Endlich stark sein – mit diesen 5 Tipps entwickelst du innere Stärke

Hast du keine Lust mehr, ein Fähnchen im Wind zu sein? Möchtest du wissen, wie innere Stärke entwickelst? Dann bist du hier genau richtig. Denn wenn du die 5 Tipps dieses Artikels anwendest, wirst du so stark sein wie noch nie.

stark sein„Wahre Stärke kommt von innen!“

Vielleicht hast du diesen Spruch schon mal gehört.

  • Was aber bedeutet es, stark zu sein?
  • Wie kannst du mentale Stärke trainieren oder emotionale Stärke entwickeln?
  • Wie schaffst du es, auch in schwierigen Zeiten stark zu bleiben?
  • Wie genau baus dut innere Stärke auf – vor allem, wenn du bis jetzt sehr unsicher bist?

Wenn du dir diese Fragen stellst, bist du hier genau richtig. Denn in dem folgenden Artikel verrate ich dir 5 Tipps, die dir dabei helfen, wirklich stark zu sein.

Diese 7 Tipps erwarten dich in den kommenden Abschnitten:

  1. Stark sein: Lerne, dass du etwas verändern kannst
  2. Stark sein: Zeige deine Emotionen
  3. Stark sein: Halte deinen Körper fit
  4. Stark sein: Führe ein integres Leben
  5. Stark sein: Werde zum Teamplayer

Klicke nun entweder auf die Überschrift, die dich besonders interessiert, um zum entsprechenden Punkt zu gelangen – oder lies den Artikel von Anfang bis Ende durch.

1. Stark sein: Lerne, dass du etwas verändern kannst

Dein Selbstbewusstsein und deine innere Stärke hängen in entscheidendem Maße von deinem Gefühl ab, wirklich etwas in deinem Leben (und dem Leben anderer) bewirken zu können.

Dieses Gefühl wird auch wahrgenommene Selbstwirksamkeit genannt.

Es gibt mehrere Wege, um deine Selbstwirksamkeit zu erhöhen und dadurch endlich zu spüren, dass du sehr stark sein kannst:

1. Überwinde dich

Aus deiner Komfortzone herauszutreten und dich zu überwinden, ist einer der besten Weg, um mental stärker zu werden.

Wenn du stark sein willst, fang deshalb an, dich häufiger zu überwinden:

  • Spring im Freibad von einem 5-Meter-Turm. Auch wenn du Höhenangst hast.
  • Trau dich, einen attraktiven Menschen anzusprechen. Auch wenn du es noch nie gemacht hast.
  • Starte ein Business. Auch wenn du nicht weißt, ob es erfolgreich sein wird.

Dich zu regelmäßig zu überwinden, sorgt nicht nur dafür, dass du auf einmal ein freieres und spannenderes Leben führst.

Indem du dich aus deiner Komfortzone bewegst, stellst du dich auch deinen Ängsten und nimmst die Herausforderungen deines Lebens an.

Überwinde dich, wenn du deine Kraft spüren und stark sein möchtest

Stark Sein

Sobald du merkst, dass du auch die Dinge tun kannst, die du vorher für nahezu unschaffbar gehalten hast, gewinnst du innere Stärke – und dir wird bewusst, wie stark du sein kannst.

Eine Sache solltest du jedoch nicht aus den Augen behalten:

Manchmal ist es auch ok, sich zu erholen. Dich deinen Ängsten zu stellen, kostet sehr viel Energie. Nur, wenn du auch mal sanft zu dir bist, dir auf deinem Weg des Wachsens gelegentlich eine Pause gönnst und dich hin und wieder für deine Leistungen belohnst, wirst du dauerhaft motiviert und stark bleiben.

2. Verfolge ein langfristiges Projekt

Eine Sache anfangen kann jeder. Diese Sache auch zu Ende zu bringen, ist schon schwieriger.

  • Das Lernen einer neuen Sprache.
  • Das Meistern einer Kampfsportart.
  • Das Einarbeiten in ein umfangreiches Wissensgebiet.

Projekte wie diese brauchen Zeit.

Wenn du mental stark sein willst, suche dir ein ganz persönliches Projekt heraus, das du schon immer mal angehen wolltest. Und dann zieh das Projekt durch – von Anfang bis Ende.

Auch wenn der Weg manchmal endlos erscheinen mag:
Ein langfristiges Projekt kann dir Stärke und Selbstvertrauen geben

Stark Sein

Denn damit beweist du dir nicht nur, dass du Disziplin und Geduld aufbringen kannst.

Du erhöhst auch deine gefühlte Selbstwirksamkeit.

(Lies auch: Was ist der Sinn des Lebens?)

3. Schau in die Vergangenheit

Du wirst nie richtig stark sein, wenn du dir deiner bestehenden Stärken nicht bewusst bist.

Falls du dich also wieder einmal besonders schwach fühlst, schau in die Vergangenheit:

  • Welche schwierigen Situationen hast du bisher mit Bravour gemeistert?
  • Welche selbstgesteckten Ziele hast du erreicht?
  • Welche Stärken hast du unter Beweis gestellt?

Wenn du in dich gehst, wirst du feststellen, dass du schon ziemlich viel geleistet hast. Vielleicht musst du noch nicht mal irgendwas Besonderes tun, um stark zu sein.

Stark sein bedeutet oft nur, dass du dir deiner Stärken und Leistungen bewusst wirst

Stark Sein

Falls du in die Vergangenheit schaust und neben all deinen positiven Aspekten auch Fehler entdeckst, die du gemacht hast, ist das nicht schlimm.

Denn wenn du einen Fehler als solchen erkennst, kannst du aus ihm lernen.

Und dies wird dich in der Zukunft nur noch stärker machen.

2. Stark sein: Zeige deine Emotionen

Dein Umgang mit den eigenen Emotionen hat einen entscheidenden Einfluss auf dein Selbstbewusstsein und deine innere Stärke.

Wenn du also stark sein möchtest, meistere deine Emotionen.

Dies bedeutet übrigens nicht, den ganzen Tag nur noch mit breit grinsend durch die Welt zu laufen.

Es bedeutet viel mehr, dass du die richtigen Emotionen zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Intensität fühlen kannst. Und mit diesen Emotionen in einer gesunden Weise umzugehen lernst.

Wenn ein dir nahestehender Mensch stirbt, ist es beispielsweise normal, dass du traurig bist.

Sobald dich diese Trauer jedoch über Jahrzehnte hinweg vereinnahmt, ist irgendetwas faul.

Falls du also lernen möchtest, mit deinen Emotionen in einer angemessenen Weise umzugehen, mache dir die drei folgenden Taktiken zu eigen:

1. Nimm die Emotion an

Akzeptanz ist der unkomplizierteste und gleichzeitig mächtigste Weg, um emotional stark zu werden.

Denn letztendlich verschwinden unangenehme Gefühle nur dann, wenn du sie zulässt.

Du willst stark sein? Dann erlaube es dir, dich auch mal schlecht zu fühlen

Stark Sein

Wenn du dies nicht tust und der Emotion stattdessen mit Widerstand begegnest leistest – zum Beispiel, indem du sie sofort beseitigen möchtest oder sie gar leugnest – schadest du dir. Denn dadurch bleibt das unangenehme Gefühl in deinem Körper und gesellt sich zu der Menge aller anderen Gefühle, die noch als Überbleibsel vergangener negativer Erlebnisse in deinem Körper herumschwirren.

Und dies führt wiederum dazu, dass du irgendwann unter der Last deiner nicht angenommenen Gefühle zusammenbrichst.

Wenn du also stark sein willst, erlaube deinen Gefühlen, da zu sein.

Anstatt dich ständig mit dem Denken, mit Medien oder mit aufregenden Erlebnissen abzulenken, halte in deinem Alltag öfter inne. Und nimm einfach wahr, was gerade ist.

Wenn du das nächste Mal den Schmerz einer unangenehmen Emotion spürst, spüre in deinen Körper hinein.

Sage dir, dass der Schmerz, den du in diesem Moment fühlst, ok ist. Und dass er zum passenden Zeitpunkt schon wieder verschwinden wird.

(Lies auch: Ich bin traurig)

2. Zeige dich von deiner verletzlichen Seite

Erst, wenn du vor einer anderen Person schwach sein kannst, wirst du wirklich stark sein.

Immer stark sein zu müssen und ständig deine Freunde und Bekannte mit deinen Fähigkeiten und Leistungen zu beeindrucken, kann nämlich unglaublich energieraubend sein.

Wenn du stattdessen weißt, dass du deine Emotionen mit wohlwollenden, vertrauten Menschen teilen kannst, fängst du an, dich geborgen und geliebt zu fühlen.

Öffne dich deinen Freunden – zum Beispiel bei einem gemeinsamen Drink

Stark Sein

Aus diesem Gefühl heraus kannst du selbst in den allerschlimmsten Zeiten deines Lebens Kraft schöpfen – und wieder deine volle Kraft erlangen.

Fang aus diesem Grund nicht nur an, Menschen, die dir nahestehen, von deinen Ängsten, Sorgen und Macken zu erzählen. Zeige deine Gefühle.

Sei auch für diejenigen da, die sich dir gegenüber öffnen wollen und deine Hilfe brauchen.

Denn dann wirst du merken, dass Verletzlichkeit stark machen und zusammenschweißen kann.

3. Lenke dich ab

Auch wenn es heilsam sein kann, unangenehme Gefühle zuzulassen – hineinsteigern solltest du dich in diese auch nicht.

Denn wenn du dies tust, wirst du damit nur noch mehr unschöne Gedanken und Gefühle anziehen. Und das, obwohl du das ursprüngliche Gefühl schon längst hättest loslassen können.

Wenn du also das nächste Mal merkst, dass du in einem negativen Gefühl gefangen bist, tu einfach Folgendes:

Lenke dich von diesem Gefühl ab.

  • Höre einen deine Lieblingsmusik.
  • Gehe eine Runde im Park Joggen.
  • Schau dir einen spannenden Film an.
  • Tanze wie wild in deinem Zimmer herum.

Oder mach irgendetwas anderes, dass den Fokus deiner Gedanken und Gefühle verändert.

Sobald du lernst, deine Gefühle mit diesen drei Taktiken zu meistern, wirst du feststellen, dass stark sein gar nicht so schwer ist.

Manchmal ist Ablenkung der beste Weg, um wieder in deine Kraft zu kommen

Stark Sein

„Was ist, wenn ich Emotionen in mir trage, die zu tief sitzen, als dass ich sie allein bewältigen könnte?“ magst du dich jetzt fragen.

In diesem Fall solltest du dich ruhig trauen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und eine Psychotherapie anzufangen.

Denn auch wenn dieser Schritt für dich zunächst eine kleine Hürde sein mag – eine Therapie kann dir enorm dabei helfen, psychisch wieder stark zu werden.

3. Stark sein: Halte deinen Körper fit

Kommt Selbstbewusstsein immer nur von innen?

Nein, kommt es nicht.

Denn auch wenn es wichtig ist, deinen Geist durch das Bestehen neuer Herausforderungen zu schulen und einen angemessenen Umgang mit deinen Emotionen zu finden:

Du bist immer noch ein Mensch. Und als Mensch hast du einen Körper.

Und wie du mit diesem Körper umgehst, bestimmt, wie stark und lebendig du dein Leben beschreitest.

Es gibt zahlreiche psychologische Studien, die zeigen, dass regelmäßiges Joggen nicht nur die Symptome einer Depression verringern kann, sondern auch deine kognitiven Fähigkeiten verbessern kann.

Wenn du also stark sein möchtest, halte dich körperlich fit:

  • Treibe mindestens einmal die Woche Sport.
    Natürlich darf es auch eine Sportart sein, die dir Spaß macht.
  • Ernähre dich gesund.
    Du musst nicht zwanghaft Diät halten. Trotzdem solltest du zu viel Fast Food vermeiden, dir hin und wieder einen Salat zubereiten und generell auf eine ausgewogene Ernährung zu achten, wenn du körperlich und mental stark sein möchtest.
  • Schütze dich vor Faulheit.
    Du darfst gern auch mal die Treppen zu deinem Büro nehmen und hin und wieder mit dem Fahrrad an den See zu fahren, anstatt das Auto zu nehmen.

Gesundes Essen muss weder schlecht schmecken noch so aussehen

Stark Sein

Erst, wenn du deinen Geist und deinen Körper lebendig hältst, wirst du wirklich stark sein.

4. Stark sein: Führe ein integres Leben

Es gibt nichts, was dich schwächer macht als ein Leben gegen deine innere Wahrheit.

Wenn du stark sein möchtest, solltest du es dir deshalb angewöhnen, ein integres Leben zu führen.

Integer zu leben bedeutet zunächst, dass du deine Gedanken, Gefühle und Worte so gut es geht mit deinen Handlungen in Einklang bringst.

Es bedeutet außerdem, dass du dir deiner Werte bewusst bist und diese lebst, während du dich von Menschen fernhältst, die diese Werte nicht zumindest zu einem gewissen Grad teilen.

Und zu guter Letzt bedeutet es auch, dass du deiner Mission im Leben folgst – auch wenn dies manchmal nicht einfach sein mag.

Hier sind drei Tipps, die dir dabei helfen, ein integres Leben zu führen:

1. Rede weniger und handle mehr

Kennst du diese Menschen, die immer nur von ihren Plänen erzählen – und nie etwas machen?

Oder die andere für ihre Fehler verurteilen, während sie selbst die gleichen Fehler machen?

Auch wenn du nicht zu diesen Menschen gehören magst – hin und wieder wirst auch du dich dabei ertappen, wie du zu viel redest, anstatt einfach aktiv zu werden.

Wenn du stark sein willst, werde zum Macher
und forme dein Leben nach deinen eigenen Vorstellungen

Stark Sein

Halte dich deshalb an die folgenden Tipps, wenn du integer und damit stark sein möchtest:

  • Verabschiede dich von einer Opferhaltung.
    Immer wenn du dich dabei ertappst, wie du dich über etwas beschwerst oder in Selbstmitleid versinkst, stelle dir eine wichtige Frage: Was kann ich jetzt gerade tun, um meine Situation zu verbessern? Und dann tu es.
  • Nimm deine eigenen Worte ernster.
    Halte deine Versprechen. Erzähle deinen Freunden nur von Projekten, die du auch wirklich umsetzen wirst. Und triff dadurch öfter Entscheidungen, hinter denen du auch wirklich stehst.
  • Suche nach Lösungen und nicht nach Problemen.
    Wenn dich das nicht abgewaschene Geschirr in deiner Wohnung stört, wasch es doch einfach selbst ab, anstatt deinem Partner oder Mitbewohner vorzuwerfen, dass er sich nicht genug in den Haushalt einbringt.

Wenn du statt Worten Taten sprechen lässt, wirst du merken, wie dein Leben auf einmal integrer wird. Und du innerlich stärker wirst.

(Lies auch: Bewusst leben – 10 Tipps für mehr Bewusstsein)

2. Orientiere dich an deinen Werten

Werte sind die ethischen Richtlinien unseres Lebens. Wenn du dir nicht sicher bist, was deine Werte sind, geh einmal in dich:

  • Welche Charaktereigenschaften und welche Verhaltensweisen machen dich aus?
  • Was ist dir wirklich wichtig im Leben?
  • Welche Lebenseinstellung ist für dich zentral?
  • Wofür stehst du?

Sobald du die ersten Antworten auf diese Fragen gefunden hast, fange an, dein Leben an diese Antworten anzupassen.

Falls Leidenschaft beispielsweise einer deiner wichtigsten Werte ist und du einen langweiligen Bürojob hast, lebst du eindeutig gegen deine Werte.

Genauso missachtest du diese, wenn tiefe zwischenmenschliche Verbindungen dir wichtig sind, du aber ausschließlich oberflächliche Freundschaften hast.

Fange also an, in Harmonie mit deinen Werten zu leben, wenn du stark sein möchtest.

3. Folge deiner Mission

Das Wort Mission ist ein inzwischen ziemlich inflationär verwendeter Begriff.

Aus diesem Grund möchte ich hier eine Sache klarstellen:

Wenn du (noch) keine Mission in deinem Leben hast, ist das nicht schlimm.

Was hingegen dramatisch ist:

Zu wissen, was deine Mission ist und dieser trotzdem nicht zu folgen.

Weißt du, was dein Geschenk an die Menscheit ist?

Stark Sein

  • Zu wissen, dass dein Herz der Kunst gehört, aber dennoch wegen des Geldes einen Bürojob anzunehmen, der dich dein Leben lang unglücklich machen wird.
  • Zu wissen, dass deine Gabe darin besteht, andere Menschen zu inspirieren. Und trotzdem mit einem Headset vor dem PC zu sitzen und Kunden eines großen Mobilfunkanbieters zu beraten.
  • Zu wissen, dass es deine Mission ist, eine eigene Patisserie zu eröffnen, aber gleichzeitig noch nicht mal den ersten Schritt auf dem Weg dorthin zu wagen.

Wenn du dies tust, zerstörst du deine eigene Integrität.

Falls du also weißt, was deine Bestimmung ist, nutze dieses Wissen. Und tu das, wofür du geschaffen bist.

5. Stark sein: Werde zum Teamplayer

Filmikonen wie James Bond oder Rambo haben uns seit jeher ein falsches Bild davon vermittelt, was es bedeutet, stark zu sein.

Nur weil diese Helden heroische Einzelkämpfer waren, denken wir, dass auch wir nur dann stark sein können, wenn wir allein durchs Leben gehen.

Letztendlich kannst du dich ja doch nur auf dich selbst verlassen, oder?

Bullshit.

Die heutige Zeit erfordert mehr als je zuvor, dass du dir auf deinem Lebensweg Unterstützung von wohlwollenden Menschen holst.

  • Von Menschen, die in dir das Beste sehen.
  • Von Menschen, die dich stärker werden lassen und deinen Schwächen Mitgefühl entgegenbringen.
  • Von Menschen, die dir ein Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit vermitteln.

Um diese Menschen in dein Leben zu ziehen, musst du jedoch erstmal vom Einzelkämpfer zum Teamplayer werden.

Gemeinsam stark sein – im Team stehst du immer besser da

Stark Sein

Und obwohl du es dir vielleicht wünschen magst – diese Transformation passiert nicht über Nacht. Besonders, wenn du dich dein Leben lang von anderen unabhängig gemacht hast, wirst du dich anfangs nur sehr schwer auf andere Menschen einlassen können.

Wenn du zu einem besseren Teamplayer werden möchtest, befolge deshalb diese drei Tipps:

  • Begegne deinen Mitmenschen auf eine verständnisvolle und herzliche Art und Weise.
    Jeder Mensch hat positive und negative Seiten. Fang an, in jedem Menschen, dem du begegnest, das Gute zu sehen. Und behandle sie so, wie du auch von Ihnen behandelt werden möchtest. Denn auch wenn du niemals eine Verletzung deiner eigenen Werte durch andere akzeptieren solltest– deinen Mitmenschen mit einer liebenden und wohlwollenden Haltung zu begegnen, wird dich sofort zu einem besseren Teamplayer machen.
  • Fang, an, zu vertrauen.
    Wenn du Weggefährten für deine Lebens-Reise haben möchtest, musst du anfangen, wieder zu vertrauen. Auch wenn es dir schwerfallen mag, das zu glauben: Es gibt viele Menschen da draußen, auf die du dich verlassen kannst. Die dir helfen wollen und dich bei deinen Vorhaben und Problemen unterstützen wollen. Öffne dich. Nimm diese Hilfe an. Und lass zu, dass echte Verbindungen entstehen.
  • Sei bereit für neues.
    Es kann sein, dass du die Menschen, die dir wirklich guttun, an unerwarteten Orten findest. Sei deshalb offen für Neues und trau dich, an den verschiedensten Orten aktiv auf neue Leute zuzugehen. Mit der Zeit wirst du Menschen in dein Leben ziehen, die deinen Lebensweg teilen.

Nur mit dem Team kannst du wirklich stark sein. Fang deshalb bereits heute an, zu einem Teamplayer zu werden.

Und komm in den Genuss wahrer innerer Stärke.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Was ist der Sinn des Lebens? So findest du deinen Lebenssinn

Was ist der Sinn des Lebens? Warum bin ich hier? Was soll das Ganze eigentlich? In diesem Artikel erfährst du, was der Sinn des Lebens ist, warum sich dieser im laufe des Lebens ändert und was du tun kannst, um ein bedeutungsvolles Leben zu führen.

mann fragt sich: was ist der sinn des lebens Es ist die wohl größte und wichtigste Frage, die sich ein Mensch stellen kann:

Was ist der Sinn des Lebens?

Ohne einen Sinn erscheint unser Leben uns leer und bedeutungslos. Ganz egal, wie viel wir erreichen oder wie erfolgreich wir in den Augen anderer sind.

Du kannst also noch so reich, sexy und selbstbewusst sein, ohne ein tieferes Lebensziel wirst du vermutlich nicht glücklich sein. Nicht umsonst gibt es immer wieder weltberühmte oder superreiche Menschen, die sich umbringen.

Glück und Sinn gehören zusammen wie Bud Spencer und Terence Hill. Oder wie Kino und Popcorn. Oder wie Sonntag und Tatort. Such dir was aus.

Die Sache ist die: Glücksmomente, gute Gefühle und Spaß sind wichtige Bestandteile eines erfüllten Daseins. Doch sie sind bei Weitem nicht genug. Du brauchst auch einen Sinn.

Anders als die meisten Tiere haben wir Menschen die Fähigkeit, über uns selbst nachzudenken.

Während ein Hund also restlos glücklich ist, wenn du ihm eine große Dose Chappi hinstellst und ihn hinter dem Ohr kraulst, sitzt du auf deiner Couch und machst dir Gedanken über deinen Lebensinhalt.

Um generell glücklich zu sein, geht es also weniger darum, sich immer gut zu fühlen, als darum, ein sinnvolles Leben zu führen. Wir brauchen das Gefühl, dass wir die Dinge aus einem bestimmten Grund tun und dass wir ein starkes Warum haben.

Und das bringt uns zum nächsten Punkt…

Die wichtigsten Punkte aus diesem Artikel erfährst du auch in diesem Video:

Was ist der Sinn des Lebens? Liebe, Glück, das Leben selbst?

