Angst zu versagen: Mit diesen 5 Tipps überwindest du sie endgültig

Jeder hat hin und wieder Angst zu versagen. Wenn diese Angst jedoch zu groß wird, lähmt und kontrolliert sie dich vollkommen. Die folgenden 5 Tipps werden dir dabei helfen, deine Angst vor Fehlern und Niederlagen zu überwinden.

  • Angst zu versagenAnstatt in deinem Beruf nach einer Gehaltserhöhung zu fragen, lässt du es lieber bleiben.
  • Weil du dich nicht blamieren willst, traust du dich kaum, vor größeren Menschenmengen zu sprechen.
  • Als Student oder Schüler plagen dich vor jeder Prüfung Alpträume, da du nichts stärker fürchtest als das Scheitern in einer Klausur.
  • Weil du nicht versagen möchtest, verhältst du dich allgemein viel zu vorsichtig. Wichtige Entscheidungen schiebst du auf und neue Projekte, die scheitern könnten, fängst du gar nicht erst an.

Die Angst zu versagen kann verschiedenste Formen annehmen – denn Tag für Tag eröffnen sich dir neue Gelegenheiten des Scheiterns. Solange du also mit der ständigen Angst zu versagen lebst, wirst du dich nie wirklich entspannen können.

Und nicht nur das. Oft hält dich deine Angst vor dem Versagen auch davon ab, neue Dinge auszuprobieren. Dadurch verpasst du jeden Tag aufs Neue wunderbare Gelegenheiten, zu wachsen, zu lernen und dich als Mensch weiterzuentwickeln.

Wenn deine Angst zu versagen dich so sehr behindert – wie wirst du sie dann los?

1. Angst zu versagen: Akzeptiere deine Angst

Auch wenn deine Angst zu versagen dich nervt – vollkommen beseitigen können wirst du sie nie. Und das ist auch vollkommen ok. Zu einem gewissen Grad ist Angst nämlich etwas zutiefst Menschliches. Sie hat sich im Laufe der Evolution entwickelt, um uns zu schützen. Ein Jäger, der absolut gar keine Angst vor dem Mammut hatte, ließ sich allzu schnell zu einer unüberlegten Entscheidung verleiten. Infolge dessen war dieser Jäger dann – naja, tot.

Es gibt also durchaus Ängste, die berechtigt sind. Oder es zumindest einmal waren. In vielen Fällen machen wir uns jedoch dennoch unnötige Sorgen. Wenn es soweit kommt – und dich deine panische Angst im Griff hat, gibt es nur eine Lösung:

Nimm dir einen Moment Zeit, um deine Angst anzunehmen.

  • Spüre in deinen Körper hinein und nimm wahr, wie sich die Angst bei dir äußert. Ist es ein Zittern in deinen Händen? Ein pochendes Herz? Ein Knoten in der Brust? Ein Kloß im Hals?
  • Mache dir bewusst, dass es ok ist, momentan Angst zu haben. Dass diese Angst da sein darf. Im Moment des Geschehens kannst du wahrscheinlich eh nichts gegen die Angst tun. Wieso sie nicht einfach annehmen?
  • Wenn du es schaffst, die Angst selbst nicht anzunehmen, wenn du Widerstand spürst, versuche wenigstens, diesen Widerstand anzunehmen. Denn auch dadurch wird sich mit der Zeit deine Angst auflösen.

Annahme ist der erste und wichtigste Schritt,
wenn du deine Angst zu versagen loswerden willst

Angst zu versagen

Sobald du anfängst, die Tipps dieses Artikels anzuwenden, wird deine Angst zu versagen mehr und mehr schrumpfen. Dennoch wird sie nie vollständig weggehen. Aus diesem Grund solltest du dich darin üben, mit deiner Angst im Moment des Auftretens adäquat umzugehen.

Und sie zu akzeptieren, anstatt sie so schnell wie möglich beseitigen zu wollen.

Du wirst merken, wie durch diese Annahme um deine Angst herum ein geschützter Raum entsteht. In diesem Raum fühlt sich deine Angst erträglicher an. Denn du weißt nun, dass es hin und wieder vollkommen ok ist, Angst zu haben.

2. Angst zu versagen: Stelle dir das Schlimmste vor

Hinter jeder Angst (auch der Angst zu versagen) verbirgt sich im Grunde die Angst vor dem Unbekannten. Sobald du anfängst, deiner Angst auf den Grund zu gehen, schrumpft sie. Fange deshalb an, dir so detailliert wie möglich auszumalen, was die möglichen Folgen deines Scheiterns sein könnten:

  • Was passiert, wenn du die kommende Prüfung nicht bestehst?
  • Wie wird sich deine Karriere verändern, wenn du die nächste Präsentation verhaust?
  • Was sind die Folgen eines gescheiterten Dates?

Sobald du anfängst, dir in Situationen, die dir Angst bereiten, Worst-Case-Szenarios auszumalen, wirst du Folgendes feststellen:

Eigentlich kann dir kaum etwas wirklich Schlimmes passieren.

  • Du bestehst eine Prüfung nicht? Dann wiederhole sie einfach.
  • Dein Chef kündigt dir und du findest keinen neuen Job? Der Staat fängt dich auf.
  • Auf deinem Date blamierst du dich vor deiner Flamme? Mit hoher Wahrscheinlichkeit hast du bei ihm oder ihr immer noch eine Chance.

Dein Versagen ist nahezu nie endgültig. Je mehr du dir dieser Tatsache bewusst wirst, desto eher wirst du deine Ängste überwinden.

Angst zu versagen

Was steckt hinter deiner Angst zu versagen?

Du weißt nun, dass ein Versagen in den meisten Fällen gar nicht so schlimm ist. Und obwohl dir dies bewusst ist, hast du wahrscheinlich immer noch Angst davor.

Wieso?

Weil dir neben dem Scheitern selbst vor allem die Dinge Angst machen, die mit dem Scheitern einhergehen. Dinge wie:

  • Ein Verlust deines sorgsam aufgebauten Selbstbildes.
    Dein Bild von einem erfolgreichen, guten Studenten wirst du nach einer schlechten Klausurnote nämlich nicht mehr aufrechterhalten können. Und dies ist beunruhigend. Schließlich hat dich die Vorstellung, besser als andere zu sein, (zumindest scheinbar) mit Selbstbewusstsein und Stärke erfüllt. Dass dein Selbstbild nun wegfällt, kann beunruhigend sein.
  • Ausbleibende Bestätigung deiner Mitmenschen.
    Oft messen wir unseren Erfolg daran, wie viel Bestätigung wir durch unsere Mitmenschen bekommen. Daran, wie sehr wir in der Lage sind, das andere Geschlecht auf einem Date zu beeindrucken. Oder daran, wie viele Leute nach unserer Präsentation enthusiastisch klatschen. Wenn dann mal die Bestätigung ausbleibt, fühlen wir uns kacke. Und dieses Gefühl, versagt zu haben, ist es, vor dem du Angst hast.  Nicht das Versagen selbst, sondern die mangelnde Bestätigung deiner Mitmenschen, beunruhigt.
  • Ein harscher Realitätsabgleich.
    Die Angst zu scheitern ist ein zweischneidiges Schwert. Denn obwohl sie sich unangenehm anfühlt, erlaubt sie dir, dich in Tagträumen zu verlieren. Wenn du beispielsweise mit dem Gedanken spielst, SchauspielerIn zu werden, mag dich deine Angst vor dem Scheitern bremsen. Einerseits bist du nämlich überzeugt davon, das Talent zum Superstar zu besitzen. Auf der anderen Seite hast du aber auch Angst, dass sich das Gegenteil herausstellt. Denn erst, wenn du wirklich aktiv wirst, riskierst du einen Misserfolg. Und die damit einhergehende Erkenntnis, dass du vielleicht doch nicht der nächste Brad Pitt oder die nächste Angelina Jolie bist. Die Angst zu versagen ist deshalb auch immer eine Angst vor der Realität.

Hinter deiner Angst zu versagen verbergen sich oft andere Ängste, von denen du vorher gar nichts wusstest. Sobald du diese Ängste ergründest, kannst du mit ihnen arbeiten – und sie schließlich auflösen.

3. Angst zu versagen: Mache dir die Chancen deines Versagens bewusst

Leider werden wir sehr früh mit dem Gedanken infiziert, dass Scheitern etwas Schreckliches ist. Bereits in der Schule bekommen wir die Botschaft:

„Wenn du keine 1 schreibst, bist du nichts wert. Deshalb musst du fleißig sein und lernen – damit du alles sofort auf Anhieb richtig machst und weißt!“

Diese Überzeugung setzt sich in unseren Köpfen fest wie ein Parasit. Die Idee, dass Versagen etwas von Grund auf Schlechtes ist, lässt uns das ganze Leben lang nicht los. Und deshalb wird es Zeit, ein für alle Mal damit aufzuräumen. Denn:

  • In vielen Fällen sind es Momente des Scheiterns, die uns die tiefsten Einsichten über uns selbst oder das Leben bescheren.
  • Nicht selten lernen wir die besten Lektionen aus unseren Fehlern. Zumindest dann, wenn wir uns Zeit nehmen, um zu fragen, wieso wir einen Fehler gemacht haben. Und wie wir es das nächste Mal besser machen können.
  • Oft ist Versagen ein Motivator zu überlegterem Verhalten und besseren Leistungen. So gesehen laufen wir also erst durch unser Versagen zu Höchstleistungen auf.

Angst zu versagen

Wenn du deine Angst zu versagen besiegen willst, trenne dich von der Vorstellung, das Versagen etwas Negatives ist. Hinter jedem Fehler und jedem Moment des Scheiterns verbirgt sich nämlich eine Chance. Wenn du weißt, wie du diese Chance für dich nutzen kannst, brauchst du keine Angst mehr vor dem Scheitern zu haben.

4. Angst zu versagen: Komm zur Ruhe

Wie jedes anhaltende negative Gefühl setzt sich die Angst vor dem Scheitern irgendwann in deinem Körper fest. Dies merkst du daran, dass du dich konstant angespannt fühlst und nie wirklich zur Ruhe kommst.

In diesem Fall werden dir die oben genannten Tipps nur beschränkt weiterhelfen. Anstatt dich mit deiner Angst direkt zu beschäftigen, solltest nun erstmal deinen Körper beruhigen:

  • Gönne dir ein Entspannungsbad oder eine geführte Meditation.
  • Power dich beim Sport so richtig aus und gönne dir danach eine erholsame Sauna-Runde.
  • Verbringe einen Tag in der Natur, um Abstand zu deinen Problemen zu gewinnen und Körper wie Geist zu entspannen.

Angst zu versagen

Auch wenn die Angst zu Versagen nicht in deinem Körper entsteht – meist äußert sie sich früher oder später in körperlichen Symptomen. Mit Maßnahmen wie den oben genannten lernst du, den Stress und die Angst, die in deinem Körper gespeichert sind, wieder loszulassen.

5. Angst zu versagen: Bereite dich besser vor

Die bisher genannten Punkte sind wunderbar dafür geeignet, deine Angst zu versagen dann zu minimieren, wenn sie bereits da ist. Es gibt jedoch noch eine andere Methode, mit der du deine Angst besiegen kannst:

Du verhinderst, dass die Angst überhaupt erst aufkommt.

Wenn du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein wirst, hast du auch keine Angst vor dem Scheitern. Ein einfaches Mittel gegen deine Angst zu versagen ist deshalb, dich einfach besser vorzubereiten:

  1. Suche dir in deinem Leben ein Szenario heraus, das in dir Angst zu versagen auslöst.
  2. Definiere nun für dich, wie ein Versagen in dieser Situation aussehen würde. Im Falle der Prüfung – bei welcher Note hättest du versagt? Bei einer 2, einer 3 oder erst dann, wenn du durchfällst?
  3. Überlege dir nun einen Plan, mit dem du sicherstellen kannst, dass du nicht versagst. In unserem Beispiel – wie viel musst du lernen, um nicht zu versagen?
  4. Erstelle nun einen Plan B. Was tust du, falls du doch scheiterst? Schreibst du die Prüfung nochmal? Wenn ja, wann? Von wem lässt du dir helfen, damit du die Prüfung dieses Mal besser bestehst.

Angst zu versagen

Die richtige Vorbereitung macht den entscheidenden Unterschied. Sie nimmt dir die Angst zu versagen und lässt dich ruhiger schlafen. Zumindest dann, wenn du es nicht übertreibst.

Dich zu sehr mit der Vorbereitung zu stressen, tut nämlich auch nicht gut. Tu also das, was in deiner Macht steht.

Und erinnere dich daran, dass es im Notfall auch nicht schlimm ist, zu scheitern. Schon hast du deine Angst zu versagen besiegt.

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Gewohnheiten ändern: Mit diesem Leitfaden gelingt es dir

Gewohnheiten bestimmen dein Leben. Und das nicht immer nur im Positiven. Deshalb lernst du in diesem Artikel, wie du deine ungesunden, negativen Angewohnheiten loswirst und dir Routinen aneignest, die dein Leben bereichern. Denn auch wenn es manchmal unmöglich erscheint – auch du kannst deine Gewohnheiten ändern.

  • Gewohnheiten ändernWie du anderen Menschen begegnest.
  • Wie du deinen Tag strukturierst.
  • Wie gesund und aktiv dein Leben ist.
  • Wie du denkst und fühlst.
  • Wie du produktiv und diszipliniert du bist.

All diese Dinge (und noch sehr viel mehr) werden stark von deinen Gewohnheiten beeinflusst. Oder anders ausgedrückt – du bist, was du regelmäßig tust.

Und deshalb ist die Fähigkeit, deine Gewohnheiten ändern zu können, von unschätzbarem Wert.

Wie dir dies gelingt, wie du deinen Schweinehund besiegen und alten Verhaltensmuster durchbrechen kannst, verrate ich dir in den nächsten Absätzen.

Vorweg allerdings eine Anmerkung zu dem Aufbau dieses Artikels:

Weil das Loslassen alter Angewohnheiten und das Antrainieren neuer zwei unterschiedliche Dinge sind, habe ich diesen Artikel in zwei Abschnitte unterteilt.

Im ersten Teil geht es deshalb zunächst um das Loslassen alter, ungesunder Angewohnheiten.

Im zweiten Teil wirst du fünf Tipps an die Hand bekommen, die dir beim schnellen, effektiven Aneignen neuer Angewohnheiten helfen.

Teil 1 – Die Gewohnheitsschleife

Hast du dich schonmal gefragt, was der Ursprung deiner Angewohnheiten ist?

Wenn du Antwort nicht schon weißt – hier ist sie:

Hinter jeder deiner (positiven wie negativen) Angewohnheiten versteckt sich ein Bedürfnis.

  • Du rauchst, weil es dir hilft, eine Pause zu machen und dir Zeit für dich zu nehmen.
  • Du knabberst an deinen Fingernägeln, weil du dir davon eine Senkung deines momentanen Stresses erhoffst.
  • Du gehst regelmäßig zum Sport, weil du das Gefühl der glücklichen Erschöpfung und Lebendigkeit danach liebst.

Probiere es doch mal selbst aus. Suche dir eine ungesunde oder negative Angewohnheit aus deinem Leben heraus und frage dich: „Welches Bedürfnis befriedige ich, wenn ich dieser Angewohnheit nachgehe?“ Sobald du die Antwort auf diese Frage weißt, bist du schon einen Schritt weiter.

Denn dann kannst du dir eine gesündere oder positivere Angewohnheit suchen, die dein Bedürfnis ebenso gut befriedigt.

Gewohnheiten ändern

Bevor du allerdings erfährst, wie genau du alte Gewohnheiten ändern kannst, solltest du lernen, wie diese überhaupt funktionieren. Jede Angewohnheit besteht nämlich aus drei Schritten:

  1. Du nimmst einen Hinweisreiz wahr
  2. Du führst eine Routine aus
  3. Du erhältst eine Belohnung

1. Der Hinweisreiz

Jede negative oder positive Gewohnheit beginnt mit einem Hinweisreiz. Dieser Hinweisreiz weist dich auf ein in dir aufsteigendes Bedürfnis hin. Wie ein stiller Ruf drängt er dich, deiner Gewohnheit nachzugehen. Er flüstert „Komm schon, mach es jetzt! Denn dann geht es dir gut.“

Wie genau äußert sich ein Hinweisreiz?

Ganz einfach:

  • Durch plötzliches Gefühl von Unruhe, das dafür sorgt, dass du dir endlich eine entspannende Zigarette ansteckst.
  • Durch eine in dir aufkommende Angst, die dich daran hindert, der absolut unangebrachten Meinung deines Kollegen zu widersprechen.
  • Durch ein Grummeln in deinem Magen, das dich auf deinen sich anbahnenden Hunger hinweist. Und dafür sorgt, dass du dir erst einmal einen Schokoriegel gönnst. (Ok, da kommst du sicher selbst drauf.)

Egal, um welche Angewohnheit es geht – immer gibt es zunächst einen Hinweisreiz. Dieser ist jedoch nur der erste Teil der Gewohnheitsschleife. Das Wichtigste fehlt schließlich noch:

2. Die Routine

Im Grunde habe ich in den obigen Beispielen schon vorweggenommen, wie die Routinen aussehen, die nach dem Hinweisreiz kommen. Aus diesem Grund werde ich mich an dieser Stelle auf eine etwas allgemeinere Beschreibung beschränken:

Routinen sind Abläufe, die du schon so oft ausgeführt hast, dass du gar nicht mehr nachdenken musst, um sie erneut auszuführen. Ganz im Gegensatz zu neuen Handlungsalternativen, die oft erst mühsam gelernt werden müssen, sind Routinen einfach Teil deines Unterbewusstseins.

Und genau deshalb ist es auch so unbequem, sie zu ändern.

Gewohnheiten ändern

Wenn du nicht aufpasst, verirrst du dich immer wieder in den gleichen Routinen

Schließlich ist dir das Ergebnis deiner Routine gut bekannt:

3. Die Belohnung

Nachdem du nun auf deinen Hinweisreiz gehört und deine Routine ausgeführt hast, stellst sich in dir ein Gefühl ein, belohnt worden zu sein:

  • Du fühlst dich bereits nach den ersten paar Zügen an deiner Zigarette entspannter. Das Bedürfnis „Ich möchte zur Ruhe kommen“ wurde damit erfüllt.
  • Du hast die Gefahr einer Konfrontation mit deinem Kollegen erfolgreich vermieden. Das Bedürfnis „Ich möchte mich sicher und geborgen fühlen“ wurde erfüllt.
  • Du spürst, wie sich nach dem Snack ein wohliges Gefühl in dir einstellt. Dein Bedürfnis „Ich möchte mich angenehm satt fühlen“ wurde erfüllt.

Wie du die Schleife durchbrichst

Frage dich zunächst, was genau sich hinter deiner Angewohnheit verbirgt:

  • Das Bedürfnis nach Sicherheit oder Geborgenheit?
  • Das Bedürfnis nach Anerkennung?
  • Das Bedürfnis nach sofortiger Triebbefriedigung?

Je besser du dein Bedürfnis in Worte packen kannst, desto einfacher wird es dir fallen, eine positive Veränderung in deinen Gewohnheiten herbeizuführen.

Denn sobald du das Ziel deiner Angewohnheit ermittelt hast, kannst du dein Leben umstellen. Und andere Wege finden, dieses Ziel zu erreichen.

Gewohnheiten ändern

Machs doch einfach mal anders – neue Gewohnheiten zu lernen, ist kein Hexenwerk

Nehmen wir zum Beispiel an, dass sich hinter deinen Raucherpausen das Bedürfnis nach Entspannung versteckt. Wie könntest du diese Entspannung auch auf anderen Wegen erreichen?

  • Du könntest dir generell einfach mehr Zeit für dich nehmen. Und dir über den Tag verteilt öfter die Erlaubnis geben, einfach mal durchzuatmen.
  • Du könntest jeden Mittag eine kleine Yoga-Pause einlegen.
  • Du könntest dir statt einer Zigarette einen leckeren Tee gönnen. Denn dieser ist gesünder als und zwingt dich trotzdem dazu, eine Pause zu machen.

Für jede ungesunde Angewohnheit gibt es mindestens eine gesündere Alternative. Deine Aufgabe ist es, diese herauszusuchen und in deinen Alltag zu integrieren.

Und noch etwas: Wenn du deine Gewohnheiten ändern willst, solltest du auch immer herausfinden, durch welchen Hinweisreiz sich deine negative Angewohnheit ankündigt.

