht Wert.

Sagen wir, du hast seit geraumer Zeit mit einem Menschen eine Affäre.

Nun hast für diesen Menschen Gefühlte entwickelt und möchtest eine Beziehung mit ihm. Das Problem: Immer wenn du das Thema ansprichst, dich emotional öffnest oder mehr Zeit mit diesem Menschen verbringen möchtest, geht dieser auf Distanz.

Jetzt kannst du all diese bescheuerten Dating-Tipps anwenden und selbst auf Distanz gehen, ihn eifersüchtig machen oder andere Spielchen spielen, um ihn doch noch in eine Beziehung zu kriegen.

Vielleicht klappt es sogar.

Doch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird dies eine ungesunde Beziehung und früher oder später gibt es eine Menge Drama und Enttäuschungen.

Und dann erhalte ich von dir eine E-Mail in der Länge eines Romans, in der du mir erklärst, dass doch alle Männer „eklige Arschlöcher“ oder alle Frauen „dumme Schlampen“ sind, das Beziehungen doch sowieso unsinnig seien und dass du ab jetzt alleine und einsam in einer Höhle auf einem Berg leben wirst. 

In meinem Buch Die Kunst des ehrlichen Datings gehe ich noch detaillierter auf dieses Thema ein.

Ich erkläre, dass wenn wir ungesunde Beziehungen vermeiden, wir langfristig attraktiver werden, weil sich unser Selbstbild verbessert und wir Integrität ausstrahlen.

(Du hast deinen Traumpartner noch nicht gefunden und das Buch immer noch nicht gelesen? Worauf zum Teufel wartest du? Dass ich auf die Knie gehe und dich anflehe? Du kannst das Buch hier bestellen.)

Den besten Dating-Tipp, den ich dir deshalb geben kann, ist, deine Zeit und Energie in die Menschen zu investieren, die Ja zu dir sagen. 

Menschen, die sich für dich  entscheiden. Menschen, für die du eine Priorität bist. Menschen, die genauso mit dir zusammen sein wollen wie du mit ihnen.

Und diesen Tipp kannst du auf viele Dating-Situationen anwenden:

Dann sei ehrlich, direkt und offen.

Schlage deinem Arbeitskollegen ein Date vor, sage deinem Ex, dass du ihn wiederhaben möchtest, mache deinem/r besten Freund/in klar, dass du mehr als nur Freundschaft möchtest und diesem Jemand sagst du, dass du eine Beziehung mit ihm willst.

Als Antwort wirst du dann entweder ein Ja bekommen oder etwas anderes.

Und falls du kein klares Ja bekommst, höre auf, diesem Menschen hinterherzurennen.

Dieser Mensch möchte nicht mit dir zusammen sein.

Vergiss Dating-Spielchen, manipulative Verhaltensweisen und all den anderen Quatsch – es funktioniert in den allermeisten Fällen sowieso nicht. 

Worum es beim Dating wirklich geht

Wir haben kaum Einfluss darauf, ob uns eine konkrete Person attraktiv findet oder nicht, ob sie uns kennenlernen will oder nicht oder ob sie mit uns zusammen sein will oder nicht. 

Deshalb geht es beim Dating nicht darum, mit Tricks und Spielchen einen Menschen von uns zu überzeugen, sondern die Menschen anzuziehen, die von Anfang an Ja zu uns sagen. Menschen, die genauso an uns interessiert sind, wie wir an ihnen.

Erst dann ziehen wir die richtigen Menschen an und bilden die Grundlage für erfüllende Beziehungen wahre Liebe

Tu dir also selbst einen Gefallen und investiere deine Zeit, Energie und Gefühle in die Menschen, die Ja zu dir sagen. Vielleicht löst das nicht 99% deiner Dating-Probleme, doch es wird Vieles einfacher, harmonischer und schöner machen.

Und falls dir dieser Tipp nicht gefällt, kannst du immer noch einsam und allein in eine Höhle auf einem Berg ziehen.

Dir hat dieser Artikel gefallen? Dann ließ mein Buch Die Kunst des ehrlichen Datings: Wie du ohne Spielchen und Drama den richtigen Partner anziehst. Du wirst es lieben.  

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Quarterlife Crisis oder warum junge Menschen nicht mehr wissen, was sie wollen

Unter Quarterlife Crisis versteht man die Lebenskrise junger Menschen, häufig in ihren Zwanzigern.

Die Krise dreht sich größtenteils um den beruflichen Werdegang und die Frage, was man mit seinem Leben eigentlich anfangen will, jetzt, wo man ja erwachsen ist, Verantwortung übernehmen sollte und der Höhepunkt der Woche nicht mehr nur aus wilden Partys, One-Night-Stands mit Unbekannten und miesen Katern besteht.

