Zufrieden sein: In 5 simplen Schritten zu mehr Zufriedenheit im Leben

Zufrieden seinJeder von uns möchte zufrieden sein. Am liebsten 24 Stunden am Tag. 7 Tage die Woche.

Wenn wir jedoch ehrlich sind, merken wir, dass die Sache mit der Zufriedenheit alles andere als einfach ist:

  • Antwortet die beste Freundin auf deine WhatsApp-Nachricht eine Stunde später als gewohnt, nisten sich Selbstzweifel in dir ein.
  • Siehst Bilder von superreichen Jungunternehmern auf Facebook oder Instagram, verblasst die Freude über deine letzte Gehaltserhöhung genauso schnell, wie sie gekommen ist.
  • Schieben sich für ein paar Tage graue Wolken vor die Sonne, verwandelt sich dein Stimmungshoch in eine mittelschwere Depression.

Na gut, ganz so extrem ist es meist nicht. Dennoch – Zufriedenheit ist eine Kunst.

Wie du diese Kunst meisterst und ein Leben voller Höhen und Tiefen mit einem Lächeln auf den Lippen navigierst, verrate ich dir im folgenden Artikel.

Bevor wir uns mit den Faktoren deiner Lebenszufriedenheit beschäftigen, müssen wir uns jedoch einer wichtigen Frage widmen:

Was genau bedeutet „zufrieden sein“ eigentlich?

Zufriedenheit ist vielseitiger, als du dachtest

Intuitiv magst du eine Vorstellung von dem Begriff der Zufriedenheit haben. Vielleicht assoziierst du damit ein wohliges Gefühl in der Brust- oder Bauchgegend. Oder ein bestimmtes Kindheitsereignis. Möglicherweise auch einen konkreten Gedanken.

Auch wenn diese Vorstellungen in die richtige Richtung gehen, kratzen sie lediglich an der Oberfläche menschlichen Wohlbefindens.

Aus diesem Grund lohnt es sich, zum Thema Zufriedenheit die wissenschaftliche Psychologie zu Rate zu ziehen. Diese geht untersucht die menschliche Zufriedenheit aus zwei Perspektiven – aus der Perspektive des Verstandes und aus der emotionalen Perspektive. 1

Und diese Perspektiven müssen sich noch nicht mal zwangsläufig überschneiden.

So zeigen viele Studien zwar, dass Menschen, die im Alltag häufiger positive Emotionen fühlen, ihr Leben im Allgemeinen auch positiver bewerten. Genauso gibt es jedoch jene Menschen, die trotz negativer Gefühle einen insgesamt positiven Eindruck von ihrem Leben haben. Bei denen Verstand und Gefühl eben nicht die gleiche Sprache sprechen.

Wie lässt sich ein solcher Effekt erklären?

Ganz einfach:

Jene Menschen sehen in ihrem Leben einen höheren Sinn. Sie schöpfen Zufriedenheit aus stetigem Lernen und innerem Wachstum. Und das auch dann, wenn jene Prozesse hin und wieder mit negativen Gefühlen – mit inneren „Wachstumsschmerzen“ – verbunden sind.

Ein Top-Athlet nimmt beispielsweise eine Menge psychisch wie physisch fordernde Trainings in Kauf, um seinem Ziel einer sportlichen Spitzenleistung ein Stück näher zu kommen. Ob er sich bei diesen Trainings immer wohl fühlt? Sicher nicht. Aber zufrieden und langfristig motiviert ist er trotzdem.

Zufrieden sein

Verwirrend: Was sorgt den nun wirklich nachhaltig für Zufriedenheit?

Zufrieden sein heißt also nicht zwangsweise froh sein.

Vielmehr ist Zufriedenheit ein sehr umfassendes Lebensgefühl, dass sich aus den verschiedensten Faktoren zusammensetzt. Zufrieden sein bedeutet:

  1. Ein gewisses Gefühl an Kontrolle zu haben und persönliche Ziele aus eigener Kraft heraus erreichen zu können.
  2. Mit sich selbst im Frieden zu stehen, anstatt ständig in Selbstvorwürfen zu versinken.
  3. Alltägliche Freuden wie gutes Essen das Lachen eines nahestehenden Menschen genießen zu können.
  4. Geborgenheit, Nähe und Liebe anderer Menschen zu erfahren.
  5. Das eigene Leben mit Sinn zu füllen und Freude am Lernen und Wachsen zu haben.

Wenn jene Faktoren in deinem Leben erfüllt sind, wird es dir ziemlich schwer fallen, unzufrieden zu sein.

Die folgenden 5 Tipps sind deshalb darauf ausgerichtet, dich beim Meistern jener Faktoren zu unterstützen.

1. Zufrieden sein: Erlaube dir, Ziele dynamisch zu verfolgen

Zufrieden sein bedeutet oft mit deinem Leben zufrieden zu sein. Und dies wiederum beinhaltet meist, mit dem, was du erreicht hast, zufrieden zu sein.

Wenn es jedoch um das Erreichen eigener Ziele geht, steht das Leben nicht immer auf deiner Seite:

  • Vielleicht möchtest du seit Kindheitstagen Jura studieren. Nur um dann im Studium selbst festzustellen, dass das Lernpensum dir einfach zu viel ist.
  • Möglicherweise hast du dir mit deinem letzten Partner bereits eine glückliche Familie vorgestellt. Und doch war die Beziehung zwei Monate später vorbei – und dein Traum von der Familie damit ebenso.
  • Oder du hast dir vorgenommen, bis zum 30. Geburtstag 10000 Euro im Monat zu verdienen. Dein Geburtstag kam. Und noch immer war dein Konto gähnend leer.

Vieles von dem, was wir uns vornehmen, erreichen wir nie.

Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass die Psychologie Folgendes herausgefunden hat:

Menschen sind dann am zufriedensten, wenn sie ihre Ziele auf eine dynamische Art und Weise verfolgen können. 2

Gemeint ist damit vor allem der flexible Wechsel zwischen hartnäckiger Zielverfolgung und flexibler Zielanpassung. Oder um es mal an einem Beispiel zu verdeutlichen:

Dein eigenes Unternehmen zu gründen ist grundsätzlich eine gute Idee. Sobald dieses Unternehmen nach zehn Jahren immer noch keine Gewinne einfährt, solltest du über eine Neuausrichtung deiner Karriere nachdenken.

Zu erkennen, wann du ein Ziel verfolgen und wann du lieber aufgeben solltest, ist eine Fähigkeit von unschätzbarem Wert.

Diese Fähigkeit wird dir nicht nur mehr Zufriedenheit im Beruf, sondern auch in allen anderen Lebensbereichen, verschaffen. Langfristig wird sie dir unnötigen Frust ersparen. Und dafür sorgen, dass du deine Energie und Kompetenz in jene Vorhaben investierst, die echten Erfolg versprechen.

Und dieser Erfolg wird zu deiner Lebenszufriedenheit und zu deinem Selbstbewusstsein beitragen.

Zufrieden sein

Du bist unzufrieden? Dann liegt es vielleicht daran, dass du schon länger in die falsche Richtung läufst…

Du willst endlich glücklich sein?

Dann höre auf, unrealistisch hohen Erwartungen hinterherzurennen. Jene Motivations-Coaches, die dir erzählen wollen, dass du alles schaffen kannst, setzen dich oft mehr unter Druck, als dass sie dich motivieren.

Denn nur, weil du dir eine Sache vorgenommen hast, heißt das noch nicht, dass du sie auch erreichen kannst. Aber weißt du was?

Das musst du auch gar nicht. Dies zu erkennen, ist sehr befreiend.

Wenn du zufrieden sein möchtest, solltest du dich deshalb in einer dynamischen Verfolgung deiner Ziele üben.

Mehr dazu auch in diesem Artikel:

Glücklich sein: 17 Tipps

2. Zufrieden sein: Akzeptiere das, was in dir ist

Wie zufrieden du mit dir und deinem Leben bist, hängt im hohen Maße vom Grad deiner Selbstannahme an.

Sich selbst annehmen bedeutet, alle Anteile, die in dir sind, zu akzeptieren und zu lieben. Und damit sind besonders jene Gefühle, Bedürfnisse oder Gedanken gemeint, die du normalerweise lieber unterdrückst, weil du sie nicht als Teil von dir sehen möchtest.

Nehmen wir zum Beispiel an, deine Eltern haben dich als Kind zu übermäßiger Disziplin erzogen. Die ständigen Ermahnungen, deine Hausaufgaben gewissenhaft zu erledigen und bei Klavierunterricht sowie beim Sport dein bestes zu geben, haben in dir folgende Überzeugung tief verankert:

„Disziplin ist gut. Faulheit ist böse.“

Und da deine Eltern lange Zeit über wichtige Autoritätspersonen für dich waren, hat dein Unterbewusstsein diese Überzeugung in einen moralischen Kompass für jede deiner Handlungen verwandelt.

Dieser Kompass urteilt nun über jede deiner Handlungen. Wenn nun also mal die Tendenz in dir hochkommt, einfach faul zu sein und nichts zu tun, meldet sich der Kompass. „Sei diszipliniert und mach dich an die Arbeit! Mach einfach irgendetwas Sinnvolles!“, sind die Worte, die dich dazu zwingen, deine Faulheit zu unterdrücken.

Und da diese Faulheit nun einmal ein Teil von dir ist, bedeutet dies, dass du dich unbewusst immer mehr anfängst, selbst zu hassen.

Selbstannahme ist nichts anderes als die bewusste Auflösung dieses Dilemmas. Denn wenn du erkennst, unter welchen Umständen du angefangen hast, bestimmte Anteile in dir zu unterdrücken, kannst du dich von dem Terror der Selbstunterdrückung lösen.

Zufrieden sein

Selbstannahme ist ein sicherer Weg zu mehr Entspannung und Zufriedenheit

In unserem Beispiel würdest du zum Beispiel deine Faulheit annehmen. Du würdest dir erlauben, auch mal weniger zu machen, nicht perfekt zu sein und das Leben einfach nur zu genießen.

Wenn du dies tust, wirst du zum ersten Mal in deinem Leben wirklich frei atmen können. Du wirst dich dann in einem völlig neuen Licht, in all deiner Schönheit und Vielfalt, sehen können. Und das ganz ohne den bitteren Beigeschmack der Selbstverurteilung.

Die Wunderbarkeit eines solchen Lebensgefühls lässt sich kaum in Worte packen. Du musst es einfach selbst erleben.

Denn dann weißt du, was es heißt, zufrieden mit dir selbst zu sein.

3. Zufrieden sein: Lerne, mit Bedacht zu genießen

Viele von uns wissen, dass mehr nicht immer besser bedeutet. Und dass zu viel von einer guten Sache irgendwann nicht mehr gut ist:

  • Reisen macht Spaß. Wenn du jedoch über Jahre um die Welt reist, wirst du auch davon irgendwann genug haben.
  • Leckeres Essen ist etwas Wunderbares. Wenn du jedoch zum dreißigsten Mal in Folge Sushi isst, wird dich selbst der beste Sushi-Koch nicht mehr verzücken können.
  • Eine Netflix-Serie zu schauen kann richtig schön sein. Aber spätestens, nachdem du alle Folgen der ersten Staffel nacheinander weg-konsumiert hast, wird der Spaß zur latenten Qual.

Egal welcher Art sinnlichen Genusses du dich hingibst:

Früher oder später gewöhnst du dich daran – was zur Folge hat, dass die Intensität jenes Genusses abnimmt.

Dies mag erstmal etwas ernüchternd klingen. So, als ob ich dir jegliche Freude am Leben verderben möchte.

Zufrieden seni

Wer die Kleinigkeiten des Lebens genießen kann, braucht weniger zum Glücklichsein

Das möchte ich aber keinesfalls. Viel mehr will ich dich dazu anstiften, die Freuden des Lebens bewusst zu genießen. Und deinen Genüssen jenen besonderen Platz zu verleihen, den sie verdienen:

  • Mache Filmabende zu Ereignissen, die du in guter Gesellschaft und mit der entsprechenden Portion Vorfreude genießt.
  • Koste die Weisheit und Schönheit eines neu erworbenen Buches in Gänze aus. Nimm dir Zeit dafür, lass es auf dich wirken und dich beflügeln.
  • Genieße gutes Essen mit all deinen Sinnen und deiner ganzen Aufmerksamkeit. Entdecke, wie viel Wonne in einem einzigen Bissen stecken kann.

Zufriedene Menschen verstehen es, die Dinge bewusst zu genießen. Und je bewusster du eine Sache genießen kannst, desto weniger wirst von dieser Sache brauchen.

Fang deshalb an, dem Genuss der Dinge wieder einen ganz besonderen Platz einzuräumen. Löse dich vom Stress der Dauerstimulation. Von dem Gedanken, deine Sinne kontinuierlich bespaßen zu müssen.

Anders gesagt: versuche ein bisschen mehr im Hier und Jetzt zu leben.

4. Zufrieden sein: Trau dich, von anderen abhängig zu sein

Abhängigkeit ist heutzutage zu einem Unwort geworden. Besonders in der westlichen Gesellschafft gilt es, jenen Zustand der Verletzlichkeit zu vermeiden. Stattdessen sind Selbstständigkeit und Unabhängigkeit zu Tugenden geworden, die wir mehr als alles andere schätzen. Die Maxime unserer Zeit lautet oft:

„Wenn ich ohne andere Menschen klarkomme, kann mich auch keiner verletzten.“

Auch wenn dieses Denken nicht falsch ist. Ein gesundes und glückliches Leben verschafft es dir nicht.

Wieso?

Weil wir Menschen die sozialsten Wesen sind, die es auf der Erde gibt. Dies erkennt man bereits an der Entwicklung unseres Gehirns, welches innerhalb der letzten Jahrhunderte vor allem aus einem Grund gewachsen ist:

Um uns eine zunehmend komplexer werdende Form sozialer Interaktion zu ermöglichen. 3

Die menschliche Spezies ist rein biologisch dazu gemacht, soziale Beziehungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten. Aber damit ist noch längst nicht Schluss:

Während der ersten Monate und Jahre unseres Lebens sind wir Menschen so sehr von der Pflege und Unterstützung unserer Eltern abhängig, dass in uns ein tiefes Bedürfnis nach sozialer Bindung und Sicherheit entsteht. Und auch, wenn wir uns manchmal das Gegenteil einreden wollen – dieses Bedürfnis begleitet uns unser Leben lang:

Wir wollen uns verstanden, gesehen und angenommen fühlen. Und uns der Gewissheit hingeben können, dass jemand anderen für uns da ist, wenn wir Hilfe oder Rat benötigen.

Leider passiert es uns über die Jahre hinweg viel zu oft, dass wir in unserer zwischenmenschlichen Bedürftigkeit allein gelassen werden. Zu oft sind Familie, Freunde und Bekannte mit ihren eigenen Problemen beschäftigt, als dass sie immer auf jedes unserer Bedürfnisse eingehen können.

Und daraus schließen wir – besonders in westlichen, individualistischeren Kulturen wie Deutschland – dass es sicherer ist, unabhängig und selbstständig zu sein. Und nie mehr in die Abhängigkeit zu anderen zu gehen.

Zufrieden sein

Kaum etwas ist herzerwärmender und wohltuender als das Gefühl echter menschlicher Verbindung

Dies sorgt jedoch dafür, dass uns ein Teil unserer Menschlichkeit verloren geht. Und sich über kurz oder lang eine innerliche Unzufriedenheit in uns einstellt.

Wenn du dies verhindern willst, wenn du als Mensch wirklich zufrieden sein willst, stehe zu deiner Abhängigkeit. Baue bewusst Beziehungen auf zu Menschen, die:

  • … dir ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit geben.
  • … auch deine Schwächen mit einem liebevollen Schmunzeln annehmen können.
  • … dir Bauchschmerzen erzeugende Lachkrämpfe aufs Gesicht zaubern.
  • … du nachts um vier anrufen kannst, wenn es dir schlecht geht.
  • … dir ungefragte Besuche abstatten. Nur, weil sie dich wieder mal sehen wollen.

Sicher sind jene Menschen nicht immer einfach zu finden. Ich kann dir jedoch versprechen, dass sich die Suche lohnt.

Denn nahezu nichts wird dir mehr Zufriedenheit verschaffen als das wohltuende Gefühl positiver Abhängigkeit ist.

5. Zufrieden sein: Verstehe, wie unvorteilhaft du dich vergleichst

Neben dem Hang zur Bindung gibt es auch noch eine andere Tendenz, die dein Lebensgefühl als Mensch maßgeblich beeinflusst:

Das Bedürfnis nach sozialem Vergleich.

Ob du es willst oder nicht – in dir existiert das im Laufe der Evolution entstandene Hang, dich mit anderen Menschen zu vergleichen. Und dadurch herauszufinden, welchen Platz in deiner sozialen Umgebung du einnimmst. 4

Das Interessante ist jedoch:

Auch wenn du dein Verlangen nach sozialem Vergleich nur schwer abschalten kannst, bist du es, der entscheidet, wie du dich sozial vergleichst:

Wenn du dein Einkommen aus einem studentischen Nebenjob dem eines jungen Hollywood-Stars gegenüberstellst, fühlst du anders als nach einem Vergleich mit einem 50-jährigen Leiharbeiter, der gerade so über die Runden kommt.

Die Art und Weise, wie du dich mit anderen Menschen vergleichst, hat einen entscheidenden Einfluss auf deine Lebenszufriedenheit. Und gerade in einer Zeit, in der wir häufig mit Bildern der Superreichen, Supererfolgreichen und Superschönen konfrontiert werden, ist es einfacher denn je, sich mit ungünstigen Vergleichen unglücklich zu machen.

Zufrieden sein

Ja, du darfst auch einfach mal stolz auf dich sein!

Du bist unzufrieden mit deiner Lebenssituation?

Dann schau dir einmal ganz genau an, wie du dich mit deinen Mitmenschen vergleichst:

  • Misst du dich ausschließlich an den Besten der Besten? Oder denkst du hin und wieder auch an jene Menschen, die weniger fähig oder erfolgreich sind als du?
  • Neigst du dazu, dich abzugrenzen von jenen, die mehr geschafft haben als du? Denkst du dir innerlich „das schaffe ich nie“? Oder lässt du dich von den Leistungen anderer inspirieren und beflügeln?
  • Schaust du immer nur auf die Stärken anderer, während du selbst nur deine Schwächen siehst? Oder erlaubst du es dir auch, dich in deiner vollen Kraft zu präsentieren und dich auf eine faire Art und Weise zu vergleichen?

In unserer Gesellschaft ist es gang und gäbe, sich selbst in unnötig schlechtem Licht darzustellen.

„Eigenlob stinkt!“ lautet ein bekanntes deutsches Sprichwort. Im Grunde müsste es jedoch viel mehr so heißen:

„Verdientes Eigenlob duftet hervorragend!“

Wenn du zufrieden sein möchtest, fange deshalb endlich an, dich vorteilhafter zu vergleichen.

Und übrigens: Ein vorteilhafter Vergleich kann auch ein Vergleich mit deinem vergangenen Ich sein. Oft vergessen wir nämlich, wie viel wir uns im Laufe der Jahre gewachsen sind. Wie sehr wir dazugelernt und uns weiterentwickelt haben.

Deinen Fokus bewusst auf deine eigenen positiven Veränderungen zu lenken, kann dir dabei helfen, deine Unzufriedenheit nachhaltig zu überwinden.

Was, wenn es ganz einfach wäre?

So hilfreich die Tipps der vergangenen Abschnitte sein mögen – auch sie sind nur Wegweiser. Wirklich zufrieden sein kannst du nämlich nur, wenn du anfängst, loszulassen.

Wenn du aufhörst, Zufriedenheit und Glück zu Punkten auf deiner To-Do-Liste zu erklären, den du abhaken musst.

Und dir stattdessen erlaubst, den Weg zur Zufriedenheit mit Leichtigkeit und Beschwingtheit zu gehen:

  • Erkenne, dass ein leckeres Essen, ein schöner Film oder die Begegnung mit einem guten Freund ausreichen, um zufrieden sein zu können, wenn „nur“ ein leckeres Essen gekocht hast.
  • Erkenne, dass du dich nicht immer glücklich fühlen musst. Dass es vollkommen ok ist, wenn es dir bei schlechtem Wetter oder nach einem anstrengenden Tag einfach mal scheiße geht.
  • Nimm dich selbst und das Leben nicht allzu ernst. Lache gelegentlich über deine eigenen Macken. Und versuche, der Sache mit der Zufriedenheit nicht mehr Bedeutung zu geben, als sie verdient.

Der Weg zum Glück muss nicht immer schwer und anstrengend sein. Im Grunde genommen ist es noch nicht mal ein Weg. Sondern viel mehr ein Zustand, der entsteht, wenn du die Dinge, die kommen, offenen Herzens willkommen heißt.

Wenn du einfach nur glücklich sein willst, stelle dir doch einfach mal jene kleine Frage, die am WG-Fenster eines guten Freundes von mir klebt:

Was, wenn es ganz einfach wäre?

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Im Hier und Jetzt leben: Eine simple Anleitung

Im Hier und Jetzt lebenLebe im Hier und Jetzt! Dieser Spruch hat sich in den letzten Jahren in Lifestyle-Magazinen, YouTube-Videos und Ratgeber-Büchern etabliert.

Kaum jemand, der seine Persönlichkeitsentwicklung in die eigene Hand nimmt, kennt ihn nicht.

Was aber genau meinen wir, wenn wir „Lebe im Hier und Jetzt!“ sagen?

Und noch wichtiger:

Ist ein ständiges Leben im Hier und Jetzt überhaupt immer möglich oder gar ratsam?

In diesem Artikel werde ich für Klarheit sorgen.