Denn sobald du diesen Reiz kennst, kannst du rechtzeitig reagieren. Und von nun an auf deine neue, positive Angewohnheit zurückgreifen, anstatt in alte Muster zu verfallen.

Nimm die Signale ernst

Bevor wir zum nächsten Abschnitt kommen, solltest du dir einer Tatsache bewusst werden:

Gerade negative Angewohnheiten sind oft ein Signal dafür, dass dein Leben aus dem Gleichgewicht gekommen ist.

Nehmen wir zum Beispiel das obige Beispiel des Rauchens. Sobald du merkst, dass du nur noch in deinen Raucherpausen Entspannung und Ruhe finden kannst, sollten bei dir die Alarmglocken angehen. Anstatt lediglich an deiner Gewohnheit zu arbeiten, solltest du Wege finden, dein Leben generell entspannter und stressfreier gestalten.

Betrachte deine Gewohnheiten also auch immer im Kontext deiner aktuellen Lebenssituation. Und nimm die Signale, die sie dir senden, ernst.

Gewohnheiten ändern

Oft sind deine schlechten Gewohnheiten Wegweiser,die dich auf einen besseren Lebensstil hinweisen

Du weißt nun, dass es wichtig ist, deine negativen Angewohnheiten im Blick zu haben.

Genauso wichtig ist es aber, dein Leben mit guten Gewohnheiten zu füllen.

Wie dir dies am besten gelingt, verrate ich dir in den nächsten Abschnitten. Egal, ob du alte Gewohnheiten durch neue ersetzen oder lediglich positive Routinen entwickeln willst – diese Tipps helfen.

Teil 2 – Wie du dir das Aneignen neuer Gewohnheiten erleichterst

Eingeschliffene Angewohnheiten zu ändern, ist nicht immer leicht. Dennoch gibt es ein paar Sachen, die du machen kannst, um den Prozess der Veränderung so reibungslos und einfach zu gestalten wie möglich:

1. Gewohnheiten ändern: Ergründe dein Warum

Du möchtest so schnell wie möglich eine nachhaltige Veränderung in deinem Leben herbeiführen?

Nach mache dir bewusst, warum diese Veränderung nötig ist. Denn erst dann ist die nötige Dringlichkeit da, die du brauchst, um alte Verhaltensmuster zu ändern.

Erst, wenn du weißt, warum du eine neue Gewohnheit einüben oder eine alte verändern willst, wirst du auch wirklich aktiv. Deshalb solltest du dir so bildhaft wie möglich vor Augen führen, wie sich dein Leben mit der neuen Gewohnheit zum Besseren wandeln wird:

  • Wie wirst du dich fühlen und aussehen, wenn du mehr Sport machst? Wie viel selbstbewusster wirst du sein, wenn du dich vor deinem Partner ausziehst oder am Strand spazieren gehst?
  • Wie viel fitter und gesünder wirst du leben, wenn du keine Zigarette mehr anfasst. Und stattdessen auf einen ausgeglichenen und entspannten Lebensstil achtest?
  • Wie viel lebendiger wirst du sein, wenn du dich regelmäßig traust, deine Meinung zu äußern? Wie viel entspannter wirst du sein, wenn du nichts dagegen hast, auch mal anzuecken?

Dir die Konsequenzen deiner neuen Gewohnheit so detailliert wie möglich vorzustellen, kann ziemlich motivierend sein.

Gewohnheiten ändern

Dein Warum wird dich auf dem Weg zu neuen Gewohnheiten wie ein Kompass leiten

2. Gewohnheiten ändern: Setze dir ein Ziel

Ohne Ziel ist es schwer, deine eigenen Fortschritte zu auf dem Weg zur neuen Gewohnheit zu messen. Deshalb solltest du dir immer kleine und große Meilensteine basteln, die dir dabei helfen, langsam aber sicher dein Verhalten zu ändern:

  • Jede Woche zweimal ins Fitness-Studio gehen.
  • Einen Monat lang nur eine Zigarette pro Tag rauchen.
  • Mindestens einmal die Woche rücksichtslos ehrlich deine Meinung äußern.

Ziele wie diese sind realistisch und dennoch schaffbar.

Sobald du sie erreicht hast, kannst du dich auf eine für dich passende Art belohnen. Und dir dann ein neues Ziel setzen. Zu viel solltest du dir allerdings auch nicht vornehmen. Denn die nächste Regel, mit der du dir das Aneignen neuer Gewohnheiten vereinfachst, lautet:

3. Gewohnheiten ändern: Fange klein an

Jeder Veränderung braucht Zeit. Und weil du dich auf dem Weg zu neuen Gewohnheiten nicht in einem Sprint, sondern in einem Marathon befindest, reicht es, zunächst kleine Schritte zu machen.

  • Wenn du ein Buch schreiben möchtest, erlaube es dir, erst einmal eine halbe Stunde pro Tag zu schreiben.
  • Wenn du dich gesünder ernähren willst, achte darauf, dass du zunächst eine gesunde Mahlzeit am Tag zu dir nimmst.
  • Wenn nach einer langen Pause wieder öfter Sport machen willst, mache am Anfang jeden Tag einige leichte Übungen.
Gewohnheiten ändern

Auch wenn du ambitioniert bist:Oft sind es die kleinen Schritte, die dich am weitesten bringen

In kleinen Schritten voranzugehen und dich mit der Zeit zu steigern, wird dich langfristig motiviert halten.

Du wirst merken, wie mühelos du dir dadurch neue Angewohnheiten aneignen kannst.

(Lies auch: Kalt duschen: Vorteile und Tipps)

4. Gewohnheiten ändern: Trickse dich selbst aus

Kannst du dich an den Abschnitt mit dem Hinweisreiz erinnern? Daran, dass Hinweisreize sowohl Bestandteil negativer als auch positiver Gewohnheiten sind?

Diesen Umstand kannst du nutzen, um dich selbst auszutricksen. Und positive Gewohnheiten zu einem Kinderspiel zu machen.

Was genau ich damit meine?

  • Wenn du deine Sportsachen schon am Vorabend sichtbar auf deinen Sessel gelegt hast, wird dir der Frühsport am nächsten Morgen sehr viel leichter fallen.
  • Wenn du deinen Wecker nicht auf deinen Nachttisch, sondern auf deinen Schreibtisch stellst, wirst du garantiert zur gewünschten Zeit aufstehen.
  • Wenn du dir am Ende der Woche überlegst, welche Aufgaben und Routinen du an welchem Wochentag der nächsten Woche erledigen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass du diese auch wirklich erledigst.

Oft ist die richtige Vorbereitung – die clevere Platzierung von Hinweisreizen – der beste Weg, neue Angewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren.

Wenn dein Alltag so konzipiert ist, dass kein Weg an deinen positiven Angewohnheiten vorbeiführt, haben negative Verhaltensweisen keine Chance mehr.

5. Gewohnheiten ändern: Akzeptiere den Widerstand

Gerade weil sich viele deiner Gewohnheiten über Jahre eingeschliffen haben, wird sich das Einüben neuer Gewohnheiten nicht immer angenehm anfühlen. Du wirst merken, wie sich in dir eine Stimme meldet, die die dich wieder in die alten Bahnen zwingen möchte.

Was du in jenen Momenten erfährst, ist innerer Widerstand.

Dieser Widerstand ist normal – er tritt immer dann auf, wenn du große Veränderungen in deinem Leben herbeiführst. Anstatt diesen Widerstand zu verteufeln (und damit noch mehr Widerstand hervorzurufen), solltest du ihn einfach annehmen. Denn letztendlich muss sich dein Leben ja nicht immer gut anfühlen.

Wenn du dir dieser Tatsache bewusst wirst, kannst du selbst die hartnäckigsten Gewohnheiten ändern. Und das, ohne auf dem Weg zu verzweifeln und demotiviert aufzugeben.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Was soll ich tun? Der ultimative Leitfaden für gute Entscheidungen

Du befindest dich in einer schwierigen oder ausweglosen Lebenssituation? Du musst eine wichtige Entscheidung treffen, weißt aber nicht, welche Alternative die bessere ist? Dir ist langweilig und du hast keine Ahnung, was du mit deinem Leben anfangen (oder einfach nur heute machen) sollst? Kein Problem – denn in dem folgenden Artikel findest du 5 Antworten auf die Frage „Was soll ich tun?“

Was soll ich tun

Unter uns: Selten läuft es im Leben so rund, wie wir uns das wünschen.

Wahrscheinlich durchlebst auch du immer wieder Zeiten, in denen du dich hilflos und verloren fühlst.

In diesen Momenten:

  • Hast du keine Ahnung, was du überhaupt mit deinem Leben anstellen sollst.
  • Plagen dich so viele Probleme, dass du nicht weißt, wie du deine gegenwärtige Situation meistern sollst.
  • Stellst du dir Fragen wie „Was soll ich tun?“ und „Was soll aus mir werden?“  und weißt nicht, wie du dich entscheiden sollst.

Ich kenne Situationen dieser Art.

Und ich weiß, wie wertvoll es sein kann, in Momenten des Zweifelns, der Sorge und der Unentschlossenheit auf den Rat anderer zurückzugreifen. Aus diesem Grund habe ich für dich im Folgenden 5 Antworten auf die Frage „Was soll ich tun?“ zusammengetragen.

1. Was soll ich tun? Nimm dir Zeit!

Sicher hast du einen guten Grund dafür, dir die Frage „Was soll ich tun?“ zu stellen. Höchstwahrscheinlich möchtest du auch so schnell wie möglich eine Antwort auf diese Frage hören.

Und das ist nachvollziehbar.

Leider führt dich dein Bedürfnis, in einer schwierigen Lebenssituation eine sofortige Lösung parat haben zu müssen, oft in die Irre. Denn obwohl es wichtig ist, im Leben entschlossen zu handeln, musst du nicht immer sofort wissen, was zu tun ist.

Manchmal darfst du nämlich auch einfach mal tief durchatmen. Dir die Zeit nehmen, die du brauchst. Um dann, wenn du bereit bist, genau zu wissen, wie du die Schwierigkeiten deines Lebens am besten meisterst.

Sicher kennst du den Spruch „Kommt Zeit, kommt Rat.“ Auch wenn dieser Spruch vielleicht etwas altbacken ist – wahr ist er trotzdem. Oft reicht es nämlich schon, wenn du in einer fordernden Lebenssituation eine Nacht drüber schläfst. Und selbst wenn aus dieser Nacht eine Woche, ein Monat oder ein ganzes Jahr wird, ist das nicht schlimm.

Du hast mehr Zeit, als du denkst

Was soll ich tun

Du darfst es dir nämlich erlauben, dich deinen Herausforderungen in deinem eigenen Tempo zu stellen. Genauso darfst du dich auch mal schlecht oder unsicher fühlen – und das sogar über einen längeren Zeitraum hinweg.

Anstatt dich also mit der Frage „Was soll ich tun?“ zu quälen, probiere einfach mal das aus:

  • Nimm deinen gegenwärtigen Zustand an.
  • Befreie dich von dem Druck, unbedingt so schnell wie möglich eine Entscheidung treffen zu müssen.
  • Atme tief durch und sammle deine Energie.
  • Vertraue darauf, dass du zur richtigen Zeit die richtigen Erkenntnisse haben wirst.

Und du wirst merken, dass sich dir die Antwort auf die Frage „Was soll ich tun?“ ganz von allein eröffnen wird.

Was dir übrigens auch helfen wird, ist dich selbst besser kennenzulernen. Der Artikel wird dir dabei helfen: Wer bin ich?

2. Was soll ich tun? Werde zum Strategen!

Sobald es darum geht, wichtige Lebensentscheidungen zu treffen oder eine schwierige Lebenssituation zu meistern, machen wir oft einen verheerenden Fehler:

Wir denken gar nicht richtig nach.

Anstatt nach Lösungen für unser gegenwärtiges Problem zu suchen, verlieren wir uns in den immer gleichen Grübel-Gedanken. Wir fangen an, uns Sorgen zu machen und unseren tiefsten Ängsten Raum zu geben. Und eh wir uns versehen, haben wir unser Problem im Kopf viel größer gemacht, als es ursprünglich war.

Wenn du dir also die Frage „Was soll ich tun?“ stellst, solltest du anfangen, strategischer vorzugehen:

  • Denke darüber nach, in welcher Situation du dich gerade befindest. Und welche Möglichkeiten du jetzt hast, um angemessen auf diese Situation zu reagieren.
  • Falls du eine Entscheidung treffen musst: Wäge anhand einer Pro-Kontra-Liste ab, welche Option die bessere ist. Und reduziere dadurch deine Angst vor falschen Entscheidungen.
  • Führe dir vor Augen, was schlimmstenfalls passieren kann, wenn du deine gegenwärtige Herausforderung nicht bestehst oder die falsche Entscheidung triffst. Und dann überlege dir, was du im Falle des Scheiterns tun kannst, um schnell wieder auf die Beine zu kommen.
  • Beobachte dich ganz genau. Entwickle einen inneren Sensor dafür, wann dein Kopf anfängt, in unnötige Panikgedanken zu verfallen. Mache dir bewusst, dass diese Gedanken dich in deiner Entscheidungsfindung meist nicht weiterbringen. Und entscheide dich dafür, mit dem Problemlösen dann weiterzumachen, wenn du wieder einen klareren Kopf hast.

Wie strategisch gehst du deine Entscheidungen wirklich an?

Was soll ich tun

Eine strategische Herangehensweise an dein Leben wird deine Haltung gegenüber deinem gegenwärtigen Problem (bzw. gegenüber der Entscheidung, die dich plagt) maßgeblich verändern. Denn sobald du deine Optionen klar vor Augen hast, wirst du wesentlich entspannter und selbstbewusster durch dein Leben gehen.

Nun weißt du, dass du alles in deiner Macht Stehende tun wirst, um dein Leben zu meistern. Und dass du selbst im Falle des Scheiterns einen Weg finden wirst, wieder aufzustehen.

3. Was soll ich tun? Hör auf deine Intuition!

Die Intuition ist eine der am stärksten unterschätzten menschlichen Fähigkeiten. Letztendlich ist es nämlich meist dein Bauchgefühl, das dir sagt, welche Entscheidung endgültig die richtige ist.

Wenn du also nach einer Antwort auf die Frage „Was soll ich tun?“ suchst, fange an, deine Intuition zu schulen:

  • Richte deine Wahrnehmung öfter auf deinen Körper. Welche Momente in deinem Leben fühlen sich einfach richtig und gut an? Bei welchen Entscheidungen spürst du ein Gefühl der Stimmigkeit? Wann merkst du, dass du gerade nicht auf deine innere Stimme hörst?
  • Fange an, dir selbst zu vertrauen. Gewöhne es dir ab, auf andere Menschen mit der Einstellung „Sag mir, was ich machen soll!“ zuzugehen. Und habe den Mut, das zu tun, was du für richtig hältst.
  • Handle öfter im Einklang mit deinen Werten und Bedürfnissen. Denn je mehr Integrität du ausstrahlst, desto einfacher wird es deiner inneren Stimme fallen, sich bei dir Gehör zu verschaffen.

Du kannst dich nur schwer entscheiden? Probier es doch mal mit deiner Intuition!

Was soll ich tun

Falls du dir die Frage „Was soll ich tun?“ stellst, hast du wahrscheinlich schon länger nicht mehr auf deine Intuition gehört. Und dadurch ist deine innere Stimme über die Zeit hinweg immer leiser geworden – sodass du sie heute kaum noch hören kannst.

Das ist nicht schlimm.

Denn mit jedem Moment, den du dich etwas stärker spürst und mehr auf dich achtest, schulst du deine Intuition. Eh du dich versiehst, bist du wieder in der Lage, dein Leben intuitiv zu meistern. Die richtigen Entscheidungen zu treffen, wird dir dann nicht mehr schwerfallen.

Vor allem, wenn du intuitives und strategisches Vorgehen miteinander verbindest.

4. Was soll ich tun? Komm ins Handeln!

Erst, wenn du aktiv wirst, bist du in der Lage, die Unsicherheit deiner gegenwärtigen Situation ein für alle Mal zu loszuwerden.

Und wenn es darum geht, aktiv zu werden, solltest du dir einer Tatsache bewusst sein:

Die wenigsten deiner Handlungen haben wirklich verheerende Folgen.

  • Du überlegst, was du studieren möchtest? Selbst wenn du dich jetzt für den falschen Studiengang entscheidest, kannst du später immer noch zu einem anderen wechseln. Und das (wenn du es richtig machst) sogar ohne Verlust deines Bafög-Anspruches.
  • Du überlegst, dein eigenes Unternehmen zu gründen oder zumindest mehr Zeit in deine eigenen Projekte zu investieren? Tu es doch einfach. Das Schlimmste, was passieren kann, ist, dass du mit dem, was du tust, nicht erfolgreich bist. Und selbst in diesem Fall hast du dazugelernt. Und Zeit mit einer deiner Leidenschaften verbracht.
  • Du möchtest in eine andere Stadt ziehen? Einfach machen! Denn wieder in die Heimat ziehen kannst du im Nachhinein immer noch (auch wenn der Aufwand eines erneuten Umzuges nervt).

Sicher werden dir einige Entscheidungen etwas mehr Überlegung abverlangen. Ob du dich zum Beispiel von einem langjährigen Partner trennst oder eine Familie gründest, solltest du dir gut überlegt haben (hier bitte auf Punkt 1, 2 und 3 zurückgreifen).

Die allermeisten Entscheidungen sind jedoch weitaus weniger verheerend. Diese Entscheidungen hinauszuzögern, kostet dich lediglich unnötige Energie und Nerven. Gewöhne es dir also an, mehr zu machen und weniger zu überEntlegen.

Soll ich oder nicht? Entscheidungen zu treffen und zu handeln, ist einfacher als du denkst!

Was soll ich tun

Ein Problem unserer Zeit

Übrigens ist es gar kein Wunder, dass du es verlernt hast, schnell Entscheidungen zu treffen.

Wir leben heute nämlich in einer Zeit, in der es mehr Wahlmöglichkeiten gibt als je zuvor. Anstatt diese Auswahl zu genießen, lassen wir uns jedoch viel zu oft davon lähmen. Und das nur, weil wir dem Irrglauben unterliegen, immer die eine beste Entscheidung treffen zu müssen.

In den allermeisten Fällen gibt es jedoch nicht „die beste Entscheidung“. Sondern einfach nur gute und weniger gute Lösungen. Diesen Umstand zu erkennen, wird deine Angst, Entscheidungen zu treffen, drastisch reduzieren.

Fang deshalb an, dich öfter und schneller zu entscheiden. Und so schnell wie möglich ins Handeln zu kommen. Sobald du dies tust, gewinnst du Selbstbewusstsein und Klarheit. Und nicht selten findest du erst dadurch heraus, was du wirklich willst – oder was für dich richtig ist.

Falls du dir also die Frage „Was soll ich tun?“ stellst, werde einfach aktiv. Und schaffe dir deinen Weg, indem du ihn gehst.

(Lies auch: 10 wichtige Lebensweisheiten, die du unbedingt kennen solltest)

5. Was soll ich tun? Frag andere um Rat!

Auch wenn sie viele Vorteile und Annehmlichkeiten mitbringt – unsere westliche Welt hat auch ihre Tücken. Eine davon ist unsere Egozentriertheit.

  • Wir sorgen uns Tag für Tag nur um unsere eigenen Probleme und Befindlichkeiten.
  • Wir beziehen Erfolge genauso wie Momente des Scheiterns gänzlich auf uns.
  • Wir entwickeln den Anspruch, unsere eigene Lebensmission finden und komplett für unser Leben verantwortlich sein zu müssen.
  • Wir haben das Gefühl, dass wir unterlegen sind, wenn wir nicht mit jeder schwierigen Lebenssituation allein zurechtkommen.

All diesen Gedanken liegt ein riesiger Irrtum zugrunde: Der Fehlglaube, dass wir unabhängig von unserer Umwelt existieren. Und aus diesem Fehlglauben leiten wir die perverse Idee ab, dass wir unser Leben als Einzelkämpfer bestehen müssen.

Vollkommener Bullshit.

Denn letztendlich sind wir soziale Wesen. Es liegt in unserer Natur, anderen Menschen Beistand zu leisten. Genauso natürlich sollte es daher für uns sein, in Notsituationen (oder sogar im Alltag) Hilfe einzufordern oder um Rat zu fragen.