Ich hatte meine Quarterlife Crisis gegen Ende meines Bachelorstudiums. Mit Anfang zwanzig wollte ich groß Karriere machen und deshalb studierte ich Wirtschaftsingenieurwesen. Das Studium hat mich nie interessiert, aber ich kämpfte mich durch.

Nach sechs Semestern überkamen mich die ersten Zweifel und ich fragte mich, warum zum Teufel ich etwas studierte, das mich weniger interessierte als der Eurovision Song Contest von 1992.

Letztendlich dämmerte es mir dann, dass mir eine berufliche Karriere im herkömmlichen Sinne gar nicht so wichtig ist und ich mich aus den völlig falschen Gründen für mein Studium entschieden hatte. Über ein Jahr lang fühlte ich mich daraufhin verloren, verwirrt und wusste nicht, was ich mit meinem Leben anfangen sollte. Teilweise dachte ich sogar, ich hätte eine Depression.

Was ich damals nicht wusste: Ich steckte mitten in der Quarterlife Crisis. Ja ich weiß, der Begriff klingt ein wenig seltsam, aber ich habe ihn mir nicht ausgedacht …

Ähnlich wie mir damals geht es immer mehr jungen Menschen – vor allem (angehenden) Akademikern und Berufsanfängern. Sie hinterfragen ihre Studiums- und Berufsentscheidungen, fühlen sich antriebslos, verwirrt und wissen nicht, wo die Reise hingehen soll.

Doch ist die Quarterlife Crisis nur Einbildung? Ein neuer Trend, erfunden von jungen Menschen mit zu viel Freizeit und zu wenig Lust aufs Arbeiten?

Nein. Mittlerweile nehmen auch die Medien und eine wachsende Anzahl an Psychologen und Sozialwissenschaftler die Sinnkrise und die Verwirrung junger Menschen wahr.

Diese verwirrte Generation wird auch gerne als Generation Y beschrieben. Die Generation, geboren in den 80ern und 90ern, die nach dem Warum der Dinge fragt – deshalb auch Generation Y („Y“ spricht man in englischen „why“ aus, also „warum“).

Die Generation Y ist die Erste, die von der Quarterlife Crisis betroffen ist. Doch was sind überhaupt die Ursachen dieser merkwürdigen Quarterlife Crisis?

P.S: Du kannst dir den Artikel auch als Video anschauen:

Die Ursachen der Quarterlife Crisis

Die Quarterlife Crisis entsteht meines Erachtens durch eine Kombination von drei Faktoren:

  1. Drang nach Selbstverwirklichung
  2. Zu große Auswahl an möglichen Studiengängen und Berufen
  3. Zu hohe Erwartungen

1. Drang nach Selbstverwirklichung

Immer mehr Menschen – nicht nur die der Generation Y – hinterfragen die westliche Leistungsgesellschaft und deren Einstellung zur Arbeit. Sie sehen es nicht mehr ein, ihr besten Jahre für eine Karriere in einer internationalen Firma draufgehen zu lassen und Work-Life-Balance hat für sie mehr Wert als ein fetter Benz vor der Eigentumswohnung.

Eine wachsende Anzahl an Menschen wünscht sich einen Beruf, der ihnen sinnvoll erscheint und nicht nur dazu dient, genug Geld zu verdienen, die Existenz zu sichern und materiellem Reichtum anzuhäufen. Und aus eigene Erfahrung kann ich sagen: dieser Entschluss lohnt sich.

(Einen Artikel des Spiegels über die Generation Y und ihre Einstellung zur Arbeit findest du hier.)

(Einen ganzer Blog rund um das Thema sinnvolle Arbeit, Generation Y und Kritik am Bildungssystem ist anti-uni.com)

Quarterlife Crisis 3

Der Wunsch nach sinnvoller Arbeit ist jedoch relativ neu. Ein Großteil der Geschichte waren Menschen durch die bloße Sicherung ihrer Existenz stark in Anspruch genommen. Nur wenige Menschen konnten sich fragen, ob ihre Arbeit sinnvoll ist. Auch die Nachkriegsgeneration des letzten Jahrhunderts war viel zu sehr damit beschäftigt, das Land wieder aufzubauen und ihr Überleben zu sichern als sich zu fragen, ob ihre Arbeit dem Wunsch nach beruflicher Selbstverwirklichung entspricht.

Nachdem ich um die halbe Welt gereist bin und Menschen begegnete, denen es finanziell weitaus weniger gut geht als den meisten Menschen in der westlichen Gesellschaft, muss auch ich zugeben, dass die Frage nach sinnvoller Arbeit ein Luxusproblem ist.