Hier wirst erfahren:

  • … was es wirklich bedeutet, mit dem Moment verbunden zu sein.
  • … wieso ein Leben im Hier und Jetzt in der Zeit, in der wir leben, immer schwieriger wird.
  • … was du dennoch tun kannst, wenn du mehr im Hier und Jetzt leben möchtest.

Im Hier und Jetzt leben: Was genau ist damit gemeint?

Schlafend oder wach. Ängstlich oder entspannt. Betrunken oder nüchtern. Der Mensch kennt viele Bewusstseinszustände.

Diese Zustände sind aus moralischer Sicht weder gut noch schlecht. Einige davon wirken lediglich unterstützend für dein Wohlbefinden, während andere dir auf Dauer schaden.

Und dies bringt uns auch schon zu unserem Thema:

Im Hier und Jetzt leben ist nichts anderes als einer jener Bewusstheitszustände, die nachhaltig für ein gutes Lebensgefühl sorgen. Dich in diesem Zustand aufzuhalten, bedeutet:

  • … deine Sinne zu spüren. Wirklich hier und wach zu sein.
  • … den Dingen, die dir passieren, mit einer Haltung der Akzeptanz zu begegnen.
  • … dir selbst Raum zu geben. Und all jene Gefühle und Gedanken wahrzunehmen, die in dir sind.

Im Hier und Jetzt Leben bedeutet, sich dem Leben vollkommen hinzugeben. Und dadurch offen zu werden für die Botschaften, die das Leben dir mitteilen will.

Im Hier und Jetzt leben

Wann hast du dich dem Leben das letzte Mal vollkommen hingegeben?

Hört sich das nach einem in unserer Gesellschaft verbreitet ist?

Eher nicht.

Viel zu oft rennen wir eher vor dem Leben weg, als es willkommen zu heißen:

  • Wir lenken uns mit Videospielen, Netflix, dem Smartphone oder anderen Aktivitäten ab, um nicht die unsere eigenen beunruhigenden Gedanken wahrnehmen zu müssen.
  • Anstatt einen realistischen Blick auf unsere eigene Lebenssituation zu wagen, geben wir uns Phantasien hin. Wir rennen Tagträumen hinterher und malen uns in lebhaften Farben eine Zukunft aus, in der all unsere Wünsche erfüllt sind. Und das, obwohl wir bereits jetzt all jene Dinge genießen könnten, was wir schon haben.
  • Wir unterdrücken unangenehme Gefühle, weil wir sie irgendwann mal als falsch verurteilt haben. Innerlich verhärten wir dadurch. Und als Ergebnis fällt uns der Aufbau authentischer, verletzlicher zwischenmenschlicher Beziehungen immer schwerer.

Alles, was du tust, ist entweder eine Bejahung oder eine Verneinung des Lebens.

Ein Beispiel:

Wenn du dir jede Woche einen schönen Film zum Entspannen gönnst und dich voll und ganz auf diesen Film einlässt, ist das wunderbar.

Sobald du die Stimulation des Films jedoch nutzt, um dich vom Umstand abzulenken, dass du mit deinem Job oder deiner Beziehung unzufrieden bist, rennst du nur von vom Leben davon. Und damit schadest du dir am Ende nur selbst – denn schließlich lösen sich deine Probleme nicht, wenn du sie ignorierst.

Wie also kannst du es nun schaffen, mehr im Hier und Jetzt zu leben? Wie gelingt es dir, eine stärkere Verbindung zum Moment aufzubauen und das Leben wirklich willkommen zu heißen?

1. Schaffe Raum für das, was ist

Wenn du im Hier und Jetzt leben möchtest, musst du zunächst eine mutige Entscheidung treffen:

Die Entscheidung, nicht mehr vor deinen Themen davonzurennen. Sie vollkommen anzunehmen und mit ihnen in einer sanften Art und Weise zu arbeiten.

Anders ausgedrückt:

Wenn du das Gefühl hast, dass dich irgendwas an dir oder deiner Lebenssituation stört, fange an, hinzuschauen. Gebe dem, was da ist, Raum.

Da wir in einer Zeit leben, in der es immer einfacher wird, sich abzulenken und ständig beschäftigt zu sein, ist dies gar nicht so leicht.

Im Hier und Jetzt leben

Wenn du im Hier und Jetzt leben möchtest, brauchst du Raum für dich selbst

Dennoch solltest du es versuchen:

  • Mach ab und zu einen Solo-Spaziergang durch den Park.
  • Schalte dein Smartphone am Abend für einige Stunden aus.
  • Fange nicht gleich die nächste Netflix-Serie an, nachdem du die letzte beendet hast.
  • Erlaube es dir, hin und wieder Langeweile zu haben – und nichts zu tun, um diese Langeweile zu beseitigen.

Wenn du dir selbst den nötigen Raum für deine Gefühle und Gedanken gibst, stellt sich Klarheit in dir ein. Du spürst endlich wieder dich selbst und bist mit dem Moment verbunden.

Du lebst im Hier und Jetzt.

Und dieses Gefühl ist es, wonach sich deine Seele wirklich sehnt.

2. Gib den Widerstand auf

Weil es so wichtig ist, wiederhole ich es noch einmal:

Im Hier und Jetzt leben bedeutet, die Dinge anzunehmen.

  • Zu akzeptieren, dass du dich nach einer Nacht schlechten Schlafs einfach mal scheiße fühlst.
  • Damit ok zu sein, wenn dich deine Lebenssituation überfordert und du nicht weiterweißt.
  • Deine eigene Wut anzunehmen, wenn dir jemand auf der Straße die Vorfahrt genommen hat.
  • Dich in deine Trauer hineinfallen zu lassen, nachdem dich ein geliebter Mensch verlassen hat.
  • Voll und ganz in deiner Freude zu sein, wenn du etwas Schönes erlebst.

Egal ob es um angenehme oder unangenehme Gefühle, Gedanken oder Situationen geht – Annahme macht das Leben leichter und entspannter.

Besonders bei jenen Empfindungen, die nicht besonders angenehm sind, tun wir uns mit der Annahme jedoch ziemlich schwer.

Wir unternehmen einiges, um vor Gefühlen wie Angst, Schuld, Scham oder Traurigkeit davonzurennen. Im Grunde ist ein großer Teil der Persönlichkeitsentwicklungsliteratur nichts anderes als eine Unterstützung dieses Davonrennens, des inneren Widerstandes.

Im Hier und Jetzt leben

Wenn du den Widerstand aufgibst, segelst du auch nicht mehr gegen den Wind

Gegenüber einer Sache Widerstand zu zeigen bedeutet, diese Sache nicht anzunehmen – sie beseitigen zu wollen. Oder noch präziser:

Es bedeutet, diese Sache nicht als Teil von dir selbst zu sehen.

Wenn du ein Buch zum Aufbau eines größeren Selbstbewusstseins durcharbeitest, wirkt sich dies im Allgemeinen zwar positiv auf deine Entwicklung aus. Gleichzeitig läufst du damit aber auch Gefahr, deinen inneren Widerstand aufrecht zu erhalten. Und mit der Arbeit an dir selbst vor einem Gefühl innerer Unzulänglichkeit davonzulaufen.

Das Gefühl eines schwachen Selbstbewusstseins ist nämlich ein Teil von dir. Und auch wenn dieser Teil die Realität vielleicht nicht klar sieht – er möchte sich dennoch geliebt und angenommen fühlen.

Vielleicht merkst du jetzt, wieso du immer dann, wenn du „an dir selbst arbeitest“, wachsam sein solltest:

  • Wie oft rennst du wirklich vor deiner tieferen Wahrnehmung davon?
  • Wie oft tust du dich schwer, deine inneren Aspekte liebevoll als Teil von dir anzunehmen?
  • Wie oft verbirgt sich hinter deinem Wunsch nach Selbstverbesserung ein versteckter Selbsthass?

Die Aufgabe deines inneren Widerstandes ist keinesfalls eine Form der Resignation. Es ist lediglich eine Art Selbstliebe, eine vollkommene Annahme all jener Dinge, die in dir sind.

Das nächste Mal, dass du dich in einem unangenehmen Gefühl widerfindest, sprich mit dem Gefühl, als ob es eine eigene Persönlichkeit hätte. Sage ihm:

„Ich bin voll und ganz bei dir. Du darfst jetzt da sein!“

Du wirst merken, wie du dadurch eine vollkommen neue Ebene der inneren Harmonie erreichst.

An dir arbeiten kannst du dann immer noch. Mit dem einzigen Unterschied, mit deinen Handlungen nun nicht mehr neurotisch vor deinen Gefühlen wegrennst.

Stattdessen begibst du dich nun auf einen Weg des authentischen Wachstums. Auf einen Weg der Annahme dessen, was hier und jetzt in dir passiert und ist. Und dieser Weg macht deutlich mehr Spaß!

Wenn du also im Hier und Jetzt leben möchtest, schaffe Raum für dein Innenleben. Und dann gib den Widerstand gegenüber allem auf, was hochkommt.

Was du nicht wahrhaben willst

Du hast bereits gelernt, dass es meist die unangenehmen Gefühle sind, die wir unterdrücken.

Ist dir jedoch bewusst, dass sich hinter unangenehmen Gefühlen oft auch unangenehme Wahrheiten befinden?

Was ich damit meine:

  • Wenn dir dein aktueller Job schlechte Laune bereitet, liegt das wahrscheinlich daran, dass der Job einfach nicht der richtige für dich ist.
  • Wenn du dich in Gegenwart deines Partners nicht wertgeschätzt und angenommen fühlst, akzeptiert dein Partner dich wahrscheinlich wirklich nicht – oder zumindest nicht vollkommen.
  • Wenn du in deinem Leben ständig unzufrieden bist und schlechte Laune hast, gibt es wahrscheinlich einige Lebensbereiche, die du komplett vernachlässigst. Oder in denen du zumindest nicht so zufrieden bist, wie du es sein könntest.

Diese Aussagen mögen auf den ersten Blick vollkommen selbstverständlich, ja beinahe überflüssig wirken.

Im Hier und Jetzt leben

Manchmal musst du dich einfach nur der Wahrheit stellen – wie unangenehm es auch sein mag

Aber Hand aufs Herz – wie oft traust du dich, deinen Gefühlen wirklich zu vertrauen und der dahinterstehenden Wahrheit voll und ganz in die Augen zu sehen?

Eher selten.

Meist rennst du in deinem Alltag vor unbequemen Wahrheiten eher davon. Du nimmst lieber den einfachen Weg – den, der weder Nachdenken noch aktive Veränderung benötigt.

Und damit schneidest du dir über kurz oder lang nur ins eigene Fleisch.

Lebe deshalb im Hier und Jetzt. Schau hin und sieh die Dinge, wie sie sind. Gib deinen Gefühlen Raum. Finde heraus, worauf sie dich aufmerksam machen wollen.

Wenn du dann deiner inneren Stimme folgst, wirst du mittelfristig zwar Herausforderungen meistern müssen, die du dir mit schierer Ignoranz erspart hättest.

Langfristig wirst du jedoch mit innerer Harmonie, einem nachhaltig größeren Selbstbewusstsein und stärkerer Verbundenheit zu deinem authentischen Ich belohnt.

Und das ist doch was, oder?

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Leben ändern: In 5 Schritten zu einem neuen Leben

Du möchtest dein Leben ändern? Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel erfährst du nämlich 5 Wege, mit denen du es wirklich schaffst, dein Leben zu ändern. Oder sogar ein neues Leben anzufangen, falls du das möchtest.

Lass uns vorher jedoch noch eine wichtige Sache klären.

Manchmal ist Veränderung die einzige Lösung

Vor einigen Jahren wurde mir klar, dass ich mein Leben ändern muss.

Ich befand mich in einer ungesunden Beziehung. Ich studierte etwas, das mir weniger Spaß machte als ein Zahnarztbesuch. Und ich war generell unzufrieden mit meinem Leben…

Doch dann kam die Frage: „Wie verändere ich mein Leben eigentlich?“.

Wahrscheinlich hast du auch schon mal versucht, etwas in deinem Leben zu verändern. Und gemerkt, wie verdammt schwer das ist. 

Wie zufrieden und glücklich wir mit unserem Leben sind, hängt stark davon ab, wie gut wir loslassen können, worauf wir im Leben Wert legen und durch welche Augen wir die Welt sehen.

Doch manchmal befinden wir uns im Leben in einer Sackgasse und es hilft nicht mehr, uns die Dinge weiterhin schön zu reden.

Dauerhafte Unzufriedenheit ist ein verlässlicher Indikator dafür, dass etwas in unserem Leben nicht läuft.

Verstehe mich hier nicht falsch.

So gut wie jeder von uns erlebt Höhen und Tiefen im Leben oder hat mal einen schlechten Tag – zum Beispiel, wenn wir nach dem Aufstehen merken, dass uns der Kaffee ausgegangen ist.

Kleine Krisen und schlechte Tage gehören zum Leben dazu wie die leeren Versprechungen zur Politik.

In diesen Lebenssituationen ist es das Beste, schlichtweg einen feuchten Dreck auf den ganzen Unsinn zu geben und weiterzumachen.

Bessere Tage werden kommen!

Aber…

Dauerhafte Unzufriedenheit: Ein klares Zeichen für eine Lebensveränderung

Bist du jedoch dauerhaft und langfristig unzufrieden, ist das ein eindeutiges Zeichen dafür, dass es Zeit für eine Veränderung im Leben ist.

Vielleicht ist es sogar Zeit, um ein neues Leben zu beginnen.

Hier ein paar eindeutige Anzeichen dafür, dass du eine Veränderung im Leben brauchst:

  • Du bist mit deiner Beziehung unzufrieden oder du hast die Schnauze voll, Single zu sein.
  • Dein langweiliger Job raubt dir jegliche Lebensenergie.
  • Dein Leben besteht nur noch aus Routine.
  • Du bist generell unzufrieden ohne zu wissen, warum.
  • Du hast ungesunde Gewohnheiten entwickelt.
  • Abends kannst du oft nicht einschlafen.
  • Du bist unzufrieden mit deinem äußeren.

Falls du nicht sicher bist, ob du etwas in deinem Leben verändern solltest: schau dir unbedingt dieses Video an. Dadurch wirst du neue Klarheit bekommen:

Lass uns jetzt noch schnell sehen, was dich davon abhält, etwas in deinem Leben zu verändern.

Was dich davon abhält, dein Leben zu verändern

Viele Menschen wollen etwas in ihrem Leben ändern.

Sie wollen:

  • Mehr Sport machen und sich gesünder ernähren.
  • Mehr Geld verdienen.
  • Sich selbstständig machen.
  • Positiver denken.
  • Weniger Fernsehen schauen.
  • Sich weniger Sorgen machen.
  • Früher aufstehen.
  • Endlich mal ein paar Szenen aus Fifty Shades of Grey zuhause ausprobieren.

Die meisten Menschen träumen jedoch nur davon, denn ändern tun sie nichts.

Laut einer Studie tun große Veränderungen Menschen gut. So fühlen sie sich im Durchschnitt nach sechs Monaten glücklicher als vor der Veränderung. (Hier findest du zu dem Thema einen Artikel von der Welt)

Doch obwohl wir uns Veränderungen wünschen und sie uns gut tun, sträuben wir uns dagegen.

Das liegt daran, dass wir Gewohnheitstiere sind und Veränderung auch immer eine gewisse Gefahr impliziert.

Willst du dein Leben ändern, musst du Altes loslassen und dich in die Ungewissheit des Neuen begeben. Und das macht Angst.

Aus diesem Grund bevorzugen viele Menschen Unzufriedenheit vor Unsicherheit. Anders gesagt: sie sind schlichtweg zu feige, um etwas zu ändern.

Vielleicht läuft ihre Beziehung beschissen oder ihr Job ist so langweilig wie eine Dokusoap von RTL. Aber sie wissen nicht, was passieren wird, wenn sie die Beziehung beenden oder ihren Job kündigen.

Und genau deshalb verändern sie auch nichts.

Angst vor Veränderung

Oft haben Menschen Angst vor Veränderung. Deshalb handeln sie auch erst dann, wenn sie es müssen. Sie ändern also erst etwas in ihrem Leben, wenn der Schmerz so groß und unerträglich ist, dass es keine Alternative mehr gibt.

  • Viele Menschen verlassen ihren Partner erst dann, wenn das Zusammenleben unerträglich wird.
  • Menschen mit Übergewicht nehmen häufig erst dann dauerhaft ab, nachdem sie wegen ihres Gewichts herbe Enttäuschungen im Leben erfahren haben.
  • Die meisten Workaholics ändern ihr Leben erst, nachdem sie einen Burnout hatten.

Das ist auch der Grund, warum die meisten Menschen es nicht schaffen, dauerhaft etwas in ihr Leben zu ändern. Ihnen fehlt schlichtweg der nötige Schmerz.

Ihr Leben verläuft zwar nicht so, wie sie es sich wünschen, aber es ist auch nicht richtig beschissen.

Sie sind also mit ihrem Leben nicht völlig zufrieden, aber auch nicht unzufrieden genug, um etwas zu ändern. Und so funktioniert ein Großteil der Gesellschaft auf Autopilot und hinterfragt nur selten, was sie mit ihrem Leben gerade anstellen.

Oft ändern wir unser Leben erst, wenn es keine Alternative mehr gibt.

Ich habe damals mein Studium erst abgebrochen und meine Beziehung erst dann beendet, als es mir richtig dreckig ging. Es war eine Art Notbremse.

Doch dein Leben muss nicht erst den Bach runter gehen, bevor du etwas änderst. Schmerz ist ein starker Antrieb für Veränderung. Doch es geht auch ohne ihn.

Doch das sind bei weitem nicht die einzigen Gründe, die uns von Veränderungen abhalten. Es gibt auch ein paar andere Veränderungs-Killer.

Veränderungs-Killer

Wenn du dich gesünder ernähren möchtest, hat das mehr mit Selbstdisziplin und Gewohnheiten zu tun, als mit Angst oder Unsicherheit.

Hier sind weitere Gründe, die dich vor Veränderung abhalten:

  • Mangelnde Selbstmotivation.
  • Du funktionierst auf Autopilot.
  • Du sabotierst dich selbst.
  • Mangelndes Selbstvertrauen.
  • Schlechte Gewohnheiten.
  • Das falsche Umfeld.
  • Falsche Informationen.
  • Selbstsabotage

Um ehrlich zu sein: Veränderungen im Leben ist selten einfach. Egal, in welchem Lebensbereich.

Lass uns deshalb jetzt zu den Tipps kommen.

5 effektive Strategien, um dein Leben zu ändern

Wenn du möchtest, kannst du dir die Strategien auch als Video anschauen:

1. Werde jetzt aktiv

leben verändern

Diesen Punkt halte ich für den Wichtigsten. Ich kenne keinen Menschen, der erfolgreich ist, der seine Ziele erreicht hat und der in seinem Leben etwas verändert hat, ohne dafür massiv etwas zu tun.

Denken wir darüber nach, unser Leben zu verändern, verschieben wir es oft auf die Zukunft.

Heute träumen wir nur davon, wie es erst sein wird, wenn wir etwas verändert haben. Den Zeitpunkt, um endlich anzufangen, verschieben wir jedoch auf nächste Woche oder auf den nächsten Monatsanfang.

Dass das nicht funktioniert, muss ich dir wohl kaum erklären. Oder soll ich dich Ende Januar nach deinen Vorsätzen fürs Neue Jahr fragen?

Fange jetzt an!

Egal, was du in deinem Leben verändern möchtest, fange jetzt damit an. Lese den Artikel zu Ende und dann mach dich an die Arbeit.

Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so scheint, du kannst schon jetzt die ersten kleinen Schritte unternehmen.

Wenn du zum Beispiel nächstes Jahr eine große Reise machen willst, kannst du schon jetzt anfangen, die Reise zu planen.

  • Du kannst überlegen, welche Länder du bereisen willst.
  • Du kannst dir die besten Sehenswürdigkeiten heraussuchen.
  • Du kannst überlegen, wie viel Geld du für die Reise brauchst und jetzt mit dem Sparen anfangen.

Vergiss nicht: Veränderungen passieren weder morgen noch nächste Woche noch am 1. Januar – sondern jetzt.

2. Strebe nach mehr

Dieser Punkt ist ein zweischneidiges Schwert. Viel Unzufriedenheit und Leid entsteht, weil wir immer mehr wollen und nie zufrieden sind, ganz egal, was wir erreichen.

Auf der anderen Seite verändern wir auch nichts in unserem Leben, wenn wir uns mit unserer jetzigen Situation abfinden.

Wie gelingt also der Spagat zwischen Akzeptanz und Veränderung?

In dem du die jetzige Situation akzeptierst und damit zufrieden bist, jedoch an den Bereichen arbeitest, die du verändern möchtest.

Vielleicht hast du ein tolles Sozialleben und treibst viel Sport, aber finanziell stehst du schlechter da als Griechenland. Statt unzufrieden zu sein, weil du wenig Geld hast, freu dich darüber, dass du gute Freunde hast und in Form bist. Und dann tue etwas, um deine finanzielle Situation zu verändern.

3. Gewohnheiten

leben verändern

Der wohl sicherste Weg, um dauerhaft dein Leben zu verändern, ist deine Gewohnheiten zu verändern.

Zugegeben, das klingt nicht nur langweilig, sondern ist es auch.

Doch das ändert nichts daran, dass Gewohnheiten einen riesen Einfluss auf dein Leben haben.

  • Wenn du regelmäßig Sport machst und dich gesund ernährst, wirst du früher oder später nackt gut aussehen.
  • Meditierst du täglich und achtest auf deine Gedankenwelt, wirst du innerlich entspannter.
  • Wenn du regelmäßig an deinen sozialen Fähigkeiten arbeitest, wirst du irgendwann so charmant und eloquent auftreten wie einer dieser oscarprämierten Hollywood-Schauspieler – oder zumindest fast so gut.
  • Wenn du dich regelmäßig deinen Ängsten stellst, wirst du selbstsicherer.