Jeder braucht ab und zu die Hilfe eines Anderen

Was soll ich tun

Wo du Rat und Hilfe findest

Dir die Frage „Was soll ich tun?“ zu stellen, ist also grundsätzlich nicht verkehrt. Anstatt diese Frage jedoch lediglich an das Internet zu richten, wende dich doch einfach mal an Menschen, die du kennst. Sowohl Freunde und Bekannte als auch Mentoren, zu denen du aufblickst, können dir mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn du allein nicht mehr weiterweißt.

Abgesehen davon gibt es heutzutage fast für jeden Lebensbereich professionelle Hilfe – Menschen, deren Lebensaufgabe es ist, anderen zu helfen:

  • Coaches unterstützen dich dabei, dein Potenzial auszuschöpfen.
  • Therapeuten nehmen dich an die Hand, wenn du die Wunden deiner Vergangenheit heilen willst.
  • Berater nehmen dich bei wichtigen Entscheidungen an die Hand.
  • Und für den Rest ist das Sorgentelefon da.

Wenn du dir die Frage „Was soll ich tun?“ stellst, erkenne zunächst, dass du die Hilfe und den Beistand anderer verdient hast. Und dann erlaube es dir, diese Unterstützung aus Selbstliebe in Anspruch zu nehmen.

Du wirst merken, wie nützlich es sein kann, dir in deiner gegenwärtigen Situation Hilfe zu holen. Und wie sehr ein unvoreingenommener Blick von außen deine Entscheidungsfähigkeit unterstützen kann.

Und wenn gar nichts mehr weiterhilft? Lenke dich ab!

Es gibt Momente, in denen du zu tief in deinem eigenen Problem steckst, als dass du irgendeinen klaren Gedanken fassen könntest.

In diesen Situationen kann es hilfreich sein, dich von deiner gegenwärtigen Situation abzulenken, bis du wieder mehr Energie und Fokus hast.

Ist Ablenkung immer der richtige Weg?

Garantiert nicht. Denn wie bei allen Dingen kommt es auch bei der Ablenkung auf das richtige Maß an. Koks ist also ein absolutes No-Go…

Was du stattdessen machen kannst:

  • Geh mit deinen besten Freunden ins Kino.
  • Unternimm einen aufregenden Kurzurlaub.
  • Probiere ein neues Hobby aus oder nimm ein altes wieder auf.

Sobald du dich auf gesunde Art und Weise ablenkst, entspannt sich dein Geist. Nicht selten passiert es dann, dass du auf einmal viel besser in der Lage bist, Probleme zu lösen, die du vorher noch für unlösbar gehalten hast.

Gehirnforscher haben nämlich herausgefunden, dass spontane Einfälle und Problemlösungen dann an die Oberfläche unseres Bewusstseins treten, wenn wir Folgendes tun:

  1. Wir denken aktiv über das Problem nach und versuchen gezielt, Lösungen zu finden. Damit setzen wir den Problemlösungsprozess in Gang.
  2. Wir lassen das Problem ruhen und gehen einer entspannenden Tätigkeit nach. In dieser Zeit arbeitet unser Unterbewusstsein weiter, sodass uns dann ein plötzlicher Einfall ereilt, wenn wir es am wenigsten erwarten.

Ablenkung kann also durchaus sehr positive Wirkungen haben. Wenn du also partout keine Antwort auf die Frage „Was soll ich tun?“ hast, mach doch einfach mal etwas, das nichts mit deinem Problem zu tun hat. Und warte ab, bis die Zeit dir ganz von allein die richtigen Erkenntnisse bringt.

Erkenntnisse, mit deren Hilfe das Fällen einer Entscheidung zum Kinderspiel wird.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Selbstliebe: Versuche nicht, dich selbst zu lieben

Selbstliebe ist ein wichtiger Grundstein für ein erfülltes Leben. Doch der Versuch, sich selbst zu lieben, geht oft nach hinten los. In diesem Artikel erfährst du deshalb, wie das mit der Selbstliebe wirklich funktioniert und warum du dich dafür nicht nackt vor dem Spiegel einreden musst, wie sehr du dich selbst liebst.

Selbstliebe-Gefühle sind gar nicht so einfachBeeinflusst durch unsere Konsumgesellschaft und die wachsende Selbstdarstellung im Internet glauben wir immer mehr, dass wir das Zentrum des Universums sind. Je mehr sich die Welt um uns dreht, desto wichtiger glauben wir zu sein.

Dadurch ist in den letzten Jahren immer mehr der Anspruch entstanden, sich selbst lieben zu müssen.

Seit einigen Jahren wird Selbstliebe immer mehr als eine notwendige Eigenschaft für ein glückliches Leben dargestellt.

Tagtäglich postet irgendjemand auf Social Media, wie wichtig dies doch sei. Auch beim Blick in ein beliebiges Lifestyle-Magazin wirst du an dem Thema kaum vorbeikommen. Und viele Menschen behaupten, dass du dich erst selbst lieben musst, bevor dich jemand anderes lieben kann.

Doch wie wahr ist das?

Natürlich ist die Beziehung zu dir selbst wichtig. Und je besser diese Beziehung ist, desto glücklicher und zufriedener wirst du wahrscheinlich sein.

Doch das heißt noch lange nicht, dass du dich über alles lieben musst, bevor du ein gutes Leben führen kannst.

Selbstliebe als notwendige Eigenschaft für ein erfülltes Leben vorauszusetzen führt nur dazu, dass wir unser Glück und unsere Zufriedenheit an eine weitere Bedingung knüpfen.

Auch Aussagen wie „nur wer sich selbst liebt, kann auch andere lieben“ oder „wer sich selbst nicht liebt, kann nicht geliebt werden“ halte ich für sehr kritisch.

Oft genug ist es ja gerade die Liebe eines anderen Menschen, die uns hilft, alte Wunden zu heilen und uns selbst in einem besseren Licht zu sehen.

Der wachsende Anspruch, sich selbst zu lieben, führt zu viel Druck – und geht deshalb oft nach hinten los.

Sich selbst lieben? Wenn dich der Anspruch danach überfordert

Falls du nicht schon ein relativ gesundes Selbstwertgefühl hast, ist das Streben nach mehr Selbstliebe schnell überfordernd.

„Oh Mann! Wie soll ich mich denn überhaupt mögen? Ich bin doch ein Versager, kann nichts und bin unwichtig. Alle scheinen das mit den Selbstliebe-Gefühlen hinzukriegen, nur ich nicht …“

Zack, schon fühlst du dich noch ein bisschen beschissener als vorher.

Sich selbst zu lieben, bedarf ein gesundes Selbstwertgefühl

Der Anspruch, um jeden Preis all diese Gefühle für dich zu haben, kann schnell dazu führen, dass du dich noch schlechter fühlst, weil es so ein unerreichbares Ziel zu sein scheint.

Das ist vor allem dann der Fall, wenn man sich als Person nicht einmal mag, unzufrieden mit sich ist, und glaubt, die eigene Meinung sei nicht wichtig.

Falls du also ein schlechtes Selbstbild hast und dann versuchst, dich als ziemlich perfekten Menschen zu sehen, ist das so, als würdest du mit Fäustlingen versuchen Klavier zu spielen.

Aber Anchu! Es gibt doch diese positiven Affirmationen! Ich kann mich doch einfach jeden Tag nackt vor den Spiegel stellen und mir einreden, wie sehr ich mich selbst liebe!

Affirmationen werden gerne als Wundermittel verkauft. Doch wie die meisten Wundermittel haben auch positive Affirmationen einen großen Haken.

Selbstliebe-Affirmationen: Nicht so gut wie ihr Ruf

Die meisten Menschen, die ein besseres Selbstwertgefühl haben wollen, versuchen es früher oder später mit Selbstliebe-Affirmationen.

Sie reden sich also immer wieder ein, dass sie sich sehr lieb haben und dass sie wichtig sind.

Studien haben jedoch gezeigt, dass Selbstliebe-Affirmationen nur bei denjenigen funktionieren, die schon ein gutes Selbstwertgefühl haben. Also bei Menschen, die diese Affirmationen eigentlich nicht benötigen.

Bist du jedoch unsicher und hast ein niedriges Selbstwertgefühl, werden Selbstliebe-Affirmationen wahrscheinlich nicht funktionieren.

Laut einer renommierten Studie scheint es sogar so, dass Affirmationen bei Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl negative Effekte haben.

In der Studie wiederholten die Probanden folgende Affirmation: „Ich bin eine liebenswürdige Person“. Diese Affirmationen führte jedoch durch die Bank dazu, dass sich die Probanden schlechter fühlten als vorher.1

Wenn du also weit davon entfernt bist, dich gut zu finden und dir dann einredest, dass du dich so sehr liebst, wirst du dich wahrscheinlich eher schlechter als besser fühlen.

Warum helfen Selbstliebe-Affirmationen oft nicht dabei, dich besser zu fühlen?

Warum funktionieren Selbstliebe-Affirmationen bei vielen Menschen nicht oder führen sogar dazu, dass sie sich schlechter fühlen?

Weil eine Affirmation nur dann funktioniert, wenn sie zumindest ansatzweise unseren Erfahrungen und unserem Selbstbild entsprechen.

Entspricht eine Affirmationen (Ich liebe mich, Ich bin glücklich, Ich bin selbstbewusst, etc.) nicht unseren Erfahrungen oder unserem Selbstbild, verspüren wir einen inneren Konflikt. Wir haben dann das Gefühl, uns selbst zu belügen.

Nehmen wir an, du bist unzufrieden mit dir selbst und siehst dich nicht als einen liebenswürdigen Menschen. Redest du dir jetzt ein, dass du dich selbst liebst, wird sich wahrscheinlich eine kleine Stimme in deinem Kopf melden und dir widersprechen.

Deine Stimme wird sagen: Nein! Das stimmt doch gar nicht. Du liebst dich nicht selbst. Erzähle keinen Blödsinn, du Lügner!

Diese Stimme ist dein innerer Lügendetektor. Und dieser springt an, wenn du dir etwas einreden willst, das nicht mit deinem aktuellen Selbstbild und deinen Erfahrungen übereinstimmt.

Die Sache ist die: Dein Selbstbild hat sich über Jahrzehnte hinweg entwickelt.

Es basiert unter anderem auf deinen Glaubenssätzen, deinen Werten, deinen Erfahrungen und deinem Umfeld. Und genau deshalb kannst du es auch nicht von heute auf morgen ändern.

Vor allem nicht dadurch, dass du dich nackt vor den Spiegel stellst und dir ein paar wünschenswerte Eigenschaften einredest.

Wenn eine positive Affirmation – wie zum Beispiel „Ich liebe mich“ – noch nicht mal ansatzweise deinem Selbstbild entspricht, wirst du sie nicht glauben können.

Dann kannst du dich genauso gut vor den Spiegel stellen und dir vollen Ernstes einreden, dass du Batman bist. Das funktioniert natürlich nicht. Erstens, weil du nicht Batman bist. Und zweitens, weil du nicht Batman bist.

Versuche nicht, dir etwas einzureden

Hat hier jemand Batman gesagt?

Wie lernt man also, sich selbst zu lieben?

In dem du dich in Selbstakzeptanz übst.

Übe dich in Selbstakzeptanz statt in Selbstliebe

Der wohl wirksamste Weg zu mehr Selbstliebe ist dich in Selbstakzeptanz zu üben. Das trifft vor allem dann zu, wenn du gerade nicht so gut über dich denkst.

Anstatt dir also andauernd einzureden, wie toll du bist und wie sehr du dich liebst, vergib dir für deine Fehler, akzeptiere deine Schwächen und nimm deine Schattenseiten an.

Dich selbst zu lieben kann in manchen Momenten unmöglich erscheinen. Sich in Akzeptanz zu üben und zu lernen, die eigenen Fehler und Unzulänglichkeiten anzunehmen, ist realistischer.

Auch wenn du ein sehr negatives Bild von dir hast, kannst du anfangen, dich in Selbstakzeptanz zu üben.

Statt dich selbst zu lieben, fange an, dich zu akzeptieren

Sie hat kein Vertrauen in sich

Der Weg zur Selbstliebe besteht also nicht darin, dich immer selbst zu lieben, sondern dich und all deine Seiten an dir zu akzeptieren – auch die Negativen.

Wie lerne ich mich zu akzeptieren?

Jeder Mensch hat Seiten an sich, die er nicht mag:

  • Schwächen oder Dinge, die er nicht gut kann.
  • Gewisse Eigenschaften, die er lieber nicht hätte.
  • Unsicherheiten und Ängste.
  • Etwas an seinem Aussehen.
  • Misserfolge aus der Vergangenheit.
  • Fehler, die er gemacht hat.

Selbstakzeptanz bedeutet, diese Dinge anzunehmen. Es geht also nicht darum, dass du dich unendlich lobst und auf alles, was du bist und getan hast, stolz bist.

Es geht darum, dass du deine Schattenseiten akzeptierst, sie als einen Teil von dir ansiehst und nicht mehr vor ihnen davonläufst.

Seinen eigenen Schattenseiten zu begegnen mag erst mal sehr schmerzhaft sein. Deshalb rennen die meisten Menschen auch ein Leben lang vor ihnen davon.

Doch nach dem ersten großen Schmerz beginnt die Heilung.

Fange also an, dahin zu schauen, wo es weh tut. Traue dich, dir das einzugestehen, was du dir bis jetzt nicht eingestehen wolltest.

Es der erste und wichtigste Schritt zu einer gesunden und stabilen Beziehung zu dir selbst.

Zu diesem Thema habe ich auch ein Video gedreht:

Selbstakzeptanz lernen: Unterscheide zwischen dir und dem, was du tust

Viele Menschen mit einem schlechten Selbstbild schließen von ihren Handlungen auf sich selbst als Mensch. Sie begehen einen Fehler oder scheitern und denken, sie seien deshalb schlechte Menschen. Personen mit einem gesunden Selbstbild unterscheiden hingegen eher zwischen sich und dem, was sie tun.

Mach dir bewusst, dass es per se keine guten oder schlechten Menschen gibt. Es gibt nur Menschen – und diese tun gute wie auch schlechte Dinge.

Auch ein Mensch, der viel Schlechtes getan hat, wird gute Seiten haben. Und auch ein Mensch, der viel Gutes tut, tut hin und wieder Schlechtes.

Nur weil du einen Fehler machst, bist du also kein schlechter Mensch. Nur weil du etwas tust, das komisch ist, bist du noch kein komischer Typ. Nur weil du scheiterst, bist du noch kein Versager. Was du tust und wer du bist, sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Das Problem ist, wenn du von deinen Taten auf dich als Mensch schließt und dich dann dafür verurteilst:

„Oh Mann! Ich habe es heute schon wieder nicht geschafft, meinem Chef mal die Meinung zu sagen. Ich bin so ein Versager und Nichtsnutz. Ich schaffe gar nichts und werde es nie zu etwas bringen.“

Zack, schon liegst du auf der Couch und frisst vor Frust Schokolade bis dir schlecht wird und versinkst in Selbsthass.

Mach dir bewusst, dass du OK bist, so wie du bist.

Es ist meistens erst der Anspruch an Selbstliebe, der uns überhaupt auf die Idee bringt, uns zu bewerten. Doch du kannst nicht nur schlecht oder nur gut sein.

Er liebt sich nicht, aber akzeptiert sich

Wir sind alle nur Menschen, die Dinge tun. Und diese Dinge sind manchmal gut und manchmal weniger gut. Aber das alleine macht uns noch nicht zu guten oder schlechten Menschen.

Nur, weil du mal etwas Komisches sagst, deine Angst nicht überwindest, versagst, einen Fehler begehst oder scheiterst, bist du noch lange nicht weniger Wert oder ein schlechterer Mensch.

Schreib dir das hinter die Ohren. Oder tätowiere es dir auf den Unterarm.

(Falls du unter großem Selbsthass leidest, lies diesen Artikel: Selbsthass: Wie du ihn überwindest)

Selbstakzeptanz vs. Selbstliebe

Eine gesunde Form von Selbstliebe hat nichts mit Egoismus oder Narzissmus zu tun. Doch das Streben nach mehr Selbstliebe führt nicht selten dazu, dass Menschen falsch abbiegen und sich selbst zu wichtig nehmen – was negative Auswirkungen auf ihr Leben hat.

Ich meine, schau dir unsere Gesellschaft an.

Immer mehr Menschen sind zu selbstverliebt.

  • Ihnen fehlt es an Selbstreflexion.
  • Sie können schlecht mit Kritik umgehen.
  • Sie sind unfähig, einen Fehler einzugestehen oder sich zu entschuldigen.
  • Sie brauchen die ständige Bestätigung von anderen.

Gerader der letzte Punkt ist ein sehr guter Indikator dafür, dass jemand ein ungesundes Selbstwertgefühl hat.

Falls du also jeden Tag ein Selfie auf Instagram postet, tust du das vermutlich nicht aus Selbstliebe, sondern weil du süchtig nach Bestätigung bist.

Sorry, Kumpel.

Narzissmus-Level: Gott

Selbstbewusstsein & Selbstvertrauen sind wichtig, aber nicht Selbstsucht

In unserer modernen „Schaut-alle-her-wie-geil-mein-Leben-ist“ Social-Media Gesellschaft glauben immer mehr Menschen dass sich die ganze Welt um sie dreht und anderen dazu da sind, ihre Bedürfnisse zu erfüllen und nach ihrer Pfeife zu tanzen.

Diese übertriebene Selbstbezogenheit führt dazu, dass immer mehr Menschen zu egoistischen Narzissten werden.

Und genau deshalb solltest du dich in Selbstakzeptanz üben, statt ständig zu versuchen, dich selbst zu lieben.

Wenn du dich eher auf Selbstakzeptanz konzentrierst, wirst du es vermeiden, eine zu selbstbezogene oder sogar narzisstische Einstellung zu entwickeln.

Es scheint sogar so, dass Menschen, die sich selbst akzeptieren und verzeihen können, besser mit negativen Erfahrungen umgehen können als Menschen mit hohem Selbstwertgefühl.2

Psychologen vermuten, dass das daran liegt, dass Selbstakzeptanz dir eher erlaubt, dir selbst gegenüber ehrlich zu sein und Fehler einzugestehen, während Menschen mit hohem Selbstwertgefühl unter Umständen dazu neigen, sich selbst zu belügen und das Negative zu ignorieren, um ihr Selbstbild aufrecht zu erhalten.

Bitte verstehe diese Ergebnisse und meine Aussagen nicht falsch.

Ein hohes Selbstwertgefühl und eine gesunde Form von Selbstliebe sind per se fantastische Eigenschaften. Doch der Weg dazu führt vor allem darüber, dass du deine Schattenseiten akzeptierst, dir selbst verzeihst und nicht den Anspruch hast, perfekt zu sein.

Denn wenn du dich ausschließlich auf deine positiven Seiten fokussierst, nie an dir zweifelst und glaubst, du bist perfekt, wirst du schnell zu einem selbstverliebten und egoistischen Idioten, dem jeglicher Blick für die Realität fehlt. Und davon gibt es leider schon zu viele auf dieser Welt.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Ruhe bewahren – 5 Tipps für stressige Situationen

Du lässt dich viel zu oft aus der Fassung bringen? Du regst dich schon bei Kleinigkeiten auf und gehst an die Decke? Dann bist du hier genau richtig – denn in diesem Artikel verrate ich dir 5 Tipps, mit denen du selbst in den brenzligsten Momenten Ruhe bewahren wirst.

  • Ruhe bewahrenVielleicht ist es dieser eine Mensch, der dich immer wieder zur Weißglut bringt. Der es innerhalb weniger Minuten schafft, dass du deine Beherrschung verlierst.
  • Vielleicht sorgen bestimmte Lebenssituationen dafür, dass du ängstlich, nervös oder irrational reagierst – obwohl du eigentlich gar keinen Grund dazu hättest.
  • Vielleicht lässt du dich aber auch einfach nur generell von den Wogen und Wallungen deines Lebens vereinnahmen. Anstatt einen klaren Kopf zu bewahren, verfällst du viel zu oft in Panik. Und eh du dich versiehst, bist du zu keiner vernünftigen Handlung mehr fähig.

Weshalb auch immer du bei diesem Artikel gelandet bist – du bist hier, weil du mehr Ruhe und Gelassenheit ausstrahlen möchtest. Weil du auch in Stresssituationen cool bleiben möchtest. Kurz – weil du Ruhe bewahren möchtest, wenn es mal brenzlig wird.

Wie dir dies gelingt, wirst du in den folgenden Absätzen erfahren.

1. Ruhe bewahren: Konzentriere dich auf deinen Atem

Stress hat fast immer psychische Ursachen.