Doch gerade weil wir in der westlichen Welt den Luxus haben, uns fragen zu können, ob unsere Arbeit sinnvoll ist, sollten wir es tun. Und immer mehr junge Menschen tun es. Sie sehen in ihrer Arbeit mehr als nur die Sicherung ihrer Existenz. Sie sehen Arbeit als einen Teil der persönlichen Selbstverwirklichung.

Doch die Frage, welcher Beruf uns sinnvoll erscheint, ist nicht so leicht zu beantworten. Und das führt uns zweiten Punkt.

2. Zu viele Möglichkeiten

Hat man vor 50 Jahren auf dem Dorf gelebt, konnte man Bauer, Bäcker, Polizist oder Pfarrer werden. Zugegeben, ich übertreibe gerade ein wenig, oder besser gesagt, ich untertreibe. Doch auch wenn es damals mehr als vier Berufsoptionen gab, die Auswahl war beschränkt. Heutzutage ist das anders.

Ist das Abitur erst mal geschafft, gibt es schier endlose Möglichkeiten. Soll ich eher Linguistik, BWL oder Agrarwissenschaften studieren? In Deutschland oder doch im Ausland? Als duales Studium, an der FH oder doch lieber an der Uni?

Oder vielleicht doch lieber eine Ausbildung machen und Praxiserfahrung sammeln? Oder soll ich mich gleich bei einem hippen Start-up Unternehmen bewerben, bei dem in der Mittagspause Kicker gespielt wird und alle mit dem Singlespeed Bike zur Arbeit kommen?

Ach Mist! Ich gehe erst mal feiern …

Quarterlife Crisis Anders als wir häufig glauben, ist zu viel Freiheit nicht immer befreiend, sondern kann sehr belastend sein und zur Stagnation führen. Die schier endlosen Wahlmöglichkeiten machen eine Entscheidung häufig schwer.

Und falls die ersten beiden Punkte noch nicht genug für eine Quarterlife Crisis sind, habe ich noch einen dritten Punkt.

3. Hohe Erwartungen

Unsere Eltern, die Gesellschaft, die Medien, unser Goldfisch – alle wollen uns erzählen, worauf es im Leben ankommt und wie wir leben sollen. Doch letztendlich sind wir alle einzigartige Individuen, die zwar viele Gemeinsamkeiten haben, aber eben auch verschiedene Interessen, Ansichten und Werte.

Bevor wir uns Gedanken darüber machen können, was uns beruflich interessieren könnte und für uns von Bedeutung ist, stecken wir häufig schon mitten in einem fragwürdigen Strudel aus Zeit-, Leistungs- und Erfolgsdruck.

Früh werden in ein Bildungs- und Arbeitssystem gedrängt, das persönliche Freiheit und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten unterdrückt. Schule, Abitur, Studium und dann Karriere ist der Weg, dem es zu folgen gilt. Raum für Schlenker und Selbstfindung ist kaum vorhanden. Wir sollen nicht ausprobieren, experimentieren und entdecken, sondern funktionieren und konsumieren.

All das hält uns davon ab, eigene Werte zu definieren und uns Gedanken darüber zu machen, was uns eigentlich wichtig ist.

Überlege mal kurz, wir groß der äußerliche Druck ist. Schon in der vierten Klasse wird entschieden, ob wir gut genug fürs Gymnasium sind – was unseren beruflichen Werdegang stark beeinflussen kann. Mist, als ich in der fünften Klasse war, zockte ich mit meinem Kumpels Mariokart auf der Supernintendo; zog den Mädchen, die mir gefielen, an den Haaren; schluckte Kaugummis herunter und machte keine Hausaufgaben, weil sie entweder der Hund gefressen hatte oder Chuck Norris den Hund gefressen hat, der meine Hausaufgaben gefressen hatte.

In der vierten Klasse war ich, wie auch andere, einfach nur ein Kind! Als hätte es mich die Bohne interessiert, was für Noten ich habe und was ich machen möchte, wenn ich mal erwachsen bin, denn damals, da dachte ich, dass ich ja sowieso nie erwachsen würde.

Nach der Schule ist der Druck meistens noch höher. Firmen wünschen sich Masterabsolventen im Alter von 22, die drei längere Auslandsaufenthalte hinter sich haben, sieben Sprachen fließend sprechen, genau wissen, was sie wollen, professionell auftreten und schon acht Jahre Praxiserfahrung haben. Oder etwas in der Richtung.

Die Anforderungslisten mancher Unternehmen scheinen nicht für Menschen gemacht zu sein, sondern für dauerfunktionierende Hochleistungsmaschinen ohne persönliche Interessen außerhalb der Arbeitswelt.

Die Generation Y ist häufig verwirrt bezüglich des beruflichen Werdegangs, da es zigtausende Möglichkeiten gibt. Gleichzeitig ist der Druck hoch, seine Zeit zu nutzen und möglichst wenig Schlenker im Lebenslauf zu haben. Das ist keine gesunde Kombination.