Die Macht der Gewohnheit

Es gibt einige Dinge, die sind mir wichtig und tun mir gut.

Das sind Dinge wie Sport, gesunde Ernährung, Meditation und das Schreiben. Ich könnte diese Dinge nicht regelmäßig machen, wenn sie keine Gewohnheiten wären.

Wenn ich morgens aufstehe, meditiere ich eine Viertelstunde und setze mich dann an meinen Rechner und schreibe. Ich denke jedoch nicht darüber nach, ob ich Lust habe oder nicht. Ich tue es einfach, weil es Gewohnheiten sind. Ähnlich ist es mit gesunder Ernährung und Sport.

Die Sache ist simpel. Wenn du regelmäßig an deinen Zielen arbeitest, wirst du sie sehr wahrscheinlich erreichen.

Ich schreibe „sehr wahrscheinlich“, weil es im Leben nun mal keine Garantie gibt.

Hier ein Artikel mit 5 guten Gewohnheiten, um dein Leben zu ändern.

4. Keinen Plan B

Manche Veränderungen sind so unangenehm oder so angsteinflößend, dass wir sie erst angehen, wenn wir keine Alternative mehr sehen.

In dem wir unsere Alternativen eliminieren, sind wir also gezwungen, die Veränderung endlich anzugreifen. Das ist ein radikaler Schritt, doch er funktioniert äußerst gut.

Als ich mein Studium abgebrochen habe, hatte ich keinen Plan B. Dieser Druck hat mir damals geholfen, auch dann an meiner Selbstständigkeit zu arbeiten, als ich keine Motivation hatte, müde war oder meine Freunde das Wochenende im Park mit Grillen und Bier trinken verbrachten.

leben verändern

Als ich an meiner Selbstständigkeit gearbeitet habe, hatte ich keinen Plan B.

Wenn du zum Beispiel umziehen möchtest, dann kündige jetzt deine Wohnung. Bei einer Kündigungsfrist von drei Monaten hast du noch genug Zeit, eine neue Bleibe zu finden.

Durch diesen Schritt bekommst du endlich den Hintern hoch und fängst an, nach einer neuen Wohnung Ausschau zu halten anstatt andauernd nur davon zu reden.

5. Sei clever

Oftmals versuchen wir durch reine Willenskraft unser Leben zu ändern. Das funktionier jedoch nur selten, da unsere Willenskraft begrenzt ist. Aus diesem Grund solltest du clever sein.

  • Willst du mehr Sport machen, dann suche dir eine Aktivität aus, die dir auch Spaß macht. Vielleicht findest du auch einen Trainingspartner und ihr motiviert euch gegenseitig.
  • Hast du dir vorgenommen, auf Kaffee verzichten, dann fang an einem Wochenende oder in einer Urlaubswoche an, damit du die ersten Tage ausschlafen oder nachmittags ein Nickerchen halten kannst.
  • Möchtest du dich deinen Ängsten stellten, such dir kleine Herausforderungen aus, die die nicht überfordern und dir jeglichen Mut rauben (mehr dazu in diesem Artikel.)

Bereite dich auf die geplante Veränderung vor und tue im Vorfeld alles, was in deiner Macht steht, um die Veränderung einfacher zu gestalten.

Veränderungen im Leben: du musst nur eine Entscheidung treffen

Als ich mein Studium abgebrochen habe, um mich mit diesem Blog selbstständig zu machen, hat mich die Angst vor dem Scheitern fast aufgefressen.

Das mir so gut wie jeder Mensch aus meinem Umfeld von dem Schritt abgeraten hat und dass es zu diesem Zeitpunkt noch nicht viele deutschsprachige Blogger gab, die vom Schreiben leben konnte, machte die Sache auch nicht gerade einfacher.

Doch ich habe damals entschieden, dass mir mein Ziel wichtiger ist. Statt nur von meiner Idee zu träumen, habe ich die Sache angepackt.

leben ändern

Ich habe irgendwann entschieden, dass mein Traum wichtiger ist als meine Angst.

Ich möchte hier nicht den Superhelden spielen. Weder halte ich mich für besonders mutig, noch für etwas Besseres.

Nichts von dem, was ich in meinem Leben erreicht oder getan habe, ist absolut außergewöhnlich, geschweige denn einzigartig.

Dennoch: Ich habe es geschafft, mein Leben zu ändern und viele der Ziele zu erreichen, die ich mir gesetzt habe.

Und die Grundlage dafür war immer die gleiche: Ich habe entschieden, dass mir diese Dinge wichtiger sind als meine Ausreden, Bedenken und Ängste.

Falls du dauerhaft etwas in deinem Leben ändern willst, musst du somit eine wichtige Entscheidung treffen. Du musst entscheiden, dass es etwas gibt, das dir wichtiger ist, als der ganze Unsinn, der dich von der Veränderung abhält.

Ja, es ist so simpel.

  • Du möchtest einen erfüllenden Beruf finden, aber die Angst vor dem Scheitern hält dich zurück? Dann ist dir ein erfüllender Beruf nicht wichtig genug.
  • Du möchtest abnehmen, aber Paprika-Chips, Bier und Eiscreme sind einfach zu lecker und Sport ist dir zu anstrengend? Dann ist dir das Abnehmen nicht wichtig genug.
  • Du hast die Schnauze voll vom Single-Leben, traust dich aber nicht, neue Menschen kennenzulernen oder dein Interesse direkt zu zeigen? Dann ist dir das Finden eines Partners nicht wichtig genug.

Menschen ändern ihr Leben erst, wenn sie an einem gewissen Punkt entscheiden, dass ihnen Veränderung wichtiger ist als all der Bullshit, der sie davon abhält.

Ist es an der Zeit, dass auch du diese Entscheidung triffst?

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Ich bin traurig! Mit diesen 5 Tipps findet du neue Lebensfreude

Ich bin traurig„Warum bin ich so traurig? Eigentlich ist alles in Ordnung. Trotzdem kann ich diese Leere nicht abschütteln. Ich will nicht immer traurig sein.“

Erkennst du dich darin wieder?

Viele Menschen sind ab und zu scheinbar grundlos traurig.

Ablenkung überdeckt das Gefühl zwar. Aber das ist nur von kurzer Dauer.

Nach dem lustigen Film, der Party, dem Event ist alles wie vorher: leer, freudlos und traurig.

Deine Traurigkeit lässt sich vielleicht nicht einfach so abschütteln.

Aber in diesem Artikel erfährst du 5 tipps um deine Traurigkeit zu überwinden und wieder mehr Lebensfreude zu entwickeln.

Lass uns vorher aber noch eine wichtige Sache klären.

Warum bin ich so traurig? Gründe für ein schwieriges Gefühl

Niemand ist gern traurig. Traurig zu sein, ist unangenehm. Kräftezehrend. Befremdlich.

Um dich herum sind vermutlich alle hoch motiviert. Positiv denkend. Voller Energie. Da wird an der Karriere geschraubt, der Körper gestählt, die Persönlichkeit entwickelt.

Die sozialen Medien sind voll von Menschen die ein glückliches Leben führen. Menschen die in erfüllten Beziehungen sind, die aufregende Reisen unternehmen, sich gesund ernähren und scheinbar alles im Griff haben.

Ich bin so traurig

Traurig, freudlos sein passt nicht in das Weltbild der “Macher” und Selbstoptimierer.

Dabei gibt es viele verständliche Gründe für diese Empfindung:

  • Du hast gerade einen schweren Verlust erlitten
  • Du hast Mühe, eine Erkrankung zu überwinden
  • Deine Karrierepläne sind gescheitert
  • Deine Freundin oder dein Freund hat dich verlassen.
  • Dich hat jemand tief enttäuscht.
  • Du machst dir ständig Sorgen um die Zukunft.

Oder… oder… oder…

Du merkst: Es gibt zahllose Erfahrungen und Situationen, in denen es vollkommen normal ist, traurig zu sein.

Traurig, freudlos, leer: Warum Traurigkeit kein Symptom für eine Depression sein muss

Traurig zu sein, ist ein zentrales menschliches Gefühl.

Es hilft nicht,

  • wenn du dich innerlich quälst („Warum bin ich immer so traurig?“),
  • dir Vorwürfe machst („Ich hasse mich dafür, ständig traurig zu sein.“) oder
  • das Gefühl verdrängst („Ich will nicht traurig sein.“).
  • Davon geht es dir nicht wie von Zauberhand besser.
  • Möglicherweise fragst du dich, ob du depressiv bist.

Es gibt große Unterschiede zwischen dem Gefühl, traurig, freudlos und unglücklich zu sein und Depressionen.

Unterschiede zwischen Traurigsein und Depressionen

So findest du heraus, ob du traurig bist oder unter einer Depression leidest:

  • Traurig sein ist ein Gefühl. Gefühle sind von kurzer Dauer: Nach 90 Sekunden verschwinden sie wieder. Depressionen sind chronisch. Die Symptome dauern mindestens sechs Monate an.
  • Wenn du traurig bist, ziehst du dich möglicherweise aus deinem Umfeld zurück. Aber du kommst deinen Verpflichtungen trotzdem nach. Ein depressiver Mensch ist dazu oft nicht mehr in der Lage.
  • Wenn du traurig bist, suchst du möglicherweise das Gespräch mit anderen. Depressive neigen dazu, sich zu isolieren.
  • Auch bei großer Traurigkeit schaffst du es, deine Routine aufrechtzuerhalten. Depressiven Menschen gelingt das nicht mehr.
  • Traurig und freudlos zu sein, hält dich nicht davon ab, Zukunftspläne zu schmieden. Wer depressiv ist, empfindet dafür häufig eine zu große Hoffnungslosigkeit. Er sieht sich nicht in der Zukunft.

Falls du immer noch vermutest, dass du depressiv bist: Such dir Hilfe!

Wende dich bitte an deinen Hausarzt. Er kann dich zu einem Spezialisten überweisen.

Wenn du traurig bist, kann ich dir helfen!

Bevor ich dir ganz konkrete Tipps gebe, müssen wir eine Sache klären:

Warum dein Umfeld meistens mit Abwehr auf Traurigkeit reagiert.

Nicht traurig sein: Warum Traurigkeit deinem Umfeld Angst macht

Gehen wir davon aus, dass es einen konkreten Anlass gibt, aus dem du traurig bist.

Eine schmerzhafte Erfahrung hat dir den Boden unter den Füßen weggerissen.

„Sei nicht traurig!“ Oder: „Kopf hoch, das wird schon wieder!“ So sehen vermutlich die typischen Reaktionen aus.

Dein Umfeld versucht, dich von deiner Traurigkeit zu befreien. Das Gefühl so schnell wie möglich loszuwerden. Hinter diesen Trostversuchen steckt nicht unbedingt Anteilnahme. Manchmal steckt dahinter Angst.

Die Angst, dass das Gefühl ansteckend sein könnte. Traurig, freudlos – so fühlt sich niemand gern.

In unserer Gesellschaft steht das optimistische Denken im Mittelpunkt. Alle sind jung, schön, glücklich und erfolgreich. Oder sie inszenieren sich zumindest so.

Erfolgshungrige Menschen strahlen fröhlich auf Facebook, Instagram und Pinterest. Wie es wirklich mit ihrer Karriere aussieht, bleibt der Öffentlichkeit meist verborgen.

Zur Not wird geflunkert, was das Zeug hält.

Diese Scheinwelt macht es uns schwerer, die Schattenseiten des Lebens zu akzeptieren. Dazu gehört das Scheitern. Aber auch Schmerzen, Verlust, Krankheit, Alter und Tod.

Jeder von uns macht diese Erfahrungen. Und ja: All das sind nachvollziehbare und gute Gründe, um traurig zu sein.

Traurigkeit gehört zum Leben, so wie Freude, Wut und Verärgerung. Allerdings werden wir in schwierigen Lebensphasen oft von unserem Netzwerk allein gelassen.

Traurig zu sein ist nicht sexy.

Was du tun kannst, wenn das Gefühl dich überwältigt? Im Wesentlichen hast du keine Wahl: Du musst dich deiner Traurigkeit stellen.

5 Strategien zum Umgang mit Traurigkeit

Hier verrate ich dir 5 Wege, wie du mit deinem Traurigsein umgehen kannst.

  1. Akzeptiere deine Gefühle

Gib deiner Traurigkeit Raum. Statt gegen das Gefühl anzukämpfen, solltest du akzeptieren, dass du dich traurig fühlst.

Lass deine Emotionen zu („Ich bin traurig – und das ist ok.“)

Vermutlich verarbeitest du eine bestimmte Erfahrung.

Unterdrücke deine Gefühle nicht. Auch Weinen ist erlaubt.

Es klingt paradox: Aber nur, wenn du das Gefühl zulässt und akzeptierst, verschwindet es irgendwann von selbst.

Wenn du dagegen ankämpfst, hältst du es in dir fest. Dann kommt die Traurigkeit in einem Moment in dir hoch, in dem du sie nicht gebrauchen kannst.

  1. Setz dich mit deiner Traurigkeit auseinander

Ist in deinem Leben kürzlich etwas passiert, das dir den Boden unter den Füßen weggezogen hat?

Denke an…

  • deine Freunde,
  • deine Familie,
  • deine Partnerin oder deinen Partner,
  • deinen Beruf,
  • deine Zukunftspläne,
  • deine Gesundheit und
  • deine finanzielle Situation.

Was belastet dich? Was bereitet dir Sorgen?

  1. Mach deine Gefühle zum Thema

Bist du jemand, der gern über seine Gefühle spricht? Männern fällt das häufig schwerer als Frauen.

Falls du dich aussprechen möchtest, such dir Menschen, die dir zuhören. Ohne dich für deine Emotionen zu verurteilen, abzuwerten oder zu kritisieren.

Oder bist du jemand, der sich zurückzieht und schwierige Phasen mit sich allein ausmacht?

Dann schreib auf, was dir im Kopf herumgeht und warum du traurig bist.

Versuche, deine Gefühle in Worte zu fassen. Viele Dinge sind leichter zu ertragen, wenn du sie teilst.

Vielleicht hilft es dir auch, ein paar traurige Sprüche aufzuschreiben.

  1. Lass das Gefühl los

  • Vor Schicksalsschlägen ist niemand sicher.
  • Fehler und Missverständnisse passieren.
  • Hin und wieder triffst du falsche Entscheidungen.

John Lennon wird der Ausspruch zugeschrieben: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“

Wir können nicht alles beeinflussen. Manche Dinge passieren einfach.

Es ist in Ordnung, nach Misserfolgen, Rück- und Schicksalsschlägen Bilanz zu ziehen:

  • Hast du Fehler gemacht?
  • Was hättest du besser machen können?
  • Hättest du das Problem/die Katastrophe verhindern können?

Was allerdings nichts bringt ist, wenn du dich im Kreis drehst.

Irgendwann wird es Zeit, loszulassen.

Bestimmte Dinge müssen wir letztendlich hinnehmen.

Dadurch, dass sie unaufhörlich deinem Kopf bleiben und sich in deinem Kopf drehen wie ein Karussell, wird die Situation nicht besser.

  1. Lerne Gelassenheit

Gelassen zu bleiben, bedeutet, dass du in schwierigen Situationen ruhig bleibst. Wenn du gelassen bleibst, nimmst du die Situation an, wie sie ist.

Ein Beispiel:

Angenommen, du stehst im Stau.

Statt zu fluchen und dich aufzuregen, weil du zu deinem Termin zu spät kommst, akzeptierst du die Situation. Deine Enttäuschung, Verärgerung und Schuldgefühle ändern nichts.

Dadurch löst sich der Stau nicht auf. Du kommst trotzdem nicht schneller voran.

Aber mit Enttäuschung, Verärgerung und Schuldgefühlen verbrauchst du viel deiner wertvollen Energie.

Richte diese Kraft lieber auf etwas Produktives:

  • Teile mit, dass du dich verspäten wirst. Entschuldige dich dafür.
  • Hätte es geholfen, früher loszufahren? Plane nächstes Mal eine größere Pufferzone ein.
  • Nutze die unerwartete Zeit zum Nachdenken, Musikhören oder konzentriere dich auf ein Hörbuch.

Wenn du unglücklich bist und feststellst: „Ich bin traurig“, lass diesen Gedanken erst einmal wertfrei stehen.

  • Vermeide es, dich über dich selbst zu ärgern.
  • Unterbrich kreisende Gedanken.
  • Mach dir bewusst, dass Traurigkeit ein Gefühl ist. Es hat seine Berechtigung.

Wenn du es schaffst, gelassen zu bleiben, quälst du dich nicht mit Erwartungen, die du nicht erfüllen kannst.

Der Psychologe Michael Schellberg aus Hamburg definiert Gelassenheit so: Es bedeutet: „bei sich und im Moment zu sein.“

Grundlos traurig?

Nicht immer gibt es für das Gefühl einen konkreten Anlass. Manchmal kommt Traurigkeit scheinbar grundlos in uns hoch. Das Leben ist nicht einfach.

Mit dieser Art von Traurigkeit bist du nicht allein.

Wenn du grundlos traurig bist, helfen dir andere Strategien. Es gibt Dinge, die du nicht beeinflussen kannst. Andere Dinge kannst du ändern. Und da setzen wir jetzt an.

Möglicherweise steht zunächst ein bisschen Detektivarbeit an. Du musst herausfinden, was dich traurig macht.

Vielleicht ist es dein Alltag, der dir die Energie raubt.

Bestehen dein Leben nur aus Routine? Ein Tag ist wie der andere? Du erfüllst deine Pflicht, mehr aber auch nicht?

Falls das der Fall ist, habe ich eine gute Nachricht für dich:

Das kannst du ändern!

Wie das geht, zeige ich dir jetzt.

Schluss mit Traurigkeit: Das Leben verändern

Schauen wir uns die fünf wichtigsten Lebensbereiche kurz an:

  • Arbeit: Dein Job ist eine Einbahnstraße? Bewirb dich woanders. Oder mach dich selbstständig.
  • Beziehungen: Dein Bekanntenkreis zieht dich runter? Erweitere dein Netzwerk. Such dir optimistische Menschen, die dir Energie geben. Trenne dich von Energievampiren, die dich aussaugen und traurig, freudlos und leer zurücklassen.
  • Deine Partnerin oder dein Partner tut dir nicht (mehr) gut? Ihr habt euch auseinandergelebt? Löse dich aus dieser Beziehung. Das tut zwar weh. Aber langfristig wird es dir damit besser gehen.
  • Gesundheit: Du fühlst dich schlapp und energielos? Wenn du medizinisch gesehen gesund bist, liegt das vielleicht an deiner Ernährung. Überdenke dein Essverhalten. Wie viel Bewegung steckt in deinem Alltag?
  • Finanzen: Geldsorgen können uns erdrücken. Bei Schulden unterstützt dich ein Schuldenberater. Such dir Hilfe! Vielleicht ist die Lösung auch ein besser bezahlter Job.
  • Sinn und Selbstverwirklichung: Im Idealfall findest du beides in deiner Arbeit. Falls nicht: Engagiere dich ehrenamtlich. Such dir einen Bereich, in den du deine Stärken einbringen kannst.

Das sind nur Beispiele.

Überlege, welche realistischen Möglichkeiten du hast, dein Leben zu verändern.

Vergiss nicht: Wenn du einen Plan hast, sind Träume keine Fantasien mehr. Dann sind Träume Ziele.

Wie du glücklicher wirst

Wenn du nicht mehr traurig sein willst, mach den ersten Schritt.

Du wirst merken: Wenn du eine Sache veränderst, zieht das Kreise.

Oft ändern sich andere Bereiche automatisch mit.

  1. Brich aus deiner Routine aus

Zum einen müssen wir bestimmte Dinge erledigen. Zum anderen geben Routinen Sicherheit.

Je sicherheitsbedürftiger du bist, desto eintöniger ist dein Leben.

Falls deine Routine nicht freiwillig gewählt ist: Du bist kein Roboter. Verändere bewusst deine Alltagsgestaltung.

Aus diesem Grund tut uns Urlaub gut: Urlaub ist nicht Alltag. Du siehst, hörst, fühlst, schmeckst und riechst vollkommen neue Dinge.

Falls deine Routine dein Sicherheitsnetz ist: Wage dich ab und zu aus deiner Komfortzone heraus. Das erweitert deine Erfahrungen.

Erlaube, dass aus „Ich bin traurig“ das Gefühl: „Ich bin stolz auf mich!“ wird.

  1. Such dir eine sinnvolle Arbeit

Einen Großteil unseres Lebens verbringen wir auf der Arbeit. Das ist in Ordnung. Ich arbeite auch viel.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die behaupten, dass Arbeit Spaß machen muss. Arbeit darf Arbeit sein.

Aber du brauchst Herausforderungen. Du brauchst das Gefühl, deine Stärken einzusetzen. Etwas zu verändern. Wichtig zu sein.

Langweilt dich deine Arbeit? Dann kannst du dort nicht wachsen.

Das kann dazu führen, dass du dich scheinbar grundlos traurig, freudlos und leer fühlst.

  1. Unterscheide zwischen schnellem Genuss und Glück

Vielleicht denkst du: „Ich bin so traurig. Ich ziehe jetzt um die Häuser, damit ich mich endlich besser fühle.“

Partys, Shopping, Drogen, Essen, Filme: All das fühlt sich kurzfristig gut an.

Aber schneller Genuss macht dich langfristig nicht glücklich. Hinterher fühlst du dich trotzdem wieder traurig, freudlos und leer.

Kennst du das?