Wie dir vielleicht bewusst ist, sind Körper und Psyche jedoch untrennbar miteinander verbunden. Der Stress, der in einer Situation erhöhter Anspannung oder psychischer Belastung in dir aufkommt – also dann, wenn du Ruhe bewahren möchtest, es aber nicht kannst – verankert sich deshalb auch immer in deinem Körper.

Wenn du also auch in schwierigen Situationen Ruhe bewahren möchtest, sorge dafür, dass du diesen Stress abbaust.

Zum Beispiel, indem du dich im Moment des Geschehens für einige Sekunden auf deinen Atem konzentrierst.

Egal ob beim Präsentieren vor einer größeren Menschenmenge, beim unangenehmen Gespräch mit dem Chef oder beim Widersehen mit einem Schulkameraden, der dich früher gemobbt hat – das nächste Mal, dass du dich in einer fordernden Situation wiederfindest, halte einen Moment inne.

  • Nimm fünf bis zehn tiefe Atemzüge, die du beginnst, indem du langsam durch die Nase einatmest, dann kurz deinen Atem anhältst und zum Schluss mit einem leisen Zischgeräusch durch den Mund ausatmest.
  • Stell dir während dieser Atemübung visuell vor, wie du Energie aus der Erde, dem Boden ziehst. Wie die Luft beim Einatmen deine Füße, Beine und deinen Oberkörper hochfließt, bis sie schließlich zu deinem Kopf und deinem Hals strömt. Und wie die Luft, die du ausatmest, den gleichen Weg zurück in die Tiefe der Erde nimmt.
  • Spüre nun in deinen Körper hinein. Fühle die Entspannung, die sich langsam einstellt. Und beobachte mit Neugier jene Stellen, die noch angespannt und fest sind.

Ein paar Mal tief durchzuatmen ist der älteste Trick der Welt,
wenn du Ruhe bewahren möchtest

Ruhe bewahren

Indem du dich auf deinen Atem konzentrierst und eine Verbindung zu deinem Körper herstellst, lässt du einen Teil deines gegenwärtigen Stresses los. Du verlässt die Angst machenden Gedanken deines Kopfes und erdest dich stattdessen im Fühlen, in der Wahrnehmung deiner Sinne.

Du wirst merken, wie sich dadurch mehr Ausgeglichenheit und Gelassenheit in dir einstellt.

Und du viel öfter in fordernden Momenten Ruhe bewahren wirst.

Übrigens: Auf einen tiefen gesunden Atem zu achten, wird dir nicht nur in Stresssituationen weiterhelfen. Da wir heutzutage viel zu flach und hektisch atmen, wird es dein Leben erleichtern und deinen Alltagsstress reduzieren, wenn du dich über den Tag verteilt hin und wieder auf deinen Atem achtest.

2. Ruhe bewahren: Erkenne deine Muster

Um ein Problem zu lösen, musst du erstmal erkennen, worin das Problem besteht.

Wenn du in stressigen Situationen Ruhe bewahren möchtest, solltest du deshalb zunächst herausfinden, was dich aus der Ruhe bringt:

  • Welche Situationen sind es, die dich nervös, wütend oder aufgeregt machen?
  • Welche Menschen schaffen es immer wieder, dich in einen Zustand der Unruhe zu versetzen?
  • Welche Ängste gehen dir durch den Kopf, wenn du dich in einem solchen Zustand befindest?

Je besser du deine persönlichen Stresssituationen identifizieren kannst, desto einfacher wird es dir fallen, adäquat mit diesen Situationen umzugehen.

Du weißt, dass du vor einem Date fast immer aufgeregt bist?

Dann triff ergreife bereits vorher Maßnahmen, um deine Aufregung zu minimieren:

  • Bring dich mit deiner Lieblingsmusik in eine kraftvolle, positive Stimmung.
  • Triff dich mit einem Freund oder einer Freundin, der oder die dir Mut zuspricht und dir sagt, dass alles glatt laufen wird, weil du ja eh ein cooler Mensch bist.
  • Nimm ein Entspannungsbad oder verausgabe dich beim Sport so sehr, dass du aus dem Kopf in deinen Körper kommst.

Mit der richtigen Vorbereitung nimmst du eine Menge Druck und Stress aus Situationen, die normalerweise eine große Herausforderung für dich darstellen würden. Anstatt dir also schon vorher vor Angst den Kopf zu zermartern, bereite dich auf dich auf die Situationen, die dir unangenehm sind, vor.

Was sind deine Muster?

Ruhe bewahren

Und was tust du, wenn du merkst, dass du im Moment des Geschehens trotzdem keine Ruhe bewahren kannst?

Soforthilfe für stressige Situationen

Vielleicht ist dir dies bisher noch nicht bewusst gewesen – aber es ist nie eine Situation an sich, die in dir dieses nervige Gefühl der Unruhe und Nervosität auslöst. Viel mehr sind es die Gedanken und Gefühle, die du mit dieser Situation assoziierst, welche dich letztendlich stressen und aus der Fassung bringen.

Wenn du deinen hinderlichen Gedanken und Gefühlen entgegenwirken und im Moment des Geschehens mehr innere Ruhe ausstrahlen möchtest, solltest du dir die folgenden Fragen stellen:

  • Ist die Situation, in der ich mich gerade befinde, wirklich so dramatisch, wie es mir mein Gefühl vormacht?
  • Messe ich der Situation gerade möglicherweise viel zu viel Wichtigkeit bei? Wenn ich die Situation vor dem Kontext meines zukünftigen Lebens sehe und für einen Augenblick in die Vogelperspektive wechsle – wie gerechtfertigt ist es dann, dass ich mich gerade so aufrege oder so nervös reagiere?
  • Was kann ich jetzt tun, um möglichst souverän auf die Situation zu reagieren? Wie kann ich das Beste aus dem gegenwärtigen Moment machen?

Sobald du dir diese Fragen beantwortest, wirst du feststellen, dass sich die Dinge in deinem Kopf viel zu stark hochgeschaukelt haben. Nicht selten reicht bereits ein Moment der Stille und des kritischen Hinterfragens deiner negativen Gedanken, um diesen Kreislauf des Hochschaukelns zu durchbrechen. Und wieder etwas mehr Ruhe und Gelassenheit zu spüren.

Letztendlich ist nämlich fast nichts so dramatisch, wie du denkst.

Wenn du Ruhe bewahren möchtest, solltest du dir diese Tatsache bewusst machen.

(Lies auch: Gelassenheit lernen)

3. Ruhe bewahren: Übe dich in Akzeptanz

Chronischer Stress ungesund. Genauso wirkt es sich schädlich auf deine Lebenszufriedenheit aus, wenn du dich von jeder Kleinigkeit aus der Fassung bringen lässt. Und auch deine zwischenmenschlichen Beziehungen leiden, wenn du wegen jeder noch so kleinen neckischen Provokation eines Freundes gleich an die Decke gehst.

Dennoch bist auch du nur ein Mensch. Und das bedeutet, dass du Stärken und Schwächen hast.

Falls du also zu jenen Menschen gehörst, die weniger gelassen durchs Leben gehen als andere, ist das ok. Denn auch, wenn du an dir arbeiten und mehr innere Ruhe in dein Leben bringen kannst – du wirst nie einen Zustand erreichen, aus dem heraus du auf jede Lebenssituation vollkommen souverän und gelassen reagierst.

Es wird immer Momente geben, in denen du unruhig, nervös oder ängstlich bist.

Akzeptanz bedeutet, auch unangenehme Momente aushalten zu können

Ruhe bewahren

Sobald du anfängst, diesen Umstand zu akzeptieren, wirst du paradoxerweise gelassener durchs Leben gehen. Denn letztendlich ist es der Anspruch an dich selbst, immer gelassen und entspannt reagieren zu müssen, ziemlich einengend.

Wer sagt denn, dass du nicht auch mal verlegen reagieren, Angst haben oder vor Unruhe kaum einen klaren Gedanken zustande bringen darfst?

Richtig – keiner.

Lerne deshalb, dich in deiner Unentspanntheit zu entspannen. Und du wirst merken, dass du deutlich einfacher Ruhe bewahren kannst, wenn es drauf ankommt.

4. Ruhe bewahren: Verlasse die Situation

Immer dann, wenn du dich in einer Situation befindest, die dir unangenehm ist, hast du drei Möglichkeiten:

  1. Du kannst die Situation verändern.
  2. Du kannst die Situation so annehmen, wie sie ist.
  3. Du kannst die Situation verlassen.

Mehr Optionen hast du nicht.

Da wir uns mit der ersten und der zweiten Option bereits beschäftigt haben, sollten wir uns nun mit dem dritten Punkt befassen.

Letztendlich ist deine Unfähigkeit, in bestimmten Situationen Ruhe und Gelassenheit auszustrahlen, nämlich oft ein Wegweiser zu deinen eigenen Bedürfnissen und Werten.

Dieser Wegweiser verpasst dir immer dann einen emotionalen Stups, wenn du dich in einer Situation widerfindest, die dir nicht guttut.

Und wenn dies passiert, ist es manchmal am besten, die Situation einfach zu verlassen.

Manchmal ist es am besten, dem, was dich stresst, einfach den Rücken zu kehren

Ruhe bewahren

 

Nehmen wir mal an, dass du dich andauernd wegen jeder Kleinigkeit mit deinem Partner streitest. Du fragst dich nun fieberhaft, wie es dir gelingt, in diesen Streitsituationen mehr Ruhe bewahren zu können. Und dadurch euren Streitigkeiten ein Ende zu bereiten.

Auch wenn dieser Ansatz seine Berechtigung hat (schließlich ist eine Beziehung auch immer mit Arbeit verbunden), kann es sein, dass du dich in dieser Situation vollkommen verrannt hast.

Wenn du nämlich immer wieder in Konfliktsituationen mit ein und demselben Menschen gerätst, kann dies ein Hinweis darauf sein, dass ihr beide einfach nicht zusammenpasst. In diesem Fall solltest du den Mut aufbringen, deinen eigenen Weg zu gehen.

Und dich von dem, was dich aus deiner Ruhe bringt, zu trennen.

5. Ruhe bewahren: Lach drüber

Humor ist die beste Medizin gegen den Ernst des Lebens.

Und da du im Grunde nichts anderes tust als das Leben zu ernst zu nehmen, wenn du dich leicht verunsichern lässt, solltest du anfangen, dich selbst und das Leben humorvoller zu nehmen.

Probiere deshalb einfach mal ein paar der folgenden Dinge aus, wenn du in brenzligen Situationen Ruhe bewahren möchtest:

  • Stell dir dein Gegenüber nackt vor. Und nimm so den Druck aus der Situation, in der du dich befindest.
  • Versuche, die innere Stimme, die dir panikmachende Worte einflüstern will, bewusst zu machen. Stell dir vor, wie diese Stimme sich verändert – und im total lächerlichen Tonfall (Zum Beispiel dem von Mickey-Mouse) weiterspricht.
  • Lerne, häufiger über dich selbst zu lachen – besonders in peinlichen oder stressigen Situationen. Denn je weniger du dich selbst ernst nimmst, desto leichter wirst du Ruhe bewahren können.

Witz und Selbstironie sind starke Waffen gegen deine innere Unruhe

Ruhe bewahren

 

In dem dritten Teil der Harry-Potter-Reihe hat J.K. Rowling ein wunderbares Gleichnis für die Kraft guten Humors gefunden.

In diesem Buch, das sich wie alle Bücher der Reihe um die Abenteuer des jungen Zauberers Harry dreht, gibt es ein Kapitel, dass sich um die sogenannten Irrwichte dreht.

Diese Kreaturen schaffen es, sich immer in die jeweils personifizierte Angst ihres Gegenübers zu verwandeln.

Besiegt werden können Irrwichte nur mit dem Zauberspruch „Riddikkulus!“, der dafür sorgt, dass sie eine komplett lächerliche Gestalt annehmen. So gelingt es Harrys Freund Neville beispielsweise, seinen Irrwicht – der die Form seines gefürchteten Lehrers Snape angenommen hatte – so zu verzaubern, dass dieser auf einmal die Kleidung seiner Großmutter trägt.

Deiner Angst und Unsicherheit mit Humor zu begegnen, kann also sehr mächtig sein – besonders, wenn du in schwierigen Situationen Ruhe bewahren möchtest.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

5 Tipps, mit denen du dein Selbstwertgefühl stärken wirst

Nicht jeder von uns ist von Natur aus selbstbewusst. Und das ist vollkommen ok – denn in dem folgenden Artikel verrate ich dir, wie du anhand von 5 simplen aber effektiven Tipps dein Selbstwertgefühl stärken und endlich selbstbewusst durchs Leben gehen kannst.

Selbstwertgefühl stärkenEin gesundes Selbstwertgefühl macht dein Leben auf vielen Ebenen leichter. Wenn du dich wertvoll und selbstbewusst fühlst:

  • fällt es dir leichter, echte zwischenmenschliche Beziehungen auf Augenhöhe aufzubauen.
  • bist du in der Lage, aufrichtiger zu deinen eigenen Werten und Bedürfnissen zu stehen und dich gegen jene Menschen abzugrenzen, die diese verletzen.
  • fühlst du dich zufriedener und ausgeglichener, weil du nicht ständig das Gefühl hast, irgendetwas an dir verbessern zu müssen.

Hört sich gut an, oder?

In der Realität sieht es jedoch oft ganz anders aus. Viele von uns haben kein besonders starkes Selbstwertgefühl. Die seelischen Wunden unserer Vergangenheit und Herausforderungen unseres Alltags sorgen immer wieder dafür, dass wir oft an unserem Wert und unseren Fähigkeiten zweifeln.

Hinzukommt, dass wir in einem Wirtschaftssystem leben, welches ein Gefühl des Mangels in uns nährt. Einem Menschen, der den ganzen Tag zufrieden und glücklich ist, kann man schließlich keine Luxusartikel verkaufen, die dazu dienen sollen, seinen Selbstwert zu erhöhen.

Falls du also vorher von dem Gegenteil überzeugt warst – du bist nicht der oder die Einzige, der hin und wieder an seinem Selbstwert zweifelt.

Weil ich dir jedoch von Herzen wünsche, dass du selbstbewusst und stark durch dein Leben gehst, habe ich in den folgenden Absätzen fünf Tipps zusammengestellt, mit denen du dein Selbstwertgefühl stärken kannst.

Diese Tipps dienen als Ergänzung meines vorherigen Artikels zum Thema Selbstvertrauen.

Es lohnt sich, diesen Artikel gelesen zu haben, bevor du hier weiterliest – denn dort gehe ich auf einige grundsätzliche Dinge ein, die ich hier nicht nochmal erwähne. Falls du jedoch einfach neugierig bist, welche ergänzenden Ratschläge für ein starkes Selbstwertgefühl ich in den folgenden Zeilen für dich auf Lager habe, lies weiter.

1. Selbstwertgefühl stärken: Erkenne den Lügner in dir

Es gibt eine Stimme in dir, die dich jeden Tag aufs Neue anlügt. Diese Stimme möchte dir weißmachen, dass du in deinem gegenwärtigen Zustand nie genug bist:

  • Dass du erst dann zufrieden sein kannst, wenn du den perfekten Job gefunden hast.
  • Dass du dich erst dann wertvoll fühlen kannst, wenn du immer alles richtig machst.
  • Dass dein Leben erst dann richtig losgeht, wenn du dein nächstes großes Ziel erreicht hast.
  • Dass du erst dann zur Ruhe kommen kannst, wenn du eine Traumbeziehung führst.

Kurz – dass du immer noch eine Sache brauchst, um dich stark, selbstbewusst und vollkommen fühlen zu können.

Die Stimme, die ich meine, ist die Bedürftigkeit. Sie setzt sich aus deinen ganz persönlichen Ängsten, Wunden, Zwängen und neurotischen Wünschen zusammen – und wenn du nicht aufpasst, versklavt sie dich mit ihren Einflüsterungen, dass du schwach und wertlos bist, bis an dein Lebensende.

Kennst du die bemitleidende Kreatur Gollum aus dem Herrn der Ringe?

Bei Gollum handelt es sich um ein bemitleidenswertes Geschöpf, dass über Jahrhunderte hinweg vom Ring der Macht – einem Symbol der Gier, Angst und Verzweiflung – in Besitz genommen und verstümmelt wurde. Nachdem Gollum den Ring schließlich verliert, treibt ihn sein Verlangen, diesen zurückzubekommen, fast in den Wahnsinn.

Beinahe über Leichen gehend und seine eigenen Treuegelübde missachtend, jagt Gollum blind dem Ring hinterher. Immer mehr verliert er dabei sein ursprüngliches Ich aus den Augen, seine gute Seite, seine ursprüngliche Kraft und Eigenständigkeit.

Am Ende der Geschichte gelingt es ihm, dem Protagonisten Frodo den Ring abzunehmen. Viel zu spät bemerkt Gollum, dass der Ring ihn verraten hat. Von der Freude über seinen Gewinn geblendet missachtet er die Schlucht, die sich neben ihm auftut. Schließlich stürzt er in die feurige Lava des Schicksalsberges (der Ort, an dem der Ring zerstört werden sollte) und findet dort zusammen mit dem Ring sein Ende.

Deine Bedürftigkeit ist ein bemitleidenswertes Geschöpf  – das im Grunde nur geliebt werden will

Selbstwertgefühl stärken

Im Grunde ist Gollums Geschichte ein wunderbares Gleichnis.

  • Genauso wie er ist die Stimme deiner Bedürftigkeit nämlich vollkommen irrational.
  • Genauso wie Gollum ein verkrüppeltes Geschöpf ist, ist auch deine Bedürftigkeit aus dem Mangel, dem Schmerz und der Verzweiflung heraus geboren.
  • Genauso Gollum von dem Verlangen nach dem Ring getrieben wird, treibt dich deine Bedürftigkeit auch an, Dingen hinterherzujagen, die dich letztendlich nicht stärker, sondern nur noch abhängiger machen.

Und genauso wie Gollum einen Anteil in sich hat, der noch nicht von der zersetzenden Kraft des Ringes korrumpiert ist, gibt es auch in dir starke und kraftvolle Seiten.

Denn die größte Lüge, die dir deine Bedürftigkeit erzählt, ist, dass es außer ihr nichts in dir gibt.

Dabei ist deine Bedürftigkeit nur ein Teil von dir. Und je weniger du dich mit diesem Teil identifizierst, je mehr Abstand du zu diesem Teil gewinnst, desto stärker und selbstbewusster wirst du.

Möchte ich dir damit sagen, dass du die innere Stimme deiner Bedürftigkeit ignorieren sollst?

Auf keinen Fall.

Gehe liebevoll mit deinen Ängsten, Schwächen und Selbstwertzeifeln um. Begegne dem schwachen Teil in dir mit Mitgefühl, höre auf seine Botschaften – aber mache nicht den Fehler, dich mit diesem Teil zu identifizieren.

Denn dann wirst du nachhaltig dein Selbstwertgefühl stärken.

Auch interessant: Selbstbewusstsein Coaching

2. Selbstwertgefühl stärken: Verändere deine Perspektive

Oft entsteht ein schwaches Selbstwertgefühl in jenen Momenten, in denen du dich mit deinen Mitmenschen vergleichst – und dann zu dem Schluss kommst, dass du ihnen in irgendeiner Weise unterlegen bist.

Wenn du diesen unvorteilhaften Vergleichen entgegenwirken und dein Selbstwertgefühl stärken möchtest, hast du zwei Möglichkeiten:

1. Du erkennst, dass du schon genug bist

Und zwar unabhängig davon, welche Fähigkeiten oder Leistungen du vorzuweisen hast.

  • Unabhängig davon, ob diesen heute deine Morgenroutine durchgeführt hast oder nicht.
  • Unabhängig davon, ob deine Freunde mehr Geld verdienen als du.
  • Unabhängig davon, ob du gerade zehnmal die Woche Sex hast oder nicht.

Vielleicht hast du schon mal Sprüche wie „Du brauchst nichts tun, um als Mensch wertvoll zu sein“ oder „Im Grunde bist du jetzt schon perfekt!“ gehört.

In diesen Sprüchen ist sehr viel Wahrheit. Letztendlich ist Wert nämlich ein menschgemachtes Konstrukt. Und weil du schließlich der Mensch bist, der in deinem Leben das meisten Sagen hat (oder haben sollte), bist du auch der Mensch, der sich dafür entscheiden kann, unendlich wertvoll zu sein.

Wenn das mal so einfach wäre….