Fragt man Menschen nach dem Sinn des Lebens, bekommt man häufig folgende Antworten:

  • Die Lebensbedeutung ist zu leben.
  • Seinen Träumen nachzugehen ist das Wichtigste.
  • Das Leben hat keinen Sinn.
  • Liebe ist der Sinn des Lebens!
  • Der Lebenszweck besteht darin, glücklich zu sein.
  • Der Sinn des Lebens? Ach! Ist doch sowieso alles sinnlos. Und jetzt bring mir noch ein Bier.

Doch was ist die richtige Antwort? Und gibt es überhaupt eine richtige oder falsche Antwort?

Seit Jahrtausenden diskutieren große Denker, religiöse Lehrer, Philosophen und Betrunkene über den Sinn des Lebens.

Manch großer Denker behauptet, unsere Existenz habe keine tiefere Bedeutung. Im Buddhismus ist das Ziel unseres Daseins, unnötiges Leid zu vermeiden. Der griechische Philosoph Aristoteles sah den Lebenszweck im Menschsein selbst. Religiöse Anhänger sehen ihn oftmals im Glauben. Und in dem Roman Per Anhalter durch die Galaxis ist die Antwort eines Supercomputers auf die Frage nach dem Sinn des Lebens nach siebeneinhalb Millionen Jahren Rechenzeit schlichtweg die Zahl 42.

Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens ist so unterschiedlich wie die Menschen, denen man die Frage stellt. Und das ist die wichtigste Erkenntnis.

Denn was dein Lebensziel ist, entscheidest letztendlich du.

Genauso wie du dich morgens dazu entscheidest, rote statt schwarze Unterwäsche zu tragen, kannst du entscheiden, was der Sinn deines Lebens sein soll.

Du entscheidest, was der Sinn in deinem Leben ist

Die Bedeutung des Lebens? Such dir was aus!

Was ist der Sinn des Lebens? Falsche Frage, Kumpel!

Menschen, die sich nach mehr Sinn, Tiefe und Bedeutung sehnen, sollten sich nicht fragen, was der Sinn des Lebens ist. Das wird sie vermutlich nicht weiterbringen.

Stattdessen sollte die Frage ein wenig umformuliert werden und Folgendes sollte man sich fragen:

Was gibt meinem Leben Sinn?

Statt also nach dem Lebenssinn zu suchen, als wäre er eine verloren gegangene Socke geht es darum, dem Leben eine tiefere Bedeutung zu geben.

Das ist eine kleine, aber äußert wichtige Unterscheidung.

Interessant, Anchu. Aber wie mach ich das?

Schön, dass du fragst.

Die kurze Antwort: konzentriere dich auf deine Werte.

Was der Lebenszweck & Sinn mit deinen Werten zu tun hat

Zwar gibt es verschiedene Gründe dafür, dass Menschen Selbstmord begehen, doch einer der Hauptgründe ist, dass ihnen alles sinnlos erscheint.

Um eben generell glücklich und zufrieden zu sein, geht es weniger darum, sich immer gut zu fühlen, als darum, das Gefühl zu haben, ein bedeutungsvolles Dasein zu führen.

Und das heißt vor allem, den eigenen Werten zu folgen.

Wenn du ein Leben führst, welches auf deinen Werten basiert, erscheint dir dieses erfüllend und schön, selbst wenn dir Negatives widerfährt oder es nicht immer einfach ist.

Und genau damit hat unsere moderne Gesellschaft ein riesen Problem.

Jahrtausende lang lebten Menschen nach den Werten und Idealen ihres jeweiligen Stammes oder ihrer Religion. Und diesen Werten und Idealen zu folgen gab den Menschen eine Richtung.

Sie glaubten an etwas Größeres als sie selbst.

Doch heutzutage haben die meisten Menschen keine starken Werte mehr. Werte und Ideale wurden ersetzt durch Statussymbole, Konsum, Anerkennung und dem Wunsch, sich immer gut zu fühlen.

Wenn Menschen der Lebenszweck fehlt, liegt das oft daran, dass sie keine starken Werte haben.

Sie verbringen ihre Zeit damit, den neuesten Modetrends hinterherzulaufen, nach Mallorca in den Urlaub zu fliegen und Selfies auf Instagram und Facebook zu posten.

Viele Menschen verschwenden ihr Leben mit unwichtigen Dingen

Versteh mich nicht falsch.

Es geht nicht darum, dass du die Delfine vor dem Aussterben rettest oder deine bisherige Existenz aufgibst, um dich für Menschen in Not einzusetzen.

Überlege dir aber bewusst, welcher Mensch du sein willst und wie deine Lebenszeit aussehen soll.

In einer Gesellschaft, die mehr Freiheiten und Möglichkeiten bietet als jemals zuvor, ist es die Aufgabe eines jeden Einzelnen, zu entscheiden, welche Werte für ihn wichtig sind und woran er glauben möchte.

Denn es sind unsere Werte und Überzeugungen, die unserem Dasein eine tiefe Bedeutung geben.

Schon Friedrich Nietzsche schrieb:

„Wer ein Warum zum Leben hat, erträgt fast jedes Wie.“

Und auf kaum jemanden trifft dies besser zu als auf Viktor E. Frankl.

Eine Geschichte aus dem Leben von Viktor E. Frankl

Kaum jemand kann mehr über den Sinn des Lebens sagen als Viktor E. Frankl.

Frankl war ein jüdischer Psychologe, der von 1942 bis zum Kriegsende 1945 im Konzentrationslager saß.

Die Lebensbedingungen waren unmenschlich. Jeder Gefangene bekam zwei Stücke Brot – pro Woche. Eintausendfünfhundert Menschen waren in einer Baracke untergebracht, die für Zweihundert gedacht war. Dazu kam die brutale Kälte im Winter und Arbeit bis zur totalen Erschöpfung.

Frankl berichtete, wie ein kleiner Junge eines Tages zum Arzt gebracht wurde, weil seine Füße erfroren waren. Es gab keine Schuhe in seiner Größe, also musste er bei Schnee den ganzen Tag lang barfuß arbeiten. Der Arzt zog mit einer Pinzette den kompletten großen Zeh von seinem Fuß ab, bis nur der Knochen übrig blieb. Das Fleisch war komplett abgestorben.

Viele der Gefangenen konnten die täglichen Qualen nicht ertragen und begingen Selbstmord, in dem sie in die mit Starkstrom geladenen Stacheldraht-Zäune liefen.

In seinem Bestseller „… trotzdem Ja zum Leben sagen“ schildert er die unmenschlichen Bedingungen im Konzentrationslager und gibt einen tiefen Einblick in die Psyche der Gefangenen.

Er erklärte, dass es weder die physische noch die psychische Stärke war, die darüber entschied, ob die Gefangenen am Leben blieben. Der alles entscheidende Faktor – abgesehen vom Zufall – war, ob die Gefangenen den Zugang zu etwas fanden, das ihnen sinnvoll erschien.

Die Gefangenen, die überlebten, waren die, die an etwas Größerem festhielten als sie selbst:

  • Die Verantwortung gegenüber einem geliebten Menschen, der vielleicht auf sie wartete.
  • Unvollständige Arbeit, die sie noch unbedingt erledigen wollten.
  • Anderen Menschen zu helfen oder ihnen etwas von ihrem Wissen weiterzugeben.

Es waren diejenigen Gefangenen, die sich mir ihren tiefsten Werten und etwas wirklich Wichtigem verbinden konnten, die überlebten.

Trotz all der Unmenschlichkeit und all des Grauens entschied sich auch Frankl immer wieder dazu, an etwas Bedeutungsvollem festzuhalten.

So half er im KZ anderen Gefangen. Auch der Gedanke, seine geliebte Frau irgendwann wieder in den Armen zu halten, trieb ihn an.

Frankl lebte unter unmenschliche Bedingungen, erlebte extreme Ungerechtigkeit und blickte täglich dem Tod ins Auge.

Doch in all dieser Unmenschlichkeit, in all diesen Qualen und in all dem Schmerz fand er trotzdem einen Sinn. Und dieser gab ihm die Kraft, den Mut und die Ausdauer, die er zum Überleben brauchte.

Frankl verlor im Konzentrationslager zuerst seinen Vater, dann seine Mutter und zuletzt auch seine Ehefrau. Doch er selbst überlebte die Qualen. 1947 heiratete er zum zweiten Mal. Die Ehe hielt bis zu seinem Tod im Jahr 1997. Frankl wurde 92 Jahre alt, schrieb 32 Bücher und erhielt 29 Ehrendoktortitel.

Die meisten von uns werden zum Glück nie solche traumatischen Erfahrungen machen. Doch unsere Werte spielen trotzdem eine enorm wichtige Rolle in unserem Leben.

Werte sind der Schlüssel zu einem sinnvollen Leben

Wenn du ein Leben führst, das auf deinen Werten basiert, erscheint dir dieses sinnvoll, erfüllend und schön – selbst wenn dir Negatives widerfährt oder es nicht immer einfach ist.

Und das ist auch eines der großen Probleme unserer modernen Gesellschaft.

Jahrtausende lang lebten Menschen nach den Werten und Idealen ihres jeweiligen Stammes oder ihrer Religion. Und nach diesen Werte und Idealen zu leben gab den Menschen eine Bedeutung. Sie glaubten an etwas Größeres als sie selbst.

Doch heutzutage haben die meisten Menschen keine starken Werte mehr. Werte und Ideale wurden ersetzt durch Statussymbole, Konsum, Anerkennung und den Wunsch, sich immer gut zu fühlen.

spirituelles Konzept Lebenssinn

Warum sind in der westlichen Welt so viele Menschen unzufrieden, obwohl sie sich ihren Einkauf nach Hause liefern lassen können, Autositze haben, die sie massieren, und ihr größtes Problem darin besteht, das passende Outfit für den veganen Brunch am Samstagvormittag zu finden?

Weil sie keine starken Werte haben. Ihnen fehlt das Warum.

Ja, es ist so simpel.

Wenn Menschen nicht das Gefühl haben, ein bedeutungsvolles Dasein zu führen, liegt das meistens daran, dass sie keine starken Werte haben.

Ihr Leben besteht darin, den neuesten Modetrends hinterherzulaufen, nach Mallorca in den Urlaub zu fliegen, Karriere zu machen, Selfies auf Social Media zu posten und 3,7 Mal die Woche Sex zu haben.

In dem Moment, in dem du entscheidest, nach deinen eigenen Werten zu leben, wird dir dein Leben auch automatisch sinnvoller erscheinen.

Wenn ich beim Schreiben zum Beispiel nur daran denke, mehr Geld zu verdienen, fällt es mir verdammt schwer. Das Schreiben erscheint mir dann eintönig, bedeutungslos und mir fehlt die Motivation.

Wenn ich mir beim Schreiben jedoch bewusst mache, dass ich durch meine Worte andere Menschen inspiriere und ihnen helfen kann, erfüllt es mich.

Das Schreiben erscheint mir dann sinnvoll, weil ich mich mit meinen Werten verbinde und dadurch das Gefühl habe, etwas Wichtiges und Bedeutungsvolles zu tun.

Der Lebensinhalt & Sinn verändert sich

Oft glauben die Menschen, dass die Frage nach der Lebensbedeutung eine einmalige Angelegenheit ist – wie ein wilder One-Night-Stand mit einem Unbekannten.

Doch die Frage taucht immer wieder auf. Denn das was unserem Leben Sinn gibt, verändert sich meistens im Laufe der Zeit.

Wieso?

Weil wir uns verändern.

Beeinflusst durch unser Umfeld und unsere Erfahrungen verändern sich unsere Ansichten, unsere Einstellung und unsere Werte.

In verschiedenen Lebensphasen legen wir deshalb auch auf verschiedene Dinge Wert. Und damit verändert sich auch oft unser Lebenssinn.

Abstraktes Bild des menschlichen Verstandes zum Sinn des Lebens

Als Jugendlicher besteht dein Lebensinhalt vor allem darin, cool zu sein, den Führerschein zu machen und zum ersten Mal Sex zu haben.

Falls du gerade Anfang Zwanzig bist und deine Ausbildung oder dein Studium beendet hast, ist dir vermutlich besonders wichtig, einen guten Job zu bekommen und Karriere zu machen.

Hast du hingegen gerade dein erstes Kind bekommen, dreht sich verdammt viel um deinen Nachwuchs und du wirst versuchen, eine möglichst gute Mutter oder ein guter Vater zu sein. So behaupten viele Eltern zum Beispiel, dass ihre Kinder einen großen Teil ihres Lebensinns ausmachen.

Falls du schon ein wenig älter bist und die letzten 30 Jahre in eine große Karriere gesteckt hast oder in die Erziehung deiner Kinder, werden sich deine Prioritäten, Ansichten und auch dein Lebenszweck wieder verändern.

Und wenn du 85 bist, besteht dein Lebensinhalt vermutlich darin, dich morgens alleine anzuziehen und zum Bingo zu gehen.

Große Veränderungen, Schicksalsschläge oder Sinnkrisen werden deinen Lebenssinn immer wieder beeinflussen oder sogar verändern. Und das ist OK.

So wie du dich veränderst, verändert sich auch das, was deinem Leben Bedeutung gibt.

(Lies auch: 8 Anzeichen, dass es Zeit für Veränderung ist)

Warum Glück kein guter Lebenszweck ist

Viele Menschen glauben, dass der Sinn des Lebens darin besteht, glücklich zu sein.

Und obwohl du selbst entscheiden kannst, was der Sinn deines Lebens ist, ist Glück keine gute Wahl. Lass mich das erklären.

Vermutlich ist dir auch schon aufgefallen, dass Glück schwer greifbar ist.

Denn wie definiert man das Glücklichsein?

  • Bin ich glücklich wenn ich gerade shoppen war und die perfekte Hose gefunden habe?
  • Besteht das Glück darin, generell zufrieden zu sein, obwohl nicht immer alles perfekt ist?
  • Ist pures Glück nicht all die Momente, in denen ich einfach nur mein Leben genieße und nicht darüber nachdenke, ob ich gerade glücklich bin?

Glück ist kaum zu definieren, weil die Grenzen zu Spaß, Genuss, Gelassenheit oder Zufriedenheit fließend sind. (Mehr dazu hier: Was ist Glück?)

Doch mal ganz davon abgesehen, dass wir das Glücklichsein nur schwer definieren können, gibt es auch keinen klar definierten Weg zum Glück. Es gibt keine simple 5-Schritte-Anleitung.

Um zum Beispiel abzunehmen, ist es klar, was zu tun ist (das Schwierige liegt in der Umsetzung):

  • Mach regelmäßig Sport.
  • Iss weniger und gesünder.
  • Mach einen großen Bogen um Chips, Süßigkeiten, All-you-can-eat-Buffets und 2×1 Cocktail-Angebote.

Doch wie sieht das mit dem Glücklichsein aus?

Das Glücks-Paradoxon

Das Paradoxe am Glück ist, dass du, je mehr Bedeutung du dem Glücklichsein gibst, wahrscheinlich umso unglücklicher bist.

Je mehr du also versuchst, glücklich zu sein, desto weniger bist du es.1 Das ist auch der Grund, warum Menschen, deren Ziel es ist, glücklich zu sein, in der Regel unglücklicher sind.2

Die Sache ist die: Glück ist kein Endziel, dass du erreichst, wenn du deine drei wichtigsten Lebensziele errungen oder dein größtes Problem gelöst hast.

Ein Sixpack, mehr Erfolg beim anderen Geschlecht oder Geld ohne Ende sind noch lange keine Garantie für mehr Glück. Eine Weltreise, ein eigenes Haus oder mehr Selbstbewusstsein auch nicht.

Warum das so ist, erkläre ich genauer in diesem Video:

Es gibt Menschen, die all ihre Ziele erreichen, erfolgreich sind, gut aussehen und trotzdem unglücklich sind. Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die alles verloren haben und trotzdem glücklich sind.

Glück ist ein Nebenprodukt, das vor allem dadurch entsteht, dass du ein sinnvolles und bedeutungsvolles Leben lebst. Und genau deshalb sollte Glück nicht der Zentrale Part deines Lebens sein.

Was ist der Sinn des Lebens, wenn ich doch sowieso irgendwann sterbe?

Manche Menschen glauben, das Leben habe keinen Sinn, weil es früher oder später sowieso zu Ende ist. Dabei verhält es sich genau andersherum!

Es mag paradox klingen, doch es ist der Tod, der deinem Leben eine Bedeutung gibt.

Stelle dir vor, du wärst unsterblich. Du hättest keinen Ansporn mehr, überhaupt etwas zu tun. Schließlich würde es keine Konsequenzen haben, etwas zu tun oder es nicht zu tun. Vermutlich würdest du die Dinge immer auf morgen verschieben, in der Gewissheit, dass du ja ewig Zeit hast.

Wärst du unsterblich, würde dein Leben an Sinn und Intensität verlieren.

Die schönen Dinge sind schön, weil sie endlich sind. Warum genießt du Sex, ein leckeres Abendessen oder einen interessanten Film?

Weil du weißt, dass sie nur eine bestimmte Dauer haben. Es ist das absehbare Ende, das die Dinge interessant, bedeutungsvoll und intensiv macht.

Der Tod kann deinem Leben mehr Sinn geben

Wir verbinden mit dem Tod meistens Angst, Trauer und Schmerz. Doch letztendlich ist es der Tod, der unserem Dasein eine tiefe Bedeutung gibt.

Deshalb solltest du dich öfter an deine eigene Sterblichkeit erinnern.

Wie der Tod helfen kann, deinem Leben eine tiefere Bedeutung zu geben

Es hat sich herausgestellt, dass Menschen, die sich mehr Gedanken über den Tod machen, ihr Leben als sinnvoller betrachten.3

Warum?

Weil der Tod die ultimative Deadline ist, die sie daran erinnert, worum es in ihrem Leben gehen soll. Der Gedanke an die eigene Sterblichkeit führt dazu, dass Menschen sinnvolle Ziele verfolgen.

Und genau deshalb es ist so machtvoll, wenn du dir immer wieder bewusst machst, dass du früher oder später sterben wirst.

Was würdest du zum Beispiel noch tun wollen, wenn du nur noch ein Jahr zu Leben hättest?

  • Was würdest du noch erleben wollen?
  • Was würdest du der Nachwelt hinterlassen wollen?
  • Mit welchen Menschen würdest du deine Zeit verbringen?
  • Bei wem würdest du dich entschuldigen?
  • Zu wem sagen, dass du ihn liebst?

Dich regelmäßig daran zu erinnern, dass du früher oder später sterben wirst, ist der beste Weg, um ein sinnvolles Dasein zu verleben.

Stelle dir vor, schon bei deiner Geburt wüsstest du, wann du sterben wirst. Du hättest einen fixen Todeszeitpunkt, so wie ein Vanillejoghurt ein Verfallsdatum hat.

Dein Leben wäre sinnvoller!

Du würdest dir genauer überlegen, was du in deiner Zeit im Hier und Jetzt tun möchtest, was du von der Welt sehen willst, wie dich Menschen in Erinnerung behalten sollen und was du der Nachwelt hinterlassen wirst.

Doch keiner von uns weiß, wann sein Ende kommt. Und das führt dazu, dass wir Leben, als wären wir unsterblich.

Wir reiben uns an Kleinigkeiten auf, verschieben unsere Träume in die Zukunft und schaffen es nicht, das Schöne im Alltäglichen zu sehen. Stattdessen regen wir uns darüber auf, dass wir im Stau stehen, kein teures Auto besitzen und es schon wieder an der Zeit ist, sich die Schamhaare zu entfernen.

Stell dir nur mal vor, wie intensiv du alles wahrnehmen würdest, wenn du wüsstest, du stirbst nächste Woche.

Du würdest dich nicht mehr darüber aufregen, dass du im Stau stehst oder dass die Bahn 10 Minuten Verspätung hat. Du würdest es nicht als alltäglich hinnehmen, dass es Menschen gibt, die dich lieben. Du würdest jede einzelne Sekunde voll auskosten und das Leben in all seinen Facetten genießen.

Und genau deshalb, solltest du öfter an den Tod denken.

Wie siehst du das ganze Thema? Hat dir der Artikel weitergeholfen? Lass es mich in den Kommentaren wissen!

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Ungeduldig? Geduld lernen mit drei einfachen Tipps

Steht dir deine Ungeduld im Weg? Würdest du dem Leben gerne mit mehr Gelassenheit begegnen? Dann bist du hier genau richtig. Denn in den folgenden Absätzen verrate ich dir, wie du mit drei einfachen Tipps Geduld lernen kannst.

Geduld lernenVielleicht hast du das Gefühl, dass es in deinem Leben nicht so schnell vorangeht, wie du es gerne hättest.

Sobald du dir ein Ziel setzt, möchtest du dieses auch so schnell wie möglich erreichen. Und anstatt auf den Erfolg warten zu können, sorgt deine Ungeduld viel dafür, dass du aufgibst, bevor du auch nur in die Nähe der Ziellinie kommst.

Möglicherweise sind es aber auch kleinere Situationen in deinem Alltag, an denen du immer wieder merkst, wie ungeduldig du in Wirklichkeit bist.

Wieso auch immer du Geduld lernen möchtest:

Mit den Tipps dieses Artikels wird es dir gelingen.

Bevor wir uns jedoch den Tipps widmen, sollten wir uns erst einmal anschauen, wieso Geduld überhaupt so wichtig ist.

Was ist Geduld überhaupt?

Geduld ist nichts anderes als die Fähigkeit, auf eine bestimmte Sache warten zu können.

  • Auf die nächste Bahn.
  • Auf das Erscheinen einer neuen Staffel Game of Thrones.
  • Auf den großen Durchbruch deiner Karriere.

Egal auf was du wartest: immer brauchst du Geduld.

Vielleicht fragst du dich jetzt, welche Vorteile es hat, Geduld zu üben. Ganz einfach:

  • Geduld hilft dir, eine gute Beziehungen zu führen. Eine tiefe Verbindung zu einem anderen Menschen aufzubauen, kostet Zeit und Arbeit. Wenn du geduldig bist, wird es dir leichter fallen, Energie in deine Beziehungen zu stecken, ohne sofort ein Ergebnis zu erwarten.
  • Geduld hilft dir, große Projekte, die sich über Monate oder gar Jahre erstrecken, zu beenden. Wenn du geduldig bist, wirst du kein Problem damit haben, ein Projekt über längere Zeit zu verfolgen, ohne zu wissen, ob du damit erfolgreich sein wirst.
  • Geduld hilft dir, generell entspannter zu leben. Wenn geduldig bist, werfen dich unglückliche Ereignisse nicht vollständig aus der Bahn, weil du weißt, dass am Ende alles gut wird. Und du auch aus dieser Situation gestärkt hervorgehen wirst.