  • Nach dem Alkoholrausch holt dich die Realität auf den Boden zurück. Statt besser ist alles schlimmer als vorher.
  • Kaum hängt das neue Teil im Kleiderschrank, ist der Reiz weg.
  • Fettiges, zuckerhaltiges Essen schmeckt. Aber es macht dich müde und belastet deinen Körper.
  • Jeder geht gern feiern. Aber dein Leben ist eine Aneinanderreihung von Partys. Du lebst dein Leben nicht. Du fliehst davor.
  • Binge-Watching von Serien füllt deine Wochenenden. In diesen Stunden bist du unproduktiv. Deine Lebenszeit verrinnt. Willst du das Wertvollste, das du besitzt, wirklich Netflix schenken?

Es gibt also einen großen Unterschied zwischen langfristigem Glück und sich kurzfristig gut fühlen.

Und langfristig macht dich nur eine Sache glücklich und zufrieden: ein sinnvolles Leben.

Du musst für etwas brennen, das größer ist als du selbst. Das kann deine Arbeit sein. Aber auch eine ehrenamtliche Tätigkeit.

  1. Such dir eine Herausforderung

Ein einfaches, langweiliges Leben kann traurig machen.

Menschen haben das tiefe Bedürfnis zu wachsen. Wir wollen uns entwickeln. Das macht schließlich das Leben aus.

Für dich heißt das: Du brauchst eine Herausforderung, die dich anspornt.

Unser Verstand verlangt danach, Schwierigkeiten zu bewältigen. Aus diesem Grund lieben viele Menschen Sudokus und Puzzlespiele.

Vielleicht bist du traurig, leer und unzufrieden, weil dir die Herausforderung fehlt.

  1. Arbeite an deiner Beziehung

Hältst du eventuell an einer Beziehung fest, die längst zerrüttet ist?

Vielleicht habt ihr euch auseinander gelebt. Oder der Funke ist einfach weg.

Es tut immer weh, eine Beziehung zu beenden. Noch schlimmer ist es allerdings, in einer hoffnungslosen Situation zu verharren.

Wenn es noch eine Chance auf Verbesserung gibt, nutze sie:

  • Sprich offen mit deiner Partnerin oder deinem Partner.
  • Macht eine Paartherapie.
  • Nehmt euch Raum für Zweisamkeit.

Falls nichts mehr zu retten ist, zieh den Schlussstrich. Das gibt dir die Chance, mit jemand anderem von vorn anzufangen.

  1. Baue echte Beziehungen zu anderen Menschen auf

Soziale Kontakte sind wichtig. Hast du gute Beziehungen zu deiner Kernfamilie, zu deinen Freunden?

Echte Beziehungen werden seltener.

Möglicherweise bist du zwar in sozialen Medien gut vernetzt. Aber in der wirklichen Welt siehst du die Menschen, die dir wichtig sind, viel zu selten.

Eine virtuelle Umarmung kann echte Berührungen nicht ersetzen. Ein richtiges Gespräch von Angesicht zu Angesicht ist etwas anderes als der schnelle Austausch per Mail.

Triff die Menschen, die dir am Herzen liegen. Schaffe gemeinsame Erfahrungen und Erinnerungen. Das ist etwas, was euch wirklich verbindet.

  1. Lebe in der Gegenwart

Möglicherweise fällt es dir schwer, die Vergangenheit loszulassen. Vielleicht quälst du dich mit Fehlern, falschen Entscheidungen und Verlusten.

Gleichzeitig denkst du möglicherweise ohne Freude an die Zukunft.

Dabei vergisst du eins: die Gegenwart. Das Hier und Jetzt:

  • Was hinter dir liegt, kannst du nicht mehr ändern.
  • Was vor dir liegt, weißt du nicht.

Du kannst nur die Gegenwart ändern. Lass deine Vergangenheit nicht über deine Zukunft entscheiden.

Wie oben gesagt: Lerne Gelassenheit. Dadurch wirst du achtsamer und bist in der Gegenwart bei dir selbst.

  1. Übernimm Verantwortung für dein Leben

Hast du das Gefühl, nichts verändern zu können?

Wir brauchen das Gefühl, selbstwirksam zu sein. Es kann sein, dass du traurig bist, weil du dich machtlos fühlst.

Nur du entscheidest,

  • wie und wo du lebst.
  • wo du arbeitest.
  • mit dem du dein Leben verbringst.
  • was du in deiner Freizeit machst
  • wie du mit deinem Körper umgehst.

Du bist in den besten Händen: in deinen eigenen.

Anders gesagt: Fange an, Verantwortung zu übernehmen

Mach den ersten Schritt

Der erste Schritt ist immer der schwerste. Wenn der Gedanke: “Ich bin traurig” in dir hochkommt, nimmt dir Zeit für dich.

Geh diesem Gefühl auf den Grund. Hab keine Angst, dich mit dir und deinen Empfindungen auseinanderzusetzen.

Traurigkeit hat eine Daseinsberechtigung, genauso wie Freude.

Vielleicht gibt dir dein Unterbewusstsein mit dem Gefühl, grundlos traurig zu sein eine wichtige Botschaft.

Es ist dein Leben. Wie du es verbringst, kannst nur du entscheiden. Also mach das Beste draus!

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Mentaltraining: Nutze die Macht deiner Gedanken

Die meisten Menschen nutzen nur einen Bruchteil ihres Potenzials: Im Beruf. Im Sport. Im Leben.

Wie sieht das bei dir aus? Glaubst du, in dir steckt mehr Potenzial als du gerade genutzt?

Falls ja, ist Mentaltraining genau das Richtige für dich.

Durch mentales Training nutzt du die Macht der Gedanken, um ein starkes Mindset zu entwickeln.

Das wirkt sich positiv auf alle Lebensbereiche aus:

  • Du wirst selbstbewusster und mental stärker, wodurch du besser mit Herausforderungen umgehst.
  • Du überwindest deine Selbstzweifel, negativen Gedanken und Ängste und wirst mutiger.
  • Du erzielst bessere Leistungen beim Sport, im Beruf und in deinem Privatleben.

In diesem Artikel werde ich dir zeigen, wie Mentaltraining funktioniert und wie du die Macht der Gedanken für dich nutzt.

Und ich spreche hier nicht von irgendwelchen 08/15 Chaka-Chaka Motivations-Methoden, sondern von psychologisch fundierten Techniken.

Bevor es losgeht, lass uns erst mal eine wichtige Frage klären:

Was ist Mentaltraining?

Viele Profisportler behaupten, dass vor allem der Kopf über Sieg oder Niederlage entscheidet.

Körperlich sind die allermeisten Athleten topfit. Kein Athlet erscheint am großen Tag mit Bierbauch oder ist verkatert, weil er es Abend davor hat knallen lassen.

Was letztendlich also den Unterschied macht, ist das Mindset.

Deshalb setzen auch immer mehr Topsportler auf einen Mentalcoach.

Ich gehe mal davon aus, dass du kein Profisportler bist.

Doch sicherlich hast auch du schon gemerkt, welche Macht deine Gedanken haben.

Sie beeinflussen enorm deine Gefühle, deine Einstellung und deine Leistung. Und zwar in allen Lebensbereichen.

Mit dem richtigen Mindset bist du stark, positiv und mutig. Du fühlst dich unaufhaltbar, als könnte dich nichts und niemand bremsen. Das Leben erscheint dir so schön wie eine prickelnde Liebesnacht mit deiner großen Liebe.

Mit dem falschen Mindset hingegen fühlst du dich niedergeschlagen, traurig und wie ein Versager. Du glaubst, dass du nichts kannst, nichts wert bist und alle anderen besser sind als du (so habe ich mich früher auch oft gefühlt).

Dabei haben sich die Umstände nicht geändert. Es geht einzig und allein um deine Sichtweise der Dinge.

Leider wissen viele Menschen nicht, wie sie ihr Mindset ändern können.

Sie sind Sklave ihrer Gedanken:

  • Wenn sie positive Gedanken haben, fühlen sie sich gut.
  • Wenn sie negative Gedanken haben, fühlen sie sich schlecht.

Hier kommt das Mentaltraining ins Spiel.

Mentaltraining: Unbewusstes vs. bewusstes Denken

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass wir zwischen 50.000 und 60.000 Gedanken pro Tag haben.

Wir haben einen ständigen Strom an Gedanken, der nur selten aufhört.

Viele dieser Gedanken sind unbewusst. Sie sprudeln aus dir hervor, wie Wasser aus einem Springbrunnen.

Kennst du das, wenn du plötzlich merkst, dass du gerade total in deinen Gedanken versunken warst und gar nicht mitbekommen hast, was um dich herum passiert ist?

Oder wenn jemand mit dir redet, du aber gar nicht zuhörst, weil du vollkommen in deine Gedanken vertieft bist und an etwas ganz anderes denkst?

In diesem Moment denkst du unbewusst.

Aber: Du kannst auch ganz bewusst an etwas denken.

Du kannst:

  • Planen, was du dieses Wochenende machen willst.
  • Dir dein Traumhaus in allen Details ausmalen.
  • An deinen letzten Urlaub denken.
  • Überlegen, welche Ziele du dieses Jahr erreichen willst.
  • Dir vorstellen, wie ich gerade in Unterhose am PC sitze und diesen Artikel schreibe (obwohl ich nicht glaube, dass du das tun willst).

Der springende Punkt?

Deine unbewussten Gedanken kannst du kaum beeinflussen. Deine bewussten Gedanken hingegen schon.

Mentaltraining: Lerne, besser zu denken

Stelle dir zwei Dörfer vor, die 2 Kilometer auseinander liegen. Zwischen den Dörfern liegt ein großes Feld, jedoch kein Weg.

Eines Tages läuft ein Bewohner von einem Dorf zum anderen und wieder zurück.

Im Feld kann man erkennen, wo er entlang gelaufen ist.

Am nächsten Tag läuft er wieder exakt den gleichen Weg. Und am nächsten Tag wieder. Und dann wieder.

Nach einer Woche erkennt man einen kleinen Pfad.

Mit der Zeit laufen immer mehr Menschen zwischen den Dörfern hin und her und nutzen diesen kleinen Pfad.

Nach einiger Zeit ist aus dem kleinen Pfad ein richtiger Weg entstanden.

Genauso funktioniert dein Gehirn.

Je öfter du an etwas denkst, desto besser ist der „Weg“ dorthin ausgebaut.

Es fällt deinem Gehirn also immer leichter, diesem Gedanken nachzugehen.

Wenn du entsprechend öfter ganz bewusst positive, aufbauende und mutmachende Gedanken denkst, ist der „Weg“ dorthin immer leichter.

Achtung!! Das soll nicht heißen, dass du ab jetzt nur noch positiv denken sollst.

Dir immer alles schön zu reden, nur noch an das zu denken, was du willst, und alles Negative auszublenden ist keine gute Lebensstrategie.

Mentaltraining bedeutet nicht, nur noch positiv zu denken. Sondern ein starkes Mindset zu entwickeln, das dich motiviert, dich antreibt und dich auch herausfordernde Situationen meistern lässt.

Und darum geht es jetzt.

Mentaltraining – 3 effektive Techniken

Es gibt verschiedene Arten des Mentaltrainings. Diese 3 Techniken finde ich persönlich jedoch besonders effektiv.

Auch gibt es genug wissenschaftliche und psychologische Studien, die deren positive Wirkung bestätigen.

1. Visualisiere … aber richtig!

Viele Erfolgstrainer raten dir dazu, zu visualisieren.

Dir also gedanklich vorzustellen, wie du ein Ziel erreichst oder eine Herausforderung meisterst:

  • Wie du aussiehst, wenn du endlich deinen Traumkörper hast
  • Wie dein Traumpartner aussiehst und wie du ihn kennenlernen wirst
  • Wie deine Haus aussieht, wenn du endlich deine erste Million gemacht hast

Das Problem mit dieser weit verbreiteten Methode?

Sie hat oft negative Konsequenzen.

Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass positiv zu visualisieren oft dazu führt, dass du schlechtere Ergebnisse erzielst.

Forscher vermuten, dass durch das Visualisieren allein dein Gehirn glaubt, dass es das Ziel schon erreicht hat – und du dadurch deutlich weniger Motivation hast.

Heißt das, du sollst gar nicht visualisieren?

Nein!

Dir bestimmte Situationen bildlich auszumalen kann sehr hilfreich sein, da es dich mental besser vorbereitet.

Es geht darum, dass du richtig visualisierst.

Visualisiere positiv und negativ

Gabriele Oettingen ist eine deutsche Professorin für Psychologie an der New York University und an der Universität Hamburg.

Oettingen ist Motivationsforscherin.

Sie hat über die letzten 20 Jahre eine einfache wissenschaftlich basierte Methode entwickelt, die Menschen befähigt, ihre Ziele erfolgreich umzusetzen oder aber unerfüllbare Ziele aufzugeben.

Sie nennt die Methode WOOP.

WOOP steht für vier englische Begriffe:

  • Wish (Wunsch)
  • Outcome (Ergebnis)
  • Obstacle (Hindernis)
  • Plan (Plan)

Bei dieser Methode geht es darum, dir ein Ziel zu setzen und dann ganz bewusst darüber nachzudenken, was die Hindernisse sein könnten.

Statt dir nur auszumalen, wie toll alles sein wird, wenn du dein Ziel erreicht hast, betrachtest du auch die möglichen Probleme und Hindernisse.

Dadurch bereitest du dich besser auf Herausforderungen vor und erreichst eher deine Ziele.

WOOP ist eine tolle Methode, um mentale Stärke zu entwickeln, Projekte realistischer zu betrachten und Ziele wirklich zu erreichen.

Beispiel: Mentaltraining für mehr Selbstbewusstsein

Nehmen wir an, du wünscht dir ein wenig mehr Selbstbewusstsein. Denn hey, ein bisschen mehr Selbstbewusstsein hat noch keinem geschadet, oder?

Beim „klassischen Visualisieren“ würde es darum gehen, dass du dir vorstellst, dass du schon selbstbewusst bist.

  • Wie würdest du agieren?
  • Wie würdest du sprechen?
  • Wie würdest du auftreten?

Das kann erst mal dazu führen, dass du dich gut fühlst.

Doch das ganze Konstrukt würde vermutlich zusammenbrechen, wenn du in einer Situation landest, die dir Angst macht oder dich herausfordert.

Wenn du jedoch positiv und negativ visualisierst, wird es anders aussehen.

Zum einen malst du dir dann aus, wie du agieren würdest, wenn du schon selbstbewusst bist.

Zum anderen überlegst du dir aber auch, was du in einer schwierigen Situation tun würdest.

  • Dein Arbeitskollege hat etwas getan, das dich stört. Wie überwindest du deine Angst vor Konfrontation und sprichst es an?
  • Du möchtest dich selbstständig machen. Was tust du, wenn du keine Kunden findest oder es Probleme mit dem ersten Produkt gibt?
  • Du bist auf einer Party und möchtest eine Gruppe Fremder ansprechen. Wie überwindest du deine Angst vor Ablehnung und sagst trotzdem Hallo?

Dir Schwierigkeiten und Herausforderungen vorzustellen ist nicht pessimistisch.

Ganz im Gegenteil.

Es macht dich mental stärker und du kannst dich besser auf die Realität vorbereiten.

2. Die zwei Mindsets

Wenn es darum geht, mit Herausforderungen umzugehen und Ziele zu verfolgen, gibt es zwei verschiedene Mindsets:

  • Starres Mindset
  • Wachstums-Mindset

Ein starres Mindset basiert auf dem Glauben, dass deine persönlichen Eigenschaften nicht veränderbar sind. Du glaubst also nicht daran, dass du etwas lernen kannst und dass andere, die besser als du sind, einfach intelligenter oder selbstbewusster sind.

Ein Wachstums-Mindset hingegen basiert auf dem Glauben, dass du wachsen, lernen und dich entwickeln kannst. Du glaubst also, dass du mit dem richtigen Wissen, mit Übung und Ausdauer (fast) alles lernen kannst.

Ein starres Mindset führt dazu, dass du bei Herausforderungen und Problemen an dir zweifelst.

Kennst du das?

Du hast einen schlechten Tag auf der Arbeit. Deine Chefin hat dich kritisiert und ist mit deiner Arbeit unzufrieden.

Auf dem Weg nach Hause gehst du noch etwas einkaufen. Im Supermarkt rempelt dich jemand an, doch statt sich zu entschuldigen, sagt er in scharfem Ton:

„Pass doch auf, wo du hinläufst, du Idiot!“

Zuhause loggst du dich bei Instagram ein und siehst durch Zufall ein Bild deines Ex-Partners – wie er/sie glücklich mit einem neuen Partner ist.

Du bist am Boden zerstört. Du fühlst dich wie ein Versager. Du redest dir ein, dass du nichts kannst, dass alle anderen besser sind, dass das Leben zum kotzen ist und dass dich keiner liebt.

Aber: Du hattest einfach nur einen schlechten Tag. Nicht mehr und nicht weniger.

Solange du ein starres Mindset hast, wirst du dir immer wieder einreden, dass du ein Versager bist, es einfach nicht drauf hast oder nicht liebenswert bist.

Wenn du jedoch ein Wachstums-Mindset hast, siehst du Probleme als Herausforderungen, bist bereit, dazuzulernen und verstehst, dass du wachsen und lernen kannst.

Das wohl beste Mentaltraining ist, ein Wachstums-Mindset zu entwickeln. Dieses erlaubt dir, Probleme besser zu bewältigen, dich zu entwickeln und mental stärker zu werden.

Wie entwickelt man ein Wachstums-Mindset?

Menschen mit einem starren Mindset neigen dazu, einen inneren Monolog zu führen, der sehr kritisierend ist.

Sie analysieren eine Situation und schließen daraus auf sich selbst:

  • „Das bedeutet, dass ich ein Versager bin.“
  • „Das bedeutet, dass ich ein schlechter Ehepartner bin.“
  • „Das bedeutet, dass ich nicht selbstbewusst bin.“

Menschen mit einem Wachstums-Mindset kritisieren sich oder andere nicht sofort, sondern sehen Probleme und Herausforderungen als eine Chance zur Verbesserung:

  • „Was kann ich daraus lernen?“
  • „Was kann ich das nächste Mal besser machen?“
  • „Welchen Fehler sollte ich vermeiden?“

Deshalb ist das wohl beste Mentaltraining, dich bei Schwierigkeiten und Problemen immer wieder zu fragen:

„Was kann ich daraus lernen?“

Dadurch trainierst du dich darauf, nach Lösungen zu suchen, zu wachsen und dich zu verbessern.

Du hörst auf, dich selbst zu bemitleiden, dich zu kritisieren und dich selbst herunterzumachen.

Ein Beispiel

Stelle dir vor, du hast 2 Wochen an einem Projekt gearbeitet. Du hast dich ins Zeug gelegt und bist stolz auf deine Arbeit.

Deine Chefin sieht das jedoch anders.

Statt dich zu loben und dir für die gute Arbeit zu danken, kritisiert sie dich.

Sie ist mit dem Ergebnis unzufrieden und hatte sich etwas völlig anderes vorgestellt.

Wie reagierst du nun?

Redest du dir ein, dass du ein Versager bist und es einfach nicht draufhast? (starres Mindset)

Oder denkst du dir: Ich hätte mich wohl noch mehr reinhängen sollen. Und ich hätte meine Chefin noch genauer fragen soll, was sie genau von dem Projekt erwartet? (Wachstums-Mindset).

Letzteres gibt dir mehr Motivation und Selbstvertrauen. Ersteres führt hingegen dazu, dass du dich klein, inkompetent und energielos fühlst.

3. Nutze die Lücke

Oft wissen Menschen, was gut für sie ist. Und entscheidend sich trotzdem anders:

  • Sie lassen sich auf eine ungesunde Affäre/Beziehung ein, von der sie wissen, dass sie kein gutes Ende haben wird.
  • Sie essen ein Riesenportion Nudeln und noch einen Nachtisch, obwohl sie eigentlich abnehmen wollen.
  • Sie schauen sich die nächste Serie auf Netflix an, obwohl sie eigentlich an ihrer Selbstständigkeit oder ihrem Arbeitsprojekt arbeiten sollten.

Sicherlich kennst auch du diese Situationen.

Du hast ein bestimmtes Ziel – wie zum Beispiel abzunehmen, mehr Geld zu verdienen oder dein erstes Buch zu schreiben – und sabotierst dich dabei selbst.

Statt an deinem Ziel zu arbeiten und das „Richtige“ zu tun, entscheidest du dich für die falsche Alternative.

Bevor du dich dafür runtermachst, dir einredest, dass du ein Versager bist und dann vor lauter Frust eine ganze Tafel Schokolade isst: Dieses Verhalten ist menschlich.

Die „falschen“ Dinge fühlen sich meistens einfach besser an.

Es fühlt sich in den Moment besser an, ein großen Burger mit Süßkartoffelpommes zu essen, als einen Salat.

Es fühlt sich besser an, Instagram zu checken, als deine Arbeit zu erledigen.

Es fühlt sich besser an, dir eine Serie auf Netflix zu schauen, als deine Sportsachen zu packen und ins Fitnessstudio zu gehen.

Aber es gibt einen „Trick“, um ab jetzt öfter das Richtige zu machen.

Nimm deinen Impuls ganz bewusst wahr

Bevor du etwas willst, entsteht ein Impuls/Gefühl.

Du verspürst also den Drang, etwas Bestimmtes zu tun.

  • Schokolade zu essen.
  • Auf dein Smartphone zu schauen und dich abzulenken.
  • Ein Glass Wein zu trinken (oder 2 oder 3).
  • Dir ein Porno anzuschauen.

Viele Menschen geben ihren Impulsen einfach nach. Und tun deshalb oft Dinge, auf die sie nicht stolz sind oder die nicht gut für sie sind.

Der Trick ist, deine Impulse bewusst wahrzunehmen, statt sofort auf sie zu reagieren.

Nehmen wir an, du bekommst plötzlich Heißhunger auf eine Currywurst. Statt diesem Impuls sofort nachzugeben und zur nächsten Currywurstbude zu rennen, nimm den Impuls wahr.