Denn auch, wenn es dir durchaus helfen wird, dir bewusst zu machen, dass du keinen Grund hast, dich schwach zu fühlen: Dein Selbstwergefühl ist immer noch eine ziemlich emotionale Angelegenheit. Und Emotionen lassen sich nur selten durch rationale Worte ändern.

Auch wenn das, was du oben gelesen hast, dir also sinnvoll und logisch erscheinen mag – es wird nur in sehr beschränktem Maße dein Selbstwertgefühl stärken.

Wie du stattdessen mehr Selbstvertrauen erlangen sollst?

2. Du wirst zu einem Menschen, der gibt

Wir Menschen sind die sozialste (na gut – manchmal auch asozialste) Spezies, die es gibt. Dass wir unser Selbstbewusstsein erhöhen, indem wir anderen Menschen helfen, ist daher kaum verwunderlich.

Sobald wir merken, dass etwas in uns ist, das wir in die Welt tragen können – etwas, womit wir einen wahren Mehrwert schaffen – nehmen wir uns selbst automatisch als wertvoller war.

Übe dich im Geben, wenn du dein Selbstwertgefühl stärken willst

Selbstwertgefühl stärken

Wenn du also dein Selbstwertgefühl stärken möchtest, fang an, zu geben:

  • Sei ein Stützpfeiler und Wegweiser für jene Menschen, denen es schlechter geht als dir. Menschen, die verwirrter, ängstlicher und einsamer sind. Die unter schlechteren Bedingungen aufwuchsen oder nicht so viel Glück im Leben hatten wie du. Hilf diesen Menschen mit kleinen oder großen Taten – und zwar ohne dich dabei aufzuopfern.
  • Finde heraus, worin du wirklich gut bist. Welche einzigartige Gabe dein Geschenk an die Menschheit ist. Und dann finde einen Weg, die Leben anderer mit dieser Gabe zu bereichern.
  • Frage dich in Interaktionen mit anderen Leuten nicht, ob du gerade komisch rüberkommst oder inwiefern du deinem Gegenüber unter- oder überlegen bist. Richte deinen Fokus viel mehr darauf, welches Geschenk du deinem Gegenüber mit deiner Anwesenheit machen kannst. Und was du aus eurer gemeinsamen Zeit mitnehmen kannst.

Dich mehr im Geben zu üben, wird in dir einen Bewusstseinswandel hervorrufen. Nicht nur wirst du dich dadurch wertvoller und gebrauchter fühlen. Du wirst auch automatisch demütiger.

Deinen Fokus auf deine Mitmenschen zu richten und darauf, was du ihnen geben kannst, wird dir nämlich vor Augen führen, dass es neben dir auch noch andere Menschen auf der Welt gibt. Und dies wird zur Folge haben, dass du aufhörst, dich ständig nur mit dir und deinem Selbstwert zu beschäftigen.

Eckhart Tolle, einer der größten spirituellen Lehrer der Gegenwart, findet in seinem Buch Eine Neue Erde übrigens noch einen ganz anderen und sehr interessanten Ansatz zum Thema Geben:

„Gib anderen das, was sie deiner Überzeugung nach dir vorenthalten – Lob, Anerkennung, Beistand, liebevolle Zuneigung usw. Das kannst du nicht geben? Tu einfach so, als könntest du es, und es wird dir zufließen.

Bald, nachdem du zu geben begonnen hast, wirst du empfangen. Du kannst nicht empfangen, was du nicht gibst. Was hinausgeht, bestimmt, was hereinkommt. Was immer die Welt dir deiner Auffassung nach vorenthält, das hast du bereits, aber wenn du nichts davon hinausgibst, weißt du nicht einmal, dass du es hast.“ (Eckhart Tolle, Eine Neue Erde, 3. Auflage, Seite 219)

Die Aussage dieser Sätze ist: Erst durch das Geben bekommst du Zugang zu deinen inneren Schätzen und wirst dir deines wahren Wertes bewusst.

Fange deshalb mit dem Geben an, wenn du dein Selbstwertgefühl stärken und die Kraft, die in dir schlummert, entdecken möchtest.

Lies auch: Vertrauen aufbauen in 3 simplen Schritten

3. Selbstwertgefühl stärken: Achte auf deinen Körper

Dass Körper und Geist untrennbar miteinander verbunden sind, ist uns heute bewusst. Überraschend ist es deshalb, dass wir nur äußerst selten auf die Idee kommen, psychische Probleme auf eine physische Art zu lösen.

Mit Sicherheit warst du schon mal richtig deprimiert. Wenn du dir ein bisschen Mühe gibst, kannst du dich wahrscheinlich auch noch daran erinnern, in welchem Zustand sich dein Körper in dieser Situation befand:

  • Dein Kopf war nach vorn gebeugt.
  • Dein Blick war nach unten gesenkt.
  • Dein Oberkörper war schlaff.
  • Dein Gang war langsam und antriebslos.
  • Deine Mimik und Gestik waren wie eingefroren.

Dieser körperliche Zustand ist es, die wir instinktiv mit Schwäche und Hoffnungslosigkeit verbinden. Normalerweise gehen wir davon aus, dass die Emotion bei uns am Anfang der Ursache-Wirkungskette steht – zuerst fühlen wir uns traurig, dann lassen wir die Schultern hängen.

Bewegung hat einen starken Einfluss auf dein Selbstwertgefühl

Selbstwertgefühl stärken

Das dies nicht stimmt, fanden der amerikanische Psychologe William James und der dänische Physiologe Carl Lange bereits im 19. Jahrhundert heraus. Die beiden Wissenschaftler stellten die Theorie dass, dass menschliche Emotionen als Reaktion auf körperliche Vorgänge entständen.

Auch wenn diese Theorie heute als unvollständig gilt und die Entstehung menschlicher Gefühle in Wahrheit sehr viel komplexer ist, lässt sich eine Tatsache nicht leugnen:

Wie du dich bewegst, hat einen entscheidenden Einfluss auf deine Stimmung.

Wenn du also dein Selbstwertgefühl stärken möchtest, probiere es einfach mal aus:

  • Gewöhne es dir an, mit aufrechter Haltung, rausgestreckter Brust und erhobenem Kopf durch die Straßen zu gehen.
  • Treibe einmal die Woche Sport. Spüre deine ganze Kraft und Lebendigkeit, indem du dich voll verausgabst.
  • Suche dir einen stillen Ort im nächstgelegenen Park oder in deiner Wohnung. Und dann lass das heraus, was in dir steckt, indem du tanzt, schreist und dich nach Herzenslust frei bewegst.

Negative Emotionen sowie das Gefühl von Schwäche oder Wertlosigkeit sind oft in deinem Körper gespeichert. Sobald du deinen ganz persönlichen Weg findest, diese Emotionen aus deinem Körper hinauszuschleudern herauszuschleudern, wirst du eine enorme innere Freiheit spüren – und nachhaltig dein Selbstwertgefühl stärken.

Denn selbstbewusst leben, bedeutet auch, dein Selbstbewusstsein im ganzen Körper zu spüren.

4. Selbstwertgefühl stärken: Stelle dich deinen Herausforderungen

Seien wir mal ganz ehrlich – du und ich leben in einer ziemlich komfortablen Welt:

  • Wann hast du das letzte Mal über einen längeren Zeitraum hungern müssen?
  • Wann war deine körperliche Unversehrtheit das letzte Mal ernsthaft in Gefahr?
  • Wann musstest du das letzte Mal eine Entscheidung mit wirklich schwerwiegenden Folgen treffen?

Wahrscheinlich wirst du auf jede dieser Fragen mit einem „kann ich mich gar nicht dran erinnern“ antworten. Und das ist auch gut so – schließlich ist es ein wunderbares Privileg, dass wir in einem Land voller Komfort, Luxus und Freiheit leben.

Auf der anderen Seite hat unsere komfortable Welt auch ihre Tücken. Die Evolution hat uns nämlich darauf trainiert, ständig nach Gefahren Ausschau zu halten. Vor einigen Jahrtausenden war die Welt, in der wir lebten, nämlich noch wesentlich rauer. Ein Fehler bei der Jagd und du wurdest von Mutter Natur aussortiert.

Dass deine Situation heute anders aussieht, ist dir zwar bewusst – doch hauptsächlich auf der rationalen, nicht auf der emotionalen, Ebene. Aus diesem Grund machst du dir heute wegen jedem noch so unnützen Gedanken:

  • Dein Selbstbewusstsein sinkt ins Bodenlose, wenn dein Schwarm dir nicht auf WhatsApp schreibt.
  • Du fühlst dich schwach und wertlos, wenn du in deiner Lieblingssportart besiegt wirst.
  • Du kommst ins Schwitzen, wenn dich dein Gegenüber verbal herausfordert oder deine Werte infrage stellt.

Kurz – du machst dein Selbstwertgefühl von Dingen abhängig, die klein und unbedeutend sind.

Zum Glück gibt es einen Weg, wie du wieder ein Gefühl für das Wesentliche bekommen und dein Selbstwertgefühl stärken kannst.

Auch wenn es manchmal unmöglich erscheint:
Du kannst die Herausforderungen deines Lebens bestehen

Selbstwertgefühl stärken

Dieser Weg besteht darin, die echten Herausforderungen deines Lebens anzunehmen und Dinge zu tun, die dich ein hohes Maß an Überwindung kosten:

  • Wovor hast du gerade am meisten Angst? Stelle dich dieser Angst und finde heraus, was mit dir passiert.
  • Welche Dinge hast du dich nie getraut, einer nahestehenden Person offen zu sagen? Nun ist der Zeitpunkt für mutige, kompromisslose Ehrlichkeit gekommen.
  • Welche Lebensentscheidungen hast du bisher aufgeschoben, weil du Angst hattest, dass falsche zu tun? Nimm dein Leben in die Hand und setze dich mit diesen Entscheidungen auseinander. Denn auch, wenn es dir anfangs schwerfallen mag – entschieden dem Leben entgegen zu treten, wird dein Selbstbewusstsein nachhaltig erhöhen.

Je öfter du dich überwindest und dich deinen persönlichen Lebensherausforderungen stellst, desto stärker kommst du mit dir und dem Leben in Kontakt. Zudem entwickelst du dadurch ein gesundes Selbstvertrauen, weil du feststellst, dass du Dinge schaffen kannst, die du für unschaffbar gehalten hast.

Fang deshalb an, die Herausforderungen deines Lebens anzunehmen, wenn du dein Selbstwertgefühl stärken und endlich selbstbewusst sein willst.

Das bedeutet auch, mutige Entscheidungen zu treffen. Mehr dazu hier: Was soll ich tun?

5. Selbstwertgefühl stärken: Akzeptiere dein Scheitern

Es wird Momente geben, in denen dein Leben nicht nach Plan verlaufen wird – zum Beispiel, weil du an einem deiner Ziele kläglich gescheitert bist oder die Dinge mal wieder ganz anders gekommen sind als erwartet. In Situationen wie diesen musst du dich entscheiden:

Entweder du hältst weiter an deinem Perfektionismus und den zwanghaften Vorstellungen darüber, wie du und das Leben zu sein haben, fest.

Oder du erkennst, dass du ein Mensch mit Stärken und Schwächen bist. Und dass die Welt nicht untergeht, wenn du ab und zu scheiterst.

Dass es die zweite Möglichkeit ist, die letztendlich dein Selbstwertgefühl stärken wird, ist dir sicher bewusst. Aus diesem Grund solltest du anfangen, deinen Perfektionismus abzulegen.

Anstatt dich dafür fertig zu machen, dass du mal wieder nicht alles richtig gemacht hast, frage dich, wieso du den Anspruch hast, perfekt sein zu müssen:

  • Hast du als Kind gelernt, dass du nur dann geliebt und anerkannt wirst, wenn du alles richtig machst?
  • Gibt dir das penible Erledigen von Aufgaben und das vorbildhafte Erreichen deiner Ziele ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle?
  • Bist du überzeugt davon, dass irgendein Unglück passiert oder du als Hochstapler auffliegst, wenn du einmal nicht kompetent wirkst?

Was auch immer sich hinter deinem Perfektionismus (falls vorhanden) verbirgt – versuche es zu ergründen. Denn erst dann wirst du in der Lage sein, dich von unrealistischen Erwartungen an dich selbst freimachen.

Jeder scheitert mal – und das ist vollkommen ok

Selbstwertgefühl stärken

Übrigens: Auch die Annahme, dass du dich immer wertvoll und selbstbewusst fühlen musst, ist eine Art Perfektionismus. Denn im Grunde ist es vollkommen ok, dass du hin und wieder das Gefühl hast, schwach und unsicher zu sein. Schließlich bist du ja auch nur ein Mensch.

Erkenne also, dass du auch unperfekt perfekt bist.

Dass du auch dann genug bist, wenn du mal wieder einen Fehler gemacht hast.

Wenn du diese Tatsache wirklich begriffen hast, wirst du selbstbewusster sein, als du es bisher für möglich gehalten hast.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Gefühle zeigen – In 4 Schritten zur emotionalen Offenheit

Hast du Probleme damit, in der Gegenwart dir wichtiger Menschen Emotionen zuzulassen? Nehmen dich andere als unnahbar, kalt oder sogar arrogant war? Dann wird es Zeit, Gefühle zeigen zu lernen. Im folgenden Artikel verrate ich dir 5 Schritte, die dir dabei helfen.

Gefühle zeigenEs gibt angenehme Gefühle. Es gibt nervige Gefühle. Und dann gibt es Gefühle, die dich zutiefst verunsichern.

Dass du diese Gefühle nicht jedem deiner Mitmenschen offenbaren möchtest, ist normal. Schließlich machst du dich auch immer verletzbar, wenn du einer anderen Person mitteilst, was in dir vorgeht.

Problematisch wird es jedoch, wenn du selbst deinen engsten Freunden oder deinem Partner gegenüber keine Gefühle zeigen kannst.

Ein solch starker innerlicher Rückzug schadet nicht nur dir selbst – er sorgt auch dafür, dass in deinen Beziehungen nie wirklich tiefe Verbindungen entstehen.

Weil du mit diesem Problem nicht allein bist, habe ich den folgenden Artikel geschrieben. Denn statt deine Gefühle zu unterdrücken, kannst du lernen, besser mit ihnen umzugehen.

Anhand von 5 Schritten führe ich dich in den kommenden Abschnitten durch einen Prozess der emotionalen Öffnung. Und zeige dir, wie du wieder Gefühle zeigen und ein freieres und entspannteres Leben führen kannst.

1. Gefühle zeigen: Erkenne, wie wichtig emotionale Offenheit ist

Viel zu oft nehmen wir in unserem Leben erst dann eine Veränderung vor, wenn wir merken, dass diese unbedingt nötig ist. Aus diesem Grund solltest du zunächst einmal erkennen, wie wichtig es ist, Gefühle zeigen zu können.

Wenn du dich emotional öffnest, dann teilst mit deinem Gegenüber ein Stück aus deinem tiefsten Innern. Und indem du dies tust, sagst du indirekt:

„Ich vertraue dir. Du bist mir wichtig genug, dass ich dich an dem, was in mir vorgeht, teilhaben lassen möchte.“

Diese Botschaft ist ungeheuer kraftvoll. Sie ist ein Beweis dafür, dass du den anderen Menschen wirklich an deinem Leben teilhaben lassen möchtest. Und damit eine der wichtigsten Grundlagen für eine zwischenmenschliche Beziehung.

Indem du dich einem anderen Menschen gegenüber emotional öffnest, gibst du ihm die Chance:

  • Dich als Mensch wahrzunehmen, der neben Stärken und positiven Seiten auch Wunden und Verletzlichkeiten hat. Denn das macht dich greifbarer und sympathischer.
  • Deinen Charakter und deine Bedürfnisse kennenzulernen.  Denn an den Emotionen, die du zeigst, sieht dein Gegenüber, welches Bedürfnis in deinem Leben gerade nicht ausreichend erfüllt ist.
  • Dir auf Augenhöhe zu begegnen. Denn wenn dein Gegenüber immer deine Gefühle deuten oder deine Bedürfnisse erraten muss, strengt ihn dies nicht nur ungeheuer an. Es sorgt auch dafür, dass du dich in eurer Beziehung in eine Position der Hilflosigkeit und Unterlegenheit begibst.

Wer keine Gefühle zeigen kann, schottet sich von seiner Umwelt ab

Gefühle zeigen

Neben deinen Beziehungen profitierst allerdings in allererster Linie du davon, wenn aufhörst, deine Emotionen vor anderen Menschen zurückzuhalten.

So hat der Dr. E. Sarno, ein renommierter Professor für Rehabilitationsmedizin, bereits vor Jahrzehnten eine Interessante Entdeckung gemacht. Er fand heraus, dass eine kontinuierliche Unterdrückung der eigenen Gefühle dazu führen kann, dass dein Körper eine Menge schmerzhafter Symptome entwickelt. Von Rückenschmerzen über Nackenverspannungen und Verdauungsproblemen bis hin zu Gelenkbeschwerden.

Du machst also alles richtig, wenn du dich dafür entscheidest, endlich deine Gefühle zu zeigen.

2. Gefühle zeigen: Fang bei dir an

Vielleicht denkst du, dass du zuerst an den Beziehungen zu deinen Mitmenschen arbeiten musst, wenn du dich emotional öffnen willst.

Dies ist ein Irrtum.

Denn um anderen deine Gefühle zeigen zu können, musst du erst einmal wissen, was überhaupt in dir vorgeht. Wenn du noch nicht einmal selbst benennen kannst, was du fühlst, kannst du deine Gefühle auch nicht deinen Mitmenschen mitteilen.

Spüre dich wieder selbst

Wenn du die Fähigkeit, deine eigenen Gefühle zu spüren, verloren hast, solltest du anfangen, deine Wahrnehmung bewusst zu schulen:

  • Beobachte, in welcher Situation welche Körperempfindungen durch deinen Körper strömen.
    Ist es ein Druck in der Brust, in Kloß im Hals, eine Anspannung im Kiefer oder etwas anderes? Erlaube diesen Empfindungen, da zu sein, anstatt sie unterdrücken zu wollen.
  • Frage dich nun, was du gerade fühlst.
    Ist es Trauer, Wut, Unsicherheit, Aufregung oder vielleicht sogar eine Mischung aus mehreren Gefühlen? Am Anfang mag es dir schwerfallen, deine Gefühle zu benennen. Mit der Zeit wirst du jedoch besser darin werden.
  • Versuche nun, herauszufinden, wie dieses Gefühl entstanden ist.
    Oft machen wir für ein Gefühl eine bestimmte auslösende Situation verantwortlich. Was wir jedoch fast immer vergessen: Erst eine bestimmte Folge von Gedanken, die uns in Reaktion auf diese Situation durch den Kopf schießen, sorgen dafür, dass wir ein bestimmtes Gefühl wahrnehmen. Frage dich deshalb immer auch, welche Gedanken deinem Gefühl vorausgegangen sind.

Deine Gefühle zu spüren, sie anzunehmen und ihnen mit einem gewissen Grad an Neugier zu begegnen, wird dein Leben ungeheuer erleichtern.

Nicht nur Gefühle zeigen, sondern auch spüren: Wann hast du dich das letzte Mal richtig gespürt?

Gefühle zeigen

Denn dadurch wirst du die Gefühle mit der Zeit immer besser loslassen können. Sie vor deinen Mitmenschen zu zeigen, wird dir dann immer weniger Schwierigkeiten bereiten.

Gefühle zeigen & zulassen klappt nur, wenn du zuerst deine negativen Glaubenssätze ergründest

Dass viele deiner psychischen Prägungen in der Kindheit entstanden sind, ist dir sicher bewusst.

Aber wusstest du auch, dass deine emotionale Offenheit entscheidend davon abhängt, welche Erfahrungen du als Kind oder Jugendlicher gemacht hast?

Überzeugungen wie Man kann anderen Menschen nicht vertrauen!“ oder „Meine Gefühle werden ja eh nicht ernst genommen!“ sind durch Erfahrungen entstanden, die du als Kind oder Jugendlicher gemacht hast.

Wenn du beispielsweise in der Grundschule die Erfahrung gemacht hast, ausgelacht zu werden, als du vor anderen geweint hast, wird dies sich in deinem Unterbewusstsein verankert haben. Als Folge dieser Erfahrung könnte die Überzeugung „Wenn ich mich öffne, werde ich ausgelacht!“ entstanden sein.

Eine Überzeugung (auch genannt Glaubenssatz), die sich in einem so jungen Alter in dir verankert hat, wird in deinem späteren Leben immer wieder auftauchen.