Dies sind nur einige Beispiele für positiven Nebeneffekte der Geduld. Du solltest daher Geduld lernen, wenn du ein zufriedenes Leben führen möchtest.

Welche drei Tipps dir dabei helfen können, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

1. Geduld lernen: Ändere deine Angewohnheiten

Deine täglichen Angewohnheiten haben einen großen Einfluss auf dein Leben.

Wenn du Geduld lernen möchtest, solltest daher klein anfangen:

  • Gewöhne es dir an, dein Smartphone beim Warten auf die Bahn in der Tasche zu lassen.
  • Wenn du einen kurzen Weg mit dem Fahrrad zurücklegen würdest – laufe ihn stattdessen. Vielleicht sogar ein bisschen langsamer und bewusster als du es normalerweise tun würdest.
  • Lerne, Langeweile auszuhalten, ohne dir reflexartig auf Netflix eine Serie reinzuziehen.

Mit kleinen Verhaltensänderungen wie diesen konditionierst du dein Unterbewusstsein täglich darauf, zu warten.

Wenn du Geduld lernen möchtest, mach dein Smartphone öfter aus

Geduld lernen

Und diese Fähigkeit ist heutzutage wichtiger als je zu vor.

Wieso?

Weil wir in einer Zeit der sofortigen Bedürfnisbefriedigung leben.

  • Du hast Lust auf eine dicke fette Sushi-Platte? Dank Lieferando musst du dafür noch nicht mal aus dem Haus gehen.
  • Du möchtest gerne verreisen? Kein Problem – buche einen Last-Minute-Flug bei Easy-Jet und bereits einen Tag später sitzt du im Flieger.
  • Du bist horny? Tinder schafft Abhilfe. Und wenn du dort nicht erfolgreich bist, steht dir im Internet immer noch eine Welt voller aufregender (und komplett kostenloser) Pornos zur Verfügung.

Auf fast nichts mehr musst du heutzutage wirklich lange warten. Und deshalb bist du gereizt und genervt und reagierst ungeduldig, sobald du eine Sache mal nicht sofort bekommst.

Und das ist ein Problem.

Wenn du also Geduld lernen möchtest, schwimme gegen den Strom.

Fang an, die Momente, in denen deine Bedürfnisse nicht sofort befriedigt werden, zu genießen. Und konditioniere dich täglich auf ein geduldigeres und bewussteres Leben.

2. Geduld lernen: Genieße den Weg

Am ungeduldigsten bist du immer dann, wenn du zu schnell zu viel von dir verlangst:

  • Du denkst, dass du dir in einem Zeitraum von vier Wochen deinen Traumkörper antrainieren kannst. Und das, obwohl du im Augenblick schon nach zehn Situps knallrot im Gesicht wirst.
  • Du glaubst, dass du innerhalb eines Jahres das Selbstbewusstsein von James Bond erlangen wirst. Und das, obwohl du dich momentan noch nicht mal traust, die Bäckerin deiner Nachbarschaft darauf hinzuweisen, dass sie dir zu wenig Wechselgeld zurückgegeben hat.
  • Du gehst davon aus, dass drei Monate reichen, um perfekt Klavierspielen zu lernen. Und das, obwohl du so viel Ahnung von Musik hast wie Donald Trump von einer stylischen Frisur.

Überhöhte Erwartungen wie diese führen zwangsweise dazu, dass du mit der Zeit ungeduldig wirst und frustriert aufgibst, anstatt dich in Geduld zu üben und den Weg zu genießen.

In dem Moment, in dem du merkst, dass die Dinge nicht so schnell vorangehen, wie du am Anfang gedacht hast, ist deine Motivation nämlich futsch.

Alles kommt zu seiner Zeit – wenn du oft ungeduldig bist, solltest du lernen, den Weg zu genießen

Geduld lernen

Wenn dieses Szenario vermeiden und Geduld lernen möchtest, solltest du deshalb eine wichtige Tatsache verinnerlichen:

Alle lohnenswerten Veränderungen im Leben brauchen Zeit.

Eine hart erkämpfte Lektion

Vor einigen Jahren stolperte ich zum ersten Mal über den Begriff Persönlichkeitsentwicklung.

Ich war zu diesem Zeitpunkt gerade von meinem Auslandsaufenthalt in Neuseeland zurückgekehrt und plante, in den nächsten Monaten mein Mathematikstudium anzufangen.

Als ich erfuhr, dass ich Einfluss auf meine eigene Persönlichkeit nehmen konnte, nahm ich mir vor, mein komplettes Leben umzukrempeln.

Innerhalb eines halben Jahres wollte ich es zu einer Mischung aus Playboy und Mönch geschafft haben, der sowohl auf einer Party für Stimmung sorgen als auch bei einem intellektuell fordernden Gespräch die Runde beeindrucken konnte.

Und diese Ziele wollte ich natürlich erreichen, während ich gleichzeitig anfing, Mathematik zu studieren – einer der schwersten Studiengänge überhaupt.

Ich war der Inbegriff eines Menschen, der keine Geduld hatte.

Die Folgen meiner lächerlich hohen Erwartungen waren verheerend:

Ich fing zunächst an, immer schlechter zu schlafen.

Nach einigen Wochen wurde mein psychischer und körperlicher Zustand so schlimm, dass ich wie ein Zombie durch die Weltgeschichte lief. Und noch bevor das erste Semester beendet war, hatte ich eine ausgewachsene depressive Episode, aus der ich mich monatelang nicht befreien konnte.

Und das alles nur, weil ich zu viel auf einmal gewollt hatte.

Heute weiß ich, dass bestimmte Entwicklungen Zeit benötigen. Ich weiß aber auch, wie einfach es ist, zu viel zu schnell zu wollen.

Und deshalb habe ich im Folgenden ein paar Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen können, einfach mal den Weg zu genießen – anstatt dich nur auf dein Ziel zu fokussieren.

Feier deine Erfolge

Wenn du dich immer nur auf die Arbeit konzentrierst, die noch vor dir liegt, vergisst du, was du schon erreicht hast.

Sobald du dich also das nächste Mal dabei erwischst, wie du vor Ungeduld platzt, weil du dein selbst gestecktes Ziel immer noch nicht erreicht hast, halte einen Moment inne.

Und führe dir deine Erfolge vor Augen.

Sicher gibt es auch in deinem Leben Herausforderungen die du gemeistert hast. Schwierige Zeiten, die du überwunden hast. Oder Erfolge, auf die du richtig stolz bist.

Halte ab und zu inne – und führe dir vor Augen, was du schon erreicht hast

Geduld lernen

Wenn du dir diese Leistungen vor Augen führst, wirst du nicht nur dein Selbstbewusstsein stärken.

Du wirst auch Geduld lernen, weil du es nun nicht mehr so eilig haben wirst, deine Ziele so schnell wie möglich zu erreichen.

Geduld ist nichts anderes als das Vertrauen in deine Fähigkeiten.

Denn letztendlich ist es egal, ob in zwei oder in fünf Jahren – über kurz oder lang wirst du Erfolg haben. Genauso wie in der Vergangenheit auch.

Setze dir realistische Ziele

Wenn du Geduld lernen möchtest, solltest du dir Ziele setzen, die du auch erreichen kannst.

Die folgenden drei Schritte können dir beim Erstellen solcher Ziele helfen:

  1. Überlege dir genau, was du erreichen möchtest.
    Wenn du genau formulierst, wo du hinwillst, fällt es dir nicht nur leichter, dein Ziel zu erreichen. Auch wirst du überhöhte oder unrealistische Erwartungen leichter entlarven, wenn du deine Ziele so präzise wie möglich zu Papier bringst.
  2. Schätze, wie viel Zeit du benötigen wirst, bis du dein Ziel erreicht hast.
    Meiner Erfahrung nach dauern die meisten Vorhaben wesentlich länger als man denkt. Einer meiner besten Freunde nahm sich vor einiger Zeit vor, ein neues Buch zu schreiben und schätzte, dass er dafür nicht länger als ein halbes Jahr brauchen würde. Letztendlich dauerte es ein Jahr und zwei Monate. Plane deshalb für das Erreichen deines Ziels immer etwas mehr Zeit ein als du intuitiv schätzen würdest.
  3. Überlege dir kleinere Unterziele.
    Damit du nicht ungeduldig wirst, solltest du dir immer kleinere Ziele überlegen, die du auf dem Weg zu deinem größeren Ziel erreichen möchtest. Dadurch trainierst du deine Geduld und bleibst du langfristig motiviert.

Eine gute Zielsetzung hilft dir dabei, langfristig die Geduld zu behalten

Geduld lernen

Je strategischer und erfahrener du in deiner Zielsetzung wirst, desto seltener wird dich die Ungeduld überwältigen. Und desto entspannter wirst du dich auf deinem Weg fühlen.

Blicke hinter die Kulissen

  • Ein 18-jähriger Junge, der als DJ Millionen macht.
  • Ein erfolgreicher Online-Unternehmer, der den Winter über in Thailand und Bali chillt.
  • Eine Schauspielerin, der jede Rolle in Hollywood nur so zuzufliegen scheint.

Immer öfter hören wir heutzutage von Menschen, die es einfach geschafft zu haben scheinen.

Genauso, wie der Erfolg einer anderen Person dich motivieren kann, zu neuen Höchstleistungen aufzulaufen, kann er dich jedoch auch demotivieren. Du denkst dir:

Das, was der (oder die) erreicht hat, möchte ich auch. Am besten sofort!

Sobald du dann aber feststellst, wie schwer es sein kann, in einer Sache wirklich erfolgreich zu sein, stellt sich Frustration bei dir ein und du wirst ungeduldig.

Aus diesem Grund solltest du dir bewusst machen, dass deine eigene Psyche dich austrickst, wenn es um das Thema Erfolg geht. Wenn wir uns erfolgreiche Menschen anschauen, lassen wir nämlich oft eine entscheidende Tatsache außer Acht:

Auf jeden Menschen, der in einer Sache Erfolg hatte, kommen zehn (manchmal sogar hundert oder ein tausend) Menschen, die kläglich versagt haben. Weil diese Menschen aber nicht relevant für die Medien sind, bekommen wir von ihnen kaum etwas mit.

Dieser kognitive Irrtum wird als Survivership Bias (zu Deutsch: Überlebenden-Irrtum) bezeichnet.

Er sorgt dafür, dass dein Selbstbewusstsein schwindet, weil du dich nur mit jenen Menschen vergleichst, die extrem erfolgreich sind. Gleichzeitig fördert der Survivership Bias auch deine Ungeduld. Wenn alle Menschen um dich herum erfolgreich sind, dann hast du die Erwartung an dich selbst, auch erfolgreich sein zu müssen. Und dies am besten so schnell wie möglich.

Aber nicht der Überlebenden-Irrtum sorgt dafür, dass du erfolgreiche Menschen mit einem verzerrten Blick anschaust.

Meist übersiehst du auch, welche Arbeit bestimmte Personen geleistet hatten, bis sie endlich erfolgreich wurden. Die Öffentlichkeit schenkt Menschen nämlich erst dann Aufmerksamkeit, wenn sie schon erfolgreich sind.

Die Bilder vom roten Teppich können trügen – hinter echtem Erfolg steckt nämlich viel Arbeit

Geduld lernen

Wenn du also Geduld lernen möchtest, wage einen Blick hinter die Kulissen. Und erkenne, dass hinter dem Erfolg eines Menschen immer mehr steckt, als du intuitiv denkst.

Übrigens – auch Geduld mit jenen Menschen zu haben, die dir nahe sind, ist sehr wichtig. Wenn du Mutter oder Vater bist, wirst du es kennen: Hin und wieder gibt es Momente, wo du mit deinem Kind ungeduldig bist.

Zum Beispiel, wenn es zum zehnten Mal etwas macht, die es eigentlich nicht machen sollte. Oder wenn dein Kind eine Sache viel langsamer lernt, als dir lieb ist.

Auch in solchen Momenten kannst du dich darin üben, den Weg deines Kindes entspannt zu genießen. Und dabei Erfolge wie Durststrecken gleichermaßen anzunehmen.

3. Geduld lernen: Akzeptiere deine Ungeduld

Auch wenn du einen Einfluss darauf haben kannst, wie entspannt und geduldig du dein Leben beschreitest – es wird immer Momente geben, in denen du keine Geduld aufbringen können wirst.

Ungeduld ist nämlich ein sehr menschliches Gefühl.

Besonders in emotionalen Situationen ist es ganz normal, dass du hin und wieder ungeduldig bist. Anstatt also immer gegen deine Ungeduld anzukämpfen, akzeptiere sie einfach mal.

Sage dir in der nächsten Situation, in der du Ungeduld empfindest, dass deine Ungeduld da sein darf.

Denn letztendlich ist Ungeduld nicht viel mehr als ein unangenehmes Gefühl. Und genauso wie alle anderen unangenehmen Gefühle verschwindet auch deine Ungeduld am schnellsten, wenn du sie akzeptierst.

Soforthilfe für brenzlige Situationen

In manchen Situationen genügt es nicht, deine Ungeduld lediglich zu akzeptieren. Dies ist besonders dann der Fall, wenn du ein sehr impulsiver Mensch bist. Und deine Mitmenschen unter den Folgen deiner Ungeduld zu leiden haben:

  • Wenn die Supermarktkassiererin zu langsam deine Waren über das Band zieht. Und du kurz davor bist, sie für dieses Verhalten anzuschnauzen.
  • Wenn dein Partner wieder mal vergessen hat, den Müll runterzubringen. Und du ihm am liebsten deine Kaffeetasse an den Kopf werfen möchtest, damit er endlich lernt, seinen Haushaltspflichten nachzukommen.
  • Wenn deine Freunde zu spät zu deiner Geburtstagsparty kommen. Und du so eingeschnappt bist, dass du kurz überlegst, sie einfach nicht in deine Wohnung zu lassen.

In diesen (zugegebenermaßen etwas überspitzt formulierten) Szenarios kann deine Ungeduld dazu führen, dass du Dinge tust, die du später bereust.

Nur Geduld – in manchen Situationen solltest du einfach einen tiefen Atemzug nehmen

Geduld lernen

Falls du also zu impulsiven Verhalten neigst, gewöhne es dir an, im Moment deiner übersprudelnden Ungeduld Folgendes zu tun:

  1. Halte einen Moment inne und nimm drei tiefe Atemzüge.
  2. Spüre in deinen Körper hinein und lenke deine Wahrnehmung auf das, was du gerade fühlst.
  3. Lass das Gefühl einen Moment lang da sein, ohne darauf sofort mit irgendeiner Art von Verhalten reagieren zu müssen.
  4. Und dann frage dich: War die Handlung, die ich gerade geplant hatte, wirklich gerechtfertigt? Oder ist sie nur aus der Emotion des Moments entstanden?

Mit dieser Technik wirst du nicht nur langfristig Geduld lernen – du wirst auch viele schädlich impulsive Handlungen verhindern.

Du hast nun bewiesen, dass du immerhin Geduld aufbringen konntest, um diesen Artikel bis zum Ende zu lesen. Weiter so!

Denn wenn du die oben genannten Tipps regelmäßig anwendet, wird Ungeduld schon bald kein Problem mehr für dich darstellen.

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7 wichtige Tipps für ein glückliches Leben

Willst du endlich glücklich sein?Lass mich diesen Artikel mit einer banalen Aussage beginnen: Jeder Mensch wünscht sich ein glückliches Leben.

Du, ich, dein Arbeitskollege und auch der unfreundliche Kellner vom Café um die Ecke.

Aber…

Was macht ein glückliches Leben aus? Und was braucht man um glücklich zu sein? 

Die Sache mit dem Glück ist oft gar nicht so einfach…

Das Glück scheint immer hinter der nächsten Ecke zu sein.

In greifbarer Nähe, doch trotzdem so weit weg.

Dabei sind es oft Kleinigkeiten, die den Unterschied machen.

In diesem Artikel erfährst du deshalb 7 effektive Tipps für ein glückliches Leben.

Die wichtigsten Punkte als Video

Glückliches Leben #1: Verwechsle Genuss nicht mit Glück

In unser modernen Ich-lasse-mir-meinen-Einkauf-nach-hause-liefern-Gesellschaft verwechseln viele Menschen angenehme Empfindungen mit Glück.

Immer mehr Menschen glauben also, dass Dinge wie Spaß oder Genuss automatisch zu einem glücklichen Leben führen. Doch das ist ein Trugschluss.

Egal, wie lecker ein Becher Häagen-Dazs Chocolat-Caramel Eiscreme schmeckt, wie angenehm ein Netflix-Abend mit Pizzalieferservice ist oder wie geil sich die Massage-Sitze in deinem neuen Benz anfühlen, es macht dich nicht langfristig glücklich.

Angenehme Empfindungen halten nicht lange an.

Der Genuss von leckerem Essen ist nach dem letzten Bissen vorbei. Die Unterhaltung durch einen Film endet abrupt mit dem Film. Und deine neue arschteure Lederjacke erfreut dich auch nur ein paar Tage lang – wenn überhaupt.

Glückliches Leben nicht mit Genuss verwechseln

Doch es ist nicht nur so, dass angenehme Erfahrungen dich nicht glücklich machen. Häufig machen sie dich sogar unglücklich!

Dass sich etwas gut anfühlt, heißt nämlich noch lange nicht, dass es auch gut für dich ist.

  • Eine Line Koks zu ziehen fühlt sich verdammt gut an. Doch gut ist sie nicht für dich.
  • Eine große Currywurst mit extra Pommes zu essen schmeckt lecker, ist jedoch nicht gerade gesund.
  • Lustige Katzenvideos auf Youtube anzuschauen statt deine Steuererklärung zu machen oder für deine bevorstehende Prüfung zu lernen macht zwar Spaß, wird dich jedoch in die Scheiße reiten.

Was du daraus lernen kannst

Spaß und Genuss sind wichtig. Kleine Glücksmomente auch. Doch sind sie nicht gleichbedeutend mit langfristigem Glück. Verwechsle die beiden also nicht.

Glückliches Leben #2: Nichts ist wichtiger als deine Beziehungen

Weißt du, was den allergrößten Einfluss auf deine psychische Stärke und dein Glück hat?

Deine Mitmenschen.

Ja, es ist wichtig, alleine sein zu können. Doch letztendlich sind wir soziale Wesen. Ob Freundschaften, Familie oder Partnerschaft, die Qualität unserer sozialen Beziehungen beeinflusst maßgeblich die Qualität unseres Lebens.

Anders gesagt: Um ein glückliches Leben zu führen musst du auch glückliche Beziehungen führen. 

Enge soziale Verbindungen verringern das Sterblichkeitsrisiko zum Beispiel effektiver als Alkoholabstinenz, Sport oder Idealgewicht.4 (Das soll übrigens nicht heißen, dass du jetzt einen Freifahrtschein hast, um zu einem übergewichtigen und sportverweigernden Alkoholiker zu werden.)

Die Grant-Studie ist die am längsten anhalte Studie zum Thema Glück (sie geht mittlerweile fast über 80 Jahre). In diesem Zeitraum wurden über 10.000 Seiten an Daten und Informationen gesammelt.

Und weißt du, was das Ergebnis ist?

Gute Beziehungen machen Menschen glücklicher und gesünder.

Menschen, die gute Beziehungen zu Freunden, Verwandten, der Gemeinschaft und ihrem Partner haben, leben länger, sind gesünder und sind glücklicher.

Und Menschen, die einsamer sind, als sie sein wollen, sind weniger glücklich, ihre Gesundheit verschlechtert sich schneller, ihre Gehirnfunktion lässt eher nach und sie sterben früher als Menschen, die nicht einsam sind.5

Was du tun kannst

Nichts ist wichtiger als deine Beziehungen. Pflege sie.

Glückliches Leben #3: Deine Lebensumstände sind nicht besonders wichtig

So gut wie jeder würde gern in einem schönen Haus leben, ein tolles Auto fahren, exotische Reisen machen und ein paar Nullen mehr auf dem Konto haben.

Doch tatsächlich haben diese Dinge wenig bis gar keinen Einfluss auf dein Glück.

Mal unter uns: was braucht man um glücklich zu sein?

Eigentlich nicht viel, oder? 

Bis du in deinem Leben glücklich?

Trotz Einkommensunterschieden, Kulturunterschieden und Naturkatastrophen sind Menschen auf der ganzen Welt ungefähr gleich glücklich.6

Das unsere äußeren Lebensbedingungen wenig Einfluss auf unser Glück haben, liegt an der hedonistischen Tretmühle.

Die hedonistische Tretmühle beschreibt die menschliche Tendenz, zu einem stabilen und konstanten Glückslevel zu streben.7

Widerfährt dir etwas besonders Positives oder etwas besonders Negatives, wird dieses Ereignis kurzfristig dein Glückslevel beeinflussen. Doch nach einer gewissen Adaptionszeit wird dein Glückslevel sehr wahrscheinlich wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Ob du dir jetzt einen Sportwagen kaufst, von deinem Ehepartner verlassen wirst, befördert wirst oder einen schweren Unfall hast, nach einer gewissen Adaptationszeit an die neuen Gegebenheiten wirst du dich mit großer Wahrscheinlichkeit in etwa gleich glücklich fühlen wie vor dem Ereignis.

Hierzu auch ein toller Artikel von meinem Bloggerkollegen Christof:

Warum glückliche Menschen nicht gut fürs Geschäft sind

Was du tun kannst

Es ist schön, ein eigenes Haus, ein tolles Auto oder schicke Klamotten zu haben. Doch glücklich machen uns diese Dinge nicht. Sie sind letztendlich nur Deko. Um ein glückliches Leben zu führen brauchst du also nicht viel. 

Glückliches Leben #4: Verwechsle Ziele nicht mit Glück

Unsere Gesellschaft ist von Zielen besessen. Und wahrscheinlich hast du eine Menge Ziele:

  • Du möchtest abnehmen.
  • Mehr Geld verdienen.
  • Einen Partner finden.
  • Einen Halb-Marathon laufen.
  • Selbstsicherer werden.
  • Deinen ersten Dreier machen.

Doch bei all dieser Zielverrückheit solltest du nicht vergessen, dass Ziele und Glück nicht das Gleiche sind.