  • Was ist das genau für ein Gefühl? Ist es Hunger? Ist es Lust? Ist es Langeweile?
  • Wo kommt das Gefühl her?
  • Was passiert, wenn du das Gefühl einfach nur beobachtest?

Durch dieses bewusste Wahrnehmen verliert der Impuls einen Teil seiner Macht.

Du merkst nämlich, dass du, nur du weil du etwas empfindest, dem Impuls noch lange nicht nachgeben musst.

Die menschliche Freiheit besteht darin, zu entscheiden, wie wir auf unsere Gefühle reagieren.

Zwischen einem Impuls und deiner Reaktion gibt es immer eine Lücke.

Und je öfter du diesen Lücken bewusst wahrnimmst, desto besser kannst du mit deinen Impulsen umgehen.

Wenn du das nächste Mal den Impuls verspürst, etwas zu tun, was nicht gut für dich ist (oder etwas nicht zu tun, was gut für dich ist), nimm die Lücke wahr.

Und frage dich in dieser Lücke: Wer möchte ich sein? Bringt mich dieses Verhalten weiter? Was ist mir wirklich wichtig? Kann ich dem Impuls widerstehen?

Je besser du mit deinen Impulsen umgehen kannst, desto mehr tust du das, was dich weiterbringt und was dir langfristig gut tut.

Mentaltraining: Der größte Vorteil

Je stärker du mental bist, desto besser kannst du dich fokussieren.

Du bist fähig, dich auf das zu konzentrieren, was wichtig ist, und den Rest auszublenden.

Stell dir vor, du musst eine wichtige Präsentation halten. Durch Mentaltraining bist du fähig, dich optimal auf deine Rede zu konzentrieren, anstatt dich in deiner Angst und Nervosität zu verlieren.

Oder stell dir vor, du läufst deinen ersten Marathon oder fährst dein erstes Radrennen. Anstatt ständig daran zu zweifeln, ob du es schaffst, bist du völlig klar. Du konzentrierst dich darauf, genug zu essen und zu trinken, deine Energie richtig einzuteilen und deine Mitbewerber zu beobachten.

Oder aber stell dir vor, du musst eine wichtige Aufgabe erledigen: Einen Report für die Arbeit, die Steuererklärung, deinen neuen Business-Plan. Durch mentale Stärke bist du fähig, fokussiert und konzentriert daran zu arbeiten, anstatt alle 15 Minuten auf dein Smartphone zu schauen oder eine „Pause“ einzulegen.

Mentaltraining erscheint manchen Menschen wie schwarze Magie oder esoterischer Schwachsinn.

Dabei ist es schlichtweg die Fähigkeit, deinen Verstand besser zu nutzen, so dass er dich bei deinen Zielen und Plänen unterstützt.

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wie du Schritt für Schritt ein starkes Mindset entwickelst und deine Gedanken besser kontrollierst, erfährst du in meinem kostenlosen Newsletter. Melde dich jetzt an und entwickle echte mentale Stärke.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Positive Affirmationen: alles, was du darüber wissen musst (+Beispiele)

Es ist gut möglich, dass du schon mal was von positiven Affirmationen gehört hast. Diese sollen dir dabei helfen, dich selbst in einem besseren Licht zu sehen.

Laut vielen Gurus sind positive Affirmationen ein schneller Weg um erfolgreicher, gesünder, attraktiver und glücklicher zu werden.

Doch ist das wirklich so?

In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Affirmationen erfahren musst (plus eine überraschende Erkenntnis).

Was sind Affirmationen? Und wozu sollen sie gut sein?

Was sind Affirmationen? Eine Affirmation ist letztendlich nichts anderes als eine wünschenswerte Eigenschaft, die du dir immer wieder selbst einredest.

Typische Affirmationen sind Dinge wie:

  • Ich bin glücklich.
  • Ich liebe mich selbst.
  • Ich kann alles schaffen.
  • Ich bin attraktiv.
  • Ich ziehe Geld an.

Dadurch, dass du etwas wünschenswertes immer wieder wiederholst, dringt es in dein Unterbewusstsein ein und du „programmierst“ dich neu. Dadurch kannst du dein Selbstbild verbessern, negative Glaubenssätze verändern und dein Unterbewusstsein beeinflussen.

Vor allem aber ziehst du dank des Gesetz der Anziehung mehr Liebe, Glück, Erfolg oder was-auch-immer-du-dir-gewünscht hast an. Angeblich.

Welche Arten von Affirmationen gibt es?

Es gibt eine Menge… Hier nur eine kleine Auswahl:

  • Affirmationen für Selbstbewusstsein
  • Positive Affirmationen für Liebe
  • Affirmationen zum loslassen
  • Positive Affirmationen für Selbstliebe
  • Affirmationen für Erfolg
  • Affirmationen zum abnehmen.
  • Usw.

Sind positive Affirmationen eine Art magische Pille?

Seien wir ehrlich: Die Idee von positiven Affirmationen ist verlockend!

Nehmen wir an, du möchtest ein wenig selbstbewusster werden. Denn hey, ein wenig mehr Selbstbewusstsein schadet ja nicht, oder?

Angeblich erreichst du das ganz einfach, in dem du jeden morgen nach dem pinkeln kurz in den Spiegel schaust und voller Überzeugung sagst:

Ich strotze nur so vor Selbstbewusstsein!

Positive Affirmationen werden häufig als „magische Pille“ angepriesen. Egal, welche Eigenschaft du dir wünschst, es reicht, wenn du sie dir oft genug einredest.

Doch wie die meisten „magischen Pillen“ hat auch diese einen Haken.

Lesefaul? Die wichtigsten Punkte des Artikels erfährst du auch in diesem Video:

Warum laut moderner Psychologie positive Affirmationen oft nicht funktionieren

Es scheint , dass positive Affirmationen nur bei den Menschen funktionieren, die schon ein gutes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen haben – also bei Menschen, die diese Affirmationen nicht wirklich brauchen.

Bei unsicheren Menschen mit einem eher niedrigen Selbstwertgefühl funktionieren diese Affirmationen nicht. Oft bezwecken sie sogar das Gegenteil und führen dazu, dass sich diese Menschen noch schlechter fühlen.

Bist du also restlos von dir überzeugt und redest dir dann ein, wie toll, selbstsicher und unheimlich sexy du bist, hat das positive Auswirkungen auf deine Stimmung (auch wenn die Auswirkungen laut Studien nur sehr gering sind).

Bei niedrigem Selbstwert helfen positive Affirmationen meist nicht

Ich hab mich umgeschaut: Wir sind die geilsten hier!

Bist du hingegen eher unsicher, ängstlich und hast ein niedriges Selbstwertgefühl, werden dir positive Affirmationen nicht weiterhelfen und wahrscheinlich sogar dazu führen, dass du dich noch schlechter fühlst.

In einer renommierten Studie stellte sich heraus, dass positive Affirmationen („ich bin eine liebenswürdige Person“) bei Menschen mit niedrigem Selbstwertgefühl durch die Bank dazu führte, dass sich diese schlechter als vorher fühlten.5

Diese Studie bestätigt, was viele Menschen beim Ausprobieren positiver Affirmationen selbst festgestellt haben: Dass sie nicht funktionieren.

Du kannst dein Selbstbild nicht von heute auf morgen ändern

Warum funktionieren positive Affirmationen bei vielen Menschen nicht oder führen sogar dazu, dass sie sich schlechter fühlen?

Aus dem simplen Grund, dass wir einen inneren Konflikt verspüren, wenn wir uns etwas einreden, das nicht mit unseren Erfahrungen und unserem Selbstbild übereinstimmt.

Ihr Selbstbild ist nicht gut

Suggerierst du dir etwas, was du nicht glaubst, hast du das Gefühl, dich selbst zu belügen.

Und dieser innere Konflikt führt dann zu noch mehr negativen Gedanken, wodurch du dich letztendlich noch schlechter fühlst.

Nehmen wir an, du bist ein schüchterner und unsicherer Mensch.

Redest du dir jetzt ein, dass du nur so vor Selbstvertrauen strotzt, wird sich wahrscheinlich eine kleine Stimme in deinem Kopf melden und dir widersprechen.

Dein Stimme wird sagen: Nein! Das stimmt doch gar nicht. Du bist nicht selbstsicher. Erzähle keinen Blödsinn, du Lügner!

Diese Stimme ist dein innerer Lügendetektor. Und dieser springt an, wenn du dir etwas einreden willst, was nicht mit deinem Selbstbild und deinen Erfahrungen übereinstimmt.

Rede dir nichts ein, was nicht stimmt

Mit Anfang zwanzig war ich im Umgang mit Frauen unsicher und nervös. Damals stellte ich mich öfter mal vor den Spiegel, schaute mir tief in die Augen und sagte: Ich bin ein attraktiver, interessanter und charmanter Mann, den Frauen wollen.

Diese Aussage fühlte sich jedoch falsch an. Jedes Mal sprang mein innerer Lügendetektor an und widersprach mir. Das lag daran, dass diese Aussagen nicht meinem Selbstbild entsprach.

Und das ist der springende Punkt.

Jeder Mensch hat ein gewisses Selbstbild, das sich über Jahre hinweg entwickelt hat. Dieses Selbstbild basiert unter anderem auf unseren Erfahrungen, unseren Glaubenssätzen, unseren Werten und unserem Umfeld. Dein Selbstbild ist zwar nicht in Stein gemeißelt, doch es lässt sich nicht von heute auf morgen ändern.

Gründe, warum positive Affirmationen oft nicht funktionieren

Oft wollen Menschen ihr Unterbewusstsein umprogrammieren. Doch das funktioniert nicht dadurch, dass du dir jeden Tag etwas einredest. Es muss auch durch Erfahrungen ergänzt werden.

Wenn eine Aussage also noch nicht mal ansatzweise deiner Erfahrung und deinem Selbstbild entspricht, wird sie wahrscheinlich nicht funktionieren. Dann kannst du dich genauso gut vor den Spiegel stellen und dir vollen Ernstes einreden, dass du ein Einhorn bist.

Wenn du also 30 kg über deinem Wunschgewicht bist und dir einredest, dass du schlank bist, wirst du das Gefühl haben, dich selbst zu belügen.

Genauso ist es, wenn du dich mit gequältem Lächeln davon überzeugen willst, dass du glücklich bist, obwohl dein Leben gerade den Bach runter geht und es dir verdammt dreckig geht.

Ob du dir nun suggerierst, dass du erfolgreich bist, dass du dich selbst liebst oder dass du unheimlich sexy und selbstbewusst bist – wenn es nicht deinen Erfahrungen und deinem Selbstbild entspricht, wirst du es nicht glauben können und dich dadurch wahrscheinlich noch schlechter fühlen.

Wenn positive Affirmationen nicht funktionieren, was tut es dann?

Vor einigen Jahren hatte ich eine heftige Panikattacke, die meiner Identität einen ordentlichen Knacks gab. Einige Wochen später dachte ich, dass mir positive Affirmationen vielleicht gut tun würden.

In einem ruhigen Augenblick ging ich also in mich sagte mir selbst: Ich liebe mich.

Kaum hatte ich den Satz gedanklich ausgesprochen, kaum wie aus dem Nichts eine Stimme die sagte: Nein, das tust du nicht.

Ich erschrak. Was zum Teufel war das denn? Hasse ich mich etwa selbst?

An sich hatte ich damals schon ein gutes und stabiles Selbstwertgefühl. Doch nach meiner Panikattacke aktivierte die Aussage Ich liebe mich meinen inneren Lügendetektor.

Daraufhin probierte ich neutralere Affirmationen wie Ich akzeptiere mich selbst. Diese funktionierten besser und fühlten sich stimmig an.

Neutrale Affirmationen

Der springende Punkt ist der: Positive Affirmationen können dir dabei helfen, dich selbst in einem besseren Licht zu sehen. Doch das klappt nur, wenn sie dir glaubwürdig erscheinen und du dabei nicht das Gefühl hast, dich selbst zu belügen.

Bei vielen Menschen funktionieren deshalb neutralere Affirmationen besser als positive.

Falls sich positive Affirmationen für dich merkwürdig anfühlen, dann probiere mal Aussagen, die dir realistisch und glaubwürdig erscheinen.

  • Statt dir einzureden, wie sehr du dich selbst liebst, kannst du sagen: Ich lerne gerade, mich selbst zu akzeptieren.
  • Statt dir einzureden, wie attraktiv und sexy du bist, kannst du sagen: Ich bin zwar kein Modell, aber mir gefallen meine Beine/Augen/Humor/Mitgefühl (oder was auch immer du an dir schätzt oder zumindest nicht schrecklich findest).
  • Statt dir einzureden, wie glücklich du bist, kannst du sagen: Mir ging es schon besser, aber mir ging es auch schon schlechter. Heute geht es mir ganz OK.
  • Statt dir einzureden, dass du alles schaffst, kannst du sagen: Jeden Tag glaube ich ein klein wenig mehr an mich.

Es gibt bessere Wege, sich besser zu fühlen

Anstatt dir also Ideale einzureden, die zu weit von deinem jetzigen Selbstbild entfernt sind, bleibe realistisch und suggeriere dir Affirmationen, die dir glaubhaft erscheinen und die sich stimmig anfühlen. Dadurch vermeidest du das Gefühl, dich selbst zu belügen.

Stelle dich also bitte nicht morgens vor den Badezimmerspiegel und rede dir ein, dass du Batman bist. Außer du bist Batman.

Was besser funktioniert als Affirmationen

Wenn du Affirmationen intelligent nutzt, können sie dir helfen, dich in einem besseren Licht zu sehen. Ich bin jedoch generell kein großer Fan von Affirmationen.

Was ich für viel effektiver als Affirmationen und ständiges positives Denken halte, ist die eigenen Gedanken logisch zu hinterfragen.

Lass mich das erklären.

Wenn du das nächste Mal negative Gedanken hast wie „ich bin wertlos“, „ich bin unattraktiv“ oder „ich bin unglücklich“ frage dich, ob sie mit der Realität übereinstimmen.

Nehmen wir als Beispiel den Gedanken „ich bin wertlos.“

Du kannst dich zu erst einmal fragen, was wertlos überhaupt bedeutet:

  • Bist du keinem Menschen auf dieser Welt wichtig?
  • Kannst du dich selbst nicht leiden?
  • Behandeln dich andere nicht so, wie du es dir wünscht?

Schon das Hinterfragen nimmt dem Gedanken ein wenig Kraft, weil du dich durch das logische Hinterfragen weniger mit ihm identifizierst.

Der nächste Schritt ist, Gegenbeispiele zu diesem Gedanken zu finden:

  • Ich kann nicht vollkommen wertlos sein, weil es Menschen gibt, denen ich wichtig bin (Partner, Familie, Freunde, etc).
  • Es stimmt auch nicht, dass ich immer alles an mir schrecklich finde. Es gab Momenten in meinem Leben, da war ich stolz auf mich und war mit mir zufrieden.
  • Es stimmt zwar, dass mich Menschen manchmal nicht fair behandeln. Aber das geht auch anderen Menschen so. Und wenn ich überlege, gibt es auch viele Menschen die mich sehr gut behandeln und sehr freundlich zu mir sind.

Denke logisch

Wenn du deine negativen Gedanken und Glaubenssätze hinterfragst, wirst du fast immer logische und reale Gründe finden, die dagegen sprechen. Und weil diese real und logisch sind, erscheinen sie dir wahrscheinlich auch glaubhaft.

Und falls dir das logische Hinterfragen deiner negativen Gedanken nicht weiterhilft, kannst du dich immer noch dazu entscheiden, deinen Gedanken nicht zu glauben.

Genau so, wie du den überschwänglich strahlenden Mitarbeiter von Unicef in der Fußgängerzone ignorierst, kannst du auch deine Gedanken ignorieren.

Deine Gedanken sind keine Fakten. Du kannst also selbst entscheiden, ob du einem Gedanken glauben willst oder nicht. Und gewisse Gedanken sollten dir schlichtweg am Arsch vorbeigehen.

Leidest du unter negativen Gedanken?

Nichts beeinflusst dein Leben mehr als deine Gedanken. In meinem Ratgeber Mindset erfährst du deshalb, wie du negative Gedanken loswirst, alten Schmerz hinter dir lässt und besser mit Stress umgehst. Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos als PDF zu.

Gedankenkarussell stoppen: Höre auf, dir zu viele Gedanken zu machen!

In diesem Artikel erfährst du effektive Tipps, um deine Gedanken zu kontrollieren und dein Gedankenkarussell zu stoppen.

Falls du dir zu viele Gedanken machst, ständig grübelst oder unter kreisenden Gedanken leidest, bist du hier genau richtig.

Los geht’s.

Warum du dir zu viele Gedanken machst

Lass uns ehrlich sein: zu wenig Nachdenken ist nicht gut… Zu viel Nachdenken jedoch auch nicht!

Dir zu viele Gedanken zu machen, ständig zu grübeln und alles zu überdenken bringt dich nicht weiter.

Ganz im Gegenteil.

Es sorgt für Stress, Angst und Unsicherheit. Du zweifelst ständig, überanalysierst alles, kannst die Vergangenheit nicht loslassen, machst dir andauernd Sorgen und hast vielleicht sogar Schlafstörungen.

Anders gesagt: Viele deiner Probleme entstehen nicht, weil du zu wenig denkst, sondern weil du zu viel denkst!

Doch was ist der Grund dafür?

Ganz simpel. Unser Verstand ist eine außergewöhnliche Maschine. Ein absoluter Supercomputer, dem (fast) keine Grenzen gesetzt sind. Doch um ihn optimal zu nutzen, musst du wissen, wie er funktioniert.

Denn wenn du deine Gedanken unter Kontrolle hast, sind sie das mächtigste Instrument, was du besitzt. Wenn deine Gedanken jedoch außer Kontrolle sind, dann bist du gefangen im Gedankenkarussell.

Die Wahrheit ist die: Unser Verstand ist enorm mächtig. Doch leider kommt das gute Dinge ohne Gebrauchsanweisung. Und nirgendwo wird dir beigebracht, wie du besser mit deinen Gedanken umgehen kannst. Das ist wie, wenn du einen 16 jährigen an das Steuer eines Porsche lässt…

Kennst du das?

  • Du kannst nicht aufhören, an eine blöde Situation zu denken, die dir passiert ist.
  • Du liegst abends im Bett, doch statt zur Ruhe zu kommen, bist du zu viel am nachdenken. Du machst dir Sorgen über die Zukunft und bist am grübeln: Ob du genug Geld haben wirst, gesund bleibst, eine erfüllte Beziehung führen wirst …
  • Egal, was du vorhast, eine kleine Stimme in deinem Kopf sagt dir ständig, dass du das sowieso nicht schaffen wirst und es lieber lassen solltest.
  • Du machst dir ständig Gedanken darüber, was andere Menschen von dir halten: Dein Nachbar, deine Arbeitskollegen, die Menschen im Fitnessstudio.
  • Immer wieder hast du mit den gleichen negativen Gedanken zu kämpfen und wirst sie einfach nicht los.

Das Interessante?

In vielen Fällen handelt es sich um wiederkehrende Gedanken. Du leidest also immer wieder durch die gleichen negativen Gedanken…

Zu viel nachdenken: Die 3 häufigsten Arten von kreisenden Gedanken

Wahrscheinlich hast du viele verschiedene negative Gedanken, Sorgen und Zweifel.

Doch die Gedanken, die dich in deinem Gedankenkarussell gefangen halten, sind meist diese drei Arten:

1. Zu viele Gedanken um die Vergangenheit

Kennst du diese Gedanken?

  • Hätte ich mich doch damals nur für das andere Jobangebot entschieden.
  • Vor 5 Jahren war alles besser: Mein Job, meine Beziehung, die Wirtschaft …
  • Hätte ich mich doch einfach anders verhalten, dann hätte mich mein Partner nicht verlassen.

Kreisende Gedanken um die Vergangenheit halten viele Menschen im Gedankenkarussell gefangen.

Sie spielen die gleiche negative oder positive Geschichte immer wieder aufs Neue durch.

Falls es dir auch so geht: Wach auf!

Du kannst an der Vergangenheit nichts mehr ändern. Egal, wie sehr du dir darüber den Kopf zerbrichst (wie du das schaffst, sehen wir gleich).

2. Zu viele Gedanken um die Zukunft

Machst du dir häufig Sorgen um die Zukunft und grübelst viel?

  • Ob du genug Geld verdienen wirst?
  • Ob du es jemals schaffst, deine Hypothek abzuzahlen?
  • Wie die Gesellschaft wohl in 10 Jahren aussehen wird?
  • Ob du jemals den richtigen Partner finden wirst?

Es kann hin und wieder vorteilhaft sein, sich Gedanken über die Zukunft zu machen, zu planen und vorzusorgen.

Dir jedoch zu viele Gedanken, zu grübeln und dir Sorgen zu machen bringt dich keinen Zentimeter weiter.

Mach dir bewusst, dass die Zukunft nicht real ist. Sie ist noch nicht da und keiner kann vorhersagen, was genau passieren wird.

Selbst „simple“ Prognosen über die Zukunft wie die Wettervorhersage sind oft unzuverlässig.

Also, hör auf, dir stundenlang den Kopf über die Zukunft zu zerbrechen. Du weißt sowieso nicht, was passieren wird.

3. Zu viele Gedanken darüber, was andere von dir denken

Machst du dir oft Gedanken darüber, was andere von dir halten?

  • Was denkt wohl mein Nachbar über mich?
  • Und Sandra aus dem Büro?
  • Und Onkel Ludwig?
  • Und meine Schwiegermutter?

Die Wahrheit: Du kannst es nicht wissen. Und es sollte dir genauso egal sein, wie die neueste Folge Dschungelcamp. Was andere über dich denken, ist ihr Problem. Nicht deins.