Hier ist ein Interview des deutschen Fernsehmoderators und Professors Harald Lesch, der in 5 Minuten erklärt, warum das deutsche Bildungssystem absurd ist.

Herauszufinden, wer wir sind und was wir möchten, impliziert häufig ein paar Schlenker, etwas auszuprobieren und sich nicht rechtfertigen zu müssen, warum man mit 23 immer noch nicht genau weiß, was man will.

Die Generation Y hat dies zum Teil verstanden. Sie ist auf der Suche nach Sinn, nach dem Warum, nach dem eigenen Weg; gleichzeitig ist sie verwirrt durch zu viele Möglichkeiten und extreme Anforderungen der Gesellschaft. Kein Wunder, dass das bei immer mehr jungen Menschen zu einer Art Sinnkrise führt.

Doch in jeder Krise steckt auch eine Chance. Und das trifft vor allem auf die Quarterlife Crisis zu. Die Quarterlife Crisis entsteht, weil sich junge Menschen fragen, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen und was für sie bedeutungsvoll erscheint. Und obwohl uns diese Fragen zur Verzweiflung bringen können, sind sie auch der Schlüssel zur persönlichen Selbstverwirklichung und zu einem bedeutungsvollen Leben.

Quarterlife Crisis: Was du tun kannst

Die Quarterlife Crisis ist letztendlich nichts anderes als ein Prozess der Selbstfindung, in dem du dich selbst besser kennenlernst. Sorry, das klang jetzt echt so verdammt besserwisserisch … Doch ein Prozess braucht seine Zeit. Bei mir war es ungefähr ein Jahr, bis ich ungefähr wusste, wo es in meinem Leben hingehen könnte.

Während dieser Zeit ging es mir teilweise richtig mies. Ich fühlte mich verloren, traurig, verwirrt und hatte das Gefühl, nicht wirklich in die Gesellschaft zu passen. Wie schon erwähnt, manchmal dachte ich, ich hätte eine Depression (damals kam bei mir auch noch die Trennung von meiner damaligen Freundin hinzu).

Eine ähnliche Phase haben auch viele anderen Menschen durchgemacht, bevor sie wussten, was sie beruflich machen wollen. Zur Aufmunterung, hier ein Liste mit einigen Studienabbrechern:

  • Steve Jobs
  • Roland Emmerich
  • Reinhold Messner
  • Günther Jauch
  • Lew Nikolajewitsch Tolstoi
  • Anchu Kögl (gut, der ist nicht wirklich berühmt, aber ich wollte schon immer mal in einer Liste mit Tolstoi erwähnt werden.)

Falls du in der Quarterlife Crisis steckst oder dich gerade fragst, was du beruflich machen möchtest, habe ich genau das Richtige für dich. Ich möchte dir ein paar Tipps geben, die dir dabei helfen werden, herauszufinden, welcher Beruf der Richtige für dich sein könnte. Hey, und falls sie dir nicht weiterhelfen, dann ignoriere sie und lass uns ’ne Runde Mariokart spielen.

Welche Aktivität erscheint dir sinnvoll?

Damit dir ein Beruf gefällt, ist es wichtig, dass du darin einen gewissen Sinn siehst. Dadurch wirst du größtenteils intrinsisch motiviert sein, nicht extrinsisch (Gehalt, vermeintliche Sicherheit, etc.)

(Mehr über intrinsische Motivation erfährst du in diesem Artikel.)

Dabei gilt, dass nur du in deinem Beruf einen Sinn sehen musst, nicht die anderen.

Wann bist du im Flow?

Ein weiterer guter Indikator für den richtigen Beruf ist Flow. Als Flow bezeichnet man den Zustand, in dem man Zeit und Raum vergisst und völlig in der Aktivität aufgeht, der man gerade nachgeht. Ich habe diesen Zustand zum Beispiel häufig beim Schreiben.

Falls es also eine Aktivität gibt, bei der du öfters mal im Flow bist, könnte das ein guter Hinweis für dich sein, was dich beruflich erfüllen könnte. Und nein, Mariokart spielen ist diesmal keine Option.

Stelle dir diese Fragen

Dir immer wieder folgende Fragen zu stellen, kann dir dabei helfen, herauszufinden was der richtige Beruf für dich ist:

  • Was würdest du tun, wenn Geld keine Rolle spielt?
  • Was behaupten andere, das du gut kannst?
  • Woran denkst du jeden Tag?