Besonders Glaubenssätze wie die oben genannten können schnell dazu führen, dass du dich deinen Mitmenschen gegenüber emotional verschließt, weil du denkst, dass du deine Gefühle verstecken musst.

Versuche, herauszufinden, welche Erfahrungen deiner Kindheit oder Jugend dafür gesorgt haben, dass Überzeugungen wie diese entwickelt hast. Und mach dir bewusst, dass viele dieser negativen Glaubenssätze heute keine Gültigkeit mehr haben.

Du musst nicht meditieren,
um dir der Macht deiner Gedanken und Glaubenssätze bewusst zu werden

Gefühle zeigen

Im Übrigen kann es auch sein, dass du die mangelnde Fähigkeit, dich emotional zu öffnen, einfach von deinem Elternhaus übernommen hast – Eltern sind schließlich die Personen, von denen wir eine Menge über soziale Interaktionen lernen.

Falls deine Mutter und/oder dein Vater während deiner Kindheit keine Emotionen zeigen konnte(n), ist es nicht verwunderlich, dass du es heute auch nicht kannst.

In diesem Fall musst du dir eingestehen, dass du die Fähigkeit zur emotionalen Offenheit einfach nicht in die Wiege gelegt bekommen hast – und sie dir stattdessen mühsam selbst erarbeiten musst.

3. Gefühle zeigen: Mach dich verletzlich

Bis jetzt haben wir uns damit beschäftigt, welche Vorarbeit du leisten musst, um deine Gefühle zeigen zu können.

Nun kommen wir zu dem wichtigsten Schritt auf dem Weg zu mehr emotionaler Offenheit:

Mach dich verletzlich.

Denn erst, wenn bereit bist, dich vor anderen Menschen von deiner schwachen Seite zu zeigen, kannst du das komplette Spektrum deiner Gefühle zeigen.

Weil es jedoch sehr hart sein kann, dich nahestehenden Menschen gegenüber zu öffnen, solltest du behutsam anfangen:

  • Trau dich, einem guten Freund mitzuteilen, wenn du schlecht gelaunt oder unmotiviert bist.
  • Erlaube es dir, wütend zu reagieren, wenn dein Mitbewohner mal wieder vergessen hat, den Müll runterzubringen.
  • Stehe zu deinem Gefühl der Verletztheit, das in dir aufkommt, wenn ein wichtiger Mensch deinen Geburtstag vergessen hat.

Wenn du Gefühle zeigen möchtest, solltest du mit kleinen, fast schon alltäglichen Situationen anfangen.

Denn letztendlich ist die Tendenz, Gefühle zu unterdrücken, oft ein Selbstschutz. Sobald du jedoch lernst, dass gar nichts Schlimmes passiert, wenn du dir in Alltagssituationen ein Stück mehr Verletzlichkeit und emotionale Offenheit erlaubst, gewinnst du Selbstbewusstsein und Mut.

Dein Unterbewusstsein merkt dann, dass der frühere Selbstschutz gar nicht mehr nötig ist – und du fängst mit der Zeit an, auch in Situationen, die dich mehr Überwindung kosten, dein Herz zu öffnen.

Dich verletzlich zu machen, kann eine Menge Überwindung kosten – heilsam ist es trotzdem

Gefühle zeigen

Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich selbst anfing, diese Entwicklung durchzumachen:

Während meiner Jugend war ich nie der Mensch gewesen, der offen mit Freunden über seine Emotionen sprach.

Als ich jedoch anfing, mich mit mir selbst und meinen Themen zu beschäftigen, zog ich mehr und mehr Menschen in mein Leben, die mir mit Herzlichkeit, Verständnis und Liebe begegneten. Heute befinde ich mich in einer sehr glücklichen Situation, in der ich:

  • mit neugierigen, offenen und starken Männern über meiner innersten seelischen Wunden sprechen kann.
  • nach einem Beziehungsende Freunde an meiner Seite haben, mit denen ich meinen Schmerz teilen kann.
  • von Menschen umgeben bin, die mir Kraft und Mut geben, wenn ich selbst am Boden bin.

Gefühle zu zeigen ist kein Hexenwerk. Du musst lediglich in der Lage sein, offen und ehrlich über das zu reden, was gerade in dir vorgeht.

Genauso muss dein Gegenüber jedoch in der Lage sein, dir sein Mitgefühl und seine Aufmerksamkeit zu schenken und dann, wenn du es brauchst, für dich da zu sein. Und damit wären wir schon bei dem nächsten und vorletzten Schritt unserer Reise:

4. Gefühle zeigen: Trenn dich von ungesunden Beziehungen

Was ist, wenn du deine Fähigkeit, dich verletzlich zu machen, mehr und mehr verbesserst – und dich dennoch ein komisches Gefühl beschleicht, dich vor deinen Mitmenschen zu öffnen?

In diesem Fall kann es sein, dass du dich schlicht und einfach vor den falschen Menschen verletzlich zeigst.

Denn auch, wenn Menschen nicht grundsätzlich schlecht sind – es gibt Personen, vor denen du dich emotional besser nicht öffnen solltest.

  • Menschen, die dein Vertrauen missbrauchen und sensible Informationen über dich weitergeben, ohne dass du dein Einverständnis dafür erklärt hast.
  • Menschen, die deine Gefühle nicht ernst nehmen. Und dich dadurch nur noch mehr verunsichern, anstatt dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.
  • Menschen, die so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie lieber von ihrem eigenen Drama erzählen, als dir ihre aufrichtige Aufmerksamkeit und ihr Mitgefühl zu schenken.

Solche Menschen können eine ernsthafte Gefahr für deine seelische Gesundheit darstellen. Dass du vor ihnen keine Gefühle zulassen möchtest, ist daher nicht verwunderlich.

Wenn du also merkst, dass es Leute in deinem Leben gibt, auf denen eine oder mehrere der obigen Beschreibungen zutrifft, triff eine mutige Entscheidung:

Brich den Kontakt zu diesen Menschen ab.

Falls es sich um Familie, Arbeitskollegen oder einen Expartner, mit dem du ein gemeinsames Kind hast, handelt (kurz, Menschen, die du zwangsweise hin und wieder siehst) solltest du die Zeit, die ihr gemeinsam verbringt, zumindest auf das Nötigste beschränken.

Erst wenn du dich von den falschen Verbindungen trennst,
kannst du echte Verbindungen zulassen

Gefühle zeigen

Du kannst eine Menge dafür tun, dass deine Beziehungen offen und vertrauensvoll werden. Letztendlich gehören aber immer zwei Menschen zu einer Beziehung. Und wenn dein Gegenüber nicht bereit ist, einen angemessenen Umgang mit dir zu pflegen und dir mit der Liebe zu begegnen, die du verdient hast – dann hast du jedes Recht der Welt, Abstand zu ihm herzustellen.

Voreilige Entscheidungen treffen solltest du jedoch auch nicht.

Einerseits werden deine Freunde (und andere dir wichtige Menschen) nämlich auch Zeit brauchen, um sich an deine neue Verletzlichkeit zu gewöhnen. Und zum anderen wird es auch immer Momente geben, wo sich die Menschen, die dir wichtig sind, nicht moralisch korrekt verhalten werden.

Wenn es also auch Momente gibt, in denen du keine Lust hast, dich einer nahestehenden Person zu öffnen, ist das vollkommen ok. Sobald du aber merkst, dass sich diese Momente zu sehr häufen – und dich eine Person immer wieder unangemessen behandelt – solltest du überdenken, ob du weiterhin in Kontakt mit dieser Person bleiben möchtest.

Und noch ein ganz wichtiger Tipp zum Schluss: Lenke deine Aufmerksamkeit auf das Positive

Wir haben bisher einen Großteil des Artikels damit verbracht, uns mit unangenehmen Gefühlen zu beschäftigen:

  • Damit, wo sie herkommen.
  • Damit, wie du sie annimmst.
  • Damit, wieso du diese Gefühle teilen solltest.
  • Damit, mit wem du sie teilst.
  • Damit, wie du sie teilst.

Unangenehme Gefühle machen jedoch nur einen Teil deines Gefühlsspektrums aus.

Du fühlst dich gut? Dann lass es deine Umwelt wissen!

Gefühle zeigen

Abgesehen von Wut, Angst, Unsicherheit, Trauer, Stress oder Nervosität gibt es auch eine Menge anderer Gefühle – Gefühle, die sich wunderbar anfühlen:

  • (Vor)Freude.
  • Enthusiasmus.
  • Zufriedenheit.
  • Dankbarkeit.
  • Verbundenheit.

Es ist enorm wichtig, dass du auch Gefühle wie diese annimmst und angemessen zum Ausdruck bringst. Wenn du Gefühle zeigen möchtest, fokussiere dich deshalb nicht nur auf deine negativen Gefühle. Erlaube es dir auch, vor anderen Menschen dein Lachen und deine Begeisterung zu zeigen. Genieße dein Leben mit all seinen Facetten. Und erlaube es deinen Mitmenschen, Teil dieses Lebens zu sein. Denn sobald du dies tust, wirst du das Gefühl haben, in der Welt ein Zuhause zu haben.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Authentisch sein – 7 Tipps um mehr du selbst zu sein

Hast du das Gefühl, dein wahres Ich zu oft zu verstecken? Möchtest du endlich authentisch sein und ein Leben voller Integrität führen? Dann bist du hier richtig. Denn in diesem Artikel verrate ich dir anhand von 7 Tipps, wie du mehr Authentizität in dein Leben bringst.

  • Authentisch seinLass dich nicht verbiegen!
  • Bleib du selbst!
  • Sei einfach so, wie du bist!

Sprüche wie diese sind in den letzten Jahren richtig in Mode gekommen.

Doch was bedeutet „authentisch sein“ wirklich? Wieso ist Authentizität so wichtig? Und wie kannst du in deinem Leben wirklich authentisch sein?

Diese Fragen werde ich in dem folgenden Artikel beantworten.

Lies weiter, wenn du:

  • immer wieder bemerkst, dass du dich verstellst, um den Erwartungen deiner Mitmenschen zu genügen.
  • das Gefühl hast, manchmal einfach nicht „echt“ zu sein.
  • anderen gegenüber nicht äußern kannst, was du möchtest.
  • feststellst, dass du dein Leben nicht nach selbst gewählten Werten ausrichtest.

Denn in diesen Fällen werden dir die Tipps dieses Artikels garantiert weiterhelfen.

Was heißt „authentisch sein“ eigentlich?

Wenn du ein typisches Ratgeber-Buch unserer Zeit aufschlägst, wirst du ein ganz bestimmtes Bild davon bekommen, was es heißt, authentisch zu sein:

  • Authentisch sein bedeutet, dass du deinen ganz eigenen, besonderen Weg gehst.
  • Authentisch sein bedeutet, du dich von der „Masse abgrenzt“, indem du dich traust, Dinge zu machen, die andere nicht wagen.
  • Authentisch sein bedeutet, dass du mutig bist und keine Mühen scheust, um dir ein Leben nach deinen Maßstäben zu erschaffen.

Diese Aussagen stimmen sogar teilweise. Im Grunde ist Authentizität jedoch lediglich Folgendes:

Die Harmonie deiner Gefühle, Gedanken, Worte und Taten.

Authentisch sein bedeutet, zu wissen, wer du im Kern bist. Es bedeutet außerdem, dein Leben nach diesem Wissen auszurichten. Und weder dich noch andere zu betrügen, indem du deine Gefühle und Gedanken zurückhältst – oder anders handelst, als es deiner innersten Wahrheit entspricht.

Dieser Zustand des inneren und äußeren Einklangs deiner Person wird übrigens auch Integrität genannt.

Ein authentisches Leben fühlt sich einfach gut an

Authentisch sein

Integer oder authentisch zu leben, kann jedoch von Person zu Person etwas ganz Unterschiedliches bedeuten:

  • Für Lisa mag es authentisch sein, sich nach ihrem Studium einen entspannten Halbtagsjob zu suchen. Und einen Großteil ihrer Energie in die Neugründung einer Familie zu investieren.
  • Tom ist nur dann authentisch, wenn er ein Abenteuer nach dem anderen erlebt – und die Aufregung des Lebens jeden Tag aufs Neue zu spüren bekommt.
  • Petra wiederum hat das tiefe Bedürfnis, Karriere zu machen – und es in ihrem Beruf sehr weit zu bringen. Sie kann nur dann authentisch sein, wenn sie diesem Traum folgt.

Wenn du authentisch sein möchtest, musst du deshalb immer zuerst auf dich selbst schauen. Wenn du dies tust – wenn du anfängst, dich mit der Zeit immer integrer zu verhalten, werden sich für dich viele positive Nebeneffekte einstellen:

Authentizität ist schon etwas Tolles.

Wie aber wirst du nun zu einem Menschen, der in jeder Lebenssituation bei sich selbst bleiben und authentisch sein kann?

1. Authentisch sein: Spüre dein authentisches Ich auf

Authentisch sein zu wollen, ist gut. Das Problem ist nur:

Solange du keine Vorstellung davon hast, wie dein authentisches Ich aussieht, wird es dir auch nicht gelingen, mehr Authentizität in dein Leben zu bringen.

Wenn du authentisch sein möchtest, solltest dich zunächst auf die Suche danach machen, was für dich authentisch ist:

  • Welche Werte sind dir wichtig?
  • Welche Grundbedürfnisse hast du – und wie stark sind diese ausgeprägt?
  • Was möchtest du in deinem Leben erreichen?
  • Mit welchen Menschen möchtest du dich umgeben?

Wenn du dir diese Fragen bisher noch nie gestellt hast, werden sie dich zunächst überfordern.

Wenn du dein authentisches Ich nicht kennst, kannst du auch kein authentisches Leben führen

Authentisch sein

„Woher soll ich denn wissen, wie mein authentisches Ich aussieht?“ magst du dich vielleicht fragen.

Die Antwort auf diese Frage ist sehr simpel:

Probiere aus, was sich für dich richtig anfühlt.

  • Du hast keine Ahnung, was deine wahren Werte sind? Dann beobachte dich selbst. Und finde heraus, welche Dinge in deinem Alltag eine zentrale Rolle spielen. Ist dir die Ehrlichkeit oder Loyalität deiner Mitmenschen besonders wichtig? Bist du auf Erfolg oder Anerkennung aus? Wird Leidenschaft bei allen Dingen, die du tust, großgeschrieben? Oder sind es ganz andere Dinge, auf die du immer wieder achtest? Werte gibt es viele. Sobald du dich bewusst damit beschäftigst, welche Werte in deinem Leben wichtig sind, wirst du deinem wahren Ich näherkommen.
  • Du weißt nicht, ob du eher introvertiert oder extrovertiert bist? Dann mach ein Experiment. Und verbringe einen Monat lang nur mit sehr wenigen Leuten Zeit, während du den nächsten Monat über in jeder dir sich bietenden Gelegenheit sozialen Kontakt zu anderen suchst.
  • Du bist dir nicht sicher, was für ein Leben du langfristig führen möchtest? Dann probiere dich in verschiedenen Dingen aus. Egal, ob du auf der Suche nach einem Job verschiedene Praktika machst, aus Mangel an Entschlossenheit diverse Sportarten als Freizeitaktivität testest oder ein paar Städteurlaube machst, um herauszufinden, wo du demnächst wohnen möchtest – ums Ausprobieren wirst du nicht herumkommen, wenn du mehr über deine Vorlieben herausfinden willst.

Ein weiteres Werkzeug, das du auf dem Weg zu deinem authentischen Ich nutzen kannst, ist übrigens das persönliche Manifest.

Hinter diesem hochtrabenden Begriff verbirgt sich nichts anderes als eine in präzisen Sätzen zusammengefasste kurze Auflistung deiner Kernwerte – sowie all dessen, was dich als Mensch ausmacht.

Diese Zusammenfassung sollte nicht mehr als zwei A4-Seiten umfassen und du solltest sie dann erstellen, wenn du dich in einem Moment besonderer Klarheit über dein authentisches Ich befindest.

Wie dir ein persönliches Manifest weiterhilft?

Es kann dir in Momenten der Verwirrung helfen, wieder zu deinem authentischen Ich zurückzukehren. Wenn du also einen Anker haben möchtest, der dich daran erinnert, wofür du stehst (oder stehen möchtest), dann verfasse ein persönliches Manifest.

(Lies auch: Wer bin ich? Eine Schritt für Schritt Anleitung zur Selbsterkenntnis)

2. Authentisch sein: Finde heraus, wieso du dich unauthentisch verhältst

Selbst, wenn du dein authentisches Ich kennst, muss das nicht zwangsweise heißen, dass du auch immer authentisch lebst.

Denn es gibt viele Dinge in deinem Leben, die dich davon abhalten können, wirklich integer zu sein – und dir dauerhaft treu zu bleiben:

  • Die Ängste, die mit dem Gedanken an ein wirklich selbstbestimmtes, integres Leben einhergehen.
  • Die Überzeugungen, die dir eintrichtern wollen, dass du den Erwartungen anderer entsprechen musst, um geliebt und anerkannt zu werden.
  • Der Glaube, dass du so, wie du eigentlich bist, nicht gut genug bist.

Wenn du authentisch sein möchtest, solltest du anfangen, deine persönlichen Authentizitätshindernisse aufzuspüren. Helfen können dir dabei unter anderem die folgenden Fragen:

  • Welche inneren Überzeugungen halten dich davon ab, anderen Menschen wirklich zu zeigen, wer du bist?
  • Welche Angst verhindert, dass du eine große Lebensentscheidung triffst, die dich einem authentischeren Leben näherbringen würde?
  • Was verbirgt sich hinter deiner Unfähigkeit, für deine eigenen Bedürfnisse einzustehen?

Sobald du die ersten Antworten auf diese Fragen gefunden hast, wirst du feststellen, dass die Gründe für dein Versteckspiel oft vollkommen unsinnig sind.

Wieso bist du so oft unauthentisch?

Authentisch sein

Nehmen wir einmal an, dass du als Kind gelobt wurdest, wenn du regelmäßig artig zum Turn-Training gegangen bist – und das, obwohl du eigentlich selbst nie Lust darauf hattest. Dann mag sich in dir die Überzeugung eingestellt haben, dass du nur dann gut und akzeptiert bist, wenn du dich den Vorstellungen anderer anpasst.

Auch wenn heute kein Mensch dir mehr hinterherläuft und dir ernsthaft sagt, was du zu tun oder zu lassen hast, trägst du immer noch die Überzeugung aus deiner Kindheit mit dir herum. Und deshalb fällt es dir nun immer noch schwer, dich für deinen eigenen Weg zu entscheiden. Und darauf nichts zu geben, was andere von dir erwarten.

Sobald du den Ursprung einer Angst oder einer limitierenden Überzeugung ergründet hast, kannst du diese auch besser loslassen.

Betreibe deshalb Innenschau, wenn du wirklich authentisch werden möchtest.

3. Authentisch sein: Lege dir authentische Angewohnheiten zu

Große Veränderungen in deinem Leben brauchen ihre Zeit. Die die Vorstellung, von einem Tag auf den nächsten vollständig authentisch sein zu können, ist deshalb illusorisch.

Besonders dann, wenn du bisher radikal gegen deine eigenen Werte und Bedürfnisse gelebt hast.

Aus diesem Grund solltest du zunächst deine ganz alltäglichen Gewohnheiten verändern, wenn du authentisch sein möchtest:

  • Versuche, dich dabei zu ertappen, wenn du Dinge tust, nur um anderen zu gefallen.
  • Trau dich von Tag zu Tag mehr, anderen Menschen deine ehrliche Meinung zu sagen.
  • Höre mehr auf deinen Körper und deine Intuition. Welche kleinen, alltäglichen Handlungen fühlen sich für dich gut und richtig an? Welche passen eher nicht zu dir?

Jeden Tag einen Schritt authentischer – auf dir richtigen Angewohnheiten kommt es an

Authentisch sein

Du wirst erst dann authentisch sein können, wenn deine Angewohnheiten mit deinem wahren Ich übereinstimmen. Denn letztendlich entsteht eine authentische Persönlichkeit vor allem dann, wenn du auch authentisches Verhalten an den Tag legst.

Und da dein Verhalten zu einem Großteil Angewohnheiten besteht, solltest du diese zuerst verändern.

4. Authentisch sein: Triff authentische Entscheidungen

Wir leben in einer Zeit, in der das Fällen von Entscheidungen immer schwerer wird. In nahezu allen Lebensbereichen haben wir inzwischen so viele Optionen, dass es fast schon ein Wunder ist, wenn wir uns überhaupt mal zu einer Entscheidung durchringen können.