Vergiss nicht: Die Meinung von jemand anderen sagt nichts über dich aus. Nur über ihn.

Übrigens: Wie glücklich und erfolgreich du im Leben bist hängt vor allem von deinen Gedanken. Aus diesem Grund habe ich auch ein kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du, wie du negativen Gedanken loslässt und positiver denkst. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.

Gedanken kontrollieren? Kreisende Gedanken loswerden

Lass mich raten: Du möchtest deine Gedanken kontrollieren. Du würdest gerne auf Knopfdruck kreisende Gedanken loswerden, dein Grübeln stoppen und endlich Ruhe in den Kopf bringen. Und weißt du was? Das würde ich auch gerne.

Doch was ist, wenn ich dir sage, dass genau dieser Wunsch dein Problem ist?

Du liest richtig.

Der Drang, deine Gedanken zu kontrollieren und dein Gedankenkarussell zu stoppen, macht in vielen Fällen alles schlimmer. Lass mich dir erklären, wieso.

Gedanken kontrollieren funktioniert anders als du denkst

Vermutlich kennst du das Spiel, bei dem es darum geht, nicht an etwas zu denken:

Denke nicht an deinen Chef in einem Clownskostüm! Und Zack, schon denkst du an deinen Chef in Clownskostüm.

Je mehr du versuchst, nicht daran zu denken, desto stärker wird der Gedanke in vielen Fällen.

Psychologische Studien haben gezeigt: Ein Gedanke wird umso stärker, je mehr wir versuchen, ihn zu unterdrücken. Und genau hier liegt die Crux, wenn du deine Gedanken kontrollieren möchtest.

Du wirst versuchen, nicht an etwas zu denken, den Gedanken krampfhaft umzuformen oder deine Gedanken zu stoppen. Und dadurch werden sie nur noch stärker.

Die wichtigste Regel, um deine Gedankenschleifen zu stoppen, ist deshalb ein bisschen paradox:

Versuche nicht, deine Gedanken zu kontrollieren.

Stattdessen solltest du aufhören, dich mit ihnen zu identifizieren. Mach dir bewusst, dass deine Gedanken nur Gedanken sind und keinesfalls der Wahrheit entsprechen.

Gedanken sind letztendlich nur Bilder, Geschichten und Eindrücke in deinem Kopf. Diese entsprechen manchmal der Wahrheit, oft jedoch auch nicht. Glaube deinen eigenen Gedanken also nicht immer.

Dich weniger mit deinen Gedanken zu identifizieren statt sie zu kontrollieren ist der erste Schritt für mehr Ruhe im Kopf. Aber es gibt auch konkrete Methoden, um dein Gedankenkarussell zu stoppen. Und darum geht es jetzt.

Gedankenkarussell stoppen: 7 effektive Methoden

Im folgenden 7 effektivsten Methoden, um dein Gedankenkarussell zu stoppen. Mein Vorschlag: Probiere einfach die verschiedenen Techniken aus und schau, was für dich am besten funktioniert.

Schau dir aber vorher unbedingt das Video an. Darin erkläre ich 5 Tipps, um negative Gedanken loszuwerden:

1. Komm in Bewegung

Weißt du, was die meisten Menschen enorm unterschätzen?

Wie viel Einfluss Bewegung auf unsere Gedanken und Gefühle hat.

Wenn du anfängst, dich zu bewegen, ändern sich deine Gedanken und Gefühle. Immer.

Vor allem, wenn du zu viele Gedanken hast und dich darin verlierst, kann Bewegung Wunder bewirken.

Je extremer die Bewegung, desto mehr ändert sich deine Gedankenwelt.

  • Milde Intensität (Zum Beispiel ein Spaziergang)
  • Mittlere Intensität (Zum Beispiel langsames Joggen oder entspanntes Radfahren)
  • Extreme Intensität (wild tanzen, Sprints oder schwere Gewichte im Fitnessstudio heben).

Probiere Folgendes aus: Wenn du das nächste Mal in einer negativen Gedankenschleife bist, komm in Bewegung.

  • Wenn du zuhause bist, mache dein Lieblingslied an und tanz wie ein Verrückter.
  • Wenn du im Büro bist, lauf ein bisschen durch die Büroräume und gehe kurz an die frische Luft, um dich mal zu strecken.
  • Wenn du sportlich bist, gehe eine Runde joggen.

Du wirst sehen, wenn du in Bewegung kommst, werden sich auch deine Gedanken ändern.

2. Grübeln stoppen: schreibe deine Gedanken auf

Kennst du das?

  • Du hast wiederkehrende Sorgen.
  • Du denkst immer an die gleichen negativen Geschichten.
  • Du kannst abends vor lauter Nachdenken oft nicht einschlafen.

Was dir enorm helfen wird, ist deine Gedanken aufzuschreiben.

Dadurch gewinnst du Klarheit und kannst sie besser loslassen.

Ich sage immer: Aufs Papier, raus aus dem Kopf.

Probiere es aus. Schreib einfach mal das auf, was du denkst.

Und keine Sorge: Es müssen weder zusammenhängende Sätze sein, noch stilistisch einwandfrei.

Es geht nur darum, dass du deine Gedanken auf Papier bringst.

3. Zähle 3 Dinge auf, für die du dankbar bist

Gibt es eine Art Abkürzung, um sich besser zu fühlen?

Ja!

Es ist Dankbarkeit.

Du kannst nicht dankbar und gleichzeitig unglücklich, ängstlich oder bedrückt sein.

Um dein Gedankenkarussell zu stoppen probiere also Folgendes: Denke an 3 Dinge, für die du dankbar bist.

Das können sehr simple Dinge sein. Du kannst z.B. dankbar dafür sein, dass du:

  • Abends gute Freunde treffen wirst
  • Eine tolle Familie hast
  • Ein leckeres Mittagessen essen wirst
  • Einen guten Job hast
  • Heute Abend deine Lieblingsserie anschauen wirst

Schließe einfach deine Augen, atme tief ein und aus und denke kurz an 3 Dinge, für die du dankbar bist.

Du wirst sehen, wie sich deine Gedanken (und Gefühle) verändern.

4. Gib deinen Gedanken einen Namen

Viele deiner negativen Gedanken wiederholen sich. Du erzählst dir also immer wieder die gleichen negativen „Geschichten“.

Zum Beispiel die „Das kann ich nicht“-Geschichte.

Oder die „Alle andere sind besser als ich“-Geschichte.

Oder die „Mein Partner wird mich verlassen, ich werde gefeuert werden und ich werde den Rest meines Leben einsam, arm und unglücklich sein“-Geschichte.

Identifiziere die häufigsten Geschichten, die du dir selbst erzählt. Und dann gib ihnen Titel.

Wenn dein Verstand das nächste Mal anfängt, dir die Geschichte zu erzählen, danke ihm dafür!

Nehmen wir zum Beispiel an, du redest dir oft ein, dass deine Arbeitskollegen kompetenter sind als du und dass du deshalb nie befördert werden wirst.

Du kannst der Geschichte zum Beispiel den Titel „Ich-werde-nie-befördert-werden“ geben.

Wenn du das nächste Mal anfängst, daran zu denken, sage einfach:

„Danke Verstand. Danke für die ‚Ich-werde-nie-befördert-werden’-Geschichte.“

Das mag total banal klingen.

Doch indem du deinem Verstand dankst, wird dir bewusst, dass es nur eine mentale Geschichte ist und keine Tatsache.

Und dadurch wirst du dich weniger in deinen Gedankenschleifen verlieren und wirst mental stärker.

5. Komm ins Hier und Jetzt

In unserer immer schneller werdenden Gesellschaft haben viele Menschen eine Sache verlernt:

Im Hier und Jetzt zu sein.

Ständig drehen sich unsere Gedanken um die Zukunft oder um die Vergangenheit.

Dein Gedankenkarussell liebt das. Dadurch kann es sich noch schneller drehen und noch mehr negative Gedanken finden.

Mehr Dinge, die du falsch gemacht hast. Mehr Sorgen über die Zukunft. Mehr Sachen, die mit dir angeblich nicht stimmen.

Was dein Gedankenkarussell jedoch gar nicht mag ist, wenn du voll und ganz in den jetzigen Moment eintauchst.

Das ist der wohl einzigste Weg, um deine Gedanken zu „stoppen“.

Probiere es mal für 2-3 Minuten aus:

Wenn du Kaffee trinkst, konzentriere dich ganz darauf. Wie schmeckt der Kaffee? Wie heiß ist er? Wie fühlt es sich an, wenn er deinen Hals herunterläuft?

Wenn du auf dem Sofa liegst, dann tue auch das zu 100%. Wie fühlt sich das Sofa an? Ist dein Körper entspannt oder angespannt? Ist die Temperatur angenehm?

Wenn du in der U-Bahn sitzt, fokussiere dich darauf. Was für Menschen siehst du? Wie laut ist es? Sitzt du bequem?

Versuche, voll und ganz im Hier und Jetzt zu sein. Oft bewirkt es wahre Wunder.

6. Einmal umdenken, bitte!

Was viele Menschen oft vergessen: Die Dinge sind per se nicht positiv oder negativ.

Es ist immer erst deine gedankliche Bewertung, die die Dinge zu etwas Positivem oder Negativen macht.

Vielleicht klingt es für dich überraschend, doch du kannst frei entscheiden, wie du die Dinge siehst!

Und das ist eine gute Technik, um deine Gedanken zu ändern.

Wenn du dir das nächste Mal Sorgen machst, negativ denkst und dein Gedankenkarussell nicht stoppen kannst, versuche umzudenken.

Mach dir ein Spiel daraus, die Dinge mal ganz anders zu betrachten.

Nehmen wir an, du stellst deinem Chef eine neue Idee vor. Du hast lange an der Idee gearbeitet und glaubst, dass sie der Firma mehr Geld bringen würde.

Er findet die Idee jedoch schwachsinnig.

Daraufhin bist du gekränkt und glaubst, du wärst ein Versager.

Und jetzt geht es darum, die Idee mal anders zu betrachten.

  • Vielleicht hat dein Chef die Idee so runtergemacht, weil er sie genial findet und neidisch auf dich ist, weil ihm so etwas nicht eingefallen ist.
  • Vielleicht sieht dein Chef einfach nicht das Potenzial deiner Idee, weil er zu konservativ ist.
  • Vielleicht ist deine Idee absolut genial, passt aber nicht in diese Firma.

Ich behaupte nicht, dass einer dieser Punkte wahr sein muss! Doch es sind alles Möglichkeiten.

Und je mehr du dich darin trainierst, Dinge auf verschiedene Arten zu sehen, desto weniger bist du in deinen Gedankenschleifen gefangen.

Mach dir also ab jetzt ein Spiel daraus, die Dinge immer wieder neu zu interpretieren.

Lies hier für auch: Positiv denken lernen

7. Erinnere dich an etwas Schönes aus der Vergangenheit

Du bist total niedergeschlagen. Hast gar keine Energie. Alles erscheint dir negativ und sinnlos. Dein Gedankenkarussell wird immer stärker.

Dann erinnere dich an eine schöne Erfahrung aus deiner Vergangenheit.

Mach die Augen zu und stelle dir vor, du bist wieder in der Situation. Mal es dir mit allen Details aus.

Denke zum Beispiel an deinen letzten Urlaub. Wie hast du dich gefühlt, also du völlig entspannt am Meer lagst, vollgefressen, mit einem leckeren Drink in der Hand? Wie war es, auszuschlafen und überhaupt keinen Stress zu haben?

 

Denke in allen Details daran und erinnere dich, wie gut du dich damals gefühlt hast.

Oder denke zum Beispiel an deine letzte prickelnde Liebesnacht. Was hatte dein Partner an, bevor du ihn ausgezogen hast? Wie hat er dich geküsst? Wie hat sich sein Körper angefühlt? Wie gut hat sich alles angefühlt?

(Bist du jetzt ein bisschen erregt? Super. Genieße es!)

Wenn du intensiv genug an eine positive Erinnerung denkst, werden deine Gedanken automatisch positiver werden.

Gedankenkarussell stoppen: Lerne, besser zu denken

Die Wahrheit ist: Deine Gedanken entscheiden über dein Leben.

Viele Menschen glauben jedoch irrtümlicherweise, dass sie deshalb immer positiv denken müssen und alles Negative vermeiden sollten.

Aber das stimmt nicht.

Negative Gedanken und Erfahrungen gehören zum Leben dazu, wie die Aufregung beim ersten Mal.

Es geht nicht darum, immer positiv zu denken. Sondern darum, „besser“ zu denken.

Dinge rationaler zu betrachten. Deine Gedankengänge zu verstehen. Deine negativen Gedanken logisch zu hinterfragen. Herausforderungen in einem neuen Licht zu sehen.

Siehe es mal so: Dein Verstand ist wie ein Muskel.

Du kannst ihn dazu trainieren, besser zu denken.

Darum geht es übrigens in meinem Videotraining. Trage dich ein und du lernst negative Gedanken loszulassen, weniger zu zweifeln und positiver zu denken:

Loslassen lernen mit diesen 3 ungewöhnlichen Methoden

Loslassen ist einer der ganz großen Schlüssel für ein erfülltes Leben.

Leider fällt genau das vielen Menschen schwer.

Vor allem wenn es darum geht, die Vergangenheit loszulassen, einen Ex-Partner, Selbstvorwürfe oder auch schmerzhafte Gefühle.

Wenn du endlich loslässt, wirst du wachsen

In diesem Artikel erfährst du deshalb 3 ungewöhnliche aber sehr effektive Methoden, um Altes und Belastendes loszulassen.

Lass uns vorher jedoch noch kurz betrachten, warum Loslassen lernen so enorm wichtig ist – und welche 3 Emotionen dich daran hindern.

Manchmal muss man loslassen (auch wenn man nicht will)

Im Leben laufen manche Dinge nicht so, wie wir sie uns vorstellen.

Sorry, das ist totaler Schwachsinn …

Ich korrigiere: Im Leben laufen die meisten Dinge nicht so, wie wir sie uns vorstellen!

  • Wir werden von unserem Partner verlassen.
  • Wir scheitern im Bewerbungsgespräch für einen langweiligen Job.
  • Wir tragen Größe L statt der gewünschten S.
  • Wir werden von einem guten Freund enttäuscht.
  • Unser Business scheitert.
  • Unsere Freitagabend-Lieblingsendung wird wegen zu geringer Einschaltquote abgeschafft.

Aber weißt du was? Das ist vollkommen egal.

Es ist egal, weil es nicht diese Ereignisse in unserem Leben sind, die zu Unzufriedenheit, Enttäuschung und Schmerz führen.

Was in den meisten Fällen zu Unzufriedenheit, Enttäuschung und Schmerz führt, ist der Umstand, dass wir diese Ereignisse nicht loslassen.

Ich habe meinen Vater verloren, einige Trennungen hinter mir und Vieles ist in meinem Leben nicht so gelaufen, wie ich es geplant hatte. Trotzdem bin ich zufrieden.

Warum?

Weil ich diese und andere negative Erfahrungen losgelassen habe.

Loslassen lernen ist der Schlüssel

Kennst du das?

  • Du bist mit dir selbst und deinem Leben unzufrieden, ohne wirklichen Grund.
  • Du bist oft gestresst und innerlich unruhig.
  • Du hast Probleme beim Einschlafen.
  • Du bist in deiner Kreativität und Produktivität gehemmt.
  • Du kannst Sex nicht wirklich genießen.
  • Du reibst dich an Dingen auf, auf die du keinen Einfluss hast.
  • Du bist oft gefangen in einem Strudel aus negativen Gedanken und Gefühlen.

Die Lösung für diese und viele weitere Schwierigkeiten im Leben?

Loslassen.

Loslassen ist ein wichtiger Schlüssel für mehr Glück, Selbstakzeptanz und Gelassenheit im Leben.

Bevor wir sehen, wie du das Loslassen lernen kannst, lass uns vorher noch sehen, was dich momentan davon abhält.

Du wirst überrascht sein.

Nicht loslassen können: 3 Ursachen (Psychologie)

Manchmal muss man einen geliebten Menschen gehen lassen. Loslassen was einem nicht gut tut. Dinge akzeptieren lernen. All das loslassen, was man nicht ändern kann.

Doch das ist nicht immer einfach.

Das liegt daran, dass wir beim loslassen mit 3 primären Emotionen konfrontiert werden:

  1. Liebe
  2. Wut
  3. Angst

Lass uns die 3 Emotionen kurz betrachten.

Liebe

Oft wollen wir die Liebe nicht loslassen, obwohl die Beziehung schon lange nicht mehr existiert.

Selbst nach einer Trennung, einer Scheidung oder sogar nach dem Tod klammern sich Menschen noch an die Liebe wie ein Kleinkind an den Rockzipfel seiner Mutter.

Einen Menschen gehen zu lassen bedeutet, emotional wie auch psychisch loszulassen.

Das Interessante dabei ist, dass einen Menschen loszulassen nicht bedeutet, dass die Liebe für ihn schwindet.

Ganz im Gegenteil.

Wahre Liebe impliziert nämlich loszulassen.

Wut

Es gibt Dinge, die machen uns wütend:

  • Der Ex-Partner, der uns betrogen und angelogen hat
  • Der Arbeitskollege, der statt uns befördert wurde, weil er dem Chef in den Ar*** gekrochen ist
  • Eine dummer Fehler, den wir hätten vermeiden können.

Loszulassen bedeutet, die Wut aufzugeben. Und dafür müssen wir verzeihen. Anderen. Dem Universum. Uns selbst.

Erst wenn du akzeptierst, dass das Leben nicht immer fair ist, kannst du loslassen.

Angst

Veränderung bedeutet für uns Menschen tendenziell erst mal Gefahr. Deshalb mag unser Gehirn Veränderung nicht – selbst wenn sie sich oftmals als positiv herausstellt.

Aus Angst vor Veränderung halten Menschen lieber an Altem fest, selbst wenn es ihnen nicht gut tut.

Loslassen bedeutet, sich von etwas Altem zu trennen und etwas Neues zuzulassen. Und das macht uns nicht selten Angst.

Lass uns nun sehen, wie du das loslassen lernen kannst.

Ich werde dir 3 ungewöhnliche Methoden erklären, durch die du Altes und Belastendes loslassen kannst.

Die dritte Methode hat mir persönlich beim Loslassen am meisten geholfen.

1. Loslassen durch Wahre Akzeptanz

Egal, wo du gerade im Leben stehst, was dein Problem ist und was nicht so läuft, wie du es gerne hättest: Akzeptiere es erst mal.

Solange du etwas nicht akzeptierst und nicht wahrhaben willst, kannst du daran nämlich auch nichts ändern. Das Einzige, was du dann tust, ist dagegen anzukämpfen, dich daran aufzureiben und zu leiden.

Egal, was also gerade deine Situation ist: Akzeptiere sie!

Und falls du dir denkst, dass du das nicht kannst, weil deine Situationen zu unangenehm ist, dann lass mich dir etwas sagen: Dir bleibt am Ende gar nichts anderes übrig, als das Ganze zu akzeptieren.

So banal es klingen mag – die Dinge sind, wie sie sind!

  • Wenn du unter Angstzuständen leidest, leidest du unter Angstzuständen.
  • Wenn dir heute Morgen dein Smartphone heruntergefallen ist und das Display kaputtgegangen ist, ist jetzt dein Display kaputt.
  • Wenn dich dein Partner verlassen hat, hat dich dein Partner verlassen.
  • Wenn du eine schwierige Entscheidungen treffen musst, musst du eine schwierige Entscheidung treffen.
  • Wenn du in sozialen Situationen sehr unsicher bist, bist du in sozialen Situationen sehr unsicher.

Du kannst dir vor Frustration die Haare ausreißen, deine Wohnung blitzeblank putzen, dein Horoskop um Hilfe bitten oder einen 500g Becher Häagen-Dazs Cookies & Cream in Rekordzeit auslöffeln: An den Dingen wird sich trotzdem nichts ändern.

Das Einzige, was dir also übrig bleibt, ist die Situation zu 100% zu akzeptieren. Und je schneller du das tust, desto besser.

Hör auf, dir Vorwürfe zu machen, dich selbst zu bemitleiden oder dir einzureden, dass so etwas immer nur dir passiert und die Götter sich gegen dich verschworen haben.

All das ist mentale Masturbation und bringt dich kein bisschen weiter.

Falsches Verständnis von Akzeptanz

Das moderne Verständnis von Akzeptanz ist weichgespült.

Menschen üben sich in Akzeptanz, weil sie dadurch erwarten, dass es ihnen besser geht – doch das klappt nicht.

„Anchu, ich übe mich mehr und mehr darin, meine Angst zu akzeptieren. Aber weiß du, wenn ich eine Präsentation halten soll, einen fremden Menschen ansprechen will oder mal Nein sagen möchte, verspüre ich immer noch Angst. Was mache ich falsch?“

Du machst nichts falsch! Du erwartest nur das Falsche!

Solange du nämlich erwartest, dass etwas Negatives besser wird, wenn du es akzeptierst, akzeptierst du es nicht wirklich!

Ich wiederhole:

So lange du erwartest, dass etwas Negatives – eine Situation, ein bestimmter Umstand, ein Gefühl oder ein Gedanke – besser wird, wenn du es akzeptierst, akzeptierst du es nicht wirklich!

Wahre Akzeptanz heißt, dass du OK damit bist, wie es jetzt ist. Solange du aber erwartest, dass sich etwas ändert, bist du nicht OK damit.

Und hier liegt das Problem vom modernen Verständnis von Akzeptanz.

Was wahre Akzeptanz wirklich bedeutet

Wenn du dich in Akzeptanz übst, erwarte nicht, dass es dir besser geht. Denn solange du das tust, kämpfst du weiterhin dagegen an und akzeptierst es nicht wirklich.