Ausprobieren

Unsere Vorstellungskraft ist begrenzt. Und wirklich zu wissen, ob ein Beruf der Richtige für dich ist, probierst du ihn im besten Fall aus (Praktikum, Probejob, etc.) Falls das nicht möglich ist, versuche mit Leuten zu reden, die deinem Traumberuf nachgehen und frag sie, wie ihnen der Beruf gefällt, worauf du achten solltest, was die negativen Seiten sind, etc.

Versuche deinen „Traumjob“ auszuprobieren

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Löse dich von Erwartungen

Während meiner Quarterlife Crisis saß ich eines morgen in der U-Bahn und dachte mir:

„Es ist doch eigentlich vollkommen egal, dass ich gerade Wirtschaftsingenieurwesen studiere. Letztendlich möchte ich glücklich sein. Und wenn das bedeutet, in einer Strandbar in Thailand billige Cocktails zu servieren, ist das auch in Ordnung.“

Ich kann dir nur raten, einen feuchten Dreck darauf zu geben, was deine Eltern wollen, was die Gesellschaft von dir erwartet und was andere für einen vernünftigen Job halten. Hier geht es um dein Leben. Und was das Beste für dich ist, weißt du am besten.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

3 Dinge, die du wissen musst, um deine Bindungsangst zu überwinden

In diesem Artikel erfährst du die häufigsten Symptome von Bindungsangst (Angst vor Nähe) und drei verschiedene Wege, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst.

Bindungsangst überwindenDie meisten Menschen wünschen sich eine erfüllte Beziehung. Tiefsinnige Gespräche, intensive Liebesnächte, romantische Sonnenuntergänge, Frühstück im Bett – du weißt, was ich meine. Doch nicht wenige Menschen haben auch genau davor Angst.

Diese Form von Angst bezeichnet man als Bindungsangst oder auch Angst vor Nähe. Bindungsangst bedeutet, dass wir uns nach Nähe und Liebe sehnen, damit aber dauerhaft nicht umgehen können. Ja, wir Menschen sind kompliziert.

Falls du eine gewisse Angst vor Nähe hast, dir aber eine erfüllte Beziehung wünschst, ist es wichtig, dass du deine Bindungsangst überwindest. Denn Menschen mit Bindungsangst sabotieren häufig unbewusst ihre Beziehungen oder suchen sich immer wieder emotional nicht verfügbare Menschen aus, so dass eine Beziehung erst gar nicht zustande kommt.

Wie die meisten Ängste, können wir auch unsere Bindungsangst überwinden. Dies impliziert vor allem, dass wir loslassen. Loslassen von alten Mustern, von falschen Erwartungen und vor allem von Ängsten. Denn hinter der Bindungsangst stecken häufig andere Ängste, wie zum Beispiel:

  • Angst davor, verletzt oder enttäuscht zu werden.
  • Angst davor, etwas zu verpassen.
  • Angst, nicht gut genug zu sein.

In diesem Artikel möchte ich dir erklären, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst.

Erfahre:

  • Die verschiedenen Symptome von Bindungsangst
  • Die vier Ursachen für Bindungsangst
  • Drei Wege, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst

Bindungsangst: Symptome

Wenn man ein Problem lösen möchte, ist der erste und häufig schwierigste Schritt zu realisieren, dass man eines hat. Bevor du deine Bindungsangst überwinden kannst, musst du also erst mal verstehen, dass dich das Thema überhaupt betrifft – und das ist manchmal gar nicht so simpel. Im Folgenden deshalb einige typische Symptome für Bindungsangst:

Eines der häufigsten und auch eindeutigsten Symptome von Bindungsangst ist, dass wir immer wieder an Menschen geraten, die emotional nicht verfügbar sind. Wir suchen uns also intuitiv Menschen aus, die sich gar nicht auf Nähe einlassen können oder wollen, damit wir uns gar nicht erst mit unserer Bindungsangst konfrontieren müssen.

Bindungsangst überwinden 5

Ich höre häufig von Leuten, dass sie sich immer in Menschen vergucken, die schon vergeben sind.

Woran liegt das?

Antwort A: Alle guten, interessanten und attraktiven Männer und Frauen auf dieser Welt sind bereits vergeben. Sorry, für dich ist leider niemand mehr übrig.

Du lachst? Diese Aussage – leicht abgewandelt – höre ich öfter.

Antwort B: Die Betroffenen haben eine gewisse Bindungsangst und „verlieben“ sich deshalb unbewusst immer wieder in Menschen, die emotional nicht oder nur bedingt verfügbar sind.

Müsste ich mich für eine Antwort entscheiden, ich würde B wählen.

Ein ähnliches Muster lässt sich erkennen, wenn du dich immer wieder in Menschen verliebst, die nicht an dir interessiert sind. Sicherlich kann das ab und an passieren – wer war denn bitte nicht schon mal unglücklich verliebt? – aber wenn dieses Muster immer und immer wieder auftritt, würde ich mir Gedanken darüber machen.