Der Weg zu deinen Zielen sollte glücklich sein

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der modernen Glücksforschung ist, dass wir verdammt schlecht darin sind, vorherzusagen, was uns glücklich macht (mal davon abgesehen, dass wir kaum definieren können, was Glück überhaupt bedeutet).

Oft glauben wir, dass wir, wenn wir erst dieses oder jenes Ziel erreichen, sooooo viel glücklicher sein werden.

Wir glauben, dass wir ein glückliches Leben führen werden, wenn wir mehr Geld besitzen, befördert werden, mehr Erfolg beim anderen Geschlecht haben, ein neues Auto kaufen, eine eigene Wohnung besitzen oder endlich 5kg abnehmen.

Doch das Glück, das durch das Erreichen eines Zieles entsteht, hält in vielen Fällen nicht länger an als die Erektion eines Rentners.

Vielleicht ist es dir auch schon mal passiert, dass du ein Ziel erreicht hast, nur um dann nach ein paar Wochen zu merken, dass du nicht glücklicher bist als vorher.

Das liegt an der hedonistischen Tretmühle, die wir gerade eben betrachtet haben.

Du kannst dich nicht ewig an einer Beförderung oder einem neuen Auto erfreuen. Egal, was du erreichst, du gewöhnst dich sehr schnell daran.

Ein Ziel zu erreichen heißt deshalb noch lange nicht, dass du glücklicher wirst.

Was du tun kannst

Ich persönlich bin kein großer Fan von Zielsetzung. Von mir aus kannst du dir gerne eine Menge Ziele setzen. Erwarte jedoch nicht, dass sie dich langfristig glücklicher machen. Denn das tun sie in den meisten Fällen nicht.

Glückliches Leben #5: Vergleiche dich… aber besser!

Wie es dir geht, hängt stark davon an, wie du im Vergleich mit anderen dastehst.

Die meisten Menschen würden zum Beispiel lieber in einer Welt leben, in der sie 50.000 $ verdienen und andere 25.000 $ bekämen, als in einer Welt, in der sie 100.000 $ zur Verfügung hätten und andere 200.000 $.8

Wahrscheinlich hast du auch schon mal gehört, dass du nicht mit anderen vergleichen sollst.

Das ist zwar ein gut gemeinter Tipp, er ist jedoch kaum umsetzbar. Uns mit anderen zu vergleichen ist nämlich ein menschliches Bedürfnis.9

Jeder Mensch vergleicht sich bewusst wie auch unbewusst mit anderen Menschen. Wir wollen schließlich sehen, wo wir im Leben stehen.

Soziale Vergleiche führen auch nicht automatisch dazu, dass du dich schlecht fühlst. Es hängt nämlich davon ab, ob du dich nach oben oder nach unten vergleichst.

Wenn du dich mit anderen Menschen vergleichst und dabei gut wegkommst, wirst du dich gut fühlen. Wenn du beim Vergleich jedoch schlecht wegkommst, wirst du dich schlecht fühlen.

Wenn du dich also ständig mit Menschen vergleichst, die mehr Geld als du verdienen, attraktiver sind oder mehr erreicht haben, wirst du dich schlecht fühlen.

  • Thomas verdient mehr als ich.
  • Claudia führt eine bessere Beziehung.
  • Marie hat einen tolleren Körper.

Zack, schon fühlst du dich klein, dumm und minderwertig.

Vergleichst du dich aber zum Beispiel mit Menschen, die weniger als du verdienen, unattraktiver als du sind oder in deinen Augen weniger erreicht haben, wirst du dich besser fühlen.

Letztendlich ist es wichtig, dass du dich nach oben wie auch nach unten vergleichst. Dich nur nach oben zu vergleichen ist nicht gut für dein Selbstbild. Doch es ab und an zu tun kann dich motivieren und inspirieren.

Was du tun kannst

Es wird immer jemanden geben, der mehr als du hat, attraktiver ist oder etwas besser kann. Mach dir aber auch bewusst, dass es sehr viele Menschen gibt, denen es schlechter geht als dir. Vergleiche dich also nicht nur nach oben, sondern auch nach unten.

Glückliches Leben #6: Versuche nicht, Dinge zu ändern, die du nicht ändern kannst

Es gibt Dinge, die kannst du beeinflussen. Und es gibt Dinge, die kannst du nicht beeinflussen. Zum Beispiel:

  • Deine Größe.
  • Deine Vergangenheit.
  • Die Reaktion anderer Menschen auf dich.
  • Die Wirtschaft.
  • Das Ergebnis deiner Fußballmannschaft.

Wenn du dir ein glücklicheres Leben wünschst, dann konzentriere dich auf die Dinge, die du verändern kannst.

Oft reiben sich Menschen an den Dingen auf, die sie nicht verändern können. Und dann jammern sie, verfallen in Selbstmitleid oder nehmen die Opferrolle ein.

Sei glücklicher mit dem, was dun hast

Wenn du dich jedoch auf das konzentrierst, was du verändern kannst, bekommst du das Gefühl von Kontrolle. Du merkst, dass du einen Einfluss auf dein Leben hast und Dinge aus eigener Kraft verändern kannst. Und das ist verdammt wichtig.

Das Gefühl von Kontrolle ist nämlich eine Quelle für psychische Gesundheit.10 Menschen, die die Kontrolle über ihr Leben verlieren, sind oftmals unglücklich, hilflos, hoffnungslos und werden depressiv.11

Also, höre auf, dich als Opfer der Umstände zu sehen und konzentriere dich auf das, was du beeinflussen kannst.

Was du tun kannst

Wende die „Halt deine Schnauze und mach etwas“-Regel an:

Egal, was du erreichen möchtest oder was dein Problem ist, überlege dir, was du tun kannst. Und dann halt deine Schnauze und mach es.

Glückliches Leben #7: Versuche nicht alles Negative zu vermeiden

Viele Menschen versuchen, jegliche Art von negativer Erfahrung zu meiden.

Sie glauben, dass ein glückliches Leben bedeutet, dass sie sich immer gut fühlen müssen. Doch das ist ein großer Irrglaube.

Übrigens! Mehr dazu auch in diesem Video:

Zum glücklich sein gehören auch negative Erfahrungen.

Und paradoxerweise sind es häufig die negativen Erfahrungen, die langfristig positiv für dich sind:

  • Zu scheitern führt dazu, dass du mehr und mehr herausfindest, was deine Stärken sind und was für dich funktioniert.
  • Dich immer wieder deinen Ängsten und Unsicherheiten zu stellen führt dazu, dass du ein starkes Selbstvertrauen entwickelst.
  • Die schwierigen und unangenehmen Gespräche in deiner Beziehung führen zu mehr Vertrauen und Nähe.
  • Dass dich Menschen ausnutzen führt dazu, dass du lernst Grenzen zu setzen und Nein zu sagen.

Glückliche Menschen sind nicht glücklich, weil sie keine negativen Erlebnisse haben. Sie sind glücklich, weil sie gelernt haben, damit umzugehen.

Was du tun kannst

Fange an, dich den Herausforderungen und Problemen im Leben zu stellen anstatt vor ihnen davonzulaufen.

Du wirst nicht glücklicher, in dem du alles Negative vermeidest. Du wirst glücklicher, in dem du lernst, damit umzugehen.

Der „schnellste“ Weg zu einem glücklichen Leben

Laut der moderne Glücksforschung ist es enorm wichtig, dass wir das Gefühl von Kontrolle in unserem Leben haben.

Natürlich können wir das Leben nicht kontrollieren.

Unvorhergesehen Dinge passieren. Gute wie auch schlechte.

Doch es ist enorm wichtig, dass du das Gefühl hast, über dein Leben selbst zu bestimmen.

Das du etwas ändern kannst. Dass du fähig bist, mit Herausforderungen und Rückschlägen umzugehen. Dass du vorankommst und deine Ziele erreichst.

Anders gesagt: je mental stärker du bist, desto glücklicher wirst du wahrscheinlich sein.

Aus diesem Grund habe ich einen Newsletter genau zu dem Thema erstellt. Darin erfährst du, wie du besser mit negativen Gedanken umgehst, mehr Selbstdisziplin entwickelst und ein positive Einstellung entwickelst.

Trage dich einfach ein und ich schicke dir sofort meinen ersten Tipp zu!

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Minderwertigkeitskomplexe überwinden durch diese 3 neuen Tipps

Leidest du unter Minderwertigkeitskomplexen? Wie du sie loswirst, erfährst du in diesem Artikel.

3 Tipps bei Komplexen von Minderwertigkeit

Kennst du solche Gedanken?

  • Ich bin einfach nicht schlau genug.
  • Ich habe viel zu wenig Geld.
  • Ich mache immer irgendwas falsch.
  • Ich sehe längst nicht so gut aus wie die anderen.
  • Irgendetwas stimmt mit mir nicht.

Wenn Gedanken dieser Art dir bekannt vorkommen, dann geht es dir wie vielen anderen Menschen auch:

Du hast Minderwertigkeitskomplexe.

Was sind Minderwertigkeitskomplexe eigentlich?

Um es simpel Auszudrücken: Minderwertigkeitskomplexe bezeichnen das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Fast jeder Mensch kennt das Gefühl, ab und an nicht zu genügen. Doch dieses Gefühl der Unvollkommenheit wird zu einem Problem, wenn es dich vollständig im Griff hat.

In diesem Artikel verrate ich dir deshalb drei Tipps, die dir dabei helfen werden, deine Minderwertigkeitskomplexe zu überwinden.

Bevor wir uns die Tipps anschauen, solltest du jedoch wissen, was deine Minderwertigkeitskomplexe mit dir machen, wenn du sie nicht auflöst.

Die Folgen deiner gefühlten Minderwertigkeit

Minderwertigkeitskomplexe – was für ein langes und beeindruckend klingendes Wort.

Letztendlich verbirgt sich dahinter aber nichts weiter als das Gefühl, in irgendeiner Weise schwach, wertlos oder unterlegen zu sein.

  • Du siehst nicht so perfekt aus wie das Model aus deiner Lieblings-Beauty-Zeitschrift. Und meinst deshalb, dass du einfach hässlich bist.
  • Du bist als Mann nur 1,65m groß. Und hast deshalb das Gefühl, anderen Männern unterlegen zu sein.
  • Du verdienst nicht so viel Geld wie deine Freunde. Und bist aus diesem Grund überzeugt, dass du weniger wert bist.
  • Du hast Angst, etwas falsch zu machen. Und versteckst dich deshalb vor neuen Herausforderungen.

Wenn du Glück hast, fühlst du diese Minderwertigkeit nur in einem ganz bestimmten Bereich deines Lebens.

Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass es ein allgemeines Gefühl von Wertlosigkeit und Unterlegenheit ist, das dich plagt.

Ein Gefühl, irgendwie fehlerhaft zu sein.

Obwohl du nicht erklären kannst, woher dieses Gefühl stammt, verfolgt es dich schon seit Jahren.

Minderwertigkeitskomplexe können zu großen Problemen führen

Wenn du nichts gegen deine Minderwertigkeitskomplexe unternimmst, wirst du anfangen, eine Menge unsinniger und schädlicher Verhaltensweisen an den Tag legen – nur, um dich selbstbewusster und wertvoller zu fühlen.

  • Du wirst versuchen, exorbitant viel Geld zu verdienen, um dich und dein Umfeld davon zu überzeugen, dass du doch zu etwas zu gebrauchen bist.
  • Du wirst dich im Perfektionismus verlieren oder so viel arbeiten, dass du früher oder später ausbrennen wirst.
  • Du wirst dich in die Einsamkeit zurückziehen, weil du das Gefühl der Unterlegenheit in Gesellschaft anderer nicht ertragen kannst.
  • Du wirst narzisstische oder sogar aggressive Tendenzen entwickeln, um deinen Mitmenschen zu zeigen, dass du besser bist als sie.

Und das alles aus der Angst heraus, nicht gut genug zu sein.

Ein Lamborghini hilft dir auch nicht, deine Minderwertigkeitskomplexe loszuwerden

Probleme durch das Minderwertigkeitsgefühl

Wenn du diesem Spiel ein Ende bereiten möchtest, lies weiter.

Denn anhand der folgenden drei Tipps wirst du lernen, endlich ein Leben ohne Minderwertigkeitsgefühle und voller Selbstbewusstsein zu führen.

1. Minderwertigkeitskomplexe überwinden: Beende unvorteilhafte Vergleiche

  • Du hattest eine 2 in der Englisch-Arbeit? Anstatt dich darüber zu freuen, hast du zum Nachbarstisch geschmult. Und dich geärgert, dass du nicht auch eine 2+ hattest.
  • Du warst der einzige in deinem Freundeskreis, der nicht das neuste Handy hatte? Sicher gab es zumindest einen kleinen Teil in dir, der neidisch war und sich schlecht gefühlt hat.
  • Dein bester Freund durfte schon mit neun Jahren Filme ab zwölf sehen? Anstatt einfach drüber hinwegzusehen hast du dich wegen dieser Ungerechtigkeit einfach nur mies gefühlt.

Schon seit der Schule bist du es gewohnt, dich mit anderen zu vergleichen.

Dass du herausfinden möchtest, ob du im Leben besser oder schlechter dastehst als deine Mitmenschen, ist ja auch verständlich.

Mehr noch – es ist eine der natürlichsten Sachen der Welt. Schließlich ist es ein urmenschliches Bedürfnis, seinen eigenen sozialen Rang in der Gesellschaft auszuloten.

Dich nie wieder mit anderen Menschen zu vergleichen, ist deshalb ein Vorhaben, dass von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist.

Was solltest du dann tun, wenn du dich von sozialen Vergleichen nicht herunterziehen lassen möchtest?

1. Vergleiche dich nicht nur mit Menschen, die es besser haben als du

  • Ein vierjähriger Chinese kann jetzt schon die zehnte Sprache flüssig sprechen.
  • Die junge talentierte Ballett-Tänzerin aus Frankreich ist mit 17 Jahren bereits eine international anerkannte Tanzlehrerin.
  • Der Tech-Geek, der noch nie einen richtigen Job hatte, macht mit seiner selbst programmierten neuen App einen Jahresumsatz, von dem du nur träumen kannst.

In einer Zeit der Globalisierung und des Internets werden wir tagtäglich mit Erfolgsgeschichten bombardiert.

Das führt dazu, dass du dich oft nur noch mit Menschen vergleichst, die schöner, stärker, talentierter, disziplinierter oder intelligenter – also in irgendeiner Weise besser – sind als du.

Indem du dies machst, vermittelst du deinem Unterbewusstsein die Botschaft, dass du deinen Mitmenschen unterlegen bist.

Auch wenn dies gar nicht stimmt.

Die Folge davon sind extreme Selbstzweifel und eine starke Unsicherheit.

Dass unvortielhafte Vergleiche deinem Selbstbewusstsein schaden, ist gar nicht verwunderlich.

Wenn du also deine Minderwertigkeitskomplexe loswerden willst, hör auf, dich lediglich mit Menschen zu vergleichen, die dir überlegen sind oder die es besser haben als du.

Schaust du immer nur zu anderen hinauf? Kein Wunder, dass du Minderwertigkeitskomplexe hast

Minderwertigkeitskomplexe können dein Leben zerstören

Und damit meine ich nicht nur Superstars, Unternehmer oder andere Koryphäen.

Auch Vergleiche mit Freunden, denen jede Art von Erfolg zuzufliegen scheint, können dir auf Dauer schaden.

Zumindest, wenn du dich nicht auch ab und zu mit anderen Menschen vergleichst.

Mit denen, denen es nicht so gut geht wie dir. Oder denen du etwas voraushast.

Dich mit diesen Menschen zu vergleichen – und dich dadurch einfach auch mal gut zu fühlen – ist moralisch vollkommen ok.

Wieso?

Weil du selbstbewusster wirst, sobald du erkennst, dass du in einer bestimmten Sache einfach besser bist als viele anderen Menschen.

2. Mach dir deine Stärken bewusst

Jeder von uns hat Stärken und Schwächen.

Wenn Minderwertigkeitskomplexe ein Problem darstellen, ist es gut möglich, dass du dich zu oft auf letztere fokussierst.

  • Was kannst du richtig gut?
  • Worin bist du besser als die meisten deiner Freunde?
  • Was fällt dir besonders leicht?

Ich bin sicher, dass du mindestens zwei oder drei echte Stärken hast, die deine Mitmenschen an dir bewundern.

Wenn du anfängst, diese Stärken bei den Vergleichen mit anderen heranzuziehen, wird dein Selbstbewusstsein automatisch steigen.

Trau dich, zu deinen Stärken zu stehen, wenn du keine Lust auf Minderwertigkeitskomplexe hast

Psychologie des Minderwertigkeitskomplexes

Oder, um es anschaulich zu formulieren:

Wenn du dich mit einem Weltklasse-Schwimmer vergleichst und dein Selbstwert davon abhängig machst, wie lange du im Gegensatz zu ihm für eine 50-Meter-Bahn brauchst, wirst du dich zwangsläufig unterlegen fühlen.

Sobald du jedoch feststellst, dass du viel besser als er malen und Klavier spielen dkannst als er – und du diese Fähigkeiten über sportliche Leistungen in der Schwimmhalle stellst – wirst du dich fähiger und selbstbewusster fühlen.

Wie du dich nach einem Vergleich mit einem anderen Menschen fühlst, hängt also immer davon ab, in welcher Kategorie du dich mit ihm oder ihr vergleichst.

Fang also an, dich auf deine Stärken zu fokussieren – und beobachte, wie sich deine Minderwertigkeitskomplexe auflösen.

3. Lass dich inspirieren, nicht demotivieren

Es gibt Momente, da kannst du einfach nicht anders:

Du vergleichst dich automatisch mit einem Menschen, der irgendetwas besser kann als du.

Dies passiert vor allem dann, wenn es um etwas geht, dass dir sehr wichtig ist.

Falls du dich für einen sehr sportlichen Menschen hältst, wird es dich besonders wurmen, wenn einer deiner Freunde doppelt so viele Liegestütz macht wie du.

Was dir in diesem Moment nicht bewusst ist:

Nicht der Umstand, dass dein Freund im Liegestütz-Wettbewerb besser war, hat dein Selbstbewusstsein geschwächt.

Vielmehr war es die Art, wie du mit diesem Vergleich umgegangen bist, die in dir Minderwertigkeitsgefühle ausgelöst hat.

Die Energie, die du ins Schlecht-Fühlen investiert hast, hättest du nämlich genauso gut darauf verwenden können, herauszufinden, wie es deinem Freund gelungen ist, so gut abzuschneiden.

Und angespornt von seinem Erfolg könntest du anfangen, selbst mehr trainieren.

Ob du dich davon, dass ein anderer Mensch dir in irgendeiner Weise überlegen ist, herunterziehen lässt oder den Umstand als Inspiration nutzt, hängt allein von dir ab.

Du willst deine Komplexe loswerden? Lass dich von den Leistungen anderer anspornen und nicht demotivieren

Inspiration statt Minderwertigkeitskomplexen eine Chance zu geben

Diese Erfahrung habe ich vor einigen Jahren mit einem sehr guten Freund gemacht:

Während der ersten paar Monate unserer Freundschaft fiel mir immer wieder auf, wie unglaublich entspannt dieser Mann in nahezu jeder Lebenssituation reagierte. Ich fühlte mich ihm unterlegen, da ich zu diesem Zeitpunkt weitaus ängstlicher und neurotischer war. Und dieses Unterlegenheitsgefühl sorgte für eine gewisse Spannung in unserer Freundschaft.

Eines Tages hatte ich jedoch eine plötzliche Erkenntnis:

Mir wurde bewusst, dass ich sehr dankbar dafür sein konnte, einen Freund wie diesen in meinem Leben zu haben. Denn durch ihn würde ich lernen können, selbst entspannter zu werden.

In dem Moment, indem ich anfing, mit ihm offen über meine gefühlte Unterlegenheit zu reden und mich von seiner Stärke nicht abschrecken, sondern inspirieren zu lassen, wurde nicht nur unsere Freundschaft deutlich intensiver.

Auch mein Umgang mit mir selbst hatte sich positiv verändert.

(Lies auch: Endlich stark sein: mit diesen 7 Tipps entwickelst du innere Stärke)

2. Minderwertigkeitskomplexe überwinden: Mache neue Erfahrungen

Oft haben Minderwertigkeitskomplexe ihren Ursprung in deiner Kindheit oder Jugend.

Nehmen wir einmal ein, deine Eltern haben währen deine Kindheit viel Wert auf sportliche Höchstleistungen gelegt. Aus diesem Grund schickten sie dich auf eine Sportschule und meldeten dich bei einem Leichtathletik-Verein an.

Bei dir hielt sich das Interesse für Sport jedoch in Grenzen. Während der ersten Schuljahre warst du zwar noch regelmäßig beim Training. In der achten Klasse entschiedest du dann aber, dich vom Sport zu verabschieden.

Und dich stattdessen der Kunst zu widmen. Mit Pinseln und Leinwänden hattest du dich sowieso immer wohler gefühlt als mit Staffelstäben und Stoppuhren.

Deine Eltern waren von diesem Sinneswandel nicht sonderlich begeistert. Sie zeigten ihre Enttäuschung dir gegenüber offen, indem sie dir das Taschengeld kürzten und dich auf einmal kälter und distanzierter behandelten als zuvor.

In diesem Moment lernte dein jugendliches Ich folgende Lektion:

„So wie ich bin, bin ich nicht gewollt.“

Der Grundstein für Minderwertigkeitskomplexe und ein niederiges Selbstwertgefühl war gelegt.

Die Überzeugung, die sich in dieser Zeit in dir gebildet hat, wird übrigens auch Glaubenssatz genannt.

Glaubenssätze bilden sich meist in deiner Kindheit – und beeinflussen bis heute dein Denken, Fühlen und Handeln.

Viele deiner Glaubenssätze sind eng mit deinem Selbstwertgefühl verbunden. Je nachdem, ob die Anzahl positiver oder negativer Glaubenssätze über deine Person überwiegt, hast du ein eher starkes oder ein eher schwaches Selbstbewusstsein.

Hier sind ein paar Beispiele für Glaubenssätze, die Minderwertigkeitsgefühle zur Folge haben können:

  • Ich genüge nicht!
  • Ich bin unterlegen!
  • Ich bin schlecht!
  • Ich darf keine Fehler machen!
  • Ich bin ein Versager!