Mehr dazu auch in diesem Video:

Ein kleines Beispiel:

Solange du einen durchtrainierten Körper haben möchtest, wirst du dafür im Fitnessstudio leiden.

Egal, wie sehr du trainierst und wie stark du bist, der Schmerz des Trainings wird immer da sein. Du kannst jedoch lernen, den Schmerz als einen Teil des Weges zu sehen und mit ihm Frieden schließen.

Und genau so wie mit dem Schmerz aus dem Fitnessstudio verhält es sich mit anderen Dingen im Leben.

So lange du lebst, wirst du Ängste erleben, scheitern, abgewiesen werden, trauern und Enttäuschungen erleben.

Diese Dinge zu akzeptieren heißt nicht, dass du sie nicht mehr erleben wirst oder sie dir nichts mehr ausmachen. Es heißt nur, dass du nicht mehr dagegen ankämpfst und sie als einen Teil des Weges betrachtest.

Und genau das ist die Grundlage, um loszulassen.

2. Loslassen, in dem du dich auf etwas neues fokussierst

Viele Menschen, die nicht loslassen können, haben keinen Ausblick auf eine bessere Zukunft. Sie haben keine bedeutungsvollen Ziele, keine Träume, keine Pläne.

Sie sehen nur all die Fehler, den Schmerz und das, was früher besser war.

Das Problem?

Es ist schwer, etwas Altes loszulassen, wenn du nichts Neues in Aussicht hast.

Ein Beispiel: Manchen Müttern fällt es sehr schwer, ihre Kinder loszulassen, wenn diese erwachsen sind und ausziehen.

Vor allem dann, wenn die Mütter Hausfrauen waren.

Die Kinder haben den Müttern oft jahrelang eine Aufgabe und eine Identität gegeben. Wenn die Kinder ausziehen, fällt es diesen Müttern schwer, sie loszulassen.

Warum? Weil sie keine neuen Aufgaben oder Ziele in Aussicht haben.

Sie merken nur, dass plötzlich etwas nicht mehr da ist. Ihnen fehlt also etwas Wichtiges.

Ein anderes Beispiel:

Viele Menschen fallen in ein Loch, wenn sie in Rente kommen. Ihnen ist langweilig und sie fühlen sich nicht mehr gebraucht, weil ihnen der Job fehlt.

Auch hier: Wenn sie sich keine neue Aufgabe suchen – zum Beispiel ein neues Hobby, ein neues Projekt oder ein großes Ziel – fällt es ihnen sehr schwer, den alten Job loszulassen.

Altes Loslassen durch eine neue Aufgabe

Die simple Wahrheit:

Es ist viel einfacher, etwas Altes und Belastendes loszulassen, wenn du etwas Neues hast, worauf du dich fokussierst.

Also, such dir neue Projekte, neue Herausforderungen, mach Pläne. Finde ein paar bedeutungsvolle Ziele.

Dadurch konzentrierst du dich mental wie auch emotional auf etwas Neues, statt immer nur dem Alten hinterherzujammern.

Das heißt übrigens nicht, dass du vor Dingen wie Schmerz, deiner Vergangenheit oder der Realität davonlaufen sollst.

Wie im ersten Punkt erklärt, akzeptiere das Ganze. Doch dann fokussiere dich auf etwas Neues.

Du musst nicht jahrelang an etwas festhalten und immer wieder in der alten Scheiße rumrühren.

Du darfst loslassen, du darfst dich von Altem trennen und du darfst nach vorne schauen.

3. Loslassen, in dem du einen Sch**ß auf deine Identität gibst

Viele Menschen wollen die Vergangenheit loslassen, ihren Ex-Partner oder auch negative Gedanken.

Doch oft schaffen sie es nicht. Weil sie sich mit diesen Dingen identifizieren.

Lass mich das erklären.

Jeder Mensch hat eine Identität. Diese basiert auf seinen Erfahrungen, Werten und Glaubenssätzen.

Durch deine Identität grenzt du dich ab und definierst dich:

„Das bin ich, das macht mich aus, das will ich. Das bin ich nicht, das macht mich nicht aus, das will ich nicht.“

Hier ein paar Dinge, mit denen Menschen sich häufig identifizieren:

  • Besitztümer („Ich fahre ein tolles Auto“)
  • Beziehungen („Ich bin Mutter“)
  • Beruf („Ich bin CEO“)
  • Erfolg beim anderen Geschlecht („Ich bin attraktiv und begehrenswert“).
  • Errungenschaften aus der Vergangenheit („Ich war mal Ballkönigin“).
  • Bestimmte Gewohnheiten („Ich bin Veganer“).

Das Problem?

Je mehr du etwas mit deiner Identität verknüpfst, desto schwerer fällt es dir loszulassen.

Deine Identität begrenzt dich

Als ich mich im Jahr 2012 von meiner damaligen Freundin getrennt habe, ist meine Welt zusammengebrochen und ich konnte diese Frau lange nicht loslassen.

Das lag größtenteils daran, dass ich damals meinen Selbstwert aus der Beziehung mit ihr gezogen habe.

(Den Artikel über die Trennung findest du hier.)

Sei es ein Fehler in der Vergangenheit, die Meinung anderer, negative Gefühle gegenüber dir selbst, dein Ex-Partner oder dein langweiliger Bürojob – diese Dinge loszulassen fällt dir schwer, wenn dich zu sehr mit ihnen identifizierst.

Vor einigen Jahren habe ich den Entschluss getroffen, alles zu verkaufen, was ich nicht unbedingt brauche. Ich wollte minimalistisch leben.

Die Entscheidung ist mir damals verdammt schwer gefallen.

Ich hatte das Gefühl, dass ich durch den Verkauf von Büchern, Klamotten und anderen Dingen einen Teil meiner Identität verliere. Als würde eine Lederjacke etwas über mich aussagen.

Und so geht es uns häufig, wenn wir loslassen möchten.

Wir haben das Gefühl, einen Teil unseres Selbst zu verlieren. Als würde man uns einen Arm oder ein Bein abhacken.

Loslassen beginnt deshalb zu einem großen Teil damit, dass du aufhörst, dich mit externen Dingen zu identifizieren und sie zu einem Teil deines Selbstbilds zu machen.

Be water my friend

Vielleicht bist du der Meinung, dass die Vergangenheit, ein Beruf, eine Beziehung oder ein 52 Zoll Flachbildfernseher ein Teil von dir ist und dass sie dich zu demjenigen machen, der du bist.

Ja, die Vergangenheit, ein Beruf, eine Beziehung oder auch ein Fernseher sind Teil deines Lebens.

Aber das heißt noch lange nicht, dass sie dich als Mensch definieren.

Du bist nicht deine Vergangenheit, nicht dein Job, nicht deine Beziehung und auch nicht dein Fernseher – ganz egal, wie groß das Ding ist.

Stell dir vor, man würde dir alles in deinem Leben wegnehmen. Ja, ich weiß, kein schöner Gedanke, aber stell es dir trotzdem kurz vor.

Was wäre dann?

Du wärst du immer noch du. Du wärst immer noch ein Mensch mit Gefühlen, mit Werten, mit einer Persönlichkeit.

Und darum geht es.

Bruce Lee sagte einmal:

„Leere deinen Geist. Werde formlos und gestaltlos wie Wasser. Wenn man Wasser in eine Tasse gießt, wird es zur Tasse. Gießt man Wasser in eine Flasche, wird es zur Flasche. Gießt du Wasser in eine Teekanne, wird es zur Teekanne. Sei Wasser, mein Freund.“

Und genau das ist der Punkt beim Loslassen.

Sei Wasser, mein Freund.

Loslassen ist eine lebenslange Aufgabe

Loslassen ist nicht immer einfach. Doch dafür umso wichtiger.

Es gibt Menschen, die ihr Leben lang nicht darüber hinwegkommen, dass sie ihren Job verlieren, von ihrem Partner verlassen werden oder scheitern.

Andere erleben das gleiche und leiden, fluchen und trauern. Doch dann lassen sie los.

Sie stehen wieder auf, klopfen sich den Staub ab und schauen wieder nach vorne.

Du kannst das Leben nicht kontrollieren. Negative Erfahrungen, Enttäuschungen und Schmerz werden dir nicht erspart bleiben. Egal, wie du dich anstellst.

Obwohl du die Umstände oft nicht kontrollieren kannst, kannst du immer entscheiden, wie du auf das Leben reagierst.

Erlaube dir, loszulassen.

Du wirst aufhören, das Unkontrollierbare kontrollieren zu wollen und stattdessen auf der Welle des Lebens surfen, während die glutrote Sonne den Ozean küsst.

Was viele Menschen am loslassen hindert

Weißt du, warum Menschen nicht loslassen können?

Mentale Blockaden.

Einige dieser Blockaden haben wir in diesem Artikel gesehen. Aber das waren natürlich nicht alle.

Das Problem ist, dass uns diese Blockaden oft gar nicht bewusst sind… Sie sind wie ein blinder Passagier auf einem Schiff.

Deshalb habe ich 3 Tipps zusammengestellt, damit du diese Blockaden erkennst, durchbrichst und endlich loslässt.

Du kannst dir die Tipps hier kostenlos herunterladen. Aber Vorsicht! Du wirst danach vermutlich vieles loslassen …

Disziplin lernen: Ein Leitfaden für mehr Selbstdisziplin

Selbstdisziplin lernen ist gar nicht so schwer! In diesem detaillierten Leitfaden erfährst du 3 effektive Methoden, um mehr Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und Selbstkontrolle aufzubauen. 

Wusstest du das?

Disziplin ist eine der Eigenschaften, die mit am meisten zu unserem Wohlbefinden beitragen!6

Menschen mit starker Selbstdisziplin sind im Durchschnitt glücklicher und zufriedener mit ihrem Leben.7

Leider fehlt vielen Menschen jegliche Selbstkontrolle und sie sind das Gegenteil von diszipliniert.

Anstatt den Aktivitäten nachzugehen, die sie ihren Zielen näher bringen, vertreiben sie sich die Zeit lieber mit Happy-Hour-Cocktails, lustigen Katzenvideos auf Youtube oder einer Tüte Chips und der 127. Staffel Dschungelcamp.

Geht es dir auch so?

  • Fällt es dir schwer, konstant an deinen Zielen zu arbeiten?
  • Tust du oft nich das, was du dir vornimmst?
  • Fehlt es dir an Selbstkontrolle?

Dann bist du hier genau richtig.

In diesem Artikel erfährst du nämlich die 3 Grundlagen, um disziplinierter zu werden und das zu tun, was du dir vornimmst.

Lass uns aber vorher noch eine enorm wichtige Sache klären.

Warum Selbstdisziplin und Selbstkontrolle so wichtig sind

Selbstdisziplin ist oft nicht einfach

Selbstdisziplin so vielen Menschen schwerfällt ist, weil sie es mit Verzicht oder auch Bestrafung verbinden.

Sie glauben, dass früh aufzustehen, viel zu arbeiten, gesund zu essen, kalt zu duschen oder regelmäßig Sport zu machen hart ist.

Aber das stimmt nicht.

Die allermeisten disziplinierten Menschen tun diese Dinge gerne.

Ich bin zum Beispiel jemand, der sehr diszipliniert ist.

  • Ich arbeite produktiv.
  • Ich mache viel Sport.
  • Ich esse gesund.
  • Ich meditiere täglich.

Ich tue diese Dinge nicht, um mich zu bestrafen. Im Gegenteil. Ich tue sie gerne, weil sie mir gut tun und mir dabei helfen, meine Ziele zu erreichen.

Selbstliebe hat nichts damit zu tun, jeden Abend faul auf der Couch zu liegen und Süßigkeiten zu futtern.

Mach dir also bewusst, dass Selbstdisziplin nichts mit Bestrafung oder mangelnder Selbstliebe zu tun hat.

Ganz im Gegenteil. Du bist diszipliniert, weil du dir selbst wichtig bist. Weil du vorankommen willst. Weil dir deine mentale, körperliche und seelische Gesundheit wichtig ist.

Warum erkläre ich das?

Weil immer mehr Menschen unter fehlender Disziplin leiden.

Mangelnde Disziplin ist zu einer Art Volkskrankheit mutiert

Unsere Gesellschaft wird immer übergewichtiger, leidet unter psychischen Problemen und immer mehr Menschen fällt es schwer, sich selbst zu beherrschen.

Eine der Hauptursachen dafür ist mangelnde Selbstdisziplin.

Durch Selbstdisziplin und Selbstkontrolle sind wir fähig, auf gewisse Dinge zu verzichten, weil es etwas gibt, das uns wichtiger ist.

  • Wir verzichten auf Schlaf, weil wir an der Selbstständigkeit arbeiten.
  • Anstatt abends Fernsehen zu schauen, gehen wir noch ins Fitnessstudio (angeblich ist die 127. Folge Dschungelcamp auch gar nicht mehr so interessant).
  • Wir essen ein paar Biokarotten anstatt einem 500g. Becher Cookies und Cream von Häagen Dazs.
  • Wir beherrschen uns und hören unserem Partner aufmerksam zu, obwohl er uns zur Weißglut bringt und wir ihn am liebsten %§@!&#!!! zubrüllen wollen.

Obwohl uns der Verzicht auf gewisse Dinge häufig so schwer fällt, ist es genau diese Selbstkontrolle, die uns zufriedener und erfolgreicher macht.

Ein sehr wichtiger Faktor dabei spielt dein Mindset – also wie du mit deinen eigenen Gedanken umgehst. Aus diesem Grund habe ich genau zu dem Thema einen kostenlosen Ratgeber geschrieben. Du kannst dir den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.

Selbstdisziplin lernen: Was du aus diesen bekannten Experimenten lernen kannst

In einer Studie verglichen Psychologen die Noten von Studenten. Bei über 30 verschiedenen Persönlichkeitseigenschaften war Disziplin die einzige Eigenschaft, bei der die Psychologen einen direkten Zusammenhang zu den Noten feststellen konnten.8

Bevor ich mich wieder interessanten Dingen wie Cocktails, lustigen Katzenvideos oder dem Dschungelcamp zuwende, möchte ich dir noch ein weiteres Experiment vorstellen, das eindrucksvoll zeigt, warum Selbstdisziplin, Durchhaltevermögen und auch Selbstkontrolle so wichtig sind.

Es handelt sich hierbei um den „Marshmallow-Test“, eines der bekanntesten Experimente der Sozialpsychologie.

Zwischen 1968 und 1974 führte der Psychologe Walter Mischel Experimente zum Belohnungsaufschub mit etwa vier Jahre alten Kindern durch.

Den Kindern wurde ein Marshmallow vor die Nase gelegt und gesagt, dass sie entweder jetzt ein Marshmallow haben könnten oder aber zwei Marshmallows, wenn sie solange warten, bis der Versuchsleiter zurückkommt (was im Durchschnitt ca. 15 Minuten dauerte).9

Die Kinder waren also folgendem Dilemma ausgesetzt:

Ein Marshmallow jetzt oder zwei Marshmallows später?

Doch damit war diese Studie nicht zu Ende. Ganze 14 Jahre später wurden die mittlerweile erwachsenen Kinder nochmal analysiert. Mit faszinierenden Erkenntnissen über die Auswirkungen von Selbstdisziplin:

  • Die Kinder, die damals geduldig 15 Minuten warteten und somit zwei Marshmallows bekamen, waren zu sozial kompetenten und selbstbewussten Menschen geworden. Sie waren in der Lage, Belohnungen aufzuschieben, wenn sie dadurch ihren Zielen näher kamen und konnten Rückschläge gut überwinden.
  • Die damals ungeduldigen Kinder hingegen waren neidischer, unsicherer, unentschlossener und hatten — unabhängig von ihrer Intelligenz, —schlechtere Schulnoten als die Kinder, die 15 Minuten warteten.10

Selbstdisziplin beeinflusst maßgeblich deine Lebenszufriedenheit

Ähnliche Ergebnisse hatte eine andere psychologische Studie, bei der tausend Kinder von Geburt an bis zum 32. Lebensjahr untersucht wurden.

Diejenigen, die länger auf Befriedigung warten konnten (also mehr Disziplin hatten), waren im Durchschnitt gesünder, akademisch erfolgreicher, finanziell stabiler aufgestellt und waren mit ihrem Leben allgemein zufriedener.11

Um es zusammenzufassen: Disziplin hat einen sehr großen Einfluss auf unsere Lebenszufriedenheit. Mehr als Cocktails, lustige Katzenvideos oder die 127. Folge Dschungelcamp.

Und vermutlich auch mehr als ein 500g. Becher Cookies und Cream von Häagen Dazs.

Doch wie genau können wir Disziplin lernen und welche Faktoren haben einen Einfluss darauf?

Die 3 Grundlagen starker Selbstdisziplin

Selbstdisziplin setzt sich maßgeblich aus diesen 3 Faktoren zusammen:

  1. Zielsetzung
  2. Willenskraft
  3. Gewohnheiten

Und wie du Fuchs dir wahrscheinlich schon gedacht hast, gehe ich im Folgenden auf diese drei Faktoren etwas genauer ein. Man reiche mir zwei Marshmallows.

Du kannst dir die 3 Grundlagen auch als Video anschauen:

1. Disziplin lernen – Zielsetzung

Wie wir soeben gesehen haben, bedeutet Disziplin größtenteils, dass wir auf etwas verzichten, da uns etwas anderes wichtiger ist. Damit die Gleichung funktioniert, muss es aber wirklich auch etwas geben, das uns wichtiger ist. Das sind Ziele.

Um disziplinierter zu werden brauchst du also ein Ziel. Und das ist ein kritischer Punkt.

Viele Autoren und Blogger schreiben darüber, wie wichtig Ziele und Zielsetzung sind. Doch die meisten übersehen dabei das Wesentliche. Sie erklären zwar das wie, vergessen aber das warum.

Warum willst du dein Ziel erreichen?

Die wichtige Frage ist nicht, wie du ein Ziel erreichen kannst, sondern warum du es erreichen willst.

Ich bin der Meinung, dass wir kaum mit mangelnder Motivation oder fehlender Disziplin zu kämpfen haben, solange wir für etwas intrinsisch motiviert sind.

Intrinsische Motivation

Intrinsische Motivation bedeutet, etwas zu tun, weil wir daran Spaß haben, darin einen Sinn sehen oder die Tätigkeit eine Herausforderung darstellt. Sind wir intrinsisch motiviert, ist also die Tätigkeit selbst die Belohnung.

Anders ist es, wenn wir für etwas extrinsisch motiviert sind. Extrinsische Motivation bedeutet, dass wir etwas tun, um eine Belohnung zu erhalten (Geld, Anerkennung, Gute Noten) oder eine Bestrafung zu vermeiden (Kündigung, schlechte Noten).

Falls es dein Ziel ist, Jura zu studieren, kann dir eine intelligente Zielsetzung dabei helfen, dein Ziel zu erreichen. Doch der viel wichtigere Aspekt ist:

Warum willst du überhaupt Jura studieren?

Weil es dir Spaß macht und dich interessiert, dich erfüllt und du darin einen Sinn siehst? (Intrinsische Motivation)

Oder weil du viel Geld verdienen willst, die Gesellschaft es als einen guten Job betrachtet oder du deine Eltern glücklich machen willst? (Extrinsische Motivation)

Extrinsisch motivierte Ziele zu verfolgen ist besser als gar keine Ziele zu verfolgen. Doch letztendlich sind es vor allem die intrinsisch motivierten Ziele die deinem Leben mehr Sinn und Richtung geben. Und die dazu führen, dass du motivierter und auch disziplinierter wirst.

(Hier erfährst du übrigens 9 weitere Methoden um das zu tun, was du dir vornimmst: Selbstmotivation lernen)

Der nächste Faktor, der einen großen Einfluss auf deine Disziplin hat, ist Willenskraft.

2. Disziplin lernen — Willenskraft

Ich denke, ich muss dir nicht erklären, was Willenskraft bedeutet. Jedoch möchte ich dir erklären, wie du deine Willenskraft trainieren und stärken kannst.

Willenskraft funktioniert ähnlich wie ein Muskel. Beanspruchen wir unsere Willenskraft regelmäßig, wächst sie und wird stärker. Beanspruchen wir sie nicht, ist unsere Willenskraft schwach.

Du kannst deine Willenskraft trainieren, in dem du regelmäßig etwas tust, was dich Überwindung kostet:

  • Jeden Tag kalt zu duschen.
  • Noch 10 Minuten weiterzulesen, obwohl du nicht mehr willst.
  • Im Büro auf Süßigkeiten zu verzichten, obwohl du sie vor der Nase hast.
  • Noch 5 Minuten weiter joggen, obwohl du nicht mehr kannst.
  • Statt zwei Marshmallows nur eines zu essen (außer du musst auf das zweite 15 Minuten warten…).

Wenn ich zum Beispiel einen Artikel wie diesen schreibe, erreiche ich häufig einen Punkt, an dem ich nicht mehr schreiben will.

Ich werde müde, meine Konzentration schwindet und oftmals hakt der Artikel an gewissen Stellen. In dem Moment möchte ich mit dem Schreiben aufhören. Doch anstatt diesem Gefühl nachzugeben, überwinde ich mich oftmals und schreibe noch 15 bis 30 Minuten länger.

Und mich immer wieder aufs Neue zu überwinden stärkt dauerhaft meine Willenskraft.

Genauso wie es jedoch nur wenig bringt, deine Muskeln einmalig zu überstrapazieren, bringt es auch nicht viel, deine Willenskraft einmalig extrem ans Limit zu bringen. Falls du deine Willenskraft stärken möchtest, musst du regelmäßig etwas dafür tun.

Lieber täglich ein bisschen, als einmal ganz viel.

Zwei wichtige Dinge solltest du allerdings noch über deine Willenskraft wissen.