Die Fähigkeit, dich bewusst entscheiden zu können, ist jedoch unglaublich wichtig, wenn du authentisch sein möchtest.

Authentisch sein bedeutet nämlich, zu wissen, wofür du stehst. Und dieses Wissen in konkrete Entscheidungen zu verwandeln, die dich einem Leben voller Integrität näherbringen werden.

Fange deshalb an, häufiger Entscheidungen zu treffen. Und achte darauf, dass diese Entscheidungen authentisch sind:

  • Du siehst keinen Sinn mehr in deinem Studium? Und außerdem magst du unser Bildungssystem überhaupt nicht? Dann trau dich, dein Studium abzubrechen, und eigene Wege zu gehen.
  • Du lebst mit einem Partner zusammen, der viele deiner Werte nicht teilt? Dann triff eine mutige Entscheidung und trenn dich von diesem Menschen.
  • Du würdest gern mehr Zeit mit Menschen verbringen, die ähnliche Leidenschaften und Interessen haben, wie du? Dann entscheide dich dafür, aktiv nach diesen Menschen zu suchen.

Du kannst nur authentisch sein, wenn du auch authentische Entscheidungen treffen kannst

Authentisch sein

Oft sind die Entscheidungen, die dich deinem authentischen Leben näherbringen, nicht einfach. Und nicht selten ist es die Angst vor Veränderung, die dich davon abhält, eine wichtige Lebensentscheidung zu treffen.

Sei mutig, lass dich von dieser Angst nicht zurückhalten. Und entscheide dich konsequent für in Leben, in dem du wirklich echt sein kannst.

(Lies auch: Was soll ich tun? Ein Leitfaden für bessere Entscheidungen)

5. Authentisch sein: Schaffe die richtigen Rahmenbedingungen

Authentische Entscheidungen werden dich einem integren Leben näherbringen.

Wenn du jedoch wirklich authentisch sein möchtest, musst du auch in der Lage sein, kontinuierlich auf dein Wunschleben hinzuarbeiten.

Überlege dir aus diesem Grund genau, welche Rahmenbedingungen dein authentisches Leben haben soll. Und dann schaffe die Rahmenbedingungen für ein solches Leben:

  • Der Ort, in dem du wohnst.
  • Die Arbeit, die du tagtäglich verrichtest.
  • Die Menschen, mit denen du dich umgibst.
  • Die Hobbies, denen du nachgehst.

Auf all diese Dinge kannst du (selbst im fortgeschrittenen Alter) Einfluss nehmen. Finde also heraus, was für ein Leben deinem authentischen Ich entspricht. Und dann unternimm Tag für Tag kleine Schritte, um diesem Leben näherzukommen.

Welcher Rahmen passt zu deinem Leben?

Authentisch sein

Ich liefere dir an dieser Stelle übrigens bewusst keine Anleitung dafür, wie diese Schritte auszusehen haben. Wenn ich das täte, würdest du nämlich wieder nur einem Weg folgen, den ein anderer Mensch dir vorgeschlagen hat.

6. Authentisch sein: Zeige dich so, wie du wirklich bist

Eine Sache haben wir in den bisherigen Tipps vernachlässigt:

Deine zwischenmenschlichen Beziehungen.

Wenn du Authentizität verkörpern willst, solltest du dich in Gegenwart anderer Menschen integer verhalten. Denn wirklich authentisch sein kannst du erst:

  • wenn du in der Lage bist, vor deinen Mitmenschen emotional zu sein und deine Gefühle zu zeigen.
  • wenn es dir nichts ausmacht, dich auf eine verbale Konfrontation einzulassen, sobald dein Gegenüber etwas tut oder sagt, dass deinen Werten wiederspricht.
  • wenn du dich bewusst dafür entscheidest, deiner Umwelt weder deine Stärken noch deine Schwächen vorzuenthalten.

Nicht nur wirst du mit diesem Verhalten mehr Authentizität in deine Beziehungen bringen. Du wirst auch herausfinden, wer dir freundlich gesinnt ist – und von wem du dich besser fernhalten solltest.

Wie oft lässt du das, was in dir ist, heraus?

Authentisch sein

Solange du nämlich nur darauf bedacht bist, deinen Mitmenschen zu gefallen, bietest du ihnen nicht die Chance, sich dir gegenüber klar zu positionieren. Mit deiner unauthentischen Schwammigkeit sorgt sorgst du nämlich dafür, dass dich deine Mitmenschen genauso wenig hassen können, wie sie dich in ihr Herz schließen können.

Wenn du also authentisch sein möchtest, erlaube es dir, gelegentlich anzuecken. Denn die Menschen, die mit deinen Ecken zurechtkommen, werden dich dann nur noch mehr mögen.

7. Authentisch sein: Akzeptiere, dass du auch nur ein Mensch bist

Auch wenn dein Wunsch nach mehr Authentizität sowohl gesund als auch nachvollziehbar ist – übertreiben solltest du es mit diesem Streben auch nicht. Es gibt nämlich nahezu keinen Menschen auf diesem Planeten, der immer zu 100 Prozent authentisch ist.

Und das ist auch gar nicht schlimm.

Hinter dem starken Wunsch, immer authentisch zu sein, verbirgt sich nämlich allzu oft die Überzeugung, dass in deinem gegenwärtigen Zustand noch nicht gut genug bist.

Ob authentisch oder nicht: Du bist gut genug

Authentisch sein

Pass also auf, dass deine Suche nach Authentizität nicht zu einer versteckten Form des Selbsthasses wird.

Du bist so, wie du jetzt bist, wunderbar.

Es stimmt zwar, dass ein authentisches Leben einfach angenehmer und schöner ist als ein unauthentisches.

Aber selbst, wenn du dich heute zehnmal nicht integer verhalten hast, ist das ok. Denn letztendlich ist auch dieses Verhalten menschlich.

Und letztendlich bist du ja ein Mensch.

Was also könnte da authentischer sein als menschliches Verhalten?

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

3 hochwirksame Tipps, um innere Ruhe zu finden

Innere Ruhe zu finden ist heutzutage alles andere als einfach.

  • Die Jobs werden immer anspruchsvoller.
  • Der Alltag wird immer hektischer.
  • Viele unserer Mitmenschen werden immer unentspannter.

Und nebenbei muss man ja noch sein Mittagessen auf Instagram teilen und die nächste Diät machen…

Viele Menschen sind daher dauergestresst und unentspannt. Sie haben ihre innere Mitte verloren, leiden unter emotionaler Unausgeglichenheit und sind alles andere als gelassen.

Falls es dir auch so geht, bist du hier goldrichtig.

Denn in diesem Artikel möchte ich dir 3 effektive Techniken zeigen, um mehr innere Ruhe zu erlangen, dein inneres Gleichgewicht zu finden und besser zu entspannen.

Lass uns aber zuerst eine sehr wichtige Frage klären: Was bedeutet innere Ruhe überhaupt?

Du kannst dir diesen Artikel als auch Video anschauen:

Was innere Ruhe wirklich ist

Menschen, die mehr innere Ruhe finden möchten wird manchmal vorgeworfen, dass sie vor der Realität flüchten und dass sie ihre Probleme ignorieren wollen.

Und sicherlich trifft das auf manche zu.

Doch wahre innere Ruhe bedeutet keinesfalls, der Realität zu entfliehen oder vor Problemen wegzulaufen.

Innere Ruhe ist vielmehr ein emotional stabiler Zustand, in dem du dich ausgeglichen, energievoll und positiv fühlst.

Du bist dann:

  • Selbstsicher.
  • Klar und fokussiert.
  • Leistungsfähig.
  • Ausgeglichen.

Das ist wohltuend, da Dinge zu ändern und Ziele umzusetzen grundsätzliche Bedürfnisse des menschlichen Gehirns sind.3

Gleichzeitig kannst du in diesem entspannen Zustand aber auch gut entspannen, nichts tun und alleine sein.

Das Ganze ist somit ein emotional stabiler und positiver Zustand, in dem du sowohl leistungsfähig bist als auch gut entspannen kannst. Innere Ruhe könnte man auch als innere Gelassenheit, inneres Gleichgewicht oder innere Frieden bezeichnen.

Übrigens: Auch der Buddhismus definiert innere Ruhe so ähnlich.

Was dich davon abhält, innere Ruhe zu finden

Wie entsteht Unruhe, Stress und Unausgeglichenheit?

Die kurze Antwort: Vor allem durch dein Denken.

Die westliche Welt ist eine verkopfte Gesellschaft. Ein Großteil unserer Zeit verbringen wir mit Denken (oder damit, bescheurte Selfies auf Instagram zu posten).

Obwohl uns unser Verstand ermöglicht, komplizierte und komplexe Probleme zu lösen, entstehen durch ihn leider auch mindestens genauso viele neue Probleme.

Ein Großteil unserer Probleme und Ängste ist nicht real, sondern nur ein Produkt unseres Verstandes.

Oder anders gesagt: Es sind Hirnficks.

Sorgen um die Zukunft, Schuldvorwürfe wegen der Vergangenheit oder negative Gedanken machen uns das Leben schwer. Danke, Verstand.

Häufig hat unsere Unruhe also nicht mit einem realen Problem zu tun, sondern entsteht durch irgendeiner unserer täglichen Hirnficks.

Du fragst dich gerade, was diese Hirnficks sind? Dachte ich mir.

Ich stelle dir gerne einige der Kollegen vor:

Dich mit anderen vergleichen

Sich zu vergleichen ist ein menschliches Bedürfnis.4 Häufig vergleichen wir uns allerdings nicht auf eine Art, die uns gut dastehen lässt, sondern auf eine, bei der wir schlecht aussehen.

So vergleichen wir uns nicht mit denen, die weniger oder gar nichts haben, sondern mit denen, die mehr haben. Das Gras ist beim Nachbarn immer grüner. Und seine Frau schöner. Und sein Haus größer.

Die Meinung Anderer

Viele Menschen machen ihr Selbstbild und ihr Wohlbefinden von der Meinung Anderer abhängig. Das macht uns leider emotional unstabil, denn wir können nicht kontrollieren, wie andere auf uns reagieren.

Häufig ist es sogar so, dass es dir umso weniger gelingt, je mehr du von anderen gemocht und respektiert werden willst.

Ja, zu ignorieren, was andere denken, ist oft die beste Lösung.

Perfektionismus

Willst du, dass die Dinge perfekt sind? Dann hast du ein Problem.

Denn weder ein Mensch, noch das Leben, noch sonst irgendetwas ist perfekt.

Und je mehr du nach Perfektion strebst, desto unentspannter bist du. Denn du rennst einem unrealistischen Zustand hinterher, den du nie erreichen wirst.

Die Vergangenheit

Weißt du was?

Doch daran kann ich nichts ändern. Ich bin nun mal fremdgegangen. Ich habe das Falsche studiert. Ich habe meinem Vater nicht mehr gesagt, dass ich ihn liebe.

Und das ist OK.

Es ist Vergangenheit. Das Leben geht weiter.

Egal, was du falsch gemacht hast oder was in der Vergangenheit schief gelaufen ist – du darfst loslassen.

Selbstbetrug

Das Streben nach einer positiven Selbstsicht zählt zu einem der stärksten menschlichen Bedürfnisse.5

Widerspricht etwas unserem persönlichen Selbstbild, so stellt das eine Bedrohung dar.

Das kann jedoch dazu führen, dass wir diese Bedrohung ausblenden oder die Fakten verzerren, um unser positives Selbstbild aufrecht zu erhalten.

Und das führt wiederum oft dazu, dass wie uns Problemen nicht stellen, sondern davor weglaufen.

Doch vermutlich ist dir auch schon mal aufgefallen, dass wegzulaufen dauerhaft keine Lösung ist.

Innere Unruhe kann auch ein Wegweiser sein

Wir haben gerade einige der typischen Hirnficks gesehen, die dich unentspannt, unsicher und unruhig machen.

Allerdings kann innere Unruhe auch ein wichtiger Wegweiser sein.

Ein Wegweiser, der dich darauf aufmerksam macht, dass es Zeit ist, etwas in deinem Leben zu ändern.

Wenn du zum Beispiel immer wieder enorm gestresst von deinem momentanen Job bist, ist es vielleicht Zeit, ihn zu ändern.

Oder wenn dein Partner dich immer wieder auf die Palme bringt, keine Einsicht zeigt und nicht mit sich reden lässt … Nun, dann ist vielleicht an der Zeit zu gehen.

Verstehe mich nicht falsch.

Es geht nicht darum, vor jeder kleinen Herausforderung wegzulaufen, als wäre sie ein Mörder in einem billig produzierten Horrorfilm. Doch manchmal ist die einzige sinnvolle Lösung im Leben Veränderung. Mehr dazu in diesem Artikel: Leben ändern

Aber zurück zum eigentlichen Thema: Was hilft gegen innere Unruhe?

Im Folgenden 3 sehr effektive Methoden.

1. Innere Ruhe finden: Der neutrale Beobachter

Eine der schnellsten und effektivsten Wege, deine Anspannung zu mildern, ist, die Position eines neutralen Beobachters einzunehmen. Fragst du dich gerade, was das genau ist? Gut.

Schließe bitte deine Augen für 30 Sekunden und versuche an nichts zu denken.

Ich warte …

Lass mich raten. Du Schlingel hast deine Augen gar nicht geschlossen.

Falls du es doch getan hast, konntest du wahrscheinlich nicht an nichts denken.

Irgendwelche Gedanken kamen hoch.

Vielleicht hast du gedacht, dass du das hier gar nicht lesen solltest, weil du Wichtigeres zu tun hast. Oder du hast überlegt, was du auf deinem Date heute Abend anziehen sollst. Oder du hast dir gedacht, dass ich cooles Zeug schreibe (danke!).

Diese Stimme in deinem Kopf ist dein unbewusstes Denken. Leider können wir das unbewusste Denken kaum kontrollieren. Gedanken und Emotionen sprudeln aus uns hervor, wie Wasser aus einem Springbrunnen.

Doch wer hat diese Gedanken gerade beobachtet? Aha!

Das bewusste Selbst

Das, was deine eigenen Gedanken und Gefühle beobachtet, nennt man in der Psychologie und im Buddhismus das „bewusste Selbst“. Und das kannst du kontrollieren.

Wann immer du willst, kannst du die Position des Beobachters deiner eigenen Gedanken und Gefühle einnehmen.

Gedanken und vor allem Emotionen werden umso stärker, je mehr Aufmerksamkeit sie bekommen. Deshalb funktioniert es auch nicht, an etwas nicht zu denken oder etwas nicht fühlen zu wollen.

In dem Moment, wo du zum neutralen Beobachter wirst, verlieren deine Gedanken und Gefühle allerdings einen Großteil ihrer Macht.

Wenn du dich das nächste Mal angespannt, gestresst oder gereizt fühlst, versuche nicht diese Gefühle zu unterdrücken. Nimm stattdessen die neutrale Beobachterposition ein.

Beobachte, was für Gedanken und Gefühle du hast und woher sie kommen.

  • Was ist die Ursache für deine innere Unruhe?
  • Wie fühlt es sich in deinem Körper an, wenn du keine innere Ruhe hast?
  • Welche Gedanken löst das Gefühl von innerer Unruhe in dir aus?

Versuche nicht zu werten, sondern nur zu beobachten. Du wirst sehen, es wird deine Stimmung und deine Einstellung verändern.

Kaum etwas ist wichtiger, als deinen eigenen Gedanken im Griff zu haben. Deshalb ich habe ich zum Thema einen kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du, wie du in 4 Schritten deine Gedanken kontrollieren kannst. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.

2. Innere Ruhe finden: Komme in deinen Körper

Wie vorher kurz erklärt, entstehen die meisten unserer Unruhen durch (falsches) Denken.

Der neutrale Beobachter wird dir helfen, weniger zu denken und dafür zu beobachten. Mit ein wenig Übung klappt das sehr gut.

Eine weitere gute Technik ist „in den Körper zu kommen“.

In den Körper zu kommen bedeutet nicht viel mehr, als den Verstand mal etwas ruhen zu lassen, weniger zu denken und dafür mehr zu fühlen.

Gerade wenn die Gedanken nicht zur Ruhe kommen ist es das Beste, sich auf den Körper zu konzentrieren.

Das klingt jetzt vielleicht etwas Shanti-Shanti, doch es bewirkt wunder.

Innere Unruhe bekämpfen: Eine simple Übung

Wenn du das nächste Mal angespannt, gestresst oder gereizt bist, probiere Folgendes:

  1. Atme fünfmal tief in den Bauch, konzentriere dich nur auf deine Atmung und finde Ruhe während die Luft durch deinen Körper reist.
  2. Fokussiere deine Aufmerksamkeit darauf, wie sich deine Füße auf dem Boden anfühlen. Spüre, wie sich der Boden anfühlt: Druck, Temperatur, Beschaffenheit. Im besten Fall tust du das ohne Schuhe. Es geht aber auch mit. Versuche Ruhe in diesem Moment zu finden.
  3. Stehe auf, und bewege dich für drei Minuten. Konzentriere dich ganz auf deinen Körper. Wie fühlen sich deine Füße und Beine beim Laufen an? Und dein Rücken? Deine Brust? Dein Nacken? Konzentriere dich auf deine Körperempfindungen. Kehre in dein Inneres.

Ich weiß, diese drei Schritte klingen banal und nichtssagend. Doch ich fresse einen Besen, wenn dir diese drei Schritte nicht dabei helfen, weniger zu denken und mehr innere Ruhe zu finden.

Je entspannter nämlich dein Körper ist, desto entspannter ist in der Regel auch dein Geist. Genau deshalb sind auch Massagen oder Ähnliches so wohltuend und entspannend.

Wenn dein Körper zur Ruhe kommt, wirst du wahrscheinlich auch dein seelisches Gleichgewicht wiederfinden und innere Anspannung abbauen.

P.S. Auch Yoga kann dir dabei helfen. Denn auch hier kommst mehr in deinen Körper und denkst weniger.

P.P.S. Schau dir auch noch den Artikel Stress abbauen von meinem Bloggerkollegen Robert. Er gibt in dem Artikel ein Menge sehr sinnvoller und ausführlicher Tipps.

3. Innere Ruhe finden: Du musst gar nichts!

Weißt du, warum du oft unzufrieden, genervt, ängstlich, traurig oder sogar depressiv bist?

Weil du eine Menge „Muss“ in deinem Kopf hast.

Du liest richtig. Viel Anspannung, Stress und Unzufriedenheit entsteht durch absurde Anforderungen an dich selbst.

Du redest dir also immer wieder ein, eine Menge Dinge tun zu müssen:

  • Ich muss erfolgreich sein und Karriere machen.
  • Ich muss ein guter Mensch sein.
  • Ich muss es meinen Eltern recht machen.
  • Ich muss selbstsicher sein.
  • Ich muss einen Partner finden.
  • Ich muss außergewöhnlich sein.
  • Ich muss Sport machen und abnehmen.
  • Ich muss mich selbst lieben.
  • Ich muss glücklich sein.
  • Ich muss nett zu anderen sein.

All diese und viel weitere „Muss“ machen dir das Leben schwer.

Sie rauben dir jegliche Lebensfreude, führen zu viel Druck und lassen dich minderwertig fühlen.

Es sind häufig deine völlig übertriebenen Erwartungen an das Leben, an dich selbst und an andere Menschen, die dich ins Elend treiben.

Ich nenne das ganze gerne „mentale Masturbation“.

Vergiss nicht: Du musst gar nichts!

Die meisten Dinge, die du glaubst, tun zu müssen, sind selbstauferlegte Ketten. Denn in Wahrheit musst du gar nichts!

Keiner kann dich zu etwas zwingen. Klar, wenn du nicht zur Arbeit gehst, verlierst du deinen Job. Und wenn du deine Miete nicht zahlst, wirst du rausgeschmissen.

Aber deshalb heißt das noch lange nicht, dass du diese Sachen tun musst. Keiner zwingt dich dazu.

Versteh mich nicht falsch. Ich empfehle dir keinesfalls, nicht mehr zu Arbeit zu gehen, deine Miete nicht zu zahlen oder zum Beispiel nicht mehr für deine Kinder da zu sein.

Ich möchte dich nur darauf aufmerksam machen, dass du in Wahrheit nichts musst und dass du immer eine Wahl hast.

Selbst, wenn dir jemand eine Pistole an den Kopf hält und dich zu etwas zwingen will, hast du noch immer eine Wahl.