Wenn du diese Selbstzweifel loswerden und deine gefühlte Minderwertigkeit überwinden möchtest, beoabachte dich einmal aufmerksam.

Mit der Zeit wirst du feststellen, dass nahezu alle deiner wiederkehrenden negativen Gedanken verwurzelt sind in einigen wenigen Grund-Glaubenssätzen.

Das Problem ist, dass diese Glaubenssätze ziemlich hartnäckig sind. In der Zeit, in der sie entstanden sind, hatte alles, was dir passiert ist, eine enorm hohe Bedeutung für dich.

Daraus, wie andere dich behandelt haben, hast du geschlossen, wer du bist.

Wenn dich andere für einen Fehler kritisiert haben, dachtest du, du seist fehlerhaft. Da sich diese Überzeugung auf eine sehr emotionale Weise in dein Unterbewusstsein gebrannt hat, beeinflusst sie nun deine komplette Wahrnehmung – dein Denken und Fühlen.

Deine Glaubenssätze sind wie Schatten, die dich verfolgen, bis du sie als Täuschung entlarvst

Minderwertigkeitskomplexe kann man besiegen

Deine Glaubenssätze aufzudecken und infrage zu stellen, ist deshalb nicht einfach.

Trotzdem solltest du den Schritt wagen. Und die Gedanken, die in dir Minderwertigkeitskomplexe hervorrufen, aufspüren und loslassen.

(Auch interessant: Was ist der Sinn des Lebens? So findest du deinen Lebenssinn)

Wie neue Erlebnisse deine Minderwertigkeitskomplexe auflösen

In der Vergangenheit nach den Erfahrungen zu suchen, die dich negativ geprägt haben, kann dir helfen, deine seelischen Wunden besser zu verstehen.

Wenn du jedoch zu viel in deiner Kindheit und Jugend herumgräbst, machst du dich auf die Dauer unglücklich.

Zum einen, weil du dann immer noch mehr Gründe findest, dich unvollkommen zu fühlen. Und zum anderen, weil du dann deinen Fokus von dem weglenkst, was eigentlich wichtig ist:

Von dem gegenwärtigen Moment.

Denn nur jetzt kannst du deine Minderwertigkeitskomplexe loswerden. Was in der Vergangenheit passiert ist, kannst du nicht mehr ändern.

Wie also vermittelst du deinem Unterbewusstsein, dass deine negativen Überzeugungen nicht der Wahrheit entsprechen?

Mache Erfahrungen, die dein Selbstbewusstsein stärken

Wenn du deine Minderwertigkeitskomplexe bekämpfen willst, musst du Erfahrungen machen, die dir beweisen, dass viele deiner Glaubenssätze einfach nur absurd sind:

  • Du fühlst dich minderwertig, weil du dich für unmusikalisch hältst? Nimm ein paar Klavierstunden. Und mache die Erfahrung, dass es beim Musizieren wesentlich mehr auf deine Übung ankommt als auf dein Talent.
  • Du bist überzeugt, dass du dich nichts so gut durchsetzen kannst wie deine Freunde? Dann verhalte dich doch mal anders. Und sage nein zu etwas, auf das du keine Lust hast.
  • Du glaubst, dass andere dafür bestimmt sind, ein eigenes Unternehmen zu gründen – du aber nicht? Wenn du es nicht einfach ausprobierst, wirst du nie erfahren, ob dieser Glaubenssatz stimmt.

Wenn du anfängst zu handeln, unterziehst du deine Glaubenssätze einem Realitätscheck. Oft stellst du dann fest, dass das, wovon du felsenfest überzeugt warst, nur eine Geschichte in deinem Kopf war.

Ich dachte auch, dass meine Höhenangst unheilbar wäre – bis ich mir das Gegenteil bewies

Bei Minderwertigkeitskomplexen muss man Selbstvertrauen aufbauen

Außerdem wird dein Selbstbewusstsein mit jeder positiven Erfahrung und mit jedem kleinen Erfolg wachsen.

Wieso?

Weil mit jeder Situation, in der du etwas schaffst, das du vorher für unmöglich gehalten hast, das Vertrauen in deine Fähigkeiten steigen wird.

Anstatt dich lediglich mental davon zu überzeugen, dass deine Minderwertigkeitskomplexe unnötig sind, solltest du also aktiv werden.

Denn genauso, wie deine alten negativen Glaubenssätze durch Erfahrungen geschaffen wurden, kannst du neue Glaubenssätze auch nur mit neuen Erfahrungen erschaffen.

Stehe zu deinen Minderwertigkeitsgefühlen

Je besser du zwischen deinen Glaubenssätzen und der Realität unterscheiden lernst, desto einfacher wird es, deine Minderwertigkeitskomplexe aufzulösen.

Ein einfacher Weg, Klarheit über deine Glaubenssätze zu erlangen, ist folgender:

Öffne dich.

Fange an, mit guten Freunden (oder anderen Vertrauenspersonen) darüber zu reden, in welchen Momenten du dich schwach und unterlegen fühlst. Und welche Taktiken du nutzt, um dieses Gefühl wegzudrücken.

Wenn du dies tust, wirst du einerseits erkennen, dass andere Menschen dich oft ganz anders wahrnehmen als du dich selbst. So werden dich deine Freunde höchstwahrscheinlich selbstbewusster einschätzen als du es tust.

Andererseits werden deine Freunde sich durch dich dazu inspiriert fühlen, dir von ihren Minderwertigkeitskomplexen zu erzählen. Festzustellen, dass du mit deinem Gefühl der Unterlegenheit nicht der oder die einzige bsit, kann eine sehr heilsame Erfahrung sein.

Eine Erfahrung, die dir gleichzeitig helfen kann, deine eigenen Minderwertigkeitsgefühle zu überwinden.

(Lies auch: Authentisch sein: 7 Tipps um mehr du selbst zu sein)

3. Minderwertigkeitskomplexe überwinden: Wie viel bin ich Wert?

Kennst du den Film Matrix?

In diesen Film geht es um eine virtuelle Welt, in der die Menschen der Zukunft leben. Diese Welt – die Matrix – ist das Werk einer künstlichen Intelligenz, die Menschen als lebende Batterien benutzt, um sich selbst am Leben zu erhalten.

Die Matrix dient lediglich dazu, der Menschheit zu vermitteln, dass sie ein ganz normales Leben auf der Erde führt. Während die Wirklichkeit ganz anders aussieht.

Wieso erzähle ich dir das?

Weil du auch in einer Art Matrix lebst.

Wie dein Verstand dich fesselt

Fragst du dich jetzt, welche Art von Matrix ich meine?

Ganz einfach:

Ich meine deinen Verstand.

  • Die Idee, dass du besser bist, wenn du mehr Geld verdienst.
  • Die Überzeugung, dass du etwas dafür tun musste, um von der Gesellschaft anerkannt zu werden.
  • Die Sorge, dass deine Mitmenschen entdecken, was für ein schlechter Mensch du in Wirklichkeit bist.

All diese Gedanken entstehen in deinem Kopf.

Ist dir bewusst, dass auch du in einer Matrix lebst?

Selbstwertgefühl & Vertrauen in dich gegen minderwertige Gefühle

Sie sind nicht real. Oder zumindest werden sie nur dann real, wenn du sie für real hältst.

Wahrscheinlich ist dir dieser Umstand nicht bewusst. Du bist so sehr mit deinem Verstand identifiziert, dass du gar nicht wahrnimmst, wie oft er dich hinters Licht führt.

Minderwertigkeitskomplexe sind das perfekte Beispiel:

Du hast das Gefühl, im Vergleich mit anderen Menschen fehlerhaft und schwach zu sein. Und dann wird dieses Gefühl auch noch durch deinen Verstand bestätigt. Dieser findet nämlich immer wieder Beispiele von Menschen, die ganz offensichtlich „besser“ sind als du.

Was du aber nicht erkannt hast: Dieses Besser ist nichts weiter als ein Gedanke.

  • Wer sagt denn, dass du irgendwas machen kannst, um besser oder wertvoller zu sein?
  • Wer sagt denn, dass du an Wert verlieren kannst?
  • Wer sagt denn, dass es so etwas wie Wert überhaupt objektiv gibt?

Wenn du anfängst, dir Fragen wie diese zu stellen, wirst du schnell merken, das Wert und Wertlosigkeit menschliche Konstrukte sind.

Du bist nicht unbedeutend klein

Eine Blume macht sich keine Gedanken darüber, wie wertvoll sie ist. Sie ist einfach.

Deshalb kann eine Blume auch kein schwaches Selbstwertgefühl haben.

Und deshalb wird eine Blume sich auch nie minderwertig fühlen.

Der Wert der Blume existiert nämlich nur in dem Kopf des Menschen, der sie ansieht:

  • Des Blumenverkäufers, der kalkuliert, wie viel Euro er für die Blume verlangen kann.
  • Des Künstlers, der die Blume als gute oder schlechte Zeichenvorlage beurteilt.
  • Des Mannes, der seiner Frau ein überraschendes Geschenk machen will.

Genauso verhält es sich mit dir.

Objektiv gesehen bist du weder wertlos noch wertvoll. Du bist einfach.

Deshalb kannst du auch nichts tun, um deinen Wert zu steigern oder um ihn zu verlieren. Das ist auch der Grund, warum es oft nach hinten losgeht, wenn Menschen sich mehr selbst lieben wollen. 

Dich plagen Minderwertigkeitskomplexe? Dann erinnere dich an den Vergleich mit der Blume

Einen Komplex & negative Gefühle überkommen

So wie du bist, bist du genug. Und das warst du schon immer.

Lass diese Erkenntnis einen Moment lang in dein Herz einsickern.

Fühlt sich gut an, oder?

Naja, die Sache hat auch einen Haken.

Du kannst dir nämlich den lieben langen Tag sagen, dass du genug bist. Und trotzdem wird die Welt um dich herum dir das Gegenteil beweisen wollen.

  • Modemarken wollen dir vermitteln, dass du dich erst mit ihren Produkten richtig wertvoll und selbstbewusst fühlen darfst.
  • Blogger wollen dir weismachen, dass du die größte Versagerin bist, wenn du nicht die neusten 10 Tipps für ein besseres Leben beachtest. (ja, ich spüre die Ironie in diesem Satz)
  • Menschen, die selbst unter Minderwertigkeitskomplexen leiden, möchten dich runter machen, um sich selbst nicht so klein zu fühlen. Und das noch nicht mal aus einer bösen Absicht heraus.

Deshalb wird es dir nie zu 100 Prozent gelingen, aus der Matrix deines Verstandes auszusteigen.

Was du aber tun kannst:

Du kannst dir jeden Tag aufs Neue bewusst machen, dass du genug bist.

Und dass du es letztendlich selbst in der Hand hast, festzulegen, wie wertvoll du als Mensch bist.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Du hast Angst vor dem Alleinsein? Überwinde deine Angst in 3 Schritten!

Die Angst vor dem Alleinsein ist eines der unangenehmsten Gefühle, die es gibt. Wie du diese Angst ein für alle Mal überwindest, erfährst du in diesem Artikel.

Angst vor dem AlleinseinJeder von uns sehnt sich nach Geborgenheit. Nach Nähe und Bestätigung.

Und nach dem Gefühl, für jemanden wichtig zu sein.

Meistens versuchen wir, diese Sehnsüchte durch eine Beziehung zu befriedigen. Und das ist vollkommen ok.

Zum Problem wird das jedoch, wenn:

  • du dich aus Angst zu sehr an deinen Partner zu klammerst.
  • dir die Vorstellung an ein Leben ohne ihn Qualen & Angst vor dem Alleinsein bereitet.
  • du feststellst, dass du nicht alleine sein kannst – und dich immer wieder von einer Beziehung in die nächste stürzt.

Denn in diesen Fällen hat dich die Angst vor dem Alleinsein im Griff.

Wie du diese Angst überwindest und loslässt, verrate ich dir anhand von drei Tipps, die du in deinen Alltag integrieren kannst.

Du hast nach einem Artikel gesucht, der dir generell hilft, mit dem Gefühl von Einsamkeit umzugehen? Dann schau doch mal hier vorbei: Was du gegen Einsamkeit tun kannst.

In diesem Artikel geht es nämlich viel mehr um die Angst, für immer alleine zu bleiben.

Bevor wir zu den eigentlichen Tipps kommen, solltest du jedoch wissen, wieso es überhaupt so wichtig ist, dich deiner Angst vor dem Alleinsein zu stellen.

Wie dir deine Angst vor dem Alleinsein schadet:

Ständig in Angst zu leben ist ein beschissenes Gefühl.

Dass deine Lebensqualität stark darunter leidet, brauche ich dir nicht zu erzählen. Was dir vielleicht noch nicht bewusst war – wenn du Angst vor dem Alleinsein hast, legst du viele Verhaltensweisen an den Tag, die dir langfristig schaden:

  • Du tust alles für deinen Partner und gibst dich selbst dabei vollkommen auf. Anstatt Grenzen zu setzen, verzeihst du ihm jedes noch so respektlose Verhalten, weil du Angst hast ihn sonst zu verlieren. Gleichzeitig vernachlässigst du deine eigenen Hobbies und Freundschaften.
  • Aus Angst hältst du an einer Beziehung fest, die du schon längst hättest beenden sollen. Und das nur, weil ein Leben ohne Partner für dich schwer vorstellbar ist.
  • Du wirst schnell eifersüchtig. Sobald dein Freund oder deine Freundin mal etwas ohne dich unternimmt, malst du dir schon aus, wie er dich betrügt. Auch ein kurzes Gespräch mit einer anderen attraktiven Person reicht aus, um dich auf die Palme zu bringen oder sogar große Angst in dir zu schüren.

Wenn du Angst vor dem Alleinsein hast, klammerst du dich gerne an deinem Partner fest

Angst vor dem Alleinsein

Vielleicht hast du bisher gedacht, dass dieses Verhalten ein Beweis dafür ist, wie sehr du deinen Partner liebst. Die ernüchternde Wahrheit ist jedoch:

Du bist einfach nur abhängig.

Deine Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung ist so groß, dass du dafür bereit bist, fast alles zu tun. Weil du dich nicht allein gelassen fühlen möchtest, machst du dich von deinem Partner emotional abhängig.

Und eine Beziehung der Abhängigkeit ist nie eine gesunde Beziehung.

Was kannst du jetzt also tun, um deine Angst vorm Alleinsein loszulassen?

1. Angst vor dem Alleinsein: Pflege deine Freundschaften

Wir leben in einer Epoche der Einsamkeit.

Eine Studie aus den USA mit 300 Tausend Teilnehmern hat herausgefunden, dass wir uns seit einigen Jahren immer stärker von anderen Menschen isolieren. Da soziale Verbundenheit ein menschliches Grundbedürfnis ist, überrascht es nicht, dass dies auch gesundheitliche Schäden nach sich zieht. So kommt die Studie zu dem Schluss, dass Einsamkeit in den USA ein größeres Gesundheitsproblem ist als Fettleibigkeit.

Was wir aus dieser Studie lernen können?

Wir brauchen den Kontakt zu anderen Menschen, wenn wir unsere Einsamkeit bewältigen wollen.

  • Wir möchten die Nähe und Liebe einer Bezugsperson spüren, die uns wirklich wichtig ist.
  • Wir möchten uns wertgeschätzt und wichtig fühlen.
  • Wir möchten die schönen Erfahrungen unseres Lebens mit unseren Mitmenschen teilen.

Viel zu oft vernachlässigen wir diese Bedürfnisse.

Oder wir denken, dass wir sie nur durch unseren Partner befriedigen können.

Wir sind dann so sehr auf unsere Beziehung fokussiert, dass wir alle anderen zwischenmenschlichen Verbindungen vernachlässigen.

Unsere Freundschaften werden dann immer unpersönlicher – bis wir diese irgendwann fast nur noch über WhatsApp und Facebook pflegen. Dass wir uns unter solchen Umständen traurig und einsam fühlen sowie Angst vor dem Alleinsein haben, ist gar kein Wunder.

Wenn die oben beschriebene Situation auf dich zutrifft, wird es Zeit, etwas zu ändern:

Schenke deinen Freundschaften mehr Aufmerksamkeit

Wenn ich in der Vergangenheit mit meinen Freundschaften nicht zufrieden war, hatte das meist nur einen Grund:

Ich habe selbst nicht genug Zeit und Energie in sie investiert.

Damals dachte ich, dass Freundschaften entweder funktionieren oder nicht.

Freunde sind ein Wundermittel gegen deine Angst vor dem Alleinsein

Angst vor dem Alleinsein

Heute ist mir bewusst, dass soziale Beziehungen erst dann richtig aufblühen, wenn du sie pflegst und dich voll und ganz auf sie einlässt.

  • Wenn du anfängst, mehr Zeit mit den Menschen zu verbringen, die dir wichtig sind. Und dir Gedanken darum machst, wie ihr gemeinsam eine schöne Zeit haben könnt.
  • Wenn du bereit bist, dich selbst auch mal hintenanzustellen. Und für die, die deine Hilfe brauchen, da zu sein.
  • Wenn du lernst, deinen Freunden ihre Macken zu verzeihen. Und stattdessen dankbar bist für all das Schöne, das sie in dein Leben gebracht haben.

Wenn es dir gelingt, ein Mensch zu sein, in dessen Gegenwart sich andere wohlfühlen, wird es dir auch nicht schwerfallen, tiefe Freundschaften aufzubauen.

Öffne dich – und habe keine Angst, dich von deiner verletzlichen Seite zu zeigen

Vor einigen Monaten habe ich angefangen, Workshops für Männer zu geben, die ihrer eigenen maskulinen Essenz näherkommen und wahre Brüderlichkeit erleben wollen.

Immer wieder überrascht es mich, welch starke Wirkung es hat, wenn ein Mann merkt, dass er sich bei mir komplett öffnen darf.

Wenn er feststellt, dass er nicht verurteilt wird, wenn er in der Gruppe weint.

Oder er von seinen tiefsten Ängsten und schlimmsten Lebensphasen erzählt – und sich damit sehr verletzlich macht.

Sehr schnell entsteht durch diese Offenheit eine enorme Verbundenheit zwischen den Männern.

Und dadurch wird eine unverrückbare Tatsache deutlich:

Erst, wenn du dich deinen Mitmenschen auch von deiner verletzlichen Seite zeigen kannst, baust du eine wirkliche Verbindung zu ihnen auf.

Lass diesen Satz mal wirklich zu deinem Herzen durchsickern. Anstatt ihn nur auf einer rationalen Ebene verstehen zu wollen.

Und dann fang an, dich in Verletzlichkeit zu üben:

  • Lasse deine Freunde wissen, was in deinem Inneren vorgeht. Was dir Angst macht, welche Unsicherheiten du spürst, welche Erlebnisse aus deiner Vergangenheit du noch heute mit dir herumträgst und warum das Alleinsein manchmal so schwierig für dich ist.
  • Lege deine Masken ab. Immer den coolen Macker zu machen oder für jeden der Pausen-Clown zu sein – diese Verhaltensweisen sind oft nur Masken und damit wirst du sehr alleine sein. Sie verhindern, dass deine Freunde dein wahres Gesicht zu sehen bekommen. Und dadurch fällt es ihnen schwer, eine wirkliche Verbindung zu dir aufzubauen.
  • Bitte um Hilfe. Sich verletzlich zu machen bedeutet auch, Hilfe einzufordern, wenn du sie brauchst. Falls du dich also das nächste Mal einsam oder verloren fühlst, hab keine Angst zum Telefon zu greifen und einen vertrauten Menschen anzurufen.

Du möchtest nicht mehr einsam sein? Dann zeige dich von deiner verletzlichen Seite

Angst vor dem Alleinsein

Jemanden in deinem Leben zu haben, mit dem du sowohl dein Glück als auch deine Sorgen teilen kannst, ist eine der schönsten Sachen der Welt.

Und gleichzeitig ist es das beste Heilmittel gegen tiefe Einsamkeit.

Dieser vertraute Mensch muss jedoch nicht dein Partner sein. Dein Freundeskreis eignet sich dafür genauso gut.

Je zufriedener du nämlich in deinen Freundschaften bist und je tiefer die Verbindungen zu deinen Freunden sind, desto weniger klammerst du dich an deinen Partner.

Wieso?

Weil er auf einmal nicht mehr der Einzige ist, der deine Bedürfnisse nach Nähe, Geborgenheit und Bestätigung stillen muss.

Dadurch sinkt auch automatisch deine Angst vor dem Alleinsein. Denn auch, wenn dein Partner sich von dir trennt, hast du Menschen in deinem Leben, die dich auffangen und die dir Halt geben.

(Ließ auch: Wie du deine Minderwertigkeitskomplexe überwindest)

2. Angst vor dem Alleinsein: Begegne deiner Schattenseite

Einsamkeit und Alleinsein sind zwei ganz verschiedene Dinge.

So kannst du dich zum Beispiel in Gesellschaft vieler Leute einsam fühlen, obwohl du nicht alleine bist.

Genauso kannst du aber auch in schönster Natur allein, aber nicht einsam sein.

Was also sorgt dafür, dass du Angst vor dem Alleinsein hast?

Es ist die Angst davor, deiner Schattenseite zu begegnen.

  • Die Angst, unangenehme Gefühle spüren zu müssen.
  • Die Angst, in Kontakt mit deiner eigenen Unsicherheit zu kommen.
  • Die Angst, dich schwach und verletzlich zu fühlen.

Diese Angst sorgt dafür, dass du dich vor dem Alleinsein fürchtest.

Sie sorgt außerdem dafür, dass du deinen Partner kaum aus den Augen lässt, weil du dich vor der Leere fürchtest, die entsteht, wenn er nicht da ist.

Eine Leere, die nicht daherkommt, dass du deinen Partner so sehr liebst und unbedingt mit ihm zusammen sein musst.

Sondern vielmehr ein Zeichen dafür ist, dass du nie gelernt hast, allein glücklich zu sein.

Und dies solltest du ändern.