Deine Willenskraft ist begrenzt

Bei einem wissenschaftlichen Experiment zum Thema Selbstdisziplin sollten  die Teilnehmer zwei aufeinanderfolgende Aufgaben durchführen, die beide eine gewisse Disziplin verlangten. So mussten sie zum Beispiel zuerst ihre Gefühle zurückhalten und danach so fest wie möglich mit ihrer Hand zudrücken (oder andersherum).

Unabhängig von der Reihenfolge der Aufgaben und unabhängig davon, wie viel Selbstdisziplin die Teilnehmer hatten, bei der zweiten Aufgabe hatten sie immer weniger Willenskraft zur Verfügung als bei der ersten.12

Unsere Willenskraft ist also begrenzt.

Keiner hat unendliche Willenskraft und je mehr Aktivitäten wir tun, für die wir Willenskraft brauchen, desto mehr schwindet diese.

Deshalb baut unsere Willenskraft über den Tag hinweg ab. Üblicherweise haben wir morgens mehr Willenskraft als abends. Vielleicht ist dir das auch schon aufgefallen.

Je stressiger und anstrengender unser Arbeitstag war, desto schwerer wird es uns zum Beispiel fallen, abends noch Sport zu machen. Meistens wollen wir nur noch auf der Couch entspannen, Müll fressen und uns eine neue Folge The Voice of Germany angucken. Da geht es mir nicht anders, doch mittlerweile gehe ich dieser Versuchung nur noch selten nach.

Es ist also wichtig, für was wir unsere Willenskraft einsetzen und wann wir sie einsetzen. Versuche deshalb früh wie möglich am Tag die Dinge zu machen, die für dich am wichtigsten sind und die den größten Einfluss auf das Erreichen deiner Ziele haben.

Es ist gut möglich, dass du dir deinen Tag nicht ganz so frei einteilen kannst wie ich es zum Beispiel momentan kann. Aber ich bin mir trotzdem relativ sicher, dass du deine Willenskraft intelligenter nutzen kannst.

Externe Faktoren, die deine Willenskraft beeinflussen

Glukose ist der Treibstoff für unsere Willenskraft. Wo keine Glukose, da keine Willenskraft. Um eine starke Willenskraft aufzubauen, ist es also wichtig, dass unser Gehirn mit genug Glukose versorgt ist.13

Damit unser Gehirn immer genug Glukose hat, spielen zwei Faktoren eine große Rolle: Ernährung und Schlaf.

Jegliches Lebensmittel, das Kalorien enthält, liefert unserem Gehirn Glukose. Doch Lebensmittel die Zucker enthalten liefern zwar sehr schnell Glukose, diese Zufuhr hält aber nicht lange an. Diese Lebensmittel stärken zwar kurzfristig unsere Willenskraft, aber danach kommt der sogenannte Zuckercrash.

Um unser Gehirn konstant und gleichmäßig mit Glukose zu versorgen, ist es am besten, wenn wir alle paar Stunden Lebensmittel mit einem niedrigen glykämischen Index essen. Das sind Nahrungsmittel wie:

  1. Frisches Obst
  2. Nüsse
  3. Magere Proteine
  4. Gemüse & Kräuter
  5. Marshmallows (Diese haben leider einen sehr hohen glykemischen Index, wie fast alle Süßigkeiten.)

Mindestens genauso wichtig wie die Ernährung ist Schlaf. Leiden wir unter Schlafmangel, funktioniert unser präfrontaler Cortex — der Bereich des Gehirns der für die Willenskraft zuständig ist — nicht optimal. Das führt letztendlich dazu, dass die Gehirnzellen nicht fähig sind, Glukose aufzunehmen.14

Arnold Schwarzenegger behauptete einmal, dass wenn man erfolgreich sein möchte, man nicht länger als 6.30 Stunden pro Nacht schlafen sollte — und falls das nicht reicht, sollte man einfach schneller schlafen.

Das ist zwar amüsant, aber nicht für jeden der optimale Tipp. Mir zum Beispiel sind 6.30 Stunden Schlaf zu wenig. Achte also darauf, dass du genug erholsamen Schlaf bekommst — oder frag Arnie, wie das mit dem schneller Schlafen funktioniert.

(Lies auch: Antriebslosigkeit überwinden)

Kommen wir zum letzten und wichtigsten Punkt, wenn es darum geht, Disziplin zu lernen.

3. Disziplin lernen — Gewohnheiten

Egal, wie stark und ausgeprägt deine Willenskraft ist, früher oder später erreichst du den Punkt, an dem deine Willenskraft aufgebraucht ist.

Deshalb ist der beste Weg zu mehr Selbstdisziplin gute Gewohnheiten zu entwickeln.

Das sind Dinge, die ich täglich oder zumindest sehr regelmäßig machen:

  • Meditieren
  • Kalt duschen
  • Gesund essen
  • Fokussiert zu arbeiten
  • Lesen

Glaubst du, ich könnte all das täglich machen, wenn ich für diese Dinge meine Willenskraft bräuchte?

Nein, denn es wäre zu viel des Guten.

Doch da die meisten dieser Aktivitäten für mich zur Gewohnheit geworden sind, fallen sie mir nicht mehr schwer. Ich brauch dazu nur noch wenig oder gar keine Willenskraft mehr.

Der Trick zu übermenschlicher Disziplin

Disziplin ist dann am effektivsten, wenn wir uns gute Gewohnheiten zulegen und schlechte ablegen. Oder anders ausgedrückt: am besten funktioniert Disziplin, wenn wir sie nicht beanspruchen müssen.

Mehr dazu in diesem Video:

Das ist der Grund, warum Menschen, die sich mehrere Ziele auf einmal setzen, häufig keines erreichen.

Sie verbrauchen zu viel Willenskraft bevor sie die einzelnen Aktivitäten zu Gewohnheiten umwandeln können.15

Nehmen wir als Beispiel gesunde Ernährung. Ich kann versuchen, bei jeder Mahlzeit mit reiner Willenskraft auf leckeres aber ungesundes Essen zu verzichten — und werde früher oder später scheitern.

Selbstdisziplin bedarf das Loslassen von schlechter Gewohnheit

Die Alternative lautet mich an gesundes Essen zu gewöhnen.

Ich kann lernen, gesund und lecker zu kochen und mich an gesundes Essen zu gewöhnen, bis es mir gut schmeckt. Des Weiteren kann ich mir das Leben einfacher machen, in dem ich nur gesunde Nahrungsmittel einkaufen. Dadurch komm ich erst gar nicht in Versuchung, ungesund zu essen.

Ähnlich sieht es mit dem Sport aus.

Du wirst nicht über Monate hinweg regelmäßig Sport machen, wenn du dich dafür jedes Mal überwinden musst und deine Willenskraft brauchst. Versuche also, Spaß am Sport zu entdecken und alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Statt nach der Arbeit erst nach Hause zu gehen um deine Sportsachen zu holen, nimm deine Sportsachen mit zur Arbeit und gehe direkt von dort aus ins Fitnessstudio.

Das klingt nach belanglosen Kleinigkeiten, doch genau diese machen am Ende des Tages einen Unterschied.

Gewohnheiten entwickeln

Um Gewohnheiten zu entwickeln, gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten:

  • Setzte dir kleine Ziele. Erscheint dir ein Ziel zu groß, wirst du die Aktivität die zu dem Ziel führt kaum zur Gewohnheit machen können. Keiner kann sich täglich überwinden etwas zu tun, von dem er sowieso glaubt, dass er es nicht erreichen wird.
  • Setze dir nur ein neues Ziel auf einmal, bis du das Gefühl hast, die neue Aktivität ist zur Gewohnheit geworden. Das man im Durchschnitt 30 Tage braucht, bis man eine Gewohnheit entwickelt, ist übrigens falsch. Wie schnell wir eine Gewohnheit entwicklen ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und kann zwischen 18 und 254 Tagen dauern.16
  • Sei nicht zu hart zu dir. Forschungen haben gezeigt, dass das Verpassen einer Möglichkeit um das neue Verhalten auszuführen, keine wesentlichen Auswirkungen auf den Bildungsprozess der neuen Gewohnheit hat. Möchtest du Meditation zu einer täglichen Gewohnheit machen und du setzt am Sonntag aus, weil dir die 6 Mojitos vom Vorabend das Leben schwer machen, ist das nicht schlimm. Mache einfach am nächsten Tag weiter.
  • Versuche an der Aktivität, die du zur Gewohnheit umwandeln willst, Spaß zu haben. Spaß ist Teil der intrinsischen Motivation. Hast du an einer Aktivität Spaß, musst du dich kaum noch dazu überwinden.

Um dauerhaft an deinen Zielen zu arbeiten und zu dem Mensch zu werden, der du sein willst, versuche, so viele gute Gewohnheiten wie möglich zu entwickeln.

Viele Dinge werden dir dadurch leichter fallen, als wenn du versuchst, alles mit reiner Willenskraft zu erreichen.

Und falls du es nicht schaffst, gute Gewohnheiten zu entwickeln, keine intrinsisch motivierten Ziele findest und sich deine Willenskraft nicht zu stärken scheint, kannst du immer noch deine Zeit mir Happy-Hour-Cocktails, lustigen Katzenvideos auf Youtube oder der 127. Staffel Dschungelcamp verbringen.

Es gibt Schlimmeres.

Mehr Disziplin durch das richtige Mindset

Disziplin und Motivation entstehen im Kopf. Um dauerhaft deine Ziele zu verfolgen brauchst du also das richtige Mindset.

Du musst mit Rückschlägen umgehen, aus Fehlern lernen und dich auch in schwierigen Zeiten zum weitermachen motivieren.

Aus diesem Grund habe ich einen kostenlosen Ratgeber geschrieben. Darin erfährst du, wie du ein starkes Mindset entwickelst und dadurch dauerhaft deine Ziele verfolgst.

Trage deine E-Mail Adresse ein und ich schicke dir den Ratgeber kostenlos zu:

Was ist Glück? Die zwei Arten des Glücks (plus Beispiele)

Was ist Glück?

Eine Frage, welche die Menschheit seit Jahrtausenden beschäftigt.

Große Philosophen, bekannte Denker und Betrunkene haben sich darüber den Kopf zerbrochen.

Letztendlich strebt jeder Mensch nach Glück, auch wenn es ihm nicht immer bewusst ist.

Geld, Liebe, Abenteuer, Macht, Attraktivität oder Freiheit: Wir sehnen uns danach, weil wir uns davon mehr Glück versprechen.

In diesem Artikel widmen wir uns dem Thema Glück etwas eingehender.

Wir werden sehen, wie große Philosophen das Glück definierten, dass es zwei Arten von Glück gibt und dass die moderne Glücksforschung ein paar sehr interessante Erkenntnisse zu bieten hat.

Würde man 100 Menschen „Was ist Glück?“ fragen …

Von 1992 bis 2003 lief auf RTL die Show „Familienduell“.

In der Show mussten zwei Familien Fragen richtig beantworten.

Dieselben Fragen, die von den Familien beantwortet werden mussten, wurden vorher 100 Menschen in der Fußgängerzone gefragt.

Der Kommentator leitete die Fragerunde mit dem legendären Satz ein: „Wir haben 100 Menschen gefragt …“

Leider kam die Frage „Was ist Glück?“ in der Show nicht vor.

Doch stell dir vor, man würde 100 Menschen fragen, was Glück ist. Vermutlich wurde man 100 verschiedene Antworten bekommen.

Glück ist nämlich eine sehr subjektive Angelegenheit.

Das, was mich glücklich macht, muss nicht auch zwangsweise dich glücklich machen. Und andersherum.

Via drlima

Das spiegelt sich auch in der Tatsache wieder, dass Menschen mit völlig verschiedenen Lebenskonzepten und Lebenseinstellungen glücklich sein können (oder unglücklich).

Es gibt also nicht den einen Weg zum Glück.

Weil Glück so subjektiv ist, sind mit der Zeit auch viele verschiedene Definitionen von Glück entstanden.

Bevor wir uns den verschiedenen Arten von Glück widmen, lass uns kurz ein paar der wichtigsten Glücksdefinitionen betrachten.

Große Denker: Das Glück in der Philosophie

So definierten einige der bekanntesten Philosophen und Denker das Glück:

Aristoteles

Der griechische Philosoph sieht Glück als ein sinnvolles und gelungenes Leben.

Er erklärt, dass jeder Menschen durch seine eigenen Handlungen für sein Glück verantwortlich ist. Dies gelingt, wenn ein Mensch gut lebt und sich gut verhält (den richtigen Tugenden nach geht).

Die vollkommene Glückseligkeit sieht Aristoteles allerdings im geistigen Denken.

Artur Schopenhauer

Schopenhauer sah das Glück vor allem in der Befriedigung eines Wunsches. Da aber keine Befriedigung langfristig anhält, sondern früher oder später wieder der Anfang eines neuen Wunsches ist, ist das Glück nur selten von Dauer.

Sein Motto:

Das Glück ist keine leichte Sache: es ist sehr schwer, es in uns selbst, und unmöglich es anderswo zu finden.

Henry David Thoreau

Der amerikanische Autor und Denker hatte einen ziemlich zurückhaltenden Glücksansatz.

Seiner Ansicht nach war es besonders wichtig, dem Glück nicht hinterherzurennen und sich stattdessen auf andere, wichtigere Dinge im Leben zu konzentrieren.

Sein Zitat über das Glück:

“Glück ist wie ein Schmetterling; Je mehr Sie es jagen, desto mehr wird es sich entziehen, aber wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit auf andere Dinge lenken, wird es kommen und sich sanft auf die Schulter setzen.”

Was ist Glück? Die zwei Arten von Glück

Was viele Menschen daran hindert, glücklich zu sein, ist ihr falsches Verständnis von Glück.

Sie glauben, dass Glück bedeutet, sich immer gut zu fühlen und fröhlich zu sein.

Doch das stimmt nicht.

Glücklich zu sein bedeutet nicht zwangsweise, dass du dich im jetzigen Moment gut fühlst.

Das liegt daran, dass es kurzfristiges und dem langfristiges Glück gibt.

Und diese Unterscheidung ist wichtig, um Glück besser definieren zu können.

Das kurzfristige Glück: Glücksmomente

Sicherlich kennst du das:

  • Du hast so viel Spaß mit deinen Freunden, dass die Zeit verfliegt.
  • Du hast einen super langen und anstrengenden Tag hinter dir, hast dir was Leckeres zu Essen gemacht und kannst endlich auf der Couch entspannen.
  • Deine Fußballmannschaft gewinnt ein wichtiges Spiel und du jubelst in völliger Ekstase.
  • Du lachst so viel, dass dir dein Bauch weh tut.
  • Du bist vor Freude außer dir, weil du gute Nachrichten bekommen hast (Prüfung bestanden, neuen Job erhalten, Wohnungszusage, etc.)

All das sind Glücksmomente.

Du verspürst in solchen Augenblicken eine Menge guter Gefühle: Spaß, Freude, Genuss, Ekstase.

In solchen Momenten ist das Leben wunderschön und du genießt es in vollen Zügen.

Interessanterweise denken wir in solchen Momenten nicht darüber nach, ob wir gerade glücklich sind. Wir sind es einfach.

Doch Glücksmomente alleine machen noch kein gutes Leben aus.

Betrachte es mal so: Du kannst zwar gerade einen Glücksmoment erleben, aber generell sehr unzufrieden und unglücklich sein.

Und das bringt uns zu der zweiten Form von Glück.

Das langfristige Glück: Allgemeine Zufriedenheit

Stell dir vor, zwei seriös aussehende Herren klopfen an deiner Tür. Sie sind vom Glücksministerium und möchten dir einige Fragen zum Thema Glück stellen.

Ihre Aufgabe ist es nämlich, herauszufinden, wie glücklich die Gesellschaft ist.

Du machst ihnen die Tür auf und ihr setzt euch.

Nun stellen sie dir eine Menge Fragen zu verschiedenen Lebensbereichen:

  • Wie zufrieden bist du mit deinem Beruf? Und deiner Wohnlage?
  • Bist du glücklich in deiner Beziehung?
  • Wie steht es um deine Freundschaften?
  • Kannst du auch mal alleine glücklich sein?
  • Wie bewertest du die Zukunft? Freust du dich drauf? Hast du Angst davor?

Jede Frage musst du mir einer Zahl von 0 bis 10 beantworten. 0 heißt vollkommen unglücklich, 10 steht für absolutes Glück.

Nach dem du alle Fragen beantwortest hast, wird der Durchschnitt errechnet.

Zum Beispiel 6,7. Oder 8,2. Oder 3,7 (sorry!).

Diese Zahl steht für deine allgemeine Zufriedenheit. Dein langfristiges Glück.

Sie beschreibt, wie glücklich du mit deinem Leben im Allgemeinen bist.

Was übrigens wie ein fiktives Beispiel wirkt, ist Realität in dem kleinen Land Bhutan.

In dem Nachbarstaat von Tibet gibt es kein Bruttoinlandsprodukt, sondern das „Bruttoinlandsglück“. Um dieses zu errechnen, wird jeder Bewohner mittels eines ausführlichen Fragebogen nach seinem Glück befragt.

Dieses „allgemeine Glück“ ist ein wichtiger Indikator für dein allgemeines Wohlbefinden und deine Zufriedenheit.

Siehe es mal so – vielleicht bist du momentan sehr unglücklich, weil du eine schwierige Phase durchmachst:

  • Dein Partner hat dich verlassen.
  • Du hast Probleme bei der Arbeit.
  • Dir geht es gesundheitlich gerade nicht gut.
  • Du hast 4 Kilo zugenommen und deine Lieblingshose passt dir nicht mehr.

Doch obwohl es dir gerade nicht gut geht, bist du im Allgemeinen sehr glücklich.

Um dauerhaft glücklich zu sein, brauchst du kleine Glücksmomenten genauso wie die allgemeine Zufriedenheit.

Die Mischung macht es.

Mehr dazu auch in diesem Artikel:

Glücklich sein: 17 Tipps

 Auch meine Bloggerkollegin Miriam hat einen Artikel darüber geschrieben warum wir oft nach der falschen Art von Glück suchen und deshalb oftmals unglücklich sind.

Und in diesem Video erfährst du 7 Erkenntnisse über das Glück:

Erkenntnisse aus der Glücksforschung

Obwohl Glück eine subjektive Angelegenheit ist, hat die moderne Glücksforschung in den letzten Jahren wichtige Erkenntnisse gesammelt.

Hier sind 3 davon:

Ziele machen nicht automatisch glücklich

Glück ist ein interessanter Zustand.

Es scheint immer hinter der nächste Ecke zu warten. In unmittelbarer Nähe, doch trotzdem nicht greifbar.

Viele Menschen glauben deshalb, dass sie glücklich sein werden, wenn sie ihr großes Ziel erreicht haben.

Sie versprechen sich das große Glück von:

  • Einer Beförderung
  • Einem neuen Partner
  • Einer Weltreise
  • Einem tollen Körper
  • Einem eigenen Haus mit Garten.

Doch die Sache hat einen großen Haken.

Das Erreichen eines Zieles macht langfristig selten glücklich.

Das liegt an dem, was Glücksforscher als hedonistische Tretmühle bezeichnen.

Dieser sperrige Begriff beschreibt die menschliche Tendenz, sich sehr schnell an neue Gegebenheiten zu gewöhnen und zu einem konstanten Glückserleben zu streben.

Ob du nun befördert wirst, einen neuen Partner findest, abnimmst oder in dein eigenes Haus ziehst, du wirst dich daran sehr schnell gewöhnen.

Das Glück, das durch das Erreichen eines Zieles entsteht, hält meistens nicht viel länger als die Erektion eines Rentners.

Geld ist nicht so wichtig

Die meisten Menschen wünschen sich mehr Geld.

Sie glauben, dass sie glücklicher wären, wenn sie ein tolles Auto hätten, in einem großen Haus leben würden und 3 Mal im Jahr Urlaub an exotischen Orten machen könnten.

Doch tatsächlich hat Geld wenig Einfluss auf dein Glück.

Trotz Einkommensunterschieden, Kulturunterschieden und Naturkatastrophen sind Menschen auf der ganzen Welt ungefähr gleich glücklich.

Ich habe 2013 in Brasilien gelebt. Ein aufstrebendes Land, in dem viele Menschen an der Armutsgrenze leben – und häufig leider auch deutlich darunter.

Trotzdem war ich fasziniert, wie entspannt und glücklich die meisten Menschen wirkten.

Obwohl es ihnen rein finanziell nicht gut ging, schienen sie fröhlich und glücklich zu sein.

Du brauchst das Gefühl von Kontrolle

Du kannst das Leben nicht kontrollieren.

Unvorhergesehenes gehört zum Leben dazu wie die Pickel zur Pubertät.

Oder um es in den Worten von John Lennon zu sagen:

„Leben ist das, was passiert, während du fleißig dabei bist, andere Pläne zu schmieden.“

Doch obwohl du das Leben nicht kontrollieren kannst, kannst du das Gefühl von Kontrolle haben.

Du hast also das Gefühl, dass du fähig bist, Ziele zu erreichen, Probleme zu bewältigen und deinem Leben eine Richtung zu geben.

Dieses Gefühl von Kontrolle ist einer der wichtigsten Faktoren für ein glückliches Leben.

Das ist auch einer der Gründe, warum es unglückliche Multimillionäre gibt, die sich das Leben nehmen. Und Menschen, die alles verloren haben und trotzdem glücklich sind.

Wie glücklich du bist, hängt stark davon ab, wie ausgeprägt dein Gefühl von Kontrolle ist.

Das Schöne daran: Dieses Gefühl von Kontrolle kannst du steigern.

Je besser du mit deinen eigenen Gedanken und Gefühlen umgehst, an deinen Zielen arbeitest und dich deinen Ängsten stellst, desto mehr wirst du ein Gefühl von Kontrolle haben.

Und desto glücklicher wirst du sein.

Leidest du unter negativen Gedanken?

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