Wie schon erwähnt, der erste Schritt, um deine Bindungsangst überwinden zu können, ist zu verstehen, dass es dich betrifft.

Weitere Symptome für Bindungsangst können sein:

  • Extrem hohe Erwartungen an den Partner zu haben.
  • Unter sexuellen Problemen zu leiden.
  • Das Schwanken zwischen dem Bedürfnis nach extremer Nähe und großer Distanz.
  • Immer wieder in einer On-Off Beziehungen zu landen.
  • Über eigene Gefühle nicht reden zu können/wollen.
  • Angst davor, sich festzulegen, verlassen zu werden oder etwas zu verpassen.
  • Viele wechselnde Beziehungspartner zu haben.

Ich schreibe, dass dies Symptome für Bindungsangst sein können, keinesfalls müssen. Es ist nicht einfach, eine Grenze zu ziehen zwischen Bindungsangst und gesunden Ansprüchen an einen Partner und der Beziehung.

Lasse ich mich nicht auf eine Beziehung ein, weil ich nicht den richtigen Partner kennenlerne oder weil ich Bindungsangst habe?

Das ist unter Umständen schwieriger zu beantworten als die letzte Frage bei „Wer wird Millionär?“. Und Joker gibt es diesmal keine.

Nur weil du in den letzten drei Jahren in keiner festen Beziehung warst und einige (oder viele) Affären hattest, muss das noch lange nicht heißen, dass du unter Bindungsangst leidest. Es ist auch gut möglich, dass der richtige Partner schlichtweg nicht dabei war oder du dich in einer Lebensphase befindest, in der es dir gerade gut tut, Single zu sein und herauszufinden, was du eigentlich willst. Und wie man so schön sagt: Alleine zu sein heißt noch lange nicht, dass man auch einsam ist.

Genauso wenig schließt eine Beziehung Bindungsangst aus.

Nur weil du seit drei Jahren in einer Beziehung bist, muss das also noch lange nicht bedeuten, dass du keine Bindungsangst hast. Es gibt Beziehungen, in denen herrscht eine Gefühlskälte ähnlich der Außentemperatur am Nordpol und wahre Nähe kommt so selten vor wie ein motiviertes Gesicht unter Fließbandarbeitern am Montagmorgen.

Danke Anchu! Jetzt bin ich noch verwirrter als vorher!

Gern geschehen!

Wie kannst du also herausfinden, ob du von Bindungsangst betroffen bist?

Ein guter Indikator für Bindungsangst sind sich wiederholende Muster. Wenn du dich zum Beispiel – wie vorher erklärt – immer wieder in Menschen verliebst, die emotional nicht oder nur bedingt verfügbar sind.

Oder wenn du in jeder deiner vergangenen Beziehungen nach einer gewissen Zeit oder vor einer wichtigen Entscheidung (z.B. dem Zusammenziehen) einen Rückzieher gemacht hast.

Ähnlich sieht es aus, wenn all deine Beziehungen am gleichen Grund gescheitert sind oder aus dem gleichen Grund gar nicht zustande gekommen sind.

Falls du dir eine erfüllte Beziehung wünschst und diese immer wieder an den ähnlichen Mustern scheitert oder aus ähnlichen Gründen gar nicht zustande kommt, ist es wahrscheinlich, dass du eine gewisse Bindungsangst hast.

Trifft das auf dich zu, dann geht es darum, die Ursachen deiner Bindungsangst zu verstehen und ihnen entgegenzusteuern. Wie du das genau machst und wie du deine Bindungsangst überwinden kannst, sehen wir im Folgenden.

Bindungsangst überwinden: Die vier Ursachen der Angst vor Nähe

Falls du deine Bindungsangst überwinden möchtest, ist es wichtig, dass du deren Ursachen verstehst. Denn genau so, wie Bindungsangst verschiedene Symptome hat, gibt es auch verschiedene Ursachen. Und was dem einen dabei helfen kann, seine Bindungsangst zu überwinden, ist für den anderen so nützlich wie die Wettervorhersage von letzter Woche.

Sicherlich gibt es viele verschiedene Ursachen für Bindungsangst. Im Folgenden möchte ich auf die vier eingehen, die mir bei mir selbst wie anderen immer wieder aufgefallen sind.

1. Angst, verlassen oder enttäuscht zu werden

Die meisten Menschen haben schon mindestens eine Trennung hinter sich. Und wenn es dir ähnlich wie mir geht, leidest du nach jeder Trennung wie ein Hund.