  • Erlaube dir für eine halbe Stunde pro Tag, nur bei dir zu sein. Ohne Smartphone, ohne sozialen Kontakt, ohne Ablenkung. Spüre in deinen Körper hinein und erlaube dir, das, was hochkommt, wirklich zu fühlen. Nutze das Alleinsein als Moment des Reflektierens.
  • Versuche, deine Schattenseite kennenzulernen. Welche Situationen im Alltag wühlen dich emotional auf? Wann kommen Erinnerungen an negative Ereignisse aus deiner Vergangenheit hoch? Wann fühlst du dich unsicher, ängstlich oder hilflos? Warum ist das Alleinsein so schwierig für dich?
  • Nimm das an, was da ist. Negative Gefühle sind doof. Und deshalb wollen wir sie meistens auch so schnell wie möglich wieder loswerden. Sobald du einem unangenehmen Gefühl jedoch die Erlaubnis gibst, da zu sein – sobald du dich in dem Moment so akzeptierst, wie du gerade bist – und sobald du aufhörst, ständig gegen das Alleinsein anzukämpfen – stellt sich in dir ein innerer Frieden ein, der dein Leid in dem Moment wesentlich erträglicher macht.

Deine Schattenseite kennenzulernen und diese wirklich anzunehmen, ist ein Prozess, der Zeit benötigt. Dieser Prozess ist außerdem wesentlich komplexer, als ich es hier dargestellt habe.

Und dennoch – wenn du dich in der Annahme deiner unangenehmen Seiten übst, wirst du schon innerhalb kurzer Zeit Veränderungen in deinem Leben spüren.

Deine Angst vor dem Alleinsein besiegst du nur, wenn du Einsamkeit auch mal aushalten kannst

Angst vor dem Alleinsein

Eine echte Verbindung aufbauen

Vielleicht hast du dich gerade gefragt, ob dieser zweite Tipp im Wiederspruch zum ersten steht.

Eben habe ich dir noch geraten, mehr Zeit mit Freunden zu verbringen. Und jetzt sage ich, dass du häufiger alleine sein sollst.

Wie passen diese Vorschläge zusammen?

Ganz einfach:

Wenn du alleine bist, lernst du dich selbst besser kennen. Du stehst stärker im Kontakt mit deinen eigenen Gefühlen und mit deinem authentischen Ich.

Gehst du aus dieser Haltung heraus in Kontakt mit anderen Menschen – mit deinen Freunden, deiner Familie oder deinem Partner – dann ist der Kontakt echt.

Du kannst erst eine wirkliche Verbindung zu einem Menschen aufbauen, wenn du mit dir selbst verbunden und in deiner Mitte bist.

Denn andernfalls wirst du den anderen Menschen immer benutzen – um deine Sehnsüchte zu stillen oder um dich von dir selbst abzulenken.

Und genau deshalb ist eine gesunde Balance zwischen Alleinsein und zwischenmenschlichem Kontakt sehr wichtig, wenn du dich von deiner Angst vor Einsamkeit befreien möchtest.

Unabhängigkeit macht dich attraktiv

Wenn du lernst, deine Schattenseiten zu akzeptieren und dich auch ohne die Gesellschaft anderer Menschen wohlzufühlen, machst du dich damit freier und unabhängiger.

Du tust nun nicht mehr alles, um ein Gefühl von Bestätigung und Geborgenheit zu bekommen, weil du dir dieses Gefühl zumindest teilweise selbst geben kannst.

Und dieser Umstand wirkt auf potentielle Partner unglaublich anziehend.

Wenn du aus einer Energie des Überflusses heraus einem neuen Menschen begegnest, wird er spüren, dass du ihn nicht zum Leben brauchst. Und dadurch hat er oder sie die Möglichkeit, dich auf eine sehr entspannte, ungezwungene Art kennenzulernen.

Sobald du weniger Angst vor dem Alleinsein hast, fühlen sich Menschen in deiner Gegenwart wohler und haben mehr Lust, mit dir eine echte Verbindung einzugehen. Eine Verbindung auf Augenhöhe, die es dir möglich macht, eigene Grenzen zu setzen.

Und dadurch wirst du (paradoxerweise) auch weniger alleine sein.

3. Angst vor dem Alleinsein: Baue die richtigen Erwartungen auf

Wir leben in einer verrückten Welt. In einer Welt voller wunderbarer Möglichkeiten.

Nicht nur können wir uns über Dienste wie Netflix und Spotify mit einer schier endlosen Auswahl an Filmen und Musik beballern.

Auch die Auswahl an potenziellen Partnern ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen.

  • Apps wie Tinder und ein Leben in der Großstadt geben uns das Gefühl, jeden Tag dutzende neue Menschen kennenlernen zu können.
  • Günstiges und unkompliziertes Reisen ermöglicht es uns, im Handumdrehen neue Kulturen kennenzulernen. Dadurch steigt die Auswahl an schönen Menschen, mit denen wir anbandeln können, nur noch mehr.
  • Gleichzeitig ist unsere Gesellschaft immer offener geworden. Sich sexuell auszuleben und verschiedenste Beziehungsmodelle auszuprobieren ist heutzutage (zumindest im Westen) wesentlich unproblematischer als noch vor 30 Jahren.

Versteh mich nicht falsch – diese Entwicklungen haben viele gute Seiten. Viele davon habe ich selbst schon genießen können.

Gleichzeitig ist ein Überfluss an Optionen aber auch sehr tückisch.

Während unsere Eltern und Großeltern sich gefühlt auf den nächstbesten Menschen gestürzt haben und mit ihm eine Familie gründeten, machen wir das komplette Gegenteil.

Wir erwarten von unseren Partnern, dass sie einfach rundum perfekt zu sein haben – perfektes Aussehen, perfekter Charakter, das ganze Paket halt.

Viele Menschen, größere Auswahl – aber ist das immer gut?

Angst vor dem Alleinsein

Erst, wenn wir das Gefühl haben, dass diese exorbitanten Ansprüche erfüllt sind, lassen wir uns auf einen Menschen wirklich ein. Und selbst dann müssen wir mit der Angst leben, dass wir vielleicht doch die falsche Entscheidung getroffen haben könnten.

„Es gibt schließlich noch soooo viele andere Männer oder Frauen, die die ich kennenlernen könnte. Und vielleicht ist mein Seelenverwandter ja doch noch irgendwo da draußen. Und wartet nur darauf, von mir gefunden zu werden.“

Kommen dir diese Gedanken bekannt vor?

Dann wird es Zeit dafür, dass du dich endgültig von ihnen befreist.

Höre auf mit der Jagd nach der einen wahren Liebe

Überhöhte Erwartungen bei der Partnersuche sind aus einem einfachen Grund problematisch:

Sie machen uns neurotisch.

Die Vorstellung, dass es auf diesem Planeten einen perfekten Partner für uns gibt, klingt zwar romantisch.

Was ist aber, wenn du diesem Menschen nie oder einfach zum falschen Zeitpunkt begegnest?

In diesem Fall ist die Kacke richtig am Dampfen.

Vielleicht merkst du jetzt, wie sehr dich die Vorstellung von der einen wahren Liebe unter Druck setzt. Gleichzeitig sorgt sie auch dafür, dass du Angst vor dem Alleinsein hast. Schließlich bist du ja für immer zu einem Leben voller Einsamkeit verdammt, falls du die Sache mit deinem Traumpartner vermasselst.

Wie gelingt es dir nun aber, dich von deinen überhöhten Erwartungen zu befreien?

1. Du besiegst die Angst vor dem Alleinsein, sobald du erkennst, dass es nicht die eine wahre Liebe gibt

Manche Menschen passen besser zu dir, andere schlechter.

Und mit wieder anderen verstehst du dich so gut, dass du dir eine Beziehung mit ihnen vorstellen kannst.

Gehe neugierig und mit einem offenen Herzen durch die Welt. Lerne neue Leute kennen und versuche, ihnen vorurteilsfrei und mit aufrichtigem Interesse zu begegnen.

Du wirst feststellen, dass es mehr potenzielle Partner für dich gibt, als du gedacht hast.

Und dies wird dafür sorgen, dass dein Gefühl der Einsamkeit schwindet.

2. Mache dir bewusst, dass jede Beziehung auch Arbeit bedeutet

Einen passenden Partner zu finden, ist die eine Sache.

Eine gute Beziehung zu führen ist nochmal etwas ganz anderes.

Ob du in einer Beziehung glücklich wirst, hängt nur beschränkt von deinem Partner ab – und zu einem großen Teil davon, wie viel Energie ihr in eure Beziehung steckt.

  • Habt ihr Verständnis für die Macken des jeweils anderen?
  • Bemüht ihr euch, einander wirklich zu lieben und auch in harten Zeiten zueinander zu halten?
  • Was tut ihr aktiv, um die Beziehung frisch und lebendig zu halten?

3. Lass dich nicht von Angst abhalten, herauszufinden, was dir wirklich wichtig ist

Natürlich solltest du nur eine Beziehung mit einem Menschen führen, der auch zu dir passt.

  • Bedeutet das, dass er oder sie dafür aussehen muss wie ein Model?
  • Bedeutet das, dass er oder sie dir deine Wünsche von den Lippen ablesen muss?
  • Bedeutet das, dass er oder sie immer gut gelaunt sein muss?

Nein, das bedeutet es nicht.

Diese oder ähnliche Erwartungen an deinen Partner sind schlicht und einfach unrealistisch.

Nicht nur das – sie sorgen außerdem dafür, dass du den Blick fürs Wesentliche verlierst.

Mit welchem Menschen möchtest du mal alt werden?

Angst vor dem Alleinsein

Anstatt dich also mit nicht erfüllbaren Ansprüchen unglücklich zu machen, überlege dir, welche Werte dir wichtig sind. Auf diese Werte solltest du nämlich auch bei deinem Partner achten.

  • Ist dir ein gesunder und aktiver Lebensstil wichtig? Dann wirst du mit einem Partner, der sich nur von Fastfood ernährt und keinen Sport treibt, nicht glücklich.
  • Du stehst auf Ehrlichkeit und Klarheit? Trenne dich von Menschen, die es lieben, mit dir Spielchen zu spielen.
  • Du brauchst viel Liebe und Zuneigung? Dann höre auf, dich auf gefühlskalte Menschen einzulassen.

In dem Moment, in dem du beim Dating auf die Dinge achtest, die wirklich wichtig sind, wird dein Leben wesentlich entspannter.

Du wirst Menschen begegnen, in denen Gegenwart du dich richtig wohl fühlst.

Sobald du erkennst, dass es von diesen Menschen mehr als genug gibt, wird die Angst vor dem Alleinsein von dir abfallen.

Was du tun kannst, wenn du unglücklich verliebt bist

unglücklich verliebtSein wir ehrlich: unglücklich verliebt zu sein ist mies.

Auch ich war einige Male in meinem Leben unglücklich verliebt.

Besonders in Erinnerung geblieben ist mir das eine Mal, als ich mich in die Sekretärin meiner Fahrschule verliebt hatte.

Ich war 18 Jahre alt, hatte noch ein paar mehr Haare auf dem Kopf als jetzt und machte gerade meinen Führerschein.

Ich rannte ihr über ein Jahr hinterher. Wenn sie mir auf meine SMS (ja, damals benutzte man noch SMS) antwortete, fühlte ich mich wie der König der Welt. Wenn sie mir nicht antwortete oder erst ein paar Stunden später, fühlte ich mich wie der letzte Dreck.

Selbst als ich meinen Führerschein schon hatte, besuchte ich sie noch regelmäßig in der Fahrschule, um mit ihr zu plaudern.

Am Valentinstag brachte ich ihr dann einen Strauß Rosen vorbei. An dem Strauß hing ein Kärtchen mit einer Einladung für ein Abendessen in einem schicken Restaurant. Ein Restaurant, das ich mir eigentlich nicht leisten konnte. Sie bedankte sich für die Rosen, sagte meine Einladung jedoch ab.

Ich war vollkommen am Boden zerstört…

Liebe ist das wohl schönste Gefühl der Welt (mal abgesehen davon, endlich pinkeln zu dürfen, wenn man seit Stunden wartet und schon befürchtet hat, die Blase würde gleich explodieren).

Doch wenn man unglücklich verliebt ist, wird die Liebe schnell zu etwas sehr Schmerzhaftem und Frustrierendem.

Unglücklich verliebt: Die häufigsten Gründe

Es gibt viele Gründe dafür, warum sich Menschen unglücklich verlieben.

Ich weiß nicht, aus welchem Grund du unglücklich verliebt bist. Aber es ist gut möglich, dass es einer der folgenden ist:

  • Du bist in deinen besten Freund oder Freundin verliebt, doch er oder sie nicht in dich.
  • Du bist in einen Menschen verliebt, der in einer Beziehung ist (oder sogar verheiratet).
  • Du bist in einen Menschen verliebt, dieser jedoch nicht in dich (wie bei mir damals).
  • Du bist in einer Beziehung und hast dich fremdverliebt, möchtest deinen Partner jedoch nicht verlassen.
  • Du bist in jemanden verliebt, doch ihr wisst beide, dass ihr nicht zusammenpasst (vielleicht hattet ihr sogar schon eine Beziehung und habt gemerkt, dass es einfach nicht funktioniert).

Zu wissen, warum du unglücklich verliebt bist, ist interessant. Doch viel wichtiger ist, was du dagegen tun kannst.

Unglücklich verliebt? Du hast nur zwei Möglichkeiten

Wenn du unglücklich verliebt bist, hast du letztendlich nur zwei Optionen:

  1. Du kannst deine Liebe gestehen und hoffen, dass sie erwidert wird.
  2. Du akzeptierst, dass dich der andere Mensch nicht liebt oder ihr keine Zukunft habt, und lässt los.

Klingt das zu simpel?

Du kannst dir die Haare ausreißen, 27 verschiedene Bücher über Liebe und Beziehungen lesen oder dir den Namen deines Angebeteten auf den Unterarm tätowieren – das sind deine beiden einzigen Optionen.

Du kannst deine Liebe gestehen oder loslassen. Oder beides.

unglücklich verliebt

In Folgenden werde ich dir die beiden Optionen etwas genauer erklären und wir werden sehen, worauf du achten solltest.

Am Ende des Artikels werde ich dir noch erklären, was du tun kannst, wenn du dich immer wieder unglücklich verliebst. Denn anders als du jetzt vielleicht glaubst, trägst du für deine „unglückliche Liebe“ eine gewisse Mitschuld.

Das willst du wahrscheinlich nicht hören, ich weiß. Aber irgendeiner muss es dir ja sagen …

Unglücklich verliebt #1: Gestehe deine Liebe

Ich kenne dich nicht. Ich weiß also nicht, ob du deine Liebe schon gestanden hast oder nicht.

Aus Erfahrung weiß ich jedoch, dass viele Menschen, die unglücklich verliebt sind, ihre Liebe noch gar nicht gestanden haben.

Und das ist in den meisten Fällen ziemlich dumm.

Falls du also unglücklich verliebt bist und deine Liebe noch nicht gestanden hast, solltest du dir ernsthaft überlegen, es zu tun.

Bringt das ein gewisses Risiko mit sich? Sicherlich.

Wenn du deinem besten Freund/in gestehst, dass du dich verliebt hast und deine Liebe nicht erwidert wird, wird die Freundschaft wahrscheinlich darunter leiden – oder sogar daran zerbrechen. Oder wenn du deinem Arbeitskollegen deine Liebe gestehst, belastet das vielleicht euer Arbeitsverhältnis.

Doch deine Liebe zu gestehen hat auch zwei große Vorteile:

  1. Erst wenn du die Liebe gestehst, kann sie erwidert werden. Klingt total banal, ich weiß. Aber vielleicht bist du ja umsonst unglücklich verliebt. Es kann nämlich sein, dass dein Angebeteter ähnliche Gefühle für dich hat, aber sich auch nicht traut, den ersten Schritt zu machen.
  2. Du gewinnst Klarheit. Selbst wenn deine Liebe nicht erwidert wird, hast du zumindest die Gewissheit, dass es so ist. Du hörst also auf, Luftschlösser zu bauen und blickst der harten Wahrheit ins Auge. Das ist zuerst mal schmerzhaft, doch langfristig die bessere Lösung. Denn erst wenn du die Hoffnung aufgibst, kannst du auch loslassen.

Falls du deine Liebe gestehst, gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest.

Sei ehrlich und direkt

Ehrlichkeit ist nicht immer einfach. Gerade wenn es um starke Gefühle wie Liebe geht. Doch ehrlich und direkt zu sein sorgt für Klarheit.

Falls du deine Liebe gestehst, sei also ehrlich und direkt.

Vergiss halbherzige Geständnisse wie:

  • Ich glaube, ich mag dich …
  • Weißt du, ich sehe dich manchmal als Freund aber manchmal auch irgendwie als mehr.
  • Es kann sein, dass ich Gefühle für dich hab …

Gehe auch nicht davon aus, dass der andere weiß, dass du ihn liebst – falls du es ihm nicht eindeutig gesagt oder gezeigt hast.

Verstehe mich hier nicht falsch. Du sollst jetzt keinen 20-seitigen Liebesbrief schreiben oder ein selbstkomponiertes Lied vorsingen. Sei einfach nur ehrlich und direkt. Schließlich sind wir alle erwachsen.

Nicht hinterherrennen

Wenn du deine Liebe gestanden hast, renne dem anderen Menschen nicht hinterher.

Ihm jeden Tag Nachrichten zu schicken und ihn darin zu erinnern, dass du ihn liebst, hilft kein bisschen weiter. Alles für diesen Menschen zu tun und ihm jeden Wunsch von den Lippen abzulesen, auch nicht.

All das sind nur Symptome von emotionaler Abhängigkeit.

Letztendlich ist es so: je mehr du versuchst, einem Menschen zu gefallen und ihn in dich verliebt zu machen, desto weniger funktioniert es.

unglücklich verliebt

Ich weiß, es ist frustrierend, unglücklich verliebt zu sein. Aber wir können Gefühle nun mal nicht erzwingen. Und wenn du deine Liebe gestanden hast, ist es das Beste, dass du dich auf dich selbst fokussierst und sich nicht dein ganzes Leben um den Menschen dreht, in den du verliebt bist.

Sollte ich meine Liebe immer gestehen?

Wie du vielleicht schon zwischen den Zeilen gelesen hast, bin ich ein großer Fan von Ehrlichkeit.

Ehrlichkeit tut zwar oft weh, macht aber langfristig Vieles leichter.

Ich würde dir also dazu raten, deine Liebe zu gestehen. Aus dem simplen Grund, dass es dir gut tun und dabei helfen wird, loszulassen.

Aber wie ich schon erwähnt habe, kann das negative Konsequenzen haben.

  • Wenn du in einen Freund oder eine Freundin verliebt bist, kann das Geständnis die Freundschaft ruinieren.
  • Wenn du in deinen Arbeitskollegin oder deinen Chef verliebt bist, kann das denn Arbeitsalltag kompliziert machen.
  • Wenn du in den Partner eines Freundes von dir verliebt bist, kann darunter eure Freundschaft und deren Beziehung leiden.
  • Wenn du in einer Beziehung bist und jemand anderem deine Liebe gestehst, kann deine Beziehung darunter leiden.

Letztendlich musst du entscheiden, was du tust. Doch auszusprechen, dass du in jemanden verliebt bist, kann auch sehr befreiend sein.

Unglücklich verliebt #2: Loslassen

Falls du unglücklich verliebt bist und deine Liebe nicht erwidert wird, gibt es letztendlich nur eine Lösung: Loszulassen.

Es ist nicht einfach, doch letztendlich musst du akzeptieren, dass du die Liebe nicht kontrollieren kannst. Und nur weil du jemanden liebst, heißt das leider nicht automatisch, dass deine Liebe auch erwidert wird.

Eine unglückliche Liebe loszulassen ist jedoch nicht das Gleiche wie deinen Ex-Partner loszulassen.

Wenn du eine Trennung verarbeitest, versuchst du eine Beziehung loszulassen, die tatsächlich existiert hat. Bist du jedoch unglücklich verliebt, ist es in den meisten Fällen ja gar nicht erst zu einer Beziehung gekommen. Es geht also weniger darum, echte Erfahrungen und Erinnerungen loszulassen, als deine Wunschvorstellung und deine Luftschlösser.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Du kannst ja auch unglücklich verliebt in einen Menschen sein, mit dem du schon mal eine Beziehung hattest oder zumindest im Bett warst. Doch das ist eher selten der Fall.

Deshalb ist das Loslassen einer unglücklichen Liebe nicht exakt das Gleiche wie Liebeskummer – auch wenn es sich ähnelt.

Falls du jedoch unglücklich verliebt bist und mit dem Menschen nie eine Beziehung hattest, können dir folgende Tipps weiterhelfen.

Akzeptiere, dass es nicht die große Liebe ist

Wenn du unglücklich verliebt bist, glaubst du wahrscheinlich, dass er oder sie der richtige Mensch für dich ist. Doch das ist ein Trugschluss.

Solange ein Mensch nicht das Gleiche für dich empfindet, wie du für ihn, ist er nicht der Richtige.

unglücklich verliebt

Egal, wie stark du jemanden liebst, wird diese Liebe nicht erwidert, passt ihr beide nicht zusammen. Und je schneller du das akzeptierst, desto schneller kannst du loslassen.

Ausnahme: Du hattest mit dieser Person schon eine Beziehung? Du kannst versuchen deine/n Ex zurückzugewinnen. Ob das die richtige Entscheidung ist kannst nur du wissen.

Schluss mit der mentalen Masturbation

Was du jetzt lesen wirst, ist hart. Aber es ist wichtig, dass du das verstehst:

In den meisten Fällen ist eine einseitige Liebe keine wirkliche Liebe, sondern eine Idealisierung der Liebe.

Wenn du unglücklich verliebt bist, ist es gut möglich, dass du nicht wirklich einen Menschen liebst. Du liebst nur deine ideale Vorstellung dieses Menschen.

Du hast dich also mehr in die Idee verliebt, mit diesem Menschen zusammen zu sein, als in den Menschen selbst. In deiner Vorstellung ist dieser Mensch perfekt und ihr würdet eine Traumbeziehung führen – und in dieses Bild hast du dich verliebt.

Mach dir also bewusst, dass deine „Verliebtheit“ wahrscheinlich kein ehrliches und reales Gefühl ist, sondern eher eine Wunschvorstellung.

Vergiss die Hoffnung

Hoffnung ist ein sehr machtvolles Gefühl. Es motiviert uns, trotz großer Herausforderungen weiterzumachen und kann uns schwierigen Momenten die nötige Kraft geben, um uns nicht vollkommen aufzugeben.