Und das ist eine verdammt befreiende Erkenntnis.

Der Weg zum inneren Frieden: Mach dich nicht verrückt

Wie wir gesehen haben, ist deine innere Unruhe oft das Resultat deiner „Hirnficks“.

Du machst dir zu viele Sorgen, vergleichst dich mit anderen und regst dich über Kleinigkeiten auf.

Deshalb habe ich 33 Tipps zusammengestellt, damit du deine innere Mitte findest, deine selbstauferlegten Ketten ablegst und entspannter wirst.

Du kannst dir die Tipps hier kostenlos herunterladen. Aber Vorsicht! Du bist danach vermutlich sehr entspannt und ausgeglichen …

Bewusst leben – 10 Tipps für mehr Bewusstsein

Hast du das Gefühl, nie im Hier und Jetzt zu sein? Bist du häufig gestresst oder gehetzt? Würdest du gerne wissen, wie du mehr Bewusstheit in deinen Alltag bringen kannst? Dann werden dir die Tipps dieses Artikels weiterhelfen. Im Folgenden wirst du anhand von 10 sofort anwendbaren Tipps lernen, wie du bewusst leben kannst.

Bewusst lebenUnsere Welt ist heutzutage vielfältiger und komplexer denn je.

Und auch wenn eine Vielzahl an Möglichkeiten, Optionen und (oft technischen) Neuerungen unser Leben stark bereichern kann – gleichzeitig birgt diese Vielfalt auch immer eine Gefahr:

Die Gefahr, den Kontakt zu uns selbst zu verlieren.

  • Wir sind dauerhaft damit beschäftigt, die Güter unserer Zivilisation zu konsumieren und uns zu bespaßen. Und kommen dadurch gar nicht mehr in den Genuss, uns selbst auf eine natürliche, unmittelbare Art und Weise zu spüren.
  • Wir lassen uns von dem Überangebot der Wahlmöglichkeiten stressen, anstatt die Fülle des Lebens zu genießen.
  • Wir leiden unter dem Wahn, uns immer weiter optimieren zu wollen und vergessen, dass wir in Wahrheit gut genug sind.

Falls auch du unter diesem Dilemma leidest, habe ich gute Neuigkeiten für dich:

Es gibt eine Methode, die dir hilft, wie du wieder mehr bei dir ankommen kannst. Und diese Methode nennt sich Bewusstheit – das Spüren und aktive Wahrnehmen dessen, was ist.

Denn wenn du anfängst, bewusst zu leben:

  • fängst du wieder an, am Leben teilzunehmen, anstatt lediglich mechanisch zu funktionieren.
  • wirst du in deinen Beziehungen präsenter sein – und dadurch Verbindungen aufbauen, die dich und dein Gegenüber tief berühren.
  • bist du in der Lage, dich an den kleinen Dingen des Lebens zu erfreuen. Und die großen Dinge zu meistern, ohne die Fassung zu verlieren.

Wie aber kannst du nun bewusst leben lernen?

Das verrate ich dir anhand der folgenden 10 Tipps, die ich hier zunächst einmal übersichtlich aufgelistet hab.

10 Tipps, um endlich bewusst leben zu können

  1. Lebe bewusster, indem du dir Zeit für dich nimmst
  2. Stärke dein Bewusstsein & höre aufmerksam zu
  3. Konzentriere dich auf eine Sache für ein bewusstes Leben
  4. Bewusst leben bedeutet auch gütiger zu werden
  5. Vermeide Stress
  6. Übe dich in Achtsamkeit
  7. Hinterfrage dein Handeln
  8. Im Leben musst du lernen, über dich selbst zu lachen
  9. Vereinfache dein Leben
  10. Lerne, bewusst zu genießen

1. Lebe bewusster, indem du dir Zeit für dich nimmst

Ständig beschäftigt zu sein, ist eine der krankhaftesten Angewohnheiten unserer Zeit.

Denn auch wenn ein aktives Leben grundsätzlich nicht schlecht ist – indem du dauerhaft von einer Aktivität zur nächsten springst, verhinderst du es, je bei dir selbst anzukommen:

  • Du arbeitest.
  • Du datest.
  • Du triffst Freunde.
  • Du machst Urlaub.
  • Du gehst deinem Hobby nach.
  • Du besuchst spannende Veranstaltungen.

Oft merkst du gar nicht, wie du dich von einer Aktivität in die nächste stürzt.

Und spätestens, wenn das ständige Tun für dich zu einem Zwang geworden ist, solltest du anfangen, einen Gang zurückzuschalten.

Bewusst leben – erlaube dir, Zeit allein zu verbringen

Bewusst leben

Und dir öfter Momente einzuräumen, in denen du Zeit für dich hast.

In denen du aktiv nichts tust, wirklich gegenwärtig bist und dadurch lernen kannst, bewusst zu leben.

Wie du dir diese Zeiträume kreierst?

  • Mache morgens einen kleinen Spaziergang, der nur dafür dient, dich zu sammeln.
  • Fahre ab und zu allein mit dem Fahrrad an den See. Und genieße dort die Natur, ohne aktiv werden zu müssen.
  • Koche dir ein Essen, nur für dich – und dennoch mit Liebe zubereitest.

Wenn du bewusst leben möchtest, erlaube es dir, Zeit allein zu verbringen.

Dadurch nimmst du wieder Kontakt zu deinem Kern auf und erfährst einen Zustand höherer Bewusstheit.

2. Stärke dein Bewusstsein & höre aufmerksam zu

Zwischenmenschliche Beziehungen sind eine wunderbare Möglichkeit, dich in Gegenwärtigkeit zu üben.

Oft fokussieren wir uns nämlich während eines Gesprächs viel zu sehr auf uns selbst. Wir fragen uns:

  • Wie passt das, was mein Gegenüber gesagt hat, in mein eigenes Weltbild?
  • Wie kann ich sie oder ihn von meiner Meinung überzeugen?
  • Wie bringe ich meinen Gesprächspartner dazu, mir das zu geben, was ich haben möchte?
  • Wie gelingt es mir, in einem möglichst positiven Licht zu erscheinen?

Indem wir dies tun, verhindern wir, dass wir einen echten Kontakt zu unserem Gegenüber aufbauen.

Und dadurch handeln wir zutiefst unbewusst.

Hörst du wirklich zu, wenn dein Gegenüber spricht?

Bewusst leben

Falls du also die Qualität deiner zwischenmenschlichen Beziehungen steigern und bewusst leben möchtest, fang an, aufmerksamer zuzuhören. Frage dich:

  • Was möchte mir dieser Mensch gerade sagen? Welche Botschaft verbirgt sich hinter seinen Worten?
  • In welchem Zustand befindet sich dieser Mensch momentan? Was braucht er jetzt?
  • Wie kann ich es schaffen, diesen Menschen wirklich zu verstehen?
  • Wie kann ich ihm vielleicht sogar helfen?

Fragen wie diese lenken deine Aufmerksamkeit von dir selbst weg. Sie sorgen dafür, dass du anfängst, eine echte Verbindung mit deinem Gesprächspartner aufzubauen.

Und dadurch bringst du eine völlig neue Qualität der Bewusstheit und Tiefe in deine zwischenmenschlichen Beziehungen.

3. Konzentriere dich auf eine Sache für ein bewusstes Leben

Facebook, WhatsApp, Instagram und Co. haben uns haben uns die Fähigkeit der langanhaltenden Konzentration geraubt.

Weil wir immer das Gefühl haben, irgendetwas zu verpassen, können wir nicht anders, als unser Smartphone alle paar Minuten auf Neuigkeiten hin zu überprüfen.

Und auch wenn diese Angewohnheit auf den ersten Preis harmlos erscheint, ist sie im Grunde ziemlich zerstörerisch.

Dich konzentrieren zu können, ist eine wichtige Fähigkeit für ein bewusstes Leben

Bewusst leben

Wieso?

Zum einen, weil deine Produktivität unter einem ständigen Wechsel deiner Aufmerksamkeit leidet. Durch den ständigen Griff zu deinem Smartphone kommst du nie in einen Zustand, den man als Flow bezeichnet – völlige Versunkenheit in eine einzige Tätigkeit, die sowohl von einer großen Freude als auch unglaublicher Effektivität begleitet wird.

Andererseits sorgt dein ständiger Fokuswechsel dafür, dass du nie wirklich im Hier und Jetzt bist. Wenn du zu oft auf dein Smartphone guckst oder generell sehr häufig von einer Aktion zur nächsten übergehst, erlaubst du dir nie, wirklich bei dem zu sein, was gerade (wichtig) ist. Und dadurch entsteht in dir ein Gefühl des Dauerstresses sowie der konstanten Unzufriedenheit mit dem aktuellen Moment.

Wenn du bewusst leben möchtest, fange an, dich wieder nur auf eine Sache zu konzentrieren:

  • Schalte dein Smartphone während der Arbeit aus. Und fordere dich dazu heraus, über Zeiträume von mindestens 60 Minuten nur an einer Aufgabe zu arbeiten.
  • Gewöhne es dir an, selbst die kleinen Dinge des Alltags ohne Ablenkung zu erledigen: Höre keine Musik, während du putzt, und verzichte auf eine Netflix-Serie beim Essen.
  • Schenke anderen Menschen bewusst deine Zeit und Aufmerksamkeit. Zum Beispiel, indem du während einer Verabredung mit einem Freund einfach mal nicht an dein Telefon gehst.

Wenn du dich entscheidest, eine Sache nach der anderen zu machen und deinen Fokus nicht immer zu zerteilen, entscheidest du dich für ein Leben im Jetzt.

Und dadurch bringst du mehr Bewusstheit und mehr Entspannung in deinen Alltag.

(Lies auch: Gewohnheiten ändern: So schaffst du es)

4. Bewusst leben bedeutet auch gütiger zu werden

Dein Schatz an Fähigkeiten und inneren Ressourcen, ist größer, als du denkst.

Ein Weg, dir diesen Schatz bewusst zu machen, ist, gütiger zu werden:

  • Hilf deinen Mitmenschen, wenn sie deine Hilfe brauchen.
  • Schenke der Welt dein Lächeln und dein Mitgefühl.
  • Finde heraus, womit die Menschheit (vielleicht auch nur ein bisschen) bereichern kannst. Und dann handle entsprechend.

Was ist dein Geschenk an die Menschheit?

Bewusst leben

Sobald du anfängst, häufiger zu geben, bekommst du auch ein besseres Gespür dafür, welch innerer Reichtum in dir steckt.

Dein Bewusstsein um diesen Reichtum wird sowohl eine erhöhte Selbstkenntnis als auch eine größere Lebenszufriedenheit nach sich ziehen.

Wenn du also bewusst leben möchtest, werde gütiger.

5. Vermeide Stress

Stress ist das Gefühl, von deiner jetzigen Lebenssituation überfordert zu sein.

Dieses Gefühl entsteht entweder, wenn du mehr Aufgaben vor dir hast, als du dich zu bewältigen in der Lage fühlst. Oder, wenn es eine einzelne Aufgabe gibt, die so komplex oder emotional fordernd erscheint, dass du dich ihr nicht gewachsen fühlst.

Nicht immer ist Stress vermeidbar. Manchmal ist er noch nicht einmal schädlich – zum Beispiel, wenn er dich zu Höchstleistungen anspornt.

Dennoch – dich in einem Zustand andauernden Stresses zu befinden, ist äußerst schädlich.

Denn dies führt dazu, dass du in einem Zustand ständiger Unruhe und latenter Angst durch das Leben gehst. Und dieser Zustand macht es dir nahezu unmöglich, bewusst im Hier und Jetzt zu sein.

Wie du am Beispiel der Meditation erkennen kannst, bist du dann am bewusstesten, wenn dein Körper und Geist sich in einem Zustand der Entspannung befinden.

Sorge deshalb dafür, dass du nie über allzu lange Zeiträume hinweg gestresst bist.

Stress fühlt sich nicht nur doof an – er macht dich auch unbewusst

Bewusst leben

Hier sind ein paar Tipps für nachhaltigen Stressabbau:

  • Nimm dir nicht mehr Aufgaben vor, als du auch schaffen kannst.
  • Gönne dir in Zeiten höherer körperlicher, kognitiver oder emotionaler Belastung ausgiebige, gezielte Entspannungspausen.
  • Halte deinen Körper fit, indem du regelmäßig Sport treibst und dich ausgewogen ernährst.

Du wirst merken, dass du deine innere Stärke zurückbekommst und mehr Bewusstheit entwickelst, sobald du dich vom Zustand des Dauerstresses verabschiedest.

Lies auch: Wie du selbst in stressigen Situationen Ruhe bewahren kannst)

6. Übe dich in Achtsamkeit

Achtsamkeit ist das bewusste Spüren dessen, was gerade in dir und um dich herum passiert.

  • Ein flüchtiger Gedanke.
  • Die Sonnenstrahlen auf deiner Haut.
  • Ein stumpfes Gefühl in deiner Brust.
  • Kindergelächter auf dem benachbarten Spielplatz.
  • Der Geschmack deiner Lieblingseissorte.

Je besser du innere und äußere Empfindungen wahrnehmen kannst, ohne sie zu bewerten, desto bewusster wird dein Leben.

Wieso?

Weil du dann anfängst, die Welt und dich selbst wieder lebendig zu erleben.

Wie achtsam bist du in deinem Alltag?

Bewusst leben

Wenn du bewusst leben möchtest, fang an, übe dich in Achtsamkeit. Spüre Gefühle, Gedanken und Körperempfindungen und erlaube ihnen, einfach da zu sein – unabhängig davon, ob sie angenehm sind oder nicht.

Wenn du dies tust, bringst du mehr Bewusstheit in dein Leben und du erkennst, dass du gar nichts extra tun musst, um dich vollständig und lebendig zu fühlen.

7. Hinterfrage dein Handeln

Bewusst leben bedeutet immer auch bewusst handeln.

Leider handeln wir jedoch viel zu oft alles andere als bewusst:

  • Wir geraten mit Menschen, die wir eigentlich lieben, immer wieder in dieselben unnötigen Streitsituationen.
  • Wir verfolgen persönliche oder berufliche Ziele, ohne uns zu fragen, ob diese überhaupt noch aktuell sind.
  • Wir laufen in unserem Alltag viel zu oft Autopilot, anstatt uns bewusst für eine bestimmte Handlung zu entscheiden.

Aus diesem Grund solltest du es dir zur Angewohnheit machen, dein Handeln hin und wieder zu hinterfragen.

Nehmen wir mal an, dass du unter der Angewohnheit leidest, ständig an deinen Nägeln zu kauen.

Was würde passieren, wenn du dich das nächste Mal, dass du dich bei dieser Angewohnheit erwischst, einfach dafür entscheiden würdest, mit dem Nägelkauen aufzuhören?

Zunächst einmal würde dir bewusst werden, dass du dich aktuell in einer Stresssituation befindest. In dem Moment, indem du feststellst, dass dein Nägelkauen nur eine automatische Reaktion auf diese Stresssituation war, hast du die Freiheit, dich anders zu verhalten.

Und stattdessen eine gesündere Aktivität zu finden, die deinen Stress verringert.

Auch wenn dieses Beispiel sehr alltäglich erscheint – es veranschaulicht sehr gut, welche Freiheit du gewinnst, wenn du dir deine Handlungen bewusst machst.

Wieso tust du, was du tust?

Bewusst leben

Gewöhne es dir also an, sowohl die kleinen als auch die großen Handlungen in deinem Leben zu hinterfragen.

Denn erst, wenn du dich bewusst für oder gegen eine bestimmte Handlung entscheiden kannst, wirst du auch bewusst leben können.

8. Im Leben musst du lernen, über dich selbst zu lachen

Aufrichtige Selbstironie ist eine wunderbare spirituelle Übung.

Wenn du über dich selbst lachen kannst, bedeutet dies, dass du dich nicht allzu ernst nimmst. Und dadurch bringst du zum Ausdruck, dass du etwas sehr Wichtiges erkannt hast:

So wichtig bist du gar nicht.

Denn auch, wenn dir dein Ego etwas anderes weismachen möchte – neben dir gibt es mehr als sieben Milliarden andere Menschen auf der Welt.

Dir dieser Tatsache bewusst zu sein, kann deinem Selbstbewusstsein zwar ziemlich zu schaffen machen. Genauso kann es dich aber auch befreien.

  • Wenn du nicht der Mittelpunkt der Welt bist, wie schlimm ist es dann, dass du mal einen Fehler machst?
  • Wie verheerend, dass du vielleicht nie deine Mission findest?
  • Oder wie moralisch verwerflich, dass du deiner Oma nicht zum Geburtstag gratuliert hast?

Lachen ist gesund – und hilfreich, wenn du bewusst leben willst

Bewusst leben

Lerne, über deine Fehler, Macken und Dramen zu lachen.

Zum einen, weil dadurch dein Leben entspannter wird. Und zum anderen, weil dein du dir damit bewusst machst, dass es etwas Größeres und Wichtigeres gibt als dich.

Und dieses Bewusstsein für das große Ganze solltest du unbedingt schulen, wenn du bewusst leben möchtest.

9. Vereinfache dein Leben

Wenn dir ständig tausend Dinge durch den Kopf gehen, wird es dir sehr schwerfallen, ein bewusstes Leben zu führen.

Aus diesem Grund solltest du anfangen, dein Leben zu vereinfachen, wenn du bewusst leben möchtest. Je unkomplizierter dein Alltag ist, desto entspannter ist er nämlich auch – und desto besser schaffst du es, wirklich bei dir zu sein.

Hier sind ein paar Anregungen dafür, wie du dein Leben bewusst einfach halten kannst:

  • Trenne dich von Freundschaften oder Beziehungen, in denen du ständig nur Drama erlebst – und die dir somit mehr Energie rauben, als sie dir geben.
  • Schaffe Routinen, die dir das Leben vereinfachen. Zum Beispiel kannst du jede Woche zu den selben Zeiten Sport treiben oder am Sonntagnachmittag immer einer Aktivität nachgehen, die dir so richtig Spaß macht.
  • Vermeide Zeitfresser – besonders diejenigen, die dir noch nicht mal Spaß machen. Für mich war das unnötige Scrollen in meinem Facebook Feed zum Beispiel eine solche Aktivität.
  • Räume dein Zimmer oder deine Wohnung auf. Und trenne dich von den Dingen, die du nicht mehr brauchst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein physisches Ausmisten auch immer mentale und emotionale Klarheit nach sich zieht.

Und wann hast du das letzte Mal aufgeräumt?

Bewusst leben

Ein vereinfachtes Leben steigert nicht nur dein Wohlbefinden – es macht dich auch deutlich bewusster.

Fange deshalb an, dein Leben zu vereinfachen.

Dein Leben zu vereinfachen hilft übrigens auch, falls du ständig müde bist und wenig Energie hast.

10. Lerne, bewusst zu genießen

Dich nicht wenigstens ab und zu an den schönen Dingen des Lebens zu erfreuen, ist doof.

Besonders vor dem Hintergrund, dass du (das nehme ich jetzt einfach mal an) in einem sehr privilegierten Teil der Welt lebst.

Weil viele von uns die Privilegien und den Luxus jedoch schon im Kindesalter eingeimpft bekommen haben, fällt es uns oft sehr schwer, die Schokoladenseiten unseres Lebens bewusst zu genießen.

Hin und wieder darfst du dir auch einfach ein Stück Torte gönnen

Bewusst leben

Wenn du bewusst leben möchtest, solltest du deshalb lernen, das Leben zu genießen:

  • Gönn dir einen richtig schönen Kinofilm. Lass dich wie ein kleines Kind darauf ein. Und stelle fest, wie viel Freude und Aufregung du während dieses Abenteuers erleben kannst.
  • Fahr mit deinem Partner oder einem Freund in den Urlaub. Lass dich komplett fallen, während du das Reisen genießt und voller Neugier unerwartete Orte erkundest.
  • Werde dir bewusst, wie viel du jetzt schon hast. Höchstwahrscheinlich hast du ein Dach über dem Kopf und genug Geld, dir im nächstgelegenen Supermarkt Zutaten für ein exquisites Essen zu kaufen. Es gibt viele Menschen auf der Welt, für die diese Dinge der pure Luxus wären.

Auch, wenn wir Deutschen oft anders denken:

Spaß zu haben und dein Leben zu genießen, ist nichts Verwerfliches.

Im Gegenteil – wenn du dein Leben bewusst genießen kannst, wird es dir auch einfacher fallen, bewusst zu leben.

Und wenn du bewusst lebst, wird dein Leben einfach besser.

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