Trennungsschmerzen zählen zu den intensivsten emotionalen Schmerzen. Beim Trennungsschmerz werden im Gehirn die gleichen Schaltkreise wie bei physischem Schmerz aktiviert. Ausdrücke wie Trennungsschmerzen oder ein gebrochenes Herz sind also nicht aus der Luft gegriffen.6

Abgesehen vom Trennungsschmerz wurden manche Menschen in ihrer Beziehung auch stark enttäuscht. Ihr Ex-Partner hat ihnen etwas vorgespielt, sie getäuscht oder betrogen.

Es scheint auf den ersten Blick verständlich, dass manche Menschen nach Trennungen oder schlechten Erfahrungen in der Vergangenheit ihr Herz verschließen und behaupten, sie wollen so etwas nie wieder erleben. Doch leider ist das auf Dauer keine Lösung, ganz im Gegenteil.

Sich emotional nicht auf jemanden einzulassen oder keine Nähe zuzulassen, weil man Angst davor hat, verletzt oder enttäuscht zu werden, ist wie zu behaupten, dass man gar nicht erst leben will, da man sowieso irgendwann stirbt.

Bindungsangst überwinden 2

Es geht im Leben nicht darum, negativen Erfahrungen und Gefühlen aus dem Weg zu gehen – das ist unmöglich –, sondern zu lernen, mit ihnen umzugehen.

(Wie du besser mit negativen Erfahrungen und Gefühlen umgehst, erfährst du in diesem Artikel.)

Es sind nun mal genau die Menschen, die wir am meisten lieben, die uns auch am meisten enttäuschen können. Doch der Preis, sich nicht vollkommen auf einen Menschen einzulassen und sich nicht emotional zu öffnen, ist größer als das Risiko, dass wir eventuell verlassen, verletzt und enttäuscht werden.

Mache dir bewusst, dass es langfristig erfüllender ist, wenn du dich emotional öffnest und dich auf einen Menschen einlässt, anstatt eine lauwarme Beziehung zu führen, weil du Angst hast, verletzt zu werden.

Es gibt im Leben keine Sicherheit und auch keine Garantie. Doch akzeptieren wir das, macht paradoxerweise genau diese Unsicherheit und Vergänglichkeit das Leben häufig so schön.

2. Mangelnde Selbstliebe/Selbstwertgefühl

Wenn du überzeugt davon bist, du seist nicht liebenswert, wirst du es nicht zulassen können, dass dich jemand liebt. Schließlich glaubst du tief in dir, du hast diese Liebe nicht verdient. Das kann dazu führen, dass du Nähe, Zärtlichkeit und Liebe nur in homöopathischen Mengen verträgst.

Menschen, die sich selbst nicht lieben und akzeptieren können, tendieren dazu, ihre Beziehungen zu sabotieren, damit sie ihr Selbstbild bestätigen können.

„Mein Partner hat mich verlassen, da er mich nicht liebt. Ich wusste es doch, ich bin eben einfach nicht liebenswert.“

Ist mangelnde Selbstliebe die Ursache für deine Bindungsangst, ist es relativ klar, wie du deine Bindungsangst überwinden kannst: Stärke dein Selbstwertgefühl.

Du kannst lernen, dich selbst anzunehmen, Grenzen zu setzen und deine Wünsche und Gefühle adäquat zu äußern.

Da das Thema Selbstliebe relativ umfangreich ist und diesen Artikel sprengen würde, möchte ich dir folgenden Artikel dazu empfehlen:

Sich selbst lieben: so schaffst du es!

3. Eltern und Erziehung

Häufig verbinden wir Liebe und das Gefühl von Geborgenheit mit dem, was wir aus unserer Kindheit kennen. Waren unsere Eltern distanziert und gab es zu Hause viel Drama, dann verbinden wir Distanz und Drama mit dem Gefühl von Liebe und Geborgenheit.

Dadurch ist es wahrscheinlich, dass wir uns immer wieder Beziehungen aussuchen, in denen viel emotionale und/oder physische Distanz herrscht und die von Drama beherrscht sind.

Doch bevor du jetzt deinen Eltern unschöne Dinge an den Kopf wirst oder ihnen ihren Ruhestand sabotierst, verwende deine Energie lieber darauf, deine Bindungsangst zu überwinden. Davon wirst du und auch deine Eltern mehr haben.

Waren deine Erfahrungen in der Kindheit ähnlich wie oben beschrieben, hilft nur Bewusstsein. Mache dir immer wieder aufs Neue klar, dass du eine erfüllte, glückliche und harmonische Beziehung möchtest und dass du die emotionale Distanz und das Drama aus deiner Kindheit nicht brauchst.

Je mehr Bewusstsein du dafür entwickelst, desto öfter wirst du merken, dass du gerade versuchst, deine Beziehung zu sabotieren und das nachzuleben, was du eventuell aus deinem Elternhaus und deiner Kindheit kennst.