Doch Hoffnung kann auch nach hinten losgehen.

Denn solange wir auf etwas hoffen, können wir es nicht loslassen. Und das ist besonders der Fall, wenn du unglücklich verliebt bist.

Solange du die Hoffnung hast, deine Liebe könnte doch noch irgendwann und irgendwie erwidert werden, wirst du nicht loslassen.

unglücklich verliebt
So weh es auch tut: Vergiss jegliche Hoffnung. Erst wenn du die Hoffnung aufgibst, wirst du loslassen und bereit sein für einen neuen Menschen.

Akzeptiere also, dass deine Liebe keine Chance hat. Und nein, die Hilfe eines afrikanischen Zauberers oder Wünsche ans Universum werden dir auch nicht weiterhelfen.

Wenn du dich immer wieder unglücklich verliebst

Natürlich kann es passieren, dass du dich einmal unglücklich verliebst. Doch passiert das immer wieder, ist das verdächtig.

Und falls du dich immer wieder unglücklich verliebst, hat das wahrscheinlich mit deinen Werten zu tun.

Du kannst die Liebe nicht vollkommen steuern. Doch deine Werte haben einen Einfluss darauf, zu wem du dich hingezogen fühlst.

Anziehung und Werte

Generell gilt, dass wir das attraktiv finden, was wir wertschätzen. Das bedeutet, dass du dich vor allem in die Menschen verliebst, die Eigenschaften besitzen, denen du viel Wert beimisst.

Viele Männer geben zum Beispiel dem Aussehen einer Frau besonders viel Wert und vernachlässigen dafür andere wichtige Eigenschaften.

Die liebevollen, treuen und zärtlichen Frauen lassen sie links liegen, da sie nicht so sexy aussehen wie die heiße Blondine mit operierten Brüsten und aufgeblasenen Lippen, deren Lebenssinn darin besteht, möglichst viele Follower auf Instagram zu haben.

Und dann beschweren sie sich darüber, dass sie sich immer in die „falschen Frauen“ verlieben. Würden diese Männer auf andere Eigenschaften bei Frauen Wert legen, würden sie sich auch in andere Frauen verlieben.

unglücklich verliebt

Das war jetzt ein Beispiel für Männer. Aber das Thema betrifft natürlich auch die Frauen.

Viele Frauen behaupten zum Beispiel, dass sie sich sexuell vor allem zu „bad boys“ und „Arschlöchern“ hingezogen fühlen.

Das ist jedoch oftmals ein Problem, denn diese Frauen wünschen sich einen verlässlichen Partner und wollen eine Beziehung, während die „bad boys“ nur Sex und Abenteuer wollen.

Diese Frauen machen dann den Fehler, die „bad boys“ umerziehen zu wollen oder sie mit Tricks und Spielchen in eine Beziehung zu kriegen. Manipulative Ratgeber, die Frauen genau das versprechen, gibt es ja leider genug.

Doch das endet meistens weniger gut und führt dazu, dass mir diese Frauen dann ellenlange E-Mails schreiben, in denen sie erklären, dass doch alle Männer „Arschlöcher“ sind und nur Sex wollen und bla bla bla.

Was ist also die Lösung zu dem Dilemma?

Dass du anfängst, auf die „richtigen“ Werte bei anderen Menschen zu achten.

Wähle deine Werte weise

Vor einigen Jahren war ich ein ziemliches Party-Tier.

Ich war viel, oft und manchmal auch exzessiv feiern. Zu dieser Zeit fand ich es sehr attraktiv, wenn auch eine Frau viel gefeiert hat.

Mittlerweile gehe ich viel seltener feiern. Stattdessen gehe ich gerne gut essen, mache viel Sport, lese gerne, meditiere und – wär hätte es gedacht – schreibe viel.

Die Frauen, die ich früher attraktiv fand – also die Party-Mäuschen – finde ich mittlerweile ziemlich unattraktiv. Dafür finde ich jetzt Frauen anziehend, die einen gesunden Lebensstil verfolgen und deren Höhepunkt der Woche nicht die Partys am Wochenende sind.

Ich habe mich verändert, meine Werte und Prioritäten haben sich verändert und damit auch die Eigenschaften von Frauen, die auf mich attraktiv wirken. Und das ist der springende Punkt.

Überlege mal kurz, auf welche Eigenschaften du bei Menschen Wert legst.

Wenn du dir zum Beispiel eine Beziehung wünschst, wie wäre es dann damit, dass du auf Qualitäten wie Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Mitgefühl achtest? Oder wie wäre es mit Liebenswürdigkeit und Einfühlungsvermögen?

In dem du bewusst darauf achtest, was du an Menschen wertschätzt, hast du einen gewissen Einfluss darauf, zu wem du dich hingezogen fühlst.

Seit einigen Jahren konzentriere ich mich zum Beispiel nur noch auf die Menschen, die Ja zu mir sagen (nicht nur bezogen auf Dating). Ich renne also keinem mehr hinterher. Und das hat Vieles in meinem Leben geändert.

Du brauchst ein anderes Mindset

Wenn du unglücklich verliebt hast, hast du wahrscheinlich viele negative Gedanken. Du denkst ständig über die andere Person nach, zweifelst an dir oder kannst einfach nicht mehr klar denken.

Das führt letztendlich nur dazu, dass du unglücklich bist und leidest.

Deshalb habe ich den Ratgeber Mindset geschrieben. Darin erfährst du, wie du kreisende und negativen Gedanken loswirst, besser mit Selbstzweifel umgehst und neuen Mut findest.

Gib einfach deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos zu.

Mit sich selbst im Reinen sein – mit diesen 3 Schritten klappt es

Wer möchte nicht gerne mit sich selbst im Reinen sein? Wie dir dies gelingt – wie du ein Gefühl von Gelassenheit, Erdung und Vertrauen entwickelst und innere Widerstände auflöst, erfährst du in diesem Artikel.

Kennst du das:

  • Hast du manchmal das Gefühl, innerlich zerrissen zu sein?
  • Ist dein Alltag von Stress, Unruhe und latenter Angst geprägt?
  • Bist du immer auf der Suche nach irgendetwas – ohne zu wissen, was es ist?
  • Leidest du einfach nur zu oft an Gefühlen, mit denen du nicht umgehen kannst?

Falls du dich in einer dieser Fragen wiedergefunden hast, bist du hier genau richtig.

In den nächsten Absätzen verrate ich dir anhand von 3 Schritten, wie du wieder mehr Gleichgewicht in dein Leben bringst. Und lernst, mit dir selbst im Reinen zu sein.

1. Mit sich selbst im Reinen sein: Fange wieder an, zu fühlen

Viele menschliche Probleme haben ihren Ursprung in unserer Unfähigkeit zu fühlen und wirklich unseren Körper zu spüren.

Wir leben so sehr in unserem Kopf, dass wir ein Gefühl für unsere Essenz verloren haben. Viele wertvolle Signale, die unser Körper uns sendet, werden entweder unterdrückt oder ignoriert.

Dieses Verhalten führt nicht nur dazu, dass wir ein unauthentisches, eingeengtes Leben führen. Es sorgt auch dafür, dass Krankheiten und psychische Beschwerden sich in unser Leben einschleichen.

Menschen, die mit sich selbst im Reinen sein können, sind sich dieses Phänomens bewusst. Sie haben daher eine starke Verbindung zu ihrer Intuition, zu ihren körperlichen Empfindungen und ihren Emotionen entwickelt.

Wie du dich auf deine Gefühle einlässt

Deine Gefühle anzunehmen, mag am Anfang schwer sein. Besonders, wenn du über Jahre hinweg das Gegenteil gewohnt bist.

Deshalb habe ich hier eine Anleitung für dich zusammengestellt, die dir helfen wird, mehr in deine Gefühle einzutauchen.

  1. Identifiziere das Gefühl.
    Fange an, dir bewusst zu machen, in welchen Situationen ein Gefühl in dir aufkommt. Meist macht sich dieses Gefühl zunächst als körperliche Empfindung bemerkbar – zum Beispiel als Druck in der Brust oder als Knoten im Hals. Zunächst wirst du mit diesem Schritt Probleme haben. Je häufiger du die Übung machst, desto leichter wird er dir jedoch fallen.
  2. Lasse dich vollständig auf das Gefühl ein.
    Besonders unangenehme Gefühle wirst du fast schon automatisch wegdrücken wollen. Gib diesem Impuls nicht nach. Lasse das Gefühl stattdessen zu. Atme hinein in das Gefühl und spüre, wie es dich vollständig erfasst. Es darf da sein. Es möchte da sein. Es ist gut, dass es da ist. Versuche nicht, das Gefühl zu interpretieren oder dich zu fragen, wo es herkommt. Bleibe bei der Körperempfindung und lasse es einfach zu.
  3. Beobachte, wie das Gefühl wieder verschwindet.
    Nimm nun ein paar tiefe Atemzüge. Stell dir vor, wie du das Gefühl bei jedem Einatmen durch deinen Körper zirkulieren lässt – und bei jedem Ausatmen aus deinem Körper hinauslässt. Jetzt, wo du das Gefühl angenommen hast, darf es auch wieder gehen.
Mit sich selbst im Reinen sein

Wirklich zu fühlen kann wunderschön sein – und gleichzeitig sehr beängstigend

Je geübter du darin wirst, Gefühle anzunehmen, desto unbeschwerter wird dein Leben.

Ein innerer Frieden wird sich dann in dir einstellen, da du den Dingen weniger Widerstand entgegenbringst. Gleichzeitig wirst du stärker mit deiner Intuition verbunden sein – und schneller spüren, wenn eine Sache für dich nicht richtig ist.

(Lese auch: Wie du die Angst vor dem Alleinsein überwindest)

2. Mit sich selbst im Reinen sein: Erkenne, dass du genug bist

Mit sich selbst im Reinen sein bedeutet auch, mit sich selbst zufrieden zu sein.

Du kannst jedoch nicht mit dir zufrieden sein, wenn du glaubst, du musst erst noch dieses oder jenes erreichen.

  • Einen perfekten Partner anziehen.
  • Einen Traum-Job finden.
  • Ein eigenes Haus haben.
  • Ein sexy Körper.

Wir rennen oft Dingen hinterher, von denen wir uns mehr Zufriedenheit erhoffen.

Diese Dinge sollen uns ein Gefühl von Sicherheit geben oder unser Selbstwertgefühl stärken. Wir wollen uns anhand dieser Dinge beweisen, dass wir genug sind.

Viel zu lange dauert es oft, bis wir merken, dass kein Erfolg im Außen für diesen Beweis ausreicht.

Und wieso?

Weil unsere Grundannahme falsch ist.

Wir gehen davon aus, dass irgendetwas an uns nicht in Ordnung ist. Basierend auf dieser Annahme richten wir unser gesamtes Leben danach aus, dieses eine etwas in Ordnung zu bringen.

Was wir nicht merken: Anstatt uns besser zu fühlen, geht es uns dadurch meist nur noch schlechter. Denn mit jedem Schritt auf dem Weg zu einem besseren Selbst verstärken wir unsere Grundannahme, dass wir eigentlich nicht gut genug sind.

Wie du den Teufelskreis durchbrichst

  • Sage dir so oft es geht, dass du genug bist. Dass du nichts tun musst, um Liebe und Anerkennung verdient zu haben. Oder als Mensch wertvoll zu sein.
  • Immer, wenn du unbedingt eine Sache erreichen musst, frage dich: Wieso möchte ich diese Sache erreichen? Wieso ist sie mir so wichtig? Steckt dahinter vielleicht das Bedürfnis, mich selbst besser oder vollkommener zu fühlen? Was würde passieren, wenn ich diese Sache loslassen oder scheitern würde?
  • Vertraue darauf, dass es dir mit der Zeit gelingen wird, deine falschen Grundannahmen loszulassen. Sei dir aber auch bewusst, dass dies nicht von heute auf morgen geschehen wird. Schließlich bist du dein ganzes bisheriges Leben damit verbracht, Dingen hinterherzurennen, die dir ein Gefühl von Ganzheit vermitteln sollen. Es wird nicht einfach, auf einmal damit aufzuhören.
Mit sich selbst im Reinen sein

Sobald du fühlst, dass du genug bist, gehst du unbeschwerter durchs Leben

Auf rationaler Ebene zu erkennen, dass du genug bist, ist der erste Schritt.

Dies emotional zu begreifen und in deinem Unterbewusstsein zu verankern, ist sehr viel schwerer.

Ein Großteil deines Mangel-Gefühls stammt nämlich aus deiner Kindheit und Jugend. Die Erfahrungen, die du in dieser Zeit gemacht hast, haben in dir emotionale Wunden hinterlassen.

Und diese Wunden bestimmen heute noch dein Denken, Handeln und Fühlen.

Lies auch: Vertrauen aufbauen in 3 simplen Schritten

3. Mit sich selbst im Reinen sein: Schaue deinen Schattenseiten an

Menschen, die mit sich selbst im Reinen sein können, haben ein gewisses Maß an Integrität. Das bedeutet, dass ihre Worte, Gefühle, Gedanken und Handlungen übereinstimmen. Oder zumindest ungefähr in dieselbe Richtung gehen.

Wieso aber fällt es uns oft schwer, integer zu sein?

Weil wir in unserer Psyche mehrere Anteile haben, die oft gegeneinander arbeiten. Und die Anteile, derer wir uns nicht bewusst sind und die wir gleichzeitig an uns ablehnen, bereiten uns dabei die größten Schwierigkeiten.

Der bekannte Psychoanalytiker Carl Gustav Jung nannte diese Anteile unseren Schatten. Er war der Meinung, dass eine Leben in Frieden nur möglich sei, wenn wir diesen Schatten ans Licht holen, annehmen und in unsere Persönlichkeit integrieren.

Klingt etwas zu abstrakt? Ein Beispiel.

Nehmen wir an, dass du als Kind immer sehr fleißig in der Schule warst. Du hast es geliebt, ein neues Buch auszupacken und interessante Dinge zu lernen. Während des Unterrichts hast du dich immer zuerst gemeldet und Hausaufgaben waren für dich eine Freude.

Wenn es in deinem Freundeskreis nun aber uncool war, etwas für die Schule zu machen oder sich überhaupt auch nur auf den Unterricht zu freuen, wird ganz schnell Folgendes passiert sein. Du wirst angefangen haben, den lernbegeisterten Teil in dir unterdrückt zu haben. Er ist dann Teil deines Schattens geworden.

Vielleicht stellst du bemerkst du nun, etliche Jahre später, wie du deine Neugier auf die Welt und deinen Wissensdurst vor anderen Menschen versteckst. Dass dein Schatten hier am Werk ist, ist dir nicht bewusst.

Mit sich selbst im Reinen sein

Du brauchst vor deinem Schatten keine Angst zu haben

An diesem Beispiel siehst du, wie sehr uns Kindheitserfahrungen prägen. Fange deshalb an, deinen Schatten anzuschauen:

  • Welche unangenehmen oder traumatischen Erfahrungen haben deine Kindheit und Jugend geprägt?
  • Welche Vorstellungen über dich und die Welt hast du von deinen Eltern, Freunden oder anderen Bezugspersonen übernommen?
  • Welche Verhaltensweisen, Emotionen oder Überzeugungen durftest du haben, welche nicht?
  • Hast du bestimmte Minderwertigkeitskomplexe?
  • Welche Werte wurden als positiv angesehen, welche verachtet?
  • In welchen Situationen wirst du heute immer wieder getriggert – sprich reagierst du viel emotionaler, als es für die Situation angemessen ist?
  • Wann fällt es dir schwer, Nein zu sagen?

Sobald du die verschiedenen Anteile in dir entdeckt hast, kannst du zwischen zwei Möglichkeiten wählen:

1. Du lässt die Anteile in dir miteinander kommunizieren.

Diese Möglichkeit solltest du besonders dann in Betracht ziehen, wenn du feststellst, dass zwei Anteile in dir ganz unterschiedliche Absichten haben. Stelle dir dazu bildlich vor, wie deine verschiedenen Anteile aussehen könnten.

In unserem Beispiel gäbe es einen Teil, der Angst davor hat, seine Neugier zu zeigen. Diesen Anteil könntest du dir als verschrecktes kleines Kind vorstellen. Der andere Teil ist wesentlich stattlicher und imposanter. Es ist der Anteil, der sich auf das Leben freut, neugierig und gespannt ist.

Du kannst nun zwischen beiden Anteilen vermitteln, indem du dir innerlich anhörst, was sie dir zu sagen haben.

Möglicherweise wirst du dann feststellen, dass das ängstliche kleine Kind einfach nur in den Arm genommen werden möchte. In diesem Fall wird das verängstigte Kind aufhören, dich zurückzuhalten und deine Neugier zu bremsen, sobald du es liebevoll annimmst.

Mit sich selbst im Reinen sein

Gehe mit deinen inneren Anteilen so liebevoll um wie mit einem kleinen Kind

2. Du akzeptierst das Gefühl und löst es auf.

Genauso, wie du ganz alltägliche Gefühle auflöst, kannst du auch tiefsitzende emotionale Wunden loslassen. Gehe dazu einfach wie im ersten Schritt beschrieben vor.

Beachte allerdings, dass du dich zum Auflösen tiefsitzender Wunden in einem Umfeld befinden solltest, dass dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit vermittelt.

Versuche diesmal außerdem, zum Kern vorzudringen. Wenn du also einem Gefühl begegnest, frage dich, wann du dieses Gefühl zum letzten Mal gefühlt hast – und wann es zum ersten Mal in dir aufgekommen ist. Lasse dich erst dann vollständig in das Gefühl fallen und löse es schließlich auf.

Sei jedoch auch hier geduldig. Nicht jedes Gefühl lässt sich sofort auflösen. Besonders bei tiefen Wunden wirst du einige Male brauchen, bis das Gefühl vollständig verschwunden ist.

Mit sich selbst im Reinen zu sein ist nicht immer einfach. Dennoch ist es möglich.

Vor allem dann, wenn du mutig genug bist, dich auf den Weg zu dir selbst zu begeben. Und die unter deinen Wunden verborgene Lebensenergie und Gelassenheit wieder für dich entdeckst.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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Innere Leere: 7 wirksame Tipps

Plagt dich eine innere Leere? Möchtest du mehr fühlen und spüren? Aber du weißt nicht, wie dir das gelingen soll? Dann lies diesen Artikel. Denn hier wirst du erfahren, was du gegen deine innere Leere machen kannst.

Innere Leere

  • Vielleicht hat ein geliebter Mensch dich für immer verlassen.
  • Vielleicht bist du momentan nicht mit dir selbst im Reinen.
  • Vielleicht ist in deinem Leben etwas Unerwartetes passiert.

Wie auch immer es dazu gekommen ist. Momentan fühlst du dich einfach nur innerlich leer.

Und weil es ganz schön schwierig sein kann, dich von ganz allein aus diesem Zustand zu befreien, habe ich den folgenden Artikel geschrieben.

Innere Leere überkommen: So überwindest du endlich das Gefühl innerer Leere

In den nächsten Zeilen verrate ich dir nämlich 7 wirksame Tipps gegen innere Leere.

1. Gefühle von innerer Leere willkommen heißen

Innere Leere ist kein schönes Gefühl. Genaugenommen ist es gar kein richtiges Gefühl, sondern eher die Abwesenheit davon.

Wenn du dich innerlich leer fühlst, spürst du eineserseits keine starken negativen Empfindungen (wie Trauer, Angst oder Schmerz) mehr. Genauso schwer fällt es dir jedoch, starke positive Gefühle (wie Freude, Euphorie oder Zufriedenheit) zu haben.

Du fühlst einfach nichts. Oder zumindest fast nichts.

Schließlich spürst du zumindest deine innere Leere. Und diese sorgt mit hoher Wahrscheinlichkeit dafür, dass du dich ohnmächtig und hilflos fühlst.

Und da dieser Zustand ziemlich unangenehm ist und du ihn gerne loswerden willst, machst du dir für deine innere Leere auch noch Vorwürfe. Und verschlimmerst die Situation damit nur noch mehr.

Gefühle innerer Leere akzeptieren & willkommen heißen

Lasse die innere Leere da sein

Aus diesem Grund lautet der erste Schritt auf dem Weg heraus aus deiner inneren Leere:

Akzeptiere sie.

  • Akzeptiere, dass du dich momentan in einem ziemlich beschissenen Zustand befindest.
  • Akzeptiere, dass du noch nicht weißt, wie du diesen Zustand wieder verlassen kannst.
  • Akzeptiere, dass es du deine innere Leere möglicherweise nicht von heute auf morgen beseitigen wirst.

Gehe liebevoll mit dir um und nimm an, was ist. Dadurch wird sich die innere Leere zwar noch nicht von allein auflösen. Du wirst dem bestehenden Leid aber auch kein weiteres hinzufügen.

Und vergiss nicht: Deine innere Leere anzunehmen, bedeutet nicht, dass du dich damit zufriedengibst. Du kannst immer noch etwas gegen sie unternehmen. Nur werden alle Handlungen, die in einem Zustand der Annahme passieren, weniger gestresst und neurotisch ablaufen als jene, die du aus dem Zwang heraus unternimmst, deine innere Leere unbedingt hier und jetzt beseitigen zu müssen. Das funktioniert meistens nicht. Demnach hab etwas Geduld und Verständnis mit dir selbst. Fange fürs Erste damit an, jegliche Gefühle oder Emotionen einfach zu akzeptieren. Und dann geht es zum nächsten Schritt.

(Lese auch: Wie du die Angst vor dem Alleinsein überwindest)

2. Innere Leere: Die Ursachen ergründen

Wenn du dir nicht sicher bist, woher deine innere Leere stammt, wage einfach mal einen Blick in deine Vergangenheit:

Gibt es irgendwelche Erlebnisse aus deiner Kindheit oder Jugend, die dich traumatisiert haben könnten?

Während unserer ersten Lebensjahre sind wir besonders verletzbar. Vor allem deshalb, weil wir in diesem Alter noch keine Strategien entwickelt haben, um mit emotionalem Schmerz adäquat umzugehen.

Oft bauen wir in jungen Jahren deshalb in Reaktion auf ein traumatisches oder schmerzvolles Erlebnis einen inneren Schutzwall auf. Dieser verhindert zwar einerseits, dass wir von starken negativen Gefühlen überwältigt werden.

Leider ist der gleiche Schutzwall jedoch auch dafür verantwortlich, dass wir uns der Zugang zu unseren Emotionen im Erwachsenenalter schwerfällt. Die Folge davon:

Innere Leere.

Wenn du also etwas gegen die innere Leere in deinem Leben unternehmen möchtest, mache dir bewusst, woher sie kommt.

Nehmen wir beispielsweise an, dass du als Kind wenig Freunde hattest. Das damit verbundene Gefühl der Einsamkeit war jedoch so schmerzhaft, dass du dich davon distanziert hast. Ein Teil in dir hat sich demnach von einem Bedürfnis nach Nähe abgespalten, um den Schmerz nicht mehr fühlen zu müssen.

Und als Folge dessen, warst du zwar nun nicht mehr so einsam. Gleichzeitig hast du dich aber auch emotional abgeschottet. Dass du nun das breite Emotionsspektrum, welches du bei deinen Mitmenschen beobachtest vermisst, ist demnach kein Wunder.

Wenn dich also anhaltende innere Leere plagt, frage dich, wann du dich vom Fühlen abgeschottet hast. Erlaube dir, die Traumata deiner Vergangenheit anzuschauen.

Und finde Heilung für jene Wunden, die du damals nur zugeschüttet hast.

(Lese auch: Dein innerer Kritiker)

3. Wenn du dich innerlich leer fühlst: Präsenz entwickeln

Neben der Aufarbeitung vergangener Wunden gibt es auch noch einen weiteren Weg, von innerer Leere zu einem breiteren Gefühlsspektrum zu gelangen.

Dieser Weg heißt Präsenz – das bewusste Verweilen im gegenwärtigen Moment. Präsent sein bedeutet:

  • … dem, was ist, keinen Widerstand zu entgegenzubringen.
  • … zu spüren, was gerade in dir und um dich herum passiert.
  • … deine Gedanken, deinen Körper und deine Sinne bewusst wahrzunehmen.

Wir lenken uns heutzutage so oft mit dem Smartphone, mit Fernsehserien, mit interessanten Veranstaltungen oder mit irgendeiner anderen Aktivität ab, dass wir viel zu selten bei uns sind. Dies hat zur Folge, dass wir gar keinen richtigen Zugang mehr zu unseren Gefühlen haben.

Und oft wie Zombies durch den Tag stolpern.

Meditation gegen Leere im Inneren

Meditation ist ein Weg zu mehr Präsenz

Fange deshalb an, häufiger innezuhalten. Einfach mal nur zu sein. Und wahrzunehmen, was gerade ist.

Mit der Zeit wird sich deine Fähigkeit zum nuancierten Fühlen dadurch deutlich intensivieren. Dein Erleben. Deine Wahrnehmung. All das wird sich öffnen. Und statt innerer Leere wird nun mehr und mehr Lebendigkeit durch dich fließen.

Deine innere Leere wird dann zunehmend anfangen, zu schmelzen. Und dann können sich endlich schönere Gefühle in dir breit machen.

4. Lebendiger werden, statt innerlich leer sein

Natürlich äußert sich deine Lebendigkeit nicht nur in der Wahrnehmung, sondern auch im Tun.

Was ich damit meine?

  • Ein Kl0ß im Hals.
  • Wacklige Beine.
  • Ein Drücken in der Brust.
  • Oder aber auch innere Leere selbst.

All diese Gefühle äußern sich immer in Körperempfindungen.

Und der einfachste Weg, aktiv etwas an deinem Gefühlszustand zu ändern, besteht oft darin, körperlich aktiv zu werden.

Aus diesem Grund ist Bewegung eine hervorragende Strategie, um deine innere Leere wortwörtlich abzuschütteln.

Werde aktiv, wenn du dich leer fühlst

Bewegung und innere Leere vertragen sich nicht

Wenn du statt der Leere Lebendigkeit fühlen willst, kannst du demnach zum Beispiel Folgendes machen:

Geh in dein Zimmer, setz die Kopfhörer auf und mach eines deiner Lieblingslieder an. Tanze dazu, schreie, gestikuliere mit den Armen oder springe auf und ab.

Durch diese Form der Bewegung stimulierst du Körper und Geist. Deine Emotionen geraten in Wallung und du merkst, wie du dich nun wieder stärker spürst.

Abgesehen davon verändert Bewegung dein Hormonhaushalt und die Kommunikation in deinem Gehirn. Dein System kann wieder harmonischer funktioneren. Und eh du dich versiehst, hast du dein unangenehmes Gefühl der inneren Leere im wahrsten Sinne des Wortes ausgeschwitzt.

Falls dir die obige Übung übrigens gefällt, solltest du dich mal mit dem Thema Bioenergetik befassen. Dieser Spezialbereich der biologischen Psychologie beschäftigt sich mit den Einflüssen bestimmter Bewegungen auf deine Psyche.

Wenn du dir wildes Tanzen oder komplizierte Atemübungen zu viel sind, kannst du jedoch auch gern auf klassische Sportarten zurückgreifen.

  • das klassische Training im Fitnessstudio
  • die Joggingrunde durch den Park
  • das Tischtennis-Match mit der besten Freundin

Auch Betätigungen dieser Art können dich aus einem Loch der inneren Leere befreien.

5. Innere Leere & Verletzlichkeit

Die Beziehungen zu unseren Mitmenschen funktionieren häufig wie ein Spiegel, durch den du dich selbst besser wahrnehmen und spüren kannst. In diesen Beziehungen ehrlich zu sein, ist sehr wichtig, wenn du etwas gegen innere Leere unternehmen möchtest.

Und ehrlich zu deinen Mitmenschen zu sein, heißt auch immer, dich verletzlich zu machen.

Was das bedeutet?

  • Wenn es dir nicht gut geht, teile deinen Kummer mit einem Freund.
  • Rede offen über deine Schwächen, deine Macken und deine unangenehmen Gefühle.
  • Versuche nicht ständig, eine Maske der Coolness zu wahren.
Er fühlt sich verletzlich & innerlich leer

Ob Mann oder Frau – du darfst verletzlich sein

Verletzlichkeit bedeutet nicht, dass du deine tiefsten Ängste und Sorgen mit Fremden teilen sollst. Genauso wenig bedeutet es, dass du dir unfaires Verhalten Anderer gefallen lassen musst.

Es bedeutet viel mehr, jenen Menschen, die es verdient haben, einen aufrichtigen Blick in dein Innerstes zu schenken. Nicht nur gibst du deinen Mitmenschen dadurch die Chance, dich besser kennenzulernen. Du erteilst ihnen auch die Erlaubnis, sich dir gegenüber ebenfalls zu öffnen.

Und gleichzeitig gilt:

Je weniger du deine Gefühle vor Anderen versteckst, desto weniger versteckst du sie vor dir selbst.

Verletzlichkeit ist somit eines der besten Mittel gegen innere Leere.

6. Du spürst innere Leere? Mach etwas Verrücktes!

Kann es sein, dass dein Leben in den letzten Jahren ein bisschen zu routiniert geworden ist?

Falls ja, ist es kein Wunder, dass in dir eine innere Leere ist.

Routine und Eintönigkeit können nämlich ganz schnell dafür sorgen, dass dir deine Lebendigkeit und Spontanität abhanden kommt. Wenn du das Gefühl hast, nur noch auf Autopilot zu funktionieren, wenn jeder Tag genauso verläuft wie der vorherige – dann hörst du auf, wirklich an deinem Leben teilzunehmen.

Und das ist doof.

Glücklicherweise gibt es jedoch viele Wege, aus deiner Routine auszubrechen:

  • Mach etwas, das du noch nie (oder schon lange nicht mehr) gemacht hast. Triff dich mit einer alten Freundin, geh mal wieder feiern oder besuche eine Veranstaltung in deiner Umgebung, die dich interessiert.
  • Unternimm eine kleine Reise. Es muss ja nicht gleich ein neunmonatiger Tripp um die Welt sein. Manchmal reicht ein Kurzurlaub in eine andere Stadt aus, um dir zu ein paar neuen Erfahrungen und Eindrücken zu verhelfen.
  • Überwinde dich. Wage einen Fallschirmsprung. Geh auf fremde Menschen zu und unterhalte dich – vielleicht kannst du sogar neue Freundschaften knüpfen. Oder tue etwas anderes, das dir Angst bereitet oder dir lächerlich erscheint wie zum Beispiel lautest singen in der Öffentlichkeit. Du wirst merken, wie schnell dir ein ordentlicher Adrenalinkick die innere Leere austreibt.
Verrückte Unternehmungen gegen Innere Leere

Etwas verrücktes zu machen ist eines der wirksamsten Mittel gegen innere Leere

Sei jedoch vorsichtig! Aufregende Erlebnisse können auch zu einer Sucht werden. Du solltest verrückte Erfahrungen deshalb nicht dazu missbrauchen, einer Konfrontation mit deinen eigentlichen Themen aus dem Weg zu gehen.

(Lies auch: Ständig müde und schlapp? Das hilft)

7. Bei tiefer innerer Leere: Auf die Botschaft hören

Es ist nicht immer leicht, die Wurzeln für deine innere Leere zu ergründen. Oft sind es eine Vielzahl von Faktoren, die dafür sorgen, dass du dich taub fühlst und keine richtigen Emotionen mehr spürst.

Aus diesem Grund solltest du die oben genannten Tipps nie zu dogmatisch nehmen. Nimm stattdessen war, welche Botschaften dir deine innere Leere vermitteln möchte:

  • Lebst du zu oft gegen deine eigenen Werte? Also bist du dir selbst nicht ganz treu?
  • Tust du manches nur deshalb, weil du das Gefühl hast, es tun zu müssen?
  • Gibt es Dinge in deinem Leben, denen du zu wenig Beachtung schenkst? Was ist DIR wirklich wichtig?
  • Brauchst du wieder mehr Sinn in deinem Leben? (Lies hierfür: Was ist der Sinn des Lebens?)

Stelle dir diese Fragen in regelmäßigen Abständen. Du wirst feststellen, wie deine Antworten mit der Zeit immer präziser werden. Und du ein besseres Gefühl für deine Bedürfnisse, Werte und Wünsche bekommst.

Vielleicht stellst du dann fest, dass die innere Leere in dir nichts weiter war als ein Hinweis.

Ein Hinweis darauf, wichtige Veränderungen in deinem Leben einzuleiten.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Das Leben genießen – 5 Tipps für mehr Freude im Alltag

Hast du auch manchmal das Gefühl, dass du im Trott deines Lebens gefangen bist? Beschleicht dich eine Ahnung, dass du ein wenig den Blick für die schönen Dinge verloren hast? Sei unbesorgt. Denn in diesem Artikel lernst du, wie du wieder das Leben genießen kannst.

Leben genießenDu wachst morgens auf und der Wecker klingelt.

Schon wieder ein neuer Tag. Eine neue Routine. Graues Wetter. Schlechte Laune.

Es gibt Zeiten im Leben, da fällt es uns gar nicht so leicht, gut gelaunt durch die Weltgeschichte zu spazieren. Manchmal wissen wir noch nicht einmal, woran es liegt. Wir möchten uns dann lieber verkriechen, einschlafen und vollkommen glücklich wieder aufwachen.

Das Interessante ist: Genau diese Zeiten sind es, die uns die ein oder andere Strategie zur aktiveren Ergreifung unseres Glückes abverlangen.

Aus diesem Grund habe ich den folgenden Artikel geschrieben. In den folgenden Zeilen erfährst du nämlich anhand von 5 Tipps, wie du wieder dein Leben genießen kannst.

1. Das Leben genießen: Fang bei dir an

Probiere neue Dinge aus

Wenn du mal wieder ein bisschen zu sehr im grauen Alltag zu versinken drohst, lohnt es sich, etwas Neues auszuprobieren.

Indem du dies tust, fängst du an, das Leben wieder aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Du schnupperst sozusagen eine wenig frische Luft und kreierst damit die Chance, dir wieder mehr der Fülle und Schönheit des Lebens bewusst zu werden.

Dir fehlt es an Kreativität?

Hier sind ein paar Beispiele für neue Dinge, die du ausprobieren kannst:

  • Gönne dir einen Kurzurlaub – lerne eine neue Stadt oder ein neues Land
    Falls dies organisatorisch für dich nicht möglich ist, reicht auch schon ein Stadtviertel, in das du dich bisher noch nicht gewagt hast. Oder ein Restaurant, dass du schon immer mal ausprobieren wolltest.
  • Überwinde dich mal wieder.
    Mache auch bei Kälte draußen Sport, geh eisbaden oder probiere eine andere Sache aus, dass du noch nie gemacht hast. Oder zu der dir sonst der Mut fehlt.
  • Lerne etwas Neues.
    Lies ein interessantes Buch. Lerne eine neue Sprache. Oder nimm an einem spannenden Workshop teil.

Beim Ausprobieren neuer Dinge sind deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt

Leben genießen

Du wirst merken, dass manchmal bereits kleine Änderungen reichen, um in deinem Leben einen Stein ins Rollen zu bringen. Nicht nur, weil diese Änderungen deine Sicht auf das Leben und deine Gemütsverfassung beeinflussen können. Oft lernst du durch diese Änderungen auch interessante Menschen kennen, die dich auf deinem weiteren Lebensweg begleiten werden.

Wenn du in vollen Zügen dein Leben genießen möchtest, probiere also hin und wieder etwas Neues aus.

Komme in den Flow

Ich liebe den Begriff Flow.

Gemeint ist damit ein Zustand, in dem die Dinge, die wir machen, von einer gewissen Leichtigkeit erfüllt sind. Ein Zustand, in dem wir gleichzeitig vollkommen entspannt und höchst fokussiert sowie produktiv sind – eins mit der Welt und ohne Widerstand gegen das, was passiert.

Meist erreichen wir diesen Zustand, während wir einer bestimmten Tätigkeit nachgehen, für die wir von Innen heraus motiviert sind. Es kann uns aber auch gelingen, große Teile unseres Lebens im Flow zu verbringen.

Hört sich toll an, oder? Aber wie gelingt es dir jetzt, in den Flow zu kommen?

Im Flow arbeiten & dabei das Leben genießen

Auch wenn die Wissenschaft sich bis heute nicht hundert Prozent sicher ist, wie der Flow am besten funktioniert, ist man sich größtenteils darüber einig, dass ein paar Faktoren diesen Zustand bei einer bestimmten Aktivität begünstigen:

  • Habe ein klares Ziel vor Augen.
    Du solltest wissen, wo du hinmöchtest und wo du dich gerade befindest. Wenn du dich einer neuen Aufgabe annimmst, sollte diese deshalb immer ein klares Ziel haben. Außerdem ist es hilfreich, wenn du deinen Fortschritt auf dem Weg zu deinem Ziel eindeutig messen kannst. Wie bei einem Buch, dass dir beim Lesen jederzeit verrät, wie viele Seiten du bereits gelesen hast.
  • Vermeide Überforderung.
    Ein sicherer Weg, um aus dem Flow herauszukommen, ist Stress und Überforderung. Eine Aufgabe sollte dich daher in genau dem richtigen Maße fordern – nicht zu viel und nicht zu wenig.
  • Gönne dir Pausen.
    Nicht nur Überforderung ist ein Flow-Killer. Auch Zeitdruck sorgt dafür, dass du diesen Zustand ganz schnell wieder verlässt. Du solltest daher immer genug Zeit für Pausen haben, wenn du dich einer neuen Aufgabe widmest. Ob du diese Zeit in Anspruch nimmst, kannst du dann immer noch entscheiden.

Ohne Flow wären Stunts wie dieser gar nicht möglich

Leben genießen

Folge deinen Werten

Wie schaffst du es, ein Leben im Dauer-Flow zu führen?

Der Schlüssel hierfür ist Integrität.

Was ich damit meine?

Wenn du dich regelmäßig in einem Konflikt mit deinen eigenen Werten befindest – zum Beispiel, in dem du eine Sache sagst, aber dich anders verhältst – wird es dir ziemlich schwerfallen, einen Flow-Zustand zu erreichen.

Wenn deine Gedanken, Worte, Gefühle und Handlungen jedoch übereinstimmen, wird dein Leben sehr viel flüssiger und harmonischer verlaufen.

Dies ist übrigens nicht immer einfach. Wenn du dein Leben genießen möchtest, solltest du dich allerdings trotzdem bemühen, dir selbst treu zu bleiben – und deinen eigenen Werten zu folgen.

(Lies auch: Ungeduldig? So lernst du, geduldiger zu werden)

Kenne deine Bedürfnisse

Erst, wenn du herausgefunden hast, welche Dinge dir guttun, wirst du so richtig dein Leben genießen können.

  • Welche Aktivitäten bereiten dir Freude? Welche laden dich auf?
  • Was schadet dir, bereitet dir schlechte Laune oder zieht dich runter?
  • Welche Arten von Menschen möchtest du in deinem Leben haben? Wie viel Kontakt zu diesen Menschen brauchst du?
  • Hast du Bedürfnisse, die in deinem Leben immer wieder zu kurz kommen? Welche Wege kannst du finden, diese Bedürfnisse zu befriedigen?

Sobald du anfängst, dir Fragen dieser Art zu beantworten, kommst du deinen eigenen Bedürfnissen auf die Spur. Stück für Stück wirst du dann auch lernen, mehr auf diese Bedürfnisse einzugehen.

Du willst das Leben genießen? Höre auf deine Bedürfnisse.

Leben genießen

Falls du Schwierigkeiten damit hast, herauszufinden, ob dir eine Sache guttut oder nicht, stelle dir einfach folgende Frage:

Fühlt sich das gerade gut an?

Vielleicht bist du jetzt von der Einfachheit dieser Frage überrascht. Und das ist auch gar kein Wunder. Auf unser Gefühl zu hören ist eine Fähigkeit, die wir heutzutage häufig verlernt haben. Die obige Frage kann dir dabei helfen, wieder einen Zugang zu dieser Fähigkeit zu erlangen. Und dadurch wirst du auch wieder das Leben genießen können.

2. Das Leben genießen: Erfahre deine Umwelt mal ganz anders

Genieße die kleinen Dinge im Leben

Es sind die vielen kleinen Dinge, die das Leben lebenswert machen.

Vielleicht hast du diesen Spruch schon einmal gehört. Und auch, wenn er vielleicht ein wenig abgedroschen erscheinen mag – an dem Spruch ist viel Wahres dran.

Menschen, die sich an kleinen Dingen erfreuen können, können besser das Leben genießen. Dies ist inzwischen durch genug Studien nachgewiesen worden.

Fange deshalb an, deinen Fokus bewusst auf diese Dinge zu richten.

  • Halte inne.
    Lenke deine Aufmerksamkeit mehrmals am Tag auf das, was gerade schön ist – das Gezwitscher der Vögel um dich herum, die Gesellschaft eines tollen Menschen oder das leckere Essen, das gerade vor dir steht.
  • Übe dich in Dankbarkeit.
    Mache dir die Fülle in deinem Leben bewusst, indem du dich regelmäßig in Dankbarkeit übst. Du kannst dafür zum Beispiel täglich drei Dinge auflisten, für die du an diesem Tag dankbar bist.
  • Versüße dir den Tag.
    Du hast das Gefühl, dass es gerade einfach nicht genug schöne Dinge in deinem Leben gibt? Macht nichts. Dann fang einfach an, deiner Zufriedenheit ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Zum Beispiel mit einem Entspannungsbad am Abend, einem tollen Film oder einem gemeinsamen Kochabend mit Freunden.

Das Leben genießen bedeutet oft kleine Dinge genießen

Leben genießen

Vielleicht dachtest du bisher, dass manche Menschen von Natur aus besser in der Lage sind, sich an kleinen Sachen zu erfreuen. Und auch wenn dies zu einem gewissen Teil stimmt: Generell gilt, dass du es lernen kannst, die schönen Dinge im Leben zu genießen.

3. Das Leben genießen: Investiere in Freundschaften & Beziehungen zu anderen Menschen

Wo wir schon bei viel zitierten Lebensweisheiten sind:

„Geteiltes Leid ist halbes Leid“ ist ein weiterer Spruch, in dem viel Wahrheit steckt.

Genauso, wie sich geteilte Freude verdoppelt – oder zumindest vermehrt.

Aus diesem Grund ist es unerlässlich, dich mit tollen Menschen zu umgeben, wenn du das Leben genießen willst.

Nicht nur, weil du mit ihnen viel Spaß haben und aufregende Abenteuer erleben kannst.

Gute Freunde hören dir auch zu, geben dir Geborgenheit und muntern dich auf, wenn es dir einmal nicht so gut geht. Sind für dich da – genauso, wie du für sie da bist.

Eigentlich ziemlich selbstverständlich oder?

Naja, leider nicht immer. Denn heutzutage haben wir es uns immer mehr angewöhnt, als Einzelkämpfer durch die Welt zu gehen. Die Einstellung „Das schaffe ich schon alleine“ steht uns dabei manchmal mehr im Weg, als dass sie hilft.

Freundschaften machen das Leben lebenswert

Leben genießen

Hinzukommt, dass wir aufgrund von Facebook, WhatsApp und Co. verlernt haben, was wirkliche Freundschaft bedeutet. Wir haben vergessen, dass ein paar Textnachrichten kein ehrliches, intensives Gespräch ersetzen können.

Dass es weniger auf die Anzahl unserer Facebook-Freunde ankommt. Und mehr darauf, dass wir einen Menschen in unserem Leben haben, dem wir unsere tiefsten Ängste und Sorgen – genauso wie unsere glücklichsten Erlebnisse – anvertrauen können.

Du willst dein Leben genießen?

Dann investiere in erfüllende Beziehungen:

  • Lerne zuzuhören und die Menschen um dich herum zu verstehen.
  • Schenke den Menschen um dich herum deine Zeit, dein Lächeln und deine Aufmerksamkeit.
  • Schaffe gemeinsam mit deinen Freunden Erinnerungen, die ihr nicht mehr so leicht vergessen werdet.

Du wirst feststellen, dass du in guter Gesellschaft ganz einfach das Leben genießen kannst.

Und auch wenn es hin und wieder so erscheinen mag – ein zufriedenes Leben ist kein Hexenwerk. Es sind meistens die einfachen Dinge, die uns täglich ein bisschen glücklicher machen. Die uns ein Lächeln aufs Gesicht zaubern und unser Herz erwärmen.

Also fang an, jeden Tag ein bisschen mehr von diesen Dingen zu tun. Schon bald wirst du das Leben genießen.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.