4. Angst, etwas zu verpassen

Das Leben wird immer schnelllebiger und wir haben immer mehr Möglichkeiten. Ob Urlaubsort, Job oder die Marke unser Cornflakes: Wir haben häufig mehr Möglichkeiten zur Auswahl als wir handhaben können. Und das betrifft auch die Partnerwahl.

Viele Menschen plagt der Zweifel, ob es nicht doch noch einen besseren Partner gibt. Vielleicht schon beim nächsten Barbesuch, bei der nächsten Yogastunde, auf der nächsten Singleplattform, beim nächsten Date. Wir haben Angst, etwas zu verpassen und vor allem haben wir häufig Angst, uns festzulegen.

Zugegeben, dieser Punkt ist kompliziert. Denn ich bin der Meinung, dass einer der häufigsten Trennungsgründe der ist, dass wir uns auf einen Menschen einlassen, der nicht wirklich zu uns passt. Sich bei der Partnerwahl also Zeit zu lassen und nicht den Erstbesten zu nehmen, der gerade um die Ecke kommt, halte ich für sinnvoll.

(Andere häufige Trennungsgründe erfährst du in diesem Artikel.)

Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn Menschen beschließen, dass sie sich eine Zeit lang sexuell ausleben möchten. Eine Zeit lang wechselnde Sexualpartner zu haben kann einem dabei helfen herauszufinden, was man an einem Partner schätzt und was man sich von einer Beziehung erwartet. Achtung, ich schreibe, dass es helfen kann, nicht muss.

Doch egal, wie lange wir uns mit der Partnerwahl Zeit lassen wollen, wie sehr wir an unser sexuellen Freiheit hängen und wie viele andere potenzielle Partner es gibt, irgendwann müssen wir uns für einen Menschen entscheiden. Zumindest, wenn wir eine monogame Beziehung führen wollen. Und diese Entscheidung fällt vielen Menschen schwer.

Mache dir also bewusst, dass immer mehr geht. Mehr Freiheit, mehr Sex, mehr Geld, mehr Partys, mehr Reisen, mehr Abenteuer. Die Maxime unserer Gesellschaft lautet nun mal „höher, schneller und weiter“.

Bindungsangst überwinden 3

Doch anders als uns die Werbung verspricht, können wir nicht alles haben. Und falls du dir eine Beziehung wünscht, wirst du auf gewisse Dinge verzichten müssen.

Bindungsangst überwinden: Drei Tipps

Wir haben gerade eben vier häufige Ursachen für Bindungsangst gesehen und wie das Verständnis dafür dir dabei helfen kann, deine Bindungsangst zu überwinden.

Im Folgenden möchte ich noch weitere drei Tipps aufzeigen, die dir helfen können, deine Bindungsangst zu überwinden.

1. Mache eine Therapie

Falls du eine sehr starke Bindungsangst hast oder das Gefühl hast, dass du sie alleine nicht überwinden kannst, mache eine Therapie. Häufig verzeichnen Angsttherapien gute Erfolge.

In einer Therapie kannst du lernen, Vertrauen zu anderen Menschen aufzubauen, Wünsche und Gefühle adäquat zu äußern, Grenzen zu setzen, dich selbst anzunehmen, usw.

2. Offene Beziehung

Letztendlich scheitern viele Beziehung am Anspruch der absoluten Treue. Sicherlich hat auch eine offene Beziehung ihre Nachteile, aber wenn deine Bindungsangst größtenteils ihren Ursprung darin hat, dass du eine gewisse sexuelle Freiheit möchtest, ist eine offene Beziehung eventuell eine gute Option für dich.

(Ein Leserartikel in der Zeit zu dem Thema findest du hier.)

3. Nimm das Tempo heraus

Falls du Bindungsangst hast, ist das Letzte, was du in einer Beziehung brauchst, Druck und Stress. Wenn du erst seit zwei Monaten in einer Beziehung bist, solltest du also nicht gleich planen zusammenzuziehen.

Stattdessen rede offen mit deinem Partner über deine Bindungsangst und mache ihm bewusst, dass du eine gewisse Angst vor Nähe hast und es deshalb langsam angehen möchtest. Klarheit, Ehrlichkeit und Transparenz werden dir dabei helfen, dass dich dein Partner versteht und ihr die nötigen Maßnahmen treffen könnt, bevor du dich wieder total zurückziehst.

Allerdings ist es wichtig, dass du dich nicht selbst belügst und immer wieder auf Abstand gehst, wenn deine Angst zu groß wird. Etwas langsam anzugehen bedeutet nicht, stehen zu bleiben. Wie schon erwähnt, wenn du das Gefühl hast, du bekommst deine Bindungsangst nicht alleine in den Griff, kann eine Therapie helfen.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.